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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Kunstgeschichte - Kombinations-Bachelorstudiengänge "Kunstgeschichte" (Studienbeginn bis Sommersemester 2022)

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LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Sommersemester werden wir uns im Seminar zum Einführungsmodul verstärkt grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Kunstgeschichte erarbeiten: Was ist eine Epoche, eine Gattung, ein Medium? Wie wird Kunst gesammelt und wie erforscht? Und schließlich werden wir die Arbeit vor originalen Kunstwerken mit Objekten im öffentlichen Raum und Monumenten vertiefen, weshalb anderthalb Exkursionstage in der Region Mittelhessen das Programm ergänzen.
Bitte beachten Sie: Diese verpflichtenden Exkursionen finden am Fr., 24.04., 14-18 Uhr (Innenstadt Gießen) und am Sa., 4.07., 10-18 Uhr (Wetzlar), statt.


 
[Si] Methoden II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar Methoden II schließt an das Seminar Methoden I im Wintersemester 2025/26. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss der Veranstaltung Methoden I.
Der Besuch des dazugehörigen Tutoriums von Diana Reiter ist verpflichtend.


[Tut] Tutorium Methode II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Tutorium zum Seminar Methoden II wird von Diana Reiter durchgeführt und ist verpflichtend für die Teilnehmer:innen am Seminar Methoden II, das von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie durchgeführt wird.


     
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


 
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


 
[Si] "Wir fahren nach Berlin". Vorbereitungsseminar zur Exkursion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Wenn wir im Rahmen der "großen Exkursion" nach Berlin fahren, wollen wir gut vorbereitet sein. Im Seminar entwicklen wir gemeinsam ein Programm, das der kunst- und architekturgeschichtlichen Vielfalt der Stadt gerecht wird, aber auch Schwerpunkte setzt und die spezifischen Interessen der Teilnehmer*innen spiegelt. Das Seminar gibt zudem Gelegenheit, einander als Gruppe frühzeitig kennenzulernen und gemeinsam auch die Reiseplanung im Vorfeld der Exkursion zu bewältigen (An- und Abreise, Unterkunft vor Ort, Reservierungen etc.).


[Ex] Exkursion Berlin
21.-28.9.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Die Bundeshauptstadt ist überreich an kunst- und kulturhistorisch interessanten Monumenten und Museen, die wir im Rahmen der "großen Exkursion" ausgiebig erkunden werden. Neben die intensive Auseinandersetzung mit der Metropole in architekturgeschichtlicher und städtebaulicher Hinsicht tritt der Besuch der großen Kunstsammlungen (u.a. Gemäldegalerie, Alte und Neue Nationalgalerie, Berlinische Galerie) und ausgewählter Sonderausstellungen. Aber auch mit der historisch gewachsenen Denkmallandschaft und der Street Art, mit Gartenkunst, Siedlungsbau u.v.m. wollen wir uns beschäftigen. Die Konzeption des Programms und die inhaltliche Vorbereitung der Exkursion werden im vorbereitenden Seminar geleistet.


 

Das Praxismodul kann in zwei Varianten absolviert werden:
1) zwei Übungen und ein vierwöchiges Praktikum,
2) eine Übung und ein sechswöchiges Praktikum.

[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Dozent/-in:
Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie Lempges, Anja- Schilling, Antje - Cibura, Agnes
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 08.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz
Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Kommentar:

Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“


[Ü] Wissenstransfer: Wissenschaft anschaulich vermitteln. Neugestaltung der Dauerausstellung in der Hermann-Hoffmann-Akademie der JLU  (AfK-Nr.: 648)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2026
zwei-wöchentlich Fr. 10:00 - 14:00 Uhr  Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen

Kommentar:

Wissenschaftskommunikation ist neben Forschung und Lehre eine der Hauptaufgaben von Universitäten. Die JLU besitzt mit der Hermann-Hoffmann-Akademie einen ganz besonderen Ort der Wissenschaftsvermittlung. Durch Vorträge, Führungen und weitere zielgruppengerechte Veranstaltungen wird hier Wissen in die Gesellschaft gebracht und der Dialog mit den Menschen aus Gießen gesucht. Besonders anschaulich lässt sich Wissen über Exponate der universitären Sammlungen vermitteln, die an der JLU aus nahezu allen Fachrichtungen vorhanden sind. In der Hermann-Hoffmann-Akademie soll daher eine neue Dauerausstellung mit Objekten aus den Universitätssammlungen konzipiert werden. In der Übung werden wir das bisherige Ausstellungskonzept weiterentwickeln und gemeinsam umsetzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Auswahl der Objekte, Recherchen zu den Exponaten, der Beschriftung der Ausstellungsstücke und dem Verfassen von Begleittexten. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Einblicke in die vielfältigen Anforderungen der Ausstellungskonzeption, Ausstellungsplanung und -umsetzung zu gewähren. Die Teilnehmenden lernen aktiv und forschend ein spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Gleichzeitig erarbeiten sie gesellschaftlich bedeutende Themen, präsentieren sie einer breiten Öffentlichkeit und entwickeln Kompetenzen in Ausstellungs- und Wissenschaftskommunikation sowie in allgemeinverständlich-wissenschaftlichem Schreiben.
Neben diesen spezifischen Fertigkeiten erwerben die Teilnehmenden zudem berufsrelevante Schlüsselqualifikationen: etwa Team- und Kommunikationsfähigkeit, zielgerichtetes Arbeiten und Medienkompetenz.
Das Seminar ist für Studierende aller Fachrichtungen geeignet.


