Fachbereich 05: Sprache, Literatur, Kultur - Germanistik - Master of Arts
Veranstaltungen
Der Fachbereich macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Allgemeine Informationen zum Anmeldeverfahren erhalten Sie unter https://flexnow.uni-giessen.de/.
Mediävistik ⇑
Sprache und Medien im dt. Mittelalter (05-MA-G-001) ⇑
A1: Seminar Sprachgeschichte
A2: Seminar Überlieferungsgeschichte
Anfänge der Deutschen Literatur und Sprache im 7.-11. Jh. (05-MA-G-002) ⇑
A1: Seminar
[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.
Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?
Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.
Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.
A2: Seminar
[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.
Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?
Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.
Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.
Höfische Zeit: Deutsche Literatur und Sprache im 12.-14. Jh. (05-MA-G-003) ⇑
A1: Seminar
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.
[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
A2: Seminar
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.
[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
Umbrüche: Deutsche Literatur und Sprache im 15.-16. Jh. (05-MA-G-004) ⇑
A1: Seminar
[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.
A2: Seminar
[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.
Neuere Deutsche Literatur in medialen und kulturellen Kontexten ⇑
Theorie und Methodik der Literaturwissenschaft (05-MA-G-005) ⇑
Literatur in medialen und kulturellen Kontexten in historischer Perspektive (05-MA-G-007) ⇑
A1: Seminar
[P Si] 175 Jahre Germanistik in Gießen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 003 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Das Seminar wird sich zunächst an einer Rekonstruktion der Geschichte der (Gießener) Germanistik versuchen, ehe gemeinsam überlegt werden soll, wie das 175-jährige Jubiläum der Gießener Germanistik im Wintersemester 2026/27 konkret gestaltet werden kann.
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns – unter kulturwissenschaftlichen Vorzeichen - mit der Frage: Was ist ein Garten? Als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur nimmt der Garten seit jeher eine besondere Stellung ein: vom paradiesischen 'Garten Eden' bis zu unseren heutigen städtischen Kleingärten werden ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen mit dem 'Konzept Garten' verbunden: Als Nutzgarten, der Nahrung liefert. Als Erholungsgarten, in dem man Muße und Abstand vom Alltag gewinnen kann. Als Botanischer Garten, in dem man in einem geschützten Raum mehr über die Wachstumsprozesse der Natur in unterschiedlichen Weltgegenden lernen kann. Als Versuchsgarten, in dem man neue Pflanzenarten züchten kann. Als 'philosophischer' Garten, in dem man – im Rückgriff auf metaphorische Gartenkonzepte – etwas über sich und das eigene Leben erkennen kann.
So verschieden sie sein mögen – alle Gartenkonzepte haben eines gemeinsam: Sie teilen uns etwas über unsere Natur-Vorstellungen und Kultur-Vorstellungen mit. Auch dies soll (neben der Frage 'Was ist ein Garten?') Thema dieses Seminars sein, indem wir uns mit historischen und aktuellen Texten zum Gartenbau befassen – sowie mit literarischen und philosophischen Texten, in denen der Garten im Zentrum steht. (Die Texte werden alle auf StudIP zur Verfügung gestellt).
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
[Si] Utopischer Expressionismus
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.
A2: Seminar
[P Si] 175 Jahre Germanistik in Gießen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 003 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Das Seminar wird sich zunächst an einer Rekonstruktion der Geschichte der (Gießener) Germanistik versuchen, ehe gemeinsam überlegt werden soll, wie das 175-jährige Jubiläum der Gießener Germanistik im Wintersemester 2026/27 konkret gestaltet werden kann.
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns – unter kulturwissenschaftlichen Vorzeichen - mit der Frage: Was ist ein Garten? Als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur nimmt der Garten seit jeher eine besondere Stellung ein: vom paradiesischen 'Garten Eden' bis zu unseren heutigen städtischen Kleingärten werden ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen mit dem 'Konzept Garten' verbunden: Als Nutzgarten, der Nahrung liefert. Als Erholungsgarten, in dem man Muße und Abstand vom Alltag gewinnen kann. Als Botanischer Garten, in dem man in einem geschützten Raum mehr über die Wachstumsprozesse der Natur in unterschiedlichen Weltgegenden lernen kann. Als Versuchsgarten, in dem man neue Pflanzenarten züchten kann. Als 'philosophischer' Garten, in dem man – im Rückgriff auf metaphorische Gartenkonzepte – etwas über sich und das eigene Leben erkennen kann.
So verschieden sie sein mögen – alle Gartenkonzepte haben eines gemeinsam: Sie teilen uns etwas über unsere Natur-Vorstellungen und Kultur-Vorstellungen mit. Auch dies soll (neben der Frage 'Was ist ein Garten?') Thema dieses Seminars sein, indem wir uns mit historischen und aktuellen Texten zum Gartenbau befassen – sowie mit literarischen und philosophischen Texten, in denen der Garten im Zentrum steht. (Die Texte werden alle auf StudIP zur Verfügung gestellt).
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
[Si] Utopischer Expressionismus
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.
Literatur in medialen und kulturellen Kontexten in der Gegenwart (05-MA-G-008) ⇑
A1: Seminar
[Si] Gießen literarisch - zu Fuß und digital
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
2026 blickt das Institut für Germanistik auf sein 175-jähriges Bestehen zurück. Anlass genug einmal zu fragen, wer in Gießen literarisch gewirkt hat. Ziel dieses projektorientierten Seminars ist es, Ereignisse und Persönlichkeiten virtuell und analog zu vermitteln. Im literarischen Stadtführer Gießen sind bereits Stationen zu Georg Büchner, Alfred Bock, Thomas Hettche, Friedrich Maxilmilan Klinger, Saskia Hennig von Lange und Moritz Rinke entstanden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Diese Stationen sollen vertieft und weitere Autor*innen und Geschichten rund um das Institut für Germanistik vorgestellt werden. Wer lieber analog unterwegs ist, hat die Möglichkeit, eine literarische Stadtführung zu entwickeln und umzusetzen.
[Si] Redaktionelles Schreiben für Verlag und Journalismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar verknüpft zwei Berufsfelder, in denen Schreibpraxis gefragt ist: Journalismus und Verlagsarbeit.
In einer ersten, wöchentlich stattfindenden Seminarphase lernen Sie Merkmale journalistischen Schreibens kennen. Sie schreiben Berichte, die dann im GerMagazin, dem Magazin des Instituts für Germanistik, veröffentlich werden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Eine weitere Phase besteht aus einem Blockseminar zur Verlagsarbeit. Dieser Teil wird von Norman Rinkenberger, Büchner Verlag Marburg, geleitet:
Der Workshop führt in die Praxis der Redaktionsarbeit ein, zeigt verschiedene Aspekte des Verlagswesens und erläutert verlegerische Abläufe sowie Zusammenhänge im Literaturbetrieb. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen der Verlagsarbeit, Schwerpunkte liegen bei der Kommunikation und Textarbeit, behandelt werden auch wirtschaftliche Bedingungen.
Wie sieht der Workflow eines Verlags aus? Wie entstehen Programmplanung und Verlagsprofil? Was bedeutet Autor_innenbetreuung? Anhand von Beispielen werden Redaktionsaufgaben sowie Aufbau und Funktion unterschiedlicher Texttypen, die ein Buchprojekt begleiten, entwickelt: Exposé, Lektoratsgutachten, Klappen-, Pressetext. Der Dozent greift gern Fragen der Teilnehmer_innen auf und bindet sie in den Workshop ein.
Termin für den Workshop: Fr., 12.06., 10:00-16:00 Uhr.
Leistungsnachweis:
- Erstellung journalistischer Berichte
- Recherche und Interviews für die Erstellung der Berichte
- Portfolio mit Texten zu redaktioneller Verlagsarbeit
A2: Seminar
[Si] Gießen literarisch - zu Fuß und digital
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
2026 blickt das Institut für Germanistik auf sein 175-jähriges Bestehen zurück. Anlass genug einmal zu fragen, wer in Gießen literarisch gewirkt hat. Ziel dieses projektorientierten Seminars ist es, Ereignisse und Persönlichkeiten virtuell und analog zu vermitteln. Im literarischen Stadtführer Gießen sind bereits Stationen zu Georg Büchner, Alfred Bock, Thomas Hettche, Friedrich Maxilmilan Klinger, Saskia Hennig von Lange und Moritz Rinke entstanden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Diese Stationen sollen vertieft und weitere Autor*innen und Geschichten rund um das Institut für Germanistik vorgestellt werden. Wer lieber analog unterwegs ist, hat die Möglichkeit, eine literarische Stadtführung zu entwickeln und umzusetzen.
[Si] Redaktionelles Schreiben für Verlag und Journalismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar verknüpft zwei Berufsfelder, in denen Schreibpraxis gefragt ist: Journalismus und Verlagsarbeit.
In einer ersten, wöchentlich stattfindenden Seminarphase lernen Sie Merkmale journalistischen Schreibens kennen. Sie schreiben Berichte, die dann im GerMagazin, dem Magazin des Instituts für Germanistik, veröffentlich werden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Eine weitere Phase besteht aus einem Blockseminar zur Verlagsarbeit. Dieser Teil wird von Norman Rinkenberger, Büchner Verlag Marburg, geleitet:
Der Workshop führt in die Praxis der Redaktionsarbeit ein, zeigt verschiedene Aspekte des Verlagswesens und erläutert verlegerische Abläufe sowie Zusammenhänge im Literaturbetrieb. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen der Verlagsarbeit, Schwerpunkte liegen bei der Kommunikation und Textarbeit, behandelt werden auch wirtschaftliche Bedingungen.
