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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 05: Sprache, Literatur, Kultur - Angewandte Theaterwissenschaft - Bachelor of Arts

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[Vl] PROPÄDEUTIKUM II Theater und Ästhetik: Perspektiven
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Der zweite Teil des Propädeutikums dient der Einführung in verschiedene methodologische, praktische und theoretische Ansätze und Ästhetiken verschiedener Konzepte und Epochen, sowie in grundlegende kunsthistorische, philosophische und theaterspezifische Fragestellungen und Theorien. Es erfolgt eine Vertiefung einzelner Aspekte durch Lektüre von Primärtexten, sowie des Wissens und der Fähigkeit zur selbständigen Auseinandersetzung in Theorie und Praxis bezogen auf einzelne Epochen, Theoreme oder Fragestellungen.

Es finden Sitzungen zu folgenden Themen statt: Ästhetik // Chreography // Situation // Dramaturgie // Krise des Dramas: Postdramatik // Hermeneutik // Zuschauen zwischen Teilnahme und Emanzipation // Arbeit und Care // Interkulturalität und Postkoloniales Theater // More-Than-Human-Theater (Mushroom, Algees and other friends) // Transindividualität // Das Theater und das Monströse.
Das Propädeutikum schließt mit einer 90-minütigen Klausur zu den einzelnen thematischen Sitzungen ab.


[Si] Theatertheoretische Grundbegriffe Seminar
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mo. 13.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2
Mo. 20.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2
Mo. 27.04.2026,10.00 - 14.00 Uhr   AUB 2
Mo. 04.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2

Kommentar:

Exklusiv für Studierende des zweiten Semesters BA (bei Interesse dürfen auch MA-Studierende teilnehmen) wird ein Seminar mit Übung angeboten, in dem unterschiedliche theatertheoretische Grundbegriffe anhand von Texten und Inszenierungsbeispielen erörtert werden sollen. Der Kurs widmet sich in einzelnen Schwerpunkt-Blöcken verschiedenen Texten und Beispielen aus dem theaterwissenschaftlichen Themenfeld.

Seminar und Übung können nur zusammen belegt werden und werden von Livia Andrea Piazza und Ekaterina Trachsel gemeinsam durchgeführt. Die Prüfungsvorleistung ist die Übernahme von Mit-Verantwortlichkeiten für einen der verschiedenen Themenblöcke und damit verbundene Vor- und Nachbereitungsaufgaben (genaue Erläuterung und Verteilung der Verantwortlichkeiten in der 1. Sitzung).


[Ü] Theatertheoretische Grundbegriffe Übung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2
Fr. 24.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2
Mo. 27.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   AUB 2
Fr. 08.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   AUB 2

Kommentar:

Exklusiv für Studierende des zweiten Semesters BA (bei Interesse dürfen auch MA-Studierende teilnehmen) wird ein Seminar mit Übung angeboten, in dem unterschiedliche theatertheoretische Grundbegriffe anhand von Texten und Inszenierungsbeispielen erörtert werden sollen. Der Kurs widmet sich in einzelnen Schwerpunkt-Blöcken verschiedenen Texten und Beispielen aus dem theaterwissenschaftlichen Themenfeld.

Seminar und Übung können nur zusammen belegt werden und werden von Livia Andrea Piazza und Ekaterina Trachsel gemeinsam durchgeführt. Die Prüfungsvorleistung ist die Übernahme von Mit-Verantwortlichkeiten für einen der verschiedenen Themenblöcke und damit verbundene Vor- und Nachbereitungsaufgaben (genaue Erläuterung und Verteilung der Verantwortlichkeiten in der 1. Sitzung).


 
[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


 
[] Sharing Works, Working Together
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 14:00 Uhr  GBS
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: GBS

Kommentar:

This seminar is designed for students in the ATW-BA fourth semester.
On the one hand, it offers this group of students a space to come together around questions of performing arts praxis; on the other hand,
it aims to contribute to the development of each participant’s own artistic practice.
The foundation and starting point of our work will be your artworks and artistic practices. Each participant will present a personal work.
This may be the very beginning of something you have been thinking about but have not yet dared to share, performance material in
progress, an excerpt from a piece, something you are currently rehearsing, a work you have already presented and wish to rework,
something created specifically for this seminar, or any material you wish to share in order to put it into dialogue and practice with the
other participants.
This seminar aims to function as a platform for presenting and discussing your research and artworks, allowing them to be activated
through collective engagement. It is conceived as a space for learning from and with each other’s practices. Through conversations as well as a series of exercises and situations, our exchanges will focus on raising questions and fostering debate around how to rehearse, how to make a work public, and how these processes influence one another.
Evaluation will be based on participation in discussions and in the presentation of work, or, for those who are not involved in any work presentation, on the submission of a written report.


[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


 
[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] Exkursion THEATERFORMEN 2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
8 Einzeltermine:
Mo. 13.04.2026,18.00 - 20.00 Uhr   AUB 2
Do. 23.04.2026,17.30 - 21.00 Uhr   LAB Frankfurt inkl. Besuch von Showings Regie
Do. 18.06.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Theaterlabor, Foyer
Do. 25.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Fr. 26.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Sa. 27.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
So. 28.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Do. 09.07.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Schmidtstraße 12. Frankfurt

Kommentar:

Dieses Seminar ist ein Exkursionsseminar zum THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) mit einzelnen, verpflichtenden Vorabtreffen in Gießen und Frankfurt am Main. THEATERFORMEN beschreibt sich selbst wie folgt: „Das Festival Theaterformen ist ein internationales Theater- und Tanzfestival, das sich gleichzeitig in Braunschweig und Hannover als lokal verortet versteht. Unser Ziel ist es, Perspektiven Raum zu geben, die im lokalen Kontext seltener sichtbar und hörbar sind und die existierende Machtverhältnisse hinterfragen.“ (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). Die Exkursion wird über die Hessische Theaterakademie organisiert und finanziert. HTA-Studierende werden im Rahmen dieser Exkursion ein dichtes Festivalprogramm erleben und gemeinsam an Diskussionsrunden und Künstler:innen-Gesprächen teilnehmen. Weitere Informationen zum Programm folgen. Die Vorbereitungstreffen und die Fahrt hoch in den Norden werden wir gemeinsam mit Studierenden der HfMDK und der Dozierenden Friederike Thielmann bestreiten.

Es wird eine begrenzte Zahl an Exkursionsplätzen geben: Die Plätze werden nach den Richtlinien der ATW in der ersten Sitzung vergeben (bei Bedarf per Losverfahren). Das Programm wird voraussichtlich teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch stattfinden. Genaue Angaben folgen.

Der Kurs ist nur dann „bestanden“ wenn an dem kompletten Programm teilgenommen wird (Fehltage bei der Exkursion / frühere Abreise oder spätere Anreise sind nicht möglich).
Es ist nicht möglich, in diesem Kurs eine Prüfungsleistung zu erbringen (Hausarbeit o.ä.). Der Kurs wir nur mit bestanden / nicht bestanden bewertet (keine Note möglich).

///
This seminar is an excursion seminar to the THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) with individual, mandatory preliminary meetings in Giessen and Frankfurt am Main. THEATERFORMEN describes itself as follows: "The Theaterformen Festival is an international theater and dance festival that sees itself as locally based in both Braunschweig and Hanover. Our goal is to give space to perspectives that are rarely seen or heard in the local context and that question existing power relations." (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). The excursion is organized and financed by the Hessian Theater Academy. HTA students will experience a packed festival program as part of this excursion and participate in discussion rounds and artist talks. Further information on the program will follow. We will hold the preparatory meetings and travel up north together with students from the HfMDK and lecturer Friederike Thielmann.

There will be a limited number of places on the excursion: places will be allocated according to ATW guidelines at the first meeting (by lottery if necessary). The program is expected to be partly in German and partly in English. Details will follow.

The course is only considered “passed” if the entire program is completed (missing days during the excursion / early departure or late arrival are not possible).
It is not possible to take an exam (term paper or similar) in this course. The course is only graded as pass / fail (no grades are possible).


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


 
[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] Exkursion THEATERFORMEN 2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
8 Einzeltermine:
Mo. 13.04.2026,18.00 - 20.00 Uhr   AUB 2
Do. 23.04.2026,17.30 - 21.00 Uhr   LAB Frankfurt inkl. Besuch von Showings Regie
Do. 18.06.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Theaterlabor, Foyer
Do. 25.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Fr. 26.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Sa. 27.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
So. 28.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Do. 09.07.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Schmidtstraße 12. Frankfurt

Kommentar:

Dieses Seminar ist ein Exkursionsseminar zum THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) mit einzelnen, verpflichtenden Vorabtreffen in Gießen und Frankfurt am Main. THEATERFORMEN beschreibt sich selbst wie folgt: „Das Festival Theaterformen ist ein internationales Theater- und Tanzfestival, das sich gleichzeitig in Braunschweig und Hannover als lokal verortet versteht. Unser Ziel ist es, Perspektiven Raum zu geben, die im lokalen Kontext seltener sichtbar und hörbar sind und die existierende Machtverhältnisse hinterfragen.“ (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). Die Exkursion wird über die Hessische Theaterakademie organisiert und finanziert. HTA-Studierende werden im Rahmen dieser Exkursion ein dichtes Festivalprogramm erleben und gemeinsam an Diskussionsrunden und Künstler:innen-Gesprächen teilnehmen. Weitere Informationen zum Programm folgen. Die Vorbereitungstreffen und die Fahrt hoch in den Norden werden wir gemeinsam mit Studierenden der HfMDK und der Dozierenden Friederike Thielmann bestreiten.

Es wird eine begrenzte Zahl an Exkursionsplätzen geben: Die Plätze werden nach den Richtlinien der ATW in der ersten Sitzung vergeben (bei Bedarf per Losverfahren). Das Programm wird voraussichtlich teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch stattfinden. Genaue Angaben folgen.

Der Kurs ist nur dann „bestanden“ wenn an dem kompletten Programm teilgenommen wird (Fehltage bei der Exkursion / frühere Abreise oder spätere Anreise sind nicht möglich).
Es ist nicht möglich, in diesem Kurs eine Prüfungsleistung zu erbringen (Hausarbeit o.ä.). Der Kurs wir nur mit bestanden / nicht bestanden bewertet (keine Note möglich).

///
This seminar is an excursion seminar to the THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) with individual, mandatory preliminary meetings in Giessen and Frankfurt am Main. THEATERFORMEN describes itself as follows: "The Theaterformen Festival is an international theater and dance festival that sees itself as locally based in both Braunschweig and Hanover. Our goal is to give space to perspectives that are rarely seen or heard in the local context and that question existing power relations." (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). The excursion is organized and financed by the Hessian Theater Academy. HTA students will experience a packed festival program as part of this excursion and participate in discussion rounds and artist talks. Further information on the program will follow. We will hold the preparatory meetings and travel up north together with students from the HfMDK and lecturer Friederike Thielmann.

There will be a limited number of places on the excursion: places will be allocated according to ATW guidelines at the first meeting (by lottery if necessary). The program is expected to be partly in German and partly in English. Details will follow.

The course is only considered “passed” if the entire program is completed (missing days during the excursion / early departure or late arrival are not possible).
It is not possible to take an exam (term paper or similar) in this course. The course is only graded as pass / fail (no grades are possible).


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


 
[] CANTAR LAS PIEDRAS
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Fr. 08.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 15.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 16.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 22.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 29.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 30.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
So. 31.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 12.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 19.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Strahlenzentrum
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Strahlenzentrum
Fr. 03.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor

Kommentar:

CANTAR LAS PIEDRAS (to sing the stones) aims to practice ways to subvert what is supposed to appear. It is about sensing /acknowledging what has been precluded or foreclosed. Through discussing the given world (colonial archive), we [will] try nonlinearityvwhereas cross-pollinating what we know/sense/imagine. An invitation to reappraise our own history and cosmology: who we are, what wevhave embodied and how we devise what we have learnt. We propose to challenge and explore other nuances beyond the imperium ofvpost- Enlightenment. We invite you/us to share and research about what an anticolonial artistic practice could be and how to reassess temporal and spatial perspectives.
CANTAR LAS PIEDRAS evolved from the curatorial research project and exhibition Cuerpos infinitos that inquired a multidimensional relation between history, the body and the archive through the artworks and practices of Carolina Caycedo, Nora Chipaumire, Scarlet Yu and Sandra Monterroso. For this context, the course proposes to traverse some of those references among other invited voices (artists, thinkers and curators). In an effort to expand the margins of the sensible, we will exercise non-western epistemic bases as research methodologies. A constellation of intertwined notions coming from choreography, curation and performance studies, aspire to be in motion and with the agency to prompt the circulation of other experiences and archives that empower life. Some key concepts are: artifact, ancestral technologies, Ch’ixi, living entities, multidimensional presence, vestige.


