Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Lehramtsstudiengänge - Politik und Wirtschaft (L2, L3, L5) ab Wintersemester 2023/24
Veranstaltungen
Modul 1: Demokratie und Politik in Deutschland ⇑
A1: Vorlesung ⇑
A2: Proseminar ⇑
A3: Übung ⇑
[Ü] Der Bildungspolitik auf der Spur 1
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Bildungspolitik? Jede Person kann sich etwas darunter vorstellen, und jede Person hat ihre eigene politische Einstellung dazu. In unserem Seminar möchten wir jedoch genau beleuchten, was Bildungspolitik eigentlich ist und wie sie in Hessen sowie in Gießen organisiert wird. Als eine der letzten großen Souveränitäten der Bundesländer bietet die Bildungspolitik die Möglichkeit, unterschiedliche Konzepte innerhalb der gesamten Bundesrepublik miteinander zu vergleichen.
Außerdem möchten wir mit Politiker:innen zu diesem Thema ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund ist bereits jetzt ein Besuch des Hessischen Landtags mit anschließendem Gespräch mit der Gießener Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Nina Heidt-Sommer, am 21.05.2026 ab 14:00 Uhr geplant. Diese Exkursion gilt als reguläre Sitzungszeit.
Ich freue mich auf Sie und auf spannende Debatten!
[Ü] Der Bildungspolitik auf der Spur 2
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Bildungspolitik? Jede Person kann sich etwas darunter vorstellen, und jede Person hat ihre eigene politische Einstellung dazu. In unserem Seminar möchten wir jedoch genau beleuchten, was Bildungspolitik eigentlich ist und wie sie in Hessen sowie in Gießen organisiert wird. Als eine der letzten großen Souveränitäten der Bundesländer bietet die Bildungspolitik die Möglichkeit, unterschiedliche Konzepte innerhalb der gesamten Bundesrepublik miteinander zu vergleichen.
Außerdem möchten wir mit Politiker:innen zu diesem Thema ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund ist bereits jetzt ein Besuch des Hessischen Landtags mit anschließendem Gespräch mit der Gießener Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Nina Heidt-Sommer, am 21.05.2026 ab 14:00 Uhr geplant. Diese Exkursion gilt als reguläre Sitzungszeit.
Ich freue mich auf Sie und auf spannende Debatten!
[Ü] Kommunalpolitik
Das praxisnahe Blockseminar bietet Einblicke in die kommunalpolitische Ebene, ihre Entscheidungsprozesse sowie die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus wird die Rolle der Parteien in der politischen Willensbildung beleuchtet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Kommunalwahlen im März dieses Jahres in Hessen. Wir analysieren die Wahlergebnisse sowie die daraus entstandenen Mehrheiten und Koalitionen.
Ergänzend zu den theoretischen Blockseminaren finden Exkursionen zu den konstituierenden Sitzungen des Stadtparlaments Gießen und des Kreistags des Landkreises Gießen statt.
Das Seminar richtet sich an alle, die die lokale Demokratie besser verstehen möchten.
[Ü] Sozialpolitik
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil II, Haus G, Raum G001 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, Haus G, Raum G001 | ||
KURSBESCHREIBUNG
Diese Übung bietet eine Einführung in die Politikfeldanalyse am Gegenstand des deutschen Sozialstaatsarrangements. Dafür beleuchten wir Aufgaben und Ziele, Institutionen und Akteure sowie Geschichte, Entwicklung und gegenwärtige Herausforderungen des deutschen Wohlfahrtsstaates und setzen ihn in den internationalen Vergleich. Darauf aufbauend wenden wir uns den konkreten sozialstaatlichen Programmen der Bundesrepublik zu. Dazu zählen die klassischen Sozialversicherungen (Rente, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pflege, Unfall), aber auch beispielsweise das BAföG, das Bürgergeld oder familien- und geschlechterpolitische Programme.
ANFORDERUNGEN (STUDIENLEISTUNG)
- Regelmäßige (das heißt: min. 50% der Sitzungen) und aktive Teilnahme an den Sitzungen
- Lektüre der deutschsprachigen Grundlagentexte (ca. 20 Seiten pro Sitzung, über Stud.IP zur Verfügung gestellt)
- Impulsreferat (15 Minuten, unbenotet)
- Ausfüllen eines Peer-Feedback-Bogens zu einem anderen studentischen Impulsreferat (unbenotet)
Hinweis: Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Vorlesungswoche.
Modul 2: Institutionen, Konfliktfelde, soziale Bewegungen ⇑
A1: Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Mediensoziologie
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 | ||
Es gibt viele gute Gründe, unsere heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse als mediale Lebensverhältnisse zu bezeichnen. Wir daten uns mittels Online-Plattformen, fragen ChatBots, ob sie auch mal lügen, lassen uns Musik von einem Algorithmus vorschlagen, lassen über potenzielle Elfmeter einen VAR entscheiden, bestellen unser Essen online und geben unseren schriftlichen Leistungsnachweis im digitalen Seminar an der Universität als PDF über eine Plattform ab. Wenn wir von medialen Lebensverhältnissen sprechen, so ist damit gemeint, dass es keine Bereiche des sozialen Lebens gibt, die in ihrer Wirklichkeit nicht durch Prozesse der medial-digitalen Kommunikation modifiziert wären. Die tiefgreifenden Transformationen unseres Alltags im Zuge der Digitalisierung unterstreichen das besondere Verhältnis aus medialem und sozialem Wandel und fordern ein erneuertes und reflexiveres Verständnis der ‚Realität der Medien‘ ein. Der Erforschung dieses Wechselspiels hat sich die Mediensoziologie verschrieben. Ihre Grundfrage lautet: Wie und auf welche Weise prägen Medien die Verfassung unserer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit? Dieses ‚Wie‘ im Detail zu beschreiben und zu verstehen ist Ziel dieser Vorlesung. Sie führt in die Mediensoziologie ein und stellt die zentralen Theorien, Konzepte und Forschungsfelder vor.
Die Vorlesung ist in drei Blöcke gegliedert: Der erste Block führt in die „Grundlagen der Mediensoziologie“ ein (u.a. Medienbegriff, Kommunikation, Öffentlichkeit, den Metaprozess der Mediatisierung und die aktive Rezeption) sowie in die unterschiedlichen, z.T. auch gegensätzlichen, theoretischen Konzeptionen des Verhältnisses von Medien und sozialer Wirklichkeit (vom ‚radikalen Konstruktivismus‘ bis hin zu einem ‚realistischen Konstruktivismus‘). Daran knüpft der zweite Block an, der grundlegende „Konzepte der Mediensoziologie“ vorstellt, auch um diese im Hinblick auf den digitalen Wandel zu befragen und zu modifizieren (u.a. Kulturindustriethese, Faktizität, Identität, die Algorithmisierung des Alltags). Im dritten Block werden dann die ‚empirischen Forschungsfelder der Mediensoziologie‘ auf der Ebene der Medienproduktion, der Medienprodukte und der Medienrezeption, einschließlich möglicher Methoden, vorgestellt. Die Vorlesung entwickelt jede Sitzung am Beispiel von spezifischen Fällen aus der medialen Gegenwart: Filmen, Memes, Selfies, Serien, Deepfakes, TikToks, Postings, Games, Installationen, Nachrichten und Dokumentationen, so dass die Untersuchungsgegenstände der Mediensoziologie in der Vorlesung stets präsent bleiben.
A2: Proseminar ⇑
[Si/P] Selbstbestimmte Lehre: Respekt
Block mit Exkursion im September
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr | Phil 2, Haus E, Raum 002 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil 2, Haus E, Raum 002 | ||

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Seminare der „Selbstbestimmten Lehre“ erfordern ein hohes Maß an Engagement, Reflektion und Motivation, eigen Seminarinhalte sowie Strukturen zu entwickeln. Daher wird an dieser Stelle nicht näher auf konkrete Inhalte eingegangen. Wir treffen uns, diskutieren und entscheiden gemeinsam, wie wir das Seminar zum Thema Respekt gestalten. Nur ein Hinweis/Vorschlag: es gibt ein neues Büchlein von Byung Chun Han zum Thema Respekt, dass ich gerne gemeinsam mit euch lesen würde. Alles Weitere in den ersten Sitzungen – das kann nur mit eurer Beteiligung gelingen.
A3: Seminar ⇑
[Si] (New) Black Cinema
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E 002 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Ausgehend von der Annahme, dass Film zur gesellschaftlichen Selbstverständigung beiträgt, widmet sich dieses Seminar dem (New) Black Cinema. Dazu nehmen wir eine dezidiert filmsoziologische Perspektive ein und analysieren von Klassikern des afroamerikanischen Kinos – etwa Filmen von Spike Lee oder Julie Dash, bis hin zu zeitgenössischen Filmen wie Moonlight, Queen & Slim oder auch Blood & Sinners – wie gesellschaftliche Machtverhältnisse im Hinblick auf Race, Class and Gender filmisch verhandelt und ästhetisch reflektiert werden.
