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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 02: Propädeutik Musikpädagogik (03 BA Mus 02)
Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 02: Propädeutik Musikpädagogik (03 BA Mus 02)

Veranstaltungen

Zu belegen sind eine Veranstaltung "Einführung in das Studium der Musikpädagogik" (LV 1) sowie entweder zwei frei wählbare Lehrveranstaltungen aus dem musikpädagogischen Angebot (LV 2 und LV 3; siehe Module 8, 10-12) oder ein Projektseminar (LV 2+3)

 

 
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Legende

 

Zwei frei wählbare Lehrveranstaltungen aus dem musikpädagogischen Angebot (siehe Module 8,10-12). Empfohlen werden:

[Si] Das Handbuch Musikpädagogik – eine kritische Lektüre./!/?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 09
nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
Kürzlich ist die zweite Auflage des Handbuch Musikpädagogik erschienen, die „[thematische] Erweiterungen“ und „[strukturelle] Modifikationen“ vornimmt, um der „dynamische[n] Entwicklung der Musikpädagogik als Forschungsdisziplin“ Rechnung zu tragen (Dartsch et al., 2026, S. 11).
Die Lehrveranstaltung wird in Form eines Lektüreseminars stattfinden: ausgewählte Inhalte des Handbuchs werden gelesen, diskutiert und in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Musikunterricht reflektiert.
‚Kritische Lektüre‘ lässt sich dabei auf drei Arten verstehen: 1) Im Seminar wird kritisch gelesen: Die Beiträge werden auf ihre Aktualität, Stringenz, Relevanz etc. hin durchleuchtet und hinterfragt. 2) Es wird reflektiert, inwieweit das Handbuch kritisch (im Sinne von problematisch) zu sehen ist, z. B. in der Zusammenstellung der Themen oder in der Fokussierung auf bestimmte Methodologien. 3) Es wird untersucht, inwieweit im Handbuch eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Inhalten erfolgt, beispielweise in der Form, dass Alternativen zu vermeintlich etablierten musikpädagogischen Begriffen, Theorien oder Konzepten präsentiert werden.

2. Literatur
Dartsch, M., Knigge, J., Niessen, A., Platz, F. & Stöger, C. (Hrsg.) (2026). Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse (2. vollständig aktualisierte und erweiterte Aufl.). Waxmann.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Si] Der Einfluss von Lehrkrafterwartungen auf die Leistungsbeurteilung im Musikunterricht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 22.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
Die Erwartungen von Lehrkräften gegenüber ihren Schüler:innen sind im Allgemeinen bereits umfangreich beforscht worden. Für die Musikpädagogik stellt dieses Feld jedoch ein Desiderat dar. Insbesondere musikalische und musikbezogene Erwartungen sind bislang wenig untersucht worden. Es könnte beispielsweise sein, dass eine Lehrerin, die im Studium das Hauptfach Trompete hatte, bei ihren Schüler:innen – unbewusst? – weniger Schwierigkeiten mit B-Tonarten annimmt, aber E-Dur für unspielbar hält. Derartige Erwartungen können Auswirkungen auf Unterrichtsplanung, Unterrichtsdurchführung, Interaktionen im Unterricht, Feedback und nicht zuletzt Diagnostik sowie Leistungsbeurteilung haben. Die zentrale Frage des Seminars wird daher sein, inwiefern sich bei verschiedenen Erwartungshaltungen von Lehrkräften Abweichungen in der Leistungsbeurteilung messen lassen.
Die Lehrveranstaltung ist als Forschungslernseminar angelegt, d.h., wir werden gemeinsam an einem Forschungsprojekt zu dieser Fragestellung arbeiten. Zu Semesterbeginn werden die Grundzüge experimenteller Forschung (vgl. z.B. Huber, 2013; oder in ausführlicher: Sedlmeier & Renkewitz, 2025) sowie für die Thematik relevante Bezugstheorien (z. B. Kahneman, 2011) und -studien (z. B. Bareiß, 2024) vorgestellt. Anschließend werden die Ergebnisse eines Forschungslernseminars diskutiert, das im Wintersemester 2025/26 an der Europa-Universität Flensburg stattgefunden und in gewisser Weise einen Pretest durchgeführt hat. Zuletzt wird der Schwerpunkt darauf liegen, das Flensburger Experiment zu verbessern und/oder zu erweitern, mit einer größeren Stichprobe erneut durchzuführen und die neu gewonnenen Daten auszuwerten.

