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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Geschichte - Kombinations-Masterstudiengänge "Geschichte" (Studienbeginn bis Sommersemester 2022)

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Zu belegen sind zwei Module.

 

Seminar.

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
Durchführung: deutsch und englisch
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.

Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.

Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.


[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


 
[Vl] Das römisch-deutsche Reich nach dem Interregnum: Von Rudolf von Habsburg bis zu Karl IV.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Vorlesung führt in Grundprobleme der spätmittelalterlichen deutschen Geschichte ein: Nach dem Ende der staufischen Dynastie war vieles neu auszuhandeln: Das Reich entwickelte sich nicht zu einer Erbmonarchie, sondern zu einem Wahlreich, der Stellenwert von Reichspolitik und dynastischer Politik war daher auch seitens des Königs auszuloten. Aus dem Kreis der Fürsten entstand mit der elitären Gruppe der Kurfürsten eine bevorrechtigte Gruppe, die in besonderer Weise Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Reichspolitik beanspruchte. Das Verhältnis zum Papsttum musste neu verhandelt, die Rechte von König und Kaiser geklärt, die Position des Reichs in Europa und die Beziehungen zum italienischen Reichsteil geordnet werden. Aber auch Strukturprobleme wie das Verhältnis von Fehde und Frieden, die Sicherung der Ressourcen des Königtums oder die streitbehafteten Beziehungen zwischen Reichsstädten, Fürsten, Grafen und Niederadel standen für die Könige auf der Tagesordnung.
Die relevante Literatur wird vorlesungsbegleitend bekannt gegeben. Einführender Literatur: Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter (2004); Michael Menzel, Die Zeit der Entwürfe 1273-1347 (Gebhardt Handbuch der Deutschen Geschichte, Bd. 7a; 2012); Christian Hesse, Synthese und Aufbruch (1346-1410) (Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Band 7b; 2017); Karl-Friedrich Krieger, Die Habsburger im Mittelalter: Von Rudolf I. bis Friedrich III. (2. Aufl. 2004); Jörg Hoensch, Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437 (2000); Die Habsburger im Mittelalter: Aufstieg einer Dynastie, Katalog, hg. vom Historischen Museum der Pfalz (2022).


[Vl] Globale und koloniale Verflechtungen nach Ostmitteleuropa. Die Welt und ihr "ostmitteleuropäischer 'Hinterhof'" oder aktive Teilhabe? (1450-1914/39)
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Das Europa zwischen Oder und Schwarzem Meer, zwischen Ostsee und Adria spielt in der europäischen und globalen Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts oft nur eine leicht übersehene, gerade im deutschen Sprachraum wenig bekannte Rolle. Aus der Perspektive der Weltsystemtheorie (Immanuel Wallerstein) handelt es sich um eine „Peripherie“, bestenfalls eine „Halbperipherie“. Die Vorlesung möchte diese Zuordnung diskutieren und infragestellen!
Die Vorlesung führt in die gesamt- und transeuropäischen Verflechtungen Ostmitteleuropas seit dem 15. Jahrhundert ein, zeichnet diese nach und analysiert sie. Schwerpunkte liegen auf der polnisch-litauischen (inkl. ukrainischen), böhmischen (tschechischen) und baltischen Geschichte in ihren europäischen und globalen Verflechtungen. Wie agierten ostmitteleuropäische Akteure, die selbst nicht in Kolonialmächten lebten, in einer zunehmend kolonialen Welt? Wie stark engagierten sie sich im 19. Jahrhundert in kolonialen Strukturen, sei es im Russländischen Reich, im preußisch-deutschen Kaiserreich oder in der Habsburgermonarchie?
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse wie auch an Studierende, die an der Großregion wissenschaftlich interessiert sind. Auf der Basis von Vorlesungsskripten und Präsentationen erhalten Sie eine strukturierte und systematische Einführung und können Ihre Kenntnisse erweitern.

Zur Einführung
Anka Steffen, Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. Stuttgart 2025.
Immanuel Wallerstein, Das moderne Weltsystem. Die Anfänge kapitalistischer Landwirtschaft und die europäische Weltökonomie im 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main/ Wien 1986.


[Vl] Macht und Herrschaft in der griechisch-römischen Antike
Klausurtermin: 16.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
Durchführung: deutsch und englisch
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.

Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.

Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.


