Zertifikat: Gender, Sexuality and Diversity
Veranstaltungen
Weitere Infos zum Zertifikat sind auf der folgenden Webseite zu finden:
https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/zertifikate/gender-sexuality-diversity
Modul 1: Introduction to Gender, Sexuality, and Diversity ⇑
A2
[Si] Geschlechter- u. Machtverhältnisse in Bildungskontexten. Perspektive der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung (MA EZW AEW)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
Die zu erbringende Leistung wird in Form eines seminarbegleitenden Portfolios (Hausarbeit) erbracht.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[RiVl] Grundwissen Migration (AFK/MA GKM/BA AEW)
| regelmäßiger Termin ab 19.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011 | ||
| nächster Termin: 19.10.2026 Uhr, Raum: Phil1, AStW. 44, Raum 011 | ||
In der interdisziplinären Vorlesung „Grundwissen Migration“ werden Kenntnisse um die historische Normalität von Migrationsbewegungen, zu migrationssoziologischen und politikwissenschaftlichen Theorieansätzen sowie rechtliche Grundlagen vermittelt und zentrale berufsfeldrelevante Bezüge der Migrationsthematik hergestellt.
[Si] Heldin, Heilige, Mörderin? Wolfgang Schmeltzls Comoedia Judith von 1542
| regelmäßige Termine ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| wöchentlich Do. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
Eine Frau überlistet einen Feldherren und schlägt ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab. Die biblische Geschichte der gottesfürchtigen Jüdin Judith, die ihr bedrängtes Volk vor den Feinden rettet, gehört auf der Bühne der Frühen Neuzeit zu den beliebtesten Stoffen, nicht zuletzt auch weil Martin Luther diese Geschichte als besonders exemplarisch und didaktisch wertvoll ansieht. Zahlreich wird der Stoff im 16. Jahrhundert mit deutlicher Tendenz zur Politisierung und Aktualisierung aufbereitet, so auch von dem österreichischen Dramatiker Wolfgang Schmeltzl.
Wir werden gemeinsam eine (z.T.) rekonstruierende Aufführung dieses Dramas erarbeiten, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darstellende, Co-Regisseur/innen, Co-Dramaturg/innen und Maskenbildende zugleich.
Aufführungstermine: 5.12.2026, 16 Uhr Grünberg: Hospitalkirche; 7.12.2026 Gießen: Pankratiuskapelle. Eine dritte Aufführung ist geplant, voraussichtlich in Bad Homburg.
Die Veranstaltung ist vierstündig: Mo und Do 18-20 Uhr. Sie endet mit der letzten Aufführung im Dezember.
[Si] Migration und schulischer Wandel: Bewertung, Beratung und Förderung (1) (EWL 2C2)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, B116 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, B116 | ||
[Si] Migration und schulischer Wandel: Bewertung, Beratung und Förderung (2) (EWL 2C2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil II, B101 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, B101 | ||
[Si] Migration und schulischer Wandel: Bewertung, Beratung und Förderung (3) (EWL 2C2)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001 | ||
[H Si] Musik im Kontext von Race und Gender
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
Im Seminar erarbeiten wir uns einen Überblick über Theorien kultureller Hegemonie mit Fokus auf den Aspekten Gender und Race (Feminismus, Queerfeminismus, Critical Race Theory, Postcolonial Theory). Die Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten soll fruchtbare Perspektiven auf konkrete musikbezogene Fallbeispiele eröffnen. Fragen könnten beispielsweise sein: Welche Auswirkungen hatte das Frauenbild im 19. Jahrhundert auf den Musikdiskurs und umgekehrt? Wie wird Gender am Broadway performt? Welche Bedeutung haben Praktiken kultureller Aneignung für die Geschichte der Oper? Ist Musiktheorie strukturell weiß? Ist Hip-Hop antirassistisch?
Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L3-WP-4b
Liberal Arts:
BA-LAS-PDK-5 (Institutionskritik)
BA-LAS-PDK-4 (Funktionen der Künste)
[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.
