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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2022/23

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Änderungen des eVV im Kontext der europäischen Energiesituation:

Wir weisen darauf hin, dass es in einigen Bereichen unvermeidlich sein kann, die Lehrplanungen der JLU und damit das eVV anzupassen. Abhängig von der Lage der Energieversorgung in Deutschland sind auch kurzfristige Maßnahmen im Laufe des Wintersemesters leider nicht auszuschließen. Dies ist notwendig, damit die JLU Gießen die notwendigen Einsparungen zur Sicherung der Energieversorgung in der Region leisten kann.
Aktualisierte Informationen finden Sie jeweils hier: https://www.uni-giessen.de/coronavirus-energie

Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

Veranstaltungen

 

 
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[Koll] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 207

Kommentar:

Das Oberseminar/Kolloquium wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie – insbesondere rund um die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verständnis unserer menschlichen Lebensform(en) – und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer:innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.
Um Voranmeldung wird gebeten.


[Koll] Kolloquium
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung wird online durchgeführt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 17:00 - 20:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: online

[Koll] Probleme und Perspektiven der praktischen Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 207

Kommentar:

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Promovierende, die sich für aktuelle Debatten und Probleme der der praktischen Philosophie interessieren. Es bietet die Gelegenheit, eigene Arbeiten vor- und zur Diskussion zu stellen sowie Neuerscheinungen zu erschließen. In diesem Semester werden wir das 2022 bei suhrkamp taschenbuch verlag erschienene Buch: Spielarten des Kompromisses von Véronique Zanetti lesen.


   
[Pj] Projekt: Kognitive und normative Orientierung
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Konstruktion und Argumentation
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Kritik und Reflexion
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

 
[Si] Analytische Moralphilosophie  (AfK-Nr. 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Analytische Moralphilosophie

Die Entstehung und Etablierung der analytischen Philosophie im 20. Jahrhundert war mit einer Stärkung der Metaethik verbunden, aber ab den 1930er Jahren auch mit einer jahrzehntelangen Marginalisierung der normativen Ethik. Seit den 1960er Jahren hat sich die analytische Moralphilosophie allerdings zu einer schier unerschöpflichen Quelle von philosophischen Entwicklungen entwickelt, die nicht nur die bekannten Theorie-Paradigmen fortführt, sondern neue Probleme und hoch spannenden Debatten hervorbringt.
Das Seminar stellt Grundlagentexte von konsequentialistischen (Shelly Kagan, Peter Railton), deontologischen (W. D. Ross, Thomas Nagel) und tugendethischen (Michael Slote, Christine Swanton) Philosoph:innen vor. Und es gibt einen Überblick über wichtige zeitgenössische Debatten der analytischen normativen Ethik (etwa moralischer Zufall, moralische Aggregation, Prinzip der Doppelwirkung)

Literatur: Analytische Moralphilosophie, hrsg. von Sebastian Muders und Philipp Schwind, Frankfurt/M. 2021


[Si] Armut und Reichtum als Thema im Ethikunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Armut und Reichtum ist ein Thema, das auf der einen Seite globale Bedeutung besitzt, aber auch bis in unser Klassenzimmer hinein reicht. Es berührt die globale Gerechtigkeit auf der Welt ebenso wie die soziale Gerechtigkeit in unserem eigenen Land. Kompetenzen wie Empathie, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, die erarbeiteten Ergebnisse auf persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen zu übertragen, sollte durch die Thematisierung im besten Fall dazu führen, dass soziale Verantwortung übernommen werden kann. Denn Armut fällt nicht vom Himmel und kommt nicht von alleine: Armut ist ein Produkt sozialer Prozesse, ein Verteilungsproblem und zwar lokal und global, das sich in der Klimakrise noch verschärfen wird.
Im Seminar wird zunächst eine theoretische Grundlage gelegt, auf der aufbauend im Verlauf des Semesters Unterrichtseinheiten konzipiert werden.


