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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2018

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte

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[sonst.] Wissenschaftliches Schreiben in der Geschichtsdidaktik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 203
Fr. 18.05.2018,14.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 29.06.2018,14.00 - 18.00 Uhr  

Kommentar:

Die wissenschaftliche Hausarbeit ist Teil der Staatsprüfung und erfordert einen strukturierten Schreibprozess sowie die Planung und Durchführung eines geschichtsdidaktischen empirischen Settings. Dieser Workshop richtet sich an Studierende, die ihre Arbeit in diesen Bereichen optimieren möchten und gerade an ihrer wissenschaftlichen Hausarbeit für die Staatsprüfung schreiben.

Sie berichten kurz, in welcher Phase des Schreibprozesses sie sich befinden und zu welchen Inhalten Sie arbeiten möchten. Nach einem kurzen Impuls zur weiteren Strukturierung Ihres Schreibprozesses aus geschichtsdidaktischer Perspektive, haben Sie jeweils die Möglichkeit, dies an Ihren eigenen Arbeiten auszuprobieren, weiterzuschreiben und offene Fragen zu klären. Bringen Sie daher immer Ihre gesamten Materialien (Literatur, Notizen, Notebook etc.) für Ihre Arbeit mit.

Bitte teilen Sie mir mit an welchem der beiden Termine Sie teilnehmen möchten. Beide Termine haben den gleichen Inhalt.


 
[Vl] Antike und Christentum
Klausurtermin: 10.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 4
Einzeltermin
Do. 26.07.2018,10.00 - 11.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, A 2

[Vl] Einführung in die römische Geschichte
Klausurtermin: 11.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 2
Einzeltermin
Do. 26.07.2018,10.00 - 11.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, A 2

[Vl] Kirche und Gesellschaft im Hochmittelalter
Klausurtermin: 10.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Die Vorlesung thematisiert die Fragen der mediävistischen Forschung nach dem komplexen Zusammenspiel von Kirche und Gesellschaft im 11.-13. Jahrhundert. Dabei ist im Blick zu behalten, dass beide Begriffe als moderne Analysebegriffe der historischen Forschung zu verstehen sind, denn in der zeitgenössischen Wahrnehmung sind Kirche und Gesellschaft identisch. Im ersten Teil der Vorlesung wird ein Überblick über die Struktur der lateinischen Kirche nach dem Ende des Investiturstreits gegeben. Dabei geht es um das Bischofsamt, die Diözesanorganisation, die Pfarrei sowie um die Bedeutung von Klöstern und Stiften innerhalb der kirchlichen Verfassung sowie ihre Verflechtung mit politischer Herrschaft. Im zweiten Teil der Vorlesung wird es um die Themenfelder Kirche und Bildung, Kirche und Ethik sowie Kirche und (Volks-)Frömmigkeit gehen.
Die Vorlesung ist offen für Studierende in allen Studiengängen und allen Modulen. Wer die Vorlesung im Rahmen des Grundlagenmoduls zur Mittelalterlichen Geschichte (BA, Lehramt) besucht, schließt sie mit einer Klausur am 10.07.2018 ab.

Literatur:
ANGENENDT, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 42009; DERS.: Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 68), München 22004; BORGOLTE, Michael: Europa entdeckt seine Vielfalt (1050-1250) (Handbuch der Geschichte Europas 3), Stuttgart 2002; DERS.: Die mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte 17), München 22004; LEGOFF, Jacques: La bourse et la vie. Économie et religion au Moyen Âge, Paris 1986 (dt. Ausgabe: Wucherzins und Höllenqualen. Ökonomie und Religion im Mittelalter, Stuttgart 2008); NONN, Ulrich: Mönche, Schreiber und Gelehrte. Bildung und Wissenschaft im Mittelalter, Darmstadt 2012; Apologée de la papauté et expansion de la chrétienté (1054-1274), hg. von André VAUCHEZ (Histoire du christianisme des origines à nos jours, hg. von Jean-Marie MAYEUR u. a., Band 5), Paris 1990, dt. Ausgabe: Die Geschichte des Christentums, Band 5: Machtfülle des Papsttums (1054-1274), hg. von Odilo ENGELS u. a., Freiburg/Br. 1994.


[Vl] Deutsche Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte 1871-1945
Klausurtermin: 09.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Bildung und Wissenschaft gewannen nach der Mitte des 19. Jahrhunderts in den deutschen Staaten erheblich an Bedeutung. Im Hintergrund der Entwicklung stand das explodierende Bevölkerungswachstum und der Eintritt des Deutschen Reiches in die Phase der Hochindustrialisierung. Insbesondere in Preußem standen die Zeichen auf Exapnsion, angefangen bei den Volksschulen über die mittleren und höheren Schulanstalten bis zu den Technischen Hochschulen und Universitäten. Der Erste Weltkrieg markierte einen tiefen Einschnitt in diesem Prozeß, während die Weimarer Jahre eine Phase vielfachen Experimentierens waren. Im "Dritten Reich" schließlich suchte die NSDAP Schulen, Hochschulen und Wissenschaft ihren ideologischen Vorgaben zu unterstellen. Die Vorlesung gibt einen Überblick über das bildungs- und wissenschaftspolitische Geschehen zwischen Kaiserreich und Diktatur, wobei die langfristigen Entwicklungen ebenso in den Blick genommen werden wie die energischen Versuche der Einflußnahmen unter politischen Vorzeichen.


[Vl] Globalgeschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Globalgeschichte ist aktuell einer der besonders innovativen und dynamischen Bereiche innerhalb der Geschichtswissenschaften, doch ist dieses Konzpt bislang vor allem für das 19. und 20. Jahrhundert erprobt. Die Vorlesung möchte skizzieren, wie sich entsprechende Ansätze auch für die Frühe Neuzeit fruchtbar machen lassen. Im Zentrum wird dabei die Frage stehen, ob die überkommene eurozentrische Perspektive einer Geschichte der europäischen Expansion für die Frühe Neuzeit noch angemessen ist.
Literatur: Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 3. Aufl. 2009; Eberhard Schmitt (Hg.), Das Leben in den Kolonien (Dokumente zur Geschichte der Europäischen Expansion 5), 2003; Pelizaeus, Ludolph, Der Kolonialismus. Eine Geschichte der europäischen Expansion, 2008; Wolfgang Reinhart, Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015, 2016; Christopher Bayly, The Birth of the Modern World. Global Connections and Comparisons, 1780-1914, 2004 (dt. 2006); John Darwin, After Tamerlane. The Rise and Fall of Global Empires 1400 – 2000.


[Vl] Internationalismen im langen 19. Jahrhundert
Klausurtermin 11.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Das 19. Jahrhundert sah nicht nur die Ausbreitung des Nationalismus sondern auch eine erste Hochphase im Streben nach internationalen Zusammenschlüssen, Kooperationen und Austausch. Historische Akteure und Akteurinnen gründeten internationale Organisationen, Dachverbände oder Bewegungen, starteten Kampagnen über Grenzen und organisierten und besuchten internationale Kongresse. Die Vorlesung bietet zunächst einen Überblick über die Grundzüge dieser Entwicklung und eine Einführung in geschichtswissenschaftlichen Schlüsselbegriffe und Zugänge. In einem zweiten Teil nimmt sie soziale, politische und religiöse Reformbewegungen (z.B. Antisklavereibewegung, Arbeiterbewegung, Frauenbewegung, humanitäre Bewegungen, Missionsbewegung) in den Blick, die mit internationalem Austausch und Kooperation auf wahrgenommene, grenzübergreifende Ungleichheit oder Missstände reagieren wollten. Drittens thematisiert die Vorlesung die spezifischen internationalen Praktiken, Organisationsformen und Strukturen, welche diese Bewegungen und Organisationen ausbildeten und welche zum Teil den Ersten Weltkrieg überdauerten und das Wiederstarken des Internationalismus in den 1920er Jahren ermöglichten.


[Vl] Religiöser Wandel in Hessen 1525-1650
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Die Vorlesung wird vor dem Hintergrund von makrohistoriographischer und spezialwissenschaftlicher Darstellungen das Reformationsgeschehen aus einem genuin regional- und zugleich strukturgeschichtlichen Blickwinkel betrachten. Dabei wird nicht einfach nach dem Werden, den Abläufen, der Wirkung und der Wertung ‚des’ Reformationsgeschehens gefragt. Vielmehr soll interessieren, in welchem weiteren religionsgeschichtlichen Kontext die religiös-kirchlichen Wandlungsprozesse, die wir als Reformation bezeichnen, in ‚Hessen’ zwischen Spätmittelalter und dem Beginn der Moderne stehen. Auf diese Weise wird ‚die Reformation’ als jeweils spezifisches zeitgenössisches Ereignis nicht relativiert oder gar entwertet, sehr wohl aber als prozessuales verstandenes, heterogenes Geschehen in der vielfältig differenzierten hessischen Region durch eine Pluralisierung des analytischen Blicks und durch eine historische Kontextualisierung der verschiedenen religiösen Wandlungsprozesse entmystifiziert. Es ermöglicht zugleich weitergehende Fragen nach dem Innovationscharakter, dem Toleranzgrad und den Modernisierungseffekten solchen religiösen Wandels und ihrer Bedeutung für die gegenwärtige Diskussion über religiöse und politische Kultur in Mitteleuropa.


Literatur:
Thomas KAUFMANN, Martin Luther, München 2006.
Thomas KAUFMANN, Geschichte der Reformation, Frankfurt am Main – Leipzig 2009.
Diarmaid MACCULLOCH, Die Reformation 1490–1700, München 2010.
Olaf MÖRKE, Die Reformation. Voraussetzungen und Durchsetzung (EDG 74), München 2005.
Volker PRESS, Kriege und Krisen, München 1992.
Heinz SCHILLING, Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs, München 2012.
Heinz SCHILLING, Aufbruch und Krise, Berlin 1994.
Luise SCHORN-SCHÜTTE, Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Studienhandbuch 1500-1789, Paderborn-München-Wien-Zürich 2009.


[Vl] Warum Schüler Geschichte brauchen - Die Geschichte des Geschichtsunterrichts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 4

Kommentar:

Die Frage, warum Schülerinnen und Schüler Geschichte brauchen, ist inzwischen im Zeichen von PISA aktueller denn je. Der historische Rückblick kann zeigen, welchen Zwecken historisches Lernen in der Vergangenheit diente und aus welchen didaktischen Strömungen sich Konzeptionen für den Geschichtsunterricht speisten. Die Geschichte des Geschichtsunterrichts seit dem 19. Jahrhundert wird in dieser Vorlesung zu der Entwicklung der Geschichtsdidaktik als wissenschaftliche Disziplin in Beziehung gesetzt. Hieraus ergeben sich Fragen zu aktuellen Zielbestimmungen und Konzeptionen historischen Lehren und Lernens.
Literatur:
Bergmann, Klaus / Schneider, Gerhard (Hg.), Gesellschaft - Staat - Geschichtsunterricht. Beiträge zu einer Geschichte der Geschichtsdidaktik und des Geschichtsunterrichts vom 1500-1980, Düsseldorf 1982. (Weitere Literatur zu Beginn des Semesters)


 
[H Si] Der Peloponnesische Krieg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

In seiner Geschichte des Peloponnesischen Krieges erklärt Thukydides den Krieg zwischen Athen und Sparta sowie deren jeweiligen Verbündeten, der sich zwischen den Jahren 431 bis 404 v. Chr. ereignete, zur bedeutsamsten militärischen Auseinandersetzung der Antike. Der Krieg endete mit der vollständigen Niederlage und dem Verlust der Hegemonialstellung Athens. Im Rahmen der Veranstaltungen sollen nicht nur Ursachen und Anlässe des Krieges, die überaus kontroverse Kriegsschuldfrage und die enge Verflechtung von innen- und außenpolitischer Entwicklung diskutiert, sondern auch die Auswirkungen des Kriegsgeschehens auf die politischen Strukturen der beteiligten Poleis in den Blick genommen werden.

