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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2021/22

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Kunstgeschichte - Bachelorstudiengänge: Hauptfach 80 CP

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Wird im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester).

[Si] Basismodul I (Gruppe 1)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, E 105

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.


[Si] Basismodul I (Gruppe 2)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2021
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.


Wird im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester).

[Tut] Tutorium Basismodul I (Gruppe 1)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2021
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

[Tut] Tutorium Basismodul I (Gruppe 2)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

 
[Si] Basismodul I (Gruppe 1)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, E 105

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.


[Si] Basismodul I (Gruppe 2)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2021
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.


[Tut] Tutorium Basismodul I (Gruppe 1)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2021
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

[Tut] Tutorium Basismodul I (Gruppe 2)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 233

 
[Si] Methodenmodul I
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2021
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Präsenztermin: Seminargebäude II (Alter Steinbacher Weg 44), 103

Kommentar:

Aufbauend auf den im Basismodul gelegten Grundlagen werden wir einzelne kunsthistorische Methoden (Stil- und Formanalyse; Ikonologie; Semiotik; etc.) und theoriebildende Fragestellungen (Materialästhetik; Rezeptionsästhetik; Sozialgeschichte; Gendertheorie; Bildwissenschaft; transkulturelle Kunstgeschichte und Institutionsgeschichte) vertiefend behandeln.
In diesem ersten Teil des Methodenmoduls werden wir methodische Grundlagentexte lesen, wodurch auch eine vertiefte Einführung in die Fachgeschichte erfolgt.
Zur Teilnahme gehört die Übernahme eines Referats über einen Grundlagentext.

Einführende Literatur:
Belting, Hans/Dilly, Heinrich/Kemp, Wolfgang/Sauerländer, Willibald/Warnke, Martin (Hrsg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 7., überarb. und erw. Aufl. Berlin 2008 [zuerst 1985].
Brassat, Wolfgang/Kohle, Hubertus (Hrsg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. 2. unveränderte Aufl. Köln 2009 (= KUNST & wissen) [zuerst 2003].
Pfisterer, Ulrich (Hrsg.): Klassiker der Kunstgeschichte. 2 Bde. [Bd. 1: Von Winckelmann bis Warburg, Bd. 2: Von Panofsky bis Greenberg]. München 2007 (= beck’sche reihe).
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.


[Tut] Tutorium Methodenmodul I
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet im Wechselunterricht in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Ruckdeschel, A. Becker, Julia
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Präsenztermin: Seminargebäude II (Alter Steinbacher Weg 44), 103

 
[Si] Bild und Bildung. Lektüreübung
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2021
wöchentlich Mi. 10:15 - 11:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, C 003

Kommentar:

Wie helfen uns Bilder im weitesten Sinn – vom Kunstwerk bis zu einer technischen Graphik – die Welt in ihrer Komplexität besser zu verstehen? Diese Frage ist keine, die erst unsere Gegenwart aufgerufen hat, sondern ist bereits seit langem die Menschen beschäftigt hat.
In der Lektüreübung des Kontextualisierungsmoduls werden wir dieser Frage anhand des aktuellen Stands der kunsthistorischen, aber auch kulturwissenschaftlichen Forschung nachgehen. Es ist zentrales Ziel dieser Übung, die theoretisch-methodischen Grundlagen zu erarbeiten, um im Vertiefungsseminar die konkreten Objekte der Wissensschaffung und -vermittlung in ihren wissenschaftsgeschichtlichen Kontexten angemessen analysieren zu können.


[Si] Bild und Bildung. Die visuelle Kultur der Wissenschaft in Mittelalter und Früher Neuzeit
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet im Wechselunterricht in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Wie helfen uns Bilder im weitesten Sinn – vom Kunstwerk bis zu einer technischen Graphik – die Welt in ihrer Komplexität besser zu verstehen? Diese Frage ist keine, die erst unsere Gegenwart aufgerufen hat, sondern ist bereits seit langem die Menschen beschäftigt hat.
Das Vertiefungsseminar des Kontextualisierungsmoduls wird sich dieser Frage für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit widmen, in dem es wichtige Bildwerke aus wichtigen Bildungszentren wie die frühen Universitäten und Akademien dieser Epochen gerade in ihren wissenschaftsgeschichtlichen Kontexten betrachtet. Dabei ist es das zentrale Lernziel die Fertigkeit zu entwickeln, Ästhetik und Funktionalität dieser Objekte in ihrer Nutzung für die Generierung und die Vermittlung von Wissen angemessen analysieren zu können.


 
[Vl] Hofkunst im Mittelalter  (AfK-Nr.: 122)
Klausurtermin: 23.02.2022
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2021
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  k.A.
Einzeltermin:
Mi. 23.02.2022,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

Ziel der Vorlesung ist es, einen auf aktuellen Ansätzen der Forschung beruhenden Überblick über die Kunst- und Architekturgeschichte des europäischen Mittelalters zu vermitteln. Kaum ein Themenfeld bietet dazu einen besseren Überblick als die Hofkunst. Unter diesem Begriff versteht die Kunstgeschichte die Werke der Bau- und Bildkünste, die für resp. an Herrschaftssitze(n) geschaffen wurden. Die damit einhergehende Bedeutung dieser Werke für die mittelalterliche Gesellschaft sowie die Rolle bei der Ausbildung nationaler Identitäten in der Moderne haben dazu geführt, dass sie sehr zahlreich und gut erhalten geblieben sind. Dieser reiche, gesamteuropäische Bestand wird einerseits chronologisch an wichtigen Beispielen vom Hof der Ostgotenkönige in Ravenna im 6. Jahrhundert bis zu dem der Burgunderherzöge in Brüssel am Ende des Mittelalters vorgestellt. Andererseits werden aber auch problemorientierte Aspekte, so z.B. das Verhältnis der Geschlechter bei der Stiftung von Hofkunst, in den Fokus gerückt.


[Si] Die Inszenierung des Königs. Herrscherbild und -repräsentation im Mittelalter
Geöffnet für Studierende erst ab dem 3. Sem. im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I.
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenzveranstaltung: Phil. I, G 333

Kommentar:

Herrscherbilder des frühen und hohen Mittelalters sind in unterschiedlichen Darstellungstypen als Stifter-, Krönungs- oder Thronbilder überliefert. In der bildlichen Repräsentation geht es jedoch nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Potentaten im Sinne des neuzeitlichen Porträts. Vielmehr kommen in ihr Normen und Ansprüche des religiös geprägten mittelalterlichen Herrschaftssystems zum Ausdruck. Dieses manifestiert sich nicht nur in Herrscherbildern, sondern auch in zahlreichen anderen symbolischen und nonverbalen Kommunikationsformen, darunter die Inszenierung des Herrschers bei öffentlichen Auftritten, bei denen die Normierung von Kleidung, und Gestik, aber auch räumliche Zuweisungen eine wesentliche Rolle spielten. Die bildliche und symbolische Inszenierung des mittelalterlichen Herrschers brachte Zeugnisse hervor, die sowohl für die Geschichtswissenschaft als auch die Kunstgeschichte von hohem Erkenntnisinteresse sind. Im Seminar werden wir uns mit einigen Formen der früh- und hochmittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation anhand von Beispielen verschiedener Kunstgattungen, vor allem der Buchmalerei und Schatzkunst auseinandersetzen.

Einführende Literatur:
Althoff, Gerd (Hrsg.): Herrschaftsrepräsentation im ottonischen Sachsen (Vorträge und Forschungen, 46), Sigmaringen 1998.
Althoff, Gerd: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003
Keller, Hagen: Herrscherbild und Herrschaftslegitimation. Zur Deutung der ottonischen Denkmäler, in Frühmittelalterliche Studien 19, 1985, 290-311.
Körntgen, Ludger: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit (Orbis mediaevalis, 2), Berlin 2001.
Patzold, Steffen: Kunst und Politik. Visualisierung von Status und Rang des Herrschers, in: Karolingische und ottonische Kunst, hg. von Bruno Reudenbach (Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, 1) München / Berlin u. a. 2009, S. 238-259.


