Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) - Master Interdisziplinäre Studien zum östlichen Europa
Veranstaltungen
Hauptfächer ⇑
Osteuropäische Geschichte (Studienbeginn ab Wintersemester 2022/23) ⇑
Pflichtbereich ⇑
Interdisziplinäres Modul zum östlichen Europa (Gizo-MA-ISÖE-025) ⇑
LV 2: Kolloquium (interdisziplinär)
[O Si] Oberseminar (Osteuropäische Geschichte)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, E 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 209 | ||
GiZo-MA-ISÖE-021: Sprachenmodul I ⇑
GiZo-MA-ISÖE-022: Sprachenmodul II ⇑
Wahlpflichtbereich ⇑
Zu belegen sind drei Module.
Themenmodul 1: Systematische Vertiefung östliches Europa (04-OEG-MA-05) ⇑
Hauptseminar
[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.
Zur Einführung
Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.
Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.
Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.
Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.
[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Das Seminar widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen der jugoslawischen Zerfallskriege der 1990er Jahre. Ausgangspunkt bilden die Krisenprozesse im sozialistischen Jugoslawien nach dem Ende des Kalten Krieges, die zum Zusammenbruch der Föderation sowie zu einer Reihe von Kriegen und dem Genozid von Srebrenica führten. Im Zentrum steht die Analyse der Wechselwirkungen zwischen nationalen Ideologien, internationalen Akteurskonstellationen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen, die in komplexer Weise miteinander verschränkt sind. Anhand historischer Quellen, wissenschaftlicher Analysen und zeitgenössischer Medien wird untersucht, wie diese Dynamiken Gewaltkonfigurationen, Kriegsverläufe und Nachkriegsordnungen prägten. Darüber hinaus beleuchtet das Seminar die globalen Implikationen der Kriege, von humanitärer Intervention und internationaler Strafjustiz bis hin zu Erinnerungspolitiken und der EU-Erweiterung im postjugoslawischen Raum.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Dear students,
Please note: this seminar begins on June 5, 2026. The registration is open. More information will follow soon!
Themenmodul 2: Regionale Vertiefung östliches Europa (04-OEG-MA-06) ⇑
Hauptseminar
[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.
Zur Einführung
Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.
Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.
Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.
Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.
[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Das Seminar widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen der jugoslawischen Zerfallskriege der 1990er Jahre. Ausgangspunkt bilden die Krisenprozesse im sozialistischen Jugoslawien nach dem Ende des Kalten Krieges, die zum Zusammenbruch der Föderation sowie zu einer Reihe von Kriegen und dem Genozid von Srebrenica führten. Im Zentrum steht die Analyse der Wechselwirkungen zwischen nationalen Ideologien, internationalen Akteurskonstellationen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen, die in komplexer Weise miteinander verschränkt sind. Anhand historischer Quellen, wissenschaftlicher Analysen und zeitgenössischer Medien wird untersucht, wie diese Dynamiken Gewaltkonfigurationen, Kriegsverläufe und Nachkriegsordnungen prägten. Darüber hinaus beleuchtet das Seminar die globalen Implikationen der Kriege, von humanitärer Intervention und internationaler Strafjustiz bis hin zu Erinnerungspolitiken und der EU-Erweiterung im postjugoslawischen Raum.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Dear students,
Please note: this seminar begins on June 5, 2026. The registration is open. More information will follow soon!
Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft (04-Gesch-MA-01) ⇑
Seminar
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.
Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.
Quellenarbeit (04-Gesch-MA-04) ⇑
LV 1: Übung (Methoden)
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.
Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
26.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Ü] Historische Diversität und Multikulturalität in Südosteuropa - Das Beispiel Bosnien-Herzegowinas
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Bosnien-Herzegowina ist ein kleines Land, in dem seit Jahrhunderten verschiedene religiöse beziehungsweise nationale Gruppen zusammenleben. Diese Diversität ist historisch gewachsen. Auch wenn das Zusammenleben nicht immer konfliktfrei war, stellt das Nebeneinander verschiedener Religionen und Kulturen eine zentrale Konstante der bosnischen Geschichte dar. Entsprechend wird das Land häufig als Kontaktzone zwischen Ost und West beschrieben.
In dieser Übung erarbeiten wir anhand von Quellen und historiographischen Texten zentrale Epochen der Geschichte Bosnien-Herzegowinas: von der osmanischen Zeit über die habsburgische Okkupation und die Gründung des Königreichs Jugoslawien 1918 bis zum sozialistischen föderativen Jugoslawien und dem gewaltvollen Zerfall des Staates in den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den historischen Formen des Zusammenlebens verschiedener Religionen und Kulturen in Bosnien-Herzegowina.
Die Übung wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an der Exkursion „Zwischen Minaretten und Kirchtürmen: Eine Reise durch Bosniens (post-)osmanisches Erbe“ nach Sarajevo im September 2026 empfohlen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
LV 2: Übung (Vertiefung)
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.
Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.
[Ü] Diplomatische Bemühungen im Westen des Reichs in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
26.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Ü] Historische Diversität und Multikulturalität in Südosteuropa - Das Beispiel Bosnien-Herzegowinas
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Bosnien-Herzegowina ist ein kleines Land, in dem seit Jahrhunderten verschiedene religiöse beziehungsweise nationale Gruppen zusammenleben. Diese Diversität ist historisch gewachsen. Auch wenn das Zusammenleben nicht immer konfliktfrei war, stellt das Nebeneinander verschiedener Religionen und Kulturen eine zentrale Konstante der bosnischen Geschichte dar. Entsprechend wird das Land häufig als Kontaktzone zwischen Ost und West beschrieben.
In dieser Übung erarbeiten wir anhand von Quellen und historiographischen Texten zentrale Epochen der Geschichte Bosnien-Herzegowinas: von der osmanischen Zeit über die habsburgische Okkupation und die Gründung des Königreichs Jugoslawien 1918 bis zum sozialistischen föderativen Jugoslawien und dem gewaltvollen Zerfall des Staates in den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den historischen Formen des Zusammenlebens verschiedener Religionen und Kulturen in Bosnien-Herzegowina.
Die Übung wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an der Exkursion „Zwischen Minaretten und Kirchtürmen: Eine Reise durch Bosniens (post-)osmanisches Erbe“ nach Sarajevo im September 2026 empfohlen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
[Ü] Simon Dubnow als Historiker des jüdischen Volkes
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Dem aus der belarusisch-russischen Grenzstadt Mstislavl/Mstislaŭ stammenden Simon Dubnov (1860-1941) blieb die professionelle Ausbildung zum Historiker verwehrt, dennoch gilt er als maßgeblicher Theoretiker des osteuropäischen Judentums. In der Übung wollen wir über unser eigenes Selbstverständnis reflektieren und uns mit der zehnbändigen „Weltgeschichte des jüdischen Volkes“ (1925-1929) und der zweibändigen „Geschichte des Chassidismus“ (1931) vertraut machen. Die Übung bietet in diesem Zusammenhang einen Überblick über die Entwicklung der Geschichtswissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Paradigmen des Historismus, der Historischen Sozialwissenschaft und der Historischen Anthropologie, aber auch Trends wie die Transnationale Geschichte und die Imperiale Geschichte. Als benoteter Leistungsnachweis ist die Besprechung eines Bandes aus den beiden Hauptwerken vorgesehen.
Literatur: Simon Dubnow: Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Bd. I-II. Berlin 1925–1929; ders.: Geschichte des Chassidismus. Bd. I-II. Berlin 1931; ders.: Buch des Lebens. Erinnerungen und Gedanken. Materialien zur Geschichte meiner Zeit. Bd. I-III. Hrsg. von Verena Dohrn. Göttingen 2004/2005.
Berufsfelderkundung (04-OEG-MA-07) ⇑
Zu den Wahlmöglichkeiten siehe die Modulbeschreibung.
