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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Masterstudiengänge Politikwissenschaft - M.A. Demokratie und Governance

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Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  k.A. (Online-Seminar)
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  MK TM, , Sj 1

Kommentar:

Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.


 
[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil II, E 002
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002


Kommentar:

Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).


[Si] Konversationsanalytische Zugänge zu medialer Kommunikation
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil II, E 002
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002


Kommentar:

Die Konversationsanalyse hat sich Anfang der 1970-er Jahre in den USA als eigene Forschungsrichtung aus der Ethnomethodologie entwickelt. Sie versucht zu erklären, wie die Welt, sinnhaft strukturiert und geordnet, im alltäglichen Handeln erfahren, beschrieben und erklärbar gemacht wird. Das bedeutet, die als selbstverständlich empfundenen „Methoden“ aufzudecken, mit denen die kompetent handelnden Angehörigen einer Kultur ihre Alltagshandlungen durchführen. Die ethnomethodologische Konversationsanalyse geht nun davon aus, dass auch Gespräche eine solche methodische Geordnetheit aufweisen. Neben der Rezeption klassischer (englischsprachiger) Texte aus der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und deren neuesten Untersuchungen steht die praktische Anfertigung von sogenannten Transkripten von medial erzeugten "Texten" (wie z.B. Podcasts) als empirische Methode für anstehende Qualifikationsarbeiten im Vordergrund des Seminars. Bestanden wird der Kurs über ein Portfolio (s. Seminarplan).


 

Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Globalisierung im 21. Jahrhundert: Machtpolitik, Diskursverschiebungen und die neue Rolle der Ökonomie
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Fr. 15.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 29.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 19.06.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 03.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom
Fr. 17.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   digital über Zoom

Kommentar:

In der konventionellen soziologischen Geschichtsschreibung entspringt die Globalisierung den nationalstaatlich verfassten Gesellschaften, die sich vor allem im Zuge der kapitalistisch-industriellen Expansion als moderne Nationalstaaten herausbilden konnten. Gesellschaften wurden im Zuge der Globalisierung kulturell, sozial, institutionell, politische und ökonomisch zunehmend entgrenzt mit weitreichenden Folgen für die soziologische Forschung und Theoriebildung. Aus der Sicht der Annales-Schule (Braudel, Wallerstein) und der an Marx anschließenden Politischen Ökonomie (Arrighi) verhält es sich allerdings genau andersherum. Die Globalisierung ist demnach der Ausgangspunkt für die Herausbildung moderner Gesellschaften und Staatlichkeit. Nach Braudel & Co. entstand in der Zeit der Renaissance ausgehend von den nord-italienischen Stadtstaaten das erste kapitalistische Weltsystem. Dieses System hat sein Zentrum im Zuge von Machtverschiebungen im Laufe der Geschichte immer wieder verlagert, wodurch Umwälzungen in den geo-ökonomischen Macht/Wissens-Komplexen globalisierter Gesellschaften ausgelöst wurden. Nationale Gesellschaften hat es demnach nie gegeben, wohl aber Nationalismus als Begleiterscheinung der Globalisierung. Seit dem Auftauchen diverser Krisenerscheinungen wie Corona, dem russischen Angriffskrieg und Trumps erratischer Außenpolitik spricht man in Medien und Sozialwissenschaft zunehmend von De-Globalisierung und Re-Nationalisierung. Dieser provisorischen Diagnose wollen wir im Seminar auf Grundlage brauchbarer Theorien und aussagekräftiger Daten nachgehen.
Eine Registrierung in StudIP ist erforderlich für die Seminarkommunikation, die Veranstaltung wird per Zoom zwischen 10:00 und 16:00 durchgeführt.
Termine: Block I: 15.05.26, Block II: 29.05.26, Block III: 19.06.26, Block IV: 03.07.26, Block V: 17.07.26
Teilnahmeschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
Leistungsschein:
- Teilnahme an allen Sitzungen inklusive Vorstellung der Seminarlektüre in einer Arbeitsgruppe
- Abgabe von zwei Seminararbeiten (jeweils fünf Seiten)
- Sprechstunde nach Terminvereinbarung per Mail: jens.maesse@sowi.uni-giessen.de,


[Si] Krieg für Menschenrechte? Die internationale Schutzverantwortung zwischen Anspruch und Missbrauch. Human Rights protection and War: the R2P: challenged or confirmed?
Mittwoch, 18-20 - Zeughaus (Senckenberg Str. 3) Raum S4
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  k.A.
nächster Termin: 27.05.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppe:
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 2. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Se

Kommentar:

Die Idee, Menschenrechte in Übersee wenn nötig auch militärisch vor staatlicher Gewalt zu schützen, hat eine lange Tradition. So alt wie die gute Absicht manch intervenierender Staaten dahinter ist die darin angelegte Problematik einer Instrumentalisierung von als humanitär ausgewiesenen Interventionen für nicht humanitäre Zwecke durch sowohl westliche Demokratien als auch - und dies zunehmend - durch autoritär regierte und in ihren Zielen revisionistische Regional- und Großmächte. In dieser Lehrveranstaltung rekonstruieren, diskutieren und bewerten wir die Genese dieser gut gemeinten, aber potentiell gefährlichen Idee der Schutzverantwortung, die eine moralische begründete Handlungsnotwendigkeit und ein machtpolitisches Herrschaftsinstrument zugleich sein kann.

