Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Evangelische Theologie
Veranstaltungen
Einführungsseminar ⇑
[E Si] "Sinn und Geschmack fürs Unendliche". Biographie, Frömmigkeit und Theologie Friedrich Schleiermachers (AfK-Nr.: 182)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Das Seminar verbindet die Einführung in das Studium der Systematischen Theologie mit der Lektüre und Diskussion eines theologischen Klassikers: Friedrich Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern (1799). Hg. v. Günter Meckenstock, Walter de Gruyter: Berlin/New York 2001 (de Gruyter Texte) (Zur Anschaffung als Buch nachhaltig empfohlen) mit der Reflexion über die eigene religiöse und theologische Bildungsbiographie.
Über Biogpraphie, Frömmigkeit und Theologie Schleiermachers informiert einführend: Kurt Nowak: Schleiermacher. Leben, Werk und Wirkung, Göttingen 2001.
[E Si] Einführung in die Bibelexegese (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Dieses Einführungsseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, neue und klassische Methoden der Bibelexegese kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Dafür werden in den Seminarsitzungen exemplarische Analysen alt- und neutestamentlicher Texte vorgenommen. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über die grundlegende Literatur der Bibelwissenschaft und erlernen den kritischen Umgang mit dieser. Insgesamt werden Sie dazu befähigt, selbstständig Informationen zu erarbeiten, eine methodische und hermeneutische Reflexion von (biblischen) Quellen mit abschließender Urteilsbildung vorzunehmen und Ihre eigenen Arbeitsergebnisse angemessen zu präsentieren. Da der überwiegende Teil der Seminarteilnehmer:innen zu Lehrer:innen ausgebildet wird, wird das erworbene Fachwissen stets auch unter didaktischen Aspekten reflektiert und angewendet. Die Relevanz der erlernten Inhalte und Methoden für Schüler:innen sowie eine mögliche Anpassung an die Erfordernisse des Unterrichts sollen in diesem Einführungsseminar thematisiert werden.
ACHTUNG: Von L3-Studierenden wird eine eigenständige Übersetzung neutestamentlicher Texte verlangt.
Daher gilt für L3-Studierende: Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist das Graecum oder eine abgeschlossene Bibelgriechisch-Prüfung bzw. der laufende oder abgeschlossene Kurs 2 des Bibelgriechischkurses an der JLU Gießen.
[E Si] Einführung in die Bibelexegese (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Dieses Einführungsseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, neue und klassische Methoden der Bibelexegese kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Dafür werden in den Seminarsitzungen exemplarische Analysen alt- und neutestamentlicher Texte vorgenommen. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über die grundlegende Literatur der Bibelwissenschaft und erlernen den kritischen Umgang mit dieser. Insgesamt werden Sie dazu befähigt, selbstständig Informationen zu erarbeiten, eine methodische und hermeneutische Reflexion von (biblischen) Quellen mit abschließender Urteilsbildung vorzunehmen und Ihre eigenen Arbeitsergebnisse angemessen zu präsentieren. Da der überwiegende Teil der Seminarteilnehmer:innen zu Lehrer:innen ausgebildet wird, wird das erworbene Fachwissen stets auch unter didaktischen Aspekten reflektiert und angewendet. Die Relevanz der erlernten Inhalte und Methoden für Schüler:innen sowie eine mögliche Anpassung an die Erfordernisse des Unterrichts sollen in diesem Einführungsseminar thematisiert werden.
ACHTUNG: Von L3-Studierenden wird eine eigenständige Übersetzung neutestamentlicher Texte verlangt.
Daher gilt für L3-Studierende: Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist das Graecum oder eine abgeschlossene Bibelgriechisch-Prüfung bzw. der laufende oder abgeschlossene Kurs 2 des Bibelgriechischkurses an der JLU Gießen.
[E Si] Ich bin so frei - Freiheit als Grundbegriff protestantischer Theologie
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[E Si] Interkulturalität oder Positionalität. Religionsbildung auf dem Prüfstand
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
[E Si] Propädeutikum
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Neu an der Uni und Chaos im Kopf? 1000 Zettel oder Notizen auf dem Handy – aber das, was Sie gerade brauchen, ist irgendwo im Bermudadreieck verschwunden? Fragen über Fragen und keiner, der sie richtig beantworten kann? – Wenn es Ihnen in Ihren ersten Tagen an der JLU auch so geht, dann sind Sie in diesem Propädeutikum genau richtig, das nicht umsonst und genau deshalb eine Pflichtveranstaltung für Sie in Ihrem ersten Semester ist. Denn hier „werden Sie geholfen“. Und zwar in zwei Teilen:
1. In einer Blockveranstaltung am 14. Oktober stellen wir Lehrende uns Ihnen vor und nehmen Sie mit auf eine erste kleine Reise durch das, was Sie in Gießen erwarten wird, und so lernen Sie kennen: unser Institut; unser „Personal“; die Stellen, die Ihnen bei persönlichen Fragen und allen Fragen helfen können; das, was Theologie ist und was die unterschiedlichen Fächer im Blick auf eine ganz bestimmte, exemplarische Frage zur Theologie als Wissenschaft beitragen – und natürlich das, was im Studium fast genauso wichtig ist wie die Antwort auf die Frage, wie man richtig studiert, nämlich: wo man gut gesellig sein kann.
