JLU Gie�en
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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Lehramtsstudiengänge - Politik und Wirtschaft (L2, L3, L5)

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Legende

  
[Vl] Demokratie und Politik in Deutschland
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, B 030
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, B 030

Kommentar:

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Analyse des politischen Systems Deutschlands. Auf theoretischen Grundlagen geht es um die systematische Analyse der Strukturen des politischen Systems sowie die politische Praxis der Gegenwart. Konkret geht es inhaltlich beispielsweise um die Demokratie, Regierungen und Parlamente sowie die Justiz und Verwaltung. Schwerpunkte sind außerdem die Partizipationsforschung sowie die Einstellungsforschung. Die Vorlesung zeichnet sich durch einen hohen Aktualitätsbezug aus, punktuell wird allerdings auch auf die DDR eingegangen, um diesen wichtigen Teil der politischen Entwicklungen in Deutschland mitzureflektieren. In Ergänzung zur Vorlesung gibt es zusätzliche Angebote wie externe Veranstaltungen und Exkursionen. Die genaue Terminplanung sowie die Informationen zur Klausur werden in der ersten Vorlesung bekannt gegeben.


[P Si] Hessische Landespolitik (A)
Dozent/-in:
WiMi der Professur de Nève
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 106
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 106

Kommentar:

Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ begleitet die Einführungsvorlesung „Demokratie und Politik in Deutschland“ (donnerstags von 10 bis 12 Uhr). Die Idee ist, Sie als angehende Politiklehrkräfte näher an die praktische Politik und potenzielle außerschulische Lernorte hier in Hessen heranzuführen.

In den Sitzungen des Proseminars vertiefen und ergänzen wir ausgewählte Inhalte der Vorlesung an konkreten Beispielen. Dafür ersetzen wir auch einige der regulär wöchentlich stattfindenden Sitzungen durch Exkursionen an interessante Orte außerhalb der Universität: Geplant sind beispielsweise Besuche des Hessischen Landtages und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden, des Lern- und Erinnerungsort im Notaufnahmelager Gießen oder des Gefahrenabwehrzentrums Gießen. Das Exkursionsprogramm wird derzeit noch finalisiert und zu Beginn der Vorlesungszeit bekanntgegeben. Sie wählen dann aus, an welchen konkreten Exkursionen Sie verbindlich teilnehmen möchten, und melden sich entsprechend an.

Die im Proseminar zu erbringende Prüfungsvorleistung (zur Modulprüfung in Gestalt der Klausur in der Vorlesung) besteht in einem reflektierenden Bericht über diese praktischen Vertiefungen. Zur Vorbereitung auf die Berichte umfasst das Proseminar außerdem eine Einführung in Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.

Hinweis: Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ wird aus Kapazitätsgründen dreimal angeboten („A“, „B“ und „C“). Diese Lehrveranstaltungen sind inhaltlich identisch, finden als Wahlpflichtveranstaltungen aber zu unterschiedlichen, im Vorlesungsverzeichnis ersichtlichen Zeiten statt. Die Anmeldung zur jeweiligen Lehrveranstaltung in FlexNow ist aus organisationspraktischen Gründen für die Dauer der gesamten Vorlesungszeit verbindlich.


[P Si] Hessische Landespolitik (B)
Dozent/-in:
WiMi der Professur de Nève
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, E 106
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 106

Kommentar:

Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ begleitet die Einführungsvorlesung „Demokratie und Politik in Deutschland“ (donnerstags von 10 bis 12 Uhr). Die Idee ist, Sie als angehende Politiklehrkräfte näher an die praktische Politik und potenzielle außerschulische Lernorte hier in Hessen heranzuführen.

In den Sitzungen des Proseminars vertiefen und ergänzen wir ausgewählte Inhalte der Vorlesung an konkreten Beispielen. Dafür ersetzen wir auch einige der regulär wöchentlich stattfindenden Sitzungen durch Exkursionen an interessante Orte außerhalb der Universität: Geplant sind beispielsweise Besuche des Hessischen Landtages und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden, des Lern- und Erinnerungsort im Notaufnahmelager Gießen oder des Gefahrenabwehrzentrums Gießen. Das Exkursionsprogramm wird derzeit noch finalisiert und zu Beginn der Vorlesungszeit bekanntgegeben. Sie wählen dann aus, an welchen konkreten Exkursionen Sie verbindlich teilnehmen möchten, und melden sich entsprechend an.

Die im Proseminar zu erbringende Prüfungsvorleistung (zur Modulprüfung in Gestalt der Klausur in der Vorlesung) besteht in einem reflektierenden Bericht über diese praktischen Vertiefungen. Zur Vorbereitung auf die Berichte umfasst das Proseminar außerdem eine Einführung in Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.

Hinweis: Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ wird aus Kapazitätsgründen dreimal angeboten („A“, „B“ und „C“). Diese Lehrveranstaltungen sind inhaltlich identisch, finden als Wahlpflichtveranstaltungen aber zu unterschiedlichen, im Vorlesungsverzeichnis ersichtlichen Zeiten statt. Die Anmeldung zur jeweiligen Lehrveranstaltung in FlexNow ist aus organisationspraktischen Gründen für die Dauer der gesamten Vorlesungszeit verbindlich.


[P Si] Hessische Landespolitik (C)
Dozent/-in:
WiMi der Professur de Nève
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Licher Straße 68, RUW-052
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, RUW-052

Kommentar:

Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ begleitet die Einführungsvorlesung „Demokratie und Politik in Deutschland“ (donnerstags von 10 bis 12 Uhr). Die Idee ist, Sie als angehende Politiklehrkräfte näher an die praktische Politik und potenzielle außerschulische Lernorte hier in Hessen heranzuführen.

In den Sitzungen des Proseminars vertiefen und ergänzen wir ausgewählte Inhalte der Vorlesung an konkreten Beispielen. Dafür ersetzen wir auch einige der regulär wöchentlich stattfindenden Sitzungen durch Exkursionen an interessante Orte außerhalb der Universität: Geplant sind beispielsweise Besuche des Hessischen Landtages und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden, des Lern- und Erinnerungsort im Notaufnahmelager Gießen oder des Gefahrenabwehrzentrums Gießen. Das Exkursionsprogramm wird derzeit noch finalisiert und zu Beginn der Vorlesungszeit bekanntgegeben. Sie wählen dann aus, an welchen konkreten Exkursionen Sie verbindlich teilnehmen möchten, und melden sich entsprechend an.

Die im Proseminar zu erbringende Prüfungsvorleistung (zur Modulprüfung in Gestalt der Klausur in der Vorlesung) besteht in einem reflektierenden Bericht über diese praktischen Vertiefungen. Zur Vorbereitung auf die Berichte umfasst das Proseminar außerdem eine Einführung in Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.

Hinweis: Das Proseminar „Hessische Landespolitik“ wird aus Kapazitätsgründen dreimal angeboten („A“, „B“ und „C“). Diese Lehrveranstaltungen sind inhaltlich identisch, finden als Wahlpflichtveranstaltungen aber zu unterschiedlichen, im Vorlesungsverzeichnis ersichtlichen Zeiten statt. Die Anmeldung zur jeweiligen Lehrveranstaltung in FlexNow ist aus organisationspraktischen Gründen für die Dauer der gesamten Vorlesungszeit verbindlich.


 
[Vl] Handeln, Kommunikation, Sozialisation
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, A 108
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, A 108

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL BA, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem

[Vl] Kulturen des Konflikts. Eine Einführung in die Mediensoziologie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, A 108
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, A 108

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  GuK Pol, Ba, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L 2,3,5, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

Den Ausgangspunkt dieser Vorlesung bildet der Konflikt als kulturelle Keimzelle sozialer Orientierungsprozesse und seine intensive Verflechtung mit dem Medialen. Konflikte sind nicht naturgegeben, sondern sie gewinnen ihre soziale Gestalt dadurch, dass sie als Konflikt erfahren und kommuniziert werden. Will man mehr über die Kulturen des Konflikts der Gegenwartsgesellschaften erfahren, dann gilt es, sich den kommunikativen Praktiken zuzuwenden, die diese hervorbringen. In den digitalisierten Mediengesellschaften der Gegenwart bedeutet das, dass Form und Wirksamkeit von Konflikten aufs Engste mit ihrer medialen Kommunizierbarkeit gekoppelt sind. Dabei sind ‚die‘ Medien kein Zaungast sozialer Konflikte, über die sie lediglich berichten würden. Im Gegenteil, sie sind auf unterschiedliche Arten und Weisen konstitutiver Bestandteil der sozialen Konstruktionsprozesse von Konflikten. Ob in den Fernsehnachrichten, auf TikTok, auf Telegram oder im Kino, die mediale Kommunikation von Konflikten trägt zur Ausdifferenzierung des gesellschaftlichen Wissensvorrats von eben diesen wesentlich bei.
Zum Aufbau: Die Vorlesung wird einen Überblick zur theoretischen und empirischen Erforschung kultureller Konflikte aus mediensoziologischer Perspektive geben. Zu diesem Zweck gliedert sie sich in drei Blöcke: In Block I werden zentrale Grundbegriffe aus der Mediensoziologie (u. a. Kommunikation, Öffentlichkeit, Konstruktivismen, Rezeption) geklärt. Dabei werden insbesondere die Bezüge und das Wechselspiel zwischen Medien und Konflikt herausgestellt. In Block II werden konkrete empirische Forschungsfelder der Mediensoziologie entlang der drei ausgewählten Konfliktformen ‚Krieg‘, ‚Gewalt‘ und ‚Krise der Information‘ vorgestellt. Diskutiert werden aktuelle Forschungsergebnisse u. a. zur Kriegsfotografie, zur mediatisierten Polizeigewalt, zu Trolling, Fake News, Hate Speech, Coded Bias und Diskriminierung in digitalen Spielen. Block III ist der Synthese gewidmet. Hier werden die Argumentationsschritte der Vorlesung rekapituliert und zusammengeführt und es wird ein Antworthorizont auf die Leitfragen erarbeitet.