Slavistik (Studienbeginn ab Wintersemester 2021/22) ⇑
Pflichtmodule ⇑
Gizo-MA-ISÖE-025: Interdisziplinäres Modul zum Östlichen Europa ⇑
A2: Kolloquium
[Si/Ü] Blockseminar zum goEast-Filmfestival 2026
Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 21.04.26 bis 27.04.26 in Wiesbaden statt. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen. Das Seminar soll Sie dazu befähigen, Ihre Dokumentationstechniken zu verbessern und Sie mit der Gattung Filmkritik vertraut zu machen. Darüber hinaus erhalten Sie in nur wenigen Tagen einen Überblick über die aktuelle osteuropäische Filmszene.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 15.04.2026 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 16.04.2026! Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung.
Gizo-MA-ISÖE-023: Sprachenmodul III ⇑
A1: Sprachkurs
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch Aufbaukurs II "Syntax und Morphologie" (MA) (AfK-Nr. 690)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
[Spr Kurs] Polnisch "Aufbaukurs II": Leben in der Stadt, Tourismus, Umwelt (AfK-Nr.: 660)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs II: landeskundliche Texte" (MA) (A, B, C, D)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 112 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112 | ||
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
[Spr Kurs] Tschechisch "Aufbaukurs II": Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina (AfK-Nr.: 670)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 306 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 306 | ||
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter.
V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů.
Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina.
Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc.
Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
[Spr Kurs] Ukrainisch "Aufbaukurs II: Medien" (MA) (AfK-Nr.: 680)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden
Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu
bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung
von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches
System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
A2: Sprachkurs
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II: Literaturverfilmungen" (MA) (AfK-Nr. 689)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 112 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112 | ||
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo (i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
[Spr Kurs] Polnisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II": Die zeitgenössische polnische Literatur II (MA) (AfK-Nr. 659)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 001 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001 | ||
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
[Spr Kurs] Russisch "Schwierige Fälle der russischen Grammatik" (A, B, C, D)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 001 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001 | ||
Dieser Kurs richtet sich an Master- und Lehamttudierende. Im Kurs werden die anspruchvolleren Themen der russischen Grammatik vertieft behandelt.
[Spr Kurs] Tschechisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II": Klasiky české kinematografie 60ých let (AfK-Nr. 669)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 306 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 306 | ||
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Konversation und schriftlicher Ausdruck II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter.
V tomto kurzu probereme každý týden jeden klasik české kinematografie. Každý semestr je věnován filmům z konkretního období. Cílem kurzu je seznamení se s českým filmovým kanonem a zlepšení ústní a písemné komunikační schopnosti studujících. Na filmy se každý studujíci dívá doma a odpovídá na předem rozdané otázky ke každému filmu.
Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
[Ü] Ukrainisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II: Ukrajins'ka mova na karti svitu" (MA) (AfK-Nr. 679)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Wahlpflichtmodule ⇑
Vier von acht Modulen sind zu belegen.
Gizo-MA-ISÖE-001: Methoden und Theorien ⇑
Gizo-MA-ISÖE-002: Literarische Poetiken und Epochen ⇑
A1: Seminar
A2: Übung
[Si/Ü] Blockseminar zum goEast-Filmfestival 2026
Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 21.04.26 bis 27.04.26 in Wiesbaden statt. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen. Das Seminar soll Sie dazu befähigen, Ihre Dokumentationstechniken zu verbessern und Sie mit der Gattung Filmkritik vertraut zu machen. Darüber hinaus erhalten Sie in nur wenigen Tagen einen Überblick über die aktuelle osteuropäische Filmszene.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 15.04.2026 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 16.04.2026! Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung.
[Si/Ü] Das Wunderbare als Wirklichkeit. Magischer Realismus in slavischen Literaturen und im Film
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Das Seminar lädt dazu ein, magisch-realistische Traditionen in den slavischen Literaturen und im Film des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gemeinsam zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen Texte und Filme aus dem Tschechischen, Polnischen, Russischen, Ukrainischen, Belarussischen und Serbischen, die das Wunderbare nicht als Bruch mit der Alltagswirklichkeit inszenieren, sondern als deren selbstverständlichen Bestandteil.
Ausgehend von kanonischen Vorläufertexten — darunter die „Blechtrommel“ von Günther Grass, der „Engel des westlichen Fensters“ von Gustav Meyrink und „Hundert Jahre Einsamkeit“ von García Márquez als lateinamerikanisches Paradigma — diskutieren wir gemeinsam, inwieweit der Begriff des magischen Realismus auf osteuropäische Kontexte übertragbar ist und wo er an seine Grenzen stößt. Die Lektüren und Filmvorführungen sind vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet: Mythologie und imaginäre Räume, postkoloniale Traumata und Erinnerungsnarrative, Transmedialität am Beispiel von Literaturverfilmungen sowie Tiermetaphern, Metamorphose und das Sakrale.
Das Seminar verbindet literatur- und filmwissenschaftliche Ansätze mit intermedialen und postkolonialen Perspektiven und bietet Raum für interdisziplinäre Diskussion.
[Si/Ü] Die russische Satire
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
[Si] Eastern-Europeanized Subjects: Doing Migration, Gender, Race, and Class in Postmigrant Europe
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
The course introduces students to key theories of subject formation in the context of migration, with a particular focus on intersectionality and East-West migration in contemporary Europe. Drawing on postmigrant and subjectivation theories, cultural and media studies, and selected German-language literary texts, students analyze how subject positions are produced, negotiated, and contested along the axes of gender, class, and racialization. The seminar is bilingual: the lecturer’s input and the discussions in class will be held in English, but German reading comprehension is required, as most of the primary texts are in German (such as, Bokowski, Paul (2022): Schlesenburg. München: btb; Gorelik, Lena (2022): Wer wird sind. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch; Smechowski, Emilia (2017): Wir Strebemigranten. Berlin: Hanser Berlin; Toxische Pommes (2024): Ein schönes Ausländerkind. München: btb). The final term paper can be written in English or German.
Gizo-MA-ISÖE-003: Literatur und Gesellschaft ⇑
Gizo-MA-ISÖE-004: Literatur, Kultur und Medien ⇑
A2: Übung
[Si/Ü] Blockseminar zum goEast-Filmfestival 2026
Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 21.04.26 bis 27.04.26 in Wiesbaden statt. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen. Das Seminar soll Sie dazu befähigen, Ihre Dokumentationstechniken zu verbessern und Sie mit der Gattung Filmkritik vertraut zu machen. Darüber hinaus erhalten Sie in nur wenigen Tagen einen Überblick über die aktuelle osteuropäische Filmszene.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 15.04.2026 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 16.04.2026! Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung.
[Si/Ü] Das Wunderbare als Wirklichkeit. Magischer Realismus in slavischen Literaturen und im Film
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Das Seminar lädt dazu ein, magisch-realistische Traditionen in den slavischen Literaturen und im Film des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gemeinsam zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen Texte und Filme aus dem Tschechischen, Polnischen, Russischen, Ukrainischen, Belarussischen und Serbischen, die das Wunderbare nicht als Bruch mit der Alltagswirklichkeit inszenieren, sondern als deren selbstverständlichen Bestandteil.
Ausgehend von kanonischen Vorläufertexten — darunter die „Blechtrommel“ von Günther Grass, der „Engel des westlichen Fensters“ von Gustav Meyrink und „Hundert Jahre Einsamkeit“ von García Márquez als lateinamerikanisches Paradigma — diskutieren wir gemeinsam, inwieweit der Begriff des magischen Realismus auf osteuropäische Kontexte übertragbar ist und wo er an seine Grenzen stößt. Die Lektüren und Filmvorführungen sind vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet: Mythologie und imaginäre Räume, postkoloniale Traumata und Erinnerungsnarrative, Transmedialität am Beispiel von Literaturverfilmungen sowie Tiermetaphern, Metamorphose und das Sakrale.
Das Seminar verbindet literatur- und filmwissenschaftliche Ansätze mit intermedialen und postkolonialen Perspektiven und bietet Raum für interdisziplinäre Diskussion.
