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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2022/23

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Änderungen des eVV im Kontext der europäischen Energiesituation:

Wir weisen darauf hin, dass es in einigen Bereichen unvermeidlich sein kann, die Lehrplanungen der JLU und damit das eVV anzupassen. Abhängig von der Lage der Energieversorgung in Deutschland sind auch kurzfristige Maßnahmen im Laufe des Wintersemesters leider nicht auszuschließen. Dies ist notwendig, damit die JLU Gießen die notwendigen Einsparungen zur Sicherung der Energieversorgung in der Region leisten kann.
Aktualisierte Informationen finden Sie jeweils hier: https://www.uni-giessen.de/coronavirus-energie

Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Kunstgeschichte - Kombinations-Bachelorstudiengänge "Kunstgeschichte" (Studienbeginn bis Sommersemester 2022)

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LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

 
[Si] Methoden I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aufbauend auf den im Basismodul gelegten Grundlagen werden wir einzelne kunsthistorische Methoden (Stil- und Formanalyse; Ikonologie; Semiotik; etc.) und theoriebildende Fragestellungen (Materialästhetik; Rezeptionsästhetik; Sozialgeschichte; Gendertheorie; Bildwissenschaft; transkulturelle Kunstgeschichte und Institutionsgeschichte) vertiefend behandeln.
In diesem ersten Teil des Methodenmoduls werden wir methodische Grundlagentexte lesen, wodurch auch eine vertiefte Einführung in die Fachgeschichte erfolgt.
Zur Teilnahme gehört die Übernahme eines Referats über einen Grundlagentext.

Einführende Literatur:
Belting, Hans/Dilly, Heinrich/Kemp, Wolfgang/Sauerländer, Willibald/Warnke, Martin (Hrsg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 7., überarb. und erw. Aufl. Berlin 2008 [zuerst 1985].
Brassat, Wolfgang/Kohle, Hubertus (Hrsg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. 2. unveränderte Aufl. Köln 2009 (= KUNST & wissen) [zuerst 2003].
Pfisterer, Ulrich (Hrsg.): Klassiker der Kunstgeschichte. 2 Bde. [Bd. 1: Von Winckelmann bis Warburg, Bd. 2: Von Panofsky bis Greenberg]. München 2007 (= beck’sche reihe).
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.


[Tut] Tutorium Methode I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2022
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

 
[Si] Die Welt lesen, das Unsagbare zeigen. Konstellationen von Bild, Text und Zeichen in Kunst und Wissenschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Seminar werden wir anhand verschiedener Bildgattungen und Visualisierungsstrategien im Kontext der europäischen Kultur- und Kunstgeschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit (ca. 1200-1600) der Frage nachgehen, wie und unter welchen Gesichtspunkten das Verhältnis von Zeichen(praxis) und "Wirklichkeit" in Bild und Text Ausdruck gefunden hat. Dabei wird uns insbesondere das Verhältnis von Kunst und Religion, Wissenschaft und Imagination beschäftigen, da es vor allem diese Felder kultureller Aktivität waren, in denen sowohl systematisch ordnende als auch Mehrdeutigkeit produzierende Konstellationen und Semiotisierungen von (Un)Sichtbarem und (Un)Sagbarem erprobt wurden. Dazu zählen abstrakte Bildthemen der christlichen Ikonografie (z.B. Inkarnation, Trinität) nicht minder als Bildtraditionen aus den Bereichen von Medizin, Naturkunde und Kosmologie. Im Zuge unserer Beschäftigung mit diesen Phänomenen wird sich immer wieder zeigen, wie vielsietig künstlerische Positionen in dem o.g. Zeitraum nicht einfach an bereits bestehende Diskurse über das Verhältnis von Zeichen und Wirklichkeit angeschlossen, sondern diese zum Teil vorweggenommen oder alternative Zugangsweisen und Perspektivierungen entworfen haben.


[Si] Zeichen, Bild, divers: Diskurse über das Sichtbare und das Sagbare
BITTE BEACHTEN SIE: Die Zeit wurde geändert von Fr 10-12 zu Mo 10-12.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Sichtbaren und dem Sagbaren ist der Kern der kunsthistorischen Arbeit adressiert. Zum einen versuchen wir im Mittel der Sprache das Sichtbare bzw. das Zu-Sehen-Gegebene zu beschreiben und stoßen damit in der Regel an Grenzen. Zum anderen sind es häufig sprachlich verfasste Diskurse, mittels derer wir ein Bild oder Kunstwerk historisch kontextualisieren, um es verstehen und deuten zu können. Offenbar handelt es sich um unterschiedliche Darstellungsmedien, deren semiologische Qualitäten und Potenziale wir uns bewusst machen sollten. In dem Zusammenhang ist auch zu überlegen, ob oder wann und unter welchen Umständen das Sichtbare einer Bedeutung bzw. eines Sinns entbehrt, wann und warum sich seine Kommentierung erübrigt, und wie ein semantischer Überschuss des Bildlichen zu fassen, zu verstehen und zu beschreiben sein könnte.
Auf der Grundlage können wir uns dann - hoffentlich - auch differenzierter über (Un-)Sichtbares und (Un-)Sagbares im gegenwärtigen politischen Diskurs und in der sogenannten Medienöffentlichkeit verständigen.
Im Seminar lesen und diskutieren wir eine Auswahl von Texten und Bildern, u.a. von Roland Barthes, Mieke Bal, Rosalind Krauss, Ernst Rebel, Dana Schutz, Jackson Pollock, Jacopo Pontormo ...