[] Choosing, Giving And Performing, Instructions?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

This seminar proposes an exploration of processes of writing and performing instructions, as well as composing scores.
In the process of making a work in the field of the performing arts, rehearsals most often involve someone telling or asking others what to do and how
to do it. Unless one chooses to work entirely alone, these “instructions” must take a form that others can see, read, listen to, hear, feel, or otherwise
perceive.
How do our instructions—and the ways in which we share them—condition agency? How do we formulate instructions toward something we expect or
would like to see or hear others do? Conversely, how do we give instructions that remain open, searching for how and what to do? What do our ideas
look or sound like once they are formulated as instructions to be performed?
Beginning with a series of exercises in which participants write instructions for one another, this seminar proposes an experimental approach to giving,
rehearsing, and performing instructions. We will focus in particular on how parameters such as “time” can function both as a constraint and as a tool
for specific performances and modes of performing.
All participants will be equally involved in formulating instructions, performing instructions given by others, and observing the performances of their
peers.
Evaluation will be based on the score(s) developed by each participant throughout the seminar, as well as on their level of engagement in the processes
of making, performing, and observing their own work and that of others.


[] moving in language
Dozent/-in:
Sarah Vanhee
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Mo. 16.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 17.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 18.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 19.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Fr. 20.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 23.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 24.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 25.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 26.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 30.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 31.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 01.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 02.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS

Kommentar:

This course explores language in multiple performative and physical dimensions.

We will examine a selection of works by Sarah Vanhee, focusing on the ways language operates as a script for generating non-hegemonic or alternative relations with the world—through fiction, place-making, intervention, and imagination. Works include Words Service, The Making of Justice, The Miraculous Life of Claire C, Lecture For Every One, Turning Turning, Bodies of Knowledge, Untitled, and Oblivion.
Alongside this, we will read texts by (fiction) writers who push the boundaries of linguistic possibility by treating language - in its physical dimension- as a vehicle or catalyst for action, performance, transformation, world-making . Authors include Fernanda Melchor, Pierre Guyotat, Edouard Levé, Christina Rivera Garza, Clarice Lispector, Edouard Glissant, James Baldwin, among others.
The course also introduces (performance) artists and writers who investigate the intimate relationship between language and the individual or collective body, e.g. Mette Edvardsen, Lisette Ma Neza, Alice Diop.
Students will be invited—individually or in small groups—to create a body of writing that experiments with diverse relations to language, physicality, performativity, and (body) politics.

The course is conceived as a space for listening, reading, writing, speaking, reflecting, exploring, experimenting, meeting, and moving in language.

A regular class day schedule looks like this:

10:15 – 11:45
15-min break
12:00 – 13:15
1-hour lunch break
14:15 –15:45
15-min break
16:00 – 17:15


[] PROJEKTDRAMATURGIE. Watching Trouble – Dramaturgien der produktiven Störung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Watching ist nie neutral. Jeder Blick auf einen künstlerischen Prozess ist bereits eine Intervention, eine Setzung, eine Form des Weltmachens. Feedback produziert Wirklichkeiten – es öffnet, schließt, verschiebt, irritiert.
Dieser Kurs untersucht Projektdramaturgie als kritische und spekulativ-künstlerische Praxis. Wir arbeiten mit laufenden Projekten als lebendigen Forschungsfeldern und entwickeln experimentelle Formate des Zuschauens: scoring practices (Hay, Spångberg), witnessing als ethische Position (Oliver, Ahmed), embodied responses, spekulatives Feedbacken, und kollektive Wissensproduktion durch radikale Aufmerksamkeit.
Theoretisch bewegen wir uns zwischen Performance Studies, Dramaturgie-Diskursen (Lehmann, Bleeker), und epistemischen Praktiken des Beobachtens (Haraway, Barad). Praktisch entwickeln wir Tools, die störend-produktiv sind: Wie gibt man Feedback, das nicht normiert, sondern Möglichkeitsräume öffnet? Wie schaut man "otherwise"?
Jeder Teilnehmerin ist abwechselnd Praktikerin, Beobachterin, und kritischer Komplizin. Der Kurs arbeitet prozessual, kollaborativ, und beinhart zärtlich. Alle Arbeitsstände sind willkommen – von vagen Ideen, konzeptuellen Überlegungen, ersten Tryouts bis zu praktischen Zwischenständen und bereits entstandenen Arbeiten (oder Abschlussarbeiten). Der Kurs soll ein Ort sein, eigene künstlerische Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln, genauso wie sensibles, solidarisches und dennoch kritisch-produktives Sprechen zu üben.
Format: Donnerstags, 14:00-18:00 Uhr – vier Stunden Zeit für das Zeigen, Besprechen und gemeinsame Nachdenken über studentische Arbeiten. Projekte können im Verlauf des Semesters mehrfach gezeigt werden. Der zeitliche Ablauf wird in der ersten Sitzung gemeinsam geklärt – Teilnahme an der ersten Sitzung ist daher wichtig!
In der vorlesungsfreien Zeit ist ein gemeinsames Ferien-Kolloquium möglich.
Der Kurs findet auf Deutsch statt, einzelne Sessions auf Englisch sind nach Absprache möglich.


[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


 
[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] project management
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Do. 16.07.2026,11.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
Fr. 17.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
Sa. 18.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

The seminar will be a workshop about how to realize a performance from the first idea to funding and production. The group will practice writing a concept and a financial plan, learn where to apply for funding, how to find a theatre and rehearsal space, and much more. Every participant should bring a small project idea to the seminar.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] project management
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Do. 16.07.2026,11.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
Fr. 17.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
Sa. 18.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.07.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

The seminar will be a workshop about how to realize a performance from the first idea to funding and production. The group will practice writing a concept and a financial plan, learn where to apply for funding, how to find a theatre and rehearsal space, and much more. Every participant should bring a small project idea to the seminar.


     
[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Si] Exkursion THEATERFORMEN 2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
8 Einzeltermine:
Mo. 13.04.2026,18.00 - 20.00 Uhr   AUB 2
Do. 23.04.2026,17.30 - 21.00 Uhr   LAB Frankfurt inkl. Besuch von Showings Regie
Do. 18.06.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Theaterlabor, Foyer
Do. 25.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Fr. 26.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Sa. 27.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
So. 28.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Do. 09.07.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Schmidtstraße 12. Frankfurt

Kommentar:

Dieses Seminar ist ein Exkursionsseminar zum THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) mit einzelnen, verpflichtenden Vorabtreffen in Gießen und Frankfurt am Main. THEATERFORMEN beschreibt sich selbst wie folgt: „Das Festival Theaterformen ist ein internationales Theater- und Tanzfestival, das sich gleichzeitig in Braunschweig und Hannover als lokal verortet versteht. Unser Ziel ist es, Perspektiven Raum zu geben, die im lokalen Kontext seltener sichtbar und hörbar sind und die existierende Machtverhältnisse hinterfragen.“ (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). Die Exkursion wird über die Hessische Theaterakademie organisiert und finanziert. HTA-Studierende werden im Rahmen dieser Exkursion ein dichtes Festivalprogramm erleben und gemeinsam an Diskussionsrunden und Künstler:innen-Gesprächen teilnehmen. Weitere Informationen zum Programm folgen. Die Vorbereitungstreffen und die Fahrt hoch in den Norden werden wir gemeinsam mit Studierenden der HfMDK und der Dozierenden Friederike Thielmann bestreiten.

Es wird eine begrenzte Zahl an Exkursionsplätzen geben: Die Plätze werden nach den Richtlinien der ATW in der ersten Sitzung vergeben (bei Bedarf per Losverfahren). Das Programm wird voraussichtlich teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch stattfinden. Genaue Angaben folgen.

Der Kurs ist nur dann „bestanden“ wenn an dem kompletten Programm teilgenommen wird (Fehltage bei der Exkursion / frühere Abreise oder spätere Anreise sind nicht möglich).
Es ist nicht möglich, in diesem Kurs eine Prüfungsleistung zu erbringen (Hausarbeit o.ä.). Der Kurs wir nur mit bestanden / nicht bestanden bewertet (keine Note möglich).

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This seminar is an excursion seminar to the THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) with individual, mandatory preliminary meetings in Giessen and Frankfurt am Main. THEATERFORMEN describes itself as follows: "The Theaterformen Festival is an international theater and dance festival that sees itself as locally based in both Braunschweig and Hanover. Our goal is to give space to perspectives that are rarely seen or heard in the local context and that question existing power relations." (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). The excursion is organized and financed by the Hessian Theater Academy. HTA students will experience a packed festival program as part of this excursion and participate in discussion rounds and artist talks. Further information on the program will follow. We will hold the preparatory meetings and travel up north together with students from the HfMDK and lecturer Friederike Thielmann.

There will be a limited number of places on the excursion: places will be allocated according to ATW guidelines at the first meeting (by lottery if necessary). The program is expected to be partly in German and partly in English. Details will follow.

The course is only considered “passed” if the entire program is completed (missing days during the excursion / early departure or late arrival are not possible).
It is not possible to take an exam (term paper or similar) in this course. The course is only graded as pass / fail (no grades are possible).


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[] CANTAR LAS PIEDRAS
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Fr. 08.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 15.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 16.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 22.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 29.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 30.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
So. 31.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 12.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 19.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Strahlenzentrum
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Strahlenzentrum
Fr. 03.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor

Kommentar:

CANTAR LAS PIEDRAS (to sing the stones) aims to practice ways to subvert what is supposed to appear. It is about sensing /acknowledging what has been precluded or foreclosed. Through discussing the given world (colonial archive), we [will] try nonlinearityvwhereas cross-pollinating what we know/sense/imagine. An invitation to reappraise our own history and cosmology: who we are, what wevhave embodied and how we devise what we have learnt. We propose to challenge and explore other nuances beyond the imperium ofvpost- Enlightenment. We invite you/us to share and research about what an anticolonial artistic practice could be and how to reassess temporal and spatial perspectives.
CANTAR LAS PIEDRAS evolved from the curatorial research project and exhibition Cuerpos infinitos that inquired a multidimensional relation between history, the body and the archive through the artworks and practices of Carolina Caycedo, Nora Chipaumire, Scarlet Yu and Sandra Monterroso. For this context, the course proposes to traverse some of those references among other invited voices (artists, thinkers and curators). In an effort to expand the margins of the sensible, we will exercise non-western epistemic bases as research methodologies. A constellation of intertwined notions coming from choreography, curation and performance studies, aspire to be in motion and with the agency to prompt the circulation of other experiences and archives that empower life. Some key concepts are: artifact, ancestral technologies, Ch’ixi, living entities, multidimensional presence, vestige.


[] Choosing, Giving And Performing, Instructions?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

This seminar proposes an exploration of processes of writing and performing instructions, as well as composing scores.
In the process of making a work in the field of the performing arts, rehearsals most often involve someone telling or asking others what to do and how
to do it. Unless one chooses to work entirely alone, these “instructions” must take a form that others can see, read, listen to, hear, feel, or otherwise
perceive.
How do our instructions—and the ways in which we share them—condition agency? How do we formulate instructions toward something we expect or
would like to see or hear others do? Conversely, how do we give instructions that remain open, searching for how and what to do? What do our ideas
look or sound like once they are formulated as instructions to be performed?
Beginning with a series of exercises in which participants write instructions for one another, this seminar proposes an experimental approach to giving,
rehearsing, and performing instructions. We will focus in particular on how parameters such as “time” can function both as a constraint and as a tool
for specific performances and modes of performing.
All participants will be equally involved in formulating instructions, performing instructions given by others, and observing the performances of their
peers.
Evaluation will be based on the score(s) developed by each participant throughout the seminar, as well as on their level of engagement in the processes
of making, performing, and observing their own work and that of others.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[] moving in language
Dozent/-in:
Sarah Vanhee
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Mo. 16.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 17.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 18.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 19.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Fr. 20.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 23.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 24.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 25.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 26.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 30.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 31.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 01.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 02.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS

Kommentar:

This course explores language in multiple performative and physical dimensions.

We will examine a selection of works by Sarah Vanhee, focusing on the ways language operates as a script for generating non-hegemonic or alternative relations with the world—through fiction, place-making, intervention, and imagination. Works include Words Service, The Making of Justice, The Miraculous Life of Claire C, Lecture For Every One, Turning Turning, Bodies of Knowledge, Untitled, and Oblivion.
Alongside this, we will read texts by (fiction) writers who push the boundaries of linguistic possibility by treating language - in its physical dimension- as a vehicle or catalyst for action, performance, transformation, world-making . Authors include Fernanda Melchor, Pierre Guyotat, Edouard Levé, Christina Rivera Garza, Clarice Lispector, Edouard Glissant, James Baldwin, among others.
The course also introduces (performance) artists and writers who investigate the intimate relationship between language and the individual or collective body, e.g. Mette Edvardsen, Lisette Ma Neza, Alice Diop.
Students will be invited—individually or in small groups—to create a body of writing that experiments with diverse relations to language, physicality, performativity, and (body) politics.

The course is conceived as a space for listening, reading, writing, speaking, reflecting, exploring, experimenting, meeting, and moving in language.

