Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Geschichte - Lehramtsstudiengang "Geschichte" L2, L5 (Studienbeginn ab Wintersemester 2023/24)
Veranstaltungen
Fachwissenschaftliche Grundlagenmodule ⇑
Grundlagen: Pflichtbereich ⇑
Grundlagenmodul: Alte Geschichte (04-Gesch-L2-P 01) ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Einführung in die griechische Geschichte (AfK-Nr.: 221)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
LV 2: Proseminar
[P Si] Die Demokratie und ihre Eliten: Athen im 5. und 4. Jahrhundert v.Chr. (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
[P Si] Die Demokratie und ihre Eliten: Athen im 5. und 4. Jahrhundert v.Chr. (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
[P Si] Politik und Theater im klassischen Athen (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[P Si] Politik und Theater im klassischen Athen (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Grundlagenmodul: Mittelalterliche Geschichte (04-Gesch-L2-P 02) ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Was ist das Mittelalter? Eine Einführung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
Was ist das Mittelalter? Eine unpopuläre Epoche im Studium? Außerhalb der Uni scheint es anders zu sein: hier blühen die Ritterspiele und Mittelaltermärkte, finden „Mittelalter“-Computerspiele ebenso wie „Mittelalter“-Spielfilme („Kingdom of Heaven“, „Game of Thrones“) breite Resonanz. Kathedralen, Burgen und mittelalterlich geprägte Altstädte sind touristische Anziehungspunkte. Das alles deutet darauf hin, dass uns das Mittelalter beschäftigt, es geht uns etwas an. Warum ist das so? Die Vorlesung will versuchen, zentrale Aspekte und Entwicklungslinien herauszustellen, die die Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit prägen. Dabei wird auch deutlich, dass der Epochenbegriff „Mittelalter“ gar nicht so gut geeignet ist, um die Zeit zwischen 500 und 1500 zu verstehen. Alternative Epochenmodelle sind deshalb längst ein Thema der Forschung geworden.
Die Vorlesung ist offen für Studierende aller Module. Diejenigen, die die Vorlesung im Rahmen ihres Grundlagenmoduls Mittelalter bzw. des Grundlagenmoduls Antike & Mittelalter belegen, können in der letzten Sitzung des Wintersemesters (09.02.2027) an der Abschlussklausur teilnehmen.
Literaturhinweise:
Fried, Johannes: Das Mittelalter. Geschichte und Kultur, 4. Aufl. München 2009; Jaspert, Nikolas: Fischer, Perle, Walrosszahn. Das Meer im Mittelalter, Berlin 2025; Jussen, Bernhard: Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526–1535, München 2023; König, Daniel G. (Hg.): 600–1350. Geteilte Welten (C.H.Beck & Harvard Up – Geschichte der Welt, Band 2), München 2023; Rexroth, Frank: Deutsche Geschichte im Mittelalter, 4. Aufl. München 2024; Weinfurter, Stefan: Das Reich im Mittelalter. Kleine deutsche Geschichte von 500 bis 1500, München 2008; Weltecke, Dorothea: Die drei Ringe. Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind, München 2024; Wickham, Chris: Das Mittelalter. Europa von 500 bis 1500, Stuttgart 2018.
LV 2: Proseminar
[P Si] Stadtluft macht frei? Quellen zur frühen Stadtgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Eine alte, traditionelle Formel behauptet, „Stadtluft macht frei“. Gemeint war damit die Privilegierung derjenigen Stadtbewohner, die rechtlich frei waren und die Bürgergemeinde ihrer Stadt bildeten. Doch nicht alle Menschen in den Städten waren frei und in der Frühzeit der Stadt ist es nicht leicht zu beurteilen, wie der Rechtsstatus ihrer Einwohner war. Im Seminar werden ausgewählte Quellen zur Stadtgeschichte im Reich nördlich der Alpen vom 10.–13. Jahrhundert diskutiert. Dabei kommt ein breites Spektrum an Fragen und Befunden zum Vorschein, das bis weit in die Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte reichen.
Das Proseminar ist Teil des Grundlagenmoduls und dient damit auch dem Ziel, in die Themen, Fragestellungen und Methoden der Mittelalterforschung einzuführen.
Erste Literaturhinweise:
Blattmann, Marita/ Dendorfer, Jürgen/ Kälble, Mathias/ Krieg, Heinz (Hgg.): Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120 – 1293). Edition, Übersetzung, Einordnung. Freiburg/Br. 2020; Gräf Holger/ Jendorff, Alexander (Hgg.): Handbuch der hessischen Geschichte Band 7: Die geistlichen Territorien und die Reichsstädte, Marburg 2023; Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Mittelalter, 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft. 2. Aufl. Köln Weimar Wien 2014; Schmieder, Felicitas: Die mittelalterliche Stadt, 2. Aufl. Darmstadt 2009; Schulz, Knut: „Denn sie lieben die Freiheit so sehr …“. Kommunale Aufstände und Entstehung des europäischen Bürgertums im Hochmittelalter. 2. Aufl. Darmstadt 1995.
Grundlagen: Wahlpflichtbereich ⇑
Zu belegen ist ein Modul.
Grundlagenmodul: Neuzeit A (04-Gesch-L2-WP 03 A) ⇑
LV 1: Vorlesung: Neuere Geschichte
[Vl] "Aufarbeitung", "Vergangenheitspolitik", "Versöhnungstheater"? Erinnerung und Geschichte seit 1945
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Aktuell wird in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit so viel über „Erinnerung“ gesprochen und geschrieben wie selten zuvor. Historiker:innen diagnostizieren eine „Krise“ der Erinnerungskultur und denken über ihre „Zukunft“ nach. In den zum Teil auch transnational geführten Debatten geht es um das Verhältnis von NS-Geschichte und kolonialer Vergangenheit, um den Stellenwert der DDR-Geschichte, um Erinnern in der Migrationsgesellschaft, um Gedenkorte für die Opfer rassistischer Morde im wiedervereinigten Deutschland und um die Frage, ob die Gesellschaft Angebote zu einer ‚positiven Identifikation‘ mit der eigenen Geschichte braucht.
Am Beispiel konkreter Beispiele greift die Vorlesung diese Diskussionen auf und gibt einen Überblick über die Entwicklung der „Erinnerungskultur“ in der Bundesrepublik und in der DDR seit 1945. Dabei geht es immer wieder um die Frage, welche Rolle denn eigentlich die Geschichte und die Geschichtswissenschaft in diesen Debatten spielen.
