Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Evangelische Theologie - Referenzfach
Veranstaltungen
[Vl] Einführung in das Neue Testament (AfK-Nr.: 180)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Ziel dieser Einführungsvorlesung ist es, in die Literatur und Theologie des Neuen Testaments einzuführen und einen Überblick über die Geschichte des frühen Christentums zu geben. Die Vorlesung dient der Vermittlung von Grund- und Überblickswissen, wie es für alle Studiengänge im Fach Evangelische Theologie zum Examen vorausgesetzt wird. Als Vorbereitung und begleitend zur Vorlesung ist die Lektüre des Neuen Testaments empfohlen unter Hinzuziehung einer Bibelkunde.
Empfohlene Standardwerke zur Arbeit am Neuen Testament:
Elektronische Bibelkunde 3.0. Altes Testament mit Apokryphen. Neues Testament und Apostolische Väter.
Interaktive Lernsoftware, Martin Rösel / Klaus-Michael Bull, aktualisierte Neuaufl. Stuttgart 2011.
Martin Ebner/Stefan Schreiber (Hg.), Einleitung in das Neue Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 6), 3. überarbeitete Auflage Stuttgart 2020 (eBook).
Angelika Strotmann, Der historische Jesus. Eine Einführung (UTB 3553), 4. ergänzte und aktualisierte Auflage Paderborn 2024 (eBook).
Paulus Handbuch, hg. v. Friedrich W. Horn, Tübingen 2013 (auch als eBook).
[Vl] Einführung in die Religionspädagogik
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Gottes schwindende Spur. Zur Dekonstruktion der Religion
Die Vorlesung behandelt die christliche Gotteslehre im interdisziplinären Gespräch zwischen Theologie und Philosophie. Sie stellt die theologiegeschichtlichen Hintergründe der Allmachtslehre sowie ihre Kritik und Transformation in der Bewegung einer ‚Theologie nach Auschwitz‘ (Moltmann, Metz) im 20. Jahrhundert vor. Sodann beschäftigt sie sich mit dem Werk von sechs Philosophen der Gegenwart, die über eine bloße Kritik der Allmacht hinaus eine umfassende Dekonstruktion der christlichen Gotteslehre unternommen haben (J. Derrida, E. Levinas, J.-L. Nancy, J. Caputo, S. Zizek, G. Agamben).
Zum Inhalt: Dass Gott allmächtig ist, dass er souverän und frei handelt, gehört zu den Grundüberzeugungen der christlichen Theologie. Doch ist dies auch der Gott, von dem die biblischen Überlieferungen erzählen und dem Menschen in Jesus Christus begegnet sind? In Jesus Christus zeigte sich Gott leibhaftig, verletzlich, zweifelnd und schwach. Ein gewichtiges Argument gegen die Allmachtslehre wird daher für gewöhnlich im Ausgang vom Kreuz Christi formuliert. Der Kreuzestod Christi galt im 20. Jh. als Paradigma für ein neues Denken, welches Gott als leidenden Gott versteht, der in sich selbst Tod und hoffnungslose Verwerfung ausgehalten hat. Doch die vermeintliche Überwindung der Allmachtslehre in der Theologie des gekreuzigten Gottes schreibt diese lediglich unter verändertem Vorzeichen fort, indem sie vom Sieg der Liebe Gottes über den Tod spricht. In einer nach-metaphysisch operierenden Philosophie wird hingegen versucht, die Dialektik von Allmacht und Ohnmacht Gottes zu unterlaufen und einen Gott zu denken, der ‚schwach‘, ‚abwesend‘ und ‚entzogen‘ ist. Doch lässt sich Gottes ‚Gottsein‘ wirklich sinnvoll denken, ohne dass Gott in irgendeiner Form zum ontologischen Fundament der Wirklichkeit, zum transzendenten Grund des Sinns wie des Sinnlosen gemacht wird?