A regular class day schedule looks like this:

10:15 – 11:45
15-min break
12:00 – 13:15
1-hour lunch break
14:15 –15:45
15-min break
16:00 – 17:15


[] PROJEKTDRAMATURGIE. Watching Trouble – Dramaturgien der produktiven Störung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Watching ist nie neutral. Jeder Blick auf einen künstlerischen Prozess ist bereits eine Intervention, eine Setzung, eine Form des Weltmachens. Feedback produziert Wirklichkeiten – es öffnet, schließt, verschiebt, irritiert.
Dieser Kurs untersucht Projektdramaturgie als kritische und spekulativ-künstlerische Praxis. Wir arbeiten mit laufenden Projekten als lebendigen Forschungsfeldern und entwickeln experimentelle Formate des Zuschauens: scoring practices (Hay, Spångberg), witnessing als ethische Position (Oliver, Ahmed), embodied responses, spekulatives Feedbacken, und kollektive Wissensproduktion durch radikale Aufmerksamkeit.
Theoretisch bewegen wir uns zwischen Performance Studies, Dramaturgie-Diskursen (Lehmann, Bleeker), und epistemischen Praktiken des Beobachtens (Haraway, Barad). Praktisch entwickeln wir Tools, die störend-produktiv sind: Wie gibt man Feedback, das nicht normiert, sondern Möglichkeitsräume öffnet? Wie schaut man "otherwise"?
Jeder Teilnehmerin ist abwechselnd Praktikerin, Beobachterin, und kritischer Komplizin. Der Kurs arbeitet prozessual, kollaborativ, und beinhart zärtlich. Alle Arbeitsstände sind willkommen – von vagen Ideen, konzeptuellen Überlegungen, ersten Tryouts bis zu praktischen Zwischenständen und bereits entstandenen Arbeiten (oder Abschlussarbeiten). Der Kurs soll ein Ort sein, eigene künstlerische Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln, genauso wie sensibles, solidarisches und dennoch kritisch-produktives Sprechen zu üben.
Format: Donnerstags, 14:00-18:00 Uhr – vier Stunden Zeit für das Zeigen, Besprechen und gemeinsame Nachdenken über studentische Arbeiten. Projekte können im Verlauf des Semesters mehrfach gezeigt werden. Der zeitliche Ablauf wird in der ersten Sitzung gemeinsam geklärt – Teilnahme an der ersten Sitzung ist daher wichtig!
In der vorlesungsfreien Zeit ist ein gemeinsames Ferien-Kolloquium möglich.
Der Kurs findet auf Deutsch statt, einzelne Sessions auf Englisch sind nach Absprache möglich.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


 
[Pra Kurs] Advanced Lights on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

In diesem Kurs beschäftigen wir uns intensiv mit den praktischen und organisatorischen Grundlagen des Lichtdesigns in der freien Szene. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische Umsetzung von Lichtideen – vom Programmieren am Lichtpult über den Einsatz verschiedener Scheinwerfertypen bis hin zum Aufbau komplexer Setups.
Darüber hinaus widmen wir uns den organisatorischen Aufgaben, die in der freien Szene unverzichtbar sind: Lichtpläne erstellen, Tech-Rider schreiben und die Kommunikation mit Spielstätten. Möglich ist dafür auch eine Exkursion in ein nahegelegenes Gastspielhaus, wie das Frankfurt LAB oder das NAXOS.
Der Kurs kann sowohl in Deutsch als auch Englisch stattfinden.

-----------English-----------

In this course, we take an in-depth look at both the practical and organizational foundations of lighting design. A central component is the hands-on realization of lighting ideas – from programming on the lighting console and working with different types of fixtures to building complex lighting setups.
We also address the organizational tasks that are essential when working as a lighting: creating lighting plans, writing technical riders, and communicating with venues. An excursion to a nearby guest performance venue, such as Frankfurt LAB or NAXOS, may also be included.
The course can be taught in either German or English.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Pra Kurs] Delay Delay Feedback
Dozent/-in:
Till Bürgin
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Delays are essential to audio processing and sound synthesis. From a simple equalizer to a sophisticated reverb algorithm, many tools in audio production make use of delays in different ways – not speaking of the latency inherent to the digital domain. This course will focus on delays and on what might happen to the delayed once played back, once fed back, and back and back, time and again. From the imperceptibly short ("real time" latency) to the imperceptibly long (a recording maybe never played back), there are intervals of all kinds in which we can process and change things.
We will take a look at different synthesis techniques making use of delays – e.g. simple physical modelling or granular synthesis – we will try our hands at building our own digital acoustic space – we will look at how common effects like a chorus, flangers and comb filters are built – and with everything we build we will feed the outcome back into it until we end up with chaos; shorten the delays to where it becomes something else; and stretch them again to the point the illusion breaks.
Through that, this class should offer an introduction to Max/MSP and to ways in which we can build custom instruments and interfaces to perform with. Ideally, the code of a synth can become the score for the performance or its score can synthesize the sound.
The standalone version of Max/MSP is a paid software, though it also comes embedded in Ableton Live. The course can also be followed along using the free trial of Max/MSP – or you can share licenses or try with the related and open source Pure Data.
Kurssprache:

Englisch


[Si] Exkursion THEATERFORMEN 2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
8 Einzeltermine:
Mo. 13.04.2026,18.00 - 20.00 Uhr   AUB 2
Do. 23.04.2026,17.30 - 21.00 Uhr   LAB Frankfurt inkl. Besuch von Showings Regie
Do. 18.06.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Theaterlabor, Foyer
Do. 25.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Fr. 26.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Sa. 27.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
So. 28.06.2026,08.00 - 23.00 Uhr   Exkursion
Do. 09.07.2026,18.30 - 20.30 Uhr   Schmidtstraße 12. Frankfurt

Kommentar:

Dieses Seminar ist ein Exkursionsseminar zum THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) mit einzelnen, verpflichtenden Vorabtreffen in Gießen und Frankfurt am Main. THEATERFORMEN beschreibt sich selbst wie folgt: „Das Festival Theaterformen ist ein internationales Theater- und Tanzfestival, das sich gleichzeitig in Braunschweig und Hannover als lokal verortet versteht. Unser Ziel ist es, Perspektiven Raum zu geben, die im lokalen Kontext seltener sichtbar und hörbar sind und die existierende Machtverhältnisse hinterfragen.“ (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). Die Exkursion wird über die Hessische Theaterakademie organisiert und finanziert. HTA-Studierende werden im Rahmen dieser Exkursion ein dichtes Festivalprogramm erleben und gemeinsam an Diskussionsrunden und Künstler:innen-Gesprächen teilnehmen. Weitere Informationen zum Programm folgen. Die Vorbereitungstreffen und die Fahrt hoch in den Norden werden wir gemeinsam mit Studierenden der HfMDK und der Dozierenden Friederike Thielmann bestreiten.

Es wird eine begrenzte Zahl an Exkursionsplätzen geben: Die Plätze werden nach den Richtlinien der ATW in der ersten Sitzung vergeben (bei Bedarf per Losverfahren). Das Programm wird voraussichtlich teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch stattfinden. Genaue Angaben folgen.

Der Kurs ist nur dann „bestanden“ wenn an dem kompletten Programm teilgenommen wird (Fehltage bei der Exkursion / frühere Abreise oder spätere Anreise sind nicht möglich).
Es ist nicht möglich, in diesem Kurs eine Prüfungsleistung zu erbringen (Hausarbeit o.ä.). Der Kurs wir nur mit bestanden / nicht bestanden bewertet (keine Note möglich).

///
This seminar is an excursion seminar to the THEATERFORMEN Festival (Braunschweig) with individual, mandatory preliminary meetings in Giessen and Frankfurt am Main. THEATERFORMEN describes itself as follows: "The Theaterformen Festival is an international theater and dance festival that sees itself as locally based in both Braunschweig and Hanover. Our goal is to give space to perspectives that are rarely seen or heard in the local context and that question existing power relations." (https://www.theaterformen.de/ueber-uns). The excursion is organized and financed by the Hessian Theater Academy. HTA students will experience a packed festival program as part of this excursion and participate in discussion rounds and artist talks. Further information on the program will follow. We will hold the preparatory meetings and travel up north together with students from the HfMDK and lecturer Friederike Thielmann.

There will be a limited number of places on the excursion: places will be allocated according to ATW guidelines at the first meeting (by lottery if necessary). The program is expected to be partly in German and partly in English. Details will follow.

The course is only considered “passed” if the entire program is completed (missing days during the excursion / early departure or late arrival are not possible).
It is not possible to take an exam (term paper or similar) in this course. The course is only graded as pass / fail (no grades are possible).


[Pra Kurs] Gutenberg Garden: Practices of Noticing
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Gutenberg Garden
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Gutenberg Garden

Kommentar:

With this course, we will continue our engagement with the Gutenberg Garden, located beside the building at Gutenbergstr. 6. Initiated by students during the pandemic in 2020, the garden lay dormant for three years before being revitalized in the summer semesters of 2024 and 2025. During this period, we explored ecological gardening and observation practices that honor the circular rhythms and interdependent relationships unfolding within the garden. In 2026, we will carry this work forward by cultivating practices of slowing down, attending to the fragile, and noticing the many garden inhabitants as they emerge, transform, and decay over the season. Alongside these acts of quiet tending, we will continue to learn ecological gardening methods—sowing seeds, growing vegetables, and building structures—with the aim of nurturing a garden that flourishes with diverse forms of life. Throughout the course, we will critically reflect on and re-examine the conventional human role of dominator or steward over nature and approach the garden as a political site for experimenting with alternative forms of coexistence.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Pra Kurs] Kino und KI in der Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Sa. 18.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 19.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4
Sa. 25.04.2026,12.00 - 18.00 Uhr   AUB 4
So. 26.04.2026,12.00 - 17.00 Uhr   AUB 4

Kommentar:

Hat der szenische Film eine Zukunft und wie sieht sie aus? Können wir demnächst Kinoreife Bilder zu minimalen Kosten herstellen? Lassen sich KI generierte Filme wirklich gestalten oder bleiben sie nur fehlerhafte Zufallsprodukte?
In diesem Praxisseminar geht es um Chancen, Grenzen und Gefahren der neuen KI – Werkzeuge in der Filmgestaltung. Kein Slop, kein „alles nur mit einem Prompt“, kein „Bullshit“. Es geht um die Grundlagen szenischer Filmproduktion und wie sie anhand von KI - Modellen gelernt werden können, dazu gehören Optische Auflösung, visuelle Konzeption und Dramaturgie. Darauf aufbauend wird ein Workflow aus KI -Modellen vorgestellt, der für Werbespot, Kurzfilm oder Spielfilm kontrolliertes – wirklich gestaltendes – Arbeiten ermöglicht. Es entstehen kleine Trickfilme, Dialogszenen und Spezialeffekte.
Wie arbeitet so ein Tool? Welchen ethischen und ästhetischen Fragen müssen wir uns stellen? Wie können wir Einfluss nehmen und wo wird uns überall längst unbemerkt KI untergejubelt?
Das Seminar erfordert keine Vorkenntnisse. Für die Übungen werden Webbasierte Tools genutzt, die ohne weitere Kosten getestet werden können. Es sei aber vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein weiteres Ausprobieren über die Seminartage hinaus nur gegen das Hinterlegen von Kreditkartendaten möglich ist und dann auch Kündigungsfristen beachtet werden sollten.
Kai Christiansen ist seit vielen Jahren Autor und Regisseur von Fernsehfilmen, die immer wieder Dokumentarisches, Spielfilmszenen und CGI verknüpfen. Darüber hinaus ist er Trainer an der Medienakademie von ARD und ZDF und unterrichtet dort die Anwendung von KI-Werkzeugen in der Filmproduktion.
In der Folge ZDF Terra X „Weltberühmt und depressiv“ sind einige der neuen KI – Werkzeuge zum ersten Mal zu sehen. https://www.zdf.de/dokus/weltberuehmt-und-depressiv-von-sisi-bis-adenauer-movie-100
Mehr über die Arbeit von Kai Christiansen auch bei Youtube versteckt unter https://www.youtube.com/channel/UCepQsKdI1oy_8Ev2O7YxRyA


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Pra Kurs] Movement Class
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

So… what can a movement class mean? Do we explore movement as kinesthetic study of the biomechanics of the human body? Do we learn dance techniques and step combinations? Do we come to these encounters and rave non-stop during summer’s sundown? Let’s gather around and think together through the body. I invite you to be open to look for answer the questions above, just as much as to bring your own. Yes, we will be moving on the floor and the diagonals—as in a familiar dance class. But we will also improvise, durationally and uninterruptedly, individually and collectively. We will sing, laugh, maybe cry, support each other, both physically and spiritually, as only dance allows us to. We will meditate, stretch and work-out. We will listen to each other, see each other, touch each other, consensually of course. There will be music and rhythm work, and as always, space for silence is as well foreseen: we contain multitudes. This is a dancy class, a journey of movement experiments, a place for questioning, but moreover, for feeling, sensing. Be brave, show us your best moves, indulge us with your presence, we love you as you are. Be vulnerable, we got you. Be tough, times are difficult. Be grounded, defend our freedom, honor your joy.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.


