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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2019

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Katholische Theologie

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[Vl] Dialog der Religionen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II, H 205

Kommentar:

„Kampf der Kulturen“ heißt ein einflussreiches Buch des amerikanischen Politologen S. Huntington, in dem er das gewaltsame Aufeinandertreffen unvereinbarer religiöser Systeme beschreibt. Wer religiöse Konflikte indes näher betrachtet, sieht schnell, dass für religiös motivierte Auseinandersetzungen zumeist historische, soziale und kulturelle Ursachen verantwortlich sind. Eine christliche Theologie des interreligiösen Dialogs hat damit eine dreifache Aufgabe: Sie muss erstens – durchaus mit sozialwissenschaftlichen Mitteln – die soziale Tiefenstruktur religiöser Konflikte entschlüsseln. Sie muss zweitens selbstkritisch das Konfliktpotenzial ihrer eigenen religiösen Tradition beleuchten und zugleich das Toleranzpotenzial der eigenen Religion zu heben suchen. Sie muss drittens auf grundlegende Überschneidungen und wechselseitige Bereicherungen der eigenen Weltsicht mit anderen religiösen Überzeugungen hinweisen, ohne die realen Differenzen in Glaubensinhalten und -praxen einzuebnen.

Literatur (in Auswahl):

H. Bürkle, Möglichkeiten und Grenzen eines Dialoges zwischen dem Christentum und anderen Religionen, in: C. Böttigheimer/H. Filser (Hg.), Kircheneinheit und Weltverantwortung. FS P. Neuner, Regensburg 2006, 421-435

H. Döring, Globales Denken als interreligiöse Hermeneutik. Überlegungen zur Methodologie des Dialogs zwischen den Religionen, in: C. Böttigheimer/H. Filser (Hg.), Kircheneinheit und Weltverantwortung. FS P. Neuner, Regensburg 2006, 437-452

F. Gmainer-Pranzl, „Wahrheit“ und „Heil“ im Polylog, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 155 (2007) 70-78. 181-189

K. Hock, Einführung in die Interkulturelle Theologie, Darmstadt 2011

H.-J. Höhn, Gott Offenbarung Heilswege. Fundamentaltheologie, Würzburg 2011, 285-357 (Kap. IV. Streitsache „Heilswege“)

K.-J. Kuschel (Hg.), Christentum und nichtchristliche Religionen. Theologische Modelle im 20. Jahrhundert, Darmstadt 1994

K.-J. Kuschel, Leben ist Brückenschalgen. Vordenker des interreligiösen Dialogs, Düsseldorf 2011

U. Tworuschka, Die Weltreligionen und wie sie sich gegenseitig sehen, Darmstadt 2008


[Vl] Die Religion der Religionspädagogik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 205

[Vl] Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 215

[Vl] Jesu Botschaft und Wirken nach Mt
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II, H 209

Kommentar:

Von den vier Evangelien hat das Matthäusevangelium in allen Jahrhunderten besondere Aufmerksamkeit erfahren. Nicht zuletzt dank der großen, von Matthäus komponierten Reden, erweckte es den Eindruck, die Jesusworte besonders umfassend bewahrt zu haben. Die Vorlesung stellt ausgewählte Texte in ihrem literarischen Zusammenhang vor, um der Frage nachzugehen, welchen Jesus der Evangelist vorstellte. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Bergpredigt.

Literatur zum Einstieg: P. Fiedler, Matthäusevangelium (ThKNT 1), Stuttgart 2006; U. Luz, Das Evangelium nach Matthäus. 4 Vol. (EKK 1), Düsseldorf; Neukirchen-Vluyn 5. Aufl. 2002, 1990–2002 (1985); U. Luz, Die Jesusgeschichte des Matthäus, Neukirchen-Vluyn 2. Aufl. 2008 (1993).


