Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Masterstudiengänge Soziologie - M.A. Gesellschaft und Kulturen der Moderne (Studienbeginn ab Wintersemester 2016/17)
Veranstaltungen
M1: Kultur- und sozialtheoretische Grundlagen (03-Ma-GKM-K-1) ⇑
M2: Kulturelle und gesellschaftliche Transformation in spezifischen Feldern (03-Ma-GKM-K-2) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Afrika im Comic
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 101 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 101 |
Der Comic war eines der prägenden Medien des 20. Jahrhunderts und ist nach wie vor wirksam. Nahezu von Beginn an finden sich im Comic Darstellungen Afrikas. Dabei spielen nicht unwesentlich Bebilderungen kolonialer Herrschaft und Klischees sowie Darstellungen des Exotismus des Anderen eine Rolle. Diese Darstellungen des afrikanischen Kontext sind jedoch erstens nicht unterschiedslos zu bewerten und sie verändern sich zweitens im Zuge der Entwicklung des Mediums. Mit einer Schwerpunktsetzung auf jüngeren Beispielen, wird das Seminar an ausgewählten Beispielen der Darstellung Afrikas im Comic nachgehen.
[Si] Dwelling: Financialization, Political Strategy, Camp" Modul für Transition Management MK-103-EN Power and Democracy, ebenso Teil des Virtual International Programme of JLU
[Si] Environmental Justice

The unequal distribution of environmental benefits and harms produced by modern capitalist production remains one of the most pressing societal challenges of our time, giving rise to “environmental justice” as a topic of socio-political mobilization and a theoretical concept in social science for analyzing (re-)distribution, mobilization, representation, and political participation. Environmental justice focuses on the nexus between social discrimination and environmental burdens affecting groups such as poor communities, racial minorities, children, and indigenous peoples, and highlights demands for equal environmental protection.
Today, environmental justice is central to challenges in areas such as food, agriculture, climate change, water, and land use. It is actively adopted by social movements addressing disproportionate environmental harms, mobilizing against threats like polluted environments, and advocating for fair access to environmental goods. Simultaneously, environmental justice has been integrated into governance arrangements at multiple levels. As a theoretical perspective, environmental justice enables reflection on local mobilizations and global connections while contextualizing key questions through frameworks like post-colonial theory, social movement theory, and environmental governance studies.
In the course, following an introduction to the foundations, history, and definitions of environmental justice, several key questions are assessed: How are environmental benefits and harms distributed, and what dependencies, inequalities, and conflicts result? How do environmental conflicts and struggles over resources manifest? What justice claims are mobilized, and how are they expressed? What power dynamics and social structures perpetuate environmental inequality? What mechanisms address or resolve conflicts related to environmental justice?
Students will analyze case studies demonstrating environmental inequalities across issues, regions, and communities. Results from group work will be presented, discussed, and commented on in two block seminar sessions on July 12 and July 19, 2025.
[Si] Von solitären Interneteltern und gemeinschaftsorientierten Fernsehfamilien: digitale Medien im Alltag von Familien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.)
Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.
