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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Zertifikat: Gender, Sexuality and Diversity

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Weitere Infos zum Zertifikat sind auf der folgenden Webseite zu finden:
https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/zertifikate/gender-sexuality-diversity

 

 
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Legende

  
[Vl] Kämpfe um Öffentlichkeit: Demokratie, Medien, Intersektionalität
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 76B, Mobiler Hörsaal

Kommentar:

ACHTUNG: Die Vorlesung beginnt am 20. April 2026

Öffentlichkeit ist und war historisch stets umkämpft - gleichzeitig stellen Debatten und Auseinandersetzungen um Ein- und Ausschlüsse in den Raum "Öffentlichkeit" einen zentralen Grundpfeiler von modernen (liberalen) Demokratien dar.

Diese Vorlesung rekonstruiert die historische Genese "moderner Öffentlichkeit", gibt einen Einblick in politikwissenschaftliche Analysen zur demokratiepolitischen Bedeutung von Medien als Infrastruktur von Öffentlichkeit und führt in aktuell umkämpfte Themen wie Hassrede, Fake News, rechtspopulistische Medienstrategien und digitale Diskriminierung aus einer intersektionalen, ungleichheitstheoretischen und machtkritischen Perspektive ein.


[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.

Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Brown Girl Dreaming - Exploring Contemporary African American Literature and the Cultural Memory of the Civil Rights Movement
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This seminar examines the ways contemporary African American literature represents cultural memory, linguistic diversity, and experiences of epistemic injustice in connection with the legacy of the US Civil Rights Movement. We will investigate how authors across generations have used literary expression to comment on African American life in both historical and present-day contexts, tracing continuities between past struggles for justice and contemporary forms of activism.

Our discussions will engage with texts by writers such as Maya Angelou, John Lewis, and Jacqueline Woodson, whose works reflect evolving perspectives within African American communities and highlight the multifaceted narratives that shape the ongoing fight for civil rights. Drawing on approaches from cultural studies, memory studies, and theories of race and social justice, we will analyze how literature functions both as testimony and as a vehicle for collective remembrance.

Regular course attendance and active in-class participation are expected.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Dracula's Afterlives
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course examines the enduring legacy of Bram Stoker’s Dracula through the lenses of both literature and cinema, tracing its transformation from a 19th‑century novel to a contemporary cultural icon. We will interrogate themes of identity, sexuality, bigraphy and historythat recur across both mediums, as well as the evolving moral and cultural anxieties (and hopes) they have evoked.


[H Si] Fictions of Migration for the EFLC
Literaturdidaktik, Kulturdidaktik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 440
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 440


Kommentar:

Diversity and heterogeneity shape national and international education policies (e.g., Global Citizenship Education, Education for Peace), linking directly to Intercultural Communicative Competence (ICC). In EFL teaching, cultural hybridity is inseparable from ICC development. This seminar uses fictions of migration as contextualized teaching material, guiding participants to design, implement, and evaluate lessons that blend literary analysis, cultural insight, and language skills. By aligning with ICC and global citizenship principles, learners acquire empathy, conflict resolution abilities, and intercultural awareness, preparing them to act responsibly within a globally interconnected world.

Prerequisites:
Teacher Education Programme: Successful completion of modules TEFL I and TEFL II.
Anglophone Studies MA Programme: BA

Required Reading:
A digital reader will be available at the beginning of the semester.

Credit:
Ungraded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal
Graded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal, term paper

Exam period:
Term paper must be handed in until 15th September 2026.

Registration: FlexNow


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern

Kommentar:

Das Seminar untersucht Mehrsprachigkeit in der deutschen Migrationsgesellschaft aus einer kritischen, sprachübergreifenden Perspektive. Dabei wird ein gängiger Widerspruch im öffentlichen und institutionellen Diskurs zum Ausgangspunkt genommen: Während Mehrsprachigkeit auf der einen Seite als Schlüsselkompetenz einer globalisierten Welt gefeiert wird, erfahren migrationsbedingt mehrsprachige Sprecher*innen – insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und zugewanderte Fachkräfte – nach wie vor strukturelle Benachteiligung, Defizitzuschreibungen und sprachliche Ausgrenzung. Das Seminar fragt gezielt danach, wessen Mehrsprachigkeit gesellschaftlich valorisiert wird und wessen nicht, und welche Rolle dabei institutionelle Kontexte wie Kindergarten, Schule und Arbeitsmarkt spielen.
Auf der Grundlage aktueller Ansätze der Mehrsprachigkeitsforschung und Migrationslinguistik – u. a. Translanguaging, Sprachideologieforschung und das Konzept der legitimen Sprache (Bourdieu) – werden romanischsprachige Migrationsgemeinschaften (spanisch-, portugiesisch- und französischsprachig) in Deutschland exemplarisch in den Blick genommen. Leitfragen sind dabei unter anderem: Unter welchen Bedingungen wird die Herkunftssprache zur Ressource, und wann wird sie zum Stigma? Wie reproduzieren Bildungseinrichtungen monolinguale Normen, und welche Folgen hat dies für den Bildungserfolg mehrsprachiger Kinder? Wie erleben zugewanderte Fachkräfte die sprachlichen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts, und inwiefern wirken diese als Barriere jenseits fachlicher Qualifikation?
Das Seminar ist als forschungsorientierte Lehrveranstaltung konzipiert: Die Teilnehmenden entwickeln in der ersten Semesterhälfte auf Basis der theoretischen und methodischen Grundlagen ein eigenes empirisches Forschungsprojekt (z. B. leitfadengestützte Interviews, Sprachbiographien, ethnographische Fallstudien, Diskursanalysen). In der zweiten Semesterhälfte werden die Projekte durchgeführt, im Plenum diskutiert und zu einem publikationsfähigen Beitrag ausgearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse als Sammelband oder in Form von Einzelbeiträgen in einer einschlägigen Fachzeitschrift.


