Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Durchführung der Veranstaltung: Blockveranstaltung bzw. Blockveranstaltungs-Anteile - Evangelische Theologie
Veranstaltungen
[Ü] Alles nur nicht Mandalas – Einführung in den Religionsunterricht
Der Religionsunterricht wird oft - und nicht nur aus Spaß - mit dem Einsatz von Mandalas verbunden.
Auch Arbeitsblätter und Schulbücher scheinen oft die ersten Assoziationen zu sein, doch RU geht (auch) anders.
In dieser Übung möchten wir uns gemeinsam einen Überblick über den schulischen Religionsunterricht, seine Ursprünge, Ansprüche und Umsetzung verschaffen. Dazu werden neben theoretischen Einheiten auch praktische und von Studierenden vorbereitete Einblicke in den Umgang mit Arbeitsblättern aber auch anderen Medien und Methoden gegeben.
Ziel soll es sein, Ihnen eine erste Vorstellung vom RU, seiner Vorbereitung und Durchführung zu geben.
Auch Themen wie "Schulgottesdienst" und "Schulseelsorge" sollen dabei grundlegend behandelt werden.
Die LV ist für folgende Zielgruppen vorgesehen:
L1kurz "Fachdidaktik Modul": Sie müssen die mit Exkursion gekennzeichneten Sitzungen nicht belegen, sind aber dennoch dazu eingeladen. Ebenso legen Sie im Rahmen dieser LV die MAP für das Modul als mündliche Prüfung ab. Informationen zu den mündlichen Prüfungen erhalten Sie frühzeitig.
L1lang/L2/L3/L5 "Fachdidaktik Modul": Sie nehmen an allen Sitzungen, inklusive der Exkursion teil.
Alle Lehramts-Studiengänge "Praxissemester": Sie nehmen auch an allen Sitzungen teil.
[O Si] Oberseminar Systematische Theologie
[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament (AfK-Nr.: 180)
Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.