Dazu erarbeiten wir uns zunächst (1) die der R2P zugrundeliegenden Begriffe und Konzepte wie die "humanitäre" Intervention und die Lehre des "gerechten" Krieges. Diese sind zutiefst westlich geprägte (herrschaftliche und hegemoniale) Denkfiguren, die in einem ganz konkreten politischen Kontext entstanden sind. Außerdem erarbeiten wir uns ein Analyseraster, das für alle Vorträge zu den einzelnen Interventionen angewendet werden soll.
Anschließend (2) diskutieren wir im Lichte einschlägiger theoretischer Ansätze in der Lehre der (I)nternationalen (B)eziehungen (Realismus, Liberalismus, kritische Ansätze) mehr oder weniger bekannte Fälle sogenannter humanitärer Interventionen von Regional- und Großmächten im 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Interventionen Frankreichs im heutigen Syrien und Libanon (1861) und Großbritanniens und Russlands Interventionen auf dem Balkan (1821-32, 1875-1878), die Intervention der USA auf Kuba (1898), Indiens in Ost-Pakistan (1971), Vietnams in Kambodscha (1978/79) oder der NATO in Bosnien und im Kosovo (1990er Jahre). Diese Interventionen erscheinen nämlich auf den zweiten Blick wesentlich weniger humanitär als von den intervenierenden Staaten suggeriert.
Schließlich (3) rekonstruieren wir den Weg zur Internationalen Schutzverantwortung (R2P) und illustrieren auch im Zusammenhang mit dieser neuen Norm in der internationalen Politik die Missbrauchsgefahr anhand diverser Fälle des kriegerischen Gewalteinsatzes im Namen des Menschenrechtsschutzes. Dazu gehören sogenannte "liberale Interventionen" wie die der NATO in Libyen (2011) ebenso wie Interventionen autoritärer Staaten, zum Beispiel Russlands auf der Krim (2014) oder Saudi-Arabiens Eingriff in den Bürgerkrieg im Jemen (seit 2015). Abschließend diskutieren wir Chancen und Risiken der R2P.


Literatur:

BELLAMY, A 2011: The Responsibility to Protect and International Law. Leiden: Nijhoff.

DENG, F, 1996: Sovereignty as Responsibility: Conflict Management in Africa. Washington D.C.: Brookings Institution.

HANSEL, M. / REICHWEIN, A. (Hg.) 2020: Die Internationale Schutzverantwortung: Etabliert. Herausgefordert. Gescheitert? Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: LIT Verlag.

HASENCLEVER, A. 2001: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Inter-ventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt: Campus Verlag.

HERACLIDES, A. / DIALLA, A. 2015: Humanitarian Intervention in the Long Nineteenth Centu-ry. Setting the Precedent. Manchester: University Press.

HINSCH, W. / JANSSEN, D. 2006: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für huma-nitäre Interventionen. München: Beck.

KLOSE, F. 2022: In the cause of humanity : a history of humanitarian intervention in the long nineteenth century. Cambridge: University Press.

KRAUSE, D. 2024: Südliche Demokratien und der Streit über die internationale Ordnung: Analy-se der Positionen Indiens und Südafrikas zur Responsibility to Protect. Leverkusen: Verlag Budrich.

LOGES, B. 2015: Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (VS).

MALOWITZ, K. / MÜNKLER, H. (Hg.) 2009: Humanitäre Intervention: Ein Instrument außenpolitischer Konfliktbearbeitung. Grundlagen und Diskussion. Wiesbaden: VS.

MERKEL, R. (Hg.) 2000: Der Kosovo-Krieg und das Völkerrecht. Frankfurt: Suhrkamp.

MORAN, C. 2025: The Evolution of Humanitarian-Intervention in International Law : From the Ottoman Empire to the Russia-Ukraine War. Leiden : Brill | Nijhoff.

REICHWEIN, A. / HANSEL, M. (eds.) 2023: Rethinking the Responsibility to Protect. Challenged or Confirmed? Heidelberg: Springer.

SIMMS, B. / TRIM, D.J.B. (eds.) 2011: Humanitarian Intervention: A History, Cambridge/UK: University Press.

SIMPSON, G. 2004: Great Powers and Outlaw States. Unequal Sovereigns in the International Legal Order. Cambridge/UK: University Press.

SWATEK-EVENSTEIN, M. 2008: Geschichte der Humanitären Intervention. Baden-Baden: Nomos.

THAKUR, R. 2006: The United Nations, Peace and Security: From Collective Security to the Responsibility to Protect. Cambridge: University Press.

WERKNER, I.J. 2019: Die internationale Schutzverantwortung im Lichte des gerechten Friedens (Frieden und Recht Band 3). Wiesbaden: Springer.

WHEELER, N. J. 2000: Saving Strangers. Humanitarian Intervention in International Society. Oxford: University Press.


SEMINARORGANISATION und LEISTUNGSANFORDERUNGEN:

(1) Das Seminar wird in deutscher und englischer (wahlweise) Sprache stattfinden.

(2) Wir tagen das gesamte Semester jede Woche mittwochabends 18.15 bis 19.45h.

(3) Für einen A1- und A2-Schein: Regelmäßige Teilnahme am Seminar; tragen Sie dafür Sorge, eingeflext und im zugänglichen StudIP-Kurs eingeschrieben zu sein.

(4) Aktive Teilnahme am Seminar, d.h. Mitarbeit in Form der Lektüre der deutsch- und englisch-sprachigen Pflichttexte (hochgeladen im Seminarordner in StudIP) und Beiträge zu den Diskussionen.