[H Si] Franz von Assisi
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Franz von Assisi (1181/82-1226) ist sicher einer der populärsten Heiligen der Kirche. Da sein Wirken von der Öko- und Friedensbewegung, aber auch im Zuge des interreligiösen Dialogs stark rezipiert wurde, ist zumindest sein Name auch bei Nichtchristen bekannt. Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des Franz von Assisi zum 800. Mal. Dies ist Anlass genug, das Leben dieses Heiligen im Kontext seiner Zeit anhand ausgewählter Quellen zu untersuchen. Thematisiert werden u.a. die sozialen, kirchlichen und politischen Strukturen im Italien des beginnenden 13. Jahrhunderts, die Spiritualität des Franz von Assisi vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Armutsbewegung, die Entstehung der Bettelorden als neuer Typus klösterlichen Lebens, Franzens Konzept der friedlichen Mission und sein Gespräch mit Sultan al-Kamil sowie der erinnerungskulturelle Kampf um die Deutung der Franziskusfigur, der die bereits mittelalterliche Überlieferung zu Franz von Assisi prägt.
Eine Sitzung des Hauptseminars soll in Verbindung mit dem kunsthistorischen Hauptseminar des Kollegen Markus Späth im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte (ehem. Stadtarchiv) abgehalten werden; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Einführende Literatur: Volker Leppin, Franziskus von Assisi (2018); André Vauchez, Franziskus von Assisi: Geschichte und Erinnerung (2019); Franziskus: Licht aus Assisi. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012], hg. von Christoph Stiegemann (2011); Franziskus-Quellen: die Schriften des Heiligen Franziskus. Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden, hg. von Dieter Berg (2009).


[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

 
[Vl] Die Frühe Neuzeit als Epoche
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Frühe Neuzeit definiert sich selbst als vormoderne Epoche des Wandels auf dem Weg in die Moderne und gleichzeitig als Epoche, in der noch sehr vieles "mittelalterlich" war. Daraus ergeben sich entsprechende Fragestellungen und Probleme: Wann setzte solcher Wandel ein, was machte ihn aus? In welchem Verhältnis stand der frühneuzeitliche Wandel zu jenem anderer Epochen oder ist er solitär zu begreifen? Muss die Frühe Neuzeit als einheitlicher Zeit- und Handlungsraum begriffen werden oder weist sie charakteristische Unterschiede oder gar Brüche auf? Alle dem soll in dieser Überblicksvorlesung thematisiert werden.


[Vl] Geschichte der Sowjetunion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 026
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 026

Kommentar:

In Zeiten, in denen Putin meint an die Größe der Sowjetunion anknüpfen zu müssen, steht eine historische Bilanz an. Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion wurden vor allem aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive untersucht. Im Nachgang müssen auch die Entstalinisierung und die Perestrojka beleuchtet werden. Heute kristallisiert sich zum einen heraus, dass die Geschichte der Sowjetunion als die Geschichte eines Landes zu begreifen ist, das der Urbanisierung unterlag. Zum anderen ist die Geschichte der Sowjetunion als Geschichte eines Vielvölkerreichs zu deuten.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche.

Literatur: Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31); Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006; Schlögel, Karl: Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt. München 2017.


[Vl] Globale und koloniale Verflechtungen nach Ostmitteleuropa. Die Welt und ihr "ostmitteleuropäischer 'Hinterhof'" oder aktive Teilhabe? (1450-1914/39)
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Das Europa zwischen Oder und Schwarzem Meer, zwischen Ostsee und Adria spielt in der europäischen und globalen Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts oft nur eine leicht übersehene, gerade im deutschen Sprachraum wenig bekannte Rolle. Aus der Perspektive der Weltsystemtheorie (Immanuel Wallerstein) handelt es sich um eine „Peripherie“, bestenfalls eine „Halbperipherie“. Die Vorlesung möchte diese Zuordnung diskutieren und infragestellen!
Die Vorlesung führt in die gesamt- und transeuropäischen Verflechtungen Ostmitteleuropas seit dem 15. Jahrhundert ein, zeichnet diese nach und analysiert sie. Schwerpunkte liegen auf der polnisch-litauischen (inkl. ukrainischen), böhmischen (tschechischen) und baltischen Geschichte in ihren europäischen und globalen Verflechtungen. Wie agierten ostmitteleuropäische Akteure, die selbst nicht in Kolonialmächten lebten, in einer zunehmend kolonialen Welt? Wie stark engagierten sie sich im 19. Jahrhundert in kolonialen Strukturen, sei es im Russländischen Reich, im preußisch-deutschen Kaiserreich oder in der Habsburgermonarchie?
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse wie auch an Studierende, die an der Großregion wissenschaftlich interessiert sind. Auf der Basis von Vorlesungsskripten und Präsentationen erhalten Sie eine strukturierte und systematische Einführung und können Ihre Kenntnisse erweitern.

Zur Einführung
Anka Steffen, Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. Stuttgart 2025.
Immanuel Wallerstein, Das moderne Weltsystem. Die Anfänge kapitalistischer Landwirtschaft und die europäische Weltökonomie im 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main/ Wien 1986.


[Vl] Kaiser Karl V. (1500-1558) und seine Zeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.

Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.

Zur Einführung

Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.

Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.

Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.

Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.


[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Blocktermine (Freitag/Samstag) werden noch bekanntgegeben.
Dozent/-in:
Ferhadbegović, Sabina
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Sa. 13.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Sa. 20.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe

[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Macht-Räume in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 05.06.2026
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

 

Seminar.