[P Si] Gesellschaftlicher Wandel: Dynamiken und Akteure der Nachhaltigkeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, E 101
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 101

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL BA, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem
Nachhaltigkeit:
Die Veranstaltung verfolgt einen Nexus-Ansatz (Zusammenhänge und/oder Zielkonflikte von mind. zwei SDG)


Kommentar:

Prozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit stehen gegenwärtig in einer paradoxen Situation: Obwohl die gesellschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeit kontinuierlich zunimmt, geraten Prozesse der Nachhaltigkeitstransformation im Kontext politischer, sozialer und kultureller Konflikte vielfach ins Stocken. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen im Kontext von Nachhaltigkeit und richtet den Blick insbesondere auf Dynamiken, Konfliktlinien und Akteurskonstellationen gesellschaftlichen Wandels. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen soziale Akteure zu Agenten des Wandels werden, wie unterschiedliche Nachhaltigkeitsverständnisse gesellschaftlich ausgehandelt werden und welche Perspektiven nachhaltiger Zukünfte dabei an Bedeutung gewinnen. Ziel der Veranstaltung ist es, theoretische Perspektiven auf gesellschaftlichen Wandel und Nachhaltigkeit kennenzulernen, kritisch zu reflektieren und anhand ausgewählter empirischer Handlungsfelder wie Konsum, Energie oder Mobilität zu diskutieren. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Literatur wird vorausgesetzt.


[P Si] Soziales Handeln und Partizipation in der sozial-ökologischen Transformation
Dozent/-in:
N.N
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 11.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 106
Fr. 22.01.2027,12.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 106
Fr. 29.01.2027,12.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 106
Fr. 05.02.2027,12.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 106

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL BA, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem

[Si] Trauma und Erfahrung. Kritische Theorie der Kindheit
Dozent/-in:
Gastprofessur Kritische Gesellschaftstheorie
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: k.A.
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Kommentar:

Das Seminar fragt, wie Kindheit aus Sicht der Kritischen Theorie verstanden werden kann. Erst
mit der neuzeitlichen »Entdeckung der Kindheit« (Philippe Ariès) wurden genuin kindliche
Erfahrung denkbar. Galten Kinder lange als unfertige Subjekte, denen eigenständige Fähigkeiten
abgesprochen wurden, so zerstören etwa Walter Benjamin und Theodor W. Adorno dieses Bild.
Vor dem Hintergrund gesellschaftskritischer Überlegungen zur Krise von Erfahrung in der
Moderne, fragen sie nach dem Wert genuin kindlicher Erfahrungen. Im Seminar wollen wir daran,
wie an Sigmund Freud anschließend, Kindheit als ambivalenten Erfahrungsraum thematisieren.
Zum einen diskutieren wir u. a. anhand literarischer Texte (Albert Cohen) dessen traumatische
Qualität. Dabei fragen wir nach der Rolle autoritärer Erziehung, wobei wir Lektüren Adornos mit
Michael Hanekes Film Das weiße Band verbinden. Zum anderen beleuchten wir die utopische
Aufladung von Kindheit, die bei Marcel Proust, wie bei Adorno und Benjamin, eben auch als Raum
glücklicher, noch nicht gesellschaftlich zugerichteter Erfahrungen erscheint.


[P Si] Verschwörungstheorien und Antisemitismus: Alter Wein in neuen Schläuchen
Dozent/-in:
Gastprofessur Antisemitismusforschung Dr. Elizaveta Firsova-Eckert
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phi l. C 027
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phi l. C 027

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL BA, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar untersucht antisemitische Verschwörungstheorien in historischer und
gegenwartsbezogener Perspektive. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass antisemitische
Deutungsmuster eine bemerkenswerte Wandlungsfähigkeit besitzen: Motive wie geheime
jüdische Macht, Brunnenvergiftung, Ritualmord, Finanzkontrolle, Weltverschwörung,
Mediensteuerung oder „zersetzender Einfluss“ verändern ihre Form, bleiben aber in ihrer
ideologischen Struktur wiedererkennbar. Antisemitische Verschwörungstheorien erscheinen
somit als „alter Wein in neuen Schläuchen“: Sie aktualisieren vormoderne, moderne und
(post)nationalsozialistische Narrative des Antijudaismus in jeweils neuen historischen
Krisenkontexten.
Antisemitismus wird nicht als bloßes Vorurteil einzelner Personen verstanden, sondern als
gesellschaftliches Deutungsangebot, das abstrakte Herrschaftsverhältnisse personalisiert,
Ambivalenz reduziert und Krisenerfahrungen projektiv verarbeitet. Damit eignet sich das
Seminar besonders, um den Zusammenhang von Ideologiekritik, politischer Ökonomie,
Sozialpsychologie und pädagogischer Intervention herauszuarbeiten.


[Si] Evidenz als Waffe: Wissenschaftskommunikation in der polarisierten Gegenwart
Das Seminar gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Teil findet vom 13. Oktober bis 24. November wöchentlich, jeweils dienstags von 10-12 Uhr statt. Der zweite Teil besteht aus zwei Blockveranstaltungen, die am Freitag, 11. sowie 18. Dezember von 12-20 Uhr stattfinden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104
2 Einzeltermine:
Fr. 11.12.2026,12.00 - 20.00 Uhr   Phil II, E 104
Fr. 18.12.2026,12.00 - 20.00 Uhr   Phil II, E 104

Zielgruppen:
SoSc Ba, WPV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  GuK Pol, Ba, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L 2,3,5, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

Klimawandel, Corona-Pandemie, Desinformation: Der Einfluss wissenschaftlicher Expertise und epistemischem Wissen ist mittlerweile fester Bestandteil bei der Einordnung und Besprechung gesellschaftlicher Krisen und Konflikte. Wissenschaftler:innen beraten Politiker:innen, informieren die Öffentlichkeit in Talkshows, Podcasts oder den Sozialen Medien. Wissenschaftskommunikator:innen, seien es Journalist:innen, Aktivist:innen oder Influencer:innen argumentieren mit dem Verweis auf epistemisches Wissen für ihre Standpunkte.
Ob Wissenschaft dabei als Produzentin objektiver Wahrheiten gepriesen, oder als Sammelbecken für Ideologie und Voreingenommenheit geschmäht wird: Nicht immer geht es Kommentator:innen um die Suche nach Fakten. Vielmehr ist wissenschaftliche Expertise beziehungsweise ihre mediale Konstruktion ein Baustein im Kampf um die Deutungshoheit in öffentlichen Debatten.
Im Seminar soll dieses Spannungsfeld zwischen epistemischem Wissen und digitale Öffentlichkeiten anhand spezifischer Diskurse, zum Beispiel zum Klimawandel oder der Corona-Pandemie, beleuchtet werden. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Abschnitte: (1) Theoretische Grundlagen und Begriffsklärung; (2) Exemplarische Vertiefung anhand konkreter Fallanalysen.
Zeitplan
Das Seminar gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Teil findet vom 13. Oktober bis 24. November wöchentlich, jeweils dienstags von 10-12 Uhr im Raum Phil II, E 104 statt. Der zweite Teil besteht aus zwei Blockveranstaltungen, die am Freitag, 11. sowie 18. Dezember von 12-20 Uhr in Raum E 104 stattfinden.


[Si] Kriegsfilm. Filmsoziologische Perspektiven auf Krieg, Gewalt und Erinnerung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2026
zwei-wöchentlich Mi. 16:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 21.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Zielgruppen:
SoSc Ba, WPV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  GuK Pol, Ba, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L 2,3,5, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