Gizo-MA-ISÖE-005: Text und Pragmatik ⇑
Gizo-MA-ISÖE-006: Sprache und Gesellschaft im östlichen Europa ⇑
A1: Hauptseminar
[Si] Linguistic conflict research and language conflicts in Eastern Europe
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Language is both an instrument in societal and political conflict situations and itself the object of such conflicts. As an instrument in the sense of rhetoric and propaganda, language is a key factor in the intensification of socio-political conflicts. Languages become the object of conflicts when, for example, their status as an official language or minority language is disputed. Furthermore, languages become objects of conflict in standardisation processes when issues of alphabet, norms or codification are addressed. These diverse relationships between language and conflict are the topic of the seminar. After a theoretical and methodological introduction to linguistic conflict research, the focus will be on Ukraine and the Russian Federation. Depending on the students' areas of interest, other Eastern European countries will also be covered, such as Croatia and Serbia. Using the tools of linguistic conflict research, we will analyse different types of language conflicts.
[Si/Ü] Sprachsituationen und Sprachpolitik in Osteuropa (Ukraine, Russland, Belarus)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind die insgesamt 15 postsowjetischen Staaten durch divergierende, aber auch parallele Entwicklungstendenzen geprägt. Die Korrelationen von Sprache, Identität und Nationsbildung spielen hierbei eine große Rolle. Im Seminar werden insbesondere die Ukraine, Belarus und Russland im Fokus stehen. Das Seminar umfasst zwei thematische Blöcke. Der erste Block behandelt begriffliche und theoretische Grundlagen zu Sprachsituation und Sprachpolitik. Der zweite Block widmet sich den drei ausgewählten Sprachsituationen in der Ukraine, Belarus und Russland und analysiert die verschiedenen Phasen der Sprachpolitik.
A2: Übung
[Si/Ü] Sprachsituationen und Sprachpolitik in Osteuropa (Ukraine, Russland, Belarus)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind die insgesamt 15 postsowjetischen Staaten durch divergierende, aber auch parallele Entwicklungstendenzen geprägt. Die Korrelationen von Sprache, Identität und Nationsbildung spielen hierbei eine große Rolle. Im Seminar werden insbesondere die Ukraine, Belarus und Russland im Fokus stehen. Das Seminar umfasst zwei thematische Blöcke. Der erste Block behandelt begriffliche und theoretische Grundlagen zu Sprachsituation und Sprachpolitik. Der zweite Block widmet sich den drei ausgewählten Sprachsituationen in der Ukraine, Belarus und Russland und analysiert die verschiedenen Phasen der Sprachpolitik.
Gizo-MA-ISÖE-007: Strukturen der modernen slavischen Sprachen ⇑
Gizo-MA-ISÖE-008: Quantitative und qualitative Methoden der Sprachwissenschaft ⇑
A1: Hauptseminar
[Si] Lektüre älterer slavischer Texte
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Seminar bietet eine Übung in der Lektüre und Interpretation älterer slavischer, insbesondere westslavischer und südslavischer Texte an und richtet sich auch nach den Sprachwünschen und Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
[Si] The Importance of Being Similar. Metaphor, Analogy and Literary Genres
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Categorization as a conclusion drawn from phenomenological similarity is the driving force in cognitive processes and shapes the grammatical system of human language as well as the expressive use of language in literature. The seminar will consider different forms of similarity like coincidence, cooccurence, comparison, allegory and metaphor, starting from auditive similarities like case syncretism in language or rhyme in literature, going over to visual-observable shared features like epigraphy in writing or length of sentences in prose, finally analysing complex metaphorical transfers like grammatical tense respectively density of description. The phenomena will be discussed on the material of Ukrainian language and literature, both in original and in translation. The seminar will serve as a platform for discussing the interplay of language as a system, expression as an intention, and medium as their manifestation. Knowledge of a (preferably East) Slavic language is not mandatory, but intensive interest in linguistics and literature are expected.
A2: Übung
[P Si] Diglossie und Mehrsprachigkeit im slavischen Raum
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, F 007 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007 | ||
In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit Erscheinungsformen von Diglossie und Mehrsprachigkeit im slavischen Raum in Geschichte und Gegenwart. Den Anfang bildet die soziolinguistische Situation in der mittelalterlichen Bojarenrepublik Novgorod. Die Birkenrindentexte dienen als Zeugnisse des alltäglichen Sprachgebrauchs, in denen verschiedene slavische Sprachvarietäten zum Tragen kamen. Den zweiten Schritt stellt die mehrsprachliche Schriftkultur in der polnisch-litauischen Adelsrepublik des 16./17. Jh. im Vergleich zur Moskauer Rus’ dar. Ost-, west- und südslavische Sprachvarietäten kamen hier zusammen und funktionierten in Interaktion mit dem Latein und teilweise auch mit westeuropäischen Schriftsprachen. Schließlich behandeln wir den modernen postsowjetischen Raum als Beispiel von konfliktträchtiger Mehrsprachigkeit. Den roten Faden bilden sprachwissenschaftliche Theorien über Diglossie, Mehrsprachigkeit, Sprachwandel und (historische) Soziolinguistik.
Studienelemente ⇑
Osteuropäische Geschichte (Studienbeginn ab Wintersemester 2022/23) ⇑
Wahlpflichtbereich. Zu belegen sind zwei Module.
Themenmodul 1: Systematische Vertiefung östliches Europa (04-OEG-MA-05) ⇑
Hauptseminar
[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.
Zur Einführung
Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.
Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.
Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.
Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.
[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Das Seminar widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen der jugoslawischen Zerfallskriege der 1990er Jahre. Ausgangspunkt bilden die Krisenprozesse im sozialistischen Jugoslawien nach dem Ende des Kalten Krieges, die zum Zusammenbruch der Föderation sowie zu einer Reihe von Kriegen und dem Genozid von Srebrenica führten. Im Zentrum steht die Analyse der Wechselwirkungen zwischen nationalen Ideologien, internationalen Akteurskonstellationen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen, die in komplexer Weise miteinander verschränkt sind. Anhand historischer Quellen, wissenschaftlicher Analysen und zeitgenössischer Medien wird untersucht, wie diese Dynamiken Gewaltkonfigurationen, Kriegsverläufe und Nachkriegsordnungen prägten. Darüber hinaus beleuchtet das Seminar die globalen Implikationen der Kriege, von humanitärer Intervention und internationaler Strafjustiz bis hin zu Erinnerungspolitiken und der EU-Erweiterung im postjugoslawischen Raum.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Dear students,
Please note: this seminar begins on June 5, 2026. The registration is open. More information will follow soon!
Themenmodul 2: Regionale Vertiefung östliches Europa (04-OEG-MA-06) ⇑
Hauptseminar
[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.
Zur Einführung
Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.
Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.
Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.
Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.
[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Das Seminar widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen der jugoslawischen Zerfallskriege der 1990er Jahre. Ausgangspunkt bilden die Krisenprozesse im sozialistischen Jugoslawien nach dem Ende des Kalten Krieges, die zum Zusammenbruch der Föderation sowie zu einer Reihe von Kriegen und dem Genozid von Srebrenica führten. Im Zentrum steht die Analyse der Wechselwirkungen zwischen nationalen Ideologien, internationalen Akteurskonstellationen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen, die in komplexer Weise miteinander verschränkt sind. Anhand historischer Quellen, wissenschaftlicher Analysen und zeitgenössischer Medien wird untersucht, wie diese Dynamiken Gewaltkonfigurationen, Kriegsverläufe und Nachkriegsordnungen prägten. Darüber hinaus beleuchtet das Seminar die globalen Implikationen der Kriege, von humanitärer Intervention und internationaler Strafjustiz bis hin zu Erinnerungspolitiken und der EU-Erweiterung im postjugoslawischen Raum.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Dear students,
Please note: this seminar begins on June 5, 2026. The registration is open. More information will follow soon!
Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft (04-Gesch-MA-01) ⇑
Seminar
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.
Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.
[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.
Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.
Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.
[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.