Wie sieht der Workflow eines Verlags aus? Wie entstehen Programmplanung und Verlagsprofil? Was bedeutet Autor_innenbetreuung? Anhand von Beispielen werden Redaktionsaufgaben sowie Aufbau und Funktion unterschiedlicher Texttypen, die ein Buchprojekt begleiten, entwickelt: Exposé, Lektoratsgutachten, Klappen-, Pressetext. Der Dozent greift gern Fragen der Teilnehmer_innen auf und bindet sie in den Workshop ein.
Termin für den Workshop: Fr., 12.06., 10:00-16:00 Uhr.
Leistungsnachweis:
- Erstellung journalistischer Berichte
- Recherche und Interviews für die Erstellung der Berichte
- Portfolio mit Texten zu redaktioneller Verlagsarbeit
Theorie und Methodik der Medien- und Kulturwissenschaft (05-MA-G-006) ⇑
A1: Seminar
[Si] Theorien der Massenkommunikation und Massenmanipulation
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar befasst sich mit einigen wichtigen Autoren/innen und Texten, die sich vor dem Hintergrund politischer Zäsuren und Umbrüche mit den gesellschaftlichen Funktionen und den Gefahren des Systems der modernen Massenmedien auseinandergesetzt haben. Anhand von Texten von Hannah Arendt bis Sascha Lobo stellt das Seminar die Frage, wie Intellektuelle und Literaten im Kontext historischer Diskurse bis zur Gegenwart über das Verhältnis von Massenkommunikation und -manipulation reflektiert und dieses Verhältnis literarisch dargestellt haben.
Aktuelle Ansätze der Literatur- und Kulturtheorie (Forschungsmodul) (05-MA-G-009) ⇑
A1: Seminar
[Si] Probleme der Erzählforschung und ihrer Arbeitsfelder
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
[Si] Was heißt Lesen? Theorien und Konzepte des Lesens
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar werden wir verschiedene Konzepte des Lesens kennenlernen, sprich: verschiedenartige Vorstellungen davon, was es bedeutet, zu lesen. Handelt es sich um ein entziffern von Schriftspuren (das in Analogie zu anderen Formen des 'Spurenlesens' steht)? Oder ist das Lesen als 'Schriftzeichenerkennen' nur ein vermittelnder Schritt, um einen Gedankengang zu verstehen? Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Auffassungen? Und wie lassen sie sich den verschiedenen literaturwissenschaftlichen Lese-Konzepten zuordnen? Als da wären: Konzepte, die das lesende Verstehen des Autors ins Zentrum ihres Erkenntnisinteresses stellen – im Gegensatz zu Konzepten, die die Assoziationen und Intentionen der Lesenden (sprich, dessen rezeptionsästhetischen Einstellungen) als entscheidenden Orientierungspunkt wählen. Oder aber: Konzepte des 'Close-Reading' und des 'Distant-Reading' – bis hin zu heutigen Modi des automatisierten 'Lesens' durch KI-Programme. Damit stellt sich die vielleicht wichtigste Frage in der Geschichte des Lesens, nämlich wie sich unsere Lese-Konzepte durch mediale Rahmenbedingungen (das Buch, der Computer, Soziale Medien, Large Language Models) verändert haben und noch immer verändern.
Die Texte des Seminars werden auf StudIP zur Verfügung gestellt
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
A2: Seminar
[Si] Probleme der Erzählforschung und ihrer Arbeitsfelder
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
[Si] Was heißt Lesen? Theorien und Konzepte des Lesens
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar werden wir verschiedene Konzepte des Lesens kennenlernen, sprich: verschiedenartige Vorstellungen davon, was es bedeutet, zu lesen. Handelt es sich um ein entziffern von Schriftspuren (das in Analogie zu anderen Formen des 'Spurenlesens' steht)? Oder ist das Lesen als 'Schriftzeichenerkennen' nur ein vermittelnder Schritt, um einen Gedankengang zu verstehen? Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Auffassungen? Und wie lassen sie sich den verschiedenen literaturwissenschaftlichen Lese-Konzepten zuordnen? Als da wären: Konzepte, die das lesende Verstehen des Autors ins Zentrum ihres Erkenntnisinteresses stellen – im Gegensatz zu Konzepten, die die Assoziationen und Intentionen der Lesenden (sprich, dessen rezeptionsästhetischen Einstellungen) als entscheidenden Orientierungspunkt wählen. Oder aber: Konzepte des 'Close-Reading' und des 'Distant-Reading' – bis hin zu heutigen Modi des automatisierten 'Lesens' durch KI-Programme. Damit stellt sich die vielleicht wichtigste Frage in der Geschichte des Lesens, nämlich wie sich unsere Lese-Konzepte durch mediale Rahmenbedingungen (das Buch, der Computer, Soziale Medien, Large Language Models) verändert haben und noch immer verändern.
Die Texte des Seminars werden auf StudIP zur Verfügung gestellt
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
Holocaustliteratur ⇑
Grundlagen der Ereignisgeschichte 1933-1945 / Frühe Holocaust- und Lagerliteratur 1933 bis 1949 (Grundlagen 1) (05-MA-G-010) ⇑
A1: Seminar
[Si] Eugen Kogons „Der SS-Staat“ – ein Schlüsseltext, der den Blick auf nationalsozialistische Lager prägte und bis heute unseren (literarischen) Erinnerungsdiskurs mitgestaltet
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Zwischen 1945 und 1949 entstanden zahlreiche Werke der Holocaust- und Lagerliteratur, von denen viele im kollektiven Gedächtnis in Vergessenheit geraten sind. Kogons Text jedoch erhielt große Aufmerksamkeit, provozierte Debatten und wurde in den westlichen Besatzungszonen zur Blaupause für zahlreiche weitere Werke. Seine Mischung aus Analyse, Zeitzeugenschaft und politischem Appell machte den „SS-Staat“ zu einem der einflussreichsten Bücher der frühen Nachkriegszeit – und zu einem zentralen Baustein unseres heutigen Verständnisses von NS-Verfolgung.
Das Seminar eröffnet Ihnen einen differenzierten Zugang zu diesem Werk: Wir durchdringen Aufbau, Inhalt und Argumentation, rekonstruieren die Produktions- und Rezeptionsgeschichte, vergleichen weitere damalige zeitgenössische literarische Stimmen und diskutieren, wie Kogons Buch den erinnerungskulturellen Diskurs geprägt hat. Zugleich fragen wir, welche Bedeutung diese frühen Texte für unser heutiges historisches Lernen, für schulische Vermittlung und für verantwortungsbewusstes gesellschaftliches Handeln besitzen.
A2: Seminar
[Si] Eugen Kogons „Der SS-Staat“ – ein Schlüsseltext, der den Blick auf nationalsozialistische Lager prägte und bis heute unseren (literarischen) Erinnerungsdiskurs mitgestaltet
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Zwischen 1945 und 1949 entstanden zahlreiche Werke der Holocaust- und Lagerliteratur, von denen viele im kollektiven Gedächtnis in Vergessenheit geraten sind. Kogons Text jedoch erhielt große Aufmerksamkeit, provozierte Debatten und wurde in den westlichen Besatzungszonen zur Blaupause für zahlreiche weitere Werke. Seine Mischung aus Analyse, Zeitzeugenschaft und politischem Appell machte den „SS-Staat“ zu einem der einflussreichsten Bücher der frühen Nachkriegszeit – und zu einem zentralen Baustein unseres heutigen Verständnisses von NS-Verfolgung.
Das Seminar eröffnet Ihnen einen differenzierten Zugang zu diesem Werk: Wir durchdringen Aufbau, Inhalt und Argumentation, rekonstruieren die Produktions- und Rezeptionsgeschichte, vergleichen weitere damalige zeitgenössische literarische Stimmen und diskutieren, wie Kogons Buch den erinnerungskulturellen Diskurs geprägt hat. Zugleich fragen wir, welche Bedeutung diese frühen Texte für unser heutiges historisches Lernen, für schulische Vermittlung und für verantwortungsbewusstes gesellschaftliches Handeln besitzen.
Grundlagen der Aufarbeitungsgeschichte in Deutschland1945 bis zur Gegenwart / Holocaust- und Lagerliteratur 1950 bis 1979 (Grundlagen 2) (05-MA-G-011) ⇑
A1: Seminar
[Si] Auschwitz vor Gericht und auf der Bühne
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 009 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 | ||
In den 1960er Jahren sorgten zwei Gerichtsprozesse dafür, dass „Auschwitz“ (als Synonym für die Verbrechen, die heute mit den Begriffen Holocaust und Shoah umschrieben werden) auch zum Gegenstand auf der Bühne wurde: Die Rede ist vom Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) und dem Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963). Das Seminar setzt sich zum Ziel, zum einen die epochale Bedeutung der Prozesse (v.a. des Frankfurter Verfahrens) zu rekonstruieren und zum anderen zu verfolgen, welche literarischen Debatten um die Darstellung von "Auschwitz" sie (mit-)auslösten. Gast einer Seminarsitzung wird mit Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese der letzte noch lebende Prozessbeteiligte des Frankfurter Verfahrens sein.
