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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2022

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Katholische Theologie

Veranstaltungen

 

 
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Legende

    
[Koll] Doktorand*innen- Kolloquium
Termine werden während dem Semester vereinbart
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Koll] Examenskolloquium
Termine werden während dem Semester vereinbart
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

   
[Si] Nachbereitung des Fachpraktikums katholische Religion
Termine nach Vereinbarung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

In dieser Veranstaltung soll ein Blick zurück auf das Fachpraktikum geworden werden. Dabei stehen vor allem Reflexion und Evaluation der gemachten schulischen und unterrichtlichen Erfahrungen im Vordergrund der Blockveranstaltung.


 
[P Si] Ewiges Leben? Christliche Eschatologie mit Blick auf Tradition, Anfechtung und Moderne Systematisch-theologische Einführung in die Eschatologie mit Blick auf Naturwissenschaft und Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.07.2022, Raum: Phil. II, H 210

Kommentar:

Die Frage nach einem "Leben nach dem Tod" oder dem endgültigen Schicksal der Welt scheint in der aktuellen Gesellschaft eine immer geringere Rolle einzunehmen, gehört aber zu den zentralen Themen des Christentums. In diesem Proseminar soll die "Lehre von den letzten Dingen" in ihren Ursprüngen, Traditionen, aber auch modernen Ansätzen vorgestellt werden. Es soll hier insbesondere die Frage diskutiert werden, auf welche Art die christliche Eschatologie in einer säkularen Gesellschaft thematisiert werden kann. Neben dem inhaltlichen Aspekt soll das Proseminar auch eine weiterführende Einführung in die Systematische Theologie und die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens darstellen.


[P Si] Proseminar Schöpfungstheologie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 22.04.2022
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 01.07.2022, Raum: Phil. II, H 215

Kommentar:

Das Seminar beginnt am 27.05.22. Zur Kompensation wird nach terminlicher Absprache mit den Seminarteilnehmenden eine Blockveranstaltung eingeplant.


[P Si] Religionsunterricht in Geschichte und Gegenwart (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 30.06.2022, Raum: Phil. II, H 210

[P Si] Religionsunterricht in Geschichte und Gegenwart (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2022
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 05.07.2022, Raum: Phil. II, H 215

 
[Si] "Komm erzähl mir was" - Arbeiten mit biblischen Ganzschriften im Religionsunterricht [Religionspädagogik]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 05.07.2022, Raum: Phil. II, H 209

[Si] Der Lehrer. Portraits und Konzepte aus der Kultur- und Bildungsgeschichte des Christentums
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 29.06.2022, Raum: Phil. II, H 215

Kommentar:

Hat der "Lehrer" bzw. die "Lehrerin" einen über die fächerbezogene Stoffvermittlung hinausgehenden Auftrag zur Erziehung? Gehören zum Aufgabenfeld eines Lehrers nur die Vermittlung von Wissen, Fertigkeiten, Kompetenzen und Einsichten, oder auch die Vermittlung von Verhaltensweisen und Wertestrukturen? Was bedeuten die Forderungen nach Verantwortungsnahme, ganzheitlicher Menschenbildung, Lebenshilfe und Persönlichkeitserziehung für das Selbstbild des Lehrers?

Der Blick in die Geschichte des "christlichen Lehrers" macht deutlich, dass Erziehung, die vornehmlich auf den Erwachsenenunterricht zugeschnitten war, nicht auf eine Entwicklung intellektueller oder praktischer Fähigkeiten allein beruhte, sondern darauf, die Persönlichkeit zu entwickeln und den Schüler für die christliche Botschaft und ihre Werte empfänglich zu machen. Das Ideal des berufsmäßigen christlichen Lehrers und der christlichen Erziehung waren von der Entstehung des Christentums bis ins 19./ 20. Jahrhundert hinein das vorherrschende Leitbild der Erziehung.

Das christliche Lehrer-Konzept war dabei eingebettet in kulturelle Kontexte, soziale Konstellationen und auch biografische Schicksale. Dabei sind literarisch ganz unterschiedliche Ausdrucksformen entstanden. Die Schlüsselwerke der christlichen Pädagogik gaben dem Lehren einen hohen Stellenwert, das nicht selten geradezu eine ideale Lebensform darstellte, weil es Denken und Handeln ideal zusammenführte.