[Vl] Religionspädagogische Psychologie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. II, H 215
Einzeltermin:
Mi. 03.07.2019,08.00 - 09.00 Uhr   H215

[Si] „Sensible“ Objekte. Provenienzforschung in wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Di. 23.04.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 027Einführung- Einführung in die Thematik
- Lernziele
- Termine
- Organisation
- Programm
- Prüfungsleistungen



Fr. 10.05.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 233Diskussion von einführenden Texten- Rückansicht. Die verborgene Geschichte eines Gemäldes von Adolph Menzel
- Bénédicte Savoy: Die Provenienz der Kultur.
- Gruppenarbeit: Fragen an ein Objekt



Sa. 11.05.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Allgemeine Grundlagen IErläuterung verschiedener Grundlagen
- Zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen (Washingtoner Abkommen, Schutzgesetze etc.)
- Leitfäden und Handreichungen



Fr. 28.06.2019,12.00 - 16.00 Uhr   keine RaumangabeAllgemeine Grundlagen II; Restitution, Rückgabe, Repatriierung- Quellen Bildende Kunst, Archäologie und andere Disziplinen
- Netzwerke, Arbeitskreise, Institutionen
- Methoden der Provenienzforschung
- Juristische Aspekte



Sa. 29.06.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Allgemeine Grundlagen II; Restitution, Rückgabe, Repatriierung- Quellen Bildende Kunst, Archäologie und andere Disziplinen
- Netzwerke, Arbeitskreise, Institutionen
- Methoden der Provenienzforschung
- Juristische Aspekte



Fr. 05.07.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 233Sensible Objektbereiche; Abschlussdiskussion- NS-Raubgut
- DDR-Unrecht
- Koloniales Erbe
- Raubgrabungen
- Human Remains
- Secret/Sacred Objects
- Sensible Naturobjekte
- Bibliotheken und Archive



Sa. 06.07.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Sensible Objektbereiche; Abschlussdiskussion- NS-Raubgut
- DDR-Unrecht
- Koloniales Erbe
- Raubgrabungen
- Human Remains
- Secret/Sacred Objects
- Sensible Naturobjekte
- Bibliotheken und Archive




Kommentar:

In unseren wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven gibt es zahlreiche „sensible“ Objekte. Zum einen sind dies Objekte, die auf Grund ihres kulturhistorischen Kontextes als „sensibel“ zu bezeichnen sind, da sie beispielsweise menschliche Überreste darstellen. Andere Objekte gelangten nicht mit Zustimmung der ehemaligen Eigentümer in die jeweiligen Sammlungen, „sondern wurden gestohlen, erpresst, unfair erhandelt, im Geheimen ausgegraben und abtransportiert“ (Britta Lange 2011). Der Umgang mit solchen Objekten ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Dies gilt insbesondere für ihre Aufbewahrung, Präsentation und Beforschung.
Um beurteilen zu können, ob Sammlungen „sensible“ Objekte bewahren, ist es notwendig, die Objekte selbst sowie ihre Geschichte zu erforschen und damit deren Herkunft und die der Sammlungen zu rekonstruieren.
Im Seminar werden wir unterschiedliche Methoden der Provenienzforschung kennenlernen und uns damit auseinandersetzen, welche wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archive über Objektgruppen verfügen, die aus einem möglichen Unrechtskontext stammen könnten (z.B. Präparate menschlicher Herkunft aus der Kolonialzeit, außereuropäische und antike Kulturgüter, Kunstwerke aus ehemaligem jüdischen Besitz) oder vielleicht illegal importiert und exportiert wurden (z.B. naturhistorische Objekte). Anhand von ausgewählten Beispielen möchten wir zudem die Frage nach der historischen Verantwortung von wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven erörtern und diskutieren, wie diese der Öffentlichkeit vermittelt werden kann.


[Si] Die Auferstehung Jesu in frühchristlichen Deutungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II, H 209

Kommentar:

Ausgehend von alttestamentlichen und frühjüdischen Annahmen zu den Konsequenzen des Todes will das Seminar unterschiedliche Darstellungen der Auferstehung Jesu nachzeichnen. Im Zentrum werden dabei die vier narrativen Entwürfe der kanonischen Evangelien stehen, wenngleich auch Darstellungen der Christophanie vor Paulus hinzugezogen werden sollen. Seitenblicke werden frühchristlichen Zeugnissen außerhalb des Kanons und der allgemeinen Totenauferstehung gelten.

Literatur zum Einstieg: Paul Hoffmann, Art. Auferstehung. II/1. Auferstehung Jesu Christi — Neues Testament, in: TRE 4 (1979) 478–513; Paul Hoffmann (Ed.), Zur neutestamentlichen Überlieferung von der Auferstehung Jesu (WdF 522), Darmstadt 1988; Tobias Nicklas/Andreas Merkt/Joseph Verheyden (Ed.), Gelitten — Gestorben — Auferstanden. Passions- und Ostertraditionen im antiken Christentum (WUNT II 273), Tübingen 2010.