LV 2: Proseminar: Frühe Neuzeit
[P Si] Gewerbe, Handel, Verkehr: Wirtschaftsgeschichte des langen 18. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[P Si] Wissen und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 23.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 23.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Neben anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens befinden sich in der Frühen Neuzeit Wissen und Wissenschaft im Umbruch. Neue Medien und Institutionen, eine veränderte konfessionelle Landschaft und die koloniale Expansion sind nur einige Faktoren, die diesen Wandel maßgeblich beeinflussen.
Im Proseminar wollen wir uns Wissen als Begriff und den Bedingungen seiner Produktion in der Zeit zwischen 1500 und 1800 in Theorie und Quellen nähern. Zugleich vermittelt das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und eignet sich als Einstieg in die Epoche der Frühen Neuzeit.
Bitte beachten Sie: Das Seminar findet alle zwei Wochen freitags von 14 bis 18 Uhr statt und beginnt in der zweiten Vorlesungswoche (23.10.2026)
Literatur:
Emich, Birgit: Geschichte der Frühen Neuzeit (1500-1800) studieren. München 2019.
Füssel, Marian: Wissen. Konzepte – Praktiken – Prozesse. Frankfurt am Main 2021. (=Historische Einführungen, 21)
Rexroth, Frank; Schröder-Stapper, Teresa (Hg.): Experten, Wissen, Symbole. Performanz und Medialität vormoderner Wissenskulturen. Berlin/Boston 2018. (=Historische Zeitschrift, Beihefte, 71)
Schindling, Anton: Bildung und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit 1650-1800. München 1994. (=Enzyklopädie deutscher Geschichte, 30)
Grundlagenmodul: Neuzeit B (04-Gesch-L2-WP 04 B) ⇑
LV 1: Vorlesung: Frühe Neuzeit
[Vl] Das Wetter in Zeiten des Mangels. Eine europäische Klimageschichte der frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
Die aktuelle Klimaerwärmung und die damit verbundenen politischen Diskussionen fordern einen Blick auf die Forschungen zur historischen Klimageschichte. Die Vorlesung möchte dies für den Zeitraum zwischen spätem 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (Tambora-Ereignis) mit Schwerpunkt Europa leisten. Die interdisziplinäre Forschung (Geschichte, Atmosphärenwissenschaften in Geographie und Physik) hat hier erhebliche Evidenz geschaffen und ermöglicht einen interdisziplinären Rundblick.
In der Vorlesung sollen auf der Basis dieser Ergebnisse die harten Fakten der historischen Klimaforschung vorgestellt und mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen korreliert werden. Der geographische Schwerpunkt liegt auf Europa, neben französischen, britischen und deutschen Befunden finden auch Skandinavien, die Ostseeregion, Polen-Litauen, die Ukraine und Russland sowie das Osmanische Reich größere Berücksichtigung. Gefragt wird, was Klimaverschiebungen für Agrargeschichte (Subsistenzkrisen) und Kommunikation (Zufrieren Flüsse und Meere, Transportmöglichkeiten) bedeuten. Weiterhin werden geographische Ausflüge nach Indonesien, Indien und Nordamerika unternommen, ohne das eine vollständige globale Betrachtung intendiert wird. Diskutiert werden vielfach verwendete Begriffe wie „Mittelalterliche Warmzeit“ und „Kleine Eiszeit“, der manchmal dominante Katastrophismus in der Klimageschichte wird als Problem benannt, Lösungsansätze skizziert.
Die Vorlesung erfordert keine vertieften Vorkenntnisse. Sie richtet sich an alle an frühmoderner Klimageschichte Interessierten und soll eine Basis für eine die Klimaentwicklungen berücksichtigende moderne Struktur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Europas legen.
Lektüreempfehlungen zur Einführung
Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung. 6., durchgesehene Auflage. München 2022.
Dominik Collet (ed.): Nordic Climate Histories. Impacts, Pathways, Narratives (ed. Dominik Collet with Ingar Mørkestøl Gundersen, Heli Huhtamaa, Fredrik Charpentier Ljungqvist, Astrid Ogilvie, Sam White). Winwick (UK) 2025 [open access].
Christian Pfister, Heinz Wanner: Klima und Gesellschaft in Europa. Die letzten tausend Jahre. Bern 2021.
Sam White, Christian Pfister, Franz Mauelshagen (Hg.): The Palgrave Handbook of Climate History. London 2018.
LV 2: Proseminar: Neuere Geschichte
[P Si] Die Julikrise 1914 und die Ursachen des Ersten Weltkriegs
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Die Frage nach den Ursachen des Ersten Weltkrieges ist eines der komplexesten Probleme der Geschichtswissenschaft. In diesem Proseminar werden anhand dieses Themas Grundprobleme und des Fachs für Einsteiger*innen behandelt.
Regelmäßige aktive Anwesenheit ist eine notwendige Bedingung für den erfolgreichen Abschluss. Ideen für Hausarbeiten werden bereits während der Vorlesungszeit auf Basis von Vorarbeiten (Bibliografien, Exposés) diskutiert. Ohne diese Vorarbeiten während des Semesters ist keine Hausarbeit möglich. Das Lesepensum beträgt ca. 30 Seiten pro Woche (Deutsch und Englisch).
[P Si] Jugend in den Medien
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
„Die Jugend von heute ...“, so beginnen seit Sokrates die vorgebrachten Lamenti über die zeitgenössische Jugend. Die Kritik an Jugendlichen gilt als sichere Konstante in der Geschichte, die jeweiligen Argumente jedoch sind historisch wandelbar. Jugend konnte aber nicht nur als Projektionsfläche für den ausgemachten Kulturverfall dienen, sondern auch Hoffnungsträgerin sein. In diesem Proseminar wollen wir uns mit verschiedenen Deutungen von „der Jugend“ im Deutschland des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Dafür analysieren wir mediale Repräsentationen von Jugend(kulturen) in Presse, Film und Fernsehen, aber auch Medienprodukte, allen voran Jugendzeitschriften, die sich direkt an Jugendliche richteten. Die Themen, die wir dabei diskutieren, reichen von Erziehung und Disziplinierung über Freundschaft, Paarbeziehung, Geschlechterbilder und Sexualität bis hin zu Starkult, (Medien-)Konsum, Rebellion und politischer Revolte.
