Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Referenzfächer für Masterstudiengänge (10 cp) - Referenzfach Sozialwissenschaften
Veranstaltungen
Für das Studium der Sozialwissenschaften als Master-Referenzfach sind aus dem Angebot der Master-Nebenfächer Soziologie oder Politikwissenschaft folgende Module wählbar. Dabei gilt, dass Module des Pflichtbereichs vor der Belegung von Modulen der Themenbereiche belegt worden sein müssen.
Soziologie: M1: Kultur- und sozialtheoretische Grundlagen(03 MA GKM K1) ⇑
Soziologie: M2: Kulturelle und gesellschaftliche Transformationen in spezifischen Feldern (03 MA GKM K2) ⇑
[Si] Afrika im Comic
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E 101 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E 101 |
Der Comic war eines der prägenden Medien des 20. Jahrhunderts und ist nach wie vor wirksam. Nahezu von Beginn an finden sich im Comic Darstellungen Afrikas. Dabei spielen nicht unwesentlich Bebilderungen kolonialer Herrschaft und Klischees sowie Darstellungen des Exotismus des Anderen eine Rolle. Diese Darstellungen des afrikanischen Kontext sind jedoch erstens nicht unterschiedslos zu bewerten und sie verändern sich zweitens im Zuge der Entwicklung des Mediums. Mit einer Schwerpunktsetzung auf jüngeren Beispielen, wird das Seminar an ausgewählten Beispielen der Darstellung Afrikas im Comic nachgehen.
[Si] Environmental Justice

The unequal distribution of environmental benefits and harms produced by modern capitalist production remains one of the most pressing societal challenges of our time, giving rise to “environmental justice” as a topic of socio-political mobilization and a theoretical concept in social science for analyzing (re-)distribution, mobilization, representation, and political participation. Environmental justice focuses on the nexus between social discrimination and environmental burdens affecting groups such as poor communities, racial minorities, children, and indigenous peoples, and highlights demands for equal environmental protection.
Today, environmental justice is central to challenges in areas such as food, agriculture, climate change, water, and land use. It is actively adopted by social movements addressing disproportionate environmental harms, mobilizing against threats like polluted environments, and advocating for fair access to environmental goods. Simultaneously, environmental justice has been integrated into governance arrangements at multiple levels. As a theoretical perspective, environmental justice enables reflection on local mobilizations and global connections while contextualizing key questions through frameworks like post-colonial theory, social movement theory, and environmental governance studies.
In the course, following an introduction to the foundations, history, and definitions of environmental justice, several key questions are assessed: How are environmental benefits and harms distributed, and what dependencies, inequalities, and conflicts result? How do environmental conflicts and struggles over resources manifest? What justice claims are mobilized, and how are they expressed? What power dynamics and social structures perpetuate environmental inequality? What mechanisms address or resolve conflicts related to environmental justice?
Students will analyze case studies demonstrating environmental inequalities across issues, regions, and communities. Results from group work will be presented, discussed, and commented on in two block seminar sessions on July 12 and July 19, 2025.
Soziologie: M6/M7/M8: Kooperationsmodul (03-Ma-GKM-Koop-1/2/3) ⇑
Zu belegen sind in drei Module, darin jeweils: entweder zwei Seminare aus dieser Liste bzw. einer Nachbarwissenschaft (A1 und A2) oder ein Lehrforschungsprojekt (A3).
A 1: Seminar
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
[Si] Von solitären Interneteltern und gemeinschaftsorientierten Fernsehfamilien: digitale Medien im Alltag von Familien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.)
Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.
A 2: Seminar
[Si] Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fantum im Wandel der Zeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Jugend- und Subkulturen haben für ihre Teilnehmer:innen häufige einen identitätsstiftenden Charakter, der – insbesondere im Fall der Subkulturen – in gezielter Abgrenzung zur gesellschaftlich dominanten Kultur erfolgt. Die Phase der Jugend wurde zudem lange Zeit mit Auflehnung gegen das Elternhaus und gesellschaftliche Normen assoziiert. Popmusik, Skatboarding, Fußball, Computerspiele und soziale Media schaffen neue Räume und Erlebniswelten, die von gesellschaftlichen Einflüssen jedoch nicht unberührt sind. Gerade die massenmediale Verbreitung der Popmusik hat in den 1960-2000 Jahren zur Entstehung vielfältigen Jugend- und Subkulturen beigetragen. Das Internet wiederum hat neue Möglichkeiten der globalen Vernetzung oder der Selbstdarstellung in den sozialen Medien geschaffen und zu einem Wandel jugendkultureller Praktiken und Szenen wesentlich beigetragen. Sich mit ausgewählten Jugend- und Subkulturen, Szenen und Fansein im Wandel der Zeit zu befassen, eröffnet nicht nur einen differenzierten Blick auf diese Phänomene, sondern auch darauf, wie kreative, technische oder mediale Innovationen nicht nur die Jugend, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen und sozialen Wandel evozieren.
[Si] Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters.
Horkheimers Schrift Egoismus und Freiheitsbewegung von 1936 zählt zu den wichtigsten Texten der Kritischen Theorie in ihrer ursprünglichen Gestalt und zu dem Besten, das Horkheimer je geschrieben hat. Im Gegensatz zur ‚ewigen Menschennatur‘ philosophischer Anthropologie untersucht Horkheimer, was es mit dem menschlichen Wesen wirklich auf sich hat. Ist der Mensch nun schlecht wie nach Machiavelli oder gut wie bei Thomas Morus, lernfähig wie bei Rousseau oder aggressiv wie bei Hobbes? An unterschiedlichen historischen Figuren wie Savonarola, Calvin und Robespierre zeigt Horkheimer gemeinsame Strukturmerkmale auf; den Haß auf Lust, die Herausbildung des Gehorsams und das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Das Seminar wird diskutieren, was Horkheimers Text in der Vergangenheit bedeutete und inwiefern er noch heute Gültigkeit hat.
[Si] Von solitären Interneteltern und gemeinschaftsorientierten Fernsehfamilien: digitale Medien im Alltag von Familien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil II, E02 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil II, E02 |
Der Wandel der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im familialen Kontext ist Gegenstand dieses Seminars. Dabei wollen wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie sieht der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in Familien aus? Welcher Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Medien in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu, und wie sind sie insgesamt in das Freizeitverhalten der Familie eingebunden? Wie werden Medienrituale in den familialen Alltag eingebettet? Welche Nutzertypologien (medialer Habitus) lassen sich identifizieren, und welche Rolle nimmt dabei die Schichtzugehörigkeit ein? Inwiefern gleichen sich in einer Familie Mediennutzungsmuster im Rahmen reverser Sozialisation an? Welche Bedeutung hat die Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, und was sind die Charakteristika digitaler Überwachung durch Eltern? Textgrundlage sind die jeweils aktuellsten Untersuchungen, die auch schon Ergebnisse zum sog. ersten Corona-Jahr aufweisen. Die Studierenden sollen im Rahmen ihrer Hausarbeit (= Leistungsnachweis) auch eine kleine empirische Fragestellung verfolgen, wie z.B. eine Produktanalyse (einer Überwachungsapp, eines Gerätes, des Wandels eines jahrzehntelang ausgestrahlten Fernsehformates; oder das Erfassen unterschiedlicher medialer Nutzungsweisen beim Distant Teaching, der Einsatz von Medien bei Familienfeiern in Zeiten von Physical Distancing usw.)
Alle Informationen zur Veranstaltung befinden sich in Studip.