M3: Kulturelle Differenzen (03-Ma-GKM-K-3) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2) oder ein Lehrforschungsprojekt (A3)
A 1: Seminar
[Si] Conflicts about the Climate Change
regelmäßiger Termin ab 15.05.2025 | ||
zwei-wöchentlich Do. 10:00 - 14:00 Uhr | RuW, 052 | |
nächster Termin: 15.05.2025 Uhr, Raum: RuW, 052 |
The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si] Geschlecht und die Regierung von Körpern: Queere und feministische Staatstheorien
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Mo. 14:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 |
Was hat Staatlichkeit mit Geschlecht zu tun? Ist Sex politisch? Wie hängen Staat und Intimität zusammen? Wie regulieren staatliche Strukturen Körperlichkeit? Warum sind politische Entscheidungsstrukturen (bis heute) ‚männlich‘ dominiert? In dem Seminar nehmen wir auf der Basis feministischer, queerer, sowie politik-, demokratie- und staatstheoretischer Ansätze und Forschungsarbeiten das Verhältnis von Staat/lichkeit, Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit in den Blick: Wir werden uns erarbeiten, was es genau damit auf sich hat, wenn in der feministischen und queeren Politikwissenschaft von einem ‚vergeschlechtlichten Staat‘, von ‚Biopolitik‘ oder dem ‚Staat als Männer*bund‘ gesprochen wird: In welcher Weise ist der (‚westliche‘) Nationalstaat vergeschlechtlicht? Wie kann Geschlecht bzw. eine heteronormative Geschlechterdifferenz als zentrales Strukturmerkmal ‚des Politischen‘ verstanden und analysiert werden? Welche Auswirkungen hat dies auf aktuelle politische Strukturen (z.B. Zusammensetzung des Parlaments) und Kommunikationsformen (z.B. von Politiker*innen). Darüber hinaus werden wir uns aber auch fragen, in welcher Weise Geschlecht selbst als Effekt staatlicher Regierungsweisen und Machttechniken betrachtet und analysiert werden kann: Wie werden Körper, Sexualitäten und Intimitäten durch staatliche Praktiken regiert und normiert? Und wie hat sich dies historisch verändert? Hier rücken demnach auch Regelungen und (staatliche) Diskurse in Bezug auf LGBTIQ+ Personen, Vergewaltigung, sexualisierte und häusliche Gewalt oder Abtreibung in das Blickfeld. Welche Konzepte und Ansätze sind hilfreich, um diese vergeschlechtlichten Implikationen von Staat und Politik zu verstehen?
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
A 2: Seminar
[Si] Conflicts about the Climate Change
regelmäßiger Termin ab 15.05.2025 | ||
zwei-wöchentlich Do. 10:00 - 14:00 Uhr | RuW, 052 | |
nächster Termin: 15.05.2025 Uhr, Raum: RuW, 052 |
The seminar explores current conflicts about climate change and about the measures implemented to mitigate its acceleration and effects. We will examine such conflicts with regards to different arenas and actors – ranging from the transnational to the local – as well as with respect to different forms of conflicts – ranging from litigation and parliamentary debates to protests and online disputes.
[Si] Geschlecht und die Regierung von Körpern: Queere und feministische Staatstheorien
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Mo. 14:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 |
Was hat Staatlichkeit mit Geschlecht zu tun? Ist Sex politisch? Wie hängen Staat und Intimität zusammen? Wie regulieren staatliche Strukturen Körperlichkeit? Warum sind politische Entscheidungsstrukturen (bis heute) ‚männlich‘ dominiert? In dem Seminar nehmen wir auf der Basis feministischer, queerer, sowie politik-, demokratie- und staatstheoretischer Ansätze und Forschungsarbeiten das Verhältnis von Staat/lichkeit, Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit in den Blick: Wir werden uns erarbeiten, was es genau damit auf sich hat, wenn in der feministischen und queeren Politikwissenschaft von einem ‚vergeschlechtlichten Staat‘, von ‚Biopolitik‘ oder dem ‚Staat als Männer*bund‘ gesprochen wird: In welcher Weise ist der (‚westliche‘) Nationalstaat vergeschlechtlicht? Wie kann Geschlecht bzw. eine heteronormative Geschlechterdifferenz als zentrales Strukturmerkmal ‚des Politischen‘ verstanden und analysiert werden? Welche Auswirkungen hat dies auf aktuelle politische Strukturen (z.B. Zusammensetzung des Parlaments) und Kommunikationsformen (z.B. von Politiker*innen). Darüber hinaus werden wir uns aber auch fragen, in welcher Weise Geschlecht selbst als Effekt staatlicher Regierungsweisen und Machttechniken betrachtet und analysiert werden kann: Wie werden Körper, Sexualitäten und Intimitäten durch staatliche Praktiken regiert und normiert? Und wie hat sich dies historisch verändert? Hier rücken demnach auch Regelungen und (staatliche) Diskurse in Bezug auf LGBTIQ+ Personen, Vergewaltigung, sexualisierte und häusliche Gewalt oder Abtreibung in das Blickfeld. Welche Konzepte und Ansätze sind hilfreich, um diese vergeschlechtlichten Implikationen von Staat und Politik zu verstehen?
