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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenMasterstudiengänge SoziologieM.A. Soziologie (Kombinationsmaster- Studiengang 40 cp)
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Masterstudiengänge Soziologie - M.A. Soziologie (Kombinationsmaster- Studiengang 40 cp)

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Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Antifeminismus und Anti-Gender Politiken: Politik- und Demokratietheoretische Einordnungen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003

[Si] Bildung als Kampffeld: Schulen und Hochschulen als Arenen gesellschaftlicher Konflikte um Status, Anerkennung und Identität
Die Veranstaltung wird per Zoom durchgeführt.
Eine Registrierung in StudIP ist für die Seminarkommunikation erforderlich.
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 30.10.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 13.11.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 11.12.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 29.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom

Kommentar:

Das Bildungssystem übernimmt unterschiedliche Rollen und Funktionen in den Bereichen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, Reproduktion und Transformation. Es ist etwa Bestandteil der sekundären Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung, es qualifiziert Individuen und trägt so zum Arbeitsmarkt bei und es ist mit deutlich über 2 Millionen Beschäftigten selbst ein wichtiger Bestandteil des Erwerbssektors. Auch Wissensproduktion und demokratische Partizipationsmöglichkeiten hängen grundlegend an der Arbeit in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und den Feldern der Erwachsenen- und Weiterbildung ab. Aus soziologischer Sicht sind damit auch Fragen von Macht und Teilhabe, Status und Anerkennung sowie Identität und Gruppenbildung verbunden. Hier setzt das Seminar an, indem es diese soziologischen Theorie- und Forschungsfelder in den Blick nimmt. Auf Grundlage unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Studien über Schule und Hochschule wollen wir uns ein sozialwissenschaftliches Verständnis von den diversen Konflikten, Strukturen und Praktiken erarbeiten, die Status, Anerkennung und Identität verleihen und verteilen.


[Si] Hochschulen als politische und normfördernde Akteure der Nachhaltigkeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
9 Einzeltermine:
Mo. 12.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 19.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 26.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 02.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 09.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 30.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 07.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 14.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Sa. 06.02.2027,09.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 101TITEL DES TERMINS: Blocksitzung


Nachhaltigkeit:
Die Veranstaltung verfolgt einen Nexus-Ansatz (Zusammenhänge und/oder Zielkonflikte von mind. zwei SDG)


Kommentar:

Hochschulen nehmen im Kontext der globalen Nachhaltigkeitstransformation eine Schlüsselrolle ein. Als Orte der Wissensproduktion, Sozialisation und politischen Aushandlung tragen sie zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Über ihre Funktionen in Forschung, Lehre und Betrieb hinaus agieren Hochschulen zunehmend als normfördernde Akteure, die gesellschaftliche Leitbilder nachhaltiger Entwicklung mitgestalten und institutionell verankern. Die Veranstaltung untersucht die Rolle von Hochschulen in der Governance globaler Nachhaltigkeitsprozesse aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und adressiert sie als politische und normfördernde Akteure. Im Mittelpunkt stehen theoretische, konzeptionelle und empirische Zugänge zu der Frage, unter welchen Bedingungen sich globale Nachhaltigkeitsnormen in und durch Hochschulen in die Praxis übersetzen. Die Veranstaltung besteht aus acht wöchentlichen Sitzungen sowie einer verpflichtenden eintägigen Blocksitzung am Samstag, den 6. Februar 2027.


[Si] What does fascism mean today? / MP 184-en
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: k.A., (Digital)
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  MK TM, , Sj 1

Kommentar:

Fascism is often seen as a specter of the past—a closed chapter of the 20th century. Yet authoritarian movements are gaining influence worldwide, democratic institutions are coming under pressure, political violence is once again being spoken of openly, and exclusion is becoming normalized. But is this already fascism? Or are we witnessing new forms of authoritarian rule that differ from their historical counterparts? The seminar explores this pressing question and will address key features of fascism as well as their current transformations and possibilities for resistance against them.


 

Zu belegen sind bis zu drei Module darin jeweils: entweder zwei Seminare (A1 und A2) oder ein Lehrforschungsprojekt (A3).

[Si] Antifeminismus und Anti-Gender Politiken: Politik- und Demokratietheoretische Einordnungen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003

[Si] Ästhetische Selbstbildung. Kunst und Künstler zwischen Emanzipation und Subjektivierung
Blockseminar, Termine folgen
Dozent/-in:
Gastprofessur Kritische Gesellschaftstheorie
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar diskutiert in zwei thematischen Blöcken Konzeptionen ästhetischer Selbstbildung und
arbeitet deren Dialektik heraus. Zunächst lesen wir historische Positionen, die Kritik an der
modernen Gesellschaft formulieren und die Kunst oder den Künstler als Gegenentwurf zur
repressiven Subjektbildung begreifen (von Friedrich Schiller, Oscar Wilde, Virginia Woolf, Rosa
Luxemburg). Im zweiten Block fragen wir, wie es solcher »Künstlerkritik« (Luc Boltanski/Ève
Chiapello) im fortgeschrittenen Kapitalismus ergangen ist. Dazu lesen wir zunächst Texte der
Kritischen Theorie, die im Kontext ihrer Analysen der Kulturindustrie auch die ästhetisch
vermittelte Subjektivierungsfunktion problematisieren (etwa durch »Popular Music«). Schließlich
wenden wir uns aktuellen Diskussionen um gesellschaftliche Ästhetisierung zu. Wir lesen Autoren
wie Andreas Reckwitz oder Ulrich Bröckling, nach denen vormals als künstlerisch geltende
Qualitäten wie Kreativität zu Ressourcen ökonomisch motivierter Selbstoptimierung geworden
sind.