(5) Für einen A1- und A2-Schein: Referat oder alternative Leistungsform (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Recherche) zu einem von Ihnen gewählten Thema auf dem Seminarplan

(6) Für einen A1-Schein: Hausarbeit (Abgabe als pdf, hochzuladen im StudIP-Ordner Hausarbeiten, und in ausgedruckter Fassung im Sekretariat bei Frau Lamonica, Haus E) bis spätestens 30. September 2026.

Sie erhalten noch Guides zum wiss. Arbeiten und Anfertigen von Papieren (Exzerpt, Essay, Thesenpapier, Hausarbeit), zum Referat sowie eine Zusammenfassung der Leistungsanforderungen.


[Si] Sustainabiliy and Governance in Latin America
Dienstag, 10-12 (Tuesday 10-12 am), First Session: 14 April 2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppe:
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 2. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Se

Kommentar:

The seminar begins with theoretical-conceptual and empirical sessions where students will explore environmental, social and economic issues and approaches to sustainability in Latin America. The empirical analysis of issue-areas takes the United Nations' Sustainable Development GoaIs (SDGs) as a starting point. In addition, these first sessions will make students familiar with theoretical approaches which can be used for presentations and seminar papers on these issues. Students will join groups which will prepare individual or group presentations in the second half of the semester. These groups will deal with selected issues of environmental, economic and social sustainability: food and hunger, health, deforestation, desertification/drought/water, urbanization, violent conflict, social inequality, biodiversity, climate change etc. Each group is required to provide a brief outline of the design of their presentation by 15 May 2026. Presentations on specific seminar topics will begin in early June. Successful participation without a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline). Successful participation with a grade requires participation in a presentation (and also contribution to the brief outline) and submission of a seminar paper at the end of the semester. The seminar begins on 14 April 2026 and will be held in classroom teaching. Regular and active participation in the seminar is expected.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Government und Governance in Wirtschaftskrisen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 112
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 112

Zielgruppe:
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 2. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Se

[Si] Wirtschaftstheorien
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 104
nächster Termin: 28.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 104

Zielgruppe:
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem | GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem | DuK Ma, WPV, 2. Sem | DuK Ma, WPV, 3. Se

 

Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Artificial intelligence and the democratic public sphere / MK-103-EN Power and Democracy
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  k.A. (Online-Seminar)
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: k.A.

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  MK TM, , Sj 1

Kommentar:

Artificial intelligence, especially large language models, which can be found in many digital applications, including social media apps, is omnipresent – and usually without us realizing it. Discussions in the political public sphere are now clearly influenced by them, with the visualization of certain political content, but also doxxing, swarming and other forms of discrimination and agitation playing an increasing role. The seminar aims to explore the question of what is meant by a functioning democratic public space, how AI programs can be understood and how technical tendencies influence democratic processes.


[Si] Observing Modernity
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil II, E 106
nächster Termin: 01.06.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 106


Kommentar:

„Sociology is usually considered the science of modern society, and has consistently focused its attention on processes in societies regarded as characteristic of modernity. For instance, classical European sociology identified processes like functional differentiation, cultural rationalization, or individualization as being characteristic of modern social orders. But, how does one observe such abstract processes – how does one observe ‘modernity’? This seminar addresses the different ways that sociology has made modernity observable – through focusing on certain social groups, practices, cultural artefacts, and not least on critiques that the notion of modernity was confronted with, as in critical theory and post- and decolonial approaches. On the example of observing modernity, the seminar will support students in linking broad conceptualizations with research strategies, including conceptual work and methodological choices.”


