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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Klassische Archäologie - Kombinations-Masterstudiengänge "Klassische Archäologie" (Studienbeginn bis Sommersemester 2022)

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Legende

  
[Vl] Politisch-historische Monumente im Zeitalter der römischen Republik  (Afk-Nr. 272)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

In der republikanischen Zeit war die Politik in Rom, aber auch in anderen Städten Italiens, die von einer oligarchischen Oberschicht regiert wurden, von harten Konkurrenzkämpfen der führenden Männer um Macht und Ansehen geprägt. Denkmäler, die die Qualitäten sowie die militärischen und politischen Ämter und Verdienste dieser Leute vor Augen führen sollten, spielten in diesen Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle. Die Nachrichten zu Ehrenstatuen, Gemälden und Reliefs etc. in historischen Schriften helfen zum Verständnis der nur bruchstückhaft erhaltenen archäologischen Zeugnisse, die in dieser Vorlesung behandelt werden: u.a. Häuser von Angehörige der Eliten und deren Ausstattung, Stiftungen von Bauten für das öffentliche Wohl und für die Götter, die zum höheren Ruhm des Stifters und seiner politisch-militärischen Erfolge beitrugen, Ehrenmonumente auf öffentlichen Plätzen und in Heiligtümern.


[Si] Das augusteische Rom
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 115
nächster Termin: 20.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 115

Kommentar:

Die Zeit der späten Republik und der Übergang zum Prinzipat markieren eine Phase tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche. In diesem Zeithorizont entstehen in Rom zahlreiche neue Bildmedien und Kommunikationsstrategien: zunächst im Konkurrenzkampf der senatorischen Elite, später im Dienst der Herrschaftssicherung des Augustus und der öffentlichen Inszenierung seiner Familie. Das Seminar verfolgt den Weg Octavians vom Erben Caesars zum princeps Augustus und untersucht, wie sich die neue Ordnung in Architektur, Bildsprache, Stadtraum und religiöser Praxis manifestiert. Im Zentrum stehen die Rollenbilder und Repräsentationsformen des Herrschers – als Sieger von Actium, Erneuerer der Stadt, Garant von Frieden und Goldenem Zeitalter, Priester und Hüter des mos maiorum, Vater des Staates, Begründer einer Dynastie und schließlich als Divus Augustus.
Methodisch verbindet das Seminar historische und bildwissenschaftlich-archäologische Fragestellungen mit einer intensiven Arbeit an den Quellen. Im Mittelpunkt stehen Monumente, Bildwerke, Münzen, Reliefs und urbanistische Konzepte. In Impulsreferaten erarbeiten die Studierenden zentrale Aspekte der augusteischen Repräsentation und führen diese anschließend an Monument- und Raumkomplexen wie Forum Augustum, Palatin, Marsfeld oder Ara Pacis zusammen. Ziel ist es, die Wechselwirkung von Bildsprache, Raum und politischer Aussage sichtbar zu machen.


   

Seminar.

 

Übung.

[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung)  (AfK-Nr.: 638)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, B 025
nächster Termin: 20.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025

   
[Spr Kurs] Griechisch 2 (Graecum)  (AfK-Nr. 290)
Klausurtermin: 16.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 07:45 - 10:00 Uhr  Phil. I, G 025
wöchentlich Do. 07:45 - 10:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 18.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[Spr Kurs] Latein 1  (AfK-Nr.: 287)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 003
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 18.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

[Spr Kurs] Latein 2  (AfK-Nr.: 288)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 07:30 - 10:00 Uhr  Phil. I, G 233
wöchentlich Do. 07:30 - 10:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 18.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233
3 Einzeltermine:
Mo. 20.07.2026,09.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, G 233
Di. 21.07.2026,09.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, G 233
Mi. 22.07.2026,09.00 - 11.30 Uhr   Phil. I, G 233

Kommentar:

Der Latein-2-Kurs knüpft unmittelbar an den Latein-1-Kurs an und behandelt die übrigen Lektionen des Lehrwerks "Lingua Latina" (Lkt. 19-25). Im zweiten Teil der Veranstaltung werden wir uns dann in Vorbereitung auf die Klausurleistung sukzessive in lateinische Originallektüre Ciceros einarbeiten - dazu gehören auch Exkurse zu den geschichtlichen Backgrounds seiner Reden. Für die Teilnahme an der Klausur ist die Anschaffung eines lateinischen Lexikons (bevorzugt des Stowassers) dringlichst empfohlen!

Die Lehrveranstaltung wird wie ein Seminar abgehalten, d. h. die Vorbereitung von Hausaufgaben sowie die Nachbereitung der Lehrinhalte ist Voraussetzung zur Teilnahme sowie zum Erlernen der Grundzüge der lateinischen Sprache. Mitarbeit wird vorausgesetzt


 
[Ü] Exkursionsvorbereitung: Pompeji
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 18.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Vesuvstädte sind in der archäologischen Forschung zugleich Muster- und Problemfälle. Fragen nach der „Momentaufnahme 79 n. Chr.“, nach dem Verhältnis von Erhaltungszustand und Rekonstruktion sowie nach der Selektivität der Überlieferung werden im Seminar vorbereitet und vor Ort kritisch überprüft. Für die Studierenden ergibt sich so ein Einblick in den Forschungsprozess selbst: Hypothesen, Methoden und Deutungen werden an den Befunden überprüfbar.
Darüber hinaus erlaubt die Exkursion, unterschiedliche Materialgruppen in ihrer Verzahnung zu untersuchen: Architektur, Inschriften, Kleinfunde und Bildwerke werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteile eines komplexen urbanen Systems. Dadurch lernen die Studierenden, Befunde interdisziplinär auszuwerten und Quellengattungen methodisch aufeinander zu beziehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reflexion archäologischer Dokumentations- und Restaurierungsgeschichte. Pompeji ist ein Paradebeispiel für wechselnde Grabungstechniken, Restaurierungsansätze und Präsentationsstrategien seit dem 18. Jahrhundert. Die Exkursion bietet Gelegenheit, diese Schichten der Forschungsgeschichte vor Ort sichtbar zu machen und kritisch zu diskutieren, wie frühere Entscheidungen die heutige Wahrnehmung der Stadt prägen.
Zugleich eröffnet die Arbeit im Archäologischen Nationalmuseum Neapel Einblicke in Fragen der Sammlungsgeschichte, Konservierung und Musealisierung. Studierende können dabei nachvollziehen, wie die Verlagerung von Funden aus ihrem ursprünglichen Kontext in die Museumspräsentation neue Interpretationsmöglichkeiten, aber auch Verzerrungen erzeugt.

Die Exkursion trägt somit nicht nur zur Vertiefung des inhaltlichen Fachwissens bei, sondern schult die Studierenden in einem forschungsorientierten, kritisch-reflektierenden Umgang mit archäologischen Quellen und deren Rezeption.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de