[] CANTAR LAS PIEDRAS
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Fr. 08.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 15.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 16.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 22.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 29.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 30.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
So. 31.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 12.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor
Fr. 19.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Strahlenzentrum
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Strahlenzentrum
Fr. 03.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Theaterlabor
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Theaterlabor

Kommentar:

CANTAR LAS PIEDRAS (to sing the stones) aims to practice ways to subvert what is supposed to appear. It is about sensing /acknowledging what has been precluded or foreclosed. Through discussing the given world (colonial archive), we [will] try nonlinearityvwhereas cross-pollinating what we know/sense/imagine. An invitation to reappraise our own history and cosmology: who we are, what wevhave embodied and how we devise what we have learnt. We propose to challenge and explore other nuances beyond the imperium ofvpost- Enlightenment. We invite you/us to share and research about what an anticolonial artistic practice could be and how to reassess temporal and spatial perspectives.
CANTAR LAS PIEDRAS evolved from the curatorial research project and exhibition Cuerpos infinitos that inquired a multidimensional relation between history, the body and the archive through the artworks and practices of Carolina Caycedo, Nora Chipaumire, Scarlet Yu and Sandra Monterroso. For this context, the course proposes to traverse some of those references among other invited voices (artists, thinkers and curators). In an effort to expand the margins of the sensible, we will exercise non-western epistemic bases as research methodologies. A constellation of intertwined notions coming from choreography, curation and performance studies, aspire to be in motion and with the agency to prompt the circulation of other experiences and archives that empower life. Some key concepts are: artifact, ancestral technologies, Ch’ixi, living entities, multidimensional presence, vestige.


[] Choosing, Giving And Performing, Instructions?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

This seminar proposes an exploration of processes of writing and performing instructions, as well as composing scores.
In the process of making a work in the field of the performing arts, rehearsals most often involve someone telling or asking others what to do and how
to do it. Unless one chooses to work entirely alone, these “instructions” must take a form that others can see, read, listen to, hear, feel, or otherwise
perceive.
How do our instructions—and the ways in which we share them—condition agency? How do we formulate instructions toward something we expect or
would like to see or hear others do? Conversely, how do we give instructions that remain open, searching for how and what to do? What do our ideas
look or sound like once they are formulated as instructions to be performed?
Beginning with a series of exercises in which participants write instructions for one another, this seminar proposes an experimental approach to giving,
rehearsing, and performing instructions. We will focus in particular on how parameters such as “time” can function both as a constraint and as a tool
for specific performances and modes of performing.
All participants will be equally involved in formulating instructions, performing instructions given by others, and observing the performances of their
peers.
Evaluation will be based on the score(s) developed by each participant throughout the seminar, as well as on their level of engagement in the processes
of making, performing, and observing their own work and that of others.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  AUB 2
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2

Kommentar:

In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?

The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.

This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[] moving in language
Dozent/-in:
Sarah Vanhee
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
13 Einzeltermine:
Mo. 16.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 17.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 18.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 19.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Fr. 20.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 23.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 24.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 25.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 26.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mo. 30.03.2026,14.00 - 18.00 Uhr   GBS
Di. 31.03.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Mi. 01.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS
Do. 02.04.2026,10.00 - 18.00 Uhr   GBS

Kommentar:

This course explores language in multiple performative and physical dimensions.

We will examine a selection of works by Sarah Vanhee, focusing on the ways language operates as a script for generating non-hegemonic or alternative relations with the world—through fiction, place-making, intervention, and imagination. Works include Words Service, The Making of Justice, The Miraculous Life of Claire C, Lecture For Every One, Turning Turning, Bodies of Knowledge, Untitled, and Oblivion.
Alongside this, we will read texts by (fiction) writers who push the boundaries of linguistic possibility by treating language - in its physical dimension- as a vehicle or catalyst for action, performance, transformation, world-making . Authors include Fernanda Melchor, Pierre Guyotat, Edouard Levé, Christina Rivera Garza, Clarice Lispector, Edouard Glissant, James Baldwin, among others.
The course also introduces (performance) artists and writers who investigate the intimate relationship between language and the individual or collective body, e.g. Mette Edvardsen, Lisette Ma Neza, Alice Diop.
Students will be invited—individually or in small groups—to create a body of writing that experiments with diverse relations to language, physicality, performativity, and (body) politics.

The course is conceived as a space for listening, reading, writing, speaking, reflecting, exploring, experimenting, meeting, and moving in language.

A regular class day schedule looks like this:

10:15 – 11:45
15-min break
12:00 – 13:15
1-hour lunch break
14:15 –15:45
15-min break
16:00 – 17:15


[] PROJEKTDRAMATURGIE. Watching Trouble – Dramaturgien der produktiven Störung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr  Theaterlabor
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor

Kommentar:

Watching ist nie neutral. Jeder Blick auf einen künstlerischen Prozess ist bereits eine Intervention, eine Setzung, eine Form des Weltmachens. Feedback produziert Wirklichkeiten – es öffnet, schließt, verschiebt, irritiert.
Dieser Kurs untersucht Projektdramaturgie als kritische und spekulativ-künstlerische Praxis. Wir arbeiten mit laufenden Projekten als lebendigen Forschungsfeldern und entwickeln experimentelle Formate des Zuschauens: scoring practices (Hay, Spångberg), witnessing als ethische Position (Oliver, Ahmed), embodied responses, spekulatives Feedbacken, und kollektive Wissensproduktion durch radikale Aufmerksamkeit.
Theoretisch bewegen wir uns zwischen Performance Studies, Dramaturgie-Diskursen (Lehmann, Bleeker), und epistemischen Praktiken des Beobachtens (Haraway, Barad). Praktisch entwickeln wir Tools, die störend-produktiv sind: Wie gibt man Feedback, das nicht normiert, sondern Möglichkeitsräume öffnet? Wie schaut man "otherwise"?
Jeder Teilnehmerin ist abwechselnd Praktikerin, Beobachterin, und kritischer Komplizin. Der Kurs arbeitet prozessual, kollaborativ, und beinhart zärtlich. Alle Arbeitsstände sind willkommen – von vagen Ideen, konzeptuellen Überlegungen, ersten Tryouts bis zu praktischen Zwischenständen und bereits entstandenen Arbeiten (oder Abschlussarbeiten). Der Kurs soll ein Ort sein, eigene künstlerische Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln, genauso wie sensibles, solidarisches und dennoch kritisch-produktives Sprechen zu üben.
Format: Donnerstags, 14:00-18:00 Uhr – vier Stunden Zeit für das Zeigen, Besprechen und gemeinsame Nachdenken über studentische Arbeiten. Projekte können im Verlauf des Semesters mehrfach gezeigt werden. Der zeitliche Ablauf wird in der ersten Sitzung gemeinsam geklärt – Teilnahme an der ersten Sitzung ist daher wichtig!
In der vorlesungsfreien Zeit ist ein gemeinsames Ferien-Kolloquium möglich.
Der Kurs findet auf Deutsch statt, einzelne Sessions auf Englisch sind nach Absprache möglich.


[Si] The Absent Body on Stage
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.


[Si] Theater und Komik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  AUB 4
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4

Kommentar:

Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.


   
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Vl] Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Vorlesung "Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie" werden wir eine Reihe von grundlegenden Texten kennen lernen, die sich um die beiden Fragen drehen: (1) Was verstehen wir unter Kultur? (2) Was wurde zu unterschiedlichen Zeiten unter Kultur verstanden? Es geht, mit anderen Worten darum, unterschiedliche (historische) Konzepte von Kultur kennen zu lernen, aber auch zu überlegen, wie sich das Verhältnis von Texten und Kulturen beschreiben lässt. Wieviel kulturelles Wissen benötigen wir, um Texte (genauer gesagt, literarische Texte) zu verstehen? Und was bedeutet es, dass wir in einer 'Schriftkultur' leben?
Im Laufe der Vorlesung werden Texte und Theoriekonzepte von Plato, Schleiermacher, Simmel, Cassirer, Freud, Nietzsche, Barthes, Austin, Goffman, Lévi-Strauss, Eco, Bush behandelt, die Sie zum größten Teil in der Textsammlung Kulturwissenschaft. Eine Auswahl grundlegender Texte (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1799) finden. In Stud IP (Unterordner "Texte ") finden Sie zusätzliche Handouts und im Unterordner "Power-Point Folien" die Folien der Vorlesung im PDF-Format. Ziel der Vorlesung ist es, Sie mit diesen grundlegend theoretischen Texten vertraut zu machen, aber auch den Umgang mit 'schwierigen Texten' dieser Art einzuüben.
Damit dies gelingen kann, bitte ich folgende Punkte zu beachten:

1. Die Vorlesung "Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie" findet "in Person" statt (keine Videoaufzeichnung)
2. Die Vorlesungsfolien werden Ihnen jeweils nach der Vorlesung in StudIP zur Verfügung gestellt.
3. Die Vorlesung endet am 14.7. mit einer 90 minütigen Klausur (14:15-15:45 Uhr).
4. Notwendige Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss der Vorlesungsklausur ist die regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung.
5. Die Idee der Vorlesung ist, dass wir uns ein Semester lang wöchentlich treffen und gemeinsam über bestimmte Konzepte von Kultur nachdenken. Es macht absolut keinen Sinn, nicht zur Vorlesung zu kommen und lediglich die Vorlesungsfolien für die Abschlussklausur auswendig zu lernen!
6. Sie haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, Mittwochs (10-12 Uhr) am Seminar "Grundlagentexte der Literatur-, Kultur- und Medientheorie" Teil zu nehmen.


[Si] Einführungsseminar Sprach- und Literaturgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA Germ Spr  |  BA GuK Germ Lit  |  BA GuK Germ Spr

Kommentar:

Ergänzend zur Vorlesung bietet das Seminar eine Einführung in die Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters.


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.


[Si] Manuskriptfiktion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 17.04.2026, 10.00 - 12.00 Uhr, Phil. I, B 106
13 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. I, B 106
Fr. 08.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Herausgeberfiktion


Fr. 08.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Manuskriptkultur, literarische Handschrift


Fr. 08.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Theoretische Grundlagen


Fr. 08.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Autofiktion


Fr. 29.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Abbas Khider: Der falsche Inder


Fr. 29.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Manuskriptaneignung


Fr. 29.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Herausgeberfiktion


Fr. 29.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Autofiktion


Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Metalepse


Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Typoskript


Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum


Fr. 17.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 106

Kommentar:

"Im Zimmer sah ich den alten Schreibtisch und meine Remington-Schreibmaschine, ging hin, sah neben der Maschine einen hohen Stapel handgeschriebener Blätter, es war meine Handschrift, drehte ihn um und sah das erste Blatt. Auf dem standen die Wörter 'Ein von Schatten begrenzter Raum ...'" (Sevgi Emine Özdamar 2023: Ein von Schatten begrenzter Raum, S. 658) Dass die Protagonistin in diesem Roman auf das Manuskript desselben Textes stößt, den die Leserschaft gerade gedruckt in den Händen hält, ist paradox und zugleich ein Topos, der sich immer wieder finden lässt.
Das Seminar fragt nach der Darstellung von Materialität und der Bedeutung von Manuskripten und Typoskripten in der erzählenden Literatur. Nach einer Einführung in die Entstehung der ‚literarischen Handschrift‘ im 18. Und 19. Jahrhundert (Christian Benne 2015: Die Erfindung des Manuskripts) konzentriert sich das Seminar auf gegenwartsliterarische Texte. Das Seminar ist als Blockseminar mit vereinzelten Blockveranstaltungen über das Semester hinweg konzipiert. Die Teilnahme setzt eine hohe Lesebereitschaft voraus, wobei der Abstand zwischen den Terminen genug Zeit zur Erarbeitung der Texte garantiert. Weitere Seminarmodalitäten werden in der Vorbesprechung am Freitag, den 17.04.26, bekannt gegeben.
Bitte beachten: Sollten Sie eine benotete Hausarbeit in diesem Seminar schreiben wollen, müssen Sie mit einer verfrühten Abgabefrist rechnen, da mein Vertrag ausläuft.


[Si] Medienanalyse und Deutschunterricht: Film und Adaption
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Kommentar:

Orientiert an den text- und medienbezogenen Kompetenzzielen der Sekundarstufen, vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen in der Film- und Adaptionsanalyse. Zur Diskussion und Anwendung gebracht werden die wichtigsten Kategorien der Filmsprache und der intermedialen Erzählforschung. Gegenstand des Seminars sind aktuelle für den Deutschunterricht empfohlene Texte und ihre Verfilmungen.


