JLU Gie�en
Diese Seite drucken   
Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 17: Grunddisziplinen der Musikwissenschaft (03 BA Mus 17)
Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

Einfache Suche. Wählen Sie erst aus, ob Sie in Veranstaltungen oder Lehrenden suchen wollen.

Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 17: Grunddisziplinen der Musikwissenschaft (03 BA Mus 17)

Veranstaltungen

Zu belegen sind LV1 und LV2 ("Musik in der Geschichte")!

 

 
Veranstaltungen filtern
 
Legende

 
[Si] Beethovens Symphonien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L3, WPV, 1./2. Sem  |  L2,5, WPV, 5./6. Sem  |  L3, WPV, 4. Sem  |  L3, PV, 7./8. Sem  |  L3, WPV, 5./6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 2.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 3.-6. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  AMW Ma, PV, 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-4. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem  |  ATW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Das Seminar ist gleichzeitig eine Vertiefung der Inhalte aus „Formenlehre (Analyse I)“ und anwendungsorientierte Einführung in die Musiktheorie. Anstelle eines kaum zu leistenden geschichtlichen Überblicks über die Vielfalt musiktheoretischer Ansätze beschäftigen wir uns exemplarisch mit William E. Caplins Theorie formaler Funktionen. Dabei versuchen wir einerseits, Caplins Ansatz analytisch anhand von Ludwig van Beethovens symphonischen Werk nachzuvollziehen. Andererseits fragen wir uns aber auch, inwiefern unsere Einzelanalysen für eine Kritik oder Modifikation der Theorie fruchtbar gemacht werden können – wir arbeiten also genuin musiktheoretisch. Darüber hinaus soll das Seminar dazu einladen, sich vertieft mit klingender Musikgeschichte auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme wird ein vorheriger Abschluss der Veranstaltungen „Satzlehre/Satzanalyse I“ und „Formenlehre (Analyse I)“ dringend empfohlen.

Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L1-WP-3b, LV 1
03-mus-L2/L5-P-3c, LV 2
03-mus-L3-WP-5a, LV 2
03-mus-L3-WP-5b, LV 2
03-mus-L3-P-6, LV 2


[Vl] Kultur- und Mediengeschichte der populären Musik, 1890-1930
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem

Kommentar:

1. Zum Thema: Die Vorlesung führt in die populären Musikformen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein. Besondere Berücksichtigung finden mediale und kulturelle Zusammenhänge in Nordamerika und Europa. Einen Schwerpunkt bilden das Aufkommen und die Verbreitung von bspw. Ragtime, Jazz, Kabarett/Musiktheater-Songs, Country und Blues (sowie der allgemeine Aufstieg von „Black Music“ im globalen Norden). Dieser wird verzahnt mit dem zweiten Schwerpunkt, der sich auf die Performancepraktiken und Ökonomie in Inszenierungsformaten des Musiktheaters (Vaudeville, Musical Comedies, Cabaret, Revuen) und technische Medien (Tonträger, Player Pianos, frühes Radio und früher Tonfilm) richtet. Exkurse in den globalen Süden erfolgen anhand einzelner Beispiele. Ziel ist es, die Geschichte populärer Musik im Kontext der damaligen Entstehung einer modernen Unterhaltungsindustrie, Freizeit- und Massenkultur zu begreifen und gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Hegemonien in Bezug auf die klangliche und visuelle Inszenierung von Identitäten und Körpern (Race, Gender, Queerness, Class) zu durchleuchten, was durch einzelne Songbeispiele und Filmausschnitte geschehen wird.

