Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Fachjournalistik Geschichte - Kombinations-Masterstudiengänge "Fachjournalistik Geschichte"
Veranstaltungen
Einstiegsmodul Master Fachjournalistik Geschichte ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Ein dunkles Zeitalter? Kommunikationsgeschichte der Neuen Medien seit 1969
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Die nächste Medienrevolution wird seit Jahrzehnten in immer schnellerer Folge ausgerufen. Zu den euphorischen Zukunftsvisionen tritt zunehmend ein apokalyptischer Ton – vom „Ende der Distanz" bis zum „Ende der Öffentlichkeit", vom „Tod der Wahrheit" bis zur „Infokalypse", vom „dunklen Zeitalter" bis zur „Herrschaft der Maschinen". Hier bietet historische Einordnung Orientierung: Sie zeigt, dass Umbrüche selten plötzlich sind, dass Hoffnungen und Ängste alte Muster wiederholen und dass die Folgen neuer Medien nicht aus der Technik allein erklärbar sind, sondern aus ihren politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten. Historische Perspektive macht sichtbar, was wirklich neu ist – und was lediglich neu verpackt. Die Vorlesung zeichnet die Entwicklung digitaler Kommunikation seit 1969 nach: vom ARPANET und frühen Mailbox Systemen über PC, E Mail und das Web bis zu Smartphones, Social Media, Plattformökonomien und KI. Im Mittelpunkt stehen die Umbrüche: Wie verändern neue Medien Öffentlichkeit, Politik und Alltag? Welche Zukunftsversprechen wurden eingelöst – oder dominieren Kontrolle, Kommerzialisierung und Desinformation? Steuern wir tatsächlich auf ein „dunkles Zeitalter" der Kommunikation zu – oder erleben wir einen widersprüchlichen, aber gestaltbaren Transformationsprozess?
Einführende Lektüre: Felix Stalder, Kultur der Digitalität, Berlin 2016; Gabriele Balbi/Paolo Magaudda, A History of Digital Media. An Intermedia and Global Perspective, New York 2018.
LV 3: Übung
[Ü] Fernsehwerkstatt
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 003 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Wie dreht, schneidet und textet man einen Fernsehbeitrag? Wie führt man Interviews und baut Bewegtbildbeiträge so auf, dass sie spannend sind und eine gute Dramaturgie haben? Was muss man beim Dreh beachten und wie baut man eine Fernsehsendung – diese Fragen werden in der Fernsehwerkstatt beantwortet und direkt in die Praxis umgesetzt. In wöchentlichen Einheiten werden die Grundlagen der Fernsehproduktion erarbeitet, sowohl journalistisch als auch technisch. Die Studierenden sollen eigene Beiträge recherchieren, drehen und schneiden lernen und am Ende gemeinsam eine halbstündige Fernsehsendung produzieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zur Produktion der Beiträge wird evt. Arbeit jenseits der Werkstattzeiten anfallen.
[Ü] Praxis des Fotojournalismus
| regelmäßiger Termin ab 04.05.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Bilder prägen unsere Narrative. Ob Pressefotografie, visuelle Dokumentationen politischer Umbrüche oder digitale Bildreportagen des Alltags der Gegenwart, Fotojournalismus ist ein zentrales
Medium gesellschaftlicher Verständigung. Die praktische Übung „Praxis des Fotojournalismus“ vermittelt die technischen Grundlagen der Fotografie und ferner den Zugang zur Reportage und Dokumentarfotografie. Im Zentrum steht die eigenständige fotografische Arbeit der Studierenden: Von der Themenfindung über Recherche und visuelles Storytelling bis hin zur Bildauswahl werden fotojournalistische Redaktions- und Gestaltungsprozesse praxisnah erprobt. Dabei reflektieren wir Fotografie als gestaltetes, perspektivisches Medium. Die Teilnehmenden erwerben praktische Kompetenzen im journalistischen Arbeiten mit Bildern, schärfen ihre visuelle Analysefähigkeit und lernen, Themen fotografisch umzusetzen. Sie entwickeln ein kritisches Bewusstsein für die Macht und Verantwortung visueller Medien im öffentlichen Diskurs. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Ausstellung mit den Arbeiten der Studierenden, wobei jeder seine eigene abgeschlossene Fotoreportage von 8-12 Bildern präsentiert.
