Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Geschichte - Lehramtsstudiengang "Geschichte" L2, L5 (Studienbeginn ab Wintersemester 2023/24)
Veranstaltungen
Fachwissenschaftliche Grundlagenmodule ⇑
Grundlagen: Pflichtbereich ⇑
Grundlagenmodul: Alte Geschichte (04-Gesch-L2-P 01) ⇑
LV 1: Vorlesung
LV 2: Proseminar
[P Si] Der Tyrannenmord. Ein Gründungsmythos der athenischen Demokratie (Gruppe 1)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 |
[P Si] Der Tyrannenmord. Ein Gründungsmythos der athenischen Demokratie (Gruppe 2)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 |
[P Si] Politische Macht und Lebenskunst in der römischen Kaiserzeit (Gruppe 1)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 233 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 |
Grundlagenmodul: Mittelalterliche Geschichte (04-Gesch-L2-P 02) ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Adel im Hochmittelalter. Herrschaft und höfische Kultur im 11.–13. Jahrhundert
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
Die rechtliche Differenzierung zwischen Freien und Unfreien charakterisiert die Sozialgeschichte der meisten mittelalterlichen Gesellschaften. Der Stand der Freien differenziert sich darüber hinaus in adlige und nichtadlige Freie. Die Ausübung von weltlichen Herrschaftsrechten ist dabei zumeist dem Adel vorbehalten, der neben den kirchlichen Institutionen (Klöster, Stifte, Bischöfe) als Herrschaftsträger agiert und verschieden abgestufte Besitzrechte an unfreien Menschen sowie an materiellen Ressourcen haben kann. Soweit zur idealtypischen Beschreibung.
Schwieriger zu beantworten sind Fragen nach der Entstehung von Adel, nach dem Verhältnis zwischen rechtlichem, sozialem und wirtschaftlichem Status von Adligen im Vergleich zu Nichtadligen sowie nach den Ursachen und Formen sozialer Mobilität, die die Grenzen zwischen Adel und Nichtadel durchlässig machen. Die Vorlesung bietet eine Einführung in dieses Themenfeld und setzt ihren Schwerpunkt im Hochmittelalter (10.-13. Jh.).
Literatur: Art. „Adel“, in: Lexikon des Mittelalters, Band I (1980), Sp. 118-141. – Art. „Adel“, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Band I (2., völlig neu bearb. Aufl. Berlin 2008), Sp. 69-76. – Art. „Adel“ in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band I (Berlin-New York 1973), S. 58-77. – Ehlers, Joachim: Die Ritter. Geschichte und Kultur, München 2006. – Hechberger, Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 72), 2. Aufl. München 2010. – Nobilitas. Funktion und Repräsentation des Adels in Alteuropa, hg. von Otto G. Oexle und Werner Paravicini, Göttingen 1997. – Oexle, Otto G.: Aspekte der Geschichte des Adels im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, in: Europäischer Adel 1750-1950, hg. von Hans-Ulrich Wehler, Göttingen 1990, S. 19-56. – Rösener, Werner: Adelsherrschaft als kulturhistorisches Phänomen. Paternalismus, Herrschaftssymbolik und Adelskritik, in: Historische Zeitschrift 268 (1999), S. 1-34. – Spieß, Karl-Heinz: Rangdenken und Rangstreit im Mittelalter, in: Zeremoniell und Raum, hg. von Werner Paravicini, Sigmaringen 1997, S. 39-61. – Werner, Karl Ferdinand: Adel – „Mehrzweck-Elite“ vor der Moderne?, in: Ders.: Einheit der Geschichte. Studien zur Historiographie, Sigmaringen 1999, S. 120-135. – Zotz, Thomas: Adel und Innovation. Neue Verhaltensformen einer alten Elite im hohen und späten Mittelalter, in: Aufbruch im Mittelalter. Innovationen in Gesellschaften der Vormoderne, hg. von Christian Hesse und Klaus Oschema, Ostfildern 2010, S. 231-244.
[Vl] Hessische Städte im Mittelalter: Stadtentwicklung und Stadttypen
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
In der Vorlesung werden zunächst die Grundzüge der Stadtentwicklung im römisch-deutschen Reich erklärt. In der Folge wird die Geschichte einzelner Städte im heutigen Bundesland Hessen vorgestellt, die paradigmatisch für einen bestimmten Städtetyp stehen. Da es im heutigen Hessen keine Bischofsstadt mit römischer Wurzel gibt, muss auf Mainz (ehemals Rheinhessen) zurückgegriffen werden. Frankfurt wird als Beispiel für die wechselhafte Geschichte einer Königspfalz, Königsstadt und Reichsstadt behandelt, Wetzlar und Friedberg stehen für die Reichsstädte der Wetterau, Marburg und Kassel für spätmittelalterliche Residenzstädte. Angesprochen werden sollen auch Gießen, Fritzlar und ggf. Butzbach.
Die einschlägige Literatur wird konsekutiv bekanntgegeben.
[Vl] Weiß-, Rot- und Schwarz-Russland 1113-1772
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben.
Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären.
Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
LV 2: Proseminar
Grundlagen: Wahlpflichtbereich ⇑
Zu belegen ist ein Modul.
Grundlagenmodul: Neuzeit A (04-Gesch-L2-WP 03 A) ⇑
LV 1: Vorlesung: Neuere Geschichte
[Vl] "Lachendes Volk". Komik, Politik und Medien in Deutschland 1900-1973
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
Die Vorlesung untersucht anhand der Komik die Rolle populärer Unterhaltung in der deutschen Gesellschaft von 1900 bis 1973. In dieser Zeit veränderten sich kulturelle, mediale, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen dramatisch, was auch die Formen der Komik beeinflusste. Gleichzeitig erfreuten sich die Medien des Komischen durchweg größter Popularität, so dass sie die Kultur der jeweiligen Zeit entscheidend mitprägten. Die Vorlesung analysiert, wie in verschiedenen Formaten – von satirischen Zeitschriften und Büchern über Radiosendungen bis hin zu Theaterstücken und Filmen – gesellschaftliche Themen verhandelt wurden und welche politische Bedeutung sie erlangten. Während die geschichts-, literatur- und medienwissenschaftliche Forschung sich bisher allein auf satirische Kritik konzentrierte, wollen wir auch harmonisierenden Humor und ein Lachen der Vergemeinschaftung in den Blick nehmen. Durch die Analyse zentraler Werke, aber auch alltäglicher Medienprodukte gewinnen die Studierenden ein Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen populärer Kultur, Politik und Medien.
Einführende Literatur: Kaspar Maase: Grenzenloses Vergnügen. Der Aufstieg der Massenkultur 1850 - 1970. Frankfurt am Main 1997.
[Vl] Polen, das heißt nirgendwo“? Globalgeschichte einer ostmitteleuropäischen Nation 1772-2025
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit.
Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen.
Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen?
Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist.
Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
LV 2: Proseminar: Frühe Neuzeit
[P Si] Städtische Utopien und Planstädte in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Die Stadt und ihre Planung war schon immer ein Mittel des Einwirkens auf die Gesellschaft und war oft auch mit der Idee einer Verbesserung oder gar einer Perfektibilisierung der Menschen und ihres Zusammenlebens verbunden. Dies gilt insbesondere für die Frühe Neuzeit, in der die planvolle Umsetzung dieser angeblich utopischen Ideen auch angegangen wurde. In vielen neuerrichteten oder großräumig erneuerten Planstädten in Europa wie auch in den Kolonien wurde die Anlage der Straßen, der Häuser und Grundstücke mit bestimmten Hintergedanken im großen Stile verfolgt. Damit konnten die Städte auf bestimmte Funktionen zum Beispiel als fürstliche Residenzen oder auf wirtschaftliche Effektivität ausgerichtet werden.
Im Proseminar werden Fragen der Stadtarchitektur im Laufe der Zeit, als Teil utopischer Schriften wie auch in ihrer Umsetzung untersucht werden. Dabei werden die gesellschaftlichen Funktionen die diese Elemente erfüllen sollen, genauso wie ihre möglicherweise nicht intendierten Folgen auf das städtische Leben zwischen 1500 und 1800 in den Blick genommen.
Die Lektüre englischer Texte ist erwartet.
(Das Proseminar lässt sich inhaltlich gut mit der Exkursion - Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit - kombinieren, die ebenfalls im Sommersemester angeboten wird.)
Grundlagenmodul: Neuzeit B (04-Gesch-L2-WP 04 B) ⇑
LV 1: Vorlesung: Frühe Neuzeit
[Vl] Der Dreißigjährige Krieg 1618 - 1648
regelmäßiger Termin ab 30.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 30.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
Der Dreißigjährige Krieg gilt als epochale Katastrophe der Frühen Neuzeit. Er beendete zumindest in Mitteleuropa eine lange Friedensperiode und mündete in eine nicht minder lange Kriegsepoche. Ohne die tiefgreifenden sozialen und religiösen Spannungen, die der Krieg offenlegte, wären Dauer und Intensität des Krieges nicht denkbar gewesen, doch entwickelte der Krieg auch eine Eigendynamik, die alle bislang gekannten Kriegserfahrungen in den Schatten stellte. Seine Dauer von dreißig Jahren demonstriert darüber hinaus, wie schwierig es den Zeitgenossen fiel, Frieden zu schließen. Am Ende dieser Epoche stand ein weitgehender Status quo Frieden, bei dem keine Seite ihre Maximalforderungen realisieren konnte, und ein völlig verwüstetes Reich.
Literatur: Georg Schmidt, Der Dreißigjährige Krieg (Beck Wissen), München 1995; ders., Die Reiter der Apokalypse. Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. München 2018; Peter Wilson, Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie, München 2018 (engl. 2009).
[Vl] Politische Partizipation in Hessen: Landtage und Landstände
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
Politische Partizipation ist ein Anspruchsmerkmal nicht nur der modernen Gesellschaften Europas. Der Anspruch, seinen individuellen Willen artikulieren und in einer Gemeinschaft wirksam werden lassen zu wollen, zeigte sich bereits in den antiken poleis oder in der römischen Republik. Dort erwiesen sich allerdings auch schon die Grenzen der daraus resultierenden Effekte auf die jeweiligen Gesellschaften bzw. politischen Systeme. In der Zeit des römischen Kaiserreichs schienen sie zu verschwinden – und blieben doch als Idee und in lokalen Kontexten erhalten, um nach dem Beginn des zweiten christlichen Jahrtausends wieder verstärkt diskutiert und gelebt zu werden. In Städten, Dörfern und Königreich, selbst in der mittelalterlichen Papstkirche, verbreitete sich der Anspruch auf Mitbestimmung in unterschiedlichen Ausprägungen, Tiefen und Reichweiten. Anhand der hessischen Region soll diesem historischen Trend nachgespürt und aufgezeigt werden, dass Teilhabe genuin zur politischen Kultur des europäischen Kontinents und der Europäer zählt.
[Vl] Weiß-, Rot- und Schwarz-Russland 1113-1772
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben.
Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären.
Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
LV 2: Proseminar: Neuere Geschichte
[P Si] Der Holocaust in Forschung und Spielfilmen
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Spielfilme über den Holocaust bilden längst ein eigenes Genre. Sie können sich der Aufmerksamkeit von Publikum und Kritik gewiss sein und prägen – angefangen bei dem Begriff 'Holocaust' – , was Nachgeborene über die nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen und den Mord an den europäischen Juden wissen und wie sie sich dieses historische Geschehen vorstellen. Das ist nicht unproblematisch, denn narrative Filme entstehen nach anderen Regeln als wissenschaftliche Forschung. So ist es kein Zufall, dass bestimmte Erzählmotive in Holocaustfilmen oft wiederkehren, während anderes ausgeblendet oder unterbelichtet bleibt. Zum Beispiel kann man variantenreich dramatisieren, wie Figuren in schwierige Entscheidungssituationen geraten. Wie aber lässt sich in einem Spielfilm spannungsreich erzählen, dass die Verfolgten immer weniger Entscheidungsmöglichkeiten hatten, ja in Ghetto und Lager massiv an Individualität verloren und sich immer ähnlicher sahen? Die in Spielfilmen konstruierte historische Wirklichkeit bleibt allerdings nicht nur hinter dem mittlerweile erreichten Forschungsstand zur Geschichte des Holocaust zurück. Gleichzeitig gelingt es Spielfilmen in aller Regel besser, unsere Vorstellungskraft anzuregen und uns emotional zu berühren.
Dieses Seminar verknüpft deshalb die Vermittlung historischer Kenntnisse mit der Erkundung von Wirkungsmechanis¬men filmischer Darstellungsmittel. Anhand von zentralen Erzählmotiven in Holocaustfilmen werden wir die dort fiktionalisierte historische Konstellation rekonstruieren und ausgewählte Filmsequenzen eingehend analysieren. Am Ende des Seminars sollten Sie idealerweise über ein vertieftes historisches Wissen über den Holocaust und ein Grundverständnis für filmisches Erzählen verfügen.
[P Si] Hessens Geschichte audiovisuell. Produktion einer TV Serie mit dem Hessischen Rundfunk
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Das Seminar „Hessens Geschichte audiovisuell“ bietet Studierenden die Möglichkeit, historische Forschung mit audiovisueller Medienproduktion zu verbinden. Die Teilnehmer:innen erarbeiten sich Zugänge zur hessischen Geschichte von der Landesgründung bis zum Jahr 2000. Davon ausgehend entwickeln wir zusammen mit Arne Bartram, Reporter des Hessischen Rundfunks, eine Fernsehserie mit fünf bis sechs kurzen Teilen. Im Seminar durchlaufen wir alle entscheidenden Schritte der ersten Produktionsphase: Entwicklung des Konzepts, Recherche und Verfassen des Drehbuchs. Die Studierenden lernen, historische Ereignisse und Themen für ein breites Publikum aufzubereiten und wie eine audiovisuelle Darstellung gelingen kann. Die Serie soll anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der Gründung Groß-Hessens im September 2025 im Fernsehen des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt werden.
Einführende Literatur: Walter Mühlhausen: Hessen im 20. Jahrhundert. Eine politische Geschichte. Wiesbaden 2023.