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
M4: Kultur beobachten und Theorie bilden (Methode und Analyse) (03-Ma-GKM-TP-1) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2) sowie die Übung
A 1 und LV 2: Seminare
[Si] Interaktionsprozesse erforschen mittels Grounded Theory
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 207 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 207 |
Im Rahmen dieses Seminares lernen die Studierenden die theoretischen und praktischen Grundlagen der Grounded Theory Methodologie kennen. Nach vorbereitender Lektüre führen die Studierenden Beobachtungen zu selbstgewählten Themen durch und werten diese anschließend, im Rahmen eines Forschungsprozesses der Grounded Theory Methodologie, aus.
[Si] Technographien als Methode
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 104 |
Lernziel der Veranstaltung ist das vertiefte Kennenlernen und Erproben der Methode der Technographie. Technographien sind eine qualitative Methode zur Erkundung von Kommunikations- und Medienumgebungen in der datafizierten Gesellschaft. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erkunden digitaler Orte und ihrer materialen Beschaffenheit. Der Methode nähern wir uns aus theoretischer wie praktischer Perspektive. Das setzt zur Vorbereitung eine intensive Lektüre von Methodentexten in deutscher und englischer Sprache voraus. Einzelne Anwendungsbeispiele, wie eine Supermarkt-App oder Plattformen im Bereich sozialer Medien, werden gemeinsam identifiziert und in Kleinprojekten intensiv bearbeitet.
Pflichtlektüre zur Vorbereitung
Johannes Paßmann und Cornelius Schubert (2022). Technografien als Methode der Social Media-Forschung. In: Eva Gredel (Hrsg.), Diskurse-digital, De Gruyter, 283-300.
(verfügbar im Ordner Literatur unter Dateien)
A 3: Übung: Methodenvertiefung und empirisches Projekt
[Si] Interaktionsprozesse erforschen mittels Grounded Theory
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 207 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 207 |
Im Rahmen dieses Seminares lernen die Studierenden die theoretischen und praktischen Grundlagen der Grounded Theory Methodologie kennen. Nach vorbereitender Lektüre führen die Studierenden Beobachtungen zu selbstgewählten Themen durch und werten diese anschließend, im Rahmen eines Forschungsprozesses der Grounded Theory Methodologie, aus.
[Si] Technographien als Methode
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 104 |
Lernziel der Veranstaltung ist das vertiefte Kennenlernen und Erproben der Methode der Technographie. Technographien sind eine qualitative Methode zur Erkundung von Kommunikations- und Medienumgebungen in der datafizierten Gesellschaft. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erkunden digitaler Orte und ihrer materialen Beschaffenheit. Der Methode nähern wir uns aus theoretischer wie praktischer Perspektive. Das setzt zur Vorbereitung eine intensive Lektüre von Methodentexten in deutscher und englischer Sprache voraus. Einzelne Anwendungsbeispiele, wie eine Supermarkt-App oder Plattformen im Bereich sozialer Medien, werden gemeinsam identifiziert und in Kleinprojekten intensiv bearbeitet.
Pflichtlektüre zur Vorbereitung
Johannes Paßmann und Cornelius Schubert (2022). Technografien als Methode der Social Media-Forschung. In: Eva Gredel (Hrsg.), Diskurse-digital, De Gruyter, 283-300.
(verfügbar im Ordner Literatur unter Dateien)
M5: Praktikum (03-Ma-GKM-TP-2) ⇑
M6/M7/M8: Kooperationsmodul (03-Ma-GKM-Koop-1/2/3) ⇑
Zu belegen sind drei Module, darin jeweils: entweder zwei Seminare aus dieser Liste bzw. einer Nachbarwissenschaft (A1 und A2) oder ein Lehrforschungsprojekt (A3).