[Si] Die Bausteine unserer Welt - zwischen Realismus und (sozialer) Konstruktion  (AfK-Nr. 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

„Es gibt objektive Wahrheiten und eine objektive – von unserem Denken und Wahrnehmen unabhängige – Welt (Wirklichkeit), die wir zudem erkennen können.“
Wer einen solchen (naiven?) Realismus vertritt, hat oftmals einen schweren Stand. Und vielleicht ja zurecht. Ist nicht unser Erkennen klarerweise (auch) Ausdruck der jeweiligen kulturellen, sozialen oder sogar subjektiven Perspektive? Und ist das, was wir Wirklichkeit nennen, zumindest zentrale Ausschnitte davon, nicht auch konstruiert (‚gemacht‘) – sei es von unseren Gehirnen, wissenschaftlichen Theorien oder auch von sozialen Praktiken? Wer sich derartigen Fragen widmet, muss vor allem erst einmal eine Menge begrifflicher Arbeit investieren: Wie sollen wir die miteinander verwandten Begriffe der Wirklichkeit, der Welt und der Objektivität verstehen? Und was kann sinnigerweise mit dem schillernden Begriff der Konstruktion gemeint sein?
Im Seminar werden wir diese Arbeit zu leisten versuchen und zudem philosophische Motive und Argumente, die für realistische oder für konstruktivistische Positionen zu sprechen scheinen, genauer unter die Lupe nehmen.
Das Seminar richtet sich vorwiegend an fortgeschrittene Studierende.


[Si] Einführung in die Ethikdidaktik der Grundschule am Thema Krieg und Frieden
Klausurtermin: 15.03.2023. BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung wird online durchgeführt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 21.10.2022, Raum: online

Kommentar:

Warum sollten wir Ethik in der Grundschule unterrichten? Wie sollten wir Ethik in der Grundschule unterrichten? Dies sind die beiden grundlegenden Fragen, mit denen sich diese Einführung in die Ethikdidaktik beschäftigt. Nachdem verschiedene philosophiedidaktische Modelle (Kant, Hegel, Martens, Rösch, Tiedemann u. a.) erarbeitet wurden, stellen wir uns der für die Unterrichtspraxis zentralen Frage, wie diese philosophiedidaktischen Modelle in der Praxis des Ethikunterrichtes umgesetzt werden können. Wichtigstes Medium für unsere Unterrichtsplanung ist das Bilderbuch, die dieses Mal zum Thema Krieg und Frieden gesichtet und auf Ihren Wert zur Unterrichtsgestaltung untersucht werden.
Ziel der Einführung ist, dass Sie als TeilnehmerIn eine reflektierte Position gegenüber zentralen philosophiedidaktischen Ansätzen hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile in der Praxis entwickeln.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (Ehtik L2/L5) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 17.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie” für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.

Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (Ehtik L2/L5) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 17.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie” für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.

Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in Wittgensteins Spätphilosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über zentrale Themen der Wittgensteinschen Spätphilosophie zu erhalten. Zu diesen Themen gehören unter anderem: Hinweisende Definitionen und sprachliche Bedeutung, das Paradox des Regelfolgens, das Problem der privaten Sprache, die Logik der Farbbegriffe, Aspektsehen, Zweifel und Gewissheit, die Funktion des mathematischen Beweises.

Neben der regelmäßigen Teilnahme und der Vorbereitung der (teils sehr sperrigen) Texte wird von den Studierenden ein kurzes Impulsreferat zum Sitzungsbeginn erwartet. Prüfungsleistung ist ein Essay (3 CP) oder eine Hausarbeit (6 CP).

Ein Reader wird zur Verfügung gestellt


[Si] Filme im Ethik- und Philosophieunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 17.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Warum sollte man Filme zum Unterrichtsgegenstand machen? Kinder und Jugendliche haben doch ohnehin schon einen erheblichen Medienkonsum. Sollte man da im Unterricht nicht vielmehr die Lesekompetenz stärken und sich auf die Textarbeit konzentrieren? Gewichtige Argumente, aber auch das Sehen will gelernt sein, um Manipulation und Reizüberflutung entgegenzuwirken. Denn der Film ist heute neben seiner Funktion als Mittel der Zerstreuung eben auch ein unentbehrliches Medium der Erfahrung, das uns hilft, die Welt zu verstehen und uns in ihr zu orientieren.
Bilder können uns gefangen nehmen, sie können uns aber auch in Distanz zu unserer Umwelt setzen, zum Staunen anregen, Fragen über unseren Alltag aufwerfen, neue Realitäten entstehen lassen. Filme können geeignete Mittel gegen die Abstraktheit philosophischer und ethischer Theorien sein, sie ermöglichen konkrete Erfahrungen. Insofern kann man nicht mit Filmen philosophieren, sie können aber zum Philosophieren hinführen und Anschauungsmaterial für philosophische Probleme
bieten. Doch das genaue, bewusste Hinsehen will gelernt sein.
Im Anschluss an einen theoretischen Einführungsblock geht es um methodische Möglichkeiten der Filmarbeit im Philosophie- und Ethikunterricht. Ausgewählte Filme werden gemeinsam didaktisch aufbereitet. Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft, in Gruppen eine Einheit zu einem ausgewählten Film zu erarbeiten, sowie die Durchführung einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Unterrichtssequenz.