[P Si] Uni für alle? Eine Geschichte der Universität im 20. Jahrhundert
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Seit Juni 2024 steht erstmals eine Frau an der Spitze der Gießener Universität. Es ist die erste Präsidentin in der 400jährigen Geschichte der JLU. Bei ihrer Amtseinführung betonte sie, wie wichtig die „Vielfalt“ unter den Hochschulangehörigen sei. Ist die Uni also ein Ort für alle? Diese Idee ist nicht selbstverständlich. Schließlich war die Geschichte der Universitäten lange eine Geschichte der Ausschlüsse: Europäische Universitäten öffneten sich erst um 1900 – und auch dann nur allmählich – für Frauen. Die Nationalsozialisten verboten es Juden 1938, zu studieren, und jagten jüdische Professoren aus dem Amt. In den USA gab es bis in die 1960er Jahre „rassisch“ segregierte Unis und als James Meredith sich als erster Afroamerikaner an der University of Mississippi einschreiben wollte, konnte er dies nur unter Polizeischutz tun.
Solche drastischen Formen der Diskriminierung sind Geschichte – zumindest in der „westlichen“ Welt. Zugleich hat ab den 1960er Jahren in vielen europäischen Ländern eine Bildungsexpansion stattgefunden mit dem großen Versprechen, die Chancen für benachteiligte Gruppen wie Arbeiterkinder oder Menschen mit Migrationsgeschichte zu erhöhen. Eine einfache Erfolgsgeschichte ist das aber nicht: Schichtbezogene Chancenunterschiede halten sich hartnäckig und der egalitärere Zugang zu den Hochschulen hat die sozialen Ausschlüsse oftmals in den universitären Innenraum verschoben. Diskussionen über die angemessene Repräsentation von Minderheiten und Diskriminierungsformen im Uni-Alltag führen regelmäßig zu Konflikten, in denen sich manchmal auch Gruppen gegenüberstehen, die sich jeweils als benachteiligt wahrnehmen. Kurzum: Unigeschichte war und ist von Konflikten darüber bestimmt, wer wo und wie mitmachen und mitreden darf, oder eben nicht. Darüber wollen wir im Seminar diskutieren.
Fachwissenschaftliche Vertiefungsmodule ⇑
Vertiefungsmodul Alte Geschichte (04-Gesch-L2-WP 09) ⇑
LV 1: Vorlesung
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Das römische Kaisertum in Prinzipat und Spätantike
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Vertiefungsmodul Mittelalterliche Geschichte (04-Gesch-L2-WP 10) ⇑
Ein Hauptseminar speziell für L 2/5 und BA Nebenfach wird jeweils im Sommersemester angeboten.
LV 1: Vorlesung
[Vl] Adel im Hochmittelalter. Herrschaft und höfische Kultur im 11.–13. Jahrhundert
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
Die rechtliche Differenzierung zwischen Freien und Unfreien charakterisiert die Sozialgeschichte der meisten mittelalterlichen Gesellschaften. Der Stand der Freien differenziert sich darüber hinaus in adlige und nichtadlige Freie. Die Ausübung von weltlichen Herrschaftsrechten ist dabei zumeist dem Adel vorbehalten, der neben den kirchlichen Institutionen (Klöster, Stifte, Bischöfe) als Herrschaftsträger agiert und verschieden abgestufte Besitzrechte an unfreien Menschen sowie an materiellen Ressourcen haben kann. Soweit zur idealtypischen Beschreibung.
Schwieriger zu beantworten sind Fragen nach der Entstehung von Adel, nach dem Verhältnis zwischen rechtlichem, sozialem und wirtschaftlichem Status von Adligen im Vergleich zu Nichtadligen sowie nach den Ursachen und Formen sozialer Mobilität, die die Grenzen zwischen Adel und Nichtadel durchlässig machen. Die Vorlesung bietet eine Einführung in dieses Themenfeld und setzt ihren Schwerpunkt im Hochmittelalter (10.-13. Jh.).
Literatur: Art. „Adel“, in: Lexikon des Mittelalters, Band I (1980), Sp. 118-141. – Art. „Adel“, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Band I (2., völlig neu bearb. Aufl. Berlin 2008), Sp. 69-76. – Art. „Adel“ in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band I (Berlin-New York 1973), S. 58-77. – Ehlers, Joachim: Die Ritter. Geschichte und Kultur, München 2006. – Hechberger, Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 72), 2. Aufl. München 2010. – Nobilitas. Funktion und Repräsentation des Adels in Alteuropa, hg. von Otto G. Oexle und Werner Paravicini, Göttingen 1997. – Oexle, Otto G.: Aspekte der Geschichte des Adels im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, in: Europäischer Adel 1750-1950, hg. von Hans-Ulrich Wehler, Göttingen 1990, S. 19-56. – Rösener, Werner: Adelsherrschaft als kulturhistorisches Phänomen. Paternalismus, Herrschaftssymbolik und Adelskritik, in: Historische Zeitschrift 268 (1999), S. 1-34. – Spieß, Karl-Heinz: Rangdenken und Rangstreit im Mittelalter, in: Zeremoniell und Raum, hg. von Werner Paravicini, Sigmaringen 1997, S. 39-61. – Werner, Karl Ferdinand: Adel – „Mehrzweck-Elite“ vor der Moderne?, in: Ders.: Einheit der Geschichte. Studien zur Historiographie, Sigmaringen 1999, S. 120-135. – Zotz, Thomas: Adel und Innovation. Neue Verhaltensformen einer alten Elite im hohen und späten Mittelalter, in: Aufbruch im Mittelalter. Innovationen in Gesellschaften der Vormoderne, hg. von Christian Hesse und Klaus Oschema, Ostfildern 2010, S. 231-244.
[Vl] Hessische Städte im Mittelalter: Stadtentwicklung und Stadttypen
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
In der Vorlesung werden zunächst die Grundzüge der Stadtentwicklung im römisch-deutschen Reich erklärt. In der Folge wird die Geschichte einzelner Städte im heutigen Bundesland Hessen vorgestellt, die paradigmatisch für einen bestimmten Städtetyp stehen. Da es im heutigen Hessen keine Bischofsstadt mit römischer Wurzel gibt, muss auf Mainz (ehemals Rheinhessen) zurückgegriffen werden. Frankfurt wird als Beispiel für die wechselhafte Geschichte einer Königspfalz, Königsstadt und Reichsstadt behandelt, Wetzlar und Friedberg stehen für die Reichsstädte der Wetterau, Marburg und Kassel für spätmittelalterliche Residenzstädte. Angesprochen werden sollen auch Gießen, Fritzlar und ggf. Butzbach.
Die einschlägige Literatur wird konsekutiv bekanntgegeben.
[Vl] Weiß-, Rot- und Schwarz-Russland 1113-1772
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Obgleich Putin die Einheit der Ostslaven und eine tausendjährige Kontinuität groß-russischer Geschichte beschwor, haben sich nach seinem Angriffskrieg auf die Ukraine die Mental Maps verschoben. Auf historischen Karten finden sich jedenfalls bereits Bezeichungen wie Weiß-Reußen, Rot-Reußen und Schwarz-Reußen wieder, die mit Russland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben.
Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Zum einen soll die Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ unterstrichen werden. Zum anderen wird das Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich diskutiert. Schließlich geht es darum, die Ausdifferenzierung von Russen, Ukrainern und Belarusen im 16. Jahrhundert historisch zu erklären.
Für eine benotete Leistung wird in der vorletzten Vorlesungswoche eine Klausur angesetzt.
Literaturhinweise: Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Wiesbaden 2025; Kappeler, Andreas: Vom Land der Kosaken zum Land der Bauern . Die Ukraine im Horizont des Westens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Wien 2020.
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Adel alternativ. Ökonomische Grundlagen und soziale Aspekte des fürstlich-höfischen Lebens im Hochmittelalter
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 |
Das Hochmittelalter gilt als Periode des Aufschwungs. Positive klimatische Faktoren und ein signifikantes Bevölkerungswachstum sind als wesentliche Katalysatoren dafür anzusehen, mit denen in wechselseitiger Abhängigkeit ökonomisches Wachstum und tiefgreifende gesellschaftlich-kulturelle Entwicklungen einhergingen. Auch die Blütezeit der höfischen Kultur des Hochmittelalters ist in diesem Kontext zu verorten. Das Hauptseminar widmet sich demnach den wirtschaftlichen Grundlagen und sozialen Voraussetzungen der fürstlich-höfischen Lebenswelt des hohen Mittelalters aus verschiedenen sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Perspektiven.
Im Mittelpunkt stehen die drei großen Adelshäuser des hochmittelaterlichen deutschen Südwestens: Die Staufer, die Welfen und die Zähringer. Aufgrund der zahlreichen Adelshäuser in dieser Region im Hochmittelalter und der Interaktion zwischen diesen wird der hochmittelalterliche südwestdeutsche Adel aber in seiner Gesamtheit einbezogen und zugleich differenziert betrachtet.
Auf der Basis der im Grundlagenmodul erworbenen Kenntnisse sollen nun vielschichtigere Fragestellungen und Themenkomplexe erarbeitet und methodisch fachgerecht dargestellt werden. Gerade die gezielte Quellenlektüre auf Basis innovativer Ansätze soll so dazu befähigen, ältere Forschungen kritisch zu betrachten und alternative Ansichten und Ergebnisse zu überholten Meistererzählungen zu generieren.
Literatur:
Freytag, Nils / Piereth, Wolfgang: Kursbuch Geschichte, Paderborn, 5., aktual. u. erw. Aufl. 2011.
Hechberger, Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter, München, 2. Aufl., 2010.
Paravicini, Werner: Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, München, erw. Aufl. 2011.
Rösener, Werner: Leben am Hof. Königs- und Fürstenhöfe im Mittelalter, Ostfildern 2008.
Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte (04-Gesch-L2-WP 11) ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] "Lachendes Volk". Komik, Politik und Medien in Deutschland 1900-1973
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
Die Vorlesung untersucht anhand der Komik die Rolle populärer Unterhaltung in der deutschen Gesellschaft von 1900 bis 1973. In dieser Zeit veränderten sich kulturelle, mediale, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen dramatisch, was auch die Formen der Komik beeinflusste. Gleichzeitig erfreuten sich die Medien des Komischen durchweg größter Popularität, so dass sie die Kultur der jeweiligen Zeit entscheidend mitprägten. Die Vorlesung analysiert, wie in verschiedenen Formaten – von satirischen Zeitschriften und Büchern über Radiosendungen bis hin zu Theaterstücken und Filmen – gesellschaftliche Themen verhandelt wurden und welche politische Bedeutung sie erlangten. Während die geschichts-, literatur- und medienwissenschaftliche Forschung sich bisher allein auf satirische Kritik konzentrierte, wollen wir auch harmonisierenden Humor und ein Lachen der Vergemeinschaftung in den Blick nehmen. Durch die Analyse zentraler Werke, aber auch alltäglicher Medienprodukte gewinnen die Studierenden ein Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen populärer Kultur, Politik und Medien.
Einführende Literatur: Kaspar Maase: Grenzenloses Vergnügen. Der Aufstieg der Massenkultur 1850 - 1970. Frankfurt am Main 1997.
[Vl] Der Dreißigjährige Krieg 1618 - 1648
regelmäßiger Termin ab 30.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 30.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
Der Dreißigjährige Krieg gilt als epochale Katastrophe der Frühen Neuzeit. Er beendete zumindest in Mitteleuropa eine lange Friedensperiode und mündete in eine nicht minder lange Kriegsepoche. Ohne die tiefgreifenden sozialen und religiösen Spannungen, die der Krieg offenlegte, wären Dauer und Intensität des Krieges nicht denkbar gewesen, doch entwickelte der Krieg auch eine Eigendynamik, die alle bislang gekannten Kriegserfahrungen in den Schatten stellte. Seine Dauer von dreißig Jahren demonstriert darüber hinaus, wie schwierig es den Zeitgenossen fiel, Frieden zu schließen. Am Ende dieser Epoche stand ein weitgehender Status quo Frieden, bei dem keine Seite ihre Maximalforderungen realisieren konnte, und ein völlig verwüstetes Reich.
Literatur: Georg Schmidt, Der Dreißigjährige Krieg (Beck Wissen), München 1995; ders., Die Reiter der Apokalypse. Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. München 2018; Peter Wilson, Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie, München 2018 (engl. 2009).
[Vl] Polen, das heißt nirgendwo“? Globalgeschichte einer ostmitteleuropäischen Nation 1772-2025
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) |
„Polen, das heißt nirgendwo?“ Oder überall? Das Eingangszitat aus Afred Jarrys (1873-1907) grotesk-komischem Drama „König Ubu“ (Roi Ubu, 1896) fasst die Probleme der polnischen Geschichte im langen 19. Jahrhundert zusammen: Aufgrund der Teilungen Polen-Litauens gab es keinen polnischen Staat. Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte Polen mehrfach seine Lage und seine Systemzugehörigkeit.
Wie also eine moderne Geschichte Polens darstellen? Aus dem deutschen Blickwinkel wird Polen oft als „kleiner Nachbar“ im Osten wahrgenommen, das Wissen ist sehr begrenzt und oft auf angeblichen Nationalismus und Katholozismus reduziert. Tatsächlich handelt es sich Fall Polens aber um eine migrationsintensive Reichsgeschichte, die ganz Europa umfasst, ja sogar seit ihrer Entgrenzung durch die Teilungen in die ganze Welt ausgreift. Die Vorlesung möchte diese Globalgeschichte plastisch darstellen und Forschungsprobleme benennen.
Wussten Sie warum die „Pulaski barracks“ in Wiesbaden nach einem polnischen Nationalheros benannt wurden? Was polnische Truppen auf Haiti anstellten? Warum der höchste Berg Australiens lange Zeit „Mount Kościuszko“ hieß? Warum polnische Kolonien in Brasilien geplant wurden? Warum polnische Bergsteiget gerade im Winter unter zahlreichen Opfern die höchsten Berge des Himalayas besteigen wollten? Wie die Ereignisse in Polen und China am 4. Juni 1989 die Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts prägen?