A2: Seminar
[Si] Auschwitz vor Gericht und auf der Bühne
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 009 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 | ||
In den 1960er Jahren sorgten zwei Gerichtsprozesse dafür, dass „Auschwitz“ (als Synonym für die Verbrechen, die heute mit den Begriffen Holocaust und Shoah umschrieben werden) auch zum Gegenstand auf der Bühne wurde: Die Rede ist vom Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) und dem Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963). Das Seminar setzt sich zum Ziel, zum einen die epochale Bedeutung der Prozesse (v.a. des Frankfurter Verfahrens) zu rekonstruieren und zum anderen zu verfolgen, welche literarischen Debatten um die Darstellung von "Auschwitz" sie (mit-)auslösten. Gast einer Seminarsitzung wird mit Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese der letzte noch lebende Prozessbeteiligte des Frankfurter Verfahrens sein.
Fiktionale Holocaust- und Lagerliteratur / Adaptionsformen von Holocaustliteratur (Fiktion und Adaption) (05-MA-G-012) ⇑
A1: Seminar
[Si] NS-Täterschaft in fiktionalen und faktualen Medien. Erzählen, Erinnern, Erforschen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
In dem Seminar werden wir uns mit der Auseinandersetzung und Darstellung von NS-Täterschaft in unterschiedlichen fiktionalen und faktualen Medien beschäftigen, Beispiele aus Literatur und Film diskutieren und dabei auch Einblicke in Forschung, Recherche und juristische Aufarbeitung erhalten. Gegenüber der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist Täterschaft ein tendenziell vernachlässigtes Thema der deutschen Erinnerungskultur und -literatur – und das obwohl, oder gerade weil, Deutschland als Täternation auf allen privaten und öffentlichen Ebenen der Gesellschaft historisch in Täterschaft verstrickt ist. Sich mit der eigenen Identität als Nachkommen der Täter:innen zu befassen, scheint nach wie vor ungleich schwerer als sich solidarisch gemeinsam mit den Opfern zu erinnern. Auch greifen im Falle der Darstellung von Täterschaft andere ethische Maßstäbe; so stellt es beispielsweise eine besondere Herausforderung dar, literarische Täterfiguren zu entwerfen, ohne entweder literarische Effekte einer – hier problematischen – Identifikation zu generieren und auf diese Weise entschuldigenden Stoßrichtungen Vorschub zu leisten oder aber Täterschaft zu exotisieren und so von der eigenen Lebenswirklichkeit abzuspalten. Ziel des Seminar ist es, ein umfassendes Wissen über die Geschichte der Auseinandersetzung mit Täterschaft zu erlangen, eine kritische ethische, juristische wie ästhetische Auseinandersetzung mit den diskutierten Beispielen zu führen und ein Bewusstsein für die Herausforderungen und Grenzen zu entwickeln, die mit der Darstellung und künstlerischen Verarbeitung von Täterschaft verbunden waren und sind.
A2: Seminar
[Si] NS-Täterschaft in fiktionalen und faktualen Medien. Erzählen, Erinnern, Erforschen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
In dem Seminar werden wir uns mit der Auseinandersetzung und Darstellung von NS-Täterschaft in unterschiedlichen fiktionalen und faktualen Medien beschäftigen, Beispiele aus Literatur und Film diskutieren und dabei auch Einblicke in Forschung, Recherche und juristische Aufarbeitung erhalten. Gegenüber der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist Täterschaft ein tendenziell vernachlässigtes Thema der deutschen Erinnerungskultur und -literatur – und das obwohl, oder gerade weil, Deutschland als Täternation auf allen privaten und öffentlichen Ebenen der Gesellschaft historisch in Täterschaft verstrickt ist. Sich mit der eigenen Identität als Nachkommen der Täter:innen zu befassen, scheint nach wie vor ungleich schwerer als sich solidarisch gemeinsam mit den Opfern zu erinnern. Auch greifen im Falle der Darstellung von Täterschaft andere ethische Maßstäbe; so stellt es beispielsweise eine besondere Herausforderung dar, literarische Täterfiguren zu entwerfen, ohne entweder literarische Effekte einer – hier problematischen – Identifikation zu generieren und auf diese Weise entschuldigenden Stoßrichtungen Vorschub zu leisten oder aber Täterschaft zu exotisieren und so von der eigenen Lebenswirklichkeit abzuspalten. Ziel des Seminar ist es, ein umfassendes Wissen über die Geschichte der Auseinandersetzung mit Täterschaft zu erlangen, eine kritische ethische, juristische wie ästhetische Auseinandersetzung mit den diskutierten Beispielen zu führen und ein Bewusstsein für die Herausforderungen und Grenzen zu entwickeln, die mit der Darstellung und künstlerischen Verarbeitung von Täterschaft verbunden waren und sind.
Holocaust- und Lagerliteratur 1980 bis zur Gegenwart / Holocaust- und Lagerliteratur und Gedenkstättenarbeit (Gegenwart) (05-MA-G-013) ⇑
A1: Seminar
[Si] Holocaustliteratur und das Getto Lodz/Litzmannstadt. Seminar mit Exkursion nach Lodz
In diesem binationalen Seminar sollen die Studierenden sich intensiv literaturwissenschaftlich (und - didaktisch) mit Zeugnissen aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt (1941-1944) beschäftigen und sich mit den Spuren dieses "Krepierwinkels" (Oskar Rosenfeld) in der heutigen Stadt beschäftigen. Nach einem Vorbereitungsseminar (18.4.2026) in Gießen treffen die Teilnehmer/innen zwischen dem 17. und 21. Mai auf polnische Studierende, um gemeinsam an den Texten und der Spurenrekonstruktion zu arbeiten.
A2: Seminar (Gedenkstättenseminar)
[Si] Holocaustliteratur und das Getto Lodz/Litzmannstadt. Seminar mit Exkursion nach Lodz
In diesem binationalen Seminar sollen die Studierenden sich intensiv literaturwissenschaftlich (und - didaktisch) mit Zeugnissen aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt (1941-1944) beschäftigen und sich mit den Spuren dieses "Krepierwinkels" (Oskar Rosenfeld) in der heutigen Stadt beschäftigen. Nach einem Vorbereitungsseminar (18.4.2026) in Gießen treffen die Teilnehmer/innen zwischen dem 17. und 21. Mai auf polnische Studierende, um gemeinsam an den Texten und der Spurenrekonstruktion zu arbeiten.
Komparatistik ⇑
Neuere komparatistische Forschungsansätze: systematisch-theoretische Grundlagen (05-MA-G-014) ⇑
A1: Seminar
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
A2: Seminar
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
Neuere komparatistische Perspektiven: Literatur- und kulturgeschichtliche Grundlagen (05-MA-G-015) ⇑
A1: Seminar
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
A2: Seminar
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
Intermedialität und Transmedialität (05-MA-G-016) ⇑
A1: Seminar
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital | ||
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Was heißt Lesen? Theorien und Konzepte des Lesens
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar werden wir verschiedene Konzepte des Lesens kennenlernen, sprich: verschiedenartige Vorstellungen davon, was es bedeutet, zu lesen. Handelt es sich um ein entziffern von Schriftspuren (das in Analogie zu anderen Formen des 'Spurenlesens' steht)? Oder ist das Lesen als 'Schriftzeichenerkennen' nur ein vermittelnder Schritt, um einen Gedankengang zu verstehen? Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Auffassungen? Und wie lassen sie sich den verschiedenen literaturwissenschaftlichen Lese-Konzepten zuordnen? Als da wären: Konzepte, die das lesende Verstehen des Autors ins Zentrum ihres Erkenntnisinteresses stellen – im Gegensatz zu Konzepten, die die Assoziationen und Intentionen der Lesenden (sprich, dessen rezeptionsästhetischen Einstellungen) als entscheidenden Orientierungspunkt wählen. Oder aber: Konzepte des 'Close-Reading' und des 'Distant-Reading' – bis hin zu heutigen Modi des automatisierten 'Lesens' durch KI-Programme. Damit stellt sich die vielleicht wichtigste Frage in der Geschichte des Lesens, nämlich wie sich unsere Lese-Konzepte durch mediale Rahmenbedingungen (das Buch, der Computer, Soziale Medien, Large Language Models) verändert haben und noch immer verändern.
Die Texte des Seminars werden auf StudIP zur Verfügung gestellt
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
A2: Seminar
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)
Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).
Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Was heißt Lesen? Theorien und Konzepte des Lesens
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar werden wir verschiedene Konzepte des Lesens kennenlernen, sprich: verschiedenartige Vorstellungen davon, was es bedeutet, zu lesen. Handelt es sich um ein entziffern von Schriftspuren (das in Analogie zu anderen Formen des 'Spurenlesens' steht)? Oder ist das Lesen als 'Schriftzeichenerkennen' nur ein vermittelnder Schritt, um einen Gedankengang zu verstehen? Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Auffassungen? Und wie lassen sie sich den verschiedenen literaturwissenschaftlichen Lese-Konzepten zuordnen? Als da wären: Konzepte, die das lesende Verstehen des Autors ins Zentrum ihres Erkenntnisinteresses stellen – im Gegensatz zu Konzepten, die die Assoziationen und Intentionen der Lesenden (sprich, dessen rezeptionsästhetischen Einstellungen) als entscheidenden Orientierungspunkt wählen. Oder aber: Konzepte des 'Close-Reading' und des 'Distant-Reading' – bis hin zu heutigen Modi des automatisierten 'Lesens' durch KI-Programme. Damit stellt sich die vielleicht wichtigste Frage in der Geschichte des Lesens, nämlich wie sich unsere Lese-Konzepte durch mediale Rahmenbedingungen (das Buch, der Computer, Soziale Medien, Large Language Models) verändert haben und noch immer verändern.