 
[Vl] Goldschmiedekunst des Mittelalters  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 15.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011
Einzeltermin:
Mi. 15.02.2023,12.00 - 14.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Goldschmiedekunst des Mittelalters
in Europa und im Mittelmeerraum. Goldschmiedearbeiten gehören zu den technisch
wie semantisch anspruchsvollsten Objekten dieser Epoche, die essentieller
Bestandteil weltlicher wie kirchlicher Repräsentation waren. Dazu gehören
Insignien, wie Kronen, Zepter und Reichsäpfel, und Vasa Sacra für den
kirchlichen Gebrauch. Aus Edelmetall wurden z. B. Reliquiare,
Altarverkleidungen, Tragaltäre, Monstranzen und Kreuze gefertigt. Profane
Gegenstände wie Schmuck, Schmuckkästen und Edelmetallgefäße sind in der Regel
seltener erhalten geblieben, zeugen jedoch von der Bedeutung der
Goldschmiedekunst auch im privaten Bereich.
In der Vorlesung werden einige der wichtigsten Objekte bzw. Objekt-/Fundgruppen
genauer betrachtet, weiterhin die Techniken der Edelmetallverarbeitung im
Mittelalter, die Rolle der Feinschmiede und Emailleure sowie schriftliche
Quellen zum Handwerk erörtert. Fallbeispiele aus aktuellen Forschungsprojekten
zeigen, mit welchen Fragestellungen und interdisziplinären (z. B.
materialwissenschaftlichen) Methoden Goldschmiedearbeiten des Mittelalters
erforscht werden können und welche Informationen daraus zu gewinnen sind, z. B.
zu Herstellungs-, Gebrauchs- und Funktionskontexten, Rezeptions- und
Wahrnehmungsfragen. Überdies wird der museale Kontext, in dem sich die meisten
Objekte heute befinden, und Konzepte der Thesaurierung in den Blick genommen.
Insbesondere hier zeigt sich die Relevanz des Themas für Studierende im Hinblick
auf zukünftige Arbeitsfelder, z. B. in Domschatzkammern oder Diözesanmuseen.
Die Vorlesung bietet auch Anknüpfungspunkte zum Seminar zur Ausstellung „Islam
in Europa 1000-1250“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Jungfrau, Mutter Gottes, Himmelskönigin. Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Jungfrau, Muttergottes, Himmelskönigin ¬– dieser Dreiklang spiegelt bereits das Spektrum an Zuschreibungen wider, die Maria in der christlichen Auslegung seit jeher zukommen. Begründet ist dies durch ihre Rolle als Mutter Jesu Christi, mittels derer sie einen herausragenden Platz in der Heilsgeschichte einnimmt. In dieser Funktion prägte sie nicht nur Vorstellungen von Weiblichkeit in den christlichen Kulturen und Gesellschaften auf vielfältige, mithin widersprüchliche Art und Weise. Wirkungsvoll entfaltete sich ihre Position als bedeutendste weibliche Heilige auch in der mittelalterlichen Bildproduktion: Sowohl im Privatgebrauch als auch in der kultischen und spirituellen Praxis war Maria visuell vielfältig präsent, sei es als wundertätiges Kultbild, als klappbare Schreinmadonna oder als vervielfältigbare Ikone.
Im Seminar werden wir uns mit den unterschiedlichen Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter und ihren Funktionen auseinandersetzen. Dabei loten wir das Spektrum der Marienikonografie aus und betrachten diese im Kontext von Kultpraktiken, Frömmigkeitsdiskursen und Rezeptionsweisen.

Prüfungsvorleistung: Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen; Prüfungsleistung: Referat (20minütig) oder Hausarbeit (10 Seiten)

Einführende Literatur:
- Beinert, Wolfgang: Handbuch der Marienkunde, 2 Bde., Regensburg 1996-97.
- Schiller, Gertrud: Ikonografie der christlichen Kunst. Band 4.2.: Maria, Gütersloh 1980.
- Schreiner, Klaus: Maria, Leben, Legenden, Symbole, München 2003.
- Schreiner, Klaus: Frömmigkeit im Mittelalter. Politisch-soziale Kontexte, visuelle Praxis, körperliche Ausdrucksformen, München 2002.


   
[Vl] Global, national, regional: Die Kunst der Moderne  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 16.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 012
Einzeltermin:
Do. 16.02.2023,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur) Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung geht der Frage nach, welche Bedeutung kunstgeographische Aspekte, also die Herkunft, Verortung und räumliche Bezugnahme von Kunstwerken und Künstler*innen, für die Moderne und unseren heutigen Umgang damit haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Globalisierung und eine Dezentrierung des Westens im internationalen Kunst- und Ausstellungsbetrieb (Bsp. documenta 2022), über Provenienzen und Restitutionsansprüche (Bsp. Benin Bronzen), über das Eigene und das Andere, Fremde ... In der Epoche Moderne (ca. 1850-1950), so wird zu zeigen sein, spielten global, national, regional immer wieder eine wichtige Rolle - sowohl für die künstlerische Praxis (z. B. der deutschen Expressionisten, von Pablo Picasso u.a. ) als auch für das historische Verständnis der bildenden Künste (Fachgeschichte), ihre Zurschaustellung und Rezeption.


[P Si] Bildhauerinnen der Moderne und Gegenwart (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

[Si] Jüdische Perspektiven in der modernen Kunst [Gegenwartskunst] (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Gibt es spezifisch jüdische Perspektiven in der modernen Kunst? Und falls ja, was würde durch sie sichtbar? Das Seminar erörtert jüdische Perspektiven in der Kunst und visuellen Kultur der Moderne bis zur Gegenwart und geht exemplarisch den Bezügen zu religiösen Sujets ebenso wie zu säkularen Bildwelten nach. Der Begriff der „Jüdischen Kunst“ spannt sich zwischen Selbst- und Fremdzuschreibungen auf, zwischen denen die pluralen „jüdischen Identitäten“ changieren. Sie ist etwa von Transformationen christlicher Sujets in jüdische geprägt und entwickelt historisch unterschiedliche Modelle von „jüdischer Kultur“, auf die sie sich bezieht. Die malerischen Positionen der jüdisch geprägten École de Paris (z.B. Amadeo Modigliani, Chaim Soutine, Marc Chagall) werden im Seminar ebenso diskutiert wie die abstrakten und figurativen Formen von angloamerikanischer Farbfeldmalerei und Pop Art (z.B. Mark Rothko, Barnett Newman, R. B. Kitaj). Die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt zeigte deutlich, wie sich jüdisch konnotierte, imaginierte Rächer*innenfiguren zwischen Kunst und Populärkultur bewegen. Bis heute beeinflussen sie das Bild- und Narrationsarsenal sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Kunst- und Kulturproduktion.
Einen Schwerpunkt des Seminars bildet die künstlerische Position Marc Chagalls, dessen Arbeiten aus den 30er und 40er Jahren derzeit in der Ausstellung „Marc Chagall – Welt in Aufruhr“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sind. Es erarbeitet daher Inhalte zu dem Projektseminar von Laura Heeg und Olga Schätz zur Chagall-Ausstellung, so dass für Studierende aus dem Seminar eine Teilnahme besonders empfohlen wird.