[P Si] Kolonialmigration zwischen Europa und Afrika
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Beim Thema Migration wird in Europa heute meistens über die Bewegung von Menschen aus Afrika nach Europa gesprochen. Im Seminar soll die Perspektive umgedreht werden und wir schauen vor allem auf die europäische Migration nach Afrika im 19. und 20. Jahrhundert. Wie gestaltete sich die Auswanderung? Wer migrierte, warum, wohin und wie war das Leben vor Ort? Wurde beispielsweise die deutsche Massenauswanderung in die USA im 19. Jahrhundert in die deutschen Kolonien in Afrika „umgeleitet“, wie es Kolonial-Aktivisten in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs forderten? Zu fragen ist auch, wie sich Migrationsbewegungen im 20. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Dekolonisierung entwickelten. Das Seminar führt in grundlegende Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft ein.
Literaturhinweise:
Klaus Bade, Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2000
Stefan Jordan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005
[H Si] Playing the Past: Digitale Spiele zwischen Geschichtskultur und historischer Bildung
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Digitale Spiele gehören heute zu den wichtigsten Medien der Geschichtskultur. Millionen von Spielerinnen und Spielern begegnen historischen Themen, Ereignissen und Epochen nicht nur in Büchern, Filmen oder Ausstellungen, sondern auch in Computerspielen. Dabei vermitteln digitale Spiele nicht einfach Geschichte, sondern erzeugen eigene Deutungen der Vergangenheit, gestalten historische Erfahrungen interaktiv und prägen Vorstellungen von Geschichte und Erinnerung. Als Teil der digitalen Geschichtskultur eröffnen sie neue Zugänge zur Vergangenheit, werfen zugleich aber Fragen nach historischer Authentizität, Narrativität, Quellenbezug und gesellschaftlicher Verantwortung auf.
Das Hauptseminar bietet eine Einführung in die Auseinandersetzung mit digitalen Spielen als Gegenstand der Geschichtskultur und der historisch-politischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Geschichte in digitalen Spielen dargestellt wird, welche historischen Narrative und Geschichtsbilder sie transportieren, welche Potenziale sie bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge haben und welche Bedeutung ihnen für individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein zukommt. Diskutiert werden dabei unterschiedliche Genres und Formate – von historischen Strategiespielen über narrative Abenteuer bis hin zu Serious Games und erinnerungskulturellen Projekten. Aktuelle geschichtsdidaktische und fachwissenschaftliche Debatten bilden dabei einen zentralen Bezugspunkt.
Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme werden sowohl die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte als auch zum Spielen digitaler Spiele vorausgesetzt. Hausarbeiten können nicht durch Speedruns ersetzt werden!
Auswahlbibliografie:
Adam Chapman: Digital Games as History. How Videogames Represent the Past and Offer Access to Historical Practice. London 2016.
Josef Köstlbauer/Eugen Pfister/Tobias Winnerling/Felix Zimmermann (Hg.): Weltmaschinen: Digitale Spiele als globalgeschichtliches Phänomen. Wien 2018.
Eugen Pfister/Tobias Winnerling: Digitale Spiele, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.01.2020,
https://docupedia.de/zg/pfister_winnerling_digitale_spiele_v1_de_2020.
Angela Schwarz (Hg.): „Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?“ Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010.
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Vertiefungsmodul Alte Geschichte (04-Gesch-L2-WP 09) ⇑
LV 1: Vorlesung
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Christentum und römische Gesellschaft in der Kaiserzeit
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
[H Si] Die Entstehung des Papsttums
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
Vertiefungsmodul Mittelalterliche Geschichte (04-Gesch-L2-WP 10) ⇑
Ein Hauptseminar speziell für L 2/5 und BA Nebenfach wird jeweils im Sommersemester angeboten.
LV 1: Vorlesung
[Vl] Was ist das Mittelalter? Eine Einführung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
Was ist das Mittelalter? Eine unpopuläre Epoche im Studium? Außerhalb der Uni scheint es anders zu sein: hier blühen die Ritterspiele und Mittelaltermärkte, finden „Mittelalter“-Computerspiele ebenso wie „Mittelalter“-Spielfilme („Kingdom of Heaven“, „Game of Thrones“) breite Resonanz. Kathedralen, Burgen und mittelalterlich geprägte Altstädte sind touristische Anziehungspunkte. Das alles deutet darauf hin, dass uns das Mittelalter beschäftigt, es geht uns etwas an. Warum ist das so? Die Vorlesung will versuchen, zentrale Aspekte und Entwicklungslinien herauszustellen, die die Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit prägen. Dabei wird auch deutlich, dass der Epochenbegriff „Mittelalter“ gar nicht so gut geeignet ist, um die Zeit zwischen 500 und 1500 zu verstehen. Alternative Epochenmodelle sind deshalb längst ein Thema der Forschung geworden.
Die Vorlesung ist offen für Studierende aller Module. Diejenigen, die die Vorlesung im Rahmen ihres Grundlagenmoduls Mittelalter bzw. des Grundlagenmoduls Antike & Mittelalter belegen, können in der letzten Sitzung des Wintersemesters (09.02.2027) an der Abschlussklausur teilnehmen.
Literaturhinweise:
Fried, Johannes: Das Mittelalter. Geschichte und Kultur, 4. Aufl. München 2009; Jaspert, Nikolas: Fischer, Perle, Walrosszahn. Das Meer im Mittelalter, Berlin 2025; Jussen, Bernhard: Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526–1535, München 2023; König, Daniel G. (Hg.): 600–1350. Geteilte Welten (C.H.Beck & Harvard Up – Geschichte der Welt, Band 2), München 2023; Rexroth, Frank: Deutsche Geschichte im Mittelalter, 4. Aufl. München 2024; Weinfurter, Stefan: Das Reich im Mittelalter. Kleine deutsche Geschichte von 500 bis 1500, München 2008; Weltecke, Dorothea: Die drei Ringe. Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind, München 2024; Wickham, Chris: Das Mittelalter. Europa von 500 bis 1500, Stuttgart 2018.