[Si] Gabe und Ereignis. Bildpolitiken des Schenkens und der anlassbezogenen Objektkultur im europäischen Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2021
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Mi. 16.02.2022,10.00 - 14.00 Uhr   Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Zentrum des Seminars sollen Objekte der mittelalterlichen Hofkunst stehen, die anlässlich konkreter Ereignisse von religions-, kultur- sowie realpolitischer Tragweite entstanden sind und anhand derer sich der Zusammenhang von materieller Kultur und herrscherlicher Repräsentationspraxis als historischer Prozess erhellen und analysieren lässt. Ausgangspunkt wird die Auseinandersetzung mit einer exemplarischen Auswahl der künstlerischen Erzeugnisse der Aachener Hofschule Karls des Großen im Rahmen einer Behandlung der Karolingischen Renaissance bilden. Über illuminierte Handschriften der Ottonischen Kunst und den Hof des aus dem Adelsgeschlecht der Staufer stammenden Friedrich I. ("Barbarossa") bis zum Mailänder Herzog Giangaleazzo Visconti sollen dabei diverse Objektgruppen wie Kaiserbildnisse bzw. Dedikationsbilder, Krönungsmäntel, Grabmalsskulptur, Taufschalen, Reliquiare und Stundenbücher auf ihre Rolle hin befragt und kontextualisiert werden, die sie als anlassbezogene Geschenke oder als in zeremonielle Vorgänge eingebundende Objekte gespielt haben.


[Ü] Rezeption der Antike im Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 14:15 - 15:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Begriff der „Renaissance“ verbinden wir die einmalige Wiederentdeckung der Antike in der Geschichte der europäischen Kultur – insbesondere der Bild- und Baukünste. Doch das europäische Mittelalter – in der modernen Wahrnehmung eine Epoche der antikenfernen Finsternis – war voll solcher Erneuerungsbewegungen, die wir mit Italien im 15. und frühen 16. Jahrhundert verbinden. Dies hat der Kunsthistoriker Erwin Panofsky in seiner erstmals 1960 publizierten Studie Renaissance and Renascences in Western Art (dt.: Die Renaissancen der europäischen Kunst, 1979) ins Bewusstsein des Fachs gebracht.
Diese Übung möchte ausgehend von Panofskys epochaler Studie jüngere Ansätze der Kunstgeschichte in den Fokus rücken, die sich mit solchen Rückgriffen auf eine vermeintlich ideale Antike in der Kunst des Mittelalters auseinandersetzen. Zentrales Lernziel ist es dabei, ein differenziertes Verständnis für die Wiederholbarkeit des Phänomens des Rückbezugs auf vermeintlich ideale Zeitalter – hier der klassischen Antike – in der europäischen Kunst zu entwickeln.


   
[Vl] 1800-2000. Probleme der Kunst der Moderne und der Postmoderne (KG/KW-Vorlesung)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2021
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Online

Zielgruppen:
L1,3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

Die Vorlesung wird exemplarisch in die Kunst und Bildkultur der Moderne und der Postmoderne in Europa und in den Vereinigten Staaten einführen. Dabei sollen unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden: Künstlermonographische Herangehensweisen werden ebenso eine Rolle spielen wie übergreifende Fragestellungen, die sich u. a. auf künstlerische Techniken, auf Bildmedien, auf Kunstfunktionen und unterschiedliche Gattungen richten. Ziel der Vorlesung ist es, ein Bewusstsein für die Vielfalt der Gegenstände einer Kunst- und Bildgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte zu entwickeln und Orientierungswissen für einen kompetenten Umgang mit diesen Gegenständen bereitzustellen.
Für diejenigen Studierenden, die einen Leistungsnachweis erbringen wollen, endet die Vorlesung, die digital im Rahmen von Videokonferenzen angeboten werden wird, mit einer Klausur. Um auf diese Prüfungsleistung vorzubereiten und um generell das in der Lehrveranstaltung angebotene Wissen zu festigen, wird die Vorlesung regelmäßig durch interaktive Lehreinheiten unterbrochen; außerdem werden die gezeigten Folien allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt.


[Si] Die nomadische Kamera. Fotografie und Migration II (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2021
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5 WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar schließt zwar an den ersten Teil des Seminars mit demselben Titel im vorigen Semester an, kann jedoch auch unabhängig davon besucht werden. Nach ersten Klärungen des Begriffs der Migration und dessen vielfältigen Bedeutungen wenden wir uns in diesem Semester weiteren fotografischen Erkundungen des Ankommens, Wegfahrens und des Zurückbleibens zu – sowohl in künstlerischen Positionen als auch in privaten respektive dokumentarischen Fotografien in institutionellen Kontexten. Fragen zur fotografischen Repräsentation des Exils – etwa von deutschen Exilant:innen in der Türkei, die sich ihrem neuen Interieur nähern – werden dabei ebenso thematisiert wie die der Sichtbarkeit von Migration im städtischen Raum. Objekte der Migration und der Flucht scheinen innerhalb der Repräsentation von Wanderungsbewegungen eine besondere Rolle zu spielen. Daher diskutiert das Seminar sowohl die fotografische Visualisierung der Dinge als auch ihre kuratorische Inszenierung im musealen Raum. Filmische Exkurse – wie etwa Želimir Žilnik: Inventory, 1975 oder Harun Farocki: Aufstellung, 2005 – ergänzen das Seminarprogramm.

Das Seminar findet vollständig in Präsenz statt.

Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst werden. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test
vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.

Bitte denken Sie daher unbedingt daran, zu unserem ersten Termin am 18.10. einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!


Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte.
Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme am Seminar ab dem 3. Semester möglich.


[Si] Kunst der DDR zwischen Staatskunst und Nonkonformismus
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt. Die Anmeldung für Studierende des Fachbereichs 04 erfolgt in Flexnow, für alle anderen per Mail.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Präsenztermin: Seminargebäude II (Alter Steinbacher Weg 44), 103

Kommentar:

Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung rückt die Geschichte der Kunst der DDR erneut in den Fokus von Ausstellungen und kunsthistorischer Forschung. Diese beschreiben ein komplexes Spannungsfeld des künstlerischen Schaffens in der Diktatur der DDR, das über eine vereinfachende Polarisierungen zwischen Staatskunst und Nonkonformismus hinausgeht. Dieses Seminar widmet sich sowohl den Zwängen als auch den Freiräumen, die für Künstler:innen im Bereich der staatlichen Auftragskunst, in Bildungseinrichtungen sowie in subkulturellen Szenen bestanden. Es werden Künstler:innen aus den vier Jahrzehnten der DDR beleuchtet, ein Überblick über die Strukturen der staatlichen Kunstlenkung sowie über Orte und Institutionen künstlerischer Produktion gegeben. Die Studierenden erwerben in dieser Lehrveranstaltung Grundkenntnisse über die Kunstgeschichte der DDR und vertiefen diese in einem Referat oder einer Hausarbeit.

Literatur (Auswahl):
Ausst.-Kat. Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen, hrsg. v. Siegbert-Rehberg, Karl, Wolfgang Holler u. Paul Kaiser, Neues Museum Weimar, 19.10.2012-02.02.2013, Köln 2012.
Ausst.-Kat. Kunst in der DDR. Eine Retrospektive der Nationalgalerie, hrsg. v. Eugen Blume u. Roland März, 25.7.-26.10.2003, Neue Nationalgalerie, Berlin 2003.
Ausst.-Kat. Utopie und Untergang. Kunst in der DDT, hrsg. v. Steffen Krautzig, Kunstpalast Düsseldorf, 05.09.2019-05.01.2020, Dresden 2019.
Feist, Günter, Eckhart Gillen u. Beatrice Vierneisel, Kunstdokumentation SBZ/DDR, 1945–1990. Aufsätze, Berichte, Materialien, Köln 1996.
Gillen, Eckhart: Feindliche Brüder? Der Kalte Krieg und die Deutsche Kunst, 1945-1990, Berlin 2009.