Man stelle sich vor, es ist Krieg und keiner ginge hin. Kommt der Krieg ins Kino, wird hingegangen – und zwar in Scharen, seit es das Kino gibt. Kaum ein Genre ist zugleich so morbide und so florierend wie der Kriegsfilm: Prisoner-of-War- und U-Boot-Filme, Heimkehrerdramen, Kriegssatiren, Antikriegs-, Militärgerichts- und Combat-Filme wurden in den letzten zehn Jahren mehr denn je produziert. Wenn Filme zu den „visuellen Formen [gehören], in und mit denen sich eine Gesellschaft darstellt“ (Denzin 2003, S. 417), dann stellt sich unsere Gesellschaft mehr denn je als eine kriegerische dar – ein Blick in die realpolitische Gegenwart gibt dieser Diagnose leider recht.
Das Seminar nimmt den Kriegsfilm als Seismographen seiner Gegenwart in den Blick. Er entwirft Kriegsszenarien für ein Publikum, das – zumindest im globalen Norden – über keine unmittelbaren Kriegserfahrungen verfügt, wohl aber über ein breites medienvermitteltes Wissen aus Fotografie, Reportage, Instagram-Story und Film: Unser kollektives Kriegsgedächtnis ist in erster Linie ein mediatisiertes. Kriegsfilme sind nicht der quellenkritischen Geschichtsschreibung verpflichtet, sondern eröffnen Denkräume für die normative Stellung des Krieges. Auch wo vergangene Kriege inszeniert werden, prägt das Produktionsumfeld die Darstellung: Kriegsfilme sind eher Zeitzeugen ihrer eigenen Gegenwart als des Krieges, von dem sie erzählen.
Dieser Präsenz des Krieges im Kino steht die Kriegsverdrängung der Sozialtheorie gegenüber (vgl. Joas/Knöbl 2008). Hier setzt das Seminar an: Aus filmsoziologischer Perspektive untersuchen wir das filmische Wissen über Krieg, um mehr über Geschichte, Gegenwart und Gewalt des Krieges in pluralisierten Gesellschaften zu erfahren. Gerade jüngere Produktionen reflektieren die politische Wirkmächtigkeit filmischer Kriegsentwürfe – doch auch der kritische Kriegsfilm gibt dem Krieg eine Bühne, im Spannungsfeld von kultureller Erinnerungsarbeit und den Inszenierungsstrategien eines effekt- und affektgeladenen Unterhaltungskinos (Kappelhoff u.a. 2013).
Das Seminar gliedert sich in drei Abschnitte: (1) theoretische Grundlagen zu Krieg, Gewalt, Kriegsberichterstattung und zur ambivalenten Verbindung von Krieg und Unterhaltungsindustrie; (2) methodische Grundlagen der Filmanalyse; (3) Analysen von Kriegsfilmen anhand sozialtheoretisch hergeleiteter Fragestellungen. Es findet 14-tägig in Doppelblöcken statt, um Theorie und Filmanalyse intensiv verbinden zu können.
Erste Sitzung: Mittwoch, 21.10.2026, 16:00 Uhr, Phil II E 104.


[Si] Künstliche Intelligenz und ihr Einfluss auf die Gesellschaft
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 002
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002

Zielgruppen:
SoSc Ba, WPV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  GuK Pol, Ba, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L 2,3,5, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem


Kommentar:

Künstliche Intelligenz hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, die zum Teil so noch gar nicht in Gänze abzusehen sind. Neben Veränderungen in der Wirtschaft, beispielsweise durch die Automatisierung von Arbeitsplätzen oder einer Umstrukturierung des Arbeitsmarktes, sind in allen Teilbereichen und -systemen wie beispielsweise der Bildung und Erziehung oder in Medizin und Gesundheitswesen Auswirkungen zu erwarten. Auch neue Formen sozialer Kontrolle (Surveying), den öffentlichen Raum betreffend, oder des Zusammenlebens (wie z.B. auf Algorithmen beruhende Partnerwahl), den privaten Raum betreffend, sind möglich. Aber auch gesamtgesellschaftlich werden Fragen wie z.B. zu Ethik und Datenschutz oder zu sozialer Ungleichheit zu beantworten sein. Derzeit werden von unterschiedlichen Akteuren Debatten darüber geführt, welche potentiellen Vorteile aber auch Herausforderungen damit verbunden sein werden. Anhand ausführlicher wissenschaftlicher (Literatur-) Recherchen werden wir im Kurs zunächst diese Debatten nachzeichnen und uns dann in einer Aufstellung möglicher Auswirkungen auf unsere Gesellschaft versuchen. Der Leistungsnachweis erfolgt semesterbegleitend durch eigenständige Literaturrecherchen und -exzerpte, die am Ende in einem Präsentations- und damit Portfolioformat enden. Der Kurs erfordert in hohem Maße eigenständiges Arbeiten auch vor Ort und in Gruppen.


[Si] Zwischen Lifestyle und Antifeminismus: Qualitative Videoanalyse von Tradwife-Content auf Social Media
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 11.12.2026,12.00 - 16.00 Uhr   Phil II, E 002
Sa. 16.01.2027,10.00 - 17.00 Uhr   Phil II, E 002
So. 17.01.2027,10.00 - 17.00 Uhr   Phil II, E 002
Fr. 29.01.2027,12.00 - 16.00 Uhr   Phil II, E 002

Zielgruppen:
SoSc Ba, WPV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  Ggr BSc, PV/WPV, oSem  |  GuK Pol, Ba, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L 2,3,5, WPV, oSem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

"Im Mittelpunkt des Seminars stehen sogenannte Tradwives als Social-Media-Phänomen. Untersucht wird, wie traditionelle Weiblichkeit, Häuslichkeit, Mutterschaft, Ehe und Fürsorgearbeit auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ästhetisch inszeniert und medial verbreitet werden. Dabei fragen wir, ob und wie Tradwife-Content mit antifeministischen Deutungen und digitaler Geschlechterpolitik verbunden ist.
Die Studierenden entwickeln eigene kleine Forschungsprojekte und analysieren ausgewählte Social-Media-Videos mithilfe qualitativer Videoanalyse. Neben Fragen der Beschreibung und Interpretation audiovisueller Daten werden auch grundlegende Fragen des Umgangs mit öffentlich zugänglichem Social-Media-Material berücksichtigt."


 
[Vl] Deutschlands Wirtschafts- und Fiskalpolitik in verteilungspolitischer Perspektive
Digital
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 22.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: k.A.
nächster Termin: 22.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
L2,3,BBB,5, PV, 1. Sem  |  SoSc Ba, PV, 1. Sem  |  GuK Pol Ba, WPV, 1. Sem  |  SLK Pol Ba, WPV, 1. Sem  |  Ggr. BSc, WPV, 1. Sem  |  VWL Ba, WPV, 1. Sem  |  BWL Ba, WPV, 1. Sem  |  B.SC WiWi, WPV, 1. Sem  |  AB Ba, WPV, 1. Sem

[P Si] Einführung in die Politische Ökonomie (A)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, 3. Sem

[P Si] Einführung in die Politische Ökonomie (B)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, 3. Sem

 
[Vl] Einführung in die Internationalen Beziehungen
Online-Vorlesung (synchron)
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A.
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
L2,3,BBB,5, PV, 1. Sem  |  SoSc Ba, PV, 3. Sem  |  GuK Pol Ba, WPV, 1./3. Sem  |  SLK Pol Ba, WPV, 1./3. Sem  |  Ggr. BSc, WPV, 1./.3./5. Sem  |  VWL Ba, WPV, 1./3./5. Sem  |  BWL Ba, WPV, 1./3./5. Sem  |  B.SC WiWi, WPV, 1./3./5. Sem  |  AB Ba, WPV, 1./3./5. Sem

Kommentar:

In der Vorlesung erfolgt eine theoriegeleitete und problemorientierte Einführung in die Internationalen Beziehungen. In einem ersten Teil werden die Gegenstände und Theorien der internationalen Beziehungen vertiefend behandelt (z.B. der (Neo-)Realismus, Neoinstitutionalismus, Liberalismus, Sozialkonstruktivismus, sowie kritische neomarxistische Theorieansätze). Daran anschließend erfolgt eine systematische Beschäftigung mit Ansätzen zur Erforschung von Krieg und Frieden, der Außenpolitik und der Analyse internationaler Organisationen, von Global Governance, regionaler Integration (z.B. Europäische Union), und von Unterentwicklung und Entwicklung. Die Vorlesung bildet die Grundlage für die parallel stattfindenden Seminare zur Einführung in die Internationalen Beziehungen. Es wird während der einzelnen Sitzungen Wert auf einen Austausch bzw. Diskussion mit Studierenden über die jeweiligen Inhalte der einzelnen Sitzungen gelegt. Übergeordnete Fragestellungen, die in einzelnen Sitzungen immer wieder kehren, sind u.a.: Wie wirkt sich die Krise des liberalen Weltordnungsmodells auf die internationalen Beziehungen aus? Welche Folgen hat die veränderte Machtkonstellation für die internationalen Beziehungen? Welche Perspektiven ergeben sich vor diesem Hintergrund für die Friedenssicherung bzw. die Beendigung von Gewaltkonflikten durch internationale Organisationen? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Ukraine-Krieg für die Friedenssicherung? Wie entwickelt sich die Europäische Union in Zeiten des Populismus und des Brexit? Welche Folgen hat die durch den Populismus propagierte Betonung des nationalen Interesses bzw. der nationalen Autonomie für die Zukunft von Global Governance und für den Welthandel? Wie kann die oftmals begrenzte Effektivität des globalen Regierens überwunden werden und wie kann das Welthandelssystem sozial und ökologisch gerechter ausgestaltet werden? Welche Anforderungen ergeben sich für die deutsche Außenpolitik vor dem Hintergrund des skizzierten Wandels in der Weltpolitik? Die Vorlesung findet als Online-Veranstaltung (synchron, wöchentlich montags von 10-12 Uhr) statt. Vorlesungsbeginn; 12.10. 2026. Der Zugang zur Online Plattform erfolgt über die Lernplattform in Studip und wird vorab bekannt gegeben.