Das Seminar gliedert sich in vier Teile: (1.) Grundlagen der Filmsoziologie, (2.) Filmgeschichte des (New) Black Cinema, (3.) soziologische Grundlagen zu Identität, Critical Whiteness und Intersektionalität sowie schließlich (4.) methodische Grundlagen zur soziologischen Filmanalyse.
[Si] #reclaimthetruth. Fakt und Fiktion in der postdigitalen Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||
Deepfakes, Desinformation und die Ubiquität von LLMs prägen den Alltag digitalisierter Gesellschaften, in welchem Wissen, Information und Wahrheit zunehmend unter Rechtfertigungsdruck geraten. Obwohl die Fragilität dieser Großbegriffe schon lange bekannt ist, erscheint sie heute problematischer denn je. Begriffe wie Postfaktizität und Postdigitalität stellen auf eine Gegenwart ab, in der Fakt und Fiktion, Schein und Sein, Lüge und Wahrheit neu verhandelt werden – manche Konzepte geben eine Grenze zwischen Fakt und Fiktion sogar völlig auf. Hier setzt das Proseminar an: Worauf zielen diese Diagnosen ab? Und was bedeutet es für demokratische Gesellschaften, wenn Wirklichkeit zur Ansichtssache wird? Wie verändern digitale Medien die Produktion von Faktizität? Wann kippt Fiktion in Desinformation? Wie lässt sich Wahrheit demokratisch verteidigen?
Das Seminar untersucht aus mediensoziologischer Perspektive das Verhältnis von medialer und sozialer Wirklichkeit unter digitalen Bedingungen. Es gliedert sich in drei Abschnitte: (1) Grundlagen der Mediensoziologie; (2) Begriffsarbeit zu Wahrheit, Wirklichkeit, Postfaktizität, Öffentlichkeit; (3) Ästhetik und Politik digitaler Phänomene (Analysen von Deepfakes, Memes, Bots, Chats, Reals).
[Si] Climate Change & Society in Botswana & South Africa
According to the IPCC, Southern Africa is among those regions worldwide, most vulnerable to climate change impact. Consequences can be observed already by drought, extreme weather, etc., in many parts seasons are shifting with consequences to agriculture, water security and modes of sociation. Climate change is not just one of the most urgent environmental challenges of our time. As anthropogenic climate change, it emerges from economic, political, and social conditions. It is thus impacting on social institutions, cultural self-understanding, and political and economic development. This class traces the social and cultural dimension of climate change with focus on Botswana and South Africa, two societies in the Southern African region that struggle with the diverse impact of climate change. The class will refer to the expertise of various guest speakers from collaborating universities in the region.
[Si] Democratic Development in Times of Migration and Mobility

SDG 16.3 – Rechtsstaatlichkeit auf nationaler und internationaler Ebene und gleichberechtigter Zugang zur Justiz
This seminar deepens the insights of the preceding project and enlarges the geographical scope of migration and democratic development beyond Germany and Türkiye by including developments in Italy and Spain as well. While the previous seminar investigated the nexus between migration and health, this seminar focuses particularly on the interrelations between migration and democratic development. It addresses the question of how migrants in European countries influence democratic developments both in their countries of residence and in their countries of origin. In a comparative perspective, we explore how democratic development interacts with cross border mobility, civic participation, and public discourse.
Through conceptual and comparative discussions, the seminar examines how migrants, diasporas, and the broader public participate in redefining democratic values and practices across Europe and its neighbourhood. Particular attention will be given to migration related debates in Germany, such as discussions on the transformation of urban space and the so called “Stadtbild” debate, as well as to debates in Italy and Spain concerning asylum governance, migration management, and public negotiation processes around migration policies.
The seminar aims to deepen students’ understanding of the connections between migration, peace, and democratic development. It contributes to a better understanding of European migration and integration policies while strengthening intercultural competences and English language skills of students, particularly regarding key concepts and terminologies related to migration, democracy, and civic participation.
[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts) (AfK-Nr.: 407/408)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 4 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.
Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.
[Si] SDG 2 und die Governance nachhaltiger Ernährungssysteme
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E 104 | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||

Die Umsetzung des zweiten globalen Nachhaltigkeitsziels (SDG 2/ Zero Hunger) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist nicht auf Kurs. Um weltweit Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung zu erreichen sowie eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, besteht erheblicher gesellschaftspolitischer Transformationsbedarf. Die Veranstaltung fokussiert auf die Governance nachhaltiger Ernährungssysteme. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie die Governance nachhaltiger Ernährungssysteme im Rahmen von SDG 2 normativ und institutionell ausgerichtet wird und welche gesellschaftspolitischen Debatten und Akteure diese Prozesse prägen. Anhand sozialwissenschaftlicher Forschungsperspektiven und ausgewählter Fallbeispiele werden unterschiedliche Governance-Formen und Dynamiken nachhaltiger Ernährungssysteme analysiert und vergleichend diskutiert. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Literatur wird vorausgesetzt.
Modul 3: Grundlagen der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitik ⇑
A1: Vorlesung ⇑
A2: Proseminar ⇑
A3: Seminar ⇑
[Si] Geld und Währung
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
[Si] Grundlagen der Sozialpolitik
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 08.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Das Seminar umfasst einen einführenden historischen und theoretischen Teil sowie eine praktische Übersicht über wesentliche Elemente der deutschen Sozialpolitik. Zunächst werden die Entwicklungslinien des Sozialstaats nachvollzogen, seine politischen und rechtlichen Grundlagen beleuchtet und in die aktuelle Verfassung der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung eingebettet. Im weiteren Verlauf werden exemplarisch die wesentlichen Instrumente der Sozialpolitik vorgestellt, ihre rechtliche Grundlage beleuchtet und ihre politische Dimension analysiert. Insofern liefert die Veranstaltung einen multiperspektivischen Blick auf das Thema mit rechts- und politikwissenschaftlichen wie volkswirtschaftlichen Betrachtungen.
Ziel des Seminares ist es, den Teilnehmern sowohl politisch wie in Grundzügen juristisch einen breiten Überblick über die deutsche Sozialpolitik zu liefern sowie didaktische Hinweise für die Vermittlung; als Nebennutzen der Veranstaltung können sich praktische Hinweise der Inanspruchnahme der Instrumente ergeben. Das Seminar soll damit den Teilnehmern Strukturen und Rechtsgrundlagen vermitteln, aber auch in die Lage versetzen, die gegenwärtigen Entscheidungen politisch einordnen zu können.
[Si] Wirtschaftskrisen (A)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Modul 4: Internationale Beziehungen ⇑
A1: Vorlesung ⇑
A2: Proseminar ⇑
A3: Seminar ⇑
[Si] Die UN: Möglichkeiten und Grenzen des internationalen Konfliktmanagement
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Im Seminar werden die Ursachen politischer Konflikte analysiert und zentrale Theorien der Friedens- und Konfliktforschung vorgestellt. Wie der Titel bereits verrät, stehen vor allem innerstaatliche Konflikte in der MENA-Region im Mittelpunkt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheiten zur Entstehung und Eskalation von Konflikten beitragen. Während einige Theorien individuelle Deprivation als Hauptursache betrachten, zeigen neuere Ansätze, dass strukturelle Benachteiligungen ganzer Gruppen eine zentrale Rolle spielen. Politische Ausschlussmechanismen, wirtschaftliche Marginalisierung oder ungleiche kulturelle Anerkennung können Protestbewegungen, Rebellionen oder anhaltende Gewalt begünstigen – unabhängig davon, ob es sich um ethnische, religiöse oder ideologische Konflikte handelt.
Die MENA-Region bietet zahlreiche empirische Fallstudien, um die Dynamiken innerstaatlicher Konflikte zu analysieren. Der Bürgerkrieg in Syrien, der anhaltende Konflikt im Jemen sowie die politischen Krisen im Libanon und im Irak sind einige der Fallbeispiele, die im Seminar behandelt werden.
