nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
In diesem Hauptseminar geht es v.a. um die Frage nach den Ursachen des Imperialismus. Verschiedene Forschungsansätze haben konkurrierende Theorien zur Beantwortung dieser Frage entwickelt, die wir gegeneinander und anhand verschiedener Fälle diskutieren werden. Im Fokus steht besonders die Phase des sogenannten "Hochimperialismus" vor 1914, aber auch andere Fallbeispiele können eingebracht werden.
Da es sich um ein Hauptseminar handelt, wird ein hohes Maß an eigenverantwortlicher Arbeit erwartet - nicht zuletzt, weil mehrere Sitzungen feiertagsbedingt ausfallen, die entsprechenden Wochen aber ebenfalls für die asynchrone Vor- und Nachbereitung genutzt werden müssen. Das Lesepensum beträgt ca. 40 S. pro Woche (DE/EN). Ohne regelmäßige aktive Teilnahme ist kein erfolgreicher Abschluss möglich.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 003
Kommentar:
DIE mittelalterliche Stadt gibt es nicht!“ So oder ähnlich werden sich (fast) alle Stadthistoriker äußern, wenn man sie nach DEN Merkmalen DER mittelalterlichen Stadt befragt, und ähnliches gilt auch für die Frühe Neuzeit. Verfassungsgestalt und politische Handlungsspielräume, wirtschaftliche Bedeutung, Größe und Funktionsspektrum unterschieden sich von Stadt zu Stadt. Insbesondere die funktionalen Unterschiede fanden ihren Niederschlag in der architektonischen und topographischen Anlage der jeweiligen Stadt. Im Hauptseminar werden diese Gesichtspunkte teils systematisierend und vergleichend, teils an Fallbeispielen für die Zeit vom Hochmittelalter bis ins 18. Jh. besprochen. Vor allem die freie Reichsstadt Straßburg und die Residenzstadt Ludwigsburg werden als Beispiele herangezogen.
Der Besuch des Hauptseminars kann mit der Teilnahme an einer Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg verbunden werden, die vom 29. September bis zum 3. Oktober 2025 angeboten wird. Die Teilnahme an der Exkursion ist jedoch nicht verpflichtend. Je nach zeitlichem Zuschnitt von Referat und Hausarbeit kann das Hauptseminar für die mittelalterliche oder die Neuere Geschichte angerechnet werden.
Einführende Literatur: E. Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150-1550: Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, 2., durchgesehene Auflage, Köln, Weimar, Wien 2014. Eva-Mari Seng, Stadt – Idee und Planung. Neue Ansätze im Städtebau des 16. und 17. Jahrhunderts. München 2003.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113
Kommentar:
Das aktuelle Jubiläum zur Erinnerung an den Bauernkrieg von 1525 ist das zentrale Ereignis historischer Erinnerungskultur 2025. Seinen Niederschlag findet dies unter anderen in mehreren Landesausstellungen und zahlreichen Tagungen und Publikationen. Das Seminar konzentriert sich auf die Ereignisse in Mitteldeutschland und die Rolle, die Thomas Müntzer als Schlüsselfigur spielte. Er steht für die Verbindung von Religion und sozialrevolutionärer Radikalität. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte des Bauernkriegs mit Schwerpunkt Mitteldeutschland. Es dient darüber hinaus der Vorbereitung einer Exkursion an die zentralen Orte des Bauernkriegs in Thüringen: Bad Frankenhausen und Mühlhausen. Beide sind zugleich Zentralorte der bis heute politisch aufgeladenen Erinnerungskultur (Bauernkriegspanorama, Landesausstellung Mühlhausen). Die organisatorischen Details werden im Seminar festgelegt.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 003
Kommentar:
Diplomatie in Kriegszeiten?! Die in der deutschen Forschung meistens als Pfälzischer Erbfolgekrieg bezeichnete Auseinandersetzung wurde im Vorfeld und während ihrer neunjährigen Dauer versucht, unter anderem durch diplomatische Bemühungen zu beenden. Im Rahmen der Übung sollen anhand von Gesandtenberichten vom französischen Königshof, von dem des Kaisers und von päpstlichen Botschaftern in Paris, Wien und Köln, Einblicke gewährt werden, auf welche Weise die unterschiedlichen Akteure versuchten, den Krieg zu beenden. Die Bedeutung der Diplomatie und der Gesandten soll dabei besonders erörtert werden. Übersetzungen von fremdsprachigen Quellen werden zur Verfügung gestellt.
Literatur:
Walter G. Rödel, Krieg und Frieden. Frankreich, die pfälzische Erbfolge und der Frieden von Rijswijk. in: D. Wenzel, 300 Jahre Frieden von Rijswijk 1697-1997, Mainz 1997, S. 3-27; S. Westphal/ S. Freyer, Wissen und Strategien frühneuzeitlicher Diplomatie, Berlin u.a. 2020.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 003
Kommentar:
Diplomatie in Kriegszeiten?! Die in der deutschen Forschung meistens als Pfälzischer Erbfolgekrieg bezeichnete Auseinandersetzung wurde im Vorfeld und während ihrer neunjährigen Dauer versucht, unter anderem durch diplomatische Bemühungen zu beenden. Im Rahmen der Übung sollen anhand von Gesandtenberichten vom französischen Königshof, von dem des Kaisers und von päpstlichen Botschaftern in Paris, Wien und Köln, Einblicke gewährt werden, auf welche Weise die unterschiedlichen Akteure versuchten, den Krieg zu beenden. Die Bedeutung der Diplomatie und der Gesandten soll dabei besonders erörtert werden. Übersetzungen von fremdsprachigen Quellen werden zur Verfügung gestellt.