Für Bachelor-Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an der Veranstaltung ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] The Pencil of Nature. Eine Geschichte der Fotografie (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Proseminar wollen wir uns die Geschichte und Theorie der Fotografie seit dem 19. Jahrhundert erarbeiten.
Wir werden zu diesem Zweck gemeinsam einen Text der Sekundärliteratur zum Thema lesen und besprechen sowie konkrete Fotografien und Quellen zur Theorie der Fotografie durch Lektüre und Präsentationen im Seminar gemeinsam analysieren.
Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Geschichte des Mediums zu gewinnen, um die unterschiedlichen künstlerischen Anverwandlungen der fotografischen Technik kontextualisieren und einordnen zu können, und wichtige Begriffe und Konzepte, die sich mit dieser bildgebenden Technik verbinden, zu verstehen und anzuwenden.


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


   

Das Praxismodul kann in zwei Varianten absolviert werden:
1) zwei Übungen und ein vierwöchiges Praktikum,
2) eine Übung und ein sechswöchiges Praktikum.

     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

 
[Si] Methoden I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aufbauend auf den im Basismodul gelegten Grundlagen werden wir einzelne kunsthistorische Methoden (Stil- und Formanalyse; Ikonologie; Semiotik; etc.) und theoriebildende Fragestellungen (Materialästhetik; Rezeptionsästhetik; Sozialgeschichte; Gendertheorie; Bildwissenschaft; transkulturelle Kunstgeschichte und Institutionsgeschichte) vertiefend behandeln.
In diesem ersten Teil des Methodenmoduls werden wir methodische Grundlagentexte lesen, wodurch auch eine vertiefte Einführung in die Fachgeschichte erfolgt.
Zur Teilnahme gehört die Übernahme eines Referats über einen Grundlagentext.

Einführende Literatur:
Belting, Hans/Dilly, Heinrich/Kemp, Wolfgang/Sauerländer, Willibald/Warnke, Martin (Hrsg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 7., überarb. und erw. Aufl. Berlin 2008 [zuerst 1985].
Brassat, Wolfgang/Kohle, Hubertus (Hrsg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. 2. unveränderte Aufl. Köln 2009 (= KUNST & wissen) [zuerst 2003].
Pfisterer, Ulrich (Hrsg.): Klassiker der Kunstgeschichte. 2 Bde. [Bd. 1: Von Winckelmann bis Warburg, Bd. 2: Von Panofsky bis Greenberg]. München 2007 (= beck’sche reihe).
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.


 
[Si] Die Welt lesen, das Unsagbare zeigen. Konstellationen von Bild, Text und Zeichen in Kunst und Wissenschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Im Seminar werden wir anhand verschiedener Bildgattungen und Visualisierungsstrategien im Kontext der europäischen Kultur- und Kunstgeschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit (ca. 1200-1600) der Frage nachgehen, wie und unter welchen Gesichtspunkten das Verhältnis von Zeichen(praxis) und "Wirklichkeit" in Bild und Text Ausdruck gefunden hat. Dabei wird uns insbesondere das Verhältnis von Kunst und Religion, Wissenschaft und Imagination beschäftigen, da es vor allem diese Felder kultureller Aktivität waren, in denen sowohl systematisch ordnende als auch Mehrdeutigkeit produzierende Konstellationen und Semiotisierungen von (Un)Sichtbarem und (Un)Sagbarem erprobt wurden. Dazu zählen abstrakte Bildthemen der christlichen Ikonografie (z.B. Inkarnation, Trinität) nicht minder als Bildtraditionen aus den Bereichen von Medizin, Naturkunde und Kosmologie. Im Zuge unserer Beschäftigung mit diesen Phänomenen wird sich immer wieder zeigen, wie vielsietig künstlerische Positionen in dem o.g. Zeitraum nicht einfach an bereits bestehende Diskurse über das Verhältnis von Zeichen und Wirklichkeit angeschlossen, sondern diese zum Teil vorweggenommen oder alternative Zugangsweisen und Perspektivierungen entworfen haben.


[Si] Zeichen, Bild, divers: Diskurse über das Sichtbare und das Sagbare
BITTE BEACHTEN SIE: Die Zeit wurde geändert von Fr 10-12 zu Mo 10-12.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Mit dem Sichtbaren und dem Sagbaren ist der Kern der kunsthistorischen Arbeit adressiert. Zum einen versuchen wir im Mittel der Sprache das Sichtbare bzw. das Zu-Sehen-Gegebene zu beschreiben und stoßen damit in der Regel an Grenzen. Zum anderen sind es häufig sprachlich verfasste Diskurse, mittels derer wir ein Bild oder Kunstwerk historisch kontextualisieren, um es verstehen und deuten zu können. Offenbar handelt es sich um unterschiedliche Darstellungsmedien, deren semiologische Qualitäten und Potenziale wir uns bewusst machen sollten. In dem Zusammenhang ist auch zu überlegen, ob oder wann und unter welchen Umständen das Sichtbare einer Bedeutung bzw. eines Sinns entbehrt, wann und warum sich seine Kommentierung erübrigt, und wie ein semantischer Überschuss des Bildlichen zu fassen, zu verstehen und zu beschreiben sein könnte.
Auf der Grundlage können wir uns dann - hoffentlich - auch differenzierter über (Un-)Sichtbares und (Un-)Sagbares im gegenwärtigen politischen Diskurs und in der sogenannten Medienöffentlichkeit verständigen.
Im Seminar lesen und diskutieren wir eine Auswahl von Texten und Bildern, u.a. von Roland Barthes, Mieke Bal, Rosalind Krauss, Ernst Rebel, Dana Schutz, Jackson Pollock, Jacopo Pontormo ...