[Si] Paula Modersohn-Becker und der Aufbruch von Künstlerinnen um 1900 (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In dem Seminar betrachten wir zusammen die Situation von Künstlerinnen um 1900 - einer Zeit, in der Künstlerinnen die generelle Herabwürdigung weiblichen Kunstschaffens als dilettantisch zunehmend nicht mehr hinnahmen und vermehrt in den Bereich des professionellen Kunstschaffens vordrangen. Um das sich formierende professionelle Selbstverständnis genauer in den Blick nehmen zu können, werden wir uns intensiv mit der Ausbildungs- und Berufssituation, Selbstporträts, Porträts des KünstlerInnenumkreises, dem Atelier, Schriftzeugenissen (Tagebücher, Autobiographien, aber auch zeitgenössischen Biographien) und der damaligen Kunstkritik auseinandersetzen. Neben heute bekannten Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker werden wir auch zahlreiche unbekannte(re), aber zu Lebzeiten breit rezipierte, Künstlerinnen beleuchten und der Frage nachgehen, weshalb diese posthum in Vergessenheit geraten sind.
Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre, auch von Quellentexten, ist genauso Voraussetzung wie die Lektüre von englischensprachigen Texten. Lesekenntnisse im Französischen sind von Vorteil, aber nicht obligatorisch. Es ist eine Erarbeitung dieses breiten Themenfeldes durch unterschiedliche Arbeitsformen wie Diskussionen, Textlektüren, Gruppenarbeiten und Referate angedacht. Eine Tagesexkursion zur Vertiefung und Erweiterung der erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse ist vorgesehen.

Das Seminar findet in Präsenz statt. Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst werden. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.
Bitte denken Sie daher unbedingt daran einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!

Das Seminar ist die kunstgeschichtliche Ergänzung zum Projektseminar „Pädagogische Vermittlung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt anhand der Ausstellung PAULA MODERSOHN-BECKER“, das ebenfalls im WS 21/22 am IfK angeboten wird. Den TeilnehmerInnen des Schirn-Projektseminars wird die Teilnahme an diesen Seminar dringend empfohlen. Alle weiteren Interessierten sind natürlich ebenfalls willkommen.

Literaturempfehlungen (eine ausführliche Literaturliste sowie die Bekanntgabe der Pflichtlektüre erfolgt im Seminar):
- AMERICAN FEDERATION OF ARTS (Hrsg.): Women Artists in Paris, 1850–1900, Ausst.-Kat., New York/New Haven/London 2017.
- BERGER, Renate: Malerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert. Kunstgeschichte als Sozialgeschichte, Köln 1982.
- BRIAT-PHILIPPE, Magali (Hrsg.): Valadon et ses contemporaines. Peintres et sculptrices, 1880-1940, Ausst.-Kat., Paris 2020.
- FELDHAUS, Reinhild: Der Ort von Künstlerinnen im Diskurs der Avantgarde: Zur Rezeption von Paula Modersohn-Becker, Frida Kahlo und Eva Hesse, Berlin 2009.
- GARB, Tamar: Sisters of the Brush. Women’s Artistic Culture in Late Nineteenth-Century Paris, New Haven/London 1994.
- MADER, Rachel: Beruf Künstlerin. Strategien, Konstruktionen und Kategorien am Beispiel Paris 1870–1900, Berlin 2009 (Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft, Band 7).
- NOCHLIN, Linda: Why Have There Been No Great Women Artists? (1971), in: Maura Reilly (Hrsg.): Women Artists: the Linda Nochlin Reader, London 2015, S. 42–68.
- RECH, Carina: Becoming Artists: Self-Portraits, Friendship Images and Studio Scenes by Nordic Women Painters in the 1880s, Stockholm 2021.
- SALOMON, Nanette: The Art Historical Canon: Sins of Omission (1991), in: Donald Preziosi (Hrsg.): The Art of Art History. A Critical Anthology, Oxford/New York 1998, S. 344–355.
- VISCHER, Theodora (Hrsg.): CLOSE-UP: Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Alice Neel, Marlene Dumas, Cindy Sherman, Elizabeth Peyton, Ausst.-Kat., Berlin 2021.
- YELDHAM, Charlotte: Women Artists in Nineteenth-Century France and England. Their Art Education, Exhibition Opportunities and Membership of Exhibiting Societies and Academies, with an Assessment of the Subject Matter of their Work and Summary Biographies, 2 Bände, New York/London 1984.

Wichtige Informationen zur Belegung:
- Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte.
- Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich.


[Si] Puppe, Klon, KI. Phantasmen künstlicher Körper (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Erst kürzlich präsentierte die Ausstellung „Double Bind“ in der Kunsthalle Gießen den neuesten Werkzyklus der Künstlerin Louisa Clement (*1987). Sie zeigte mit ihren „Repräsentantinnen“ (2021) eine Art Hybridwesen, die sich einer eindeutigen Klassifikation entziehen. Es sind Puppen, beweglich und sexuell nutzbar, die nicht nur die Gesichtszüge ihrer Schöpferin tragen, sondern auch ihre Mimik imitieren und mithilfe von eingebauter künstlicher Intelligenz mit dem Publikum kommunizieren. Die Künstlerin knüpft damit an historische Phantasmen von (Frauen-)Körpern als Automaten und Puppen an und eröffnet einen weit gespannten Diskurs von historischen Automaten bis hin zum heutigen Einsatz von künstlicher Intelligenz, Robotern und digitalen Körpern. Das Seminar geht in ausgewählten Beispielen und in vier Themenfeldern diesem Diskurs nach. Es fokussiert die Verbindung von Mensch und Maschine (1), wie sie etwa im 18. Jahrhundert mit der berühmten Wiener Schachandroide von Wolfgang von Kempelen konstruiert wurde. Sie beruhte allerdings auf einer Täuschung und berührt damit einen weiteren Strang des Diskurses: Strategien von Illusion und Täuschung in der Kunst wurden und werden immer wieder kunsttheoretisch diskutiert. In der Gegenwartskunst werden die Realitätseffekte im digitalen Raum weitergetrieben (2).
Die menschengemachten Artefakte verknüpfen sich mit den Topoi der Schöpfungsmythen (3) wie etwa dem des Bildhauers Pygmalion aus Ovids Metamorphosen, dessen eigene Statue auf seine Bitte hin von Venus verlebendigt wird. Der bildgewordene Traum der Künstler von der Verlebendigung und Beseelung ihrer Schöpfung ist männlich codiert, so dass wir uns weiterhin mit der Frage von Geschlechterkonstruktionen innerhalb des Verhältnisses von Schöpfer/Schöpferin und Puppe/Kunstwerk beschäftigen werden (4). Reinszenieren die neuen Kunst-Körper alte Geschlechtermodelle? Werden Geschlechter transformiert? Welche utopischen und dystopischen Modelle von Geschlecht und Technologie zeigen sich in den neuen Maschinen?

Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte.
Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich.

Das Seminar findet in Präsenz statt. Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst werden. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test
vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.

Bitte denken Sie daher unbedingt daran einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!


 
[Si] „Material Matters“: Materialität von Lackarbeiten im transkulturellen Vergleich
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 16.30 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
6 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.30 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Fr. 21.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 28.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 04.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 11.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 18.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

Das Seminar wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten. Die zugehörige Übung von Dr. Gudrun Bühl findet vom 2.-4. März 2021 vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Im Seminar werden inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt. Zum einen wird in das Thema Lackkunst eingeführt, einem spezifischen Material aus Asien, das vor allem seit dem Barock auch in Europa geschätzt, importiert und imitiert wurde. Zum anderen widmen wir uns der Produktion, der Materialität, der Materialästhetik sowie Fragen des Verhältnisses von Material und Oberfläche. Die Oberfläche von Lackarbeiten kann z. B. bemalt oder im Sinne eines Reliefs mehrschichtig aufgebaut sein. Insbesondere materialübergreifende Fragen der Oberflächengestaltung, Taktilität und Visualität, das Spannungsfeld von Material und Funktion sowie Imitation im transkulturellen Vergleich werden auf der Grundlage von Beiträgen der Forschungsliteratur behandelt.
Die zum Modul gehörige Übung vor Ort behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung von Dr. Bühl/Museum für Lackkunst Münster.


