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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Kunstpädagogik - Kernbereich

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Zu belegen sind drei fachdidaktische Seminare: zwei (LV 1 und LV 2) im Wintersemester und eines (LV 3) im Sommersemester.

[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


 

Zu belegen sind drei Veranstaltungen, drei fachwissenschaftliche Seminare oder zwei fachwissenschaftliche Seminare und eine Vorlesung: ein Seminar (LV 1) und ein weiteres Seminar oder eine Vorlesung (LV 2) im Wintersemester, sowie ein Seminar (LV 3) im Sommersemester.

[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar widmet sich autobiographischen Strategien in Kunst und visueller Kultur und untersucht, wie Künstler*innen persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen, Erinnerungen und Identitätsentwürfe in ihren Arbeiten verhandeln. Im Zentrum stehen künstlerische Positionen der 1970er Jahre bis in die Gegenwart, die das Selbst nicht als kohärente Einheit, sondern als vielschichtige, oft brüchige Konstruktion begreifen. Konzeptionell konstruierte Selbstentwürfe (Sophie Calle) stehen ebenso im Fokus wie Auseinandersetzungen mit Körperlichkeit und Intimität (Tracey Emin) sowie soziale und politische Reflexionen von prekärer Familiarität (Richard Benningham, Boris Mikhailov). Dabei wird weiterhin der Frage nachgegangen, wie sich autobiographische Verfahren zwischen Fiktion und Fakt, Dokumentation und Transformation, Wahrheitsanspruch und Lücke, Narration und Bild bewegen – und warum die ursprünglich literarische Gattung der Autobiographie für die bildende Kunst ein produktives Spannungsfeld zur Gattung des Porträts eröffnet.


[Si] „Der Osten“ – „Der Westen“. Kulturpolitische Konstruktionen und künstlerische Perspektiven (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar widmet sich der kunst- und kulturpolitischen Konstruktion des „Ostens“ und „Westens“ in Bezug auf die beiden Deutschlands (1949–1990) im Kontext des Kalten Krieges und ihrer Nachwirkungen in der Gegenwartskunst. Im Fokus steht die Frage, wie sich diese Dichotomien in künstlerischen Praktiken, Ausstellungsformaten und kunsttheoretischen Diskursen manifestierten und bis heute fortwirken. Ausgehend von den frühen Ausgaben der documenta in Kassel wird die Rolle der Ausstellung als kulturpolitisches Projekt des „Westens“ untersucht, ebenso wie die Auseinandersetzungen um die Beteiligung ostdeutscher Künstler, etwa im Umfeld der documenta 6. Dabei wird insbesondere die Gegenüberstellung der „Abstraktion“ als eines westlich codierten Kunstbegriffs – häufig als Ausdruck von individueller Freiheit und künstlerischer Autonomie interpretiert – mit der Vorstellung eines „realistischen“ sozialistischen Kunstverständnisses fokussiert und als kulturpolitisches und ideologisches Narrativ untersucht.
Darüber hinaus richtet das Seminar den Blick auf künstlerische Praktiken jenseits dieser Dichotomien: von experimentellen und performativen Strategien in der DDR bis hin zu zeitgenössischen Positionen, die sich mit den politischen, sozialen und materiellen Hinterlassenschaften der deutschen Teilung auseinandersetzen. Arbeiten von Künstlerinnen wie Henrike Naumann, Thanh Nguyen Phuong, Hito Steyerl und Sung Tieu dienen dabei als Ausgangspunkt für die Diskussion gegenwärtiger Perspektiven auf Erinnerung, Ideologie, Raum und Material. Das Seminar verbindet kunsthistorische Analysen mit der kritischen Reflexion kulturpolitischer Narrative und lädt dazu ein, die Begriffe „Osten“ und „Westen“ als historisch gewachsene und bis heute wirkmächtige Konstruktionen zu hinterfragen.

Inspiriert ist das Seminarthema auch von unserer Gastprofessorin Ina Weise, deren Ausstellung „da kann man nicht meckern“ am 16.4. im KiZ eröffnet wird. In Installationen, Fotografien, Malerei und Stickerei geht sie der Frage nach, wie sich Geschichte zwischen Herkunft und Verlagerung, Dresden und Gießen, Ost und West in Objekten, Sprache und Bildern sedimentiert. Ina Weise wird in einer Sitzung des Seminars bei uns zu Gast sein.

Das Seminar steht im Kontext einer mit Prof. Dr. Claudia Hattendorff geplanten mehrtägigen Exkursion nach Dresden, die in der KW39 im September stattfinden wird. Seminarteilnehmer*innen haben Vorrang, doch der Besuch des Seminars ist keine Vorbedingung für die Teilnahme an der Exkursion.


[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


[Si] Das Neue Frankfurt (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar analysiert das Projekt des Neuen Frankfurt, das in den 1920er-Jahren zu einem der zentralen Experimente des modernen Städtebaus avancierte. Unter der Leitung von Ernst May und mit politischer Unterstützung durch den Frankfurter Oberbürgermeister Ludwig Landmann entwickelte sich ein integratives Reformprogramm, in dem Architektur, Stadtplanung und soziale Politik eng verzahnt wurden. Landmann förderte das Neue Bauen als sozial orientiertes Programm, mit dem Wohnformen, Infrastruktur und städtische Versorgung an die Herausforderungen einer wachsenden Großstadt angepasst werden sollten.

Thematisiert werden zentrale Bauten und Gestaltungsprojekte, darunter die Großmarkthalle von Martin Elsaesser, die exemplarisch das Spannungsfeld zwischen technischer Innovation und tradierter Baukunst markiert, sowie die von Margarete Schütte-Lihotzky konzipierte Frankfurter Küche, die als rationalisierte Einbauküche ein Modell funktionaler Wohnkultur darstellt. In der Siedlung Römerstadt, in der auch das 1927–1928 errichtete Musterhaus von Ernst May als exemplarisches Einfamilienhaus steht, lassen sich die Prinzipien des Neuen Bauens besonders anschaulich nachvollziehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der medialen Vermittlung der Frankfurter Moderne. Die Neue Fotografie – etwa bei Paul Wolff, Ilse Bing sowie Nini und Carry Hess – prägte die Wahrnehmung moderner Architektur und urbaner Lebenswelten. Ergänzend werden die filmischen Arbeiten von Ella Bergmann-Michel analysiert, in denen sie das Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum, soziale Strukturen sowie die Arbeits und Wohnverhältnisse in Frankfurt differenziert reflektiert.

Das Seminar verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und zielt darauf ab, das Neue Frankfurt als Schnittstelle von Architektur, Design, Fotografie und Film zu verstehen, in der künstlerische, funktionale und soziale Innovationen in einem städtischen Kontext verhandelt wurden.


[Si] Mit Nichts etwas anfangen: Deutungsspielräume 'leerer' Medien in der Gegenwart(skunst) (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem

Kommentar:

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an die Betreuerin am Institut (Prof. Dr. Hattendorff) wenden.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] "Ich ist etwas Anderes." Autobiographische Strategien in Kunst und visueller Kultur (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar widmet sich autobiographischen Strategien in Kunst und visueller Kultur und untersucht, wie Künstler*innen persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen, Erinnerungen und Identitätsentwürfe in ihren Arbeiten verhandeln. Im Zentrum stehen künstlerische Positionen der 1970er Jahre bis in die Gegenwart, die das Selbst nicht als kohärente Einheit, sondern als vielschichtige, oft brüchige Konstruktion begreifen. Konzeptionell konstruierte Selbstentwürfe (Sophie Calle) stehen ebenso im Fokus wie Auseinandersetzungen mit Körperlichkeit und Intimität (Tracey Emin) sowie soziale und politische Reflexionen von prekärer Familiarität (Richard Benningham, Boris Mikhailov). Dabei wird weiterhin der Frage nachgegangen, wie sich autobiographische Verfahren zwischen Fiktion und Fakt, Dokumentation und Transformation, Wahrheitsanspruch und Lücke, Narration und Bild bewegen – und warum die ursprünglich literarische Gattung der Autobiographie für die bildende Kunst ein produktives Spannungsfeld zur Gattung des Porträts eröffnet.


