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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2019

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte

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[Si] „Sensible“ Objekte. Provenienzforschung in wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Di. 23.04.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 027Einführung- Einführung in die Thematik
- Lernziele
- Termine
- Organisation
- Programm
- Prüfungsleistungen



Fr. 10.05.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 233Diskussion von einführenden Texten- Rückansicht. Die verborgene Geschichte eines Gemäldes von Adolph Menzel
- Bénédicte Savoy: Die Provenienz der Kultur.
- Gruppenarbeit: Fragen an ein Objekt



Sa. 11.05.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Allgemeine Grundlagen IErläuterung verschiedener Grundlagen
- Zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen (Washingtoner Abkommen, Schutzgesetze etc.)
- Leitfäden und Handreichungen



Fr. 28.06.2019,12.00 - 16.00 Uhr   keine RaumangabeAllgemeine Grundlagen II; Restitution, Rückgabe, Repatriierung- Quellen Bildende Kunst, Archäologie und andere Disziplinen
- Netzwerke, Arbeitskreise, Institutionen
- Methoden der Provenienzforschung
- Juristische Aspekte



Sa. 29.06.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Allgemeine Grundlagen II; Restitution, Rückgabe, Repatriierung- Quellen Bildende Kunst, Archäologie und andere Disziplinen
- Netzwerke, Arbeitskreise, Institutionen
- Methoden der Provenienzforschung
- Juristische Aspekte



Fr. 05.07.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 233Sensible Objektbereiche; Abschlussdiskussion- NS-Raubgut
- DDR-Unrecht
- Koloniales Erbe
- Raubgrabungen
- Human Remains
- Secret/Sacred Objects
- Sensible Naturobjekte
- Bibliotheken und Archive



Sa. 06.07.2019,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, G 233Sensible Objektbereiche; Abschlussdiskussion- NS-Raubgut
- DDR-Unrecht
- Koloniales Erbe
- Raubgrabungen
- Human Remains
- Secret/Sacred Objects
- Sensible Naturobjekte
- Bibliotheken und Archive




Kommentar:

In unseren wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven gibt es zahlreiche „sensible“ Objekte. Zum einen sind dies Objekte, die auf Grund ihres kulturhistorischen Kontextes als „sensibel“ zu bezeichnen sind, da sie beispielsweise menschliche Überreste darstellen. Andere Objekte gelangten nicht mit Zustimmung der ehemaligen Eigentümer in die jeweiligen Sammlungen, „sondern wurden gestohlen, erpresst, unfair erhandelt, im Geheimen ausgegraben und abtransportiert“ (Britta Lange 2011). Der Umgang mit solchen Objekten ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Dies gilt insbesondere für ihre Aufbewahrung, Präsentation und Beforschung.
Um beurteilen zu können, ob Sammlungen „sensible“ Objekte bewahren, ist es notwendig, die Objekte selbst sowie ihre Geschichte zu erforschen und damit deren Herkunft und die der Sammlungen zu rekonstruieren.
Im Seminar werden wir unterschiedliche Methoden der Provenienzforschung kennenlernen und uns damit auseinandersetzen, welche wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archive über Objektgruppen verfügen, die aus einem möglichen Unrechtskontext stammen könnten (z.B. Präparate menschlicher Herkunft aus der Kolonialzeit, außereuropäische und antike Kulturgüter, Kunstwerke aus ehemaligem jüdischen Besitz) oder vielleicht illegal importiert und exportiert wurden (z.B. naturhistorische Objekte). Anhand von ausgewählten Beispielen möchten wir zudem die Frage nach der historischen Verantwortung von wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven erörtern und diskutieren, wie diese der Öffentlichkeit vermittelt werden kann.


 
[Vl] Einführung in die römische Geschichte  (AfK-Nr. 224)
Klausurtermin: 17.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 2
Einzeltermin:
Mi. 17.07.2019,08.00 - 10.00 Uhr   Phil. I, A 5

[Vl] Herrschaft in der Antike
Klausurtermin (im Grundlagenmodul): 18.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 4

[Vl] Grundstrukturen von Gesellschaft und Politik im Mittelalter
Klausurtermin: 15.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 5
Einzeltermin:
Mo. 29.04.2019,08.00 - 10.00 Uhr   Phil. I, A 5

Kommentar:

In der Vorlesung werden die verfassungsgeschichtlichen, sozialgeschichtlichen und ökonomischen Grundstrukturen vorgestellt, die die Lebenswirklichkeit der Zeitgenossen prägten und die die Rahmenbedingungen der politischen Entwicklungen bildeten: Demographie und Familienstrukturen, Grundherrschaft, Städtewesen und wirtschaftliche Entwicklungen einerseits; Konstituenten der Reichsverfassung wie das Lehnswesen, die Herausbildung der Reichsstände, die Entstehung von Landesherrschaft und die strukturellen Begrenzungen königlicher Politik andererseits.- Die Literatur zu den einzelnen Themenblöcken wird vorlesungsbegleitend angegeben.


[Vl] König und Reich im 13. Jahrhundert
Klausurtermin: 16.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

In der politischen Geschichte des deutschen Mittelalters gilt das 13. Jahrhundert als dramatische Achsenzeit. Die ältere Forschung sah in den einhundert Jahren zwischen der doppelten Königswahl von 1198 und der Absetzung König Adolfs von Nassau 1298 den Verfall des deutschen Königtums und den Aufstieg der Reichsfürsten, die ihre eigenen Interessen vor das Wohl des Reiches stellten: die Schwächung des Königtums habe die für die deutsche Geschichte so entscheidende Stärkung der Territorialfürstentümer erst möglich gemacht, so lautete das gängige Narrativ der deutschen Mittelalterforschung im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jhs. Der Tod des letzten Stauferkaisers, Friedrich II. (reg. 1212-1250), markierte in dieser Sichtweise das endgültige Ende einer glänzenden Epoche der Stauferherrschaft. Es folgte das sog. „Interregnum“ (1250-1273), eine kaiserlose Zeit, in der Gegenkönige und „ausländische“ Thronprätendenten das Geschehen dominierten, bevor König Rudolf von Habsburg (reg. 1273-1290) eine erneute Stabilisierung des Königtums gelang. Aber bereits seine beiden Nachfolger, der 1298 abgesetzte Adolf von Nassau und der 1308 ermordete Albrecht von Österreich konnten die Erfolge Rudolfs nicht fortschreiben. Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Ereignisgeschichte lohnt es sich, einen neuen Blick auf dieses Jahrhundert zu werfen und dabei die Interpretationen der neueren Forschung zu diskutieren. Dabei wird es nicht um die politische Ereignisgeschichte im Einzelnen gehen, sondern um strukturelle Aspekte: Worauf beruhte die Integrationskraft des Königtums und warum schwand sie im Laufe des 13. Jhs.? Welche Akteure bestimmten neben dem König und den Fürsten die politische Entwicklung im Reich? Welche strukturellen Rahmenbedingungen bestimmten die Optionen politischen Handelns? Lassen sich Faktoren der politischen „Modernisierung“ beschreiben, die im Spätmittelalter positiv fortwirkten?

Literaturhinweise: Boshof, Egon/ Erkens, Franz-Reiner (Hgg.): Rudolf von Habsburg (1273-1291). Eine Königsherrschaft zwischen Tradition und Wandel, Köln 1993. – Görich, Knut/ Broekmann, Theo/ Keupp, Jan Ulrich (Hgg.): Herrschaftsräume, Herrschaftspraxis und Kommunikation zur Zeit Friedrichs II., München 2008. – Haverkamp, Alfred: Aufbruch und Gestaltung. Deutschland 1056-1273 (Neue Deutsche Geschichte 2), 2. Aufl. München 1993. – Krieger, Karl-Friedrich: Rudolf von Habsburg, Darmstadt 2003. – Mamsch, Stefanie: Kommunikation in der Krise: Könige und Fürsten im deutschen Thronstreit (1198-1218), Münster 2012. – Menzel, Michael: Die Zeit der Entwürfe, 1273-1347 (Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte 7a), Stuttgart 2012. – Neugebauer, Anton (Hg.): Richard von Cornwall: römisch-deutsches Königtum in nachstaufischer Zeit, Kaiserslautern 2010. – Stürner, Wolfgang: 13. Jahrhundert, 1198-1273 (Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte 6), Stuttgart 2007. – Vogtherr, Thomas: Die deutschen Königswahlen und das Geld 1198-1308, in: Macht und Geld im Mittelalter, hg. von Reiner Cunz, Braunschweig 2008, S. 29-48.


[Vl] Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation (1517-1555)
Klausurtermin: 17.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

[Vl] Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit
Klausurtermin: 15.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 5

[Vl] Wie man Geschichte (an)ordnen kann - Geschichtstheorie und Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Stärker noch als in anderen Fächern stellt sich beim historischen Lernen die Frage der Stoffreduktion und der Auswahlproblematik. Manchmal erscheint es so, als müsse bis hin zu den einzelnen Unterrichtsstunden jedes Thema neu erfunden werden. Ausgehend von dieser Fragestellung widmet sich die Vorlesung den methodischen Möglichkeiten zur Gruppierung und Gliederung von Geschichte. Die theoretischen Aspekte werden dabei auf konkrete Unterrichtsstunden und Lehrplaneinheiten bezogen, so dass Geschichtstheorie im konkreten Anwendungsbezug thematisiert wird.

Literatur:
Bergmann, Klaus u. a. (Hrsg.), Handbuch der Geschichtsdidaktik, 5. überarb. Aufl. Seelze 1997.
Oswalt, Vadim, Planung von Unterrichtseinheiten. Wie man Geschichte (an)ordnen kann, Kleine Reihe Geschichte, Didaktik und Methodik, Schwalbach/Ts. 2016.
Pandel, Hans-Jürgen, Geschichtstheorie. Eine Historik für Schülerinnen und Schüler - aber auch für ihre Lehrer, Schwalbach/Ts. 2017.
(Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben)


 
[H Si] Asketische Lebensformen in der Antike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Das Volkstribunat in der Römischen Republik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Krisen in der Antike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 026
Einzeltermin:
Mi. 12.06.2019,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 026

[H Si] Hagiographie im Hochmittelalter: Rollenmodelle, Tugendlehre, Gesellschaftskritik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Die mittelalterliche Hagiographie – Heiligenviten, Mirakelberichte, Reliquientranslationen – gehört inzwischen zu den am intensivsten diskutierten Quellenfeldern der Mittelalterforschung. Nicht nur Historiker, sondern auch Literaturwissenschaftler, Theologie- und Kirchenhistoriker sowie Kunsthistoriker widmen sich der Text- und Bildüberlieferung rund um die Heiligen. Dabei sind die hagiographischen Texte weit mehr als Dokumente der Frömmigkeitsgeschichte. Sie sind vielmehr Träger von gesellschaftlich wirksamen Rollenbildern, transportieren ethische Normen und spiegeln in vielen Fällen Gesellschafts-, Kirchen- und Herrscherkritik wider. Im Seminar werden ausgewählte Heiligenviten, Mirakelerzählungen und Kanonisationsberichte aus dem 7.-13. Jh. gelesen und diskutiert. Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt. Das Seminar ist geöffnet für Studierende im BA Hauptfach, im Lehramt L3 und im Master.