[Ü] Redesign & Redaktion: Das Onlinemagazin „Universum“ neu denken
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, F 006 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 006 | ||
Im Rahmen dieser Übung wird das JLU-Onlinemagazin „Universum“ konzeptionell und inhaltlich weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Einblicke in redaktionelle Abläufe: von Themenfindung, Recherche bis hin zum Schreibprozess.
Geschichte in Medien und Öffentlichkeit ⇑
LV 1: Seminar
[Si] Mehr Demokratie wagen? Willy Brandt als Symbol des gesellschaftlichen Aufbruchs
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Willy Brandt ist wohl der einzige Politiker der alten Bundesrepublik, in dem viele Menschen zeitweilig einen Hoffnungsträger sahen, ja, dem deswegen rückblickend sogar Charisma attestiert wird. Seine Wirkung beruhte nicht zuletzt auf medialer Ausstrahlung. Insofern steht umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung (etwa Redemitschnitte, Interviews, Filmaufnahmen, Fotos, seine Schriften, Briefe an ihn etc.), aus denen Autor:innen für ihre Porträts seiner Person und “seiner” Epoche, sprich für Schilderungen des gesellschaftlichen Aufbruchs in der BRD in den 1960/70er Jahren schöpfen konnten. Einige dieser geschichtsjournalistischen Porträts werden wir in diesem Seminar gemeinsam analysieren. Die Genres reichen von klassischen Biographien über Erinnerungsliteratur, Fernsehdokumentationen und Doku-Dramen bis hin zu Podcasts, einer Graphic Novel und Darstellungen für Kinder (unter denen Brandt schon seinerzeit so populär war, dass es eine umfangreiche Sammlung von Kinderbriefen an ihn gibt, von denen einige publiziert vorliegen). Angesichts der aktuellen Bedrohungen für die demokratische Staatsform und demokratisches gesellschaftliches Zusammenleben mag es umso erhellender sein, sich mit einer gar nicht so weit zurückliegenden Zeit zu beschäftigen, in der viele die Demokratie stabilisieren, ausbauen und weiter inhaltlich ausgestalten wollten. Damit drängt sich zugleich die Frage auf, welche Rolle dafür ein einzelner Politiker spielen kann.
LV 2: Übung
[Ü] Populäre Geschichtsvermittlung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit ausgewählten Beispielen populärer Geschichtsvermittlung zu ganz unterschiedlichen historischen Themen. Sie richtet sich vornehmlich (wenn auch nicht ausschließlich) an die Masterstudierenden der Fachjournalistik Geschich¬te. Neben der Vertiefung der eigenen medienanalytischen Kompetenzen geht es darum, Sehgewohnheiten und Medienerfahrungen zu erweitern und sich für eigene geschichtsjournalistische Praxisprojekte anregen zu lassen, auf welch unterschiedli¬che Weisen dem Publikum Historisches vermittelt werden kann. Neben Dokumentarfilmen werden wir uns auch Podcasts und anderen digitalen Formaten zuwenden. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie hier jeweils eine Geschichte gefunden und erzählt wird, was sich über den Umgang mit historischen Quellen feststellen lässt, wie (fehlende) Bilder inszeniert oder in unseren Köpfen evoziert werden, ob eine Darstellung multiperspektivisch angelegt ist, die Deutung dem Einzelnen überlassen bleibt und die Standortgebundenheit historischer Erfahrungen und Erinnerungen reflektiert wird.
Praxis Geschichtsjournalismus ⇑
Seminar mit integrierter Übung.
Projektmodul ⇑
Mit selbst gestalteter Arbeit am eigenen Projekt (LV 3).