Slavistik (Studienbeginn ab Wintersemester 2021/22) ⇑
Pflichtmodul ⇑
Gizo-MA-ISÖE-024: Sprachenmodul IV ⇑
A1: Sprachkurs
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II: Literaturverfilmungen" (MA) (AfK-Nr. 689)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 112 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112 | ||
Na seminaru će romani i filmovi biti analizirani kao narativi te će biti riječi o sastavnicama tih narativa, likovima, mjestu i vremenu radnje, tehnikama pripovijedanja te filmskim izražajnim sredstvima kojima je postignuta adaptacija književnog djela u film. Također, analizirajući narative adaptacija, obuhvatit ćemo društvenu stvarnost prikazanu u filmovima i staviti naglasak na način prikazivanja društvenih problema, odnosno na to donosi li adaptacija novo (i moguće) drukčije gledište na sociopolitičku situaciju te implikacije koje kroz eventualne promjene u mediju i narativu izlaze na vidjelo.
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch Aufbaukurs II "Syntax und Morphologie" (MA) (AfK-Nr. 690)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Fortsetzung des Aufbaukurses I. Die Studenten sollen das Sprachniveau B2 besitzen und in der Lage sein, über den üblichen Alltag, Arbeit und Studium hinaus auch über aktuelle Ereignisse, Pläne und Erlebtes zu berichten. Die grammatischen Gebiete wie im GK II + III und Aufbaukurs I, sowie verschiedene Zahlwörter, Konditional, Imperativ, Partizipien und Deklination der Personalpronomen sollten beherrscht werden.
[Spr Kurs] Polnisch "Aufbaukurs II": Leben in der Stadt, Tourismus, Umwelt (AfK-Nr.: 660)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Der erfolgreiche Abschluss des Aufbaukurses I ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Besprochen werden Themen, wie Umwelt, Tourismus, Stadtleben. Weiterentwickelt wird sowohl die mündliche als auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Hinsichtlich der grammatischen Themen wird Konditional und Imperativ behandelt.
[Spr Kurs] Polnisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II": Die zeitgenössische polnische Literatur II (MA) (AfK-Nr. 659)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 001 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001 | ||
Sehr gute Kenntnisse der polnischen Sprache (mindestens B1) sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. In diesem Kurs werden ausgewählte Texte der polnischen zeitgenössischen Literatur gelesen und diskutiert. Besprochen werden auch Literaturverfilmungen. Die Studenten werden auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln.
[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs II: landeskundliche Texte" (MA) (A, B, C, D)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 112 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112 | ||
Im Kurs werden relevante landeskundliche Themen behandelt, die sowohl russischsprachige Länder im Allgemeinen als auch interkulturelle Fragen betreffen.
[Spr Kurs] Tschechisch "Aufbaukurs II": Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina (AfK-Nr.: 670)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 306 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 306 | ||
Der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung Tschechisch IV ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Aufbaukurs II". Quereinsteiger*innen melden sich bitte beim Veranstaltungsleiter.
V tomto kurzu opakujeme různé kapitoly z české gramatiky, čteme texty a osvojujeme si nová slova z různých tématických okruhu. Cvičíme také poslech pomocí auditivních a adiovizuálních nahrávek. Kurz je založen na učebnici olomoucké univerzity "Czech it up" CI z roku 2019. Univerzitní knihovna JLU má několik exemplářů.
Během letního semestru se budeme zabývat těmito tematickými kapitolami: Člověk pracující, Život pracovní a soukromý, Partnerství a rodina.
Učební materiál: Hradilová, Darina; Bednáříková, Božena et al. 2020. Czech it up. Čeština pro cizince. C1. Olomouc.
Kurz je součástí učebního programu, který připravuje na zkoušku UNIcert II.
[Spr Kurs] Ukrainisch "Aufbaukurs II: Medien" (MA) (AfK-Nr.: 680)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Der Aufbaukurs gibt die Möglichkeit, in Absprache mit den Studierenden
Kapitel der Grammatik zu wiederholen und zu vertiefen sowie Fach- und literarische Texte zu
bearbeiten. Ziele: Vertiefung der bereits erworbenen grammatischen Kenntnisse, Aneignung
von Wissen zu diversen Themen des aktuellen Lebens in der Ukraine (Bildungswesen, politisches
System etc.) sowie Kenntnis von literarischen Schlüsseltexten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
[Ü] Ukrainisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck II: Ukrajins'ka mova na karti svitu" (MA) (AfK-Nr. 679)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
In der Veranstaltung sollen die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten weiterentwickelt werden. Grundlage hierzu bilden ukrainische Filme und Texten. Deren Diskussion und handlungsorientierten Analyse erfolgt anhand von vorgegebenen Fragen, die schriftlich beantwortet werden und als Grundlage für die mündliche Auseinandersetzung dienen. Ziel ist die Fähigkeit, den Inhalt von ukrainischen Filmen/Texten wiederzugeben, deren Themen zu diskutieren, historisch einzuordnen und den eigenen Standpunkt dazu zu erläutern. Bei der Auswahl der Filme/Texte handelt es sich um Schlüsselwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Wahlpflichtmodule ⇑
Zwei von acht Modulen sind zu belegen.
Gizo-MA-ISÖE-001: Methoden und Theorien ⇑
Gizo-MA-ISÖE-002: Literarische Poetiken und Epochen ⇑
A1: Seminar
A2: Übung
[Si/Ü] Blockseminar zum goEast-Filmfestival 2026
Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 21.04.26 bis 27.04.26 in Wiesbaden statt. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen. Das Seminar soll Sie dazu befähigen, Ihre Dokumentationstechniken zu verbessern und Sie mit der Gattung Filmkritik vertraut zu machen. Darüber hinaus erhalten Sie in nur wenigen Tagen einen Überblick über die aktuelle osteuropäische Filmszene.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 15.04.2026 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 16.04.2026! Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung.
[Si/Ü] Das Wunderbare als Wirklichkeit. Magischer Realismus in slavischen Literaturen und im Film
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Das Seminar lädt dazu ein, magisch-realistische Traditionen in den slavischen Literaturen und im Film des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gemeinsam zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen Texte und Filme aus dem Tschechischen, Polnischen, Russischen, Ukrainischen, Belarussischen und Serbischen, die das Wunderbare nicht als Bruch mit der Alltagswirklichkeit inszenieren, sondern als deren selbstverständlichen Bestandteil.
Ausgehend von kanonischen Vorläufertexten — darunter die „Blechtrommel“ von Günther Grass, der „Engel des westlichen Fensters“ von Gustav Meyrink und „Hundert Jahre Einsamkeit“ von García Márquez als lateinamerikanisches Paradigma — diskutieren wir gemeinsam, inwieweit der Begriff des magischen Realismus auf osteuropäische Kontexte übertragbar ist und wo er an seine Grenzen stößt. Die Lektüren und Filmvorführungen sind vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet: Mythologie und imaginäre Räume, postkoloniale Traumata und Erinnerungsnarrative, Transmedialität am Beispiel von Literaturverfilmungen sowie Tiermetaphern, Metamorphose und das Sakrale.
Das Seminar verbindet literatur- und filmwissenschaftliche Ansätze mit intermedialen und postkolonialen Perspektiven und bietet Raum für interdisziplinäre Diskussion.
[Si/Ü] Die russische Satire
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
[Si] Eastern-Europeanized Subjects: Doing Migration, Gender, Race, and Class in Postmigrant Europe
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
The course introduces students to key theories of subject formation in the context of migration, with a particular focus on intersectionality and East-West migration in contemporary Europe. Drawing on postmigrant and subjectivation theories, cultural and media studies, and selected German-language literary texts, students analyze how subject positions are produced, negotiated, and contested along the axes of gender, class, and racialization. The seminar is bilingual: the lecturer’s input and the discussions in class will be held in English, but German reading comprehension is required, as most of the primary texts are in German (such as, Bokowski, Paul (2022): Schlesenburg. München: btb; Gorelik, Lena (2022): Wer wird sind. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch; Smechowski, Emilia (2017): Wir Strebemigranten. Berlin: Hanser Berlin; Toxische Pommes (2024): Ein schönes Ausländerkind. München: btb). The final term paper can be written in English or German.
