Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 23: Systematische Musikwissenschaft I (03 BA Mus 23)
Veranstaltungen
Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen zur systematischen Musikwissenschaft (LV 1 und LV 2).
[Pj Si] Artificial Harmonies – Projektseminar zu KI-generierter Musik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema
Vor einigen Jahren noch undenkbar existieren heute schon mehrere Tools zur Generierung KI-basierter Musik. Doch welche Unterschiede existieren? Wie nehmen Menschen diese KI-Musik wahr? Und können sie diese von menschengemachter Musik unterscheiden? Diesen oder ähnlichen Fragen wollen wir uns im Seminar widmen und gemeinsam eine empirische Studien planen, durchführen und auswerten.
2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
Für 03 BA Mus 05 und 03 BA Mus 15: Aktive Teilnahme sowie obligatorischer Besuch der Veranstaltung „Methoden der Systematischen Musikwissenschaft (WiSe 24/25) + Klausur
Für alle anderen Teilnehmenden: Wird im Seminar bekannt gegeben.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine
[Si] Hörweisen und Verarbeitung von Musik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema:
Musik ist mehr als nur eine Abfolge von Tönen – sie ist ein vielschichtiges Erlebnis, das uns auf unzählige Arten berühren, inspirieren und verbinden kann. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Musikwahrnehmung und ihrer Verarbeitung. Wir werden verschiedene Aspekte davon erleben und qualitativ analysieren.
2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine
[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) sowie psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen. Ferner werden soziologische Erklärungsansätze diskutiert (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹) und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.
Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus (= Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie Bd. 24). Göttingen u.a.; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Ginocchio, J. (2008). Music Style Preference: A Ranking of Musical Styles and Comparison by Age; Gender; Music Training; and Rural, Suburban, or Urban Upbringing. Saarbrücken; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Maurer, C./Maurer, D. (2019). Pretty Ugly. Why We Like Some Songs, Faces, Foods, Plays, Pictures, Poems, Etc., and Dislike Others. Newcastle upon Tyne; Meißner, S. (2012). Widersprüchliche Wahrheiten. Warum sich über Musikgeschmack nicht streiten lässt – und wie wir es trotzdem tun. Eine gesprächsanalytische Studie. Shaker; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine



