Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Angebote des FB 04: für "Gasthörende" - Geschichte
Veranstaltungen
[Vl] Das römisch-deutsche Reich nach dem Interregnum: Von Rudolf von Habsburg bis zu Karl IV.
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
Die Vorlesung führt in Grundprobleme der spätmittelalterlichen deutschen Geschichte ein: Nach dem Ende der staufischen Dynastie war vieles neu auszuhandeln: Das Reich entwickelte sich nicht zu einer Erbmonarchie, sondern zu einem Wahlreich, der Stellenwert von Reichspolitik und dynastischer Politik war daher auch seitens des Königs auszuloten. Aus dem Kreis der Fürsten entstand mit der elitären Gruppe der Kurfürsten eine bevorrechtigte Gruppe, die in besonderer Weise Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Reichspolitik beanspruchte. Das Verhältnis zum Papsttum musste neu verhandelt, die Rechte von König und Kaiser geklärt, die Position des Reichs in Europa und die Beziehungen zum italienischen Reichsteil geordnet werden. Aber auch Strukturprobleme wie das Verhältnis von Fehde und Frieden, die Sicherung der Ressourcen des Königtums oder die streitbehafteten Beziehungen zwischen Reichsstädten, Fürsten, Grafen und Niederadel standen für die Könige auf der Tagesordnung.
Die relevante Literatur wird vorlesungsbegleitend bekannt gegeben. Einführender Literatur: Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter (2004); Michael Menzel, Die Zeit der Entwürfe 1273-1347 (Gebhardt Handbuch der Deutschen Geschichte, Bd. 7a; 2012); Christian Hesse, Synthese und Aufbruch (1346-1410) (Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Band 7b; 2017); Karl-Friedrich Krieger, Die Habsburger im Mittelalter: Von Rudolf I. bis Friedrich III. (2. Aufl. 2004); Jörg Hoensch, Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437 (2000); Die Habsburger im Mittelalter: Aufstieg einer Dynastie, Katalog, hg. vom Historischen Museum der Pfalz (2022).
[Vl] Die Frühe Neuzeit als Epoche
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
Die Frühe Neuzeit definiert sich selbst als vormoderne Epoche des Wandels auf dem Weg in die Moderne und gleichzeitig als Epoche, in der noch sehr vieles "mittelalterlich" war. Daraus ergeben sich entsprechende Fragestellungen und Probleme: Wann setzte solcher Wandel ein, was machte ihn aus? In welchem Verhältnis stand der frühneuzeitliche Wandel zu jenem anderer Epochen oder ist er solitär zu begreifen? Muss die Frühe Neuzeit als einheitlicher Zeit- und Handlungsraum begriffen werden oder weist sie charakteristische Unterschiede oder gar Brüche auf? Alle dem soll in dieser Überblicksvorlesung thematisiert werden.
[Vl] Einführung in die römische Geschichte (AfK-Nr.: 224)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
[Vl] Geschichte der Sowjetunion
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 | ||
In Zeiten, in denen Putin meint an die Größe der Sowjetunion anknüpfen zu müssen, steht eine historische Bilanz an. Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion wurden vor allem aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive untersucht. Im Nachgang müssen auch die Entstalinisierung und die Perestrojka beleuchtet werden. Heute kristallisiert sich zum einen heraus, dass die Geschichte der Sowjetunion als die Geschichte eines Landes zu begreifen ist, das der Urbanisierung unterlag. Zum anderen ist die Geschichte der Sowjetunion als Geschichte eines Vielvölkerreichs zu deuten.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche.
Literatur: Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31); Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006; Schlögel, Karl: Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt. München 2017.
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 009 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 | ||
Im Oberseminar diskutieren wir aktuelle geschichtsdidaktische Forschungen. Dies umfasst aktuelle geschichtsdidaktische Literatur und laufende Forschungsprojekte ebenso wie die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und die gemeinsame Entwicklung von Fragestellungen und Forschungsvorhaben.
[Vl] Globale und koloniale Verflechtungen nach Ostmitteleuropa. Die Welt und ihr "ostmitteleuropäischer 'Hinterhof'" oder aktive Teilhabe? (1450-1914/39)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Das Europa zwischen Oder und Schwarzem Meer, zwischen Ostsee und Adria spielt in der europäischen und globalen Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts oft nur eine leicht übersehene, gerade im deutschen Sprachraum wenig bekannte Rolle. Aus der Perspektive der Weltsystemtheorie (Immanuel Wallerstein) handelt es sich um eine „Peripherie“, bestenfalls eine „Halbperipherie“. Die Vorlesung möchte diese Zuordnung diskutieren und infragestellen!
Die Vorlesung führt in die gesamt- und transeuropäischen Verflechtungen Ostmitteleuropas seit dem 15. Jahrhundert ein, zeichnet diese nach und analysiert sie. Schwerpunkte liegen auf der polnisch-litauischen (inkl. ukrainischen), böhmischen (tschechischen) und baltischen Geschichte in ihren europäischen und globalen Verflechtungen. Wie agierten ostmitteleuropäische Akteure, die selbst nicht in Kolonialmächten lebten, in einer zunehmend kolonialen Welt? Wie stark engagierten sie sich im 19. Jahrhundert in kolonialen Strukturen, sei es im Russländischen Reich, im preußisch-deutschen Kaiserreich oder in der Habsburgermonarchie?
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse wie auch an Studierende, die an der Großregion wissenschaftlich interessiert sind. Auf der Basis von Vorlesungsskripten und Präsentationen erhalten Sie eine strukturierte und systematische Einführung und können Ihre Kenntnisse erweitern.
Zur Einführung
Anka Steffen, Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. Stuttgart 2025.
Immanuel Wallerstein, Das moderne Weltsystem. Die Anfänge kapitalistischer Landwirtschaft und die europäische Weltökonomie im 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main/ Wien 1986.
[Vl] Historisches Denken (Lehren und Lernen)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
[Vl] Kaiser Karl V. (1500-1558) und seine Zeit
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
[Vl] Macht und Herrschaft in der griechisch-römischen Antike
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit und der Landesgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In der Veranstaltung werden laufende Forschungsarbeiten (Masterthesis, Dissertationsprojekte, andere Forschungsarbeiten) zur Geschichte der Frühen Neuzeit und zur Landesgeschichte vorgestellt und diskutiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, eine eigene Qualifikationsarbeit vorzustellen und / oder sich über laufende Arbeiten zu informieren. Gern können Sie auch an Einzelsitzungen teilnehmen, deren Thema Sie interessiert.
[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.
Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


