Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Katholische Theologie - Kombinations-Masterstudiengänge "Katholische Theologie" (Studienbeginn bis Sommersemester 2022)
Veranstaltungen
Systematische Theologie I (04-kTh-MA1-STh) ⇑
LV 2: Oberseminar
[Si] Herausforderung Pluralismus. Theologie und Gesellschaftstheorie bei Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität.
Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
[Si] Option für die Armen?! Anliegen und Bedeutung der Befreiungstheologie [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont.
Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden.
Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Praktische Theologie und Religionspädagogik (04-kTh-MA1-Rp) ⇑
LV 2: Oberseminar
[Si] Mein Gott, mein Glaube, meine Kirche! Religion unterrichten zwischen Positionalität und Scham
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Si] Religion und Vorurteil im Unterricht [Religionspädagogik]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden.
Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
Biblische Theologie (04-kTh-MA1-BTh) ⇑
LV 2: Oberseminar
[Si] Gleichnisse und ihre Implikationen im Schulunterricht [Biblische Theologie}
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
[Si] Heile Welt: Weihnachtsgeschichte(n) und Weihnachtsfilme [Biblische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen?
Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
Systematische Theologie II (04-kTh-MA2-STh) ⇑
Zu belegen sind zwei Oberseminare.
[Si] Herausforderung Pluralismus. Theologie und Gesellschaftstheorie bei Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität.
Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
[Si] Option für die Armen?! Anliegen und Bedeutung der Befreiungstheologie [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont.
Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden.
Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Historische Dimensionen und praktisch-theologische Implikationen im Verhältnis von Kirche und nichtkirchlicher Umwelt (04-kTh-MA2-Rp) ⇑
Zu belegen sind zwei Oberseminare.