Literatur:
Walter G. Rödel, Krieg und Frieden. Frankreich, die pfälzische Erbfolge und der Frieden von Rijswijk. in: D. Wenzel, 300 Jahre Frieden von Rijswijk 1697-1997, Mainz 1997, S. 3-27; S. Westphal/ S. Freyer, Wissen und Strategien frühneuzeitlicher Diplomatie, Berlin u.a. 2020.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima, i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo ( i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
Kommentar:
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Die Inhalte des Kurses "Schwierige Fälle der russischen Grammatik" werden entsprechend den Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů. Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina. Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Konversation und schriftlicher Ausdruck II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu probereme každý týden jeden klasik české kinematografie. Každý semestr je věnován filmům z konkretního období. Cílem kurzu je seznamení se s českým filmovým kanonem a zlepšení ústní a písemné komunikační schopnosti studujících. Na filmy se každý studujíci dívá doma a odpovídá na předem rozdané otázky ke každému filmu. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů. Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina. Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima, i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo ( i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
Kommentar:
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Die Inhalte des Kurses "Schwierige Fälle der russischen Grammatik" werden entsprechend den Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Konversation und schriftlicher Ausdruck II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu probereme každý týden jeden klasik české kinematografie. Každý semestr je věnován filmům z konkretního období. Cílem kurzu je seznamení se s českým filmovým kanonem a zlepšení ústní a písemné komunikační schopnosti studujících. Na filmy se každý studujíci dívá doma a odpovídá na předem rozdané otázky ke každému filmu. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 11.04.2025 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 17.04.2025!
Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung. Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 23.04.25 bis 29.04.25 in Wiesbaden statt und feiert somit sein 25. Jubiläum. Insgesamt werden in den Kinos und an Veranstaltungsorten in Wiesbaden und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mehr als 100 Filme und ein umfangreiches Rahmenprogramm (Lesungen, Ausstellungen, Symposium und Partys) präsentiert. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
Slavistik (Studienbeginn bis Wintersemester 2020/21) ⇑
Modul 01: Interdisziplinäres Modul zum Östlichen Europa ⇑
Der Fachbereich 05 - Fachgebiet Slavistik macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Näheres über das Verfahren entnehmen Sie bitte https://flexnow.uni-giessen.de/.
A1: Hauptseminar
[H Si]
Peripheral Histories of Internet: How Eastern Europe (Re)Connected with the World
Der Fachbereich 05 - Fachgebiet Slavistik macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Näheres über das Verfahren entnehmen Sie bitte https://flexnow.uni-giessen.de/.
A1: Hauptseminar
[Si/Ü]
200 Jahre "Gore ot uma" (Verstand schafft Leiden)
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
Der Fachbereich 05 - Fachgebiet Slavistik macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Näheres über das Verfahren entnehmen Sie bitte https://flexnow.uni-giessen.de/. Zu belegen sind insgesamt drei Sprachkurse: zwei (A1 und A2) im ersten Semester (Wintersemester), einen (A3) im zweiten Semester (Sommersemester).
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima, i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo ( i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
Kommentar:
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Die Inhalte des Kurses "Schwierige Fälle der russischen Grammatik" werden entsprechend den Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů. Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina. Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Konversation und schriftlicher Ausdruck II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu probereme každý týden jeden klasik české kinematografie. Každý semestr je věnován filmům z konkretního období. Cílem kurzu je seznamení se s českým filmovým kanonem a zlepšení ústní a písemné komunikační schopnosti studujících. Na filmy se každý studujíci dívá doma a odpovídá na předem rozdané otázky ke každému filmu. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 11.04.2025 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 17.04.2025!
Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung. Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 23.04.25 bis 29.04.25 in Wiesbaden statt und feiert somit sein 25. Jubiläum. Insgesamt werden in den Kinos und an Veranstaltungsorten in Wiesbaden und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mehr als 100 Filme und ein umfangreiches Rahmenprogramm (Lesungen, Ausstellungen, Symposium und Partys) präsentiert. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
In diesem Hauptseminar geht es v.a. um die Frage nach den Ursachen des Imperialismus. Verschiedene Forschungsansätze haben konkurrierende Theorien zur Beantwortung dieser Frage entwickelt, die wir gegeneinander und anhand verschiedener Fälle diskutieren werden. Im Fokus steht besonders die Phase des sogenannten "Hochimperialismus" vor 1914, aber auch andere Fallbeispiele können eingebracht werden.
Da es sich um ein Hauptseminar handelt, wird ein hohes Maß an eigenverantwortlicher Arbeit erwartet - nicht zuletzt, weil mehrere Sitzungen feiertagsbedingt ausfallen, die entsprechenden Wochen aber ebenfalls für die asynchrone Vor- und Nachbereitung genutzt werden müssen. Das Lesepensum beträgt ca. 40 S. pro Woche (DE/EN). Ohne regelmäßige aktive Teilnahme ist kein erfolgreicher Abschluss möglich.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 003
Kommentar:
DIE mittelalterliche Stadt gibt es nicht!“ So oder ähnlich werden sich (fast) alle Stadthistoriker äußern, wenn man sie nach DEN Merkmalen DER mittelalterlichen Stadt befragt, und ähnliches gilt auch für die Frühe Neuzeit. Verfassungsgestalt und politische Handlungsspielräume, wirtschaftliche Bedeutung, Größe und Funktionsspektrum unterschieden sich von Stadt zu Stadt. Insbesondere die funktionalen Unterschiede fanden ihren Niederschlag in der architektonischen und topographischen Anlage der jeweiligen Stadt. Im Hauptseminar werden diese Gesichtspunkte teils systematisierend und vergleichend, teils an Fallbeispielen für die Zeit vom Hochmittelalter bis ins 18. Jh. besprochen. Vor allem die freie Reichsstadt Straßburg und die Residenzstadt Ludwigsburg werden als Beispiele herangezogen.