Literaturhinweise: Angenendt, Arnold: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, München 1994. – Ders.: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997. – Bartlett, Robert: Why can the dead do such great things? Saints and worshippers from the martyrs to the reformation, Princeton 2013. – Herbers, Klaus: Hagiographie, in: Aufriß der historischen Wissenschaften, hg. von Michael Maurer, Bd. 4, Stuttgart 2002, S. 190-214. – Nahmer, Dieter von der: Die lateinische Heiligenvita. Eine Einführung in die lateinische Hagiographie, Darmstadt 1994. – Rener, Monika: Hagiographie im deutschen Raum (1125-1220), in: Hagiographies. Histoire internationale de la littérature hagiographique latine et vernaculaire en Occident des origines à 1550, 7 Bde., hg. von Guy Philippart, Turnhout 1994-2017, hier Bd. 6, Turnhout 2014, S. 401-520. – Vauchez, André: La sainteté en occident aux derniers siècles du moyen âge, Rom 1988.


[H Si] Klöster, Burgen und Städte in der Wetterau
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 003
Einzeltermin:
Mi. 15.05.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 003

Kommentar:

Die Wetterau war im hohen Mittelalter eine Landschaft von großer Bedeutung für das Königtum, wie Burgen wie der Münzenberg oder Städtegründungen wie die Friedbergs belegen. Im Spätmittelalter ähnelt der politische Raum jedoch eher einem "Flickenteppich". Im Hauptseminar werden grundlegende Probleme der Verfassungsgeschichte am regionalen Beispiel diskutiert. Behandelt werden sollen u.a. Friedberg (Stadt und Burg), Wetzlar (Kirche, Burg und Stadt), Arnsburg (Kloster ), Münzenberg (Burg) sowie Lich (Stadt und Stiftskirche) . Alle diese Orte sind auch als außerschulische Lernorte für angehende Lehrer/innen von Interesse.


[H Si] Mord und Totschlag im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003
Einzeltermin:
Di. 07.05.2019,08.00 - 10.00 Uhr   Phil. I, C 003

Kommentar:

Hört man die Schlagworte "Mord" und "Totschlag" denkt man zunächst an Akte schnöder Kriminalität. Diese - aber auch politische Morde und Attentate, Rachehandlungen, Tod in Krieg und Fehde sowie der Selbstmord - werden Gegenstand des Seminars sein. Herausgearbeitet werden soll, wie die Anwendung von Gewalt kontextabhängig bewertet wurde.
Die Bereitschaft zur Beschäftigung mit lateinischen Quellen wird vorausgesetzt.


[H Si] Geschichte des modernen Antisemitismus
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Gleichzeitig mit der Emanzipation und Integration der jüdischen Minderheit im Deutschen Reich entwickelte sich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ein „moderner“ Antisemitismus: Religiöse, soziale und ökonomische Motive von Judenfeindschaft mischten sich auf neue Art und Weise mit rassistischen Vorstellungen. Bekennende Antisemiten begannen, sich öffentlich zu äußern und in Parteien und Gruppierungen zu organisieren. Antisemitische Hetze und weitverbreitete Vorurteile bereiteten den Boden für den von Deutschen geplanten und durchgeführten millionenfachen Mord an den europäischen Juden während des "Dritten Reiches". Aber auch nach 1945 waren antisemitische Ressentiments nicht einfach aus der deutschen Gesellschaft verschwunden, sondern blieben präsent und führten immer wieder zu öffentlichen Auseinandersetzungen.
Wir werden uns in diesem Hauptseminar mit der Ideenwelt, den Organisationsformen und den Aktionen radikaler Antisemiten in Deutschland beschäftigen, aber auch nach der Verbreitung von schwerer fassbaren, latenten antisemitischen Stereotypen und Vorurteilen fragen. Kontinuitäten sollen ebenso herausgearbeitet werden wie Brüche, Verschiebungen und Veränderungen. Das Seminar bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Quellenarten kennenzulernen, über methodische Ansätze nachzudenken und grundlegende Fragen der deutschen Geschichte im "langen" 20. Jahrhundert zu diskutieren.


[H Si] Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Displaced Persons und Flüchtlinge: Zur Geschichte des "Lager" zwischen Nationalsozialismus und Nachkriegszeit am Beispiel von Trutzhain
Erste Sitzung am 23.4.2019!
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Der nordhessische Ort Trutzhain blickt auf eine besondere Geschichte zurück: 1939 entstand hier eines der größten Stammlager des Dritten Reichs, in dem Tausende von Kriegsgefangenen aus West- und Osteuropa nicht zuletzt als Zwangsarbeiter missbraucht wurde. Doch das Kriegsende bedeutete nicht das Ende des Lagers: 1945 nutzten die Alliierten die vorhandenen Strukturen als Civil Internment Camp, in dem verhaftete Nationalsozialisten untergebracht wurden. 1946 folgte dann die erneute Umwidmung als Lager für Displaced Persons, insbesondere für osteuropäische Juden. Und auf die DPs folgten die deutschen Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die ab 1948 im Lager Trutzhain unterkamen und blieben. 1951 erfolgte die Gründung der selbstständigen Gemeinde Trutzhain.
Das Hauptseminar wird sich dem "Jahrhundert der Lager" (Zygmunt Bauman) an dem spezifischen Beispiel Trutzhains nähern. Über die Beschäftigung mit dem dortigen Lagersystem - vorwiegend anhand von Originalquellen - lassen sich zentrale Probleme der deutschen und europäischen Geschichte in der Mitte des 20. Jahrhunderts analysieren. Eine Exkursion zur Gedenkstätte Trutzhain bildet ein zentrales Element des Seminar. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zu selbstständiger Arbeit und regelmäßiger Anwesenheit sowie zur Teilnahme an der Exkursion.

Zur ersten Information: http://www.gedenkstaette-trutzhain.de/geschichte/


[H Si] Wege in den Krieg: Europa im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Seminar untersucht mit einem multiperspektivischen Ansatz den Weg der europäischen Staaten in den Krieg in den 1930er Jahren. Dabei soll es nicht nur um Außenpolitik, Diplomatie und Rüstung gehen, sondern auch um die innenpolitischen, ideologischen und mentalitätsgeschichtlichen Kontexte. Gleichfalls soll nicht nur die Kriegspolitik des NS-Regime thematisiert werden, sondern die außenpolitischen Strategien, Probleme und Interessen aller an der europäischen Krise beteiligten Staaten, einschließlich Japans und der USA.

Literatur:
Ian Kershaw, To Hell and Back. Europe 1914 - 1939, London 2015
Richard Overy / Andrew Wheatcroft, The Road to War, London, revised edition, 2009
Jörg Echternkamp, Das Dritte Reich. Diktatur, Volksgemeinschaft, Krieg, München 2018


[H Si] Wonderwoman und Superman: Helden/-innen im Comic
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[H Si] 30 Jahre ‚Wende‘ – ein geschichtskulturelles Jubiläum als Lernanlass
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2019
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

In diesem Jahr jährt sich das Wendejahr 1989 zum 30. Mal. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Geschichts- und Erinnerungskultur dieses Jubiläum mit verschiedenen Medienformaten und Veranstaltungen begehen wird. Das Seminar will versuchen, dieses geschichtskulturelle Jubiläum in seiner gesellschaftlichen Präsenz zu erfassen und didaktisch zu analysieren. Es soll diskutiert werden, in welcher Weise der erinnerungskulturelle Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 1989 Lernanlass sein kann, welche geschichtskulturellen Medien sich dafür anbieten und welche übergeordneten Zielsetzungen des historischen Lernens sich damit verbinden lassen.
Literatur zur Vorbereitung: Marco Demantowsky: Vom Jubiläum zur Jubiläumitis. (2014) In: Publik History Weekly 2/11. (URL: https://public-history-weekly.degruyter.com/2-2014-11/vom-jubilaeum-zur-jubilaeumitis/)


[H Si] Das Wo zum Was und Wann - Räume im historischen Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Seit dem so genannten "Spatial turn" widmet sich die Geschichtswissenschaft intensiv der lange vernachlässigten Dimension des Raums. Dies hat auch Konsequenzen für das historische Lernen.
Historische Räume stellen einen wesentlichen Bestandteil von Vergangenheitskonstruktionen dar, die Identitäten konstituieren und die Grundlage von Erinnerungsgemeinschaften bilden. Das Hauptseminar betrachtet die Relevanz unterschiedlicher Raumdimensionen für den historischen Lernprozess. Beispiele aus Curricula, Schulbüchern und Lernmodelle aus fachdidaktischen Zeitungen usw. veranschaulichen Chancen aber auch die Schwächen gängiger didaktischer Modelle.

Literatur:
HUG, Wolfgang Regionalgeschichte in europäischer Perspektive, in: Geschichte, Politik und
ihre Didaktik 21 (1993) 1-2, 59-66.
GIES, Horst (Hg.), Nation und Europa in der historisch-politischen Bildung, Schwalbach/Ts. 1998.
Oswalt, Vadim, Das Wo zum Was und Wann. Der „Spatial turn“ und seine Bedeutung für die Geschichtsdidaktik,, in: Geschichte in Wissenschaft im Unterricht, Jg. 41, (4/2010), S. 220 – 233.

(Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben)


[H Si] Der Nationalsozialismus in Geschichtskultur und Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Hauptseminar widmet sich mit dem Nationalsozialismus einer zentralen Aufgabe historischen Lernens. So stellt sich die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Thema immer wieder neu. Im aktuellen schulischen Kontext geht es um die Vermittlung in Klassen mit vielfach multikulturellem Hintergrund. Die Betrachtung geschichtskultureller Manifestationen markiert die aktuellen Herausforderungen, mit denen sich auch die Vermittlung im schulischen Kontext auseinandersetzen muss, nicht zuletzt mit den Angriffen der Neuen Rechten auf die Erinnerungskultur in Deutschland. Im Hinblick auf Methoden und Medien stellt sich etwa die Frage nach dem Umgang mit Täter- und Opferperspektiven, dem Einsatz von Schreckensbildern und die Einschätzung ihrer Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler. Das Hauptseminar wird ein Spektrum an Fragestellungen aufzeigen und Perspektiven öffnen. Unterschiedliche Methoden der Vermittlung werden diskutiert und teilweise erprobt.
Literatur und wird zu Beginn des Seminars bekannt gemacht.


[H Si] Die Interpretation von Bildquellen im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - auch in neusten und modernsten Schulbüchern scheint dieses Sprichwort Schulbuchautoren noch dazu verleiten, Bildquellen häufig nur illustrativ und ohne weitere Berücksichtigung ihres Aussagewertes für alle erdenklichen Fragestellungen abzudrucken. Photoquellen werden sogar noch seltener im Hinblick auf ihren Quellenwert und ihre Perspektivität erschlossen. Dabei hat die Geschichtsdidaktik längst komplexe Verfahren der Interpretation von Bildquellen erarbeitet, die angewendet werden können. Im Laufe des Semsters werden wir nicht nur die gängigsten Verfahrensweisen kennen- und anwenden lernen, sondern uns auch die unterschiedlichsten Gattungslogiken von Photographien, Gemälden oder Karikaturen erschließen. Auch das digitale Geschichtsschulbuch mBook Geschichte wird bereits im Hinblick auf seinen Einsatz von Bildquellen analysiert .