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Macht-Räume in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

[H Si] Theorien das (Spät-)Faschismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Faschismus ist ein historisches und ein gegenwärtiges Phänomen. Ausgehend von zeitgenössischen Analysen und Theorien des Faschismus und umliegender Phänomen – der Tea Party-Bewegung, der soldatischen und Petromaskulinität, der Ausnahmezonen in Demokratien – wollen wir die Kontinuitäten, Differenzen und Eigenheiten historischer und gegenwärtiger Formen von Faschisierung und Faschismus in den Blick nehmen. Neben einer Einführung in die historischen Faschismustheorien (Adorno, Esposito) legt das Seminar einen Schwerpunkt auf kultur- und körpertheoretische (Cara New Daggett, Klaus Theweleit), ethnographische (Arlie Russel Hochschild) und philosophische (Eva von Redecker, Alberto Toscano) Analysen des Faschismus, um so seine Verwebung mit politischen Institutionen, kapitalistischen Strukturen und alltäglichen Wahrnehmungs- und Gefühlsformen zu verstehen.


[H Si] Vom Kolonialismus zum totalen Krieg? Kontinuitäten extremer Gewalt
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

In diesem Seminar geht es um die Frage nach den Kontinuitäten von den Kolonialkriegen zu den "totalen Kriegen" des 20. Jahrhunderts. War das Konzentrationslager ursprünglich eine koloniale Erfindung? Wirkte eine "entgrenzte" Gewalt aus den Kolonien in die Zentren zurück? Was haben westliche Militärs aus den Kolonialkriegen gelernt, was sie später auch in Europa angewandt haben?

Zu diesen und anderen Fragen wurden innerhalb und außerhalb der Wissenschaft starke Thesen formuliert, aber die Forschungslage ist bei näherem Hinsehen gar nicht so eindeutig, wie oft getan wird. Im Seminar geht es darum, den Streit um postkoloniale Kontinuitäten als wissenschaftliche Sachdiskussion ernst zu nehmen, Grundbegriffe wie "Kontinuität" zu klären und wichtige Studien und Quellen zu diskutieren. Dabei geht es auch um die Methodologie des Erklärens in der Geschichtsforschung.

Das Lesepensum beträgt ca. 40 Seiten pro Woche auf Deutsch und Englisch. Regelmäßige aktive Teilnahme ist Voraussetzung für eine benotete Leistung. Die didaktische Gestaltung hängt von der Teilnehmendenzahl ab.


 

Seminar.

[H Si] Culture Wars in den USA im langen 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Franz von Assisi
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Franz von Assisi (1181/82-1226) ist sicher einer der populärsten Heiligen der Kirche. Da sein Wirken von der Öko- und Friedensbewegung, aber auch im Zuge des interreligiösen Dialogs stark rezipiert wurde, ist zumindest sein Name auch bei Nichtchristen bekannt. Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des Franz von Assisi zum 800. Mal. Dies ist Anlass genug, das Leben dieses Heiligen im Kontext seiner Zeit anhand ausgewählter Quellen zu untersuchen. Thematisiert werden u.a. die sozialen, kirchlichen und politischen Strukturen im Italien des beginnenden 13. Jahrhunderts, die Spiritualität des Franz von Assisi vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Armutsbewegung, die Entstehung der Bettelorden als neuer Typus klösterlichen Lebens, Franzens Konzept der friedlichen Mission und sein Gespräch mit Sultan al-Kamil sowie der erinnerungskulturelle Kampf um die Deutung der Franziskusfigur, der die bereits mittelalterliche Überlieferung zu Franz von Assisi prägt.
Eine Sitzung des Hauptseminars soll in Verbindung mit dem kunsthistorischen Hauptseminar des Kollegen Markus Späth im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte (ehem. Stadtarchiv) abgehalten werden; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Einführende Literatur: Volker Leppin, Franziskus von Assisi (2018); André Vauchez, Franziskus von Assisi: Geschichte und Erinnerung (2019); Franziskus: Licht aus Assisi. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012], hg. von Christoph Stiegemann (2011); Franziskus-Quellen: die Schriften des Heiligen Franziskus. Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden, hg. von Dieter Berg (2009).


[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

   
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.

Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)

17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12


[Ü] Historische Diversität und Multikulturalität in Südosteuropa - Das Beispiel Bosnien-Herzegowinas
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Bosnien-Herzegowina ist ein kleines Land, in dem seit Jahrhunderten verschiedene religiöse beziehungsweise nationale Gruppen zusammenleben. Diese Diversität ist historisch gewachsen. Auch wenn das Zusammenleben nicht immer konfliktfrei war, stellt das Nebeneinander verschiedener Religionen und Kulturen eine zentrale Konstante der bosnischen Geschichte dar. Entsprechend wird das Land häufig als Kontaktzone zwischen Ost und West beschrieben.