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Migration und Mehrwert für die Schule (1)  (EWL 2B2)
Wenn Sie einen Seminarplatz erhalten haben, melden Sie sich bitte ab dem 31.03.2026 eigenständig über ihren Flexnow-Zugang zur entsprechenden Vorlesung im Aufbaumodul an.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II B, 116
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II B, 116
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 1.4 – Gleicher Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen

[Si] Migration und Mehrwert für die Schule (2)  (EWL 2B2)
Wenn Sie einen Seminarplatz erhalten haben, melden Sie sich bitte ab dem 31.03.2026 eigenständig über ihren Flexnow-Zugang zur entsprechenden Vorlesung im Aufbaumodul an.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II B, 209
nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II B, 209
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 1.4 – Gleicher Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen

[Si] Migration und Schulentwicklung im Fokus von Beurteilung, Beratung und Förderung  (EWL 2C2)
Wenn Sie einen Seminarplatz erhalten haben, melden Sie sich bitte ab dem 31.03.2026 eigenständig über ihren Flexnow-Zugang zur entsprechenden Vorlesung im Aufbaumodul an.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II B, 116
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II B, 116
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 1.4 – Gleicher Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen

[Si] Politik - Macht - Geschlecht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Kommentar:

Warum ist Deutschland auch mehr als 100 Jahre nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts von einer geschlechterparitätischen Besetzung von politischen Institutionen (z.B. Bundestag, Länderparlamente) und Ämtern (z.B. Bürgermeister*innen, Minister*innen) entfernt? Warum sind Forderungen nach Gleichstellung - trotz ihrer Verankerung im Grundgesetz - so umkämpft? Warum beobachten wir seit einigen Jahren einen zunehmenden sogenannten "gender voting gap" bei der Wahl von rechten und linken Parteien? Was haben vermeintlich "private" Phänomene, wie z.B. Haus- und Pflegearbeit, häusliche und sexualisierte Gewalt, mit Politik, Demokratie und dem Staat zu tun? Warum attackieren autoritäre Regime und anti-demokratische Bewegungen Frauenrechte, reproduktive Rechten und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt? Inwieweit ist Politik immer Geschlechterpolitik, d.h. inwieweit werden Vorstellungen über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse transportiert und mobilisiert?

Dieses Seminar führt entlang dieser Fragen in verschiedene Perspektiven auf das Verhältnis von Politik und Geschlecht ein. Auf der Basis von Ansätzen aus dem Bereich der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und Demokratieforschung werden wir insbesondere auch den (demokratischen) 'Staat‘ und seine vergeschlechtlichte Geschichte, Strukturen und Effekte in den Blick nehmen: Wie und in welcher Weise fungiert(e) Geschlecht als Kategorie des Ausschlusses (z.B. vom Wahlrecht) oder der Normierung (z.B. im Hinblick auf körperliche, sexuelle, geschlechtliche Selbstbestimmung)? Welche Rolle spielt Geschlecht in politischen (Demokratie-)Theorien (z.B. Rousseau)? Welche Relevanz hat Geschlecht für die Analyse aktueller politischer Strukturen und Institutionen (z.B. der Zusammensetzung des Parlaments) oder Kommunikationsformen (z.B. Wahlkämpfe von Politiker*innen). Wie lässt sich das Verhältnis von Politik, Macht und Geschlecht theoretisch fassen und konzeptuell erklären?

Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur eigenständigen Textlektüre und zur kooperativen Zusammenarbeit in Gruppen wird vorausgesetzt. Weitere Informationen zum Semesterprogramm und zu den Prüfungsleistungen werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.


[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 104Ordner für die PPPs


Fr. 29.05.2026,11.00 - 19.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 2: POLITIK, STAAT UND STAATSBÜRGERLICHE ANERKENNUNG QUEEREN<!--HTML--><p><strong>Teil 1: THE SRAIGHT STATE? </strong>Die Genese des modernen (National-)Staates als Institutionalisierung heteronormativer Geschlechterverhältnisse</p><p> </p><p><strong>Teil 2: MIT ODER GEGEN DEN STAAT? </strong>Queertheoretische Perspektiven auf Kämpfe um LGBTIQ+ Rechte und intersektionale Ambivalenzen staatsbürgerlicher Anerkennung</p><p> </p><p><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</p>


Fr. 26.06.2026,10.00 - 20.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 3: AKTUELLE GESCHLECHTER- UND SEXUALPOLITIKEN ALS FOR-SCHUNGSGEGENSTAND QUEERER POLITIKWISSENSCHAFT<!--HTML--><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 1: ANGRIFFE AUF LGBTIQ+ RECHTE ALS ANGRIFFE AUF DIE DEMOKRATIE? </strong>Antifeminismus und (transnationale) Anti-Gender Politiken</span></p><p><span style="color:#000000;"> </span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 2: JENSEITS VON UNGLEICHHEIT VERSUS IDENTITÄT: Solidarität, Differenz und queere Klassenpolitiken</strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong> </strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</span></p>


Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201Einheit 4: BESPRECHUNG DER HAUSARBEITSTHEMEN UND ABSCHLUSS DER LEHRVERANSTALTUNG



Kommentar:

Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!

29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen

Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.

Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?

Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.


