JLU Gie�en
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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Gender in der Lehre

Adresse:
Goethestraße 58
35390 Gießen
www.uni-giessen.de/cms/org/beauftragte/frb


Veranstaltungen

 

 
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Legende

 
[Vl] Rechtstheorie und Rechtskritik, 2st.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Licher Straße 68, 43
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 43

Zielgruppe:
Jura, PV, ab 5.
Nachhaltigkeit:



[M] Gender und Diversity Management: Grundlagen, Methoden und praktische Umsetzung im Rahmen von Globalisierung und Digitalisierung  (02-Q:MSc-Dekanat-Extra1)
Der Kurs wird dienstags von 8:30-10 Uhr stattfinden. Es herrscht Anwesenheitspflicht.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.

Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Das Thema für die Hausaufgabe kann aus der Präsentation hervorgehen oder in Absprache mit Fr. Kiotzenoglou ausgesucht werden.

BITTE BEACHTEN:

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Anmeldung erfolgt ab dem 01.03.2026 und endet am 11.04.2026 17 Uhr. Plätze werden gelost.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch - Teilnehmende müssen mindestens B2 haben (schriftlich wie auch mündlich!) - und die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  Licher Straße 68, 051
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 051

Zielgruppen:
M.Sc. BWL  |  M.Sc. VWL  |  M.Sc. AFS  |  M.Sc. EGR
Nachhaltigkeit:
SDG 5 – Geschlechtergleichheit
SDG 5.1 – Alle Formen der Diskriminierung von Frauen und Mädchen beenden

Kommentar:

Ziel der Veranstaltung ist es Studienrenden nicht nur fundiertes Wissen um zentrale Gender- und Diversitäts-Aspekte im beruflichen Kontext zu vermitteln, sondern auch Gender- und Diversity-kompetente Handlungsweisen in Unternehmen aber auch in öffentlichen Einrichtungen aufzuzeigen und zu analysieren. Dabei sollen mit Hilfe des angeeigneten Wisses, langfristige Lösungsstrategien zum Überwinden von Stereotypen, Biases und typischer gesellschaftlicher und ökonomischer Widerstände erarbeitet werden.
Inhaltlich werden z.b. Gender- und Diversitymanagement, Inklusion, Interkulturalität, Migration, Sorgearbeit, New Work, Digitalisierung, Gendernomics, Doing Gender und andere wichtige Themen und Aspekte, die einen Kulturwandel in Organisationen hervorrufen, vorgestellt und besprochen.

Die Inhalte werden mit interaktiven Lehrmethoden erarbeitet: Nach einem Impuls werden die Teilnehmer/-innen angeleitet, kontrovers zu diskutieren, Fallbeispiele zu erarbeiten und Gruppenaufgaben selbständig zu be- und auch erarbeiten. 


Der Kurs wird dienstags von 8:30-10 Uhr stattfinden. Es herrscht Anwesenheitspflicht.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.

Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Themen für die Hausaufgabe werden von den Studierenden vorgeschlagen und nach Prüfung von Fr. Kiotzenoglou ausgesucht.

BITTE BEACHTEN:

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Anmeldung erfolgt ab dem 1.03.2026 und endet am 11.04.2026 17 Uhr. Plätze werden gelost.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Teilnehmende müssen mindestens B2 haben, schriftlich wie auch mündlich (!). Die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.


[Si] Seminar Prof. Knobloch: Einführung in die feministische Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsethik
Titel der Veranstaltung: Einführung in die feministische Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsethik.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 17.04.2026, 10.15 - 12.00 Uhr, findet online statt
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,10.15 - 12.00 Uhr   (Vorbesprechung) findet online statt
Do. 28.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Licher Straße 68, 43
Fr. 29.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Sa. 30.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Licher Straße 68, 024

Zielgruppen:
M.Sc. BWL (4 Semester) , WvV, o. Sem  |  M.Sc. VWL (4 Semester), WvV, o. Sem  |  M.Sc. BWL (2 Semester), WvV, o. Sem  |  M.Sc. VWL (2 Semester), WvV, o. Sem  |  Gender in der Lehre

Kommentar:

Struktur: Seminar
Turnus: Sommersemester
Credits: 6 CP
Sprache: deutsch
Prüfungsform: Seminararbeit/Präsentation

Das Seminar „Einführung in die feministische Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsethik“ wird von
Prof. Dr. Ulrike Knobloch, HWR Berlin, angeboten.