[P Si] Einführung in die Internationalen Beziehungen (3)
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
8 Einzeltermine:
Do. 17.12.2026,16.00 - 17.00 Uhr   keine Raumangabe
Mi. 13.01.2027,10.00 - 14.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 14.01.2027,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Mi. 20.01.2027,10.00 - 14.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 21.01.2027,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Mi. 27.01.2027,10.00 - 14.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 28.01.2027,14.00 - 18.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 04.02.2027,16.00 - 17.00 Uhr   keine Raumangabe

Zielgruppe:
SoSc Ba, PV, 3./5. Sem | L2,3,BBB,5, PV, 1. Sem | GuK Pol Ba, WPV, 1./3. Sem | SLK Pol Ba, WPV, 1./3. Sem | Ggr. BSc, WPV, 1./.3./5. Sem | VWL Ba, WPV, 1./3./5. Sem | BWL Ba, WPV, 1./3./5. Sem | B.SC WiWi, WPV, 1./3./5. Sem | AB Ba, WPV, 1./3./5. Sem

[Si] Populismus und Außenpolitik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Karl-Glöckner-Str. 21E, Raum 201
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
L1,2, PV, 6. Sem  |  L3,5, PV, 8. Sem

Kommentar:

Welchen Einfluss hat der rasante Aufstieg populistischer Bewegungen auf nationale Außenpolitiken und das internationale Regieren? Wie resilient bzw. anpassungsfähig sind die internationalen Governance-Strukturen bzw. internationale Organisationen wie die UNO, die EU oder die NATO gegenüber diesen Bewegungen? Wie übersetzt sich die außenpolitische populistische Programmatik und die damit verbundene Betonung des nationalen Interesses, die Betonung von nationaler Autonomie bzw, Skepsis gegenüber internationaler Kooperation und Integration, die Kontestierung moderner liberaler Normen im Bereich der Menschenrechte in das jeweilige Handeln populistisch geprägter Regierungen? Diese Fragen werden mit Blick auf die außenpolitische Programmatik populistischer Bewegungen und deren Regierungshandeln in ausgewählten Ländern Europas (z.B. Italien, Polen, Deutschland, Frankreich), in der Europäischen Union, den USA und in einzelnen lateinamerikanischen und asiatischen Staaten behandelt. Der erfolgreiche und benotete Abschluss erfolgt über die aktive Mitwirkung an einem mündlichen Referat und der Anfertigung einer Hausarbeit.


 
[Vl] Europäisierung im Vergleich
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II Haus B 030
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II Haus B 030

Zielgruppen:
SoSc Ba,WPV, o. Sem  |  GuK Pol Ba, WPV, o. Sem  |  SLK Pol Ba, WPV, o. Sem  |  Ggr BSc, WPV, o. Sem  |  VWL Ba, WPV, o. Sem  |  BWL Ba, WPV, o. Sem  |  B.Sc WiWi, WPV, o. Sem  |  AB Ba, WPV, o. Sem  |  L2,3,BBB,5, WPV, 3./5. Sem  |  Gasth, WPV, oSem

Kommentar:

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Grundlagen der Europäischen Union. Sie führt ein in das Institutionensystem der EU sowie in Besonderheiten einzelner EU-Staaten in der EU-Politik. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über zentrale Politikfelder der EU, wie bspw. den Binnenmarkt, die Agrarpolitik und die Außenpolitik. Sie nutzt dabei verschiedene EU-bezogene Konzepte und Theorien und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Ansatz der Europäisierung.


[P Si] Außenpolitik von EU Staaten im Vergleich
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 52
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 52

Zielgruppen:
L1,2, PV, 6. Sem  |  L3,5, PV, 8. Sem

Kommentar:

Das Seminar befasst sich mit den Akteuren der EU-Außenpolitik und betrachtet dabei das Spannungsverhältnis zwischen der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union gegenüber den nationalen Außenpolitiken ausgewählter Mitgliedsstaaten.

Wie verhalten sich die Mitgliedsstaaten und wo passen sie sich an? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen zwischen "großen" und "kleinen" Mitgliedsstaaten vor? Welche Bedeutung haben dabei die Internationale Integration und Europäisierung auf die Mitgliedsstaaten?

Mit besonderem Fokus werden die EU-Außenpolitiken von
- Deutschland
- Frankreich
- Polen
- den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen
- Tschechien
- und der Niederlande untersucht.

Abschließend beschäftigen wir uns mit internationalen und globalen Herausforderungen im europäischen Kontext, den Fragen strategischer Autonomie der EU sowie einem Ausblick in die Zukunft.

Das Passwort für die Stud.IP Gruppe erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung am 13.10.2026.


 
[Si] Flaneure und Flaneusen in Moderne und Gegenwart
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
Einzeltermin:
Fr. 15.01.2027,14.00 - 18.00 Uhr   Margarete-Bieber-Saal, Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Ökologie der Geister"

Kommentar:

Das Flanieren in der großen Stadt ist ein schillerndes Thema der europäischen Moderne, dem wir sowohl in der Literatur als auch in der bildenden Kunst begegnen. Der Flaneur durchstreift die im 19. Jahrhundert enorm anwachsenden Metropolen Paris, London, Rom, Berlin, Wien, New York etc. und macht dabei vielfältige Entdeckungen, die des Notats bedürfen. In jüngerer Zeit hat die Forschung auch die "Flaneuse" als weibliches Pendant entdeckt.
In unserem Seminar wollen wir das Phänomen des ziellosen Gehens, Umherstreifens, Sich-Treiben-Lassens und stöbernden Betrachtens als eine sinnliche Erfahrung begreifen, die wir bis heute und vielleicht auch jenseits der Großstadt kennen bzw. machen können. Wie fragen, wie sich das in den Künsten niederschlägt und inwiefern sie an der Idee und Ausgestaltung des Flanierens beteiligt sind. Wo manifestiert sich zum Beispiel der schweifende Blick der Flaneurs in der Malerei des französischen Impressionismus? Welche Bildmotive und welche Stilmittel kommen zum Einsatz, um das Schlendern durch die Stadt nachvollziehbar zu machen? Welche Erfahrung des Raums, der Straße, des Weges und der Architektur, aber auch des eigenen Körpers und seiner Bewegungen erlaubt das Flanieren? Wann und wo werden Flaneure und Flaneusen selbst zu einem Motiv oder gar Topos der Bildkünste? Was hat der Müßiggang des Flaneurs und der Flaneuse mit der künstlerischen Erfahrung und Praxis zu tun?

Das Seminar findet im Rahmen des Gießener Ausstellungs- und Aktionsprojekts "Ökologie der Geister" (https://oekologiedergeister.de/) statt. Zeitgleich unterrichtet Jörg Wagner am Institut für Kunstpädagogik ein Projektseminar, in dem es ebenfalls um das Gehen in der Stadt geht, mit einem besonderen Fokus auf Gießen. Der Politikwissenschaftler Johannes Diesing wiederum bietet mit dem Seminar "Geisterjäger*in werden - Orte, Räume, Atmosphären" eine Lehrveranstaltung an, in der das Spazierengehen als Methode der sozialwissenschaftlichen Beobachtung erkundet wird. Die drei Seminargruppen kommen am 15.1. zu einer gemeinsamen Sondersitzung zusammen, um über Erfahrungen mit dem Thema und Ergebnisse aus den Lehrveranstaltungen ins Gespräch zu kommen.


[Si] Geisterjäger*in werden - Orte, Räume, Atmosphären
Blockseminar
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Fr. 16.10.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil II, E 104
Fr. 06.11.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil II, E 104
Sa. 07.11.2026,09.00 - 16.00 Uhr   Phil II, E 104
So. 08.11.2026,09.00 - 16.00 Uhr   Phil II, E 104
Fr. 15.01.2027,14.00 - 18.00 Uhr   Margarete-Bieber-Saal, Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Ökologie der Geister"

Kommentar:

Blockseminar mit Exkursion: Geisterjägerin werden – Orte, Räume, Atmosphären

Das Flanieren und das Spazierengehen im urbanen Raum haben in unterschiedlichen künstlerischen- und wissenschaftlichen Disziplinen und Fächern fruchtbare Impulse geliefert, und aus der Logik des Alltagslebens ausbrechend neue Perspektiven und Erkenntnisse angeregt.
Im Rahmen des Seminars werden wir uns einerseits in methodischer Hinsicht ganz praktisch mit dem Spazierengehen als Methode der sozialwissenschaftlichen Beobachtung beschäftigen. Dabei gehen wir andererseits auf die Suche nach den „Geistern“, die verschiedene Orte im Gießener Stadtgebiet beseelen und/oder heimsuch(t)en.

Das Seminar findet in Abstimmung mit dem Projekt Ökologie der Geister am Institut für Kunstpädagogik statt.

Einführungssitzung am 16.10.2026, 18 Uhr Blockwochenende vom 06.11.2026 bis 08.11.2026

Bitte beachten Sie, dass diese Blockveranstaltung aufgrund des Praxissemesters nur in diesem Zeitfenster in der ersten Woche des Wintersemesters stattfinden kann!


 
[Vl] Einführung in die Politische Theorie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, Raum 003
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, Raum 003

Kommentar:

Die einstündige Vorlesung zur Politischen Theorie gibt einen historisch-systematischen Überblick über die Entwicklung grundlegender Konzeptionen der Philosophie und Politikwissenschaft. Dazu gehören Vorstellungen vom Politischen und vom Staat, von Gleichheit/Ungleichheit, Gerechtigkeit/Ungerechtigkeit, Macht, Widerstand, Demokratie und Souveränität. Alle Positionen werden auch aus postkolonialer, antirassistischer sowie feministischer Sicht untersucht.


[P Si] Politische Theorie: Historische Perspektiven und Aktualität
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, Raum 116
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, Raum 116

Kommentar:

Das Seminar begleitet die Vorlesung zur Politischen Theorie und vertieft den historisch-systematischen Überblick über die Entwicklung grundlegender Konzeptionen der Philosophie und Politikwissenschaft. Dazu gehören Vorstellungen vom Politischen und vom Staat, von Gleichheit/Ungleichheit, Gerechtigkeit/Ungerechtigkeit, Macht, Widerstand, Souveränität und Demokratie. Alle Positionen werden auch aus postkolonialer, antirassistischer sowie feministischer Sicht untersucht.