[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Si] Secret, Scandal, Storytelling: Sensation Novel Then and Now
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Bigamy, madness, hidden identities, and crimes behind closed doors…Victorian sensation fiction had it all. This seminar explores the rise of sensation fiction and its ongoing influence on popular culture through Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret. Combining discussions with close readings, we examine how scandal, secrecy, and domestic crime reshaped the nineteenth-century novel. Students will learn to identify the key features and contexts of sensation fiction, practice close reading, and analyze how narrative form produces emotional and sensory effects.
Required Text: Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret (any edition)


[Si] Sexualität, sexuelle Bildung, Sexualmoral – Schule und Religionsunterricht zwischen Heraus- und Überforderung (Religionspädagogik)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II, H 210
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210

Kommentar:

Der zurzeit gültige hessische Lehrplan für Sexualerziehung nimmt alle Lehrkräfte und alle Fächer in die Pflicht zur Mitgestaltung entsprechender Unterrichtsangebote. Das Seminar geht dem Fragekomplex sexueller Bildung in der öffentlichen Schule nach und sucht nach den spezifischen Beiträgen der Fächergruppe Religion / Ethik für diesen Bereich. Neben einem interdisziplinären Zugang nehmen didaktische Überlegungen entsprechen Raum ein.
Lit.:
https://www.lsvd.de/media/doc/3972/2016_hessen_lehrplan_sexualerziehung.pdf


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


[Si] Who do you think you are? Genealogies, Identities, and Chosen Families
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course will deal with concepts und representations of genealogy, identites and chosen families in British and American literature and culture, including William Shakespeare's "Richard the Third", Lynn Nottage's "Intimate Apparel" and Armistead Maupin's "Tales of the City".


[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament  (AfK-Nr.: 180)
Blockseminar
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Mo. 20.04.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 29.05.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 30.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 03.07.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 04.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205

Kommentar:

Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.


 
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Brown Girl Dreaming - Exploring Contemporary African American Literature and the Cultural Memory of the Civil Rights Movement
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This seminar examines the ways contemporary African American literature represents cultural memory, linguistic diversity, and experiences of epistemic injustice in connection with the legacy of the US Civil Rights Movement. We will investigate how authors across generations have used literary expression to comment on African American life in both historical and present-day contexts, tracing continuities between past struggles for justice and contemporary forms of activism.

Our discussions will engage with texts by writers such as Maya Angelou, John Lewis, and Jacqueline Woodson, whose works reflect evolving perspectives within African American communities and highlight the multifaceted narratives that shape the ongoing fight for civil rights. Drawing on approaches from cultural studies, memory studies, and theories of race and social justice, we will analyze how literature functions both as testimony and as a vehicle for collective remembrance.

Regular course attendance and active in-class participation are expected.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Dracula's Afterlives
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course examines the enduring legacy of Bram Stoker’s Dracula through the lenses of both literature and cinema, tracing its transformation from a 19th‑century novel to a contemporary cultural icon. We will interrogate themes of identity, sexuality, bigraphy and historythat recur across both mediums, as well as the evolving moral and cultural anxieties (and hopes) they have evoked.


[Si] Eastern-Europeanized Subjects: Doing Migration, Gender, Race, and Class in Postmigrant Europe
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, D 209
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

The course introduces students to key theories of subject formation in the context of migration, with a particular focus on intersectionality and East-West migration in contemporary Europe. Drawing on postmigrant and subjectivation theories, cultural and media studies, and selected German-language literary texts, students analyze how subject positions are produced, negotiated, and contested along the axes of gender, class, and racialization. The seminar is bilingual: the lecturer’s input and the discussions in class will be held in English, but German reading comprehension is required, as most of the primary texts are in German (such as, Bokowski, Paul (2022): Schlesenburg. München: btb; Gorelik, Lena (2022): Wer wird sind. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch; Smechowski, Emilia (2017): Wir Strebemigranten. Berlin: Hanser Berlin; Toxische Pommes (2024): Ein schönes Ausländerkind. München: btb). The final term paper can be written in English or German.


[Si] Estudios de Paz y Conflicto
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Mi. 29.04.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Do. 30.04.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 28
Di. 12.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Mi. 13.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Mi. 10.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Do. 11.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 021 (Gerichtssaal)
Do. 16.07.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 021 (Gerichtssaal)

[H Si] Fictions of Migration for the EFLC
Literaturdidaktik, Kulturdidaktik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 440
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 440


Kommentar:

Diversity and heterogeneity shape national and international education policies (e.g., Global Citizenship Education, Education for Peace), linking directly to Intercultural Communicative Competence (ICC). In EFL teaching, cultural hybridity is inseparable from ICC development. This seminar uses fictions of migration as contextualized teaching material, guiding participants to design, implement, and evaluate lessons that blend literary analysis, cultural insight, and language skills. By aligning with ICC and global citizenship principles, learners acquire empathy, conflict resolution abilities, and intercultural awareness, preparing them to act responsibly within a globally interconnected world.

Prerequisites:
Teacher Education Programme: Successful completion of modules TEFL I and TEFL II.
Anglophone Studies MA Programme: BA

Required Reading:
A digital reader will be available at the beginning of the semester.

Credit:
Ungraded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal
Graded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal, term paper

Exam period:
Term paper must be handed in until 15th September 2026.