2. In wöchentlichen Sitzungen werden Sie buchstäblich an die Hand genommen und durch den Dschungel des wissenschaftlichen Arbeitens geführt. Hier lernen Sie, wie man Literatur recherchiert, Texte erschließt, schriftliche Arbeiten anfertigt, angemessen Präsentationen vorbereitet und vorträgt usw. usf. Unterstützt werden Sie dabei zusätzlich von studentischen Mentor:innen; einige dieser Sitzungen finden digital statt. In einem Portfolio präsentieren Sie die Ergebnisse Ihrer eigenen Übungen dazu; dieses Portfolio wird dann als Prüfungsleistung auch bewertet.
Den genauen Ablauf des Propädeutikums und die dazugehörigen Termine entnehmen Sie bitte dem Seminarplan, der wie alles andere, was für Sie von Relevanz ist, in StudIP hochgeladen ist! Wir alle freuen uns schon sehr auf Sie! Herzlich willkommen!
Beachten Sie, dass das Propädeutikum für alle Erstsemester an unserem Institut verpflichtend ist und für alle weiteren Lehrveranstaltungen vorausgesetzt wird. Neben dem Auftakt wird es auch am 18. November zusätzlich zur regulären Sitzung einen Exkursionsblock geben.
Kolloquium ⇑
Oberseminar ⇑
[O Si] 100 Jahre: Martin Heidegger "Sein und Zeit" (1927)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Martin Heidegger (1889–1976) hat 1927 mit "Sein und Zeit" einen philosophischen Wurf vorgelegt, der Philosophie wie Theologie im 20. Jahrhundert (etwa seine Marburger Arbeitsgemeinschaft mit Rudolf Bultmann zwischen den Jahren 1923 bis 1928) besonders prägen sollte. Seine an den Phänomenen orientierte Analytik des Daseins nimmt u.a. die Existenzialien der Angst und Sorge in den Blick und ist geleitet von einer rein diesseitigen Todeserwartung. So leite das menschliche Dasein sein Zeitbewusstsein, das Bewusstsein seiner eigenen Endlichkeit und Sterblichkeit, wenn es nach dem Sinn von Sein fragt. Das Oberseminar nimmt 100 Jahre nach der Veröffentlichung von "Sein und Zeit" und 50 Jahre nach dem Tod von Heidegger auch die gegenwärtige Debatte um "Heideggers ambivalentes Erbe" in den Blick – vgl. dazu Lukas Bormann (Hg.), Heideggers Erbe, Tübingen 2025 (open access) –, wenn es das Werk kursorisch liest, diskutiert und nach seiner gegenwärtigen Bedeutung fragt. Bitte schaffen Sie sich ein Exemplar von Heideggers "Sein und Zeit" an. Die Ausgabe im Max Niemeyer Verlag ist für unter 29,95 Euro zu erwerben.
[O Si] Kirchengeschichtliche Forschung
| regelmäßiger Termin ab 19.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 19.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[O Si] Trans-/postkonventionelle Theologie III
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Praktikum ⇑
[Si] Praktikum Auswertung
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Seminar ⇑
[Si] Anschaulich Kirchengeschichte unterrichten: Bilder als Quelle im Religionsunterricht (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Der sogenannte Missionsbefehl (Mt 28,18-20) in kritischer Auseinandersetzung neu gelesen (AfK-Nr.: 180)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Si] Didaktikwerkstatt
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Die Apostelin Junia und andere Amtsträgerinnen im Neuen Testament
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Digital Academy: I believe, that’s how I am – The formation of European identity between religious tradition and conscious decision. Seven interdisciplinary and Interactive lectures (AfK-Nr.-181)
| regelmäßiger Termin ab 22.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 17:00 - 19:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 22.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
“Denominational culture and Confession – Interdisciplinary perspectives”. Under this heading, the significance of confession for identity formation in different areas of life will be examined. The programme will include lectures, impulses and discussions with experts from various research disciplines. The language of the event is English. Awarding ECTS credits for participation in combination with an appropriate proof of achievement is possible.