Methodisch-systematisch widmet sich die Vorlesung zwei Problemen: Erstens wird eine Globalgeschichte oft nur für maritime Mächte und Imperien geschrieben, was Zugänge zu den tatsächlichen Faktoren einer Globalgeschichte versperrt. Die Vorlesung entwickelt dagegen Konturen einer Globalgeschichte ostmitteleuropäischer Gesellschaften am Beispiel Polens. Dies bedeutet gerade für ein deutsches Publikum zweitens einen neuen Blick auf die Geschichte Polens, was angesichts der Reaktualisierung des Weimarer Dreiecks in Deutschland umso notwendiger ist.
Erwünscht sind neugierig-phantasievolle Teilnehmer, nach Sinneinschnitten ist jeweils eine Diskussion erwünscht!
[Vl] Politische Partizipation in Hessen: Landtage und Landstände
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
Politische Partizipation ist ein Anspruchsmerkmal nicht nur der modernen Gesellschaften Europas. Der Anspruch, seinen individuellen Willen artikulieren und in einer Gemeinschaft wirksam werden lassen zu wollen, zeigte sich bereits in den antiken poleis oder in der römischen Republik. Dort erwiesen sich allerdings auch schon die Grenzen der daraus resultierenden Effekte auf die jeweiligen Gesellschaften bzw. politischen Systeme. In der Zeit des römischen Kaiserreichs schienen sie zu verschwinden – und blieben doch als Idee und in lokalen Kontexten erhalten, um nach dem Beginn des zweiten christlichen Jahrtausends wieder verstärkt diskutiert und gelebt zu werden. In Städten, Dörfern und Königreich, selbst in der mittelalterlichen Papstkirche, verbreitete sich der Anspruch auf Mitbestimmung in unterschiedlichen Ausprägungen, Tiefen und Reichweiten. Anhand der hessischen Region soll diesem historischen Trend nachgespürt und aufgezeigt werden, dass Teilhabe genuin zur politischen Kultur des europäischen Kontinents und der Europäer zählt.
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Das Ende des 1. Weltkriegs im östlichen Mittelmeer: Frieden verhandeln im Historischen Planspiel - Ein Spielversuch
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 |
[H Si] Der Zeitzeuge als Feind des Historikers? Zeitzeugenschaft und Oral History nach 1945
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 |
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen in Fernsehdokumentationen „aus erster Hand“ von historischen Ereignissen, besuchen Bildungseinrichtungen, um über NS-Verbrechen und Holocaust aufzuklären oder werden herangezogen um zu vermitteln „wie es wirklich war“. Sie sind Medienfiguren und Vermittler:innen historisch-politischer Bildung und damit spätestens seit dem „Erinnerungsboom“ ab den 1980er Jahren fester Bestandteil einer deutschen Erinnerungskultur. Darüber hinaus können Zeitzeug:innenberichte als Quellen für die Erforschung der Zeitgeschichte, insbesondere der Alltagsgeschichte und der Geschichte marginalisierter Gruppen genutzt werden. In diesem Seminar wollen wir uns der Zeitzeugenschaft in Deutschland nach 1945 auf zwei Ebenen annähern: Wir wollen diskutieren, wann, warum und wie Zeitzeug:innen Wissen und Erfahrung um historische Ereignisse vermitteln sollen und was wir dabei über Erinnern, Gedenken und Wissensvermittlung lernen können. Wir wollen uns aber auch damit beschäftigen, wie Historiker:innen mündliche Quellen erheben und mit diesen arbeiten. Wir fragen danach, vor welche Probleme und Herausforderungen die „oral history“ die Geschichtswissenschaften stellt, ob sie „ungehörte Stimmen“ freilegen kann, oder ob sie lediglich unzuverlässige, zu subjektive und emotionale Quellen generiert. Zeitzeug:innen und ihre Erinnerungen und Erzählungen werden somit im Kontext ihrer gesellschaftlichen Funktion, ihrer medialen Inszenierung und ihrer wissenschaftlichen Einordnung und Nutzbarkeit kritisch hinterfragt und diskutiert.
[H Si] Georgien unter zarischer und sowjetischer Herrschaft
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Die Annäherung an die Geschichte Georgiens erfolgt durch die Fokussierung auf die Alltagsgeschichte und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts sowie auf deutsche Interessen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine besondere Rolle wird zudem die Biographie Stalins und das Herrschafts- und Gesellschaftssystem des Stalinismus spielen. Ausgehend von der Quellenlage werden im Hauptseminar vor allem Landesbeschreibungen und Ego-Dokumente bearbeitet. Aus der Synthese verschiedener Sitzungen erschließen sich Themen für Hausarbeiten.
Das Hauptseminar ist im Rahmen des Moduls Geschichtsvermittlung mit einer einwöchigen Exkursion nach Georgien gekoppelt, die im Vorlesungsverzeichnis als Veranstaltung von Dr. Gleb Kazakov ausgewiesen ist.
Literaturhinweise: Ammon, Philipp: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Frankfurt am Main 2020; Chiari, Bernhard (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte. Kaukasus. Paderborn u.a. 2008; Stadelbauer, Jörg: Georgien. Geographie. Geschichte. Wirtschaft. Wiesbaden 2024.
[H Si] Imperialismus: Theorien und Fallstudien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 |
In diesem Hauptseminar geht es v.a. um die Frage nach den Ursachen des Imperialismus. Verschiedene Forschungsansätze haben konkurrierende Theorien zur Beantwortung dieser Frage entwickelt, die wir gegeneinander und anhand verschiedener Fälle diskutieren werden. Im Fokus steht besonders die Phase des sogenannten "Hochimperialismus" vor 1914, aber auch andere Fallbeispiele können eingebracht werden.
Da es sich um ein Hauptseminar handelt, wird ein hohes Maß an eigenverantwortlicher Arbeit erwartet - nicht zuletzt, weil mehrere Sitzungen feiertagsbedingt ausfallen, die entsprechenden Wochen aber ebenfalls für die asynchrone Vor- und Nachbereitung genutzt werden müssen. Das Lesepensum beträgt ca. 40 S. pro Woche (DE/EN). Ohne regelmäßige aktive Teilnahme ist kein erfolgreicher Abschluss möglich.
[H Si] Peripheral Histories of Internet: How Eastern Europe (Re)Connected with the World
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
[H Si] Preußen – eine vergessene europäische und deutsche Geschichte
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a |
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts.
Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen.
Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin.
Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur
Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
[H Si] Thomas Müntzer und der Bauernkrieg 1525 - mit Exkursion nach Mühlhausen und Bad Frankenhausen
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Das aktuelle Jubiläum zur Erinnerung an den Bauernkrieg von 1525 ist das zentrale Ereignis historischer Erinnerungskultur 2025. Seinen Niederschlag findet dies unter anderen in mehreren Landesausstellungen und zahlreichen Tagungen und Publikationen. Das Seminar konzentriert sich auf die Ereignisse in Mitteldeutschland und die Rolle, die Thomas Müntzer als Schlüsselfigur spielte. Er steht für die Verbindung von Religion und sozialrevolutionärer Radikalität. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte des Bauernkriegs mit Schwerpunkt Mitteldeutschland. Es dient darüber hinaus der Vorbereitung einer Exkursion an die zentralen Orte des Bauernkriegs in Thüringen: Bad Frankenhausen und Mühlhausen. Beide sind zugleich Zentralorte der bis heute politisch aufgeladenen Erinnerungskultur (Bauernkriegspanorama, Landesausstellung Mühlhausen). Die organisatorischen Details werden im Seminar festgelegt.