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Hildegard von Bingen
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Gleich, ob die angebliche Heilkraft von Edelsteinen, Kräutermixturen oder Backproduktionen angepriesen oder nach "starken Frauen" im Mittelalter gefahndet wird: Hildegard von Bingen ist wie kaum eine andere Gestalt des Mittelalters Projektionsfläche für Esoterik, Ökokommerz und feministisches (Wunsch-)Denken. Doch halten diese Klischees der Überprüfung stand? Im Seminar versuchen wir, durch die Lektüre von Auszügen der Lebensbeschreibung der hl. Hildegard des Theoderich von Echternach, von Briefen Hildegards und Abschnitten aus ihren eigenen Werken eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Einführende Literatur: Bain, Jennifer Lynne (Hg.), The Cambridge companion to Hildegard of Bingen (2021); Embach, Michael, Hildegard von Bingen (1098–1179) (2023); Stoudt, Debra, Ferzoco, George, Kienzle, Beverly (Hg.), A Companion to Hildegard of Bingen (Brill's Companions to the Christian Tradition, 45), (2013); Zátonyi, Maura, Hildegard von Bingen (2017).
Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte (04-Gesch-L2-WP 11) ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] "Aufarbeitung", "Vergangenheitspolitik", "Versöhnungstheater"? Erinnerung und Geschichte seit 1945
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Aktuell wird in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit so viel über „Erinnerung“ gesprochen und geschrieben wie selten zuvor. Historiker:innen diagnostizieren eine „Krise“ der Erinnerungskultur und denken über ihre „Zukunft“ nach. In den zum Teil auch transnational geführten Debatten geht es um das Verhältnis von NS-Geschichte und kolonialer Vergangenheit, um den Stellenwert der DDR-Geschichte, um Erinnern in der Migrationsgesellschaft, um Gedenkorte für die Opfer rassistischer Morde im wiedervereinigten Deutschland und um die Frage, ob die Gesellschaft Angebote zu einer ‚positiven Identifikation‘ mit der eigenen Geschichte braucht.
Am Beispiel konkreter Beispiele greift die Vorlesung diese Diskussionen auf und gibt einen Überblick über die Entwicklung der „Erinnerungskultur“ in der Bundesrepublik und in der DDR seit 1945. Dabei geht es immer wieder um die Frage, welche Rolle denn eigentlich die Geschichte und die Geschichtswissenschaft in diesen Debatten spielen.
[Vl] Krieg und Frieden in Europa der Frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
LV 2: Hauptseminar
[H Si] Autoritarismus, Totalitarismus und Faschismus im internationalen Vergleich
Inhalte des HS: (1) Definitionen und Typologien von Autoritarismus, Totalitarismus und Faschismus ; (2) Fallstudien von ca. 1800 bis heute (Nazideutschland steht *nicht* im inhaltlichen Zentrum der Veranstaltung, kommt aber durch Vergleiche indirekt immer wieder vor) ; (3) Theorien zu Entstehung und Funktionsweise der verschiedenen Regimetypen. Methoden: Empirisch-analytische Arbeit mit Theorien, Fallvergleiche.
Organisation und Didaktik: Das HS findet in sechs Blockterminen statt. Für jeden Termin - auch den ersten am 13.10. - sind ca. 60-80. Seiten auf Englisch und/oder Deutsch zu lesen. Es wird sitzungsvorbereitende Aufgaben (ggfs. Referate) geben. Bei mehr als einem Fehltermin oder Anwesenheit ohne Vorbereitung besteht keinen Anspruch mehr auf Abschluss des Seminars.
[H Si] Geschichte der Sklaverei seit der Französischen Revolution
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[H Si] Gewaltgeschichte und -theorie: Opfer, Täter, Dritte
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Im Seminar wollen wir anhand von klassischen Texten aus der Gewaltgeschichte und verwandten Disziplinen wie der Täterforschung, der Zeugenschaftstheorie oder der Widerstandsforschung danach fragen, wie sich die alltäglichen und extremen Gewaltphänomene des 20. und 21. Jahrhunderts besser verstehen lassen. Welche Arten von Gewalt gibt es, wie unterscheidet sich etwa körperliche von struktureller Gewalt? Welche Rolle spielen Dritte in Gewaltsituationen, zum Beispiel Zeug:innen, Nutznießer:innen, Anstifter:innen oder Gefährdete? Inwiefern sollte Opfern und Betroffenen eine besondere Deutungshoheit zukommen?
Viele zentrale historische Forschungsgegenstände – Kriege, Genozide, Terroranschläge, aber auch Klassen- und Geschlechterverhältnisse – behandeln implizit Gewalt, ohne diese aber als eigenen Gegenstand zu thematisieren. Das wird in diesem Seminar versucht, mit Texten unter anderem von Pierre Bourdieu, Hannah Arendt, Iris Därmann, Randall Collins, Teresa Koloma Beck, Heinrich Popitz, Michael Rothberg.
[H Si] Osteuropa in Gießen im 20. Jahrhundert. Die östliche Hälfte Europas in einer westdeutschen Universitätsstadt
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Das als Projektseminar (Ziel Publikation) angelegte Seminar möchte exemplarisch Facetten der Gießener Universitäts- und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Fokus auf dem östlichen Europa beleuchten. Ausgangsthese ist, dass an vielen deutschsprachigen Universitäten die östliche Hälfte Europas im 20. Jahrhundert breit präsent war.
Folgende Themenkomplexe stehen im Zentrum: Geschichte der Beschäftigung mit dem östlichen Europa an deutschen Unis; Russländische Studierende vor 1914 an den hessisch-darmstädtischen Landesuniversitäten (darunter bedeutende Persönlichkeiten wie die Bundistin Sonja Lerch; Relegationen und Spionagevorwürfe im Ersten Weltkrieg; Gießener Wissenschaftler im Zweiten Weltkrieg im östlichen Europa; Pläne einer „Ostuniversität“ in Gießen; „Ostforschung“ und Osteuropawissenschaften; Das Gießener Zentrum für kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung; das östliche Europa und die Wiedererrichtung der Gießener Geisteswissenschaften um 1960; Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Jiddistik in Gießen, u.a. Franz Beranek; die Kontakte in die Tschechoslowakei und Polen sowie die Universitätspartnerschaft mit Lodz seit 1978. Zugleich geht es um eine Ausstrahlung dieser Entwicklungen in die Gießener Stadtöffentlichkeit und um die Rückwirkung von Gießener Ereignissen auf die Universität, etwa der Prozess gegen den Polizeidirektor Hans Hoffmann wg. Massenerschießungen in Ostrów Mazowiecki im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1960-1963.