In dieser Übung erarbeiten wir anhand von Quellen und historiographischen Texten zentrale Epochen der Geschichte Bosnien-Herzegowinas: von der osmanischen Zeit über die habsburgische Okkupation und die Gründung des Königreichs Jugoslawien 1918 bis zum sozialistischen föderativen Jugoslawien und dem gewaltvollen Zerfall des Staates in den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den historischen Formen des Zusammenlebens verschiedener Religionen und Kulturen in Bosnien-Herzegowina.

Die Übung wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an der Exkursion „Zwischen Minaretten und Kirchtürmen: Eine Reise durch Bosniens (post-)osmanisches Erbe“ nach Sarajevo im September 2026 empfohlen.


[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, F 009
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009

Kommentar:

Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.

Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.


 
[Koll] Kolloquium Alte Geschichte
Termine nach Vereinbarung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

[O Si] Neue Forschungen zur Mittelalterlichen Geschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Oberseminar ist offen für alle, die sich für aktuelle Forschungsthemen in der Mittelalterlichen Geschichte interessieren. Im Seminar stellen Referentinnen und Referenten aus Gießen und anderen Universitäten Themen aus ihren laufenden oder jüngst abgeschlossenen Arbeitsprojekten zur Diskussion. Termine und Themen werden zu Beginn der Vorlesungszeit in Stud.IP im Ablaufplan mitgeteilt.
BA- und MA-Studierende können dieses Oberseminar im Rahmen ihrer Projektmodule belegen.


[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit und der Landesgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113
2 Einzeltermine:
Mi. 20.05.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003Ann-Kathrin Wächter (Gießen): Konfliktreiche Kooperation? Die (Selbst-)Verortung der Stolberger in regionalen Grafengefügen (1429-1615)


Mi. 27.05.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003Carina Müller (Gießen): Hochadlige Identität in den Selbstzeugnissen Wolrads von Waldeck. Methodische Grundlagen und vorläufige Ergebnisse



Kommentar:

In der Veranstaltung werden laufende Forschungsarbeiten (Masterthesis, Dissertationsprojekte, andere Forschungsarbeiten) zur Geschichte der Frühen Neuzeit und zur Landesgeschichte vorgestellt und diskutiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, eine eigene Qualifikationsarbeit vorzustellen und / oder sich über laufende Arbeiten zu informieren. Gern können Sie auch an Einzelsitzungen teilnehmen, deren Thema Sie interessiert.


[O Si] Oberseminar zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214

Kommentar:

Im Oberseminar diskutieren wir jede Woche ein aktuelles Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Semester stellen wieder Gießener Historiker:innen und Gäste von anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Forschungsfragen, Quellen, methodischen Ansätze und Befunde vor. Die Veranstaltung bietet damit die Möglichkeit, sich über Themen und Trends der historischen Forschung auch jenseits der JLU zu informieren und zugleich das Präsentieren, Fragen und Diskutieren einzuüben. Studierende und Promovierende sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.


[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Oberseminar führt Interessierte an Forschungsthemen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte und der germanistischen Mediävistik heran - es beruht also auf einer langjährig erprobten interdisziplinären Zusammenarbeit. Qualifikationsarbeiten aus beiden Bereichen können vorgestellt und diskutiert werden. Darüber hinaus sind auch interessierte Studierende eingeladen. Sie können, wenn Sie keinen Eintrag in Flexnow benötigen, ohne Anmeldung zu den Sitzungen dazustoßen, deren Thema Sie interessiert!


 

Wahlpflichtbereich; zu belegen sind vier Module.

 

Seminar.

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
Durchführung: deutsch und englisch
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.

Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.

Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.


[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


 
[Vl] Das römisch-deutsche Reich nach dem Interregnum: Von Rudolf von Habsburg bis zu Karl IV.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Vorlesung führt in Grundprobleme der spätmittelalterlichen deutschen Geschichte ein: Nach dem Ende der staufischen Dynastie war vieles neu auszuhandeln: Das Reich entwickelte sich nicht zu einer Erbmonarchie, sondern zu einem Wahlreich, der Stellenwert von Reichspolitik und dynastischer Politik war daher auch seitens des Königs auszuloten. Aus dem Kreis der Fürsten entstand mit der elitären Gruppe der Kurfürsten eine bevorrechtigte Gruppe, die in besonderer Weise Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Reichspolitik beanspruchte. Das Verhältnis zum Papsttum musste neu verhandelt, die Rechte von König und Kaiser geklärt, die Position des Reichs in Europa und die Beziehungen zum italienischen Reichsteil geordnet werden. Aber auch Strukturprobleme wie das Verhältnis von Fehde und Frieden, die Sicherung der Ressourcen des Königtums oder die streitbehafteten Beziehungen zwischen Reichsstädten, Fürsten, Grafen und Niederadel standen für die Könige auf der Tagesordnung.
Die relevante Literatur wird vorlesungsbegleitend bekannt gegeben. Einführender Literatur: Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter (2004); Michael Menzel, Die Zeit der Entwürfe 1273-1347 (Gebhardt Handbuch der Deutschen Geschichte, Bd. 7a; 2012); Christian Hesse, Synthese und Aufbruch (1346-1410) (Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Band 7b; 2017); Karl-Friedrich Krieger, Die Habsburger im Mittelalter: Von Rudolf I. bis Friedrich III. (2. Aufl. 2004); Jörg Hoensch, Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437 (2000); Die Habsburger im Mittelalter: Aufstieg einer Dynastie, Katalog, hg. vom Historischen Museum der Pfalz (2022).