[Si] Die Gleichnisse Jesu als Ansatzpunkt einer christlichen Ethik und ihre Einbindung in den Schulunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II, H 209

Kommentar:

Das Seminar befasst sich mit der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen. An Beispielen aus den vier Evangelien sollen die Eigenheiten unterschiedlicher gleichnishaften Erzählungen und die jeweilige Erzählfunktion der Texte analysiert werden und daraufhin befragt werden, inwiefern sie als Ansatzpunkt einer christlichen Ethik dienen können. Ein besonderes Augenmerk soll auf der thematischen Einbindung neutestamentlicher Gleichnisse in den Religions- oder Ethikunterricht liegen.

Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann, Gleichnisauslegung. Ein Lehr- und Arbeitsbuch (UTB 2093), Tübingen, Basel 1999; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2005; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.


[Si] Dschihad, Kreuzzug - Heiliger Krieg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. II, H 215

[Si] Formen und Methoden eines zeitgemäßen Religionsunterrichts - Ansätze für die Praxis
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2019
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. II, H 215

[Si] Gnade. Geschichte und Aktualität eines christlichen Zentralbegriffs (Lektüreseminar mit einführendem Charakter)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. II, H 209

Kommentar:

Gnade scheint ein verstaubtes Wort der christlichen Tradition zu sein. Nur in der Verneinung wirkt es noch zeitgemäß: "Gnadenlos ehrlich!", "Gnadenlos direkt!", Gnadenlos erfolgreich!". Tatsächlich stellt das Wort Gnade den Versuch dar, das Gott-Mensch-Verhältnis in christlicher Lesart zusammenzufassen: als uverdiente und unverdienbare, als unbedingte Zuwendung Gottes zu den Menschen. Auf welche Weise könnte dieser theologische Gehalt von "Gnade" in einer nicht selten "gnadenlosen Leistungsgesellschaft" wieder neu zum Sprechen gebracht werden?
Methodisch ist das Seminar als Lektüreseminar angelegt. Die ebenso profunde wie gut lesbare Einführung in die Gnadenlehre von Gisbert Greshake, "Gnade - Geschenk der Freiheit", soll im Seminar gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Von hier aus sollen Brücken zu zeitgenössischen Vorstellungen von Gnade und zu Gnade als Thema im Religionsunterricht geschlagen werden.

Lektüregrundlage:

G. Greshake, Gnade - Geschenk der Freiheit. Eine Hinführung, Mainz 2004


[Si] Gottesrede in der (post)säkularen Gesellschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. II, H 209
2 Einzeltermine:
Fr. 21.06.2019,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 209
Sa. 22.06.2019,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II, H 209

Kommentar:

Unsere Gesellschaft ist weder von Religion durchdrungen noch ist sie rein säkular. Sie gilt deshalb als "post-säkular": Religion(en) spielen noch eine Rolle, allerdings bei gleichzeitig fortschreitenden Prozessen der Säkularisierung, des Bedeutungsverlustes von etablierten Formen von Religiosität. Aus christlich-theologischer Sicht stellt sich damit die Frage, wie unter diesen Bedingungen von Gott gesprochen werden kann: An welche Erfahrungen sind religiöse Deutungen noch anschlussfähig? Welche Traditionen der christlichen Rede von Gott lohnen der Aktualisierung? Von welchen Formen sollte man sich, auch weil sie missbrauchsanfällig sind und instrumentalisiert wurden, lieber verabschieden?

Im Seminar werden zunächst Gesellschaftsdiagnosen besprochen, um von hier aus Möglichkeiten und Grenzen einer theologisch verantworteten Gottesrede zu überlegen und zu diskutieren. Methodisch besteht das Seminar aus drei Phasen: einer gemeinsamen Lektürephase - einer individuellen Vertiefungshase - einer Blocksitzung, bei der Kurzreferate einander vorgestellt und miteinander diskutiert werden.