 
[Si] Methoden inklusiver politische Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Die Diskrepanz zwischen der internationalen Verpflichtung der Bundesrepublik, Inklusion voranzutreiben, und der realen Schulsituation könnte kaum größer sein. Ein Grund dafür ist vielleicht auch, dass es an Konzepten inklusiver (politischer) Bildung mangelt und insgesamt eher wenig Forschungsergebnisse vorliegen. Das Seminar reflektiert Begriffe von Behinderung und die Geschichte sowie Gegenwart der Behindertenpolitik. Danach werden Ziele und Inhalte politischer Bildung für inklusive Settings weitergedacht. Schließlich sollen konkrete inklusive Methoden für unterschiedliche Förderschwerpunkte erkundet und erprobt werden.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit, die Bearbeitung von Aufgaben und die Übernahme eines Kurzreferates.
Eine Prüfungsleistung ist in Form einer Hausarbeit zu erbringen. Diese kann auf einer Auswertung von Methoden oder ganzen Unterrichtskonzeptionen basieren.
Grundlagenliteratur
Bösl, Elsbeth (2010): Die Geschichte der Behindertenpolitik in der Bundesrepublik aus Sicht der Disability History, in: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 23. S. 6-12.
Dönges, Christoph/Hilpert, Wolfram/Zurstrassen, Bettina (Hg.) (2015): Didaktik der inklusiven politischen Bildung.
Hölzel, Tina/Jahr, David (Hg.) (2019): Konturen einer inklusiven politischen Bildung. Konzeptionelle und empirische Zugänge. Wiesbaden.
Meyer, Dorothee/Hilpert, Wolfgang/Lindmeier, Bettina (Hg.) (2020): Grundlagen und Praxis inklusiver politischer Bildung. Bonn.


 
[Si] Nachbereitungsseminar Fachpraktikum
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 16.10.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201
Sa. 17.10.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201
Fr. 23.10.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201
Sa. 24.10.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Blockseminar geht es darum, die während des Praktikums gesammelten Erfahrungen und Beobachtungen zu reflektieren, mit Hilfe von theoretischen Ansätzen zu durchdringen und abschließend auszuwerten.


 
[Si] Demokratieförderung an Schulen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Demokratieförderung an Schulen gelingt nur, wenn Konzepte gemeinsam mit der Schule entwickelt und im Alltag erprobt werden. In diesem anwendungsorientierten Seminar werden exemplarisch an einer kooperierenden Schule Konzepte zur Demokratieförderung entwickelt und in die Praxis überführt. Zunächst werden durch Interviews mit Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern die Bedarfe vor Ort ermittelt. Darauf aufbauend werden tragfähige Konzepte entwickelt, wobei auch das schulische Umfeld einbezogen wird. Ziel ist, die entwickelten Konzepte im Rahmen eines weiteren Seminars in der Praxis zu erproben und zu reflektieren.


[Si] Methoden inklusiver politische Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Die Diskrepanz zwischen der internationalen Verpflichtung der Bundesrepublik, Inklusion voranzutreiben, und der realen Schulsituation könnte kaum größer sein. Ein Grund dafür ist vielleicht auch, dass es an Konzepten inklusiver (politischer) Bildung mangelt und insgesamt eher wenig Forschungsergebnisse vorliegen. Das Seminar reflektiert Begriffe von Behinderung und die Geschichte sowie Gegenwart der Behindertenpolitik. Danach werden Ziele und Inhalte politischer Bildung für inklusive Settings weitergedacht. Schließlich sollen konkrete inklusive Methoden für unterschiedliche Förderschwerpunkte erkundet und erprobt werden.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit, die Bearbeitung von Aufgaben und die Übernahme eines Kurzreferates.
Eine Prüfungsleistung ist in Form einer Hausarbeit zu erbringen. Diese kann auf einer Auswertung von Methoden oder ganzen Unterrichtskonzeptionen basieren.
Grundlagenliteratur
Bösl, Elsbeth (2010): Die Geschichte der Behindertenpolitik in der Bundesrepublik aus Sicht der Disability History, in: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 23. S. 6-12.
Dönges, Christoph/Hilpert, Wolfram/Zurstrassen, Bettina (Hg.) (2015): Didaktik der inklusiven politischen Bildung.
Hölzel, Tina/Jahr, David (Hg.) (2019): Konturen einer inklusiven politischen Bildung. Konzeptionelle und empirische Zugänge. Wiesbaden.
Meyer, Dorothee/Hilpert, Wolfgang/Lindmeier, Bettina (Hg.) (2020): Grundlagen und Praxis inklusiver politischer Bildung. Bonn.


[Si] Methoden politischer Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar vermittelt zentrale Methoden der politischen Bildung und diskutiert deren didaktische Begründung. Ausgehend von aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – etwa autoritären Entwicklungen, Demokratiegefährdungen oder politischer Polarisierung – werden unterschiedliche Unterrichtsmethoden analysiert, erprobt und hinsichtlich ihrer Potenziale und Grenzen reflektiert. Ziel ist es, Methoden fachlich begründet auszuwählen, an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen und für die schulische Praxis nutzbar zu machen. Hinzuweisen ist auf ein inhaltlich anschlussfähiges Seminar in M12 (Politische Bildung und autoritäre Regression), welches die theoretischen Grundlagen für die methodische Arbeit herstellt.


[Si] Demokratieförderung an Schulen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Demokratieförderung an Schulen gelingt nur, wenn Konzepte gemeinsam mit der Schule entwickelt und im Alltag erprobt werden. In diesem anwendungsorientierten Seminar werden exemplarisch an einer kooperierenden Schule Konzepte zur Demokratieförderung entwickelt und in die Praxis überführt. Zunächst werden durch Interviews mit Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern die Bedarfe vor Ort ermittelt. Darauf aufbauend werden tragfähige Konzepte entwickelt, wobei auch das schulische Umfeld einbezogen wird. Ziel ist, die entwickelten Konzepte im Rahmen eines weiteren Seminars in der Praxis zu erproben und zu reflektieren.


[Si] Methoden inklusiver politische Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Die Diskrepanz zwischen der internationalen Verpflichtung der Bundesrepublik, Inklusion voranzutreiben, und der realen Schulsituation könnte kaum größer sein. Ein Grund dafür ist vielleicht auch, dass es an Konzepten inklusiver (politischer) Bildung mangelt und insgesamt eher wenig Forschungsergebnisse vorliegen. Das Seminar reflektiert Begriffe von Behinderung und die Geschichte sowie Gegenwart der Behindertenpolitik. Danach werden Ziele und Inhalte politischer Bildung für inklusive Settings weitergedacht. Schließlich sollen konkrete inklusive Methoden für unterschiedliche Förderschwerpunkte erkundet und erprobt werden.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit, die Bearbeitung von Aufgaben und die Übernahme eines Kurzreferates.
Eine Prüfungsleistung ist in Form einer Hausarbeit zu erbringen. Diese kann auf einer Auswertung von Methoden oder ganzen Unterrichtskonzeptionen basieren.
Grundlagenliteratur
Bösl, Elsbeth (2010): Die Geschichte der Behindertenpolitik in der Bundesrepublik aus Sicht der Disability History, in: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 23. S. 6-12.
Dönges, Christoph/Hilpert, Wolfram/Zurstrassen, Bettina (Hg.) (2015): Didaktik der inklusiven politischen Bildung.
Hölzel, Tina/Jahr, David (Hg.) (2019): Konturen einer inklusiven politischen Bildung. Konzeptionelle und empirische Zugänge. Wiesbaden.
Meyer, Dorothee/Hilpert, Wolfgang/Lindmeier, Bettina (Hg.) (2020): Grundlagen und Praxis inklusiver politischer Bildung. Bonn.


[Si] Methoden politischer Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar vermittelt zentrale Methoden der politischen Bildung und diskutiert deren didaktische Begründung. Ausgehend von aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – etwa autoritären Entwicklungen, Demokratiegefährdungen oder politischer Polarisierung – werden unterschiedliche Unterrichtsmethoden analysiert, erprobt und hinsichtlich ihrer Potenziale und Grenzen reflektiert. Ziel ist es, Methoden fachlich begründet auszuwählen, an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen und für die schulische Praxis nutzbar zu machen. Hinzuweisen ist auf ein inhaltlich anschlussfähiges Seminar in M12 (Politische Bildung und autoritäre Regression), welches die theoretischen Grundlagen für die methodische Arbeit herstellt.