Der Besuch des Hauptseminars kann mit der Teilnahme an einer Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg verbunden werden, die vom 29. September bis zum 3. Oktober 2025 angeboten wird. Die Teilnahme an der Exkursion ist jedoch nicht verpflichtend. Je nach zeitlichem Zuschnitt von Referat und Hausarbeit kann das Hauptseminar für die mittelalterliche oder die Neuere Geschichte angerechnet werden.
Einführende Literatur: E. Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150-1550: Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, 2., durchgesehene Auflage, Köln, Weimar, Wien 2014. Eva-Mari Seng, Stadt – Idee und Planung. Neue Ansätze im Städtebau des 16. und 17. Jahrhunderts. München 2003.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113
Kommentar:
Das aktuelle Jubiläum zur Erinnerung an den Bauernkrieg von 1525 ist das zentrale Ereignis historischer Erinnerungskultur 2025. Seinen Niederschlag findet dies unter anderen in mehreren Landesausstellungen und zahlreichen Tagungen und Publikationen. Das Seminar konzentriert sich auf die Ereignisse in Mitteldeutschland und die Rolle, die Thomas Müntzer als Schlüsselfigur spielte. Er steht für die Verbindung von Religion und sozialrevolutionärer Radikalität. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte des Bauernkriegs mit Schwerpunkt Mitteldeutschland. Es dient darüber hinaus der Vorbereitung einer Exkursion an die zentralen Orte des Bauernkriegs in Thüringen: Bad Frankenhausen und Mühlhausen. Beide sind zugleich Zentralorte der bis heute politisch aufgeladenen Erinnerungskultur (Bauernkriegspanorama, Landesausstellung Mühlhausen). Die organisatorischen Details werden im Seminar festgelegt.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten. Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts. Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen. Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin. Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
In dieser Quellenübung werden die Studierenden sich mit den Texten zur Geschichte des Heidentums, der Zauberei und des volkstümlichen Aberglaubens in Osteuropa auseinandersetzen. Wir werden die vormoderne slawische Zauberei mit dem Hexenglauben im Westeuropa vergleichen und die Unterschiede in der obrigkeitlichen und der volkstümlichen Wahrnehmung der "schwarzen Kunst" feststellen. Wir beginnen mit dem Lesen der frühmittelalterlichen Nestorchronik und gehen bis in das 18. Jahrhundert hinein, aus dem wir uns deutsche Zeitungsberichte über Vampirismus in Transsylvanien anschauen. Der Schwerpunkt der Übung liegt jedoch auf Gerichtsakten und rechtlichen Texten, die sich dem Verbot und der Verfolgung von Zauberei im Moskauer Reich und in Polen-Litauen des 15.-17. Jahrhunderts widmen. Als wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung gelten gute Englischkenntnisse, da viele zur Diskussion stehende Texte aus der englischsprachigen Quellensammlung - Witchcraft in Russia and Ukraine, 1000–1900: A Sourcebook, ed. by Valerie A. Kivelson and Christine D. Worobec, Ithaca: Cornell University Press, 2020 - stammen. Attention for English-speaking students: The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
Kommentar:
In Südosteuropa – wie auch in den übrigen Teilen des Osmanischen Reiches – lebten Muslim*innen, Christ*innen und Jüd*innen in enger Nachbarschaft miteinander. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der friedlichen Koexistenz dieser verschiedenen Religionen war die Gesellschaft stark konfessionell strukturiert. Die nicht-muslimischen Gemeinschaften besaßen unter osmanischer Herrschaft weitreichende Autonomierechte, die häufig unter dem Begriff „millet-System“ zusammengefasst werden.
Die Übung gibt anhand der Lektüre von Quellen (in deutscher und englischer Sprache) Einblicke in das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionsgruppen im frühneuzeitlichen osmanischen Balkan – von Sarajevo im heutigen Bosnien über Isaccea in Rumänien bis nach Edirne in der Türkei. Digitale Tools, darunter das Serious Game „Merchants of Istanbul“, sollen zudem auf spielerische Weise grundlegende Kenntnisse über das osmanische Südosteuropa vermitteln und vertiefen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
Kommentar:
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit. Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen. Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen? Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist. Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Ü]
Trauma und Erinnerung: Staatliche Erinnerungspolitik und privates Erzählen in der Türkei (1915-1950) // Trauma and Remembrance: State memorial policies and private narratives in Turkey (1915-1950)
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären. Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der Zionismus als politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts als eine unter mehreren Alternativen der kollektiven jüdischen Identität. Er war einerseits geprägt von anderen zu dieser Zeit entstehenden Nationalbewegungen, andererseits entstand er auch in der Abwehr der seit den 1880er Jahren in ganz Europa zunehmenden feindlichen Stimmung gegenüber Jüdinnen und Juden. Seine unterschiedlichen Strömungen reichten von religiös-konservativen Auslegungen bis hin zur marxistisch-zionistischen Partei „Poale Zion“.
Als antizionistisch oder nicht-zionistisch bezeichneten sich vor dem Zweiten Weltkrieg häufig jüdische politische Bewegungen, denen andere Optionen einer jüdischen kollektiven Identität vorschwebten. Aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Shoah und der Gründung des Staates Israel wurde „Antizionismus“ auch zur Chiffre für antisemitische Ideologien. Besonders in der Sowjetunion und den Staaten des sozialistischen Blocks wurde der Antizionismus zu einem Leitmotiv der Politik gegenüber der jüdischen Bevölkerung nach innen sowie gegenüber dem Staat Israel nach außen.
In der Quellenübung wollen wir uns intensiv mit zionistischen und antizionistischen Bewegungen und Ideologien im östlichen Europa beschäftigen, um den historischen Ursprüngen und unterschiedlichen Konnotationen dieser beiden auch in gegenwärtigen hitzigen Debatten häufig (missverständlich) verwendeten Begriffen auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus werden in der Quellenübung die Grundlagen des historischen Arbeitens und der Quellenanalyse eingeübt – dazu werden wir uns intensiv mit Primärquellen auseinandersetzen.
The source exercise will primarily be conducted in German, but active participation in English is possible, provided that participants have a passive knowledge of German sufficient to follow the class. Please reach out to the lecturer to discuss individual arrangements.
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima, i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo ( i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
Kommentar:
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
Kommentar:
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
Kommentar:
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter. V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů. Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina. Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc. Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Anfang der 1790er Jahre sind es zwei Reisebeschreibungen, welche die Gemüter in Russland unter Zarin Ekaterina II. erregen – Aleksandr Radiščevs "Putešestvie iz Peterburga v Moskvu" [Reise von Petersburg nach Moskau] und Nikolaj Karamzins "Pis’ma russkogo putešestvennika" [Briefe eines russischen Reisenden]. Die beiden Texte, die unterschiedlicher, ja „ungleichzeitiger“ (Jauß) kaum sein könnten, verbinden politische Implikationen: Karamzin verschweigt, dass er Zeuge der Französischen Revolution in Paris wurde, Radiščev spickt seine russische Binnenreise mit Kritik an der ungerechten Ständeordnung und revolutionären Warnungen. Dabei ist Radiščev dem hohen Stil des Klassizismus verhaftet, während Karamzin als weltgewandter Sentimentalist und Stilreformer auftritt. Im Seminar werden beide kanonischen Texte, die in deutscher Übersetzung vorliegen, zueinander in Beziehung gesetzt und gefragt, welche politischen und ästhetischen Botschaften Texte über Reisen – seien diese fiktiv oder weitgehend biografisch – in der Sattelzeit der russischen Frühmoderne transportieren.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 11.04.2025 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 17.04.2025!
Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung. Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 23.04.25 bis 29.04.25 in Wiesbaden statt und feiert somit sein 25. Jubiläum. Insgesamt werden in den Kinos und an Veranstaltungsorten in Wiesbaden und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mehr als 100 Filme und ein umfangreiches Rahmenprogramm (Lesungen, Ausstellungen, Symposium und Partys) präsentiert. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
Kommentar:
Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Kommentar:
Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
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Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
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Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
Kommentar:
The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
Kommentar:
Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
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Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
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Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
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Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 08.05.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Diese Veranstaltung bietet eine Einführung in die Methoden der Korpuslinguistik. Einerseits werden wir Aufsätze zu linguistischen Theorien und Themen lesen und besprechen. Andererseits werden wir diese Themen anhand von (hauptsächlich russischen und polnischen) Online-Korpora veranschaulichen und überprüfen. So wird eine Verbindung zwischen theoretischer Linguistik und ihrer praktischen Anwendung hergestellt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
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Modality expresses the degree of reality, by which speaker mark their propositions, like "this is perhaps false" or "you should not dehydrate certain foods". While modality is a universal feature of human language, its expression in various languages can be quite different, and its interaction with other grammatical categories, especially verbal tense, depends on the peculiarities of the given language. In this course, we will look for the (different) expressions of modality in Slavic languages.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
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Particles are small words to great effects, like steering focus, shaping modality or structuring discourse. There a languages which are rather poor when it comes to particles, but the Slavic languages have quite a few of them. The seminar will look for different particles, describe their functions, and comment on their pragmatic value. Sometimes it can be a challenge to translate particles pragmatically equivalent into another language.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029
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The avant-garde of the 1910s and 1920s was the first truly pan-European artistic movement. It emerged with French cubo-futurist pictorial art (Pablo Picasso). Initiated by F.T. Marinetti in Italy, futurist modes of writing and concepts of time quickly spilled over to other countries: first to Russia, and later also to Czechoslovakia, Poland, and Ukraine. This course explores the poetics and the political goals of futurism through a close reading of manifestoes and poems by Russian (Igor’ Severianin, Vladimir Maiakovskii, Velimir Khlebnikov, Aleksei Kruchenykh), Czech (Stanislav Kostka Neumann), Polish (Tytus Czyżewski, Bruno Jasieński, Anatol Stern, Aleksander Wat) and Ukrainian representatives (Mykola Bazhan, Mykhail’ Semenko). The class rounds off with an exploration of the further evolution of avant-garde art, its appropriation and elimination by the totalitarianisms of the 20th century and the commodification of avant-garde aesthetics.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
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Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 11.04.2025 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 17.04.2025!
Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung. Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 23.04.25 bis 29.04.25 in Wiesbaden statt und feiert somit sein 25. Jubiläum. Insgesamt werden in den Kinos und an Veranstaltungsorten in Wiesbaden und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mehr als 100 Filme und ein umfangreiches Rahmenprogramm (Lesungen, Ausstellungen, Symposium und Partys) präsentiert. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen.