[H Si] Selbstzeugnisse und ihr didaktisches Potential für historisches Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Selbstzeugnisse wie Briefe, Tagebücher, Memoiren und Autobiographien übermitteln sehr persönliche Sichtweisen und lassen Lebensumstände nachvollziehbar werden. Sie sind deshalb nicht nur interessante Quellen, sondern gleichzeitig oft auch besonders zugängliche Dokumente, weil sie nah an den Menschen der Zeit sind. Sie ermöglichen Einblicke in die Alltags- und Mentalitätsgeschichte, denn sie geben Selbsterlebtes, Selbstgedachtes oder Selbstempfundenes weiter. Dennoch dürfen sie nicht als Wiedergabe historischer Fakten gelesen werden, sie liefern Interpretationen der erlebten Zeit und sind Ich-Konstruktionen. Das macht die Texte für didaktische Kontexte einerseits hochattraktiv, andererseits aber auch schwierig.
Im Seminar soll das didaktische Potential dieser Quellengattung ebenso analysiert werden wie das von fiktiven Selbstzeugnisse, die einen wichtigen Teil geschichtskultureller Manifestationen und historischer Romane bilden.

Vorbereitende Literatur:
Michael Sauer: Selbstzeugnisse als historische Quellen. In: Geschichte Lernen 156 (2013), S. 2-11.


 
[P Si] "Schlechte" römische Kaiser: Nero
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2019
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Für Biographen und Infotainment ist "Nero" ein gefundenes Fressen. Am Anfang moderner Sachbücher und Medienbeiträge zum Thema stehen zwar oft die Frage "War er wirklich so schlimm?" und das Versprechen, die Person "jetzt endlich einmal objektiv" betrachten zu wollen, aber dann landet man doch meist wieder bei Sex and Crime, Muttermord, dem Brand von Rom und Christen im Rachen der Löwen.
Wir wollen vor den antiken und modernen Folien der Nero-Rezeption (einschließlich Film, Roman und Comic) die antiken Quellen und ihre Intention hinterfragen und versuchen, ein Nerobild ohne Adjektive zu zeichnen.

Einstieg und Überblick:
- Jürgen Malitz, Nero, Beck Wissen (2. Auflage 2005)
- Stephan Elbern, Nero: Kaiser, Künstler, Antichrist (2010).
- Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann, Ausstellung Trier (2016)

Gründlicher und differenzierter:
- Gerhard H. Waldherr, Nero: Eine Biographie (2005).

Der apologetische Gegenentwurf:
- Massimo Fini, Nero. Zweitausend Jahre Verleumdung: die andere Biographie (1994).


[P Si] Die athenische Demokratie im Peloponnesischen Krieg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 025

[P Si] Die homerische Gesellschaft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[P Si] Religion im antiken Griechenland
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[P Si] Sport in der Antike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 006

[P Si] "The Heir and the Spare"? Mittelalterliche Strategien zur Thronfolge und zur Sicherung der Dynastie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, F 006
Einzeltermin:
Mo. 24.06.2019,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 027

Kommentar:

Während im England der 1980er-Jahre die beiden Söhne von Charles und Diana mit „the Heir and the Spare“ angedeutet wurden und diese zwei Nachkommen als ausreichende Dynastiesicherung erachtet werden können, sah das im mittelalterlichen Europa noch ganz anders aus.

Mittelalterliche Adelsfamilien standen vor der Aufgabe, einerseits durch eine frühe strategische Heiratsschließung möglichst viele legitime Nachkommen zu bekommen (und damit die Dynastie zu sichern), andererseits aber die Nachkommen auch mit ausreichenden Gütern, Rechten und angesehenen Ämtern oder Positionen standesgemäß versorgen zu müssen. Welche Strategien zur Dynastiesicherung sind erkennbar? Wer wurde von wem zum Thronfolger bestimmt und inwiefern konnte das weitere Umfeld (weltliche und geistliche Größen, Berater, etc.) darauf Einfluss nehmen? Inwiefern lösten solche Entscheidungen familieninterne oder auch weiterreichende Konflikte aus?

Das Proseminar geht anhand von verschiedenen Texten und Quellen den Bemühungen der verschiedenen Adelsfamilien auf den Grund und vermittelt dabei auch grundlegende Kenntnisse über historisches Arbeiten, einen kritischen Umgang mit Quellen und die Vorbereitung einer Hausarbeit.

Einführende Literatur:
- Matthias BECHER, Die mittelalterliche Thronfolge im europäischen Vergleich (Vorträge und Forschungen, 84), Ostfildern 2017.
- Cristina ANDENNA/ Gert MELVILLE (Hg.), Idoneität – Genealogie – Legitimation. Begründung und Akzeptanz von dynastischer Herrschaft im Mittelalter.


[P Si] Das mittelalterliche Pilgerwesen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Im Rahmen der Heiligen- und Reliquienverehrung des Mittelalters spielte auch das Pilgerwesen eine bedeutende Rolle. Dieses Proseminar befasst sich mit der Entstehung des Pilgerwesens, mit den großen Pilgerzielen und ihrer Bedeutung, mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich aufmachten, um Pilgerziele aufzusuchen, mit den Beweggründen, die dazu führten, sowie mit der Infrastruktur, die zur Bewältigung der Pilgerströme nötig war. Dabei erstreckt sich der Zeitraum vom Pilgerbericht der Egeria aus dem 4. Jahrhundert bis zu den großen Heiltumsweisungen des Spätmittelalters.
Durch die Beschäftigung mit Quellen und Literatur sollen die Fähigkeiten erprobt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und in einer Hausarbeit zu beantworten.


[P Si] Die Karolinger
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 402

Kommentar:

In diesem Proseminar werden Quellen aus der Karolingerzeit vom Aufstieg der Karolinger seit dem 7. Jahrhundert über die Regierungsjahre Karls des Großen und Ludwig dem Frommen bis zum Ende der Karolingerherrschaft behandelt. Durch die Bearbeitung der Quellen und dem Diskutieren thematisch verbundener Literatur sollen die Fähigkeiten erprobt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und methodisch und fachlich zu beantworten. Ziel ist das Erstellen einer Hausarbeit.


[P Si] Höfische Kultur: Texte – Bilder – Objekte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Spätestens seit dem 12. Jh. sind Texte, Bilder, Gebäude und Objekte erhalten, die auf den Lebensstil und die Selbstdarstellung des Adels schließen lassen. Die überregional einflussreichen und besonders vermögenden Adelsfamilien, die gräfliche oder herzogliche Herrschaftstitel besaßen, bildeten ihre eigenen Höfe aus und imitierten dabei das Königtum. Der Hof des Fürsten war zunächst keine örtlich und räumlich stabile Institution, sondern ein vielschichtiger, abgestufter Personenkreis, der sich über die unterschiedliche persönliche Nähe zum Fürsten definierte und dessen Mitglieder bestimmte Aufgaben für den Fürsten übernahmen. Darüber hinaus konnte der Hof aber offen sein für Personen, die nur zeitweise in der Nähe des Fürsten und seiner Familie blieben: von jungen Adligen, die sich zu ihrer Ausbildung am Hof aufhielten, über Musiker, Sänger und Dichter, die eine Zeit lang im Dienst des Fürsten standen, bis hin zu Spezialisten für Bauaufgaben, die der Fürst realisieren wollte. Der Hof des Fürsten entwickelte sich seit dem 12./13. Jh. zu einem komplexen sozialen Raum, der eigene Normen und Rollenmodelle entwickelte. Die Heraldik ist ein zentraler Aspekt der höfischen Zeichensprache und wird einen kleinen Schwerpunkt des Seminars bilden. Im Seminar werden ausgewählte Texte gelesen und diskutiert, die die Anfänge dieser Entwicklung widerspiegeln.

Teil des Seminars wird eine Einführung in die Heraldik sein, die Václav V. Filip von unserer italienischen Erasmus-Partneruniversität Pescara-Chieti im Rahmen eines Gastaufenthalts in Gießen übernehmen wird. Herr Filip wird die Sitzung am Dienstag, 2. Juli 2019, zum Thema „Einführung in die Heraldik: Entstehung, Stilentwicklung, Grundregeln“ und eine zusätzliche Sitzung am Donnerstag, 04.07.2019, 18.15-17.45 Uhr, zum Thema „Aufgaben und Funktionen heraldischer Zeichen: Von den Herolden bis zur Funeralheraldik“ anbieten. Im Rahmen des Mittelalter-Kolloquiums wird Herr Filip darüber hinaus einen Gastvortrag am Dienstag, 02.07.2019, 18.15 Uhr, Raum C 003, zum Thema „Die Bedeutung der Heraldik im Turnier“ halten. Die Veranstaltungen von Herrn Filip sind offen für alle Studierenden!

Literaturhinweise: Bumke, Joachim: Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, München 1986. – Filip, Václav V.: Einführung in die Heraldik, 2. Aufl. Stuttgart 2011. – Nonn, Ulrich (Hg.): Quellen zur Alltagsgeschichte im Früh- und Hochmittelalter, Darmstadt 2007. – Paravicini, Werner: Die ritterlich-höfische Kultur (Enzyklopädie deutscher Geschichte 32), 2. Aufl. München 1998. – Rösener, Werner: Leben am Hof. Königs- und Fürstenhöfe im Mittelalter, Ostfildern 2008. – Wand-Wittkowski, Christine: Elegant – kultiviert – beschränkt: Höfische Kultur im Mittelalter, Bielefeld 2016.


[P Si] Kindheit, Jugend, Ehe und Familie im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Ziel eines Proseminars sind das Kennenlernen und Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken und Methoden und die Einführung in den Umgang mit Sekundärliteratur, Quellen und Hilfsmitteln. Die Frage nach Kindheit, Jugend, Ehe und Familie im Mittelalter erlaubt es, insbesondere mit Hilfe von Quellenauswertung und -kritik, unterschiedliche Themenfelder und Teildisziplinen der Mediävistik (wie Sozial- und Gendergeschichte, Alltags- , Stadt- und Adelsgeschichte) anzusprechen. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie lebten mittelalterliche Familien unterschiedlicher Stände? Was kann man über Ehe, Familienleben, Geschlechterrollen und unterschiedliche Lebensphasen wie Kindheit und Jugend sagen? Wie sahen Ausbildung, Berufstätigkeit und Erziehung aus? Auf welche Grenzen stößt die Erforschung mittelalterlicher Lebensverhältnisse?

- Allgemeine Einführung: GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. Auflage, Stuttgart, 2014.
- ARIÈS, Philippe, Geschichte der Kindheit, München, 2007.
- HAVERKAMP, Alfred (Hg.), Haus und Familie in der spätmittelalterlichen Stadt, Köln, 1984.
- NOLTE, Cordula, Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters, Darmstadt, 2011.
- OPITZ-BELAKHAL, Claudia, Geschlechtergeschichte, Frankfurt a. M./New York 2010.
- PARAVICINI, Werner / WETTLAUFER, Jörg (Hg.), Erziehung und Bildung bei Hofe, Sigmaringen, 2002.
- SIGNORI, Gabriela, Von der Paradiesehe zur Gütergemeinschaft. Die Ehe in der mittelalterlichen Lebens- und Vorstellungswelt, Frankfurt am Main, 2011.
- SPIESS, Karl-Heinz, Die Familie in der Gesellschaft des Mittelalters, Ostfildern, 2009.
- SPIESS, Karl-Heinz, Familie und Verwandtschaft im deutschen Hochadel des Spätmittelalters: 13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts, 2. Auflage, Stuttgart, 2015.