Wir werden gemeinsam im Universitäts- und bei Bedarf im Stadtarchiv sowie in anderen Archiven arbeiten. Geplant ist ein thematischer Band, der bis Herbst 2027 fertiggestellt werden soll. Dafür werden für einzelne Themen noch Autoren gesucht – es besteht die Möglichkeit, sich an einem Schreibworkshop zu beteiligen, Aufsätze für die Publikation zu verfassen oder im Umfeld des Seminarthemas Abschlussarbeiten anzufertigen.
Gesucht werden Studierende mit Engagement und der Bereitschaft, an einem Forschungsthema und einer Publikation mitzuarbeiten!
[H Si] Playing the Past: Digitale Spiele zwischen Geschichtskultur und historischer Bildung
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Digitale Spiele gehören heute zu den wichtigsten Medien der Geschichtskultur. Millionen von Spielerinnen und Spielern begegnen historischen Themen, Ereignissen und Epochen nicht nur in Büchern, Filmen oder Ausstellungen, sondern auch in Computerspielen. Dabei vermitteln digitale Spiele nicht einfach Geschichte, sondern erzeugen eigene Deutungen der Vergangenheit, gestalten historische Erfahrungen interaktiv und prägen Vorstellungen von Geschichte und Erinnerung. Als Teil der digitalen Geschichtskultur eröffnen sie neue Zugänge zur Vergangenheit, werfen zugleich aber Fragen nach historischer Authentizität, Narrativität, Quellenbezug und gesellschaftlicher Verantwortung auf.
Das Hauptseminar bietet eine Einführung in die Auseinandersetzung mit digitalen Spielen als Gegenstand der Geschichtskultur und der historisch-politischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Geschichte in digitalen Spielen dargestellt wird, welche historischen Narrative und Geschichtsbilder sie transportieren, welche Potenziale sie bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge haben und welche Bedeutung ihnen für individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein zukommt. Diskutiert werden dabei unterschiedliche Genres und Formate – von historischen Strategiespielen über narrative Abenteuer bis hin zu Serious Games und erinnerungskulturellen Projekten. Aktuelle geschichtsdidaktische und fachwissenschaftliche Debatten bilden dabei einen zentralen Bezugspunkt.
Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme werden sowohl die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte als auch zum Spielen digitaler Spiele vorausgesetzt. Hausarbeiten können nicht durch Speedruns ersetzt werden!
Auswahlbibliografie:
Adam Chapman: Digital Games as History. How Videogames Represent the Past and Offer Access to Historical Practice. London 2016.
Josef Köstlbauer/Eugen Pfister/Tobias Winnerling/Felix Zimmermann (Hg.): Weltmaschinen: Digitale Spiele als globalgeschichtliches Phänomen. Wien 2018.
Eugen Pfister/Tobias Winnerling: Digitale Spiele, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.01.2020,
https://docupedia.de/zg/pfister_winnerling_digitale_spiele_v1_de_2020.
Angela Schwarz (Hg.): „Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?“ Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010.
[H Si] Westliche Korrespondenten in der Sowjetunion. Kreml-Astrologie und Zeitzeugen-Berichte
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Erinnerungen westlicher Korrespondenten an ihren Aufenthalt in der Sowjetunion liefern nicht nur ein Spiegelbild des Ost-West-Konflikts, sondern dienen auch als alltagsgeschichtliche Quellen. Im Hauptseminar sollen neben einer Einführung in die Geschichte des Kalten Krieges Biographien von Journalistinnen und Journalisten zur Sprache kommen. Ihre Bücher waren seinerzeit Bestseller, haben heutzutage aber nur noch einen antiquarischen Wert. – Es sei denn, Historikerinnen und Historiker entdecken sie wieder neu!
Ziel ist die eigenständige Entwicklung einer historischen Fragestellung und Konzipierung einer wissenschaftlichen Hausarbeit.
Literaturhinweise: Julia Metger: Studio Moskau. Westdeutsche Korrespondenten im Kalten Krieg. Paderborn 2016; Dina Fainberg: Cold War Correspondents. Soviet and American Reporters on the Ideological Frontlines. Baltimore 2021.
Fachdidaktische Grundlagenmodule: Pflichtbereich ⇑
Theorie I: Didaktik (04-Gesch-L2-P 05) ⇑
LV 1: Vorlesung: Grundlagen der Geschichtsdidaktik
LV 2: Proseminar: Einführung in die Geschichtsdidaktik
[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Es werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen reflektiert und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.
Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 14. überarb. Aufl. 2025.
[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Es werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen reflektiert und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.
Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 14. überarb. Aufl. 2025.
Pragmatik I: Didaktik und Fachwissenschaft (04-Gesch-L2-P 06) ⇑
LV 1: Proseminar mit Exkursion: Historische Exkursion
[Ex Sem] Das KZ Ravensbrück. Ästhetische und medienhistorische Perspektiven. Fahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Das Exkursionsseminar führt nach Berlin und in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, dem ehemals größten Konzentrationslager für Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. In einem vorbereitenden Blocktermin sowie in beiden Stationen des Seminars geht es einerseits um ein vertieftes historisches Verständnis nationalsozialistischer Stätten der Einschüchterung und Vernichtung und andererseits um die Auseinandersetzung mit ästhetischen und medienbasierten Formen der Erinnerung und des Gedenkens. Dazu arbeiten wir mit essayistischen Filmen wie Christoph Cognets „A Pas Aveugles“, der die geheime Anfertigung von Fotografien in KZs thematisiert, Sergey Loznitsas „Austerlitz“, der den touristischen Massenbesuch von Gedenkstätten kritisch ins Bild setzt, oder mit der Fotoserie „One Thousand and Seventy-Eight Blue Skies“, in der der Fotograf Anton Kusters die Himmel über Konzentrations- und Vernichtungsstätten dokumentiert hat. Mit diesen herausfordernden und eigenwilligen ästhetischen Reflexionen über das Gedenken soll der Blick für die mediale Konstruktion von Erinnerung geschult und die Frage bearbeitet werden, inwiefern ästhetische und künstlerische Verfahren ein integraler Bestandteil der Geschichtsschreibung sind.