2. Literatur:
Abbott, Lynn & Seroff, Doug 2007: Ragged but Right. Black Traveling Shows, „Coon Songs,“ and the Dark Pathway to Blues and Jazz. Jackson: University of Mississippi. Brooks, Tim 2005: Lost Sounds. Blacks and the Birth of the Recording Industry 1890-1919. Urbana: University of Illinois. Brown, Jayna 2008: Babylon Girls. Black Women Performers and the Shaping of the Modern. Durham: Duke University Press. Chude-Sokei, Louis. 2006. The Last „Darky“. Bert Williams, Black-on-Black Minstrelsy, and the African Diaspora. Durham: Duke University Press. Dolan, Brian. 2009. Inventing Entertainment. The Player Piano and the Origins of an American Musical Industry. Lanham: Rowman & Littlefield. Erenberg, Lewis A. 1981. Steppin' Out. New York Nightlife and the Transformation of American Culture, 1890-1930. Westport: Greenwood. Hamm, Charles. 1997. Irving Berlin. Songs from the Melting Pot. The Formative Years, 1907-1914. New York, Oxford: Oxford University Press. Kenney, William Howland. 1999. Recorded Music in American Life. The Phonograph and Popular Memory, 1890-1945. New York: Oxford University Press. Kibler, M. Alison 1999: Rank Ladies. Gender and Cultural Hierarchy in American Vaudeville. Chapell Hill: University of North Carolina Press. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Lotz, Rainer E. 1997. Black People. Entertainers of African Descent in Europe, and Germany. Bonn: Birgit Lotz Verlag. Millard, Andre. 2005. America on Record. A History of Recorded Sound. Cambridge: Cambridge University Press. Milner, Greg. 2009. Perfecting Sound Forever. The Story of Recorded Music. London: Granta. Schmidt Horning, Susan. 2013. Chasing Sound: Technology, Culture, and the Art of Studio Recording from Edison to the LP. Baltimore: Johns Hopkins University Press. Starr, Larry & Waterman, Christopher. 2003. American Popular Music. From Minstrelsy to MTV. New York: Oxford University Press. Suisman, David. 2009. Selling Sounds. The Commercial Revolution in American Music. Cambridge: Harvard University Press. Tawa, Nicholas E. 1990. The Way to Tin Pan Alley. American Popular Song, 1866-1910. New York: Schirmer Books. Wipplinger, Jonathan O. 2017. The Jazz Republic. Music, Race, and American Culture in Weimar Germany. Ann Arbor: University of Michigan Press.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Leistungsschein: bestandene Klausur

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4.7 – Erwerb notwendiger Kenntnisse zur Förderung nachhaltiger Entwicklung für alle Lernenden
Kulturorchester bzw. Opernhäuser müssen im Zusammenhang mit ihrer langfristigen Existenzsicherung auch angesichts gesellschaftlicher Veränderungen mit Audience Building bzw. Audience Development reagieren. Dabei kann beispielsweise auf Publikumsschwund mit Musikvermittlung bzw. Konzertpädagogik und neuartige Konzertformate reagiert werden, um über hochwertige Bildung nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch bei Erwachsenen die Voraussetzungen für den ästhetischen Genuss dieser Formate zu schaffen und neue Publikumssegmente zu gewinnen. Herausforderungen bilden nicht nur die zunehmend eingeschränkte öffentliche Finanzierung, sondern auch ökologische Erwägungen im Zusammenhang mit größeren Festivals jedes Musikstils mit internationaler Reichweite, die größere Reisetätigkeiten und Unterkünfte im Zusammenhang des Festivaltourismus erfordern.

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. Abingdon/New York 2023; Baym, N.K.: Playing to the Crowd. Musicians, Audiences, and the Intimate Work of Connection. New York 2018; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.): Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Emerson, G.: Audience Experience and Contemporary Classical Music. Negotiating the Experimental and the Accessible in a High Art Subculture. Abingdon/New York 2023; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Green, B.: Peak Music Experiences: A New Perspective on Popular Music, Identity and Scenes. London 2022; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kahle, I.: Populärkultur und sozialökologische Transformation. Potenziale einer reflexiven Nachhaltigkeitskultur auf Musikfestivals. Wiesbaden 2022; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Mayer, T.E.: Der Bernstein-Effekt – Klassikstars als Musikvermittler für Jugendliche. Eine exemplarische Untersuchung. Mainz 2017; Müller, Achim/Siebenhaar, Klaus: Stadt – Theater – Publikum. Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023 Niedersächsische Staatstheater Hannover. Berlin 2023; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Müller-Brozović, I.: Das Konzert als Resonanzraum. Resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Bielefeld 2024; Müller-Brozovic, I./Weber, B.B.: Das Konzertpublikum der Zukunft. Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft. Bielefeld 2022; Petri-Preis, A./Voit, J. (Hg.): Handbuch Musikvermittlung – Studium, Lehre, Berufspraxis. Bielefeld 2023; Pirchner, A.: The Apparatus is Present – Zur Verbindung von Experiment und Konzert in der Musikforschung. Bielefeld 2026; Pitts, S.E./Price, S.M.: Understanding Audience Engagement in the Con-temporary Arts. Abingdon/New York 2021; Rademacher, W.: Jenseits der Konzertsäle. Klassische Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900. Stuttgart 2023; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Schmidt, N.: Das medialisierte Konzert. Zur Repräsentation und Inszenierung von Kunstmusik in den audiovisuellen Medien. Bielefeld 2025; Schwanse, U.: »Wann gehen wir wieder ins Familienkonzert?« Eine empirische Längsschnittstudie über die Erfolgsfaktoren einer langfristigen Kooperation von Konzertveranstalter und Grundschulen. Berlin/Münster 2020; Siebenhaar, K.: Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft. Berlin 2025; Smith, N.T./Peters, P./Molina, K. (Hg.): Classical Music Futures. Practices of Innovation. Cambridge 2024; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de