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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Angebote des FB 04: für "Gasthörende" - Philosophie

Veranstaltungen

   

[Si] Einführung in die Logik  (AfK-Nr.: 399)
Klausurtermin: 23.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Logik. Die Logik beschäftigt sich mit Argumenten und untersucht systematisch, welche Argumente gut und welche schlecht sind. Die sogenannte formale Logik tut dies mithilfe von künstlichen formalen Sprachen, die in gewissen Hinsichten unseren natürlichen Sprachen (also z.B. Deutsch) ähnlich sind. In diesem Seminar lernen wir solche formalen Sprachen kennen und lernen, wie man in ihnen Argumente formulieren und auf ihre Gültigkeit hin untersuchen kann. Die formalen Sprachen werden wir dann auch verwenden, um natürlichsprachliche Argumente (also Argumente, die zum Beispiel auf Deutsch formuliert sind) zu rekonstruieren und zu analysieren. Das soll uns dabei helfen, ein besseres Verständnis davon zu entwickeln, welche natürlichsprachlichen Argumente gut sind und welche nicht.

Begleitet wird dieses Seminar von Tutorien, in denen Sie die Inhalte des Seminars vertiefen und ihre Anwendung gemeinsam üben.

Prüfungsform: Klausur


[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr  Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal)
nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal)

Kommentar:

Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.


[Si] John Rawls, der Liberalismus und seine Gegner  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 117
nächster Termin: 11.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117

Kommentar:

Was heißt es, eine Liberale zu sein? Zumindest in öffentlichen Debatten wird das nicht selten übersetzt mit einer grenzenlos-naiven Befürwortung wirtschaftlicher Freifahrt und rücksichtsloser Eigenverantwortung. Doch ist das alles, was der Liberalismus zu bieten hat?
Keineswegs! Nicht nur blickt ›der Liberalismus‹ auf eine reichhaltige Ideengeschichte zurück, vor allem aber hat sich aus der Diskussion um ihn die wohl lebhafteste und vielgestaltigste Debatte der politischen Philosophie nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Protagonist dieser Debatte ist John Rawls, der mit seinem Monumental-Werk »Eine Theorie der Gerechtigkeit« in den 1970er Jahren die totgeglaubte analytische, politische Philosophie wiederbelebte.
In diesem Seminar wollen wir Rawls politischen Liberalismus kennenlernen, der viel weniger dem entspricht, was heutzutage häufig unter ›liberal‹ verstanden wird. Stattdessen finden wir vielfältige Gedanken zu Umverteilung, Fairness, Chancengleichheit, Rücksicht, Toleranz und Generationsgerechtigkeit. Gleichwohl waren Rawls Ideen nicht unumstritten und bieten vielfach berechtigten Anlass zur Kritik. Auch wir wollen im Seminar diesen Kritiken aus verschiedensten Richtungen nachgehen, darunter dem Feminismus, Libertarismus und Kommunitarismus (z.B. Nussbaum, Shklar, Walzer, Kittay, Sandel u.v.m.).
Dass sich der Liberalismus in einer vielbeschworenen ›Krise‹ befinden würde und dass sich sein öffentliches Bild zunehmend verschlechtert hat, bietet uns also Anlass, einen genaueren und abwägenden Blick auf John Rawls, den Liberalismus und seine Gegner zu werfen.


[Si] Kritische und aktivistische Perspektiven auf die Hochschulkürzungen. (Critical and Activist Perspectives on University Budget Cuts)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 13.05.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

The Hessian Hochschulpakt" has set in motion a series of cuts at the universities, whose precise scope and long-term consequences for studying, teaching, and research remain largely unclear. In this seminar, we want to discuss what the content and implications of the Hochschulpakt are, and how – and whether at all – various university actors, such as students or mid-level academic staff, can and want to respond to it.
At the centre of the seminar are the contents and higher education policy background of the Hochschulpakt, as well as its consequences for university teaching and for the university as a societal actor. The seminar is interdisciplinary: approximately half of the sessions will be devoted to discussions with guests from academia, journalism, and activist contexts, with perspectives from philosophy, sociology, theatre studies, and history represented. Rather than longer seminar readings, group work and independent work will take centre stage, through which we will collectively try to develop a clearer picture of the situation.
The seminar is explicitly open to students from all departments – everyone is welcome. The seminar also offers considerable room for self-directed input. If there are topics you would like to address in this context, we can try to dedicate a session or part of a session to them.
The language of instruction (German or English) will be decided collectively in the first session.