Die Exkursion findet vom 03.-07. Dezember statt.
[Ex Sem] Geschichte(n) vom Haus
Gebäude vom einfachen Tagelöhnerhaus auf dem Land über das städtische Bürgerhaus bis hin zum fürstlichen Schloss stellen räumliche Abbilder der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft mit ihrer sozialen Stratifzierung dar. Das Seminar befasst sich einerseits mit der Art und Weise, wie Gebäude Raum strukturieren und sozialen Raum übersetzen; es behandelt verschiedene Haustypen, die verwendeten Baumaterialien und die handwerklichen Techniken der beteiligten Gewerke. Wir betrachten die verschiedenen Raumfunktionen und deren Mobiliar im Innern als Spiegel der Alltagsorganisation, der innerfamiliären Hierarchien und Geschlechterrollen und der sozialen Binnendifferenzierung in Hinblick auf verschiedene Generationen und Dienstboten. Häuser bildeten den Kern der familialen Ökonomie und Ankerpunkt der kollektiven wie auch persönlichen Identität. Erst mit dem Anschluss an Kanalisation und Elektrizität verloren sie ihre relative Geschlossenheit und Unabhängigkeit.
Arbeitsweise: vorbereitende Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Hauses als soziale und kulturelle Entität anhand von Text- und Bildquellen, zwei lokale Exkursionen, Kurzreferat bzw. Ausarbeitung einer „Hausgeschichte“
Beginn: 19.10.2026
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Geschichte(n) vom Haus. Das Haus im sozialen und wirtschaftlichen Kontext der Frühen Neuzeit
Gebäude vom einfachen Tagelöhnerhaus auf dem Land über das städtische Bürgerhaus bis hin zum fürstlichen Schloss stellen räumliche Abbilder der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft mit ihrer sozialen Stratifzierung dar. Das Seminar befasst sich einerseits mit der Art und Weise, wie Gebäude Raum strukturieren und sozialen Raum übersetzen; es behandelt verschiedene Haustypen, die verwendeten Baumaterialien und die handwerklichen Techniken der beteiligten Gewerke. Wir betrachten die verschiedenen Raumfunktionen und deren Mobiliar im Innern als Spiegel der Alltagsorganisation, der innerfamiliären Hierarchien und Geschlechterrollen und der sozialen Binnendifferenzierung in Hinblick auf verschiedene Generationen und Dienstboten. Häuser bildeten den Kern der familialen Ökonomie und Ankerpunkt der kollektiven wie auch persönlichen Identität. Erst mit dem Anschluss an Kanalisation und Elektrizität verloren sie ihre relative Geschlossenheit und Unabhängigkeit.
Arbeitsweise: vorbereitende Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Hauses als soziale und kulturelle Entität anhand von Text- und Bildquellen, zwei lokale Exkursionen, Kurzreferat bzw. Ausarbeitung einer „Hausgeschichte“
Beginn: 19.10.2026
[Ex Sem] Wien
Vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 werden wir uns gemeinsam den verschiedenen Zeitschichten und Geschichtskulturen der österreichischen Hauptstadt widmen. Im Rahmen der Exkursion erschließen wir uns mittels autoethnographischer und und psychogeoraphischer Methoden den Stadtraum mit seinen verschiedenen geschichtskulturellen Orten, wobei wir uns insbesondere mit dem "Haus der Geschichte Österreichs" (hdgö) in der Wiener Hofburg auseinandersetzen werden.
Die An- und Abreise erfolgt individuell, untergebracht sind wir im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau (inkl. Frühstück). Die Kosten für die Übernachtungen und die Eintritte belaufen sich auf 50 Euro pro Person.
Anmeldungen sind noch bis zum 8. September unter didaktik@geschichte.uni-giessen.de möglich.
Vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 werden wir uns gemeinsam den verschiedenen Zeitschichten und Geschichtskulturen der österreichischen Hauptstadt widmen. Im Rahmen der Exkursion erschließen wir uns mittels autoethnographischer und und psychogeoraphischer Methoden den Stadtraum mit seinen verschiedenen geschichtskulturellen Orten, wobei wir uns insbesondere mit dem "Haus der Geschichte Österreichs" (hdgö) in der Wiener Hofburg auseinandersetzen werden.
Die An- und Abreise erfolgt individuell, untergebracht sind wir im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau (inkl. Frühstück). Die Kosten für die Übernachtungen und die Eintritte belaufen sich auf 50 Euro pro Person.
Anmeldungen sind noch bis zum 8. September unter didaktik@geschichte.uni-giessen.de möglich.
LV 2: Proseminar: Projektunterricht oder fächerverbindendes Lernen
[P Si] Ein ganzer Roman im Unterricht? - Jugendliteratur zu Nationalsozialismus und Holocaust in fachübergreifenden Projekten planen, begleiten und reflektieren
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Rahmen fächerübergreifender Projekte kann geschichtserzählende Jugendliteratur viel didaktisches Potenzial entfalten. Gerade der Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust ist auf dem Markt der Jugendliteratur zurzeit stark vertreten. Mit einer Integration solcher Romane können diese geschichtskulturellen Produkte in Projekten sowohl Kompetenzen für die kritisch-reflektierte Teilhabe an der Erinnerungskultur auf- und ausbauen wie auch fachliche Zugänge zu diesem Themenbereich veranschaulichen und vertiefen.
Diese Chancen sollen im Seminar theoriebasiert erkundet werden und im Rahmen der Begleitung eines Projekts mit einer Schulklasse in pragmatischer Sicht analysiert und umgesetzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sowohl historische Jugendromane als auch fachwissenschaftliche Literatur begleitend zum Seminar selbstständig neben didaktischen Texten zu lesen, an einem Besuch in der Schulklasse teilzunehmen sowie in Kleingruppen einen Aktionstag mit dieser vorzubereiten und durchzuführen.
Zur Vorbereitung auf das Seminar empfohlene Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2006.
Hannah Ahlheim: Der Nationalsozialismus 1933-1939. Paderborn 2025.
Alexander Brakel: Der Holocaust. Judenverfolgung und Völkermord. Berlin 2. durchges. Aufl. 2012.
[P Si] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
[P Si] Vom Seminar in die Schule: Das Notaufnahmelager Gießen als außerschulischen Lernort für Schülerinnen und Schüler erlebbar machen.