 
[Si] Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe an Schulen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Demokratiebildung ist inzwischen in den Bundesländern als Querschnittsaufgabe für die schulische Bildung fest verankert. Dementsprechend ist es nicht nur Aufgabe des Faches Politik und Wirtschaft, sondern aller Fächer sowie der Schulen insgesamt, Demokratiebildung zu realisieren. Auffällig ist jedoch, dass in den Fachdiskussionen zur Demokratiebildung sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber bestehen, was Demokratiebildung genau umfassen soll. So wird Demokratiebildung teilweise als Synonym für politische Bildung verwendet. Nach einer weiteren Perspektive wird Demokratiebildung mit Demokratiepädagogik, also einer Erziehung zur Demokratie, identifiziert. Teilweise wird Demokratiebildung auch als Dachkonstruktion für politische Bildung und weitere Elemente verstanden. Infolgedessen variieren auch die normativen Zugänge zu der Frage, was demokratisch ist, was Demokratie bedeutet und wie eine Demokratisierung der Gesellschaft erreicht werden kann.
Im Seminar erarbeiten wir begründete Positionen dazu, was eine gelingende Demokratiebildung in Zeiten massiver politischer Krisen, insbesondere auch von Krisen der Demokratie, kennzeichnen sollte. Darüber hinaus betrachten wir weitere Unterrichtsfächer und deren Potenziale, Demokratiebildung zu realisieren.
Einen praxisorientierten Zugang bietet ein Workshop-Format, das in der Reading Week des Fachbereichs 03 stattfindet. Der Workshop findet am Donnerstag, den 19. November, von 9:00 bis 10:30 Uhr statt und widmet sich dem Thema „Populäre Musik und Demokratiebildung“. Hierzu gestalten wir einen Workshop in Kooperation mit dem Institut für Musik, um demokratiebildende Potenziale des Faches Musik gemeinsam zu diskutieren. Unseren Beitrag zu diesem Workshop werden wir zu Beginn des Semesters gemeinsam erarbeiten. Der Umfang der regulären Seminarsitzungen wird entsprechend angepasst.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines kurzen Impulsvortrags. Die modulabschließende Prüfung kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur
Breit, Gotthard/Schiele, Siegfried (Hg.) (2002): Demokratie-Lernen als Aufgabe der politischen Bildung. Bonn.
Feldmann, Dominik (2025): Demokratiebildung als Feuerwehr? Zu Chancen, Herausforderungen und Widersprüchen eines populären Konzepts – auch in der Musik. In: Frey-Konrad, Ute/Hofbauer, Viola Cäcilia/Blanchard, Olivier/Bugiel, Lukas (Hg.): 46. Jahresband des Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung. Münster/New York. S. 17-28.
Himmelmann, Gerhard (2001): Demokratie Lernen als Lebens-, Gesellschafts- und Herr¬schaftsform. Ein Lehr- und Studienbuch. 3. Auflage. Schwalbach/Ts.
Lange, Dirk/Himmelmann, Gerhard (Hg.) (2010): Demokratiedidaktik. Impulse für die Politische Bildung. Wiesbaden.
Lösch, Bettina (2010): Ein kritisches Demokratieverständnis für die politische Bildung. In: Lösch, Bettina/Thimmel, Andreas (Hg.): Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. 2. Auflage. Schwalbach/Ts. S. 115-127.
Schmitt, Sophie/Feldmann, Dominik (2025): Demokratiebildung und kritische politische Bildung. Die „Frankfurter Erklärung“ und ihre Relevanz für Debatten um Demokratiebildung. In: Beutel, Wolfgang/Kenner, Steve/Lange, Dirk (Hg.): Monitor Demokratiebildung. Band 1: Demokratiebildung. Eine Orientierung. Frankfurt/M. S. 207-217.
Schmiederer, Rolf (1972): Zwischen Affirmation und Reformismus. Politische Bildung in Westdeutschland seit 1945. Frankfurt/M.


[Si] Fußball und politische Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 101
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 101

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Fußball ist mehr als nur eine Sportart. Das zeigen nicht zuletzt die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im Sommer dieses Jahres. Auch Schüler:innen sind auf vielfältige Weise mit Fußball verbunden – sei es, weil Sie selbst Fußball spielen, Anhänger*innen eines Fußballvereins oder interessierte Beobachter*innen sind. Insofern bietet Fußball ein großes Potenzial, einen lebensweltlich orientierten Ansatz politischer Bildung zu realisieren.
Im Seminar betrachten wir das Verhältnis von Fußball und politischer Bildung auf zwei Ebenen. Erstens fragen wir danach, welche Potenziale Fußball als Gegenstand politischer Bildung bietet. Zweitens setzen wir uns damit auseinander, wie politische Bildung in Fußballvereinen gestaltet werden kann. Dabei behandeln wir unter anderem die politische Ökonomie des Fußballs, soziologische Perspektiven auf Fankulturen, Gender-Aspekte, Rassismuskritik sowie Perspektiven der Inklusion in Fußballkontexten.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines kurzen Impulsvortrags. Die modulabschließende Prüfung kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur
Becker, Helle (2024): Echte Liebe! Politische Bildung und Sport. In: Fritz, Fabian/Schmidt, Birger/Walter, Simon/Zwecker, Markus (Hg.): Wie gelingt partizipative politische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene im Fußball? Weinheim. S. 13-28.
Fürtjes, Oliver (2009): Fußballfans im sozialen Wandel. Der Fußball und seine Entproletarisierung – Eine empirische Analyse. Bremen.
Novkovic, Dominik/Rettenmaier, Simon (2024): Bolzplatz-Bildung? Eine Evaluation kritischer politischer Bildungspotenziale der Streetbolzer-Kultur. In: Fritz, Fabian/Schmidt, Birger/Walter, Simon/Zwecker, Markus (Hg.): Wie gelingt partizipative politische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene im Fußball? Weinheim. S. 94-107.
Rosenwanger, Robin (2025): Politische Bildungsprozesse mit Jugendlichen am Lernort Fußballstadion. In: Politisches Lernen 43. Heft 3/4. S. 38-42.
Sorg, Lea (2025): Fußball als (k)ein Raum für politische Bildung? Chancen und Grenzen im Umgang mit Exklusionsmechanismen und Neutralitätsforderungen. In: Politisches Lernen 43. Heft 3/4. S. 2-7.


[Si] Historisch-politische Bildung – vergessene Geschichte(n) erzählen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Historisch-politische Bildung ist ein relevantes Inhaltsfeld politischer Bildung, weil über
die kritische Analyse historischer Entwicklungen gegenwärtige politische Strukturen und
Machtverhältnisse verstehbar werden und darüber politische Urteilsbildung angebahnt
wird. Viele historische Narrative sind von Mehrheitsgesellschaften geprägt. Dass deshalb
die Frage, welche Geschichten erinnert werden und welche nicht, selbst schon Teil
politischer Aushandlungen ist, ist vielen Lernenden oftmals nicht bewusst.
Vergessene Geschichten – etwa von marginalisierten Gruppen, lokalen Akteur*innen,
Minderheiten oder oppositionellen Bewegungen – erweitern den Blick auf Vergangenheit
und Gegenwart und ermöglichen multiperspektivische Zugänge zur Vergangenheit. Das
Seminar zielt insgesamt darauf, angehende Lehrkräfte im Fach Politik und Wirtschaft für
die Multiperspektivität von Geschichte und Erinnerungspolitiken zu sensibilisieren und
insgesamt ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern. Gleichzeitig werden Zugänge
eröffnet, wie über das Erzählen ‚vergessener Geschichten‘ Zugänge zu aktuellen
politischen Fragen wie Migration, Rassismus, Gendergerechtigkeit, Erinnerungskultur
oder sozialer Protestgeschichte eröffnet werden, womit historisches Lernen
lebensweltrelevant wird.


[Si] Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe an Schulen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Demokratiebildung ist inzwischen in den Bundesländern als Querschnittsaufgabe für die schulische Bildung fest verankert. Dementsprechend ist es nicht nur Aufgabe des Faches Politik und Wirtschaft, sondern aller Fächer sowie der Schulen insgesamt, Demokratiebildung zu realisieren. Auffällig ist jedoch, dass in den Fachdiskussionen zur Demokratiebildung sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber bestehen, was Demokratiebildung genau umfassen soll. So wird Demokratiebildung teilweise als Synonym für politische Bildung verwendet. Nach einer weiteren Perspektive wird Demokratiebildung mit Demokratiepädagogik, also einer Erziehung zur Demokratie, identifiziert. Teilweise wird Demokratiebildung auch als Dachkonstruktion für politische Bildung und weitere Elemente verstanden. Infolgedessen variieren auch die normativen Zugänge zu der Frage, was demokratisch ist, was Demokratie bedeutet und wie eine Demokratisierung der Gesellschaft erreicht werden kann.
Im Seminar erarbeiten wir begründete Positionen dazu, was eine gelingende Demokratiebildung in Zeiten massiver politischer Krisen, insbesondere auch von Krisen der Demokratie, kennzeichnen sollte. Darüber hinaus betrachten wir weitere Unterrichtsfächer und deren Potenziale, Demokratiebildung zu realisieren.
Einen praxisorientierten Zugang bietet ein Workshop-Format, das in der Reading Week des Fachbereichs 03 stattfindet. Der Workshop findet am Donnerstag, den 19. November, von 9:00 bis 10:30 Uhr statt und widmet sich dem Thema „Populäre Musik und Demokratiebildung“. Hierzu gestalten wir einen Workshop in Kooperation mit dem Institut für Musik, um demokratiebildende Potenziale des Faches Musik gemeinsam zu diskutieren. Unseren Beitrag zu diesem Workshop werden wir zu Beginn des Semesters gemeinsam erarbeiten. Der Umfang der regulären Seminarsitzungen wird entsprechend angepasst.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines kurzen Impulsvortrags. Die modulabschließende Prüfung kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur
Breit, Gotthard/Schiele, Siegfried (Hg.) (2002): Demokratie-Lernen als Aufgabe der politischen Bildung. Bonn.
Feldmann, Dominik (2025): Demokratiebildung als Feuerwehr? Zu Chancen, Herausforderungen und Widersprüchen eines populären Konzepts – auch in der Musik. In: Frey-Konrad, Ute/Hofbauer, Viola Cäcilia/Blanchard, Olivier/Bugiel, Lukas (Hg.): 46. Jahresband des Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung. Münster/New York. S. 17-28.
Himmelmann, Gerhard (2001): Demokratie Lernen als Lebens-, Gesellschafts- und Herr¬schaftsform. Ein Lehr- und Studienbuch. 3. Auflage. Schwalbach/Ts.
Lange, Dirk/Himmelmann, Gerhard (Hg.) (2010): Demokratiedidaktik. Impulse für die Politische Bildung. Wiesbaden.
Lösch, Bettina (2010): Ein kritisches Demokratieverständnis für die politische Bildung. In: Lösch, Bettina/Thimmel, Andreas (Hg.): Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. 2. Auflage. Schwalbach/Ts. S. 115-127.
Schmitt, Sophie/Feldmann, Dominik (2025): Demokratiebildung und kritische politische Bildung. Die „Frankfurter Erklärung“ und ihre Relevanz für Debatten um Demokratiebildung. In: Beutel, Wolfgang/Kenner, Steve/Lange, Dirk (Hg.): Monitor Demokratiebildung. Band 1: Demokratiebildung. Eine Orientierung. Frankfurt/M. S. 207-217.
Schmiederer, Rolf (1972): Zwischen Affirmation und Reformismus. Politische Bildung in Westdeutschland seit 1945. Frankfurt/M.


