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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 05: Sprache, Literatur, Kultur - Slavistik - Master of Arts (Studienbeginn bis Sommersemester 2020)

Veranstaltungen

Der Fachbereich macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Allgemeine Informationen zum Anmeldeverfahren erhalten Sie unter https://flexnow.uni-giessen.de/.

 

 
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Legende

  
[Spr Kurs] Russisch "Hörsehverstehen für Fortgeschrittene: Gesellschaft im Spiegel der aktuellen Spielfilme (MA)"
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112


[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs I: Mediatexte (MA)"  (AfK-Nr. 750)
Zielgruppe: Lerner in den MA-Studiengängen ohne muttersprachliche Vorkenntnisse
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

[Spr Kurs] Russisch "Hörsehverstehen für Fortgeschrittene: Gesellschaft im Spiegel der aktuellen Spielfilme (MA)"
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112


[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs I: Mediatexte (MA)"  (AfK-Nr. 750)
Zielgruppe: Lerner in den MA-Studiengängen ohne muttersprachliche Vorkenntnisse
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

 
[Spr Kurs] Polnisch "Aufbaukurs I: Aktuelles aus Gesellschaft, Politik und Kultur"  (AfK-Nr. 660)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, B 031
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031

[Spr Kurs] Polnisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck I: Die polnische zeitgenössische Literatur" (MA)  (AfK-Nr. 659)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001

[Spr Kurs] Polnisch "Aufbaukurs I: Aktuelles aus Gesellschaft, Politik und Kultur"  (AfK-Nr. 660)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, B 031
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031

[Spr Kurs] Polnisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck I: Die polnische zeitgenössische Literatur" (MA)  (AfK-Nr. 659)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001

 
[Spr Kurs] Tschechisch "Aufbaukurs I : V rušném městě, nebo na vesnici, Jak být dlouho fit, Za výhodnými nákupy se slevou  (AfK-Nr. 670)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

V tomto kurzu pracujeme s učebnicí "Čeština pro život 2", úroveň B1-B2.


[Spr Kurs] Tschechisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck I: Filmová tvorba Zdeňka Svěráka (MA)  (AfK-Nr. 669)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

V tomto kurzu se podíváme na filmy jednoho z nejúspěšnějších českých scenaristů a herců, Zdeňka Svěráka. Tři z jeho filmů se dostaly mezi nejužší kandidáty na Oscara - jeden (Kolja) Oscara i získal.


[Spr Kurs] Tschechisch "Aufbaukurs I : V rušném městě, nebo na vesnici, Jak být dlouho fit, Za výhodnými nákupy se slevou  (AfK-Nr. 670)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

V tomto kurzu pracujeme s učebnicí "Čeština pro život 2", úroveň B1-B2.


[Spr Kurs] Tschechisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck I: Filmová tvorba Zdeňka Svěráka (MA)  (AfK-Nr. 669)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

V tomto kurzu se podíváme na filmy jednoho z nejúspěšnějších českých scenaristů a herců, Zdeňka Svěráka. Tři z jeho filmů se dostaly mezi nejužší kandidáty na Oscara - jeden (Kolja) Oscara i získal.


 
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Aufbaukurs I: Städte, Reisen, Bräuche (MA)"  (AfK-Nr. 690)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

[Ü] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck: Kunst, Umwelt und Literatur (MA)"  (AfK-Nr. 689)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Aufbaukurs I: Städte, Reisen, Bräuche (MA)"  (AfK-Nr. 690)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

[Ü] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Konversation und schriftlicher Ausdruck: Kunst, Umwelt und Literatur (MA)"  (AfK-Nr. 689)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

 
[Si] Syntax, Text, Stil
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit multimedialen Kommunikaten und ihrer (kulturellen) Funktion


[Si] Sprachideologien im östlichen Europa
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Bei Sprachideologien geht es um Einstellungen zu und Bewertungen von Sprache. Diese betreffen verschiedene Bereiche, wie z.B. das Verhältnis von Sprache und Nation, Ansichten zu gutem Sprachgebrauch, Umgang mit sprachlicher Diversität in multilingualen Staaten u.a. Der Umbruch im östlichen Europa zwischen 1989 und 1991 hat zu einschneidenden Veränderungen in den Sprachideologien geführt. Noch drastischer sind die Veränderungen aufgrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Seminar verbindet allgemeine methodisch-theoretische Themen zu Sprachideologien mit Fallbeispielen aus verschiedenen slavischen Ländern.