Das Seminar widmet sich der geschichtsdidaktischen Erschließung des Notaufnahmelagers Gießen als außerschulischem Lernort. Ausgangspunkt ist eine Exkursion eines Grundkurses Geschichte (Jahrgangsstufe 13) der Feldbergschule in Oberursel, der den historischen Ort im Januar 2027 besuchen wird. Ziel des Seminars ist es, hierfür didaktische Konzepte zu entwickeln und diese unmittelbar in der schulischen Praxis zu erproben.
Je nach Seminargröße werden ein oder mehrere Workshops konzipiert, vorbereitet und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Exkursion bereits im Vorfeld an der Schule vorzubereiten und hierzu eigene Unterrichtseinheiten (zwei Doppelstunden) zu entwickeln und zu unterrichten. Denkbar ist darüber hinaus die Konzeption einer eigenständigen Führung über das Gelände des Notaufnahmelagers, die sich am hessischen Kerncurriculum sowie an den aktuellen Prüfungsschwerpunkten orientiert.
Im Zentrum des Seminars steht die enge Verzahnung von Universität und Schule: Geschichtsdidaktische Konzepte sollen nicht nur theoretisch diskutiert, sondern gezielt praktisch erprobt und reflektiert werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Arbeit mit unterschiedlichen Quellenarten sowie deren didaktischer Aufbereitung für den schulischen Einsatz.
Das Seminar richtet sich an Studierende, die Interesse an projektorientierter geschichtsdidaktischer Arbeit und an der Entwicklung eigener Unterrichts- und Vermittlungskonzepte haben. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine hohe Bereitschaft zu Flexibilität und eigenständiger Arbeit: Neben einem vorbereitenden gemeinsamen Besuch des Notaufnahmelagers wird es notwendig sein, den Lernort auch selbstständig weiter zu erschließen, um fundierte und praxisnahe Konzepte entwickeln zu können. Zwingend vorausgesetzt wird außerdem ein starkes Interesse, mögliche vorhandene fachwissenschaftliche Lücken eigenständig zu schließen.
Berücksichtigen Sie bitte unbedingt, dass die geplante Exkursion voraussichtlich an einem Mittwoch in der vorletzten oder letzten Januarwoche stattfindet (ab 9Uhr). Eine Teilnahme bzw. gemäß Veranstaltungsplanung aktive Gestaltung dieser Exkursion ist obligatorisch.
Fachdidaktische Vertiefungsmodule: Wahlpflichtbereich ⇑
Manifestationen der Geschichtskultur (04-Gesch-L2-WP 08) ⇑
LV 1: Hauptseminar
[H Si] Fiktionales historische Erzählen in der Geschichtskultur
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In der Geschichtskultur wird in vielfältigen Medien fiktional erzählt: z.B. im Spielfilm, im Comic, im Roman oder auch mit Spielen. Diese Medien nutzen historische Referenzen zur Unterhaltung, haben aber oft auch den Anspruch, Wissen zu vermitteln. Immer verfolgen Sie mit der Geschichtserzählung eine Intention für die Gegenwart und Zukunft.
Wie Geschichte in verschiedenen Medien fiktionalisiert wird, soll im Seminar ausgehend von historischen Jugendromanen an verschiedenen Medien analysiert werden, um auf dieser Grundlage darüber zu diskutieren, welche Kompetenzen der Geschichtsunterricht aufbauen muss, damit Schülerinnen und Schüler kritisch-reflektiert, aber auch genießend und gewinnbringend an der Geschichtskultur teilhaben können.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Vadim Oswalt, Hans-Jürgen Pandel: Handbuch Geschichtskultur im Unterricht. Frankfurt 2021.
[H Si] Playing the Past: Digitale Spiele zwischen Geschichtskultur und historischer Bildung
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Digitale Spiele gehören heute zu den wichtigsten Medien der Geschichtskultur. Millionen von Spielerinnen und Spielern begegnen historischen Themen, Ereignissen und Epochen nicht nur in Büchern, Filmen oder Ausstellungen, sondern auch in Computerspielen. Dabei vermitteln digitale Spiele nicht einfach Geschichte, sondern erzeugen eigene Deutungen der Vergangenheit, gestalten historische Erfahrungen interaktiv und prägen Vorstellungen von Geschichte und Erinnerung. Als Teil der digitalen Geschichtskultur eröffnen sie neue Zugänge zur Vergangenheit, werfen zugleich aber Fragen nach historischer Authentizität, Narrativität, Quellenbezug und gesellschaftlicher Verantwortung auf.
Das Hauptseminar bietet eine Einführung in die Auseinandersetzung mit digitalen Spielen als Gegenstand der Geschichtskultur und der historisch-politischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Geschichte in digitalen Spielen dargestellt wird, welche historischen Narrative und Geschichtsbilder sie transportieren, welche Potenziale sie bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge haben und welche Bedeutung ihnen für individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein zukommt. Diskutiert werden dabei unterschiedliche Genres und Formate – von historischen Strategiespielen über narrative Abenteuer bis hin zu Serious Games und erinnerungskulturellen Projekten. Aktuelle geschichtsdidaktische und fachwissenschaftliche Debatten bilden dabei einen zentralen Bezugspunkt.
Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme werden sowohl die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte als auch zum Spielen digitaler Spiele vorausgesetzt. Hausarbeiten können nicht durch Speedruns ersetzt werden!
Auswahlbibliografie:
Adam Chapman: Digital Games as History. How Videogames Represent the Past and Offer Access to Historical Practice. London 2016.
Josef Köstlbauer/Eugen Pfister/Tobias Winnerling/Felix Zimmermann (Hg.): Weltmaschinen: Digitale Spiele als globalgeschichtliches Phänomen. Wien 2018.
Eugen Pfister/Tobias Winnerling: Digitale Spiele, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.01.2020,
https://docupedia.de/zg/pfister_winnerling_digitale_spiele_v1_de_2020.
Angela Schwarz (Hg.): „Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?“ Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010.
LV 2: Oberseminar
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
Im Oberseminar widmen wir uns in diesem Semester der Diskussion und Reformulierung historisch-politischer Bildung. Ausgehend vom aktuellen Diskurs wollen wir gemeinsam theoretisch ergründen, was es gegenwärtig heißen könnte, historisch-politisch gebildet zu sein und was die Schule und der Geschichtsunterricht dazu beitragen können und was nicht.