Die Texte des Seminars werden auf StudIP zur Verfügung gestellt
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
Interkulturalität und Transkulturalität (05-MA-G-017) ⇑
A1: Seminar
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Ü] Cómo narrar violencias y catástrofes
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital | ||
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns – unter kulturwissenschaftlichen Vorzeichen - mit der Frage: Was ist ein Garten? Als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur nimmt der Garten seit jeher eine besondere Stellung ein: vom paradiesischen 'Garten Eden' bis zu unseren heutigen städtischen Kleingärten werden ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen mit dem 'Konzept Garten' verbunden: Als Nutzgarten, der Nahrung liefert. Als Erholungsgarten, in dem man Muße und Abstand vom Alltag gewinnen kann. Als Botanischer Garten, in dem man in einem geschützten Raum mehr über die Wachstumsprozesse der Natur in unterschiedlichen Weltgegenden lernen kann. Als Versuchsgarten, in dem man neue Pflanzenarten züchten kann. Als 'philosophischer' Garten, in dem man – im Rückgriff auf metaphorische Gartenkonzepte – etwas über sich und das eigene Leben erkennen kann.
So verschieden sie sein mögen – alle Gartenkonzepte haben eines gemeinsam: Sie teilen uns etwas über unsere Natur-Vorstellungen und Kultur-Vorstellungen mit. Auch dies soll (neben der Frage 'Was ist ein Garten?') Thema dieses Seminars sein, indem wir uns mit historischen und aktuellen Texten zum Gartenbau befassen – sowie mit literarischen und philosophischen Texten, in denen der Garten im Zentrum steht. (Die Texte werden alle auf StudIP zur Verfügung gestellt).
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.
A2: Seminar
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Ü] Cómo narrar violencias y catástrofes
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns – unter kulturwissenschaftlichen Vorzeichen - mit der Frage: Was ist ein Garten? Als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur nimmt der Garten seit jeher eine besondere Stellung ein: vom paradiesischen 'Garten Eden' bis zu unseren heutigen städtischen Kleingärten werden ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen mit dem 'Konzept Garten' verbunden: Als Nutzgarten, der Nahrung liefert. Als Erholungsgarten, in dem man Muße und Abstand vom Alltag gewinnen kann. Als Botanischer Garten, in dem man in einem geschützten Raum mehr über die Wachstumsprozesse der Natur in unterschiedlichen Weltgegenden lernen kann. Als Versuchsgarten, in dem man neue Pflanzenarten züchten kann. Als 'philosophischer' Garten, in dem man – im Rückgriff auf metaphorische Gartenkonzepte – etwas über sich und das eigene Leben erkennen kann.
So verschieden sie sein mögen – alle Gartenkonzepte haben eines gemeinsam: Sie teilen uns etwas über unsere Natur-Vorstellungen und Kultur-Vorstellungen mit. Auch dies soll (neben der Frage 'Was ist ein Garten?') Thema dieses Seminars sein, indem wir uns mit historischen und aktuellen Texten zum Gartenbau befassen – sowie mit literarischen und philosophischen Texten, in denen der Garten im Zentrum steht. (Die Texte werden alle auf StudIP zur Verfügung gestellt).
Teilnahmevoraussetzung: Alle Teilnehmenden müssen einen Text vorstellen. Aber nur kurz (15 Minuten Impulsreferat)
Hausarbeiten haben einen Umfang von 20 -22 Seiten (30.000-33.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, 1,5 Zeilen, 12 Punkt Schriftgröße) und sind bis zum 15.9.2026 abzugeben.
[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)
Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).
Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.
Text- und Medienlinguistik ⇑
Texttheorie (05-MA-G-018) ⇑
Texte und Medien (05-MA-G-020) ⇑
A1: Seminar
[Si] Leichte Sprache
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
'Leichte Sprache' ist ein Konzept, das dem Teilhabegedanken folgt und eine zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz und Verbreitung findet. Das Konzept bietet viele interessante Fragen für linguistische Diskussionen (Welchen sprachsystematischen Stellenwert hat 'Leichte Sprache' überhaupt? Wie lässt sich 'Leichte Sprache' mit Grundprinzipien des Textverstehens in Einklang bringen?). Es lassen sich aber auch interessante sprachdidaktische Fragen diskutieren wie etwa: Ist Schullektüre in Leichter/Einfacher Sprache sinnvoll und zulässig, wenn ja, unter welchen Bedingungen? Das Seminar bietet einen Einblick in die junge linguistische Auseinandersetzung mit dem Phänomen und nutzt die Thematik für die Vertiefung von grundlegenden sprachwissenschaftlichen Kategorien (Varietät, Text etc.). Je nach Interesse und Engagement können wir auch sprachdidaktische Fragen einbeziehen.
[Si] Linguistische Diskursforschung: Grundlagen und Anwendungen
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Im Mittelpunkt stehen die Fragen,
- was unter sprachlicher, kognitiver, kommunikativer und kultureller Perspektive unter Texten verstanden werden soll,
- welche Bedeutung der Textbegriff für a) die Schule und b) außerschulische Kontexte hat und
- welchem Wandel er mit Blick auf multimodale, medien- und domänenspezifische Entwicklungen unterliegt.
Der exemplarische Anwendungsfall sind "Multimodale Texte in der Stadt".
Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, Teams über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
[Si] Wissensmedien
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
A2: Seminar
[Si] Leichte Sprache
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
'Leichte Sprache' ist ein Konzept, das dem Teilhabegedanken folgt und eine zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz und Verbreitung findet. Das Konzept bietet viele interessante Fragen für linguistische Diskussionen (Welchen sprachsystematischen Stellenwert hat 'Leichte Sprache' überhaupt? Wie lässt sich 'Leichte Sprache' mit Grundprinzipien des Textverstehens in Einklang bringen?). Es lassen sich aber auch interessante sprachdidaktische Fragen diskutieren wie etwa: Ist Schullektüre in Leichter/Einfacher Sprache sinnvoll und zulässig, wenn ja, unter welchen Bedingungen? Das Seminar bietet einen Einblick in die junge linguistische Auseinandersetzung mit dem Phänomen und nutzt die Thematik für die Vertiefung von grundlegenden sprachwissenschaftlichen Kategorien (Varietät, Text etc.). Je nach Interesse und Engagement können wir auch sprachdidaktische Fragen einbeziehen.
[Si] Linguistische Diskursforschung: Grundlagen und Anwendungen
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Im Mittelpunkt stehen die Fragen,
- was unter sprachlicher, kognitiver, kommunikativer und kultureller Perspektive unter Texten verstanden werden soll,
- welche Bedeutung der Textbegriff für a) die Schule und b) außerschulische Kontexte hat und
- welchem Wandel er mit Blick auf multimodale, medien- und domänenspezifische Entwicklungen unterliegt.
Der exemplarische Anwendungsfall sind "Multimodale Texte in der Stadt".
Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, Teams über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
[Si] Wissensmedien
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Textqualität und Medienkritik (05-MA-G-021) ⇑
A1: Seminar
[Si] Sprachforschung. Wie lassen sich sprachliche Phänomene untersuchen?
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Woran lässt sich Textkompetenz festmachen? Wie nehmen Menschen Dialekte wahr? Wer gendert und welche sprachlichen Praktiken werden dabei bevorzugt genutzt? Gehen die Rechtschreibfertigkeiten von Schüler:innen zurück? Was sind typisch jugendsprachliche Ausdrücke? Diese Fragen berühren auf unterschiedliche Weise sprachliche Phänomene. Häufig haben wir Alltagstheorien oder auch Stereotype zum Sprachgebrauch von Menschen im Kopf, z.B. Jugendliche können nicht mehr richtig schreiben, weil sie nur noch soziale Medien nutzen, oder: Jugendsprache ist ein Anzeichen von Sprachverfall. Das Seminar fragt nach Ansätzen und Methoden, wie man 'Sprachfragen' systematisch auf den Grund und wissenschaftlich untersuchen kann. Das Seminar funktioniert als Forschungswerkstatt: Sie bringen Sprachfragen mit und wir überlegen gemeinsam, wie sich solche Fragen sinnvoll erforschen lassen. Im Kern steht die Vermitttlung und Diskussion von Sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Methoden und ihre konkrete Erprobung in kleineren Studienprojekten.
A2: Seminar
[Si] Sprachforschung. Wie lassen sich sprachliche Phänomene untersuchen?
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Woran lässt sich Textkompetenz festmachen? Wie nehmen Menschen Dialekte wahr? Wer gendert und welche sprachlichen Praktiken werden dabei bevorzugt genutzt? Gehen die Rechtschreibfertigkeiten von Schüler:innen zurück? Was sind typisch jugendsprachliche Ausdrücke? Diese Fragen berühren auf unterschiedliche Weise sprachliche Phänomene. Häufig haben wir Alltagstheorien oder auch Stereotype zum Sprachgebrauch von Menschen im Kopf, z.B. Jugendliche können nicht mehr richtig schreiben, weil sie nur noch soziale Medien nutzen, oder: Jugendsprache ist ein Anzeichen von Sprachverfall. Das Seminar fragt nach Ansätzen und Methoden, wie man 'Sprachfragen' systematisch auf den Grund und wissenschaftlich untersuchen kann. Das Seminar funktioniert als Forschungswerkstatt: Sie bringen Sprachfragen mit und wir überlegen gemeinsam, wie sich solche Fragen sinnvoll erforschen lassen. Im Kern steht die Vermitttlung und Diskussion von Sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Methoden und ihre konkrete Erprobung in kleineren Studienprojekten.