Literatur:
Balot, R. K. u. a. (Hgg.): The Oxford Handbook of Thukydides, New York 2017.
Bleckmann, B.: Athens Weg in die Niederlage. Die letzten Jahre des Peloponnesischen Kriegs, Stuttgart 1998 (Beiträge zur Altertumskunde 99).
Leppin, H.: Thukydides und die Verfassung der Polis. Ein Beitrag zur politischen Ideengeschichte des 5. Jh. v. Chr., Berlin 1999 (Klio Beihefte. N.F. 1).
Rengakos, A. / Tsakmakis, A. (Hgg.): Brill’s Companion to Thucydides, Leiden u. a. 2006.
de Ste. Croix, G. E. M.: The Origins of the Peloponnesian War, 3. Aufl. London 1989.


[H Si] Konstantin d. Gr. und das Christentum
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Vom Underdog zum Kaiser, Claudius und der frühe Prinzipat
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Das Trierer Erzstift und der Lahnraum im Mittelalter. Aspekte herrschaftlicher Gestaltungsmöglichkeiten
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Blickt man auf die Herrschaftsverhältnisse im Lahnraum um 1500, so scheint der Einfluss des Trierer Erzstifts auf wenige, teils umstrittene Positionen an der unteren Lahn beschränkt. Die Entwicklung hat jedoch im Frühmittelalter mit einer kraftvollen Missionierung begonnen, bis ins Hochmittelalter einen aus herrschaftlicher Perspektive durchaus erfolgversprechenden Verlauf genommen und in der ambitionierten Politik des Erzbischofs Balduin in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ihren Höhepunkt gefunden. In der Veranstaltung werden die weltlichen und geistlichen Strukturen untersucht, wichtige Etappen erörtert und die Handlungsspielräume der Akteure diskutiert. Der Lahnraum erweist sich als vielschichtiger Herrschaftsraum, in dem konkurrierende Mächte mit unterschiedlichen Voraussetzungen, aber auch mit unterschiedlichem Erfolg agierten.

Literturhinweise:
Berns, Wolf-Rüdiger, Burgenpolitik und Herrschaft des Erzbischofs Balduin von Trier (1307-1354) (Vorträge und Forschungen 27), Sigmaringen 1979
Eiler, Klaus: Herrschaften an der Lahn, in: Handbuch der hessischen Geschichte Bd. 3: Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900 – 1806 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63,3), 2014, S. 102-124
Eulenstein, Julia: Territorialisierung mit dem Schwert? Die Fehdeführung des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg (1307/08 - 1354) im Erzstift Trier (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz 115), Koblenz 2012
Gensicke, Hellmuth: Landesgeschichte des Westerwaldes (Schriften des Hessischen Amts für Geschichtliche Landeskunde 27 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 13), 3. unveränderte Auflage, Wiesbaden 1999
Reuling, Ulrich: Die territoriale Entwicklung des Kurfürstentums Trier an Rhein und Lahn, in: Geschichtlicher Atlas von Hessen. Text- und Erläuterungsband, hrsg. von Fred Schwind (1984), S. 90-92 (zu Karte 17a)
Struck, Wolf-Heino: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters, 5 Bände (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 12), Wiesbaden 1956-1984


[H Si] Der "Schatz im Himmel". Armenfürsorge und Reichtumskritik im 8.-12. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Im Mittelpunkt des Hauptseminars werden Texte aus dem 8.-12. Jh. stehen, in denen es um die Wahrnehmung von „Armut“ und um daraus abgeleitete Forderungen an die „Reichen“ und „Mächtigen“ geht. Dabei wird danach zu fragen sein, inwieweit mittelalterliche Diskurse über Armut und Reichtum sich von aktuellen Diskussionen über Armutsbekämpfung unterscheiden. Fragen nach der Bedeutung religiöser Vorstellungen in der mittelalterlichen Gesellschaft spielen hierbei eine ebenso zentrale Rolle wie die Frage nach den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen Armut entstand und von den Zeitgenossen wahrgenommen wurde. Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen wird vorausgesetzt. Das Hauptseminar ist offen für Studierende im Hauptfach BA Geschichte und im Lehramt Gymnasium.

Literatur:
Armut im Mittelalter, hg. von Otto G. Oexle (Vorträge und Forschungen 58), Ostfildern 2004; Bauer, Dieter (Hg.): Franz von Assisi. Das Bild des Heiligen aus neuer Sicht, Köln 2003; Boshof, Egon: Armenfürsorge im Frühmittelalter: Xenodochium, matricula, hospitale pauperum, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 71 (1984), S. 153-174; Brown, Peter: Der Schatz im Himmel. Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des Römischen Reiches, Stuttgart 2017 (eng. Originalausgabe: „Through the Eye of a Needle“, London 2012); Gilomen, Hans-Jörg: Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters, München 2014; Melville, Gert/Kehnel, Annette (Hgg.): In proposito paupertatis. Studien zum Armutsverständnis bei den mittelalterlichen Bettelorden (Vita regularis 13), Münster 2001; Mollat, Michel: Les pauvres au moyen âge. Étude sociale, Paris 1978 (dt. Ausgabe: Die Armen im Mittelalter, München 1984); Oexle, Otto G.: Armut, Armutsbegriff und Armenfürsorge im Mittelalter, in: Soziale Sicherheit und soziale Disziplinierung. Beiträge zu einer historischen Theorie der Sozialpolitik, hg. von Christoph Sachße und Florian Tennstedt, Frankfurt/Main 1986, S. 73-100; Schulte, Petra/Hesse, Peter (Hgg.): Reichtum im späten Mittelalter: Politische Theorie, ethische Norm, soziale Akzeptanz, Stuttgart 2015.


[H Si] Religiöse Diversität, Exklusion und Integration im 11.-13. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Das Seminar für Master-Studierende bietet die Möglichkeit, vor dem Hintergrund aktueller Diskurse über Multikulturalität, Identität, Exklusion und Inklusion einen historisch-vergleichenden Blick auf mittelalterliche Wahrnehmungen und Deutungen von religiöser und kultureller Diversität zu werfen. Dabei wird zu fragen sein, inwieweit in mittelalterlichen Gesellschaften Toleranz und Integration möglich waren und wann Exklusion oder Bekämpfung von „Anderen“ praktiziert wurden. Im Mittelpunkt des Seminars werden Texte aus dem 11.-13. Jh. stehen, die ein Licht auf drei unterschiedliche Konstellationen werfen: (1) Christen und Juden in Europa im späten 11. und 12. Jh.; (2) Muslime, Juden und die verschiedenen christlichen Kirchen in den Kreuzfahrerstaaten im 12./13. Jh.; (3) Pluralität und Einheitsdruck innerhalb der lateinischen Kirche des Westens im späten 12./13. Jh. - Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt. Das Seminar ist offen für Studierende in den Masterstudiengängen.

Literatur:
Bühler, Arnold: Kreuzzug und Identität. Die Bedeutung der Kreuzzüge für die kollektive Identitätskonstruktion in Christentum und Islam, in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 31 (2012), S. 85-103; Cultural Encounters during the Crusades, hg. von Kurt Villads Jensen, Kirsi Salonen and Helle Vogt (University of Southern Denmark Studies in History and Social Sciences 445), Odense 2013; Drews, Wolfram: Hilfe für Glaubensbrüder? Zur Gewichtung unterschiedlicher Motivationszusammenhänge für den Kampf gegen Andersgläubige im Mittelalter, in: HJb 131 (2011), S. 11-39; Goetz, Hans-Werner: Die Wahrnehmung anderer Religionen und christlich-abendländisches Selbstverständnis im frühen und hohen Mittelalter (5.-12. Jh.), Berlin 2013; Haverkamp, Alfred (Hg.): Juden und Christen zur Zeit der Kreuzzüge (Vorträge und Forschungen 47), Sigmaringen 1999 ; Jaspert, Nikolas: Communicating Vessels: Ecclesiastic Centralisation, Religious Diversity and Knowledge in Medieval Latin Europe, in: The Medieval History Journal 16 (2013), S. 389-424; Jaspert, Nikolas/ Kolditz, Sebastian: Christlich-muslimische Außenbeziehungen im Mittelmeerraum. Zur räumlichen und religiösen Dimension mittelalterlicher Diplomatie, in: Zeitschrift für Historische Forschung 41 (2014), S. 1-88; Skottki, Kristin: Kolonialismus avant la lettre? Zur umstrittenen Bedeutung der lateinischen Kreuzfahrerherrschaften in der Levante, in: Transkulturelle Verflechtungsprozesse in der Vormoderne, hg. von Christian Scholl und Wolfram Drews, Berlin 2016, S. 63-88.


[H Si] "Das Dritte Reich"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Im Hauptseminar wird das "Dritte Reich" von verschiedenen Perspektiven aus betrachtet: Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft stehen auf dem Programm. Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten aller Studiengänge, die ihre Kenntnisse über die nationalsozialistische Diktatur vertiefen wollen. Außer der regelmäßigen Teilnahme wird die Übernahme eines Referatsthemas und die Abfassung einer schriftlichen Hausarbeit verlangt.


[H Si] Der Algerienkrieg in Europa
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 026

[H Si] Flucht, Vertreibung und Migration im Film
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
zwei-wöchentlich Do. 16:00 - 19:00 Uhr,  Phil. I, C 214
4 Einzeltermine
Do. 17.05.2018,16.00 - 19.00 Uhr   Phil. I, C 214Displacements__**Filme:**__

Herbert B. Fredersdorf, **Lang ist der Weg**, (Deutschland 1948), 78 min.
Hans Heinz König, **Heiße Ernte**, (Deutschland 1956), 92 min.


__**Texte:**__

Alina Laura Tiews, Der Film „Lang ist der Weg“. Spiegel des DP-Problems 1948 oder zionistischer Heimatfilm?, in: Corine Defrance u.a. (Hg.), Personnes déplacées et guerre froide en Allemagne occupée, Brüssel u.a. 2015, S. 329-346.
Margit Eschenbach, Weder hier noch dort? Vertreibung im Dokumentarfilm, in: Anne von Oswald (Hg.), Erinnerungen in Kultur und Kunst. Reflexionen über Krieg, Flucht und Vertreibung in Europa, Bielefeld 2015, S. 229-235.
Kirsten Möller, Alexandra Tacke, Flucht und Vertreibung, in: Elena Agazzi (Hrsg.), Handbuch Nachkriegskultur. Literatur, Sachbuch und Film in Deutschland (1945-1962), Berlin 2013, S. 243-253.
Mathias Beer, Die "Flüchtlingsfrage" in Deutschland nach 1945 und heute. Ein Vergleich, in: Zeitgeschichte-online, April 2016, URL: [externhttps://zeitgeschichte-online.de/thema/die-fluechtlingsfrage-deutschland-nach-1945-und-heute]



Do. 14.06.2018,16.00 - 19.00 Uhr   Phil. I, C 214Flucht mit Begleitung__**Filme:**__

Jakob Preuss, Als Paul über das Meer kam, (Deutschland 2017), 97 min.

__**Texte: **__

Navid Kermani, Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa, München 2016, S. 5-92 (Auszüge).
Werner Kobes, Notbremse im Hellas-Istanbul-Expreß, in: Salzburger Nachrichten, 28. Juni 1969.
Eliza Putnam Heaton, The Steerage. A Sham Immigrant’s Voyage to New York, Brooklyn, N.Y. 1919.
Robert Louis Stevenson, The Amateur Emigrant. From the Clyde to Sandy Hook, New York 1895.



Do. 28.06.2018,16.00 - 19.00 Uhr   Phil. I, C 214Erfahrung und Erinnerung__**Filme:**__

Fatih Akin, Solino, (Deutschland 2002), 124 min.
Fatih Akin, Wir haben vergessen zurückzukehren, (Deutschland 2001), 60 min.

__**Texte: **__

Daniela Berghahn, No place like home? Or impossible homecomings in the films of Fatih Akin, in : New Cinemas 4/3 (2006), S. 141-157.



Do. 12.07.2018,16.00 - 19.00 Uhr   Phil. I, C 113Rückkehr__**Filme:**__

Denis Rabaglia, Azzuro, (Frankreich, Italien, Schweiz 2000), 82 min.
Martina Prissner, Wir sitzen im Süden, (Deutschland, Türkei 2002), 88 min.

__**Texte: **__

Hedwig Richter, Ralf Richter, Die Gastarbeiter-Welt: Leben zwischen Palermo und Wolfsburg, Paderborn 2012, S. 185-196.