[P Si] Seelenheil, Memoria und Repräsentation - mittelalterliche Erinnerungskonzepte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 003
Einzeltermin:
Mi. 29.05.2019,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 003

Kommentar:

Bis heute ist der Mensch von dem Wunsch beseelt den Tod in gewisser Weise zu überwinden und nicht dem Vergessen anheim zu fallen. „Gedächtnis“ und „Erinnerung“ spielten im Mittelalter eine zentrale Rolle und spiegeln sich in religiösen, politischen und sozialen Ausdrucksformen wieder. Die sog. „Memoria“ und Memorialüberlieferung zeigt sich in fast sämtlichen Textgattungen sowie in Kunst und Architektur, aber auch in rituellen und sozialen Handlungen. Im Seminar werden wir uns an ausgewählten Beispielen der engen Verknüpfung von Seelenheil, Memoria und Repräsentation sowie den damit einhergehenden Strategien gegen das Vergessen widmen.
Daneben werden methodische Kompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten vermittelt, an die kritische Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur herangeführt sowie die wissenschaftliche Präsentation (Hausarbeit) von Forschungsergebnissen aktiv eingeübt.
Zur Vorbereitung der Propädeutik:
FREYTAG, NILS / PIERETH, WOLFGANG: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, HANS-WERNER: Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
JORDAN, STEFAN: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
Zur Vorbereitung auf das Thema:
Wider das Vergessen und für das Seelenheil. Memoria und Totengedenken im Mittelalter, hg. von RAINER BERNDT (Erudiri sapientia 9), Münster 2013.
OEXLE, OTTO G.: Memoria und Memorialüberlieferung im früheren Mittelalter, in: Die Wirklichkeit und das Wissen: Mittelalterforschung, historische Kulturwissenschaft, Geschichte und Theorie der historischen Erkenntnis, hg. von dems. u.a., Göttingen 2011, S. 156-186.


[P Si] Das postfaktische Zeitalter. Geschichtsrevisionismus im 20. Jahrhundert.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Von der Dolchstoßlegende über den Mythos der „sauberen“ Wehrmacht, den Historikerstreit und die Auschwitzlüge bis zur jüngsten Reduzierung des Nationalsozialismus zu einem „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte – die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit war und ist von Versuchen zur Umdeutung, Relativierung und Revision geprägt. Nicht selten wurde entsprechende Vorhaben zum „Umschreiben der deutschen Geschichte“ von öffentlichen Debatten und Kontroversen begleitet, in denen sich neue Geschichtsbilder und Erinnerungsformen herauskristallisierten. Die Geschichte der Vergangenheitsbewältigung der Bundesrepublik kann somit als eine Geschichte des Streits um Deutungen und Wertungen der deutschen Vergangenheit betrachtet werden.

Das Proseminar setzt sich zum Ziel, geschichtsrevisionistische Publikationen nicht nur inhaltlich zu analysieren, sondern auch mithilfe von Dokumenten und Sekundärliteratur die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft dazu in Beziehung zu setzen. Ferner dient die Beschäftigung mit Geschichtsrevisionismus, Mythologisierung und Postfaktizität der Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Begriffsbildung.

Darüber hinaus erlernen Studierende in dem Proseminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Teilnahmevoraussetzungen sind neben der regelmäßigen Anwesenheit die Bereitschaft zur Lektüre und zur aktiven mündlichen Diskussion wissenschaftlicher Texte sowie je nach Modulordnung das Halten eines Referats oder das abschließende Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit.


[P Si] Die italienische Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland, 1955-1993
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

In Deutschland wohnen zurzeit ca. 700.000 italienische Bürgerinnen und Bürger. Die italienische Zuwanderung nach Deutschland hat eine sehr lange Geschichte, deren Anfänge in die Zwischenkriegszeit zurückreichen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die erste Vereinbarung über die Anwerbung und Vermittlung italienischer Arbeitskräfte nach der Bundesrepublik unterzeichnet. Diese war der Anfang einer langfristigen Arbeitswanderung von Italienern und Italienerinnen über die Grenze in die BRD, die in den migrationsgeschichtlichen Studien üblicherweise in drei Phasen geteilt wird: Rotationspolitik, Konsolidierung und Integrationspolitik (vgl. Meier-Braun 2007; Oltmer 2014). Im Proseminar werden diese Phasen sowohl chronologisch als auch thematisch analysiert. Zum einen werden die unterschiedlichen Aspekte der Anwerbung und Vermittlung der „Gastarbeiter“, ihr Ankommen in den später so genannten ‚Migrationsstädten‘ (v.a. Wolfsburg und München) und auch die Akkulturations- und Sozialisationsprobleme thematisiert. Zum anderen werden die politischen Meinungen und die Positionen der Parteien in dem Ein/- und Zuwanderungsdiskurs auf lokaler und nationaler Ebene in den 1970er- und 1980er Jahren, das soziopolitische Engagement diverser italienischer Kulturvereine und die mit dem Europäisierungsprozess verbundene Integrationspolitik in Deutschland am Anfang der 1990er Jahre unter die Lupe genommen. Des Weiteren werden sich die Studierenden auch propädeutisch mit den Theorien, Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens befassen.


[P Si] Erinnern, aufarbeiten, bewältigen, verdrängen? Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003
Einzeltermin:
Fr. 10.05.2019,10.00 - 12.00 Uhr   Computerpool LiteraturrechercheSitzung im Computerpool der UB



Kommentar:

Das Gedenken an die nationalsozialistische Vergangenheit gilt heute als fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland. Nach 1945 herrschte jedoch zunächst jahrzehntelang ein Klima des Verschweigens und Verdrängens. NS-Täter konnten in ihren Berufen und ihrer gesellschaftlichen Position bleiben, die Opfer des Holocaust und der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik spielten in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle.
Wir werden uns im Proseminar mit der Geschichte der „Aufarbeitung“ der Vergangenheit in der Bundesrepublik von den 1940er bis in die 1990er Jahre beschäftigen und ausgewählte Ereignisse wie z.B. Gerichtsprozesse gegen NS-Täter, aber auch Filme, Ausstellungen oder öffentliche Debatten analysieren, die den Umgang mit der NS-Geschichte in der bundesdeutschen Gesellschaft geprägt und verändert haben.
Ein Schwerpunkt des Seminars wird auch auf dem Erlernen grundlegender Arbeitstechniken liegen. Der Umgang mit Forschungsliteratur soll ebenso geübt werden wie die kritische Analyse von Quellenmaterial.


[P Si] Kolonialismus und Dekolonialisierung. Transformationen globaler Abhängigkeiten vom 18. zum 20. Jahrhundert.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

In der Neuzeit hat die Errichtung von Imperien vielfältige Ausprägungsformen von Kolonialismus hervorgebracht. Seit dem 19. Jahrhundert (und verstärkt im 20. Jahrhundert) gelang es in vielen Regionen, sich von kolonialer Herrschaft zu emanzipieren. Zugleich entstanden jedoch neue Abhängigkeiten zwischen den Industrienationen und den Ländern der sogenannten zweiten und dritten Welt. Das Proseminar erkundet diese Abhängigkeiten in vielfältigen Bereichen, von der Politik über Wirtschaft bis hin zu Kultur und Gesellschaft. Die TeilnehmerInnen erlernen grundlegende Fähigkeiten der Textanalyse und Quellenkritik anhand von textlichen, bildlichen und kartografischen Materialien. Darüber hinaus führt das Proseminar ein in Techniken der Literaturrecherche und des wissenschaftlichen Arbeitens.

Zum Erwerb eines Leistungsnachweises erarbeiten die TeilnehmerInnen mehrere kurze Hausaufgaben im Verlauf der Proseminarsitzungen.

Um den Umgang mit Originalquellen einzuüben, gehört zum Proseminar verpflichtend eine Blocksitzung im Herder-Institut in Marburg (voraussichtlich am 7. oder am 14. Juni von 13:00 bis 17:00 Uhr).


[P Si] Urbanisierung im 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[P Si] Zäsuren im 19. und 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, G 026

Kommentar:

Das Seminar beschäftigt sich mit Zäsuren und Brüchen vom späten 18. Jahrhundert bis heute. Es werden unterschiedliche Zäsuren im internationalen Kontext diskutiert. Thema werden unter anderen die polnischen Teilungen, der Krimkrieg, 1945, das Zweite Vatikanische Konzil und der Fall der Mauer sein. Das Seminar bedarf der intensiven und schriftlichen Textvorbereitung auch englischsprachiger Texte vor jeder Sitzung.


[P Si] 1919 – Aufbruch in die Demokratie. Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtssequenz anlässlich des 100jährigen Jubiläums der VHS Gießen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

1919 bedeutete für Deutschland in vielfältiger Hinsicht einen Aufbruch in die Demokratie. Die Errichtung von Volkshochschulen ist damit auf das Engste verknüpft. Nicht zufällig spricht sich die Weimarer Verfassung ausdrücklich für die Förderung der Volkshochschule aus, mit dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur endet ihre Existenz zunächst und im Rahmen der Demokratisierung nach dem Zweiten Weltkrieg wird sie wiederbelebt.
Im Sinne einer Fallanalysen soll in diesem Seminar die Geschichte der Gießener Volkshochschule didaktisch analyisiert und für den Geschichtsunterricht aufbereitet werden. Ziel des Seminars ist es, Unterrichtsmaterialien zu diesem Jubiläum zu erstellen, an Gießener Schulen auszuprobieren und zu reflektieren.
Literaturhinweis:
Martha Friedenthal-Haase: Keine Illegitime Tochter der Demokratie - ein historischer Blick auf die deutsche Volkshochschule anlässlich ihres 100. Geburtstags. In: Bildung und Erziehung, 71 (2018), S. 152-164.


[P Si] Einführung in die Fachdidaktik (Gruppe 1)
Klausur: 09.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Fachdidaktik (Gruppe 2)
Klausur: 10.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Fachdidaktik (Gruppe 3)
Klausur: 09.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Jugendliche mit und ohne Lernschwierigkeiten entdecken das historische Marburg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Im Marburger Stadtbild finden sich vielfältige Verweise auf die Vergangenheit: Die heilige Elisabeth, die hessischen Landgrafen, Grimms Märchen, Stolpersteine u.v.m. sind überall präsent und prägen das Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung. Auch Jugendliche mit Lernschwierigkeiten begegnen so der Vergangenheit. Im Seminar entwickeln die Studierenden einen Projekttag zum historischen Marburg für Schülerinnen und Schüler einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und führen diesen am 18.06.2019 auch durch. Ergänzt wird dies durch Überlegungen für Schülerinnen und Schüler mit anderen Lernvoraussetzungen. Zur Vorbereitung werden wir neben den regulären Sitzungen am 03.05.2019 im Unterricht bei den Schülerinnen und Schülern hospitieren und danach an einer Stadtführung der Stadt Marburg teilnehmen.


[P Si] Methodische Einführung in die Arbeit an der gymnasialen Oberstufe, Umgang mit Lehrplänen und Kompetenzorientierung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, D 106

Kommentar:

Das Seminar behandelt die grundlegenden methodischen und fachdidaktischen Prinzipien des Unterrichtens an der gymnasialen Oberstufe. Ausgehend hiervon soll der Umgang mit Lehrplänen und der Kompetenzorientierung im Unterrichtsalltag thematisiert werden. Beispielhaft wird hierbei vor allem auf die Einführungsphase (früher Klasse 11) eingegangen werden, da LiVs normalerweise nur hier eingesetzt werden. Primäres Ziel ist es die Studierenden auf ihren praktischen Unterrichtseinsatz im Vorbereitungsdienst (Referendariat) vorzubereiten.