[Si] Die Inszenierung des Königs. Herrscherbild und -repräsentation im Mittelalter
Geöffnet für Studierende erst ab dem 3. Sem. im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I.
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenzveranstaltung: Phil. I, G 333

Kommentar:

Herrscherbilder des frühen und hohen Mittelalters sind in unterschiedlichen Darstellungstypen als Stifter-, Krönungs- oder Thronbilder überliefert. In der bildlichen Repräsentation geht es jedoch nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Potentaten im Sinne des neuzeitlichen Porträts. Vielmehr kommen in ihr Normen und Ansprüche des religiös geprägten mittelalterlichen Herrschaftssystems zum Ausdruck. Dieses manifestiert sich nicht nur in Herrscherbildern, sondern auch in zahlreichen anderen symbolischen und nonverbalen Kommunikationsformen, darunter die Inszenierung des Herrschers bei öffentlichen Auftritten, bei denen die Normierung von Kleidung, und Gestik, aber auch räumliche Zuweisungen eine wesentliche Rolle spielten. Die bildliche und symbolische Inszenierung des mittelalterlichen Herrschers brachte Zeugnisse hervor, die sowohl für die Geschichtswissenschaft als auch die Kunstgeschichte von hohem Erkenntnisinteresse sind. Im Seminar werden wir uns mit einigen Formen der früh- und hochmittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation anhand von Beispielen verschiedener Kunstgattungen, vor allem der Buchmalerei und Schatzkunst auseinandersetzen.

Einführende Literatur:
Althoff, Gerd (Hrsg.): Herrschaftsrepräsentation im ottonischen Sachsen (Vorträge und Forschungen, 46), Sigmaringen 1998.
Althoff, Gerd: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003
Keller, Hagen: Herrscherbild und Herrschaftslegitimation. Zur Deutung der ottonischen Denkmäler, in Frühmittelalterliche Studien 19, 1985, 290-311.
Körntgen, Ludger: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit (Orbis mediaevalis, 2), Berlin 2001.
Patzold, Steffen: Kunst und Politik. Visualisierung von Status und Rang des Herrschers, in: Karolingische und ottonische Kunst, hg. von Bruno Reudenbach (Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, 1) München / Berlin u. a. 2009, S. 238-259.


[Ü] Die Sammlung und das Museum für Lackkunst / Münster: Übung vor Originalen und Einführung in die kuratorische Praxis
Blockveranstaltung: Weitere Sitzungen: Mi.-Fr. 2.-4.3., (ganztägige Üburng vor Ort im Museum für Lackkunst Münster); geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Bosselmann-Ruickbie, A. Bühl, Gudrun
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 17.00 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
4 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Mi. 02.03.2022,12.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Do. 03.03.2022,09.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Fr. 04.03.2022,09.00 - 16.00 Uhr   Exkursion Münster

Kommentar:

Die Übung wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten und findet vom 2.-4 März 2022 ganztägig vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Die Übung behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung.
Das zugehörige Seminar „‘Material Matters‘: Materialität von Lackarbeiten“, wird von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie angeboten. Inhaltlich eng verzahnt, werden im Seminar inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt, insbesondere Fragen der Materialität.


[Si] Paula Modersohn-Becker und der Aufbruch von Künstlerinnen um 1900 (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In dem Seminar betrachten wir zusammen die Situation von Künstlerinnen um 1900 - einer Zeit, in der Künstlerinnen die generelle Herabwürdigung weiblichen Kunstschaffens als dilettantisch zunehmend nicht mehr hinnahmen und vermehrt in den Bereich des professionellen Kunstschaffens vordrangen. Um das sich formierende professionelle Selbstverständnis genauer in den Blick nehmen zu können, werden wir uns intensiv mit der Ausbildungs- und Berufssituation, Selbstporträts, Porträts des KünstlerInnenumkreises, dem Atelier, Schriftzeugenissen (Tagebücher, Autobiographien, aber auch zeitgenössischen Biographien) und der damaligen Kunstkritik auseinandersetzen. Neben heute bekannten Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker werden wir auch zahlreiche unbekannte(re), aber zu Lebzeiten breit rezipierte, Künstlerinnen beleuchten und der Frage nachgehen, weshalb diese posthum in Vergessenheit geraten sind.
Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre, auch von Quellentexten, ist genauso Voraussetzung wie die Lektüre von englischensprachigen Texten. Lesekenntnisse im Französischen sind von Vorteil, aber nicht obligatorisch. Es ist eine Erarbeitung dieses breiten Themenfeldes durch unterschiedliche Arbeitsformen wie Diskussionen, Textlektüren, Gruppenarbeiten und Referate angedacht. Eine Tagesexkursion zur Vertiefung und Erweiterung der erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse ist vorgesehen.

Das Seminar findet in Präsenz statt. Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst werden. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.
Bitte denken Sie daher unbedingt daran einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!

Das Seminar ist die kunstgeschichtliche Ergänzung zum Projektseminar „Pädagogische Vermittlung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt anhand der Ausstellung PAULA MODERSOHN-BECKER“, das ebenfalls im WS 21/22 am IfK angeboten wird. Den TeilnehmerInnen des Schirn-Projektseminars wird die Teilnahme an diesen Seminar dringend empfohlen. Alle weiteren Interessierten sind natürlich ebenfalls willkommen.

Literaturempfehlungen (eine ausführliche Literaturliste sowie die Bekanntgabe der Pflichtlektüre erfolgt im Seminar):
- AMERICAN FEDERATION OF ARTS (Hrsg.): Women Artists in Paris, 1850–1900, Ausst.-Kat., New York/New Haven/London 2017.
- BERGER, Renate: Malerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert. Kunstgeschichte als Sozialgeschichte, Köln 1982.
- BRIAT-PHILIPPE, Magali (Hrsg.): Valadon et ses contemporaines. Peintres et sculptrices, 1880-1940, Ausst.-Kat., Paris 2020.
- FELDHAUS, Reinhild: Der Ort von Künstlerinnen im Diskurs der Avantgarde: Zur Rezeption von Paula Modersohn-Becker, Frida Kahlo und Eva Hesse, Berlin 2009.
- GARB, Tamar: Sisters of the Brush. Women’s Artistic Culture in Late Nineteenth-Century Paris, New Haven/London 1994.
- MADER, Rachel: Beruf Künstlerin. Strategien, Konstruktionen und Kategorien am Beispiel Paris 1870–1900, Berlin 2009 (Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft, Band 7).
- NOCHLIN, Linda: Why Have There Been No Great Women Artists? (1971), in: Maura Reilly (Hrsg.): Women Artists: the Linda Nochlin Reader, London 2015, S. 42–68.
- RECH, Carina: Becoming Artists: Self-Portraits, Friendship Images and Studio Scenes by Nordic Women Painters in the 1880s, Stockholm 2021.
- SALOMON, Nanette: The Art Historical Canon: Sins of Omission (1991), in: Donald Preziosi (Hrsg.): The Art of Art History. A Critical Anthology, Oxford/New York 1998, S. 344–355.
- VISCHER, Theodora (Hrsg.): CLOSE-UP: Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Alice Neel, Marlene Dumas, Cindy Sherman, Elizabeth Peyton, Ausst.-Kat., Berlin 2021.
- YELDHAM, Charlotte: Women Artists in Nineteenth-Century France and England. Their Art Education, Exhibition Opportunities and Membership of Exhibiting Societies and Academies, with an Assessment of the Subject Matter of their Work and Summary Biographies, 2 Bände, New York/London 1984.

Wichtige Informationen zur Belegung:
- Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte.
- Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] Räume des Privaten? Barocke Interieurmalerei und ihre Rezeption in der Gegenwartskunst (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5 WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Anknüpfend an die pandemiebedingt zwangsläufigen Auseinandersetzungen mit privaten Innenräumen geht das Seminar barocken Darstellungen des Interieurs und den historischen Bedingungen seiner Entstehung nach. Ein Schwerpunkt liegt auf der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und deren Lust am illusionistischen Schein z.B. im Trompe-l’œil bzw. den „betriegertjes“. Das Spiel mit Zeigen und Verbergen, Heimlichem im Häuslichen zeigt sich etwa in Jan Vermeers Genreszenen mit weiblichen Figuren im Innenraum: Sie lesen, schreiben Briefe, trinken Wein, werden in Versuchung geführt oder musizieren und werden auf diese Weise zu Protagonistinnen innerhalb privater Sphären, bevor sich die Kategorien von Privatheit versus Öffentlichkeit als entscheidendes Merkmal der Moderne überhaupt etablieren. Handelt es sich um Räume des Privaten und welche Formen des Privaten gibt es, die sich im Bild zeigen könnten?
Neben der Klärung dieser Fragen ist ein weiteres Ziel des Seminars, sich sowohl mit verschiedenen Definitionen des Barock auseinanderzusetzen als auch methodisch unterschiedliche kunsthistorische Zugänge hinsichtlich der Deutungen barocker Bilder kennenzulernen. Sie bieten eine Grundlage, Rekurse auf barocke Topoi und Bildfindungen in der Moderne und Gegenwart systematisieren und analysieren zu können. Was ist Barock und auf welche Formen des Barock bezieht sich die gegenwärtige Kunst und visuelle Kultur? Eines der Beispiele innerhalb des Seminars ist die Videoinstallation „Fuck Patriarchy!“ (2004) von Mathilde ter Heijne, die Vermeers Innenraumdarstellungen auf gegenwärtige Fragestellungen hin umdeutet und sie mit dem Phänomen der häuslichen Gewalt verknüpft. Überraschende Perspektiven eröffnen sich auch auf die Serie „The Handmaid’s Tale“ (2017), die auf Margret Atwoods gleichnamiger Erzählung basiert, wenn man das Vermeer-Zitat der „Dienstmagd mit Milchkrug“ (ca. 1658-1661) erkennt und als Schlüsselbild ernst nimmt.