Termine:

Donnerstags 8-10 Uhr (5 mal) + Blockseminar am 21.6.-22.6., 16-20 Uhr; 9-17 Uhr


Literatur (zur ersten Orientierung):

P. Walter (Hg.), Gottesrede in postsäkularer Kultur, Freiburg 2007

J. Knop (Hg.), Die Gottesfrage zwischen Umbruch und Abbruch. Theologie und Pastoral unter säkularen Bedingungen, Freiburg 2019


[Si] Kurzfilme im Religionsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Do. 09.05.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 215
Do. 16.05.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 215
Fr. 14.06.2019,15.00 - 19.00 Uhr   Phil. II, H 215
Sa. 15.06.2019,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II, H 215
Do. 27.06.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 215
Do. 04.07.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 215

[Si] Messianische Konzepte in der Bibel und ihrer Umwelt
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 209

Kommentar:

Wer gilt im Alten Testament als Gesalbter? An welche frühjüdischen Vorstellungen knüpfen neutestamentliche Christologien an, die Jesus als Messias beschreiben? Inwieweit wurden diese Konzepte modifiziert? Verstand sich Jesus selbst als Messias? Diesen Fragen will das Seminar nachgehen, das die neutestamentlichen Erzähltexte in den Mittelpunkt rücken, aber auch die Paulusbriefe und den Hebräerbrief einbinden wird.

Literatur zum Einstieg: Martin Karrer, Der Gesalbte. Die Grundlagen des Christustitels (FRLANT 151), Göttingen 1991; Stefan Schreiber, Gesalbter und König. Titel und Konzeptionen der königlichen Gesalbtenerwartung in frühjüdischen und urchristlichen Schriften (BZNW 105), Berlin 2000.


[Si] Möglichkeiten und Grenzen interreligiösen Lernens in der Schule ? Ziele, Inhalte, Wege
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. II, H 118

[H Si] Mord und Totschlag im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003
Einzeltermin:
Di. 07.05.2019,08.00 - 10.00 Uhr   Phil. I, C 003

Kommentar:

Hört man die Schlagworte "Mord" und "Totschlag" denkt man zunächst an Akte schnöder Kriminalität. Diese - aber auch politische Morde und Attentate, Rachehandlungen, Tod in Krieg und Fehde sowie der Selbstmord - werden Gegenstand des Seminars sein. Herausgearbeitet werden soll, wie die Anwendung von Gewalt kontextabhängig bewertet wurde.
Die Bereitschaft zur Beschäftigung mit lateinischen Quellen wird vorausgesetzt.


[Si] Religion, Moral und Öffentlichkeit. Ethische und systematisch-theologische Aspekte zu ihrem Verhältnis (Interdisziplinäres und interuniversitäres Blockseminar an der JLU Gießen und der PTH Sankt Georgen/ Frankfurt a.M.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Di. 16.04.2019, 12.00 - 14.00 Uhr, Phil. II, H 215
3 Einzeltermine:
Di. 16.04.2019,12.00 - 14.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. II, H 215
Sa. 27.04.2019,09.00 - 19.00 Uhr   Phil. II, H 215
Sa. 08.06.2019,09.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 215

Kommentar:

In Kooperation mit Prof. Dr. Edeltraud Koller, Professur für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt a. M.

Vorbesprechung 16.4.19 um 12.00 Uhr; Termine: 27.4.19, 9.00-19.00 Uhr; 8.6.19, 9.00-20.00 Uhr; Raum 215

Der christliche Glaube motiviert ChristInnen, sich für politische Themen wie Gerechtigkeit, Frieden, Schöpfungsverantwortung, Lebensschutz und MigrantInnen einzusetzen. Aus dem gleichen Antrieb heraus beteiligen sich die Kirchen als Akteurinnen der Zivilgesellschaft in der politischen Öffentlichkeit an der Meinungsbildung zur sozialen und moralischen Gestaltung der Gesellschaft. Indem sich religiöse Institutionen wie die Kirchen in der demokratischen Öffentlichkeit beteiligen, stellt sich die Frage, ob explizit kirchliche Beiträge oder gar religiöse Argumente in modernen demokratischen Gesellschaften überhaupt einen Sinn oder eine Funktion haben. Braucht die politische Öffentlichkeit den ethischen Diskursbeitrag der Religion und der Theologie? Das Problem der Bedeutung von kirchlichen Beiträgen oder gar von theologischen Argumenten betrifft das heftig diskutierte Thema, ob der öffentlich-politische Beitrag von Religion in säkularen und pluralistischen Gesellschaften überhaupt legitim bzw. bedeutsam ist. Aus theologischer Perspektive wird thematisiert, ob die Kirchen und die Theologie notwendigerweise in der demokratischen Öffentlichkeit agieren müssen. Das systematisch-theologische Konzept der „Öffentlichen Theologie“, das eine eindeutig bejahende Antwort gibt, begründet dies damit, dass Theologie und Kirche öffentlich werden müssen und umgekehrt die Öffentlichkeit wesentlich für die Theologie ist.