[P Si] Projektunterricht an der Mittelstufe.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar behandelt die grundlegenden methodischen und fachdidaktischen Prinzipien des projektorientierten Unterrichtens an der Mittelstufe. Ausgehend hiervon soll ein Projekttag zum Thema „Großen Linden im Mittelalter“ erarbeitet und durch die Studierenden mit Schülern einer Gymnasialklasse der Jahrgangsstufe 7 an der „Anne Frank Schule“ in Großen Linden durchgeführt werden.
Zeitpunkt der Durchführung: Vermutlich ein Tag in der Woche vom 24.06. – 28.06..


[P Si] Projektunterricht bilingual
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die Teilnehmenden des Seminars erarbeiten eine mehrstündige Unterrichtseinheit zum Thema „Nationalsozialismus“ für den bilingualen Unterricht (Englisch) an der gymnasialen Oberstufe. Behandelt werden grundlegende methodische und fachdidaktische Prinzipien des Unterrichtens an der gymnasialen Oberstufe sowie elementare Strukturen des bilingualen Unterrichts. Ausgehend hiervon soll eine Unterrichtseinheit erarbeitet und gegen Ende des Semesters an der Goetheschule in Wetzlar durch die Studierenden selber durchgeführt werden soll. Genaue Termine für die Durchführung und thematische Eingrenzungen werden zu Semesterbeginn vorliegen.
Notwendig für die Teilnahme am Seminar sind gute Kenntnisse der englischen Sprache.


 
[Ü] Brot und Spiele im antiken Rom - Öffentliches Spektakel, Massenunterhaltung und Politik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 025

[Ü] Bettelorden im mittelalterlichen Hessen  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 18.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2019
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Mit dem Aufkommen der sogenannten Bettelorden im 13. Jahrhundert beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte der religiösen Bewegungen im Mittelalter. Unter Bettelorden versteht man klassischer Weise die quatuor ordines mendicantes: die Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten und Karmeliter. Deren spezifischer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte, die auch in Hessen eng mit dem Aufkommen der Städte im 12./13. Jahrhundert verknüpft ist, soll anhand von Schriftquellen nachgegangen werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Spannungsverhältnis zwischen Kloster und Stadt im Spätmittelalter zu richten sein.

Literatur:
Gudrun Gleba, Klöster und Orden im Mittelalter, 4., bibliogr. aktualisierte Aufl., Darmstadt 2011.
Monasticon Carmelitanum. Die Klöster des Karmelitenordens (O.Carm.) in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart (Monastica Carmelitana 2), 2012.
Daniel Stracke, Monastische Reform und spätmittelalterliche Stadt. Die Bewegung der Franziskaner-Observanten in Nordwestdeutschland (Westfalen in der Vormoderne. Studien zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesgeschichte 14), Münster 2013.
Thomas Berger, Die Bettelorden in der Erzdiözese Mainz und in den Diözesen Speyer und Worms im 13. Jahrhundert. Ausbreitung, Förderung und Funktion (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 69), Mainz 1995.
Kaspar Elm, „Sacrum Commercium“. Über Ankunft und Wirken der ersten Franziskaner in Deutschland, in: Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw, hrsg. von Paul-Joachim Heinig u.a. (Historische Forschungen 67), Berlin 2000, S. 389–412.
Wilhelm Dersch, Hessisches Klosterbuch. Quellenkunde zur Geschichte der im Regierungsbezirk Kassel, im Kreis Grafschaft Schaumburg, in der Provinz Oberhessen und dem Kreis Biedenkopf gegründeten Stifter, Klöster und Niederlassungen von geistlichen Genossenschaften (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 12), Nachdruck der 2., erg. Aufl. Marburg 1940.
Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen: Klostermodul
https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/intro/sn/kl

Veranstaltungsbeginn ist der 25. April 2019


[Ü] Erfolgreiches Latein in Studium und Praxis  (AfK-Nr. 11)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Für den Erfolg von angehenden Studierenden der Altertumswissenschaften, der Kunstgeschichte, der Geschichtswissenschaft, der Theologie und der Germanistik ist die Fähigkeit, lateinischsprachige Quellen erschließen zu können, von zentraler Bedeutung. Die Grundlage dafür wurde im "klassischen" Lateinunterricht gelegt. Diese bereits erworbenen Kompetenzen gilt es einerseits zu pflegen, andererseits im Hinblick auf die jeweilige Epoche und den Untersuchungsgegenstand zu erweitern. Der Kurs soll dazu befähigen, Latein in den geisteswissenschaftlichen Studiengängen sowie in der späteren Berufspraxis anwenden zu können.


[Ü] Quellen zum Königtum im 13. Jahrhundert  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin 15.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

In der Übung werden ausgewählte Texte zur Geschichte des deutschen Königtums im 13. Jh. gelesen und diskutiert. Die Zeit zwischen 1198, als im Reich zwei miteinander rivalisierende Kandidaten zu Königen gewählt wurden, und 1298, als König Adolf von Nassau von den Fürsten abgesetzt wurde, gilt als epochale Achsenzeit für die deutsche Reichsgeschichte. Unter Friedrich II. (reg. 1212-1250) erreichte das staufische Kaisertum einen Höhepunkt seiner Herrschaftsansprüche, musste jedoch weitgehende Zugeständnisse an die Reichsfürsten machen. Nach dem Tod Friedrichs II. verlor das Königtum rasch an Integrationskraft, blieb aber als politische und ideelle Klammer unbestritten. Die Reichsfürsten bauten ihre Herrschafts- und Einflussbereiche weiter aus und legten die Grundlagen für die spätmittelalterlichen Territorialfürstentümer. Das Königswahlrecht verengte sich in dieser Zeit auf die sog. Kurfürsten, eine Gruppe von drei Erzbischöfen und vier weltlichen Fürsten. Jenseits der dramatischen politischen Ereignisgeschichte formten sich in diesem Jahrhundert neue Grundlagen der politischen Ordnung im Spätmittelalter. In der Übung werden ausgewählte Quellentexte aus den verschiedensten Bereichen der Quellenüberlieferung gelesen und diskutiert.

Literaturhinweise: Boshof, Egon/ Erkens, Franz-Reiner (Hgg.): Rudolf von Habsburg (1273-1291). Eine Königsherrschaft zwischen Tradition und Wandel, Köln 1993. – Görich, Knut/ Broekmann, Theo/ Keupp, Jan Ulrich (Hgg.): Herrschaftsräume, Herrschaftspraxis und Kommunikation zur Zeit Friedrichs II., München 2008. – Haverkamp, Alfred: Aufbruch und Gestaltung. Deutschland 1056-1273 (Neue Deutsche Geschichte 2), 2. Aufl. München 1993. – Krieger, Karl-Friedrich: Rudolf von Habsburg, Darmstadt 2003. – Mamsch, Stefanie: Kommunikation in der Krise: Könige und Fürsten im deutschen Thronstreit (1198-1218), Münster 2012. – Menzel, Michael: Die Zeit der Entwürfe, 1273-1347 (Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte 7a), Stuttgart 2012. – Neugebauer, Anton (Hg.): Richard von Cornwall: römisch-deutsches Königtum in nachstaufischer Zeit, Kaiserslautern 2010. – Stürner, Wolfgang: 13. Jahrhundert, 1198-1273 (Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte 6), Stuttgart 2007. – Vogtherr, Thomas: Die deutschen Königswahlen und das Geld 1198-1308, in: Macht und Geld im Mittelalter, hg. von Reiner Cunz, Braunschweig 2008, S. 29-48.


[Ü] Quellen zur Landwirtschaft, Agrarverfassung und ländlichen Gesellschaft im Hochmittelalter  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 09.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Der Großteil der mittelalterlichen Bevölkerung lebte auf dem Land und war im landwirtschaftlichen Sektor tätig. Dies trifft in besonderem Maße für das Frühmittelalter zu. Umso erstaunlicher ist es, dass der Geschichte der Landwirtschaft, Agrarverfassung und ländlichen Gesellschaft in der deutschen Mediävistik eine verhältnismäßig geringe Aufmerksamkeit zu Teil wird. Dies betrifft Forschung und Lehre gleichermaßen.
In der Übung werden auf Basis der Lektüre der originalsprachlichen Quellen ausgewählte Aspekte der Thematik exemplarisch untersucht und diskutiert. Parallel dazu wird in die Quellenarbeit, die einzelnen Quellengattungen und die Historischen Hilfswissenschaften eingeführt, um die Grundvoraussetzungen für eine quellenbasierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Forschungsfeld zu schaffen.

Literatur:
N. Freytag / W. Piereth, Kursbuch Geschichte, 3. Auflage, Paderborn u.a. 2008.
S. Jordan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
W. Rösener, Bauern im Mittelalter, München, 4. unveränderte Aufl., 1991.
Ders., Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992.
Ders. (Hg.), Strukturen der Grundherrschaft im frühen Mittelalter, Göttingen, 2. unveränderte Aufl., 1993.


[Ü] Rethinking Courtesy: Historical Interpretations of medieval court society
Unterrichtssprache ist englisch
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 026

Kommentar:

This seminar discusses the diverse theories and methods applied to the study of medieval court life. From the 19th century on, historians developed widely different interpretations of the development of knighthood, chivalry and courtesy.

The topic was studied by other disciplines as well: Social sciences, anthropology, literary studies and gender theories influenced the image of the European medieval court. In this seminar, the methods and readings of influential thinkers (e.g. Jakob Burckhardt, Johan Huizinga and Norbert Elias) will be discussed alongside the interpretations of contemporary historians.

Scholars based their theories on medieval chronicles, romantic novels, prose, courtesy books and mirrors for princes, but presented quite different results and interpretations. Stating this, some methodological questions arise in discussing readings of medieval court life: Why can the outcome of research be so different in studying the same past? What biographical influence can be seen in the constructing of narratives and concepts? And: What are the hermeneutic possibilities and limits of using medieval sources?

Please notice: This is an English-speaking seminar. Students will be expected to use English as a common language during the sessions.


[Ü] Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft am Beispiel der frühmittelalterlichen "gentes"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

In der Frühmittelalterforschung der letzten Jahrzehnte kam es vor allem im Bereich der Erforschung der Geschichte der frühmittelalterlichen "gentes" zu beachtenswerten Paradigmenwechseln. Während die Gruppen und Verbände des frühen Mittelalters bis ins 20. Jahrhundert in der Regel als primordiale Stämme betrachtet wurden, erfuhr diese Sichtweise ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundsätzliche Kritik. Essentialistische Ansätze wurden vom Modell der Ethnogenese ersetzt, welches in der jüngeren Forschung durch das Konzept der ethnischen Identität abgelöst wird. Im öffentlichen Bewusstsein und in den Medien werden dagegen immer noch überholte essentialistische Ansätze vertreten und kolportiert, ohne dass diese kritisch hinterfragt werden. Die Übung wird sich der Geschichte der Erforschung der frühmittelalterlichen "gentes" widmen und sich im Besonderen auf die diesbezüglichen Wandlungsprozesse fokussieren sowie die damit verbundenen unterschiedlichen Ansätze und Zugänge zur Erforschung der Geschichte der frühmittelalterlichen "gentes" kritisch reflektieren. Anhand dieser Thematik wird so in die Theorien und die Methodik der Geschichtswissenschaft eingeführt.