[Si] „Der Osten“ – „Der Westen“. Kulturpolitische Konstruktionen und künstlerische Perspektiven (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar widmet sich der kunst- und kulturpolitischen Konstruktion des „Ostens“ und „Westens“ in Bezug auf die beiden Deutschlands (1949–1990) im Kontext des Kalten Krieges und ihrer Nachwirkungen in der Gegenwartskunst. Im Fokus steht die Frage, wie sich diese Dichotomien in künstlerischen Praktiken, Ausstellungsformaten und kunsttheoretischen Diskursen manifestierten und bis heute fortwirken. Ausgehend von den frühen Ausgaben der documenta in Kassel wird die Rolle der Ausstellung als kulturpolitisches Projekt des „Westens“ untersucht, ebenso wie die Auseinandersetzungen um die Beteiligung ostdeutscher Künstler, etwa im Umfeld der documenta 6. Dabei wird insbesondere die Gegenüberstellung der „Abstraktion“ als eines westlich codierten Kunstbegriffs – häufig als Ausdruck von individueller Freiheit und künstlerischer Autonomie interpretiert – mit der Vorstellung eines „realistischen“ sozialistischen Kunstverständnisses fokussiert und als kulturpolitisches und ideologisches Narrativ untersucht.
Darüber hinaus richtet das Seminar den Blick auf künstlerische Praktiken jenseits dieser Dichotomien: von experimentellen und performativen Strategien in der DDR bis hin zu zeitgenössischen Positionen, die sich mit den politischen, sozialen und materiellen Hinterlassenschaften der deutschen Teilung auseinandersetzen. Arbeiten von Künstlerinnen wie Henrike Naumann, Thanh Nguyen Phuong, Hito Steyerl und Sung Tieu dienen dabei als Ausgangspunkt für die Diskussion gegenwärtiger Perspektiven auf Erinnerung, Ideologie, Raum und Material. Das Seminar verbindet kunsthistorische Analysen mit der kritischen Reflexion kulturpolitischer Narrative und lädt dazu ein, die Begriffe „Osten“ und „Westen“ als historisch gewachsene und bis heute wirkmächtige Konstruktionen zu hinterfragen.

Inspiriert ist das Seminarthema auch von unserer Gastprofessorin Ina Weise, deren Ausstellung „da kann man nicht meckern“ am 16.4. im KiZ eröffnet wird. In Installationen, Fotografien, Malerei und Stickerei geht sie der Frage nach, wie sich Geschichte zwischen Herkunft und Verlagerung, Dresden und Gießen, Ost und West in Objekten, Sprache und Bildern sedimentiert. Ina Weise wird in einer Sitzung des Seminars bei uns zu Gast sein.

Das Seminar steht im Kontext einer mit Prof. Dr. Claudia Hattendorff geplanten mehrtägigen Exkursion nach Dresden, die in der KW39 im September stattfinden wird. Seminarteilnehmer*innen haben Vorrang, doch der Besuch des Seminars ist keine Vorbedingung für die Teilnahme an der Exkursion.


[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


[Si] Das Neue Frankfurt (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar analysiert das Projekt des Neuen Frankfurt, das in den 1920er-Jahren zu einem der zentralen Experimente des modernen Städtebaus avancierte. Unter der Leitung von Ernst May und mit politischer Unterstützung durch den Frankfurter Oberbürgermeister Ludwig Landmann entwickelte sich ein integratives Reformprogramm, in dem Architektur, Stadtplanung und soziale Politik eng verzahnt wurden. Landmann förderte das Neue Bauen als sozial orientiertes Programm, mit dem Wohnformen, Infrastruktur und städtische Versorgung an die Herausforderungen einer wachsenden Großstadt angepasst werden sollten.

Thematisiert werden zentrale Bauten und Gestaltungsprojekte, darunter die Großmarkthalle von Martin Elsaesser, die exemplarisch das Spannungsfeld zwischen technischer Innovation und tradierter Baukunst markiert, sowie die von Margarete Schütte-Lihotzky konzipierte Frankfurter Küche, die als rationalisierte Einbauküche ein Modell funktionaler Wohnkultur darstellt. In der Siedlung Römerstadt, in der auch das 1927–1928 errichtete Musterhaus von Ernst May als exemplarisches Einfamilienhaus steht, lassen sich die Prinzipien des Neuen Bauens besonders anschaulich nachvollziehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der medialen Vermittlung der Frankfurter Moderne. Die Neue Fotografie – etwa bei Paul Wolff, Ilse Bing sowie Nini und Carry Hess – prägte die Wahrnehmung moderner Architektur und urbaner Lebenswelten. Ergänzend werden die filmischen Arbeiten von Ella Bergmann-Michel analysiert, in denen sie das Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum, soziale Strukturen sowie die Arbeits und Wohnverhältnisse in Frankfurt differenziert reflektiert.

Das Seminar verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und zielt darauf ab, das Neue Frankfurt als Schnittstelle von Architektur, Design, Fotografie und Film zu verstehen, in der künstlerische, funktionale und soziale Innovationen in einem städtischen Kontext verhandelt wurden.


[Si] Mit Nichts etwas anfangen: Deutungsspielräume 'leerer' Medien in der Gegenwart(skunst) (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem

Kommentar:

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an die Betreuerin am Institut (Prof. Dr. Hattendorff) wenden.


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


 
[Si] "Draußen malen - Plein Air" (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Ökologie der Geister (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Spekulative Archäologien: Artefakte einer möglichen Welt (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie lassen sich zukünftige Kulturen archäologisch denken – und wie erzählen Objekte Geschichten?
In Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction verstehen wir Artefakte dabei als Gefäße, die Geschichten sammeln, speichern und vermitteln. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung spekulativer Zukunftsartefakte. Wir entwerfen und realisieren Objekte, die als materielle Relikte noch nicht existierender Kulturen, Technologien oder gesellschaftlicher Systeme gedacht sind. Durch Verfahren wie künstliche Alterung, Fragmentierung, Rekonstruktion oder die Inszenierung von Fundkontexten werden diese Objekte bewusst als archäologische Zeugnisse möglicher Zukünfte gestaltet. Die Artefakte fungieren dabei nicht nur als ästhetische Setzungen, sondern als narrative und erkenntnisgenerierende Gefäße, die alternative Zeitvorstellungen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen materialisieren. Das Seminar begreift Archäologie als künstlerische Praxis des Sammelns, Ordnens und Erzählens – zwischen Materialität, Fiktion und kultureller Imagination.


[Si] Widerspruch und Form – Dichotomien als Motor der Bildfindung (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar werden Gegensätze als produktive Werkzeuge im künstlerischen Prozess erprobt. Ausgehend von bildinhaltlichen Dichotomien sollen eigene Bildideen entwickelt werden, die sich im Verlauf des Semesters zunehmend auch über formale Polaritäten verdichten. Im Zentrum steht die Frage, wie Identitäten erst durch Kontrast entstehen – und wie sich Gegensätze im Bild nicht nur gegenüberstehen, sondern in Übergängen, Kippmomenten und Ambivalenzen gegenseitig durchdringen.