A 1: Seminar
[Si] Bundestagswahl 2025
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil 2, Gebäude E, Raum E119 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil 2, Gebäude E, Raum E119 |
In diesem Seminar werden die politischen Ereignisse rund um die Bundestagswahl 2025 beleuchten. Hierbei nehmen wir Bezug auf unterschiedliche Stränge der politikwissenschaftlichen Forschung wie etwa die Partizipationsforschung, die Wahlforschung, die Parteienforschung und die Forschung zur Koalitionsbildung. Das Besondere an diesem Kurs wird sein, dass wir uns lediglich bei den theoretischen Grundlagen auf Forschungsliteratur beziehen können. Alles andere werden wir uns aus Medienberichten, Umfragen und anderen Dokumenten erschließen müssen. In dem Kurs wird die Bereitschaft erwartet, dieses zusätzlichen Rechercheaufwand zu betreiben und sich auf unterschiedliche Arbeitsformate (inkl. Gruppenarbeiten) einzulassen. Zu diesem Kurs sind zusätzliche Termine mit Gesprächen mit Politiker*innen unterschiedlicher Parteien geplant. Die konkrete Terminplanung wird Ihnen zum Semesterstart bekannt gegeben.
[Si] Dwelling: Financialization, Political Strategy, Camp" Modul für Transition Management MK-103-EN Power and Democracy, ebenso Teil des Virtual International Programme of JLU
[Si] EU Enlargement Policies
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | E201 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: E201 |
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Krieg für Menschenrechte. Die R2P zwischen Anspruch und Missbrauch
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Zeughaus, Raum S4 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Zeughaus, Raum S4 |
I. INHALT:
Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann. Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie "Humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Anschließend (2) diskutieren wir vor dem Hintergrund einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, Institutionalismus, Konstruktivismus, kritische - hier: postkoloniale - Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen der europäischen Staaten im heutigen Syrien und Libanon (1861) sowie der sogenannten Heiligen Allianz auf dem Balkan oder der Krimkrieg (1853), die Intervention der USA auf Kuba (1898) oder Haiti (1915 und 1991), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert. Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des Gewalteinsatzes für Menschenrechte. Dazu gehören liberale Interventionen wie die der NATO in Libyen (2011) und (von mir in diversen Publikationen so genannte) autoritäre Interventionen wie die Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.
II. LITERATUR (für einen ersten Überblick und eine Einführung in die Thematik):
BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.
DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.
HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.
HASENCLEVER, Andreas 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.
HERACLIDES, A. /DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Century. Setting the Precedent. Manchester: University Press.
HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen. München: Beck.
HOFMANN, Gregor 2019: Gerechtigkeitskonflikte und Normentwicklung: Die internationale Umstrittenheit der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Springer/VS.
KRAUSE, Dan 2023: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung. Analyse der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich.
LOGES, Bastian 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).
MERKEL, Reinhard (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.
REICHWEIN, A. (i.E.): Krieg für Menschenrechte? Die Internationale Schutzverantwortung zwischen Anspruch und Missbrauch. München: UTB (https://www.beck-shop.de/alexander-reichwein/creator/576783687).
REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.
SIMMS, B. / Trim, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.
SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.
SWATEK-EVENSTEIN, Mark 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.
THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.
WHEELER, Nicholas J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.
Für das Seminar wird ein Syllabus mit Pflicht- (für die Seminardebatten) und Vertiefungslektüre (für die Hausarbeiten) zu allen Sitzungen zusammengestellt und Anfang April in StudIP im 1. Dateiordner (betitelt mit Seminarorganisation) hochgeladen.
III. SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:
(1) Das Seminar wird in deutscher und (wer mag) englischer Sprache stattfinden.
(2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche Mittwochs 18.15 bis 19.45h im Zeughaus.
(3) Regelmäßige Teilnahme am Seminar wird vorausgesetzt (Studierende dürfen nicht mehr als zweimal unentschuldigt fehlen); tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein.
(4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englischsprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen.
(5) Referat oder alternative Leistungsform (zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan)
(6) Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen in einem StudIP-Ordner für Hausarbeiten und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2025 (die ausgedruckte Fassung kann später mit Beginn des Wintersemesters nachgereicht werden).
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
[Si] Von solitären Interneteltern und gemeinschaftsorientierten Fernsehfamilien: digitale Medien im Alltag von Familien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.)
Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.