Literatur:
Jordan, Steffen: Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Paderborn, 3. Aufl., 2016.
Pohl, Walter: Identität und Widerspruch: Gedanken zu einer Sinngeschichte des Frühmittelalters, in: Pohl, Walter (Hrsg.): Die Suche nach den Ursprüngen. Von der Bedeutung des frühen Mittelalters, Wien 2004.
Stern, Fritz (Hrsg.): Moderne Historiker. Klassische Texte von Voltaire bis zur Gegenwart, München 2011.
Wenskus, Reinhard: Stammesbildung und Verfassung. Das Werden der frühmittelalterlichen gentes, Köln u. a., 2. Aufl., 1977.


[Ü] Legitimierung kolonialer Herrschaft. Das spanische Imperium im 16. und 17. Jahrhundert.
Klausurtermin: 15.09.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113
Einzeltermin:
Do. 04.07.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 113

Kommentar:

Die europäische „Entdeckung“ der Amerikas gilt als epochales Ereignis. Doch wie wirkte sich die Entstehung des spanischen Kolonialreichs langfristig auf die Metropole und auf deren amerikanische Besitztümer aus? Offiziell rechtfertigte die Bekehrung der indigenen Bevölkerung die koloniale Expansion; tatsächlich war sie besonders auf die Extraktion von Rohstoffen durch indigene und afrikanische Arbeitskräfte ausgerichtet.
Die Übung geht der Legitimierung spanischer Herrschaft anhand unterschiedlicher Perspektiven nach: Neben spanischen Beamten und Priestern kommen indigene Gelehrte und afrikanische Sklaven zu Wort. Über die Kolonialzeit hinweg geführte Debatten um die indigene Bevölkerung und soziale Ordnung, um Exklusion und Widerstand werden damit kontextualisiert und hinterfragt.

Die Quellentexte werden in englischer oder deutscher Übersetzung vorliegen.

Einführungsliteratur:

- Matthew Restall, Kris Lane: Latin America in Colonial Times, Cambridge 2011 (Semesterapparat)

- https://www.lai.fu-berlin.de/e-learning/projekte/caminos/kulturkontakt_kolonialzeit/index.html (E-Learning)


[Ü] Neue historische Literatur
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Am 28. Juni dieses Jahres jährt sich die Unterzeichnung des Versailler Vertrags durch das Deutsche Reich zum hundertsten Mal. Grund genug, sich das Vertragswerks einmal näher anzuschauen und die einzelnen Akteure sowie die Folgen genauer unter die Lupe zu nehmen. In der Übung wird die Grundlage dafür die Monographie des Freiburger Historikers Jörn Leonhard abgeben, "Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918-1923", erschienen bei C.H. Beck München 2018. Es werden ausgewählte Kapitel dieses Werks gelesen und diskutiert.
Das Lesepensum wird beträchtlich sein, die Anschaffung des Werks wird empfohlen.


[Ü] Theorie und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Praxis: Wissenschaftliches Schreiben für HistorikerInnen (19. und 20. Jahrhundert)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Geschichtswissenschaftliches Arbeiten will gelernt sein. Es erfordert nicht nur Fachwissen und theoretisch-methodische Kenntnisse, sondern auch Kompetenz im wissenschaftlichen Schreiben. Schreiben bildet einen wichtigen Faktor im Studium und bedarf neben Ausdruckfähigkeit und stilistischen Fähigkeiten auch Vertrautheit im Umgang mit (komplexeren) wissenschaftlichen Texten, den Konventionen des Fachs und den Anforderungen unterschiedlicher Textsorten. Die Übung verbindet die Auseinandersetzung mit geschichtswissenschaftlichen Theorien und Methoden mit einem Fokus auf die Praxis des wissenschaftlichen Schreibens: Während wir einerseits ausgewählte Texte zur Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert lesen, zusammenfassen, kommentieren und diskutieren, werden wir uns andererseits systematisch mit dem Schreibprozess selbst auseinandersetzen und seine einzelnen Phasen (Vorbereiten, Schreiben und Überarbeiten) aufbereiten und üben.


[Ü] Toleranzdebatten in der Frühen Neuzeit
Abgabetermin für den Quellenkommentar: 15.09.2019
externe Dozentin (DHI Rom); Blocktermine folgen
Dozent/-in:
Suitner, Riccarda
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Do. 18.04.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 24.05.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 21.06.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 12.07.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Europa der frühen Neuzeit war bekanntlich von großer Intoleranz geprägt – nicht nur zwischen Muslimen, Christen und Juden, sondern auch zwischen verschiedenen christlichen Strömungen (Lutheranern, Katholiken, Täufern usw.). Die Studierenden werden sich mit unterschiedlichen Quellenarten (in deutscher Übersetzung) aus dem Zeitraum zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert befassen. Dazu gehören z.B. Dokumenten der römischen Kurie, Konzilsquellen und klassische Texte, die den heutigen Toleranzbegriff und die spätere Ideen- und Religionsgeschichte wesentlich geprägt haben. Durch die Quelleninterpretation soll eine begriffliche Schärfung der Toleranzidee in der frühen Neuzeit erreicht und ein Einblick in die konkreten damaligen Beziehungsverhältnisse zwischen Christen, Juden und Muslimen sowie zwischen Protestanten und Katholiken gewonnen werden. Auch die Praktiken der Verfolgung von bestimmten Gruppen (z.B. Hexen) werden zur Sprache kommen.

Prüfungsleistung ist ein Quellenkommentar im Umfang von 10.000 bis 12.000 Zeichen.


[Ü] Vergleichend – transnational – global: Geschichtsschreibung jenseits der Nationalgeschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

In dieser Übung wollen wir verschiedene theoretische Texte und empirische Studien aus dem Bereich der vergleichenden, transnationalen und zur Globalgeschichtsschreibung diskutieren.
Für die Teilnahme an der Übung sind gute englische Lektürekenntnisse Voraussetzung.


[Ü] Von Weber zur Wehler. Klassiker zur Historiographie des 20. Jahrhunderts
Klausurtermin: 15.09.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[Ü] Zeitenwenden? Quellen zu Umbruchsdiagnosen um 1900 und um 1970
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Eines der Kerngeschäfte von HistorikerInnen ist das Periodisieren: die Unterteilung der Geschichte in Zeiträume. Diese Tätigkeit wird nicht einfacher dadurch, dass auch schon die Zeitgenossen Vorstellungen davon hatten, dass in ihrer Gegenwart etwas an ein Ende kam – oder gerade begann. Dieser Spannung wollen wir in der Übung mithilfe theoretischer Texte, vor allem aber anhand von Quellen nachgehen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert und um 1970 entstanden sind. Dabei werden wir uns mit den soziokulturellen Kontexten der Endzeitstimmung des Fin de Siècle oder der düsteren Prophezeiung von den nahenden „Grenzen des Wachstums“ beschäftigen, aber auch mit den Zeitvorstellungen, die sich in Figuren wie dem „Aufbruch in die Moderne“ oder im Umbruch hin zu einer „postmodernen“ Gesellschaft verdichten. Auf methodischer Ebene wird es darum gehen, das quellenkritische Verfahren einzuüben, das gerade in der Auseinandersetzung mit den Gegenwartdiagnosen vergangener Zeiten besonders wichtig ist.


[Ü] Zeitgeschichte als Beruf: Institutionen, Professionen, Lebensläufe
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studierende der BA- und MA-Studiengänge. Da wir für die Expertengespräche Zeit brauchen, findet die Veranstaltung in Blöcken statt (immer am Freitag). Die genauen Daten werden im März bei StudIP bekannt gegeben.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 26.04.2019,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, D 209Einführung ins Thema; Formalia


Fr. 24.05.2019,12.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209Wissenschaft als Beruf: mit Hannah Ahlheim (JLU Gießen)Herr Drechsler; Herr Horster


Di. 04.06.2019,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, D 209Arbeitsort Gedenkstätte (Vorbereitung Hadamar)Präsentation: Die Geschichte der Gedenkstätte Hadamar
Text zur Vorbereitung: Knoch, Habbo: Gedenkstätten, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.9.2018, URL: http://docupedia.de/zg/Knoch_gedenkstaetten_v1_de_2018?oldid=130379, Versionen: 1.0

Herr Dauwe; Frau Michel



Fr. 07.06.2019,09.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Fahrt nach Hadamar
Fr. 14.06.2019,12.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209Provenienzforschung, Sammlungen: mit Sven Haase (Stifung Preußischer Kulturbesitz)Frau Numrich; Frau Goldhahn; Herr Hammer; Herr Horn


Fr. 05.07.2019,12.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209Öffentlichkeitsarbeit im Verlag: mit Louisa Kröning (Wallstein Verlag Göttingen)Frau Schwager; Frau Matzke; Herr Kraft


Fr. 12.07.2019,12.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209Ausstellungen machen: mit Johanna Wensch (Topographie des Terrors, Berlin)Frau Leibundgut; Frau Rückher; Frau Fink; Herr Samuel



Kommentar:

Was kann man eigentlich werden, wenn man Geschichte studiert hat? Wie und was „arbeiten“ Historikerinnen und Historiker, und wie sind sie zu ihrem Beruf gekommen? Welche Rolle spielt die Geschichtswissenschaft in der Gesellschaft? Wo, warum und in welcher Form wird historisches Wissen, werden die Fähigkeit von Historikerinnen gebraucht und bezahlt?
Es gibt zwar kein eindeutiges Berufsbild, auf das man beim Studium der Geschichtswissenschaft hinsteuern könnte. Aber dafür bieten sich Historikerinnen und Historikern unzählige unterschiedliche Möglichkeiten, ihr Können und Wissen einzubringen und zu nutzen. Wir werden uns in der Veranstaltung einige dieser Möglichkeiten genauer anschauen und Näheres über ausgewählte Berufsfelder erfahren. Vor allem aber sprechen wir mit „Expertinnen“ und „Experten“, die Geschichte studiert und inzwischen einen Beruf haben: Sie arbeiten zum Beispiel in der Provenienzforschung, in einem Verlag, an der Universität oder in einer Gedenkstätte.


 
[Si] Entstehung und Grundzüge des Neoliberalismus im 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2019
zwei-wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Von Neoliberalismus ist mit Blick auf die jüngere Wirtschafts- und
Sozialpolitik viel die Rede. Weniger bekannt ist, dass seine Anfänge etwa
ein Jahrhundert zurückreichen. Das hat einige Entstehungskontexte weit in
den Hintergrund treten lassen, die indessen zu einem vertieften
Verständnis neoliberaler Positionen unabdingbar sind. Das Seminar geht
diesen Entstehungskontexten anhand von Schlüsselkontroversen nach und
bezieht hierzu Texte wichtiger Protagonisten ein.

Literatur: Quinn Slobodian, Globalists. The End of Empire and the Birth of
Neoliberalism, Cambridge, MA 2018; Michel Foucault, Geschichte der
Gouvernementalität II. Die Geburt der Biopolotik, Frankfurt a.M. 2004,
112-434.


[Si] Führen, Leiten, Leadership – Vorstellungen hierarchischer Ordnungen in Deutschland und den USA im 19. und 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Führungspraktiken und Vorstellungen von Leadership unterscheiden sich in den USA und Deutschland maßgeblich voneinander. Das Seminar geht der Frage nach, worin diese Unterschiede begründet sind, ob es Transfer gab und wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen entwickelt haben: Wir werden uns mit unternehmerischen Führungspersönlichkeiten (z.B. Familie Thyssen) und Politikern (z.B. Hitler und Roosevelt) ebenso beschäftigen wie mit religiösen Führern (z.B. Dwight L. Moody) oder Aktivistinnen der sozialen Bewegungen (z.B. Pauli Murray). Das Seminar bedarf der intensiven Textvorbereitung auch längerer und englischsprachiger Texte.


