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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 23: Systematische Musikwissenschaft I (03 BA Mus 23)
Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 23: Systematische Musikwissenschaft I (03 BA Mus 23)

Veranstaltungen

Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen zur systematischen Musikwissenschaft (LV 1 und LV 2).

   

[Si] „Weil ein Schüler es gesagt hat …“?! – Der Anspruch und das Vorgehen qualitativer Forschungsmethoden in der Musikpädagogik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  L2,3,5, WPV, GS/HS  |  BA MP, WPV, GS/HS  |  AMW MA, WPV, oSem  |  AB BA, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
Das Seminar bietet eine Einführung in qualitative Forschungsmethoden, die in der Musikpädagogik bereits Verwendung finden (z. B. Qualitative Inhaltsanalyse, Grounded Theory Methodology, Dokumentarische Methode, Videographie) oder zukünftig finden könnten. Neben einer Diskussion des Vorgehens der jeweiligen Methode, also der wesentlichen Schritte im Forschungsprozess, wird der Fokus auf die Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen gelegt, mit denen entsprechende Forschungsprojekte verbunden sind. Dazu ist zum einen zu klären, welchen (erkenntnistheoretischen) Anspruch die einzelnen Forschungsmethoden vertreten, und zum anderen, inwieweit es musikpädagogischen Studien gelingt, diesen zu erfüllen.

2. Literatur
Bohnsack, R., Geimer, A. & Meuser, M. (Hrsg.) (2018). Hauptbegriffe Qualitativer Sozialforschung (4., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Barbara Budrich.

Dartsch, M., Knigge, J., Niessen, A., Platz, F. & Stöger, C. (Hrsg.) (2026). Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse (2. vollständig aktualisierte und erweiterte Aufl.). Waxmann.

Flick, U., von Kardorff, E. & Steinke, I. (Hrsg.) (2017). Qualitative Forschung. Ein Handbuch (12. Aufl.). Rowohlt Taschenbuch Verlag.

Schläbitz, N. (2025). „Form follows content“ oder: Wider die Mainstreamforschung – für Forschungspluralismus in der Musikpädagogik. Waxmann.

Schulten, M. L. & Lothwesen K. S. (Hrsg.) (2017). Methoden empirischer Forschung in der Musikpädagogik. Eine anwendungsbezogene Einführung. Waxmann.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Pj Si] Artificial Harmonies – Projektseminar zu KI-generierter Musik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MP Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  GuK MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  AMW Ma, WPV, 1.-4. Sem  |  L3, WPV, 7./8. Sem  |  PSY Ma, WPV 1.-4. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema
Vor einigen Jahren noch undenkbar existieren heute schon mehrere Tools zur Generierung KI-basierter Musik. Doch welche Unterschiede existieren? Wie nehmen Menschen diese KI-Musik wahr? Und können sie diese von menschengemachter Musik unterscheiden? Diesen oder ähnlichen Fragen wollen wir uns im Seminar widmen und gemeinsam eine empirische Studien planen, durchführen und auswerten.

2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
Für 03 BA Mus 05 und 03 BA Mus 15: Aktive Teilnahme sowie obligatorischer Besuch der Veranstaltung „Methoden der Systematischen Musikwissenschaft (WiSe 24/25) + Klausur
Für alle anderen Teilnehmenden: Wird im Seminar bekannt gegeben.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Si] Hörweisen und Verarbeitung von Musik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MP Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  GuK MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  AMW Ma, WPV, 1.-4. Sem  |  L3, WPV, 7./8. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema:
Musik ist mehr als nur eine Abfolge von Tönen – sie ist ein vielschichtiges Erlebnis, das uns auf unzählige Arten berühren, inspirieren und verbinden kann. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Musikwahrnehmung und ihrer Verarbeitung. Wir werden verschiedene Aspekte davon erleben und qualitativ analysieren.

2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, PV/WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem


Kommentar:

Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen sowie soziologische Erklärungsansätze (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹). Ferner werden entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) diskutiert und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.

Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus. Göttingen; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bullerjahn, C. (2025). Geschmack, Kanonbildung und Werturteil. In K. Mackensen & C. Bullerjahn, Musiksoziologie. Einführung (S. 47–55). Baden-Baden; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Fuhr, M. (2007). Populäre Musik und Ästhetik. Die historisch-philosophische Rekonstruktion einer Geringschätzung. Bielefeld 2007; Gasser, N. (2019). Why you like it. The Science and Culture of Musical Taste. New York; Gebesmair, A. (2001). Grundzüge einer Soziologie des Musikgeschmacks. Wiesbaden; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Kemnitzer, K. (2022). »Klassik« und »Pop« im alltäglichen Sprachgebrauch. Interviews zur individuellen Bedeutung von Musikpräferenzen. Osnabrück; King, E./Prior, H.M. (Hg.) (2016). Music and Familiarity. Listening, Musicology and Performance. London/New York; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Pietschmann, K./Wald-Fuhrmann, M. (Hg.) (2013). Der Kanon der Musik. Theorie und Geschichte. Ein Handbuch. München; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de