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Nach der dritten polnischen Teilung von 1795 und auch noch nach dem Novemberaufstand von 1830/31 gerierte sich die russische Teilungsmacht zunächst repressiver als die preußische und die österreichische. Dies änderte sich nach dem Januaraufstand von 1863/64, als Preußen eine regelrechte Kolonisations- und Germanisierungspolitik gegenüber den polnischen Untertanen startete. Darauf reagierte der im russischen Teilungsgebiet ansässige spätere Nobelpreisträger für Literatur Henryk Sienkiewicz in seinen Erzählungen und Romanen, oftmals in der Form historischer Allegorien (der Kreuzritterorden des Hochmittelalters) oder exotischer Metaphern (Indianer als Opfer deutscher Kolonisten). In diesem Seminar werden ausgewählte Meistererzählungen Sienkiewiczs zusammen mit seinem eher plumpen Roman "Krzyżacy" ["Die Kreuzritter"] (zusammen mit der späteren nationalistischen Verfilmung) auf ihre antikolonial-antipreußischen Implikationen hin gelesen und interpretiert.
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Kommentar:
Der technologische Fortschritt brachte seit Anfang der 1990er Jahre Entwicklungen mit sich, die den herkömmlichen Technologie-Begriff erweitert haben. Die Literatur des postindustriellen Zeitalters hat diese Wende begleitet und auf die Herausforderungen für die Menschheit hingewiesen hat, die damit zusammenhängen. Im Seminar besprechen wir ausgewählte literarische und publizistische Texte aus dem östlichen Europa zu solchen Themen wie künstliche Intelligenz, neue Medien, Robotik, Bioethik und moderne Kriegstechnologien.
01-NF6-GrdÖffR - Grundlagen des Öffentlichen Rechts ⇑
Zu belegen ist die Vorlesung „Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende und eine der Vorlesungen „Grundrechte oder „Staatsorganisationsrecht“ mit begleitender Arbeitsgemeinschaft.
LV 1: Vorlesung "Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende"
[Vl]
Öffentliches Recht für Wirtschaftswissenschaftler/zugleich Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende, 2st.
01-NF7-VertÖffR - Vertiefung im Öffentlichen Recht ⇑
Zu belegen ist eine Vorlesung "Grundrechte" oder "Staatsorganisation" (soweit nicht im Modul Grundlagen des Öffentlichen Rechtes bereits besucht) oder "Allgemeines Verwaltungsrecht".
LV 1: Vorlesung "Staatsorganisationsrecht"
[Vl]
Staatsorganisationsrecht, 4st.
Mit vorlesungsbegleitenden Arbeitsgemeinschaften, 2st.
Dozent/-in:
Winkler, M.
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr
Licher Straße 68, 048 (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5))
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 048 (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5))
Inhalt: In der Vorlesung werden in erster Linie die Grundfreiheiten behandelt, die sich als besonders klausurrelevant darstellen; dazu kommen eine kurze Einführung in die Unionsbürgerschaft sowie das Beihilfenrecht. Teilweise werden auch Grundlagen aus Europarecht 1 wiederholt, z.B. das Prozessrecht, Grundkenntnisse wie das Prinzip des Vorrangs und der unmittelbaren Anwendbarkeit des Unionsrechts werden vorausgesetzt.
Ein Teilnahmeschein („Sitzschein“) kann nicht erworben werden.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 44
Zielgruppen:
Jura, PF, ab 5. | Jura, WV, ab 5. | Jura, NF, 4./3.
Kommentar:
Die Vorlesung Europarecht III vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Inhalte, Rechtsbegriffe und Rechtsquellen des Europäischen Wirtschaftsrechts. Die in der Vorlesung Europarecht II behandelten Grundfreiheiten des Binnenmarkts werden vertieft und um Kenntnisse zu den Grundlagen der Wirtschafts- und Währungsunion sowie dem europäischen Wettbewerbsrechts erweitert. Darüber hinaus lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bezüge zum internationalen Wirtschaftsrecht kennen, insbesondere zum Recht der Welthandelsorganisation (WTO). Inhalte der Veranstaltung sind insbesondere: - Binnenmarkt und Grundfreiheiten - Europäisches Wettbewerbsrecht (Fusionskontrolle, Kartellrecht, Beihilfenkontrolle) - Europäische Wirtschafts- und Währungspolitik (Währungsunion, Außenwirtschaftsrecht der EU) - Internationales Wirtschaftsrecht (Institutionelles WTO-Recht, Warenhandel, Dienstleistungen und geistiges Eigentum im WTO-Recht, WTO-Streitbeilegungsverfahren)
Inhalt: In der Vorlesung werden in erster Linie die Grundfreiheiten behandelt, die sich als besonders klausurrelevant darstellen; dazu kommen eine kurze Einführung in die Unionsbürgerschaft sowie das Beihilfenrecht. Teilweise werden auch Grundlagen aus Europarecht 1 wiederholt, z.B. das Prozessrecht, Grundkenntnisse wie das Prinzip des Vorrangs und der unmittelbaren Anwendbarkeit des Unionsrechts werden vorausgesetzt.
Ein Teilnahmeschein („Sitzschein“) kann nicht erworben werden.
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 2. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Sem
Kommentar:
International organisations are a central element of world politics. They structure international relations in many respects. Their character and their fields of work are very different. The central aim of this seminar is to provide an in-depth introduction to the field of international security organisations. In a first step, the concepts and theories of international organisations will be explained in more detail. In the further course of the seminar, selected security organisations will be analysed in more detail. These are in particular the UN, NATO, the EU, the OSCE, but also selected security organisations from other regions of the world. Methodologically, the seminar is based on joint text discussions, group work and a weekly news corner.
Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann. Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie "Humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Anschließend (2) diskutieren wir vor dem Hintergrund einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, Institutionalismus, Konstruktivismus, kritische - hier: postkoloniale - Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen der europäischen Staaten im heutigen Syrien und Libanon (1861) sowie der sogenannten Heiligen Allianz auf dem Balkan oder der Krimkrieg (1853), die Intervention der USA auf Kuba (1898) oder Haiti (1915 und 1991), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert. Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des Gewalteinsatzes für Menschenrechte. Dazu gehören liberale Interventionen wie die der NATO in Libyen (2011) und (von mir in diversen Publikationen so genannte) autoritäre Interventionen wie die Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.
II. LITERATUR (für einen ersten Überblick und eine Einführung in die Thematik):
BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.
DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.
HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.
HASENCLEVER, Andreas 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.
HERACLIDES, A. /DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Century. Setting the Precedent. Manchester: University Press.
HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen. München: Beck.
HOFMANN, Gregor 2019: Gerechtigkeitskonflikte und Normentwicklung: Die internationale Umstrittenheit der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Springer/VS.
KRAUSE, Dan 2023: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung. Analyse der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich.
LOGES, Bastian 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).
MERKEL, Reinhard (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.
REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.
SIMMS, B. / Trim, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.
SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.
SWATEK-EVENSTEIN, Mark 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.
THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.
WHEELER, Nicholas J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.
Für das Seminar wird ein Syllabus mit Pflicht- (für die Seminardebatten) und Vertiefungslektüre (für die Hausarbeiten) zu allen Sitzungen zusammengestellt und Anfang April in StudIP im 1. Dateiordner (betitelt mit Seminarorganisation) hochgeladen.
III. SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:
(1) Das Seminar wird in deutscher und (wer mag) englischer Sprache stattfinden. (2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche Mittwochs 18.15 bis 19.45h im Zeughaus. (3) Regelmäßige Teilnahme am Seminar wird vorausgesetzt (Studierende dürfen nicht mehr als zweimal unentschuldigt fehlen); tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein. (4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englischsprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen. (5) Referat oder alternative Leistungsform (zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan) (6) Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen in einem StudIP-Ordner für Hausarbeiten und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2025 (die ausgedruckte Fassung kann später mit Beginn des Wintersemesters nachgereicht werden).
SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen SDG 16.1 – Deutliche Verringerung von Gewalt und gewaltbedingter Sterblichkeit
Kommentar:
The course offers an introduction to the field of peace and conflict studies. After discussing basic concepts, the course will deal with topics including Peacebuilding; Rebel Governance; Transitional Justice and Human Rights; Gender and Interdectionality; Natural Resources and Environmental Peacebuilding as well as Education and Peace Building.
The unequal distribution of environmental benefits and harms produced by modern capitalist production remains one of the most pressing societal challenges of our time, giving rise to “environmental justice” as a topic of socio-political mobilization and a theoretical concept in social science for analyzing (re-)distribution, mobilization, representation, and political participation. Environmental justice focuses on the nexus between social discrimination and environmental burdens affecting groups such as poor communities, racial minorities, children, and indigenous peoples, and highlights demands for equal environmental protection. Today, environmental justice is central to challenges in areas such as food, agriculture, climate change, water, and land use. It is actively adopted by social movements addressing disproportionate environmental harms, mobilizing against threats like polluted environments, and advocating for fair access to environmental goods. Simultaneously, environmental justice has been integrated into governance arrangements at multiple levels. As a theoretical perspective, environmental justice enables reflection on local mobilizations and global connections while contextualizing key questions through frameworks like post-colonial theory, social movement theory, and environmental governance studies. In the course, following an introduction to the foundations, history, and definitions of environmental justice, several key questions are assessed: How are environmental benefits and harms distributed, and what dependencies, inequalities, and conflicts result? How do environmental conflicts and struggles over resources manifest? What justice claims are mobilized, and how are they expressed? What power dynamics and social structures perpetuate environmental inequality? What mechanisms address or resolve conflicts related to environmental justice? Students will analyze case studies demonstrating environmental inequalities across issues, regions, and communities. Results from group work will be presented, discussed, and commented on in two block seminar sessions on July 12 and July 19, 2025.