[H Si] Gemeinschaft, Gruppe, Assoziation. Sozialgeschichte und die Formen des Zusammenlebens, ca. 1880-1980
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die Sozialgeschichte beschäftigt sich traditionell mit Klassen und Schichten, (Massen-)Organisationen wie Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und Vereinen oder Formen der kollektiven Interessenvertretung.
Im Hauptseminar soll dagegen die Aufmerksamkeit auf andere Fragen gelenkt werden: Wie lebten und leben Menschen zusammen? Welche Formen des Zusammenlebens lassen sich für das 'lange' 20. Jahrhundert rekonstruieren? Welche Formen sind heute verschwunden, welche nach wie vor aktuell - und welche könnten in Zukunft neu aufleben? Was unterscheidet beispielsweise die Werksgemeinschaften und lebensreformerischen Künstlerkommunen der 1920er von den Hippiekommunen der 1960er und den Wohngemeinschaften der 1980er Jahre? Wer lebte in dieser oder jenen Form eigentlich zusammen? Unter welchen Bedingungen gelang oder scheiterte diese oder jene Form des Zusammenlebens - und wie veränderte das den Einzelnen?
Das Seminar soll in gemeinsamer Lektüre und Diskussion erste Antworten auf diese Fragen versuchen.


[H Si] Konfessionskulturen in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die Entstehung der drei großen Konfessionen im 16. Jahrhundert ist das wirkungsmächtigste Erbe der Frühen Neuzeit - zumindest für die deutsche Geschichte. Das Hauptseminar möchte die historischen Wurzeln (Konfessionalisierung) der Entstehung zutiefst differenter Konfessionskulturen im Deutschland der Frühen Neuzeit thematisieren, aber auch diskutieren, inwiefern diese unterschiedlichen Konfessionskulturen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart prägende Wirkungen entfaltet haben.
Peter Hersche, Konfessionell verschiedene Kulturen, in: ders., Muße und Verschwendung. Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter, Stuttgart 2007; Jürgen Luh, Unheiliges Römisches Reich. Der konfessionelle Gegensatz 1648 bis 1806. Potsdam 1995; Etienne Francois, Die unsichtbare Grenze. Protestanten und Katholiken in Augsburg 1648 – 1806, Sigmaringen 1991; Kaspar v. Greyerz, Kim Siebenhüner (Hrsg.), Religion und Gewalt. Konflikte, Rituale, Deutungen (1500-1800), Göttingen 2006; Heinz-Gerhard Haupt/Dieter Langewiesche (Hrsg.), Nation und Religion in der deutschen Geschichte, Frankfurt 2001.


[H Si] Didaktische Analyse im Fach Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die Unterrichtsvorbereitung im Fach Geschichte dürfte von allen Fächern die aufwändigste sein. Kaum ein anderes Fach weist eine so ungeheure Vielfalt möglicher Inhalte bei der Gestaltung seiner Themen auf. Verantwortlich hierfür sind die unglaublich vielgestaltigen Varianten historischen Denkens, die nicht nur bei kontroversen Geschichtsdeutungen eine Rolle spielen, sondern auch übereinstimmende Erkenntnisse auf sehr unterschiedlichen Wegen hervorbringen können. Im Hauptseminar werden zentrale Konzepte der didaktischen Strukturierung von Geschichtsunterricht besprochen, auf ihre Tragfähigkeit befragt und auf konkrete Anwendungsbeispiele bezogen.

Literatur
Vadim Oswalt, Planung von Unterrichtseinheiten. Wie man Geschichte (an)ordnen kann, Schwalbach/Ts. 2016.
Ulrich Mayer u.a. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2004.

Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben (studip)


[H Si] Didaktische Perspektiven auf geschichtskulturelle Fiktionalisierungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die Geschichtskultur fiktionalisiert Geschichte in vielfältigen Formaten, die bei den Rezipienten oft bleibende Eindrücke über die dargestellte Zeit hinterlassen. Spielfilme, Romane, Comics, Spiele, Theaterstücke und vieles mehr sind die Medien, mit denen Schülerinnen und Schüler außerschulisch in Kontakt kommen. Oft erfolgt hier ein genussvoller, aber wenig reflektierter Umgang mit Geschichte in einer spezifischen Darstellungsart.
Das Seminar fragt nach der Spezifik geschichtskultureller Fiktionalisierung an einzelnen Beispielgattungen. Auf dieser Grundlage soll über Herausforderungen und Lernchancen des außerschulischen Konsums reflektiert sowie darüber diskutiert werden, welche Teilkompetenzen ein Geschichtsunterricht aufbauen muss, der Schülerinnen und Schüler für eine gewinnbringende Nutzung geschichtskultureller Fiktionalität anleiten will.
Literaturhinweis zur ersten Orientierung.: Geschichtskultur. Die Anwesenheit von Vergangenheit in der Gegenwart Hrsg. v. Vadim Oswalt und Hans-Jürgen Pandel.
Schwalbach am Taunus 2009:


[H Si] Digitale Medien im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

„Digital“ und alles damit Zusammenhängende (Breitbandausbau, Service, Webcontent) war wohl eines der überstrapaziertesten Schlagworte der letzten Bundestagswahl. Auch Schulbuchverlage setzen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit gerne auf diesen Begriff. Dabei reicht das Spektrum vom simplen Scan des Schulbuchangebotes als *.pdf über die digitale Ergänzung desselbe durch audiovisuelle Quellen bis hin zum gänzlich digitalen Schulbuch. Im Hinblick auf Quelleneditionen bietet das Internet dank ambitionierter Projekte wie dem ‚Digitale[n] Archiv der Reformation‘ die didaktisch sinnvolle Aufbereitung auch noch so sperriger Quellen wie Ablassurkunden oder Kaiserlicher Urkunden durch Scans, Transkriptionen bis hin zu Übertragungen in ein modernes Deutsch bzw. die Erläuterung des jeweiligen historischen Hintergrundes. Auf einer ganz anderen Ebene gelagert sind Formen der ‚Virtual-‚ bzw. ‚Augmented Reality‘ zur Aufwertung und Historisierung außerschulischer Lernorte oder gar zur Erschaffen neuer Lernumgebungen. Unser Seminar widmet sich aufgeschlossen den aktuellsten Entwicklung in Sachen digitaler Lernmedien durch viele Praxisübungen und hat dabei insbesondere kritisch den ‚Mehrwert‘ des Digitalen gegenüber traditionellen Medien im Blick. Alles digital? Wir werden sehen. Hinweise: Die Veranstaltung wird nach derzeitigem Kenntnisstand in semi-virtueller Weise in einem Wechsel aus virtuellen Erarbeitungsphasen auf Ilias sowie Präsenzveranstaltungen vor Ort durchgeführt. Handys und/oder Tablets und Laptops zur gemeinsamen Erarbeitung des Seminargegenstands sind in diesen Sitzungen nicht nur ausdrücklich erwünscht, sondern werden geradezu benötigt.


[H Si] Geschichte an außerschulischen Lernorten
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[H Si] Geschichtskultur - Die Anwesenheit der Vergangenheit in der Gegenwart
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Studierende setzen sich in diesem Seminar mit unterschiedlichen geschichtskulturellen Formen des Umgangs mit Geschichte in Medien und Öffentlichkeit auseinander und fragen nach Chancen ihrer Vemittlung im Geschichtsunterricht. Schließlich hat sich hat sich das Verhältnis zwischen einem akademisch betriebenen Geschichtsunterricht und den Meer an geschichtskulturellen Einflüssen verändert. So geht die Geschichtsdidaktik inzwischen im Kern davon aus, dass der oftmals von Lehrern im Umgang mit den von Schülern transportierten Versatzstücke medial rezipierter Geschichte praktizierte Nachweis von Banalisierungen, Verfälschungen oder gar Geschichtsklitterungen für eine adäquate Auseinandersetzung mit geschichtskulturellen Phänomenen nicht mehr ausreicht. Der Erfolg medialer Aufbereitungen von Geschichte ist dagegen immun. Vielmehr muss es im historischen Lernen zukünftig darum gehen, Kompetenzen im Umgang mit den Funktionsweisen und den alltagsweltlichen Gebrauch von Geschichte im Kontext unterschiedlicher medialer Realisierungen zu fördern.

Literatur (Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gemacht)


[H Si] Von LeMO bis "Adolf online" - Geschichtskultur im World Wide Web
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die Geschichtskultur im World Wide Web hat durch freie Zugänglichkeit und Interaktivität eine äußerst hohe Relevanz und Attraktivität. Sie zeigt sich außerdem in vielfältigen Formaten, die neue und eigene Dynamiken entwickeln.
Das Seminar möchte - nach einer theoretischen und begrifflichen Fundierung zu Analysemöglichkeiten von geschichtskulturellen Manifestationen - diese genauer untersuchen. Hierzu werden zu einzelnen historischen Themen sowohl die Repräsentationen in ihrer Breite gezeigt, als auch ausgewählte Manifestationen detailliert analysiert.
Am Ende des Seminars steht die zusammenfassende Reflexion und Diskussion über Besonderheiten und Herausforderungen der Geschichtskultur im World Wide Web.


 
[P Si] Attische Demokratie
Klausurtermin: 13.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233
Einzeltermin
Fr. 27.07.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, G 026

Kommentar:

Gerne wird Athen bemüht, wenn es um die "Erfindung der Demokratie" geht. Aber antike und moderne Vorstellungen zum Begriff und seiner politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Ausgestaltung klaffen weit auseinander.
Wir untersuchen die Entstehung und Ausgestaltung der attischen Demokratie in ihrem innen- und außenpolitischen Umfeld des 6.-4. Jh. v. Chr. mit einem Schwerpunkt auf den antiken Quellen.

Einführende Lektüre zur Vorbereitung:
- Angela Pabst, Die athenische Demokratie, 2. Auflage (2010).
- Peter Funke, Athen in klassischer Zeit, 3. Auflage (2007).


[P Si] Der Politiker Marcus Tullius Cicero
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333a
Einzeltermin
Fr. 27.07.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, G 026

Kommentar:

Die vielen erhaltenen Reden, Briefe und Schriften des römischen Konsuls Marcus Tullius Cicero (106–43 v.Chr.) sind wichtige Zeugnisse der politischen Kultur Roms im ersten vorchristlichen Jahrhundert und seiner Elite, der Senatsaristokratie. Ciceros Werke erlauben dem Althistoriker mitunter erstaunlich tiefe Einblicke in die politischen Prozesse der letzten Jahrzehnte der Römischen Republik. Dennoch sollte dabei stets berücksichtigt werden, dass Ciceros politischer Aufstieg untypisch für seine Zeit war. Im Gegensatz zu den meisten seiner politisch erfolgreichen Zeitgenossen wurde er in das wichtigste Amt der Republik gewählt, den Konsulat, ohne Vorfahren gehabt zu haben, die bereits ein höheres Amt bekleidet hatten. Als sogenannter homo novus hatte er damit einen Blick, der gelegentlich abwich von dem vieler anderer Senatoren. Hinzu kommt, dass er über viele Ereignisse berichtete, an denen er selbst maßgeblich beteiligt war, und dass er dabei in der Regel keinen neutralen Standpunkt vertrat. Im Proseminar werden einzelne Stationen seiner politisch bewegten Karriere untersucht, um an ihnen zu zeigen, welche Bedeutung Cicero als Politiker für seine Zeit hatte und als Quelle für den Althistoriker noch heute hat.

Einführende Literatur (Methodik):
H. Blum/ R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2011
R. Günther, Einführung in das Studium der Alten Geschichte, Paderborn 2009.
Einführende Literatur (Thema):
W. Blösel, Die Römische Republik. Forum und Expansion, München 2015
K. Bringmann, Cicero, Darmstadt 2014.