[Vl] Globale und koloniale Verflechtungen nach Ostmitteleuropa. Die Welt und ihr "ostmitteleuropäischer 'Hinterhof'" oder aktive Teilhabe? (1450-1914/39)
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Das Europa zwischen Oder und Schwarzem Meer, zwischen Ostsee und Adria spielt in der europäischen und globalen Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts oft nur eine leicht übersehene, gerade im deutschen Sprachraum wenig bekannte Rolle. Aus der Perspektive der Weltsystemtheorie (Immanuel Wallerstein) handelt es sich um eine „Peripherie“, bestenfalls eine „Halbperipherie“. Die Vorlesung möchte diese Zuordnung diskutieren und infragestellen!
Die Vorlesung führt in die gesamt- und transeuropäischen Verflechtungen Ostmitteleuropas seit dem 15. Jahrhundert ein, zeichnet diese nach und analysiert sie. Schwerpunkte liegen auf der polnisch-litauischen (inkl. ukrainischen), böhmischen (tschechischen) und baltischen Geschichte in ihren europäischen und globalen Verflechtungen. Wie agierten ostmitteleuropäische Akteure, die selbst nicht in Kolonialmächten lebten, in einer zunehmend kolonialen Welt? Wie stark engagierten sie sich im 19. Jahrhundert in kolonialen Strukturen, sei es im Russländischen Reich, im preußisch-deutschen Kaiserreich oder in der Habsburgermonarchie?
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse wie auch an Studierende, die an der Großregion wissenschaftlich interessiert sind. Auf der Basis von Vorlesungsskripten und Präsentationen erhalten Sie eine strukturierte und systematische Einführung und können Ihre Kenntnisse erweitern.

Zur Einführung
Anka Steffen, Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. Stuttgart 2025.
Immanuel Wallerstein, Das moderne Weltsystem. Die Anfänge kapitalistischer Landwirtschaft und die europäische Weltökonomie im 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main/ Wien 1986.


[Vl] Macht und Herrschaft in der griechisch-römischen Antike
Klausurtermin: 16.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Die Ukraine als Kosakenland
Durchführung: deutsch und englisch
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Ausgehend von Andreas Kappeler grundlegender Studie soll für den Zeitraum vom 17. Bis zum 19. Jahrhundert der Wandel des Bildes der Ukraine vom Land der Kosaken zum Land der Bauern nachvollzogen werden. Dazu gehört zunächst eine Verständigung über die Kategorien Frontier und Banditen. Dann kann das Studium westlicher Chronisten und Kartographen beginnen. Ereignisgeschichtlich steht dabei neben dem Chmel’nyc’kyj-Aufstand (1648-1654) auch der Seitenwechsel Mazepas von Peter I. zu Karl XII. (1709) auf dem Programm.
Im Interesse des interdisziplinären GiZo-Programms wird die Veranstaltung multilingual angeboten. Fremdsprachliche Quellen liegen auch in deutscher und englischer Übersetzung vor.

Based on Andreas Kappeler's fundamental study, the transformation of Ukraine's image from a land of Cossacks to a land of peasants will be traced from the 17th to the 19th century. This first requires an understanding of the categories of frontier and bandits. Then the study of Western chroniclers and cartographers can begin. In terms of historical events, the program will cover not only the Khmelnytsky Uprising (1648-1654) but also Mazepa's change of allegiance from Peter I to Charles XII (1709).
In the interest of the interdisciplinary GiZo program, the course is offered in multiple languages. Foreign-language sources are also available in German and English translations.

Literatur: Kappeler, Andreas: Die Kosaken. Geschichte und Legenden München 2013; ders.: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2020; Plokhy, Serhii: The Cossack Myth. History and Nationhood in the Age of Empires. Cambridge 2012.