[Si] Bildung als Kampffeld: Schulen und Hochschulen als Arenen gesellschaftlicher Konflikte um Status, Anerkennung und Identität
Die Veranstaltung wird per Zoom durchgeführt.
Eine Registrierung in StudIP ist für die Seminarkommunikation erforderlich.
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 30.10.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 13.11.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 11.12.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 29.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom

Kommentar:

Das Bildungssystem übernimmt unterschiedliche Rollen und Funktionen in den Bereichen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, Reproduktion und Transformation. Es ist etwa Bestandteil der sekundären Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung, es qualifiziert Individuen und trägt so zum Arbeitsmarkt bei und es ist mit deutlich über 2 Millionen Beschäftigten selbst ein wichtiger Bestandteil des Erwerbssektors. Auch Wissensproduktion und demokratische Partizipationsmöglichkeiten hängen grundlegend an der Arbeit in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und den Feldern der Erwachsenen- und Weiterbildung ab. Aus soziologischer Sicht sind damit auch Fragen von Macht und Teilhabe, Status und Anerkennung sowie Identität und Gruppenbildung verbunden. Hier setzt das Seminar an, indem es diese soziologischen Theorie- und Forschungsfelder in den Blick nimmt. Auf Grundlage unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Studien über Schule und Hochschule wollen wir uns ein sozialwissenschaftliches Verständnis von den diversen Konflikten, Strukturen und Praktiken erarbeiten, die Status, Anerkennung und Identität verleihen und verteilen.


[Si] Deutsch-deutsche Geschichte der populären Musik bis zur Gegenwart. Pop in der DDR, BRD und im wiedervereinigten Deutschland
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar setzt in der Nachkriegszeit mit der Geschichte des geteilten Deutschlands an und arbeitet sich bis in die Zeit des wiedervereinigten Deutschlands und der Gegenwart vor. Wir beschäftigen uns zum einen mit den gesellschaftlichen Umständen, in denen sich populäre Musikformen sowohl in der DDR als auch in der BRD entfalteten und blicken auf hegemoniale Zuschreibungen und Ideologien, mit denen populäre Musik in den unterschiedlichen politischen Systemen unweigerlich verflochten war. Zudem werden diverse musikalische Praktiken von einschlägigen Modetänzen bis hin zu Aspekten der Musikproduktion beleuchtet, ebenso wie die lebensweltlichen Bezüge einzelner Genres wie Beat, (Kraut)Rock, Soul, Disco, Neuer Deutscher Welle, Hip-Hop/Deutschrap, EDM/Techno, Indierock und Deutschpop. Darüber hinaus werden einzelne ästhetische Strategien im Klang, Performance und Lyrics herausgearbeitet, mit denen spezifische Artikulationen und Problematisierungen deutscher bzw. nationaler Identität vorgenommen wurden.

2. Literatur
Ahlers, Michael & Jacke, Christoph, eds. 2017. Perspectives on German Popular Music. New York: Routledge.
Lipp, Florian. 2021. Punk und New Wave im letzten Jahrzehnt der DDR. Akteure – Konfliktfelder – musikalische Praxis. Münster: Waxmann.
Mrozek, Bodo. 2019. Jugend. Pop. Kultur. Eine transnationale Geschichte. Berlin: Suhrkamp.
Rauhut, Michael & Peter, Beate (Hg.). 2022. Popular Music History 14/2. Special Issue: „Narrating Popular Music Histories of the GDR: A Critical Reflection of Approaches, Sources and Methods“.
Schiller, Melanie. 2018. Soundtracking Germany. Popular Music and National Identity. London: Rowman & Littlefield.
Seibt, Oliver / Ringsmut, Martin & Wickström, David-Emil (Hg). 2021. Made in Germany: Studies in Popular Music. New York: Routledge.
Simmeth, Alexander. 2016. Krautrock transnational. Die Neuerfindung der Popmusik in der BRD, 1968–1978. Bielefeld: transcript.
Spiritova, Mareka & Trummer, Manuel (Hg.). 2023. Pop the Nation. Die Nation als Ressource und Argument in Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung. Münster: Waxmann.
Völker, Florian. 2023. Kälte-Pop. Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Popmusik-Exports. Berlin: De Gruyter.
Zaddach, Wolf-Georg. 2018. Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken. Bielefeld: transcript

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; optional mit Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Si] Digitale Popmusikkulturen des Mittelmeerraums: Produktionen, Plattformen, Archive
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba  |  MP Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma  |  MA Gesellschaft und Kulturen der Moderne

Kommentar:

Digitale Technologien haben die Produktion, Verbreitung und Rezeption populärer Musik grundlegend verändert. Im Mittelmeerraum entstehen dadurch neue musikalische Verbindungen, die nationale Grenzen überschreiten und unterschiedliche soziale, kulturelle, sprachliche, politische und ökonomische Kontexte miteinander verknüpfen. Plattformen wie YouTube, Spotify, Anghami, SoundCloud, TikTok oder Instagram ermöglichen neue Formen musikalischer Öffentlichkeit, während Playlists, Online-Sammlungen und digitale Archive mediterrane Popmusik speichern, kuratieren und zugänglich machen.
In diesem Seminar widmen wir uns der Frage, wie der Mittelmeerraum als relationaler Raum durch digitale Produktionen, Plattformen und Archive populärer Musik hervorgebracht und vernetzt wird. Anhand von Fallstudien aus Südeuropa, Nordafrika und der Levante beschäftigen wir uns mit digitaler Musikproduktion, Plattformökonomien, Algorithmen, Musikvideos, Remixes, viralen Sounds sowie DIY- und Communitypraktiken. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit rezenten digitalen Archiven populärer Musik des Mittelmeerraums. Gemeinsam mit den Studierenden werden bestehende digitale Archive vorgestellt und kartiert sowie eigene Fragestellungen zu digitalen Popmusikkulturen des Mittelmeerraums entwickelt.


[RiVl] Grundwissen Menschenrechte  (AFK/MA-AJB/MA-GKM)
Achtung: Als AFK-Kurs FlexNow-Anmeldung erst ab Mitte November möglich! Bitte nehmen Sie aber bereits von Beginn an teil.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011

Kommentar:

Der Bezug auf Menschenrechte ist sowohl in politischen und zivilgesellschaftlichen Debatten als auch in professionsethischen Auseinandersetzungen aktueller denn je. Allerdings bleibt häufig unklar, worin Menschenrechte konkret bestehen. Auch ist ihre Bedeutung für politisches, zivilgesellschaftliches wie professionelles Handeln durchaus umstritten. Umso notwendiger erscheint es daher, die Thematik der Menschenrechte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven differenziert zu betrachten. Dazu wird zunächst aus politikdidaktischer Hinsicht in das Thema der Menschenrechte eingeführt und im Anschluss die philosophischen und rechtlichen Prämissen und Entwicklungslinien der Menschenrechte erörtert. Welche Rolle Menschenrechte in verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsbereichen spielen können, darauf verweisen die weiteren Vorlesungen der Ringvorlesung, die Menschenrechte aus religionswissenschaftlicher und theologischer, kultur- und politikwissenschaftlicher sowie erziehungs- und gesundheitswissenschaftlicher Perspektive behandeln.