[H Si] Vampire im Habsburgerreich. Medienereignis und Skandal 1725-1755
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Am 21. Juli 2025 stehen wir vor dem 300. Jahrestag der Entdeckung der serbischen Vampire in der habsburgischen Militärgrenze zum Osmanischen Reich. Es handelte sich um eine Meldung im „Wienerischen Diarium“, die 1725 erstaunlich schnell verpuffte. Erst ein paar Jahre später entstand um die „Blutsauger“ von Medvedja ein regelrechter Medienhype. Woran lag das? Warum versuchte Maria Theresia die „Magia posthuma“ 1755 per Dekret zu verbieten? Wieso sind Vampire nicht tot zu kriegen? Die Beantwortung dieser Fragen soll auf dem Wege forschenden Verstehens erfolgen. Neben den Berichten habsburgischer Militärärzte über vermeintliche Vampirfälle sind die preußischen Traktate aus der Vampirdebatte zu studieren. Sind Sie bereit, die Vorstellungswelten der Dorfbewohner und die Stereotypen der westlichen Gelehrten in historischen Kontexten zu betrachten? Dann werden Sie in ihren Hausarbeiten zu interessanten Erkenntnissen kommen.
Quellen: Hamberger, Klaus (Hrsg.): Mortuus non mordet. Dokumente zum Vampirismus, 1689-1791. Wien 1992; Sturm, Dieter/Klaus Völker (Hrsg.): Von denen Vampiren und Menschensaugern. Dichtungen und Dokumente. Hrsg. von Dieter Sturm und Klaus Völker 4. Aufl. Frankfurt am Main 2003.
Darstellungen: Bohn, Thomas M.: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln/Weimar/Wien 2016; Unterholzner, Bernhard: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung. Wiesbaden 2019.
Fachdidaktische Grundlagenmodule: Pflichtbereich ⇑
Theorie I: Didaktik (04-Gesch-L2-P 05) ⇑
LV 1: Vorlesung: Grundlagen der Geschichtsdidaktik
LV 2: Proseminar: Einführung in die Geschichtsdidaktik
[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.
Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 12. Aufl. 2015.
Pragmatik I: Didaktik und Fachwissenschaft (04-Gesch-L2-P 06) ⇑
LV 1: Proseminar mit Exkursion: Historische Exkursion
[Ex Sem] »Im Tod sind alle gleich«? Exkursion zu Kriegsgräberstätten in Hessen
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 029 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 |
Im Seminar beschäftigen wir uns mit der Entwicklung des modernen Totengedenkens, der deutschen Erinnerungskultur nach 1945 und der Rolle des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Erinnerungspolitik. Unser Fokus liegt dabei auf Kriegsgräberstätten als Gedenkorte für im Kriege gestorbene Menschen. Während unserer Exkursionen besuchen wir verschiedene Kriegsgräberstätten in Hessen und setzen uns kritisch mit ihnen auseinander. Dabei soll die Frage diskutiert werden, was der Umgang einer Gesellschaft mit ihren Kriegstoten über sie selbst aussagt und wie und warum sich dieser im Laufe der Zeit verändert hat.
Exkursionstermine: Fr., 4.7.2025 von 11.00 bis 15.00 Uhr; Fr., 18.7.2025 von 11.00 bis 17.00 Uhr
Literatur:
Hettling, Manfred/Echternkamp, Jörg: Heroisierung und Opferstilisierung. Grundelemente des Gefallenengedenkens von 1813 bis heute, in: dies. (Hg.): Gefallenengedenken im globalen Vergleich. Nationale Tradition, politische Legitimation und Individualisierung der Erinnerung, München 2013, S. 123–158.
Knoch, Habbo: Geschichte in Gedenkstätten. Theorie – Praxis – Berufsfelder, Tübingen 2020.
Ulrich, Bernd u. a.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
[Ex Sem] Die Gedenkstätte Buchenwald als Lernort
Die Goetheschule Wetzlar fährt seit Jahren mit Schülergruppen der Jahrgangsstufe 12 (Q1/2) zu einer 4 tägigen Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald. Das Programm wurde von der Goetheschule selber erarbeitet und versucht den teilnehmenden SuS eine möglichst wenig geleitete und möglichst selbstständige Erkundung des Ortes und Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen. Im Rahmen des angebotenen Exkursionsseminars haben die Studierenden die Möglichkeit diese Exkursion zu begleiten. Die Studierenden sollen hierbei sowohl „normale Teilnehmer“ sein aber auch phasenweise „von oben“ auf die didaktisch-pädagogische Konzeption des Programms blicken und zu einer eigenständigen (gerne auch konstruktiv-kritischen) Beurteilung desselben kommen. Die Studierenden werden also teilweise mit den Schülern gemeinsam den Ort erforschen, teilweise aber auch in gesonderten Sitzungen den Fortgang der Arbeit analysieren und kritisch begleiten. Als Abschluss werden die Studierenden einen großen Unterrichtsentwurf zu dem Seminar verfassen, dieser ist zur Nachbereitung vorzulegen!!!
Die Anreise müssen die Teilnehmer selber organisieren, hierzu können im Rahmen der vorbereitenden Veranstaltungen Fahrgemeinschaften organisiert werden. Wir wohnen direkt vor Ort in einer sehr komfortablen Jugendbegegnungsstätte und werden dort auch bestens verköstigt.
Die Kosten belaufen sich pro Teilnehmer auf 143,50 € für pädagogische Betreuung, Unterkunft, Bettwäsche und Verpflegung. Eine entsprechende Auflistung finden sie unten.
Eine Anzahlung von 30, - € ist in bar oder per Paypal bei der Vorbereitungsveranstaltung zu entrichten. Dieser Betrag wird bei Nichtantritt nicht erstattet, da in dieser Höhe dann ggf. Stornokosten anfallen!!!
Der Restbetrag wir am ersten Tag der Veranstaltung entrichtet.
Termine:
Vorbereitungstreffen: Donnerstag 05.06.2025, 18.00 (s.t.!!!) – ca. 19.30 Raum C 214
Exkursion: Donnerstag 12.06.2025: 12.00 in der Gedenkstätte (Anfahrt ca. 2,5 Stunden) bis Sonntag 15.06.2025, 13.00 in der Gedenkstätte
Nachbereitung: Donnerstag 26.06.2025, 19.00 (s.t.) – ca. 21.00 (gemeinsames Abendessen ist geplant) Der Ort wird in gemeinsamer Absprache festgelegt.