Die Veranstaltung verfolgt einen biographisch-mentalitätsgeschichtlichen Ansatz. Es geht darum, exemplarisch und punktuell im Durchgang ausgewählter Repräsentanten und ihrer Schlüsselwerke wahrzunehmen, wie bei den Kirchenvätern, in der Klostererziehung des 5./ 6. Jahrhunderts, in der Karolingischen Renaissance und schließlich im Hoch- und Spätmittelalter der christliche Lehrer und das Lehren gesehen wurden.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Teilnehmern/Innen in einer historisch-theologischen Zugangsweise ausgewählte Personen und zentrale Positionen aus der christlichen Kultur- und Bildungsgeschichte des lateinischen Mittelalters vorzustellen; die christliche Erziehung zugleich aber auch in ihren problem- und geistesgeschichtlichen Bewegungen wahrzunehmen und so einen Überblick über die wichtigen christlichen Lehrer des Mittelalters und ihrer theologisch-pädagogischen Konzepte zu vermitteln.

Einführende Literatur:
Ax, Wolfram (Hrsg.): Lateinische Lehrer Europas. Fünfzehn Portraits von Varro bis Erasmus von Rotterdam (Köln/ Weimar/ Wien 2005)
Paul, Eugen: Geschichte der christlichen Erziehung. Bd. 1: Antike und Mittelalter (Freiburg i. Br. [u.a.] 1993).
Prange, Klaus: Schlüsselwerke der Pädagogik. Bd. 1: Von Plato bis Hegel (Stuttgart 2008).


[Si] Didaktik und Methodik eines zeitgemäßen Religionsunterrichts [Religionspädagogik]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2022
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 30.06.2022, Raum: Phil. II, H 215

[Si] Interreligiöses Lernen. Grundthemen des christlich-islamischen Dialogs [Systematische Theologie]]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 30.06.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung geht den Fragen zur generellen Notwendigkeit interreligiösen Lernens und den damit verbundenen Aufgaben und Zielen sowie Möglichkeiten und Grenzen im schulischen Religionsunterricht nach. Dabei werden sowohl theologische Grundlagen als auch religionspädagogisch-didaktische Perspektiven unter islamisch-theologischen und christlich-theologischen Gesichtspunkten erörtert. Anhand elementarer theologischer Themen sollen zentrale Konvergenzen und Differenzen zwischen Islam und Christentum herausgearbeitet werden. Es wird sich zeigen, dass interreligiöses und interkulturelles Lernen nicht nur notwendige Anliegen islamischen und christlichen Religionsunterrichts sowie der Schulkultur insgesamt darstellen, sondern Schlüsselkompetenzen in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft sind.

Literatur (zur Hinführung):
- K. Amirpur u.a. (Hg.), Perspektiven dialogischer Theologie. Offenheit in den Religionen und eine Hermeneutik des interreligiösen Dialogs, Münster-New York 2016.
- R. Heinzmann u.a. (Hg.), Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam, 2 Bde., Freiburg 2016.
- A. Kreutzer u.a. (Hg.), Vielfalt zeigen. Religion, Konfession und Kultur in Vermittlung. FS F.-J. Bäumer, Ostfildern 2019.
- M. Kraml/Z. Sejdini (Hg.), Interreligiöse Bildungsprozesse. Empirische Einblicke in Schul- und Hochschulkontexte, Stuttgart 2018.
- C. P. Sajak, Interreligiöses Lernen, Darmstadt 2018.
- Y. Sarikaya/F.-J. Bäumer (Hg.), Aufbruch zu neuen Ufern. Aufgaben, Problemlagen und Profile einer Islamischen Religionspädagogik im europäischen Kontext, Münster u.a. 2017.