Hierbei handelt es sich nicht um ein Ökonometrie-Seminar, sondern um ein BWL- oder VWL-Seminar, welches im Major Business Administration oder Economics eingebracht werden kann.

Es bestehen keine besonderen Teilnahmevoraussetzungen.

Im Sommersemester 2023 wurde das Seminar als Querschnittsmodul angeboten. Wenn Sie das Modul als Querschnittsmodul belegt haben, ist eine Teilnahme am Seminar nicht mehr möglich.

Der Termin für die Einführungsveranstaltung ist am 17.04.2026 um 10:15 Uhr (digital).

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Professur VWL VII:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb02/fb/professuren/vwl/winker/lehre/ma-veranstaltungen/feministische-wirtschaftstheorie

Die Zuteilung der Plätze erfolgt über das zentrale Vergabeverfahren des Prüfungsamtes. Bitte informieren Sie sich dort.


[Si] FSL III.4 A Nur für neue Studienordnungen: Erlebnispädagogik und Inklusion  (FSL III.4 A)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil II, B 109
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil II, B 109

Zielgruppe:
L5, WPV, oSem
Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4 – Hochwertige Bildung

     
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament  (AfK-Nr.: 180)
Blockseminar
Dozent/-in:
Prof. Dr. Ute Eisen Neitmann, Florian
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Mo. 20.04.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 29.05.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 30.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 03.07.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 04.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205

Kommentar:

Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.


 
[P Si] Mediengeschichte der Abtreibung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

Bis dato verbietet der Paragraf 218 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) einen Schwangerschaftsabbruch. Nur unter bestimmten Bedingungen (Fristenregelung, Beratungspflicht, Bedenkzeit) bzw. aufgrund medizinischer oder kriminologischer Indikation wird eine Abtreibung strafrechtlich nicht verfolgt. Der letzte Reformversuch von §218 mit dem Ziel, Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches zu regeln, scheiterte Anfang 2025. Dabei ist der Paragraf über 150 Jahre alt und genauso alt sind die oftmals erbittert geführten, gesellschaftlichen Debatten rund um Abtreibung. Mit ihnen wurde und wird verhandelt, ob und zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft das Recht des (ungeborenen) Kindes oder das Recht der Frau auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper höher zu werten sei. Doch ging und geht es dabei nicht nur um moralische Aspekte. Schließlich gerieten Schwangerschaftsabbrüche im ausgehenden 19. Jahrhundert ins Visier medizinischer und staatlicher Instanzen, die sich im Sinne moderner Bevölkerungspolitik für Geburtenentwicklungen zu interessieren begannen. Und auch die beiden Weltkriege, in denen der Bedarf nach „Menschenmaterial“ erheblich stieg, erhöhten die politische Brisanz des Themas. Während sich konservative Politiker:innen und Ärzt:innen sowie die Kirchen üblicherweise für den §218 aussprachen, votierten die Vertreter:innen der Frauenbewegung und des politisch linken Spektrums für seine Reform. Um ihre Argumente ins Feld zu führen, bedienten sich die verschiedenen Akteur:innen auch der (Massen-)Medien. Sie stehen im Zentrum dieses Proseminars, das sich dem Thema Abtreibung aus einer medienhistorischen Perspektive widmet. Es vermittelt die Grundlagen geschichtswissenschaftlichen Arbeitens, wobei die Studierenden historische Medienprodukte (Zeitungsartikel, Flugblätter, Broschüren, Plakate, Filme) recherchieren und befragen lernen, um sie als Quellen für eine (Medien-)Geschichte der Abtreibung nutzbar zu machen.


