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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 17: Grunddisziplinen der Musikwissenschaft (03 BA Mus 17)
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 17: Grunddisziplinen der Musikwissenschaft (03 BA Mus 17)

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Zu belegen sind LV1 und LV2 ("Musik in der Geschichte")!

 

 
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[Vl] Einführung in die Musiksoziologie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, PV, 1. Sem  |  MP Ba, PV, 1. Sem  |  mL1,2,3,5, WPV, 1. Sem (novelliert), 3-5. Sem. (nicht novelliert)  |  GuK MW Ba, PV, 1. Sem  |  GuK MP Ba, PV, 1. Sem  |  Psy BSc, WPV, 3./5. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Vorlesung gibt einen Überblick zu folgenden Themenbereichen: Standortbestimmung d. Fachs ‚Musiksoziologie‘ als wissenschaftliche Disziplin, Methoden, Klassische Konzeptionen u. Forschungspersönlichkeiten, Musikkultur u. Medientechnologie, Musiker in der Gesellschaft, Musik in Ritualen, Liturgien u. Religionen, Musik, Macht u. Zensur, Musik u. Gender, Musikwirtschaft u. öffentliches Musikleben, Kommunikation, Interaktion u. Rollen beim Musizieren, musikalische Sozialisation, Musikgeschmack u. Musikpräferenzen, Populäre Musik u. Jugendkulturen, Empirische Publikumsforschung, Musik im Rahmen v. Kulturkontakt u. Kulturaneignung.

2. Literatur: Adorno, T.W.: Einleitung in die Musiksoziologie. 12 theoretische Vorlesungen. 9. Aufl. Frankfurt/M. 1996; Blaukopf, K.: Was ist Musiksoziologie? Ausgewählte Texte. Frankfurt/M. 2010; Blaukopf, K.: Musik im Wandel der Gesellschaft. Grundzüge der Musiksoziologie. 2., erw. Aufl. Darmstadt 2009; Bühl, W.L.: Musiksoziologie. Bern u.a. 2004; DeNora, T.: After Adorno: rethinking music sociology. Cambridge 2003; Dowd, T.J.: This issue is devoted to sociology of music: sounds, songs, and society. Thousand Oaks 2005; Hargreaves, D.J./North, A.C. (Hg.): The social psychology of music. Oxford u.a. 1997; Horsfall, S./Meij, J.-M./Probstfield, M.D. (Hg.): Music sociology: Examining the role of music in social life. Boulder 2013; Inhetveen, K.: Musiksoziologie in der Bundesrepublik Deutschland. Eine kritische Bestandsaufnahme. Opladen 1997; Kaden, C.: Musiksoziologie. Wilhelmshaven 1985; Kaden, C./Mackensen, K. (Hg.): Soziale Horizonte von Musik. Ein kommentiertes Lesebuch zur Musiksoziologie. Kassel u.a. 2006; Kalisch, V. (Hg.): Musiksoziologie. Laaber 2016; la Motte-Haber, H. de/Neuhoff, H. (Hg.): Musiksoziologie. Laaber 2007; Mackensen, K./Bullerjahn, C.: Musiksoziologie. Einführung. Baden-Baden 2025; Martin, P.J.: Sounds and society. Themes in the sociology of music. Manchester u.a. 1995; Matras, J.: On Counter-Enlightenment, Existential Irony, and Sanctification. Essays in the Sociology of Western Art Musics. Boston 2021; North, A.C./Hargreaves, D.J.: The social and applied psychology of music. Oxford 2008; Rummenhöller, P.: Einführung in die Musiksoziologie. 4. Aufl. Wilhelmshaven 1999; Scott, D.B.: Music, culture and society: a reader. Oxford 2000; Shepherd, J.: Music as social text. Cambridge 1991; Shepherd, J./Devine, K. (Hg.): The Routledge reader on the sociology of music. New York u.a. 2015; Silbermann, A.: The sociology of music. London 1998; Smudits, A. (Hg.): Roads to Music Sociology. Wiesbaden 2019; Weber, M.: Die rationalen und soziologischen Grundlagen der Musik. Berlin 2021; Zehentreiter, F.: Ästhetische Praxis. Aspekte einer Musiksoziologie nach Adorno. Frankfurt/M. 2017.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme, Leistungsschein: bestandene Klausur

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: Studierende des novellierten Lehramts: zusätzlicher Besuch der Übung zur Einführung in wissenschaftliches Arbeiten erforderlich (Essay von 3–5 Seiten); sonstige Studierende: keine