More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.
Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Queere Klassenpolitiken
Ein gemeinsames Seminar von Dr*in Inga Nüthen (Uni Kassel) und Tarek Shukrallah M.A. (IfP Uni Gießen). Der erste Blocktag, 15. Januar 2027 findet gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Kassel und Gießen an der Uni Kassel statt, der zweite Blocktag am 5. Februar 2027 findet ebenfalls gemeinsam an der JLU statt. Die zweiwöchentlichen Doppeltermine finden nur für Seminarteilnehmer*innen der JLU statt, Teilnehmer*innen der Uni Kassel haben analog dazu ebenfalls weitere JLU-unabhängige Termine .
Beschreibung
Identitäts- und Klassenpolitiken werden immer wieder als gegensätzliche Kämpfe diskutiert – erstere werden mit Fragen nach Anerkennung und der Forderung nach Rechten, letztere mit Forderungen nach Umverteilung und Kritik an Ausbeutungsverhältnissen in Verbindung gebracht. LGBTIQ+ und queere Politiken werden dabei auf der Seite von Identitätspolitik, Kapitalismuskritik auf der Seite von Klassenpolitiken verortet. Dabei liegen die Klassendimensionen heteronormativer Ordnungen auf der Hand: Zum einen sind Lebens- und Exitenzweisen jenseits der Heteronorm und queere Menschen vielfach prekarisiert. Ein halbwegs »normales« Leben kann nur führen, wer im Globalen Norden unter ökonomisch stabilen, privilegierten Bedingungen aufwächst und lebt, und dem das neoliberale Diversitätsversprechen zur Verfügung steht – gerade auch vor dem Hintergrund translokal (wieder) zunehmende Trans*- und Queerfeindlichkeit. Ein plastisches Beispiel für dieses Verhältnis ist die signifikante Zahl von obdachlosen Menschen jenseits der heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm, oder auch die hohe Quote ermordeter trans* Menschen: Transfemininität gehört zu den tödlichsten Lebensrealitäten weltweit. Queere und trans* Politiken und Analysen beschäftigen sich daher zentral mit den materiellen Bedingungen des (Über-)Lebens.
Zum anderen lassen sich ambivalente Prozesse der Normierung und Normalisierung als Effekte neoliberaler sexueller Politiken beobachten. Die Kritik an marktförmigen, Ausschlüsse reproduzierenden sexualpolitischen Einschlüssen gehört zum Kern queerer Politiken. Eine intersektionale Klassenanalyse muss diese Wirkungsweisen »moderner« kapitalistischer Vergesellschaftung und deren Relevanz, Auswirkungen und Verstrickungen mit sexuellen Ordnungen in den Blick nehmen – gegenwartsbezogen besonders in Bezug auf autoritäre Formen des Neoliberalismus. Eine solche Perspektive sucht gleichzeitig nach Brüchen und Gelegenheitsfenstern für vermeintlich unwahrscheinliche Solidaritäten. Im Seminar stellen wir uns diesen und weiteren Fragen um das Verhältnis von Queer und Klasse.
Modul 2: Intermediate Module in Gender, Sexuality, and Diversity ⇑
[M] Gender und Diversity – Analyse und Gestaltung von Kulturwandel in Organisationen
Der Veranstaltung bezieht sich unter anderem auf die SDGs 1, 4, 5, 8, 10 und 16 und hat somit auch einen starken Nachhaltigkeitsbezug.
Inhaltlich werden z.b. Gender- und Diversitymanagement, Inklusion, Interkulturalität, Migration, Sorgearbeit, New Work, Digitalisierung, Gig Work, Gender Economics, Doing Gender, Gewalt gegen Frauen, und andere wichtige Themen und Aspekte, die einen Kulturwandel in Organisationen hervorrufen, vorgestellt und besprochen.