Registration: FlexNow


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern

Kommentar:

Das Seminar untersucht Mehrsprachigkeit in der deutschen Migrationsgesellschaft aus einer kritischen, sprachübergreifenden Perspektive. Dabei wird ein gängiger Widerspruch im öffentlichen und institutionellen Diskurs zum Ausgangspunkt genommen: Während Mehrsprachigkeit auf der einen Seite als Schlüsselkompetenz einer globalisierten Welt gefeiert wird, erfahren migrationsbedingt mehrsprachige Sprecher*innen – insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und zugewanderte Fachkräfte – nach wie vor strukturelle Benachteiligung, Defizitzuschreibungen und sprachliche Ausgrenzung. Das Seminar fragt gezielt danach, wessen Mehrsprachigkeit gesellschaftlich valorisiert wird und wessen nicht, und welche Rolle dabei institutionelle Kontexte wie Kindergarten, Schule und Arbeitsmarkt spielen.
Auf der Grundlage aktueller Ansätze der Mehrsprachigkeitsforschung und Migrationslinguistik – u. a. Translanguaging, Sprachideologieforschung und das Konzept der legitimen Sprache (Bourdieu) – werden romanischsprachige Migrationsgemeinschaften (spanisch-, portugiesisch- und französischsprachig) in Deutschland exemplarisch in den Blick genommen. Leitfragen sind dabei unter anderem: Unter welchen Bedingungen wird die Herkunftssprache zur Ressource, und wann wird sie zum Stigma? Wie reproduzieren Bildungseinrichtungen monolinguale Normen, und welche Folgen hat dies für den Bildungserfolg mehrsprachiger Kinder? Wie erleben zugewanderte Fachkräfte die sprachlichen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts, und inwiefern wirken diese als Barriere jenseits fachlicher Qualifikation?
Das Seminar ist als forschungsorientierte Lehrveranstaltung konzipiert: Die Teilnehmenden entwickeln in der ersten Semesterhälfte auf Basis der theoretischen und methodischen Grundlagen ein eigenes empirisches Forschungsprojekt (z. B. leitfadengestützte Interviews, Sprachbiographien, ethnographische Fallstudien, Diskursanalysen). In der zweiten Semesterhälfte werden die Projekte durchgeführt, im Plenum diskutiert und zu einem publikationsfähigen Beitrag ausgearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse als Sammelband oder in Form von Einzelbeiträgen in einer einschlägigen Fachzeitschrift.


[M] Gender und Diversity Management: Grundlagen, Methoden und praktische Umsetzung im Rahmen von Globalisierung und Digitalisierung  (02-Q:MSc-Dekanat-Extra1)
Der Kurs wird dienstags von 8:30-10 Uhr stattfinden. Es herrscht Anwesenheitspflicht.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.

Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Das Thema für die Hausaufgabe kann aus der Präsentation hervorgehen oder in Absprache mit Fr. Kiotzenoglou ausgesucht werden.

BITTE BEACHTEN:

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Anmeldung erfolgt ab dem 01.03.2026 und endet am 11.04.2026 17 Uhr. Plätze werden gelost.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch - Teilnehmende müssen mindestens B2 haben (schriftlich wie auch mündlich!) - und die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  Licher Straße 68, 051
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 051

Zielgruppen:
M.Sc. BWL  |  M.Sc. VWL  |  M.Sc. AFS  |  M.Sc. EGR
Nachhaltigkeit:
SDG 5 – Geschlechtergleichheit
SDG 5.1 – Alle Formen der Diskriminierung von Frauen und Mädchen beenden

Kommentar:

Ziel der Veranstaltung ist es Studienrenden nicht nur fundiertes Wissen um zentrale Gender- und Diversitäts-Aspekte im beruflichen Kontext zu vermitteln, sondern auch Gender- und Diversity-kompetente Handlungsweisen in Unternehmen aber auch in öffentlichen Einrichtungen aufzuzeigen und zu analysieren. Dabei sollen mit Hilfe des angeeigneten Wisses, langfristige Lösungsstrategien zum Überwinden von Stereotypen, Biases und typischer gesellschaftlicher und ökonomischer Widerstände erarbeitet werden.
Inhaltlich werden z.b. Gender- und Diversitymanagement, Inklusion, Interkulturalität, Migration, Sorgearbeit, New Work, Digitalisierung, Gendernomics, Doing Gender und andere wichtige Themen und Aspekte, die einen Kulturwandel in Organisationen hervorrufen, vorgestellt und besprochen.

Die Inhalte werden mit interaktiven Lehrmethoden erarbeitet: Nach einem Impuls werden die Teilnehmer/-innen angeleitet, kontrovers zu diskutieren, Fallbeispiele zu erarbeiten und Gruppenaufgaben selbständig zu be- und auch erarbeiten. 


Der Kurs wird dienstags von 8:30-10 Uhr stattfinden. Es herrscht Anwesenheitspflicht.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.

Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Themen für die Hausaufgabe werden von den Studierenden vorgeschlagen und nach Prüfung von Fr. Kiotzenoglou ausgesucht.

BITTE BEACHTEN:

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Anmeldung erfolgt ab dem 1.03.2026 und endet am 11.04.2026 17 Uhr. Plätze werden gelost.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Teilnehmende müssen mindestens B2 haben, schriftlich wie auch mündlich (!). Die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Politik - Macht - Geschlecht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Kommentar:

Warum ist Deutschland auch mehr als 100 Jahre nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts von einer geschlechterparitätischen Besetzung von politischen Institutionen (z.B. Bundestag, Länderparlamente) und Ämtern (z.B. Bürgermeister*innen, Minister*innen) entfernt? Warum sind Forderungen nach Gleichstellung - trotz ihrer Verankerung im Grundgesetz - so umkämpft? Warum beobachten wir seit einigen Jahren einen zunehmenden sogenannten "gender voting gap" bei der Wahl von rechten und linken Parteien? Was haben vermeintlich "private" Phänomene, wie z.B. Haus- und Pflegearbeit, häusliche und sexualisierte Gewalt, mit Politik, Demokratie und dem Staat zu tun? Warum attackieren autoritäre Regime und anti-demokratische Bewegungen Frauenrechte, reproduktive Rechten und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt? Inwieweit ist Politik immer Geschlechterpolitik, d.h. inwieweit werden Vorstellungen über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse transportiert und mobilisiert?