[P Si] Die griechische Adelskultur in der Archaik
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233
Einzeltermin
Fr. 27.07.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, G 026

Kommentar:

Die drei Jahrhunderte umfassende Epoche, die in den Altertumswissenschaften üblicherweise als „Archaik“ bezeichnet wird (800-500 v.Chr.), war eine Zeit großer Veränderungen. In diesem Zeitraum besiedelten die Griechen weite Teile des Mittelmeerraumes und versuchten, die Probleme des Zusammenlebens in ihren wachsenden Gemeinschaften durch Gesetze und immer komplexere Institutionen zu bewältigen. Diese neuen Herausforderungen spiegeln sich sowohl in der Infrastruktur ihrer Städte als auch in den literarischen Zeugnissen wieder, deren erhaltene Überreste dem Althistoriker einen Eindruck von der Dynamik dieser Zeit vermitteln. Im Fokus des Proseminars stehen jedoch jene kulturellen Praktiken, die die Mitglieder der Führungsschichten dieser vielen autonomen Gemeinwesen im Laufe dieser Jahrhunderte miteinander pflegten, durch die sie ihre Eintracht stärkten, aber sich auch mitunter entzweiten.

Einführende Literatur (Methodik):
H. Blum/ R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2011.
R. Günther, Einführung in das Studium der Alten Geschichte, Paderborn 2009.
Einführende Literatur (Thema):
M. Stahl, Gesellschaft und Staat bei den Griechen: Archaische Zeit, Paderborn 2003
E. Stein-Hölkeskamp, Das Archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer, München 2015.


[P Si] Kaiser Tiberius – Nachfolger des Augustus und trauriger Kaiser?
Klausurtermin: 11.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 011
Einzeltermin
Fr. 27.07.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, G 026

Kommentar:

In den Jahren 14-37 n. Chr. regierte Tiberius als Kaiser das Römische Reich. Er hatte nach einigen Wirren letztlich die Nachfolge des ersten römischen princeps Augustus angetreten. Abgesehen von der Darstellung des Velleius Paterculus ist das Bild recht negativ, das die antiken literarischen Quellen von Tiberius zeichnen. Im Rahmen des Proseminars sollen nicht nur diese Quellenzeugnisse auf ihre soziopolitischen Hintergründe befragt, sondern die gesamte Herrschaftszeit des Tiberius sowie diese Zeit prägende Ereignisse und Phänomene behandelt werden.

Literatur:
Levick, B.: Tiberius the Politician, 2. überarb. Aufl. London u. a. 1999.
Yavetz, Z.: Tiberius. Der traurige Kaiser, München 1999.


[P Si] Mord und Totschlag – Eine Geschichte der antiken Kriminalität
Klausurtermin: 10.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233
Einzeltermin
Fr. 27.07.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Ausgleichsprüfung) Phil. I, G 026

Kommentar:

Auch in antiken Gesellschaften existierten vielfältige Formen von Kriminalität. Anders als in modernen Staaten gab es seinerzeit jedoch kein staatliches Gewaltmonopol. Dies hat allerdings nicht zwingend zur Folge, dass die Zeit der griechisch-römischen Antike eine höhere Kriminalitätsrate aufwies. Im Rahmen der Veranstaltung sollen einerseits verschiedene Gewaltdelikte sowie die Strafverfolgung und Ahndung krimineller Handlungen zum Gegenstand gemacht werden. Andererseits sollen die gesellschaftlichen Hintergründe anhand konkreter Situationen analysiert werden und auf diese Weise ein Gesamtbild des Phänomens der Kriminalität in der Antike entworfen werden.

Literatur:
Krause, J.-U.: Kriminalgeschichte der Antike, München 2004.
Nippel, W.: Aufruhr und „Polizei“ in der römischen Republik, Stuttgart 1988.
Reuter, M. /Schiavone, R. (Hgg.): Gefährliches Pflaster. Kriminalität im Römischen Reich, Mainz 2011 (Xantener Berichte 21).


[P Si] Die Gottesfriedensbewegung im 10.-11. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Im späten 10. und während des 11. Jhs. wurden zunächst in Südfrankreich, dann in weiteren Teilen Frankreichs auf Druck der regionalen Bischöfe und Äbte Friedensvereinbarungen zwischen Kirche und Adel abgeschlossen, um den regionalen Frieden wiederherzustellen. Auf Synoden und Provinzialkonzilien wurden dabei konkrete Vereinbarungen zum Schutz von Kirchen und Klöstern, Klerikern und Mönchen, Wehrlosen und Schutzbedürftigen getroffen und durch gemeinsamen Eid auf das Evangelienbuch oder auf Heiligenreliquien beschworen. Hintergrund waren die zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen, heftig rivalisierenden Adligen, die sich in einer umfassenden politischen Umbruchsphase in Frankreich neuformierten. Die Idee, den inneren Frieden durch Schwureinungen zu festigen und religiös zu sanktionieren, strahlte weit über Frankreich hinaus. Die ältere Forschung hat die Gottesfriedensbewegung als Teil des Kampfes der Kirche gegen die „feudale Anarchie“ und als frühen Entwicklungsschritt zur Entstehung des Staates hin interpretiert. Die neuere Forschung hat dieses Bild erheblich relativiert und andere Aspekte der mittelalterlichen Friedenspraxis herausgearbeitet. Das Thema eignet sich deshalb sehr gut, in Themen, Fragestellungen und Methoden der Mittelalterforschung einzuführen. Das Seminar ist offen für Studierende im BA Hauptfach und im Lehramt Gymnasium.

Literatur:
Gergen, Thomas: Art. Gottesfrieden, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, 2. Aufl., Bd. 2 (2011), Sp. 470-473; Gergen, Thomas: Gottesfrieden und Gewalt gegen Bischöfe: Überlegungen zu den Rechtsgrundlagen des Sanktionensystems, in: Bischofsmord im Mittelalter, hg. von Natalie M. Fryde und Dirk Reitz, Göttingen 2003, S. 83-96; Goetz, Hans-Werner: Die Gottesfriedensbewegung im Licht neuerer Forschungen, in: Landfrieden. Anspruch und Wirklichkeit, hg. von Arno Buschmann und Elmar Wadle, Paderborn 2002, S. 31-54; Grigore, Mihai Dumitru: Ehre und Gesellschaft: Ehrkonstrukte und soziale Ordnungsvorstellungen am Beispiel des Gottesfriedens (10.-11. Jh.), Darmstadt 2009; Pavone, Francisco: Gottesfrieden – Mechanismen zum Schutze der Schwachen im Hohen Mittelalter, in: Recht des Stärkeren – Recht des Schwächeren, hg. von Martin Eckner und Tina Kempin, Zürich 2005, S. 87-109; Wadle, Elmar: Gottesfrieden und Landfrieden als Gegenstand der Forschung nach 1950, in: Ders.: Landfrieden, Strafe, Recht. Zwölf Studien zum Mittelalter, Berlin 2001, S. 11-39.


[P Si] Friedrich Barbarossa
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Zweifelsohne gehört der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa zu den eindrucksvollsten Herrschergestalten des Hochmittelalters. Im Zentrum des Proseminars sollen u. a. die Grundlagen und Handlungsspielräume seiner Herrschaft, die staufisch-welfischen Auseinandersetzungen, Formen staufischer Territorialpolitik, die höfische Kultur am Stauferhof, aber auch das Nachleben und die Instrumentalisierung der Person Friedrich Barbarossas stehen.
In der Veranstaltung sollen zudem Kenntnisse der fachspezifischen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, der Hilfsmittel und Grundlagenwerke erworben sowie exemplarisch die Fähigkeiten eingeübt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und die Arbeitsergebnisse in wissenschaftlich angemessener Form zu präsentieren.

ENGELS, Odilo, Die Staufer, Stuttgart 2005 (8. Aufl.).
FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
GÖRICH, Knut, Die Staufer. Herrscher und Reich, München 2011 (3. Aufl.).
GÖRICH, Knut, Friedrich Barbarossa. Eine Biographie, München 2011.
JORDAN, Stefan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
LAUDAGE, Johannes, Friedrich Barbarossa (1152-1190). Eine Biografie. Herausgegeben von Lars Hageneier und Matthias Schrör, Regensburg 2009.
OPLL, Ferdinand, Friedrich Barbarossa, Darmstadt 2009 (4. Aufl.).


[P Si] Hauptstädte im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Für das Verständnis mittelalterlicher Herrschaft ist wichtig, dass diese nicht ausgehend von einem Ort, einer „Hauptstadt“ ausgeübt wurde. Herrschaft wurde einem Herrscher ausgeübt, der mit seinem Hof durch sein Herrschaftsgebiet reiste und auf diese Weise herrscherliche Handlungen (Rechtsprechung, Privilegienvergabe, Konfliktlösung) vornahm (Reiseherrschaft). Dennoch gab es Orte, an denen sich bestimmte hauptstädtische Funktionen (temporär) konzentrierten, im römisch-deutschen Reich etwa in Aachen, Frankfurt/M., Mainz, Speyer, Goslar, Nürnberg oder Prag. Anhand von einzelnen Beispielen sollen Merkmale mittelalterlicher Herrschaft erarbeitet werden und diese Befunde zu Entwicklungen in ausgewählten anderen europäischen Ländern (Frankreich, England, Dänemark, Polen, Böhmen Ungarn) gestellt werden. Dabei soll auch auf bischöfliche Residenzen und auf die Stellung von Lübeck in der Hanse eingegangen werden.
Zur Vorbereitung: Moraw, Peter: Deutsche Hauptstädte im Mittelalter. In: Deutsche Hauptstädte. Von Frankfurt nach Berlin. Hrsg. von Bernd Heidenreich Wiesbaden 1998, 9-28.


[P Si] Lachen und Weinen im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Lachen und Weinen begleiten uns ein Leben lang. Die Ursache, der Kontext und die Funktion dieser Emotionen können dabei sehr unterschiedlich sein. Dies wollen wir gemeinsam für die Zeit des Früh- und Hochmittelalters betrachten.
In der Veranstaltung sollen zudem Kenntnisse der fachspezifischen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, der Hilfsmittel und Grundlagenwerke erworben sowie exemplarisch die Fähigkeiten eingeübt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und die Arbeitsergebnisse in wissenschaftlich angemessener Form zu präsentieren.

Dinzelbacher, Peter, Warum weint der König? Eine Kritik des mediävistischen Panritualismus, Badenweiler 2009.
FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
Le Goff, Jacques, Das Lachen im Mittelalter, Stuttgart 2008 (3. Aufl.).
JORDAN, Stefan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.


[P Si] Städte des Mittelalters
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 306

Kommentar:

In der Vorstellung vieler steht die mittelalterliche Stadt synonym für unhygienische Zustände und rohe Gewalt zwischen den engen schmutzigen Gassen. Diese Bilder prallen jedoch auf die positiven Konnotationen der vielen Mittelaltermärkte: Diese stellen eher ein buntes und fröhliches Treiben auf dem Jahrmarkt mit leckeren Speisen und Getränken in Überfluss dar.
Das mittelalterliche Leben in der Stadt war allerdings vielseitiger als diese beiden Darstellungen. Im Proseminar werden die verschiedenen Aspekte des städtischen Lebens (wie Politik, Wirtschaft, Recht und Kultur) anhand von einigen deutschen Städten dargestellt.
Mit der zunehmenden Größe und Komplexität der Stadt änderten sich auch Organisation, Verwaltung und Handel in der Stadt. Wo der Stadtrat anfangs vorrangig eine größere Autonomie gegenüber den Stadtherrn anstrebte, wurden im späten Mittelalter auch die Amtsinhaber professioneller, die Ratsämter differenzierter sowie die Marktverordnungen genauer.
Zu fragen ist allerdings, wie der Stadtrat eine überwiegend arme Stadtbevölkerung lenkte und regierte, ohne Aufstände oder Chaos hervorzurufen. Wie war die Ratsorganisation strukturiert und wer konnte überhaupt an der Stadtpolitik partizipieren? Und wie organisierten die Kaufleute und Zünfte den Handel, die Ausbildung von Nachwuchs und sich selbst als städtische Berufsgruppe?

Im Seminar sind diese und weitere Fragen anhand unterschiedlicher Quellenbeispiele zu untersuchen.

Literatur zum Einstieg:
- Evamaria ENGEL u. Frank-Dietrich JACOB, Städtisches Leben im Mittelalter. Schriftquellen und Bildzeugnisse, Köln 2006.
- Eberhard ISENMANN, Die deutsche Stadt im Mittelalter. 1250-1500. Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Wien 2012.
- Hans-Werner GOETZ, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. überarb. Auflage, Stuttgart 2006.