Das Seminar findet in Präsenz statt.
Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test
vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.

Bitte denken Sie daher unbedingt daran, einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!


[Ü] Rezeption der Antike im Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 14:15 - 15:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Begriff der „Renaissance“ verbinden wir die einmalige Wiederentdeckung der Antike in der Geschichte der europäischen Kultur – insbesondere der Bild- und Baukünste. Doch das europäische Mittelalter – in der modernen Wahrnehmung eine Epoche der antikenfernen Finsternis – war voll solcher Erneuerungsbewegungen, die wir mit Italien im 15. und frühen 16. Jahrhundert verbinden. Dies hat der Kunsthistoriker Erwin Panofsky in seiner erstmals 1960 publizierten Studie Renaissance and Renascences in Western Art (dt.: Die Renaissancen der europäischen Kunst, 1979) ins Bewusstsein des Fachs gebracht.
Diese Übung möchte ausgehend von Panofskys epochaler Studie jüngere Ansätze der Kunstgeschichte in den Fokus rücken, die sich mit solchen Rückgriffen auf eine vermeintlich ideale Antike in der Kunst des Mittelalters auseinandersetzen. Zentrales Lernziel ist es dabei, ein differenziertes Verständnis für die Wiederholbarkeit des Phänomens des Rückbezugs auf vermeintlich ideale Zeitalter – hier der klassischen Antike – in der europäischen Kunst zu entwickeln.


[Si] Wahre Bilder. Zur Konstruktion des Echten in der Kunst der Moderne (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2021
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Eine „Wirklichkeit der Bilder“ ist zu allen Zeiten ein Thema künstlerischer Produktion gewesen. Nicht anders war dies seit der Epochenschwelle um 1800, als sich mit der Fotografie ein Bildmedium entwickelte, das diesem Anspruch tatsächlich oder vermeintlich unmittelbar zu entsprechen schien. Angesichts virtueller Realitäten ist die Frage nach dem Authentischen oder nach "wahren Bildern" heute aktueller denn je, eine Frage, die sich nicht nur für den weiten Bereich der Bilder generell, sondern auch für den Bereich der Kunst stellt. In diesem Seminar soll die Frage nach der Konstruktion des Echten in der Kunst der Moderne in systematischer und historischer Perspektive untersucht werden. Wir werden uns also mit künstlerischen Verfahren der Authentifizierung, mit künstlerischen Gattungen und Gegenständen, bei denen Authentizität eine besondere Rolle spielt, und mit theoretischen Ansätzen beschäftigen, die Strategien der Authentifizierung und Konstruktionen von Authentizität entwickeln.
Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich. Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte. Unterschiedliche Lehr- und Lernformen (Gruppenarbeit, Referat, Lektüre) sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt.
DIESE VERANSTALTUNG WIRD PRÄSENTISCH ANGEBOTEN.


[Si] „Material Matters“: Materialität von Lackarbeiten im transkulturellen Vergleich
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 16.30 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
6 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.30 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Fr. 21.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 28.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 04.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 11.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 18.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

Das Seminar wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten. Die zugehörige Übung von Dr. Gudrun Bühl findet vom 2.-4. März 2021 vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Im Seminar werden inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt. Zum einen wird in das Thema Lackkunst eingeführt, einem spezifischen Material aus Asien, das vor allem seit dem Barock auch in Europa geschätzt, importiert und imitiert wurde. Zum anderen widmen wir uns der Produktion, der Materialität, der Materialästhetik sowie Fragen des Verhältnisses von Material und Oberfläche. Die Oberfläche von Lackarbeiten kann z. B. bemalt oder im Sinne eines Reliefs mehrschichtig aufgebaut sein. Insbesondere materialübergreifende Fragen der Oberflächengestaltung, Taktilität und Visualität, das Spannungsfeld von Material und Funktion sowie Imitation im transkulturellen Vergleich werden auf der Grundlage von Beiträgen der Forschungsliteratur behandelt.
Die zum Modul gehörige Übung vor Ort behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung von Dr. Bühl/Museum für Lackkunst Münster.


[Si] Die Inszenierung des Königs. Herrscherbild und -repräsentation im Mittelalter
Geöffnet für Studierende erst ab dem 3. Sem. im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I.
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenzveranstaltung: Phil. I, G 333

Kommentar:

Herrscherbilder des frühen und hohen Mittelalters sind in unterschiedlichen Darstellungstypen als Stifter-, Krönungs- oder Thronbilder überliefert. In der bildlichen Repräsentation geht es jedoch nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Potentaten im Sinne des neuzeitlichen Porträts. Vielmehr kommen in ihr Normen und Ansprüche des religiös geprägten mittelalterlichen Herrschaftssystems zum Ausdruck. Dieses manifestiert sich nicht nur in Herrscherbildern, sondern auch in zahlreichen anderen symbolischen und nonverbalen Kommunikationsformen, darunter die Inszenierung des Herrschers bei öffentlichen Auftritten, bei denen die Normierung von Kleidung, und Gestik, aber auch räumliche Zuweisungen eine wesentliche Rolle spielten. Die bildliche und symbolische Inszenierung des mittelalterlichen Herrschers brachte Zeugnisse hervor, die sowohl für die Geschichtswissenschaft als auch die Kunstgeschichte von hohem Erkenntnisinteresse sind. Im Seminar werden wir uns mit einigen Formen der früh- und hochmittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation anhand von Beispielen verschiedener Kunstgattungen, vor allem der Buchmalerei und Schatzkunst auseinandersetzen.

Einführende Literatur:
Althoff, Gerd (Hrsg.): Herrschaftsrepräsentation im ottonischen Sachsen (Vorträge und Forschungen, 46), Sigmaringen 1998.
Althoff, Gerd: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003
Keller, Hagen: Herrscherbild und Herrschaftslegitimation. Zur Deutung der ottonischen Denkmäler, in Frühmittelalterliche Studien 19, 1985, 290-311.
Körntgen, Ludger: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit (Orbis mediaevalis, 2), Berlin 2001.
Patzold, Steffen: Kunst und Politik. Visualisierung von Status und Rang des Herrschers, in: Karolingische und ottonische Kunst, hg. von Bruno Reudenbach (Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, 1) München / Berlin u. a. 2009, S. 238-259.


[Ü] Die Sammlung und das Museum für Lackkunst / Münster: Übung vor Originalen und Einführung in die kuratorische Praxis
Blockveranstaltung: Weitere Sitzungen: Mi.-Fr. 2.-4.3., (ganztägige Üburng vor Ort im Museum für Lackkunst Münster); geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Bosselmann-Ruickbie, A. Bühl, Gudrun
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 17.00 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
4 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Mi. 02.03.2022,12.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Do. 03.03.2022,09.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Fr. 04.03.2022,09.00 - 16.00 Uhr   Exkursion Münster

Kommentar:

Die Übung wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten und findet vom 2.-4 März 2022 ganztägig vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Die Übung behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung.
Das zugehörige Seminar „‘Material Matters‘: Materialität von Lackarbeiten“, wird von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie angeboten. Inhaltlich eng verzahnt, werden im Seminar inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt, insbesondere Fragen der Materialität.