[Si] Geschlecht als Thema des Ethik- und Philosophieunterrichts
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung wird online durchgeführt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 21.10.2022, Raum: online

Kommentar:

Seit 2016 ist gegen konservative Proteste in Hessen ein neuer, progressiver „Lehrplan Sexualerziehung“ in Kraft. „Gegenstand der Sexualerziehung in Schulen soll die Vermittlung von Wissen über die Existenz unterschiedlicher Partnerschaftsformen und Verständnisse von Familie, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten und deren Akzeptanz sein“ (Lehrplan Sexualerziehung) und nicht mehr nur deren Toleranz wie im alten Lehrplan. Der Lehrplan legt außerdem fest, dass zu Beginn jedes Schuljahres in einer Klassenkonferenz die Beiträge jedes Faches zur Erfüllung dieses Lehrplanes festgelegt werden sollen. Die Praxis zeigt allerdings, dass dies noch kaum umgesetzt wird. In diesem Seminar wollen wir Unterrichtssequenzen für die sexuelle Bildung aus philosophisch-ethischer Perspektive entwickeln und erproben.
Mögliche Themen sind: Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten, Sexuelle Belästigung (#MeToo), Sexualität und Geschlecht in den Medien und der Umgang in sozialen Netzwerken (Pornographie, Sexting), sexuelle Orientierungen (z. B. Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Polysexualität, Pansexualität), sexuelle Identität (z. B. Intersexualität, Transgender), Debatte um die Anzahl der Geschlechter, u. a.


[Si] Kompetenzorientiert unterrichten im Ethik- und Philosophieunterricht (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.


[Si] Kompetenzorientiert unterrichten im Ethik- und Philosophieunterricht (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.


[Si] Konzeptionen des guten Lebens  (AfK-Nr. 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 309

Kommentar:

Gegenstand des Seminars ist die philosophische Diskussion über die Frage, was das Leben einer Person zu einem für diese Person guten Leben macht. Wir werden uns zunächst damit auseinandersetzen, inwiefern auf diese Frage überhaupt eine Antwort gegeben werden kann, die sich nicht darin erschöpft, dass das Leben für eine Person dann gut ist, wenn sie es selbst eben für gut hält. Nachdem wir uns so zentrale Ansätze und Argumente in der Debatte erarbeitet haben, werden wir diese weiter ausloten, indem wir den folgenden Fragen genauer nachgehen: In welchem Zusammenhang steht das gute Leben für eine Person mit der Moral? Welche Rolle spielt unser Verständnis von einem guten Leben überhaupt im praktischen Nachdenken? In welchem Verhältnis steht ein gutes Leben zu einem sinnerfüllten?
Das Seminar richtet sich an Studierende, die das Einführungsmodul in die Praktische Philosophie absolviert haben.