[Ex Sem] Gräfliche Residenzen in Hessen - mit Exkursion nach Braunfels, Lich und Laubach
regelmäßiger Termin ab 29.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 29.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Keine adelige Familie hat den mittelhessischen Raum historisch so nachhaltig geprägt wie die Grafen von Solms mit ihren verschiedenen Linien. Einige ihrer zahlreichen Residenzen haben sich bis heute erhalten (z. B. Lich, Laubach, Braunfels) und werden Ziel der Exkursionen des Seminars. Sie sollen den Teilnehmern die historischen Dimensionen adeliger Standeskultur vermitteln, die sich in den jeweiligen Residenzen konkretisiert hat. Ziel ist es ebenso, den Typus adeliger Residenzen der Frühen Neuzeit genauer zu erfassen.
Die einführende Sitzung findet am 29.4. statt.
[Ex Sem] Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit
Vormoderne Städte traten in verschiedenen Formen auf. Die Unterschiede in Funktion und rechtlichem Status prägten die Entwicklungen und das Leben in der jeweiligen Stadt. Die Stadt ist sowohl Produkt des in ihr stattfindenden gesellschaftlichen Lebens wie auch grundsätzlich prägend für dieses, weswegen städtische Quellen zu Topographie, Entwicklung und aktive Gestaltung verschiedenste Perspektiven auf vormoderne Gesellschaften eröffnen. Dabei lassen sich anhand von Elementen der baulichen Erhaltung und Veränderung spezifisch zeitgenössische Funktionalisierungen ablesen.
Im exkursionsvorbereitenden Seminar sollen daher sowohl die Entstehung und Entwicklung von Städten als auch das städtische Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit betrachtet werden und der Einfluss der verschiedenen Stadttypen untersucht werden. Noch heute lässt sich beispielsweise an Aufbau und Bild der Stadt beobachten, ob eine Stadt wie Straßburg im Mittelalter den Rang einer Reichsstadt hatte oder wie Ludwigsburg erst in der Frühen Neuzeit als herzogliche Residenzstadt gegründet und geplant wurde. Im Falle von Ludwigsburg liegt dies unter anderem auch daran, dass die Innenstadt aufgrund ausgebliebener großer Kriegszerstörung weitestgehend im Originalzustand verblieben ist. Als eine der größten barocken Planstädte ist die Stadt somit ein ideales Ziel für die objekt- und ortsbezogene Untersuchung frühneuzeitlicher Stadtplanung. Straßburg hingegen zeichnet sich historisch durch seine wechselnden Städtetypen (Bischofsstadt und Freie Reichsstadt), die die Entwicklung prägten, sowie die allgemeine Bedeutung der Stadt im Heiligen Römischen Reich aus.
Neben stadthistorischen Inhalte werden auch unterschiedliche Medien und Quellen aus Mittelalter und Früher Neuzeit behandelt, welche die Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg vorbereiten.
Die Exkursion findet von Mo. 29.09.25 bis Fr. 03.10.25 (2,5 Tage Straßburg/ 2,5 Tage Ludwigsburg) statt. Verbindliche Anmeldungen müssen bis zum 16.05. bei Frau Berg (Sekretariat Frühe Neuzeit, Phil I, Raum C110) erfolgen.
Eine erste Vorbereitungssitzung findet am 25.04. von 14 bis 16 Uhr in C 113, statt.
LV 2: Proseminar: Projektunterricht oder fächerverbindendes Lernen
[P Si] Demokratiebildung im historischen Lehren und Lernen. Erarbeitung von Lernmaterialien zu einer zeitgeschichtlichen Fallanalyse
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Protest ist als 'Politik von unten' ein wichtiges Element in Demokratien. Am Fallbeispiel des Gorleben-Protests sollen im Seminar Unterrichtsmaterialien erstellt (ggf. auch getestet) werden, die für diesen Zusammenhang sensibilisieren sollen.
Im Rückblick sind die vielfältigen Protestformen gegen die Errichtung einer Wiederaufbereitungsanlage und ein Endlager für Atommüll in einem abgelegenen Zipfel der alten Bundesrepublik ein Beispiel dafür, wie 'Politik von unten' demokratisch wirksam wurde. So lassen sich am historischen Beispiel nicht nur verschiedene Protestformen und ihre Wirkweisen erforschen, eingeordnet in die Demokratiegeschichte können sie als zentrale Wendepunkte didaktisch profiliert werden.
Die sozial breite Bewegung hatte Auswirkungen auf das Rechts- und Parteiensystem sowie auf Demonstrations- und Protestformen, die bis heute genutzt werden. Die immer noch offene Frage der Endlagerung sowie die neue Diskussion um Atomkraft geben dem Thema eine Aktualität, die es für die Ausgestaltung als zeitgeschichtliche Fallanalyse attraktiv macht. Für das Seminar ist eine virtuelle Zusammenarbeit mit dem Gorleben-Archiv geplant, so dass auch unveröffentlichtes Quellenmaterial zur Verfügung steht und ein besonderer Lernort kennengelernt werden kann.
Für einen ersten Einstieg:
https://www.gorleben-archiv.de/
https://gorleben.hm-hannover.de/
[Ex Sem] Die Gedenkstätte Buchenwald als Lernort
Die Goetheschule Wetzlar fährt seit Jahren mit Schülergruppen der Jahrgangsstufe 12 (Q1/2) zu einer 4 tägigen Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald. Das Programm wurde von der Goetheschule selber erarbeitet und versucht den teilnehmenden SuS eine möglichst wenig geleitete und möglichst selbstständige Erkundung des Ortes und Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen. Im Rahmen des angebotenen Exkursionsseminars haben die Studierenden die Möglichkeit diese Exkursion zu begleiten. Die Studierenden sollen hierbei sowohl „normale Teilnehmer“ sein aber auch phasenweise „von oben“ auf die didaktisch-pädagogische Konzeption des Programms blicken und zu einer eigenständigen (gerne auch konstruktiv-kritischen) Beurteilung desselben kommen. Die Studierenden werden also teilweise mit den Schülern gemeinsam den Ort erforschen, teilweise aber auch in gesonderten Sitzungen den Fortgang der Arbeit analysieren und kritisch begleiten. Als Abschluss werden die Studierenden einen großen Unterrichtsentwurf zu dem Seminar verfassen, dieser ist zur Nachbereitung vorzulegen!!!
Die Anreise müssen die Teilnehmer selber organisieren, hierzu können im Rahmen der vorbereitenden Veranstaltungen Fahrgemeinschaften organisiert werden. Wir wohnen direkt vor Ort in einer sehr komfortablen Jugendbegegnungsstätte und werden dort auch bestens verköstigt.
Die Kosten belaufen sich pro Teilnehmer auf 143,50 € für pädagogische Betreuung, Unterkunft, Bettwäsche und Verpflegung. Eine entsprechende Auflistung finden sie unten.
Eine Anzahlung von 30, - € ist in bar oder per Paypal bei der Vorbereitungsveranstaltung zu entrichten. Dieser Betrag wird bei Nichtantritt nicht erstattet, da in dieser Höhe dann ggf. Stornokosten anfallen!!!
Der Restbetrag wir am ersten Tag der Veranstaltung entrichtet.