Im Seminar wird zunächst das Verhältnis von Religion und Öffentlichkeit betrachtet. Auf dieser Grundlage wird das Verhältnis von Religion, Moral und Öffentlichkeit anhand von aktuellen Beispielfeldern konkretisiert und diskutiert: Bioethik, Sonntagsschutz, Blasphemie, Kirche im Missbrauchsskandal.

Die Lehrveranstaltung wird als interdisziplinäres und interuniversitäres Blockseminar an der Universität Gießen und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/M. durchgeführt. Es wird von den TeilnehmerInnen durch Referate, gemeinsame Lektüre sowie Diskussion gemeinsam gestaltet. Außer der fachlichen Auseinandersetzung besteht damit die Gelegenheit, Studierende von einem anderen Studienstandort kennenzulernen und mit ihnen in Austausch zu treten.

Literatur (Auswahl):

Arens, Edmund / Hoping, Helmut (Hg.), Wieviel Theologie verträgt die Öffentlichkeit?, Freiburg i.B. – Basel – Wien 2000 (QD 183).

Habermas, Jürgen, Vorpolitische Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates?, in: Ders., Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt a. M. 2005, 106-118.

Höhn, Hans-Joachim, Gewinnwarnung. Religion – nach ihrer Wiederkehr, Paderborn 2015.

Könemann, Judith / Wendel, Saskia (Hg.), Religion, Öffentlichkeit, Moderne. Transdisziplinäre Perspektiven, Bielefeld 2016.

Platzer, Johann / Elisabeth Zissler (Hg.), Bioethik und Religion. Theologische Ethik im öffentlichen Diskurs (FS Walter Schaupp), Baden-Baden 2014.

Sander, Hans-Joachim, Wenn moralischer Anspruch schamlos wird. Von der Unverschämtheit im sexuellen Missbrauch und in der kirchlichen Schuldkultur, in: Stimmen der Zeit 144 (2019) H2, 83-92.

Sautermeister, Jochen, „Kirche als Moralagentur?“ (H. Joas). Theologisch-ethische Überlegungen zur moralischen und politischen Relevanz von Kirche in der Gesellschaft, in: Münchner Theologische Zeitschrift 68 (2017), 292-305.


[Si] Religionsbuch
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 215

[Si] Über Freundschaft. Aspekte eines menschlichen Urbedürfnisses aus der christlichen Spiritualitäts- und Theologiegeschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II, H 215

Kommentar:

Die Suche nach gegenseitiger Zuneigung, die auf einem Nahverhältnis von Menschen zueinander basiert, ist eines der Urbedürfnisse des Menschen. Die Suche nach einer Freundschaft, die von Empathie und Vertrauen geprägt ist, scheint aber in Zeiten wachsender emotionaler Unsicherheiten und Beziehungsunverbindlichkeiten heute immer weniger zu gelingen. Was ist eigentlich Freundschaft und was sind die Voraussetzungen für ihr Gelingen? Was unterscheidet Freundschaft von Ehe? Welche Rolle spielt Liebe, Sexualität und Zärtlichkeit in der Freundschaft? Was ist das Wesensmerkmal christlicher Freundschaft und kann sie als ein Sakrament verstanden werden?
Ein Blick in die christliche Spiritualitäts- und Theologiegeschichte zeigt, dass eine Freundschaft, die nicht nur gemeinsamen Strategien der Selbstverwirklichung dient, zu den höchsten Glücksgütern zählt, nach denen ein Mensch streben kann. Freundschaft umfasst dabei ein weites Spektrum unterschiedlicher Beziehungsformen. In diesem Seminar geht es um eine bestimmte Art der Freundschaft, nämlich die geistliche Freundschaft (amicitia spiritualis), deren Wesensmerkmal die Liebe ist und von daher hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer Verwirklichung stellt.
Ausgangpunkt sind die antiken Freundschaftstopoi und die biblische Botschaft von der Gottesfreundschaft, an die das christliche Konzept der geistlichen Freundschaft anknüpfen. Eine weitergehende Durchdringung einer christlich begründeten Freundschaftslehre geschieht erst im Laufe des Mittelalters und hier besonders bei den Vertretern der Monastischen Theologie des 12. Jh. Große Beispiele geistlicher Freundschaften ziehen sich über die Jahrhunderte bis in unsere Tage.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Teilnehmern/Innen in einer historisch-theologischen Zugangsweise ausgewählte Zeugnisse und zentrale Positionen geistlicher Freundschaft aus der christlichen Theologie- und Spiritualitätsgeschichte vorzustellen; die wichtigsten Aspekte der Reflexion über geistliche Freundschaft zu vermitteln, um sie in ihren problem- und geistesgeschichtlichen Bewegungen wahrzunehmen und zu diskutieren.