Gizo-MA-ISÖE-003: Literatur und Gesellschaft ⇑
Gizo-MA-ISÖE-004: Literatur, Kultur und Medien ⇑
A2: Übung
[Si/Ü] Blockseminar zum goEast-Filmfestival 2026
Das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films findet dieses Jahr vom 21.04.26 bis 27.04.26 in Wiesbaden statt. Während des Festivalzeitraums werden ausgewählte Filme gemeinsam in Präsenz angesehen. Planen Sie also bitte 1-2 weitere Tage für den Besuch ein. Bitte beachten Sie, dass die Filme (evtl. auch in digitaler Form) – voraussichtlich nur in dieser Zeit gesehen werden können. Eine verpflichtende Filmauswahl für die Veranstaltung wird von der Dozentin festgelegt, sobald das Programm veröffentlicht wird. Selbstverständlich haben Sie auch Gelegenheit, zusätzlich dazu Filme Ihrer Wahl zu sehen. Das Seminar soll Sie dazu befähigen, Ihre Dokumentationstechniken zu verbessern und Sie mit der Gattung Filmkritik vertraut zu machen. Darüber hinaus erhalten Sie in nur wenigen Tagen einen Überblick über die aktuelle osteuropäische Filmszene.
BITTE BEACHTEN SIE ZWEI ANMELDEFRISTEN, die für die Teilnahme erforderlich und verbindlich sind: Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 15.04.2026 in Stud.IP, Akkreditierung bei goEast bis zum 16.04.2026! Als Seminarteilnehmende können Sie sich akkreditieren lassen. Somit besteht die Möglichkeit, vergünstigte Tickets zu erhalten. Bitte halten Sie vor der Akkreditierung unbedingt Rücksprache per Mail mit der Dozentin und bezahlen Sie nichts vorab! Weitere Informationen zum Seminar, zur Akkreditierung sowie zum Festival finden Sie in Stud.IP nach Anmeldung.
[Si/Ü] Das Wunderbare als Wirklichkeit. Magischer Realismus in slavischen Literaturen und im Film
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Das Seminar lädt dazu ein, magisch-realistische Traditionen in den slavischen Literaturen und im Film des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gemeinsam zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen Texte und Filme aus dem Tschechischen, Polnischen, Russischen, Ukrainischen, Belarussischen und Serbischen, die das Wunderbare nicht als Bruch mit der Alltagswirklichkeit inszenieren, sondern als deren selbstverständlichen Bestandteil.
Ausgehend von kanonischen Vorläufertexten — darunter die „Blechtrommel“ von Günther Grass, der „Engel des westlichen Fensters“ von Gustav Meyrink und „Hundert Jahre Einsamkeit“ von García Márquez als lateinamerikanisches Paradigma — diskutieren wir gemeinsam, inwieweit der Begriff des magischen Realismus auf osteuropäische Kontexte übertragbar ist und wo er an seine Grenzen stößt. Die Lektüren und Filmvorführungen sind vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet: Mythologie und imaginäre Räume, postkoloniale Traumata und Erinnerungsnarrative, Transmedialität am Beispiel von Literaturverfilmungen sowie Tiermetaphern, Metamorphose und das Sakrale.
Das Seminar verbindet literatur- und filmwissenschaftliche Ansätze mit intermedialen und postkolonialen Perspektiven und bietet Raum für interdisziplinäre Diskussion.
Gizo-MA-ISÖE-005: Text und Pragmatik ⇑
Gizo-MA-ISÖE-006: Sprache und Gesellschaft im östlichen Europa ⇑
A1: Hauptseminar
[Si] Linguistic conflict research and language conflicts in Eastern Europe
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Language is both an instrument in societal and political conflict situations and itself the object of such conflicts. As an instrument in the sense of rhetoric and propaganda, language is a key factor in the intensification of socio-political conflicts. Languages become the object of conflicts when, for example, their status as an official language or minority language is disputed. Furthermore, languages become objects of conflict in standardisation processes when issues of alphabet, norms or codification are addressed. These diverse relationships between language and conflict are the topic of the seminar. After a theoretical and methodological introduction to linguistic conflict research, the focus will be on Ukraine and the Russian Federation. Depending on the students' areas of interest, other Eastern European countries will also be covered, such as Croatia and Serbia. Using the tools of linguistic conflict research, we will analyse different types of language conflicts.
[Si/Ü] Sprachsituationen und Sprachpolitik in Osteuropa (Ukraine, Russland, Belarus)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind die insgesamt 15 postsowjetischen Staaten durch divergierende, aber auch parallele Entwicklungstendenzen geprägt. Die Korrelationen von Sprache, Identität und Nationsbildung spielen hierbei eine große Rolle. Im Seminar werden insbesondere die Ukraine, Belarus und Russland im Fokus stehen. Das Seminar umfasst zwei thematische Blöcke. Der erste Block behandelt begriffliche und theoretische Grundlagen zu Sprachsituation und Sprachpolitik. Der zweite Block widmet sich den drei ausgewählten Sprachsituationen in der Ukraine, Belarus und Russland und analysiert die verschiedenen Phasen der Sprachpolitik.
A2: Übung
[Si/Ü] Sprachsituationen und Sprachpolitik in Osteuropa (Ukraine, Russland, Belarus)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 106 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind die insgesamt 15 postsowjetischen Staaten durch divergierende, aber auch parallele Entwicklungstendenzen geprägt. Die Korrelationen von Sprache, Identität und Nationsbildung spielen hierbei eine große Rolle. Im Seminar werden insbesondere die Ukraine, Belarus und Russland im Fokus stehen. Das Seminar umfasst zwei thematische Blöcke. Der erste Block behandelt begriffliche und theoretische Grundlagen zu Sprachsituation und Sprachpolitik. Der zweite Block widmet sich den drei ausgewählten Sprachsituationen in der Ukraine, Belarus und Russland und analysiert die verschiedenen Phasen der Sprachpolitik.
Gizo-MA-ISÖE-007: Strukturen der modernen slavischen Sprachen ⇑
Gizo-MA-ISÖE-008: Quantitative und qualitative Methoden der Sprachwissenschaft ⇑
A1: Hauptseminar
[Si] Lektüre älterer slavischer Texte
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das Seminar bietet eine Übung in der Lektüre und Interpretation älterer slavischer, insbesondere westslavischer und südslavischer Texte an und richtet sich auch nach den Sprachwünschen und Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
[Si] The Importance of Being Similar. Metaphor, Analogy and Literary Genres
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Categorization as a conclusion drawn from phenomenological similarity is the driving force in cognitive processes and shapes the grammatical system of human language as well as the expressive use of language in literature. The seminar will consider different forms of similarity like coincidence, cooccurence, comparison, allegory and metaphor, starting from auditive similarities like case syncretism in language or rhyme in literature, going over to visual-observable shared features like epigraphy in writing or length of sentences in prose, finally analysing complex metaphorical transfers like grammatical tense respectively density of description. The phenomena will be discussed on the material of Ukrainian language and literature, both in original and in translation. The seminar will serve as a platform for discussing the interplay of language as a system, expression as an intention, and medium as their manifestation. Knowledge of a (preferably East) Slavic language is not mandatory, but intensive interest in linguistics and literature are expected.
A2: Übung
[P Si] Diglossie und Mehrsprachigkeit im slavischen Raum
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, F 007 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007 | ||
In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit Erscheinungsformen von Diglossie und Mehrsprachigkeit im slavischen Raum in Geschichte und Gegenwart. Den Anfang bildet die soziolinguistische Situation in der mittelalterlichen Bojarenrepublik Novgorod. Die Birkenrindentexte dienen als Zeugnisse des alltäglichen Sprachgebrauchs, in denen verschiedene slavische Sprachvarietäten zum Tragen kamen. Den zweiten Schritt stellt die mehrsprachliche Schriftkultur in der polnisch-litauischen Adelsrepublik des 16./17. Jh. im Vergleich zur Moskauer Rus’ dar. Ost-, west- und südslavische Sprachvarietäten kamen hier zusammen und funktionierten in Interaktion mit dem Latein und teilweise auch mit westeuropäischen Schriftsprachen. Schließlich behandeln wir den modernen postsowjetischen Raum als Beispiel von konfliktträchtiger Mehrsprachigkeit. Den roten Faden bilden sprachwissenschaftliche Theorien über Diglossie, Mehrsprachigkeit, Sprachwandel und (historische) Soziolinguistik.