Textgrammatik (05-MA-G-019) ⇑
Seminar
[Si] Komplexe Attribution
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
In manchen Texten finden wir sehr komplexe Attributstrukturen wie im folgenden Beispiel: „eine Verbindung […] zwischen den prozesshaften Vorgängen und prozessorientiert formulierten theoretischen Konzepten der Grammatikalisierungsforschung und dem statisch-strukturellen Konzept des Paradigmas bzw. der Grammatik als fertiges, stabiles System“ (Diewald 2009: 448) Wie genau ist diese Attributstruktur aufgebaut und warum greift die Autorin auf eine solche komplexe Attributstruktur zurück?
Das Seminar vermittelt Grundlagen der Attributanalyse. Ein besonderer Beitrag liegt dabei auf dem Beitrag der Attribution zu komplexen nominalen Strukturen. Dabei geh es auch um die Fragen ach der Funktion komplexer Attribution für den Aufbau textueller Strukturen.
Schreiben und Schreibforschung (05-MA-G-022) ⇑
A1: Seminar
[Si] Argumentieren lernen und lehren
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Argumentieren ist eine Kulturtechnik, die bei Kindern im Grundschulalter im Spracherwerb bereits angelegt ist. Die Schulung von Argumentationskompetenzen allerdings ist ein Prozess, der aktiv betrieben werden muss und der nicht automatisch verläuft. Das Seminar führt ein in Argumentationstheorie, Argumentationsanalyse und Qualitätsmerkmale des Argumentierens. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Argumentationskompetenz im schulischen Rahmen ausbauen lässt, welche Gütekriterien es für Schreibaufgaben gibt, wie Argumente logisch aufgebaut sind, welche Fehler in welcher Erwerbsstufe charakteristisch sind und wie sich argumentative Texte bewerten lassen.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
A2: Seminar
[Si] Argumentieren lernen und lehren
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Argumentieren ist eine Kulturtechnik, die bei Kindern im Grundschulalter im Spracherwerb bereits angelegt ist. Die Schulung von Argumentationskompetenzen allerdings ist ein Prozess, der aktiv betrieben werden muss und der nicht automatisch verläuft. Das Seminar führt ein in Argumentationstheorie, Argumentationsanalyse und Qualitätsmerkmale des Argumentierens. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Argumentationskompetenz im schulischen Rahmen ausbauen lässt, welche Gütekriterien es für Schreibaufgaben gibt, wie Argumente logisch aufgebaut sind, welche Fehler in welcher Erwerbsstufe charakteristisch sind und wie sich argumentative Texte bewerten lassen.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
Deutsch als Fremdsprache ⇑
Grundwissen Deutsch als Fremdsprache (05-MA-G-023) ⇑
Erwerb des Deutschen als Fremdsprache (05-MA-G-025) ⇑
A1: Seminar
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
A2: Seminar
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
Methoden des Deutschen als Fremdsprache; digitale Medien (05-MA-G-026) ⇑
A1: Seminar
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
A2: Seminar
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
Sprach-, Literatur- und Landeskundevermittlung (05-MA-G-024) ⇑
A1: Seminar
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
Forschungsorientierung: Erwerb und Unterricht (05-MA-G-027) ⇑
A1: Seminar
[Si] Formen und Funktionen von Feedback und Interaktion im Unterricht beobachten
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar reflektieren wir die Potenziale und methodisch-didaktischen Herausforderungen von Interaktion und Feedback für die (zweit- und fremdsprachliche) Lernersprachentwicklung—insbesondere die Rolle von sog. language related episodes, Aushandlungen, Scaffolding, modifiziertem Input, modifiziertem und pushed Output—mit Blick auf die konkrete Umsetzung in Unterrichtskontexten, u.a. den Einsatz von Sozialformen, die Spielräume und Wirkung der Lehrperson etc.. Dazu entwickeln wir Unterrichtsbeobachtungsbögen, die in individuellen Hospitationen (in allgemein- und berufssprachlichen Kursformaten z.B. am Akademischen Auslandsamt der JLU und an der Volkhochschule Gießen) eingesetzt werden,
Wir reflektieren dazu grundlegende Zwecke und Methoden der Unterrichtsbeobachtung bzw. Aktionsforschung auf Basis aktueller Forschungsliteratur. Ein Online-Gastinput zum Beobachtungsinstrument TIOS (Kersten et al. 2025) ist vorgesehen. Wir reflektieren gemeinsam ausgewählte Beobachtungen aus den individuellen Hospitationen sowie entsprechende Fragen aus erwerbstheoretischer und didaktischer Perspektive. Ziel ist die Entwicklung einer forschungsorientierten Perspektive auf (die eigene) Sprachvermittlung anhand der theoriebasierten, lerngruppen-/ kontextspezifischen Reflexion ausgewählter Beobachtungen aus der Vermittlungspraxis.
[Si] Quasi-experimentelle Interventionsstudien in der Sprachlehr - und Lernforschung rezipieren und verstehen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In der Sprachlehr- und -lernforschung werden sog. Interventionsstudien eingesetzt, um die Wirkung und/oder Wirksamkeit spezifischer didaktisch-methodischer Optionen zu überprüfen. Dazu werden typischerweise Vortest-Nachtest-Designs entwickelt, bei denen in einer zwischen Vor- und Nachtest liegenden Interventionsphase (von mehreren Stunden, Tagen oder Wochen) ein erwerbstheoretisch begründetes, spezifisches Input-, Übungs-, Interaktions- oder Reflexionsangebot gemacht wird. Die Entwicklung in der entsprechenden Lernendengruppe wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, so dass potenziell interventionsbezogene Lerneffekte sichtbar werden.
Im Seminar werden—neben grundlegenden methodologischen Aspekten quasi-experimenteller Ansätze in der Sprachlehr- und -lernforschung—exemplarische Interventionsstudien analysiert und diskutiert (Welche Hypothesen werden getestet? Wie ist das gewählte Vorgehen begründet? Wie wird die Studie durchgeführt/umgesetzt? Welche Befunde ergeben sich, wie werden sie visualisiert und wie lassen sie sich in Bezug auf Erwerbsprozesse/-modelle interpretieren? Welche praktischen Implikationen ergeben sich?). Die Studierenden entwickeln und reflektieren dazu (ggf. in Gruppenarbeit) eigene potenzielle Studiendesigns und stellen diese zur Diskussion. Der Fokus liegt auf Interventionsstudien im Bereich einerseits der Inputanreicherung/-strukturierung und andererseits der Wirkung von Feedback in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Lerngegenstände. Ziel ist die Befähigung zur weiteren eigenen Lektüre von Interventions- und anderen (quasi-) experimentellen Studien.
A2: Seminar
[Si] Formen und Funktionen von Feedback und Interaktion im Unterricht beobachten
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar reflektieren wir die Potenziale und methodisch-didaktischen Herausforderungen von Interaktion und Feedback für die (zweit- und fremdsprachliche) Lernersprachentwicklung—insbesondere die Rolle von sog. language related episodes, Aushandlungen, Scaffolding, modifiziertem Input, modifiziertem und pushed Output—mit Blick auf die konkrete Umsetzung in Unterrichtskontexten, u.a. den Einsatz von Sozialformen, die Spielräume und Wirkung der Lehrperson etc.. Dazu entwickeln wir Unterrichtsbeobachtungsbögen, die in individuellen Hospitationen (in allgemein- und berufssprachlichen Kursformaten z.B. am Akademischen Auslandsamt der JLU und an der Volkhochschule Gießen) eingesetzt werden,
Wir reflektieren dazu grundlegende Zwecke und Methoden der Unterrichtsbeobachtung bzw. Aktionsforschung auf Basis aktueller Forschungsliteratur. Ein Online-Gastinput zum Beobachtungsinstrument TIOS (Kersten et al. 2025) ist vorgesehen. Wir reflektieren gemeinsam ausgewählte Beobachtungen aus den individuellen Hospitationen sowie entsprechende Fragen aus erwerbstheoretischer und didaktischer Perspektive. Ziel ist die Entwicklung einer forschungsorientierten Perspektive auf (die eigene) Sprachvermittlung anhand der theoriebasierten, lerngruppen-/ kontextspezifischen Reflexion ausgewählter Beobachtungen aus der Vermittlungspraxis.
[Si] Quasi-experimentelle Interventionsstudien in der Sprachlehr - und Lernforschung rezipieren und verstehen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In der Sprachlehr- und -lernforschung werden sog. Interventionsstudien eingesetzt, um die Wirkung und/oder Wirksamkeit spezifischer didaktisch-methodischer Optionen zu überprüfen. Dazu werden typischerweise Vortest-Nachtest-Designs entwickelt, bei denen in einer zwischen Vor- und Nachtest liegenden Interventionsphase (von mehreren Stunden, Tagen oder Wochen) ein erwerbstheoretisch begründetes, spezifisches Input-, Übungs-, Interaktions- oder Reflexionsangebot gemacht wird. Die Entwicklung in der entsprechenden Lernendengruppe wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, so dass potenziell interventionsbezogene Lerneffekte sichtbar werden.
Im Seminar werden—neben grundlegenden methodologischen Aspekten quasi-experimenteller Ansätze in der Sprachlehr- und -lernforschung—exemplarische Interventionsstudien analysiert und diskutiert (Welche Hypothesen werden getestet? Wie ist das gewählte Vorgehen begründet? Wie wird die Studie durchgeführt/umgesetzt? Welche Befunde ergeben sich, wie werden sie visualisiert und wie lassen sie sich in Bezug auf Erwerbsprozesse/-modelle interpretieren? Welche praktischen Implikationen ergeben sich?). Die Studierenden entwickeln und reflektieren dazu (ggf. in Gruppenarbeit) eigene potenzielle Studiendesigns und stellen diese zur Diskussion. Der Fokus liegt auf Interventionsstudien im Bereich einerseits der Inputanreicherung/-strukturierung und andererseits der Wirkung von Feedback in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Lerngegenstände. Ziel ist die Befähigung zur weiteren eigenen Lektüre von Interventions- und anderen (quasi-) experimentellen Studien.