 
[Vl] Goldschmiedekunst des Mittelalters  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 15.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011
Einzeltermin:
Mi. 15.02.2023,12.00 - 14.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Goldschmiedekunst des Mittelalters
in Europa und im Mittelmeerraum. Goldschmiedearbeiten gehören zu den technisch
wie semantisch anspruchsvollsten Objekten dieser Epoche, die essentieller
Bestandteil weltlicher wie kirchlicher Repräsentation waren. Dazu gehören
Insignien, wie Kronen, Zepter und Reichsäpfel, und Vasa Sacra für den
kirchlichen Gebrauch. Aus Edelmetall wurden z. B. Reliquiare,
Altarverkleidungen, Tragaltäre, Monstranzen und Kreuze gefertigt. Profane
Gegenstände wie Schmuck, Schmuckkästen und Edelmetallgefäße sind in der Regel
seltener erhalten geblieben, zeugen jedoch von der Bedeutung der
Goldschmiedekunst auch im privaten Bereich.
In der Vorlesung werden einige der wichtigsten Objekte bzw. Objekt-/Fundgruppen
genauer betrachtet, weiterhin die Techniken der Edelmetallverarbeitung im
Mittelalter, die Rolle der Feinschmiede und Emailleure sowie schriftliche
Quellen zum Handwerk erörtert. Fallbeispiele aus aktuellen Forschungsprojekten
zeigen, mit welchen Fragestellungen und interdisziplinären (z. B.
materialwissenschaftlichen) Methoden Goldschmiedearbeiten des Mittelalters
erforscht werden können und welche Informationen daraus zu gewinnen sind, z. B.
zu Herstellungs-, Gebrauchs- und Funktionskontexten, Rezeptions- und
Wahrnehmungsfragen. Überdies wird der museale Kontext, in dem sich die meisten
Objekte heute befinden, und Konzepte der Thesaurierung in den Blick genommen.
Insbesondere hier zeigt sich die Relevanz des Themas für Studierende im Hinblick
auf zukünftige Arbeitsfelder, z. B. in Domschatzkammern oder Diözesanmuseen.
Die Vorlesung bietet auch Anknüpfungspunkte zum Seminar zur Ausstellung „Islam
in Europa 1000-1250“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Jungfrau, Mutter Gottes, Himmelskönigin. Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Jungfrau, Muttergottes, Himmelskönigin ¬– dieser Dreiklang spiegelt bereits das Spektrum an Zuschreibungen wider, die Maria in der christlichen Auslegung seit jeher zukommen. Begründet ist dies durch ihre Rolle als Mutter Jesu Christi, mittels derer sie einen herausragenden Platz in der Heilsgeschichte einnimmt. In dieser Funktion prägte sie nicht nur Vorstellungen von Weiblichkeit in den christlichen Kulturen und Gesellschaften auf vielfältige, mithin widersprüchliche Art und Weise. Wirkungsvoll entfaltete sich ihre Position als bedeutendste weibliche Heilige auch in der mittelalterlichen Bildproduktion: Sowohl im Privatgebrauch als auch in der kultischen und spirituellen Praxis war Maria visuell vielfältig präsent, sei es als wundertätiges Kultbild, als klappbare Schreinmadonna oder als vervielfältigbare Ikone.
Im Seminar werden wir uns mit den unterschiedlichen Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter und ihren Funktionen auseinandersetzen. Dabei loten wir das Spektrum der Marienikonografie aus und betrachten diese im Kontext von Kultpraktiken, Frömmigkeitsdiskursen und Rezeptionsweisen.

Prüfungsvorleistung: Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen; Prüfungsleistung: Referat (20minütig) oder Hausarbeit (10 Seiten)

Einführende Literatur:
- Beinert, Wolfgang: Handbuch der Marienkunde, 2 Bde., Regensburg 1996-97.
- Schiller, Gertrud: Ikonografie der christlichen Kunst. Band 4.2.: Maria, Gütersloh 1980.
- Schreiner, Klaus: Maria, Leben, Legenden, Symbole, München 2003.
- Schreiner, Klaus: Frömmigkeit im Mittelalter. Politisch-soziale Kontexte, visuelle Praxis, körperliche Ausdrucksformen, München 2002.


   
[Vl] Global, national, regional: Die Kunst der Moderne  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 16.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 012
Einzeltermin:
Do. 16.02.2023,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur) Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung geht der Frage nach, welche Bedeutung kunstgeographische Aspekte, also die Herkunft, Verortung und räumliche Bezugnahme von Kunstwerken und Künstler*innen, für die Moderne und unseren heutigen Umgang damit haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Globalisierung und eine Dezentrierung des Westens im internationalen Kunst- und Ausstellungsbetrieb (Bsp. documenta 2022), über Provenienzen und Restitutionsansprüche (Bsp. Benin Bronzen), über das Eigene und das Andere, Fremde ... In der Epoche Moderne (ca. 1850-1950), so wird zu zeigen sein, spielten global, national, regional immer wieder eine wichtige Rolle - sowohl für die künstlerische Praxis (z. B. der deutschen Expressionisten, von Pablo Picasso u.a. ) als auch für das historische Verständnis der bildenden Künste (Fachgeschichte), ihre Zurschaustellung und Rezeption.


[P Si] Bildhauerinnen der Moderne und Gegenwart (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

[Si] Jüdische Perspektiven in der modernen Kunst [Gegenwartskunst] (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Gibt es spezifisch jüdische Perspektiven in der modernen Kunst? Und falls ja, was würde durch sie sichtbar? Das Seminar erörtert jüdische Perspektiven in der Kunst und visuellen Kultur der Moderne bis zur Gegenwart und geht exemplarisch den Bezügen zu religiösen Sujets ebenso wie zu säkularen Bildwelten nach. Der Begriff der „Jüdischen Kunst“ spannt sich zwischen Selbst- und Fremdzuschreibungen auf, zwischen denen die pluralen „jüdischen Identitäten“ changieren. Sie ist etwa von Transformationen christlicher Sujets in jüdische geprägt und entwickelt historisch unterschiedliche Modelle von „jüdischer Kultur“, auf die sie sich bezieht. Die malerischen Positionen der jüdisch geprägten École de Paris (z.B. Amadeo Modigliani, Chaim Soutine, Marc Chagall) werden im Seminar ebenso diskutiert wie die abstrakten und figurativen Formen von angloamerikanischer Farbfeldmalerei und Pop Art (z.B. Mark Rothko, Barnett Newman, R. B. Kitaj). Die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt zeigte deutlich, wie sich jüdisch konnotierte, imaginierte Rächer*innenfiguren zwischen Kunst und Populärkultur bewegen. Bis heute beeinflussen sie das Bild- und Narrationsarsenal sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Kunst- und Kulturproduktion.
Einen Schwerpunkt des Seminars bildet die künstlerische Position Marc Chagalls, dessen Arbeiten aus den 30er und 40er Jahren derzeit in der Ausstellung „Marc Chagall – Welt in Aufruhr“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sind. Es erarbeitet daher Inhalte zu dem Projektseminar von Laura Heeg und Olga Schätz zur Chagall-Ausstellung, so dass für Studierende aus dem Seminar eine Teilnahme besonders empfohlen wird.