[RiVl] Grundwissen Migration  (AFK/MA GKM/BA AEW)
Achtung: Als AFK-Kurs FlexNow-Anmeldung erst ab Mtte November möglich! Bitte nehmen Sie aber bereits von Beginn an teil.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011
nächster Termin: 19.10.2026 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011

Kommentar:

In der interdisziplinären Vorlesung „Grundwissen Migration“ werden Kenntnisse um die historische Normalität von Migrationsbewegungen, zu migrationssoziologischen und politikwissenschaftlichen Theorieansätzen sowie rechtliche Grundlagen vermittelt und zentrale berufsfeldrelevante Bezüge der Migrationsthematik hergestellt.


[Si] Hochschulen als politische und normfördernde Akteure der Nachhaltigkeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
9 Einzeltermine:
Mo. 12.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 19.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 26.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 02.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 09.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 30.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 07.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 14.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Sa. 06.02.2027,09.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 101TITEL DES TERMINS: Blocksitzung


Nachhaltigkeit:
Die Veranstaltung verfolgt einen Nexus-Ansatz (Zusammenhänge und/oder Zielkonflikte von mind. zwei SDG)


Kommentar:

Hochschulen nehmen im Kontext der globalen Nachhaltigkeitstransformation eine Schlüsselrolle ein. Als Orte der Wissensproduktion, Sozialisation und politischen Aushandlung tragen sie zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Über ihre Funktionen in Forschung, Lehre und Betrieb hinaus agieren Hochschulen zunehmend als normfördernde Akteure, die gesellschaftliche Leitbilder nachhaltiger Entwicklung mitgestalten und institutionell verankern. Die Veranstaltung untersucht die Rolle von Hochschulen in der Governance globaler Nachhaltigkeitsprozesse aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und adressiert sie als politische und normfördernde Akteure. Im Mittelpunkt stehen theoretische, konzeptionelle und empirische Zugänge zu der Frage, unter welchen Bedingungen sich globale Nachhaltigkeitsnormen in und durch Hochschulen in die Praxis übersetzen. Die Veranstaltung besteht aus acht wöchentlichen Sitzungen sowie einer verpflichtenden eintägigen Blocksitzung am Samstag, den 6. Februar 2027.


[H Si] Kurt Weill: Komponist in zwei Musikkulturen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, o Sem  |  mL1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, PV, oSem  |  GuK MP Ba, PV, 0Sem  |  Psy BSc, WPV, 3./5. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem

Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Kurt Weill hat bei seinen Musiktheaterstücken häufig eine sozialkritische Position eingenommen.

Kommentar:

1. Zum Thema: Ein Großteil der Musik Kurt Weills ist von US-Amerikanischer Musik geprägt, jedoch gibt es nur wenige Komponisten, die wie er eine Außen- und Innensicht gewinnen konnten. Ein weiteres Merkmal von Weill sind die von ihm gewählten sozialkritischen Themen und die Vielzahl an Kooperationspartnern (u.a. Maxwell Anderson, Marc Blitzstein, Bertolt Brecht, Yvan Goll, Paul Hindemith, Georg Kaiser, Lotte Lenya, Caspar Neher, Franz Werfel). Das Seminar wird seinen Schwerpunkt auf das Musiktheaterwerk von Weill legen (u.a. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Die Dreigroschenoper, Der Jasager, Johnny Johnson, Lady in the Dark, Der Lindberghflug, Lost in the Stars, One Touch of Venus, Royal Palace, Die sieben Todsünden, Street Scene, Der Zar lässt sich photographieren), das neben Opern und Musicals auch Songspiele, Oratorien, ein gesungenes Ballett und Radiohörspiele umfasst.

2. Literatur: Baumgartner, M.: Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck. Hildesheim 2012; Block, G.: Enchanted Evenings. The Broadway Musical from Showboat to Sondheim and Lloyd Webber. New York 2009; Böker, U./Detmers, I./Giovanopoulos, A.-C. (Hg.): John Gay’s The Beggar’s Opera, 1728–2004. Adaptations and Re-Writings. Amsterdam/New York 2006; Chiesa, L. (Hg.): Resonances against Fascism. Modernist and Avant-Garde Sounds from Kurt Weill to Black Lives Matter. Albany 2024; Crawford, D.L.: Windfall of Musicians. Hitler’s Emigres and Exiles in Southern California. New Haven 2009; Fischer, M./Jost, C. (Hg.), Amerika-Euphorie – Amerika-Hysterie. Populäre Musik made in USA in der Wahrnehmung der Deutschen 1914–2014. Münster 2017; Graber, N.: Kurt Weill’s America. New York 2021; Graber, N./Rizzuti, M. (Hg.): The Works of Kurt Weill: Transformations and Reconfigurations in 20th-Century Music. Turnhout 2023: Grosch, N. (Hg.): Novembergruppe 1918. Studien zu einer interdisziplinären Kunst für die Weimarer Republik. Münster 2018; Haas, M.: Music of Exile: The Untold Story of the Composers Who Fled Hitler. New Haven/London 2023; Hinton, S.: Kurt Weills Musiktheater. Vom Songspiel zur American Opera. Berlin 2023; Juchem, E.: Kurt Weill und Maxwell Anderson. Neue Wege zu einem amerikanischen Musiktheater, 1938–1950. Stuttgart/Weimar 2000; Katz, P.: The Partnership. Brecht, Weill, Three Women, and Germany on the Brink. New York 2015; Mücke, P.: Musikalischer Film – Musikalisches Theater. Medienwechsel und szenische Collage bei Kurt Weill. Münster 2011; McClung, B.D.: Lady in the Dark. Biography of a Musical. Oxford 2007; O’Leary, J.: The Middlebrow Musical: Between Broadway and Opera in 1940s America. New York 2025; Schmid, R.: Weill, Blitzstein, and Bernstein. A Study of Influence. Rochester 2023; Shin, H.: Kurt Weill, Berlin und die zwanziger Jahre. Sinnlichkeit und Vergnügen in der Musik. Würzburg 2002; Wackers, R.: Dialog der Künste. Die Zusammenarbeit von Kurt Weill & Yvan Goll. Münster 2004; Weill, K.: Musik und musikalisches Theater. Gesammelte Schriften. Mit einer Auswahl von Gesprächen und Interviews. Mainz: Schott 2000; Weiss, S./Schebera, J. (Hg.): Street Scene. Der urbane Raum im Musiktheater des 20. Jahrhunderts. Münster 2006