2. Literatur
Bareiß, L., Platz, F. & Wirzberger, M. (2024). Implicit assumptions of (prospective) music school teachers about musically gifted students. Social Psychology of Education, 27, 1009–1041. https://doi.org/10.1007/s11218-023-09833-8

Kahneman, D. (2011). Schnelles Denken, langsames Denken (23. Aufl.). Penguin Verlag.

Huber, O. (2013). Das psychologische Experiment. Eine Einführung (6., überarb. Aufl). Huber.

Sedlmeier, P. & Renkewitz, F. (2025). Forschungsmethoden und Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler (4., aktual. und erw. Aufl.). Pearson.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[Si] Fragen an die Musikpädagogik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II D, 09
nächster Termin: 01.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09

Zielgruppen:
mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Aufgabe an die Studierenden ist es, Fragen an die Musikpädagogik zu erarbeiten und sich in Kleingruppen oder Einzelarbeit projektartig mit diesen daraus entwickelten Themengebieten intensiv zu beschäftigen. Inhaltlich sind keine Grenzen gesetzt (sofern sich der Bereich der Musikpädagogik wiederfindet). Methodisch wird für eine erfolgreiche Teilnahme die Erstellung eines Projektplanes, eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens wie auch eine Präsentation der Ergebnisse erwartet. Möglich sind dabei die unterschiedlichsten Formate (Film, Plakat, Podcast, Materialsammlung, Tagebuch…). Auch eine benotete Prüfungsleistung kann bei entsprechend erweiterter Darstellung erarbeitet werden.


[Si] Listen, Listen, Listen!
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Musik hören, erleben und vermitteln

Im Alltag vieler Musikerinnen und Musiker und besonders im Studium kommt das ungezwungene Hören von Musik häufig zu kurz. Analyse, Technik und Theorie nehmen viel Raum ein, während das unmittelbare Erleben von Musik in den Hintergrund rückt.

Dieses Seminar setzt bewusst hier an. Im Mittelpunkt steht das aktive Hören von Songs ohne Vorinformation. Musik wird zunächst gehört, gespürt und gemeinsam besprochen. Funktionsanalytische und musiktheoretische Aspekte folgen erst in einem zweiten Schritt.

Zentral ist die Frage, was Musik mit uns macht, wenn wir sie hören. Warum machen wir Musik. Geht es darum, Noten korrekt abzuspielen, Akkordverbindungen zu reproduzieren oder Tonleitern sicher zu beherrschen. Oder geht es um Ausdruck, Wirkung und Austausch.

Jede Sitzung beginnt mit Hörimpulsen ohne Kontext oder Erklärung. Die Teilnehmenden beschreiben ihre individuellen Wahrnehmungen, Stimmungen und emotionalen Reaktionen. Der gemeinsame Austausch steht dabei im Vordergrund und eröffnet unterschiedliche Zugänge zur gleichen Musik.

Im weiteren Verlauf wird das Gehörte eingeordnet. Es wird gemeinsam beschrieben, um welches Genre es sich handeln könnte, welche stilistischen Mittel verwendet werden und wodurch bestimmte Genrezuordnungen entstehen. Gleichzeitig wird reflektiert, wo diese Einordnungen an ihre Grenzen stoßen.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Seminars ist das Erarbeiten von Songstrukturen und harmonischen Grundgerüsten. Die schnelle Auffassung von Form, Harmonik und Songaufbau wird gezielt geschult. Darauf aufbauend erstellen die Teilnehmenden einfache und übersichtliche Lead Sheets.