[Si] Aufzeichnen, Editieren, (Ab)Spielen. Musikalische Speichermedien, Notationssysteme und Steuerungstools von der Notenschrift über die Piano Roll bis zum Sequencer
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

Musik ist eine Kulturtechnik, die eng an mediale Möglichkeiten der Aufzeichnung, Editierbarkeit und Wiedergabe/Performance gebunden ist. Über viele Jahrhunderte hinweg hat es höchst unterschiedliche Ansätze und Verfahren gegeben, um Musik bzw. Klang aufzuzeichnen oder als Signal übertrag- und bearbeitbar zu machen. Ob es sich dabei um mittelalterliche Modalnotation, Tabulaturen oder moderne Notenschrift, um Steuerungsbefehle für mechanische Instrumente, Sequenzer oder Sampler, um analog-phonographische Verfahren des Plattenschnitts oder der Tonbandaufzeichnung oder um digitale Soundfiles oder das Schreiben einer MIDI-Spur handelt: jedem dieser Aufzeichnungssysteme liegen spezifische mediale Bedingungen zugrunde, mit denen musikalische Ereignisse codiert, programmiert, prozessiert/(aus)gelesen und wiedergegeben/übertragen werden. In all diesen Fällen wird Musik auf eine bestimmte Weise medial formatiert (d.h. handhabbar gemacht und operationalisiert), indem sie in ein System aus Zeichen, Signalen oder Codes übersetzt wird. Diese Formate prägen wiederum die musikalische Praxis und schreiben sich in kompositorische, performative und produktionstechnische Möglichkeiten ein (auf dem Notenpapier „komponiert“ und „denkt“ man Musik grundlegend anders als bei der Arbeit mit einer DAW).
Das Seminar wird ein Schlaglicht auf unterschiedliche mediale Formate werfen, die von der klassischen Notenschrift bis zu analogen und digitalen Möglichkeiten der technischen Klangaufzeichnung und Klangsteuerung reichen. Wir erarbeiten uns medientheoretische Konzepte und methodische Perspektiven, mit denen die Medialität von Musik beschrieben und analysiert werden kann. Anhand von ausgewählten Stücken und Musikbeispielen vergegenwärtigen wir uns spezifische Musikkonzepte, Praktiken und Ästhetiken, die mit unterschiedlichen medialen Formaten verbunden sind.

2. Literatur:
Ahlers, Michael / Jörissen, Benjamin / Donner, Martin & Wernicke, Carsten (Hg.). 2022. MusikmachDinge im Kontext. Forschungszugänge zur Soziomaterialität von Musiksoziologie.
Fabian, Alan & Ismaiel-Wendt, Johannes (Hg.). 2018. Musikformulare und Presets. Musikkulturalisierung und Technik/Technologie. Hildesheim: Olms.
Krämer, Sybille, Cancik-Kirschbaum & Totzke, Rainer (Hg.). 2012. Schriftbildlichkeit. Wahrnehmbarkeit, Materialität und Operativität von Notationen. Berlin: Akademie-Verlag.
Rehding, Alexander, Gundula Kreuzer, Peter McMurray, Sybille Krämer, and Roger Moseley. 2017. „Discrete/Continuous: Music and Media Theory after Kittler“. Journal of the American Musicological Society 70, no. 1: 221–256.
Saxer, Marion (Hg.). 2016. Spiel (mit) der Maschine. Musikalische Medienpraxis in der Frühzeit von Phonographie, Selbstspielklavier, Film und Radio. Bielefeld: transcript.
Schuiling, Floris & Payne, Emily (Hg.) (2022). Material Cultures of Music Notation. New Perspectives on Musical Inscription. London: Routledge.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; optional mit Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen


[Si] Deutsch-deutsche Geschichte der populären Musik bis zur Gegenwart. Pop in der DDR, BRD und im wiedervereinigten Deutschland
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar setzt in der Nachkriegszeit mit der Geschichte des geteilten Deutschlands an und arbeitet sich bis in die Zeit des wiedervereinigten Deutschlands und der Gegenwart vor. Wir beschäftigen uns zum einen mit den gesellschaftlichen Umständen, in denen sich populäre Musikformen sowohl in der DDR als auch in der BRD entfalteten und blicken auf hegemoniale Zuschreibungen und Ideologien, mit denen populäre Musik in den unterschiedlichen politischen Systemen unweigerlich verflochten war. Zudem werden diverse musikalische Praktiken von einschlägigen Modetänzen bis hin zu Aspekten der Musikproduktion beleuchtet, ebenso wie die lebensweltlichen Bezüge einzelner Genres wie Beat, (Kraut)Rock, Soul, Disco, Neuer Deutscher Welle, Hip-Hop/Deutschrap, EDM/Techno, Indierock und Deutschpop. Darüber hinaus werden einzelne ästhetische Strategien im Klang, Performance und Lyrics herausgearbeitet, mit denen spezifische Artikulationen und Problematisierungen deutscher bzw. nationaler Identität vorgenommen wurden.