Grundlagen Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (05-MA-G-030) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
A2 Seminar ⇑
Lernkontexte & Lerngegenstände (05-MA-G-031) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
A2 Seminar ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
Sprachkompetenzen evaluieren (05-MA-G-032) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] Erklären lernen - Erklärkompetenzen evaluieren
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
In diesem Seminar stehen Erklärkompetenzen von DaFZ-Lehrenden und DaFZ-Lernenden im Fokus. Für Lernende ist Erklären eine alltags-, schul- und berufssprachlich relevante literale Praxis: Schulsprachlich ist Erklären insbesondere fächerübergreifend wichtig für das Lernen aus Unterrichtsdiskursen (Gadow et al., 2015), berufssprachlich eine zentrale Sprachhandlungskompetenz z.B. in der Pflege (Amorocho et al., 2022). Für Lehrpersonen ist das Erklären zentraler Anteil von Unterrichtsprozessen (u.a. Erklären von Lerngegenständen, von Aufgaben von Fehlern). Erklärhandlungen sind kognitiv und sprachlich komplex und erfordern das Verstehen bzw. die Produktion von spezifischen sprachlichen Mitteln (z.B. wenn…, dann; vgl. Lotter, 2025), von literalen Handlungsmustern und konventionalisierten Textroutinen (z.B. der Themanennung, des Beschreibens, des Etablierens von zeitlichen Reihenfolgen; vgl. Feilke & Rezat, 2025; Kurtz & Vasylyeva, 2021) sowie Wissen über Textsorten (z.B. Anleitung, Protokoll; vgl. Ricart-Brede, 2012). Erkärhandlungen können dabei verschiedene Komplexitätsgrade aufweisen (Erklären was, wie,warum; Klein, 2016).
Im Seminar wird das Konstrukt Erklären mit Bezug auf die zugrundeliegenden Kompetenzen und ihre Messbarkeit/Evaluierung fokussiert: Wer erklärt was für wen und wie? Wie lassen sich Erklärkompetenzen in Mündlichkeit und Schriftlichkeit erfassen, welche Aspekte werden in standardisierten Tests erfasst und welche didaktischen Implikationen ergeben sich? Das Seminar wird parallel geführt mit einem Seminar von Sara Rezat (Universität Paderborn), in dem die erstsprachliche Perspektive auf das Erklären im Fokus steht (u.a. Formate und Potenziale von Erklärvideos); der Austausch zwischen den Seminargruppen wird aktiv gefördert. Ein Praxisvortrag aus dem Uni-Klinikum Freiburg zum Thema Erklären im Krankenhaus: Perspektiven der Sprachbildung und Qualifikation internationaler Fachkräfte illustriert die Praxisrelevanz. Das Seminar schließt mit einer kleinen Online-Tagung (Sondertermin 26.06.26) mit Expert:innen-Inputs (zugesagt: K. Schindler/M. Knopp; C. Kulgemeyer) und einer Diskussion der studentischen Projekte (von beiden Gruppen, aus Gießen und Paderborn).
[Si] Sprachdiagnostik in Deutsch als Zweitsprache
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Das Seminar vermittelt einen systematischen Überblick über zentrale Konzepte, Verfahren und Instrumente der Sprachdiagnostik im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Neben theoretischen Grundlagen steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Ausgewählte Diagnoseinstrumente werden exemplarisch erprobt, analysiert und kritisch reflektiert.
Ziel des Seminars ist es, diagnostische Verfahren nicht nur anzuwenden, sondern deren theoretische Fundierung, methodische Voraussetzungen und pädagogische Konsequenzen kritisch einordnen zu können. Die Teilnehmenden erwerben damit die Kompetenz, Sprachdiagnostik im schulischen Kontext professionell, reflektiert und lernförderlich einzusetzen.
Sprachkompetenzen vermitteln und fördern (05-MA-G-033) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
[Vl] Grundlagen Didaktik und Methodik: Sprachkompetenzen vermitteln und fördern
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Grundlagenwissen im Bereich der Vermittlung und Förderung von Sprachkompetenzen; der Fokus liegt auf dem Deutschen als Zweit- und Fremdsprache, es wird aber generell der internationale Forschungsstand zum gesteuerten Zweit- und Fremdspracherwerb abgebildet. Zum Überblick gehören
• Grundlagen und Methoden der Sprachlehr- und -lernforschung
• die Entwicklung didaktisch-methodischer Ansätze für die Vermittlung sprachlich kommunikativer Kompetenzen und die Prinzipien aktueller handlungs-, aufgaben- und szenariobasierter sowie performativer und kulturreflexiver Ansätze
• ausgewählte Befunde zur Wirkung und Wirksamkeit erwerbstheoretisch basierter (impliziter und expliziter) Vermittlungsoptionen
• Gütekriterien des Unterrichts, Rolle und Kompetenzen von Lehrpersonen
• Formate und Ziele von Lernaktivitäten
• Rolle von Referenzrahmen und Curricula
• exemplarische Analysen der Beschreibungs- und Darstellungsoptionen von Lerngegenständen in Lehr- und Lernmaterialien
• die Reflexion ausgewählter Aspekte und Konzepte der Unterrichtsplanung und -gestaltung (u.a. Lernzielformulierung, Sequenzierung, Progression, Sozialformen, Einsatz von Materialien und Medien, Binnendifferenzierung)
• ausgewählte Fragen und Konzepte der Vermittlung für unterschiedliche Lernkontexte und Zielgruppen (u.a. Alphabetisierung, durchgängige Sprachbildung)
A2 Seminar ⇑
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
Unterricht erforschen und evaluieren (05-MA-G-034) ⇑
A1 Projektseminar ⇑
[Si] Formen und Funktionen von Feedback und Interaktion im Unterricht beobachten
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar reflektieren wir die Potenziale und methodisch-didaktischen Herausforderungen von Interaktion und Feedback für die (zweit- und fremdsprachliche) Lernersprachentwicklung—insbesondere die Rolle von sog. language related episodes, Aushandlungen, Scaffolding, modifiziertem Input, modifiziertem und pushed Output—mit Blick auf die konkrete Umsetzung in Unterrichtskontexten, u.a. den Einsatz von Sozialformen, die Spielräume und Wirkung der Lehrperson etc.. Dazu entwickeln wir Unterrichtsbeobachtungsbögen, die in individuellen Hospitationen (in allgemein- und berufssprachlichen Kursformaten z.B. am Akademischen Auslandsamt der JLU und an der Volkhochschule Gießen) eingesetzt werden,
Wir reflektieren dazu grundlegende Zwecke und Methoden der Unterrichtsbeobachtung bzw. Aktionsforschung auf Basis aktueller Forschungsliteratur. Ein Online-Gastinput zum Beobachtungsinstrument TIOS (Kersten et al. 2025) ist vorgesehen. Wir reflektieren gemeinsam ausgewählte Beobachtungen aus den individuellen Hospitationen sowie entsprechende Fragen aus erwerbstheoretischer und didaktischer Perspektive. Ziel ist die Entwicklung einer forschungsorientierten Perspektive auf (die eigene) Sprachvermittlung anhand der theoriebasierten, lerngruppen-/ kontextspezifischen Reflexion ausgewählter Beobachtungen aus der Vermittlungspraxis.
[Si] Quasi-experimentelle Interventionsstudien in der Sprachlehr - und Lernforschung rezipieren und verstehen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In der Sprachlehr- und -lernforschung werden sog. Interventionsstudien eingesetzt, um die Wirkung und/oder Wirksamkeit spezifischer didaktisch-methodischer Optionen zu überprüfen. Dazu werden typischerweise Vortest-Nachtest-Designs entwickelt, bei denen in einer zwischen Vor- und Nachtest liegenden Interventionsphase (von mehreren Stunden, Tagen oder Wochen) ein erwerbstheoretisch begründetes, spezifisches Input-, Übungs-, Interaktions- oder Reflexionsangebot gemacht wird. Die Entwicklung in der entsprechenden Lernendengruppe wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, so dass potenziell interventionsbezogene Lerneffekte sichtbar werden.
Im Seminar werden—neben grundlegenden methodologischen Aspekten quasi-experimenteller Ansätze in der Sprachlehr- und -lernforschung—exemplarische Interventionsstudien analysiert und diskutiert (Welche Hypothesen werden getestet? Wie ist das gewählte Vorgehen begründet? Wie wird die Studie durchgeführt/umgesetzt? Welche Befunde ergeben sich, wie werden sie visualisiert und wie lassen sie sich in Bezug auf Erwerbsprozesse/-modelle interpretieren? Welche praktischen Implikationen ergeben sich?). Die Studierenden entwickeln und reflektieren dazu (ggf. in Gruppenarbeit) eigene potenzielle Studiendesigns und stellen diese zur Diskussion. Der Fokus liegt auf Interventionsstudien im Bereich einerseits der Inputanreicherung/-strukturierung und andererseits der Wirkung von Feedback in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Lerngegenstände. Ziel ist die Befähigung zur weiteren eigenen Lektüre von Interventions- und anderen (quasi-) experimentellen Studien.
