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Sie sind hier: StartFachbereich 04: Geschichts- und KulturwissenschaftenGliederung nach anbietenden EinrichtungenKlassische Archäologie
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2021/22

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Klassische Archäologie

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[Vl] Das römische Theater: Kult-Architektur und Erlebnisraum  (AfK-Nr.: 272)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2021
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Seit dem 4. Jh. v.Chr. fanden in Rom dramatische Aufführungen im Kontext von öffentlichen kultischen Festen statt. Die performativen Praktiken der Römer waren zunächst deutlich beeinflusst von den Theaterkulturen der griechischen Städte Unteritaliens und ebenso jener des etruskischen Einflussbereichs in Norditalien. Schließlich wurden die zunächst provisorischen, später dann permanenten Aufführungsorte zu einem eigenständigen Zeichen römischer Zivilisation, das sich in Städten im gesamten Einflussbereichs des römischen Reiches fand.
In der Vorlesung nehmen wir die einzelnen Bestandteile der römischen materiellen Theaterkultur in den Blick, die Bauten, ihre Ausstattung und Bilder zum römischen Theaterwesen, um zu erkunden, wie sie Theater als Kultpraxis und als Unterhaltungsform für ihre unterschiedlichen Interessengruppen manifest werden ließen: für Kultbeamte, Produzenten und Performer ebenso wie für die Kultteilnehmer und Zuschauer.
Mit Abschluss dieses Moduls sollten Sie sich erarbeitet haben:
(1) Vertiefte Fähigkeiten, Denkmäler aus den Gattungen Architektur, Skulptur, Bauplastik und Epigraphik in ihrer Qualität und Funktionsweise im Kontext religiöser Kulte zu erfassen und sie durch die zentralen klassisch-archäologischen Analyseverfahren in ihrem soziokulturellen Stellenwert innerhalb der römischen Antike umfassend zu erschließen.
(2) Vertiefte Kenntnisse von kulturwissenschaftlichen Konzepten, die in der Klassischen Archäologie Anwendung finden.
(3) Solides Wissen über eine Zahl von Befunden und Monumenten der römischen Kultgeschichte, das Sie in Ihrem weiteren Studium unterstützen kann.


[Vl] Einführung in die Klassische Archäologie Teil 1  (AfK-Nr.: 220)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2021
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Dieses Modul präsentiert Ihnen einen Überblick über die materiellen Hinterlassenschaften und die Bilderwelt der griechischen und römischen Antike. In den einzelnen Sitzungen werden die Entwicklungslinien einzelner Themenbereiche und Kunstgattungen nachverfolgt; in detaillierten Fallstudien werden einzelne Monumente eingehender analysiert.

Einführende Literatur:
S. Alcock - R. Osborne (Hrsg.), Classical Archaeology (Malden/Mass 2008)
B. Bäbler, Archäologie und Chronologie. Eine Einführung (Darmstadt 2012)
H. Borbein - T. Hölscher - P. Zanker (Hrsg.), Klassische Archäologie. Eine Einführung (Darmstadt 2000)
T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (Darmstadt 2015)
P. Schollmeyer, Einführung in die antike Ikonographie (Darmstadt 2012)
R. von den Hoff, Einführung in die Klassische Archäologie (München 2019)


[Si] Griechische Theaterbilder
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2021
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Das griechische Theater und seine drei dramatischen Genres (Tragödie, Komödie und Satyrspiel) entwickelten sich aus Maskentanzdarbietungen und Chorliedern im Rahmen des Dionysoskults, die im Laufe der Zeit um komplexere Handlungselemente angereichert wurden. Theateraufführungen wurden im kulturellen, politischen und religiösen Zentrum Athen als Teil der Dionysia institutionalisiert und behielten ihren kultischen Charakter über lange Zeit. Aufgrund dieser zentralen kulturellen Stellung schlugen sich tragische und komische Theaterbilder bald auch in verschiedenen Materialgattungen und sozio-kulturellen Kontexten der griechischen Kultur mit unterschiedlichen thematischen Bezügen und Referenzen nieder. Sie fanden bspw. Umsetzung in der Vasenmalerei oder in der Relief- und Kleinplastik und wurden nicht nur im Rahmen des Symposions, sondern auch in sepulkralen Kontexten rezipiert.
Der Begriff Theaterbilder umfasst dabei einerseits Mythenbilder, die in Bildthema und Ikonographie auf Elemente der griechischen Tragödie zurückgreifen, und andererseits u. a. Darstellungen von Schauspielern in komischen Kostümen, welche oftmals auch Elemente der Bühnenarchitektur beinhalten. Die Betrachter der Theaterbilder waren gleichzeitig auch Zuschauer der Theaterstücke. Sie kannten die tragischen Versionen der Mythen, die typischen Figuren der Komödie sowie die Theater- und Bühnenarchitektur und brachten diese Vertrautheit in die Betrachtung der Bilder ein.
In diesem Seminar werden wir daher gemeinsam den Zusammenhängen von dramatischen und komischen Theateraufführungen und griechischer Bilderwelt sowie dem Zusammenspiel von visueller Kultur und sozialen Kontexten nachspüren.