The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si]
Dwelling: Financialization, Political Strategy, Camp" Modul für Transition Management MK-103-EN Power and Democracy, ebenso Teil des Virtual International Programme of JLU
DuK Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Sem
Kommentar:
Was hat Staatlichkeit mit Geschlecht zu tun? Ist Sex politisch? Wie hängen Staat und Intimität zusammen? Wie regulieren staatliche Strukturen Körperlichkeit? Warum sind politische Entscheidungsstrukturen (bis heute) ‚männlich‘ dominiert? In dem Seminar nehmen wir auf der Basis feministischer, queerer, sowie politik-, demokratie- und staatstheoretischer Ansätze und Forschungsarbeiten das Verhältnis von Staat/lichkeit, Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit in den Blick: Wir werden uns erarbeiten, was es genau damit auf sich hat, wenn in der feministischen und queeren Politikwissenschaft von einem ‚vergeschlechtlichten Staat‘, von ‚Biopolitik‘ oder dem ‚Staat als Männer*bund‘ gesprochen wird: In welcher Weise ist der (‚westliche‘) Nationalstaat vergeschlechtlicht? Wie kann Geschlecht bzw. eine heteronormative Geschlechterdifferenz als zentrales Strukturmerkmal ‚des Politischen‘ verstanden und analysiert werden? Welche Auswirkungen hat dies auf aktuelle politische Strukturen (z.B. Zusammensetzung des Parlaments) und Kommunikationsformen (z.B. von Politiker*innen). Darüber hinaus werden wir uns aber auch fragen, in welcher Weise Geschlecht selbst als Effekt staatlicher Regierungsweisen und Machttechniken betrachtet und analysiert werden kann: Wie werden Körper, Sexualitäten und Intimitäten durch staatliche Praktiken regiert und normiert? Und wie hat sich dies historisch verändert? Hier rücken demnach auch Regelungen und (staatliche) Diskurse in Bezug auf LGBTIQ+ Personen, Vergewaltigung, sexualisierte und häusliche Gewalt oder Abtreibung in das Blickfeld. Welche Konzepte und Ansätze sind hilfreich, um diese vergeschlechtlichten Implikationen von Staat und Politik zu verstehen?
In diesem Seminar werden die politischen Ereignisse rund um die Bundestagswahl 2025 beleuchten. Hierbei nehmen wir Bezug auf unterschiedliche Stränge der politikwissenschaftlichen Forschung wie etwa die Partizipationsforschung, die Wahlforschung, die Parteienforschung und die Forschung zur Koalitionsbildung. Das Besondere an diesem Kurs wird sein, dass wir uns lediglich bei den theoretischen Grundlagen auf Forschungsliteratur beziehen können. Alles andere werden wir uns aus Medienberichten, Umfragen und anderen Dokumenten erschließen müssen. In dem Kurs wird die Bereitschaft erwartet, dieses zusätzlichen Rechercheaufwand zu betreiben und sich auf unterschiedliche Arbeitsformate (inkl. Gruppenarbeiten) einzulassen. Zu diesem Kurs sind zusätzliche Termine mit Gesprächen mit Politiker*innen unterschiedlicher Parteien geplant. Die konkrete Terminplanung wird Ihnen zum Semesterstart bekannt gegeben.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil 2, Gebäude E, Raum E119
Kommentar:
In diesem Seminar werden die politischen Ereignisse rund um die Bundestagswahl 2025 beleuchten. Hierbei nehmen wir Bezug auf unterschiedliche Stränge der politikwissenschaftlichen Forschung wie etwa die Partizipationsforschung, die Wahlforschung, die Parteienforschung und die Forschung zur Koalitionsbildung. Das Besondere an diesem Kurs wird sein, dass wir uns lediglich bei den theoretischen Grundlagen auf Forschungsliteratur beziehen können. Alles andere werden wir uns aus Medienberichten, Umfragen und anderen Dokumenten erschließen müssen. In dem Kurs wird die Bereitschaft erwartet, dieses zusätzlichen Rechercheaufwand zu betreiben und sich auf unterschiedliche Arbeitsformate (inkl. Gruppenarbeiten) einzulassen. Zu diesem Kurs sind zusätzliche Termine mit Gesprächen mit Politiker*innen unterschiedlicher Parteien geplant. Die konkrete Terminplanung wird Ihnen zum Semesterstart bekannt gegeben.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 101
Kommentar:
Der Comic war eines der prägenden Medien des 20. Jahrhunderts und ist nach wie vor wirksam. Nahezu von Beginn an finden sich im Comic Darstellungen Afrikas. Dabei spielen nicht unwesentlich Bebilderungen kolonialer Herrschaft und Klischees sowie Darstellungen des Exotismus des Anderen eine Rolle. Diese Darstellungen des afrikanischen Kontext sind jedoch erstens nicht unterschiedslos zu bewerten und sie verändern sich zweitens im Zuge der Entwicklung des Mediums. Mit einer Schwerpunktsetzung auf jüngeren Beispielen, wird das Seminar an ausgewählten Beispielen der Darstellung Afrikas im Comic nachgehen.
[Si]
Dwelling: Financialization, Political Strategy, Camp" Modul für Transition Management MK-103-EN Power and Democracy, ebenso Teil des Virtual International Programme of JLU
The unequal distribution of environmental benefits and harms produced by modern capitalist production remains one of the most pressing societal challenges of our time, giving rise to “environmental justice” as a topic of socio-political mobilization and a theoretical concept in social science for analyzing (re-)distribution, mobilization, representation, and political participation. Environmental justice focuses on the nexus between social discrimination and environmental burdens affecting groups such as poor communities, racial minorities, children, and indigenous peoples, and highlights demands for equal environmental protection. Today, environmental justice is central to challenges in areas such as food, agriculture, climate change, water, and land use. It is actively adopted by social movements addressing disproportionate environmental harms, mobilizing against threats like polluted environments, and advocating for fair access to environmental goods. Simultaneously, environmental justice has been integrated into governance arrangements at multiple levels. As a theoretical perspective, environmental justice enables reflection on local mobilizations and global connections while contextualizing key questions through frameworks like post-colonial theory, social movement theory, and environmental governance studies. In the course, following an introduction to the foundations, history, and definitions of environmental justice, several key questions are assessed: How are environmental benefits and harms distributed, and what dependencies, inequalities, and conflicts result? How do environmental conflicts and struggles over resources manifest? What justice claims are mobilized, and how are they expressed? What power dynamics and social structures perpetuate environmental inequality? What mechanisms address or resolve conflicts related to environmental justice? Students will analyze case studies demonstrating environmental inequalities across issues, regions, and communities. Results from group work will be presented, discussed, and commented on in two block seminar sessions on July 12 and July 19, 2025.