[Si] Add-On: Körpererweiterungen (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Plastikatelier
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Der eigene Körper bildet häufig den Ausgangspunkt für das künstlerische Arbeiten. Im Seminar werden zeitgenössische Positionen diskutiert, die sich plastisch mit dem eigenen Körper auseinandersetzen und dem Körper etwas passgenau hinzufügen. Diese Körpererweiterungen können die Wahrnehmung verändern, neue Funktionen ermöglichen oder den Menschen mit seiner Umwelt anders verbinden. Dabei verändert sich nicht nur die Körperform, sondern auch das Körpergefühl. Welche Bewegungen sind mit der Körpererweiterung möglich? Im Seminar experimentieren wir mit verschiedenen Materialen im Stehen und in der Bewegung mit Gewicht, Balance, Rhythmus und Anstrengung und nähern uns so dem Thema Performance. Im Laufe des Semesters werden eigenständige plastische Körpererweiterung entwickelt und erstellt. Eine Einführung in künstlerische Werkzeuge und Techniken findet vorher durch Materialübungen mit Ton, Papier und Textil statt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einer Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diese (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut (Prof. Dr. Schnurr) wenden.


[Si] Ausstellung machen – Kuratieren als künstlerische Methode (KPr-Seminar)
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungszeiten angepasst wurden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
10 Einzeltermine:
Do. 09.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Do. 23.04.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 24.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 08.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 09.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Di. 19.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 20.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Do. 21.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 27.05.2026,19.00 - 23.59 Uhr   KIZ Gießen
Mo. 29.06.2026,12.00 - 15.00 Uhr   KIZ Gießen

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar steht kuratorische Praxis im Zentrum. Gemeinsam mit den Studierenden wird eine Ausstellung entwickelt – von der ersten Idee über Konzept und Raumplanung bis zur konkreten Umsetzung. Wir beschäftigen uns mit Fragen der Auswahl, Kontextualisierung und Präsentation von künstlerischen Arbeiten sowie mit den sozialen, räumlichen und institutionellen Rahmenbedingungen des Ausstellens. Das Seminar versteht Kuratieren als prozessorientierte, kollaborative Praxis, in der Entscheidungen sichtbar und diskutierbar werden. Zum Abschluss des Seminars findet eine gemeinsame Ausstellung im KiZ – Kultur im Zentrum in Gießen statt. Die Ausstellung wird voraussichtlich am 27. Mai eröffnen und bis zum 28. Juni laufen.

Die Seminarleitung übernimmt Jennifer Cierlitza. Sie ist künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kunstverein Siegen und arbeitet kuratorisch vor allem zu zeitgenössischer Kunst, ortsspezifischen Projekten und Ausstellungen im öffentlichen Raum.


[Si] Bildhauerische Interventionen an der Lahn (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das künstlerisch-praktische Seminar findet in Kooperation mit der Lahnpark-GmbH statt, die die entstehenden Arbeiten auch finanziell fördert. Ziel ist es, eigenständige künstlerische Arbeiten zu entwickeln, die entlang der Lahn im Stadtgebiet Gießen für den Ausstellungszeitraum Mitte September bis Anfang Oktober 2026 ausgestellt werden und de Spezifika des Gebietes zwischen Landschaftsraum, Freizeitnutzung und urbanen Schnittstellen erkunden und kommentieren. Im Fokus stehen bildhauerische und installative Ansätze.


[Si] Fäden, Fasern und Tentakel – Ein ökologisch-künstlerisches Labor (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 19.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 10.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 11.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar erforscht Materialien als lebendige Beziehungsgeflechte. Inspiriert von Donna Haraways Idee des „tentakulären Denkens“ betrachten wir Reststoffe nicht als Abfall oder Rohstoff, sondern als Akteur*innen mit Verbindungen, Geschichten und Widerständen. Ziel ist es, künstlerische Prozesse zu entwickeln, die nicht in abgeschlossenen Objekten, sondern in offenen Beziehungen, Improvisationen und situativen Gefügen bestehen.



In drei zweitägigen Blöcken arbeiten wir in einem Labor, in dem das Denken durch die Hände geht: Wie ein Oktopus, der mit seinen Armen sieht, tastet und entscheidet, versuchen wir unser Hirn und Handeln in die Finger zu verlagern. Wir reagieren auf Materialimpulse, lassen Formen durch Fäden, Knoten, Fasern und provisorische Verbindungen entstehen und erkunden das Zusammenspiel von Körper, Raum und Material.



Wir sammeln Fundstücke und Restmaterialien im Umfeld des IFK, bauen ein temporäres Materialdepot auf, entwickeln tentakuläre Strukturen und transformieren sie zu situativen Installationen. Zwischen Zeichnung, Assemblage, provisorischer Architektur und performativer Aktivierung entsteht ein gemeinsamer Organismus aus Dingen, Bewegungen und Beziehungen. Reflexionsrunden begleiten die Praxis und stellen die Frage, wie künstlerisches Arbeiten Aufmerksamkeit, Verantwortung und Verbundenheit hervorbringt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut wenden.


[Si] Spekulative Archäologien: Artefakte einer möglichen Welt (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie lassen sich zukünftige Kulturen archäologisch denken – und wie erzählen Objekte Geschichten?
In Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction verstehen wir Artefakte dabei als Gefäße, die Geschichten sammeln, speichern und vermitteln. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung spekulativer Zukunftsartefakte. Wir entwerfen und realisieren Objekte, die als materielle Relikte noch nicht existierender Kulturen, Technologien oder gesellschaftlicher Systeme gedacht sind. Durch Verfahren wie künstliche Alterung, Fragmentierung, Rekonstruktion oder die Inszenierung von Fundkontexten werden diese Objekte bewusst als archäologische Zeugnisse möglicher Zukünfte gestaltet. Die Artefakte fungieren dabei nicht nur als ästhetische Setzungen, sondern als narrative und erkenntnisgenerierende Gefäße, die alternative Zeitvorstellungen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen materialisieren. Das Seminar begreift Archäologie als künstlerische Praxis des Sammelns, Ordnens und Erzählens – zwischen Materialität, Fiktion und kultureller Imagination.


[Si] Ausstellung machen – Kuratieren als künstlerische Methode (KPr-Seminar)
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungszeiten angepasst wurden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
10 Einzeltermine:
Do. 09.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Do. 23.04.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 24.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 08.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 09.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Di. 19.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 20.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Do. 21.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 27.05.2026,19.00 - 23.59 Uhr   KIZ Gießen
Mo. 29.06.2026,12.00 - 15.00 Uhr   KIZ Gießen

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar steht kuratorische Praxis im Zentrum. Gemeinsam mit den Studierenden wird eine Ausstellung entwickelt – von der ersten Idee über Konzept und Raumplanung bis zur konkreten Umsetzung. Wir beschäftigen uns mit Fragen der Auswahl, Kontextualisierung und Präsentation von künstlerischen Arbeiten sowie mit den sozialen, räumlichen und institutionellen Rahmenbedingungen des Ausstellens. Das Seminar versteht Kuratieren als prozessorientierte, kollaborative Praxis, in der Entscheidungen sichtbar und diskutierbar werden. Zum Abschluss des Seminars findet eine gemeinsame Ausstellung im KiZ – Kultur im Zentrum in Gießen statt. Die Ausstellung wird voraussichtlich am 27. Mai eröffnen und bis zum 28. Juni laufen.

Die Seminarleitung übernimmt Jennifer Cierlitza. Sie ist künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kunstverein Siegen und arbeitet kuratorisch vor allem zu zeitgenössischer Kunst, ortsspezifischen Projekten und Ausstellungen im öffentlichen Raum.