[Si] Gießen 1933-1945. Eine Stadt im Nationalsozialismus
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 011
Einzeltermin:
Fr. 19.07.2019,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 011Abschlussworkshop



Kommentar:

Die Frage, wie denn eigentlich der Nationalsozialismus „vor Ort“ funktioniert hat, welche Bedeutung die lokale Politik, nachbarschaftliche Verhältnisse und ihre Strukturen für den Aufstieg der NSDAP und die Stabilisierung der NS-Herrschaft hatten, ist in der neueren NS-Forschung immer wieder diskutiert worden. Der Blick auf eine „Stadtgesellschaft“ bietet die Möglichkeit, wie unter einem Brennglas die kleinen, alltäglichen Situationen und sozialen Gefüge der nationalsozialistischen Gesellschaft zu untersuchen. Wie veränderte sich städtisches Leben in den Jahren 1933 bis 1945? Wer baute, wohnte oder arbeitete wo, wer ging wo ins Kino, Einkaufen, Demonstrieren oder Studieren? Wer waren eigentlich „die Nationalsozialisten“, wie agierten sie im Alltag, wer wurde aus der Gesellschaft ausgeschlossen, wie verliefen Konflikte und Grenzen?
In diesem Masterseminar werden wir am Beispiel von Gießen „Geschichte vor Ort“ erkunden und den oben genannten Fragen in „Studienprojekten“ nachgehen. Auf der Grundlage eigener Quellenrecherche in Bibliotheken und lokalen Archiven sollen kleine Forschungsarbeiten entstehen, die dazu beitragen, die Gießener Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus zu beschreiben und zu analysieren.
Ausgangspunkt für die einzelnen Projekte und verbindendes Konzept für die gemeinsame Arbeit ist die „Topographie“ der Stadt: Es soll darum gehen, einen Stadtplan mit Leben zu füllen und Orte zu finden – Häuser, Geschäfte, Plätze, Straßen, Institutionen -, die beispielhaft für zentrale Aspekte der Geschichte des Nationalsozialismus stehen können. Wo also waren „nationalsozialistische“ Orte, wo waren „jüdische“ Orte, wo waren Orte, die die „Volksgemeinschaft“ im Alltag stärken sollten und konnten, wo waren Orte der Anpassung und des Mitlaufens, Orte der Gewalt oder Orte des Widerstands?


[Si] Schriftlose Vergangenheiten
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2019
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Trotz der vielen Wenden und damit einhergehender Neuorientierungen ist Schriftlichkeit bis heute ein wichtiges, wenn nicht das wichtige Fundament der historischen Forschung. Schriftliche Quellen sind bis heute eine bedeutende empirische Grundlage für die historische Erkenntnisfindung, und das geschriebene Wort bleibt das Medium, mit welchem Historiker und Historikerinnen ihre Erkenntnisse kommunizieren. Andere Formen der Darstellung und Vermittlung, wie man sie etwa aus dem populär-kulturellen Bereich kennt, sind in der Geschichtswissenschaft bis heute nicht geläufig. In der Lehrveranstaltung soll den Grenzen nachgespürt werden, die mit diesem Fokus auf Schriftlichkeit verbunden sind. Als Leitfaden und Reflexionsgrundlage dient der von Lisa Regazzoni jüngst herausgegebene Sammelband „Schriftlose Vergangenheiten. Geschichtsschreibung an ihrer Grenze von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart“, dessen Beiträge gelesen und im Seminar diskutiert werden, bevor Lisa Regazzoni in der Abschlusssitzung den theoretischen Entstehungskontext des Bandes vorstellen wird.

Literatur

Lisa Regazzoni, Schriftlose Vergangenheiten. Geschichtsschreibung an ihrer Grenze – von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart, Berlin, Boston 2019.


 
[O Si] Kolloquium
Termine nach Vereinbarung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Die Veranstaltung bietet MA-, L3- und Promotionsstudierenden sowie Postdocs der geschichtswissenschaftlichen und germanistischen Mediävistik die Gelegenheit, ihre entstehenden Arbeiten im interdisziplinären Expertenkreis zu diskutieren. Eine Qualifikation ist nur in Absprache mit den Lehrenden und abhängig vom jeweiligen Studiengang möglich.


[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[O Si] Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Das Oberseminar dient zum einen der Vertiefung fachdidaktischer Fragestellungen anhand aktuell erschienener Literatur. Hierbei kommen aktuelle bildungspolitische Fragen des Geschichtsunterrichts genauso zur Sprache wie grundlegende Konzepte der Geschichtsdidaktik.

Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gemacht.


[O Si] Frühes historisches Lernen - Vertiefung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Die Vertiefung bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, Kompetenzen zur Planung, Darstellung und Umsetzung von Unterrichtseinheiten zum historischen Lernen für die Klassen 1-4 zu erweitern. Ein Schwerpunkt des Seminars wird dabei der Umgang mit Diversität und Inklusion bilden.
Wenn gewünscht, wird im Seminar auch die Planung und Durchführung von Examensarbeiten thematisiert.


[O Si] Geschichte im Tourismus und in der Werbung als Anlass für historisches Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2019
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Im Zeitalter neuer Unterrichtsreformen und Kompetenzorientierung erscheint der Inhalt des Faches Geschichte immer wieder aufs Neue als begründungspflichtige Verhandlungsmasse . "Geschichte" im Tourismus und oft auch der Produktwerbung erscheint dagegen als unverzichtbar. Eine Vielzahl an Homepages und Werbefilmen für touristisch reizvolle Städte liefert tagtäglich die Belege dazu. Doch welche Rolle spielt "Geschichte" eigentlich in der Konzeption der Werbetreibenden? Ist Geschichte nur ein reizvolle Kulisse für knallharten Kommerz und das Geschäft mit Urlaubsreisenden oder darf und soll dabei auch etwas gelernt werden? Wie ist das Niveau der jeweiligen Sinnbildung zu bewerten? Welches Image einer Stadt oder einer Kulturlandschaft zieht am meisten, welche Rolle spielen lokale Einrichtungen wie Museen? Wie wird digitale Technik zur Vermarktung eingesetzt. Anhand einschlägiger Beispiele wie der Tourismusmagnete Rothenburg ob der Tauber oder dem thüringischen Mühlhausen sowie regionaler Kultulandschaften wie dem Gießener Land oder der Wetterau und Vogelsberg werden diese Fragestellungen eine kritische Beurteilung finden.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2019
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


   
[Ex] Kloster und Stadt Fulda
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Fr. 26.04.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 011
Fr. 10.05.2019,12.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, C 011
Fr. 17.05.2019,12.00 - 17.00 Uhr   Phil. I, C 011
Fr. 07.06.2019,12.00 - 16.30 Uhr   Phil. I, C 011
Sa. 15.06.2019,00.00 - 00.00 Uhr   (Exkursion) keine Raumangabe

Kommentar:

Im Mittelpunkt von Übung und Exkursion steht die Geschichte des Klosters Fulda, doch wird auch die Stadtgeschichte einbezogen. Besucht werden sollen außer Dom, Dommuseum und Michaelskirche nach Möglichkeit auch die Krypta von St. Andreas (Kloster Neuenburg) sowie auswählte Orte der barocken Stadt.


[Ex] Mainzer Stadtgeschichte im Spiegel der Inschriften
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 26.04.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 03.05.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 10.05.2019,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 029
Do. 06.06.2019,07.00 - 19.00 Uhr   (Exkursion) keine Raumangabe

Kommentar:

Inschriften sind wichtige Quellen für die historische Forschung und bieten besonders für die Stadtgeschichte spannende Einblicke in die Vergangenheit. Wir nehmen die Geschichte der Stadt Mainz an Hand der historischen Einordung von Inschriften des Mainzer Domes und des Diözesanmuseums in den Blick: Erzbischöfe wie Adalbert I. von Mainz, Adelige, Äbte, Münzmeister oder Ritter haben mit ihren Inschriften ganz individuelle Hinweise auf die bewegte Geschichte der Stadt am Rhein hinterlassen. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine abschließende Exkursion nach Mainz.

Literaturauswahl:
Arens, Fritz: Deutsche Inschriften 2. Die Inschriften der Stadt Mainz von frühmittelalterlicher Zeit bis 1650. Stuttgart 1958.
Dreyer, Mechthild; Rogge, Jörg [Hrsg.]: Mainz im Mittelalter. Mainz 2009
Fuchs, Rüdiger; Hedtke, Britta; Schulz, Anja [Bearb.]: Die Inschriften des Mainzer Doms und des Dom- und Diözesanmuseums von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1434. Kern, Susanne [Hrsg.]. Wiesbaden 2016.
Hollmann, Michael: Das Mainzer Domkapitel im späten Mittelalter (1300-1476). Mainz 1990.
http://www.inschriften.net/


[Ex] Der Chemin Walter Benjamin – oder: Auf dem Weg zu einer digitalen Fluchtgeschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Mi. 17.04.2019,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 113Walter Benjamin: Biographie und Oeuvre, Repräsentation von Geschichte


Fr. 17.05.2019,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 113
Do. 27.06.2019,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. I, E 005

Kommentar:

Im Mittelpunkt der Exkursion, die vom 20. bis zum 26. Mai 2019 stattfindet, steht die Begehung eines rund 15 km langen Pfades in den Pyrenäen, der vom französischen Banyuls-sur-Mer nach Portbou in Spanien führt. Über diesen versteckten Pfad flüchteten im Winter 1938/39 zunächst spanische Zivilisten und Soldaten nach Frankreich, bevor ihn nach der Besatzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutschland zahlreiche deutsche Intellektuelle in die umgekehrte Richtung nutzten. Dazu gehörte auch Walter Benjamin, der dem Pfad nicht nur seinen heutigen Namen gab, sondern dessen Fluchtgeschichte ebenfalls auf Informationstafeln am Wegesrand erzählt wird.
Abgesehen von der Begehung der Fluchtroute ist der Besuch des „Camp de Gurs“ in der Nähe von Pau geplant. Dabei handelt es sich um ein französisches Internierungslager, das 1939 als Sammellager provisorisch eingerichtet wurde, um Bürgerkriegsflüchtlinge aus Spanien zu arretieren, später dann aber vor allem für die Internierung jüdischer Deportierter aus Frankreich und Deutschland genutzt wurde und heute als Gedenkstätte dient. Gurs ist daher ebenso ein Symbol für die Gewalt-, Vertreibungs- und Vernichtungsgeschichte Europas in den 1930er und 1940er Jahren wie der „Chemin Walter Benjamin“.
Die Exkursion soll in Beiträgen zu dem wissenschaftlichen Blog https://europehist.hypotheses.org/ münden, in welchen die Studierenden ihre auf der Reise gewonnenen Erkenntnisse publizieren und sich zugleich kritisch mit der erzählten Fluchtgeschichte Walter Benjamins auseinandersetzen.

Um Voranmeldung an folgende Anschrift wird gebeten: Bettina.Severin-Barboutie@geschichte.uni-giessen.de

Die Exkursion wird im Rahmen des PROMOS-Programms des DAAD gefördert, so dass sich die Reisekosten für die Studierenden reduzieren.