Turkologie (Studienbeginn ab Wintersemester 2022/23) ⇑
Kulturen des türksprachigen Raums in Kontakt (Gizo-MA-ISÖE-011) ⇑
LV 1: Seminar
LV 2: Übung
Türkisch: Politik, Gesellschaft, Sprache (Gizo-MA-ISÖE-012) ⇑
Rechtswissenschaft ⇑
01-NF1-VerfR-GrundR - Verfassungsrecht I: Grundrechte ⇑
Vorlesung mit begleitender Arbeitsgemeinschaft.
01-NF2-VerfR-Staatsorga - Verfassungsrecht II: Staatsorganisationsrecht ⇑
Vorlesung mit begleitender Arbeitsgemeinschaft.
[Vl] Staatsorganisationsrecht, 4st.
| regelmäßige Termine ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | |
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Licher Straße 68, 23 (HS 4) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | ||
01-NF3-AllgVerwR - Allgemeines Verwaltungsrecht ⇑
Vorlesung mit begleitender Arbeitsgemeinschaft.
01-NF6-GrdÖffR - Grundlagen des Öffentlichen Rechts ⇑
Zu belegen ist die Vorlesung „Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende und eine der Vorlesungen „Grundrechte oder „Staatsorganisationsrecht“ mit begleitender Arbeitsgemeinschaft.
LV 1: Vorlesung "Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende"
[Vl] Öffentliches Recht für Wirtschaftswissenschaftler/zugleich Einführung in das Öffentliche Recht für Nebenfachstudierende, 2st.
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Licher Straße 68, 24a | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 24a | ||
LV 2: Vorlesung "Staatsorganisationsrecht"
[Vl] Staatsorganisationsrecht, 4st.
| regelmäßige Termine ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | |
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Licher Straße 68, 23 (HS 4) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | ||
01-NF7-VertÖffR - Vertiefung im Öffentlichen Recht ⇑
Zu belegen ist eine Vorlesung "Grundrechte" oder "Staatsorganisation" (soweit nicht im Modul Grundlagen des Öffentlichen Rechtes bereits besucht) oder "Allgemeines Verwaltungsrecht".
LV 1: Vorlesung "Staatsorganisationsrecht"
[Vl] Staatsorganisationsrecht, 4st.
| regelmäßige Termine ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | |
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Licher Straße 68, 23 (HS 4) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 048b (Hörsaal Dr. Abraham Bar Menachem (HS 5b) | ||
01-NF12-ÖffWirtschRIntegr1 - Öffentliches Wirtschaftsrecht in der Integration I ⇑
Zu belegen sind zwei Vorlesungen: "Europarecht I" (LV 1) und ein anderer Themenbereich nach Wahl (LV 2).
LV 2: Vorlesung "Europarecht II"
[Vl] Europarecht II (materielles Europarecht insbes. Grundfreiheiten), 2st.
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Licher Straße 68, 23 (HS 4) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 23 (HS 4) | ||
Inhalt: In der Vorlesung werden in erster Linie die Grundfreiheiten behandelt, die sich als besonders klausurrelevant darstellen; dazu kommen eine kurze Einführung in die Unionsbürgerschaft sowie das Beihilfenrecht. Teilweise werden auch Grundlagen aus Europarecht 1 wiederholt, z.B. das Prozessrecht, Grundkenntnisse wie das Prinzip des Vorrangs und der unmittelbaren Anwendbarkeit des Unionsrechts werden vorausgesetzt.
Ein Teilnahmeschein („Sitzschein“) kann nicht erworben werden.
LV 2: Vorlesung "Europarecht III" Europäisches Wirtschaftsrecht mit Bezügen zum internationalen Wirtschaftsrecht
[Vl] Europäisches Wirtschaftsrecht mit Bezügen zum internationalen Wirtschaftsrecht (Europarecht III) , 2st.
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Licher Straße 68, 44 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 44 | ||
Die Vorlesung Europarecht III vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Inhalte, Rechtsbegriffe und Rechtsquellen des Europäischen Wirtschaftsrechts. Die in der Vorlesung Europarecht II behandelten Grundfreiheiten des Binnenmarkts werden vertieft und um Kenntnisse zu den Grundlagen der Wirtschafts- und Währungsunion sowie dem europäischen Wettbewerbsrechts erweitert. Darüber hinaus lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bezüge zum internationalen Wirtschaftsrecht kennen, insbesondere zum Recht der Welthandelsorganisation (WTO).
Inhalte der Veranstaltung sind insbesondere:
- Binnenmarkt und Grundfreiheiten
- Europäisches Wettbewerbsrecht (Fusionskontrolle, Kartellrecht, Beihilfenkontrolle)
- Europäische Wirtschafts- und Währungspolitik (Währungsunion, Außenwirtschaftsrecht der EU)
- Internationales Wirtschaftsrecht (Institutionelles WTO-Recht, Warenhandel, Dienstleistungen und geistiges Eigentum im WTO-Recht, WTO-Streitbeilegungsverfahren)
01-NF13-ÖffWirtschRIntegr2 - Öffentliches Wirtschaftsrecht in der Integration II ⇑
Seminar im Europäischen und Internationalen Wirtschaftsrecht oder im Öffentlichen Wirtschaftsrecht.
[Si] Seminar im Europarecht: Die Handelspolitik der EU
Das Seminar richtet sich vorrangig an Studierende im SPB 6 (Europa- und Völkerrecht), im SPB 5 (Verfassung und Gesellschaft (Öffentliches Recht in der Vertiefung)) sowie an Nebenfachstudierende. Die Veranstaltung findet als Blockseminar in Präsenz am Ende der Vorlesungszeit statt. Die Vorbesprechung erfolgt in der zweiten Vorlesungswoche. Nach der Themenvergabe fertigen die Studierenden innerhalb von sechs Wochen die Seminararbeit an. Diese soll einen Umfang von 30.000 Zeichen (mit Leerzeichen, ohne Fußnoten) haben.
Im Rahmen der Blockveranstaltung erfolgt die Präsentation der Arbeiten (15–20 Minuten) mit anschließender Diskussion (20–25 Minuten).
Ein vorläufiger Themenplan wird zur Verfügung gestellt.
01-NF14-GrdVölkEuropR - Grundlagen des Völker- und Europarechts ⇑
Zu belegen sind zwei Vorlesungen: "Europarecht I" (LV 1) und Vorlesung „Völkerrecht I“ oder „Public International Law I“ nach Wahl (LV 2).
01-NF15-RInternOrgan - Recht der internationalen Organisationen ⇑
LV 1: Vorlesung "Europarecht II"
[Vl] Europarecht II (materielles Europarecht insbes. Grundfreiheiten), 2st.
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Licher Straße 68, 23 (HS 4) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 23 (HS 4) | ||
Inhalt: In der Vorlesung werden in erster Linie die Grundfreiheiten behandelt, die sich als besonders klausurrelevant darstellen; dazu kommen eine kurze Einführung in die Unionsbürgerschaft sowie das Beihilfenrecht. Teilweise werden auch Grundlagen aus Europarecht 1 wiederholt, z.B. das Prozessrecht, Grundkenntnisse wie das Prinzip des Vorrangs und der unmittelbaren Anwendbarkeit des Unionsrechts werden vorausgesetzt.
Ein Teilnahmeschein („Sitzschein“) kann nicht erworben werden.
Politikwissenschaft ⇑
Zu wählen sind zwei Module aus folgendem Angebot des Master-Studiengangs „Demokratie und Governance“.
03-MA DG-B-1 Demokratie ⇑
03-MA DG-B-2 Demokratisierungsprozesse im internationalen Vergleich ⇑
[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. (Online-Seminar) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.
03-MA DG-B-3 Methoden ⇑
A 1: Seminar
[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 002 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).
A 2: Übung
[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 002 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).