[Si] In other words (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 13:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
wöchentlich Di. 10:00 - 13:00 Uhr  Phil. II H, 101c (Multimedialabor)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 101c (Multimedialabor)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Was geschieht, wenn Schrift und Sprache nicht nur beschreiben, sondern selbst zur künstlerischen Praxis werden? Das Seminar richtet sich auf künstlerisches Arbeiten, die mit Schrift und Sprache operieren und diese als eigenständige ästhetische Form, Material und Handlung einsetzen. Wir fragen danach, wie Schrift und Sprache in der Kunst auftreten: als Instruktion, Notation oder Fragment und erschließen gemeinsam ausgewählte künstlerische Positionen. Die eigene künstlerische Praxis erfolgt forschend und praxisorientiert: wir erproben künstlerische Verfahren und Zugänge, um ausgehend davon eigene Projekte zu entwerfen und umzusetzen. Das Seminar versteht sich als Experimentierraum und gibt auch die Gelegenheit für kollektive Praxen.


[Si] Ökologie der Geister II (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 101c (Multimedialabor)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 101c (Multimedialabor)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Ökologie der Geister II: Fotografie/Intervention

Die Stadt Gießen ist der Raum, in dem sich dieses Seminar bewegt. Die Stadt, ihre Gebäude, Straßen, Bewohner*innen, Geschichte(n) … sind unsere Bezugspunkte für die künstlerisch/fotografische Expedition, die wir gemeinsam beginnen. Die Stadt und Stadtgesellschaft werden wir in Einzel- und Gemeinschaftsprojekten erforschen. Wie kann man künstlerische, performative, fotografische Interventionen erarbeiten und wie können diese am Ende sichtbar werden? Das sind Fragen, denen wir uns stellen werden.
Das Seminar findet zu Teilen draußen statt. Festes Schuhwerk und ein Fahrrad sind Voraussetzung für die Expeditionen, die z.T. auch zu Tageszeiten jenseits der üblichen Seminarkernzeiten stattfinden werden.


[Si] RAPPORT (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Fr. 15.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Fr. 15.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 29.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Fr. 29.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Sa. 30.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Sa. 30.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 12.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 12.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Sa. 13.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
So. 14.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Der Begriff »Rapport« (frz. “rapport”: mündlicher Bericht, Beziehung, Verhältnis, wirtschaftlicher Ertrag) bezeichnet im Textil- und Grafikbereich die kleinste abgeschlossene Einheit eines Musters oder einer Gewebebindung. Diese formale Bedeutung bildet den Ausgangspunkt der Lehrveranstaltung und wird zugleich auf soziale, räumliche und visuelle Beziehungsgeflechte übertragen.

Auf der Grundlage eines gemeinsamen Stadtrundgangs sowie zeichnerischer und fotografischer Untersuchungen des öffentlichen Raums in Gießen entwickeln die Studierenden grafische Arbeiten, die sich insbesondere mit dem architektonisch prägenden Charakter der Stadt auseinandersetzen. Architektur wird dabei als gestaltendes Element verstanden, das unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unser Selbstverständnis beeinflusst.

Im Zentrum des künstlerischen Prozesses stehen Experimente mit Wiederholung, Verbindung und Verschiebung. Ziel des Seminars ist es, eine zusammenhängende Reihe grafischer Arbeiten zu entwickeln und diese technisch wie konzeptionell im Siebdruck umzusetzen.

Erfahrungen im Bereich Siebdruck sind von Vorteil. Ein Siebdruck Werkstattschein ist wünschenswert. Bei Bedarf wenden sie sich bitte an Sylvia Runge.


[Pj Si] RASTER STEIN BETON (KPr-Projektseminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 031 (Plastikatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Raster Stein Beton

Gießen wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, insbesondere durch den Luftangriff im Dezember 1944, der rund 70 % der Stadt in Schutt und Asche legte. Der Wiederaufbau prägte das Stadtbild nachhaltig: Wie in vielen deutschen Städten entstand in der Nachkriegszeit eine funktionale, modernistische Architektur mit klaren Linien, großen Glasflächen und dem Einsatz neuer Materialien wie Stahlbeton, um schnell Wohnraum und öffentliche Infrastruktur zu schaffen.

Unter dem Titel »Raster Stein Beton« recherchieren Studierende ortspezifisch zur Nachkriegsmoderne in Gießen. Ausgehend von einem gemeinsamen Stadtrundgang untersuchen wir Architektur als historisches, gesellschaftliches und persönliches Konfliktfeld. Was hat Architektur mit Konflikt zu tun? Was hat Architektur mit uns/mir zu tun? Wie prägt sie uns?

Ziel ist es, auf Grundlage konkreter Orte im Stadtraum eigene künstlerische Arbeiten und Interventionen im öffentlichen Raum zu entwickeln, individuelle Arbeitsweisen zu erproben und die Projekte in den Werkstätten des Instituts umzusetzen.


[Si] Überall Kunst - Künstlerisches Forschen und Finden (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
9 Einzeltermine:
Fr. 22.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 23.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 24.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 05.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 06.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 07.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 03.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 05.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut (Prof. Martin Schepers) wenden.


 

Zu belegen sind drei Veranstaltungen: zwei fachwissenschaftliche Seminare, eines davon (LV 2) im Wintersemester und eines (LV 3) im Sommersemester, sowie ein fachdidaktisches Seminar (LV 1) im Sommersemester.

[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?


[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.


[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Lehrveranstaltung ist bilingual (dt./engl.)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333

Kommentar:

Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.


 

Zu belegen sind drei Veranstaltungen: zwei fachpraktische Seminare, eines davon (LV 1) im Wintersemester und eines (LV 2) im Sommersemester, sowie ein fachdidaktisches Seminar (LV 3) im Sommersemester.

[Si] "Draußen malen - Plein Air" (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Ökologie der Geister (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Spekulative Archäologien: Artefakte einer möglichen Welt (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie lassen sich zukünftige Kulturen archäologisch denken – und wie erzählen Objekte Geschichten?
In Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction verstehen wir Artefakte dabei als Gefäße, die Geschichten sammeln, speichern und vermitteln. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung spekulativer Zukunftsartefakte. Wir entwerfen und realisieren Objekte, die als materielle Relikte noch nicht existierender Kulturen, Technologien oder gesellschaftlicher Systeme gedacht sind. Durch Verfahren wie künstliche Alterung, Fragmentierung, Rekonstruktion oder die Inszenierung von Fundkontexten werden diese Objekte bewusst als archäologische Zeugnisse möglicher Zukünfte gestaltet. Die Artefakte fungieren dabei nicht nur als ästhetische Setzungen, sondern als narrative und erkenntnisgenerierende Gefäße, die alternative Zeitvorstellungen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen materialisieren. Das Seminar begreift Archäologie als künstlerische Praxis des Sammelns, Ordnens und Erzählens – zwischen Materialität, Fiktion und kultureller Imagination.


[Si] Widerspruch und Form – Dichotomien als Motor der Bildfindung (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar werden Gegensätze als produktive Werkzeuge im künstlerischen Prozess erprobt. Ausgehend von bildinhaltlichen Dichotomien sollen eigene Bildideen entwickelt werden, die sich im Verlauf des Semesters zunehmend auch über formale Polaritäten verdichten. Im Zentrum steht die Frage, wie Identitäten erst durch Kontrast entstehen – und wie sich Gegensätze im Bild nicht nur gegenüberstehen, sondern in Übergängen, Kippmomenten und Ambivalenzen gegenseitig durchdringen.