 
[Ex Sem] Orte der Demokratiegeschichte in Hessen
Termine werden noch bekanntgegeben.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Do. 23.04.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 15.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 05.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 003
Do. 09.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113

Kommentar:

Wir brauchen gar nicht weit zu gehen, um auf Demokratieorte in Hessen zu stoßen. In Gießen haben wir den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager. Aber nicht nur das, es gibt auch eine ausführliche 1848-Geschichte in Gießen. Und nicht zuletzt wurde hier Wilhelm Liebknecht vor 200 Jahren geboren, der Begründer der Sozialdemokratie. Auf der Exkursion werden wir uns also ausführlich mit Gießen befassen und die Demokratieorte aufsuchen. Wir fahren aber auch nach Frankfurt und schauen uns die Paulskirche an. Auf einer konzeptionellen Ebene diskutieren wir darüber hinaus, was Erinnerungsorte sind und was sie uns heute noch sagen. Retten wir die Demokratie, indem wir ihrer gedenken?

Literatur zur Einführung
Étienne François, Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bde, München 2008


[O Si] Thesen und Themen der Neueren und Zeitgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

Im Oberseminar diskutieren wir alle Fragen rund um das Schreiben einer Abschlussarbeit: von der Strukturierung des Arbeitsalltags bis zur Wahl der Methoden. Wir besprechen Ihre Arbeiten und lesen Texte, die Ihnen beim Schreiben helfen. Alle, die über das Schreiben wissenschaftlicher Texte nachdenken wollen, sind herzlich willkommen - auch wenn die eigene Abschlussarbeit noch eine ferne Idee ist.


[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.

Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


 
[Si] Gender im Kontext Schule
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II, H 215
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215

Kommentar:

Der Begriff Gender hat sich nicht nur im wissenschaftlichen Kontext, sondern auch im gesellschaftlichen Diskurs etabliert. Doch welche Relevanz besitzt die Gender-Thematik im Schulkontext? Eben dieser Frage soll im Rahmen der Veranstaltung nachgegangen werden. Thematisch werden dafür beispielsweise institutionelle Gegebenheiten beleuchtet, der Zusammenhang von Gender mit weiteren Kategorien besprochen und konkrete Unterrichtsstunden geplant.


[Ü] Muslimische Frauen: Von Selbst- und Fremdbildern
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Die Lehrveranstaltung behandelt Selbst- und Fremdbilder muslimischer Frauen im Kontext von Religion, Gesellschaft und Geschlechterdiskursen. Thematisiert werden soziale Praktiken der Geschlechterunterscheidung, Geschlechterrollen im Alltag sowie das Bedeckungsgebot aus unterschiedlichen muslimischen Perspektiven. Zudem werden verbreitete Stereotype über muslimische Frauen kritisch reflektiert.


   
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


 
[Si] Mind your gender - degender your mind. Feministische Philosophie des Geistes  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 014
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014

Kommentar:

Feministische Philosophie und Philosophie des Geistes sind zwei Disziplinen der Philosophie, die bislang relativ wenig miteinander in Kontakt gekommen sind, obwohl sie zum Teil ähnliche Phänomene behandeln. So sind Fragen wie „Wer hat einen Geist?“ und „Welchen Einfluss hat das Soziale auf das Mentale?“ sowie Theorien über u.a. Emotionen, das Selbst, und psychische Krankheiten von Relevanz für beide Disziplinen.
Das Seminar soll feministische Philosophie und Philosophie des Geistes in ein Gespräch bringen, das für beide Disziplinen ertragreich ist. Wir werden u.a. feministische, anti-rassistische, anti-ableistische und trans* Perspektiven zu Themen wie Sexualität, Geschlechtsidentität, psychische Krankheiten und Neurodivergenz, das Selbst, Emotionen und Verkörperung diskutieren.
Die Texte werden voraussichtlich teilweise auf Englisch und teilweise auf Deutsch sein, die Seminardiskussion auf Deutsch.


[Si] Philosophieren mit und über Behinderung
Klausur: 06.07.2026, Hausarbeit 15.09.2026.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 116
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 116

Kommentar:

Ausgangspunkt des Seminars ist die Annahme, dass der Begriff Behinderung nicht nur eine medizinische und pädagogische, sondern auch eine genuin philosophische Dimension besitzt. Entsprechend werden einerseits aus theoretischer Perspektive Fragen nach Normalität, Normalisierung, Autonomie, Gerechtigkeit, Anerkennung, Menschenwürde und Macht behandelt. Andererseits wird anhand konkreter Beispiele aller Schulformen diskutiert, inwiefern das Thema Behinderung weniger als Defizit, sondern vielmehr als Einladung verstanden werden kann, um Ethikunterricht in allen Schulformen diskriminierungssensibel zu gestalten.