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- sowie L2- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlich ausgearbeiteter (Film-) Musikanalyse, Hausarbeit oder Forschungsprojekt.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[P Si] Musikalische Hochbegabung und Wunderkinder
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  mL2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema: Musikalisch überdurchschnittlich leistungsfähige Kinder, auch musikalische Hochbegabungen oder Wunderkinder genannt und mit Wolfgang Amadeus Mozart sowie Michael Jackson als paradigmatischen Beispielen, stehen im Mittelpunkt des Seminars. Seit Ende des 19. Jahrhunderts fanden durch Carl Stumpf und Andere erste wissenschaftliche Untersuchungen an Pepito Arriola, Erich Wolfgang Korngold oder Erwin Nyiregyhazi statt, um Mythen und anekdotenhaften Berichten Fakten entgegenzusetzen. Ende der 1980er Jahre begann Hans Günther Bastian mit gleichem Ziel mit der Untersuchung von Biografien musikalischer Hochbegabungen anhand von „Jugend musiziert“-Teilnehmern, was in einem Kooperationsprojekt der Universitäten Gießen und Paderborn fortgesetzt wurde. Neben der Beschäftigung mit konkreten Forschungsergebnissen sollen auch solche allgemeinen Phänomene wie Musikalische Begabung (Musikalität), Expertise-Erwerb und Absolutes Gehör definiert sowie ihre Messung und Förderung diskutiert werden. Als Abgrenzung findet auch eine Beschäftigung mit Inselbegabungen (Musical Savants) und Normalbegabungen statt.

2. Literatur: Bastian, H.G.: Jugend am Instrument. Eine Repräsentativstudie. Mainz u. a. 1991; Bazzana, K.: Pianist X: Die Lebensgeschichte eines exzentrischen Genies. Mainz: Schott 2007; Bodsch, I./Biba, O./Fuchs, I. (Hg.): Beethoven und andere Wunderkinder. Bonn 2003; Cooper, B.: Child composers and their works: A historical survey. Lanham 2009; Gembris, H. (Hg.): Begabungsförderung und Begabungsforschung in der Musik. Berlin 2010; Gembris, H.: Grundlagen musikalischer Begabung und Entwicklung. Augsburg 2013; Gembris, H./Kraemer, R.-D./Maas, G. (Hg.): Üben in musikalischer Praxis und Forschung. Musikpädagogische Forschungsberichte 1997. Augsburg 1998; Gruhn, W./Seither-Preisler, A. (Hg.): Der musikalische Mensch. Evolution, Biologie und Pädagogik musikalischer Begabung. Hildesheim 2014; Kaczmarek, S.: Qualität und Struktur des Übens bei musikalisch hochbegabten Jugendlichen. Berlin 2012; Lorek, R.: Musikalische Hochbegabung bei Jugendlichen. Empirische Untersuchungen zur Persönlichkeit und zum Umgang mit Musik. Frankfurt 2000; McPherson, G.E. (Hg.): The child as musician. A Handbook of musical development. Oxford 2016; McPherson, G.E. (Hg.): Musical Prodigies. Interpretations from Psychology, Education, Musicology & Ethnomusicology. Oxford 2016; Olbertz, F.: Musikalische Hochbegabung: Frühe Erscheinungsformen und Einflussfaktoren anhand von drei Fallstudien. Münster 2009; Traudes, J.: Musizierende „Wunderkinder“. Adoration und Observation in der Öffentlichkeit um 1800. Wien, Köln & Weimar 2018; Warwick, J.: Musical Prodigies and Childhood Performance: Child’s Play. London 2018.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Lehramtsstudierende nach alter Studienordnung (L1, L2 u. L5 sowie L3, Modul 03-Mus-L3-P-01): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (dokumentiert durch Kurzreferat mit Thesenpapier und Portfolio); Anforderungen für Bachelor-, Master- und sonstige Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und (Kurz-)Referat, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das (Kurz-)Referat eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2020) sein.

4. Teilnahmevoraussetzungen: keine


[Si] Safe space and society
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Im Mittelpunkt des Seminars stehen sogenannte Tradwives als Social-Media-Phänomen. Untersucht wird, wie traditionelle Weiblichkeit, Häuslichkeit, Mutterschaft, Ehe und Fürsorgearbeit auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ästhetisch inszeniert und medial verbreitet werden. Dabei fragen wir, ob und wie Tradwife-Content mit antifeministischen Deutungen und digitaler Geschlechterpolitik verbunden ist.
Die Studierenden entwickeln eigene kleine Forschungsprojekte und analysieren ausgewählte Social-Media-Videos mithilfe qualitativer Videoanalyse. Neben Fragen der Beschreibung und Interpretation audiovisueller Daten werden auch grundlegende Fragen des Umgangs mit öffentlich zugänglichem Social-Media-Material berücksichtigt.


[Si] Sociological Diagnoses of Contemporary Society in Germany and beyond
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 002
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002

[Si] Sustainability and Development Practices in the SADC Region
Dozent/-in:
Prof. Dr. Gabriel Faimau
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Sustainable development has become a fundamental principle in social and human development as it emphasizes the needs for economic development and progress while safeguarding environmental quality. This module builds on this guiding principle, examining diverse sustainability and development practices across the Southern African Development Community (SADC) region, along with their unintended consequences. Throughout the module, students will engage with interdisciplinary approaches to identify and address global challenges in sustainable development in Africa, including poverty, population dynamics, healthcare, conservation, climate change, gender disparities, inequality and human rights. Throughout this process, students will develop the ability and capacity to work across multiple fields, particularly in the management of integrated development interventions and implementation of appropriate policies that support sustainability and sustainable development. While broad in scope, the module focuses on key development practices such as sustainable agriculture, water and waste management, education and human capital, the place and role of indigenous knowledge systems, and climate resilience.