Diese Fähigkeit ist insbesondere für den Lehrerberuf und die Vermittlung von zentraler Bedeutung. Musik verständlich zu strukturieren, schnell zugänglich zu machen und weiterzugeben gehört zu den grundlegenden Kompetenzen.

Ziel des Seminars ist es, eine bewusste und offene Hörhaltung zu entwickeln, das persönliche Repertoire zu erweitern und Sicherheit im Umgang mit musikalischen Strukturen zu gewinnen. Musik soll nicht nur analysiert, sondern erlebt, verstanden und vermittelt werden.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Leistungsschein: bestandene Klausur


[Si] Musikalische Bildung im Vorschulalter - Konzepte zur Musikalischen Früherziehung in Theorie und Praxis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 09
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09

Zielgruppen:
MP Ba, WPV, GS/HS  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kinder zeigen von Anfang an meist spontan ein vitales Interesse an Klängen und rhythmischen Bewegungsmustern. Sie entdecken Geräusche, singen und musizieren Lieder, setzen Töne in Farben und Bilder um, spielen mit ihrer Stimme, vertonen Gedichte oder tanzen und bewegen sich zu Musik. Wie dieses Bedürfnis von Kindern aufgegriffen und unterstützt werden kann, soll dieses Seminar rund um Konzepte zur Musikalischen Früherziehung aufzeigen. Es sollen Stundenbilder für anregende musikalische Lernumgebungen entwickelt und in Zusammenarbeit mit einer Gießener Kindertageseinrichtung praktisch umgesetzt werden.


[Si] Panopticon, Konzertsaal, Raum der Wünsche? – Musikunterricht aus raumtheoretischen Perspektiven
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 19 (Konzertsaal)
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 19 (Konzertsaal)

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  mL2,3,5, WPV, GS/HS  |  MP Ba, WPV, GS/HS  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ma, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  KiPä Ba, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
„Raum“ ist ein Begriff, der vielfältige Bedeutungen annehmen kann. In der Musikpädagogik war damit für lange Zeit schlicht der Musikraum oder Klassenraum im Sinne eines Zimmers gemeint. Später hielten Vorstellungen von sozialen, kulturellen und ästhetischen Räumen Einzug in die Musikpädagogik. Seit einigen Jahren ist eine weiter zunehmende Diversifizierung auszumachen.
Im Seminar werden zunächst die zentralen Raumbegriffe der Musikpädagogik thematisiert, um anschließend der Frage nachzugehen, welche Räume im Musikunterricht geschaffen werden sollten. Die Normativität der Frage rückt diese in die Nähe von Überlegungen, die in musikdidaktischen Konzeptionen angestellt werden. Wünschen wir uns, dass Musikunterricht ein lehrerzentrierter Raum der Überwachung im Sinne eines Panopticons ist? Oder ein metaphorischer Konzertsaal, in dem ausschließlich klassische Musik und ‚Hochkultur‘ unterrichtet werden? Oder doch ein ‚Raum der Wünsche‘, der von Schülerinteressen ausgeht und diese in den Mittelpunkt rückt? Basierend auf der Diskussion derartiger Fragen soll ein Versuch unternommen werden, zu einer möglichst umfassenden Idealvorstellung von gelingendem Musikunterricht zu gelangen.

2. Literatur
Dauth, T. J. (2023). Raumbegriffe in der Musikpädagogik. Eine Systematisierung. Beltz Juventa.

Dauth, T. J. (2026). Raumbegriffe in der Musikpädagogik. In: Dartsch, M., Knigge, J., Niessen, A., Platz, F. & Stöger, C. (Hrsg.) (2026). Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse (2. vollständig aktualisierte und erweiterte Aufl.) (S. 563–571). Waxmann.

Dünne, J. & Günzel, S. (Hrsg.) (2018). Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften (9. Aufl.). Suhrkamp.

Günzel, S. (2017). Raum. Eine kulturwissenschaftliche Einführung. transcript.

Löw, M. (2015). Raumsoziologie (8. Aufl.). Suhrkamp.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


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