Termine:
Vorbereitungstreffen: Donnerstag 05.06.2025, 18.00 (s.t.!!!) – ca. 19.30 Raum C 214
Exkursion: Donnerstag 12.06.2025: 12.00 in der Gedenkstätte (Anfahrt ca. 2,5 Stunden) bis Sonntag 15.06.2025, 13.00 in der Gedenkstätte
Nachbereitung: Donnerstag 26.06.2025, 19.00 (s.t.) – ca. 21.00 (gemeinsames Abendessen ist geplant) Der Ort wird in gemeinsamer Absprache festgelegt.
[P Si] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein tieferes Verständnis für die ästhetischen Dimensionen historischen Denkens zu entwickeln. Dabei werden sowohl erkenntnistheoretische Grundlagen als auch konkrete Beispiele aus Kunst, Literatur und Geschichtskultur untersucht. Neben der theoretischen Reflexion steht die eigene gestalterische Auseinandersetzung mit Geschichte im Mittelpunkt. Dabei geht es darum, wie Geschichte nicht nur vermittelt, sondern auch erfahrbar wird, welche Emotionen und Spannungen sie auslöst und wie solche Momente unsere Wahrnehmung der Vergangenheit beeinflussen. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit der Wirkung historischer Erzählungen auseinander und reflektieren, wie Geschichte durch ästhetische Mittel gestaltet wird – und welche Potenziale und Herausforderungen sich daraus für das historische Lehren und Lernen ergeben.
Fachdidaktische Vertiefungsmodule: Wahlpflichtbereich ⇑
Manifestationen der Geschichtskultur (04-Gesch-L2-WP 08) ⇑
LV 1: Hauptseminar
[H Si] Inklusive Geschichtskultur? Mögliche Potenziale von Geschichtskultur für Inklusion im Geschichtsunterricht
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
[H Si] Praktiken der Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust als Lernanlässe im Geschichtsunterricht
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 011 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 |
Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 17.1.2025 hat die Kultusministerkonferenz eine Erklärung verabschiedet, in der es heißt: "Die Erinnerung an die Verbrechen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft darf nicht verblassen! Sie wachzuhalten, ist eine Aufgabe, die wir von Generation zu Generation weitergeben müssen. Gerade in unseren Tagen, in denen extremistische Parteien und Strömungen sowie islamistische Gruppierungen Zulauf erfahren, antisemitische Vorfälle und Straftaten zunehmen und das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird, muss daran erinnert werden, wohin es führen kann, wenn Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit eine Absage erteilt wird."
Doch wie kann das gelingen und welchen Beitrag kann der Geschichtsunterricht dazu leisten?
Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen, dass eine unterrichtliche Behandlung allein der Fakten ebenso wenig wie eine seit Jahren wachsende Erinnerungskultur automatisch zu einer Immunisierung gegenüber extremistischen, menschenverachtenden und undemokratischen Ideologien führen. Zudem bricht mit dem Zuende-Gehen der Zeitzeugenschaft ein zentrales Element der Erinnerung an den Holocaust weg und fordert zu Initiativen für neue Formate einer aktiven Erinnerungskultur heraus.
Im Seminar sollen die gesellschaftlichen Herausforderungen und bestehende erinnerungskulturelle Praktiken als Anlass genommen werden, um didaktische Analysen, empirische Beobachtungen und pragmatische Ableitungen für historisches Lehren und Lernen zum Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust zu diskutieren.
Literatur zur Einführung:
Lale Yildirim: Geschichtskulturelle agency auf dem „Markt der Erinnerungen“. In: Geschichtsbewusstsein – Geschichtskultur – Public History. Ein spannendes Verhältnis. Hrsg. v. Michele Barricelli und Lale Yildirim. Göttingen 2024, S. 131-150.
Manuela Homberg u. Michael Homberg: Umkämpfte Vergangenheit. Perspektiven einer ‚zweiten Geschichte‘ des Nationalsozialismus für Geschichtswissenschaft, Unterricht und Public History. In: Deutungskämpfe – die ‚zweite Geschichte‘ des Nationalsozialismus. Hrsg. v. Manuela Homberg u. Michael Homberg, Paderborn: 2023, S. 7-34.
Barbara Hanke: Erinnerungskulturen im Geschichtsunterricht. Funktionen, Formen, didaktische Perspektiven. In: Geschichte Lernen 200 (2021), S. 2-7.
Memo-Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland 2023. (https://www.stiftung-evz.de/assets/1_Was_wir_f%C3%B6rdern/Bilden/Bilden_fuer_lebendiges_Erinnern/MEMO_Studie/2023_MEMO_Jugend/MEMO_Jugendstudie_2023_DE.pdf)
IHRS: Empfehlungen für das Lehren und Lernen über den Holocaust. 2019. (https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Bildung/AllgBildung/Unterrichtsinhalte/Empfehlungen_zum_Lehren_und_Lernen_u__ber_den_Holocaust_1_.pdf
LV 2: Oberseminar
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 009 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 |
Im Oberseminar diskutieren wir aktuelle geschichtsdidaktische Forschungen. Dies umfasst aktuelle geschichtsdidaktische Literatur und laufende Forschungsprojekte ebenso wie die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und die gemeinsame Entwicklung von Fragestellungen und Forschungsvorhaben.
Theorie des historischen Lehrens und Lernens (04-Gesch-L2-WP 07) ⇑
LV 1: Hauptseminar
[H Si] Geschichte und Sprache
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 |
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, geschichtsdidaktische Theorien hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen zu beleuchten. Dabei stehen erkenntnistheoretische Grundlagen, kritische Sprachtheorien sowie die praktischen Herausforderungen eines sprachsensiblen Geschichtsunterrichts im Fokus. Neben der theoretischen Auseinandersetzung wird besonderer Wert auf die reflexive Umsetzung gelegt. Die Teilnehmer:innen setzen sich kritisch mit der Rolle von Sprache im Geschichtsunterricht auseinander und analysieren deren Verhältnis zur Geschichtsschreibung.
[H Si] Zukunft: eine Kategorie der Geschichtsdidaktik?
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 011 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 |
Für den Geschichtsunterricht ist der Blick auf die Vergangenheit konstitutiv. Dass das in der und für die Gegenwart geschieht, ist geschichtsdidaktisch Konsens. Doch wie es mit der Zukunft?
Im Seminar soll erkundet werden, welche Rolle Zukunft als Kategorie in der Geschichtsdidaktik spielen kann, soll oder muss. Dafür soll didaktische Theorie unter dieser Frage erschlossen und diskutiert werden, um auf dieser Grundlage Blicke in die Praxis zu werfen.
Literatur zum Einstieg:
Markus Bernhardt: Historia magistra vitae? Zum Gegenwarts- und Zukunftsbezug des Geschichtsunterrichts. In: Geschichtsunterricht im 21. Jahrhundert. Hrsg. v. T. Sandkühler, C. Bühl-Gramer, A. John und A. Schwabe. Göttingen 2018, S. 131-142.
LV 2: Oberseminar
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 009 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 |
Im Oberseminar diskutieren wir aktuelle geschichtsdidaktische Forschungen. Dies umfasst aktuelle geschichtsdidaktische Literatur und laufende Forschungsprojekte ebenso wie die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und die gemeinsame Entwicklung von Fragestellungen und Forschungsvorhaben.