[Ü] Rezeption der Antike im Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 14:15 - 15:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Begriff der „Renaissance“ verbinden wir die einmalige Wiederentdeckung der Antike in der Geschichte der europäischen Kultur – insbesondere der Bild- und Baukünste. Doch das europäische Mittelalter – in der modernen Wahrnehmung eine Epoche der antikenfernen Finsternis – war voll solcher Erneuerungsbewegungen, die wir mit Italien im 15. und frühen 16. Jahrhundert verbinden. Dies hat der Kunsthistoriker Erwin Panofsky in seiner erstmals 1960 publizierten Studie Renaissance and Renascences in Western Art (dt.: Die Renaissancen der europäischen Kunst, 1979) ins Bewusstsein des Fachs gebracht.
Diese Übung möchte ausgehend von Panofskys epochaler Studie jüngere Ansätze der Kunstgeschichte in den Fokus rücken, die sich mit solchen Rückgriffen auf eine vermeintlich ideale Antike in der Kunst des Mittelalters auseinandersetzen. Zentrales Lernziel ist es dabei, ein differenziertes Verständnis für die Wiederholbarkeit des Phänomens des Rückbezugs auf vermeintlich ideale Zeitalter – hier der klassischen Antike – in der europäischen Kunst zu entwickeln.


 
[Si] „Material Matters“: Materialität von Lackarbeiten im transkulturellen Vergleich
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 16.30 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
6 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.30 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Fr. 21.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 28.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 04.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 11.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 18.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

Das Seminar wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten. Die zugehörige Übung von Dr. Gudrun Bühl findet vom 2.-4. März 2021 vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Im Seminar werden inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt. Zum einen wird in das Thema Lackkunst eingeführt, einem spezifischen Material aus Asien, das vor allem seit dem Barock auch in Europa geschätzt, importiert und imitiert wurde. Zum anderen widmen wir uns der Produktion, der Materialität, der Materialästhetik sowie Fragen des Verhältnisses von Material und Oberfläche. Die Oberfläche von Lackarbeiten kann z. B. bemalt oder im Sinne eines Reliefs mehrschichtig aufgebaut sein. Insbesondere materialübergreifende Fragen der Oberflächengestaltung, Taktilität und Visualität, das Spannungsfeld von Material und Funktion sowie Imitation im transkulturellen Vergleich werden auf der Grundlage von Beiträgen der Forschungsliteratur behandelt.
Die zum Modul gehörige Übung vor Ort behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung von Dr. Bühl/Museum für Lackkunst Münster.


[Si] Die Inszenierung des Königs. Herrscherbild und -repräsentation im Mittelalter
Geöffnet für Studierende erst ab dem 3. Sem. im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I.
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenzveranstaltung: Phil. I, G 333

Kommentar:

Herrscherbilder des frühen und hohen Mittelalters sind in unterschiedlichen Darstellungstypen als Stifter-, Krönungs- oder Thronbilder überliefert. In der bildlichen Repräsentation geht es jedoch nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Potentaten im Sinne des neuzeitlichen Porträts. Vielmehr kommen in ihr Normen und Ansprüche des religiös geprägten mittelalterlichen Herrschaftssystems zum Ausdruck. Dieses manifestiert sich nicht nur in Herrscherbildern, sondern auch in zahlreichen anderen symbolischen und nonverbalen Kommunikationsformen, darunter die Inszenierung des Herrschers bei öffentlichen Auftritten, bei denen die Normierung von Kleidung, und Gestik, aber auch räumliche Zuweisungen eine wesentliche Rolle spielten. Die bildliche und symbolische Inszenierung des mittelalterlichen Herrschers brachte Zeugnisse hervor, die sowohl für die Geschichtswissenschaft als auch die Kunstgeschichte von hohem Erkenntnisinteresse sind. Im Seminar werden wir uns mit einigen Formen der früh- und hochmittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation anhand von Beispielen verschiedener Kunstgattungen, vor allem der Buchmalerei und Schatzkunst auseinandersetzen.

Einführende Literatur:
Althoff, Gerd (Hrsg.): Herrschaftsrepräsentation im ottonischen Sachsen (Vorträge und Forschungen, 46), Sigmaringen 1998.
Althoff, Gerd: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003
Keller, Hagen: Herrscherbild und Herrschaftslegitimation. Zur Deutung der ottonischen Denkmäler, in Frühmittelalterliche Studien 19, 1985, 290-311.
Körntgen, Ludger: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit (Orbis mediaevalis, 2), Berlin 2001.
Patzold, Steffen: Kunst und Politik. Visualisierung von Status und Rang des Herrschers, in: Karolingische und ottonische Kunst, hg. von Bruno Reudenbach (Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, 1) München / Berlin u. a. 2009, S. 238-259.


[Ü] Die Sammlung und das Museum für Lackkunst / Münster: Übung vor Originalen und Einführung in die kuratorische Praxis
Blockveranstaltung: Weitere Sitzungen: Mi.-Fr. 2.-4.3., (ganztägige Üburng vor Ort im Museum für Lackkunst Münster); geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Bosselmann-Ruickbie, A. Bühl, Gudrun
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 17.00 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
4 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Mi. 02.03.2022,12.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Do. 03.03.2022,09.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Fr. 04.03.2022,09.00 - 16.00 Uhr   Exkursion Münster

Kommentar:

Die Übung wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten und findet vom 2.-4 März 2022 ganztägig vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Die Übung behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung.
Das zugehörige Seminar „‘Material Matters‘: Materialität von Lackarbeiten“, wird von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie angeboten. Inhaltlich eng verzahnt, werden im Seminar inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt, insbesondere Fragen der Materialität.


[Si] Paula Modersohn-Becker und der Aufbruch von Künstlerinnen um 1900 (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In dem Seminar betrachten wir zusammen die Situation von Künstlerinnen um 1900 - einer Zeit, in der Künstlerinnen die generelle Herabwürdigung weiblichen Kunstschaffens als dilettantisch zunehmend nicht mehr hinnahmen und vermehrt in den Bereich des professionellen Kunstschaffens vordrangen. Um das sich formierende professionelle Selbstverständnis genauer in den Blick nehmen zu können, werden wir uns intensiv mit der Ausbildungs- und Berufssituation, Selbstporträts, Porträts des KünstlerInnenumkreises, dem Atelier, Schriftzeugenissen (Tagebücher, Autobiographien, aber auch zeitgenössischen Biographien) und der damaligen Kunstkritik auseinandersetzen. Neben heute bekannten Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker werden wir auch zahlreiche unbekannte(re), aber zu Lebzeiten breit rezipierte, Künstlerinnen beleuchten und der Frage nachgehen, weshalb diese posthum in Vergessenheit geraten sind.
Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre, auch von Quellentexten, ist genauso Voraussetzung wie die Lektüre von englischensprachigen Texten. Lesekenntnisse im Französischen sind von Vorteil, aber nicht obligatorisch. Es ist eine Erarbeitung dieses breiten Themenfeldes durch unterschiedliche Arbeitsformen wie Diskussionen, Textlektüren, Gruppenarbeiten und Referate angedacht. Eine Tagesexkursion zur Vertiefung und Erweiterung der erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse ist vorgesehen.

Das Seminar findet in Präsenz statt. Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst werden. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.
Bitte denken Sie daher unbedingt daran einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!

Das Seminar ist die kunstgeschichtliche Ergänzung zum Projektseminar „Pädagogische Vermittlung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt anhand der Ausstellung PAULA MODERSOHN-BECKER“, das ebenfalls im WS 21/22 am IfK angeboten wird. Den TeilnehmerInnen des Schirn-Projektseminars wird die Teilnahme an diesen Seminar dringend empfohlen. Alle weiteren Interessierten sind natürlich ebenfalls willkommen.