[Si] Menschenwürde  (AfK-Nr. 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 17.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Der Begriff der Menschenwürde ist allgegenwärtig und umkämpft, insbesondere im deutschsprachigen Diskurs. Er findet Verwendung in den unterschiedlichsten Debatten und von Seiten verschiedener Disziplinen. Auffällig ist dabei, dass sich auf den ersten Blick kein einheitlicher Begriffskern festmachen lässt. Viel mehr noch, häufig widersprechen sich Würdeexplikationen radikal. Es stellt sich daher die Frage, ob wir die Anwendung des Menschenwürdebegriffs nicht fallen lassen sollten, da es sich bei der Menschenwürde letztlich um eine unbrauchbare Leerformel handeln könnte. Im Seminar wollen wir dem zu trotz der Suche nach einem Begriffskern systematisch nachgehen. Dazu werden wir im ersten kürzeren Teil die ideengeschichtliche Entwicklung des Begriffs untersuchen, indem wir verschiedene klassische Positionen (Antike, Mittelalter, Neuzeit) kriteriengeleitet gegenüberstellen. Anschließend widmen wir uns ausführlich dem zeitgenössischen Würdediskurs aus verschiedenen Blickwinkeln, darunter der Angewandten Ethik (z.B. Abtreibungsdebatte), Rechtsphilosophie (z.B. Auslegung des Artikel 1.1 GG), Moralphilosophie (z.B. Würde und gutes Leben) und politischen Philosophie (z.B. Menschenwürde und Menschenrechte). Abschließend unternehmen wir einen Exkurs in den breiten Corpus der Kritik am Menschenwürdebegriff. Kritiker:innen beschäftigten sich beispielsweise mit dem Vorwurf, dass die Menschenwürde inhaltlich überdeterminiert sei. Ziel des Seminars ist somit, dass die Seminarteilnehmer:innen verschiedene Menschenwürdebegriffe erläutern, kritisieren und in Beziehung zueinander setzen können.


[Si] Mit digitalen Medien unterrichten (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Während die Digitalisierung in den letzten Jahren nur sehr langsam Schule und den in ihr stattfindenden Unterricht verändert hat, wurden durch Corona alle Schulen innerhalb kürzester Zeit dazu gezwungen, digitale Formate einzusetzen. Digitalisierung besteht aber nicht nur darin, in schulischen Kontexten beliebige Software einzusetzen, sondern vor allem, neue Lernwege einzuschlagen, die Vernetzung von Menschen und Gedanken voran¬zutreiben und nebenbei die Medienkompetenz der Schüler zu nutzen und auszubauen. Wir wollen im Seminar darüber nachdenken, welche dieser Elemente sinnvoll in einen Präsenzunterricht integriert werden können. Dazu werden verschiedene Digitalformate wie Erklärvideos, Hörtexte, Soziale Netzwerke, Fotostorys, Kollaboratives Schreiben und deren Anwendung im Unterricht reflektiert.


[Si] Mit digitalen Medien unterrichten (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Während die Digitalisierung in den letzten Jahren nur sehr langsam Schule und den in ihr stattfindenden Unterricht verändert hat, wurden durch Corona alle Schulen innerhalb kürzester Zeit dazu gezwungen, digitale Formate einzusetzen. Digitalisierung besteht aber nicht nur darin, in schulischen Kontexten beliebige Software einzusetzen, sondern vor allem, neue Lernwege einzuschlagen, die Vernetzung von Menschen und Gedanken voran¬zutreiben und nebenbei die Medienkompetenz der Schüler zu nutzen und auszubauen. Wir wollen im Seminar darüber nachdenken, welche dieser Elemente sinnvoll in einen Präsenzunterricht integriert werden können. Dazu werden verschiedene Digitalformate wie Erklärvideos, Hörtexte, Soziale Netzwerke, Fotostorys, Kollaboratives Schreiben und deren Anwendung im Unterricht reflektiert.


[Si] Moralischer Relativismus  (AfK-Nr. 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Der moralische Relativismus genießt unter Studierenden der Philosophie oftmals ein hohes Ansehen. Nicht wenigen erscheint es als eine Trivialität, dass die Moral (in irgendeinem Sinne) relativ ist. Die philosophische Tradition hingegen begegnet dem Relativismus oftmals eher ablehnend; zuweilen nicht nur aus theoretischen Gründen, sondern auch, weil der Relativismus als Bedrohung der Moral wahrgenommen wird.
Im Seminar wollen wir versuchen zu klären, was der moralische Relativismus eigentlich behauptet, was für oder gegen den Relativismus spricht und ob der moralische Relativismus (wenn er denn wahr sein sollte) für die Moral in irgendeinem Sinne bedrohlich ist.

Neben der regelmäßigen Teilnahme und der Vorbereitung der (überwiegend englischsprachigen) Texte wird von den Studierenden ein kurzes Impulsreferat zum Sitzungsbeginn erwartet. Prüfungsleistung ist ein Essay (3 CP) oder eine Hausarbeit (6 CP).