Leistungsanforderungen: Referat + Ausarbeitung
[Si] Die US-Außenpolitik und das langsame Ende des Westens
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Im Seminar erfolgt zunächst eine problemorientierte Einführung, inwiefern der Wandel in der liberalen Weltordnung, der Populismus bzw. geopolitische Veränderungen die Rahmenbedingungen für US-Amerikanische Außenpolitik beeinflussen. Die Theoriephase umfasst zudem eine systematische Behandlung der Außenpolitikanalyse. Das Seminar behandelt innenpolitische und externe Einflussfaktoren auf die US-amerikanische Außenpolitik und legt dabei den Schwerpunkt auf die US-Außenpolitik der 2010er und 2020er Jahre. Unter Bezugnahme auf aktuelle Beispiele wird u.a.. analysiert, wie die liberale Weltordnung durch die US-Außenpolitik bewertet wird, welche Perspektiven sich im Kontext der Trump-Regierung für Global Governance und grundlegende globale Normen und Institutionen (z.B. liberaler Welthandel, Menschenrechtspolitik, Klimapolitik, territoriale Souveränität) ergeben, bzw. welche Zukunft die vom Westen geschaffenen Organisationen und Bündnisse für Sicherheit und Frieden (z.B. NATO) haben werden. In diesem Zusammenhang soll auch untersucht werden, welchen Beitrag die USA zur Friedenssicherung in aktuellen Konflikten leistet (z.B. Ukraine, Iran). Leistungsanforderungen: Referat + Ausarbeitung. Die Teilnahme am Referat ist Voraussetzung für die Zulassung zur benoteten Ausarbeitung. Es wird eine Anwesenheitsliste geführt und aktive und regelmäßige Teilnahme sind sehr erwünscht.
Modul 5: (Östliches) Europa - internationale Integration, nationale und internationale Systeme ⇑
A1: Vorlesung ⇑
A2: Proseminar ⇑
A3: Seminar ⇑
[Si] Deutschland und Polen im Vergleich
Modul 6: Medien, Politik und Kultur (L2 und L5) ⇑
A1: Vorlesung ⇑
[Vl] Kämpfe um Öffentlichkeit: Demokratie, Medien, Intersektionalität
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal | ||
ACHTUNG: Die Vorlesung beginnt am 20. April 2026
Öffentlichkeit ist und war historisch stets umkämpft - gleichzeitig stellen Debatten und Auseinandersetzungen um Ein- und Ausschlüsse in den Raum "Öffentlichkeit" einen zentralen Grundpfeiler von modernen (liberalen) Demokratien dar.
Diese Vorlesung rekonstruiert die historische Genese "moderner Öffentlichkeit", gibt einen Einblick in politikwissenschaftliche Analysen zur demokratiepolitischen Bedeutung von Medien als Infrastruktur von Öffentlichkeit und führt in aktuell umkämpfte Themen wie Hassrede, Fake News, rechtspopulistische Medienstrategien und digitale Diskriminierung aus einer intersektionalen, ungleichheitstheoretischen und machtkritischen Perspektive ein.
A2: Übung ⇑
[Ü] Digitale Transformation und Zukunft der Arbeit: Politische und soziale Implikationen von KI
Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend als strategische Schlüsselressource des 21. Jahrhunderts verstanden. Im globalen Wettbewerb der Nationen steht sie ganz oben auf der politischen Agenda. Staaten weltweit investieren nicht nur massiv in Infrastruktur, Daten, Halbleiter und Talente, sondern entwickeln zugleich umfassende regulatorische Rahmenwerke. KI gilt dabei als entscheidender Faktor für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, geopolitische Macht und technologische Souveränität und ist damit zentraler Bestandteil von Industrie-, Sicherheits- und Gesellschaftspolitik. Zugleich hat KI tiefgreifende soziale und ökonomische Auswirkungen. Sie verändert Arbeitsmärkte durch Automatisierung und Transformation von Tätigkeiten, verschiebt Qualifikationsanforderungen und beeinflusst Einkommens- und Machtverhältnisse. Die zentrale Frage lautet, wie Produktivitätsgewinne genutzt und soziale Risiken – etwa Arbeitsplatzverluste oder wachsende Ungleichheit – abgefedert werden können. Das Seminar analysiert KI als politisch-ökonomische Strukturveränderung und diskutiert insbesondere ihre Bedeutung für die Zukunft der Arbeit, technologische Souveränität sowie die gesellschaftliche Gestaltung technologischen Wandels. KI wird dabei im Kontext weiterer Schlüsseltechnologien wie Cloud-Computing, Halbleitern, Quantencomputing, Biotechnologie und Robotik betrachtet, um ihre Rolle in umfassenden technologischen Transformationsprozessen einzuordnen.
[Ü] Politik und Kunst
| regelmäßiger Termin ab 19.05.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 104 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 104 | ||
Mit vorheriger Absprache unter angepasster Leistung als Seminar (LV3/A3) belegbar.
[Ü] Populäre Musik(er:innen) und Politik
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
KURSBESCHREIBUNG
Die Übung widmet sich aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive der komplexen Beziehung zwischen Politik und populären Musiker:innen unterschiedlicher Musikstile. Zu Beginn der Vorlesungszeit widmen wir uns dafür zunächst den für den Untersuchungsgegenstand maßgeblichen Kernkonzepten. Im weiteren Verlauf werden diese theoretischen Zugänge im Rahmen studentischer Impulsreferate an eigenständig ausgewählten Beispielen angewandt und diskutiert.
ANFORDERUNGEN (STUDIENLEISTUNG)
- Regelmäßige (das heißt: min. 50% der Sitzungen) und aktive Teilnahme an den Sitzungen
- Lektüre der deutschsprachigen Grundlagentexte (ca. 20 Seiten pro Sitzung, über Stud.IP zur Verfügung gestellt)
- Impulsreferat (15 Minuten, unbenotet)
- Ausfüllen eines Peer-Feedback-Bogens zu einem anderen studentischen Impulsreferat (unbenotet)
Hinweis: Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Vorlesungswoche.
A3: Blockseminar ⇑
[Ü] Politik und Kunst
| regelmäßiger Termin ab 19.05.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 104 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 104 | ||
Mit vorheriger Absprache unter angepasster Leistung als Seminar (LV3/A3) belegbar.
Modul 6: Medien, Politik und Kultur (L3) ⇑
A1: Vorlesung ⇑
[Vl] Kämpfe um Öffentlichkeit: Demokratie, Medien, Intersektionalität
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal | |
| nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal | ||
ACHTUNG: Die Vorlesung beginnt am 20. April 2026
Öffentlichkeit ist und war historisch stets umkämpft - gleichzeitig stellen Debatten und Auseinandersetzungen um Ein- und Ausschlüsse in den Raum "Öffentlichkeit" einen zentralen Grundpfeiler von modernen (liberalen) Demokratien dar.
Diese Vorlesung rekonstruiert die historische Genese "moderner Öffentlichkeit", gibt einen Einblick in politikwissenschaftliche Analysen zur demokratiepolitischen Bedeutung von Medien als Infrastruktur von Öffentlichkeit und führt in aktuell umkämpfte Themen wie Hassrede, Fake News, rechtspopulistische Medienstrategien und digitale Diskriminierung aus einer intersektionalen, ungleichheitstheoretischen und machtkritischen Perspektive ein.
A2: Übung ⇑
[Ü] Digitale Transformation und Zukunft der Arbeit: Politische und soziale Implikationen von KI
Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend als strategische Schlüsselressource des 21. Jahrhunderts verstanden. Im globalen Wettbewerb der Nationen steht sie ganz oben auf der politischen Agenda. Staaten weltweit investieren nicht nur massiv in Infrastruktur, Daten, Halbleiter und Talente, sondern entwickeln zugleich umfassende regulatorische Rahmenwerke. KI gilt dabei als entscheidender Faktor für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, geopolitische Macht und technologische Souveränität und ist damit zentraler Bestandteil von Industrie-, Sicherheits- und Gesellschaftspolitik. Zugleich hat KI tiefgreifende soziale und ökonomische Auswirkungen. Sie verändert Arbeitsmärkte durch Automatisierung und Transformation von Tätigkeiten, verschiebt Qualifikationsanforderungen und beeinflusst Einkommens- und Machtverhältnisse. Die zentrale Frage lautet, wie Produktivitätsgewinne genutzt und soziale Risiken – etwa Arbeitsplatzverluste oder wachsende Ungleichheit – abgefedert werden können. Das Seminar analysiert KI als politisch-ökonomische Strukturveränderung und diskutiert insbesondere ihre Bedeutung für die Zukunft der Arbeit, technologische Souveränität sowie die gesellschaftliche Gestaltung technologischen Wandels. KI wird dabei im Kontext weiterer Schlüsseltechnologien wie Cloud-Computing, Halbleitern, Quantencomputing, Biotechnologie und Robotik betrachtet, um ihre Rolle in umfassenden technologischen Transformationsprozessen einzuordnen.
[Ü] Politik und Kunst
| regelmäßiger Termin ab 19.05.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 104 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 104 | ||
Mit vorheriger Absprache unter angepasster Leistung als Seminar (LV3/A3) belegbar.