Für Bachelor-Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an der Veranstaltung ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] The Pencil of Nature. Eine Geschichte der Fotografie (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Proseminar wollen wir uns die Geschichte und Theorie der Fotografie seit dem 19. Jahrhundert erarbeiten.
Wir werden zu diesem Zweck gemeinsam einen Text der Sekundärliteratur zum Thema lesen und besprechen sowie konkrete Fotografien und Quellen zur Theorie der Fotografie durch Lektüre und Präsentationen im Seminar gemeinsam analysieren.
Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Geschichte des Mediums zu gewinnen, um die unterschiedlichen künstlerischen Anverwandlungen der fotografischen Technik kontextualisieren und einordnen zu können, und wichtige Begriffe und Konzepte, die sich mit dieser bildgebenden Technik verbinden, zu verstehen und anzuwenden.


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


   

Zu belegen ist ein Modul.

 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

 
[Si] Methoden I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aufbauend auf den im Basismodul gelegten Grundlagen werden wir einzelne kunsthistorische Methoden (Stil- und Formanalyse; Ikonologie; Semiotik; etc.) und theoriebildende Fragestellungen (Materialästhetik; Rezeptionsästhetik; Sozialgeschichte; Gendertheorie; Bildwissenschaft; transkulturelle Kunstgeschichte und Institutionsgeschichte) vertiefend behandeln.
In diesem ersten Teil des Methodenmoduls werden wir methodische Grundlagentexte lesen, wodurch auch eine vertiefte Einführung in die Fachgeschichte erfolgt.
Zur Teilnahme gehört die Übernahme eines Referats über einen Grundlagentext.

Einführende Literatur:
Belting, Hans/Dilly, Heinrich/Kemp, Wolfgang/Sauerländer, Willibald/Warnke, Martin (Hrsg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 7., überarb. und erw. Aufl. Berlin 2008 [zuerst 1985].
Brassat, Wolfgang/Kohle, Hubertus (Hrsg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft. 2. unveränderte Aufl. Köln 2009 (= KUNST & wissen) [zuerst 2003].
Pfisterer, Ulrich (Hrsg.): Klassiker der Kunstgeschichte. 2 Bde. [Bd. 1: Von Winckelmann bis Warburg, Bd. 2: Von Panofsky bis Greenberg]. München 2007 (= beck’sche reihe).
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.


[Tut] Tutorium Methode I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2022
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

 

Zu belegen sind zwei Module.

 
[Vl] Goldschmiedekunst des Mittelalters  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 15.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011
Einzeltermin:
Mi. 15.02.2023,12.00 - 14.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Goldschmiedekunst des Mittelalters
in Europa und im Mittelmeerraum. Goldschmiedearbeiten gehören zu den technisch
wie semantisch anspruchsvollsten Objekten dieser Epoche, die essentieller
Bestandteil weltlicher wie kirchlicher Repräsentation waren. Dazu gehören
Insignien, wie Kronen, Zepter und Reichsäpfel, und Vasa Sacra für den
kirchlichen Gebrauch. Aus Edelmetall wurden z. B. Reliquiare,
Altarverkleidungen, Tragaltäre, Monstranzen und Kreuze gefertigt. Profane
Gegenstände wie Schmuck, Schmuckkästen und Edelmetallgefäße sind in der Regel
seltener erhalten geblieben, zeugen jedoch von der Bedeutung der
Goldschmiedekunst auch im privaten Bereich.
In der Vorlesung werden einige der wichtigsten Objekte bzw. Objekt-/Fundgruppen
genauer betrachtet, weiterhin die Techniken der Edelmetallverarbeitung im
Mittelalter, die Rolle der Feinschmiede und Emailleure sowie schriftliche
Quellen zum Handwerk erörtert. Fallbeispiele aus aktuellen Forschungsprojekten
zeigen, mit welchen Fragestellungen und interdisziplinären (z. B.
materialwissenschaftlichen) Methoden Goldschmiedearbeiten des Mittelalters
erforscht werden können und welche Informationen daraus zu gewinnen sind, z. B.
zu Herstellungs-, Gebrauchs- und Funktionskontexten, Rezeptions- und
Wahrnehmungsfragen. Überdies wird der museale Kontext, in dem sich die meisten
Objekte heute befinden, und Konzepte der Thesaurierung in den Blick genommen.
Insbesondere hier zeigt sich die Relevanz des Themas für Studierende im Hinblick
auf zukünftige Arbeitsfelder, z. B. in Domschatzkammern oder Diözesanmuseen.
Die Vorlesung bietet auch Anknüpfungspunkte zum Seminar zur Ausstellung „Islam
in Europa 1000-1250“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Jungfrau, Mutter Gottes, Himmelskönigin. Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Jungfrau, Muttergottes, Himmelskönigin ¬– dieser Dreiklang spiegelt bereits das Spektrum an Zuschreibungen wider, die Maria in der christlichen Auslegung seit jeher zukommen. Begründet ist dies durch ihre Rolle als Mutter Jesu Christi, mittels derer sie einen herausragenden Platz in der Heilsgeschichte einnimmt. In dieser Funktion prägte sie nicht nur Vorstellungen von Weiblichkeit in den christlichen Kulturen und Gesellschaften auf vielfältige, mithin widersprüchliche Art und Weise. Wirkungsvoll entfaltete sich ihre Position als bedeutendste weibliche Heilige auch in der mittelalterlichen Bildproduktion: Sowohl im Privatgebrauch als auch in der kultischen und spirituellen Praxis war Maria visuell vielfältig präsent, sei es als wundertätiges Kultbild, als klappbare Schreinmadonna oder als vervielfältigbare Ikone.
Im Seminar werden wir uns mit den unterschiedlichen Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter und ihren Funktionen auseinandersetzen. Dabei loten wir das Spektrum der Marienikonografie aus und betrachten diese im Kontext von Kultpraktiken, Frömmigkeitsdiskursen und Rezeptionsweisen.