[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 104Ordner für die PPPs


Fr. 29.05.2026,11.00 - 19.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 2: POLITIK, STAAT UND STAATSBÜRGERLICHE ANERKENNUNG QUEEREN<!--HTML--><p><strong>Teil 1: THE SRAIGHT STATE? </strong>Die Genese des modernen (National-)Staates als Institutionalisierung heteronormativer Geschlechterverhältnisse</p><p>&nbsp;</p><p><span style="color:#A02B93;"><strong>Grundlagentexte und Podcasts für ALLE:</strong></span></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">LUDWIG, Gundula (2023): Staat und Geschlecht in modernen westlichen Gesellschaften – eine Kontextualisierung &amp; Der Gesellschaftsvertrag als Geschlechtervertrag &amp; Geschlecht und Staatsbürgerschaft. In: Dies.: Geschlecht – Macht – Staat. Feministische staatstheoretische Interventionen Opladen; Berlin; Toronto: Barbara Budrich, 11-30 &amp; 53-55 &amp; 63-68</span></p></li><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">PODCAST: Überraschungslos männlich: Geschlechterkritische Überlegungen zum Staat: auf: </span><a href="https://www.frankfurter-hefte.de/artikel/ueberraschungslos-maennlich-3369/"><span style="color:#A02B93;">https://www.frankfurter-hefte.de/artikel/ueberraschungslos-maennlich-3369/</span></a><span style="color:#A02B93;"> (Zugriff: 17.4.2026)</span></p></li><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">FILM-SCREENING zu Michel Foucault: ARTE- Dokumentation: Foucault gegen Foucault (über Stud.IP verfügbar)</span></p></li></ul><p>&nbsp;</p><p style="text-align:justify;"><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 1: Zur Geschichte moderner Zweigeschlechtlichkeit und (Homo-)Sexualität</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->DEGELE, Nina (2008): Geschlecht als Strukturkategorie In: dies.: Gender/Queer Studies. Eine Einführung, Paderborn, 60-66<strong> [sehr kurz!!]</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">HARK, Sabine (1999): Macht – Wissen – Lust: Die Diskursivierung der Sexualität &amp; Die sexualwissenschaftliche Systematisierung „weiblicher Homosexualität“ &amp; Die moderne Codierung der Geschlechterdifferenz. In: Dies: Deviante Subjekte. Die paradoxe Politik der Identität, Opladen: Leske+Budrich, 74-86.<strong>[sehr kurz!]</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">HAUSEN, Karin (2002 [1976]): Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere“. Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In: Hark, Sabine (hg.). Dis/Kontinuitäten. Feministische Theorie, Opladen: Leske und Budrich, 162-185</p></li></ul><p style="text-align:justify;"><i><strong>Leitfragen:&nbsp;</strong></i></p><ol><li><p style="text-align:justify;"><i>Wie beschreiben die Autor*innen die Entwicklung von Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen und -normen seit dem 18. Jahrhundert?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Veränderungen werden skizziert?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Rolle spielte in diesem Kontext die Trennung zwischen „Privat vs. Politisch/Öffentlich? Wie werden in den Texten die Zusammenhänge zwischen der Genese des modernen Staates und Geschlechter/-Sexualitätsverhältnissen analysiert?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>In welcher Weise ist der Staat und die Institution Staatsbürgerschaft laut der Texte vergeschlechtlicht?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Erkenntnisse haben Sie in Bezug auf die Relevanz von Zweigeschlechtlichkeit und (Homo-)Sexualität für die Genese des modernen Staates gewonnen?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was hat Sie in Bezug auf das Thema besonders beschäftigt, was fanden Sie interessant? Was war neu für Sie? Was haben Sie nicht verstanden, was fanden sie schwierig? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert? Welche Unklarheiten, Fragen tauchten auf?</i></p></li></ol><p style="text-align:justify;"><i>&nbsp;</i></p><p style="text-align:justify;"><strong>Zusatztexte für Expert*innengruppe 2: Die Bedeutung von Michel Foucault und poststrukturalistischen Theorien für queere Politikwissenschaft</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->GEHRING, Petra (2020): Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1. In: Reinhardt-Becker, Elke et al.: Foucault-Handbuch: Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart: J.B. Metzler, 85-92. <strong>[sehr kurz!]</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">LOREY, Isabell (2003): Biopolitische Gouvernementalität. Weiße Herrschaftstechniken. In: Zeitschrift für Geschlechterforschung und audiovisuelle Kultur, online auf: https://www.fkw-journal.de/index.php/fkw/article/view/912 (Zugriff: 24.04.2019) <strong>[sehr kurz!]</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;"><span style="color:black;">ENGEL, Antke/SCHUSTER, Nina (2007): Die Denaturalisierung von Geschlecht und Sexualität. Queer/feministische Auseinandersetzungen mit Foucault. In: Anhorn, Roland/ Bettinger, Frank/Stehr Johannes (hg.): Foucaults Machtanalytik und Soziale Arbeit. Eine kritische Einführung und Bestandsaufnahm, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 135-153.</span></p></li></ul><p style="margin-left:14.2pt;text-align:justify;">&nbsp;</p><p style="text-align:justify;"><i><strong>Leitfragen:</strong>&nbsp;</i></p><ol><li><p style="text-align:justify;"><i>Wer war Michel Foucault?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was versteht Michel Foucault unter dem sogenannten „Sexualitätsdispositiv“?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Inwieweit wurde (Homo-)Sexualität laut Foucault „erfunden“?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Inwiefern sind moderne Vorstellungen von Sexualität und sexueller Identität das Produkt staatlicher und politischer Praktiken?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Wie argumentiert Michel Foucault diesbezüglich und welches Sexualitätsverständnis prägte er?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Bedeutung hat Michel Foucault und andere poststrukturalistischen Theorien für queere Politikwissenschaft?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was fanden Sie besonders spannend oder interessant? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert? Welche Unklarheiten, Fragen tauchten auf? Welchen Erkenntniswert haben diese Texte in Bezug auf unser Seminarthema?</i></p></li></ol><p style="text-align:justify;"><i>&nbsp;</i></p><p style="text-align:justify;"><strong>Zusatztexte für Expert*innengruppe 3 zum Staat als heteronormatives Verhältnis und heteronormative Gouvernementalität </strong><i>(eher für Master-Studierende)</i></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->Ludwig, Gundula (2016): Das „liberale Trennungsdispositiv“ als staatstragendes Konstrukt. Eine queer-feministische hegemonietheoretische Perspektive auf Öffentlichkeit Und Privatheit. In: Politische Vierteljahresschrift 57 (2),&nbsp; 193–216</p></li><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->Raab, Heike (2005): Aspekte queerer Staatskritik – Heteronormativität, institutionalisierte Identitätspolitiken und Staat. In: Femina Politica - Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft 14 (1), 59–69.<!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">FÜTTY, Tamás Jules (2023): Anerkennung und Gewalt gegen trans*, nicht-binäre und inter* Menschen Konturen eines mehrdimensionalen und intersektionalen (Anti-)Gewaltbegriff. In: &nbsp;Jungwirth, Ingrid et al. (Hg.):&nbsp; Revisiting Forum Frauen- und Geschlechterforschung: Impulse aus den letzten 20 Jahren, Barbara Budrich Verlag, 287-313.