Dieses Seminar führt entlang dieser Fragen in verschiedene Perspektiven auf das Verhältnis von Politik und Geschlecht ein. Auf der Basis von Ansätzen aus dem Bereich der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und Demokratieforschung werden wir insbesondere auch den (demokratischen) 'Staat‘ und seine vergeschlechtlichte Geschichte, Strukturen und Effekte in den Blick nehmen: Wie und in welcher Weise fungiert(e) Geschlecht als Kategorie des Ausschlusses (z.B. vom Wahlrecht) oder der Normierung (z.B. im Hinblick auf körperliche, sexuelle, geschlechtliche Selbstbestimmung)? Welche Rolle spielt Geschlecht in politischen (Demokratie-)Theorien (z.B. Rousseau)? Welche Relevanz hat Geschlecht für die Analyse aktueller politischer Strukturen und Institutionen (z.B. der Zusammensetzung des Parlaments) oder Kommunikationsformen (z.B. Wahlkämpfe von Politiker*innen). Wie lässt sich das Verhältnis von Politik, Macht und Geschlecht theoretisch fassen und konzeptuell erklären?

Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur eigenständigen Textlektüre und zur kooperativen Zusammenarbeit in Gruppen wird vorausgesetzt. Weitere Informationen zum Semesterprogramm und zu den Prüfungsleistungen werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.


[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 104Ordner für die PPPs


Fr. 29.05.2026,11.00 - 19.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 2: POLITIK, STAAT UND STAATSBÜRGERLICHE ANERKENNUNG QUEEREN<!--HTML--><p><strong>Teil 1: THE SRAIGHT STATE? </strong>Die Genese des modernen (National-)Staates als Institutionalisierung heteronormativer Geschlechterverhältnisse</p><p> </p><p><strong>Teil 2: MIT ODER GEGEN DEN STAAT? </strong>Queertheoretische Perspektiven auf Kämpfe um LGBTIQ+ Rechte und intersektionale Ambivalenzen staatsbürgerlicher Anerkennung</p><p> </p><p><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</p>


Fr. 26.06.2026,10.00 - 20.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 3: AKTUELLE GESCHLECHTER- UND SEXUALPOLITIKEN ALS FOR-SCHUNGSGEGENSTAND QUEERER POLITIKWISSENSCHAFT<!--HTML--><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 1: ANGRIFFE AUF LGBTIQ+ RECHTE ALS ANGRIFFE AUF DIE DEMOKRATIE? </strong>Antifeminismus und (transnationale) Anti-Gender Politiken</span></p><p><span style="color:#000000;"> </span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 2: JENSEITS VON UNGLEICHHEIT VERSUS IDENTITÄT: Solidarität, Differenz und queere Klassenpolitiken</strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong> </strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</span></p>


Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201Einheit 4: BESPRECHUNG DER HAUSARBEITSTHEMEN UND ABSCHLUSS DER LEHRVERANSTALTUNG



Kommentar:

Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!

29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen

Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.

Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?

Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.


[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Si] Secret, Scandal, Storytelling: Sensation Novel Then and Now
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Bigamy, madness, hidden identities, and crimes behind closed doors…Victorian sensation fiction had it all. This seminar explores the rise of sensation fiction and its ongoing influence on popular culture through Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret. Combining discussions with close readings, we examine how scandal, secrecy, and domestic crime reshaped the nineteenth-century novel. Students will learn to identify the key features and contexts of sensation fiction, practice close reading, and analyze how narrative form produces emotional and sensory effects.
Required Text: Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret (any edition)


[Si] Sexualität, sexuelle Bildung, Sexualmoral – Schule und Religionsunterricht zwischen Heraus- und Überforderung (Religionspädagogik)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II, H 210
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210

Kommentar:

Der zurzeit gültige hessische Lehrplan für Sexualerziehung nimmt alle Lehrkräfte und alle Fächer in die Pflicht zur Mitgestaltung entsprechender Unterrichtsangebote. Das Seminar geht dem Fragekomplex sexueller Bildung in der öffentlichen Schule nach und sucht nach den spezifischen Beiträgen der Fächergruppe Religion / Ethik für diesen Bereich. Neben einem interdisziplinären Zugang nehmen didaktische Überlegungen entsprechen Raum ein.
Lit.:
https://www.lsvd.de/media/doc/3972/2016_hessen_lehrplan_sexualerziehung.pdf


[Si] Sustainable Development and Climate Justice
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 14:00 - 18:00 Uhr  k.A.
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: k.A.
Nachhaltigkeit:



Kommentar:

This seminar introduces the key concepts, theories, and current debates surrounding sustainable development, considering recent reflections and actions related to environmental and climate justice. In the first part of the seminar, we will study the emergence of the sustainable development paradigm by examining its key definitions and regulatory documents. We will then explore various approaches to climate justice. This discussion will lead us to consider two significant critical approaches to development: post-development and alternatives to development. We will also explore complementary approaches to sustainable development based on feminist, anti-racist, and decolonial perspectives. The seminar concludes with a discussion of three case studies, enabling us to explore environmental conflicts related to extractivism, biodiversity loss, and air and water pollution in more depth, along with their implications for sustainable development theories and practices.


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


[Si] Who do you think you are? Genealogies, Identities, and Chosen Families
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course will deal with concepts und representations of genealogy, identites and chosen families in British and American literature and culture, including William Shakespeare's "Richard the Third", Lynn Nottage's "Intimate Apparel" and Armistead Maupin's "Tales of the City".


[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament  (AfK-Nr.: 180)
Blockseminar
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Mo. 20.04.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 29.05.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 30.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 03.07.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 04.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205

Kommentar:

Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.


   
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
MA Ger  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit  |  L2  |  L3  |  L5

Kommentar:

Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.


[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 033
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5  |  BA Germ Lit  |  BA GuK Ger Lit

Kommentar:

Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.

Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?

Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.

Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Brown Girl Dreaming - Exploring Contemporary African American Literature and the Cultural Memory of the Civil Rights Movement
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This seminar examines the ways contemporary African American literature represents cultural memory, linguistic diversity, and experiences of epistemic injustice in connection with the legacy of the US Civil Rights Movement. We will investigate how authors across generations have used literary expression to comment on African American life in both historical and present-day contexts, tracing continuities between past struggles for justice and contemporary forms of activism.

Our discussions will engage with texts by writers such as Maya Angelou, John Lewis, and Jacqueline Woodson, whose works reflect evolving perspectives within African American communities and highlight the multifaceted narratives that shape the ongoing fight for civil rights. Drawing on approaches from cultural studies, memory studies, and theories of race and social justice, we will analyze how literature functions both as testimony and as a vehicle for collective remembrance.

Regular course attendance and active in-class participation are expected.


[Si] Choreography and Lines
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr  AUB 2/GBS
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS

Kommentar:

In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Dracula's Afterlives
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 06.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course examines the enduring legacy of Bram Stoker’s Dracula through the lenses of both literature and cinema, tracing its transformation from a 19th‑century novel to a contemporary cultural icon. We will interrogate themes of identity, sexuality, bigraphy and historythat recur across both mediums, as well as the evolving moral and cultural anxieties (and hopes) they have evoked.


[Si] Estudios de Paz y Conflicto
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Mi. 29.04.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Do. 30.04.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 28
Di. 12.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Mi. 13.05.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Mi. 10.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 024
Do. 11.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 021 (Gerichtssaal)
Do. 16.07.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Licher Straße 68, 021 (Gerichtssaal)

[H Si] Fictions of Migration for the EFLC
Literaturdidaktik, Kulturdidaktik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 440
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 440


Kommentar:

Diversity and heterogeneity shape national and international education policies (e.g., Global Citizenship Education, Education for Peace), linking directly to Intercultural Communicative Competence (ICC). In EFL teaching, cultural hybridity is inseparable from ICC development. This seminar uses fictions of migration as contextualized teaching material, guiding participants to design, implement, and evaluate lessons that blend literary analysis, cultural insight, and language skills. By aligning with ICC and global citizenship principles, learners acquire empathy, conflict resolution abilities, and intercultural awareness, preparing them to act responsibly within a globally interconnected world.

Prerequisites:
Teacher Education Programme: Successful completion of modules TEFL I and TEFL II.
Anglophone Studies MA Programme: BA

Required Reading:
A digital reader will be available at the beginning of the semester.

Credit:
Ungraded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal
Graded: Regular attendance, active participation, a short teaching proposal, term paper

Exam period:
Term paper must be handed in until 15th September 2026.

Registration: FlexNow


[Si] Formen weiblicher Gewalt in der Vormoderne
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)

Zielgruppen:
BA Germ Lit  |  BA GuK Germ Lit  |  L2  |  L3  |  L5  |  MA Ger

Kommentar:

Frauen spielen in mittelalterlicher Literatur nicht immer eine untergeordnete Rolle. Ganz im Gegenteil können sie auch zum Motor des Geschehens werden und nicht nur die Handlung, sondern auch die Ausübung von Gewalt vorantreiben, sei es physisch oder psychisch. Neben Formen der List und Verstümmelung durch weibliche Figuren, interessiert uns auch die mordende Frau, die selbst zum Schwert greift (wie etwa Kriemhild im „Nibelungenlied“ oder Judith aus der Bibel) oder zur Massenmörderin wird („Die unschuldige Mörderin“).
Im Seminar wollen wir uns zum einen die unterschiedlichen Arten weiblicher Gewalt ansehen, und zum anderen die Narrativierung von Gewalt wie auch ihre Legitimation und gesellschaftliche Verurteilung vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit.


[Si] Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e
Nachhaltigkeit:
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern

Kommentar:

Das Seminar untersucht Mehrsprachigkeit in der deutschen Migrationsgesellschaft aus einer kritischen, sprachübergreifenden Perspektive. Dabei wird ein gängiger Widerspruch im öffentlichen und institutionellen Diskurs zum Ausgangspunkt genommen: Während Mehrsprachigkeit auf der einen Seite als Schlüsselkompetenz einer globalisierten Welt gefeiert wird, erfahren migrationsbedingt mehrsprachige Sprecher*innen – insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und zugewanderte Fachkräfte – nach wie vor strukturelle Benachteiligung, Defizitzuschreibungen und sprachliche Ausgrenzung. Das Seminar fragt gezielt danach, wessen Mehrsprachigkeit gesellschaftlich valorisiert wird und wessen nicht, und welche Rolle dabei institutionelle Kontexte wie Kindergarten, Schule und Arbeitsmarkt spielen.
Auf der Grundlage aktueller Ansätze der Mehrsprachigkeitsforschung und Migrationslinguistik – u. a. Translanguaging, Sprachideologieforschung und das Konzept der legitimen Sprache (Bourdieu) – werden romanischsprachige Migrationsgemeinschaften (spanisch-, portugiesisch- und französischsprachig) in Deutschland exemplarisch in den Blick genommen. Leitfragen sind dabei unter anderem: Unter welchen Bedingungen wird die Herkunftssprache zur Ressource, und wann wird sie zum Stigma? Wie reproduzieren Bildungseinrichtungen monolinguale Normen, und welche Folgen hat dies für den Bildungserfolg mehrsprachiger Kinder? Wie erleben zugewanderte Fachkräfte die sprachlichen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts, und inwiefern wirken diese als Barriere jenseits fachlicher Qualifikation?
Das Seminar ist als forschungsorientierte Lehrveranstaltung konzipiert: Die Teilnehmenden entwickeln in der ersten Semesterhälfte auf Basis der theoretischen und methodischen Grundlagen ein eigenes empirisches Forschungsprojekt (z. B. leitfadengestützte Interviews, Sprachbiographien, ethnographische Fallstudien, Diskursanalysen). In der zweiten Semesterhälfte werden die Projekte durchgeführt, im Plenum diskutiert und zu einem publikationsfähigen Beitrag ausgearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse als Sammelband oder in Form von Einzelbeiträgen in einer einschlägigen Fachzeitschrift.