Exkursionstermin: 20.05.2019-26.05.2019

Vor- und nachbereitende Termine:

Mi., 17.04.2019, 12-14 Uhr, R. C 113
Fr., 17.05.2019, 12-14 Uhr, R. C 113
Do., 27.06.2019, 10-12 Uhr, R. E 005

Vorbereitende Lektüre:

Boos, Verena, Nachgehen. Walter Benjamins letzte Flucht – eine Spurensuche im Jahr 2017, in: Zeithistorische Forschungen 3 (2018): Flucht als Handlungszusammenhang, hg. von Nikola Tietze und Bettina Severin-Barboutie, S. 523–538.

Fittko, Lisa, Mein Weg über die Pyrenäen. Erinnerungen 1940/41, München 1985.

Von List, Corinna, Die Fluchthilfenetzwerke Marie-Claire und Marie-Odile. Zwei Gründerinnen, eine überlebte Geschichte, in Francia 43 (2016).


[Ex] Frankfurt am Main in der Frühen Neuzeit
Klausurtermin: 05.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine:
Fr. 26.04.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 031
Fr. 10.05.2019,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 031

Kommentar:

Messestadt, Krönungsstadt, Geburtsstadt Goethes und Ort des ältesten jüdischen Ghettos Europas – das Frankfurt der Frühen Neuzeit hatte viele Gesichter, die es bis heute prägen. Mit der Eröffnung der "neuen Altstadt" ist diese Epoche der Frankfurter Stadtgeschichte jüngst wieder in den Fokus gerückt, wie auch die Tatsache, dass ein Großteil der Bausubstanz aus dieser Zeit nicht im Original erhalten ist, sondern als Resultat aufwendiger Rekonstruktionen und Konservierungen, die häufig Gegenstand kontroverser Debatten waren. Diesen unterschiedlichen Facetten der frühneuzeitlichen Stadt, ihren Rezeptionen und Rekonstruktionen in der Neuzeit und Gegenwart soll sich die Exkursion widmen.

Die beiden vorbereitenden Sitzungen finden am 26.04., 14-16 Uhr, und am 10.05., 14-16 Uhr, statt, die Exkursion selbst ganztägig am 5. und 6. Juli.


[Ex] Staatlicher Terror - Öffentliches Gedenken. Die NS-Konzentrationslager als Orte der Zeitgeschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die seit 1933 in Deutschland eingerichteten „Schutzhaftlager“ waren Tatorte staatlicher Massengewalt. Hier wurden besonders Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen sowie politische Oppositionelle inhaftiert, ihre Arbeitskraft ausgebeutet und ein System der Folter und körperlichen Vernichtung etabliert. Damit diente das Konzentrationslager (auch: „KZ“) den Nationalsozialisten als Institution um eine ideelle und von „inneren Feinden“ bereinigte Gesellschaftsordnung zu verwirklichen. Heute erinnern auch in Hessen „Gedenkstätten“ an den Orten dieser Verbrechen an die NS-Herrschaft. Das Seminarangebot richtet sich dabei an Studierende, die sich für die Gewaltgeschichte des Nationalsozialismus interessieren und sich diese Erinnerungsorte in ihrer Bedeutung für das Selbstverständnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft der Gegenwart erschließen möchten. Geplant sind Exkursionen zu den Gedenkstätten „Breitenau“ und „Hadamar“, die mit jeweils zwei Seminarsitzungen vorbereitet werden. Hier liegt der Fokus sowohl auf der Entwicklungsgeschichte der Konzentrationslager während der Zeit des „Dritten Reichs“, als auch auf der Rolle dieser Orte für das kollektive Gedächtnis unterschiedlicher Erinnerungsakteure nach deren Umwidmung zu Gedenkstätten. Die Studienfahrten finden jeweils ganztägig am 21. Mai und am 11. Juli statt. Über die Teilnahme an dem Kurs wird die Möglichkeit geboten, Kontakte im Bereich der politischen Bildungsarbeit zu knüpfen, wenn ein Interesse an einem Praktikum in der hessischen Gedenkstättenlandschaft besteht.
(Die Übernahme eines 10 bis max. 15-minütigen Gruppenreferates ist für die Leistungsverbuchung verpflichtend.)


[Ex] Die Klassenfahrt in eine mittelalterliche Burg als Anlass für historisches Lernen vor Ort – Exkursion in die Jugendherberge Burg Breuberg
Die Vorbesprechung ist verbindlich!
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Mi. 17.04.2019, 16.00 - 18.00 Uhr, Phil. I, C 011
4 Einzeltermine:
Mi. 17.04.2019,16.00 - 18.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. I, C 011
Fr. 28.06.2019,08.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) keine Raumangabe
Sa. 29.06.2019,08.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) keine Raumangabe
So. 30.06.2019,08.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) keine Raumangabe

Kommentar:

Mittelalterliche Burgen sind in vielen Regionen als Exkursionsziel leicht zu erreichen. In mehr als vierzig Burgen sind sogar Jugendherbergen untergebracht. Das bietet vielfältige Möglichkeiten, im Rahmen einer Klassenfahrt die Burg als Lernort zu nutzen und historisches Lernen zu iniitieren.
Im Rahmen eines Aufenhaltes in der Jugendherberge Burg Breuberg soll das didaktische Potential des Ortes erschlossen und erfahren werden. Es sollen Ideen und Materialien ausgearbeitet und vor Ort erprobt werden, die mittelalterliche Burgen als Lernorte verstehen. Im Anschluss soll über die Möglichkeiten und Grenzen reflektiert werden, Klassenfahrten für historisches Lernen zu nutzen.

Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist Voraussetzung zur Teilnahme!

Literatur zur Vorbereitung:
Ulrich Mayer: Klassenfahrten und historisches Lernen. In: Geschichte lernen 113/2006. S. 2-9.


[Ex] Gedenkstätte Buchenwald
Blockveranstaltung; Termine werden noch bekannt gegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine:
Mo. 03.06.2019,18.00 - 19.30 Uhr   Phil. I, C 214
Mo. 17.06.2019,18.00 - 19.30 Uhr   Phil. I, C 214

Kommentar:

Die Goetheschule Wetzlar fährt seit Jahren mit Schülergruppen der Jahrgangsstufe 12 (Q1/2) zu einer 4 tägigen Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald. Das Programm wurde von der Goetheschule selber erarbeitet und versucht den teilnehmenden SuS eine möglichst wenig geleitete und möglichst selbstständige Erkundung des Ortes und Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen. Im Rahmen des angebotenen Exkursionsseminars haben die Studierenden die Möglichkeit diese Exkursion zu begleiten. Die Studierenden sollen hierbei sowohl „normale Teilnehmer“ sein aber auch phasenweise „von oben“ auf die didaktisch-pädagogische Konzeption des Programms blicken und zu einer eigenständigen (gerne auch konstruktiv-kritischen) Beurteilung desselben kommen. Die Studierenden werden also teilweise mit den Schülern gemeinsam den Ort erforschen, teilweise aber auch in gesonderten Sitzungen den Fortgang der Arbeit analysieren und kritisch begleiten.
Als Abschluss werden die Studierenden einen großen Unterrichtsentwurf zu dem Seminar verfassen, dieser ist zur Nachbereitung vorzulegen!!!
Die Anreise müssen die Teilnehmer selber organisieren, hierzu können im Rahmen des Vorbereitungsseminars Fahrgemeinschaften organisiert werden. Wir wohnen direkt vor Ort in einer sehr komfortablen Jugendbegegnungsstätte und werden dort auch bestens verköstigt.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 100,- € für Unterkunft und Verpflegung. Ein Antrag auf Bezuschussung durch die JLU wurde gestellt.
Termine:

Vorbereitungsseminare:
Montag 03.06.2019, 18.00 (s.t.!!!) – ca. 19.30 Raum C 214
Montag 17.06.2019, 18.00 (s.t.!!!) – ca. 19.30 Raum C 214

Exkursion:
Donnerstag 20.06.2019: 12.00 in der Gedenkstätte (Anfahrt ca. 2,5 Stunden)
bis Sonntag 23.06.2019, 13.00 in der Gedenkstätte

Nachbereitung:
Donnerstag 18.07.2019, 16.00 (s.t.) – ca. 20.00 (gemeinsames Abendessen ist geplant) Der Ort wird in gemeinsamer Absprache festgelegt.


 
[Pra Vb] Praktikumsvorbereitung B.A.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Einzeltermin:
Mi. 24.04.2019,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 027

Kommentar:

Ein vier-, sechs- oder achtwöchiges Praktikum (je nach individueller Studiengestaltung) gehört zu den obligatorischen Bestandteilen des Gießener BA-Studiums.
In der Stud.IP-Gruppe "Geschichte Studieren in Gießen" können nähere Hinweise sowie denkbare bzw. empfehlenswerte Einrichtungen für ein solches Praktikum eingesehen werden.
In der Informationsveranstaltung geht es um grundsätzliche Fragen der Vorbereitung und Durchführung eines solchen Praktikums.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Begleitseminar (Gruppe 1)
Zeiten und Orte werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar reflektiert die Erfahrungen im Praktikum. Es ergänzt die in der Vorbereitungsveranstaltung gesetzten Planungsschwerpunkte um Praxiserfahrungen in der Durchführung von Unterricht. Die Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" wird im Zentrum der Beobachtungsschwerpunkte und Reflexionen stehen, die im Seminar diskutiert werden.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Begleitseminar (Gruppe 2)
Zeiten und Orte werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar reflektiert die Erfahrungen im Praktikum. Es ergänzt die in der Vorbereitungsveranstaltung gesetzten Planungsschwerpunkte um Praxiserfahrungen in der Durchführung von Unterricht. Die Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" wird im Zentrum der Beobachtungsschwerpunkte und Reflexionen stehen, die im Seminar diskutiert werden.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitung (Gruppe 1)
Termin und Ort werden mit den Teilnehmern des Praktikumsseminars abgesprochen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Blockseminar dient der Nachbereitung des Fachpraktikums im Sommer 2018. Auf der Grundlage der Praktikumserfahrungen wird unter der leitenden Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht" über verschiedene didaktische, methodische und fachliche Schwerpunkte reflektiert und diskutiert.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitung (Gruppe 2)
Termin und Ort werden mit den Teilnehmern des Praktikumsseminars abgesprochen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Blockseminar dient der Nachbereitung des Fachpraktikums im Sommer 2018. Auf der Grundlage der Praktikumserfahrungen wird unter der leitenden Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht" über verschiedene didaktische, methodische und fachliche Schwerpunkte reflektiert und diskutiert.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar bereitet gezielt auf das Fachpraktikum Geschichte vor. Die didaktisch fundierte sowie methodisch durchdachte Planung von Unterricht wird Schwerpunkt der Seminartätigkeit sein. Daneben werden pädagogische und fachwissenschaftliche Aspekte erörtert und in Planungsüberlegungen einbezogen, um eine umfassende Unterrichtsplanung, wie sie in schriftlichen Unterrichtsentwürfen gefordert ist, zu erabeiten.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Das Seminar bereitet gezielt auf das Fachpraktikum Geschichte vor. Die didaktisch fundierte sowie methodisch durchdachte Planung von Unterricht wird Schwerpunkt der Seminartätigkeit sein. Daneben werden pädagogische und fachwissenschaftliche Aspekte erörtert und in Planungsüberlegungen einbezogen, um eine umfassende Unterrichtsplanung, wie sie in schriftlichen Unterrichtsentwürfen gefordert ist, zu erabeiten.


     
[sonst.] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr,  Phil. I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zu zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de