2. Literatur
Ahlers, Michael & Jacke, Christoph, eds. 2017. Perspectives on German Popular Music. New York: Routledge.
Lipp, Florian. 2021. Punk und New Wave im letzten Jahrzehnt der DDR. Akteure – Konfliktfelder – musikalische Praxis. Münster: Waxmann.
Mrozek, Bodo. 2019. Jugend. Pop. Kultur. Eine transnationale Geschichte. Berlin: Suhrkamp.
Rauhut, Michael & Peter, Beate (Hg.). 2022. Popular Music History 14/2. Special Issue: „Narrating Popular Music Histories of the GDR: A Critical Reflection of Approaches, Sources and Methods“.
Schiller, Melanie. 2018. Soundtracking Germany. Popular Music and National Identity. London: Rowman & Littlefield.
Seibt, Oliver / Ringsmut, Martin & Wickström, David-Emil (Hg). 2021. Made in Germany: Studies in Popular Music. New York: Routledge.
Simmeth, Alexander. 2016. Krautrock transnational. Die Neuerfindung der Popmusik in der BRD, 1968–1978. Bielefeld: transcript.
Spiritova, Mareka & Trummer, Manuel (Hg.). 2023. Pop the Nation. Die Nation als Ressource und Argument in Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung. Münster: Waxmann.
Völker, Florian. 2023. Kälte-Pop. Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Popmusik-Exports. Berlin: De Gruyter.
Zaddach, Wolf-Georg. 2018. Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken. Bielefeld: transcript

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; optional mit Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Vl] Kultur- und Mediengeschichte der populären Musik 1950-1990
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

Diese Überblicksveranstaltung führt in einschlägige Genres, Medientechnologien und soziokulturelle Dynamiken, die mit der Geschichte der populären Musik von 1945 bis 1990 verbunden sind. Der Fokus wird primär auf die USA und Großbritannien gelegt, globale Entwicklungen werden punktuell gestreift. Ziel ist es, Entwicklungen in der populären Musik unter Berücksichtigung medientechnischer, politischer, ökonomischer und sozialer Aspekte zu durchleuchten. Die in der Vorlesung behandelten kultur- und mediengeschichtlichen Gesichtspunkte sollen wesentliche Orientierungen liefern, um die Entstehung spezifischer Genres wie Rock’n’Roll, Beat, Folk, Soul, Psychedelic, Progressive und Glam Rock, Disco, Punk, New Wave und Hip-Hop zu erschließen. Der Blick auf Praktiken der Musikproduktion und die dabei zum Einsatz kommenden technischen Geräte und Instrumente versetzt in die Lage, Klangästhetiken und Stilmittel der populären Musik nahe an ihren medialen Entstehungsbedingungen rekonstruieren zu können. Der Blick auf gesellschaftliche/politische Verhältnisse und Diskurse wiederum legt eine Perspektive frei, mit der sich machtkritische Fragen zur performativen Aushandlung und Verkörperung von sozialen Normen bezüglich Race, Class, Gender und Sexuality stellen lassen. In dieser Hinsicht wird die Vorlesung populäre Musikformen auch als Aushandlungsraum kultureller Wertemuster und Hegemonien thematisieren. Durch die Kombination musikwissenschaftlicher mit kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektiven ist die Vorlesung interdisziplinär angelegt.

Literatur
Garofalo, Rebee & Waksman, Steve. Rockin‘ Out. Popular Music in the USA. New York: Pearson.
Popular Music History. Equinox Publishing.
Schmidt Horning, Susan 2013: Chasing Sound. Technology, Culture and the Art of Studio Recording from Edison to the LP. Baltimore: John Hopkins University Press.
Starr, Larry & Waterman, Christopher 2014: American Popular Music. From Minstrelsy to MP3. New York: Oxford University Press,

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme und Prüfungsleistung. Genaueres wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[H Si] Kurt Weill: Komponist in zwei Musikkulturen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, o Sem  |  mL1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, PV, oSem  |  GuK MP Ba, PV, 0Sem  |  Psy BSc, WPV, 3./5. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem

Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Kurt Weill hat bei seinen Musiktheaterstücken häufig eine sozialkritische Position eingenommen.