[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst  (Afk-Nr.: 178)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333
2 Einzeltermine:
Mo. 01.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333
Mo. 22.06.2026,16.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 


[Si] Politik - Macht - Geschlecht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II; Haus E; Raum 119
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119

Kommentar:

Warum ist Deutschland auch mehr als 100 Jahre nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts von einer geschlechterparitätischen Besetzung von politischen Institutionen (z.B. Bundestag, Länderparlamente) und Ämtern (z.B. Bürgermeister*innen, Minister*innen) entfernt? Warum sind Forderungen nach Gleichstellung - trotz ihrer Verankerung im Grundgesetz - so umkämpft? Warum beobachten wir seit einigen Jahren einen zunehmenden sogenannten "gender voting gap" bei der Wahl von rechten und linken Parteien? Was haben vermeintlich "private" Phänomene, wie z.B. Haus- und Pflegearbeit, häusliche und sexualisierte Gewalt, mit Politik, Demokratie und dem Staat zu tun? Warum attackieren autoritäre Regime und anti-demokratische Bewegungen Frauenrechte, reproduktive Rechten und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt? Inwieweit ist Politik immer Geschlechterpolitik, d.h. inwieweit werden Vorstellungen über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse transportiert und mobilisiert?

Dieses Seminar führt entlang dieser Fragen in verschiedene Perspektiven auf das Verhältnis von Politik und Geschlecht ein. Auf der Basis von Ansätzen aus dem Bereich der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und Demokratieforschung werden wir insbesondere auch den (demokratischen) 'Staat‘ und seine vergeschlechtlichte Geschichte, Strukturen und Effekte in den Blick nehmen: Wie und in welcher Weise fungiert(e) Geschlecht als Kategorie des Ausschlusses (z.B. vom Wahlrecht) oder der Normierung (z.B. im Hinblick auf körperliche, sexuelle, geschlechtliche Selbstbestimmung)? Welche Rolle spielt Geschlecht in politischen (Demokratie-)Theorien (z.B. Rousseau)? Welche Relevanz hat Geschlecht für die Analyse aktueller politischer Strukturen und Institutionen (z.B. der Zusammensetzung des Parlaments) oder Kommunikationsformen (z.B. Wahlkämpfe von Politiker*innen). Wie lässt sich das Verhältnis von Politik, Macht und Geschlecht theoretisch fassen und konzeptuell erklären?

Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur eigenständigen Textlektüre und zur kooperativen Zusammenarbeit in Gruppen wird vorausgesetzt. Weitere Informationen zum Semesterprogramm und zu den Prüfungsleistungen werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.


[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 104Ordner für die PPPs


Fr. 29.05.2026,11.00 - 19.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 2: POLITIK, STAAT UND STAATSBÜRGERLICHE ANERKENNUNG QUEEREN<!--HTML--><p><strong>Teil 1: THE SRAIGHT STATE? </strong>Die Genese des modernen (National-)Staates als Institutionalisierung heteronormativer Geschlechterverhältnisse</p><p> </p><p><strong>Teil 2: MIT ODER GEGEN DEN STAAT? </strong>Queertheoretische Perspektiven auf Kämpfe um LGBTIQ+ Rechte und intersektionale Ambivalenzen staatsbürgerlicher Anerkennung</p><p> </p><p><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</p>


Fr. 26.06.2026,10.00 - 20.00 Uhr   keine RaumangabeEinheit 3: AKTUELLE GESCHLECHTER- UND SEXUALPOLITIKEN ALS FOR-SCHUNGSGEGENSTAND QUEERER POLITIKWISSENSCHAFT<!--HTML--><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 1: ANGRIFFE AUF LGBTIQ+ RECHTE ALS ANGRIFFE AUF DIE DEMOKRATIE? </strong>Antifeminismus und (transnationale) Anti-Gender Politiken</span></p><p><span style="color:#000000;"> </span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 2: JENSEITS VON UNGLEICHHEIT VERSUS IDENTITÄT: Solidarität, Differenz und queere Klassenpolitiken</strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong> </strong></span></p><p><span style="color:#000000;"><strong>Teil 3: KONZEPTUELLE ZUSAMMENFÜHRUNG</strong> der Diskussionen und Ergebnisse</span></p>


Fr. 10.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. II; Haus E; Raum 201Einheit 4: BESPRECHUNG DER HAUSARBEITSTHEMEN UND ABSCHLUSS DER LEHRVERANSTALTUNG



Kommentar:

Achtung: Bei diesem Seminar handelt es sich um ein kooperatives, universitätsübergreifendes Seminar mit der Universität Kassel (Dr. Inga Nüthen). D.h. ein Blocktermin findet an der Universität Kassel statt!

29.05.2026: Block in Kassel
26.06.2026: Block in Gießen

Inhalt:
Ob erhitzte Debatte über geschlechtergerechte Schreib- und Sprechweisen, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, weltweit zu beobachtende Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte und reproduktive Rechte, die anhaltende Diffamierung und Diskriminierung von queeren Lebensweisen – es gibt viele gesellschaftliche Felder, die einer Analyse des Zusammenhangs von Geschlecht, Sexualität und Politik nötig machen.