[Si] What does fascism mean today? / MP 184-en
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: k.A., (Digital)
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  MK TM, , Sj 1

Kommentar:

Fascism is often seen as a specter of the past—a closed chapter of the 20th century. Yet authoritarian movements are gaining influence worldwide, democratic institutions are coming under pressure, political violence is once again being spoken of openly, and exclusion is becoming normalized. But is this already fascism? Or are we witnessing new forms of authoritarian rule that differ from their historical counterparts? The seminar explores this pressing question and will address key features of fascism as well as their current transformations and possibilities for resistance against them.


[Si] Antifeminismus und Anti-Gender Politiken: Politik- und Demokratietheoretische Einordnungen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10 im Raum 003

[Si] Ästhetische Selbstbildung. Kunst und Künstler zwischen Emanzipation und Subjektivierung
Blockseminar, Termine folgen
Dozent/-in:
Gastprofessur Kritische Gesellschaftstheorie
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar diskutiert in zwei thematischen Blöcken Konzeptionen ästhetischer Selbstbildung und
arbeitet deren Dialektik heraus. Zunächst lesen wir historische Positionen, die Kritik an der
modernen Gesellschaft formulieren und die Kunst oder den Künstler als Gegenentwurf zur
repressiven Subjektbildung begreifen (von Friedrich Schiller, Oscar Wilde, Virginia Woolf, Rosa
Luxemburg). Im zweiten Block fragen wir, wie es solcher »Künstlerkritik« (Luc Boltanski/Ève
Chiapello) im fortgeschrittenen Kapitalismus ergangen ist. Dazu lesen wir zunächst Texte der
Kritischen Theorie, die im Kontext ihrer Analysen der Kulturindustrie auch die ästhetisch
vermittelte Subjektivierungsfunktion problematisieren (etwa durch »Popular Music«). Schließlich
wenden wir uns aktuellen Diskussionen um gesellschaftliche Ästhetisierung zu. Wir lesen Autoren
wie Andreas Reckwitz oder Ulrich Bröckling, nach denen vormals als künstlerisch geltende
Qualitäten wie Kreativität zu Ressourcen ökonomisch motivierter Selbstoptimierung geworden
sind.


[Si] Bildung als Kampffeld: Schulen und Hochschulen als Arenen gesellschaftlicher Konflikte um Status, Anerkennung und Identität
Die Veranstaltung wird per Zoom durchgeführt.
Eine Registrierung in StudIP ist für die Seminarkommunikation erforderlich.
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 30.10.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 13.11.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 11.12.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 29.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom

Kommentar:

Das Bildungssystem übernimmt unterschiedliche Rollen und Funktionen in den Bereichen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, Reproduktion und Transformation. Es ist etwa Bestandteil der sekundären Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung, es qualifiziert Individuen und trägt so zum Arbeitsmarkt bei und es ist mit deutlich über 2 Millionen Beschäftigten selbst ein wichtiger Bestandteil des Erwerbssektors. Auch Wissensproduktion und demokratische Partizipationsmöglichkeiten hängen grundlegend an der Arbeit in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und den Feldern der Erwachsenen- und Weiterbildung ab. Aus soziologischer Sicht sind damit auch Fragen von Macht und Teilhabe, Status und Anerkennung sowie Identität und Gruppenbildung verbunden. Hier setzt das Seminar an, indem es diese soziologischen Theorie- und Forschungsfelder in den Blick nimmt. Auf Grundlage unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Studien über Schule und Hochschule wollen wir uns ein sozialwissenschaftliches Verständnis von den diversen Konflikten, Strukturen und Praktiken erarbeiten, die Status, Anerkennung und Identität verleihen und verteilen.


[Si] Deutsch-deutsche Geschichte der populären Musik bis zur Gegenwart. Pop in der DDR, BRD und im wiedervereinigten Deutschland
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar setzt in der Nachkriegszeit mit der Geschichte des geteilten Deutschlands an und arbeitet sich bis in die Zeit des wiedervereinigten Deutschlands und der Gegenwart vor. Wir beschäftigen uns zum einen mit den gesellschaftlichen Umständen, in denen sich populäre Musikformen sowohl in der DDR als auch in der BRD entfalteten und blicken auf hegemoniale Zuschreibungen und Ideologien, mit denen populäre Musik in den unterschiedlichen politischen Systemen unweigerlich verflochten war. Zudem werden diverse musikalische Praktiken von einschlägigen Modetänzen bis hin zu Aspekten der Musikproduktion beleuchtet, ebenso wie die lebensweltlichen Bezüge einzelner Genres wie Beat, (Kraut)Rock, Soul, Disco, Neuer Deutscher Welle, Hip-Hop/Deutschrap, EDM/Techno, Indierock und Deutschpop. Darüber hinaus werden einzelne ästhetische Strategien im Klang, Performance und Lyrics herausgearbeitet, mit denen spezifische Artikulationen und Problematisierungen deutscher bzw. nationaler Identität vorgenommen wurden.

2. Literatur
Ahlers, Michael & Jacke, Christoph, eds. 2017. Perspectives on German Popular Music. New York: Routledge.
Lipp, Florian. 2021. Punk und New Wave im letzten Jahrzehnt der DDR. Akteure – Konfliktfelder – musikalische Praxis. Münster: Waxmann.
Mrozek, Bodo. 2019. Jugend. Pop. Kultur. Eine transnationale Geschichte. Berlin: Suhrkamp.
Rauhut, Michael & Peter, Beate (Hg.). 2022. Popular Music History 14/2. Special Issue: „Narrating Popular Music Histories of the GDR: A Critical Reflection of Approaches, Sources and Methods“.
Schiller, Melanie. 2018. Soundtracking Germany. Popular Music and National Identity. London: Rowman & Littlefield.
Seibt, Oliver / Ringsmut, Martin & Wickström, David-Emil (Hg). 2021. Made in Germany: Studies in Popular Music. New York: Routledge.
Simmeth, Alexander. 2016. Krautrock transnational. Die Neuerfindung der Popmusik in der BRD, 1968–1978. Bielefeld: transcript.
Spiritova, Mareka & Trummer, Manuel (Hg.). 2023. Pop the Nation. Die Nation als Ressource und Argument in Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung. Münster: Waxmann.
Völker, Florian. 2023. Kälte-Pop. Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Popmusik-Exports. Berlin: De Gruyter.
Zaddach, Wolf-Georg. 2018. Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken. Bielefeld: transcript

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; optional mit Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Si] Digitale Popmusikkulturen des Mittelmeerraums: Produktionen, Plattformen, Archive
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba  |  MP Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma  |  MA Gesellschaft und Kulturen der Moderne