Deutsch als Zweit- und Fremdsprache ⇑
Grundlagen Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (05-MA-DaFZ-01) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
A2 Seminar ⇑
Lernkontexte & Lerngegenstände (05-MA-DaFZ-02) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Seminar ⇑
Schrift ,Text , Kultur & Gesellschaft (05-MA-DaFZ-03) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
A2 Seminar ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
Sprachkompetenzen evaluieren (05-MA-DaFZ-04) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] Erklären lernen - Erklärkompetenzen evaluieren
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
In diesem Seminar stehen Erklärkompetenzen von DaFZ-Lehrenden und DaFZ-Lernenden im Fokus. Für Lernende ist Erklären eine alltags-, schul- und berufssprachlich relevante literale Praxis: Schulsprachlich ist Erklären insbesondere fächerübergreifend wichtig für das Lernen aus Unterrichtsdiskursen (Gadow et al., 2015), berufssprachlich eine zentrale Sprachhandlungskompetenz z.B. in der Pflege (Amorocho et al., 2022). Für Lehrpersonen ist das Erklären zentraler Anteil von Unterrichtsprozessen (u.a. Erklären von Lerngegenständen, von Aufgaben von Fehlern). Erklärhandlungen sind kognitiv und sprachlich komplex und erfordern das Verstehen bzw. die Produktion von spezifischen sprachlichen Mitteln (z.B. wenn…, dann; vgl. Lotter, 2025), von literalen Handlungsmustern und konventionalisierten Textroutinen (z.B. der Themanennung, des Beschreibens, des Etablierens von zeitlichen Reihenfolgen; vgl. Feilke & Rezat, 2025; Kurtz & Vasylyeva, 2021) sowie Wissen über Textsorten (z.B. Anleitung, Protokoll; vgl. Ricart-Brede, 2012). Erkärhandlungen können dabei verschiedene Komplexitätsgrade aufweisen (Erklären was, wie,warum; Klein, 2016).
Im Seminar wird das Konstrukt Erklären mit Bezug auf die zugrundeliegenden Kompetenzen und ihre Messbarkeit/Evaluierung fokussiert: Wer erklärt was für wen und wie? Wie lassen sich Erklärkompetenzen in Mündlichkeit und Schriftlichkeit erfassen, welche Aspekte werden in standardisierten Tests erfasst und welche didaktischen Implikationen ergeben sich? Das Seminar wird parallel geführt mit einem Seminar von Sara Rezat (Universität Paderborn), in dem die erstsprachliche Perspektive auf das Erklären im Fokus steht (u.a. Formate und Potenziale von Erklärvideos); der Austausch zwischen den Seminargruppen wird aktiv gefördert. Ein Praxisvortrag aus dem Uni-Klinikum Freiburg zum Thema Erklären im Krankenhaus: Perspektiven der Sprachbildung und Qualifikation internationaler Fachkräfte illustriert die Praxisrelevanz. Das Seminar schließt mit einer kleinen Online-Tagung (Sondertermin 26.06.26) mit Expert:innen-Inputs (zugesagt: K. Schindler/M. Knopp; C. Kulgemeyer) und einer Diskussion der studentischen Projekte (von beiden Gruppen, aus Gießen und Paderborn).
[Si] Sprachdiagnostik in Deutsch als Zweitsprache
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Das Seminar vermittelt einen systematischen Überblick über zentrale Konzepte, Verfahren und Instrumente der Sprachdiagnostik im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Neben theoretischen Grundlagen steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Ausgewählte Diagnoseinstrumente werden exemplarisch erprobt, analysiert und kritisch reflektiert.
Ziel des Seminars ist es, diagnostische Verfahren nicht nur anzuwenden, sondern deren theoretische Fundierung, methodische Voraussetzungen und pädagogische Konsequenzen kritisch einordnen zu können. Die Teilnehmenden erwerben damit die Kompetenz, Sprachdiagnostik im schulischen Kontext professionell, reflektiert und lernförderlich einzusetzen.
A2 Seminar ⇑
[Si] Erklären lernen - Erklärkompetenzen evaluieren
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
In diesem Seminar stehen Erklärkompetenzen von DaFZ-Lehrenden und DaFZ-Lernenden im Fokus. Für Lernende ist Erklären eine alltags-, schul- und berufssprachlich relevante literale Praxis: Schulsprachlich ist Erklären insbesondere fächerübergreifend wichtig für das Lernen aus Unterrichtsdiskursen (Gadow et al., 2015), berufssprachlich eine zentrale Sprachhandlungskompetenz z.B. in der Pflege (Amorocho et al., 2022). Für Lehrpersonen ist das Erklären zentraler Anteil von Unterrichtsprozessen (u.a. Erklären von Lerngegenständen, von Aufgaben von Fehlern). Erklärhandlungen sind kognitiv und sprachlich komplex und erfordern das Verstehen bzw. die Produktion von spezifischen sprachlichen Mitteln (z.B. wenn…, dann; vgl. Lotter, 2025), von literalen Handlungsmustern und konventionalisierten Textroutinen (z.B. der Themanennung, des Beschreibens, des Etablierens von zeitlichen Reihenfolgen; vgl. Feilke & Rezat, 2025; Kurtz & Vasylyeva, 2021) sowie Wissen über Textsorten (z.B. Anleitung, Protokoll; vgl. Ricart-Brede, 2012). Erkärhandlungen können dabei verschiedene Komplexitätsgrade aufweisen (Erklären was, wie,warum; Klein, 2016).
Im Seminar wird das Konstrukt Erklären mit Bezug auf die zugrundeliegenden Kompetenzen und ihre Messbarkeit/Evaluierung fokussiert: Wer erklärt was für wen und wie? Wie lassen sich Erklärkompetenzen in Mündlichkeit und Schriftlichkeit erfassen, welche Aspekte werden in standardisierten Tests erfasst und welche didaktischen Implikationen ergeben sich? Das Seminar wird parallel geführt mit einem Seminar von Sara Rezat (Universität Paderborn), in dem die erstsprachliche Perspektive auf das Erklären im Fokus steht (u.a. Formate und Potenziale von Erklärvideos); der Austausch zwischen den Seminargruppen wird aktiv gefördert. Ein Praxisvortrag aus dem Uni-Klinikum Freiburg zum Thema Erklären im Krankenhaus: Perspektiven der Sprachbildung und Qualifikation internationaler Fachkräfte illustriert die Praxisrelevanz. Das Seminar schließt mit einer kleinen Online-Tagung (Sondertermin 26.06.26) mit Expert:innen-Inputs (zugesagt: K. Schindler/M. Knopp; C. Kulgemeyer) und einer Diskussion der studentischen Projekte (von beiden Gruppen, aus Gießen und Paderborn).
[Si] Sprachdiagnostik in Deutsch als Zweitsprache
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Das Seminar vermittelt einen systematischen Überblick über zentrale Konzepte, Verfahren und Instrumente der Sprachdiagnostik im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Neben theoretischen Grundlagen steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Ausgewählte Diagnoseinstrumente werden exemplarisch erprobt, analysiert und kritisch reflektiert.
Ziel des Seminars ist es, diagnostische Verfahren nicht nur anzuwenden, sondern deren theoretische Fundierung, methodische Voraussetzungen und pädagogische Konsequenzen kritisch einordnen zu können. Die Teilnehmenden erwerben damit die Kompetenz, Sprachdiagnostik im schulischen Kontext professionell, reflektiert und lernförderlich einzusetzen.
Sprachkompetenzen vermitteln und fördern (05-MA-DaFZ-05) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
[Vl] Grundlagen Didaktik und Methodik: Sprachkompetenzen vermitteln und fördern
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Grundlagenwissen im Bereich der Vermittlung und Förderung von Sprachkompetenzen; der Fokus liegt auf dem Deutschen als Zweit- und Fremdsprache, es wird aber generell der internationale Forschungsstand zum gesteuerten Zweit- und Fremdspracherwerb abgebildet. Zum Überblick gehören
• Grundlagen und Methoden der Sprachlehr- und -lernforschung
• die Entwicklung didaktisch-methodischer Ansätze für die Vermittlung sprachlich kommunikativer Kompetenzen und die Prinzipien aktueller handlungs-, aufgaben- und szenariobasierter sowie performativer und kulturreflexiver Ansätze
• ausgewählte Befunde zur Wirkung und Wirksamkeit erwerbstheoretisch basierter (impliziter und expliziter) Vermittlungsoptionen
• Gütekriterien des Unterrichts, Rolle und Kompetenzen von Lehrpersonen
• Formate und Ziele von Lernaktivitäten
• Rolle von Referenzrahmen und Curricula
• exemplarische Analysen der Beschreibungs- und Darstellungsoptionen von Lerngegenständen in Lehr- und Lernmaterialien
• die Reflexion ausgewählter Aspekte und Konzepte der Unterrichtsplanung und -gestaltung (u.a. Lernzielformulierung, Sequenzierung, Progression, Sozialformen, Einsatz von Materialien und Medien, Binnendifferenzierung)
• ausgewählte Fragen und Konzepte der Vermittlung für unterschiedliche Lernkontexte und Zielgruppen (u.a. Alphabetisierung, durchgängige Sprachbildung)
A2 Seminar ⇑
[Si] Film und Videos im DaF-Unterricht: Mediengestützte Sprachkompetenzvermittlung für erwachsene Lernende
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
*****
Das Seminar behandelt den Einsatz von Film- und Videomedien im DaF-Unterricht mit erwachsenen Lernenden auf verschiedenen Niveaustufen (A1 – C1). Ziel des Seminars ist es, audiovisuelle Inhalte didaktisch aufzubereiten und gezielt zur Förderung von Sprachkompetenz und interkulturellem Lernen einzusetzen.