Der hessische Hochschulpakt hat an den Universitäten des Landes Kürzungsprozesse in Gang gesetzt, deren genaue Reichweite und langfristige Folgen für Studium, Lehre und Forschung noch immer weitgehend unklar sind. In diesem Seminar wollen wir uns darüber unterhalten, was der Inhalt und die Auswirkungen des Hochschulpakts sind und wie (und ob überhaupt) verschiedene universitäre Akteure, wie Studierende oder der Mittelbau, sich dazu verhalten wollen und können.
Im Mittelpunkt stehen die Inhalte und hochschulpolitischen Hintergründe des Hochschulpakts sowie seine Konsequenzen für die universitäre Lehre und die Universität als gesellschaftlichen Akteur. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt: Etwa die Hälfte der Sitzungen ist für Diskussionen mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus und aktivistischen Zusammenhängen vorgesehen, wobei Perspektiven aus Philosophie, Soziologie, Theaterwissenschaften und Geschichte vertreten sein werden. Anstelle längerer Seminarlektüren steht Gruppen- und Eigenarbeit im Vordergrund, in der wir uns gemeinsam ein genaueres Bild der Lage erarbeiten.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachbereiche – alle sind willkommen. Das Seminar bietet außerdem viel Freiraum für Eigengestaltung. Falls es Themen gibt, die du in diesem Rahmen besprechen möchtest, dann können wir versuchen, eine (Teil-)sitzung dazu zu gestalten.
Die Unterrichtssprache (Deutsch oder Englisch) wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.


[Si] Philosophie und Rassismus  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 107
nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107

Kommentar:

Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."


[Si] Was ist Philosophie?  (AfK-Nr.: 403/404)
Klausur: 30.09.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 013
nächster Termin: 12.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013

Kommentar:

Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.

Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.


[Si] Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Rathenaustraße 10, 102
nächster Termin: 07.05.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102

Kommentar:

Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine 1953 postum veröffentlichten "Philosophische Untersuchungen" beeindrucken nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern vor allem auch durch ihre spezifische Darstellungsform. Der dialogische Duktus und die Art der Verknüpfung von Beispiel und Argumentation lassen die Untersuchungen weniger als systematische Lehre erscheinen, denn als Vollzug philosophischer Tätigkeit. Wittgensteins Schreiben demonstriert Philosophie als Praxis, d.h. als ein klärendes Arbeiten an unseren Begriffen.
Im Seminar werden wir zentrale Passagen der Philosophischen Untersuchungen gemeinsam sorgfältig lesen und interpretieren. Ziel ist es, die argumentative Struktur des Textes nachzuvollziehen und seine methodischen wie systematischen Implikationen kritisch zu diskutieren.

Konzentrieren werden wir uns auf folgende Stellen:

§ 1, (Einleitung)
§§ 2–32, Sprachspiele, hinweisende Definition
§§ 65–88, Familienähnlichkeit
§§ 143–155, Regelfolgen I
§§ 184-211, Regelfolgen II
§§ 243–280, Privatsprache I
§§ 281-315, Privatsprache II
§§ 316-262, Denken
§§ 363–397, Vorstellen
§§ 398–427, Welt des Inneren
§§ 611–663, Wollen und Absicht
§§ 503–517; 663–693, Meinen


Der Text ist online zugänglich über das Wittgenstein-Projekt:
https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Philosophische_Untersuchungen

Alternativ zur Anschaffung:
L. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen. Herausgegeben auf der Grundlage der kritisch-genetischen Edition von J. Schulte, Frankfurt am Main 2025.


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