Kommentar:

1. Zum Thema: Ein Großteil der Musik Kurt Weills ist von US-Amerikanischer Musik geprägt, jedoch gibt es nur wenige Komponisten, die eine Außen- und Innensicht gewinnen konnten. Ein weiteres Merkmal von Weill sind die von ihm gewählten sozialkritischen Themen und die Vielzahl an Kooperationspartnern (u.a. Maxwell Anderson, Marc Blitzstein, Bertolt Brecht, Yvan Goll, Paul Hindemth, Georg Kaiser, Lotte Lenya, Caspar Neher, Franz Werfel). Das Seminar wird seinen Schwerpunkt auf das Musiktheaterwerk von Weill legen (u.a. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Die Dreigroschenoper, Der Jasager, Johnny Johnson, Lady in the Dark, Der Lindberghflug, Lost in the Stars, One Touch of Venus, Royal Palace, Die sieben Todsünden, Street Scene, Der Zar lässt sich photographieren), das neben Opern und Musicals auch Songspiele, Oratorien, ein gesungenes Ballett und Radiohörspiele umfasst.

2. Literatur: Baumgartner, M.: Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck. Hildesheim 2012; Block, G.: Enchanted Evenings. The Broadway Musical from Showboat to Sondheim and Lloyd Webber. New York 2009; Böker, U./Detmers, I./Giovanopoulos, A.-C. (Hg.): John Gay’s The Beggar’s Opera, 1728–2004. Adaptations and Re-Writings. Amsterdam/New York 2006; Chiesa, L. (Hg.): Resonances against Fascism. Modernist and Avant-Garde Sounds from Kurt Weill to Black Lives Matter. Albany 2024; Crawford, D.L.: Windfall of Musicians. Hitler’s Emigres and Exiles in Southern California. New Haven 2009; Fischer, M./Jost, C. (Hg.), Amerika-Euphorie – Amerika-Hysterie. Populäre Musik made in USA in der Wahrnehmung der Deutschen 1914–2014. Münster 2017; Graber, N.: Kurt Weill’s America. New York 2021; Graber, N./Rizzuti, M. (Hg.): The Works of Kurt Weill: Transformations and Reconfigurations in 20th-Century Music. Turnhout 2023: Grosch, N. (Hg.): Novembergruppe 1918. Studien zu einer interdisziplinären Kunst für die Weimarer Republik. Münster 2018; Haas, M.: Music of Exile: The Untold Story of the Composers Who Fled Hitler. New Haven/London 2023; Hinton, S.: Kurt Weills Musiktheater. Vom Songspiel zur American Opera. Berlin 2023; Juchem, E.: Kurt Weill und Maxwell Anderson. Neue Wege zu einem amerikanischen Musiktheater, 1938–1950. Stuttgart/Weimar 2000; Katz, P.: The Partnership. Brecht, Weill, Three Women, and Germany on the Brink. New York 2015; Mücke, P.: Musikalischer Film – Musikalisches Theater. Medienwechsel und szenische Collage bei Kurt Weill. Münster 2011; McClung, B.D.: Lady in the Dark. Biography of a Musical. Oxford 2007; O’Leary, J.: The Middlebrow Musical: Between Broadway and Opera in 1940s America. New York 2025; Schmid, R.: Weill, Blitzstein, and Bernstein. A Study of Influence. Rochester 2023; Shin, H.: Kurt Weill, Berlin und die zwanziger Jahre. Sinnlichkeit und Vergnügen in der Musik. Würzburg 2002; Wackers, R.: Dialog der Künste: Die Zusammenarbeit von Kurt Weill und Yvan Goll: Die Zusammenarbeit von Kurt Weill & Yvan Goll. Münster 2004; Weill, K.: Musik und musikalisches Theater. Gesammelte Schriften. Mit einer Auswahl von Gesprächen und Interviews. Mainz: Schott 2000; Weiss, S./Schebera, J. (Hg.): Street Scene. Der urbane Raum im Musiktheater des 20. Jahrhunderts. Münster 2006

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- sowie L2- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlich ausgearbeiteter (Film-) Musikanalyse, Hausarbeit oder Forschungsprojekt.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


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