Queere und queer-feministische Politikwissenschaft analysiert daher weit mehr als die Frage von Frauenanteilen oder der Repräsentation queerer Personen in Parteien und Parlamenten: Wie lässt sich das Verhältnis von Geschlecht, Sexualität und Politik(wissenschaft) bestimmen? Was macht einen queer-feministischen Politikbegriff aus? Wie lässt sich der Zusammenhang von Heteronormativität und (moderner) Staatlichkeit beschreiben? Welche Analyseperspektiven helfen uns dabei gegenwärtige und vergangene antifeministische und anti-LGBTIQ-Politiken zu verstehen? Welche Rolle spielen sexuellen Politiken in der Entwicklungsarbeit? Was bedeutet es, Geschlechter- und sexuelle Politiken vor dem Hintergrund verwobener, das heißt intersektionaler, Macht- und Herrschaftsverhältnise zu betrachten? Wie werden Solidarität und Utopie in queer-feministischen Debatten konzipiert?

Das universitätsübergreifende Seminar führt in zentrale Konzepte, Theorien und Debatten der politikwissenschaftlichen Geschlechter- und LGBTIQ-Forschung ein. Diese werden über zentrale wissenschaftliche Texte, Praxisbeispiele, Inputvorträge und Filme erschlossen. Für die Seminargestaltung wird eine aktive und regelmäßige Teilnahme erwartet. Vorkenntnisse im Feld queer-feministischer Politikwissenschaft werden begrüßt, aber nicht vorausgesetzt.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und qualitativen Methoden der Politikwissenschaft der Uni Kassel und dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies der Universität Gießen.


[Si] Quel(s) féminisme(s) en France? 50 ans de combat pour plus d'egalité
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 110a
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a

Kommentar:

Depuis les années 1970, le féminisme en France s’est imposé comme une force majeure de transformation sociale. Toutefois, il ne s’agit pas d’un mouvement homogène : différents courants, aux sensibilités et priorités variées, coexistent, parfois en tension. L’histoire du féminisme en France sur les 50 dernières années est donc celle d’un combat pour l’égalité, mais aussi celle d’une pluralité d’approches. Alors, quels sont ces féminismes en France, et comment ont-ils contribué à faire progresser l’égalité entre les sexes depuis 50 ans ? C'est ce que nous étudierons ensemble dans le cadre de ce séminaire.
Sur le plan méthodologique, nous approfondirons certains aspects fondamentaux de la recherche scientifique.
Le cours est basé sur la réflexion et la discussion à partir de documents authentiques, en langue française (extraits de roman, textes de presse, articles scientifiques, vidéos...). Par ailleurs, chaque participant.e traitera une problématique (en rapport avec le cours) à travers une présentation orale.
Pour les modalités de validation du cours, je vous renvoie à la description des modules (https://www.uni-giessen.de/de/mug) et nous les préciserons ensemble lors du premier cours.


[Si] Secret, Scandal, Storytelling: Sensation Novel Then and Now
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Bigamy, madness, hidden identities, and crimes behind closed doors…Victorian sensation fiction had it all. This seminar explores the rise of sensation fiction and its ongoing influence on popular culture through Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret. Combining discussions with close readings, we examine how scandal, secrecy, and domestic crime reshaped the nineteenth-century novel. Students will learn to identify the key features and contexts of sensation fiction, practice close reading, and analyze how narrative form produces emotional and sensory effects.
Required Text: Mary Elizabeth Braddon’s Lady Audley’s Secret (any edition)


[Si] Sexualität, sexuelle Bildung, Sexualmoral – Schule und Religionsunterricht zwischen Heraus- und Überforderung (Religionspädagogik)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II, H 210
nächster Termin: 05.05.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210

Kommentar:

Der zurzeit gültige hessische Lehrplan für Sexualerziehung nimmt alle Lehrkräfte und alle Fächer in die Pflicht zur Mitgestaltung entsprechender Unterrichtsangebote. Das Seminar geht dem Fragekomplex sexueller Bildung in der öffentlichen Schule nach und sucht nach den spezifischen Beiträgen der Fächergruppe Religion / Ethik für diesen Bereich. Neben einem interdisziplinären Zugang nehmen didaktische Überlegungen entsprechen Raum ein.
Lit.:
https://www.lsvd.de/media/doc/3972/2016_hessen_lehrplan_sexualerziehung.pdf


[Si] Sustainable Development and Climate Justice
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
zwei-wöchentlich Mo. 14:00 - 18:00 Uhr  k.A.
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: k.A.
Nachhaltigkeit:



Kommentar:

This seminar introduces the key concepts, theories, and current debates surrounding sustainable development, considering recent reflections and actions related to environmental and climate justice. In the first part of the seminar, we will study the emergence of the sustainable development paradigm by examining its key definitions and regulatory documents. We will then explore various approaches to climate justice. This discussion will lead us to consider two significant critical approaches to development: post-development and alternatives to development. We will also explore complementary approaches to sustainable development based on feminist, anti-racist, and decolonial perspectives. The seminar concludes with a discussion of three case studies, enabling us to explore environmental conflicts related to extractivism, biodiversity loss, and air and water pollution in more depth, along with their implications for sustainable development theories and practices.


[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 024
nächster Termin: 04.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024

Zielgruppen:
MA Ger  |  L2  |  L3  |  L5


Kommentar:

Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.


[Si] Who do you think you are? Genealogies, Identities, and Chosen Families
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

This course will deal with concepts und representations of genealogy, identites and chosen families in British and American literature and culture, including William Shakespeare's "Richard the Third", Lynn Nottage's "Intimate Apparel" and Armistead Maupin's "Tales of the City".


[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament  (AfK-Nr.: 180)
Blockseminar
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Mo. 20.04.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 29.05.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 30.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205
Fr. 03.07.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Phil. II, H 205
Sa. 04.07.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II, H 205

Kommentar:

Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.


 
nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de