[H Si] Franz von Assisi
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Franz von Assisi (1181/82-1226) ist sicher einer der populärsten Heiligen der Kirche. Da sein Wirken von der Öko- und Friedensbewegung, aber auch im Zuge des interreligiösen Dialogs stark rezipiert wurde, ist zumindest sein Name auch bei Nichtchristen bekannt. Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des Franz von Assisi zum 800. Mal. Dies ist Anlass genug, das Leben dieses Heiligen im Kontext seiner Zeit anhand ausgewählter Quellen zu untersuchen. Thematisiert werden u.a. die sozialen, kirchlichen und politischen Strukturen im Italien des beginnenden 13. Jahrhunderts, die Spiritualität des Franz von Assisi vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Armutsbewegung, die Entstehung der Bettelorden als neuer Typus klösterlichen Lebens, Franzens Konzept der friedlichen Mission und sein Gespräch mit Sultan al-Kamil sowie der erinnerungskulturelle Kampf um die Deutung der Franziskusfigur, der die bereits mittelalterliche Überlieferung zu Franz von Assisi prägt.
Eine Sitzung des Hauptseminars soll in Verbindung mit dem kunsthistorischen Hauptseminar des Kollegen Markus Späth im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte (ehem. Stadtarchiv) abgehalten werden; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Einführende Literatur: Volker Leppin, Franziskus von Assisi (2018); André Vauchez, Franziskus von Assisi: Geschichte und Erinnerung (2019); Franziskus: Licht aus Assisi. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012], hg. von Christoph Stiegemann (2011); Franziskus-Quellen: die Schriften des Heiligen Franziskus. Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden, hg. von Dieter Berg (2009).


[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

 
[Vl] Die Frühe Neuzeit als Epoche
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Frühe Neuzeit definiert sich selbst als vormoderne Epoche des Wandels auf dem Weg in die Moderne und gleichzeitig als Epoche, in der noch sehr vieles "mittelalterlich" war. Daraus ergeben sich entsprechende Fragestellungen und Probleme: Wann setzte solcher Wandel ein, was machte ihn aus? In welchem Verhältnis stand der frühneuzeitliche Wandel zu jenem anderer Epochen oder ist er solitär zu begreifen? Muss die Frühe Neuzeit als einheitlicher Zeit- und Handlungsraum begriffen werden oder weist sie charakteristische Unterschiede oder gar Brüche auf? Alle dem soll in dieser Überblicksvorlesung thematisiert werden.


[Vl] Geschichte der Sowjetunion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 026
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 026

Kommentar:

In Zeiten, in denen Putin meint an die Größe der Sowjetunion anknüpfen zu müssen, steht eine historische Bilanz an. Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion wurden vor allem aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive untersucht. Im Nachgang müssen auch die Entstalinisierung und die Perestrojka beleuchtet werden. Heute kristallisiert sich zum einen heraus, dass die Geschichte der Sowjetunion als die Geschichte eines Landes zu begreifen ist, das der Urbanisierung unterlag. Zum anderen ist die Geschichte der Sowjetunion als Geschichte eines Vielvölkerreichs zu deuten.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche.

Literatur: Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31); Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006; Schlögel, Karl: Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt. München 2017.


[Vl] Globale und koloniale Verflechtungen nach Ostmitteleuropa. Die Welt und ihr "ostmitteleuropäischer 'Hinterhof'" oder aktive Teilhabe? (1450-1914/39)
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Das Europa zwischen Oder und Schwarzem Meer, zwischen Ostsee und Adria spielt in der europäischen und globalen Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts oft nur eine leicht übersehene, gerade im deutschen Sprachraum wenig bekannte Rolle. Aus der Perspektive der Weltsystemtheorie (Immanuel Wallerstein) handelt es sich um eine „Peripherie“, bestenfalls eine „Halbperipherie“. Die Vorlesung möchte diese Zuordnung diskutieren und infragestellen!
Die Vorlesung führt in die gesamt- und transeuropäischen Verflechtungen Ostmitteleuropas seit dem 15. Jahrhundert ein, zeichnet diese nach und analysiert sie. Schwerpunkte liegen auf der polnisch-litauischen (inkl. ukrainischen), böhmischen (tschechischen) und baltischen Geschichte in ihren europäischen und globalen Verflechtungen. Wie agierten ostmitteleuropäische Akteure, die selbst nicht in Kolonialmächten lebten, in einer zunehmend kolonialen Welt? Wie stark engagierten sie sich im 19. Jahrhundert in kolonialen Strukturen, sei es im Russländischen Reich, im preußisch-deutschen Kaiserreich oder in der Habsburgermonarchie?
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse wie auch an Studierende, die an der Großregion wissenschaftlich interessiert sind. Auf der Basis von Vorlesungsskripten und Präsentationen erhalten Sie eine strukturierte und systematische Einführung und können Ihre Kenntnisse erweitern.

Zur Einführung
Anka Steffen, Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. Stuttgart 2025.
Immanuel Wallerstein, Das moderne Weltsystem. Die Anfänge kapitalistischer Landwirtschaft und die europäische Weltökonomie im 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main/ Wien 1986.


[Vl] Kaiser Karl V. (1500-1558) und seine Zeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.

Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


[H Si] Das KZ Groß-Rosen und dessen über 100 Außenlager. Ein vegessenes und wenig erforschtes Konzentrationslager mitten in Europa
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Das Projektseminar möchte sich mit einem der am wenigsten bekannten deutschen NS-Lagerkomplexen in Europa beschäftigen: dem Konzentrationslager Groß-Rosen in Schlesien, dass im Zweiten Weltkrieg zu einem Lager- und Zwangsarbeiterkomplex mit über 100 Nebenlagern ausgebaut wurde.
Der KZ-Komplex umfasste ein weit verzweigtes Netz von Außenlagern, oft nur kurzfristig bestehende Produktionsstandorte. Forschung hierzu blieb lange randständig – aufgrund fragmentierter Quellen, spät erschlossener Archive und fehlender Einbettung in transnationale wirtschafts- und erinnerungshistorische Debatten. Viele Aspekte der Ausbeutungspraxis, ökonomischer Verflechtungen sowie lokaler Kooperationen und Profiteure sind unzureichend erforscht.
Bei einer Exkursion der JLU Gießen im September 2024 zur Gedenkstätte Groß-Rosen und zu weiteren Außenlagern zeigte sich breite Übereinstimmung über den Forschungsbedarf. Daraus entstanden studentische Projekte, die in das Hauptseminar (SoSe 2026), studentische Abschlussarbeiten sowie einen Workshop (September 2026) mit einem daraus entwickelten historiographischen Beitrag zur internationalen Geschichte von Groß-Rosen und seinen Außenlagern münden sollen.
Ziel des Vorhabens ist, bestehende Forschungsperspektiven zu den Außenlagern von Groß-Rosen durch einen europäischen Zugang zu erweitern und ein transnationales Narrativ zu entwickeln, das gemeinsame Erfahrungen wie regionale Unterschiede berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager des KZ-Komplexes, die trotz ihrer Bedeutung nur punktuell untersucht sind und zentrale Elemente des NS-Zwangsarbeitssystems bildeten.
Exemplarisch analysiert das Projekt zwei Lager: Christianstadt/Krzystkowice, ausschließlich mit jüdischen Frauen belegt, ermöglicht detaillierte Einsichten in Organisation, Zwangsarbeit und Gewaltformen. Das Außenlager in Fünfteichen (Miłoszyce) wurde im Herbst 1943 eingerichtet und entwickelte sich zu einer der größten Außenstellen des Konzentrationslagers Gross-Rosen. Die dort inhaftierten Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern wurden im nahegelegenen Rüstungsbetrieb sowie im Berthawerk AG in Jeltsch (heute Teil von Jelcz-Laskowice) zur Zwangsarbeit in der Waffenproduktion eingesetzt. Das Lager umfasste rund 6.000 männliche Häftlinge, von denen viele den extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer fielen. In der zweiten Januarhälfte 1945 ordnete die SS die Evakuierung des Lagers an. Während des sogenannten Todesmarsches nach Gross-Rosen kamen etwa 1.000 Menschen infolge von Kälte, Erschöpfung und gezielten Tötungen durch SS-Angehörige ums Leben. Etwa 300 schwer erkrankte Häftlinge verblieben im Lager und wurden kurze Zeit später von Soldaten der Roten Armee befreit.
Ein Schwerpunkt gilt den weiblichen SS-Wachmannschaften, deren Rolle im Groß-Rosen-Komplex bislang kaum erforscht wurde. Ich möchte alle Interessierten einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Es ist möglich, aus dem Projekt Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu entwickeln.

Zur Einführung

Rudorff, Andrea: Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, Band 15. Berlin,2014.

Schulte, Jan Erik. 2001. Zwangsarbeit und Vernichtung: das Wirtschaftsimperium der SS; Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933 - 1945. Book. Paderborn [u.a.]: Schöningh.

Sprenger, Isabell. 1996. Groß-Rosen: ein Konzentrationslager in Schlesien. Book. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 6. Köln [u.a.]: Böhlau.

Löbner, Martina. 2002. „"Geheime Reichssache" Christianstadt: das Ende einer Kleinstadt zwischen Oder und Neiße sowie der Sprengstoff-Fabrik ‚Ulme‘“. Cd. https://doi.org/urn:nbn:de:gbv:089-3641452423.


[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
Blocktermine (Freitag/Samstag) werden noch bekanntgegeben.
Dozent/-in:
Ferhadbegović, Sabina
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Sa. 13.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe
Sa. 20.06.2026,10.00 - 16.30 Uhr   keine Raumangabe

[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Macht-Räume in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 05.06.2026
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

 

Seminar.

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Macht-Räume in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

[H Si] Theorien das (Spät-)Faschismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Faschismus ist ein historisches und ein gegenwärtiges Phänomen. Ausgehend von zeitgenössischen Analysen und Theorien des Faschismus und umliegender Phänomen – der Tea Party-Bewegung, der soldatischen und Petromaskulinität, der Ausnahmezonen in Demokratien – wollen wir die Kontinuitäten, Differenzen und Eigenheiten historischer und gegenwärtiger Formen von Faschisierung und Faschismus in den Blick nehmen. Neben einer Einführung in die historischen Faschismustheorien (Adorno, Esposito) legt das Seminar einen Schwerpunkt auf kultur- und körpertheoretische (Cara New Daggett, Klaus Theweleit), ethnographische (Arlie Russel Hochschild) und philosophische (Eva von Redecker, Alberto Toscano) Analysen des Faschismus, um so seine Verwebung mit politischen Institutionen, kapitalistischen Strukturen und alltäglichen Wahrnehmungs- und Gefühlsformen zu verstehen.