[Si] Lange vor Bonifatius! Missionsgeschichte des Christentums - besonders Europas
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2022
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.07.2022, Raum: Phil. II, H 215

Kommentar:

Mit dem Missionsbefehl bei Matthäus 28,19 ist die christliche Gemeinschaft eine missionarische Gemeinschaft. Formen und Arten das Evangelium zu verbreiten haben sich jedoch mit der Geschichte der Kirche – gerade auch in Westeuropa - verändert. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Angelsachse Bonifatius als Apostel der Deutschen bezeichnet. Die Christianisierung Deutschlands begann jedoch schon in der Römerzeit. Den Spuren der ersten Christen kann man zwischen Legenden und archäologischer Forschung folgen. Die großen Römerstädte Trier, Mainz und Köln, aber auch kleinere Orte wie Boppard, Worms und Wiesbaden weisen schon eine frühe Christengemeinde auf, die sich in der Folgezeit – mit der Christianisierung der Franken -flächendeckend im gesamten Südwesten ausbreitet. So ist die Geschichte der christlichen Mission mit ihren sich theologisch wandelnden und gelegentlich fragwürdigen Methoden ein Spiegel der Kirchengeschichte. Der Bogen soll von der Kirche der Märtyrer bis zur Evangelisierung im 20. Und 21. Jahrhundert gespannt werden.
Zur Vorlesung gehört eine ganztägige Exkursion nach Trier am Samstag den 25. Juni 2022.

Literatur:
Peter Brown, Die Entstehung des christlichen Europa, München 1996.
Arnold Angenendt, Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert. Münster, 5. aktualisierte Aufl. 2009.
Heinz Heinen, Frühchristliches Trier - Von den Anfängen bis zur Völkerwanderung, Trier 1996.
Hans Hubert Anton / Winfried Weber, Im Bruch der Kulturen - Spätantike und Frühmittelalter (=Geschichte das Bistums Trier I), Trier 2003.
Sebastian Ristow, Frühes Christentum im Rheinland – Zeugnisse der archäologischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel, Münster 2006.


[Si] Medienanalyse und -didaktik aus religionspädagogischer Perspektive unter besonderer Berücksichtigung des Mediums (Kurz)Film [Religionspädagogik]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2022
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 30.06.2022, Raum: Phil. II, H 215

[Si] Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit – zur theologischen Verbindung zweier Dimensionen. Interuniversitäres Seminar zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Kassel (mit Exkursion zur documenta 2022) [Systematische Theologie]
Interuniversitäres Seminar mit der Universität Kassel, Blockveranstaltungen in Gießen und Kassel/Documenta (Die genauen Uhrzeiten werden mit der Seminargruppe abgestimmt). Termine der Documenta Vor- und Nachbesprechung werden mit der Seminargruppe per Videokonferenz vereinbart.
Dozent/-in:
Kreutzer, A. Kutzer, Mirja, Prof. Dr.
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Di. 19.04.2022, 18.00 - 20.00 Uhr, Online
3 Einzeltermine:
Di. 19.04.2022,18.00 - 20.00 Uhr   (Vorbesprechung) Online
Sa. 07.05.2022,08.00 - 18.30 Uhr   Phil. II, H 215
Sa. 02.07.2022,08.00 - 18.30 Uhr   Documenta Kassel

Kommentar:

Seit einem berühmten Artikel von Lynn T. White „The historical roots of our ecological crisis“ aus dem Jahr 1966 wird das Christentum in seiner Auslegung der Bibel wesentlich mitverantwortlich gemacht für die ökologische Krise. Es ist nicht allein der Herrschaftsauftrag aus Gen 1,28, der ihm zur Last gelegt wird. Noch grundlegender ist es die Rede vom Menschen als der Krone der Schöpfung und eine daraus abgeleitete Anthropozentrik, die die Natur als ein Gegenüber konstruiert und die Verbindung zwischen Mensch und ihn umgebender Welt durchtrennt habe. Mit weitreichenden Folgen. Wenn das Christentum nun derart verantwortlich gemacht wird für die ökologische Krise – kann es dann auch zu ihrer Überwindung beitragen?
Hier gilt es nicht nur, an Traditionen des Christlichen anzuknüpfen, die eine Interdependenz von Schöpfung und Mensch anzeigen und auf die sich aktuell neu besonnen wird. Zentral ist hier vor allem die Bindung von Nachhaltigkeit an Gerechtigkeit und die Ermöglichung von Lebensmöglichkeiten. Darin erschließt sich das Thema Nachhaltigkeit theologisch aus einer Perspektive, welche die berühmte, in Kassel stattfindende Kunstausstellung „Documenta“ im Jahr 2022 mit dem Konzepttitel „Lumbung“ ins Zentrum rückt. Die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst ist dabei als ein „theologischer Ort“ zu begreifen, als ein Ort, an dem sich eingeübte Seh- und Denkgewohnheiten verlernen und Sensibilitäten neu gewinnen lassen, um einen neuen Blick auf die christlichen Traditionen zu gewinnen. Umgekehrt sind auch die Debatten um Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit durchzogen von religiöser Motivik.
Im Seminar sollen Studierende vermittels der Erarbeitung und Diskussion einschlägiger theologischer Positionen sowie der Auseinandersetzung mit konkreten Kunstwerken für die Verbindungen von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sensibilisiert werden. Ziel ist die Befähigung, aktuelle Nachhaltigkeitsdebatten ebenso kritisch zu bewerten wie einen genuin theologischen Beitrag argumentieren zu können.
Die Lehrveranstaltung wird in Kooperation zwischen den Professuren für Katholische Systematische Theologie in Gießen (Prof. Dr. Ansgar Kreutzer) und in Kassel (Prof. Dr. Mirja Kutzer) durchgeführt. Die Seminargruppe, an der Studierende beider Universitäten teilnehmen, wird sich einmal in Gießen und einmal in Kassel treffen. Im Zentrum des Kassler Treffens steht der zuvor didaktisch vorbereitete Besuch der Kunstausstellung Documenta.