Literaturempfehlungen (eine ausführliche Literaturliste sowie die Bekanntgabe der Pflichtlektüre erfolgt im Seminar):
- AMERICAN FEDERATION OF ARTS (Hrsg.): Women Artists in Paris, 1850–1900, Ausst.-Kat., New York/New Haven/London 2017.
- BERGER, Renate: Malerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert. Kunstgeschichte als Sozialgeschichte, Köln 1982.
- BRIAT-PHILIPPE, Magali (Hrsg.): Valadon et ses contemporaines. Peintres et sculptrices, 1880-1940, Ausst.-Kat., Paris 2020.
- FELDHAUS, Reinhild: Der Ort von Künstlerinnen im Diskurs der Avantgarde: Zur Rezeption von Paula Modersohn-Becker, Frida Kahlo und Eva Hesse, Berlin 2009.
- GARB, Tamar: Sisters of the Brush. Women’s Artistic Culture in Late Nineteenth-Century Paris, New Haven/London 1994.
- MADER, Rachel: Beruf Künstlerin. Strategien, Konstruktionen und Kategorien am Beispiel Paris 1870–1900, Berlin 2009 (Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft, Band 7).
- NOCHLIN, Linda: Why Have There Been No Great Women Artists? (1971), in: Maura Reilly (Hrsg.): Women Artists: the Linda Nochlin Reader, London 2015, S. 42–68.
- RECH, Carina: Becoming Artists: Self-Portraits, Friendship Images and Studio Scenes by Nordic Women Painters in the 1880s, Stockholm 2021.
- SALOMON, Nanette: The Art Historical Canon: Sins of Omission (1991), in: Donald Preziosi (Hrsg.): The Art of Art History. A Critical Anthology, Oxford/New York 1998, S. 344–355.
- VISCHER, Theodora (Hrsg.): CLOSE-UP: Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Alice Neel, Marlene Dumas, Cindy Sherman, Elizabeth Peyton, Ausst.-Kat., Berlin 2021.
- YELDHAM, Charlotte: Women Artists in Nineteenth-Century France and England. Their Art Education, Exhibition Opportunities and Membership of Exhibiting Societies and Academies, with an Assessment of the Subject Matter of their Work and Summary Biographies, 2 Bände, New York/London 1984.

Wichtige Informationen zur Belegung:
- Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte.
- Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] Räume des Privaten? Barocke Interieurmalerei und ihre Rezeption in der Gegenwartskunst (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5 WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Anknüpfend an die pandemiebedingt zwangsläufigen Auseinandersetzungen mit privaten Innenräumen geht das Seminar barocken Darstellungen des Interieurs und den historischen Bedingungen seiner Entstehung nach. Ein Schwerpunkt liegt auf der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und deren Lust am illusionistischen Schein z.B. im Trompe-l’œil bzw. den „betriegertjes“. Das Spiel mit Zeigen und Verbergen, Heimlichem im Häuslichen zeigt sich etwa in Jan Vermeers Genreszenen mit weiblichen Figuren im Innenraum: Sie lesen, schreiben Briefe, trinken Wein, werden in Versuchung geführt oder musizieren und werden auf diese Weise zu Protagonistinnen innerhalb privater Sphären, bevor sich die Kategorien von Privatheit versus Öffentlichkeit als entscheidendes Merkmal der Moderne überhaupt etablieren. Handelt es sich um Räume des Privaten und welche Formen des Privaten gibt es, die sich im Bild zeigen könnten?
Neben der Klärung dieser Fragen ist ein weiteres Ziel des Seminars, sich sowohl mit verschiedenen Definitionen des Barock auseinanderzusetzen als auch methodisch unterschiedliche kunsthistorische Zugänge hinsichtlich der Deutungen barocker Bilder kennenzulernen. Sie bieten eine Grundlage, Rekurse auf barocke Topoi und Bildfindungen in der Moderne und Gegenwart systematisieren und analysieren zu können. Was ist Barock und auf welche Formen des Barock bezieht sich die gegenwärtige Kunst und visuelle Kultur? Eines der Beispiele innerhalb des Seminars ist die Videoinstallation „Fuck Patriarchy!“ (2004) von Mathilde ter Heijne, die Vermeers Innenraumdarstellungen auf gegenwärtige Fragestellungen hin umdeutet und sie mit dem Phänomen der häuslichen Gewalt verknüpft. Überraschende Perspektiven eröffnen sich auch auf die Serie „The Handmaid’s Tale“ (2017), die auf Margret Atwoods gleichnamiger Erzählung basiert, wenn man das Vermeer-Zitat der „Dienstmagd mit Milchkrug“ (ca. 1658-1661) erkennt und als Schlüsselbild ernst nimmt.

Das Seminar findet in Präsenz statt.
Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel. In den ersten Sitzungen werden die Geimpften und Genesenen von mir in einer Liste erfasst. Die anderen müssen zu Beginn jeder Veranstaltung einen aktuellen negativen Test
vorlegen. In den Räumen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske.

Bitte denken Sie daher unbedingt daran, einen dementsprechenden Nachweis mitzubringen!


[Ü] Rezeption der Antike im Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 14:15 - 15:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Begriff der „Renaissance“ verbinden wir die einmalige Wiederentdeckung der Antike in der Geschichte der europäischen Kultur – insbesondere der Bild- und Baukünste. Doch das europäische Mittelalter – in der modernen Wahrnehmung eine Epoche der antikenfernen Finsternis – war voll solcher Erneuerungsbewegungen, die wir mit Italien im 15. und frühen 16. Jahrhundert verbinden. Dies hat der Kunsthistoriker Erwin Panofsky in seiner erstmals 1960 publizierten Studie Renaissance and Renascences in Western Art (dt.: Die Renaissancen der europäischen Kunst, 1979) ins Bewusstsein des Fachs gebracht.
Diese Übung möchte ausgehend von Panofskys epochaler Studie jüngere Ansätze der Kunstgeschichte in den Fokus rücken, die sich mit solchen Rückgriffen auf eine vermeintlich ideale Antike in der Kunst des Mittelalters auseinandersetzen. Zentrales Lernziel ist es dabei, ein differenziertes Verständnis für die Wiederholbarkeit des Phänomens des Rückbezugs auf vermeintlich ideale Zeitalter – hier der klassischen Antike – in der europäischen Kunst zu entwickeln.


[Si] Wahre Bilder. Zur Konstruktion des Echten in der Kunst der Moderne (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2021
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Eine „Wirklichkeit der Bilder“ ist zu allen Zeiten ein Thema künstlerischer Produktion gewesen. Nicht anders war dies seit der Epochenschwelle um 1800, als sich mit der Fotografie ein Bildmedium entwickelte, das diesem Anspruch tatsächlich oder vermeintlich unmittelbar zu entsprechen schien. Angesichts virtueller Realitäten ist die Frage nach dem Authentischen oder nach "wahren Bildern" heute aktueller denn je, eine Frage, die sich nicht nur für den weiten Bereich der Bilder generell, sondern auch für den Bereich der Kunst stellt. In diesem Seminar soll die Frage nach der Konstruktion des Echten in der Kunst der Moderne in systematischer und historischer Perspektive untersucht werden. Wir werden uns also mit künstlerischen Verfahren der Authentifizierung, mit künstlerischen Gattungen und Gegenständen, bei denen Authentizität eine besondere Rolle spielt, und mit theoretischen Ansätzen beschäftigen, die Strategien der Authentifizierung und Konstruktionen von Authentizität entwickeln.
Für Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an diesem Seminar ab dem 3. Semester möglich. Für Studierende in Lehramtsstudiengängen Kunst und im BA-Fach Kunstpädagogik gilt, dass diese Veranstaltung nur nach erfolgreichem Besuch des PS Methoden der Analyse von Kunstwerken und visuellen Medien besucht werden sollte. Unterschiedliche Lehr- und Lernformen (Gruppenarbeit, Referat, Lektüre) sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt.
DIESE VERANSTALTUNG WIRD PRÄSENTISCH ANGEBOTEN.


[Si] „Material Matters“: Materialität von Lackarbeiten im transkulturellen Vergleich
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 16.30 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
6 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.30 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Fr. 21.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 28.01.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 04.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 11.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 18.02.2022,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

Das Seminar wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten. Die zugehörige Übung von Dr. Gudrun Bühl findet vom 2.-4. März 2021 vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Im Seminar werden inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt. Zum einen wird in das Thema Lackkunst eingeführt, einem spezifischen Material aus Asien, das vor allem seit dem Barock auch in Europa geschätzt, importiert und imitiert wurde. Zum anderen widmen wir uns der Produktion, der Materialität, der Materialästhetik sowie Fragen des Verhältnisses von Material und Oberfläche. Die Oberfläche von Lackarbeiten kann z. B. bemalt oder im Sinne eines Reliefs mehrschichtig aufgebaut sein. Insbesondere materialübergreifende Fragen der Oberflächengestaltung, Taktilität und Visualität, das Spannungsfeld von Material und Funktion sowie Imitation im transkulturellen Vergleich werden auf der Grundlage von Beiträgen der Forschungsliteratur behandelt.
Die zum Modul gehörige Übung vor Ort behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung von Dr. Bühl/Museum für Lackkunst Münster.