[Si] Syntax, Text, Stil
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit multimedialen Kommunikaten und ihrer (kulturellen) Funktion


 
[Ü] Boris Chersonskij - vom ukrainischen Samizdat bis zur fünften russophonen Emigration
Bitte melden Sie sich in Stud.IP nicht hier an, sondern in der gleichnamigen Veranstaltung des FB 04, die als gemeinsame Plattform für Mailingliste, Dateiablage usw. dient.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Boris Grigorʹevič Chersonskij bzw. Borys Hryhorovyč Chersonsʹkyj (geb. 1950) ist der prominenteste russischsprachige Lyriker der Ukraine. Sein Werk umspannt einen weiten Bogen vom antisowjetischen Untergrund über die Unabhängigkeit der Ukraine, die Revolutionen von 2004 und 2014, den Donbas-Krieg seit 2014 und den russischen Angriffskrieg bis zur Emigration nach Italien seit März 2022. Diese bedingen, dass sein lyrisches Werk vom Samizdat bis zu Facebook unter einem Gesichtspunkt der Literatur-, Konflikt- und Mediensoziologie zu betrachten ist.
Auch wenn zu Chersonskijs Gedichten (aber nicht zu allen seinen Essays) deutsche oder englische Übersetzungen zur Verfügung gestellt werden, sind für die Teilnahme sind Russisch-Kenntnisse und möglichst auch rezeptive Ukrainisch-Kenntnisse geboten.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.

More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

[Ü] Familienroman und Geschichte des 20. Jahrhunderts in Osteuropa: Genderaspekte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

Tolstois Krieg und Frieden hat vorgeführt, wie sich die großen Zäsuren der Geschichte im Kleinformat der Familie spiegeln lassen – und wie gerade diese Verschiebung des Blicks vom öffentlichen ins private Register offizielle historische Erzählungen unterlaufen kann. Der Familienroman erweist sich damit als eine besonders wirkmächtige Form, Geschichte anders zu erzählen: nicht als Abfolge von Daten und Ereignissen, sondern als Verflechtung von Generationen, Körpern, Erinnerungen und Alltagspraktiken, in denen sich Krieg, Repression, Migration und gesellschaftlicher Umbruch erst in ihrer gelebten Dimension zeigen.
Das Seminar untersucht diese Form anhand von Romanen (und teils ihrer Verfilmungen) aus verschiedenen ostslavischen und ostmitteleuropäischen Literaturen – russischer, ukrainischer, belarusischer, tschechischer und polnischer Prosa des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Texte familiäre Genealogien nutzen, um Jahrhundertereignisse wie Revolution, Stalinismus, Zweiten Weltkrieg, Sozialismus und dessen Zusammenbruch aus einer intimeren, oft weiblich codierten Perspektive neu zu verhandeln. Dabei rückt das Seminar systematisch Genderaspekte in den Vordergrund: Wer erinnert, wer erzählt, wessen Geschichte wird tradiert? Welche Rolle spielen mütterliche und weibliche Erzählinstanzen als Trägerinnen von Familiengedächtnis, und wie verschieben sich Machtverhältnisse und Geschlechterrollen innerhalb der dargestellten Familienstrukturen vor dem Hintergrund historischer Gewalt?
Anhand von close readings und vergleichender Analyse erarbeiten die Studierenden, wie Literatur private Erinnerung als Gegenentwurf oder Ergänzung zu offiziellen Geschichtsnarrativen literarisch produktiv macht – und welche ästhetischen Mittel dabei zum Einsatz kommen


[Ü] Tschechische mittelalterliche Texte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 005
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 005

Kommentar:

In der Übung werden mittelalterliche Texte wie "Legenda o sv. Kateřině", "Mastičkář" und "Spor duše s tělem" gelesen, übersetzt und diskutiert werden. Tschechisch-Kenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme.


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

 
[Si] Syntax, Text, Stil
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit multimedialen Kommunikaten und ihrer (kulturellen) Funktion


[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


 
[Ü] Boris Chersonskij - vom ukrainischen Samizdat bis zur fünften russophonen Emigration
Bitte melden Sie sich in Stud.IP nicht hier an, sondern in der gleichnamigen Veranstaltung des FB 04, die als gemeinsame Plattform für Mailingliste, Dateiablage usw. dient.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Boris Grigorʹevič Chersonskij bzw. Borys Hryhorovyč Chersonsʹkyj (geb. 1950) ist der prominenteste russischsprachige Lyriker der Ukraine. Sein Werk umspannt einen weiten Bogen vom antisowjetischen Untergrund über die Unabhängigkeit der Ukraine, die Revolutionen von 2004 und 2014, den Donbas-Krieg seit 2014 und den russischen Angriffskrieg bis zur Emigration nach Italien seit März 2022. Diese bedingen, dass sein lyrisches Werk vom Samizdat bis zu Facebook unter einem Gesichtspunkt der Literatur-, Konflikt- und Mediensoziologie zu betrachten ist.
Auch wenn zu Chersonskijs Gedichten (aber nicht zu allen seinen Essays) deutsche oder englische Übersetzungen zur Verfügung gestellt werden, sind für die Teilnahme sind Russisch-Kenntnisse und möglichst auch rezeptive Ukrainisch-Kenntnisse geboten.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.