Literatur (zur Hinführung):
Franziskus, Laudato si. Die Umweltenzyklika des Papstes, Freiburg 2015.
M. Vogt, Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, Freiburg 2021.

Internetseite der documenta 15 zum Thema „Lumbung“:
https://documenta-fifteen.de/lumbung/


[Si] Prophet unter Propheten [Biblische Theologie]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 04.07.2022, Raum: Phil. II, H 209

Kommentar:

ACHTUNG: Die Sitzung vom 02.05. wird am 04.05., 12.00-14.00 Uhr, nachgeholt! Wenn Sie verhindert sind, können Sie eine Ersatzleistung anfertigen.
„Anstelle von ‚Prophet‘ sage man früher Seher‘“. Die Bezeichnungen der Prophetinnen und Propheten variierten in den alttestamentlichen Schriften. Als Stimme Gottes begegnen unterschiedliche Charaktere. Welche von ihnen wurden besonders herausgehoben? Wie ist Jesus von Nazaret in diesen Zusammenhang einzuordnen? Und wie lief eine Prophezeiung in den frühchristlichen Gemeinden ab? Diesen und weiteren Fragen will das Seminar nachgehen, dass nicht nur den herausgehobenen prophetischen Gestalten der Bibel Raum gibt, sondern auch nach der Prophetie als verbreiteter Ausdrucksform fragt.


Literatur zum Einstieg:
Richard A. Horsley, The Prophet Jesus and the Renewal of Israel. Moving Beyond a Diversionary Debate, Grand Rapids 2012.
Barbara R. Rossing, Propheten, prophetische Bewegungen und die Stimmen von Frauen, in: Richard A. Horsley (Ed.), Die ersten Christen. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Burghard Bock (Sozialgeschichte des Christentums 1), Gütersloh 2007, 293–321.
Konrad Schmid, Hintere Propheten (Nebiim), in: Jan C. Gertz (Ed.), Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments (UTB 2745), Göttingen 2019, 313–412 (2006).
Erich Zenger, Die Bücher der Prophetie, in: Christian Frevel (Ed.), Einleitung in das Alte Testament (KStTh 1/1), Stuttgart 2012, 509–520 (1995).


[Si] Sexualität, sexuelle Bildung, Sexualmoral – Schule und Religionsunterricht zwischen Heraus- und Überforderung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 06.07.2022, Raum: Phil. II, H 210

Kommentar:

Der zurzeit gültige hessische Lehrplan für Sexualerziehung nimmt alle Lehrkräfte und alle Fächer in die Pflicht zur Mitgestaltung entsprechender Unterrichtsangebote. Das Seminar geht dem Fragekomplex sexueller Bildung in der öffentlichen Schule nach und sucht nach den spezifischen Beiträgen der Fächergruppe Religion / Ethik für diesen Bereich. Neben einem interdisziplinären Zugang nehmen didaktische Überlegungen entsprechen Raum ein.
Lit.:
https://www.lsvd.de/media/doc/3972/2016_hessen_lehrplan_sexualerziehung.pdf