</p></li></ul><p><i><strong>Leitfragen:</strong>&nbsp;</i></p><ol><li><i>Wie reguliert und regiert Staatlichkeit Geschlecht und Sexualität? &nbsp;</i></li><li><i>Wie manifestiert und reproduziert sich Heteronormativität im Rahmen von Staatlichkeit?</i></li><li><i>Welche Rolle spielt hier die Trennung Öffentlichkeit versus Privatheit in diesem Kontext?</i></li><li><i>Was meint das Konzept Gouvernementalität und welche Rolle spielt es in der queeren Politikwissenschaft?</i></li><li><i>Welche Rolle kommt der Medizin im Kontext heteronormativer Staatlichkeit zu?</i></li><li><i>Was bedeutet es konkret vom Staat als heteronormativem Verhältnis oder heteronormative Gouvernementalität zu sprechen?</i></li><li><i>Was fanden Sie besonders spannend oder interessant? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert? Welche Unklarheiten, Fragen tauchten auf? Welchen Erkenntniswert haben diese Texte in Bezug auf unser Seminarthema?</i></li></ol><p>&nbsp;</p><p><strong>Teil 2: MIT ODER GEGEN DEN STAAT? </strong>Queertheoretische Perspektiven auf Kämpfe um LGBTIQ+ Rechte und intersektionale Ambivalenzen staatsbürgerlicher Anerkennung</p><p><span style="color:#A02B93;"><strong>Grundlagentexte, -Videos und -Podcasts für ALLE:</strong></span></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">BÜHNER, Maria/ GAMMERL, Benno (2025): Deutsche Geschichte, queere Perspektiven. In: APuZ – Aus Politik und Zeitgeschichte, online verfügbar auf: </span><a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/queer-2025/562120/deutsche-geschichte-queere-perspektiven/"><span style="color:#A02B93;">https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/queer-2025/562120/deutsche-geschichte-queere-perspektiven/</span></a><span style="color:#A02B93;"> (Zugriff: 12.4.2026)</span></p></li><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">KLAPEER, Christine M. (2020): Rassismus, Heteronormativität, queere Interdependenzen. Trans/nationale Kämpfe um LGBTIQ*-Rechte und staat(sbürger)liche Politiken der Anerkennung als Gegenstand intersektionaler Analysen. In: Mefebue, Astrid Biele/ Bührmann, Andrea/ Grenz, Sabine (Hg.): Handbuch Intersektionalitätsforschung, Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-26613-4_24-1</span></p></li><li><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">VIDEO: DVPW Diskussionsrunde: Politikwissenschaft im Gespräch:&nbsp; Queer Politics in Troubled Times?! Politikwissenschaftliche Perspektiven auf Debatten und Kämpfe um sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, &nbsp;&nbsp;</span><a href="https://www.dvpw.de/veranstaltungen/politikwissenschaft-im-gespraech/"><span style="color:#A02B93;">https://www.dvpw.de/veranstaltungen/politikwissenschaft-im-gespraech/</span></a></li></ul><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 4 zu Homonormativität und Neoliberalismus</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:black;">LAUFENBERG, Mike (2019), Macht- und normalitätskritische Perspektiven der Queer Theory [<strong>SEHR KURZER Auszug</strong> aus: Queer Theory: identitäts- und machtkritische Perspektiven auf Sexualität und Geschlecht]. In: Kortendiek, Beate/ Riegraf, Birgit/ Sabisch, Katja (Hg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung, Wiesbaden: VS Springer, 335-338</span><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">ENGEL, Antke/ Antek (2008): Gefeierte Vielfalt, Umstrittene Heterogenität, Befriedete Provokation. Sexuelle Lebensformen in spätmodernen Gesellschaften. In: Bartel, Rainer et al. (hg.): Heteronormativität und Homosexualitäten, Innsbruck; Wien; Bozen: Studienverlag, 43-63.<!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">LUDWIG, Gundula (2017):&nbsp; Neukonfigurationen von Staat und Heteronormativität. In: Lenz, Ilse/ Evertz, Sabine/ Ressel, Saida (Hg.): Geschlecht im flexibilisierten Kapitalismus? Geschlecht und Gesellschaft, Springer VS: Wiesbaden, 85-107.</p></li></ul><p><i><strong>&nbsp;</strong></i></p><p><i><strong>Leitfragen:&nbsp;</strong></i></p><ol><li><i>Welche Widersprüche werden in den Texten in Bezug auf die zunehmende staatsbürgerliche Anerkennung von LGBTIQ+ Personen in Deutschland seit Anfang der 2000er Jahre diskutiert?</i></li><li><i>Welche Bedeutung kommt neoliberalen Politiken in diesem Zusammenhang zu?</i></li><li><i>Was ist Neoliberalismus? </i></li><li><i>Was meinen die Autor*innen damit, wenn von einer Homonormativität oder „Heteronormalisierung von Homosexualität“ gesprochen wird (à gegebenenfalls eigenständige Begriffsrecherche im Internet)?</i></li><li><i>Was wird in der queeren Sozial- und Politikwissenschaft unter einer queeren „Normalisierungskritik“ verstanden?</i></li><li><i>Wie beurteilen Sie die aktuellen politischen Debatten in Deutschland über sexuelle/geschlechtliche Vielfalt vor dem Hintergrund dieser Texte?</i></li><li><i>Welche aktuellen Beispiele für eine „Neoliberalisierung“ von Diskursen über sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt fällt ihnen ein? Welche Erkenntnisse haben Sie in Bezug auf unser Seminarthema gewonnen?</i></li><li><i>Was hat sie beschäftigt? Was haben Sie nicht verstanden, was war schwierig? Welche Diskussionen oder Fragen sind bei Ihnen in der Gruppe aufgekommen?</i></li></ol><p><strong>Zusatztexte Expert*innengruppe 5 zu Homonationalismus und Intersektionalen Politiken und Ausschlüssen</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->SHUKRALLAH, Tarek (2024) (Hg.): Nicht die Ersten. Bewegungsgeschichten von Queers of Color in Deutschland, Berlin: Assoziation A, <span style="background-color:yellow;">Einleitung</span>.</p></li><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->ÇETIN, Zülfukar (2015). Der Schwulenkiez. Homonationalismus und Dominanzgesellschaft. In: Attia, Iman/ Köbsell, Swantje/ Prasad, Nivedita (Hg.): Dominanzkultur reloaded, Bielefeld: transcript Verlag, 35-46.<!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">DIETZE, Gabriele (2019): Vorwort &amp; Kapitel 1: Was ist ‚sexueller Exzeptionalismus‘. In: Dies.: Sexueller Exzeptionalismus. Überlegenheitsnarrative in Migrationsabwehr und Rechtspopulismus, Bielefeld: transcript, 7-39.<!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">VIDEO: The urgency of intersectionality | Kimberlé Crenshaw | TED, auf: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=akOe5-UsQ2o">https://www.youtube.com/watch?v=akOe5-UsQ2o</a></p></li></ul><p>&nbsp;</p><p><i><strong>Leitfragen:&nbsp;</strong></i></p><ol><li><i>Welche Widersprüche werden in den Texten in Bezug auf die zunehmende staatsbürgerliche Anerkennung von LGBTIQ+ Personen in Deutschland seit Anfang der 2000er Jahre diskutiert?</i></li><li><i>Welche Bedeutung kommt Rassismus in diesem Zusammenhang zu? </i></li><li><i>Was meinen die Autor*innen damit, wenn von einem Homonationalismus und (neuen) sexuellen Exeptionalismus im Zusammenhang mit der Anerkennung von LGBTIQ+ Personen gesprochen wird?</i></li><li><i>Wie beurteilen Sie die aktuellen politischen Debatten in Deutschland über sexuelle/geschlechtliche Vielfalt vor dem Hintergrund dieser Texte?</i></li><li><i>Welche aktuellen Beispiele für rassistische/rassisierende Diskurse über sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt fällt ihnen ein?</i></li><li><i>Welche Erkenntnisse haben Sie in Bezug auf unser Seminarthema gewonnen? Was hat sie beschäftigt? Was haben Sie nicht verstanden, was war schwierig? Welche Diskussionen oder Fragen sind bei Ihnen in der Gruppe aufgekommen</i></li></ol><p>&nbsp;</p><p><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>