[Si] Moderne Klassiker in Kino, TV und Streaming
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 106
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106

Kommentar:

Gegenstand des Seminars sind die Filmadaptionen ausgewählter Texte der Klassischen Moderne von Arthur Schnitzler über Vicky Baum bis Erich Kästner. Im Vergleich zwischen literarischen Vorlagen und filmischen Transformationen werden wichtige Aspekte des produktiven Spannungsverhältnisses zwischen den Zeichensystemen Literatur und Film diskutiert, die sich aus der Realisierung desselben Stoffs in unterschiedlichen Medien ergeben. Dabei vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen im Bereich der intermedialen Narratologie sowie der Film- und Adaptionsanalyse.


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


[Si] Theorien der Massenkommunikation und Massenmanipulation
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 210
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210

Kommentar:

Das Seminar befasst sich mit einigen wichtigen Autoren/innen und Texten, die sich vor dem Hintergrund politischer Zäsuren und Umbrüche mit den gesellschaftlichen Funktionen und den Gefahren des Systems der modernen Massenmedien auseinandergesetzt haben. Anhand von Texten von Hannah Arendt bis Sascha Lobo stellt das Seminar die Frage, wie Intellektuelle und Literaten im Kontext historischer Diskurse bis zur Gegenwart über das Verhältnis von Massenkommunikation und -manipulation reflektiert und dieses Verhältnis literarisch dargestellt haben.


[Si] Utopischer Expressionismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Kommentar:

„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.


   
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.

In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.

Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.


[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Unerhörtes erzählen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 119
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119

Kommentar:

Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.


 
[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Dozent/-in:
Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie Lempges, Anja- Schilling, Antje - Cibura, Agnes
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 08.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Kommentar:

Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Lehrveranstaltung ist bilingual (dt./engl.)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.


 
[Si] Beethovens Symphonien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L3, WPV, 1./2. Sem  |  L2,5, WPV, 5./6. Sem  |  L3, WPV, 4. Sem  |  L3, PV, 7./8. Sem  |  L3, WPV, 5./6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 2.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem  |  ATW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Das Seminar ist gleichzeitig eine Vertiefung der Inhalte aus „Formenlehre (Analyse I)“ und anwendungsorientierte Einführung in die Musiktheorie. Anstelle eines kaum zu leistenden geschichtlichen Überblicks über die Vielfalt musiktheoretischer Ansätze beschäftigen wir uns exemplarisch mit William E. Caplins Theorie formaler Funktionen. Dabei versuchen wir einerseits, Caplins Ansatz analytisch anhand von Ludwig van Beethovens symphonischen Werk nachzuvollziehen. Andererseits fragen wir uns aber auch, inwiefern unsere Einzelanalysen für eine Kritik oder Modifikation der Theorie fruchtbar gemacht werden können – wir arbeiten also genuin musiktheoretisch. Darüber hinaus soll das Seminar dazu einladen, sich vertieft mit klingender Musikgeschichte auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme wird ein vorheriger Abschluss der Veranstaltungen „Satzlehre/Satzanalyse I“ und „Formenlehre (Analyse I)“ dringend empfohlen.

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L1-WP-3b, LV 1
03-mus-L2/L5-P-3c, LV 2
03-mus-L3-WP-5a, LV 2
03-mus-L3-WP-5b, LV 2
03-mus-L3-P-6, LV 2


[Si] Global Pop
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.

2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
2 Einzeltermine:
Do. 14.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeJaws (USA 1975) oder der Hai in der Filmmusik


Do. 04.06.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeEine musikalische Auseinandersetzung mit dem oft vertrauten Fremden: E. T. – The Extraterrestrial (USA 1982)



Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, HS  |  GuK MW Ma, WPV, 1./3. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  AFK, WPV, GS/HS

Kommentar:

Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.

Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.

Teilnahmevoraussetzungen: keine.


[Si] Marokkanischer Jazz
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma

Kommentar:

1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.

Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.

Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.

2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4.7 – Erwerb notwendiger Kenntnisse zur Förderung nachhaltiger Entwicklung für alle Lernenden
Kulturorchester bzw. Opernhäuser müssen im Zusammenhang mit ihrer langfristigen Existenzsicherung auch angesichts gesellschaftlicher Veränderungen mit Audience Building bzw. Audience Development reagieren. Dabei kann beispielsweise auf Publikumsschwund mit Musikvermittlung bzw. Konzertpädagogik und neuartige Konzertformate reagiert werden, um über hochwertige Bildung nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch bei Erwachsenen die Voraussetzungen für den ästhetischen Genuss dieser Formate zu schaffen und neue Publikumssegmente zu gewinnen. Herausforderungen bilden nicht nur die zunehmend eingeschränkte öffentliche Finanzierung, sondern auch ökologische Erwägungen im Zusammenhang mit größeren Festivals jedes Musikstils mit internationaler Reichweite, die größere Reisetätigkeiten und Unterkünfte im Zusammenhang des Festivaltourismus erfordern.

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. Abingdon/New York 2023; Baym, N.K.: Playing to the Crowd. Musicians, Audiences, and the Intimate Work of Connection. New York 2018; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.): Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Emerson, G.: Audience Experience and Contemporary Classical Music. Negotiating the Experimental and the Accessible in a High Art Subculture. Abingdon/New York 2023; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Green, B.: Peak Music Experiences: A New Perspective on Popular Music, Identity and Scenes. London 2022; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kahle, I.: Populärkultur und sozialökologische Transformation. Potenziale einer reflexiven Nachhaltigkeitskultur auf Musikfestivals. Wiesbaden 2022; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Mayer, T.E.: Der Bernstein-Effekt – Klassikstars als Musikvermittler für Jugendliche. Eine exemplarische Untersuchung. Mainz 2017; Müller, Achim/Siebenhaar, Klaus: Stadt – Theater – Publikum. Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023 Niedersächsische Staatstheater Hannover. Berlin 2023; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Müller-Brozović, I.: Das Konzert als Resonanzraum. Resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Bielefeld 2024; Müller-Brozovic, I./Weber, B.B.: Das Konzertpublikum der Zukunft. Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft. Bielefeld 2022; Petri-Preis, A./Voit, J. (Hg.): Handbuch Musikvermittlung – Studium, Lehre, Berufspraxis. Bielefeld 2023; Pirchner, A.: The Apparatus is Present – Zur Verbindung von Experiment und Konzert in der Musikforschung. Bielefeld 2026; Pitts, S.E./Price, S.M.: Understanding Audience Engagement in the Con-temporary Arts. Abingdon/New York 2021; Rademacher, W.: Jenseits der Konzertsäle. Klassische Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900. Stuttgart 2023; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Schmidt, N.: Das medialisierte Konzert. Zur Repräsentation und Inszenierung von Kunstmusik in den audiovisuellen Medien. Bielefeld 2025; Schwanse, U.: »Wann gehen wir wieder ins Familienkonzert?« Eine empirische Längsschnittstudie über die Erfolgsfaktoren einer langfristigen Kooperation von Konzertveranstalter und Grundschulen. Berlin/Münster 2020; Siebenhaar, K.: Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft. Berlin 2025; Smith, N.T./Peters, P./Molina, K. (Hg.): Classical Music Futures. Practices of Innovation. Cambridge 2024; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


   

Die Auswahl der möglichen Wahlmodule entnehmen Sie Ihrer Studienordnung (https://www.uni-giessen.de/de/mug/7/findex35.html/7_35_05_04_AT)
Die Module orientieren sich an den Modulbeschreibungen des anbietenden Fachbereichs.

Die expliziten Lehrveranstaltungsangebote entnehmen Sie daher auch aus dem elektronischen Vorlesungsverzeichnis des anbietenden Fachbereichs:

https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php

Bei Rückfragen, wenden Sie sich gerne an Ihre Studienkoordination!

[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführungsseminar Sprach- und Literaturgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA Germ Spr  |  BA GuK Germ Lit  |  BA GuK Germ Spr

Kommentar:

Ergänzend zur Vorlesung bietet das Seminar eine Einführung in die Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters.


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


 

Die Auswahl der möglichen Wahlmodule entnehmen Sie Ihrer Studienordnung (https://www.uni-giessen.de/de/mug/7/findex35.html/7_35_05_04_AT)
Die Module orientieren sich an den Modulbeschreibungen des anbietenden Fachbereichs.

Die expliziten Lehrveranstaltungsangebote entnehmen Sie daher auch aus dem elektronischen Vorlesungsverzeichnis des anbietenden Fachbereichs:

https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php

Bei Rückfragen, wenden Sie sich gerne an Ihre Studienkoordination!

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Die Auswahl der möglichen Wahlmodule entnehmen Sie Ihrer Studienordnung (https://www.uni-giessen.de/de/mug/7/findex35.html/7_35_05_04_AT)
Die Module orientieren sich an den Modulbeschreibungen des anbietenden Fachbereichs.

Die expliziten Lehrveranstaltungsangebote entnehmen Sie daher auch aus dem elektronischen Vorlesungsverzeichnis des anbietenden Fachbereichs:

https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php

Bei Rückfragen, wenden Sie sich gerne an Ihre Studienkoordination!

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[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Dozent/-in:
Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie Lempges, Anja- Schilling, Antje - Cibura, Agnes
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 08.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Kommentar:

Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Lehrveranstaltung ist bilingual (dt./engl.)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.


 

Die Auswahl der möglichen Wahlmodule entnehmen Sie Ihrer Studienordnung (https://www.uni-giessen.de/de/mug/7/findex35.html/7_35_05_04_AT)
Die Module orientieren sich an den Modulbeschreibungen des anbietenden Fachbereichs.

Die expliziten Lehrveranstaltungsangebote entnehmen Sie daher auch aus dem elektronischen Vorlesungsverzeichnis des anbietenden Fachbereichs:

https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php

Bei Rückfragen, wenden Sie sich gerne an Ihre Studienkoordination!

Keine Einträge auf dieser Ebene vorhanden!

[Pj Si] Artificial Harmonies – Projektseminar zu KI-generierter Musik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MP Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  GuK MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  AMW Ma, WPV, 1.-4. Sem  |  L3, WPV, 7./8. Sem  |  PSY Ma, WPV 1.-4. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema
Vor einigen Jahren noch undenkbar existieren heute schon mehrere Tools zur Generierung KI-basierter Musik. Doch welche Unterschiede existieren? Wie nehmen Menschen diese KI-Musik wahr? Und können sie diese von menschengemachter Musik unterscheiden? Diesen oder ähnlichen Fragen wollen wir uns im Seminar widmen und gemeinsam eine empirische Studien planen, durchführen und auswerten.

2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
Für 03 BA Mus 05 und 03 BA Mus 15: Aktive Teilnahme sowie obligatorischer Besuch der Veranstaltung „Methoden der Systematischen Musikwissenschaft (WiSe 24/25) + Klausur
Für alle anderen Teilnehmenden: Wird im Seminar bekannt gegeben.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Si] Beethovens Symphonien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L3, WPV, 1./2. Sem  |  L2,5, WPV, 5./6. Sem  |  L3, WPV, 4. Sem  |  L3, PV, 7./8. Sem  |  L3, WPV, 5./6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 2.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem  |  ATW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Das Seminar ist gleichzeitig eine Vertiefung der Inhalte aus „Formenlehre (Analyse I)“ und anwendungsorientierte Einführung in die Musiktheorie. Anstelle eines kaum zu leistenden geschichtlichen Überblicks über die Vielfalt musiktheoretischer Ansätze beschäftigen wir uns exemplarisch mit William E. Caplins Theorie formaler Funktionen. Dabei versuchen wir einerseits, Caplins Ansatz analytisch anhand von Ludwig van Beethovens symphonischen Werk nachzuvollziehen. Andererseits fragen wir uns aber auch, inwiefern unsere Einzelanalysen für eine Kritik oder Modifikation der Theorie fruchtbar gemacht werden können – wir arbeiten also genuin musiktheoretisch. Darüber hinaus soll das Seminar dazu einladen, sich vertieft mit klingender Musikgeschichte auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme wird ein vorheriger Abschluss der Veranstaltungen „Satzlehre/Satzanalyse I“ und „Formenlehre (Analyse I)“ dringend empfohlen.

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L1-WP-3b, LV 1
03-mus-L2/L5-P-3c, LV 2
03-mus-L3-WP-5a, LV 2
03-mus-L3-WP-5b, LV 2
03-mus-L3-P-6, LV 2


[Si] Global Pop
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.

2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Si] Hörweisen und Verarbeitung von Musik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MP Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-2. Sem  |  GuK MW Ba, WPV, 1.-6. Sem  |  AMW Ma, WPV, 1.-4. Sem  |  L3, WPV, 7./8. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema:
Musik ist mehr als nur eine Abfolge von Tönen – sie ist ein vielschichtiges Erlebnis, das uns auf unzählige Arten berühren, inspirieren und verbinden kann. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Musikwahrnehmung und ihrer Verarbeitung. Wir werden verschiedene Aspekte davon erleben und qualitativ analysieren.

2. Literatur
wird im Seminar bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
2 Einzeltermine:
Do. 14.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeJaws (USA 1975) oder der Hai in der Filmmusik


Do. 04.06.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeEine musikalische Auseinandersetzung mit dem oft vertrauten Fremden: E. T. – The Extraterrestrial (USA 1982)



Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, HS  |  GuK MW Ma, WPV, 1./3. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  AFK, WPV, GS/HS

Kommentar:

Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.

Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.

Teilnahmevoraussetzungen: keine.


[Vl] Kultur- und Mediengeschichte der populären Musik, 1890-1930
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Vorlesung führt in die populären Musikformen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein. Besondere Berücksichtigung finden mediale und kulturelle Zusammenhänge in Nordamerika und Europa. Einen Schwerpunkt bilden das Aufkommen und die Verbreitung von bspw. Ragtime, Jazz, Kabarett/Musiktheater-Songs, Country und Blues (sowie der allgemeine Aufstieg von „Black Music“ im globalen Norden). Dieser wird verzahnt mit dem zweiten Schwerpunkt, der sich auf die Performancepraktiken und Ökonomie in Inszenierungsformaten des Musiktheaters (Vaudeville, Musical Comedies, Cabaret, Revuen) und technische Medien (Tonträger, Player Pianos, frühes Radio und früher Tonfilm) richtet. Exkurse in den globalen Süden erfolgen anhand einzelner Beispiele. Ziel ist es, die Geschichte populärer Musik im Kontext der damaligen Entstehung einer modernen Unterhaltungsindustrie, Freizeit- und Massenkultur zu begreifen und gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Hegemonien in Bezug auf die klangliche und visuelle Inszenierung von Identitäten und Körpern (Race, Gender, Queerness, Class) zu durchleuchten, was durch einzelne Songbeispiele und Filmausschnitte geschehen wird.

2. Literatur:
Abbott, Lynn & Seroff, Doug 2007: Ragged but Right. Black Traveling Shows, „Coon Songs,“ and the Dark Pathway to Blues and Jazz. Jackson: University of Mississippi. Brooks, Tim 2005: Lost Sounds. Blacks and the Birth of the Recording Industry 1890-1919. Urbana: University of Illinois. Brown, Jayna 2008: Babylon Girls. Black Women Performers and the Shaping of the Modern. Durham: Duke University Press. Chude-Sokei, Louis. 2006. The Last „Darky“. Bert Williams, Black-on-Black Minstrelsy, and the African Diaspora. Durham: Duke University Press. Dolan, Brian. 2009. Inventing Entertainment. The Player Piano and the Origins of an American Musical Industry. Lanham: Rowman & Littlefield. Erenberg, Lewis A. 1981. Steppin' Out. New York Nightlife and the Transformation of American Culture, 1890-1930. Westport: Greenwood. Hamm, Charles. 1997. Irving Berlin. Songs from the Melting Pot. The Formative Years, 1907-1914. New York, Oxford: Oxford University Press. Kenney, William Howland. 1999. Recorded Music in American Life. The Phonograph and Popular Memory, 1890-1945. New York: Oxford University Press. Kibler, M. Alison 1999: Rank Ladies. Gender and Cultural Hierarchy in American Vaudeville. Chapell Hill: University of North Carolina Press. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Lotz, Rainer E. 1997. Black People. Entertainers of African Descent in Europe, and Germany. Bonn: Birgit Lotz Verlag. Millard, Andre. 2005. America on Record. A History of Recorded Sound. Cambridge: Cambridge University Press. Milner, Greg. 2009. Perfecting Sound Forever. The Story of Recorded Music. London: Granta. Schmidt Horning, Susan. 2013. Chasing Sound: Technology, Culture, and the Art of Studio Recording from Edison to the LP. Baltimore: Johns Hopkins University Press. Starr, Larry & Waterman, Christopher. 2003. American Popular Music. From Minstrelsy to MTV. New York: Oxford University Press. Suisman, David. 2009. Selling Sounds. The Commercial Revolution in American Music. Cambridge: Harvard University Press. Tawa, Nicholas E. 1990. The Way to Tin Pan Alley. American Popular Song, 1866-1910. New York: Schirmer Books. Wipplinger, Jonathan O. 2017. The Jazz Republic. Music, Race, and American Culture in Weimar Germany. Ann Arbor: University of Michigan Press.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Leistungsschein: bestandene Klausur

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Si] Marokkanischer Jazz
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma

Kommentar:

1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.

Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.

Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.

2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.


[Vl] Musikgeschichte hören: Das lange 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, PV, 1. Sj  |  MW Ba, WPV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, WPV, 3.-6. Sem

Kommentar:

Die Lehrveranstaltung vermittelt einen Überblick über die Entwicklung europäischer „Kunstmusik“ zwischen den einschneidenden Ereignissen der Französischen Revolution 1789 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Im Fokus steht dabei das einordnende, reflektierte Hören von Musik. Dabei bewegen wir uns chronologisch durch die Jahrzehnte und erörtern neben subjektiven Hörerfahrungen auch kompositions- bzw. gattungsgeschichtliche Tendenzen sowie gesellschaftliche Kontexte. Die Veranstaltung ist als Hybrid zwischen Seminar und Vorlesung konzipiert. Sie soll den Studierenden helfen, sich hörend in neuerer Musikgeschichte zurechtzufinden und ein Repertoire zu erschließen – freilich ohne dieses Repertoire als „Kanon“ zu überhöhen. Im besten Fall ergeben sich Anknüpfungspunkte zum Weiterdenken und Weiterhören.

Wichtig: Eine benotete Prüfungsleistung ist nur für die Propädeutik-Module im Lehramt vorgesehen (Klausur). Im Fall einer Überschneidung mit anderen für das zweite Lehramts-Fachsemester fest vorgeschriebenen Pflichtveranstaltungen ist eine Befreiung von der Anwesenheitspflicht möglich (Scheinerwerb über asynchrones Lernen und Klausurteilnahme).

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L2/L3/L5-P-1c, LV2
03-mus-L1-WP-1a, LV 2


[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, PV/WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem


Kommentar:

Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen sowie soziologische Erklärungsansätze (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹). Ferner werden entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) diskutiert und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.

Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus. Göttingen; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bullerjahn, C. (2025). Geschmack, Kanonbildung und Werturteil. In K. Mackensen & C. Bullerjahn, Musiksoziologie. Einführung (S. 47–55). Baden-Baden; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Fuhr, M. (2007). Populäre Musik und Ästhetik. Die historisch-philosophische Rekonstruktion einer Geringschätzung. Bielefeld 2007; Gasser, N. (2019). Why you like it. The Science and Culture of Musical Taste. New York; Gebesmair, A. (2001). Grundzüge einer Soziologie des Musikgeschmacks. Wiesbaden; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Kemnitzer, K. (2022). »Klassik« und »Pop« im alltäglichen Sprachgebrauch. Interviews zur individuellen Bedeutung von Musikpräferenzen. Osnabrück; King, E./Prior, H.M. (Hg.) (2016). Music and Familiarity. Listening, Musicology and Performance. London/New York; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Pietschmann, K./Wald-Fuhrmann, M. (Hg.) (2013). Der Kanon der Musik. Theorie und Geschichte. Ein Handbuch. München; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4.7 – Erwerb notwendiger Kenntnisse zur Förderung nachhaltiger Entwicklung für alle Lernenden
Kulturorchester bzw. Opernhäuser müssen im Zusammenhang mit ihrer langfristigen Existenzsicherung auch angesichts gesellschaftlicher Veränderungen mit Audience Building bzw. Audience Development reagieren. Dabei kann beispielsweise auf Publikumsschwund mit Musikvermittlung bzw. Konzertpädagogik und neuartige Konzertformate reagiert werden, um über hochwertige Bildung nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch bei Erwachsenen die Voraussetzungen für den ästhetischen Genuss dieser Formate zu schaffen und neue Publikumssegmente zu gewinnen. Herausforderungen bilden nicht nur die zunehmend eingeschränkte öffentliche Finanzierung, sondern auch ökologische Erwägungen im Zusammenhang mit größeren Festivals jedes Musikstils mit internationaler Reichweite, die größere Reisetätigkeiten und Unterkünfte im Zusammenhang des Festivaltourismus erfordern.

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. Abingdon/New York 2023; Baym, N.K.: Playing to the Crowd. Musicians, Audiences, and the Intimate Work of Connection. New York 2018; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.): Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Emerson, G.: Audience Experience and Contemporary Classical Music. Negotiating the Experimental and the Accessible in a High Art Subculture. Abingdon/New York 2023; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Green, B.: Peak Music Experiences: A New Perspective on Popular Music, Identity and Scenes. London 2022; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kahle, I.: Populärkultur und sozialökologische Transformation. Potenziale einer reflexiven Nachhaltigkeitskultur auf Musikfestivals. Wiesbaden 2022; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Mayer, T.E.: Der Bernstein-Effekt – Klassikstars als Musikvermittler für Jugendliche. Eine exemplarische Untersuchung. Mainz 2017; Müller, Achim/Siebenhaar, Klaus: Stadt – Theater – Publikum. Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023 Niedersächsische Staatstheater Hannover. Berlin 2023; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Müller-Brozović, I.: Das Konzert als Resonanzraum. Resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Bielefeld 2024; Müller-Brozovic, I./Weber, B.B.: Das Konzertpublikum der Zukunft. Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft. Bielefeld 2022; Petri-Preis, A./Voit, J. (Hg.): Handbuch Musikvermittlung – Studium, Lehre, Berufspraxis. Bielefeld 2023; Pirchner, A.: The Apparatus is Present – Zur Verbindung von Experiment und Konzert in der Musikforschung. Bielefeld 2026; Pitts, S.E./Price, S.M.: Understanding Audience Engagement in the Con-temporary Arts. Abingdon/New York 2021; Rademacher, W.: Jenseits der Konzertsäle. Klassische Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900. Stuttgart 2023; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Schmidt, N.: Das medialisierte Konzert. Zur Repräsentation und Inszenierung von Kunstmusik in den audiovisuellen Medien. Bielefeld 2025; Schwanse, U.: »Wann gehen wir wieder ins Familienkonzert?« Eine empirische Längsschnittstudie über die Erfolgsfaktoren einer langfristigen Kooperation von Konzertveranstalter und Grundschulen. Berlin/Münster 2020; Siebenhaar, K.: Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft. Berlin 2025; Smith, N.T./Peters, P./Molina, K. (Hg.): Classical Music Futures. Practices of Innovation. Cambridge 2024; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


 

Die Auswahl der möglichen Wahlmodule entnehmen Sie Ihrer Studienordnung (https://www.uni-giessen.de/de/mug/7/findex35.html/7_35_05_04_AT)
Die Module orientieren sich an den Modulbeschreibungen des anbietenden Fachbereichs.

Die expliziten Lehrveranstaltungsangebote entnehmen Sie daher auch aus dem elektronischen Vorlesungsverzeichnis des anbietenden Fachbereichs:

https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php

Bei Rückfragen, wenden Sie sich gerne an Ihre Studienkoordination!

                             
[Si] Friedrich Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, B 106
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106

Kommentar:

Friedrich Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“, erschienen 1795, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen literaturtheoretischen Texten des späten 18. Jahrhunderts. Schillers Grundunterscheidung von ‚naiv‘ und ‚sentimentalisch‘ hat in der Folgezeit eine große Wirkung entfaltet. Dabei geht es Schiller um nichts weniger als um eine Standortbestimmung der modernen Literatur und uns als modernen Lesenden. So berührt Schiller eine Reihe großer Fragen wie die nach dem Verhältnis von Natur, Verstand und Gefühl, nach Einfachheit und Komplexität in der Kunst oder auch nach Freiheit und Zwang in der ästhetischen Erfahrung.

Das Seminar ist als gemeinsames Lektüreseminar angelegt – bringen Sie Lust auf die Auseinandersetzung mit einem herausfordernden, nicht ganz leicht zugänglichen Text und ein gemeinsames Gespräch mit!
Eine kommentierte Textausgabe wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt.


[Si] Lyrik und Poetik des Realismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Kommentar:

Die Epoche des literarischen Realismus ist vor allem für ihre Erzählungen und Romane von Theodor Fontane, Gottfried Keller oder Theodor Storm bekannt. Das Seminar lädt dazu ein, auch die nicht weniger interessante Lyrik dieser Epoche „nach dem Ende der Kunstperiode“ (Heinrich Heine) und einige ihrer wichtigsten Themen und Motive kennenzulernen, mit denen Politik, Geschichte, aber auch Natur und zwischenmenschliche Beziehungen auf eine neue Weise literarisch dargestellt werden. Behandelt werden sollen Gedichte u.a. von Heinrich Heine, Annette von Droste Hülshoff, Eduard Mörike, Theodor Fontane, Theodor Storm und Wilhelm Busch. Gewichtet nach den Interessen der Teilnehmenden stehen auch poetologische Grundlagentexte des Realismus auf dem Seminarprogramm.

Zur Einführung empfohlen: Dirk von Petersdorff, Geschichte der deutschen Lyrik, München 2008 (bes. S. 68-80). Dieter Burdorf, Geschichte der deutschen Lyrik. Einführung und Interpretationen, 2. Auflage, Stuttgart 2023 (Kap. 6) [Zugriff: https://justfind.hds.hebis.de/Record/HEB512818436].