[Ü] Populäre Musik(er:innen) und Politik
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
KURSBESCHREIBUNG
Die Übung widmet sich aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive der komplexen Beziehung zwischen Politik und populären Musiker:innen unterschiedlicher Musikstile. Zu Beginn der Vorlesungszeit widmen wir uns dafür zunächst den für den Untersuchungsgegenstand maßgeblichen Kernkonzepten. Im weiteren Verlauf werden diese theoretischen Zugänge im Rahmen studentischer Impulsreferate an eigenständig ausgewählten Beispielen angewandt und diskutiert.
ANFORDERUNGEN (STUDIENLEISTUNG)
- Regelmäßige (das heißt: min. 50% der Sitzungen) und aktive Teilnahme an den Sitzungen
- Lektüre der deutschsprachigen Grundlagentexte (ca. 20 Seiten pro Sitzung, über Stud.IP zur Verfügung gestellt)
- Impulsreferat (15 Minuten, unbenotet)
- Ausfüllen eines Peer-Feedback-Bogens zu einem anderen studentischen Impulsreferat (unbenotet)
Hinweis: Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Vorlesungswoche.
A3: Blockseminar ⇑
[Ü] Politik und Kunst
| regelmäßiger Termin ab 19.05.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 104 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 104 | ||
Mit vorheriger Absprache unter angepasster Leistung als Seminar (LV3/A3) belegbar.
Modul 7: Theorien und Methoden der Sozialwissenschaften ⇑
A1: Vorlesung ⇑
A2: Proseminar ⇑
A3: Seminar ⇑
[Si] Politik - Macht - Geschlecht
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 119 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
Warum ist Deutschland auch mehr als 100 Jahre nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts von einer geschlechterparitätischen Besetzung von politischen Institutionen (z.B. Bundestag, Länderparlamente) und Ämtern (z.B. Bürgermeister*innen, Minister*innen) entfernt? Warum sind Forderungen nach Gleichstellung - trotz ihrer Verankerung im Grundgesetz - so umkämpft? Warum beobachten wir seit einigen Jahren einen zunehmenden sogenannten "gender voting gap" bei der Wahl von rechten und linken Parteien? Was haben vermeintlich "private" Phänomene, wie z.B. Haus- und Pflegearbeit, häusliche und sexualisierte Gewalt, mit Politik, Demokratie und dem Staat zu tun? Warum attackieren autoritäre Regime und anti-demokratische Bewegungen Frauenrechte, reproduktive Rechten und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt? Inwieweit ist Politik immer Geschlechterpolitik, d.h. inwieweit werden Vorstellungen über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse transportiert und mobilisiert?
Dieses Seminar führt entlang dieser Fragen in verschiedene Perspektiven auf das Verhältnis von Politik und Geschlecht ein. Auf der Basis von Ansätzen aus dem Bereich der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und Demokratieforschung werden wir insbesondere auch den (demokratischen) 'Staat‘ und seine vergeschlechtlichte Geschichte, Strukturen und Effekte in den Blick nehmen: Wie und in welcher Weise fungiert(e) Geschlecht als Kategorie des Ausschlusses (z.B. vom Wahlrecht) oder der Normierung (z.B. im Hinblick auf körperliche, sexuelle, geschlechtliche Selbstbestimmung)? Welche Rolle spielt Geschlecht in politischen (Demokratie-)Theorien (z.B. Rousseau)? Welche Relevanz hat Geschlecht für die Analyse aktueller politischer Strukturen und Institutionen (z.B. der Zusammensetzung des Parlaments) oder Kommunikationsformen (z.B. Wahlkämpfe von Politiker*innen). Wie lässt sich das Verhältnis von Politik, Macht und Geschlecht theoretisch fassen und konzeptuell erklären?
Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur eigenständigen Textlektüre und zur kooperativen Zusammenarbeit in Gruppen wird vorausgesetzt. Weitere Informationen zum Semesterprogramm und zu den Prüfungsleistungen werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.
[Si] Standardisierte Befragungen von Schüler*innen
Im ersten Teil des Seminars lernen die Teilnehmenden anhand von Praxisbeispielen den typischen Ablauf einer standardisierten Datenerhebung mit Schüler*innen sowie die dabei zu berücksichtigenden Herausforderungen und Schwierigkeiten kennen. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Erstellung eines an den Entwicklungsstand der zu befragenden Kinder angepassten Erhebungsinstruments. Im zweiten Teil des Seminars werden die Teilnehmenden in Gruppenarbeit eigene Befragungsprojekte mit Schüler*innen sowie entsprechende Erhebungsinstrumente konzipieren.
Modul 8: Einführung in die Didaktik der politischen Bildung ⇑
A1: Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Didaktik der politischen Bildung
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus B 030 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus B 030 | ||
Die Vorlesung gibt einen Überblick über Entwicklung, zentrale Fragestellungen, Konzeptionen, Geschichte, Kontroversen und Perspektiven der Didaktik der politischen Bildung in Deutschland.
Einführende Literatur
- Achour, Sabine/Busch, Matthias/Meyer-Heidemann, Christian /Massing, Peter (Hrsg.) (2020): Wörterbuch Politikunterricht. Frankfurt/M.
- Autorengruppe Fachdidaktik (2016): Was ist gute politische Bildung? Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Schwalbach/Ts.
- Autorengruppe Sozioökonomische Bildung (2019): Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht. Schwalbach/Ts.
- Chehata, Y./Eis, A./Lösch, B./Schäfer, S./Schmitt, S./Thimmel, A./Wohnig, A.(Hrsg.) (2023): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M.
- Engartner, T./Hedtke, R./Zurstrassen, B. (2021): Sozialwissenschaftliche Bildung. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft. Paderborn.
- May, Michael /Hameister, Ilka Maria (2025): Konzeptionen der politischen Bildung. Originale und Kommentare. Frankfurt/M.
- Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2016): Positionen der politischen Bildung 2. Schwalbach/Ts.
- Sander, Wolfgang/Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2022): Handbuch politische Bildung. 5. Aufl. Bonn.
A2: Seminar ⇑
[Si] Einführung in die Didaktik der politischen Bildung (A)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 207 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 207 | ||
Das Seminar begleitet die Einführungsvorlesung des Moduls M08 und vertieft die Auseinandersetzung mit den fachdidaktischen Grundlagen der politischen Bildung. Den Seminarplan und die zugehörige Literatur sowie weitere Informationen zur Seminarorganisation erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.
Literatur:
- Achour, Sabine/Busch, Matthias/Meyer-Heidemann, Christian /Massing, Peter (Hrsg.) (2020): Wörterbuch Politikunterricht. Frankfurt/M.
- Autorengruppe Fachdidaktik (2016): Was ist gute politische Bildung? Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Schwalbach/Ts.
- Autorengruppe Sozioökonomische Bildung (2019): Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht. Schwalbach/Ts.
- Chehata, Y./Eis, A./Lösch, B./Schäfer, S./Schmitt, S./Thimmel, A./Wohnig, A.(Hrsg.) (2023): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M.
- Engartner, T./Hedtke, R./Zurstrassen, B. (2021): Sozialwissenschaftliche Bildung. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft. Paderborn.
- May, Michael /Hameister, Ilka Maria (2025): Konzeptionen der politischen Bildung. Originale und Kommentare. Frankfurt/M.
- Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2016): Positionen der politischen Bildung 2. Schwalbach/Ts.
- Sander, Wolfgang/Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2022): Handbuch politische Bildung. 5. Aufl. Bonn.
[Si] Einführung in die Didaktik der politischen Bildung (B)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Das Seminar begleitet die Einführungsvorlesung des Moduls M08 und vertieft die Auseinandersetzung mit den fachdidaktischen Grundlagen der politischen Bildung. Den Seminarplan und die zugehörige Literatur sowie weitere Informationen zur Seminarorganisation erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.
Die folgenden Werke bieten eine gute Orientierung für die gesamte Lehramtsausbildung:
* Achour, Sabine / Frech, Siegfried / Massing, Peter / Strassner, Veit (2020): Methodentraining für den Politikunterricht, Neuaufl.
* Gessner, Susann / Klingler, Philipp (2020): Politische Bildung. Fachunterricht planen und gestalten
* Sander, Wolfgang (2022): Handbuch politische Bildung, 5.Aufl.
* Achour, Sabine/Busch, Matthias/Meyer-Heidemann, Christian /Massing, Peter (Hrsg.): Wörterbuch Politikunterricht, Frankfurt/M
* Autorengruppe Fachdidaktik (2016): Was ist gute politische Bildung? Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Autorengruppe Sozioökonomische Bildung (2019): Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2016): Positionen der politischen Bildung 2. Schwalbach/Ts.
* Widmaier, Benedikt/Overwien, Bernd (Hrsg.) (2013): Was heißt heute Kritische politische Bildung? Schwalbach/Ts.