Fr. 26.06.2026,10.00 - 20.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 3: AKTUELLE GESCHLECHTER- UND SEXUALPOLITIKEN ALS FOR-SCHUNGSGEGENSTAND QUEERER POLITIKWISSENSCHAFT<!--HTML--><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 1: ANGRIFFE AUF LGBTIQ+ RECHTE ALS ANGRIFFE AUF DIE DEMOKRATIE? </strong>Antifeminismus und (transnationale) Anti-Gender Politiken</span></p><p><span style="color:#000000;">&nbsp;</span><span style="color:#A02B93;"><strong>Grundlagentexte und Podcasts für ALLE:</strong></span></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">PODCAST: „Anti-was? Antifeminismus als Gefahr für die Demokratie Taking the Red Pill – Einstiegsdroge Antifeminismus“, auf: </span><a href="https://www.bpb.de/mediathek/audio/558297/folge-1-anti-was-antifeminismus-als-gefahr-fuer-die-demokratie/"><span style="color:#A02B93;">https://www.bpb.de/mediathek/audio/558297/folge-1-anti-was-antifeminismus-als-gefahr-fuer-die-demokratie/</span></a><span style="color:#A02B93;">&nbsp; (Zugriff: 8.4.2026).</span><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;"><span style="color:#A02B93;">SAUER, Birgit (2019): Anti-feministische Mobilisierung in Europa: Kampf um eine neue politische Hegemonie? In: Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaften 13 (3), 339–352</span><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;"><span style="color:#A02B93;">LANG, Juliane (2025): Antifeminismus als Mobilisierungstool für die extreme Rechte, auf: BpB – Bundeszentrale für politische Bildung, </span><a href="https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/561968/antifeminismus-als-mobilisierungstool-fuer-die-extreme-rechte/"><span style="color:#A02B93;">https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/561968/antifeminismus-als-mobilisierungstool-fuer-die-extreme-rechte/</span></a><span style="color:#A02B93;"> (Zugriff: 8.4.2026). <strong>[sehr kurz!]</strong></span></p></li></ul><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 6 zur Geschichte des Antifeminismus und Anti-Gender Politiken</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->PODCAST: Who is afraid of Gender? The Word That Became a Threat, auf: https://waog.substack.com/p/episode-1-the-word-that-became-a?r=1nfeba&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true (Zugriff: 8.4.2026).<!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">HENNINGER, Annette (2020): Antifeminismen. ‘Krisen’-Diskurse mit gesellschaftsspaltendem Potential. In: Henninger, Annette/ Birsl, Ursula (Hg.): Antifeminismen. ‘Krisen’-Diskurse mit gesellschaftsspaltendem Potential, Bielfeld: transcript, 9 – 19 [<strong>kurz, Auszug!]</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">BLUM, Rebekka (2019): Antifeminismus im Kaiserreich &amp; Antifeminismus in Deutschland seit 1990. In: Dies.: Angst um die Vormachtsstellung. Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus, Hamburg: Marta Press, 19-36 &amp; 37-82 <strong>(sehr groß geschrieben!)</strong><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">BLUM, Rebekka (2024): Nicht nur eine Gegenbewegung – Grundlegende Überlegungen zu einem differenzierten Verständnis von Antifeminismus, in: Drücker, Ansgar/Seng, Sebastian/Winterscheidt, Lea (Hrsg.): Antifeminismus und Feminismen der Migrationsgesellschaft, Düsseldorf 2024, S.18-22, abrufbar unter: <a href="https://www.idaev.de/fileadmin/user_upload/pdf/publikationen/Reader/2023_Antifeminismus_und_Feminismen.pdf">https://www.idaev.de/fileadmin/user_upload/pdf/publikationen/Reader/2023_Antifeminismus_und_Feminismen.pdf</a> <strong>[sehr kurz!!]</strong></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><strong>&nbsp;</strong></p><p style="text-align:justify;"><i><strong>Impulsfragen:&nbsp;</strong>&nbsp;</i></p><ol><li><p style="text-align:justify;"><i>Was meint der Begriff/das Konzept Antifeminismus? Was wird damit beschrieben?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Wie äußerte sich Antifeminismus im Kaiserreich, wie äußert sich Antifeminismus in der Gegenwart?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Gegen wen oder was richtete er sich?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was unterscheidet die Antifeminismen im Kaiserreich von jenen Antifeminismen, die ab den 1990er Jahren zirkulieren? Welche Rolle spielt das Konzept „Gender“&nbsp; bzw.&nbsp; welche Rolle spielen LGBTIQ+- Rechte und Geschlechtervielfalt für aktuelle Antifeminismen?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche verschiedenen Akteursgruppen und Akteurskonstellationen lassen sich identifizieren?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was hat Sie in Bezug auf das Thema besonders beschäftigt, was fanden Sie interessant? Was war neu für Sie? Was haben Sie nicht verstanden, was fanden sie schwierig? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert? Welche Unklarheiten, Fragen tauchten auf?</i></p></li></ol><p style="text-align:justify;"><strong>&nbsp;</strong></p><p style="text-align:justify;"><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppen 7 zu Antifeminismus und Trans- und Queerfeindlichkeit</strong></p><ul><li><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->PODCAST: Queerfeindlichkeit #2 mit Richard Köhler. <a href="https://gender-mediathek.de/de/media/externes-medium/queerfeindlichkeit-2-mit-richard-koehler">https://gender-mediathek.de/de/media/externes-medium/queerfeindlichkeit-2-mit-richard-koehler</a><!--[if !supportLists]--></li><li><!--[endif]-->SEHMER, Julian/ SIMON, Stephanie (2025). Queerfeindliche Mobilisierung von Rechts: Kulturelle Deutungskämpfe um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und ihre Bedeutung für Bildung und Erziehung. In: Bergold-Caldwell, Denise et al.: Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand Politischer Kämpfe: Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse: Wiesbaden: Verlag Barbara Budrich,&nbsp; 219–38.