[Si] Add-On: Körpererweiterungen (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Plastikatelier
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Der eigene Körper bildet häufig den Ausgangspunkt für das künstlerische Arbeiten. Im Seminar werden zeitgenössische Positionen diskutiert, die sich plastisch mit dem eigenen Körper auseinandersetzen und dem Körper etwas passgenau hinzufügen. Diese Körpererweiterungen können die Wahrnehmung verändern, neue Funktionen ermöglichen oder den Menschen mit seiner Umwelt anders verbinden. Dabei verändert sich nicht nur die Körperform, sondern auch das Körpergefühl. Welche Bewegungen sind mit der Körpererweiterung möglich? Im Seminar experimentieren wir mit verschiedenen Materialen im Stehen und in der Bewegung mit Gewicht, Balance, Rhythmus und Anstrengung und nähern uns so dem Thema Performance. Im Laufe des Semesters werden eigenständige plastische Körpererweiterung entwickelt und erstellt. Eine Einführung in künstlerische Werkzeuge und Techniken findet vorher durch Materialübungen mit Ton, Papier und Textil statt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einer Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diese (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut (Prof. Dr. Schnurr) wenden.


[Si] Ausstellung machen – Kuratieren als künstlerische Methode (KPr-Seminar)
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungszeiten angepasst wurden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
10 Einzeltermine:
Do. 09.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Do. 23.04.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 24.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 08.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 09.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Di. 19.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 20.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Do. 21.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 27.05.2026,19.00 - 23.59 Uhr   KIZ Gießen
Mo. 29.06.2026,12.00 - 15.00 Uhr   KIZ Gießen

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar steht kuratorische Praxis im Zentrum. Gemeinsam mit den Studierenden wird eine Ausstellung entwickelt – von der ersten Idee über Konzept und Raumplanung bis zur konkreten Umsetzung. Wir beschäftigen uns mit Fragen der Auswahl, Kontextualisierung und Präsentation von künstlerischen Arbeiten sowie mit den sozialen, räumlichen und institutionellen Rahmenbedingungen des Ausstellens. Das Seminar versteht Kuratieren als prozessorientierte, kollaborative Praxis, in der Entscheidungen sichtbar und diskutierbar werden. Zum Abschluss des Seminars findet eine gemeinsame Ausstellung im KiZ – Kultur im Zentrum in Gießen statt. Die Ausstellung wird voraussichtlich am 27. Mai eröffnen und bis zum 28. Juni laufen.

Die Seminarleitung übernimmt Jennifer Cierlitza. Sie ist künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kunstverein Siegen und arbeitet kuratorisch vor allem zu zeitgenössischer Kunst, ortsspezifischen Projekten und Ausstellungen im öffentlichen Raum.


[Si] Bildhauerische Interventionen an der Lahn (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das künstlerisch-praktische Seminar findet in Kooperation mit der Lahnpark-GmbH statt, die die entstehenden Arbeiten auch finanziell fördert. Ziel ist es, eigenständige künstlerische Arbeiten zu entwickeln, die entlang der Lahn im Stadtgebiet Gießen für den Ausstellungszeitraum Mitte September bis Anfang Oktober 2026 ausgestellt werden und de Spezifika des Gebietes zwischen Landschaftsraum, Freizeitnutzung und urbanen Schnittstellen erkunden und kommentieren. Im Fokus stehen bildhauerische und installative Ansätze.


[Si] Fäden, Fasern und Tentakel – Ein ökologisch-künstlerisches Labor (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 19.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 10.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 11.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar erforscht Materialien als lebendige Beziehungsgeflechte. Inspiriert von Donna Haraways Idee des „tentakulären Denkens“ betrachten wir Reststoffe nicht als Abfall oder Rohstoff, sondern als Akteur*innen mit Verbindungen, Geschichten und Widerständen. Ziel ist es, künstlerische Prozesse zu entwickeln, die nicht in abgeschlossenen Objekten, sondern in offenen Beziehungen, Improvisationen und situativen Gefügen bestehen.



In drei zweitägigen Blöcken arbeiten wir in einem Labor, in dem das Denken durch die Hände geht: Wie ein Oktopus, der mit seinen Armen sieht, tastet und entscheidet, versuchen wir unser Hirn und Handeln in die Finger zu verlagern. Wir reagieren auf Materialimpulse, lassen Formen durch Fäden, Knoten, Fasern und provisorische Verbindungen entstehen und erkunden das Zusammenspiel von Körper, Raum und Material.



Wir sammeln Fundstücke und Restmaterialien im Umfeld des IFK, bauen ein temporäres Materialdepot auf, entwickeln tentakuläre Strukturen und transformieren sie zu situativen Installationen. Zwischen Zeichnung, Assemblage, provisorischer Architektur und performativer Aktivierung entsteht ein gemeinsamer Organismus aus Dingen, Bewegungen und Beziehungen. Reflexionsrunden begleiten die Praxis und stellen die Frage, wie künstlerisches Arbeiten Aufmerksamkeit, Verantwortung und Verbundenheit hervorbringt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut wenden.


[Si] In other words (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 13:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
wöchentlich Di. 10:00 - 13:00 Uhr  Phil. II H, 101c (Multimedialabor)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 101c (Multimedialabor)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Was geschieht, wenn Schrift und Sprache nicht nur beschreiben, sondern selbst zur künstlerischen Praxis werden? Das Seminar richtet sich auf künstlerisches Arbeiten, die mit Schrift und Sprache operieren und diese als eigenständige ästhetische Form, Material und Handlung einsetzen. Wir fragen danach, wie Schrift und Sprache in der Kunst auftreten: als Instruktion, Notation oder Fragment und erschließen gemeinsam ausgewählte künstlerische Positionen. Die eigene künstlerische Praxis erfolgt forschend und praxisorientiert: wir erproben künstlerische Verfahren und Zugänge, um ausgehend davon eigene Projekte zu entwerfen und umzusetzen. Das Seminar versteht sich als Experimentierraum und gibt auch die Gelegenheit für kollektive Praxen.


[Si] Ökologie der Geister II (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 101c (Multimedialabor)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 101c (Multimedialabor)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Ökologie der Geister II: Fotografie/Intervention

Die Stadt Gießen ist der Raum, in dem sich dieses Seminar bewegt. Die Stadt, ihre Gebäude, Straßen, Bewohner*innen, Geschichte(n) … sind unsere Bezugspunkte für die künstlerisch/fotografische Expedition, die wir gemeinsam beginnen. Die Stadt und Stadtgesellschaft werden wir in Einzel- und Gemeinschaftsprojekten erforschen. Wie kann man künstlerische, performative, fotografische Interventionen erarbeiten und wie können diese am Ende sichtbar werden? Das sind Fragen, denen wir uns stellen werden.
Das Seminar findet zu Teilen draußen statt. Festes Schuhwerk und ein Fahrrad sind Voraussetzung für die Expeditionen, die z.T. auch zu Tageszeiten jenseits der üblichen Seminarkernzeiten stattfinden werden.


[Si] RAPPORT (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Fr. 15.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Fr. 15.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 29.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Fr. 29.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Sa. 30.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Sa. 30.05.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 12.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Fr. 12.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Sa. 13.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
So. 14.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 011 (Siebdruckwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Der Begriff »Rapport« (frz. “rapport”: mündlicher Bericht, Beziehung, Verhältnis, wirtschaftlicher Ertrag) bezeichnet im Textil- und Grafikbereich die kleinste abgeschlossene Einheit eines Musters oder einer Gewebebindung. Diese formale Bedeutung bildet den Ausgangspunkt der Lehrveranstaltung und wird zugleich auf soziale, räumliche und visuelle Beziehungsgeflechte übertragen.

