JLU Gie�en
Diese Seite drucken   
Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 24: Musik der Gegenwart I (03 BA Mus 24)
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

Einfache Suche. Wählen Sie erst aus, ob Sie in Veranstaltungen oder Lehrenden suchen wollen.

Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 24: Musik der Gegenwart I (03 BA Mus 24)

Veranstaltungen

Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen zur Musik der Gegenwart (LV 1 und LV 2).

   

[Si] Art meets Sound. Kunst und Musik in der Moderne (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MW Ba, PV, 3.-6.. Sem  |  MW Ba, PV, 1.-6. Sem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, PV, 1.-3. Sem und 1.-4. Sem  |  GuK MW Ba, PV, 1.-6. Sem und 3.-6. Sem  |  GuK MW Ma, PV, 1.-3. Sem  |  ATW Ba, WPV, 6. Sem und PV, 1.-6. Sem  |  ATW Ma, WPV, 1. Sem und PV, 1.-2. Sem

Kommentar:

Was passiert, wenn Klang auf Bild trifft? Wenn Komponist*innen Farben hören oder Künstler*nnen Musik sichtbar machen? Das Seminar geht diesen und ähnlichen Fragen nach und lädt dazu ein, Verbindungen zwischen bildender Kunst und Musik gemeinsam zu entdecken.
Im Mittelpunkt stehen Positionen zwischen den Disziplinen: Komponist*innen, die sich von Malerei, Skulptur oder Architektur inspirieren lassen, ebenso wie bildende Künstler*innen, die musikalische Strukturen, Klang oder Kompositionsprinzipien in ihre Arbeit integrieren. Dabei beginnen wir in den Pariser Ateliers um 1900 und bewegen uns bis in die zeitgenössische Gegenwart.
„Art meets Sound“ versteht sich als gemeinsamer Denk- und Experimentierraum. Das Seminar wird von Lehrenden aus Kunst und Musik gemeinsam gestaltet und Studierende beider Fachrichtungen sind ausdrücklich eingeladen, ihre eigenen Blickwinkel einzubringen.


[Si] Deutsch-deutsche Geschichte der populären Musik bis zur Gegenwart. Pop in der DDR, BRD und im wiedervereinigten Deutschland
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar setzt in der Nachkriegszeit mit der Geschichte des geteilten Deutschlands an und arbeitet sich bis in die Zeit des wiedervereinigten Deutschlands und der Gegenwart vor. Wir beschäftigen uns zum einen mit den gesellschaftlichen Umständen, in denen sich populäre Musikformen sowohl in der DDR als auch in der BRD entfalteten und blicken auf hegemoniale Zuschreibungen und Ideologien, mit denen populäre Musik in den unterschiedlichen politischen Systemen unweigerlich verflochten war. Zudem werden diverse musikalische Praktiken von einschlägigen Modetänzen bis hin zu Aspekten der Musikproduktion beleuchtet, ebenso wie die lebensweltlichen Bezüge einzelner Genres wie Beat, (Kraut)Rock, Soul, Disco, Neuer Deutscher Welle, Hip-Hop/Deutschrap, EDM/Techno, Indierock und Deutschpop. Darüber hinaus werden einzelne ästhetische Strategien im Klang, Performance und Lyrics herausgearbeitet, mit denen spezifische Artikulationen und Problematisierungen deutscher bzw. nationaler Identität vorgenommen wurden.

2. Literatur
Ahlers, Michael & Jacke, Christoph, eds. 2017. Perspectives on German Popular Music. New York: Routledge.
Lipp, Florian. 2021. Punk und New Wave im letzten Jahrzehnt der DDR. Akteure – Konfliktfelder – musikalische Praxis. Münster: Waxmann.
Mrozek, Bodo. 2019. Jugend. Pop. Kultur. Eine transnationale Geschichte. Berlin: Suhrkamp.
Rauhut, Michael & Peter, Beate (Hg.). 2022. Popular Music History 14/2. Special Issue: „Narrating Popular Music Histories of the GDR: A Critical Reflection of Approaches, Sources and Methods“.
Schiller, Melanie. 2018. Soundtracking Germany. Popular Music and National Identity. London: Rowman & Littlefield.
Seibt, Oliver / Ringsmut, Martin & Wickström, David-Emil (Hg). 2021. Made in Germany: Studies in Popular Music. New York: Routledge.
Simmeth, Alexander. 2016. Krautrock transnational. Die Neuerfindung der Popmusik in der BRD, 1968–1978. Bielefeld: transcript.
Spiritova, Mareka & Trummer, Manuel (Hg.). 2023. Pop the Nation. Die Nation als Ressource und Argument in Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung. Münster: Waxmann.
Völker, Florian. 2023. Kälte-Pop. Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Popmusik-Exports. Berlin: De Gruyter.
Zaddach, Wolf-Georg. 2018. Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken. Bielefeld: transcript

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; optional mit Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


[Si] Digitale Popmusikkulturen des Mittelmeerraums: Produktionen, Plattformen, Archive
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba  |  MP Ba  |  GuK MW Ba  |  AMW Ma  |  GuK MW Ma  |  L2, L3, L5  |  ATW Ba  |  ATW Ma  |  MA Gesellschaft und Kulturen der Moderne

Kommentar:

Digitale Technologien haben die Produktion, Verbreitung und Rezeption populärer Musik grundlegend verändert. Im Mittelmeerraum entstehen dadurch neue musikalische Verbindungen, die nationale Grenzen überschreiten und unterschiedliche soziale, kulturelle, sprachliche, politische und ökonomische Kontexte miteinander verknüpfen. Plattformen wie YouTube, Spotify, Anghami, SoundCloud, TikTok oder Instagram ermöglichen neue Formen musikalischer Öffentlichkeit, während Playlists, Online-Sammlungen und digitale Archive mediterrane Popmusik speichern, kuratieren und zugänglich machen.
In diesem Seminar widmen wir uns der Frage, wie der Mittelmeerraum als relationaler Raum durch digitale Produktionen, Plattformen und Archive populärer Musik hervorgebracht und vernetzt wird. Anhand von Fallstudien aus Südeuropa, Nordafrika und der Levante beschäftigen wir uns mit digitaler Musikproduktion, Plattformökonomien, Algorithmen, Musikvideos, Remixes, viralen Sounds sowie DIY- und Communitypraktiken. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit rezenten digitalen Archiven populärer Musik des Mittelmeerraums. Gemeinsam mit den Studierenden werden bestehende digitale Archive vorgestellt und kartiert sowie eigene Fragestellungen zu digitalen Popmusikkulturen des Mittelmeerraums entwickelt.


[H Si] Kurt Weill: Komponist in zwei Musikkulturen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 08
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, o Sem  |  mL1,2,3,5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, PV, oSem  |  GuK MP Ba, PV, 0Sem  |  Psy BSc, WPV, 3./5. Sem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, oSem  |  ATW Ma, WPV, oSem

Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Kurt Weill hat bei seinen Musiktheaterstücken häufig eine sozialkritische Position eingenommen.

Kommentar:

1. Zum Thema: Ein Großteil der Musik Kurt Weills ist von US-Amerikanischer Musik geprägt, jedoch gibt es nur wenige Komponisten, die wie er eine Außen- und Innensicht gewinnen konnten. Ein weiteres Merkmal von Weill sind die von ihm gewählten sozialkritischen Themen und die Vielzahl an Kooperationspartnern (u.a. Maxwell Anderson, Marc Blitzstein, Bertolt Brecht, Yvan Goll, Paul Hindemith, Georg Kaiser, Lotte Lenya, Caspar Neher, Franz Werfel). Das Seminar wird seinen Schwerpunkt auf das Musiktheaterwerk von Weill legen (u.a. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Die Dreigroschenoper, Der Jasager, Johnny Johnson, Lady in the Dark, Der Lindberghflug, Lost in the Stars, One Touch of Venus, Royal Palace, Die sieben Todsünden, Street Scene, Der Zar lässt sich photographieren), das neben Opern und Musicals auch Songspiele, Oratorien, ein gesungenes Ballett und Radiohörspiele umfasst.

2. Literatur: Baumgartner, M.: Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck. Hildesheim 2012; Block, G.: Enchanted Evenings. The Broadway Musical from Showboat to Sondheim and Lloyd Webber. New York 2009; Böker, U./Detmers, I./Giovanopoulos, A.-C. (Hg.): John Gay’s The Beggar’s Opera, 1728–2004. Adaptations and Re-Writings. Amsterdam/New York 2006; Chiesa, L. (Hg.): Resonances against Fascism. Modernist and Avant-Garde Sounds from Kurt Weill to Black Lives Matter. Albany 2024; Crawford, D.L.: Windfall of Musicians. Hitler’s Emigres and Exiles in Southern California. New Haven 2009; Fischer, M./Jost, C. (Hg.), Amerika-Euphorie – Amerika-Hysterie. Populäre Musik made in USA in der Wahrnehmung der Deutschen 1914–2014. Münster 2017; Graber, N.: Kurt Weill’s America. New York 2021; Graber, N./Rizzuti, M. (Hg.): The Works of Kurt Weill: Transformations and Reconfigurations in 20th-Century Music. Turnhout 2023: Grosch, N. (Hg.): Novembergruppe 1918. Studien zu einer interdisziplinären Kunst für die Weimarer Republik. Münster 2018; Haas, M.: Music of Exile: The Untold Story of the Composers Who Fled Hitler. New Haven/London 2023; Hinton, S.: Kurt Weills Musiktheater. Vom Songspiel zur American Opera. Berlin 2023; Juchem, E.: Kurt Weill und Maxwell Anderson. Neue Wege zu einem amerikanischen Musiktheater, 1938–1950. Stuttgart/Weimar 2000; Katz, P.: The Partnership. Brecht, Weill, Three Women, and Germany on the Brink. New York 2015; Mücke, P.: Musikalischer Film – Musikalisches Theater. Medienwechsel und szenische Collage bei Kurt Weill. Münster 2011; McClung, B.D.: Lady in the Dark. Biography of a Musical. Oxford 2007; O’Leary, J.: The Middlebrow Musical: Between Broadway and Opera in 1940s America. New York 2025; Schmid, R.: Weill, Blitzstein, and Bernstein. A Study of Influence. Rochester 2023; Shin, H.: Kurt Weill, Berlin und die zwanziger Jahre. Sinnlichkeit und Vergnügen in der Musik. Würzburg 2002; Wackers, R.: Dialog der Künste. Die Zusammenarbeit von Kurt Weill & Yvan Goll. Münster 2004; Weill, K.: Musik und musikalisches Theater. Gesammelte Schriften. Mit einer Auswahl von Gesprächen und Interviews. Mainz: Schott 2000; Weiss, S./Schebera, J. (Hg.): Street Scene. Der urbane Raum im Musiktheater des 20. Jahrhunderts. Münster 2006

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- sowie L2- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlich ausgearbeiteter (Film-) Musikanalyse, Hausarbeit oder Forschungsprojekt.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de