Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Masterstudiengänge Politikwissenschaft - Politikwissenschaft (Kombinationsmaster-Studiengang 40 cp)
Veranstaltungen
Demokratie (03-Ma DG-B-1) ⇑
Demokratisierungsprozesse im internationalen Vergleich (03-Ma DG-B-2) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. (Online-Seminar) | |
| nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.
Methoden der empirischen Demokratie- und Governanceforschung (03-Ma DG-B-3) ⇑
A 1: Seminar
[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 002 | |
| nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).
A 2: Übung
[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 002 | |
| nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).
Global Governance und Internationale Integration (03-Ma DG-B-4) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Globalisierung im 21. Jahrhundert: Machtpolitik, Diskursverschiebungen und die neue Rolle der Ökonomie
In der konventionellen soziologischen Geschichtsschreibung entspringt die Globalisierung den nationalstaatlich verfassten Gesellschaften, die sich vor allem im Zuge der kapitalistisch-industriellen Expansion als moderne Nationalstaaten herausbilden konnten. Gesellschaften wurden im Zuge der Globalisierung kulturell, sozial, institutionell, politische und ökonomisch zunehmend entgrenzt mit weitreichenden Folgen für die soziologische Forschung und Theoriebildung. Aus der Sicht der Annales-Schule (Braudel, Wallerstein) und der an Marx anschließenden Politischen Ökonomie (Arrighi) verhält es sich allerdings genau andersherum. Die Globalisierung ist demnach der Ausgangspunkt für die Herausbildung moderner Gesellschaften und Staatlichkeit. Nach Braudel & Co. entstand in der Zeit der Renaissance ausgehend von den nord-italienischen Stadtstaaten das erste kapitalistische Weltsystem. Dieses System hat sein Zentrum im Zuge von Machtverschiebungen im Laufe der Geschichte immer wieder verlagert, wodurch Umwälzungen in den geo-ökonomischen Macht/Wissens-Komplexen globalisierter Gesellschaften ausgelöst wurden. Nationale Gesellschaften hat es demnach nie gegeben, wohl aber Nationalismus als Begleiterscheinung der Globalisierung. Seit dem Auftauchen diverser Krisenerscheinungen wie Corona, dem russischen Angriffskrieg und Trumps erratischer Außenpolitik spricht man in Medien und Sozialwissenschaft zunehmend von De-Globalisierung und Re-Nationalisierung. Dieser provisorischen Diagnose wollen wir im Seminar auf Grundlage brauchbarer Theorien und aussagekräftiger Daten nachgehen.
Eine Registrierung in StudIP ist erforderlich für die Seminarkommunikation, die Veranstaltung wird per Zoom zwischen 10:00 und 16:00 durchgeführt.
Termine: Block I: 15.05.26, Block II: 29.05.26, Block III: 19.06.26, Block IV: 03.07.26, Block V: 17.07.26
Teilnahmeschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
Leistungsschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
- Abgabe von zwei Seminararbeiten (jeweils fünf Seiten)
- Sprechstunde nach Terminvereinbarung per Mail: jens.maesse@sowi.uni-giessen.de,
[Si] Krieg für Menschenrechte? Die internationale Schutzverantwortung zwischen Anspruch und Missbrauch. Human Rights protection and War: the R2P: challenged or confirmed?
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch autoritär regierte und in ihren Zielen revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann.
Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie die "humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Außerdem erarbeiten wir uns ein Analyseraster, das für alle Vorträge zu den einzelnen Interventionen angewendet werden soll.
Anschließend (2) diskutieren wir im Lichte einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, kritische Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen Frankreichs im heutigen Syrien und Libanon (1861) und Großbritanniens und Russlands Interventionen auf dem Balkan (1821-32, 1875-1878), die Intervention der USA auf Kuba (1898), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert.
Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des kriegerischen Gewalteinsatzes im Namen des Menschenrechtsschutzes. Dazu gehören sogenannte "liberale Interventionen" wie die der NATO in Libyen (2011) ebenso wie Interventionen autoritärer Staaten, zum Beispiel Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.
Literatur:
BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.
DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.
HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.
HASENCLEVER, A. 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Inter-ventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.
HERACLIDES, A. / DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Centu-ry. Setting the Precedent. Manchester: University Press.
HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für huma-nitäre Interventionen. München: Beck.
KLOSE, F. 2022: In the cause of humanity : a history of humanitarian intervention in the long nineteenth century. Cambridge: University Press.
KRAUSE, D. 2024: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung: Analy-se der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Budrich.
LOGES, B. 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).
MALOWITZ, K. / MÜNKLER, H. (Hg.) 2009: Humanitäre Intervention: Ein Instrument außenpolitischer Konfliktbearbeitung. Grundlagen und Diskussion. Wiesbaden: VS.
