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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 21: Interdisziplinäre Zugänge zur Musik (03 BA Mus 21 = 03-Mus-L3-WP-04b)
Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 21: Interdisziplinäre Zugänge zur Musik (03 BA Mus 21 = 03-Mus-L3-WP-04b)

Veranstaltungen

Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen, in denen interdisziplinäre Aspekte von Musik thematisiert werden (LV 1 und LV 2).

   

[Si] „Weil ein Schüler es gesagt hat …“?! – Der Anspruch und das Vorgehen qualitativer Forschungsmethoden in der Musikpädagogik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
Alle Lehrämter sowie Bachelor und Master Musikpädagogik  |  L2,3,5, WPV, GS/HS  |  BA MP, WPV, GS/HS  |  AMW MA, WPV, oSem  |  AB BA, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema
Das Seminar bietet eine Einführung in qualitative Forschungsmethoden, die in der Musikpädagogik bereits Verwendung finden (z. B. Qualitative Inhaltsanalyse, Grounded Theory Methodology, Dokumentarische Methode, Videographie) oder zukünftig finden könnten. Neben einer Diskussion des Vorgehens der jeweiligen Methode, also der wesentlichen Schritte im Forschungsprozess, wird der Fokus auf die Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen gelegt, mit denen entsprechende Forschungsprojekte verbunden sind. Dazu ist zum einen zu klären, welchen (erkenntnistheoretischen) Anspruch die einzelnen Forschungsmethoden vertreten, und zum anderen, inwieweit es musikpädagogischen Studien gelingt, diesen zu erfüllen.

2. Literatur
Bohnsack, R., Geimer, A. & Meuser, M. (Hrsg.) (2018). Hauptbegriffe Qualitativer Sozialforschung (4., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Barbara Budrich.

Dartsch, M., Knigge, J., Niessen, A., Platz, F. & Stöger, C. (Hrsg.) (2026). Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse (2. vollständig aktualisierte und erweiterte Aufl.). Waxmann.

Flick, U., von Kardorff, E. & Steinke, I. (Hrsg.) (2017). Qualitative Forschung. Ein Handbuch (12. Aufl.). Rowohlt Taschenbuch Verlag.

Schläbitz, N. (2025). „Form follows content“ oder: Wider die Mainstreamforschung – für Forschungspluralismus in der Musikpädagogik. Waxmann.

Schulten, M. L. & Lothwesen K. S. (Hrsg.) (2017). Methoden empirischer Forschung in der Musikpädagogik. Eine anwendungsbezogene Einführung. Waxmann.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
keine

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
keine


[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
2 Einzeltermine:
Do. 14.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeJaws (USA 1975) oder der Hai in der Filmmusik


Do. 04.06.2026,10.00 - 12.00 Uhr   keine RaumangabeEine musikalische Auseinandersetzung mit dem oft vertrauten Fremden: E. T. – The Extraterrestrial (USA 1982)



Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, HS  |  GuK MW Ma, WPV, 1./3. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  AFK, WPV, GS/HS

Kommentar:

Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.

Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.

Teilnahmevoraussetzungen: keine.


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Nachhaltigkeit:
SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 4.7 – Erwerb notwendiger Kenntnisse zur Förderung nachhaltiger Entwicklung für alle Lernenden
Kulturorchester bzw. Opernhäuser müssen im Zusammenhang mit ihrer langfristigen Existenzsicherung auch angesichts gesellschaftlicher Veränderungen mit Audience Building bzw. Audience Development reagieren. Dabei kann beispielsweise auf Publikumsschwund mit Musikvermittlung bzw. Konzertpädagogik und neuartige Konzertformate reagiert werden, um über hochwertige Bildung nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch bei Erwachsenen die Voraussetzungen für den ästhetischen Genuss dieser Formate zu schaffen und neue Publikumssegmente zu gewinnen. Herausforderungen bilden nicht nur die zunehmend eingeschränkte öffentliche Finanzierung, sondern auch ökologische Erwägungen im Zusammenhang mit größeren Festivals jedes Musikstils mit internationaler Reichweite, die größere Reisetätigkeiten und Unterkünfte im Zusammenhang des Festivaltourismus erfordern.

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. Abingdon/New York 2023; Baym, N.K.: Playing to the Crowd. Musicians, Audiences, and the Intimate Work of Connection. New York 2018; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.): Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Emerson, G.: Audience Experience and Contemporary Classical Music. Negotiating the Experimental and the Accessible in a High Art Subculture. Abingdon/New York 2023; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Green, B.: Peak Music Experiences: A New Perspective on Popular Music, Identity and Scenes. London 2022; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kahle, I.: Populärkultur und sozialökologische Transformation. Potenziale einer reflexiven Nachhaltigkeitskultur auf Musikfestivals. Wiesbaden 2022; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Mayer, T.E.: Der Bernstein-Effekt – Klassikstars als Musikvermittler für Jugendliche. Eine exemplarische Untersuchung. Mainz 2017; Müller, Achim/Siebenhaar, Klaus: Stadt – Theater – Publikum. Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023 Niedersächsische Staatstheater Hannover. Berlin 2023; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Müller-Brozović, I.: Das Konzert als Resonanzraum. Resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Bielefeld 2024; Müller-Brozovic, I./Weber, B.B.: Das Konzertpublikum der Zukunft. Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft. Bielefeld 2022; Petri-Preis, A./Voit, J. (Hg.): Handbuch Musikvermittlung – Studium, Lehre, Berufspraxis. Bielefeld 2023; Pirchner, A.: The Apparatus is Present – Zur Verbindung von Experiment und Konzert in der Musikforschung. Bielefeld 2026; Pitts, S.E./Price, S.M.: Understanding Audience Engagement in the Con-temporary Arts. Abingdon/New York 2021; Rademacher, W.: Jenseits der Konzertsäle. Klassische Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900. Stuttgart 2023; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Schmidt, N.: Das medialisierte Konzert. Zur Repräsentation und Inszenierung von Kunstmusik in den audiovisuellen Medien. Bielefeld 2025; Schwanse, U.: »Wann gehen wir wieder ins Familienkonzert?« Eine empirische Längsschnittstudie über die Erfolgsfaktoren einer langfristigen Kooperation von Konzertveranstalter und Grundschulen. Berlin/Münster 2020; Siebenhaar, K.: Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft. Berlin 2025; Smith, N.T./Peters, P./Molina, K. (Hg.): Classical Music Futures. Practices of Innovation. Cambridge 2024; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de