Kommentar:

Digitale Technologien haben die Produktion, Verbreitung und Rezeption populärer Musik grundlegend verändert. Im Mittelmeerraum entstehen dadurch neue musikalische Verbindungen, die nationale Grenzen überschreiten und unterschiedliche soziale, kulturelle, sprachliche, politische und ökonomische Kontexte miteinander verknüpfen. Plattformen wie YouTube, Spotify, Anghami, SoundCloud, TikTok oder Instagram ermöglichen neue Formen musikalischer Öffentlichkeit, während Playlists, Online-Sammlungen und digitale Archive mediterrane Popmusik speichern, kuratieren und zugänglich machen.
In diesem Seminar widmen wir uns der Frage, wie der Mittelmeerraum als relationaler Raum durch digitale Produktionen, Plattformen und Archive populärer Musik hervorgebracht und vernetzt wird. Anhand von Fallstudien aus Südeuropa, Nordafrika und der Levante beschäftigen wir uns mit digitaler Musikproduktion, Plattformökonomien, Algorithmen, Musikvideos, Remixes, viralen Sounds sowie DIY- und Communitypraktiken. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit rezenten digitalen Archiven populärer Musik des Mittelmeerraums. Gemeinsam mit den Studierenden werden bestehende digitale Archive vorgestellt und kartiert sowie eigene Fragestellungen zu digitalen Popmusikkulturen des Mittelmeerraums entwickelt.


[RiVl] Grundwissen Menschenrechte  (AFK/MA-AJB/MA-GKM)
Achtung: Als AFK-Kurs FlexNow-Anmeldung erst ab Mitte November möglich! Bitte nehmen Sie aber bereits von Beginn an teil.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011

Kommentar:

Der Bezug auf Menschenrechte ist sowohl in politischen und zivilgesellschaftlichen Debatten als auch in professionsethischen Auseinandersetzungen aktueller denn je. Allerdings bleibt häufig unklar, worin Menschenrechte konkret bestehen. Auch ist ihre Bedeutung für politisches, zivilgesellschaftliches wie professionelles Handeln durchaus umstritten. Umso notwendiger erscheint es daher, die Thematik der Menschenrechte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven differenziert zu betrachten. Dazu wird zunächst aus politikdidaktischer Hinsicht in das Thema der Menschenrechte eingeführt und im Anschluss die philosophischen und rechtlichen Prämissen und Entwicklungslinien der Menschenrechte erörtert. Welche Rolle Menschenrechte in verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsbereichen spielen können, darauf verweisen die weiteren Vorlesungen der Ringvorlesung, die Menschenrechte aus religionswissenschaftlicher und theologischer, kultur- und politikwissenschaftlicher sowie erziehungs- und gesundheitswissenschaftlicher Perspektive behandeln.


[RiVl] Grundwissen Migration  (AFK/MA GKM/BA AEW)
Achtung: Als AFK-Kurs FlexNow-Anmeldung erst ab Mtte November möglich! Bitte nehmen Sie aber bereits von Beginn an teil.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011
nächster Termin: 19.10.2026 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011

Kommentar:

In der interdisziplinären Vorlesung „Grundwissen Migration“ werden Kenntnisse um die historische Normalität von Migrationsbewegungen, zu migrationssoziologischen und politikwissenschaftlichen Theorieansätzen sowie rechtliche Grundlagen vermittelt und zentrale berufsfeldrelevante Bezüge der Migrationsthematik hergestellt.


[Si] Hochschulen als politische und normfördernde Akteure der Nachhaltigkeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
9 Einzeltermine:
Mo. 12.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 19.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 26.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 02.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 09.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 30.11.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 07.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Mo. 14.12.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil II, E 101
Sa. 06.02.2027,09.00 - 18.30 Uhr   Phil II, E 101TITEL DES TERMINS: Blocksitzung


Nachhaltigkeit:
Die Veranstaltung verfolgt einen Nexus-Ansatz (Zusammenhänge und/oder Zielkonflikte von mind. zwei SDG)


Kommentar:

Hochschulen nehmen im Kontext der globalen Nachhaltigkeitstransformation eine Schlüsselrolle ein. Als Orte der Wissensproduktion, Sozialisation und politischen Aushandlung tragen sie zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Über ihre Funktionen in Forschung, Lehre und Betrieb hinaus agieren Hochschulen zunehmend als normfördernde Akteure, die gesellschaftliche Leitbilder nachhaltiger Entwicklung mitgestalten und institutionell verankern. Die Veranstaltung untersucht die Rolle von Hochschulen in der Governance globaler Nachhaltigkeitsprozesse aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und adressiert sie als politische und normfördernde Akteure. Im Mittelpunkt stehen theoretische, konzeptionelle und empirische Zugänge zu der Frage, unter welchen Bedingungen sich globale Nachhaltigkeitsnormen in und durch Hochschulen in die Praxis übersetzen. Die Veranstaltung besteht aus acht wöchentlichen Sitzungen sowie einer verpflichtenden eintägigen Blocksitzung am Samstag, den 6. Februar 2027.


[H Si] Kurt Weill: Komponist in zwei Musikkulturen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, o Sem  |  mL1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, PV, oSem  |  GuK MP Ba, PV, 0Sem  |  Psy BSc, WPV, 3./5. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem

Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Kurt Weill hat bei seinen Musiktheaterstücken häufig eine sozialkritische Position eingenommen.

Kommentar:

1. Zum Thema: Ein Großteil der Musik Kurt Weills ist von US-Amerikanischer Musik geprägt, jedoch gibt es nur wenige Komponisten, die wie er eine Außen- und Innensicht gewinnen konnten. Ein weiteres Merkmal von Weill sind die von ihm gewählten sozialkritischen Themen und die Vielzahl an Kooperationspartnern (u.a. Maxwell Anderson, Marc Blitzstein, Bertolt Brecht, Yvan Goll, Paul Hindemith, Georg Kaiser, Lotte Lenya, Caspar Neher, Franz Werfel). Das Seminar wird seinen Schwerpunkt auf das Musiktheaterwerk von Weill legen (u.a. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Die Dreigroschenoper, Der Jasager, Johnny Johnson, Lady in the Dark, Der Lindberghflug, Lost in the Stars, One Touch of Venus, Royal Palace, Die sieben Todsünden, Street Scene, Der Zar lässt sich photographieren), das neben Opern und Musicals auch Songspiele, Oratorien, ein gesungenes Ballett und Radiohörspiele umfasst.