Der Kurs findet dienstags von 8:30-10 Uhr statt. Es herrscht Anwesenheitspflicht. Studierende dürfen nur 2 Mal fehlen.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.
Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Die Studierende schlagen zwei Themen vor, von denen Fr. Kiotzenoglou eines aussucht.
BITTE BEACHTEN:
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch - Teilnehmende müssen mindestens B2 mündlich und schriftlich haben. Die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 024 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Licher Straße 68, 024 | ||

SDG 4.3 – Gleichberechtigter Zugang für Frauen und Männer zu hochwertiger fachlicher, beruflicher und tertiärer Bildung
Das SDG 4.3 zielt auf einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger und bezahlbarer tertiärer Bildung ab und bildet damit eine zentrale Grundlage für Chancengleichheit sowie die Förderung nachhaltiger Entwicklung. Für BWL-Masterstudierende ist dieses Ziel von besonderer Relevanz, da eine hochwertige Hochschulbildung neben der Vermittlung nachhaltigkeitsrelevanten Fachwissens auch die Entwicklung von Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert. Dadurch werden Studierende befähigt, ökologische, ökonomische und soziokulturelle Zusammenhänge zu verstehen und verantwortungsvolle sowie nachhaltige Entscheidungen in Unternehmen und Organisationen zu treffen.
Ziel der Veranstaltung ist es Studienrenden nicht nur fundiertes Wissen um zentrale Gender- und Diversitäts-Aspekte im beruflichen Kontext zu vermitteln, sondern auch Gender- und Diversity-kompetente Handlungsweisen in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen aber auch im Privaten aufzuzeigen und zu analysieren. Dabei sollen mit Hilfe des angeeigneten Wisses, langfristige Lösungsstrategien zum Überwinden typischer soziokultureller und sozioökonomischer Widerstände erarbeitet werden.
Der Veranstaltung bezieht sich unter anderem auf die SDGs 1, 4, 5, 8, 10 und 16 und hat somit auch einen starken Nachhaltigkeitsbezug.
Inhaltlich werden z.b. Gender- und Diversitymanagement, Inklusion, Interkulturalität, Migration, Sorgearbeit, New Work, Digitalisierung, Gig Work, Gender Economics, Doing Gender, Gewalt gegen Frauen, und andere wichtige Themen und Aspekte, die einen Kulturwandel in Organisationen hervorrufen, vorgestellt und besprochen.
Die Inhalte werden mit interaktiven Lehrmethoden erarbeitet: Nach einem Impuls werden die Teilnehmer/-innen angeleitet, kontrovers zu diskutieren, Fallbeispiele zu erarbeiten und Gruppenaufgaben bzw. -projekte selbständig zu be- und auch erarbeiten.
Der Kurs findet dienstags von 8:30-10 Uhr statt. Es herrscht Anwesenheitspflicht.
Studierende dürfen nur 2 Mal fehlen.
Nähere Informationen wie z.B. zum Kursablauf werden beim ersten Termin besprochen.
Die erfolgreiche Teilnahme (6 CP benotet) erfordert eine unbenotete Gruppenpräsentation und eine benotete Hausaufgabe. Die Studierende schlagen zwei Themen vor, von denen Fr. Kiotzenoglou eines aussucht.
BITTE BEACHTEN:
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 18.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch - Teilnehmende müssen mindestens B2 mündlich und schriftlich haben. Die Veranstaltung wird durchgehend von Fr. Luisa Kiotzenoglou unterrichtet.