Auf der Grundlage eines gemeinsamen Stadtrundgangs sowie zeichnerischer und fotografischer Untersuchungen des öffentlichen Raums in Gießen entwickeln die Studierenden grafische Arbeiten, die sich insbesondere mit dem architektonisch prägenden Charakter der Stadt auseinandersetzen. Architektur wird dabei als gestaltendes Element verstanden, das unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unser Selbstverständnis beeinflusst.

Im Zentrum des künstlerischen Prozesses stehen Experimente mit Wiederholung, Verbindung und Verschiebung. Ziel des Seminars ist es, eine zusammenhängende Reihe grafischer Arbeiten zu entwickeln und diese technisch wie konzeptionell im Siebdruck umzusetzen.

Erfahrungen im Bereich Siebdruck sind von Vorteil. Ein Siebdruck Werkstattschein ist wünschenswert. Bei Bedarf wenden sie sich bitte an Sylvia Runge.


[Pj Si] RASTER STEIN BETON (KPr-Projektseminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 031 (Plastikatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Raster Stein Beton

Gießen wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, insbesondere durch den Luftangriff im Dezember 1944, der rund 70 % der Stadt in Schutt und Asche legte. Der Wiederaufbau prägte das Stadtbild nachhaltig: Wie in vielen deutschen Städten entstand in der Nachkriegszeit eine funktionale, modernistische Architektur mit klaren Linien, großen Glasflächen und dem Einsatz neuer Materialien wie Stahlbeton, um schnell Wohnraum und öffentliche Infrastruktur zu schaffen.

Unter dem Titel »Raster Stein Beton« recherchieren Studierende ortspezifisch zur Nachkriegsmoderne in Gießen. Ausgehend von einem gemeinsamen Stadtrundgang untersuchen wir Architektur als historisches, gesellschaftliches und persönliches Konfliktfeld. Was hat Architektur mit Konflikt zu tun? Was hat Architektur mit uns/mir zu tun? Wie prägt sie uns?

Ziel ist es, auf Grundlage konkreter Orte im Stadtraum eigene künstlerische Arbeiten und Interventionen im öffentlichen Raum zu entwickeln, individuelle Arbeitsweisen zu erproben und die Projekte in den Werkstätten des Instituts umzusetzen.


[Si] Spekulative Archäologien: Artefakte einer möglichen Welt (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie lassen sich zukünftige Kulturen archäologisch denken – und wie erzählen Objekte Geschichten?
In Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction verstehen wir Artefakte dabei als Gefäße, die Geschichten sammeln, speichern und vermitteln. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung spekulativer Zukunftsartefakte. Wir entwerfen und realisieren Objekte, die als materielle Relikte noch nicht existierender Kulturen, Technologien oder gesellschaftlicher Systeme gedacht sind. Durch Verfahren wie künstliche Alterung, Fragmentierung, Rekonstruktion oder die Inszenierung von Fundkontexten werden diese Objekte bewusst als archäologische Zeugnisse möglicher Zukünfte gestaltet. Die Artefakte fungieren dabei nicht nur als ästhetische Setzungen, sondern als narrative und erkenntnisgenerierende Gefäße, die alternative Zeitvorstellungen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen materialisieren. Das Seminar begreift Archäologie als künstlerische Praxis des Sammelns, Ordnens und Erzählens – zwischen Materialität, Fiktion und kultureller Imagination.


[Si] Überall Kunst - Künstlerisches Forschen und Finden (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
9 Einzeltermine:
Fr. 22.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 23.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 24.05.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 05.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 06.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 07.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 03.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
So. 05.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut (Prof. Martin Schepers) wenden.


[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


 
[Si] A(rt) I(nstructor) - Künstliche Kunstvermittlung? (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Mi. 16.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Schirn Kunsthalle Frankfurt
Mo. 21.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mo. 28.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210
Mi. 30.09.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 210

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Kann Künstliche Intelligenz Kunst vermitteln? Und wenn ja: Wie versteht sie eigentlich Kunst, Bildung und Vermittlung? In diesem Seminar erkunden wir das Spannungsfeld zwischen Kunstvermittlung und KI – kritisch, experimentell und mit einer guten Portion Neugier.
Wir untersuchen, wie KI-Systeme Kunst beschreiben, interpretieren und erklären. Dabei stellen wir grundlegende Fragen: Welche Wissensmodelle stecken hinter KI-generierten Vermittlungsformaten? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar? Und kann KI selbst als Vermittler*in agieren oder braucht Vermittlung immer menschliche Erfahrung, Kontextwissen und gesellschaftliche Verantwortung?

Das Seminar verbindet Theorie und Praxis: Wir analysieren KI-Tools, testen ihre Möglichkeiten im Kontext von Kunstvermittlung und entwickeln eigene experimentelle Vermittlungsformate mit und über KI. Dabei reflektieren wir auch Chancen, Grenzen und Machtstrukturen algorithmischer Wissensproduktion.


[Si] ART_ED 1 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] ART_ED 2 (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Lehrformat ART_ED (Art Education) versammelt sechs Vorträge von Kunstpädagog*innen, die exemplarische Einblicke in gegenwärtige Diskurse, Forschungsansätze und Praxisformen der Kunstpädagogik geben. Die Beiträge vermitteln unterschiedliche theoretische Perspektiven, methodische Zugänge und institutionelle Kontexte und eröffnen so eine Auseinandersetzung mit aktuellen kunstpädagogischen Positionsbestimmungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunstpädagogik heute auf gesellschaftliche, mediale und ästhetische Transformationsprozesse reagiert und wie sie diese mitgestaltet.

Zwischen den gemeinsamen Vortragsterminen finden begleitende Präflexionen und Reflexionen in zwei separaten kunstpädagogischen Seminaren (JOHNS/SCHNURR) statt. In diesen Sitzungen werden zentrale Begriffe, theoretische Rahmungen und Fragestellungen vorbereitet sowie die Vorträge im Anschluss gemeinsam nachbereitet, diskutiert und kontextualisiert. Ziel ist es, die Positionen nicht nur rezeptiv aufzunehmen, sondern sie kritisch zu durchdringen und in Beziehung zu eigenen kunstpädagogischen Fragestellungen zu setzen.

21.04 Prof. Dr. Andrea Sabisch, Professur für Bildende Kunst/ Ästhetische Bildung Universität Hamburg

05.05 Prof. Dr. Stefanie Johns, Professur für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen

19.05 Prof. Dr. Magdalena Eckes, Professur für Kunstpädagogik, Universität Siegen

02.06 Prof. Dr. Ansgar Schnurr, Professur für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Kunstdidaktik, Justus-Liebig-Universität Gießen

16.06 Prof. Dr. Nadia Bader, Professur für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich

30.06 Prof. Dr. Katja Hoffmann, Professur für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität Bielefeld.


[Si] Ästhetische Forschung in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Nach Helga Kämpf-Jansen (2012, S. 20) kann jede Frage, jeder Gedanke, eine Befindlichkeit, ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier, ein Phänomen, ein Werk, eine (fiktive oder reale) Person, eine Situation, ein literarisches Thema, ein Begriff oder komplexer Inhalt der Ausgangspunkt für Ästhetische Forschung sein.
Im Seminar suchen wir nach Verknüpfungen von Alltags- und Kunstphänomenen, nach performativen Prozessen und reflektieren unser Vorgehen. In Gruppen entwickeln wir Impulse, Inszenierungen, Reflexionsgespräche und Arbeitsmaterial, diskutieren und dokumentieren, um Ästhetische Forschung greifbarer zu machen.