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
Theorie des historischen Lehrens und Lernens (04-Gesch-L2-WP 07) ⇑
LV 1: Hauptseminar
[H Si] Geschichte und Sprache
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
[H Si] Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft - Worum geht es im historischen Lernen und Denken?
Fragt man Schülerinnen und Schüler, worum es im Geschichtsunterricht geht, sagen viele "um die Vergangenheit".
Geschichte ist aber nicht mit Vergangenheit gleichzusetzen, sie hat immer ihren Ausgangspunkt in der Gegenwart und wird erzählt für eine Zukunft. Was das für historisches Lehren und Lernen bedeutet, soll im Seminar vertieft auf der Grundlage geschichtstheoretischer und geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert werden.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Jörg van Norden, Lale Yilderim (Hrsg.). Geschichtsbewusstsein - Geschichtsbilder - Zukunft. Frankfurt a.M. 2024.
LV 2: Oberseminar
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
Im Oberseminar widmen wir uns in diesem Semester der Diskussion und Reformulierung historisch-politischer Bildung. Ausgehend vom aktuellen Diskurs wollen wir gemeinsam theoretisch ergründen, was es gegenwärtig heißen könnte, historisch-politisch gebildet zu sein und was die Schule und der Geschichtsunterricht dazu beitragen können und was nicht.
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
Praxissemester (SPS 2) (04-Gesch-L2-P 12) ⇑
Bitte beachten Sie: Die Anmeldung zum Praxissemester (Vorbereitungsseminar, Durchführungsphase und Auswertungsseminar) erfolgt ein Semester im Voraus über das ZfL. Hierfür ist keine Anmeldung in Flexnow erforderlich.
Für die zugehörigen fachdidaktischen Seminare/die Ringvorlesung Inklusion (L5) melden Sie sich jedoch bitte über Flexnow an.
LV 1: Vorbereitungsseminar
[Si] Praxis des historischen Lehrens und Lernens (Vorbereitung)
| regelmäßiger Termin ab 23.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 23.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar dient der Vorbereitung auf das Praxissemester im Fach Geschichte im SS 2027, die Zuteilung zum Seminar erfolgt über das ZfL.
Im Seminar werden die fachspezifischen Herausforderungen der Unterrichtsplanung, - durchführung und -reflexion im Fach Geschichte thematisiert und bei einer gemeinsamen exemplarischen Planung einer Unterrichtseinheit zu lösen versucht.
Ziel ist es, der Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" in Theorie und Praxis näher zu kommen und sich dabei als Fach-Lehrkraft vorbereitend auf das Praktikum zu profilieren.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik. 15. Aufl. Paderborn 2025.
Ulrich Bongertmann: Leitfaden Referendariat im Fach Geschichte. Schwalbach/Ts. 2017.
LV 2: Fachdidaktisches Seminar [für Studierende mit Geschichte als Schwerpunktfach]
[P Si] Ein ganzer Roman im Unterricht? - Jugendliteratur zu Nationalsozialismus und Holocaust in fachübergreifenden Projekten planen, begleiten und reflektieren
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Rahmen fächerübergreifender Projekte kann geschichtserzählende Jugendliteratur viel didaktisches Potenzial entfalten. Gerade der Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust ist auf dem Markt der Jugendliteratur zurzeit stark vertreten. Mit einer Integration solcher Romane können diese geschichtskulturellen Produkte in Projekten sowohl Kompetenzen für die kritisch-reflektierte Teilhabe an der Erinnerungskultur auf- und ausbauen wie auch fachliche Zugänge zu diesem Themenbereich veranschaulichen und vertiefen.
Diese Chancen sollen im Seminar theoriebasiert erkundet werden und im Rahmen der Begleitung eines Projekts mit einer Schulklasse in pragmatischer Sicht analysiert und umgesetzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sowohl historische Jugendromane als auch fachwissenschaftliche Literatur begleitend zum Seminar selbstständig neben didaktischen Texten zu lesen, an einem Besuch in der Schulklasse teilzunehmen sowie in Kleingruppen einen Aktionstag mit dieser vorzubereiten und durchzuführen.
Zur Vorbereitung auf das Seminar empfohlene Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2006.
Hannah Ahlheim: Der Nationalsozialismus 1933-1939. Paderborn 2025.
Alexander Brakel: Der Holocaust. Judenverfolgung und Völkermord. Berlin 2. durchges. Aufl. 2012.
[P Si] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
LV 3: Fachdidaktisches Seminar im 2. Fach (L2) oder Ringvorlesung Inklusion (L5) ⇑
Fachdidaktisches Seminar [für Studierede mit Geschichte als zweites Fach]
[P Si] Ein ganzer Roman im Unterricht? - Jugendliteratur zu Nationalsozialismus und Holocaust in fachübergreifenden Projekten planen, begleiten und reflektieren
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Rahmen fächerübergreifender Projekte kann geschichtserzählende Jugendliteratur viel didaktisches Potenzial entfalten. Gerade der Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust ist auf dem Markt der Jugendliteratur zurzeit stark vertreten. Mit einer Integration solcher Romane können diese geschichtskulturellen Produkte in Projekten sowohl Kompetenzen für die kritisch-reflektierte Teilhabe an der Erinnerungskultur auf- und ausbauen wie auch fachliche Zugänge zu diesem Themenbereich veranschaulichen und vertiefen.
Diese Chancen sollen im Seminar theoriebasiert erkundet werden und im Rahmen der Begleitung eines Projekts mit einer Schulklasse in pragmatischer Sicht analysiert und umgesetzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sowohl historische Jugendromane als auch fachwissenschaftliche Literatur begleitend zum Seminar selbstständig neben didaktischen Texten zu lesen, an einem Besuch in der Schulklasse teilzunehmen sowie in Kleingruppen einen Aktionstag mit dieser vorzubereiten und durchzuführen.
Zur Vorbereitung auf das Seminar empfohlene Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2006.
Hannah Ahlheim: Der Nationalsozialismus 1933-1939. Paderborn 2025.
Alexander Brakel: Der Holocaust. Judenverfolgung und Völkermord. Berlin 2. durchges. Aufl. 2012.