[Si] Geschlechter- u. Machtverhältnisse in Bildungskontexten. Perspektive der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung (MA EZW AEW)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
Die zu erbringende Leistung wird in Form eines seminarbegleitenden Portfolios (Hausarbeit) erbracht.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[Si] Heldin, Heilige, Mörderin? Wolfgang Schmeltzls Comoedia Judith von 1542
| regelmäßige Termine ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| wöchentlich Do. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
Eine Frau überlistet einen Feldherren und schlägt ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab. Die biblische Geschichte der gottesfürchtigen Jüdin Judith, die ihr bedrängtes Volk vor den Feinden rettet, gehört auf der Bühne der Frühen Neuzeit zu den beliebtesten Stoffen, nicht zuletzt auch weil Martin Luther diese Geschichte als besonders exemplarisch und didaktisch wertvoll ansieht. Zahlreich wird der Stoff im 16. Jahrhundert mit deutlicher Tendenz zur Politisierung und Aktualisierung aufbereitet, so auch von dem österreichischen Dramatiker Wolfgang Schmeltzl.
Wir werden gemeinsam eine (z.T.) rekonstruierende Aufführung dieses Dramas erarbeiten, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darstellende, Co-Regisseur/innen, Co-Dramaturg/innen und Maskenbildende zugleich.
Aufführungstermine: 5.12.2026, 16 Uhr Grünberg: Hospitalkirche; 7.12.2026 Gießen: Pankratiuskapelle. Eine dritte Aufführung ist geplant, voraussichtlich in Bad Homburg.
Die Veranstaltung ist vierstündig: Mo und Do 18-20 Uhr. Sie endet mit der letzten Aufführung im Dezember.
[H Si] Musik im Kontext von Race und Gender
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
Im Seminar erarbeiten wir uns einen Überblick über Theorien kultureller Hegemonie mit Fokus auf den Aspekten Gender und Race (Feminismus, Queerfeminismus, Critical Race Theory, Postcolonial Theory). Die Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten soll fruchtbare Perspektiven auf konkrete musikbezogene Fallbeispiele eröffnen. Fragen könnten beispielsweise sein: Welche Auswirkungen hatte das Frauenbild im 19. Jahrhundert auf den Musikdiskurs und umgekehrt? Wie wird Gender am Broadway performt? Welche Bedeutung haben Praktiken kultureller Aneignung für die Geschichte der Oper? Ist Musiktheorie strukturell weiß? Ist Hip-Hop antirassistisch?
Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L3-WP-4b
Liberal Arts:
BA-LAS-PDK-5 (Institutionskritik)
BA-LAS-PDK-4 (Funktionen der Künste)
[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.
More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.
Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Queere Klassenpolitiken
Ein gemeinsames Seminar von Dr*in Inga Nüthen (Uni Kassel) und Tarek Shukrallah M.A. (IfP Uni Gießen). Der erste Blocktag, 15. Januar 2027 findet gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Kassel und Gießen an der Uni Kassel statt, der zweite Blocktag am 5. Februar 2027 findet ebenfalls gemeinsam an der JLU statt. Die zweiwöchentlichen Doppeltermine finden nur für Seminarteilnehmer*innen der JLU statt, Teilnehmer*innen der Uni Kassel haben analog dazu ebenfalls weitere JLU-unabhängige Termine .
Beschreibung
Identitäts- und Klassenpolitiken werden immer wieder als gegensätzliche Kämpfe diskutiert – erstere werden mit Fragen nach Anerkennung und der Forderung nach Rechten, letztere mit Forderungen nach Umverteilung und Kritik an Ausbeutungsverhältnissen in Verbindung gebracht. LGBTIQ+ und queere Politiken werden dabei auf der Seite von Identitätspolitik, Kapitalismuskritik auf der Seite von Klassenpolitiken verortet. Dabei liegen die Klassendimensionen heteronormativer Ordnungen auf der Hand: Zum einen sind Lebens- und Exitenzweisen jenseits der Heteronorm und queere Menschen vielfach prekarisiert. Ein halbwegs »normales« Leben kann nur führen, wer im Globalen Norden unter ökonomisch stabilen, privilegierten Bedingungen aufwächst und lebt, und dem das neoliberale Diversitätsversprechen zur Verfügung steht – gerade auch vor dem Hintergrund translokal (wieder) zunehmende Trans*- und Queerfeindlichkeit. Ein plastisches Beispiel für dieses Verhältnis ist die signifikante Zahl von obdachlosen Menschen jenseits der heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm, oder auch die hohe Quote ermordeter trans* Menschen: Transfemininität gehört zu den tödlichsten Lebensrealitäten weltweit. Queere und trans* Politiken und Analysen beschäftigen sich daher zentral mit den materiellen Bedingungen des (Über-)Lebens.