2. Literatur: Baumgartner, M.: Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck. Hildesheim 2012; Block, G.: Enchanted Evenings. The Broadway Musical from Showboat to Sondheim and Lloyd Webber. New York 2009; Böker, U./Detmers, I./Giovanopoulos, A.-C. (Hg.): John Gay’s The Beggar’s Opera, 1728–2004. Adaptations and Re-Writings. Amsterdam/New York 2006; Chiesa, L. (Hg.): Resonances against Fascism. Modernist and Avant-Garde Sounds from Kurt Weill to Black Lives Matter. Albany 2024; Crawford, D.L.: Windfall of Musicians. Hitler’s Emigres and Exiles in Southern California. New Haven 2009; Fischer, M./Jost, C. (Hg.), Amerika-Euphorie – Amerika-Hysterie. Populäre Musik made in USA in der Wahrnehmung der Deutschen 1914–2014. Münster 2017; Graber, N.: Kurt Weill’s America. New York 2021; Graber, N./Rizzuti, M. (Hg.): The Works of Kurt Weill: Transformations and Reconfigurations in 20th-Century Music. Turnhout 2023: Grosch, N. (Hg.): Novembergruppe 1918. Studien zu einer interdisziplinären Kunst für die Weimarer Republik. Münster 2018; Haas, M.: Music of Exile: The Untold Story of the Composers Who Fled Hitler. New Haven/London 2023; Hinton, S.: Kurt Weills Musiktheater. Vom Songspiel zur American Opera. Berlin 2023; Juchem, E.: Kurt Weill und Maxwell Anderson. Neue Wege zu einem amerikanischen Musiktheater, 1938–1950. Stuttgart/Weimar 2000; Katz, P.: The Partnership. Brecht, Weill, Three Women, and Germany on the Brink. New York 2015; Mücke, P.: Musikalischer Film – Musikalisches Theater. Medienwechsel und szenische Collage bei Kurt Weill. Münster 2011; McClung, B.D.: Lady in the Dark. Biography of a Musical. Oxford 2007; O’Leary, J.: The Middlebrow Musical: Between Broadway and Opera in 1940s America. New York 2025; Schmid, R.: Weill, Blitzstein, and Bernstein. A Study of Influence. Rochester 2023; Shin, H.: Kurt Weill, Berlin und die zwanziger Jahre. Sinnlichkeit und Vergnügen in der Musik. Würzburg 2002; Wackers, R.: Dialog der Künste. Die Zusammenarbeit von Kurt Weill & Yvan Goll. Münster 2004; Weill, K.: Musik und musikalisches Theater. Gesammelte Schriften. Mit einer Auswahl von Gesprächen und Interviews. Mainz: Schott 2000; Weiss, S./Schebera, J. (Hg.): Street Scene. Der urbane Raum im Musiktheater des 20. Jahrhunderts. Münster 2006

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- sowie L2- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlich ausgearbeiteter (Film-) Musikanalyse, Hausarbeit oder Forschungsprojekt.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[P Si] Musikalische Hochbegabung und Wunderkinder
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  mL2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema: Musikalisch überdurchschnittlich leistungsfähige Kinder, auch musikalische Hochbegabungen oder Wunderkinder genannt und mit Wolfgang Amadeus Mozart sowie Michael Jackson als paradigmatischen Beispielen, stehen im Mittelpunkt des Seminars. Seit Ende des 19. Jahrhunderts fanden durch Carl Stumpf und Andere erste wissenschaftliche Untersuchungen an Pepito Arriola, Erich Wolfgang Korngold oder Erwin Nyiregyhazi statt, um Mythen und anekdotenhaften Berichten Fakten entgegenzusetzen. Ende der 1980er Jahre begann Hans Günther Bastian mit gleichem Ziel mit der Untersuchung von Biografien musikalischer Hochbegabungen anhand von „Jugend musiziert“-Teilnehmern, was in einem Kooperationsprojekt der Universitäten Gießen und Paderborn fortgesetzt wurde. Neben der Beschäftigung mit konkreten Forschungsergebnissen sollen auch solche allgemeinen Phänomene wie Musikalische Begabung (Musikalität), Expertise-Erwerb und Absolutes Gehör definiert sowie ihre Messung und Förderung diskutiert werden. Als Abgrenzung findet auch eine Beschäftigung mit Inselbegabungen (Musical Savants) und Normalbegabungen statt.

2. Literatur: Bastian, H.G.: Jugend am Instrument. Eine Repräsentativstudie. Mainz u. a. 1991; Bazzana, K.: Pianist X: Die Lebensgeschichte eines exzentrischen Genies. Mainz: Schott 2007; Bodsch, I./Biba, O./Fuchs, I. (Hg.): Beethoven und andere Wunderkinder. Bonn 2003; Cooper, B.: Child composers and their works: A historical survey. Lanham 2009; Gembris, H. (Hg.): Begabungsförderung und Begabungsforschung in der Musik. Berlin 2010; Gembris, H.: Grundlagen musikalischer Begabung und Entwicklung. Augsburg 2013; Gembris, H./Kraemer, R.-D./Maas, G. (Hg.): Üben in musikalischer Praxis und Forschung. Musikpädagogische Forschungsberichte 1997. Augsburg 1998; Gruhn, W./Seither-Preisler, A. (Hg.): Der musikalische Mensch. Evolution, Biologie und Pädagogik musikalischer Begabung. Hildesheim 2014; Kaczmarek, S.: Qualität und Struktur des Übens bei musikalisch hochbegabten Jugendlichen. Berlin 2012; Lorek, R.: Musikalische Hochbegabung bei Jugendlichen. Empirische Untersuchungen zur Persönlichkeit und zum Umgang mit Musik. Frankfurt 2000; McPherson, G.E. (Hg.): The child as musician. A Handbook of musical development. Oxford 2016; McPherson, G.E. (Hg.): Musical Prodigies. Interpretations from Psychology, Education, Musicology & Ethnomusicology. Oxford 2016; Olbertz, F.: Musikalische Hochbegabung: Frühe Erscheinungsformen und Einflussfaktoren anhand von drei Fallstudien. Münster 2009; Traudes, J.: Musizierende „Wunderkinder“. Adoration und Observation in der Öffentlichkeit um 1800. Wien, Köln & Weimar 2018; Warwick, J.: Musical Prodigies and Childhood Performance: Child’s Play. London 2018.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Lehramtsstudierende nach alter Studienordnung (L1, L2 u. L5 sowie L3, Modul 03-Mus-L3-P-01): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (dokumentiert durch Kurzreferat mit Thesenpapier und Portfolio); Anforderungen für Bachelor-, Master- und sonstige Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und (Kurz-)Referat, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das (Kurz-)Referat eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2020) sein.