[Si] Bild und Bildlichkeit (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Bilder können Freude und Staunen hervorrufen. Sie können den Blick der Betrachtenden magisch anziehen, aber auch abstoßen. Sie können irritieren oder zum Nahdenken anregen. In diesem Seminar wollen wir den vielfältigen Funktionen und Verständnissen von ‚Bildern‘ nachgehen und ihre Bedeutungen für kunstpädagogische Kontexte genauer untersuchen.

Bilder können in kunstpädagogischen Kontexten unterschiedliche Funktionen annehmen. Sie werden zum Gegenstand der Rezeption, Analyse und Interpretation, oder sind Bezugspunkt künstlerischer Gestaltungsprozesse. Sie können aber auch als Anlass für Bildungsprozesse befragt werden. Dabei lohnt es sich, einen Schritt zurück zu treten und zu fragen: Was macht ein 'Bild' zum 'Bild'? Wie kann das 'Bildliche' konzeptualisiert werden? Angeschlossen an ein fundiertes Verständnis von Bild und Bildlichkeit lassen sich didaktische Bildzugänge für pädagogische Kontexte konzeptualisieren.

Das Seminar widmet sich also theoretischen Überlegungen zum Bild/Bildlichkeit und untersucht kritisch didaktische Konzeptionen wie die Bildkompetenz (u.a. Bering/Niehoff) oder die Bilderfahrung und Bildwerdung (u.a. Sabisch). Darüber hinaus sollen kunstdidaktische Settings und Unterrichtskontexte entworfen werden, die vom Bild ausgehen und die Potenziale des Bildlichen für Bildungsprozesse ausschöpfen.


[Si] Das Museum als Arbeitstitel (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was soll ein Museum heute eigentlich sein? Wissensspeicher, Erlebnisraum, politischer Akteur, Begegnungsort – oder alles gleichzeitig? Dieses Seminar versteht das Museum nicht als fertige Institution, sondern als offenes Projekt, das ständig neu gedacht, hinterfragt und gestaltet werden kann.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Museen Wissen produzieren, vermitteln und manchmal auch festschreiben. Dabei beschäftigen wir uns mit klassischen Vermittlungsformen ebenso wie mit aktuellen kritischen Ansätzen. Wir schauen darauf, wie Kunstvermittlung traditionell oft als Weitergabe von Expertise gedacht wurde und wie sie sich zunehmend zu einem dialogischen, partizipativen und gesellschaftskritischen Feld entwickelt. Vermittlung kann nicht nur informieren, sondern auch irritieren, verunsichern und neue Perspektiven eröffnen.


[Si] Die Maske in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Konzeptionen von Kunstunterricht untersuchen (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 117 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

[Si] Künstlerische Strategien für die kunstpädagogische Praxis (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In kunstpädagogischen Situationen stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern künstlerische Beispiele gezeigt, eingebunden und genutzt werden sollen. Engen Beispiele von künstlerischen Arbeiten eher ein und begünstigen sie eine Imitation? Oder sind sie unverzichtbar für eine künstlerisch-professionelle Arbeit? Im KD-Seminar werden verschiedene kunstdidaktische Positionen zum Thema diskutiert und anwendungsorientiert eine Sammlung "künstlerischer Strategien für die kunstpädagogische Praxis" erarbeitet.


[Si] Kunstpädagogische Relevanz (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine:
Fr. 10.04.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 29.05.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a
Fr. 26.06.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie stellen wir Relevanz in der Kunstpädagogik her? Wie entwickelt sich für uns im Spannungsfeld von Biografie, Habitus und persönlichen Überzeugungen ebenso wie im Kontext unterschiedlicher Kunstbegriffe und gesellschaftlicher Erwartungen etwas als relevant? Wie beeinflussen eigene Bildungswege und künstlerische Erfahrungen unsere Urteile? Welche impliziten Beliefs strukturieren unser professionelles Handeln? Und wie positioniert sich Kunstpädagogik zwischen kultureller Legitimation, institutionellem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortung? Wir fragen gemeinsam, inwiefern die Figur der Relevanz im Horizont ungewisser Zukünfte neu geöffnet, verschoben oder unterlaufen werden kann. Ziel ist es, Relevanz nicht vorauszusetzen, sondern als perspektivische, situierte und veränderbare Kategorie kritisch zu reflektieren und für das eigene kunstpädagogische Denken produktiv zu machen.
Das Blockseminar setzt eine aktive Mitarbeit voraus und bietet die Gelegenheit, eigene Fragestellungen im Kontext des Seminarthemas zu untersuchen.


[Si] Materialität in der Kunstpädagogik (KD-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008a

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Was ist Material, Materialität und alles dazwischen?
Im Seminar nähern wir uns diesen Begriffen und begeben uns auf eine Suche nach der Bedeutung für die Kunstpädagogik.
Wir diskutieren den Aufforderungscharakter von Material, dessen Transformationspotenzial und die Funktion als Medium.
Was passiert, wenn sich unterschiedliche Materialien/Materialitäten begegnen? Und was haben unsere Sinne damit zu tun?
Gemeinsam erarbeiten wir weitere Forschungsfragen, die wir in Kleingruppen zu kunstpädagogischen Impulse erweitern werden.


[Si] "Draußen malen - Plein Air" (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mo. 31.08.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Di. 01.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Mi. 02.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Do. 03.09.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Add-On: Körpererweiterungen (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
12 Einzeltermine:
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 25.04.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 09.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
So. 10.05.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Plastikatelier
Sa. 13.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)
So. 14.06.2026,09.30 - 15.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 27.06.2026,09.30 - 13.30 Uhr   Phil. II H, 001 (Tonwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Der eigene Körper bildet häufig den Ausgangspunkt für das künstlerische Arbeiten. Im Seminar werden zeitgenössische Positionen diskutiert, die sich plastisch mit dem eigenen Körper auseinandersetzen und dem Körper etwas passgenau hinzufügen. Diese Körpererweiterungen können die Wahrnehmung verändern, neue Funktionen ermöglichen oder den Menschen mit seiner Umwelt anders verbinden. Dabei verändert sich nicht nur die Körperform, sondern auch das Körpergefühl. Welche Bewegungen sind mit der Körpererweiterung möglich? Im Seminar experimentieren wir mit verschiedenen Materialen im Stehen und in der Bewegung mit Gewicht, Balance, Rhythmus und Anstrengung und nähern uns so dem Thema Performance. Im Laufe des Semesters werden eigenständige plastische Körpererweiterung entwickelt und erstellt. Eine Einführung in künstlerische Werkzeuge und Techniken findet vorher durch Materialübungen mit Ton, Papier und Textil statt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einer Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diese (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut (Prof. Dr. Schnurr) wenden.


[Si] Ausstellung machen – Kuratieren als künstlerische Methode (KPr-Seminar)
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungszeiten angepasst wurden.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
10 Einzeltermine:
Do. 09.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Do. 23.04.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 24.04.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Fr. 08.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Sa. 09.05.2026,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
Di. 19.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 20.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Do. 21.05.2026,10.00 - 16.00 Uhr   KIZ Gießen
Mi. 27.05.2026,19.00 - 23.59 Uhr   KIZ Gießen
Mo. 29.06.2026,12.00 - 15.00 Uhr   KIZ Gießen

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar steht kuratorische Praxis im Zentrum. Gemeinsam mit den Studierenden wird eine Ausstellung entwickelt – von der ersten Idee über Konzept und Raumplanung bis zur konkreten Umsetzung. Wir beschäftigen uns mit Fragen der Auswahl, Kontextualisierung und Präsentation von künstlerischen Arbeiten sowie mit den sozialen, räumlichen und institutionellen Rahmenbedingungen des Ausstellens. Das Seminar versteht Kuratieren als prozessorientierte, kollaborative Praxis, in der Entscheidungen sichtbar und diskutierbar werden. Zum Abschluss des Seminars findet eine gemeinsame Ausstellung im KiZ – Kultur im Zentrum in Gießen statt. Die Ausstellung wird voraussichtlich am 27. Mai eröffnen und bis zum 28. Juni laufen.