Im Seminar werden verschiedene Medienformate behandelt:
(1) Erklärvideos, die sich zur Einführung von Grammatik und Wortschatz eignen
(2) Videos zu Alltagssituationen, wie Einkaufen und Arztbesuche
(3) Kurzfilme wie „Snack Attack“
(4) einzelne Szenen aus dem Film „Nicos Weg“
Neben der Einführung von medienpädagogischen Grundlagen und Kriterien zur Lernmaterialanalyse und -reflexion steht die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Studierenden entwickeln zu den Filmsequenzen/ Videos kompetenzorientierte Aufgaben und Übungen sowie vollständige Unterrichtseinheiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung eines kritischen Umgangs mit digitalen Inhalten sowie der Anpassung von Materialien an heterogene Lerngruppen.
[Si] Input und Interaktion optimieren im Zweit-und Fremdsprachenunterricht
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar geht von der Annahme aus, dass ein sozial kontextualisiertes Sprachangebot (sog. Input) die zentrale Komponente im Spracherwerbsprozess darstellt (Madlener-Charpentier 2022). Nach einer Reflexion grundlegender Mechanismen und Herausforderungen des Zweit- und Fremdspracherwerbs aus gebrauchsbasierter Perspektive werden anhand des aktuellen Forschungsstandes sozio-kognitive und sozio-interaktionale Aspekte der (Unterstützung der) entsprechenden Lernprozesse fokussiert:
• Welche Rolle(n) spielen Input und Inputverarbeitung im Spracherwerb? Was ist „guter“ Input und wie können die Inputmenge (z.B. Inputflut, extensive reading, reading while listening) und/oder die Inputqualität (Stichwort input enhancement, Inputanreicherung) optimiert werden, um Verarbeitungs- und Erwerbsprozesse zu unterstützen? Kann die Inputverarbeitung selbst unterstützt werden (z.B. Processing Instruction, Aufmerksamkeitslenkung, Bewusstmachung)?
• Welche Rolle spielt Interaktion im Spracherwerb (u.a. modifizierter Input, Aushandlungen, language-related episodes, Feedback, pushed output, Scaffolding)? Wie können erwerbsförderliche interaktionale Komponenten zielführend in Lernaktivitäten integriert werden (z.B. kollaborative Aufgaben)? Welche Rolle spielt dabei die Sprachproduktion der Lernenden (sog. Output) und in welchen Aufgabenformaten kann erwerbsförderlicher Output erreicht werden (z.B. information gap activities)? Welche Arten von Feedback sind besonders wirkungsvoll (für wen und welche Lerngegenstände)?
Unterricht erforschen und evaluieren (05-MA-DaFZ-06) ⇑
A1 Projektseminar ⇑
[Si] Formen und Funktionen von Feedback und Interaktion im Unterricht beobachten
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar reflektieren wir die Potenziale und methodisch-didaktischen Herausforderungen von Interaktion und Feedback für die (zweit- und fremdsprachliche) Lernersprachentwicklung—insbesondere die Rolle von sog. language related episodes, Aushandlungen, Scaffolding, modifiziertem Input, modifiziertem und pushed Output—mit Blick auf die konkrete Umsetzung in Unterrichtskontexten, u.a. den Einsatz von Sozialformen, die Spielräume und Wirkung der Lehrperson etc.. Dazu entwickeln wir Unterrichtsbeobachtungsbögen, die in individuellen Hospitationen (in allgemein- und berufssprachlichen Kursformaten z.B. am Akademischen Auslandsamt der JLU und an der Volkhochschule Gießen) eingesetzt werden,
Wir reflektieren dazu grundlegende Zwecke und Methoden der Unterrichtsbeobachtung bzw. Aktionsforschung auf Basis aktueller Forschungsliteratur. Ein Online-Gastinput zum Beobachtungsinstrument TIOS (Kersten et al. 2025) ist vorgesehen. Wir reflektieren gemeinsam ausgewählte Beobachtungen aus den individuellen Hospitationen sowie entsprechende Fragen aus erwerbstheoretischer und didaktischer Perspektive. Ziel ist die Entwicklung einer forschungsorientierten Perspektive auf (die eigene) Sprachvermittlung anhand der theoriebasierten, lerngruppen-/ kontextspezifischen Reflexion ausgewählter Beobachtungen aus der Vermittlungspraxis.
[Si] Quasi-experimentelle Interventionsstudien in der Sprachlehr - und Lernforschung rezipieren und verstehen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In der Sprachlehr- und -lernforschung werden sog. Interventionsstudien eingesetzt, um die Wirkung und/oder Wirksamkeit spezifischer didaktisch-methodischer Optionen zu überprüfen. Dazu werden typischerweise Vortest-Nachtest-Designs entwickelt, bei denen in einer zwischen Vor- und Nachtest liegenden Interventionsphase (von mehreren Stunden, Tagen oder Wochen) ein erwerbstheoretisch begründetes, spezifisches Input-, Übungs-, Interaktions- oder Reflexionsangebot gemacht wird. Die Entwicklung in der entsprechenden Lernendengruppe wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, so dass potenziell interventionsbezogene Lerneffekte sichtbar werden.
Im Seminar werden—neben grundlegenden methodologischen Aspekten quasi-experimenteller Ansätze in der Sprachlehr- und -lernforschung—exemplarische Interventionsstudien analysiert und diskutiert (Welche Hypothesen werden getestet? Wie ist das gewählte Vorgehen begründet? Wie wird die Studie durchgeführt/umgesetzt? Welche Befunde ergeben sich, wie werden sie visualisiert und wie lassen sie sich in Bezug auf Erwerbsprozesse/-modelle interpretieren? Welche praktischen Implikationen ergeben sich?). Die Studierenden entwickeln und reflektieren dazu (ggf. in Gruppenarbeit) eigene potenzielle Studiendesigns und stellen diese zur Diskussion. Der Fokus liegt auf Interventionsstudien im Bereich einerseits der Inputanreicherung/-strukturierung und andererseits der Wirkung von Feedback in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Lerngegenstände. Ziel ist die Befähigung zur weiteren eigenen Lektüre von Interventions- und anderen (quasi-) experimentellen Studien.
A2 Projektseminar ⇑
[Si] Formen und Funktionen von Feedback und Interaktion im Unterricht beobachten
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In diesem Seminar reflektieren wir die Potenziale und methodisch-didaktischen Herausforderungen von Interaktion und Feedback für die (zweit- und fremdsprachliche) Lernersprachentwicklung—insbesondere die Rolle von sog. language related episodes, Aushandlungen, Scaffolding, modifiziertem Input, modifiziertem und pushed Output—mit Blick auf die konkrete Umsetzung in Unterrichtskontexten, u.a. den Einsatz von Sozialformen, die Spielräume und Wirkung der Lehrperson etc.. Dazu entwickeln wir Unterrichtsbeobachtungsbögen, die in individuellen Hospitationen (in allgemein- und berufssprachlichen Kursformaten z.B. am Akademischen Auslandsamt der JLU und an der Volkhochschule Gießen) eingesetzt werden,
Wir reflektieren dazu grundlegende Zwecke und Methoden der Unterrichtsbeobachtung bzw. Aktionsforschung auf Basis aktueller Forschungsliteratur. Ein Online-Gastinput zum Beobachtungsinstrument TIOS (Kersten et al. 2025) ist vorgesehen. Wir reflektieren gemeinsam ausgewählte Beobachtungen aus den individuellen Hospitationen sowie entsprechende Fragen aus erwerbstheoretischer und didaktischer Perspektive. Ziel ist die Entwicklung einer forschungsorientierten Perspektive auf (die eigene) Sprachvermittlung anhand der theoriebasierten, lerngruppen-/ kontextspezifischen Reflexion ausgewählter Beobachtungen aus der Vermittlungspraxis.
[Si] Quasi-experimentelle Interventionsstudien in der Sprachlehr - und Lernforschung rezipieren und verstehen
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
In der Sprachlehr- und -lernforschung werden sog. Interventionsstudien eingesetzt, um die Wirkung und/oder Wirksamkeit spezifischer didaktisch-methodischer Optionen zu überprüfen. Dazu werden typischerweise Vortest-Nachtest-Designs entwickelt, bei denen in einer zwischen Vor- und Nachtest liegenden Interventionsphase (von mehreren Stunden, Tagen oder Wochen) ein erwerbstheoretisch begründetes, spezifisches Input-, Übungs-, Interaktions- oder Reflexionsangebot gemacht wird. Die Entwicklung in der entsprechenden Lernendengruppe wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, so dass potenziell interventionsbezogene Lerneffekte sichtbar werden.
Im Seminar werden—neben grundlegenden methodologischen Aspekten quasi-experimenteller Ansätze in der Sprachlehr- und -lernforschung—exemplarische Interventionsstudien analysiert und diskutiert (Welche Hypothesen werden getestet? Wie ist das gewählte Vorgehen begründet? Wie wird die Studie durchgeführt/umgesetzt? Welche Befunde ergeben sich, wie werden sie visualisiert und wie lassen sie sich in Bezug auf Erwerbsprozesse/-modelle interpretieren? Welche praktischen Implikationen ergeben sich?). Die Studierenden entwickeln und reflektieren dazu (ggf. in Gruppenarbeit) eigene potenzielle Studiendesigns und stellen diese zur Diskussion. Der Fokus liegt auf Interventionsstudien im Bereich einerseits der Inputanreicherung/-strukturierung und andererseits der Wirkung von Feedback in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Lerngegenstände. Ziel ist die Befähigung zur weiteren eigenen Lektüre von Interventions- und anderen (quasi-) experimentellen Studien.