* Cehata, Yasmine/Eis, Andreas/Lösch, Bettina/Schäfer, Stefan/Schmitt, Sophie/Thimmel, Andreas/Trumann, Jana/Wohnig, Alexander (2024): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M.
[Si] Einführung in die Didaktik der politischen Bildung (C)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
| nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 | ||
Das Seminar begleitet die Einführungsvorlesung des Moduls M08 und vertieft die Auseinandersetzung mit den fachdidaktischen Grundlagen der politischen Bildung. Den Seminarplan und die zugehörige Literatur sowie weitere Informationen zur Seminarorganisation erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.
Die folgenden Werke bieten eine gute Orientierung für die gesamte Lehramtsausbildung:
* Achour, Sabine / Frech, Siegfried / Massing, Peter / Strassner, Veit (2020): Methodentraining für den Politikunterricht, Neuaufl.
* Gessner, Susann / Klingler, Philipp (2020): Politische Bildung. Fachunterricht planen und gestalten
* Sander, Wolfgang (2022): Handbuch politische Bildung, 5.Aufl.
* Achour, Sabine/Busch, Matthias/Meyer-Heidemann, Christian /Massing, Peter (Hrsg.): Wörterbuch Politikunterricht, Frankfurt/M
* Autorengruppe Fachdidaktik (2016): Was ist gute politische Bildung? Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Autorengruppe Sozioökonomische Bildung (2019): Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2016): Positionen der politischen Bildung 2. Schwalbach/Ts.
* Widmaier, Benedikt/Overwien, Bernd (Hrsg.) (2013): Was heißt heute Kritische politische Bildung? Schwalbach/Ts.
* Cehata, Yasmine/Eis, Andreas/Lösch, Bettina/Schäfer, Stefan/Schmitt, Sophie/Thimmel, Andreas/Trumann, Jana/Wohnig, Alexander (2024): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M.
[Si] Einführung in die Didaktik der politischen Bildung (D)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Das Seminar begleitet die Einführungsvorlesung des Moduls M08 und vertieft die Auseinandersetzung mit den fachdidaktischen Grundlagen der politischen Bildung. Den Seminarplan und die zugehörige Literatur sowie weitere Informationen zur Seminarorganisation erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.
Die folgenden Werke bieten eine gute Orientierung für die gesamte Lehramtsausbildung:
* Achour, Sabine / Frech, Siegfried / Massing, Peter / Strassner, Veit (2020): Methodentraining für den Politikunterricht, Neuaufl.
* Gessner, Susann / Klingler, Philipp (2020): Politische Bildung. Fachunterricht planen und gestalten
* Sander, Wolfgang (2022): Handbuch politische Bildung, 5.Aufl.
* Achour, Sabine/Busch, Matthias/Meyer-Heidemann, Christian /Massing, Peter (Hrsg.): Wörterbuch Politikunterricht, Frankfurt/M
* Autorengruppe Fachdidaktik (2016): Was ist gute politische Bildung? Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Autorengruppe Sozioökonomische Bildung (2019): Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht. Schwalbach/Ts.
* Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2016): Positionen der politischen Bildung 2. Schwalbach/Ts.
* Widmaier, Benedikt/Overwien, Bernd (Hrsg.) (2013): Was heißt heute Kritische politische Bildung? Schwalbach/Ts.
* Cehata, Yasmine/Eis, Andreas/Lösch, Bettina/Schäfer, Stefan/Schmitt, Sophie/Thimmel, Andreas/Trumann, Jana/Wohnig, Alexander (2024): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M.
Modul 10: Methoden und Medien politischer Bildung ⇑
Seminar 1 ⇑
[Si] Fritz Bauer und die Ausschwitzprozesse. Politisches Lernen mit Biografien
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 119 | |
| nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
20. Dezember 1963: In Frankfurt am Main beginnt der erste Auschwitz-Prozess. Für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Vernichtungslagern war dies ein Meilenstein. Die Bevölkerung war jedoch gespalten: Wollten einige lieber einen Schlussstrich ziehen oder waren gar daran interessiert, dass ihre eigenen Taten nicht aufgearbeitet werden, sahen andere in den Auschwitz-Prozessen die Möglichkeit, die noch junge westdeutsche Demokratie durch die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit zu stärken – so z.B. der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. In Frankfurt trafen unterschiedlichste Biografien aufeinander: Ankläger, Beschuldigte und Überlebende. Das Seminar verfolgt die These, dass Biografien ein großes Potential für die politisch-historische Bildungsarbeit haben; auch, um prägende historische Ereignisse für Gegenwartsfragen in Politik und Gesellschaft weiter zu denken.
Geplant ist eine (freiwillige) Exkursion nach Frankfurt als außerschulischen Lernort mit Bezug zu den Auschwitz-Prozessen und dem Wirken Fritz Bauers.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines (Kurz-)Referates. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Horn, Sabine (2008): „Am 20. Dezember 1963 blickt die Welt nach Frankfurt“. Der Auschwitz-Prozess in der Zeitungsberichterstattung. In: Geschichte lernen 21, Heft 124. S. 52-57.
Messerschmidt, Astrid (2024): Kritische politische Bildung nach Auschwitz. In: Chehata, Yasmine/Eis, Andreas/Lösch, Bettina/Schäfer, Stefan/Schmitt, Sophie/Thimmel, Andreas/Trumann, Jana/Wohnig, Alexander (Hg.): Handbuch Kritische Politische Bildung. Frankfurt/M. S. 31-39.
Partetzke, Marc/Haug, Dennis (2011): Person und Krise. Zur Nutzung von (Auto-) Biographien und Krisen als politikdidaktische Ansätze. In: Eis, Andreas (Hg.): Politik kulturell verstehen. Politische Kulturforschung in der Politikdidaktik. Festschrift für Carl Deichmann zum 65. Geburtstag. Schwalbach/Ts. S. 153-162.
Steinke, Ronen (2015): Fritz Bauer. Oder Auschwitz vor Gericht. München.
Taler, Conrad (2024): Asche auf vereisten Wegen. Berichte vom Auschwitz-Prozess. Köln.
[Si] Politische Bildung durch Musik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Musik und Politik haben zahlreiche überschneidende Felder. Musik kann der Stabilisation von Herrschaft dienen, sie kann Sprachrohr von Kritik und Emanzipation sein, sie ist identitätsstiftend für Jugendkulturen und kann den sozialen Status der Musik Hörenden sowie Machenden verdeutlichen.
Der erste Teil des Seminars behandelt zunächst die Frage, unter welchen Umständen die Produktion und Rezeption von Musik Erkenntnisgewinne befördern oder aber auch soziale Schließung hervorbringen können. Danach werden Perspektiven von Musik, musikalischen Biografien und Jugendkulturen für die politische Bildung betrachtet.
Im zweiten Teil des Seminars werden Lehr-/Lernprodukte zur politischen Medienbildung bzw. zur Rolle von Musik in der politischen Bildung produziert. Die Produkte richten sich an (angehende) politische Bildner*innen, die im Anschluss veröffentlicht werden können.
Der zweite produktorientierte Teil des Seminars findet in Kooperation mit dem Seminar „Politische Bildung durch Social Media“ (Korn), teilweise in gemeinsamen Sitzungen statt. Abgeschlossen werden beide Seminare in einer gemeinsamen Veranstaltung, bei der die erstellten Produkte präsentiert werden. Die besten Produkte erhalten in diesem Zusammenhang einen kleinen Preis inklusive Preisgeld.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Beteiligung an einer eigenständigen Produktion zur politischen Medienbildung. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Besand, Anja (2020): Ist das noch/schon politische Bildung? Erkundungen im Überschneidungsfeld zwischen kultureller und politischer Bildung, in: Gloe, Markus/Oeftering, Tonio (Hg.): Politische Bildung meets Kulturelle Bildung, Baden-Baden, S. 47-58.
Kuhn, Hans-Werner (2021): Musik und Politik. Politisch-kulturelles Lernen als Zugang Jugendlicher zur Politik?! Hermeneutische Aspekte eines doppelten Zusammenhangs, in: Goll, Thomas/Friedrichs, Werner (Hg.): Politik in der Kunst – Kunst in der Politik. Zum Potential ästhetischer Zugänge zur Politik, Wiesbaden, S. 63-82.
Oeftering, Tonio (2020): Politische Musik und Politische Bildung, in: Gloe, Markus/Oeftering, Tonio (Hg.): Politische Bildung meets Kulturelle Bildung, Baden-Baden, S. 75-90.
Tellisch, Christin/Bossen, Anja (Hg.) (2020): Musikpädagogik als Beitrag zur Demokratiebildung, Potsdam.