Zum anderen lassen sich ambivalente Prozesse der Normierung und Normalisierung als Effekte neoliberaler sexueller Politiken beobachten. Die Kritik an marktförmigen, Ausschlüsse reproduzierenden sexualpolitischen Einschlüssen gehört zum Kern queerer Politiken. Eine intersektionale Klassenanalyse muss diese Wirkungsweisen »moderner« kapitalistischer Vergesellschaftung und deren Relevanz, Auswirkungen und Verstrickungen mit sexuellen Ordnungen in den Blick nehmen – gegenwartsbezogen besonders in Bezug auf autoritäre Formen des Neoliberalismus. Eine solche Perspektive sucht gleichzeitig nach Brüchen und Gelegenheitsfenstern für vermeintlich unwahrscheinliche Solidaritäten. Im Seminar stellen wir uns diesen und weiteren Fragen um das Verhältnis von Queer und Klasse.
Modul 3: Advanced Module in GSD ⇑
A1: Seminar mit benoteter Leistung ⇑
[Si] Geschlechter- u. Machtverhältnisse in Bildungskontexten. Perspektive der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung (MA EZW AEW)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 115 | ||
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
Die zu erbringende Leistung wird in Form eines seminarbegleitenden Portfolios (Hausarbeit) erbracht.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[P Si] Gesellschaft, Staat, Institutionen: Geschlechtsspezifische Gewalt mit besonderem Fokus auf den Kontext Schule
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 119 | ||

SDG 5.2 – Alle Formen von Gewalt und Ausbeutung gegenüber Frauen und Mädchen beseitigen
Das Seminar führt grundlegend in den Themenkomplex geschlechtsspezifische Gewalt mit Schwerpunkt auf häusliche Gewalt (Intimpartnerschaftsgewalt) und sexualisierte Gewalt ein. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Handlungsanforderungen an Lehrkräfte sowie auf die ethischen, rechtlichen und praktischen Vorgaben zu Prävention und Intervention im Kontext Schule gelegt.
Die zu erbringende Leistung wird in Form einer Klausur erbracht.
Möglicherweise finden einzelne Sitzungen digital statt.
[Si] Heldin, Heilige, Mörderin? Wolfgang Schmeltzls Comoedia Judith von 1542
| regelmäßige Termine ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| wöchentlich Do. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
Eine Frau überlistet einen Feldherren und schlägt ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab. Die biblische Geschichte der gottesfürchtigen Jüdin Judith, die ihr bedrängtes Volk vor den Feinden rettet, gehört auf der Bühne der Frühen Neuzeit zu den beliebtesten Stoffen, nicht zuletzt auch weil Martin Luther diese Geschichte als besonders exemplarisch und didaktisch wertvoll ansieht. Zahlreich wird der Stoff im 16. Jahrhundert mit deutlicher Tendenz zur Politisierung und Aktualisierung aufbereitet, so auch von dem österreichischen Dramatiker Wolfgang Schmeltzl.
Wir werden gemeinsam eine (z.T.) rekonstruierende Aufführung dieses Dramas erarbeiten, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darstellende, Co-Regisseur/innen, Co-Dramaturg/innen und Maskenbildende zugleich.
Aufführungstermine: 5.12.2026, 16 Uhr Grünberg: Hospitalkirche; 7.12.2026 Gießen: Pankratiuskapelle. Eine dritte Aufführung ist geplant, voraussichtlich in Bad Homburg.
Die Veranstaltung ist vierstündig: Mo und Do 18-20 Uhr. Sie endet mit der letzten Aufführung im Dezember.