[Si] Tod und Auferstehung im Judentum der Bibel [Biblische Theologie]
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 04.07.2022, Raum: Phil. II, H 209

Kommentar:

ACHTUNG: Die Sitzung vom 02.05. wird am 04.05. zur selben Uhrzeit nachgeholt! Wenn Sie verhindert sind, können Sie eine Ersatzleistung anfertigen.
Was kommt nach dem Tod? In den Texten der Bibel finden sich unterschiedliche Antworten auf diese Frage gegeben. Ausgehend von alttestamentlichen und frühjüdischen Annahmen zu den Konsequenzen des Todes will das Seminar unterschiedliche Darstellungen der Auferstehung Jesu nachzeichnen. Im Zentrum werden dabei die kanonischen Texte stehen. Seitenblicke gelten frühchristlichen Zeugnissen außerhalb des Kanons.

Literatur zum Einstieg:
Friedrich Avemarie/Hermann Lichtenberger (Ed.), Auferstehung — Resurrection. The Fourth Durham-Tübingen Research Symposium. Resurrection, Transfiguration and Exaltation in Old Testament, Ancient Judaism and Early Christianity (Tübingen, September, 1999) (WUNT 135), Tübingen 2001.
Paul Hoffmann (Ed.), Zur neutestamentlichen Überlieferung von der Auferstehung Jesu (WdF 522), Darmstadt 1988; Tobias Nicklas/Andreas Merkt/Joseph Verheyden (Ed.), Gelitten — Gestorben — Auferstanden. Passions- und Ostertraditionen im antiken Christentum (WUNT II 273), Tübingen 2010.


 
[Spr Kurs] Griechisch 2 (Bibelgriechisch)
Klausurtermin: 18.07.2022, Bitte beachten: Die Anmeldung für Studierende der Theologie erfolgt nicht mehr über Flexnow
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2022
wöchentlich Mi. 08:15 - 09:45 Uhr
wöchentlich Fr. 08:15 - 09:45 Uhr
nächster Termin: 01.07.2022, Raum: Phil. I, D 106

   
[Ü] Alttestamentliche Methodenlehre
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2022
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 04.07.2022, Raum: Phil. II, H 205

Kommentar:

Das Ziel dieser Übung ist es, den Studierenden wichtiges „Handwerkszeug“ der Biblischen Theologie zu vermitteln, um so die Voraussetzungen für eine intensive wissenschaftliche Beschäftigung und einen verantwortungsvollen Umgang mit den biblischen Texten zu schaffen.
Nach einer kurzen Einführung in den biblischen Kanon und seine Entstehung sollen die Studierenden mit den Schritten der „klassischen“ historisch-kritischen Methode bekannt gemacht werden, aber auch einen Einblick in die stets wachsende Vielfalt der neueren Ansätze erhalten.

Ausgewählte Literatur:
Adam, Gottfried / Kaiser, Otto / Kümmel, Werner Georg / Merk, Otto, Einführung in die exegetischen Methoden, Gütersloh 2000.
Bar-Efrat, Shimon, Wie die Bibel erzählt. Alttestamentliche Texte als literarische Kunstwerke verstehen, Gütersloh 2006.
Becker, Uwe, Exegese des Alten Testaments. Ein Methoden- und Arbeitsbuch (UTB 2664), Tübingen 2015.
Ebner, Martin / Heininger, Bernhard, Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (UTB 2677), Paderborn 2018.
Egger, Wilhelm / Wick, Peter, Methodenlehre zum Neuen Testament. Biblische Texte selbständig auslegen (Grundlagen Theologie), Freiburg 2013.
Utzschneider, Helmut / Nitsche, Stefan Ark, Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, Gütersloh 2014.


[Ü] Einführung in die Methoden der neutestamentlichen Exegese
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 06.07.2022, Raum: Phil. II, H 215

Kommentar:

Wer das Neue Testament selbst auslegen will und sich dabei nicht nur auf ein intuitives Verständnis der Schrift vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte stützen will, braucht ein geeignetes Instrumentarium. Die Übung stellt synchrone und diachrone Methoden der historisch-kritischen Exegese vor und bietet Hilfestellung auf dem Weg zur eigenständigen Bibelauslegung.