[Si] Fußball und politische Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 101
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 101

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Fußball ist mehr als nur eine Sportart. Das zeigen nicht zuletzt die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im Sommer dieses Jahres. Auch Schüler:innen sind auf vielfältige Weise mit Fußball verbunden – sei es, weil Sie selbst Fußball spielen, Anhänger*innen eines Fußballvereins oder interessierte Beobachter*innen sind. Insofern bietet Fußball ein großes Potenzial, einen lebensweltlich orientierten Ansatz politischer Bildung zu realisieren.
Im Seminar betrachten wir das Verhältnis von Fußball und politischer Bildung auf zwei Ebenen. Erstens fragen wir danach, welche Potenziale Fußball als Gegenstand politischer Bildung bietet. Zweitens setzen wir uns damit auseinander, wie politische Bildung in Fußballvereinen gestaltet werden kann. Dabei behandeln wir unter anderem die politische Ökonomie des Fußballs, soziologische Perspektiven auf Fankulturen, Gender-Aspekte, Rassismuskritik sowie Perspektiven der Inklusion in Fußballkontexten.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Anwesenheit in Präsenz, die aktive Mitarbeit sowie die Übernahme eines kurzen Impulsvortrags. Die modulabschließende Prüfung kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden.
Grundlagenliteratur
Becker, Helle (2024): Echte Liebe! Politische Bildung und Sport. In: Fritz, Fabian/Schmidt, Birger/Walter, Simon/Zwecker, Markus (Hg.): Wie gelingt partizipative politische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene im Fußball? Weinheim. S. 13-28.
Fürtjes, Oliver (2009): Fußballfans im sozialen Wandel. Der Fußball und seine Entproletarisierung – Eine empirische Analyse. Bremen.
Novkovic, Dominik/Rettenmaier, Simon (2024): Bolzplatz-Bildung? Eine Evaluation kritischer politischer Bildungspotenziale der Streetbolzer-Kultur. In: Fritz, Fabian/Schmidt, Birger/Walter, Simon/Zwecker, Markus (Hg.): Wie gelingt partizipative politische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene im Fußball? Weinheim. S. 94-107.
Rosenwanger, Robin (2025): Politische Bildungsprozesse mit Jugendlichen am Lernort Fußballstadion. In: Politisches Lernen 43. Heft 3/4. S. 38-42.
Sorg, Lea (2025): Fußball als (k)ein Raum für politische Bildung? Chancen und Grenzen im Umgang mit Exklusionsmechanismen und Neutralitätsforderungen. In: Politisches Lernen 43. Heft 3/4. S. 2-7.


[Si] Historisch-politische Bildung – vergessene Geschichte(n) erzählen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Historisch-politische Bildung ist ein relevantes Inhaltsfeld politischer Bildung, weil über
die kritische Analyse historischer Entwicklungen gegenwärtige politische Strukturen und
Machtverhältnisse verstehbar werden und darüber politische Urteilsbildung angebahnt
wird. Viele historische Narrative sind von Mehrheitsgesellschaften geprägt. Dass deshalb
die Frage, welche Geschichten erinnert werden und welche nicht, selbst schon Teil
politischer Aushandlungen ist, ist vielen Lernenden oftmals nicht bewusst.
Vergessene Geschichten – etwa von marginalisierten Gruppen, lokalen Akteur*innen,
Minderheiten oder oppositionellen Bewegungen – erweitern den Blick auf Vergangenheit
und Gegenwart und ermöglichen multiperspektivische Zugänge zur Vergangenheit. Das
Seminar zielt insgesamt darauf, angehende Lehrkräfte im Fach Politik und Wirtschaft für
die Multiperspektivität von Geschichte und Erinnerungspolitiken zu sensibilisieren und
insgesamt ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern. Gleichzeitig werden Zugänge
eröffnet, wie über das Erzählen ‚vergessener Geschichten‘ Zugänge zu aktuellen
politischen Fragen wie Migration, Rassismus, Gendergerechtigkeit, Erinnerungskultur
oder sozialer Protestgeschichte eröffnet werden, womit historisches Lernen
lebensweltrelevant wird.


 
[Si] Politische Bildung in der "Epochenwende"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

In welcher Zeit (Gesellschaft, Kultur) leben wir eigentlich? Die große Zahl von als Krisen erlebten Entwicklungen erweckt bei vielen Menschen den Eindruck, dass eine vertraute Wirklichkeit zu Ende geht. Bundeskanzler Scholz sprach von der ‚Zeitenwende‘, heute ist oft von einer ‚Epochenwende‘ die Rede. Das spiegelt sich auch in den Wissenschaften. In der Soziologie und der Politikwissenschaft sind in jüngerer Zeit zahlreiche Zeitdiagnosen erarbeitet worden, mit denen versucht wird, diese Veränderungen begrifflich und theoretisch zu fassen.

Was können solche Zeitdiagnosen für politische Bildung bedeuten? Wie können sie im Unterricht zur Sprache kommen, welche Relevanz haben sie darüber hinaus für grundlegende Ziele und Aufgaben der Schule und insbesondere des Faches Politik und Wirtschaft? Darum wird es im Seminar gehen.

Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.


[Si] Politische Bildung qualitativ erforschen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Seit den 1990er Jahren hat die empirische Forschung zur schulbezogenen politischen Bildung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Qualitative Zugänge widmen sich der Rekonstruktion politischer Unterrichts- bzw. Bildungsprozesse, dem Professionswissen von Politiklehrkräften und politischen Bildner*innen sowie den Vorstellungen und Sichtweisen von Lernenden (vgl. Henkenborg 2005, Besand 2013, Schmitt 2017). Diskursanalytische Zugänge befassen sich zudem mit Bildungsdiskursen über politische Bildung, auch in historischer Perspektive (Busch 2016, Schmitt/Kirsch 2026).

Gleichzeitig zeigt sich, dass Lehramtsstudierende nur selten mit empirischen Forschungsmethoden in Berührung kommen - obwohl sie in ihrer späteren beruflichen Praxis Forschungsergebnisse einordnen, vermitteln und für die Gestaltung ihres Unterrichts nutzen müssen.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar qualitativen Erhebung- und Auswertungsmethoden zur Erforschung politischer Bildung. Es ist als Lehr-Forschungsseminar konzipiert und richtet sich an fortgeschrittene Studierende mit einem wissenschaftlichen Interesse an politikdidaktischer Forschung. Wir werden uns Schritt für Schritt in den qualitativen Forschungsprozess einarbeiten und in angeleiteten Gruppen ein kleineres Forschungsprojekt planen und umsetzen. Im Mittelpunkt stehen die Vorstellungen angehender Politiklehrkräfte hinsichtlich ihrer zukünftigen Tätigkeit im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, nach Absprache sind aber auch andere Fragestellungen denkbar.

Die Teilnahme am Seminar erfordert eine aktive Grundhaltung und eröffnet die Möglichkeit die im Seminar entstehenden Ausarbeitungen ggf. als Vorarbeit für eine spätere Wissenschaftlichen Hausarbeit zu nutzen.