A 2: Seminar
[Si] Bundestagswahl 2025
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil 2, Gebäude E, Raum E119 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil 2, Gebäude E, Raum E119 |
In diesem Seminar werden die politischen Ereignisse rund um die Bundestagswahl 2025 beleuchten. Hierbei nehmen wir Bezug auf unterschiedliche Stränge der politikwissenschaftlichen Forschung wie etwa die Partizipationsforschung, die Wahlforschung, die Parteienforschung und die Forschung zur Koalitionsbildung. Das Besondere an diesem Kurs wird sein, dass wir uns lediglich bei den theoretischen Grundlagen auf Forschungsliteratur beziehen können. Alles andere werden wir uns aus Medienberichten, Umfragen und anderen Dokumenten erschließen müssen. In dem Kurs wird die Bereitschaft erwartet, dieses zusätzlichen Rechercheaufwand zu betreiben und sich auf unterschiedliche Arbeitsformate (inkl. Gruppenarbeiten) einzulassen. Zu diesem Kurs sind zusätzliche Termine mit Gesprächen mit Politiker*innen unterschiedlicher Parteien geplant. Die konkrete Terminplanung wird Ihnen zum Semesterstart bekannt gegeben.
[Si] Dwelling: Financialization, Political Strategy, Camp" Modul für Transition Management MK-103-EN Power and Democracy, ebenso Teil des Virtual International Programme of JLU
[Si] EU Enlargement Policies
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | E201 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: E201 |
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Krieg für Menschenrechte. Die R2P zwischen Anspruch und Missbrauch
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Zeughaus, Raum S4 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Zeughaus, Raum S4 |
I. INHALT:
Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann. Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie "Humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Anschließend (2) diskutieren wir vor dem Hintergrund einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, Institutionalismus, Konstruktivismus, kritische - hier: postkoloniale - Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen der europäischen Staaten im heutigen Syrien und Libanon (1861) sowie der sogenannten Heiligen Allianz auf dem Balkan oder der Krimkrieg (1853), die Intervention der USA auf Kuba (1898) oder Haiti (1915 und 1991), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert. Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des Gewalteinsatzes für Menschenrechte. Dazu gehören liberale Interventionen wie die der NATO in Libyen (2011) und (von mir in diversen Publikationen so genannte) autoritäre Interventionen wie die Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.
II. LITERATUR (für einen ersten Überblick und eine Einführung in die Thematik):
BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.
DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.
HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.
HASENCLEVER, Andreas 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.
HERACLIDES, A. /DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Century. Setting the Precedent. Manchester: University Press.
HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen. München: Beck.
HOFMANN, Gregor 2019: Gerechtigkeitskonflikte und Normentwicklung: Die internationale Umstrittenheit der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Springer/VS.
KRAUSE, Dan 2023: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung. Analyse der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich.
LOGES, Bastian 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).
MERKEL, Reinhard (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.
REICHWEIN, A. (i.E.): Krieg für Menschenrechte? Die Internationale Schutzverantwortung zwischen Anspruch und Missbrauch. München: UTB (https://www.beck-shop.de/alexander-reichwein/creator/576783687).
REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.
SIMMS, B. / Trim, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.
SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.
SWATEK-EVENSTEIN, Mark 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.
THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.
WHEELER, Nicholas J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.
Für das Seminar wird ein Syllabus mit Pflicht- (für die Seminardebatten) und Vertiefungslektüre (für die Hausarbeiten) zu allen Sitzungen zusammengestellt und Anfang April in StudIP im 1. Dateiordner (betitelt mit Seminarorganisation) hochgeladen.
III. SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:
(1) Das Seminar wird in deutscher und (wer mag) englischer Sprache stattfinden.
(2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche Mittwochs 18.15 bis 19.45h im Zeughaus.
(3) Regelmäßige Teilnahme am Seminar wird vorausgesetzt (Studierende dürfen nicht mehr als zweimal unentschuldigt fehlen); tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein.
(4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englischsprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen.
(5) Referat oder alternative Leistungsform (zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan)
(6) Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen in einem StudIP-Ordner für Hausarbeiten und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2025 (die ausgedruckte Fassung kann später mit Beginn des Wintersemesters nachgereicht werden).
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
[Si] Von solitären Interneteltern und gemeinschaftsorientierten Fernsehfamilien: digitale Medien im Alltag von Familien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.)
Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.