<!--[if !supportLists]--></li><li><!--[endif]-->LUDWIG, Gundula and STEINSBERGER, Zoe Ragna (2025): Die Unaushaltbarkeit demokratischer Kontingenz? Über Angriffe auf trans* Lebensweisen und Politiken als Angriffe auf Demokratie. In:&nbsp; Feministische Studien 43 (2), 2025, 276-290.</li></ul><p><strong>&nbsp;</strong></p><p style="text-align:justify;"><strong>Impulsfragen:</strong></p><ol><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Bedeutung haben Queer- und Transfeindlichkeit für aktuelle antifeministische und rechtsautoritäre Mobilisierungen?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welche Mobilisierungsdynamiken und Akteur*innen lassen sich beobachten?&nbsp;&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Inwiefern lassen sich Angriffe auf trans* Lebensweisen und Politiken als Angriffe auf Demokratie verstehen?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Welches Demokratieverständnis liegt dieser Analyse zugrunde? Welche Bedeutung haben diese gegenwärtigen Politiken für das Feld der politischen Bildung?&nbsp;</i></p></li><li><p style="text-align:justify;"><i>Was hat Sie in Bezug auf das Thema besonders beschäftigt, was fanden Sie interessant? Was war neu für Sie? Was haben Sie nicht verstanden, was fanden sie schwierig? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert? Welche Unklarheiten, Fragen tauchten auf?</i></p></li></ol><p><i>&nbsp;</i></p><p><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 8 zum Thema Angriffe auf die Demokratie</strong></p><ul><li><p style="text-align:justify;"><!--[if !supportLists]--><!--[endif]-->PODCAST der Bundeszentrale für politische Bildung: Taking the Red Pill – Einstiegsdroge Antifeminismus Folge 2: Warum funktioniert Antifeminismus als Brückenideologie? Auf: <a href="https://www.bpb.de/mediathek/podcasts/taking-the-red-pill/558318/folge-2-warum-funktioniert-antifeminismus-als-brueckenideologie/">https://www.bpb.de/mediathek/podcasts/taking-the-red-pill/558318/folge-2-warum-funktioniert-antifeminismus-als-brueckenideologie/</a><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">LEINIUS, Johanna/ MARTINSEN, Franziska/ NÜTHEN Inga (2025): Die Entdemokratisierung gesellschaftlicher Verhältnisse durch autoritäre Geschlechterpolitiken. In: APuZ – Aus Politik und Zeitgeschichte, <a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/queer-2025/562126/die-entdemokratisierung-gesellschaftlicher-verhaeltnisse-durch-autoritaere-geschlechterpolitiken/"><span style="color:windowtext;">https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/queer-2025/562126/die-entdemokratisierung-gesellschaftlicher-verhaeltnisse-durch-autoritaere-geschlechterpolitiken/</span></a> (Zugriff: 14.10.2025)<!--[if !supportLists]--></p></li><li><p style="text-align:justify;">&nbsp;<!--[endif]-->Traußneck,&nbsp;Matti&nbsp;(2024): Kolonialität, Sex und Demokratietheorie. In: Klapeer, Christine M./Leinius, Johanna/Martinsen, Franziska/Mauer, Heike/Nüthen, Inga (Hrsg.): Handbuch Politik und Geschlecht. Politik und Geschlecht, Band&nbsp;34. Version 1. Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich.&nbsp; <a href="https://doi.org/10.3224/pg.2024.ksdmt.1-o%20">https://doi.org/10.3224/pg.2024.ksdmt.1-o</a></p></li></ul><p><i><strong>Impulsfragen:&nbsp;</strong></i></p><ol><li><i>&nbsp;W</i><span style="color:black;">elche wichtigen Erkenntnisse über die demokratietheoretischen Implikationen von Antifeminismus, Anti-Gender Politiken und Angriffen auf LGBTIQ+/Trans Rechten haben Sie gewonnen?</span></li><li><span style="color:black;">Was fanden Sie besonders spannend, irritierend oder interessant in den Texten? </span></li><li><span style="color:black;">Wie lässt sich das Verhältnis von Anti-Gender/Anti-LGBTIQ+ Politiken und Demokratie und demokratischen Pluralismus beschreiben?</span></li><li><span style="color:black;">Sind diese Politiken „Angriffe auf die Demokratie“?</span></li><li><span style="color:black;">Sind alle antifeministischen Artikulationen per se anti-demokratisch? Was haben Sie in der Gruppe diskutiert, was hat sie diesbezüglich beschäftigt?&nbsp; Was haben Sie nicht verstanden, was ist unklar geblieben?&nbsp;</span></li></ol><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 2: JENSEITS VON UNGLEICHHEIT VERSUS IDENTITÄT: Solidarität, Differenz und queere Klassenpolitiken</strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>&nbsp;</strong></span><strong>Grundlagentexte und Podcasts für ALLE:</strong></p><ul><li><!--[if !supportLists]--><span style="color:#A02B93;">&nbsp;<!--[endif]-->NÜTHEN, Inga (2024): Queer_feministische, antikapitalistische Politiken: Solidarität und die Bedingung von Differenz und Relationalität. In: Becker, Lia/ Beyer, Atlanta/ Pühl, Katharina (Hg.) Bite Back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidaritäten, Edition Assemblage, online auf: </span><a href="https://www.rosalux.de/news/id/54079/solidaritaet-und-die-bedingung-von-differenz-und-relationalitaet"><span style="color:#A02B93;">https://www.rosalux.de/news/id/54079/solidaritaet-und-die-bedingung-von-differenz-und-relationalitaet</span></a></li><li><!--[if !supportLists]--><!--[endif]--><span style="color:#A02B93;">STROBL, Natascha (2023): Solidarität. Wien: Kremayr &amp; Scheriau, 8-12; 39-69. &nbsp;</span></li></ul><p><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 9 zum Thema Identitäts- vs. Klassenpolitiken</strong></p><p><i>Literatur und Impulsfragen folgen!</i></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Zusatztexte für die Expert*innengruppe 10 zum Thema Queere Klassenpolitiken</strong></p><p><i>Literatur und Impulsfragen folgen!</i></p><p>&nbsp;</p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</span></p>


Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201Einheit 4: BESPRECHUNG DER HAUSARBEITSTHEMEN UND ABSCHLUSS DER LEHRVERANSTALTUNG



Kommentar:

Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!

29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen

Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.

Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?

Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] European Democracy Promotion
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  E201
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: E201

Zielgruppen:
DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  DuK Ma, WPV, 3. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem

Kommentar:

This seminar examines the dynamics, role and impact of democracy promotion by the EU. The EU's efforts to act as a normative actor both in its neighbourhood and in various regions of the world are appreciated by many actors, but also heavily criticised. The seminar provides an empirical overview, examines related concepts and addresses criticism of the EU against the backdrop of increasing geopolitical conflicts with undemocratic countries.


[Si] International Security Organisations in Comparison
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 201
nächster Termin: 26.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 201

Zielgruppen:
GuK Pol Ma, WPV, 2. Sem  |  GuK Pol Ma, WPV, 3. Sem  |  DuK Ma, WPV, 2. Sem  |  DuK Ma, WPV, 3. Sem

Kommentar:

International organisations are a central element of world politics. They structure international relations in many respects. Their character and their fields of work are very different. The central aim of this seminar is to provide an in-depth introduction to the field of international security organisations. In a first step, the concepts and theories of international organisations will be explained in more detail. In the further course of the seminar, selected security organisations will be analysed in more detail. These are in particular the UN, NATO, the EU, the OSCE, but also selected security organisations from other regions of the world. Methodologically, the seminar is based on joint text discussions, group work and a weekly news corner.


 

Zu belegen sind zwei Seminare (A1 und A2)

[Si] Big-Tech und KI treffen aus Pressefreiheit - wie die digitale Revolution Journalismus und politische Kommunikation verändert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 01.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

 
nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de