Ein Reader wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Philosophie der Freundschaft  (AfK-Nr. 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 102

Kommentar:

Als Freundschaft bezeichnet man alltagssprachlich eine positive, auf Sympathie und Wertschätzung beruhende, wechselseitige persönliche Beziehung. Das philosophische Verständnis der Freundschaft geht über solche gleichsam zufälligen, subjektiven Zuneigungen zwischen Individuen hinaus und versucht aus anthropologischer, ethischer und politikphilosophischer Perspektive die Bedeutung und den Wert der Freundschaft zu bestimmen. Im ersten Teil des Seminars werden ausgehend von Aristoteles und seinem Verständnis von Freundschaft als Selbstverwirklichung im tugendhaften Zusammenleben weitere klassische Positionen erarbeitet (etwa von Cicero, Augustinus, Michel de Montaigne, Immanuel Kant). Im zweiten Teil wenden wir uns systematischen Fragestellungen zu, wie sie die gegenwärtige Philosophie der Freundschaft kennzeichnen (etwa das Verhältnis von Freundschaft und Autonomie, Freundschaft und anderen menschlichen Beziehungen, Freundschaft und Moral, politische Freundschaft und den Zusammenhang von Freundschaft und gutem Leben).

Zur Vorbereitung geeignet: Elif Özmen: Artikel: Freundschaft, in: Neues Handbuch philosophischer Grundbegriffe, hg. von P. Kolmer und A. G. Wildfeuer, Alber 2011 (frei zugänglich über https://uni-giessen.academia.edu/ElifOezmen)


[Si] Philosophische Ethik (L1), Teil I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 309

Kommentar:

In unserem Leben und Handeln sehen wir uns in den Spielraum von gut und schlecht, richtig und falsch, vernünftig und unvernünftig gestellt. Zugleich hat jede und jeder von uns bereits ein ungefähres Verständnis davon entwickelt, was es heißt, in diesem Spielraum zu stehen. Es ist jedoch gar nicht leicht, dieses implizite Wissen auszuformulieren und in neuen Zusammenhängen fruchtbar werden zu lassen. In der philosophischen Ethik geht es darum, genau das zu leisten, d.h. Begriffe und Konzeptionen zu entwickeln, in denen wir uns in unserer Ausrichtung auf das Gute verständlich werden. Dabei ist seit den Anfängen der Philosophie ein verwickelter Streit entstanden, von dem sich nicht sagen lässt, dass er zu einer allgemein geteilten Lehre geführt hat. Ziel dieses Moduls ist es daher, zentrale Vorschläge und Argumente dieser philosophischen Diskussion kennenzulernen und auf diese Weise selbst zu einer Teilnehmerin bzw. zu einem Teilnehmer zu werden.
In diesem ersten Seminar werden wir so vorgehen, dass wir zunächst grundlegende Unklarheiten und Herausforderungen in unserem ethischen Vorverständnis herausarbeiten und noch unabhängig von allen theoretischen Angeboten eigene Antworten entwerfen und diskutieren. Dabei sollen Besonderheiten moralischer Urteile und die unterschiedlichen Dimensionen des ethischen Fragens (normative Ethik vs. Metaethik) erläutert und grundlegende metaethische Positionen vorgestellt werden. Im zweiten Schritt wollen wir diese ersten Antwortversuche im Zusammenhang mit zwei zentralen Texten der philosophischen Ethik diskutieren, der Nikomachischen Ethik des Aristoteles und der berühmten Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von Immanuel Kant. Abschließend werden wir über das gute Handeln im Umgang mit Kindern nachdenken, indem wir uns mit kinderethischen Konzeptionen beschäftigen, die die besonderen Rechte von Kindern und die Spannung zwischen Respekt und Bevormundung in der Erziehung zu klären versuchen.
Das Seminar richtet sich ausschließlich an L1-Studierende.


[Si] Rationalität und Überzeugung  (AfK-Nr. 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Immer wieder kommt es vor, dass Laien Überzeugungen haben, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Es liegt zum Beispiel überzeugende wissenschaftliche Evidenz vor, dass es einen erheblichen, von Menschen verursachten Klimawandel gibt. Trotzdem glauben manche nicht an dessen Existenz. Angesichts der klaren Haltung der Klimaforschung könnte man nun meinen, dass es auf jeden Fall irrational und ungerechtfertigt ist, zu glauben, dass es keinen bedrohlichen, menschengemachten Klimawandel gibt. Doch stimmt das? Oder können Überzeugungen auch dann rational sein, wenn die wissenschaftliche Evidenz klar gegen sie spricht? Unter anderem damit werden wir uns in diesem Seminar befassen. Allgemeiner werden wir uns fragen, was eine Überzeugung rational oder irrational macht.