Literatur zum Einstieg: Martin Ebner/Bernhard Heininger, Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (UTB 2677), Paderborn 3 Aufl. 2015 (2005); Wilhelm Egger/Peter Wick, Methodenlehre zum Neuen Testament. Biblische Texte selbständig auslegen, Freiburg i. Br. 6. Aufl. 2011 (1987); Sönke Finnern/Jan Rüggemeier (Ed.), Methoden der neutestamentlichen Exegese. Ein Lehr- und Arbeitsbuch (UTB 4212), Tübingen 2016; Udo Schnelle, Einführung in die neutestamentliche Exegese (UTB 1253), Göttingen 8. Aufl. 2013 (1983).


 
[Vl] Dialog der Religionen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.07.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011

Kommentar:

„Kampf der Kulturen” heißt ein einflussreiches Buch des amerikanischen Politologen S. Huntington, in dem er das gewaltsame Aufeinandertreffen unvereinbarer religiöser Systeme beschreibt. Wer religiöse Konflikte indes näher betrachtet, sieht schnell, dass für religiös motivierte Auseinandersetzungen zumeist historische, soziale und kulturelle Ursachen verantwortlich sind. Eine christliche Theologie des interreligiösen Dialogs hat damit eine dreifache Aufgabe: Sie muss erstens – auch mit sozialwissenschaftlichen Mitteln – die soziale Tiefenstruktur religiöser Konflikte entschlüsseln. Sie muss zweitens selbstkritisch das Konfliktpotenzial ihrer eigenen religiösen Tradition beleuchten und zugleich das Toleranzpotenzial der eigenen Religion zu heben suchen. Sie muss drittens auf grundlegende Überschneidungen und wechselseitige Bereicherungen der eigenen Weltsicht mit anderen religiösen Überzeugungen hinweisen, ohne die realen Differenzen in Glaubensinhalten und -praxen einzuebnen. Diesen drei Aufgabenfeldern einer Theologie des interreligiösen Dialogs widmet sich die Vorlesung. Sie zeigt damit zugleich, wie zentral eine interreligiöse Dialogkompetenz für die Theologie, für die Religionsgemeinschaften, für den Religionsunterricht, ja für unsere plurale Gesellschaft insgesamt ist.

Literatur (in Auswahl):

H. Bürkle, Möglichkeiten und Grenzen eines Dialoges zwischen dem Christentum und anderen Religionen, in: C. Böttigheimer/H. Filser (Hg.), Kircheneinheit und Weltverantwortung. FS P. Neuner, Regensburg 2006, 421-435.
N. Cakir-Mattner/Ph. David/A. Kreutzer (Hg.), Theologie(n) und Modernisierung. Interdisziplinäre Perspektiven aus Judentum, Christentum und Islam, Darmstadt 2022 (Theologie in pluraler Gesellschaft 1).
H. Döring, Globales Denken als interreligiöse Hermeneutik. Überlegungen zur Methodologie des Dialogs zwischen den Religionen, in: C. Böttigheimer/H. Filser (Hg.), Kircheneinheit und Weltverantwortung. FS P. Neuner, Regensburg 2006, 437-452.
F. Gmainer-Pranzl, „Wahrheit” und „Heil” im Polylog, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 155 (2007) 70-78. 181-189.
K. Hock, Einführung in die Interkulturelle Theologie, Darmstadt 2011.
H.-J. Höhn, Gott – Offenbarung – Heilswege. Fundamentaltheologie, Würzburg 2011, 285-357 (Kap. IV. Streitsache „Heilswege”).
A. Kreutzer, Anerkennungsverhältnisse. Politisch-theologische Dimensionen des interreligiösen Dialogs, in: Ders., Politische Theologie für heute. Aktualisierungen und Konkretionen eines theologischen Programms, Freiburg 2017, 225-240.
K.-J. Kuschel (Hg.), Christentum und nichtchristliche Religionen. Theologische Modelle im 20. Jahrhundert, Darmstadt 1994.
K.-J. Kuschel, Leben ist Brückenschlagen. Vordenker des interreligiösen Dialogs, Düsseldorf 2011.
U. Tworuschka, Die Weltreligionen und wie sie sich gegenseitig sehen, Darmstadt 2008.