Prüfungsvorleistung: Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen; Prüfungsleistung: Referat (20minütig) oder Hausarbeit (10 Seiten)

Einführende Literatur:
- Beinert, Wolfgang: Handbuch der Marienkunde, 2 Bde., Regensburg 1996-97.
- Schiller, Gertrud: Ikonografie der christlichen Kunst. Band 4.2.: Maria, Gütersloh 1980.
- Schreiner, Klaus: Maria, Leben, Legenden, Symbole, München 2003.
- Schreiner, Klaus: Frömmigkeit im Mittelalter. Politisch-soziale Kontexte, visuelle Praxis, körperliche Ausdrucksformen, München 2002.


   
[Vl] Global, national, regional: Die Kunst der Moderne  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 16.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 012
Einzeltermin:
Do. 16.02.2023,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur) Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung geht der Frage nach, welche Bedeutung kunstgeographische Aspekte, also die Herkunft, Verortung und räumliche Bezugnahme von Kunstwerken und Künstler*innen, für die Moderne und unseren heutigen Umgang damit haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Globalisierung und eine Dezentrierung des Westens im internationalen Kunst- und Ausstellungsbetrieb (Bsp. documenta 2022), über Provenienzen und Restitutionsansprüche (Bsp. Benin Bronzen), über das Eigene und das Andere, Fremde ... In der Epoche Moderne (ca. 1850-1950), so wird zu zeigen sein, spielten global, national, regional immer wieder eine wichtige Rolle - sowohl für die künstlerische Praxis (z. B. der deutschen Expressionisten, von Pablo Picasso u.a. ) als auch für das historische Verständnis der bildenden Künste (Fachgeschichte), ihre Zurschaustellung und Rezeption.


[P Si] Bildhauerinnen der Moderne und Gegenwart (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

[Si] Jüdische Perspektiven in der modernen Kunst [Gegenwartskunst] (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Gibt es spezifisch jüdische Perspektiven in der modernen Kunst? Und falls ja, was würde durch sie sichtbar? Das Seminar erörtert jüdische Perspektiven in der Kunst und visuellen Kultur der Moderne bis zur Gegenwart und geht exemplarisch den Bezügen zu religiösen Sujets ebenso wie zu säkularen Bildwelten nach. Der Begriff der „Jüdischen Kunst“ spannt sich zwischen Selbst- und Fremdzuschreibungen auf, zwischen denen die pluralen „jüdischen Identitäten“ changieren. Sie ist etwa von Transformationen christlicher Sujets in jüdische geprägt und entwickelt historisch unterschiedliche Modelle von „jüdischer Kultur“, auf die sie sich bezieht. Die malerischen Positionen der jüdisch geprägten École de Paris (z.B. Amadeo Modigliani, Chaim Soutine, Marc Chagall) werden im Seminar ebenso diskutiert wie die abstrakten und figurativen Formen von angloamerikanischer Farbfeldmalerei und Pop Art (z.B. Mark Rothko, Barnett Newman, R. B. Kitaj). Die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt zeigte deutlich, wie sich jüdisch konnotierte, imaginierte Rächer*innenfiguren zwischen Kunst und Populärkultur bewegen. Bis heute beeinflussen sie das Bild- und Narrationsarsenal sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Kunst- und Kulturproduktion.
Einen Schwerpunkt des Seminars bildet die künstlerische Position Marc Chagalls, dessen Arbeiten aus den 30er und 40er Jahren derzeit in der Ausstellung „Marc Chagall – Welt in Aufruhr“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sind. Es erarbeitet daher Inhalte zu dem Projektseminar von Laura Heeg und Olga Schätz zur Chagall-Ausstellung, so dass für Studierende aus dem Seminar eine Teilnahme besonders empfohlen wird.

Für Bachelor-Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an der Veranstaltung ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] The Pencil of Nature. Eine Geschichte der Fotografie (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Proseminar wollen wir uns die Geschichte und Theorie der Fotografie seit dem 19. Jahrhundert erarbeiten.
Wir werden zu diesem Zweck gemeinsam einen Text der Sekundärliteratur zum Thema lesen und besprechen sowie konkrete Fotografien und Quellen zur Theorie der Fotografie durch Lektüre und Präsentationen im Seminar gemeinsam analysieren.
Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Geschichte des Mediums zu gewinnen, um die unterschiedlichen künstlerischen Anverwandlungen der fotografischen Technik kontextualisieren und einordnen zu können, und wichtige Begriffe und Konzepte, die sich mit dieser bildgebenden Technik verbinden, zu verstehen und anzuwenden.


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (LV 1 und LV 2). Werden zwei aufeinander bezogene Seminare zum selben Thema angeboten, sind beide zu belegen (eines in "LV 1: Seminar 1", das andere in "LV 2: Seminar 2").

[Si] (De-)Colonizing Portraiture. Eine postkoloniale Geschichte des Porträts (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2022
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr
nächster Termin: 09.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedlichen Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Hair Politics. Haare als ästhetisches und politisches Material (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L3, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

[Si] Islam in Europa 1000-1250
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs zwischen
Europa und islamisch geprägten Gebieten im Mittelalter in der Zeit vom 11. bis
13. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Sonder-Ausstellung „Islam in Europa 1000–
1250“, die vom 7. September 2022 bis zum 12. Februar 2023 im Dommuseum
Hildesheim stattfinden wird. Der Ausstellungskatalog umfasst ausführliche Texte
zu 80 Objekten und Dokumenten, die den Einstieg in das gesellschaftlich
relevante Thema bieten. Das Dommuseum selbst beherbergt zahlreiche bedeutende
Kunstwerke, die Kulturkontakte im Mittelalter widerspiegeln. Darüber hinaus
kommen weitere Leihgaben aus Kirchenschätzen, Klöstern, Bibliotheken und Museen,
darunter die Domschatzkammern in Trier, Münster und Regensburg, das British
Museum und das Musée du Louvre.
Fokussierend werden die mittelalterlichen Zentren Córdoba, Palermo, Kairo und
Konstantinopel als Knotenpunkte der vielfältigen Kulturkontakte in den Blick
genommen. Diese waren nicht nur politische, sondern auch ökonomische und
künstlerische Zentren, in denen hochkarätige Luxuswerke produziert wurden. In
der Ausstellung werden hochrangige Exemplare höfischer Kultur zu sehen sein, z.
B. geschnittene Bergkristalle, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und
Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus wird auch der im Mittelalter rege Wissensund
Wissenschaftstransfer veranschaulicht, v. a. durch bedeutende Handschriften.
Jenseits der Objekte und Dokumente soll auch die Ausstellungskonzeption
thematisiert werden.
Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch ist als Teil des Seminars geplant.
Die Lehrveranstaltung bietet auch Anknüpfungspunkte zur Vorlesung
„Goldschmiedekunst des Mittelalters“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


     

LV 1 und LV 5 werden im Wintersemester angeboten (1. Studiensemester), LV 2, LV 3 und LV 4 im Sommersemester (2. Studiensemester).