Die Bereitschaft, englischsprachige Texte zu lesen, wird vorausgesetzt. Vorkenntnisse aus der Erkenntnistheorie sind für die Teilnahme hilfreich.


[Si] Repräsentationen und ihre Bestandteile  (AfK-Nr. 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Was ist die Natur mentaler Repräsentationen und ihrer Bestandteile? Mentale Repräsentationen wie Überzeugungen und Wünsche, subpersonale informationstragende Zustände von Organismen (etwa des Hormonsystems), aber auch sprachliche oder nicht-sprachliche Zeichen handeln von Zuständen oder Sachverhalten in der Welt (oder im Körper). Die (metasemantische) Frage lautet, wie ihre Intentionalität ganz allgemein zu erklären ist: Warum besitzen manche Entitäten semantische Eigenschaften, andere nicht? In der ersten Hälfte des Seminars werden wir dieser Frage nachgehen.

Repräsentationen, die ganze Sachverhalte repräsentieren, sind selbst (immer?) strukturiert. Sätze bestehen aus Wörtern, Konstruktionen, grammatischen Merkmalen, die ihren spezifischen Beitrag dazu leisten, was diese Sätze repräsentieren (ihre Bedeutung). Auch von mentalen Repräsentationen wie Überzeugungen wird angenommen, dass sie strukturiert sind, also Bestandteile haben, die zu ihrem Gehalt beitragen. In der zweiten Hälfte des Seminars werden wir uns mit solchen Bestandteilen beschäftigen – in erster Linie mit Begriffen.

Das Seminar eignet sich besonders für Studierende am Anfang ihres Studiums, die aber bereits mit der Literatur zur Philosophie des Geistes und der Sprachphilosophie vertraut sind.
Zur Vorbereitung empfohlen:
Pitts, D. (2022): »Mental Representation«. The Stanford Encyclopedia of Philosophy.
Margolis, E. & Laurence, S. (2022): »Concepts«. The Stanford Encyclopedia of Philosophy.


[Si] Sprachphilosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Dieses Seminar soll einen Einblick in die Breite der Themen und Probleme der Sprachphilosophie geben. Wir werden exemplarisch Fragen diskutieren, die ganz unterschiedliche Aspekte von Sprache betreffen: Semantische Fragen (Was ist Bedeutung? Worin besteht die Bedeutung von Sätzen oder die von Wörtern?), metasemantische Fragen (Was erklärt, dass Zeichen überhaupt Bedeutungen haben?), Fragen, die die Pragmatik betreffen (Wie können wir mit einer Äußerung etwas zu verstehen geben, das über die wörtliche Bedeutung der Sätze hinausgeht? Welche (Interpretations-)Prozesse sind dabei involviert?) und Fragen, die den Verlauf der Grenze zwischen Semantik und Pragmatik betreffen (Was gehört zu dem, was man mit einer Äußerung wörtlich sagt, was wird durch die (invarianten) semantischen Merkmale eines Satzes festgelegt, was muss hingegen durch pragmatische Prozesse ergänzt oder angereichert werden?).
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studierende, die eher am Anfang ihres (Wahlpflicht-)Studiums stehen.

Literatur zur Vorbereitung:
Lycan, W. G. (2008): Philosophy of Language: A Contemporary Introduction. London und New York.
Korta, K. & Perry, J. (2011): »Introduction«, in: Dies.: Critical Pragmatics: An Inquiry into Reference and Communication. Oxford.


[Si] Tierethik  (AfK-Nr. 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 309

Kommentar:

Die meisten von uns teilen wohl die Intuition, dass wir auch im Umgang mit Tieren moralisch richtig und falsch handeln können. Aufgabe der Tierethik ist es, sowohl den Inhalt als auch die Grundlagen dieser Intuition genauer zu fassen. Dabei wird in unterschiedlichen Varianten die Überzeugung vertreten, eine individuelle mentale Eigenschaft wie beispielsweise die Empfindungsfähigkeit führe dazu, dass einem Individuum, sei es Mensch oder Tier, moralischer Status zukommt. Im Seminar werden wir uns zunächst mit Konzeptionen auseinandersetzen, die mit dieser Strategie die spezifische Bedeutung unterlaufen sehen, die dem Menschsein im moralischen Denken zukommt. Vor diesem Hintergrund werden wir uns dann in einem zweiten Teil dem Ansatz zuwenden, den Christine Korsgaard im Anschluss an Kant ausgearbeitet hat, wobei sie anders als Kant davon ausgeht, dass sich aus seinem Ansatz nicht nur indirekte, sondern direkte Pflichten gegenüber Tieren ergeben. Im dritten Teil werden wir uns schließlich mit dem sogenannten „political turn“ in der Tierethik beschäftigen, in dem genauer danach gefragt wird, wie Tiere im Bereich des politischen Handelns Berücksichtigung finden können und sollen.
Das Seminar richtet sich an Studierende, die das Einführungsmodul in die Praktische Philosophie absolviert haben.


[Si] Was sind Emotionen?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

»Emotionen sind in der gegenwärtigen Philosophie des Geistes als verarmte Verwandtschaft [des Geistes] behandelt worden. Ein Grund dafür ist, dass Emotionen ein Maß an Unordnung zu überschreiten scheinen, das selbst die masochistischten Theoretiker den Mut verlieren lässt.« (de Sousa (1994): Artikel »Emotions« in: Blackwell Companion to the Philosophy of Mind.)
Auch wenn sich seit Ronald de Sousas Einschätzung eine Reihe von Philosoph:innen um Fortschritte in der Theorie des Emotionalen bemüht haben, scheinen grundlegende Fragen weiterhin strittig zu sein. So ist beispielsweise unklar, ob Emotionen überhaupt eine homogene Klasse mentaler Phänomenen bilden. Wenn das jedoch nicht der Fall sein sollte, wie hängen dann beispielsweise propositional differenzierte Emotionen, Affekte, Stimmungen und Gefühle zusammen? Unklar ist zudem, wie wir diese Phänomene beschreiben müssen, um ihre Rolle in unserem Leben angemessen verstehen zu können: Welche Rolle etwa spielt unsere Vertrautheit mit Emotionen für das Verstehen anderer? Sind emotionale Phänomene Gegenspieler der Vernunft? Sind sie vielleicht eher Aspekte unserer Vernunft? Oder sind sie schlicht etwas Arationales, das in die Sphäre unseres (weitgehend) rational strukturierten Geist hineinragt wie eine Hinterlassenschaft der evolutionären Naturgeschichte des homo sapiens?

Literatur (auch zur vorbereitenden Orientierung):
Döring, Sabine A. (Hg, 2009) Philosophie der Gefühle. Berlin: Suhrkamp 2021 (zur Anschaffung empfohlen).


[Si] Wer oder was sind wir? Unsere menschliche Natur und das Problem personaler Identität  (AfK-Nr. 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 214

Kommentar:

Wenn wir Kinderfotos von uns durchforsten, gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass buchstäblich wir es sind, die auf den Fotos zu sehen sind. Und nicht selten wundern wir uns, wie sehr wir uns im Lauf der Zeit verändert haben. Derartige Gedanken unterstellen personale Identität (Identität über die Zeit hinweg): Das Kind von damals, das ich auf dem Foto abgelichtet sehe, und ich heute sind ein und dieselbe Person.
Aber ist das wirklich so? Sind wir nicht mittlerweile eine ganz andere Person? Mit dieser Frage befindet man sich bereits mitten im kontrovers diskutierten Problem personaler Identität. Wie lässt sich verstehen, dass wir trotz massiver Veränderungen dieselben bleiben können? Was garantiert, dass wir über die Zeit hinweg ein und dieselben Person sind? Und welche Veränderungen können wir überleben – und welche nicht?
Will man diese Fragen beantworten, muss man auch klären, was für ein ‚Gegenstand‘ wir eigentlich grundlegend sind: was unsere ‚Natur‘, unser ‚Wesen‘ ist. Sollte beispielsweise Descartes recht haben, dann sind wir geistige Wesen, die nur kontingenterweise einen Körper haben. Demzufolge könnten wir sogar den Verlust unseres Körpers – den ‚körperlichen Tod‘ – überleben. Unser Körper hätte dementsprechend nichts mit unserer personalen Identität zu tun. Anders sähe es naheliegenderweise aus, wäre ein solcher Dualismus falsch und wären wir stattdessen ‚im Kern‘ etwas Materielles, beispielsweise wesentlich biologische Organismen. Die Frage nach der Natur des Menschen und das Problem personaler Identität sind somit eng verknüpft.
In unserem Seminar werden wir einflussreichen Vorschläge diskutieren, die diese – und verwandte – Fragen und Probleme bearbeiten.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte? (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 308