4. Teilnahmevoraussetzungen: keine


[Si] Safe space and society
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Im Mittelpunkt des Seminars stehen sogenannte Tradwives als Social-Media-Phänomen. Untersucht wird, wie traditionelle Weiblichkeit, Häuslichkeit, Mutterschaft, Ehe und Fürsorgearbeit auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ästhetisch inszeniert und medial verbreitet werden. Dabei fragen wir, ob und wie Tradwife-Content mit antifeministischen Deutungen und digitaler Geschlechterpolitik verbunden ist.
Die Studierenden entwickeln eigene kleine Forschungsprojekte und analysieren ausgewählte Social-Media-Videos mithilfe qualitativer Videoanalyse. Neben Fragen der Beschreibung und Interpretation audiovisueller Daten werden auch grundlegende Fragen des Umgangs mit öffentlich zugänglichem Social-Media-Material berücksichtigt.


[Si] Sociological Diagnoses of Contemporary Society in Germany and beyond
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 002
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002

[Si] Sustainability and Development Practices in the SADC Region
Dozent/-in:
Prof. Dr. Gabriel Faimau
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Sustainable development has become a fundamental principle in social and human development as it emphasizes the needs for economic development and progress while safeguarding environmental quality. This module builds on this guiding principle, examining diverse sustainability and development practices across the Southern African Development Community (SADC) region, along with their unintended consequences. Throughout the module, students will engage with interdisciplinary approaches to identify and address global challenges in sustainable development in Africa, including poverty, population dynamics, healthcare, conservation, climate change, gender disparities, inequality and human rights. Throughout this process, students will develop the ability and capacity to work across multiple fields, particularly in the management of integrated development interventions and implementation of appropriate policies that support sustainability and sustainable development. While broad in scope, the module focuses on key development practices such as sustainable agriculture, water and waste management, education and human capital, the place and role of indigenous knowledge systems, and climate resilience.


[Si] What does fascism mean today? / MP 184-en
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: k.A., (Digital)
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  MK TM, , Sj 1

Kommentar:

Fascism is often seen as a specter of the past—a closed chapter of the 20th century. Yet authoritarian movements are gaining influence worldwide, democratic institutions are coming under pressure, political violence is once again being spoken of openly, and exclusion is becoming normalized. But is this already fascism? Or are we witnessing new forms of authoritarian rule that differ from their historical counterparts? The seminar explores this pressing question and will address key features of fascism as well as their current transformations and possibilities for resistance against them.


 
[Vl] Medien – Kultur – Gesellschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Den Ausgangspunkt dieser Vorlesung bildet der Konflikt als kulturelle Keimzelle sozialer Orientierungsprozesse und seine intensive Verflechtung mit dem Medialen. Konflikte sind nicht naturgegeben, sondern sie gewinnen ihre soziale Gestalt dadurch, dass sie als Konflikt erfahren und kommuniziert werden. Will man mehr über die Kulturen des Konflikts der Gegenwartsgesellschaften erfahren, dann gilt es, sich den kommunikativen Praktiken zuzuwenden, die diese hervorbringen. In den digitalisierten Mediengesellschaften der Gegenwart bedeutet das, dass Form und Wirksamkeit von Konflikten aufs Engste mit ihrer medialen Kommunizierbarkeit gekoppelt sind. Dabei sind ‚die‘ Medien kein Zaungast sozialer Konflikte, über die sie lediglich berichten würden. Im Gegenteil, sie sind auf unterschiedliche Arten und Weisen konstitutiver Bestandteil der sozialen Konstruktionsprozesse von Konflikten. Ob in den Fernsehnachrichten, auf TikTok, auf Telegram oder im Kino, die mediale Kommunikation von Konflikten trägt zur Ausdifferenzierung des gesellschaftlichen Wissensvorrats von eben diesen wesentlich bei.
Zum Aufbau: Die Vorlesung wird einen Überblick zur theoretischen und empirischen Erforschung kultureller Konflikte aus mediensoziologischer Perspektive geben. Zu diesem Zweck gliedert sie sich in drei Blöcke: In Block I werden zentrale Grundbegriffe aus der Mediensoziologie (u. a. Kommunikation, Öffentlichkeit, Konstruktivismen, Rezeption) geklärt. Dabei werden insbesondere die Bezüge und das Wechselspiel zwischen Medien und Konflikt herausgestellt. In Block II werden konkrete empirische Forschungsfelder der Mediensoziologie entlang der drei ausgewählten Konfliktformen ‚Krieg‘, ‚Gewalt‘ und ‚Krise der Information‘ vorgestellt. Diskutiert werden aktuelle Forschungsergebnisse u. a. zur Kriegsfotografie, zur mediatisierten Polizeigewalt, zu Trolling, Fake News, Hate Speech, Coded Bias und Diskriminierung in digitalen Spielen. Block III ist der Synthese gewidmet. Hier werden die Argumentationsschritte der Vorlesung rekapituliert und zusammengeführt und es wird ein Antworthorizont auf die Leitfragen erarbeitet.


[Si] Safe space and society
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104

Kommentar:

Im Mittelpunkt des Seminars stehen sogenannte Tradwives als Social-Media-Phänomen. Untersucht wird, wie traditionelle Weiblichkeit, Häuslichkeit, Mutterschaft, Ehe und Fürsorgearbeit auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ästhetisch inszeniert und medial verbreitet werden. Dabei fragen wir, ob und wie Tradwife-Content mit antifeministischen Deutungen und digitaler Geschlechterpolitik verbunden ist.
Die Studierenden entwickeln eigene kleine Forschungsprojekte und analysieren ausgewählte Social-Media-Videos mithilfe qualitativer Videoanalyse. Neben Fragen der Beschreibung und Interpretation audiovisueller Daten werden auch grundlegende Fragen des Umgangs mit öffentlich zugänglichem Social-Media-Material berücksichtigt.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de