[P Si] Die offene Flanke der Demokratie: Populistische Parteien in der Weimarer, Bonner und Berliner Republik
Dozent/-in:
Giar, Johannes
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Mit den Bundestagswahlen vom September 2018 ist erstmals seit den frühen Tagen der Bundesrepublik wieder eine Partei im Parlament vertreten, die am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelt ist. Im europäischen Vergleich kam diese Entwicklung in Deutschland zwar spät, blickt jedoch auf eine längere Vorgeschichte zurück. Seit 1918 haben wiederholt extremistische und populistische Parteien die deutsche Demokratie auf Länder- und Bundesebene herausgefordert. Die Gründe für die Entstehung solcher Parteien lagen dabei in der generellen Ablehnung der Demokratie, Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen und sozio-ökonomischen Modernisierungskrisen begründet.

Das Proseminar soll inhaltlich nicht nur die Entwicklungsgeschichte rechts- und linksextremistischer und populistischer Parteien untersuchen, sondern auch Problematik der Begrifflichkeiten einführen sowie die Gründe für Aufstieg und Niedergang solcher Parteien erfassen.

In methodischer Hinsicht sollen Fähigkeiten zum eigenständigen Verfassen einer Hausarbeit erworben und anhand des Umgangs mit Texten der Sekundärliteratur und Quellen kritisches wissenschaftliches Arbeiten geschult werden.

Literaturhinweise:

Müller, Jan-Werner, Was ist Populismus? Berlin, 2016
Freytag, Nils / Piereth, Wolfgang, Kursbuch Geschichte, Paderborn, 2004
Metzler, Gabriele, Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, Paderborn, 2004
Fenske, Hans, Deutsche Parteiengeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München, 1994


[P Si] Die Universität Gießen im 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die Gießener Universität durchlief eine wechselvolle Geschichte im 20. Jahrhundert. Nach mehr als 400 Jahren als Ludwigs-Universität schloß sie 1945 ihre Pforten, um 1957 als Justus-Liebig-Universität die alten Fäden wieder aufzunehmen. Daß dies keine nahtlose Fortsetzung wurde, sondern die JLU als Hochschule neuen Typs nun einer anderen Zielsetzung folgte, soll neben vielem anderen Thema in diesem Seminar sein. Es wendet sich an die ersten Semester, d.h. die wichtigsten Praktiken des Historikers werden eingeübt (Literaturrecherche, Verfassen einer Hausarbeit, Halten eines Kurzreferats). Außderdem steht ein Besuch im Universitätsarchiv auf dem Programm.
Wegen meiner Teilnahme an den mündlichen Staatsexamensprüfungen am Montag, 9.4.2018, beginnt das Seminar erst in der zweiten Woche am 16. April 2018!


[P Si] Geld. Macht. Liebe – Die Stadt Frankfurt im 20. Jahrhundert.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, F 006
Einzeltermin
Sa. 09.06.2018,10.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Frankfurt am Main

Kommentar:

Geld. Macht. Liebe – Die Stadt Frankfurt im 20. Jahrhundert.

Mainhattan, Finanzmetropole oder Bankfurt: Die Stadt Frankfurt ist von internationaler Bedeutung, was nicht zuletzt mit der Ansiedlung zahlreicher Großbanken in der hessischen Metropole zu tun hat. Doch die Stadt, die einst Sitz der bundesdeutschen Regierung werden sollte, vereint mehr, als sie auf den ersten Blick hergeben mag. Studentenunruhen in den 60ern, Skandale wie der um die Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt, der Hauptsitz des DFB, aber auch eine lange jüdische Tradition machen Frankfurt zu einer Stadt, die ein Stück bundesrepublikanische Geschichte abbildet. Das Seminar soll Einblick in die Geschichte der „kleinsten Metropole Europas“ geben, Besonderheiten der Stadtentwicklung hervorheben und dabei auch die weniger bekannten Ort der Stadt einbeziehen. Es hat zum Ziel, neben dem stadthistorischen Gegenstand auch dessen Aufarbeitung und Präsentation(sformen) in den Blick zu nehmen.

Das Seminar versteht sich als eine Einführung in grundlegende Fragen und Probleme der Zeitgeschichte. Mit der gründlichen Lektüre, Präsentation und Diskussion von neuerer Forschungsliteratur wie auch von Quellen werden grundlegende Arbeitstechniken der HistorikerIn geübt und vertieft. Voraussichtlich beinhaltet das Seminar die verpflichtende Teilnahme an einem Vortrag in Frankfurt.


[P Si] Thomas Morus, Utopia (1517)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113
Einzeltermin
Mi. 02.05.2018,16.15 - 17.45 Uhr   C 104

Kommentar:

homas Morus´ „Utopia“, im gleichen Jahr erschienen, in dem Martin Luther die Reformation auslöste, hat einer ganzen Literaturgattung den Namen gegeben – der literarischen Ausgestaltung einer besseren Gesellschaft und Politik. Im Seminar sollen Auszüge des Werkes gelesen und diskutiert werden und dabei auch der zeitgenössische Kontext thematisiert werden, ohne den diese humanistische Gesellschaftskritik nicht zu verstehen ist. Textgrundlage ist: Der utopische Staat. Morus – Utopia, Campanella – Sonnenstaat, Bacon – Neu-Atlantis, hrsg. v. K. J. Heinisch, Reinbek 1960. Die Textauszüge werden als PDFs über Stud.IP zur Verfügung gestellt


[P Si] Wem gehört die Stadt? Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Wohnen im Europa des späten 19. und 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Mietpreisbremse, Gentrifzierung, „Betongold“ – das Wohnen in der Stadt ist angesichts steigender Mieten und Immobilienpreise neuerdings in aller Munde. Dabei haben viele der heutigen Problemlagen, aber auch viele der wohnungspolitischen Lösungsvorschläge, die gegenwärtig medial verhandelt werden, eine lange Vorgeschichte. Immerhin bewohnen wir Städte, deren Baumasse – trotz aller Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges – in weiten Teilen im späten 19. Jahrhundert entstanden ist. Und von der Hauszinsteuer der Weimarer Republik über den Bau von Großwohnsiedlungen in den Nachkriegsjahrzehnten bis zur (Wieder-)Belebung maroder Innenstädte durch Lebenskünstler, Hausbesetzer und Migranten in den 1970er und 80er Jahren ist die Geschichte der sogenannten Wohnraumbewirtschaftung immer auch eine Geschichte sozialer Konflikte, kultureller Selbstbehauptungen, stadtplanerischer Utopien und lokalpolitischer Steuerungsversuche gewesen, die ein Licht auf die Gesellschaftsgeschichte der Moderne insgesamt wirft. Dieser wollen wir uns im Proseminar also entlang exemplarischer Fälle aus verschiedenen Europäischen Städten von der „Gründerzeit“ ab den 1870er Jahren bis in die jüngste Vergangenheit nähern. Begleitend werden im Seminar Arbeitstechniken wie Bibliographieren und Zitieren eingeübt bzw. vertieft. Die Bereitschaft zur Lektüre längerer, auch englischsprachiger Texte wird vorausgesetzt.


[P Si] Wissen und Information in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Die Frühe Neuzeit ist als eine Phase der „Explosion des Wissens“ (Peter Burke) beschrieben worden: Der Ausbau der Universitäten, die Verbreitung des Buchdrucks, die ersten Zeitungen und die Kultur der Aufklärung waren Teil der Entstehung einer Wissensgesellschaft. Das Seminar soll sich mit Akteuren, Praktiken, Medien und Räumen der Produktion, Verarbeitung und Weitergabe von Wissen und Information befassen. Dabei sollen grundlegende Methoden des historischen Arbeitens eingeübt und vertieft werden.

Das Seminar wird mit einer Hausarbeit im Umfang von 20.000-25.000 Zeichen abgeschlossen.


[P Si] "...dass der Gnadentod gewährt werden kann". Die nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Den Ausgangspunkt des Seminars bilden zum einen die fachwissenschaftliche Fundierung (Nationalsozialismus, Euthanasie/ T4-Aktion, Aufarbeitung) und zum anderen die Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand zu den Themen Holocaust Education außerschulische Lernorte und Geschichts-/Erinnerungskultur . Nach einer Exkursion zur GEdenkstätte Hadamar sollen dann in Gruppen mögliche Unterrichtsprojekte zum Thema entwickelt und zur Diskussion gestellt werden.
Im Rahmen des Seminars werden wesentliche fachdidaktische Begriffe und Konzepte wiederholt, angewendet und reflektiert.


[P Si] "Denn in ihnen redet die Vergangenheit unmittelbar.."!? Quellenarbeit im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die Auseinandersetzung mit historischen Quellen ist wesentlicher Bestandteil des Geschichtsunterrichts.
Vom Umgang mit ihnen hängen Erkenntnisgewinn und methodische Fähigkeiten der Schüler ab.
Das Seminar widmet sich verschiedenen Quellengattungen und ihren Spezifika und leitet dann auf der Grundlage des studienbegleitenden Quellenportfolios zu einer fundierten Interpretation sowie deren Überführung in zielführende didaktische Überlegungen an.
Hierzu werden in Gruppen Unterrichtsvorschläge zu einer Beispielquelle erarbeitet.


[P Si] Binnendifferenziert und doch gemeinsam! Historisches Lernen unter den Bedingungen wachsender Heterogenität
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, D 106

Kommentar:

Vor dem Hintergrund stark heterogener Lerngruppen möchte die Veranstaltung den Blick für die Möglichkeiten der Binnendifferenzierung im Geschichtssunterricht öffnen. Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse soll dazu in Gruppen eine Unterrichtssequenz mit Ansätzen zur Binnendifferenzierung und Diagnosemöglichkeiten entworfen und vorgestellt werden. In Kooperation mit einer Gesamtschule können einzelne Unterrichtssequenzen möglicherweise sogar in einer Lerngruppe durchgeführt werden.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
Klausurtermin: 03.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
Klausurtermin: 04.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Gelungene Einstiege – Voraussetzung für guten Geschichtsunterricht?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Gelungene Einstiege sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden, denn sie müssen Lernprozesse und Lernwege eröffnen.
Dieses Seminar beschäftigt sich deshalb schwerpunktmäßig mit der Frage, wie historische Lehr- und Lernprozesse initiiert werden können. Dafür sollen verschiedene Medien und Methoden beleuchtet, Einstiegsszenarien entworfen und auf ihren möglichen Beitrag für kompetenzorientiertes Unterrichten hin reflektiert werden.

Grundlegende Lit.: Gerhard Schneider: Gelungene Einstiege. Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden. Schwalbach/Ts. 1999.


[P Si] Politische Gedenk- und Feiertage: Anlässe für historisches Lernen?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Politische Gedenk- und Feiertage können unter vielfältigen Zielsetzungen in unterrichtlichen Projekten aufgegriffen werden. An ihnen lassen sich Fragen von Erinnerungswürdigkeit ebenso diskutieren wie Identitätsbildung oder die Prozesshaftigkeit von Geschichte und historischer Wandel.
Da Gedenktage nicht automatisch Denktage sind (Klaus Bergmann), bedarf ihre Thematisierung einer didaktisch durchdachten Rahmung.
In diesem Seminar sollen didaktische Zielsetzungen für solche erinnerungskulturellen Projekte diskutiert und an unterschiedlichen Gedenk- und Feiertagen konkretisiert werden. Ziel ist es, zu Gedenkanlässen unterschiedlicher Kulturen aus Vergangenheit und Gegenwart Unterrichtsprojekte zu entwickeln, die sowohl das historische Ereignis selbst als auch den erinnerungskulturellen Stellenwert erarbeiten. sowie diese zu problematisieren und in Bezug auf ihre didaktischen Lernchancen zu reflektieren.

Einführende Literatur:
Peter Reichel: Politische Feiertage in Deutschland. Gedenk- und Feiertage als umstrittene Symbole. In: Praxis Geschichte 5 (2017), S. 4-9.
Klaus Bergmann: Gedenktage, Gedenkjahre. In: Handbuch der Geschichtsdidaktik. Hrsg. v. K. Bergmann u.a. Seelze, Velber 1997, S. 758-767.