Kommentar:

Das Schreiben philosophischer Texte ist eine der zentralen philosophischen Tätigkeiten. Unerlässlich ist deshalb, sich in das Schreiben solcher Texte einzuüben. Wie aber schreibt man einen gelungenen philosophischen Text? Der Schreibkurs soll das Bewusstsein für Anforderungen an gute Texte schärfen und darüber hinaus auch der Vermittlung praktischer Fertigkeiten dienen.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte? (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: Rathenaustraße 8, 308

Kommentar:

Das Schreiben philosophischer Texte ist eine der zentralen philosophischen Tätigkeiten. Unerlässlich ist deshalb, sich in das Schreiben solcher Texte einzuüben. Wie aber schreibt man einen gelungenen philosophischen Text? Der Schreibkurs soll das Bewusstsein für Anforderungen an gute Texte schärfen und darüber hinaus auch der Vermittlung praktischer Fertigkeiten dienen.


   
[Ü] Schulbücher rezensieren (Gruppe 1)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung wird online durchgeführt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 21.10.2022, Raum: online

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Ü] Schulbücher rezensieren (Gruppe 2)
BITTE BEACHTEN SIE: Diese Veranstaltung wird online durchgeführt.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 21.10.2022, Raum: online

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


 
[Vl] Einführung in das philosophische Argumentieren  (AfK-Nr. 398)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 20.10.2022, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Tätigkeit des Philosophierens besteht im Kern darin zu argumentieren. Was genau sind jedoch überhaupt Argumente? Vor allem: Was sind gute und was sind schlechte Argumente? Und wie lassen sich Argumente rekonstruieren, selbst entwickeln und auch kritisieren?
Die Vorlesung dient als Einführung in das philosophische Argumentieren. Wir werden einflussreiche Argumentformen diskutieren, aber auch Fehlschlüsse und ‚Werkzeuge‘ rund um das Argumentieren - wie etwa die Unterscheidung zwischen Ursachen und Gründen, verschiedene Arten von Widersprüchen oder die Rolle von Gedankenexperimenten.


[Vl] Einführung in die praktische Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 19.10.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011

Kommentar:

Mit der Kenntnis und Analyse von klassischen und zeitgenössischen Positionen der praktischen Philosophie werden nicht nur ideengeschichtliche und systematische Grundkenntnisse erworben, die für das weitere Studium unerlässlich sind, sondern auch das Verständnis von und der Umgang mit philosophischen Argumenten geschult. Die Vorlesung führt in grundlegende Fragen, Probleme und Methoden der praktischen Philosophie ein und ist in drei Teile gegliedert:
i) Grundlegende Fragen: Was ist praktische Philosophie (nicht)?
ii) Paradigmatische Theorien: Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus und Kontraktualismus
iii) Ausgewählte Anwendungsbereiche: Amoralismus als Problem der Moral(philosophie), Moralität und gutes Leben, Ethik am Anfang und Ende des Lebens, Ethik nichtmenschlicher Entitäten, Politische Ethik

Zur Vorbereitung geeignet:
Dieter Birnbacher: Analytische Einführung in die Ethik, Kap. 1, Berlin 2007


[Vl] Einführung in die Theoretische Philosophie  (AfK-Nr. 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 18.10.2022, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Vorlesung soll in einige zentrale Themenkomplexe der Theoretischen Philosophie einführen. Fünf Fragen werden dabei im Mittelpunkt stehen: (a) Was ist (Theoretische) Philosophie (b) Was ist Wahrheit? (c) Was zeichnet Wissen und Wissenschaft aus? (d) Was charakterisiert Sprache, und was heisst es, dass (sprachliche) Äußerungen etwas bedeuten? Sowie (e) die ontologische Frage: Was gibt es eigentlich und was gibt es nicht?

Literatur:
Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, 5 Bde. Stuttgart: Reclam, insbesondere Bde. 3, 4 (Anschaffung empfohlen).


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de