[Vl] Freiheit – theologische und religionspädagogische Annäherungen an einen schwierigen Zustand
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 30.06.2022, Raum: Phil. II, H 205

Kommentar:

Die Vorlesung geht der Frage nach, ob und inwieweit Religionen und Konfession Garanten menschlicher Freiheit sein können, stehen sie doch in der Regel im Verdacht genau diese einzuschränken. Dazu gilt es den Freiheitbegriff philosophisch und politisch zu konturieren, ihn auf seine ethischen Dimensionen abzuklopfen und ihn darauf aufbauend theologisch zu reflektieren. Leitend bei diesen Überlegungen ist nicht zuletzt die Frage nach dem bildungstheoretischen Gehalt: Lässt sich auch in einem religionspädagogischen Kontext auf Freiheit hin erziehen und bilden?
Lit.:
Eilenberger, Wolfram, Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten, Klett-Cotta Stuttgart.
Heidegger, Martin (1927), Sein und Zeit, Tübingen.
Marx, Reinhard (2020), Freiheit, Kösel München.


[Vl] Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit
Klausurtermin: 11.07.2022
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 04.07.2022, Raum: Phil. II, H 205

Kommentar:

Die Bibel spricht oft von der Geschichte des Volkes Israel, angefangen von den Erlebnissen legendärer Vorfahren wie Abraham, über die Regierung berühmter Könige wie David, bis in die Zeit Jesu. Die Frage nach den dahinterstehenden historischen Fakten, ist schwer zu beantworten. Die biblischen Texte sind oft erst Jahrhunderte nach den beschriebenen Ereignissen verfasst worden. Außerdem haben ihre Autoren ein anderes Geschichts- und Wahrheitsverständnis als wir heute.
Bei unserem Gang durch die Geschichte Israels werden wir gerade den außerbiblischen Zeugnissen große Beachtung schenken. Die wichtigsten relevanten Inschriften sollen vorgestellt und mit der biblischen Darstellung verglichen werden.

Ausgewählte Literatur:
Berlejung, Angelika, Quellen und Methoden, Geschichte und Religionsgeschichte des antiken Israel, in: Gertz, Jan Christian (Hg.), Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments (UTB 2745), Göttingen 2010, 21–192.
Finkelstein, Israel / Silberman, Neil A., Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel (dtv 34151), München 2015.
Frevel, Christian, Grundriss der Geschichte Israels, in: Zenger, Erich u.a., Einleitung in das Alte Testament (Studienbücher Theologie 1,1), Stuttgart 2012, 701–870.
Galling, Kurt (Hg.), Textbuch zur Geschichte Israels, Tübingen 1979.
Knauf, Ernst Axel, Die Umwelt des Alten Testaments (NSK.AT 29), Stuttgart 1994.
Smelik, Klaas A. D., Historische Dokumente aus dem alten Israel (Kleine Vandenhoeck-Reihe 1528), Göttingen 1987.
Weippert, Manfred, Historisches Textbuch zum Alten Testament (GAT 10), Göttingen 2010.


[Vl] Jesu Botschaft und Wirken nach dem Matthäusevangelium
Mündliche Prüfungen vom 11.07.-13.07.22
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2022
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 04.07.2022, Raum: Phil. II, H 209

Kommentar:

ACHTUNG: Die Vorlesung vom 02.05. wird am 04.05. zur selben Uhrzeit nachgeholt!
Von den vier Evangelien hat das Matthäusevangelium in allen Jahrhunderten besondere Aufmerksamkeit erfahren. Nicht zuletzt dank der großen, von Matthäus komponierten Reden, erweckte es den Eindruck, die Jesusworte besonders umfassend bewahrt zu haben. Die Vorlesung stellt ausgewählte Texte in ihrem literarischen Zusammenhang vor, um der Frage nachzugehen, welchen Jesus der Evangelist vorstellte. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Bergpredigt.

Literatur zum Einstieg:
P. Fiedler, Matthäusevangelium (ThKNT 1), Stuttgart 2006.
U. Luz, Das Evangelium nach Matthäus. 4 Vol. (EKK 1), Düsseldorf; Neukirchen-Vluyn 5. Aufl. 2002, 1990–2002 (1985).
U. Luz, Die Jesusgeschichte des Matthäus, Neukirchen-Vluyn 2. Aufl. 2008 (1993).


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