[Si] Politische Bildung durch Social Media
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 207 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 207 | ||
Politische Bildung durch Social Media
Social Media ist aus dem Alltag junger Menschen, trotz staatliche verordneten Handyverboten, nicht wegzudenken. Sie sind Informationsquelle, Sozalisationsinstanz, Raum für politischen Organisation und Protest, demnach also relevant für politische Bildung. Das Seminar möchte der Frage nachgehen, inwiefern mediale Produktion und Rezeption zu politischer Analyse-, Urteils- und Handlungsfähigkeit beitragen kann. Dazu werden wir im ersten Teil des Seminars der Analyse medialer Produktion(-verhältnisse) und Beurteilung durch die Rezipient*innen widmen. Der zweite Zeil des Seminars widmet sich der Erstellung von medialen Lehr-/Lernprodukten. Wir widmen uns den mediendidaktischen Inhalten des Seminars also auch auf der Ebene der eigenen Produktion. Ziel ist die Erstellung von mediendidaktischen Lehr-/Lernarrangements für andere Student*innen, die im Anschluss entsprechend öffentlich gemacht werden können.
Der zweite produktorientierte Teil des Seminars findet in Kooperation mit dem Seminar „Politische Bildung durch Musik“ (Feldmann), teilweise in gemeinsamen Sitzungen statt. Abgeschlossen werden beide Seminare in einer gemeinsamen Veranstaltung, bei der die erstellten Produkte präsentiert werden. Die besten Produkte erhalten in diesem Zusammenhang einen kleinen Preis inklusive Preisgeld.
Lernziele:
* Die Student*innen erwerben mediensoziologisches Wissen zur Einordnung und Beurteilung von Produktion und Rezeption von Social Media / Musik
* Die Student*innen können unterschiedliche Medien didaktisch analysieren und unterrichtliche Verwendungsmöglichkeiten beurteilen
* Die Student*innen können exemplarische Medienprodukte für einen Lehr-/Lernkontext selbstständig herstellen sowie Erstellungsprozesse anleiten
Literatur
- Leistert, Oliver (2015): The kids are alright, but what about Face book? In. J. Othmer, A. Weich (Hrsg.), Medien – Bildung – Dispositive, Medienbildung und Gesellschaft 30, Wiesbaden: Springer
- Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2025): JIM-Studie 2025 Jugend, Information, Medien Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. https://mpfs.de/studie/jim-studie-2025/ (18.2.2026)
Prüfungsvoraussetzungen:
- Teilnahme an mind. 80 % der Proseminarsitzungen laut Studienordnung
- Absprache des Hausarbeitsthemas, i.d.R. in einer separaten Sprechstunde
- Abgabe von einem Exzerpt zur Basisliteratur des Seminars VOR der entsprechenden Sitzung
Modulabschließende Prüfung:
* Hausarbeit 15 Seiten
* Abgabe bis spätestens 30.9.2026
Seminar 2 ⇑
[Si] Fritz Bauer und die Ausschwitzprozesse. Politisches Lernen mit Biografien
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 119 | |
| nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
20. Dezember 1963: In Frankfurt am Main beginnt der erste Auschwitz-Prozess. Für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Vernichtungslagern war dies ein Meilenstein. Die Bevölkerung war jedoch gespalten: Wollten einige lieber einen Schlussstrich ziehen oder waren gar daran interessiert, dass ihre eigenen Taten nicht aufgearbeitet werden, sahen andere in den Auschwitz-Prozessen die Möglichkeit, die noch junge westdeutsche Demokratie durch die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit zu stärken – so z.B. der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. In Frankfurt trafen unterschiedlichste Biografien aufeinander: Ankläger, Beschuldigte und Überlebende. Das Seminar verfolgt die These, dass Biografien ein großes Potential für die politisch-historische Bildungsarbeit haben; auch, um prägende historische Ereignisse für Gegenwartsfragen in Politik und Gesellschaft weiter zu denken.
Geplant ist eine (freiwillige) Exkursion nach Frankfurt als außerschulischen Lernort mit Bezug zu den Auschwitz-Prozessen und dem Wirken Fritz Bauers.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines (Kurz-)Referates. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Horn, Sabine (2008): „Am 20. Dezember 1963 blickt die Welt nach Frankfurt“. Der Auschwitz-Prozess in der Zeitungsberichterstattung. In: Geschichte lernen 21, Heft 124. S. 52-57.
Messerschmidt, Astrid (2024): Kritische politische Bildung nach Auschwitz. In: Chehata, Yasmine/Eis, Andreas/Lösch, Bettina/Schäfer, Stefan/Schmitt, Sophie/Thimmel, Andreas/Trumann, Jana/Wohnig, Alexander (Hg.): Handbuch Kritische Politische Bildung. Frankfurt/M. S. 31-39.
Partetzke, Marc/Haug, Dennis (2011): Person und Krise. Zur Nutzung von (Auto-) Biographien und Krisen als politikdidaktische Ansätze. In: Eis, Andreas (Hg.): Politik kulturell verstehen. Politische Kulturforschung in der Politikdidaktik. Festschrift für Carl Deichmann zum 65. Geburtstag. Schwalbach/Ts. S. 153-162.
Steinke, Ronen (2015): Fritz Bauer. Oder Auschwitz vor Gericht. München.
Taler, Conrad (2024): Asche auf vereisten Wegen. Berichte vom Auschwitz-Prozess. Köln.
[Si] Politische Bildung durch Musik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
Musik und Politik haben zahlreiche überschneidende Felder. Musik kann der Stabilisation von Herrschaft dienen, sie kann Sprachrohr von Kritik und Emanzipation sein, sie ist identitätsstiftend für Jugendkulturen und kann den sozialen Status der Musik Hörenden sowie Machenden verdeutlichen.
Der erste Teil des Seminars behandelt zunächst die Frage, unter welchen Umständen die Produktion und Rezeption von Musik Erkenntnisgewinne befördern oder aber auch soziale Schließung hervorbringen können. Danach werden Perspektiven von Musik, musikalischen Biografien und Jugendkulturen für die politische Bildung betrachtet.
Im zweiten Teil des Seminars werden Lehr-/Lernprodukte zur politischen Medienbildung bzw. zur Rolle von Musik in der politischen Bildung produziert. Die Produkte richten sich an (angehende) politische Bildner*innen, die im Anschluss veröffentlicht werden können.
Der zweite produktorientierte Teil des Seminars findet in Kooperation mit dem Seminar „Politische Bildung durch Social Media“ (Korn), teilweise in gemeinsamen Sitzungen statt. Abgeschlossen werden beide Seminare in einer gemeinsamen Veranstaltung, bei der die erstellten Produkte präsentiert werden. Die besten Produkte erhalten in diesem Zusammenhang einen kleinen Preis inklusive Preisgeld.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Beteiligung an einer eigenständigen Produktion zur politischen Medienbildung. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Besand, Anja (2020): Ist das noch/schon politische Bildung? Erkundungen im Überschneidungsfeld zwischen kultureller und politischer Bildung, in: Gloe, Markus/Oeftering, Tonio (Hg.): Politische Bildung meets Kulturelle Bildung, Baden-Baden, S. 47-58.
Kuhn, Hans-Werner (2021): Musik und Politik. Politisch-kulturelles Lernen als Zugang Jugendlicher zur Politik?! Hermeneutische Aspekte eines doppelten Zusammenhangs, in: Goll, Thomas/Friedrichs, Werner (Hg.): Politik in der Kunst – Kunst in der Politik. Zum Potential ästhetischer Zugänge zur Politik, Wiesbaden, S. 63-82.
Oeftering, Tonio (2020): Politische Musik und Politische Bildung, in: Gloe, Markus/Oeftering, Tonio (Hg.): Politische Bildung meets Kulturelle Bildung, Baden-Baden, S. 75-90.
Tellisch, Christin/Bossen, Anja (Hg.) (2020): Musikpädagogik als Beitrag zur Demokratiebildung, Potsdam.
[Si] Politische Bildung durch Social Media
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 207 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 207 | ||
Politische Bildung durch Social Media
Social Media ist aus dem Alltag junger Menschen, trotz staatliche verordneten Handyverboten, nicht wegzudenken. Sie sind Informationsquelle, Sozalisationsinstanz, Raum für politischen Organisation und Protest, demnach also relevant für politische Bildung. Das Seminar möchte der Frage nachgehen, inwiefern mediale Produktion und Rezeption zu politischer Analyse-, Urteils- und Handlungsfähigkeit beitragen kann. Dazu werden wir im ersten Teil des Seminars der Analyse medialer Produktion(-verhältnisse) und Beurteilung durch die Rezipient*innen widmen. Der zweite Zeil des Seminars widmet sich der Erstellung von medialen Lehr-/Lernprodukten. Wir widmen uns den mediendidaktischen Inhalten des Seminars also auch auf der Ebene der eigenen Produktion. Ziel ist die Erstellung von mediendidaktischen Lehr-/Lernarrangements für andere Student*innen, die im Anschluss entsprechend öffentlich gemacht werden können.