[Si] Vom Text zum Leser - Grundlagen der Rezeptionsästhetik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Kommentar:

Für die Literaturdidaktik ist die Frage, was eigentlich beim Lesen literarischer Texte in unseren Köpfen geschieht bzw. idealerweise geschehen sollte, von größter Bedeutung. Lesen wir nur, was im Text oder in der Intention seiner Autorin angelegt ist, was geben wir dazu? Welche Rolle spielen Wissen, Vorstellungskraft und Phantasie bei der Lektüre? Was könnte in dieser Hinsicht ‚gute‘ Lektüren literarischer Texte von weniger guten unterscheiden?

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich seit dem Ende der 1960er Jahre in grundlegender Weise die sogenannte ‚Rezeptionsästhetik‘ (in Deutschland begründet von Wolfgang Iser und Hans Robert Jauß), in deren Folge die Beschäftigung mit dem Vorgang des Lesens eine starke Aufwertung erfahren hat. Im Seminar sollen Auszüge aus Grundlagentexten der Rezeptionsästhetik gelesen und besprochen werden. Leitend soll dabei die Frage sein, welche Schlussfolgerungen sich aus rezeptionsästhetischen Einsichten und Thesen für die Förderung literarischen Lesens ziehen lassen.


[Si] Friedrich Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, B 106
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106

Kommentar:

Friedrich Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“, erschienen 1795, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen literaturtheoretischen Texten des späten 18. Jahrhunderts. Schillers Grundunterscheidung von ‚naiv‘ und ‚sentimentalisch‘ hat in der Folgezeit eine große Wirkung entfaltet. Dabei geht es Schiller um nichts weniger als um eine Standortbestimmung der modernen Literatur und uns als modernen Lesenden. So berührt Schiller eine Reihe großer Fragen wie die nach dem Verhältnis von Natur, Verstand und Gefühl, nach Einfachheit und Komplexität in der Kunst oder auch nach Freiheit und Zwang in der ästhetischen Erfahrung.

Das Seminar ist als gemeinsames Lektüreseminar angelegt – bringen Sie Lust auf die Auseinandersetzung mit einem herausfordernden, nicht ganz leicht zugänglichen Text und ein gemeinsames Gespräch mit!
Eine kommentierte Textausgabe wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt.


[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 210
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.


 
[Si] Aktuelle Fragen der Forschung, Französisch, Spanisch und Komparatistik
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs hat das Ziel, einen Einblick in aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsprojekte, -debatten und -themen zu vermitteln. Zudem sollen die Studierenden bereits erworbene Kenntnisse vertiefen und in konkreten Forschungszusammenhängen anwenden. Der Kurs bietet damit auch die Möglichkeit, Interesse an eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und diese zu begleiten.


[Ü] Aktuelle Fragen der kulturwissenschaftlichen Linguistik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Die Lehrveranstaltung setzt an der Selbstverständlichkeit an, dass Sprache ein kulturelles Phänomen ist. In der Beschäftigung mit der Frage, worin die Kulturalität von Sprache genau liegt, gibt es in der Linguistik verschiedene Ansätze, die von einer Behandlung als "sprachexterne" Größe bis hin zu einer stärkeren Integration sprach- und kulturtheoretischer Reflexion reichen. Wir werden u.a. mit den Konzepten der Diskurstradition und der Transkulturalität arbeiten. Ausgehend von der Linguistik und im engen Dialog
mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lassen sich damit auch Türen zur Beschäftigung mit interkultureller Kommunikation in Gesellschaft und Wirtschaft öffnen, die ohne eine Aufmerksamkeit für den kulturellen Wert von Sprache(n) nicht gesehen werden. Dies werden wir anhand konkreter Fallstudien üben, an deren Auswahl die Studierenden entsprechend ihrer eigenen Interessen mitwirken. Studierende des ICB finden hier Wege zu einer inhaltlichen Verbindung ihrer Fächer, die über die Beschäftigung mit der Fachsprache der Wirtschaft weit hinausgeht.


[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.

In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.

Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.


[Si] Deutsch-französische Erinnerungskultur(-en) im Spannungsfeld zwischen Konflikt und Versöhnung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b
Einzeltermin:
Di. 07.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C029

Kommentar:

In der Veranstaltung setzen wir uns mit zentralen Aspekten der Erinnerungskultur in Deutschland und Frankreich auseinander. Im Fokus stehen ausgewählte historische Zäsuren, darunter der Deutsch-Französische Krieg 1870/71, der Erste und Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit und der Prozess der Aussöhnung sowie die jeweilige Kolonialgeschichte. Dabei untersuchen wir, wie zwei eng miteinander verflochtene Länder teilweise dieselben historischen Ereignisse erinnern – und teils doch sehr unterschiedliche Deutungen entwickeln.

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie kollektive Erinnerungen gesellschaftlich konstruiert werden und welche Bedeutung sie für Identität, Politik und die deutsch-französischen Beziehungen haben.


[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.


[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
******
A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
******
Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.


[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)

Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).

Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Vl] Schlüsseltexte des Realismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

In diesem Kurs werden Schlüsseltexte der europäischen Literaturen unter der Frage diskutiert, wie sie Wohnformen in den Blick rücken. Welche Formen des Zusammenlebens werden hier entworfen, welche Rolle spielt das Verhältnis von Mensch und Natur, wie werden drängende ökologische Fragen inszeniert. Der Vergleich von Hütten, Blockhäusern und anderen Formen enger Behausungen ermöglicht die Analyse eines breiten Spektrums an kulturellen Vorstellungen von Wohnformen. Das Seminar, das einen Workshop inkludiert, kartiert die Bandbreite und Vielfalt von Hüttenkonstellationen entlang kultureller, ökologischer, politischer, historischer und sozio-ökonomischer Linien. Unser besonderes Interesse gilt den utopischen und dystopischen Auswirkungen von Hüttenvorstellungen in Literatur, Film und anderen Medien, die von der Hoffnung auf ökologisches Gleichgewicht und Selbstversorgung bis hin zu den Schrecken gesellschaftlicher Ablehnung und gewaltsamer Isolation reichen. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Hütten und ähnliche „nischenähnliche“ Wohnformen zu ökokritischen Formen des Schreibens beitragen.


[Ü] Sprachliche Ungerechtigkeiten in frankophonen Kontexten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Sprachliche Unterschiede in Kontexten der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit werden in der sprachwissenschaftlichen Tradition nicht selten als rein funktional und politisch neutral beschrieben. Dass aber eine Sprache wie das Französische kein neutrales Kommunikationsmittel ist und sprachliche Diversität oft auch im Zentrum gesellschaftlicher Konflikte und Ungerechtigkeiten steht, gerät dabei leicht aus dem Blick. Der Kurs soll für solche Umstände sensibilisieren und behandelt das Französische als eine ungleich verteilte Ressource, um die seine Sprecherinnen und Sprecher in ihren kommunikativen und gesellschaftlichen Strategien in mehrsprachigen Kontexten ringen. Als konzeptioneller Schlüssel für solche Phänomene dient der im Minderheitenkontext Frankreichs entwickelte Ansatz der Glottopolitik (glottopolitique), der ein breites Spektrum der Auseinandersetzung mit sprachlichen Ungerechtigkeiten "von oben" und "von unten" umfasst und damit auch Widerstand gegen sprachliche Ungerechtigkeiten im Bereich der Zivilgesellschaft erfassbar macht. Im weitesten Sinne geht es damit um den Anteil von Sprache und Kommunikation an gesellschaftlicher Teilhabe. Wir werden mit interessanten Fallbeispielen aus verschiedenen kommunikativen Bereichen in der weitweiten und durch postkoloniale Verhältnisse
geprägten Frankophonie arbeiten. Eine aktive Mitsprache der Studierenden bei der Auswahl der Schwerpunkte ist ausdrücklich erwünscht.


[Si] Unerhörtes erzählen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 119
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119

Kommentar:

Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.


[Si] Aktuelle Fragen der Forschung, Französisch, Spanisch und Komparatistik
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs hat das Ziel, einen Einblick in aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsprojekte, -debatten und -themen zu vermitteln. Zudem sollen die Studierenden bereits erworbene Kenntnisse vertiefen und in konkreten Forschungszusammenhängen anwenden. Der Kurs bietet damit auch die Möglichkeit, Interesse an eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und diese zu begleiten.


[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.

In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.

Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Deutsch-französische Erinnerungskultur(-en) im Spannungsfeld zwischen Konflikt und Versöhnung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b
Einzeltermin:
Di. 07.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C029

Kommentar:

In der Veranstaltung setzen wir uns mit zentralen Aspekten der Erinnerungskultur in Deutschland und Frankreich auseinander. Im Fokus stehen ausgewählte historische Zäsuren, darunter der Deutsch-Französische Krieg 1870/71, der Erste und Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit und der Prozess der Aussöhnung sowie die jeweilige Kolonialgeschichte. Dabei untersuchen wir, wie zwei eng miteinander verflochtene Länder teilweise dieselben historischen Ereignisse erinnern – und teils doch sehr unterschiedliche Deutungen entwickeln.

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie kollektive Erinnerungen gesellschaftlich konstruiert werden und welche Bedeutung sie für Identität, Politik und die deutsch-französischen Beziehungen haben.


[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.


[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.


[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)

Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).

Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Vl] Schlüsseltexte des Realismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

In diesem Kurs werden Schlüsseltexte der europäischen Literaturen unter der Frage diskutiert, wie sie Wohnformen in den Blick rücken. Welche Formen des Zusammenlebens werden hier entworfen, welche Rolle spielt das Verhältnis von Mensch und Natur, wie werden drängende ökologische Fragen inszeniert. Der Vergleich von Hütten, Blockhäusern und anderen Formen enger Behausungen ermöglicht die Analyse eines breiten Spektrums an kulturellen Vorstellungen von Wohnformen. Das Seminar, das einen Workshop inkludiert, kartiert die Bandbreite und Vielfalt von Hüttenkonstellationen entlang kultureller, ökologischer, politischer, historischer und sozio-ökonomischer Linien. Unser besonderes Interesse gilt den utopischen und dystopischen Auswirkungen von Hüttenvorstellungen in Literatur, Film und anderen Medien, die von der Hoffnung auf ökologisches Gleichgewicht und Selbstversorgung bis hin zu den Schrecken gesellschaftlicher Ablehnung und gewaltsamer Isolation reichen. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Hütten und ähnliche „nischenähnliche“ Wohnformen zu ökokritischen Formen des Schreibens beitragen.


[Si] Unerhörtes erzählen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II G, 119
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119

Kommentar:

Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.


 
[Si] Aktuelle Fragen der Forschung, Französisch, Spanisch und Komparatistik
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs hat das Ziel, einen Einblick in aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsprojekte, -debatten und -themen zu vermitteln. Zudem sollen die Studierenden bereits erworbene Kenntnisse vertiefen und in konkreten Forschungszusammenhängen anwenden. Der Kurs bietet damit auch die Möglichkeit, Interesse an eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und diese zu begleiten.


[Ü] Aktuelle Fragen der kulturwissenschaftlichen Linguistik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Die Lehrveranstaltung setzt an der Selbstverständlichkeit an, dass Sprache ein kulturelles Phänomen ist. In der Beschäftigung mit der Frage, worin die Kulturalität von Sprache genau liegt, gibt es in der Linguistik verschiedene Ansätze, die von einer Behandlung als "sprachexterne" Größe bis hin zu einer stärkeren Integration sprach- und kulturtheoretischer Reflexion reichen. Wir werden u.a. mit den Konzepten der Diskurstradition und der Transkulturalität arbeiten. Ausgehend von der Linguistik und im engen Dialog
mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lassen sich damit auch Türen zur Beschäftigung mit interkultureller Kommunikation in Gesellschaft und Wirtschaft öffnen, die ohne eine Aufmerksamkeit für den kulturellen Wert von Sprache(n) nicht gesehen werden. Dies werden wir anhand konkreter Fallstudien üben, an deren Auswahl die Studierenden entsprechend ihrer eigenen Interessen mitwirken. Studierende des ICB finden hier Wege zu einer inhaltlichen Verbindung ihrer Fächer, die über die Beschäftigung mit der Fachsprache der Wirtschaft weit hinausgeht.


[Si] Deutsch-französische Erinnerungskultur(-en) im Spannungsfeld zwischen Konflikt und Versöhnung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b
Einzeltermin:
Di. 07.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C029

Kommentar:

In der Veranstaltung setzen wir uns mit zentralen Aspekten der Erinnerungskultur in Deutschland und Frankreich auseinander. Im Fokus stehen ausgewählte historische Zäsuren, darunter der Deutsch-Französische Krieg 1870/71, der Erste und Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit und der Prozess der Aussöhnung sowie die jeweilige Kolonialgeschichte. Dabei untersuchen wir, wie zwei eng miteinander verflochtene Länder teilweise dieselben historischen Ereignisse erinnern – und teils doch sehr unterschiedliche Deutungen entwickeln.