[Si] Die Inszenierung des Königs. Herrscherbild und -repräsentation im Mittelalter
Geöffnet für Studierende erst ab dem 3. Sem. im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I.
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Präsenzveranstaltung: Phil. I, G 333

Kommentar:

Herrscherbilder des frühen und hohen Mittelalters sind in unterschiedlichen Darstellungstypen als Stifter-, Krönungs- oder Thronbilder überliefert. In der bildlichen Repräsentation geht es jedoch nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Potentaten im Sinne des neuzeitlichen Porträts. Vielmehr kommen in ihr Normen und Ansprüche des religiös geprägten mittelalterlichen Herrschaftssystems zum Ausdruck. Dieses manifestiert sich nicht nur in Herrscherbildern, sondern auch in zahlreichen anderen symbolischen und nonverbalen Kommunikationsformen, darunter die Inszenierung des Herrschers bei öffentlichen Auftritten, bei denen die Normierung von Kleidung, und Gestik, aber auch räumliche Zuweisungen eine wesentliche Rolle spielten. Die bildliche und symbolische Inszenierung des mittelalterlichen Herrschers brachte Zeugnisse hervor, die sowohl für die Geschichtswissenschaft als auch die Kunstgeschichte von hohem Erkenntnisinteresse sind. Im Seminar werden wir uns mit einigen Formen der früh- und hochmittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation anhand von Beispielen verschiedener Kunstgattungen, vor allem der Buchmalerei und Schatzkunst auseinandersetzen.

Einführende Literatur:
Althoff, Gerd (Hrsg.): Herrschaftsrepräsentation im ottonischen Sachsen (Vorträge und Forschungen, 46), Sigmaringen 1998.
Althoff, Gerd: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003
Keller, Hagen: Herrscherbild und Herrschaftslegitimation. Zur Deutung der ottonischen Denkmäler, in Frühmittelalterliche Studien 19, 1985, 290-311.
Körntgen, Ludger: Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit (Orbis mediaevalis, 2), Berlin 2001.
Patzold, Steffen: Kunst und Politik. Visualisierung von Status und Rang des Herrschers, in: Karolingische und ottonische Kunst, hg. von Bruno Reudenbach (Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, 1) München / Berlin u. a. 2009, S. 238-259.


[Ü] Die Sammlung und das Museum für Lackkunst / Münster: Übung vor Originalen und Einführung in die kuratorische Praxis
Blockveranstaltung: Weitere Sitzungen: Mi.-Fr. 2.-4.3., (ganztägige Üburng vor Ort im Museum für Lackkunst Münster); geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Bosselmann-Ruickbie, A. Bühl, Gudrun
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 17.00 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
4 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Mi. 02.03.2022,12.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Do. 03.03.2022,09.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Fr. 04.03.2022,09.00 - 16.00 Uhr   Exkursion Münster

Kommentar:

Die Übung wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten und findet vom 2.-4 März 2022 ganztägig vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Die Übung behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung.
Das zugehörige Seminar „‘Material Matters‘: Materialität von Lackarbeiten“, wird von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie angeboten. Inhaltlich eng verzahnt, werden im Seminar inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt, insbesondere Fragen der Materialität.


[Ü] Rezeption der Antike im Mittelalter
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.
Geöffnet im Aufbaumodul I u. II sowie im Epochenmodul I für Studierende erst ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.10.2021
wöchentlich Do. 14:15 - 15:45 Uhr,  Präsenztermin: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Begriff der „Renaissance“ verbinden wir die einmalige Wiederentdeckung der Antike in der Geschichte der europäischen Kultur – insbesondere der Bild- und Baukünste. Doch das europäische Mittelalter – in der modernen Wahrnehmung eine Epoche der antikenfernen Finsternis – war voll solcher Erneuerungsbewegungen, die wir mit Italien im 15. und frühen 16. Jahrhundert verbinden. Dies hat der Kunsthistoriker Erwin Panofsky in seiner erstmals 1960 publizierten Studie Renaissance and Renascences in Western Art (dt.: Die Renaissancen der europäischen Kunst, 1979) ins Bewusstsein des Fachs gebracht.
Diese Übung möchte ausgehend von Panofskys epochaler Studie jüngere Ansätze der Kunstgeschichte in den Fokus rücken, die sich mit solchen Rückgriffen auf eine vermeintlich ideale Antike in der Kunst des Mittelalters auseinandersetzen. Zentrales Lernziel ist es dabei, ein differenziertes Verständnis für die Wiederholbarkeit des Phänomens des Rückbezugs auf vermeintlich ideale Zeitalter – hier der klassischen Antike – in der europäischen Kunst zu entwickeln.


   

Das Praxismodul kann in zwei Varianten absolviert werden:
1) zwei Übungen und ein vierwöchiges Praktikum,
2) eine Übung und ein sechswöchiges Praktikum.

[Ü] Die Sammlung und das Museum für Lackkunst / Münster: Übung vor Originalen und Einführung in die kuratorische Praxis
Blockveranstaltung: Weitere Sitzungen: Mi.-Fr. 2.-4.3., (ganztägige Üburng vor Ort im Museum für Lackkunst Münster); geöffnet im Aufbaumodul I u. II für Studierende ab dem 3. Sem.
Dozent/-in:
Bosselmann-Ruickbie, A. Bühl, Gudrun
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 29.10.2021, 14.00 - 17.00 Uhr, Präsenztermin: Phil. I, A 5
4 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung) Präsenztermin: Phil. I, A 5
Mi. 02.03.2022,12.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Do. 03.03.2022,09.00 - 18.00 Uhr   Exkursion Münster
Fr. 04.03.2022,09.00 - 16.00 Uhr   Exkursion Münster

Kommentar:

Die Übung wird als Teil des Moduls Museumskunde, Ausstellungs- und Sammlungswesen angeboten und findet vom 2.-4 März 2022 ganztägig vor Ort im Museum für Lackkunst in Münster statt.
Die Übung behandelt vor allem Fragen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens von Lackkunstwerken aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Zeiten unter dem Gesichtspunkt der kuratorischen Berufspraxis. Ordnungsprinzipien, konservatorisch-restauratorische Fragen und Ausstellungsorganisation gehören zum Themenkreis der Übung.
Das zugehörige Seminar „‘Material Matters‘: Materialität von Lackarbeiten“, wird von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie angeboten. Inhaltlich eng verzahnt, werden im Seminar inhaltliche und theoretische Aspekte der Lackkunst behandelt, insbesondere Fragen der Materialität.


[Ü] Wissenstransfer: Ausstellen wissenschaftlicher Objekte aus den Sammlungen der JLU  (AfK-Nr.: 648)
Blockveranstaltung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 05.11.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 06.11.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 03.12.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 04.12.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 21.01.2022,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 22.01.2022,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen

Kommentar:

In der Übung „Ausstellen wissenschaftlicher Objekte“ erarbeiten die Studierenden selbstständig eine kleine Ausstellung zu den Sammlungen der JLU, d.h. sie entwickeln ein Konzept und verantworten die praktische Umsetzung. Dafür stehen Vitrinen in der Hermann-Hoffmann-Akademie zur Verfügung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beschriftung der Exponate und dem Verfassen von Begleittexten. Dabei lernen die Studierenden aktiv und forschend ein spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Gleichzeitig erarbeiten sie kulturell und gesellschaftlich bedeutende Themen und präsentieren sie einer breiten Öffentlichkeit.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Einblicke in die vielfältigen Anforderungen der Ausstellungsplanung und -umsetzung zu gewähren, in Ausstellungskonzeption und -kommunikation sowie allgemeinverständlich-wissenschaftliches Schreiben. Neben diesen spezifischen Fertigkeiten können die Studierenden auch allgemeine berufsorientierte Schlüsselqualifikationen erwerben, die in vielen Berufen anwendbar sind: etwa Team- und Kommunikationsfähigkeit, zielgerichtetes Arbeiten und Medienkompetenz.
Informationen zu den Sammlungen der JLU:
https://www.uni-giessen.de/org/admin/stab/stw/sammlungen
Das Seminar ist für Studierende aller Fachrichtungen geeignet.
Maximale Teilnehmerzahl: 20


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