03-MA DG-B-4 Global Governance und Internationale Integration ⇑
[Si] Globalisierung im 21. Jahrhundert: Machtpolitik, Diskursverschiebungen und die neue Rolle der Ökonomie
In der konventionellen soziologischen Geschichtsschreibung entspringt die Globalisierung den nationalstaatlich verfassten Gesellschaften, die sich vor allem im Zuge der kapitalistisch-industriellen Expansion als moderne Nationalstaaten herausbilden konnten. Gesellschaften wurden im Zuge der Globalisierung kulturell, sozial, institutionell, politische und ökonomisch zunehmend entgrenzt mit weitreichenden Folgen für die soziologische Forschung und Theoriebildung. Aus der Sicht der Annales-Schule (Braudel, Wallerstein) und der an Marx anschließenden Politischen Ökonomie (Arrighi) verhält es sich allerdings genau andersherum. Die Globalisierung ist demnach der Ausgangspunkt für die Herausbildung moderner Gesellschaften und Staatlichkeit. Nach Braudel & Co. entstand in der Zeit der Renaissance ausgehend von den nord-italienischen Stadtstaaten das erste kapitalistische Weltsystem. Dieses System hat sein Zentrum im Zuge von Machtverschiebungen im Laufe der Geschichte immer wieder verlagert, wodurch Umwälzungen in den geo-ökonomischen Macht/Wissens-Komplexen globalisierter Gesellschaften ausgelöst wurden. Nationale Gesellschaften hat es demnach nie gegeben, wohl aber Nationalismus als Begleiterscheinung der Globalisierung. Seit dem Auftauchen diverser Krisenerscheinungen wie Corona, dem russischen Angriffskrieg und Trumps erratischer Außenpolitik spricht man in Medien und Sozialwissenschaft zunehmend von De-Globalisierung und Re-Nationalisierung. Dieser provisorischen Diagnose wollen wir im Seminar auf Grundlage brauchbarer Theorien und aussagekräftiger Daten nachgehen.
Eine Registrierung in StudIP ist erforderlich für die Seminarkommunikation, die Veranstaltung wird per Zoom zwischen 10:00 und 16:00 durchgeführt.
Termine: Block I: 15.05.26, Block II: 29.05.26, Block III: 19.06.26, Block IV: 03.07.26, Block V: 17.07.26
Teilnahmeschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
Leistungsschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
- Abgabe von zwei Seminararbeiten (jeweils fünf Seiten)
- Sprechstunde nach Terminvereinbarung per Mail: jens.maesse@sowi.uni-giessen.de,
[Si] Krieg für Menschenrechte? Die internationale Schutzverantwortung zwischen Anspruch und Missbrauch. Human Rights protection and War: the R2P: challenged or confirmed?
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch autoritär regierte und in ihren Zielen revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann.
Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie die "humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Außerdem erarbeiten wir uns ein Analyseraster, das für alle Vorträge zu den einzelnen Interventionen angewendet werden soll.
Anschließend (2) diskutieren wir im Lichte einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, kritische Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen Frankreichs im heutigen Syrien und Libanon (1861) und Großbritanniens und Russlands Interventionen auf dem Balkan (1821-32, 1875-1878), die Intervention der USA auf Kuba (1898), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert.
Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des kriegerischen Gewalteinsatzes im Namen des Menschenrechtsschutzes. Dazu gehören sogenannte "liberale Interventionen" wie die der NATO in Libyen (2011) ebenso wie Interventionen autoritärer Staaten, zum Beispiel Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.
Literatur:
BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.
DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.
HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.
HASENCLEVER, A. 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Inter-ventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.
HERACLIDES, A. / DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Centu-ry. Setting the Precedent. Manchester: University Press.
HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für huma-nitäre Interventionen. München: Beck.
KLOSE, F. 2022: In the cause of humanity : a history of humanitarian intervention in the long nineteenth century. Cambridge: University Press.
KRAUSE, D. 2024: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung: Analy-se der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Budrich.
LOGES, B. 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).
MALOWITZ, K. / MÜNKLER, H. (Hg.) 2009: Humanitäre Intervention: Ein Instrument außenpolitischer Konfliktbearbeitung. Grundlagen und Diskussion. Wiesbaden: VS.
MERKEL, R. (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.
MORAN, C. 2025: The Evolution of Humanitarian-Intervention in International Law : From the Ottoman Empire to the Russia-Ukraine War. Leiden : Brill | Nijhoff.
REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.
SIMMS, B. / TRIM, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.
SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.
SWATEK-EVENSTEIN, M. 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.
THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.
WERKNER, I.J. 2019: Die internationale Schutzverantwortung im Lichte des gerechten Friedens (Frieden und Recht Band 3). Wiesbaden: Springer.
WHEELER, N. J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.
SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:
(1) Das Seminar wird in deutscher und englischer (wahlweise) Sprache stattfinden.
(2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche mittwochabends 18.15 bis 19.45h.
(3) Für einen A1- und A2-Schein: Regelmäßige Teilnahme am Seminar; tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein.
(4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englisch-sprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen.
(5) Für einen A1- und A2-Schein: Referat oder alternative Leistungsform (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Recherche) zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan
(6) Für einen A1-Schein: Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen im StudIP-Ordner Hausarbeiten, und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2026.
Sie erhalten noch Guides zum wiss. Arbeiten und Anfertigen von Papieren (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Hausarbeit), zum Referat sowie eine Zusammenfassung der Leistungsanforderungen.
[Si] Sustainabiliy and Governance in Latin America
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
The seminar begins with theoretical-conceptual and empirical sessions where students will explore environmental, social and economic issues and approaches to sustainability in Latin America. The empirical analysis of issue-areas takes the United Nations' Sustainable Development GoaIs (SDGs) as a starting point. In addition, these first sessions will make students familiar with theoretical approaches which can be used for presentations and seminar papers on these issues. Students will join groups which will prepare individual or group presentations in the second half of the semester. These groups will deal with selected issues of environmental, economic and social sustainability: food and hunger, health, deforestation, desertification/drought/water, urbanization, violent conflict, social inequality, biodiversity, climate change etc. Each group is required to provide a brief outline of the design of their presentation by 15 May 2026. Presentations on specific seminar topics will begin in early June. Successful participation without a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline). Successful participation with a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline) and submission of a seminar paper at the end of the semester. The seminar begins on 14 April 2026 and will be held in classroom teaching. Regular and active participation in the seminar is expected.
03-MA DG-T-5 Government und Governance ⇑
[Si] Government und Governance in Wirtschaftskrisen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
[Si] Wirtschaftstheorien
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 104 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 104 | ||
03-MA DG-T-6 Normen und Institutionen ⇑
[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. (Online-Seminar) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.
[Si] Observing Modernity
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E 106 | |
| nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 106 | ||
„Sociology is usually considered the science of modern society, and has consistently focused its attention on processes in societies regarded as characteristic of modernity. For instance, classical European sociology identified processes like functional differentiation, cultural rationalization, or individualization as being characteristic of modern social orders. But, how does one observe such abstract processes – how does one observe ‘modernity’? This seminar addresses the different ways that sociology has made modernity observable – through focusing on certain social groups, practices, cultural artefacts, and not least on critiques that the notion of modernity was confronted with, as in critical theory and post- and decolonial approaches. On the example of observing modernity, the seminar will support students in linking broad conceptualizations with research strategies, including conceptual work and methodological choices.”
[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!
29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen
Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.
Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?
Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.
03-MA DG-T-7 Politikfelder ⇑
[Si] Conflicts about Climate Change
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si] European Democracy Promotion
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | E201 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: E201 | ||
This seminar examines the dynamics, role and impact of democracy promotion by the EU. The EU's efforts to act as a normative actor both in its neighbourhood and in various regions of the world are appreciated by many actors, but also heavily criticised. The seminar provides an empirical overview, examines related concepts and addresses criticism of the EU against the backdrop of increasing geopolitical conflicts with undemocratic countries.
[Si] International Security Organisations in Comparison
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
International organisations are a central element of world politics. They structure international relations in many respects. Their character and their fields of work are very different. The central aim of this seminar is to provide an in-depth introduction to the field of international security organisations. In a first step, the concepts and theories of international organisations will be explained in more detail. In the further course of the seminar, selected security organisations will be analysed in more detail. These are in particular the UN, NATO, the EU, the OSCE, but also selected security organisations from other regions of the world. Methodologically, the seminar is based on joint text discussions, group work and a weekly news corner.