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie kollektive Erinnerungen gesellschaftlich konstruiert werden und welche Bedeutung sie für Identität, Politik und die deutsch-französischen Beziehungen haben.


[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)

Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).

Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Vl] Schlüsseltexte des Realismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

In diesem Kurs werden Schlüsseltexte der europäischen Literaturen unter der Frage diskutiert, wie sie Wohnformen in den Blick rücken. Welche Formen des Zusammenlebens werden hier entworfen, welche Rolle spielt das Verhältnis von Mensch und Natur, wie werden drängende ökologische Fragen inszeniert. Der Vergleich von Hütten, Blockhäusern und anderen Formen enger Behausungen ermöglicht die Analyse eines breiten Spektrums an kulturellen Vorstellungen von Wohnformen. Das Seminar, das einen Workshop inkludiert, kartiert die Bandbreite und Vielfalt von Hüttenkonstellationen entlang kultureller, ökologischer, politischer, historischer und sozio-ökonomischer Linien. Unser besonderes Interesse gilt den utopischen und dystopischen Auswirkungen von Hüttenvorstellungen in Literatur, Film und anderen Medien, die von der Hoffnung auf ökologisches Gleichgewicht und Selbstversorgung bis hin zu den Schrecken gesellschaftlicher Ablehnung und gewaltsamer Isolation reichen. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Hütten und ähnliche „nischenähnliche“ Wohnformen zu ökokritischen Formen des Schreibens beitragen.


[Ü] Sprachliche Ungerechtigkeiten in frankophonen Kontexten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Sprachliche Unterschiede in Kontexten der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit werden in der sprachwissenschaftlichen Tradition nicht selten als rein funktional und politisch neutral beschrieben. Dass aber eine Sprache wie das Französische kein neutrales Kommunikationsmittel ist und sprachliche Diversität oft auch im Zentrum gesellschaftlicher Konflikte und Ungerechtigkeiten steht, gerät dabei leicht aus dem Blick. Der Kurs soll für solche Umstände sensibilisieren und behandelt das Französische als eine ungleich verteilte Ressource, um die seine Sprecherinnen und Sprecher in ihren kommunikativen und gesellschaftlichen Strategien in mehrsprachigen Kontexten ringen. Als konzeptioneller Schlüssel für solche Phänomene dient der im Minderheitenkontext Frankreichs entwickelte Ansatz der Glottopolitik (glottopolitique), der ein breites Spektrum der Auseinandersetzung mit sprachlichen Ungerechtigkeiten "von oben" und "von unten" umfasst und damit auch Widerstand gegen sprachliche Ungerechtigkeiten im Bereich der Zivilgesellschaft erfassbar macht. Im weitesten Sinne geht es damit um den Anteil von Sprache und Kommunikation an gesellschaftlicher Teilhabe. Wir werden mit interessanten Fallbeispielen aus verschiedenen kommunikativen Bereichen in der weitweiten und durch postkoloniale Verhältnisse
geprägten Frankophonie arbeiten. Eine aktive Mitsprache der Studierenden bei der Auswahl der Schwerpunkte ist ausdrücklich erwünscht.


[Si] Aktuelle Fragen der Forschung, Französisch, Spanisch und Komparatistik
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs hat das Ziel, einen Einblick in aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsprojekte, -debatten und -themen zu vermitteln. Zudem sollen die Studierenden bereits erworbene Kenntnisse vertiefen und in konkreten Forschungszusammenhängen anwenden. Der Kurs bietet damit auch die Möglichkeit, Interesse an eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und diese zu begleiten.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Deutsch-französische Erinnerungskultur(-en) im Spannungsfeld zwischen Konflikt und Versöhnung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b
Einzeltermin:
Di. 07.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C029

Kommentar:

In der Veranstaltung setzen wir uns mit zentralen Aspekten der Erinnerungskultur in Deutschland und Frankreich auseinander. Im Fokus stehen ausgewählte historische Zäsuren, darunter der Deutsch-Französische Krieg 1870/71, der Erste und Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit und der Prozess der Aussöhnung sowie die jeweilige Kolonialgeschichte. Dabei untersuchen wir, wie zwei eng miteinander verflochtene Länder teilweise dieselben historischen Ereignisse erinnern – und teils doch sehr unterschiedliche Deutungen entwickeln.

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie kollektive Erinnerungen gesellschaftlich konstruiert werden und welche Bedeutung sie für Identität, Politik und die deutsch-französischen Beziehungen haben.


[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)

Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).

Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Vl] Schlüsseltexte des Realismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

In diesem Kurs werden Schlüsseltexte der europäischen Literaturen unter der Frage diskutiert, wie sie Wohnformen in den Blick rücken. Welche Formen des Zusammenlebens werden hier entworfen, welche Rolle spielt das Verhältnis von Mensch und Natur, wie werden drängende ökologische Fragen inszeniert. Der Vergleich von Hütten, Blockhäusern und anderen Formen enger Behausungen ermöglicht die Analyse eines breiten Spektrums an kulturellen Vorstellungen von Wohnformen. Das Seminar, das einen Workshop inkludiert, kartiert die Bandbreite und Vielfalt von Hüttenkonstellationen entlang kultureller, ökologischer, politischer, historischer und sozio-ökonomischer Linien. Unser besonderes Interesse gilt den utopischen und dystopischen Auswirkungen von Hüttenvorstellungen in Literatur, Film und anderen Medien, die von der Hoffnung auf ökologisches Gleichgewicht und Selbstversorgung bis hin zu den Schrecken gesellschaftlicher Ablehnung und gewaltsamer Isolation reichen. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Hütten und ähnliche „nischenähnliche“ Wohnformen zu ökokritischen Formen des Schreibens beitragen.


 
[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Dozent/-in:
Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie Lempges, Anja- Schilling, Antje - Cibura, Agnes
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 08.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Kommentar:

Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Lehrveranstaltung ist bilingual (dt./engl.)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Dozent/-in:
Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie Lempges, Anja- Schilling, Antje - Cibura, Agnes
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 08.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Kommentar:

Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 27.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Lehrveranstaltung ist bilingual (dt./engl.)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.


 
[Si] Beethovens Symphonien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L3, WPV, 1./2. Sem  |  L2,5, WPV, 5./6. Sem  |  L3, WPV, 4. Sem  |  L3, PV, 7./8. Sem  |  L3, WPV, 5./6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 2.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem  |  ATW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Das Seminar ist gleichzeitig eine Vertiefung der Inhalte aus „Formenlehre (Analyse I)“ und anwendungsorientierte Einführung in die Musiktheorie. Anstelle eines kaum zu leistenden geschichtlichen Überblicks über die Vielfalt musiktheoretischer Ansätze beschäftigen wir uns exemplarisch mit William E. Caplins Theorie formaler Funktionen. Dabei versuchen wir einerseits, Caplins Ansatz analytisch anhand von Ludwig van Beethovens symphonischen Werk nachzuvollziehen. Andererseits fragen wir uns aber auch, inwiefern unsere Einzelanalysen für eine Kritik oder Modifikation der Theorie fruchtbar gemacht werden können – wir arbeiten also genuin musiktheoretisch. Darüber hinaus soll das Seminar dazu einladen, sich vertieft mit klingender Musikgeschichte auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme wird ein vorheriger Abschluss der Veranstaltungen „Satzlehre/Satzanalyse I“ und „Formenlehre (Analyse I)“ dringend empfohlen.

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L1-WP-3b, LV 1
03-mus-L2/L5-P-3c, LV 2
03-mus-L3-WP-5a, LV 2
03-mus-L3-WP-5b, LV 2
03-mus-L3-P-6, LV 2


[Si] Global Pop
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.

2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
2 Einzeltermine:
Do. 14.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeJaws (USA 1975) oder der Hai in der Filmmusik


Do. 04.06.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeEine musikalische Auseinandersetzung mit dem oft vertrauten Fremden: E. T. – The Extraterrestrial (USA 1982)



Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, HS  |  GuK MW Ma, WPV, 1./3. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  AFK, WPV, GS/HS

Kommentar:

Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.

Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.

Teilnahmevoraussetzungen: keine.


[Si] Marokkanischer Jazz
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma

Kommentar:

1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.

Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.

Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.

2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4.7 – Erwerb notwendiger Kenntnisse zur Förderung nachhaltiger Entwicklung für alle Lernenden
Kulturorchester bzw. Opernhäuser müssen im Zusammenhang mit ihrer langfristigen Existenzsicherung auch angesichts gesellschaftlicher Veränderungen mit Audience Building bzw. Audience Development reagieren. Dabei kann beispielsweise auf Publikumsschwund mit Musikvermittlung bzw. Konzertpädagogik und neuartige Konzertformate reagiert werden, um über hochwertige Bildung nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch bei Erwachsenen die Voraussetzungen für den ästhetischen Genuss dieser Formate zu schaffen und neue Publikumssegmente zu gewinnen. Herausforderungen bilden nicht nur die zunehmend eingeschränkte öffentliche Finanzierung, sondern auch ökologische Erwägungen im Zusammenhang mit größeren Festivals jedes Musikstils mit internationaler Reichweite, die größere Reisetätigkeiten und Unterkünfte im Zusammenhang des Festivaltourismus erfordern.

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. Abingdon/New York 2023; Baym, N.K.: Playing to the Crowd. Musicians, Audiences, and the Intimate Work of Connection. New York 2018; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.): Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Emerson, G.: Audience Experience and Contemporary Classical Music. Negotiating the Experimental and the Accessible in a High Art Subculture. Abingdon/New York 2023; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Green, B.: Peak Music Experiences: A New Perspective on Popular Music, Identity and Scenes. London 2022; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kahle, I.: Populärkultur und sozialökologische Transformation. Potenziale einer reflexiven Nachhaltigkeitskultur auf Musikfestivals. Wiesbaden 2022; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Mayer, T.E.: Der Bernstein-Effekt – Klassikstars als Musikvermittler für Jugendliche. Eine exemplarische Untersuchung. Mainz 2017; Müller, Achim/Siebenhaar, Klaus: Stadt – Theater – Publikum. Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023 Niedersächsische Staatstheater Hannover. Berlin 2023; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Müller-Brozović, I.: Das Konzert als Resonanzraum. Resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Bielefeld 2024; Müller-Brozovic, I./Weber, B.B.: Das Konzertpublikum der Zukunft. Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft. Bielefeld 2022; Petri-Preis, A./Voit, J. (Hg.): Handbuch Musikvermittlung – Studium, Lehre, Berufspraxis. Bielefeld 2023; Pirchner, A.: The Apparatus is Present – Zur Verbindung von Experiment und Konzert in der Musikforschung. Bielefeld 2026; Pitts, S.E./Price, S.M.: Understanding Audience Engagement in the Con-temporary Arts. Abingdon/New York 2021; Rademacher, W.: Jenseits der Konzertsäle. Klassische Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900. Stuttgart 2023; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Schmidt, N.: Das medialisierte Konzert. Zur Repräsentation und Inszenierung von Kunstmusik in den audiovisuellen Medien. Bielefeld 2025; Schwanse, U.: »Wann gehen wir wieder ins Familienkonzert?« Eine empirische Längsschnittstudie über die Erfolgsfaktoren einer langfristigen Kooperation von Konzertveranstalter und Grundschulen. Berlin/Münster 2020; Siebenhaar, K.: Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft. Berlin 2025; Smith, N.T./Peters, P./Molina, K. (Hg.): Classical Music Futures. Practices of Innovation. Cambridge 2024; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


[Si] Beethovens Symphonien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L3, WPV, 1./2. Sem  |  L2,5, WPV, 5./6. Sem  |  L3, WPV, 4. Sem  |  L3, PV, 7./8. Sem  |  L3, WPV, 5./6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 2.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem  |  ATW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Das Seminar ist gleichzeitig eine Vertiefung der Inhalte aus „Formenlehre (Analyse I)“ und anwendungsorientierte Einführung in die Musiktheorie. Anstelle eines kaum zu leistenden geschichtlichen Überblicks über die Vielfalt musiktheoretischer Ansätze beschäftigen wir uns exemplarisch mit William E. Caplins Theorie formaler Funktionen. Dabei versuchen wir einerseits, Caplins Ansatz analytisch anhand von Ludwig van Beethovens symphonischen Werk nachzuvollziehen. Andererseits fragen wir uns aber auch, inwiefern unsere Einzelanalysen für eine Kritik oder Modifikation der Theorie fruchtbar gemacht werden können – wir arbeiten also genuin musiktheoretisch. Darüber hinaus soll das Seminar dazu einladen, sich vertieft mit klingender Musikgeschichte auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme wird ein vorheriger Abschluss der Veranstaltungen „Satzlehre/Satzanalyse I“ und „Formenlehre (Analyse I)“ dringend empfohlen.

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L1-WP-3b, LV 1
03-mus-L2/L5-P-3c, LV 2
03-mus-L3-WP-5a, LV 2
03-mus-L3-WP-5b, LV 2
03-mus-L3-P-6, LV 2


 
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