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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 08: Musikpädagogik (03 BA Mus 08)
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 08: Musikpädagogik (03 BA Mus 08)

Veranstaltungen

Zu belegen sind drei Lehrveranstaltungen. 1-2: Entweder zwei Seminare aus den Bereichen Musikdidaktische Lernfelder / Musikdidaktische Positionen und Konzeptionen / Didaktik der populären Musik / Historische Musikpädagogik / Musikpädagogische Institutionen / Didaktik des Instrumental-Unterrichts (LV 1 und LV 2) oder ein Projektseminar (LV 1+2). 3: Eine vertiefende medienpraktische Lehrveranstaltung (LV 3).

 

 
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Legende

 
[Si] Let´s move and groove – Musik und Bewegung in Theorie und Praxis
montags, 14-16 Uhr und Blockveranstaltung am 15. und 16. Januar 2027
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 09
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09
4 Einzeltermine:
Fr. 15.01.2027,15.00 - 19.00 Uhr   Phil. II D, 08
Fr. 15.01.2027,15.00 - 19.00 Uhr   Phil. II D, 19 (Konzertsaal)
Sa. 16.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II D, 08
Sa. 16.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II D, 19 (Konzertsaal)

Zielgruppen:
mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Die Verknüpfung von Musik und Bewegung bildet ein zentrales Element für das musikalische Lernen. Neben der Diskussion einiger lerntheoretischer Grundlagen sollen in dem Seminar vornehmlich praktische Beispiele aus der Verbindung von Musik und Bewegung vorgestellt, konkret ausprobiert und weiterentwickelt werden. Ein historischer Bezug (z.B. Emile Jaques Dalcroze) hat dabei genauso seinen Platz wie Formen der Bodypercussion und des Poptanzes. Die Treffen finden in der ersten Semesterhälfte wöchentlich statt (7 Wochen); in der zweiten Semesterhälfte wird ein Blockwochenende durchgeführt. Von den Teilnehmern wird selbstverständlich eine engagierte Bereitschaft zum Tanzen und zum kreativen Umgang mit Bewegungsaufgaben erwartet!

Blocktermin:
Freitag, 15.01., 15-19 Uhr Raum 08, Raum 019
Samstag, 16.01., 10-16 Uhr Raum 08, Raum 019

Hinweis: Die Lehrveranstaltung ist auch für Praktikumsmodule im ersten und zweiten Fach anrechenbar.


[Si] Musikalische Bildung im Vorschulalter - Konzepte zur Musikalischen Früherziehung in Theorie und Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 09
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09

Zielgruppen:
MP Ba, WPV, GS/HS  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kinder zeigen von Anfang an meist spontan ein vitales Interesse an Klängen und rhythmischen Bewegungsmustern. Sie entdecken Geräusche, singen und musizieren Lieder, setzen Töne in Farben und Bilder um, spielen mit ihrer Stimme, vertonen Gedichte oder tanzen und bewegen sich zu Musik. Wie dieses Bedürfnis von Kindern aufgegriffen und unterstützt werden kann, soll dieses Seminar rund um Konzepte zur Musikalischen Früherziehung aufzeigen. Es sollen Stundenbilder für anregende musikalische Lernumgebungen entwickelt und in Zusammenarbeit mit einer Kindertageseinrichtung in Gießen praktisch umgesetzt werden.
Einführende Literatur:
Gruhn, Wilfried (2003). Kinder brauchen Musik. Musikalität bei kleinen Kindern entfalten und fördern. Weinheim u.a.O. (Beltz).


[Si] The Dark Side of the Moon – ‚Madness‘ im Musikunterricht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
In Popkultur und (populärer) Musik finden sich zahlreiche Beispiele für ‚Verrücktheit‘, psychische Erkrankungen und ein Leben und Wahrnehmen jenseits vermeintlicher Normen. Im Musikunterricht scheinen diese belang jedoch wenig aufgegriffen zu werden. Es ist die Frage, ob der Themenkomplex schlicht nicht als relevant angesehen wird, ob Schüler:innen geschützt werden sollen oder ob (implizit?) ein Status Quo der Normalität aufrechterhalten werden soll. Demgegenüber scheint eine musikpädagogische Auseinandersetzung dringend nötig, wenn man sich beispielweise anschaut, wie manche Lehrkräfte über Schüler:innen sprechen: „Er ist Autist und hat keinen Zugang zu seinen Gefühlen.“ oder „Sie hat Depressionen und ist bestimmt sehr kreativ.“
Die Lehrveranstaltung verfolgt daher drei Schwerpunkte:
Erstens soll der Begriff der Ver-rücktheit (engl. Madness) im Anschluss an die sogenannten Mad Studies definiert werden (z. B. Hess, 2024, S. 24–46). Madness soll dabei gerade nicht als Krankheit oder Stigmatisierung verstanden werden, sondern von medizinischen Diagnosen losgelöste, gleichwertige Unterschiedlichkeit.
Zweitens wird der Blick auf ver-rückte Schüler:innen und Lehrkräfte gerichtet. „…madness is not hysteria. It can be very quiet…” (Anne Sexton) – man sieht es betroffenen Personen nicht zwingend an. Es muss m. E. das Ziel sein, Lehrkräfte für Madness zu sensibilisieren, zugleich aber auch die Grenzen zu anderen Professionen (Psychotherapie, Musiktherapie etc.) zu ziehen. Musikunterricht ist kein Therapieangebot, kann aber in einer Fokussierung auf soziale Prozesse (Gerland & Grosse, 2026) möglicherweise therapieunterstützend wirken.
Drittens folgt daraus die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, Madness im Musikunterricht explizit zu thematisieren. Zwängt man Schüler:innen damit etwas auf, das womöglich zu nah am eigenen Leben steht, zu persönlich ist, eine Grenze überschreitet? Oder kann es gelingen, über eine Thematisierung von Madness in der Musik das gegenseitige Verständnis zu erhöhen, Offenheit und Toleranz zu vermitteln, zum Abbau von Stigmatisierungen beizutragen und Identifikationsangebote zu schaffen?