Seven sessions on the topic: Denominational culture and Confession – Interdisciplinary perspectives
1. (22.10.2026) Denomination and confession in history (Prof. Dr. Athina Lexutt, Gießen)
The confession of Jesus as the risen Christ is at the heart of Christian faith. Over time, this has been reformulated over and over and supplemented with further theological conclusions. Complex relationships and diverse experiences are condensed into concise formulations and memorable sentences. Internal reassurance and external demarcation have become increasingly important over time. Are confessions therefore crisis phenomena? And to what extent is the connection between confession and baptism constitutive?
2. (05.11.2026) Religion and confession from a cultural studies perspective (Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann, Gießen)
Even if religious confession appears to be more of a private matter, characteristics reminiscent of confessional traditions can be found elsewhere. In a diverse society, there seems to be a continuing desire to belong to something larger than the individual, e.g. through corporate design.
3. (19.05.2026) Trust and confession in business (Prof. Dr. Alexander Dietz, Heidelberg)
Numbers play an important role in economic activity. This gives the appearance of great objectivity and rationality. On the other hand, trust is also important for business to function successfully: those who engaged in trade trust that the price and goods are in reasonable proportion to each other, that the goods will be delivered and the money paid. In addition, the way markets are structured also matters: Free market, social market economy, state-controlled economy are models based on different principles. It is also a matter of trust in the functioning and performance of a given market structure. To what extent can we speak here of a confession (or commitment)?
4. (03.12.2026) Denomination and milieu in sociological description (Prof. Dr. Gert Pickel, Leipzig)
The ‘denominational milieu’ has been a recurring theme in historical and theological research. To what extent do these religious and, above all, denominational characteristics continue to have an impact on a society that considers itself as ‘secular’?
5. (17.12.2026) Confession and law (Dr. Julianne Funk, Marburg)
Freedom of religion is one of the fundamental human rights. It can even serve as a yardstick for measuring how liberal a society and a legal system are overall. At the same time, relevant religious content can come into conflict with established legal systems. To what extent can we speak of a constructive tension here? How should such limits be defined?
6. 14.01.2027) From religious peace to liberal democracy – political aspects (Prof. Dr. Tomás Kodácsy, Sárospatak)
Democracy and republics depend on the consent of those involved. In this respect, to what extent can this be described as a confession? Can aspects be identified in which a mutual influence between religious confession and democratic consciousness is recognizable?
7. (28.01.2027) Denomination and confessing – church and society: conclusions for the present age and mentality (Dr. Mario Fischer, Bensheim)
Church and religious denominations are currently facing many challenges. Considering the different topics of the lectures: Perhaps there is still a persistent religious base beneath all the secular phenomena, not least confessing. And how can the inevitable changes open up new possibilities for the church.
[Si] Dis/ability-kritische Bibelauslegung in Respekt vor Menschen mit Behinderung (AfK-Nr.: 180)
[Si] Glauben und Verstehen: Rudolf Bultmanns existenziale Hermeneutik im zeitgeschichtlichen Kontext und in ihrer gegenwärtigen Bedeutung (AfK-Nr.: 182)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
Rudolf Bultmann (1884–1976) gehört zu den maßgeblichen evangelisch-lutherischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem hermeneutischen Programm der Entmythologisierung und existenzialen Interpretation des Neuen Testaments hat er eine der größten Kontroversen in der deutschen Nachkriegstheologie ausgelöst. Besonders in konservativen kirchlichen und freikirchlichen Kreisen stand (und steht) man Bultmanns Theologie und seinem Versuch, dem modernen Menschen die christliche Botschaft verständlich zu machen, ablehnend gegenüber. Im Seminar lesen und diskutieren wir einschlägige Texte Bultmanns, gehen Einwänden gegen seine Theologie nach und arbeiten bleibende theologische und hermeneutische Einsichten heraus, die nicht zuletzt für gegenwärtige Fragen an das Christentum und seines Verstehens (Hermeneutik = Lehre vom Verstehen) sowie an Religion in der Gesellschaft, im Schulalltag und für den Religions- und Ethikunterricht von besonderem Interesse sind.
Viele der im Seminar verhandelten Texte finden sich in: Rudolf Bultmann: Neues Testament und christliche Existenz. Theologische Aufsätze, ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben von Andreas Lindemann, Tübingen 2002. Weitere weitere den Seminarteilnehmenden zur Verfügung gestellt. Eine Einführung in Leben und Werk bietet: Konrad Hammann: Rudolf Bultmann. Eine Biographie. 3. Auflage, Tübingen 2012.