 
[Ü] Tod in Rom – Kultur- und Ritualgeschichte des Sterbens in einer antiken Metropole
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 011

Kommentar:

In der Hauptstadt des römischen Reiches wurden die Menschen tagtäglich mit dem Tod und dem Sterben von Angehörigen oder Bekannten konfrontiert. Die Mortalitätsrate war recht hoch. Was dachten die Römer angesichts dieser Umstände vom Tod? Welches Verhältnis hatten sie zum Lebensende? Anhand dieser Fragen, verschiedener Todesformen, Trauerrituale, des Bestattungswesens sowie der Vorstellungen von dem, was den Menschen nach seinem Tode erwartete, soll eine kultur- und ritualgeschichtlich orientierte Analyse eines Phänomens erfolgen, das nicht zuletzt sehr viel über die Vorstellungen der Römer vom Leben selbst erkennen lässt.

Literatur:
Edwards, C.: Death in Ancient Rome, New Haven 2007.
Erasmo, M.: Reading Death in Ancient Rome, Columbus 2008.
Hope, V.: Roman Death. The Dying and the Dead in Ancient Rome, London 2009.
Hope, V. (Hg.): Memory and Mourning. Studies on Roman Death, Oxford 2011.
Toynbee, J. M. C.: Death and Burial in the Roman World, Ithaca 1971.


[Ü] Berufsfeldanalyse im Bereich digitale Geschichtswissenschaften
Die Veranstaltung hat keinen epochalen Schwerpunkt und richtet sich an alle Studierenden im Master.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Die Digitalisierung durchdringt immer breitere Bereiche des täglichen Lebens und ändert auch die Berufsfelder von HistorikerInnen. Im Rahmen der Veranstaltung werden Ausschreibungen aus dem Bereich Digitale Geisteswissenschaften analysiert, kategorisiert und ausgewertet. In einem zweiten Schritt werden die Stelleninhaber zu ihrer aktuellen Situation befragt. Schließlich werden die Ergebnisse der Ausschreibungsanalyse und des Fragebogens zusammengeführt um relevante Qualifikationsfelder und Kompetenzen in Ausschreibung und beruflicher Realität in Relation zu setzen.


[Ü] Die "gentes" des frühen Mittelalters in der Geschichtswissenschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

In der Frühmittelalterforschung der letzten Jahrzehnte kam es zu zahlreichen grundsätzlichen Paradigmenwechseln. Zu wesentlichen Neuberwertungen kam es vor allem im Bereich der Erforschung der Geschichte der frühmittelalterlichen "gentes". Während die Gruppen und Verbände des frühen Mittelalters bis ins 20. Jahrhundert in der Regel als primordiale Stämme betrachtet wurden, erfuhr diese Sichtweise ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundsätzliche Kritik. Essentialistische Ansätze wurden vom Modell der Ethnogenese ersetzt, welches in der jüngeren Forschung durch das Konzept der ethnischen Identität abgelöst wird. Die Übung wird sich der Geschichte der Erforschung der frühmittelalterlichen "gentes" widmen und sich im Besonderen auf die diesbezüglichen Wandlungsprozesse fokussieren sowie die damit verbundenen unterschiedlichen Ansätze und Zugänge zur Erforschung der Geschichte der frühmittelalterlichen "gentes" kritisch reflektieren. Anhand dieser Thematik wird so in die Theorien und die Methodik der Geschichtswissenschaft eingeführt.

Literatur:
Jordan, Steffen: Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Paderborn, 3. Aufl., 2016.
Pohl, Walter: Identität und Widerspruch: Gedanken zu einer Sinngeschichte des Frühmittelalters, in: Pohl, Walter (Hrsg.): Die Suche nach den Ursprüngen. Von der Bedeutung des frühen Mittelalters, Wien 2004.
Stern, Fritz (Hrsg.): Moderne Historiker. Klassische Texte von Voltaire bis zur Gegenwart, München 2011.
Wenskus, Reinhard: Stammesbildung und Verfassung. Das Werden der frühmittelalterlichen gentes, Köln u. a., 2. Aufl., 1977.


[Ü] Die Zeit der frühen Staufer  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 03.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

[Ü] Einführung in die mittellateinische Philologie, Paläographie und Codicologie  (AfK-Nr. 11)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

„Latein ist bis heute die erfolgreichste Sprache der Welt.“ (Wilfried Stroh)

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, wenn besonders Geisteswissenschaftler bei der Arbeit mit Schrift- und Sachquellen immer wieder auf lateinische Texte treffen, welche es sowohl paläographisch als auch sprachlich zu erschließen gilt. Die Grundlage dafür wurde im „klassischen“ Lateinunterricht gelegt. Diese erworbenen Kompetenzen gilt es jedoch einerseits aufzufrischen, andererseits im Hinblick auf die jeweilige Epoche und den Untersuchungsgegenstand zu erweitern. Anhand von zum Teil nicht erschlossenen Schrift- und Sachquellen aus dem lateinischen Mittelalter möchte der Kurs dazu befähigen, Latein in der geisteswissenschaftlichen Berufspraxis anwenden zu können.

Berschin, Walter, Einleitung in die lateinische Philologie des Mittelalters, Heidelberg 2012.
GOULLET, Monique/ PARISSE, Michel: Lehrbuch des mittelalterlichen Lateins für Anfänger. Aus dem Französischen übertragen und bearbeitet von Helmut Schareika, Hamburg 2010.
KINDERMANN, Udo: Einführung in die lateinische Literatur des mittelalterlichen Europa, Turnhout 1998.
Kümper, Hiram, Materialwissenschaft Mediävistik. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, Paderborn 2014.
STRECKER, Karl: Introduction to Medieval Latin (Übers. und bearb. von R. B. Palmer), Berlin 1957.


[Ü] Quellen zur Alltagsgeschichte des Hochmittelalters  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 03.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, E 005
Einzeltermin
Fr. 13.07.2018,09.00 - 11.00 Uhr   Phil. I, C 029

Kommentar:

Bei der Alltagsgeschichte handelt es sich um "eine Konzeption von Geschichtswissenschaft, in deren Interesse die konkreten historischen Lebenssituationen der Menschen stehen" und die ihre Perspektive in erster Linie auf Menschen richtet, "die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Randständigkeit bei gesellschaftshistorischen Untersuchungen unberücksichtigt geblieben sind“ (Jordan, 158). Damit ist die ländliche Gesellschaft des Mittelalters ein perfektes Untersuchungsobjekt der Alltagsgeschichte: Der größte Teil der mittelalterlichen Bevölkerung lebte auf dem Land und war im landwirtschaftlichen Bereich tätig. Der Geschichte der ländlichen Gesellschaft wird in der deutschen Mediävistik in Forschung und Lehre in der Regel aber nur eine verhältnismäßig geringe Aufmerksamkeit zu Teil. Der Schwerpunkt der Übung soll deshalb auf der Betrachtung der ländlichen Gesellschaft des Hochmittelalters liegen. Dies soll jedoch nicht isoliert geschehen: Der städtische Bereich und monastische Institutionen werden bspw. ebenfalls betrachtet.
Der Umstand, dass der Alltagsgeschichte keine eigene Methodik zur Verfügung steht und die ihr inhärente Problematik der quellenmäßig schweren Fassbarkeit – was eine besonders sorgsame Quellenkritik erfordert – (Goetz) prädestiniert die Alltagsgeschichte geradezu für eine quellenkundliche Übung: Mit dem Ziel, eine quellenbasierte geschichtswissenschaftliche Praxis zu erlernen, wird grundlegend in die einzelnen Quellengattungen und die Historischen Hilfswissenschaften eingeführt.

Literatur:
Brauer, Michael: Quellen des Mittelalters, Paderborn 2013.
Goetz, Hans-Werner, Leben im Mittelalter vom 7. Bis 13. Jahrhundert, München, 7. Aufl., 2002.
Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart, 3., Aufl., 2006.
Rösener, Werner: Bauern im Mittelalter, München, 4. Aufl., 1991.
Rösener, Werner: Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992.


[Ü] Zwischen Leben und Tod - Heilkunst im Mittelalter  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 05.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Medizin und Heilkunst bzw. der Umgang mit Krankheit und Tod ist gerade für das Mittelalter ein faszinierendes und facettenreiches Themengebiet. Es betrifft und durchdringt alle Schichten der Gesellschaft. Die Übung "Zwischen Leben und Tod - Heilkunst im Mittelalter" soll einen Einblick in das breite Themenfeld geben und u. a. nach Erklärungsmodellen für Krankheiten sowie nach präventiven und therapeutischen Bewältigungsstrategien fragen. Wer wird um Hilfe gebeten? Wie reagiert die Gesellschaft auf Krankheiten und Kranke? Können Krankheiten politische Folgen haben? Welche medizinische Versorgung gibt es und wie entwickelt sich die medizinische Bildung im Verlauf des Mittelalters?
Anhand ausgewählter Beispiele wird der wissenschaftliche Umgang mit Quellen vermittelt und eingeübt, es werden die wichtigsten Quellengattungen vorgestellt und in die entsprechenden Hilfswissenschaften eingeführt.

Literatur:
Jankrift, Kay Peter: Krankheit und Heilkunde im Mittelalter (Geschichte Kompakt), Darmstadt 2003.
Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719), 4. Aufl., Stuttgart 2014.


[Ü] "Digitale Geschichte. Möglichkeiten und Herausforderungen für Forschung und Infrastrukturen“
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Im Rahmen der Veranstaltung erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer digitale Herausforderungen, vor denen die Geschichtswissenschaft steht. Das Seminar hat zwei Schwerpunkte: (1) Grundlagen. Wie verändern sich Themen und Methoden der Geschichtswissenschaft durch eine wachsende Menge digital verfügbarer Informationen und neuer digitaler Werkzeuge? (2) Praxis. Welche Chancen und Herausforderungen birgt der digitale Wandel für die alltägliche geschichtswissenschaftliche Praxis mit Blick auf Erschließung, Recherche und Auswertung von Quellen (Texte, Bilder, Karten usw.)?

Die Veranstaltung richtet sich an all jene, die eine kritische Auseinandersetzung mit Fragen der Digitalisierung in den Geschichtswissenschaften suchen, und die Interesse haben, Grundlagenkenntnisse in der digitalen Erschließung und Nutzung historischer Quellen zu erlangen. Vorkenntnisse in Informatik sind nicht notwendig. Die Veranstaltung findet donnerstags in Gießen sowie im Rahmen von zwei Blocksitzungen an Freitagen (15. und 29. Juni, ca. 12 bis 15 Uhr) gemeinsam mit Barbara Fichtl und den KollegInnen der Abteilung Digitale Geschichte im Herder-Institut in Marburg statt.

Als Leistungsnachweis erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe der Veranstaltung drei kleinere Hausaufgaben im Umfang von 2000, 3000 und 8000 Zeichen.


[Ü] Die Eroberung Mexikos aus spanischer und indigener Perspektive
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Im nächsten Jahr wird sich der Beginn der spanischen Eroberung Mexikos unter Hernán Cortés zum 500. mal jähren. Interpretationen von 1519 als Ereignis weltgeschichtlicher Bedeutung sind von unterschiedlichen nationalen Perspektiven geprägt und weiterhin höchst umstritten. Zugleich war die Quellenlage über Jahrhunderte hinweg besonders von spanischen Autoren geprägt.
In dieser Übung werden verschiedene Darstellungen der Eroberung verglichen, um damit einhergehende Intentionen und Mythen offenzulegen. Dafür werden wir Quellen verschiedener Gruppen berücksichtigen: Spanischer Conquistadoren und Mönche wie auch indigener Autoren. Neben Ablauf und zentralen Akteuren des spanisch-aztekischen Krieges von 1519-1521 werden einzelne Themengebiete (darunter Übersetzung, Religion) genauer hervorgehoben.
Die Quellen-Texte werden in deutscher oder englischer Übersetzung behandelt.

Die Übung findet wöchentlich ab dem 17.04. statt.

Einführende Literatur:
- Walther L. Bernecker; Horst Pietschmann; Hans Werner Tobler: Eine kleine Geschichte Mexikos, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007 (Kapitel "Die spanische Eroberung und Herrschaft"); - Matthew Restall: Seven Myths of the Spanish Conquest, Oxford University Press 2003.