MERKEL, R. (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.
MORAN, C. 2025: The Evolution of Humanitarian-Intervention in International Law : From the Ottoman Empire to the Russia-Ukraine War. Leiden : Brill | Nijhoff.
REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.
SIMMS, B. / TRIM, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.
SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.
SWATEK-EVENSTEIN, M. 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.
THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.
WERKNER, I.J. 2019: Die internationale Schutzverantwortung im Lichte des gerechten Friedens (Frieden und Recht Band 3). Wiesbaden: Springer.
WHEELER, N. J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.
SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:
(1) Das Seminar wird in deutscher und englischer (wahlweise) Sprache stattfinden.
(2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche mittwochabends 18.15 bis 19.45h.
(3) Für einen A1- und A2-Schein: Regelmäßige Teilnahme am Seminar; tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein.
(4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englisch-sprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen.
(5) Für einen A1- und A2-Schein: Referat oder alternative Leistungsform (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Recherche) zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan
(6) Für einen A1-Schein: Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen im StudIP-Ordner Hausarbeiten, und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2026.
Sie erhalten noch Guides zum wiss. Arbeiten und Anfertigen von Papieren (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Hausarbeit), zum Referat sowie eine Zusammenfassung der Leistungsanforderungen.
[Si] Sustainabiliy and Governance in Latin America
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
The seminar begins with theoretical-conceptual and empirical sessions where students will explore environmental, social and economic issues and approaches to sustainability in Latin America. The empirical analysis of issue-areas takes the United Nations' Sustainable Development GoaIs (SDGs) as a starting point. In addition, these first sessions will make students familiar with theoretical approaches which can be used for presentations and seminar papers on these issues. Students will join groups which will prepare individual or group presentations in the second half of the semester. These groups will deal with selected issues of environmental, economic and social sustainability: food and hunger, health, deforestation, desertification/drought/water, urbanization, violent conflict, social inequality, biodiversity, climate change etc. Each group is required to provide a brief outline of the design of their presentation by 15 May 2026. Presentations on specific seminar topics will begin in early June. Successful participation without a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline). Successful participation with a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline) and submission of a seminar paper at the end of the semester. The seminar begins on 14 April 2026 and will be held in classroom teaching. Regular and active participation in the seminar is expected.
Government und Governance (03-Ma DG-T-5) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Government und Governance in Wirtschaftskrisen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 112 | |
| nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112 | ||
[Si] Wirtschaftstheorien
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 104 | |
| nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 104 | ||
Normen und Institutionen (03-Ma DG-T-6) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | k.A. (Online-Seminar) | |
| nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.
[Si] Observing Modernity
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E 106 | |
| nächster Termin: 01.06.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 106 | ||
„Sociology is usually considered the science of modern society, and has consistently focused its attention on processes in societies regarded as characteristic of modernity. For instance, classical European sociology identified processes like functional differentiation, cultural rationalization, or individualization as being characteristic of modern social orders. But, how does one observe such abstract processes – how does one observe ‘modernity’? This seminar addresses the different ways that sociology has made modernity observable – through focusing on certain social groups, practices, cultural artefacts, and not least on critiques that the notion of modernity was confronted with, as in critical theory and post- and decolonial approaches. On the example of observing modernity, the seminar will support students in linking broad conceptualizations with research strategies, including conceptual work and methodological choices.”
[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!
29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen
Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.
Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?
Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.
Politikfelder (03-Ma DG-T-7) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] European Democracy Promotion
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | E201 | |
| nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: E201 | ||
This seminar examines the dynamics, role and impact of democracy promotion by the EU. The EU's efforts to act as a normative actor both in its neighbourhood and in various regions of the world are appreciated by many actors, but also heavily criticised. The seminar provides an empirical overview, examines related concepts and addresses criticism of the EU against the backdrop of increasing geopolitical conflicts with undemocratic countries.
[Si] International Security Organisations in Comparison
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 201 | |
| nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201 | ||
International organisations are a central element of world politics. They structure international relations in many respects. Their character and their fields of work are very different. The central aim of this seminar is to provide an in-depth introduction to the field of international security organisations. In a first step, the concepts and theories of international organisations will be explained in more detail. In the further course of the seminar, selected security organisations will be analysed in more detail. These are in particular the UN, NATO, the EU, the OSCE, but also selected security organisations from other regions of the world. Methodologically, the seminar is based on joint text discussions, group work and a weekly news corner.
Medien und Governance (03-Ma DG-T-11) ⇑
Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)
[Si] Big-Tech und KI treffen aus Pressefreiheit - wie die digitale Revolution Journalismus und politische Kommunikation verändert
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 119 | |
| nächster Termin: 01.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||