[H Si] Musik im Kontext von Race und Gender
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
Im Seminar erarbeiten wir uns einen Überblick über Theorien kultureller Hegemonie mit Fokus auf den Aspekten Gender und Race (Feminismus, Queerfeminismus, Critical Race Theory, Postcolonial Theory). Die Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten soll fruchtbare Perspektiven auf konkrete musikbezogene Fallbeispiele eröffnen. Fragen könnten beispielsweise sein: Welche Auswirkungen hatte das Frauenbild im 19. Jahrhundert auf den Musikdiskurs und umgekehrt? Wie wird Gender am Broadway performt? Welche Bedeutung haben Praktiken kultureller Aneignung für die Geschichte der Oper? Ist Musiktheorie strukturell weiß? Ist Hip-Hop antirassistisch?
Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L3-WP-4b
Liberal Arts:
BA-LAS-PDK-5 (Institutionskritik)
BA-LAS-PDK-4 (Funktionen der Künste)
[Si] Postcolonial Perspectives on Eastern Europe
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
The space between Poland and the Baltic countries in the Northwest, Siberia in the Northeast, the Caucasus, Ukraine, and Bulgaria in the South has in recent history been impacted by empires (the Tsarist, the Prussian, the Hapsburg, and the Ottoman Empire). Most of the peoples residing there have been denied state sovereignty over centuries; the titular nations of the great empires imposed them their cultural patterns. Other than the overseas colonies this process has only rarely been de-scribed by historical scientists as colonialism.
This course is devoted less to the question whether it is justified to speak of an East, East-Central or South-East European „colonization,” but investigates, first, how the hegemonic cultures conceptual-ized the suppressed peoples as less civilized and thus in need of „colonization.” Secondly, we focus on the ways how foreign domination was perceived by the subjugated peoples as colonization.
Anglo-American Postcolonial Studies have made substantial propositions for describing not only the hetero-stereotypes deployed to the Orient (Said), but also the cultural strategies of the subordinated elites. The provocative main question goes as to how the theoretical concepts developed for the para-doxical strategies of identity building of Arabs and Black Africans (such as hybridity, in-betweenness, subalternity, mimicry, Black Signifying, self-Orientalization or agency) can become productive for describing the cultural processes of nation building in East, East-Central, and South-East Europe. During the course we will be exploring this question in mosaic-like form with regard to Bosnia, the Czech Republic, Poland, Russia, and Ukraine.
More participants are welcome; for registration please send an email to dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Postkoloniale Osteuropaforschung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Der Raum zwischen Polen und dem Baltikum im Nordwesten, Sibirien im Nordosten, dem Kaukasus, der Ukraine und Bulgarien im Süden ist in der jüngeren Geschichte durch Imperien geprägt gewesen (Zarenreich, Preußisches Reich, Habsburgerreich, Osmanisches Reich). Der Mehrzahl der dort ansäs-sigen Völker war über Jahrhunderte eigene Staatlichkeit verwehrt; die Titularnationen der Großreiche oktroyierten ihnen eigene kulturelle Muster. Anders als die überseeischen Kolonien ist dieser Prozess in der Geschichtswissenschaft nur selten mit dem Begriff des Kolonialismus beschrieben worden.