 
[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 233

Kommentar:

Aller Anfang ist schwer – daher verfolgt das Basismodul das Ziel, Studierenden in den beiden kommenden Semestern mit den Grundlagen eines Fachs vertraut zu machen, welches es so in der Schule nicht gibt: der Kunstgeschichte. Wir werden dabei die Kunstgeschichte als eine Disziplin kennenlernen, die sich wie keine andere mit der Visualität unserer Gesellschaft in ihren historischen Dimensionen auseinandersetzt. Zu unserer Arbeit gehört sowohl das analytische Sehen von Bild- und Bauwerken zu schulen als auch die grundlegenden Methoden zu deren Deutung einzuüben.

Literatur:
Partsch, Susanna: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Stuttgart 2014.
Pfisterer, Ulrich: Kunstgeschichte zur Einführung, Hamburg 2020.
Prochno-Schinkel, Renate: Das Studium der Kunstgeschichte. Eine praxisbetonte Einführung, Berlin 2008.


       
[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2022
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

[Tut] Tutorium Einführung I (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Annabel Ruckdeschel M.A., Szántó, Evelin
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2022
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333a

 

Zu belegen sind zwei Module.

 
[Vl] Goldschmiedekunst des Mittelalters  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 15.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2022
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr
nächster Termin: 07.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011
Einzeltermin:
Mi. 15.02.2023,12.00 - 14.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Goldschmiedekunst des Mittelalters
in Europa und im Mittelmeerraum. Goldschmiedearbeiten gehören zu den technisch
wie semantisch anspruchsvollsten Objekten dieser Epoche, die essentieller
Bestandteil weltlicher wie kirchlicher Repräsentation waren. Dazu gehören
Insignien, wie Kronen, Zepter und Reichsäpfel, und Vasa Sacra für den
kirchlichen Gebrauch. Aus Edelmetall wurden z. B. Reliquiare,
Altarverkleidungen, Tragaltäre, Monstranzen und Kreuze gefertigt. Profane
Gegenstände wie Schmuck, Schmuckkästen und Edelmetallgefäße sind in der Regel
seltener erhalten geblieben, zeugen jedoch von der Bedeutung der
Goldschmiedekunst auch im privaten Bereich.
In der Vorlesung werden einige der wichtigsten Objekte bzw. Objekt-/Fundgruppen
genauer betrachtet, weiterhin die Techniken der Edelmetallverarbeitung im
Mittelalter, die Rolle der Feinschmiede und Emailleure sowie schriftliche
Quellen zum Handwerk erörtert. Fallbeispiele aus aktuellen Forschungsprojekten
zeigen, mit welchen Fragestellungen und interdisziplinären (z. B.
materialwissenschaftlichen) Methoden Goldschmiedearbeiten des Mittelalters
erforscht werden können und welche Informationen daraus zu gewinnen sind, z. B.
zu Herstellungs-, Gebrauchs- und Funktionskontexten, Rezeptions- und
Wahrnehmungsfragen. Überdies wird der museale Kontext, in dem sich die meisten
Objekte heute befinden, und Konzepte der Thesaurierung in den Blick genommen.
Insbesondere hier zeigt sich die Relevanz des Themas für Studierende im Hinblick
auf zukünftige Arbeitsfelder, z. B. in Domschatzkammern oder Diözesanmuseen.
Die Vorlesung bietet auch Anknüpfungspunkte zum Seminar zur Ausstellung „Islam
in Europa 1000-1250“ (Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie).


[Si] Jungfrau, Mutter Gottes, Himmelskönigin. Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Jungfrau, Muttergottes, Himmelskönigin ¬– dieser Dreiklang spiegelt bereits das Spektrum an Zuschreibungen wider, die Maria in der christlichen Auslegung seit jeher zukommen. Begründet ist dies durch ihre Rolle als Mutter Jesu Christi, mittels derer sie einen herausragenden Platz in der Heilsgeschichte einnimmt. In dieser Funktion prägte sie nicht nur Vorstellungen von Weiblichkeit in den christlichen Kulturen und Gesellschaften auf vielfältige, mithin widersprüchliche Art und Weise. Wirkungsvoll entfaltete sich ihre Position als bedeutendste weibliche Heilige auch in der mittelalterlichen Bildproduktion: Sowohl im Privatgebrauch als auch in der kultischen und spirituellen Praxis war Maria visuell vielfältig präsent, sei es als wundertätiges Kultbild, als klappbare Schreinmadonna oder als vervielfältigbare Ikone.
Im Seminar werden wir uns mit den unterschiedlichen Bildmedien mariologischer Frömmigkeit im Mittelalter und ihren Funktionen auseinandersetzen. Dabei loten wir das Spektrum der Marienikonografie aus und betrachten diese im Kontext von Kultpraktiken, Frömmigkeitsdiskursen und Rezeptionsweisen.

Prüfungsvorleistung: Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen; Prüfungsleistung: Referat (20minütig) oder Hausarbeit (10 Seiten)

Einführende Literatur:
- Beinert, Wolfgang: Handbuch der Marienkunde, 2 Bde., Regensburg 1996-97.
- Schiller, Gertrud: Ikonografie der christlichen Kunst. Band 4.2.: Maria, Gütersloh 1980.
- Schreiner, Klaus: Maria, Leben, Legenden, Symbole, München 2003.
- Schreiner, Klaus: Frömmigkeit im Mittelalter. Politisch-soziale Kontexte, visuelle Praxis, körperliche Ausdrucksformen, München 2002.