More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

[Ü] Familienroman und Geschichte des 20. Jahrhunderts in Osteuropa: Genderaspekte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

Tolstois Krieg und Frieden hat vorgeführt, wie sich die großen Zäsuren der Geschichte im Kleinformat der Familie spiegeln lassen – und wie gerade diese Verschiebung des Blicks vom öffentlichen ins private Register offizielle historische Erzählungen unterlaufen kann. Der Familienroman erweist sich damit als eine besonders wirkmächtige Form, Geschichte anders zu erzählen: nicht als Abfolge von Daten und Ereignissen, sondern als Verflechtung von Generationen, Körpern, Erinnerungen und Alltagspraktiken, in denen sich Krieg, Repression, Migration und gesellschaftlicher Umbruch erst in ihrer gelebten Dimension zeigen.
Das Seminar untersucht diese Form anhand von Romanen (und teils ihrer Verfilmungen) aus verschiedenen ostslavischen und ostmitteleuropäischen Literaturen – russischer, ukrainischer, belarusischer, tschechischer und polnischer Prosa des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Texte familiäre Genealogien nutzen, um Jahrhundertereignisse wie Revolution, Stalinismus, Zweiten Weltkrieg, Sozialismus und dessen Zusammenbruch aus einer intimeren, oft weiblich codierten Perspektive neu zu verhandeln. Dabei rückt das Seminar systematisch Genderaspekte in den Vordergrund: Wer erinnert, wer erzählt, wessen Geschichte wird tradiert? Welche Rolle spielen mütterliche und weibliche Erzählinstanzen als Trägerinnen von Familiengedächtnis, und wie verschieben sich Machtverhältnisse und Geschlechterrollen innerhalb der dargestellten Familienstrukturen vor dem Hintergrund historischer Gewalt?
Anhand von close readings und vergleichender Analyse erarbeiten die Studierenden, wie Literatur private Erinnerung als Gegenentwurf oder Ergänzung zu offiziellen Geschichtsnarrativen literarisch produktiv macht – und welche ästhetischen Mittel dabei zum Einsatz kommen


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

 
[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


[Si] Syntax, Text, Stil
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit multimedialen Kommunikaten und ihrer (kulturellen) Funktion


[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


[Si] Sprachideologien im östlichen Europa
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Bei Sprachideologien geht es um Einstellungen zu und Bewertungen von Sprache. Diese betreffen verschiedene Bereiche, wie z.B. das Verhältnis von Sprache und Nation, Ansichten zu gutem Sprachgebrauch, Umgang mit sprachlicher Diversität in multilingualen Staaten u.a. Der Umbruch im östlichen Europa zwischen 1989 und 1991 hat zu einschneidenden Veränderungen in den Sprachideologien geführt. Noch drastischer sind die Veränderungen aufgrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Seminar verbindet allgemeine methodisch-theoretische Themen zu Sprachideologien mit Fallbeispielen aus verschiedenen slavischen Ländern.


[Si] Syntax, Text, Stil
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit multimedialen Kommunikaten und ihrer (kulturellen) Funktion


 
[Ü] Boris Chersonskij - vom ukrainischen Samizdat bis zur fünften russophonen Emigration
Bitte melden Sie sich in Stud.IP nicht hier an, sondern in der gleichnamigen Veranstaltung des FB 04, die als gemeinsame Plattform für Mailingliste, Dateiablage usw. dient.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Boris Grigorʹevič Chersonskij bzw. Borys Hryhorovyč Chersonsʹkyj (geb. 1950) ist der prominenteste russischsprachige Lyriker der Ukraine. Sein Werk umspannt einen weiten Bogen vom antisowjetischen Untergrund über die Unabhängigkeit der Ukraine, die Revolutionen von 2004 und 2014, den Donbas-Krieg seit 2014 und den russischen Angriffskrieg bis zur Emigration nach Italien seit März 2022. Diese bedingen, dass sein lyrisches Werk vom Samizdat bis zu Facebook unter einem Gesichtspunkt der Literatur-, Konflikt- und Mediensoziologie zu betrachten ist.
Auch wenn zu Chersonskijs Gedichten (aber nicht zu allen seinen Essays) deutsche oder englische Übersetzungen zur Verfügung gestellt werden, sind für die Teilnahme sind Russisch-Kenntnisse und möglichst auch rezeptive Ukrainisch-Kenntnisse geboten.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.