[H Si] Vom Kolonialismus zum totalen Krieg? Kontinuitäten extremer Gewalt
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

In diesem Seminar geht es um die Frage nach den Kontinuitäten von den Kolonialkriegen zu den "totalen Kriegen" des 20. Jahrhunderts. War das Konzentrationslager ursprünglich eine koloniale Erfindung? Wirkte eine "entgrenzte" Gewalt aus den Kolonien in die Zentren zurück? Was haben westliche Militärs aus den Kolonialkriegen gelernt, was sie später auch in Europa angewandt haben?

Zu diesen und anderen Fragen wurden innerhalb und außerhalb der Wissenschaft starke Thesen formuliert, aber die Forschungslage ist bei näherem Hinsehen gar nicht so eindeutig, wie oft getan wird. Im Seminar geht es darum, den Streit um postkoloniale Kontinuitäten als wissenschaftliche Sachdiskussion ernst zu nehmen, Grundbegriffe wie "Kontinuität" zu klären und wichtige Studien und Quellen zu diskutieren. Dabei geht es auch um die Methodologie des Erklärens in der Geschichtsforschung.

Das Lesepensum beträgt ca. 40 Seiten pro Woche auf Deutsch und Englisch. Regelmäßige aktive Teilnahme ist Voraussetzung für eine benotete Leistung. Die didaktische Gestaltung hängt von der Teilnehmendenzahl ab.


 

Seminar.

[H Si] Culture Wars in den USA im langen 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Franz von Assisi
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Franz von Assisi (1181/82-1226) ist sicher einer der populärsten Heiligen der Kirche. Da sein Wirken von der Öko- und Friedensbewegung, aber auch im Zuge des interreligiösen Dialogs stark rezipiert wurde, ist zumindest sein Name auch bei Nichtchristen bekannt. Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des Franz von Assisi zum 800. Mal. Dies ist Anlass genug, das Leben dieses Heiligen im Kontext seiner Zeit anhand ausgewählter Quellen zu untersuchen. Thematisiert werden u.a. die sozialen, kirchlichen und politischen Strukturen im Italien des beginnenden 13. Jahrhunderts, die Spiritualität des Franz von Assisi vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Armutsbewegung, die Entstehung der Bettelorden als neuer Typus klösterlichen Lebens, Franzens Konzept der friedlichen Mission und sein Gespräch mit Sultan al-Kamil sowie der erinnerungskulturelle Kampf um die Deutung der Franziskusfigur, der die bereits mittelalterliche Überlieferung zu Franz von Assisi prägt.
Eine Sitzung des Hauptseminars soll in Verbindung mit dem kunsthistorischen Hauptseminar des Kollegen Markus Späth im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte (ehem. Stadtarchiv) abgehalten werden; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Einführende Literatur: Volker Leppin, Franziskus von Assisi (2018); André Vauchez, Franziskus von Assisi: Geschichte und Erinnerung (2019); Franziskus: Licht aus Assisi. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012], hg. von Christoph Stiegemann (2011); Franziskus-Quellen: die Schriften des Heiligen Franziskus. Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden, hg. von Dieter Berg (2009).


[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

 
[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.

Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)

17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12


[Ü] Historische Diversität und Multikulturalität in Südosteuropa - Das Beispiel Bosnien-Herzegowinas
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Bosnien-Herzegowina ist ein kleines Land, in dem seit Jahrhunderten verschiedene religiöse beziehungsweise nationale Gruppen zusammenleben. Diese Diversität ist historisch gewachsen. Auch wenn das Zusammenleben nicht immer konfliktfrei war, stellt das Nebeneinander verschiedener Religionen und Kulturen eine zentrale Konstante der bosnischen Geschichte dar. Entsprechend wird das Land häufig als Kontaktzone zwischen Ost und West beschrieben.

In dieser Übung erarbeiten wir anhand von Quellen und historiographischen Texten zentrale Epochen der Geschichte Bosnien-Herzegowinas: von der osmanischen Zeit über die habsburgische Okkupation und die Gründung des Königreichs Jugoslawien 1918 bis zum sozialistischen föderativen Jugoslawien und dem gewaltvollen Zerfall des Staates in den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den historischen Formen des Zusammenlebens verschiedener Religionen und Kulturen in Bosnien-Herzegowina.

Die Übung wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an der Exkursion „Zwischen Minaretten und Kirchtürmen: Eine Reise durch Bosniens (post-)osmanisches Erbe“ nach Sarajevo im September 2026 empfohlen.


[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, F 009
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009

Kommentar:

Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.

Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.


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