Der zweite produktorientierte Teil des Seminars findet in Kooperation mit dem Seminar „Politische Bildung durch Musik“ (Feldmann), teilweise in gemeinsamen Sitzungen statt. Abgeschlossen werden beide Seminare in einer gemeinsamen Veranstaltung, bei der die erstellten Produkte präsentiert werden. Die besten Produkte erhalten in diesem Zusammenhang einen kleinen Preis inklusive Preisgeld.
Lernziele:
* Die Student*innen erwerben mediensoziologisches Wissen zur Einordnung und Beurteilung von Produktion und Rezeption von Social Media / Musik
* Die Student*innen können unterschiedliche Medien didaktisch analysieren und unterrichtliche Verwendungsmöglichkeiten beurteilen
* Die Student*innen können exemplarische Medienprodukte für einen Lehr-/Lernkontext selbstständig herstellen sowie Erstellungsprozesse anleiten
Literatur
- Leistert, Oliver (2015): The kids are alright, but what about Face book? In. J. Othmer, A. Weich (Hrsg.), Medien – Bildung – Dispositive, Medienbildung und Gesellschaft 30, Wiesbaden: Springer
- Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2025): JIM-Studie 2025 Jugend, Information, Medien Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. https://mpfs.de/studie/jim-studie-2025/ (18.2.2026)
Prüfungsvoraussetzungen:
- Teilnahme an mind. 80 % der Proseminarsitzungen laut Studienordnung
- Absprache des Hausarbeitsthemas, i.d.R. in einer separaten Sprechstunde
- Abgabe von einem Exzerpt zur Basisliteratur des Seminars VOR der entsprechenden Sitzung
Modulabschließende Prüfung:
* Hausarbeit 15 Seiten
* Abgabe bis spätestens 30.9.2026
Modul 11: Felder politischer Bildung ⇑
Seminar 1 ⇑
[Si] Handlung und Aktion in der politischen Bildung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 | ||
Mit einer Schulklasse eine Demonstration besuchen, mit Jugendlichen Banner gegen die AfD gestalten, mit Kindern Friedenslieder singen oder mit Schüler*innen Spenden sammeln – was davon ist zulässig und politikdidaktisch geboten?
„Sehen, Beurteilen, Handeln“ – so betitelte der Politikdidaktiker Wolfgang Hilligen bereits früh einen Dreischritt, der bis heute für die politische Bildung prägend ist. Zugleich ist eine erhebliche Unsicherheit zu beobachten, wenn es um die Frage geht, wie realpolitisch Handlungsorientierung in der politischen Bildung verstanden und ausgestaltet werden darf. Zusätzlich existieren neben unmittelbar politischem Engagement zahlreiche weitere Zugänge zu dem, was unter „Handlung“ oder „Aktion“ gefasst werden kann: etwa simulierte Handlungsformen oder Service-Learning-Konzepte, in denen Kinder und Jugendliche beispielsweise in sozialen Einrichtungen tätig sind und aus diesen Erfahrungen politische Lernprozesse abgeleitet werden sollen.
Im Seminar widmen wir uns unterschiedlichen Zugängen, wie Handlungsorientierung fachdidaktisch und unterrichtspraktisch gedacht werden kann und betrachten Möglichkeiten und Grenzen von politischer Aktion in der Schule.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie eine Übernahme eines Kurzreferates. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Emde, Oliver/Kaufmann, Nadine (2024): (Wie) packen wir’s an?! Selbstorganisierte Lern-/Handlungsräume im Umfeld der Klimagerechtigkeitsbewegung. In: Chehata, Yasmine et al. (Hg.): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M, S. 493-501.
Nonnenmacher, Frank (2011): Handlungsorientierung und politische Aktion in der schulischen politischen Bildung. Ursprünge, Grenzen und Herausforderungen. In: Widmaier, Benedikt/Nonnenmacher, Frank (Hrsg.): Partizipation als Bildungsziel, Politische Aktion in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts., S. 83-99.
Wohnig, Alexander (2017): Zum Verhältnis von sozialem und politischem Lernen. Eine Analyse von Praxisbeispielen politischer Bildung. Wiesbaden.
Seminar 2 ⇑
[Si] Handlung und Aktion in der politischen Bildung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 | ||
Mit einer Schulklasse eine Demonstration besuchen, mit Jugendlichen Banner gegen die AfD gestalten, mit Kindern Friedenslieder singen oder mit Schüler*innen Spenden sammeln – was davon ist zulässig und politikdidaktisch geboten?
„Sehen, Beurteilen, Handeln“ – so betitelte der Politikdidaktiker Wolfgang Hilligen bereits früh einen Dreischritt, der bis heute für die politische Bildung prägend ist. Zugleich ist eine erhebliche Unsicherheit zu beobachten, wenn es um die Frage geht, wie realpolitisch Handlungsorientierung in der politischen Bildung verstanden und ausgestaltet werden darf. Zusätzlich existieren neben unmittelbar politischem Engagement zahlreiche weitere Zugänge zu dem, was unter „Handlung“ oder „Aktion“ gefasst werden kann: etwa simulierte Handlungsformen oder Service-Learning-Konzepte, in denen Kinder und Jugendliche beispielsweise in sozialen Einrichtungen tätig sind und aus diesen Erfahrungen politische Lernprozesse abgeleitet werden sollen.
Im Seminar widmen wir uns unterschiedlichen Zugängen, wie Handlungsorientierung fachdidaktisch und unterrichtspraktisch gedacht werden kann und betrachten Möglichkeiten und Grenzen von politischer Aktion in der Schule.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie eine Übernahme eines Kurzreferates. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Emde, Oliver/Kaufmann, Nadine (2024): (Wie) packen wir’s an?! Selbstorganisierte Lern-/Handlungsräume im Umfeld der Klimagerechtigkeitsbewegung. In: Chehata, Yasmine et al. (Hg.): Handbuch kritische politische Bildung. Frankfurt/M, S. 493-501.
Nonnenmacher, Frank (2011): Handlungsorientierung und politische Aktion in der schulischen politischen Bildung. Ursprünge, Grenzen und Herausforderungen. In: Widmaier, Benedikt/Nonnenmacher, Frank (Hrsg.): Partizipation als Bildungsziel, Politische Aktion in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts., S. 83-99.
Wohnig, Alexander (2017): Zum Verhältnis von sozialem und politischem Lernen. Eine Analyse von Praxisbeispielen politischer Bildung. Wiesbaden.
Modul 12: Reflexionen über politische Bildung ⇑
Seminar 1 ⇑
[Si] Das Politische der Politiklehrkraft
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 | ||
28. Januar 1972: Die Ministerpräsidentenkonferenz beschließt den „Radikalenerlass“. In der Folge überprüften die Verfassungsschutzämter millionenfach, ob Angehörige des öffentlichen Dienstes ihren politischen Treuepflichten gegenüber dem Staat nachkommen. Es folgten tausende Disziplinarverfahren und Entlassungen, wovon die meisten Lehrkräfte waren. Heute, über 50 Jahre später, beschließen Bundesländer wieder, ähnliche Verfahren zu etablieren: Regelanfragen beim Verfassungsschutz, Extremismus-Checks, Fragebögen zur Verfassungstreue etc. Was macht das mit den Betroffenen und anderen Lehrkräften? Ändert sich dadurch die Art, wie über Politikunterricht gedacht wird oder gar der Unterricht selbst? Wird politische Bildung so angepasster, kritikloser, konturloser?
Wir beschäftigen uns mit den historischen Umständen und gegenwärtigen Trends. Außerdem befragen wir eine Betroffene des Radikalenerlasses, um Schlussfolgerungen für die politische Bildung sowie die Rollenerwartungen an Politiklehrkräfte zu generieren.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Erledigung von Aufgaben. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Feldmann, Dominik (2023): Demokratie trotz(t) Antiextremismus? Zur Bedeutung von Extremismusprävention für (Ent-) Demokratisierung und politische Bildung. Frankfurt a.M.
Friedrichs, Jan-Henrik (2018): „Was verstehen Sie unter Klassenkampf?“ Wissensproduktion und Disziplinierung im Kontext des „Radikalenerlasses“. In: Sozial.Geschichte Online. Heft 24.
Heinz-Jung-Stiftung (Hg.) (2019): Wer ist denn hier der Verfassungsfeind! Radikalenerlass, Berufsverbote und was von ihnen geblieben ist. Köln.
Jäger, Alexandra (2019): Auf der Suche nach „Verfassungsfeinden“. Der Radikalenbeschluss in Hamburg 1971-1978. Göt¬tingen.
Rigoll, Dominik (2013): Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extre¬mistenabwehr. 2. Auflage. Göttingen.