[Ü] Gendered Property in Early Modern Europe
Within Early Modern European societies, what one had and what one owned, defined the social status of a person. Property meant power. But ‘property’ could take many different forms. What exactly did people own? Did men possess the same items as women? How did legal relations influence personal attachment? How was property distributed within families from one generation to the next? The questions we are going to address touch several different disciplinary branches, such as gender history, legal history and cultural history. The seminar will be held in English. It will be based on English sources. Basically, we are going to look at inventories from different social strata (1600-1800) to consider their value as sources for historical research.
Assessment: Essay, 10000-12000 char.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 011

[Ü] Klassiker der politischen Theorie: Machiavelli, Hobbes, Spinoza
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 105

Kommentar:

Wichtige Gegenstände der politischen Ideengeschichte sind die klassischen Texte der Geschichte des politischen Denkens und die grundlegenden Kategorien sozialwissenschaftlicher Reflexion (z.B. Macht, Recht, Staat, Demokratie). Demokratische Gesellschaften in der Moderne sind auf die Zukunft hin orientiert. Sie streben den Versprechen von z. B. Freiheit, Sicherheit, Gleichheit entgegen und müssen diese immer wieder neu denken, diskutieren und ausbuchstabieren. Um dieses Denken und Ausbuchstabieren zu leisten und die vielfältigen Versprechen letztlich umzusetzen, bedarf es aber der vergangenen Fundamente dieser Versprechen, bedarf es also einer ideengeschichtlichen Forschung, die in methodisch reflektierter Weise betrieben wird.

Ausgehend von der Lektüre dreier bedeutender politischer Theoretiker der frühen Neuzeit – Niccolò Machiavelli, Thomas Hobbes und Baruch de Spinoza – sollen in dieser Übung einige solcher „Versprechen“ untersucht werden. Es handelt sich um konkurrierende Konzepte der Legitimation und Ausübung staatlicher Herrschaft, die doch alle ein gemeinsames Ziel hatten: die Gestaltung einer stabilen politischen Ordnung.
Daran anknüpfend sollen auch methodische und theoretische Fragen der Erforschung politischer Ideen, ihrer Entstehung und ihrer wandelbaren Geschichte diskutiert werden, die in jüngerer Zeit wieder verstärkt in den Fokus verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen und akademischer Debatten gerückt sind.


[Ü] Neue historische Literatur
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Geschichtswissenschaft ist eine Buchwissenschaft und die Lektüre von Fachbüchern zentral für das Geschichtsstudium. Zum genauen Lesen von Texten gehört allerdings Muße, die heutzutage leider oft fehlt. Die Übung lädt dazu ein, sich anhand einer herausragenden Neuerscheinung in die Welt der Geschichtsschreibung entführen zu lassen. Auf dem Programm steht die Lektüre des neuesten Werks von Helmut Lethen, Die Staatsräte. Elite im Dritten Reich: Gründgens, Furtwängler, Sauerbruch, Schmitt, München 2018. Es handelt sich um ein ganz ungewöhnliches Buch, das Fakten und Fiktionen gekonnt miteinander verbindet, ohne ein historischer Roman zu sein. Erwartet werden außer der Lektüre von Woche zu Woche kleinere vertiefende Recherchen zu Besonderheiten des Textes. Der Erwerb des Buches ist unerläßlich!


[Ü] Re-enactment als Methode der historischen Kulturwissenschaften
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Neben einer allgemeinen Einführung in die Methoden der historischen Kulturwissenschaften, liegt der Schwerpunkt dieser Übung auf Reenactment. Dabei widmen wir uns jedoch nicht dem Reenactment als Mittel der Geschichtsvermittlung in Form eines Rollenspiels, sondern wir fragen nach dem Erkenntnispotenzial einer sinnlich nachvollziehenden Erprobung historischer Praktiken. In welchen Feldern der Geschichtswissenschaften lässt sich Reenactment sinnvoll einsetzen? Welche Informationen erhalten wir durch Reenactment, die wir nicht mit Hilfe anderer Methoden erzielen können? Wo liegen die Gefahren?


[Ü] Von Turns und Trends. Über methodische „Neuansätze“ in der Geschichtswissenschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[Ü] Von Weber zu Wehler: Grundlagentexte zur Historiographiegeschichte des 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Erste Sitzung ist der 16.04. - Die Übung wird unter Vorbehalt angeboten: Wenn das Präsidium einen Antrag auf Lehrdeputatsreduktion bewilligt, wird die Übung ersatzlos ausfallen. Dies wird in der ersten Semesterwoche per Aushang und auf StudIP mitgeteilt


[Ü] Was ist Alltag?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die Alltagsgeschichte gehört seit den 1980er Jahren ebenso zur Geschichtswissenschaft wie andere Teilbereiche (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Mediengeschichte usw.). Aber was ist eigentlich "Alltag", und wie lässt er sich in historischer Perspektive erforschen? In der Übung sollen einige Ansätze diskutiert werden, die sich dem "Alltag" aus verschiedenen Blickwinkeln widmen. Dabei geht es um methodische und theoretische Grundlagen, vor allem aber auch um die vielfältigen, oft überraschenden Themen der Alltagsgeschichte.


 
[Si] Feindbilder, Kriegsziele, Propaganda: Die Alliierten und das "Dritte Reich"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie das "Dritte Reich" von den alliierten Mächten im Zweiten Weltkrieg gesehen wurde und wie diese Sicht Propaganda, militärische Strategie und Kriegszielplanungen bestimmte. An ausgewählten Beispielen soll thematiseirt werden, auf welche Informationen sich die alliierte Sicht stützte, auf welchen interpretarischen / ideologischen Grundlagen sie beruhte, wie sie sich im Lauf des Krieges veränderte und wie sie die konkrete Deutschlandpolitik und die Nachkriegsplanungen der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion bestimmte. In diesem Zusammenhang wird es auch darum gehen zu untersuchen, welche Rolle Deutschland in der Nachkriegszeit zugedacht war und wie sich in dieser Frage deutliche Gegensätze zwischen des Westalliierten und der UdSSR abzeichneten.

Literaturhinweise:
Kettenacker, Lothar, Krieg zur Friedenssicherung. Die Deutschlandplanung der britischen Regierung während des Zweiten Weltkrieges, Göttingen - Zürich 1989
Hearden, Patrick J., Architects of Globalism. Building a neu world order during World War II, Fayetteville 2002
Fenby, Jonathan, Alliance. The inside story of how Roosevelt, Stalin andChurchill won one war and began another, London u. a. 2006


[Si] Karl Marx 1818-2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2018
zwei-wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Seminar (Do. 9.00-12.00 Uhr jede zweite Woche, Beginn 19.4.) nimmt den 200. Geburtstag von Karl Marx zum Anlass einer dreistufigen Auseinandersetzung. In einem ersten Teil sollen einige Grundelemente seiner Geschichtsauffassung und Gesellschaftsanalyse anhand seiner Schriften rekonstruiert werden. Bei Interesse kann hier auch berücksichtigt werden, wie die Arbeiten an der Marx-Engels-Gesamtausgabe das Bild seines Werks verändert haben und weiter verändern. In einem zweiten Schritt geht es dann um die Rezeption und Modifikation Marxscher Theoreme und ihr Schicksal in den politischen Auseinandersetzungen zu Zeiten der Zweiten Internationale und seither. Drittens soll schließlich die Frage nach einer etwaigen anhaltenden Aktualität Marxens mit Blick auf die Kapitalismuskritik des frühen 21. Jahrhunderts behandelt werden.

Literatur:
Gerd Konen, Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus, München 2017;
Christina Morina, Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte, München 2017;
Jonathan Sperber, Karl Marx. Sein Leben und sein Jahrhundert, München 2013;
Gareth Stedman Jones, Karl Marx. Greatness and Illusion, London 2016 (auch in deutscher Übersetzung).


[Si] Von Atompilzen und Blauen Planeten: Globalität und ihre Medialisierung nach 1945
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Seit den Superwahljahren 2016 und 2017 ist „Globalität“ plötzlich in aller Munde. So ist der „Globalist“ aufseiten der neuen Rechten der USA zum Schimpfwort für eine vermeintlich wurzellose Elite geworden, während ausgerechnet der Brexit – der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union – Phantasien eines „globalen Britanniens“ nährt, das sich am British Empire des 19. Jahrhunderts orientiert. Und dann ist da noch die alles überwölbende Globalisierung, die für alle erdenklichen Missstände verantwortlich gemacht wird und doch unausweichlich scheint. Schon um diese Unausweichlichkeit etwas in Frage zu stellen, wollen wir im Hauptseminar einen Schritt zurück gehen und fragen: Was war eigentlich „Globalität“? Verstanden die Menschen in der Zeit nach 1945 darunter immer dasselbe? Antworten werden wir entlang empirischer Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, aber auch unter Berücksichtigung theoretischer Überlegungen aus den Nachbardisziplinen suchen. Ein Ausgangspunkt unserer Sondierungen wird sein, dass man nicht an visuellen Medien vorbeikommt, wenn man die Geschichte von Globalitätsvorstellungen untersucht: Weltkarten, Fotografien der Erde aus dem All, Visualisierungen der Biosphäre oder Diagramme grenzüberschreitender Ressourcentransporte und Datenflüsse ließen und lassen die "Eine Welt" oder die "Mutter Erde" auf immer wieder neue Weise vor den Augen der Menschen entstehen. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit anspruchsvoller, auch englischsprachiger Forschungsliteratur.


 
[O Si] Oberseminar Alte Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 003

[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[O Si] Oberseminar Neuere und Neueste Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 214
Einzeltermin
Mo. 11.06.2018,18.00 - 20.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 103Leonhard Horowski (Berlin): Das Europa der Könige - öffentliche Geschichtswahrnehmung und -vermittlung experimentell



[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Anhand ausgewählter Literatur zu aktuellen Forschungsthemen werden im Seminar grundlegende Begriffe und Konzepte der Geschichtsdidaktik wiederholt, vertieft und im schulischen Kontext betrachtet. Im Mittelpunkt stehen zum einen Überlegungen zu den Kriterien von Unterrichtsqualität (vor allem im Zusammenhang mit Bildungsstandards und Kompetenzen) zum anderen Perspektiven hinsichtlich aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen an den Geschichtsunterricht.


[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Anhand ausgewählter Literatur zu aktuellen Forschungsthemen werden im Seminar grundlegende Begriffe und Konzepte der Geschichtsdidaktik wiederholt, vertieft und im schulischen Kontext betrachtet. Im Mittelpunkt stehen zum einen Überlegungen zu den Kriterien von Unterrichtsqualität (vor allem im Zusammenhang mit Bildungsstandards und Kompetenzen) zum anderen Perspektiven hinsichtlich aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen an den Geschichtsunterricht.


[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Oberseminar dient zum einen der Vertiefung fachdidaktischer Fragestellungen anhand aktuell erschienener Literatur. Hierbei kommen aktuelle bildungspolitische Fragen des Geschichtsunterrichts genauso zur Sprache wie grundlegende Konzepte der Geschichtsdidaktik.

Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gemacht.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


   
[Ex] Hessische Städte im Mittelalter
Blockveranstaltung mit Exkursion mit Exkursion nach Büdingen und Gelnhausen am 06.07.2018, 8 bis 18 Uhr
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
zwei-wöchentlich Fr. 12:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011
Einzeltermin
Fr. 06.07.2018,08.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion)

Kommentar:

Im Mittelalter bestand der Raum des heutigen Hessen noch aus einer Reihe verschiedener Territorien. Frankfurt am Main gehörte zu den Hauptstädten des Reiches und konnte seine Autonomie bis 1866 wahren. Marburg und Kassel waren landgräfliche Residenzen. Die wetterauischen Reichsstädte schlossen sich zeitweise zu einem Bund zusammen. Gelnhausen, Friedberg und Wetzlar mussten jedoch nicht nur mit äußeren Konflikten, sondern auch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen. Gelnhausen spielte unter den Staufern eine wichtige politische Rolle, wurde aber im Spätmittelalter verpfändet. Neben Reichsstädten gab es zahlreiche kleine fürstliche und gräfliche Residenzen, darunter Büdingen. Die Übung stellt anhand ausgewählter Beispiele unterschiedliche hessische Stadttypen vor und behandelt u.a. folgende Aspekte: Stadtentwicklung und –topographie; Stadtrecht; Beziehungen zu Umland und Stadtherrn, Wirtschaftsentwicklung, innere und äußere Konflikte. Die Thematik wird an sechs Blockterminen in Referaten erarbeitet. Die abschließende eintägige Exkursion (geplanter Termin 6.7.) führt nach Gelnhausen und Büdingen. Beide Orte verfügen über sehr gut erhaltene mittelalterliche Bausubstanz. Als ehemalige Reichs- bzw. Fürstenstadt vermitteln sie einen Eindruck von der Struktur zweier unterschiedlicher Stadttypen. Vorgesehen sind Stadtrundgänge und die Besichtigung der wichtigsten mittelalterlichen Bauten (Stauferpfalz und Marienkirche in Gelnhausen; Schloss in Büdingen, Stadtbefestigung in beiden Städten).