Literatur:
• Bergmann, H. (2018): Professionalitätskonzepte angehender Politiklehrkräfte: Eine qualitative Studie zu den professionsbezogenen und fachdidaktischen Vorstellungen von Studierenden des Lehramts Politik. Masterarbeit. Pädagogische Hochschule Freiburg.
• Besand, Anja (Hrsg.) (2013): Lehrer- und Schülerforschung in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts.
• Fischer, F., Lange, D., & Oeftering, T. (2017): Was ist politische Bildung? Qualitative Forschung in der Politikdidaktik am Beispiel einer explorativen Studie zu den Vorstellungen von Lehramtsstudierenden über politische Bildung. In: M. Gloe & T. Oeftering (Hrsg.): Perspektiven auf Politikunterricht heute. Baden-Baden. S. 256–282.
• Fischer, Sebastian/Lange, Dirk (2022): Qualitative empirische Forschung zur politischen Bildung. In: Sander, W. (Hrsg.): Handbuch der politischen Bildung. 5. überarb. Aufl., Frankfurt, S. 99-109.
• Fuß, Susanne (2019): Grundlagen der Transkription. Eine praktische Einführung. 2. Aufl. Opladen.
• Helfferich, Cornelia (2011): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. 4. Aufl. Wiesbaden.
• Henkenborg, Peter (2005): Empirische Forschung zur politischen Bildung – Methoden und Ergebnisse. In: Sander, Wolfgang (Hrsg.): Handbuch der politischen Bildung. 3. überarb. Aufl., Schwalbach/Ts., S. 48-61.
• Kuckartz; U./Rädiker, S. (2022): Qualitative Inhaltsanalyse: Methoden, Praxis, Computerunterstützung: Grundlagentexte Methoden. 5. Aufl. Weinheim, Basel.
Misoch, Sabina (2015): Qualitative Interviews. Berlin/Boston.
• Przyborski, Aglaja/Wohlrab-Sahr, Monika (2010): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 3., korrigierte Auflage. München.
• Schmitt, Sophie (2017): Jenseits des Hängemattenlandes. Arbeit und Arbeitslosigkeit aus der Sicht von Jugendlichen und ihre Bedeutung für die politische Bildung. Schwalbach/Ts.
• Schütze, K. (2017): Politikdidaktische Überzeugungen im Spiegel von Theorie und Praxis. Ergebnisse einer qualitativen Längsschnittstudie. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades des Doktors der Politikwissenschaften (Dr. rer. pol.) im Fachbereich 08 der Universität Bremen.
• Weschenfelder, E., Weißeno, G., & Oberle, M. (o. J.): Fachspezifisches Wissen und Überzeugungen von (angehenden) Politiklehrkräften. In: A. Treibel & M. Soff (Hrsg.), Gender interdisziplinär. S. 163–181.


[Si] Politische Bildung und autoritäre Regression
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Die liberale Demokratie steht zunehmend unter Druck autoritärer und regressiver Entwicklungen. Neben dem Verweis auf die weiterhin bestehenden Begrenzungen und nicht eingelösten Versprechungen liberaler Demokratie (Comtesse et al. 2019) geht es heute verstärkt um die Verteidigung ihrer lange Zeit weitgehend konsensualen grundlegenden Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, sozialer Ausgleich, politischer Pluralismus sowie Meinungs- und Pressefreiheit. Das Seminar behandelt aktuelle Krisenphänomene und umkämpfte Deutungen, die Wahrnehmung dieser Entwicklungen durch junge Menschen sowie die Situation politischer Bildung im Kontext von Delegitimierung, Einhegungsversuchen und materiellen Kürzungen. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten und Grenzen politischer Bildung hinsichtlich der Orientierung von Lernenden, der Stärkung demokratischer Subjekte und der Demokratie insgesamt diskutiert.


[Si] Politische Bildung in der "Epochenwende"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68 Raum 50

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

In welcher Zeit (Gesellschaft, Kultur) leben wir eigentlich? Die große Zahl von als Krisen erlebten Entwicklungen erweckt bei vielen Menschen den Eindruck, dass eine vertraute Wirklichkeit zu Ende geht. Bundeskanzler Scholz sprach von der ‚Zeitenwende‘, heute ist oft von einer ‚Epochenwende‘ die Rede. Das spiegelt sich auch in den Wissenschaften. In der Soziologie und der Politikwissenschaft sind in jüngerer Zeit zahlreiche Zeitdiagnosen erarbeitet worden, mit denen versucht wird, diese Veränderungen begrifflich und theoretisch zu fassen.

Was können solche Zeitdiagnosen für politische Bildung bedeuten? Wie können sie im Unterricht zur Sprache kommen, welche Relevanz haben sie darüber hinaus für grundlegende Ziele und Aufgaben der Schule und insbesondere des Faches Politik und Wirtschaft? Darum wird es im Seminar gehen.

Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.


[Si] Politische Bildung qualitativ erforschen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Seit den 1990er Jahren hat die empirische Forschung zur schulbezogenen politischen Bildung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Qualitative Zugänge widmen sich der Rekonstruktion politischer Unterrichts- bzw. Bildungsprozesse, dem Professionswissen von Politiklehrkräften und politischen Bildner*innen sowie den Vorstellungen und Sichtweisen von Lernenden (vgl. Henkenborg 2005, Besand 2013, Schmitt 2017). Diskursanalytische Zugänge befassen sich zudem mit Bildungsdiskursen über politische Bildung, auch in historischer Perspektive (Busch 2016, Schmitt/Kirsch 2026).

Gleichzeitig zeigt sich, dass Lehramtsstudierende nur selten mit empirischen Forschungsmethoden in Berührung kommen - obwohl sie in ihrer späteren beruflichen Praxis Forschungsergebnisse einordnen, vermitteln und für die Gestaltung ihres Unterrichts nutzen müssen.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar qualitativen Erhebung- und Auswertungsmethoden zur Erforschung politischer Bildung. Es ist als Lehr-Forschungsseminar konzipiert und richtet sich an fortgeschrittene Studierende mit einem wissenschaftlichen Interesse an politikdidaktischer Forschung. Wir werden uns Schritt für Schritt in den qualitativen Forschungsprozess einarbeiten und in angeleiteten Gruppen ein kleineres Forschungsprojekt planen und umsetzen. Im Mittelpunkt stehen die Vorstellungen angehender Politiklehrkräfte hinsichtlich ihrer zukünftigen Tätigkeit im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, nach Absprache sind aber auch andere Fragestellungen denkbar.

Die Teilnahme am Seminar erfordert eine aktive Grundhaltung und eröffnet die Möglichkeit die im Seminar entstehenden Ausarbeitungen ggf. als Vorarbeit für eine spätere Wissenschaftlichen Hausarbeit zu nutzen.

Literatur:
• Bergmann, H. (2018): Professionalitätskonzepte angehender Politiklehrkräfte: Eine qualitative Studie zu den professionsbezogenen und fachdidaktischen Vorstellungen von Studierenden des Lehramts Politik. Masterarbeit. Pädagogische Hochschule Freiburg.
• Besand, Anja (Hrsg.) (2013): Lehrer- und Schülerforschung in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts.
• Fischer, F., Lange, D., & Oeftering, T. (2017): Was ist politische Bildung? Qualitative Forschung in der Politikdidaktik am Beispiel einer explorativen Studie zu den Vorstellungen von Lehramtsstudierenden über politische Bildung. In: M. Gloe & T. Oeftering (Hrsg.): Perspektiven auf Politikunterricht heute. Baden-Baden. S. 256–282.
• Fischer, Sebastian/Lange, Dirk (2022): Qualitative empirische Forschung zur politischen Bildung. In: Sander, W. (Hrsg.): Handbuch der politischen Bildung. 5. überarb. Aufl., Frankfurt, S. 99-109.
• Fuß, Susanne (2019): Grundlagen der Transkription. Eine praktische Einführung. 2. Aufl. Opladen.
• Helfferich, Cornelia (2011): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. 4. Aufl. Wiesbaden.
• Henkenborg, Peter (2005): Empirische Forschung zur politischen Bildung – Methoden und Ergebnisse. In: Sander, Wolfgang (Hrsg.): Handbuch der politischen Bildung. 3. überarb. Aufl., Schwalbach/Ts., S. 48-61.
• Kuckartz; U./Rädiker, S. (2022): Qualitative Inhaltsanalyse: Methoden, Praxis, Computerunterstützung: Grundlagentexte Methoden. 5. Aufl. Weinheim, Basel.
Misoch, Sabina (2015): Qualitative Interviews. Berlin/Boston.
• Przyborski, Aglaja/Wohlrab-Sahr, Monika (2010): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 3., korrigierte Auflage. München.
• Schmitt, Sophie (2017): Jenseits des Hängemattenlandes. Arbeit und Arbeitslosigkeit aus der Sicht von Jugendlichen und ihre Bedeutung für die politische Bildung. Schwalbach/Ts.
• Schütze, K. (2017): Politikdidaktische Überzeugungen im Spiegel von Theorie und Praxis. Ergebnisse einer qualitativen Längsschnittstudie. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades des Doktors der Politikwissenschaften (Dr. rer. pol.) im Fachbereich 08 der Universität Bremen.
• Weschenfelder, E., Weißeno, G., & Oberle, M. (o. J.): Fachspezifisches Wissen und Überzeugungen von (angehenden) Politiklehrkräften. In: A. Treibel & M. Soff (Hrsg.), Gender interdisziplinär. S. 163–181.


[Si] Politische Bildung und autoritäre Regression
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, oSem

Kommentar:

Die liberale Demokratie steht zunehmend unter Druck autoritärer und regressiver Entwicklungen. Neben dem Verweis auf die weiterhin bestehenden Begrenzungen und nicht eingelösten Versprechungen liberaler Demokratie (Comtesse et al. 2019) geht es heute verstärkt um die Verteidigung ihrer lange Zeit weitgehend konsensualen grundlegenden Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, sozialer Ausgleich, politischer Pluralismus sowie Meinungs- und Pressefreiheit. Das Seminar behandelt aktuelle Krisenphänomene und umkämpfte Deutungen, die Wahrnehmung dieser Entwicklungen durch junge Menschen sowie die Situation politischer Bildung im Kontext von Delegitimierung, Einhegungsversuchen und materiellen Kürzungen. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten und Grenzen politischer Bildung hinsichtlich der Orientierung von Lernenden, der Stärkung demokratischer Subjekte und der Demokratie insgesamt diskutiert.


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