[Si] Herausforderung Pluralismus. Theologie und Gesellschaftstheorie bei Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität.
Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
[Si] Lektüre: Texte Karl Barths als zeitgeschichtliche Dokumente
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Mein Gott, mein Glaube, meine Kirche! Religion unterrichten zwischen Positionalität und Scham
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Si] Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Zur Sklaverei hat euch Christus befreit - Mission und Kirche im Kolonialismus (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Die Bulle „Inter cetera“ von 1494 teilte die Welt in zwei Teile: Einen spanischen und einen portugiesischen Einflussbereich. Nicht nur die anderen europäischen Staaten – insbesondere und intendiert die protestantisch dominierten – wurden dabei übergangen, sondern auch und vor allem die Bewohner:innen der anderen Weltregionen. Doch schon vorher sind Verbindungen zwischen der Kirche, beziehungsweise dem Christentum und Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaftsstrukturen auszumachen. Nicht selten wurden konfessionelle Unterschiede oder biblische Argumente als Begründungen für ungerechtes und grausames Handeln herangezogen. Mit fortschreitender Dominanz der europäischen Mächte in den Amerikas, in Afrika und Asien breiteten sich auch diese christlich konnotierten Begründungsmuster der Unterdrückung aus und verbanden für die Opfer dieser Politik das Christentum untrennbar mit dem Kolonialismus. Und obwohl die Kirchen ihrer Vergangenheit und vor allem der Rolle der Mission kritisch gegenüberstehen und Schuld bekennen, wirken die Folgen dieser Verbindung von „Thron und Altar“ bis heute nach.
Das Seminar zeichnet den Weg christlicher Begründungsmuster der Ungleichheit nach. Von biblischen Geschichten über die Anfänge christlicher Königreiche in Europa bis hin zur Errichtung der ersten Kolonialreiche sowie die Auswirkungen auf heutige Gesellschaften wird den Fragen nach der Rolle der Kirche(n), der Rolle der Mission und des Christentums im Allgemeinen nachgegangen. Dabei werden die Teilaspekte stets kritisch auf ihre Zielsetzungen, Ansprüche, Verfehlungen und Potenziale hin untersucht und Raum für Diskussionen geboten. Über allem steht die Frage, welche Auswirkungen die Kolonialgeschichte der Kirche(n) für die heutige Gestalt derselben und das christliche Leben hat – oder kurz: Was können wir aus der Kolonialgeschichte der Kirche(n) lernen?
Sprachkurs ⇑
[Spr Kurs] Einführung in das biblische Hebräisch und die Kultur des Judentums I (AfK-Nr.: 291)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Der Kurs führt Studierende in die Grundlagen des biblischen Hebräischs sowie des Judentums ein, indem diese einerseits zentrale Elemente der jüdischen Religion und Kultur und andererseits Grundelemente der hebräischen Sprache vermittelt bekommen. Die behandelten hebräischen Wörter und Bibeltexte sind so ausgewählt, dass sie sowohl inhaltich zu den behandelten Aspekten der jüdischen Religion und Kultur passen als auch sich gut didaktisch in die Vermittlung der Sprache einfügen. Im Bereich der hebräischen Grammatik wird dabei genauer auf die Schrift- und Lautlehre, die Formenlehre, vorzugsweise bei den starken Verben, die Satzstruktur sowie die hebräischen Verbalstämme, eingegangen. Es soll so versucht werden, die Fertigkeit zu vermitteln, die Texte zunächst grammatisch zu analysieren, um sie anschließend auf dieser Grundlage interpretieren und in ihren zeitlichen Kontext stellen zu können.
Ziel ist es, von der hebräischen Sprache ausgehend in die Religion und Kultur des Judentums einzuführen, und grundlegende sprachliche Mittel bereitzustellen, um biblische Texte lesen, analysieren, verstehen, sowie unterschiedliche Bibelübersetzungen prüfen zu können.
Grammatik:
Krause, Martin, Hebräisch : Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik, 5. Aufl., Berlin 2020.
(als E-Buch in der Uni-Bibliothek vorhanden)
Ernst, Alexander B., Kurze Grammatik des Biblischen Hebräisch, 4. Aufl., Neukirchen 2015.
Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch : Materialien, Beispiele und Übungen zum Biblisch-Hebräisch, 8., durchgesehene und erweiterte Aufl., Tübingen 2021.