Einführende Literatur:
- ACKERMANN, Jürgen, Gelnhausen, die verpfändete Reichsstadt, Bürgerfreiheit und Herrschermacht, Marburg, 2006.
- BRAASCH-SCHWERSMANN, Ursula, „Wege der Stadtgeschichtsforschung in Hessen”, Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 50 (2000), S. 125-161.
- BROCKHOFF, Evelyn (Hg.), Von der Steinzeit bis in die Gegenwart. 8.000 Jahre städtebauliche Entwicklung in Frankfurt am Main, Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 76, Frankfurt am Main, 2016.
- DECKER, Klaus-Peter, „Grafschaft Isenburg-Büdingen”, in: SPEITKAMP, Winfried (Hg.), Handbuch der hessischen Geschichte, Bd. 3, Marburg, 2014, S. 232-272.
- FELSCHOW, Eva-Marie, Wetzlar in der Krise des Spätmittelalters, Darmstadt, Marburg, 1985.
- GRÄF, Holger Th.; JENDORFF, Alexander; MONNET, Pierre (Hg.), Land – Geschichte – Identität. Geschichtswahrnehmung und Geschichtskonstruktionen im 19. und 20. Jahrhundert – eine historiographische Bestandsaufnahme, Darmstadt, Marburg, 2016.
- ISENMANN, Eberhard – Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150-1550, Wien, Köln, 2014.
- REBENTISCH, Dieter (Hg.), Frankfurt am Main im Mittelalter, Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 66, Frankfurt am Main, 2000.
- STOBBE, Reimer – Die Stadt Friedberg im Spätmittelalter: Sozialstruktur, Wirtschaftsleben und politisches Umfeld einer kleinen Reichsstadt. Darmstadt, Marburg, 1992.


[Ex] Eine mächtige Infrastruktur. Eine Exkursion zur Ederseetalsperre
Das entsprechende Datum wird noch bekannt gegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 214
Do. 19.04.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Do. 03.05.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Do. 17.05.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Do. 07.06.2018,14.00 - 16.00 Uhr  

Kommentar:

Die Exkursion wird am 19.4., 3.5., 17.5. und 7.6. jeweils von 14-16Uhr vorbereitet und findet aller voraussicht nach am 8.6. statt. Ich bitte darum für die Exkursion einen ganzen Tag einzuplanen.


[Ex] Nassauer und Oranier in Hessen
Blockveranstaltung; Termine folgen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Adelsgeschlecht der Nassauer, dem unter anderem das Königshaus der Niederlande und die Großherzöge von Luxemburg entstammen, war bereits in der Frühen Neuzeit von einiger Bedeutung. Seine weitverzweigten Linien verfügten über umfangreiche Territorien auf dem Gebiet des heutigen Hessens. Am Beispiel von Dillenburg, Herborn und Weilburg sollen in der Exkursion zentrale Orte nassauischer Herrschaft und Prachtentfaltung erschlossen werden, die vielseitige Einblicke in die Rolle des Adelshauses in Europa geben, aber ebenso in Aspekte höfischen und alltäglichen Lebens in der Frühen Neuzeit sowie in die Geschichte Hessens.
Die vorbereitenden Sitzungen finden am 13. und 27. April statt, die Exkursion selbst am 29. und 30. Juni.


Termine:

13.04., 14-16 Uhr (C113)
27.04., 14-16 Uhr (C113)
29. und 30.06., ganztägig (Exkursion)


[Ex] Exkursion nach Buchenwald
Termine werden noch bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Di. 15.05.2018, 18.00 - 20.00 Uhr, Phil. I, C 214
6 Einzeltermine
Di. 15.05.2018,18.00 - 20.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. I, C 214
Di. 22.05.2018,18.00 - 20.00 Uhr  
So. 27.05.2018,14.00 - 20.00 Uhr   (Exkursion) Buchenwald
Mo. 28.05.2018,08.00 - 20.00 Uhr   (Exkursion) Buchenwald
Di. 29.05.2018,08.00 - 14.00 Uhr   (Exkursion) Buchenwald
Sa. 16.06.2018,10.00 - 16.00 Uhr  

Kommentar:

Beschreibung des Seminars:
Die Teilnehmer werden nach einer ersten Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers den didaktischen Ansatz der Gedenkstätte Buchenwald in Gruppen an exemplarischen Beispielen erarbeiten und ihre Ergebnisse im weiteren Verlauf der Veranstaltung mit dem Ansatz der ehemaligen DDR vergleichen, der sich an der DDR Gedenkstätte vor Ort klar erkennen lässt. Chancen und Risiken im Umgang mit außerschulischen Lernorten insbesondere von Gedenkstätten mit Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus werden hierbei natürlich eine wichtige Rolle spielen.
In den Vorbereitungsseminaren erwerben die Teilnehmer Kenntnisse über die Grundlagen von erfolgreicher Unterrichtsplanung (großer Unterrichtsentwurf) und die Zeit des Nationalsozialismus sowie der Funktion der Konzentrationslager in diesem Kontext.
Grundlage der Benotung bilden zu gleichen Teilen sowohl die aktive Mitarbeit in den Vorbereitungsseminaren und vor Ort als auch eine Abschlussarbeit, welche die Arbeitsergebnisse der Exkursion zusammenfasst und vertieft. Hierbei ist eine individuelle Schwerpunktsetzung nach Absprache durchaus erwünscht.
Die Teilnahme an der Exkursion kostet ca. 85,- €, wobei die JLU einen Teil hiervon als Zuschuss trägt. Der genaue Betrag wird im Vorbereitungsseminar bekannt gegeben. Die Teilnehmer organisieren die An- und Abfahrt selber. Die Bildung von Fahrgemeinschaften wird empfohlen.

Termine Vorbereitungsseminare: Dienstag 15.05. 18.00 (st.) Phil. 1, Raum C 214 – ca. 20.00 und Dienstag 22.05. 18.00 (st.) – ca. 20.00 Uhr
Termine Exkursion: Beginn Sonntag 27.05.2018, 14.00 Uhr in der Gedenkstätte, Ende: Dienstag 29.05.2018 ca. 14.00 Uhr in der Gedenkstätte
Termin Nachbereitung: Samstag 16.06. 10.00 (st.) – ca. 16.00 Uhr


[Ex] Wetzlar im Mittelalter - Historisches Lernen vor Ort als Vorbereitung auf die Unterrichtseinheit zum Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 13.04.2018, 12.00 - 13.00 Uhr, Phil. I, C 113
7 Einzeltermine
Fr. 13.04.2018,12.00 - 13.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. I, C 113
Fr. 04.05.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Sa. 05.05.2018,08.00 - 20.00 Uhr   (Exkursion) Exkursion nach Wetzlar
Fr. 18.05.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 01.06.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Do. 07.06.2018,07.45 - 13.30 Uhr   Aktionstag in Wetzlar
Fr. 15.06.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113

Kommentar:

Wetzlar ist heute eine beschauliche Stadt mit einer mittelalterlichen Altstadt, doch kaum ein Jugendlicher nimmt diese als historischen Ort wahr. Dabei erlebte Wetzlar im Mittelalter eine spannende, wechselvolle und ereignisreiche Geschichte von einer kleinen Stiftssiedlung bis zur bankrotten Reichsstadt. An vielen Stellen in der Stadt lassen sich Spuren dieser Geschichte entdecken, die Schülerinnen und Schüler der Region zur Auseinandersetzung mit dem Mittelalter anregen können.

In diesem Exkursionsseminar soll deshalb auf der Grundlage eigener Erkundungen ein Aktionstag mit Schülerinnen und Schülern einer Wetzlarer Schule vorbereitet und durchgeführt werden. An diesem Tag sollen an verschiedenen historischen Orten in der Stadt die Geschichte Wetzlars im Mittelalter schüler- und handlungsorientiert aufbereitet, kleinen Schülergruppen nahe gebracht und Fragen hinsichtlich der Zeit des Mittelalters allgemein aufgeworfen werden.

Eine kurze verbindliche Vorbesprechung findet am 13.4. um 12.00h s.t. statt. Raum C 113

Der Aktionstag wird am 7.6. in Wetzlar (ca. 7.45h-13.30h) stattfinden.

Vorbereitungsseminare:
Freitag, 4.5. 14-18.00h (C113)
Samstag 5.5. ganztätig in Wetzlar
Freitag 18.5. 14-18.00h (C113)
Freitag 1.6. 14-18.00h (C113)

Nachbereitungsseminar:
Freitag 15.6. 14-18.00h (C113)

Literaturempfehlungen zur Vorbereitung:
Jung, Irene: Wetzlar. Eine kleine Stadtgeschichte. Erfurt 2010. (Bes. Kap II-IV)
Wegmann, Jürgen: Der Wetzlarer Dom - ein Haus für zwei Konfessionen. Eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands. Baden- Baden 2017. (Bes. Kap. 3.1.)

Weiterführende Literatur:
Hahn, Herbert: Untersuchungen zur Geschichte der Reichsstadt Wetzlar im Mittelalter. Darmstadt u. Marburg 1984.
Felschow, Eva-Maria: Wetzlar in der Krise des Spätmittelalters. Darmstadt u. Marburg 1985.


 
[Si] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitungsseminar
Termine für Nachbereitung werden im Begleitseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Erkenntnisse zu wichtigen unterrichtlichen Aspekten werden entlang vorher festgelegter Beobachtungskriterien präsentiert und diskutiert. Die Entwicklung der eigenen Einstellung zum Geschichtsunterricht soll dabei reflektiert und Entwicklungspotenziale für den künftigen eigenen Unterricht identifiziert werden.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Das Seminar bereitet gezielt auf das Fachpraktikum Geschichte vor. Die didaktisch fundierte sowie methodisch durchdachte Planung von Unterricht wird Schwerpunkt der Seminartätigkeit sein. Daneben werden pädagogische und fachwissenschaftliche Aspekte erörtert und in Planungsüberlegungen einbezogen, um eine umfassende Unterrichtsplanung, wie sie in schriftlichen Unterrichtsentwürfen gefordert ist, zu erabeiten.


[Si] Praxis des historischen Lernens (Begleitseminar) (Gruppe 1)
Termine für Begleitseminare werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Neben den unmittelbar das Praktikum betreffenden operativen Belangen sind im Wesentlichen pädagogische Probleme bzgl. Klassenführung und Schulalltag Gegenstand der Veranstaltung.


[Si] Praxis des historischen Lernens (Begleitseminar) (Gruppe 2)
Termine für Begleitseminare werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar reflektiert die Erfahrungen im Praktikum. Es ergänzt die in der Vorbereitungsveranstaltung gesetzten Planungsschwerpunkte um Praxiserfahrungen in der Durchführung von Unterricht. Die Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" wird im Zentrum der Beobachtungsschwerpunkte und Reflexionen stehen, die im Seminar diskutiert werden.


[Si] Praxis des historischen Lernens (Begleitseminar) (Gruppe 3)
Termine für Begleitseminare werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Neben den unmittelbar das Praktikum betreffenden operativen Belangen sind im Wesentlichen pädagogische Probleme bzgl. Klassenführung und Schulalltag Gegenstand der Veranstaltung.


     
[sonst.] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr,  Phil. I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zu zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de