Soziologie ⇑
Zwei von drei Modulen sind zu belegen.
03-MA-GKM-K-1: Kultur- und sozialtheoretische Grundlagen ⇑
03-MA-GKM-K-2: Kulturelle und gesellschaftliche Transformation in spezifischen Feldern ⇑
[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. (Online-Seminar) | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.
[Si] Globalisierung im 21. Jahrhundert: Machtpolitik, Diskursverschiebungen und die neue Rolle der Ökonomie
In der konventionellen soziologischen Geschichtsschreibung entspringt die Globalisierung den nationalstaatlich verfassten Gesellschaften, die sich vor allem im Zuge der kapitalistisch-industriellen Expansion als moderne Nationalstaaten herausbilden konnten. Gesellschaften wurden im Zuge der Globalisierung kulturell, sozial, institutionell, politische und ökonomisch zunehmend entgrenzt mit weitreichenden Folgen für die soziologische Forschung und Theoriebildung. Aus der Sicht der Annales-Schule (Braudel, Wallerstein) und der an Marx anschließenden Politischen Ökonomie (Arrighi) verhält es sich allerdings genau andersherum. Die Globalisierung ist demnach der Ausgangspunkt für die Herausbildung moderner Gesellschaften und Staatlichkeit. Nach Braudel & Co. entstand in der Zeit der Renaissance ausgehend von den nord-italienischen Stadtstaaten das erste kapitalistische Weltsystem. Dieses System hat sein Zentrum im Zuge von Machtverschiebungen im Laufe der Geschichte immer wieder verlagert, wodurch Umwälzungen in den geo-ökonomischen Macht/Wissens-Komplexen globalisierter Gesellschaften ausgelöst wurden. Nationale Gesellschaften hat es demnach nie gegeben, wohl aber Nationalismus als Begleiterscheinung der Globalisierung. Seit dem Auftauchen diverser Krisenerscheinungen wie Corona, dem russischen Angriffskrieg und Trumps erratischer Außenpolitik spricht man in Medien und Sozialwissenschaft zunehmend von De-Globalisierung und Re-Nationalisierung. Dieser provisorischen Diagnose wollen wir im Seminar auf Grundlage brauchbarer Theorien und aussagekräftiger Daten nachgehen.
Eine Registrierung in StudIP ist erforderlich für die Seminarkommunikation, die Veranstaltung wird per Zoom zwischen 10:00 und 16:00 durchgeführt.
Termine: Block I: 15.05.26, Block II: 29.05.26, Block III: 19.06.26, Block IV: 03.07.26, Block V: 17.07.26
Teilnahmeschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
Leistungsschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
- Abgabe von zwei Seminararbeiten (jeweils fünf Seiten)
- Sprechstunde nach Terminvereinbarung per Mail: jens.maesse@sowi.uni-giessen.de,
[Si] Hochschulen als politische und normfördernde Akteure der Nachhaltigkeit

Hochschulen nehmen im Kontext der globalen Nachhaltigkeitstransformation eine Schlüsselrolle ein. Als Orte der Wissensproduktion, Sozialisation und politischen Aushandlung tragen sie zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Über ihre Funktionen in Forschung, Lehre und Betrieb hinaus agieren Hochschulen zunehmend als normfördernde Akteure, die gesellschaftliche Leitbilder nachhaltiger Entwicklung mitgestalten und institutionell verankern. Die Veranstaltung untersucht die Rolle von Hochschulen in der Governance globaler Nachhaltigkeitsprozesse aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und adressiert sie als politische und normfördernde Akteure. Im Mittelpunkt stehen theoretische, konzeptionelle und empirische Zugänge zu der Frage, unter welchen Bedingungen sich globale Nachhaltigkeitsnormen in und durch Hochschulen in die Praxis übersetzen. Die Veranstaltung besteht aus acht wöchentlichen Sitzungen sowie einer verpflichtenden eintägigen Blocksitzung am Samstag, den 11. Juli 2026.
03-MA-GKM-K-3: Kulturelle Differenzen ⇑
A 1: Seminar
[Si] Conflicts about Climate Change
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si] Erfahrungen des kulturellen und akademischen Andern in Südafrika. Ein Forschungsseminar
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

Seit 2014 unterhält das IfS kontinuierlich ein Austauschprogramm mit der School of Social Sciences an der North-West University in Südafrika. Vor allem Studierende, aber auch Lehrende, sind Teil dieses Austauschs. Sie werden mit Erfahrungen mitunter radikaler Andersheit im Alltag, in den kulturellen Selbstverständlichkeiten und auch im akademischen Selbstverständnis im Rahmen von Lehre und Forschung konfrontiert. In bald anderthalb Jahrzehnten haben sich hier reichhaltige Erfahrungen angesammelt, die bislang nicht ausgewertet wurden. Das Seminar beabsichtigt genau dies zu tun und wird hier praktische qualitative Forschung in Form von Interviews mit Alumni und Anwärter/innen des Austauschprogramms durchführen und diese auswerten.
A 2: Seminar
[Si] Conflicts about Climate Change
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si] Erfahrungen des kulturellen und akademischen Andern in Südafrika. Ein Forschungsseminar
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

Seit 2014 unterhält das IfS kontinuierlich ein Austauschprogramm mit der School of Social Sciences an der North-West University in Südafrika. Vor allem Studierende, aber auch Lehrende, sind Teil dieses Austauschs. Sie werden mit Erfahrungen mitunter radikaler Andersheit im Alltag, in den kulturellen Selbstverständlichkeiten und auch im akademischen Selbstverständnis im Rahmen von Lehre und Forschung konfrontiert. In bald anderthalb Jahrzehnten haben sich hier reichhaltige Erfahrungen angesammelt, die bislang nicht ausgewertet wurden. Das Seminar beabsichtigt genau dies zu tun und wird hier praktische qualitative Forschung in Form von Interviews mit Alumni und Anwärter/innen des Austauschprogramms durchführen und diese auswerten.
Wirtschaftswissenschaft ⇑
Modul 01: Makroökonomie I ⇑
Modul 02: Einführung in die VWL/Mikroökonomie für Nebenfachstudierende ⇑
A1: Vorlesung
[Vl] Einführung in die Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomie für Nebenfachstudierende (Vorlesung) (02-Wiwi:NF/B-VWL-1)
Turnus: Sommersemester
Credits: 6 CP
Sprache: Deutsch
Prüfungsform: Klausur
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:15 - 09:45 Uhr | Licher Straße 68, 24b | |
| nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 24b | ||

SDG 12.2 – Nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen
Im Kurs werden negative Externalitäten (z.B. Umweltverschmutzung) und sog. Allmendegüter (z.B. Umweltressourcen) als Probleme des Marktversagens analysiert und ökonomische Lösungsansätze (z.B. Umweltsteuern) erläutert.
Inhalte:
• Volkswirtschaftliches Denken
• Vorteile der Arbeitsteilung
• Grundlagen von Marknachfrage und Marktangebot (Präferenzen, Produktions- und
Kostentheorie)
• Funktionsweise von Märkten
• Staatseingriffe und Wohlfahrt
• Unternehmensverhalten in Wettbewerbs-, Monopol- und Oligopolmärkten
• Externalitäten und öffentliche Güter
A2: Übung
[Ü] Einführung in die Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomie für Nebenfachstudierende (Übung) (02-Wiwi:NF/B-VWL-1)
| regelmäßige Termine ab 23.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Licher Straße 68, 43 | |
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Licher Straße 68, 024 | |
| nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 43 | ||
Modul 03: Transition and Integration Economics ⇑
Hinweis für Studierende des M.A. ISöE: Im Rahmen des Moduls 03 „Transition and Integration Economics“ werden die Vorlesung und die dazugehörige Übung nicht separat angeboten, da die hier aufgeführte Lehrveranstaltung die Modulteile A1 Vorlesung und A2 Übung vereint. Demzufolge haben Sie bereits nach dem Besuch der hier veröffentlichten Lehrveranstaltung das Modul abgeschlossen. Aufgrund dessen müssen Sie sich in FlexNow für das Modul als Ganzes und nicht für einzelne Modulteile anmelden.