Wörterbuch:
Diehl, Johannes F. Diehl und Witte Markus hrsg., Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament, 4. Auflage, Berlin 2021. (als E-Buch in der Uni-Bibliothek vorhanden)
Neef, Heinz-Dieter, Taschenwörterbuch Hebräisch und Aramäisch zum Alten Testament, Tübingen 2016.
Wilhelm Gesenius Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 18. Auflage, Springer 2013.
Konzise und aktualisierte Ausgabe des Hebräischen und Aramäischen Lexikons zum Alten Testament, hrsg. von Walter Dietrich und Samuel Arnet, Leiden 2013.
[Spr Kurs] Einführung in das biblische Hebräisch und die Kultur des Judentums II (AfK-Nr.: 292)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Hebräisch II
Vertiefung, Erweiterung und Festigung der Kenntnisse aus Hebräisch I
Durch praktische Textübersetzung von ausgewählten hebräischen Texten und Erarbeitung der grammatischen Grundlagen, z.B. schwachen Verben und Syntax, werden die Kenntnisse der hebräischen Grammatik fundiert.
Grammatik:
Krause, Martin, Hebräisch : Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik, 5. Aufl., Berlin 2020.
(als E-Buch in der Uni-Bibliothek vorhanden)
Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch : Materialien, Beispiele und Übungen zum Biblisch-Hebräisch, 8., durchgesehene und erweiterte Aufl., Tübingen 2021.
Ernst, Alexander B., Kurze Grammatik des Biblischen Hebräisch, 4. Aufl., Neukirchen 2015.
Wörterbuch:
Diehl, Johannes F. Diehl und Witte Markus hrsg., Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament, 4. Auflage, Berlin 2021. (als E-Buch in der Uni-Bibliothek vorhanden)
Neef, Heinz-Dieter, Taschenwörterbuch Hebräisch und Aramäisch zum Alten Testament, Tübingen 2016.
Wilhelm Gesenius Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 18. Auflage, Springer 2013.
Konzise und aktualisierte Ausgabe des Hebräischen und Aramäischen Lexikons zum Alten Testament, hrsg. von Walter Dietrich und Samuel Arnet, Leiden 2013.
Tutorium ⇑
Übung ⇑
Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in das Alte Testament (AfK-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Einführung in die Praktische Theologie (AfK-Nr.: 179)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Was ist "Praktische Theologie" für eine Wissenschaftsdisziplin? Um was geht es da eigentlich? Etwa um die Frage, wie das theologische Wissen und die theologische Kompetenz, die man sich in den Nachbardisziplinen aneignen kann, vermittelt wird? Dann wäre die Praktische Theologie nur eine Anwendungswissenschaft, ein Manual, ein Ratgeber, eine Tipps-und-Tricks-Sammlung, ein Methodenpotpourri. Das wäre zu wenig. Aber auch wer meint, dass hier Professionalisierungsstrategien und- theorien, was kirchliche und religionspädagogisch effektive Berufsausübung anbelangt, zur Debatte stehen, liegt nicht ganz richtig. Denn: Praktische Theologie ist viel, viel mehr. Und das nicht erst, seit Kant die Gegenüberstellung der Begriffe von Theorie und Praxis als unsachgemäß entlarvt, auch nicht erst, seit Schleiermacher die PT sinngemäß als "Krone der Theologie" bezeichnet und entfaltet hat. Um fundamentaltheologische, ganz grundlegende Reflexionen geht es: Was ist Religion? Was ist "Glauben"? Was ist wissenschaftlich? Und was bedeutet es, wenn in diesem Zusammenhang über Kultur, Gesellschaft, Milieus, Medien, Erzählung, Ritual usw. nachgedacht wird? Die Vorlesung stellt einen Versuch dar, all diese Aspekte auf akademischem Niveau reflektiert zusammenzudenken.
[Vl] Einführungsvorlesung Kirchengeschichte
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
[Vl] Fachdidaktik Evangelischer Religionsunterricht
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Grundriß der Ethik
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Die Vorlesung führt ein in die Grundfragen der Ethik aus evangelischer Perspektive. Sie erhalten eine Einführung in die ethischen Grundtypen (Tugend-, Güter-, Pflicht-, Diskursethik u.a.) sowie in exemplarische materialethische Themenfelder (Politik, Recht, Wirtschaft, Medizinethik, u.a.). Literatur wird in der Vorlesung genannt. Die Lektüre von Begleit- und Vorbereitungstexten wird erwartet. Die Vorlesung ist für Studierende der Ethik, der Theologie und Philosophie sowie andere Interessierte angelegt.