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.) Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.
The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
DuK Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Sem
Kommentar:
Was hat Staatlichkeit mit Geschlecht zu tun? Ist Sex politisch? Wie hängen Staat und Intimität zusammen? Wie regulieren staatliche Strukturen Körperlichkeit? Warum sind politische Entscheidungsstrukturen (bis heute) ‚männlich‘ dominiert? In dem Seminar nehmen wir auf der Basis feministischer, queerer, sowie politik-, demokratie- und staatstheoretischer Ansätze und Forschungsarbeiten das Verhältnis von Staat/lichkeit, Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit in den Blick: Wir werden uns erarbeiten, was es genau damit auf sich hat, wenn in der feministischen und queeren Politikwissenschaft von einem ‚vergeschlechtlichten Staat‘, von ‚Biopolitik‘ oder dem ‚Staat als Männer*bund‘ gesprochen wird: In welcher Weise ist der (‚westliche‘) Nationalstaat vergeschlechtlicht? Wie kann Geschlecht bzw. eine heteronormative Geschlechterdifferenz als zentrales Strukturmerkmal ‚des Politischen‘ verstanden und analysiert werden? Welche Auswirkungen hat dies auf aktuelle politische Strukturen (z.B. Zusammensetzung des Parlaments) und Kommunikationsformen (z.B. von Politiker*innen). Darüber hinaus werden wir uns aber auch fragen, in welcher Weise Geschlecht selbst als Effekt staatlicher Regierungsweisen und Machttechniken betrachtet und analysiert werden kann: Wie werden Körper, Sexualitäten und Intimitäten durch staatliche Praktiken regiert und normiert? Und wie hat sich dies historisch verändert? Hier rücken demnach auch Regelungen und (staatliche) Diskurse in Bezug auf LGBTIQ+ Personen, Vergewaltigung, sexualisierte und häusliche Gewalt oder Abtreibung in das Blickfeld. Welche Konzepte und Ansätze sind hilfreich, um diese vergeschlechtlichten Implikationen von Staat und Politik zu verstehen?
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02
Kommentar:
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
DuK Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Sem
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Was hat Staatlichkeit mit Geschlecht zu tun? Ist Sex politisch? Wie hängen Staat und Intimität zusammen? Wie regulieren staatliche Strukturen Körperlichkeit? Warum sind politische Entscheidungsstrukturen (bis heute) ‚männlich‘ dominiert? In dem Seminar nehmen wir auf der Basis feministischer, queerer, sowie politik-, demokratie- und staatstheoretischer Ansätze und Forschungsarbeiten das Verhältnis von Staat/lichkeit, Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit in den Blick: Wir werden uns erarbeiten, was es genau damit auf sich hat, wenn in der feministischen und queeren Politikwissenschaft von einem ‚vergeschlechtlichten Staat‘, von ‚Biopolitik‘ oder dem ‚Staat als Männer*bund‘ gesprochen wird: In welcher Weise ist der (‚westliche‘) Nationalstaat vergeschlechtlicht? Wie kann Geschlecht bzw. eine heteronormative Geschlechterdifferenz als zentrales Strukturmerkmal ‚des Politischen‘ verstanden und analysiert werden? Welche Auswirkungen hat dies auf aktuelle politische Strukturen (z.B. Zusammensetzung des Parlaments) und Kommunikationsformen (z.B. von Politiker*innen). Darüber hinaus werden wir uns aber auch fragen, in welcher Weise Geschlecht selbst als Effekt staatlicher Regierungsweisen und Machttechniken betrachtet und analysiert werden kann: Wie werden Körper, Sexualitäten und Intimitäten durch staatliche Praktiken regiert und normiert? Und wie hat sich dies historisch verändert? Hier rücken demnach auch Regelungen und (staatliche) Diskurse in Bezug auf LGBTIQ+ Personen, Vergewaltigung, sexualisierte und häusliche Gewalt oder Abtreibung in das Blickfeld. Welche Konzepte und Ansätze sind hilfreich, um diese vergeschlechtlichten Implikationen von Staat und Politik zu verstehen?
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02
Kommentar:
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion SDG 12.2 – Nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen Im Kurs werden negative Externalitäten (z.B. Umweltverschmutzung) und sog. Allmendegüter (z.B. Umweltressourcen) als Probleme des Marktversagens analysiert und ökonomische Lösungsansätze (z.B. Umwelsteuern) erläutert.
Kommentar:
Inhalte: • Volkswirtschaftliches Denken • Vorteile der Arbeitsteilung • Grundlagen von Marknachfrage und Marktangebot (Präferenzen, Produktions- und Kostentheorie) • Funktionsweise von Märkten • Staatseingriffe und Wohlfahrt • Unternehmensverhalten in Wettbewerbs-, Monopol- und Oligopolmärkten • Externalitäten und öffentliche Güter
Hinweis für Studierende des M.A. ISöE: Im Rahmen des Moduls 03 „Transition and Integration Economics“ werden die Vorlesung und die dazugehörige Übung nicht separat angeboten, da die hier aufgeführte Lehrveranstaltung die Modulteile A1 Vorlesung und A2 Übung vereint. Demzufolge haben Sie bereits nach dem Besuch der hier veröffentlichten Lehrveranstaltung das Modul abgeschlossen. Aufgrund dessen müssen Sie sich in FlexNow für das Modul als Ganzes und nicht für einzelne Modulteile anmelden.