Die Seminarleitung übernimmt Jennifer Cierlitza. Sie ist künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kunstverein Siegen und arbeitet kuratorisch vor allem zu zeitgenössischer Kunst, ortsspezifischen Projekten und Ausstellungen im öffentlichen Raum.


[Si] Bildhauerische Interventionen an der Lahn (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 025 (Metallwerkstatt)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das künstlerisch-praktische Seminar findet in Kooperation mit der Lahnpark-GmbH statt, die die entstehenden Arbeiten auch finanziell fördert. Ziel ist es, eigenständige künstlerische Arbeiten zu entwickeln, die entlang der Lahn im Stadtgebiet Gießen für den Ausstellungszeitraum Mitte September bis Anfang Oktober 2026 ausgestellt werden und de Spezifika des Gebietes zwischen Landschaftsraum, Freizeitnutzung und urbanen Schnittstellen erkunden und kommentieren. Im Fokus stehen bildhauerische und installative Ansätze.


[Si] Fäden, Fasern und Tentakel – Ein ökologisch-künstlerisches Labor (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 027 (Holzwerkstatt)
Sa. 13.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 19.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Fr. 10.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)
Sa. 11.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II H, 031 (Plastikatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Das Seminar erforscht Materialien als lebendige Beziehungsgeflechte. Inspiriert von Donna Haraways Idee des „tentakulären Denkens“ betrachten wir Reststoffe nicht als Abfall oder Rohstoff, sondern als Akteur*innen mit Verbindungen, Geschichten und Widerständen. Ziel ist es, künstlerische Prozesse zu entwickeln, die nicht in abgeschlossenen Objekten, sondern in offenen Beziehungen, Improvisationen und situativen Gefügen bestehen.



In drei zweitägigen Blöcken arbeiten wir in einem Labor, in dem das Denken durch die Hände geht: Wie ein Oktopus, der mit seinen Armen sieht, tastet und entscheidet, versuchen wir unser Hirn und Handeln in die Finger zu verlagern. Wir reagieren auf Materialimpulse, lassen Formen durch Fäden, Knoten, Fasern und provisorische Verbindungen entstehen und erkunden das Zusammenspiel von Körper, Raum und Material.



Wir sammeln Fundstücke und Restmaterialien im Umfeld des IFK, bauen ein temporäres Materialdepot auf, entwickeln tentakuläre Strukturen und transformieren sie zu situativen Installationen. Zwischen Zeichnung, Assemblage, provisorischer Architektur und performativer Aktivierung entsteht ein gemeinsamer Organismus aus Dingen, Bewegungen und Beziehungen. Reflexionsrunden begleiten die Praxis und stellen die Frage, wie künstlerisches Arbeiten Aufmerksamkeit, Verantwortung und Verbundenheit hervorbringt.

HINWEIS: Diese Veranstaltung wird von einem Lehrbeauftragten geleitet. Sollten Sie diesen (vorab) nicht erreichen, können Sie sich bei dringenden Fragen auch an den Betreuer am Institut wenden.


[Si] Ökologie der Geister (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

[Si] Spekulative Archäologien: Artefakte einer möglichen Welt (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 13:00 - 16:00 Uhr  Phil. II H, 105 (Fotoatelier)
nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 105 (Fotoatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Wie lassen sich zukünftige Kulturen archäologisch denken – und wie erzählen Objekte Geschichten?
In Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction verstehen wir Artefakte dabei als Gefäße, die Geschichten sammeln, speichern und vermitteln. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung spekulativer Zukunftsartefakte. Wir entwerfen und realisieren Objekte, die als materielle Relikte noch nicht existierender Kulturen, Technologien oder gesellschaftlicher Systeme gedacht sind. Durch Verfahren wie künstliche Alterung, Fragmentierung, Rekonstruktion oder die Inszenierung von Fundkontexten werden diese Objekte bewusst als archäologische Zeugnisse möglicher Zukünfte gestaltet. Die Artefakte fungieren dabei nicht nur als ästhetische Setzungen, sondern als narrative und erkenntnisgenerierende Gefäße, die alternative Zeitvorstellungen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen materialisieren. Das Seminar begreift Archäologie als künstlerische Praxis des Sammelns, Ordnens und Erzählens – zwischen Materialität, Fiktion und kultureller Imagination.


[Si] Widerspruch und Form – Dichotomien als Motor der Bildfindung (KPr-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 112 (Malatelier)
wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 115 (Zeichenatelier)

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

In diesem Seminar werden Gegensätze als produktive Werkzeuge im künstlerischen Prozess erprobt. Ausgehend von bildinhaltlichen Dichotomien sollen eigene Bildideen entwickelt werden, die sich im Verlauf des Semesters zunehmend auch über formale Polaritäten verdichten. Im Zentrum steht die Frage, wie Identitäten erst durch Kontrast entstehen – und wie sich Gegensätze im Bild nicht nur gegenüberstehen, sondern in Übergängen, Kippmomenten und Ambivalenzen gegenseitig durchdringen.


[Si] (De-)Colonizing Portraiture (KG/KW-Seminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L2,3,5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  GuK KP Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Innerhalb der westlichen Porträttradition gibt es seit dem 16. Jahrhundert, das heißt seit der europäischen Expansion, zahlreiche Konstruktionen von kolonialer und sexueller Alterität: weibliche Bildnisse mit schwarzen Dienern und transkulturelle Bildnismaskeraden etwa, aber auch Porträts „fremder“ Individuen. In neuerer Zeit treten Selbstinszenierungen von Personen, die aus europäischer Sicht als „fremd“ demarkiert wurden, der genannten Porträttradition an die Seite.
Dieser Bestand an Bildern ist sehr geeignet, um die Gattung „Porträt“ neu, kritisch, problemorientiert und methodenbewusst zu befragen. Eben dies ist Thema unserer Veranstaltung, die in die beiden Blöcke „Recherche“ und „Analyse“ geteilt ist und mit einer von Ihnen, den Studierenden, selbstgestalteten Sitzung endet.
Unterschiedliche Lehr- und Lernformen sollen sicherstellen, dass Wissen erworben und angewendet wird und sich im Seminar eine wissenschaftsadäquate Gesprächskultur herstellt: Während in der Recherchephase grundsätzliche historische und systematische Kenntnisse durch Gruppenarbeit, gemeinsame Materialsichtung und Lektüre erarbeitet werden, bilden bei der Analyse Referate zu einzelnen Gegenständen mit anschließender Diskussion den Fokus der Arbeit im Seminar.
Bei allem stellen wir uns eine zentrale Frage: Welche Möglichkeiten eröffnen neuere, postkoloniale methodische Ansätze für ein Verständnis der Gattung „Porträt“?


[P Si] Einführung in die Architekturgeschichte (KG/KW-Proseminar)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II H, 008c
nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c

Zielgruppen:
L1, L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK KP Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  MW Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Die Veranstaltung führt systematisch und historisch in die Geschichte der Architektur ein. Im Mittelpunkt stehen das Erlernen und die Anwendung der Fachterminologie, das Erkennen von Bautypen und Funktionen sowie die Beschreibung und Kontextualisierung wichtiger Beispiele der westlichen Architektur von der Antike bis zur Moderne.


[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit  (AfK-Nr.: 844)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.

Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


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