[Si] Visualität und Bildsprache in der römischen Grabkunst
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  k.A.

[Ü] Praxis der Klassischen Archäologie Teil I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Die Lehrinhalte der Übung umfassen die methodischen Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und des Umgangs mit archäologischen Objekten. Anhand von Fallbeispielen werden die unterschiedlichen Objektgattungen vorgestellt und Themen wie Ikonographie, Stilanalyse und Datierung von archäologischen Objekten, Feldforschung, , Museumsarbeit sowie das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten vermittelt.


[Ü] Projekt Diagnoptico – Panofsky meets Experience- und Interaction Design (Vorbereitung einer virtuellen Ausstellung in der Antikensammlung)  (AfK-Nr.: 171)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 22.10.2021
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

Kommentar:

Die Übung verbindet grundlegende methodische Fragen der archäologischen Objektanalyse mit der Entwicklung digitaler Erlebnisszenarien im Museumsbereich. Anhand ausgewählter archäologischer Objekte der Antikensammlung entwickeln die Teilnehmer:innen in der Lehrveranstaltung unter Anleitung digitale Interaktionsszenarien für unterschiedliche Nutzergruppen, die im Frühjahr 2022 im Rahmen einer virtuellen Ausstellung einem breiten Publikum präsentiert werden sollen.
Dieses digitale Unterrichts-Modul deckt ein breites Spektrum praktischer Fertigkeiten ab, die für die Präsentation und Anwendung geisteswissenschaftlichen Wissens im digitalen Zeitalter relevant und auf die Arbeit in einem Museum und im Kulturbereich im weiteren Sinne vorbereiten. Als Prüfungsform erstellen Sie ein Portfolio, das Sie im Anschluss für die Bewerbung bei Institutionen aus dem Kulturgut-Bereich unterstützen kann.
Die Übung ist Teil des aktuellen, durch HessenHub geförderten Linked-Learning Projekts Diagnoptico – Ein digitaler Beschreibungs- und Analysetrainer für Studium und Kulturgutvermittlung.
Als Tool für die Entwicklung der interaktiven Formate wird die Screencasting- und eLearning-Software Active Presenter verwendet werden.


[Ü] Römische Kult-Ikonographien
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2021
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  k.A.

[Ü] Wissenstransfer: Ausstellen wissenschaftlicher Objekte aus den Sammlungen der JLU  (AfK-Nr.: 648)
Blockveranstaltung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 29.10.2021,14.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 05.11.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 06.11.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 03.12.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 04.12.2021,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Fr. 21.01.2022,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen
Sa. 22.01.2022,10.00 - 16.00 Uhr   Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen

Kommentar:

In der Übung „Ausstellen wissenschaftlicher Objekte“ erarbeiten die Studierenden selbstständig eine kleine Ausstellung zu den Sammlungen der JLU, d.h. sie entwickeln ein Konzept und verantworten die praktische Umsetzung. Dafür stehen Vitrinen in der Hermann-Hoffmann-Akademie zur Verfügung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beschriftung der Exponate und dem Verfassen von Begleittexten. Dabei lernen die Studierenden aktiv und forschend ein spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Gleichzeitig erarbeiten sie kulturell und gesellschaftlich bedeutende Themen und präsentieren sie einer breiten Öffentlichkeit.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Einblicke in die vielfältigen Anforderungen der Ausstellungsplanung und -umsetzung zu gewähren, in Ausstellungskonzeption und -kommunikation sowie allgemeinverständlich-wissenschaftliches Schreiben. Neben diesen spezifischen Fertigkeiten können die Studierenden auch allgemeine berufsorientierte Schlüsselqualifikationen erwerben, die in vielen Berufen anwendbar sind: etwa Team- und Kommunikationsfähigkeit, zielgerichtetes Arbeiten und Medienkompetenz.
Informationen zu den Sammlungen der JLU:
https://www.uni-giessen.de/org/admin/stab/stw/sammlungen
Das Seminar ist für Studierende aller Fachrichtungen geeignet.
Maximale Teilnehmerzahl: 20


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de