Einführende Literatur:
Epp, Verena: Amicitia. Zur Geschichte personaler, sozialer, politischer und geistlicher Beziehungen im frühen Mittelalter (Stuttgart 1999) (Monographien zur Geschichte des Mittelalters, Bd. 44).
Lemke, Harald: Freundschaft. Ein philosophischer Essay (Darmstadt 2000).
Müller, A./ Nitschke, A.: Art. Freundschaft I u. II, in: HWPh 2 (Basel/ Stuttgart 1972) Spp. 1105-1108.
Signori, Gabriela (Hrsg.): Meine in Gott geliebte Freundin. Freundschaftsdokumente aus klösterlichen und humanistischen Schreibstuben (Bielefeld 1998) (Religion in der Geschichte, Bd. 4).
Spitzlei, Sabine B. (Hrsg.): Liebesbriefe hinter Klostermauern. Zeugnisse geistlicher Freundschaft (Freiburg i. Br./ Basel/ Wien 1990).


[Ü] Alttestamentliche Methodenlehre
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. II, H 210

[Ü] Neutestamentliche Methodenlehre
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II, H 209

[P Si] "Jenseits aller Schmerzen"? - worauf wir hoffen dürfen und was befürchtet wird - christliche Eschatologie und deren moderne Rezeption
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. II, H 210

[P Si] Religionsunterricht in Geschichte und Gegenwart (Gruppe A)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 215

Kommentar:

Das Proseminar bietet in einem ersten Schritt einen Überblick über die Geschichte des Religionsunterrichts in der BRD, wobei der Zugriff über religionsdidaktische Fachliteratur einerseits und religionsunterrichtliche Materialien andererseits erfolgt. Ziel hierbei ist es, Konzepte des RU und die mit ihnen verknüpften Bildungsaufgaben und -ziele in ihrem jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext zu reflektieren.
In einem zweiten Schritt werden aufbauend auf diesen Erkenntnissen die gegenwärtig bedeutsamen Potentiale des Lernens von Religion ausgelotet. Dabei sollen auch gesellschafts- und bildungspolitische Anforderungen an den Religionsunterricht in den Blick genommen und Möglichkeiten für den produktiven Umgang mit ihnen eruiert werden. Neben konfessionell gebundenen Konzepten werden daher insbesondere auch interreligiöse und nicht-konfessionelle Konzepte eine konstruktiv-kritische Würdigung erfahren sowie bildungspolitische Maßgaben wie Bildungsstandards und Inklusion Beachtung finden.


[P Si] Religionsunterricht in Geschichte und Gegenwart (Gruppe B)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. II, H 215

Kommentar:

Das Proseminar bietet in einem ersten Schritt einen Überblick über die Geschichte des Religionsunterrichts in der BRD, wobei der Zugriff über religionsdidaktische Fachliteratur einerseits und religionsunterrichtliche Materialien andererseits erfolgt. Ziel hierbei ist es, Konzepte des RU und die mit ihnen verknüpften Bildungsaufgaben und -ziele in ihrem jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext zu reflektieren.
In einem zweiten Schritt werden aufbauend auf diesen Erkenntnissen die gegenwärtig bedeutsamen Potentiale des Lernens von Religion ausgelotet. Dabei sollen auch gesellschafts- und bildungspolitische Anforderungen an den Religionsunterricht in den Blick genommen und Möglichkeiten für den produktiven Umgang mit ihnen eruiert werden. Neben konfessionell gebundenen Konzepten werden daher insbesondere auch interreligiöse und nicht-konfessionelle Konzepte eine konstruktiv-kritische Würdigung erfahren sowie bildungspolitische Maßgaben wie Bildungsstandards und Inklusion Beachtung finden.


[P Si] Schöpfungslehre
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 210

[Koll] Examenskolloquium
Zeit und Ort nach Vereinbarung.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Si] Reflexion und Nachbereitung des Fachpraktikums Katholische Religion
Blockseminar, Termine nach Absprache
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de