More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

Kommentar:

Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.

Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

[Ü] Familienroman und Geschichte des 20. Jahrhunderts in Osteuropa: Genderaspekte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

Tolstois Krieg und Frieden hat vorgeführt, wie sich die großen Zäsuren der Geschichte im Kleinformat der Familie spiegeln lassen – und wie gerade diese Verschiebung des Blicks vom öffentlichen ins private Register offizielle historische Erzählungen unterlaufen kann. Der Familienroman erweist sich damit als eine besonders wirkmächtige Form, Geschichte anders zu erzählen: nicht als Abfolge von Daten und Ereignissen, sondern als Verflechtung von Generationen, Körpern, Erinnerungen und Alltagspraktiken, in denen sich Krieg, Repression, Migration und gesellschaftlicher Umbruch erst in ihrer gelebten Dimension zeigen.
Das Seminar untersucht diese Form anhand von Romanen (und teils ihrer Verfilmungen) aus verschiedenen ostslavischen und ostmitteleuropäischen Literaturen – russischer, ukrainischer, belarusischer, tschechischer und polnischer Prosa des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Texte familiäre Genealogien nutzen, um Jahrhundertereignisse wie Revolution, Stalinismus, Zweiten Weltkrieg, Sozialismus und dessen Zusammenbruch aus einer intimeren, oft weiblich codierten Perspektive neu zu verhandeln. Dabei rückt das Seminar systematisch Genderaspekte in den Vordergrund: Wer erinnert, wer erzählt, wessen Geschichte wird tradiert? Welche Rolle spielen mütterliche und weibliche Erzählinstanzen als Trägerinnen von Familiengedächtnis, und wie verschieben sich Machtverhältnisse und Geschlechterrollen innerhalb der dargestellten Familienstrukturen vor dem Hintergrund historischer Gewalt?
Anhand von close readings und vergleichender Analyse erarbeiten die Studierenden, wie Literatur private Erinnerung als Gegenentwurf oder Ergänzung zu offiziellen Geschichtsnarrativen literarisch produktiv macht – und welche ästhetischen Mittel dabei zum Einsatz kommen


[Ü] Tschechische mittelalterliche Texte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 005
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 005

Kommentar:

In der Übung werden mittelalterliche Texte wie "Legenda o sv. Kateřině", "Mastičkář" und "Spor duše s tělem" gelesen, übersetzt und diskutiert werden. Tschechisch-Kenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme.


[Si/Ü] Von Festen und Feiern in der Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 004
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004

 
[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs I: Mediatexte (MA)"  (AfK-Nr. 750)
Zielgruppe: Lerner in den MA-Studiengängen ohne muttersprachliche Vorkenntnisse
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

 
[Spr Kurs] Russisch "Aufbaukurs I: Mediatexte (MA)"  (AfK-Nr. 750)
Zielgruppe: Lerner in den MA-Studiengängen ohne muttersprachliche Vorkenntnisse
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

 
[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


[Si] Sprachideologien im östlichen Europa
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Bei Sprachideologien geht es um Einstellungen zu und Bewertungen von Sprache. Diese betreffen verschiedene Bereiche, wie z.B. das Verhältnis von Sprache und Nation, Ansichten zu gutem Sprachgebrauch, Umgang mit sprachlicher Diversität in multilingualen Staaten u.a. Der Umbruch im östlichen Europa zwischen 1989 und 1991 hat zu einschneidenden Veränderungen in den Sprachideologien geführt. Noch drastischer sind die Veränderungen aufgrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Seminar verbindet allgemeine methodisch-theoretische Themen zu Sprachideologien mit Fallbeispielen aus verschiedenen slavischen Ländern.


 
[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


[Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Daiber M.A. , Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (FB 04)
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Speaker use verbal tense to put historical events in a temporal order and to position themselves in relation to the time of the events. Besides of lexical means like temporal adverbs, the Slavic languages make use of grammatical temporal markers, of verbal aspect and of syntactic constructions. Besides the typical use ("начинали строить крепость") we discuss more uncommon expressions ("крепость начата строением"), also in West ("Miałem podlane całe mnóstwo grządek...") and South ("… kada ti budeš došla") Slavic languages.


 
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