[Si] Emanzipation - eine politikdidaktische Leitidee
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Emanzipation als Befreiung aus Abhängigkeiten, Fremdbestimmung oder Unterdrückung ist ein zentraler Anspruch kritisch-emanzipatorischer politischer Bildung, wird jedoch in Theorie und Praxis unterschiedlich interpretiert und umgesetzt.
Im Seminar analysieren wir den Begriff der Emanzipation aus der Perspektive unterschiedlicher Denkschulen (kritische Gesellschaftstheorie, Bildungstheorie, Poststrukturalismus, kritische politische Bildung), die je eigene Zugänge zu Emanzipation im Kontext von Macht, Herrschaft, (Subjekt-)Bildung und sozialer Praxis aufzeigen. Wir fragen nach ihrer Aktualität und Relevanz und gehen insgesamt der Frage nach, was es heute heißen kann, Emanzipation als Leitidee politischer Bildung zu verstehen.
Das Seminar ist als Lektürekurs konzipiert und erfordert neben einer regelmäßigen Teilnahme die Bereitschaft zu intensiver Textlektüre, auch von Primärtexten.
Einführende Literatur:
• Hufer, K.-P. (2010). Emanzipation: Gesellschaftliche Veränderung durch Erziehung und politische Bildung – ein Rückblick auf eine nach wie vor aktuelle Leitidee. In B. Lösch & A. Thimmel (Hrsg.), Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. Schwalbach/Ts., S. 13-24
[Si] Was heißt Bildung in der politischen Bildung?
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 16:00 - 20:00 Uhr | Licher Straße 68 Raum 50 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50 | ||
Das Seminar fragt nach den bildungstheoretischen Grundlagen des Fachgebietes ‚Politische Bildung‘, das den Bezug zum Konzept der Bildung bereits im Namen trägt. Es will Wissen und Urteilsbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem zu folgenden Fragen fördern:
Auf welche Verständnisse von ‚Bildung‘ bezog sich die Didaktik der politischen Bildung im Lauf ihrer Entwicklung? Ist ‚Bildung‘ heute noch eine aktuelle Leitidee für die Schule? Wie lässt sich ‚Bildung‘ mit einem interkulturellen Blickwinkel verstehen? Wie kann schulischer Unterricht Bildung fördern, insbesondere im Fach Politik und Wirtschaft?
Die genauen Themen werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen.
Verbindliche Basisliteratur:
Sander, Wolfgang: Was heißt Bildung in der politischen Bildung? Frankfurt/M. 2026
Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
Seminar 2 ⇑
[Si] Das Politische der Politiklehrkraft
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 | ||
28. Januar 1972: Die Ministerpräsidentenkonferenz beschließt den „Radikalenerlass“. In der Folge überprüften die Verfassungsschutzämter millionenfach, ob Angehörige des öffentlichen Dienstes ihren politischen Treuepflichten gegenüber dem Staat nachkommen. Es folgten tausende Disziplinarverfahren und Entlassungen, wovon die meisten Lehrkräfte waren. Heute, über 50 Jahre später, beschließen Bundesländer wieder, ähnliche Verfahren zu etablieren: Regelanfragen beim Verfassungsschutz, Extremismus-Checks, Fragebögen zur Verfassungstreue etc. Was macht das mit den Betroffenen und anderen Lehrkräften? Ändert sich dadurch die Art, wie über Politikunterricht gedacht wird oder gar der Unterricht selbst? Wird politische Bildung so angepasster, kritikloser, konturloser?
Wir beschäftigen uns mit den historischen Umständen und gegenwärtigen Trends. Außerdem befragen wir eine Betroffene des Radikalenerlasses, um Schlussfolgerungen für die politische Bildung sowie die Rollenerwartungen an Politiklehrkräfte zu generieren.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Erledigung von Aufgaben. Eine modulabschließende Prüfung kann durch eine Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur:
Feldmann, Dominik (2023): Demokratie trotz(t) Antiextremismus? Zur Bedeutung von Extremismusprävention für (Ent-) Demokratisierung und politische Bildung. Frankfurt a.M.
Friedrichs, Jan-Henrik (2018): „Was verstehen Sie unter Klassenkampf?“ Wissensproduktion und Disziplinierung im Kontext des „Radikalenerlasses“. In: Sozial.Geschichte Online. Heft 24.
Heinz-Jung-Stiftung (Hg.) (2019): Wer ist denn hier der Verfassungsfeind! Radikalenerlass, Berufsverbote und was von ihnen geblieben ist. Köln.
Jäger, Alexandra (2019): Auf der Suche nach „Verfassungsfeinden“. Der Radikalenbeschluss in Hamburg 1971-1978. Göt¬tingen.
Rigoll, Dominik (2013): Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extre¬mistenabwehr. 2. Auflage. Göttingen.
[Si] Emanzipation - eine politikdidaktische Leitidee
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
Emanzipation als Befreiung aus Abhängigkeiten, Fremdbestimmung oder Unterdrückung ist ein zentraler Anspruch kritisch-emanzipatorischer politischer Bildung, wird jedoch in Theorie und Praxis unterschiedlich interpretiert und umgesetzt.
Im Seminar analysieren wir den Begriff der Emanzipation aus der Perspektive unterschiedlicher Denkschulen (kritische Gesellschaftstheorie, Bildungstheorie, Poststrukturalismus, kritische politische Bildung), die je eigene Zugänge zu Emanzipation im Kontext von Macht, Herrschaft, (Subjekt-)Bildung und sozialer Praxis aufzeigen. Wir fragen nach ihrer Aktualität und Relevanz und gehen insgesamt der Frage nach, was es heute heißen kann, Emanzipation als Leitidee politischer Bildung zu verstehen.
Das Seminar ist als Lektürekurs konzipiert und erfordert neben einer regelmäßigen Teilnahme die Bereitschaft zu intensiver Textlektüre, auch von Primärtexten.
Einführende Literatur:
• Hufer, K.-P. (2010). Emanzipation: Gesellschaftliche Veränderung durch Erziehung und politische Bildung – ein Rückblick auf eine nach wie vor aktuelle Leitidee. In B. Lösch & A. Thimmel (Hrsg.), Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. Schwalbach/Ts., S. 13-24
[Si] Was heißt Bildung in der politischen Bildung?
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 16:00 - 20:00 Uhr | Licher Straße 68 Raum 50 | |
| nächster Termin: 19.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50 | ||
Das Seminar fragt nach den bildungstheoretischen Grundlagen des Fachgebietes ‚Politische Bildung‘, das den Bezug zum Konzept der Bildung bereits im Namen trägt. Es will Wissen und Urteilsbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem zu folgenden Fragen fördern:
Auf welche Verständnisse von ‚Bildung‘ bezog sich die Didaktik der politischen Bildung im Lauf ihrer Entwicklung? Ist ‚Bildung‘ heute noch eine aktuelle Leitidee für die Schule? Wie lässt sich ‚Bildung‘ mit einem interkulturellen Blickwinkel verstehen? Wie kann schulischer Unterricht Bildung fördern, insbesondere im Fach Politik und Wirtschaft?
Die genauen Themen werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen.
Verbindliche Basisliteratur:
Sander, Wolfgang: Was heißt Bildung in der politischen Bildung? Frankfurt/M. 2026
Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
Praxissemester (SPS 2) Unterrichtsfach Politik und Wirtschaft ⇑
Bitte beachten Sie: Die Anmeldung zum Praxissemester (Vorbereitungsseminar, Durchführungsphase und Auswertungsseminar) erfolgt ein Semester im Voraus über das ZfL. Hierfür ist keine Anmeldung in Flexnow erforderlich.
Für die zugehörigen fachdidaktischen Seminare/die Ringvorlesung Inklusion (L5) melden Sie sich jedoch bitte über Flexnow an.
Vorbereitungsseminar ⇑
Fachdid. Seminar im Schwerpunktfach ⇑
Fachdid. Seminar im zweiten studierten Fach (nur für L2/L3) ⇑
[Si] Praxissemester: Fachdidaktisches Seminar im zweiten studierten Fach
Ringvorlesung Inklusion (nur für L5) ⇑
[Vl] Ringvorlesung Inklusion (zum Praxissemester) (ZfL-PSL5-P)
da die Ringvorlesung zumPraxissemster zählt, besteht hierfür nach Absprache mit dem ZfL Anwesenheitspflicht. Die Anwesenheit wird per QR-Code erfasst. Sollte jemand über kein Endgerät verfügen, werden die Namen von Patrycja Frenz, der Verantwortlichen für die Ringvorlesung, oder von den Hilfskräften manuell in Stud.IP eingetragen.
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | LS68, R.048b | |
| nächster Termin: 21.05.2026 Uhr, Raum: LS68, R.048b | ||