Hinweis: Die Lehrveranstaltung ist auch für Praktikumsmodule im ersten und zweiten Fach anrechenbar.

2. Literatur
Beresford, P. & Russo, J. (Hrsg.) (2022). The Routledge International Handbook of Mad Studies. Routledge.

Boger, M.-A. (2020). Mad Studies und/in/als Disablity Studies. Eine Verhältnisbestimmung. In: Brehme, D., Fuchs, P., Köbsell, S. & Wesselmann, C. (Hrsg.). Disability Studies im deutschsprachigen Raum. Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung (S. 41–55). Beltz Juventa.

Davies, A., Spring, L., Castrodale, M. A. & Cosantino, J. (Hrsg.) (2026). Mad Studies and Education. Critical Pedagogy and Mad Praxis in the Classroom. Palgrave Macmillan.

Demke, E. (2023). Selbst-Bestimmen und Zugehörigkeit im Kontext von Verrücktheitserfahrungen. Zeitschrift für Disability Studies, 1/2023, 1–12.

Gerland, J. & Grosse, T. (2026). Lehrende in sozialen Arbeitsfeldern. In: Dartsch, M., Knigge, J., Niessen, A., Platz, F. & Stöger, C. (Hrsg.) (2026). Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse (2. vollständig aktualisierte und erweiterte Aufl.) (S. 205–216). Waxmann.

Hess, J. (2024). Madness and Distress in Music Education. Toward a Mad-Affirming Approach. Routledge.

Lüthi, E. (2022). Mad Studies and Disability Studies. In: Waldschmidt, A. (Hrsg.). Handbuch Disability Studies (S. 435–452). Springer VS.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Si] Klang
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 19 (Konzertsaal)
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht)
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 19 (Konzertsaal)

Zielgruppen:
AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSemA

Kommentar:

1. Zum Thema
• Klang ist ein Pfeiler unserer Wirklichkeit und zentraler Bestandteil aller musikalischen Erfahrungen. Dieses Seminar befasst sich mit Klangerzeugung, Klangübertragung und Klangwahrnehmung. Betrachtet werden unter anderem die akustischen Eigenschaften verschiedener Musikinstrumente, Spielarten der Klangsynthese sowie die Aufzeichnung und Verfremdung realer Schallereignisse. Hörtrainings und Hörexperimente sind zentrale Bestandteile des Seminars. Ziel ist es, die Hörkompetenz zu verbessern, Sie für Ihnen vielleicht neue Aspekte des Klangs zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden Ihnen Wege gezeigt, wie Sie Klang an Computern generieren und im musikpädagogischen Kontext thematisieren können. Hinsichtlich der Musikproduktion soll das Seminar den Horizont erweitern und den Kompositions- und Mixingprozess in ein anderes Licht stellen. Pling.

2. Literatur
wird im Verlauf des Seminars bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
Regelmäßige und aktive Mitarbeit; Bündiges Projektportfolio oder schriftliche Darlegung eines tontechnischen Arbeitsablaufs.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
Nachweis der in den jeweiligen Modulbeschreibungen genannten Voraussetzungen.


[Si] Vertiefungskurs Musik und Computer: Komposition mit Ableton Live
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht)
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht)

Zielgruppe:
MW Ba, MW Ma, MP Ba, GuK MW B, GK MP Ba, GuK MP Ma, L2, L5, L3

Kommentar:

Im Seminar sollen grundlegende Funktionen der DAW Ableton Live vermittelt und erprobt werden. Ziel ist es, eine oder mehrere eigene Kompositionen selbstständig zu realisieren und je nach Interesse der Teilnehmer_innen über ein selbst gewähltes Medium zugänglich zu machen oder zur Aufführung zu bringen. Stilistisch sind hier keine Grenzen gesetzt – von EDM über Hip Hop Beats bis hin zu experimentellen Klanggestaltungen ist alles möglich. Das Ziel ist es, die Kenntnisse im Umgang mit einer digitalen Audioumgebung zu vertiefen und praxisnah anzuwenden.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de