 
[Si] "Nichts ist seinem Wesen nach fremd, sondern immer nur aus einem bestimmten Blickwinkel heraus." (Christiane Kallenbach): Fremde Perspektiven im Literaturunterricht vermitteln
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
14 Einzeltermine:
Mo. 20.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Mo. 20.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Di. 21.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Di. 21.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Mi. 22.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Mi. 22.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 23.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Do. 23.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 24.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Fr. 24.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Mo. 27.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Mo. 27.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe
Di. 28.07.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine Raumangabe
Di. 28.07.2026,13.00 - 15.00 Uhr   keine Raumangabe

Kommentar:

In der Literaturdidaktik scheint allgemein die Vorstellung zu herrschen, dass Literatur Schüler:innen dabei hilft, fremde Perspektiven besser zu verstehen und Empathie für diese zu fördern (vgl. beispielsweise Bredella, 2000).
Obwohl also eine gewisse Einigkeit darüber besteht, DASS Literatur (Texte, Bilderbücher, Filme, Videospiele,...) Fremdverstehen fördern können, bleibt uns die Forschung bei der Frage nach dem WIE bislang eine klare Antwort schuldig.
Gleichzeitig begegnet uns sowohl im Alltag als auch im Klassenzimmer eine "superdiverse" Gesellschaft (vgl. Vertovec, 2024), die die Entwicklung für ein Verständnis unterschiedlichster Perspektiven umso dringender in den Fokus rückt.
In diesem Blockseminar sollen verschiedene Konzepte wie Fremdverstehen, Perspektivverstehen, Empathie, etc. genauer untersucht werden. Dabei soll im Rahmen der Diversitätsforschung der Frage nachgegangen werden, wie sich diese fremdem Perspektiven im Literaturunterricht vermitteln lassen.


[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Friedrich Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, B 106
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106

Kommentar:

Friedrich Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“, erschienen 1795, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen literaturtheoretischen Texten des späten 18. Jahrhunderts. Schillers Grundunterscheidung von ‚naiv‘ und ‚sentimentalisch‘ hat in der Folgezeit eine große Wirkung entfaltet. Dabei geht es Schiller um nichts weniger als um eine Standortbestimmung der modernen Literatur und uns als modernen Lesenden. So berührt Schiller eine Reihe großer Fragen wie die nach dem Verhältnis von Natur, Verstand und Gefühl, nach Einfachheit und Komplexität in der Kunst oder auch nach Freiheit und Zwang in der ästhetischen Erfahrung.

Das Seminar ist als gemeinsames Lektüreseminar angelegt – bringen Sie Lust auf die Auseinandersetzung mit einem herausfordernden, nicht ganz leicht zugänglichen Text und ein gemeinsames Gespräch mit!
Eine kommentierte Textausgabe wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt.


[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


[Si] Utopischer Expressionismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Kommentar:

„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.


[Si] Introduction to Cognitive Psychology C  (PSY-BA-PM04)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 103
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103