     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Sommersemester werden wir uns im Seminar zum Einführungsmodul verstärkt grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Kunstgeschichte erarbeiten: Was ist eine Epoche, eine Gattung, ein Medium? Wie wird Kunst gesammelt und wie erforscht? Und schließlich werden wir die Arbeit vor originalen Kunstwerken mit Objekten im öffentlichen Raum und Monumenten vertiefen, weshalb anderthalb Exkursionstage in der Region Mittelhessen das Programm ergänzen.
Bitte beachten Sie: Diese verpflichtenden Exkursionen finden am Fr., 24.04., 14-18 Uhr (Innenstadt Gießen) und am Sa., 4.07., 10-18 Uhr (Wetzlar), statt.


 
[Si] Methoden II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar Methoden II schließt an das Seminar Methoden I im Wintersemester 2025/26. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss der Veranstaltung Methoden I.
Der Besuch des dazugehörigen Tutoriums von Diana Reiter ist verpflichtend.


     
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


 
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


 
[Si] "Wir fahren nach Berlin". Vorbereitungsseminar zur Exkursion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Wenn wir im Rahmen der "großen Exkursion" nach Berlin fahren, wollen wir gut vorbereitet sein. Im Seminar entwicklen wir gemeinsam ein Programm, das der kunst- und architekturgeschichtlichen Vielfalt der Stadt gerecht wird, aber auch Schwerpunkte setzt und die spezifischen Interessen der Teilnehmer*innen spiegelt. Das Seminar gibt zudem Gelegenheit, einander als Gruppe frühzeitig kennenzulernen und gemeinsam auch die Reiseplanung im Vorfeld der Exkursion zu bewältigen (An- und Abreise, Unterkunft vor Ort, Reservierungen etc.).


[Ex] Exkursion Berlin
21.-28.9.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Die Bundeshauptstadt ist überreich an kunst- und kulturhistorisch interessanten Monumenten und Museen, die wir im Rahmen der "großen Exkursion" ausgiebig erkunden werden. Neben die intensive Auseinandersetzung mit der Metropole in architekturgeschichtlicher und städtebaulicher Hinsicht tritt der Besuch der großen Kunstsammlungen (u.a. Gemäldegalerie, Alte und Neue Nationalgalerie, Berlinische Galerie) und ausgewählter Sonderausstellungen. Aber auch mit der historisch gewachsenen Denkmallandschaft und der Street Art, mit Gartenkunst, Siedlungsbau u.v.m. wollen wir uns beschäftigen. Die Konzeption des Programms und die inhaltliche Vorbereitung der Exkursion werden im vorbereitenden Seminar geleistet.


 

Zu belegen ist ein Modul.

 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Sommersemester werden wir uns im Seminar zum Einführungsmodul verstärkt grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Kunstgeschichte erarbeiten: Was ist eine Epoche, eine Gattung, ein Medium? Wie wird Kunst gesammelt und wie erforscht? Und schließlich werden wir die Arbeit vor originalen Kunstwerken mit Objekten im öffentlichen Raum und Monumenten vertiefen, weshalb anderthalb Exkursionstage in der Region Mittelhessen das Programm ergänzen.
Bitte beachten Sie: Diese verpflichtenden Exkursionen finden am Fr., 24.04., 14-18 Uhr (Innenstadt Gießen) und am Sa., 4.07., 10-18 Uhr (Wetzlar), statt.


 
[Si] Methoden II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar Methoden II schließt an das Seminar Methoden I im Wintersemester 2025/26. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss der Veranstaltung Methoden I.
Der Besuch des dazugehörigen Tutoriums von Diana Reiter ist verpflichtend.


[Tut] Tutorium Methode II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Tutorium zum Seminar Methoden II wird von Diana Reiter durchgeführt und ist verpflichtend für die Teilnehmer:innen am Seminar Methoden II, das von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie durchgeführt wird.


 

Zu belegen sind zwei Module.

   
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


 
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
Dozent/-in:
Format:
hybrid
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 26.06.2026,14.00 - 17.00 Uhr   Diözesanmuseum Limburg

Kommentar:

This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.


[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
Mit Exkursion nach Aachen 12.-14. August 2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).


[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

   
[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Sommersemester werden wir uns im Seminar zum Einführungsmodul verstärkt grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Kunstgeschichte erarbeiten: Was ist eine Epoche, eine Gattung, ein Medium? Wie wird Kunst gesammelt und wie erforscht? Und schließlich werden wir die Arbeit vor originalen Kunstwerken mit Objekten im öffentlichen Raum und Monumenten vertiefen, weshalb anderthalb Exkursionstage in der Region Mittelhessen das Programm ergänzen.
Bitte beachten Sie: Diese verpflichtenden Exkursionen finden am Fr., 24.04., 14-18 Uhr (Innenstadt Gießen) und am Sa., 4.07., 10-18 Uhr (Wetzlar), statt.


       

Zu belegen sind zwei Module.

   
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


 
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


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