   
[Vl] Global, national, regional: Die Kunst der Moderne  (AfK-Nr. 122)
Klausurtermin: 16.02.2023
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 012
Einzeltermin:
Do. 16.02.2023,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur) Alter Steinbacher Weg 44, 012

Kommentar:

Die Vorlesung geht der Frage nach, welche Bedeutung kunstgeographische Aspekte, also die Herkunft, Verortung und räumliche Bezugnahme von Kunstwerken und Künstler*innen, für die Moderne und unseren heutigen Umgang damit haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Globalisierung und eine Dezentrierung des Westens im internationalen Kunst- und Ausstellungsbetrieb (Bsp. documenta 2022), über Provenienzen und Restitutionsansprüche (Bsp. Benin Bronzen), über das Eigene und das Andere, Fremde ... In der Epoche Moderne (ca. 1850-1950), so wird zu zeigen sein, spielten global, national, regional immer wieder eine wichtige Rolle - sowohl für die künstlerische Praxis (z. B. der deutschen Expressionisten, von Pablo Picasso u.a. ) als auch für das historische Verständnis der bildenden Künste (Fachgeschichte), ihre Zurschaustellung und Rezeption.


[P Si] Bildhauerinnen der Moderne und Gegenwart (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2022
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr
nächster Termin: 05.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

[Si] Jüdische Perspektiven in der modernen Kunst [Gegenwartskunst] (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2022
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 06.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Gibt es spezifisch jüdische Perspektiven in der modernen Kunst? Und falls ja, was würde durch sie sichtbar? Das Seminar erörtert jüdische Perspektiven in der Kunst und visuellen Kultur der Moderne bis zur Gegenwart und geht exemplarisch den Bezügen zu religiösen Sujets ebenso wie zu säkularen Bildwelten nach. Der Begriff der „Jüdischen Kunst“ spannt sich zwischen Selbst- und Fremdzuschreibungen auf, zwischen denen die pluralen „jüdischen Identitäten“ changieren. Sie ist etwa von Transformationen christlicher Sujets in jüdische geprägt und entwickelt historisch unterschiedliche Modelle von „jüdischer Kultur“, auf die sie sich bezieht. Die malerischen Positionen der jüdisch geprägten École de Paris (z.B. Amadeo Modigliani, Chaim Soutine, Marc Chagall) werden im Seminar ebenso diskutiert wie die abstrakten und figurativen Formen von angloamerikanischer Farbfeldmalerei und Pop Art (z.B. Mark Rothko, Barnett Newman, R. B. Kitaj). Die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt zeigte deutlich, wie sich jüdisch konnotierte, imaginierte Rächer*innenfiguren zwischen Kunst und Populärkultur bewegen. Bis heute beeinflussen sie das Bild- und Narrationsarsenal sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Kunst- und Kulturproduktion.
Einen Schwerpunkt des Seminars bildet die künstlerische Position Marc Chagalls, dessen Arbeiten aus den 30er und 40er Jahren derzeit in der Ausstellung „Marc Chagall – Welt in Aufruhr“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sind. Es erarbeitet daher Inhalte zu dem Projektseminar von Laura Heeg und Olga Schätz zur Chagall-Ausstellung, so dass für Studierende aus dem Seminar eine Teilnahme besonders empfohlen wird.

Für Bachelor-Studierende der Kunstgeschichte ist die Teilnahme an der Veranstaltung ab dem 3. Semester möglich.


[P Si] The Pencil of Nature. Eine Geschichte der Fotografie (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Proseminar wollen wir uns die Geschichte und Theorie der Fotografie seit dem 19. Jahrhundert erarbeiten.
Wir werden zu diesem Zweck gemeinsam einen Text der Sekundärliteratur zum Thema lesen und besprechen sowie konkrete Fotografien und Quellen zur Theorie der Fotografie durch Lektüre und Präsentationen im Seminar gemeinsam analysieren.
Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Geschichte des Mediums zu gewinnen, um die unterschiedlichen künstlerischen Anverwandlungen der fotografischen Technik kontextualisieren und einordnen zu können, und wichtige Begriffe und Konzepte, die sich mit dieser bildgebenden Technik verbinden, zu verstehen und anzuwenden.


[Si] Why Look at Animals? Tierbilder im 20. und 21. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2022
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr
nächster Termin: 08.12.2022, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Tiere dienen als Gegenüber, als das „Andere“, anhand dessen sich Menschen als Menschen verstehen. Tiere werden von Menschen geliebt und bekämpft, gefürchtet und gezähmt, sie werden geschützt und gequält, verwurstet – und ins Bild gesetzt. Die Kunst stellt einen Schauplatz dar, an dem das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen vielfältigen, oft widersprüchlichen Aspekten gespiegelt und verhandelt wird. Human-Animal Studies heißt das noch junge Forschungsfeld, das dieses Verhältnis und die damit einhergehenden Rollenzuweisungen kritisch beleuchtet.
Mit seinem Essay „Why Look at Animals?“ legte John Berger (1926-2017) einen wegweisenden Text für die Auseinandersetzung mit der visuellen Repräsentation von (nichtmenschlichen) Tieren vor. Im Seminar suchen wir gemeinsam nach Antworten auf die von Berger aufgeworfene Frage. Auf Grundlage des Schaffens von Franz Marc, Pablo Picasso, Gerhard Marcks, Marino Marini, Frida Kahlo, Joseph Beuys, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, Mark Dion, Björn Braun und anderen Künstler*innen beschäftigen wir uns mit Tierbildern im 20. und 21. Jahrhundert. Gleichsam im Galopp sollen dabei prägende künstlerische Entwicklungen und Praktiken dieses Zeitraums in ihren Charakteristika erarbeitet werden.

Literatur:
- Aloi, Giovanni: Art & Animals, London/New York 2012.
- Berger, John: „Why Look at Animals?“ (1977), in: ders.: Why Look at Animals?, London 2009, S. 12-37.
- List, Claudia: „Das Tier im 20. Jahrhundert“, in: dies.: Tiere. Gestalt und Bedeutung in der Kunst, Stuttgart/Zürich 1993, S. 225-247.
- Ullrich, Jessica: „Tiere und Bildende Kunst“, in: Roland Borgards (Hg.): Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, S. 195-215.


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