Die Veranstaltung widmet sich weniger der Frage, ob es denn sachlich berechtigt wäre, von einer ost-, ostmittel- und südosteuropäischen „Kolonisierung“ zu sprechen, sondern untersucht zum einen, wie die hegemonialen Kulturen die unterdrückten Völkerschaften als weniger zivilisiert und damit „kolo-nisierungsbedürftig“ beschrieben. Zum zweiten gilt das Hauptinteresse der Frage, inwieweit die Fremdherrschaft von den betroffenen Völkern als Kolonisierungsprozess wahrgenommen wurde. Nicht nur zur Konstitution von Heterostereotypen des Orients (Said), sondern auch zur Beschreibung der kulturellen Strategien von Unterdrückten haben die anglo-amerikanischen Postcolonial Studies differenzierte Angebote vorgelegt. Die provokative Leitfrage lautet, ob diese Theorieangebote, die für die paradoxen Identitätsbildungsprozesse von Arabern und Schwarzafrikanern entwickelt wurden (Orientalismus, Hybridität, In-Betweenness, Subalternität, Mimikry, Black Signifying, Agency), für ein besseres Verständnis der Herausbildung von Kulturnationsbewusstsein in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fruchtbar gemacht werden können. Im Seminar werden wir versuchen, diese Frage mosaikartig mit Blick auf Bosnien-Herzegowina, Polen, Russland, Tschechien und die Ukraine durchzubuchstabieren.
Weitere Teilnehmende sind willkommen; zur Anmeldung bitte E-Mail an dirk.uffelmann@slavistik.uni-giessen.de
[Si] Queere Klassenpolitiken
Ein gemeinsames Seminar von Dr*in Inga Nüthen (Uni Kassel) und Tarek Shukrallah M.A. (IfP Uni Gießen). Der erste Blocktag, 15. Januar 2027 findet gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Kassel und Gießen an der Uni Kassel statt, der zweite Blocktag am 5. Februar 2027 findet ebenfalls gemeinsam an der JLU statt. Die zweiwöchentlichen Doppeltermine finden nur für Seminarteilnehmer*innen der JLU statt, Teilnehmer*innen der Uni Kassel haben analog dazu ebenfalls weitere JLU-unabhängige Termine .
Beschreibung
Identitäts- und Klassenpolitiken werden immer wieder als gegensätzliche Kämpfe diskutiert – erstere werden mit Fragen nach Anerkennung und der Forderung nach Rechten, letztere mit Forderungen nach Umverteilung und Kritik an Ausbeutungsverhältnissen in Verbindung gebracht. LGBTIQ+ und queere Politiken werden dabei auf der Seite von Identitätspolitik, Kapitalismuskritik auf der Seite von Klassenpolitiken verortet. Dabei liegen die Klassendimensionen heteronormativer Ordnungen auf der Hand: Zum einen sind Lebens- und Exitenzweisen jenseits der Heteronorm und queere Menschen vielfach prekarisiert. Ein halbwegs »normales« Leben kann nur führen, wer im Globalen Norden unter ökonomisch stabilen, privilegierten Bedingungen aufwächst und lebt, und dem das neoliberale Diversitätsversprechen zur Verfügung steht – gerade auch vor dem Hintergrund translokal (wieder) zunehmende Trans*- und Queerfeindlichkeit. Ein plastisches Beispiel für dieses Verhältnis ist die signifikante Zahl von obdachlosen Menschen jenseits der heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm, oder auch die hohe Quote ermordeter trans* Menschen: Transfemininität gehört zu den tödlichsten Lebensrealitäten weltweit. Queere und trans* Politiken und Analysen beschäftigen sich daher zentral mit den materiellen Bedingungen des (Über-)Lebens.
Zum anderen lassen sich ambivalente Prozesse der Normierung und Normalisierung als Effekte neoliberaler sexueller Politiken beobachten. Die Kritik an marktförmigen, Ausschlüsse reproduzierenden sexualpolitischen Einschlüssen gehört zum Kern queerer Politiken. Eine intersektionale Klassenanalyse muss diese Wirkungsweisen »moderner« kapitalistischer Vergesellschaftung und deren Relevanz, Auswirkungen und Verstrickungen mit sexuellen Ordnungen in den Blick nehmen – gegenwartsbezogen besonders in Bezug auf autoritäre Formen des Neoliberalismus. Eine solche Perspektive sucht gleichzeitig nach Brüchen und Gelegenheitsfenstern für vermeintlich unwahrscheinliche Solidaritäten. Im Seminar stellen wir uns diesen und weiteren Fragen um das Verhältnis von Queer und Klasse.