[Si] Biologiedidaktische Vertiefung II - Übung - "Diversität im Klassenzimmer – Gendersensibler Biologieunterricht" - Gruppe 1 - Kurschildgen  (BioD-L2L3L5-3)
In diesem Seminar „Diversität im Klassenzimmer – Gendersensibler Biologieunterricht“ werden Inhalte einer ganzheitlichen, sprach- und kultursensibler Sexualbildung thematisiert. Folgende Themen werden u.a. im Rahmen des Seminars behandelt: Rolle des Biologieunterrichts zur Sexuellen Bildung/ Vermittlung von Genderkompetenzen, Curriculare Grundlagen, Sex und Gender, sexuelle Vielfalt, Geschlechtsausdruck und -identität. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden mit den Themen vertraut zu machen, ihnen Literatur, Materialien und Beratungsstellen an die Hand zu geben und anzuregen, die eigene Haltung und Verantwortung zu den Themen zu reflektieren. Dabei soll das Seminar inhaltlich über die Planung einer Unterrichtseinheit hinausgehen, und sich forschungsbasiert und reflektiert mit Themen der Geschlechterforschung im Kontext der Sexualbildung befassen. Das Seminar soll Studierenden den Raum geben, Themen, die sie im Bereich der Sexualbildung interessieren, mit einbringen zu dürfen.
Zu den Seminaren können Sie sich selbstständig ab dem 18.03.2026, 15 Uhr, bis zum 01.05.2026 in Stud.IP anmelden. Die Anmeldung erfolgt nach dem „Windhundverfahren“.
Zur Anmeldung für die Veranstaltung gehen Sie auf Teilnehmende und dann links auf Gruppen. Dort sehen Sie alle Übungen mit den jeweiligen Zeiten im Überblick. Über das Türsymbol auf der rechten Seite können Sie sich für eine der Übungen anmelden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:15 - 11:45 Uhr  Phil. II C, 015 (Kompetenzwerkstatt) (BioD-L2L3L5-3 Biologiedidaktische Vertiefung II - Außerschulische Lernorte / Themen des gymnasialen Biologieunterrichts - "Diversität im Klassenzimmer – Gendersensibler Biologieunterricht" - Gruppe 1 - Kurschildgen)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II C, 015 (Kompetenzwerkstatt)

Zielgruppen:
L2, PV  |  L3, PV  |  L5, PV

Kommentar:

In diesem Seminar „Diversität im Klassenzimmer – Gendersensibler Biologieunterricht“ werden Inhalte einer ganzheitlichen, sprach- und kultursensibler Sexualbildung thematisiert. Folgende Themen werden u.a. im Rahmen des Seminars behandelt: Rolle des Biologieunterrichts zur Sexuellen Bildung/ Vermittlung von Genderkompetenzen, Curriculare Grundlagen, Sex und Gender, sexuelle Vielfalt, Geschlechtsausdruck und -identität. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden mit den Themen vertraut zu machen, ihnen Literatur, Materialien und Beratungsstellen an die Hand zu geben und anzuregen, die eigene Haltung und Verantwortung zu den Themen zu reflektieren. Dabei soll das Seminar inhaltlich über die Planung einer Unterrichtseinheit hinausgehen, und sich forschungsbasiert und reflektiert mit Themen der Geschlechterforschung im Kontext der Sexualbildung befassen. Das Seminar soll Studierenden den Raum geben, Themen, die sie im Bereich der Sexualbildung interessieren, mit einbringen zu dürfen.
Zu den Seminaren können Sie sich selbstständig ab dem 18.03.2026, 15 Uhr, bis zum 01.05.2026 in Stud.IP anmelden. Die Anmeldung erfolgt nach dem „Windhundverfahren“.
Zur Anmeldung für die Veranstaltung gehen Sie auf Teilnehmende und dann links auf Gruppen. Dort sehen Sie alle Übungen mit den jeweiligen Zeiten im Überblick. Über das Türsymbol auf der rechten Seite können Sie sich für eine der Übungen anmelden.


[M] Theorien des Verbraucherverhaltens  (MK-105 (ÖK))
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 12:00 Uhr  Senckenbergstraße 03, 220 (Ze-S1)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Senckenbergstraße 03, 220 (Ze-S1)

Zielgruppe:
MK ÖK, Sj 1

[Kurs] Interdisziplinäre Schädelbasischirurgie
1 st. , täglich möglich, Zeit nach Vereinbarung unter
ulricke.bockmuehl@klinikum-kassel.de oder
wolfgang.deinsberger@klinikum-kassel.de
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Zielgruppe:
HM, WV, Klin


[Si] Vertiefungsseminare mit wechselnden Themen im SPC Global Health  (Modul 7-9 im SPC Global Health)
Blockseminare: Nach Vereinbarung, 1 SWS; Ausschließlich für Studierende im SPC Global Health
Anmeldung /Infos unter: http://www.uni-giessen.de/fbz/fb11/studium/medizin/klinik/spc/spc-global
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Zielgruppe:
HM, KS

nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de