Der Fachbereich macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Allgemeine Informationen zum Anmeldeverfahren erhalten Sie unter https://flexnow.uni-giessen.de/.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Die Veranstaltung thematisiert Basiskonzepte zentraler linguistischer Teildisziplinen (v.a. Phonologie und Phonetik, Graphematik und Orthographie, Morphologie und Syntax). Darüber hinaus werden Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Die Studierenden erhalten Gelegenheit, das erworbene Wissen bei der Analyse sprachlicher Erscheinungen anzuwenden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Die Veranstaltung thematisiert Basiskonzepte zentraler linguistischer Teildisziplinen (v.a. Phonologie und Phonetik, Graphematik und Orthographie, Morphologie und Syntax). Darüber hinaus werden Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Die Studierenden erhalten Gelegenheit, das erworbene Wissen bei der Analyse sprachlicher Erscheinungen anzuwenden.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Die Veranstaltung thematisiert Basiskonzepte zentraler linguistischer Teildisziplinen (v.a. Phonologie und Phonetik, Graphematik und Orthographie, Morphologie und Syntax). Darüber hinaus werden Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Die Studierenden erhalten Gelegenheit, das erworbene Wissen bei der Analyse sprachlicher Erscheinungen anzuwenden.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 027
Kommentar:
Das Seminar führt in die zentralen Bereiche und Fragestellungen der Sprachwissenschaft (des Deutschen) ein. Es ist keine Übung zur Vorlesung, sondern vertieft ausgewählte Aspekte, z.B.: Was ist überhaupt Sprache, d.h. was untersucht die Linguistik (und wie)? Was bedeutet es, ein Wort zu kennen? Welche Regelhaftigkeiten stecken hinter dem berüchtigten Rhabarberbarbarabarbarenbartbarbier? Warum hat Mark Twain sich so sehr über die deutschen Adjektive beschwert? Wie lautet der Plural von „Pizza“ (und wieso)? Wie entstehen beim Lesen mentale Modelle? Was versteht man unter Textprozeduren? Wie funktionieren Sprecherwechsel? Und gibt es so etwas wie „Jugendsprache“ wirklich? Ziel des Seminars ist ein grundlegendes Verständnis dafür, auf welchen Ebenen und mit welchen Mitteln sprachliche Strukturen, Sprachgebrauch und Sprachverarbeitung sowie die Kompetenzen von Sprachnutzer:innen untersucht und beschrieben werden können. Das Seminar führt dazu ein in die zentralen linguistischen Perspektiven (u.a. Sprache als Zeichensystem, Sprachverarbeitung, Sprachgebrauch, Spracherwerb, Sprachwandel) sowie in die zentralen Beschreibungsebenen und Analysekategorien (u.a. Wortbedeutungen, Wortformen, Sätze, Sprechakte, Texte und Gespräche). Dabei fragen wir auch immer wieder, wie (und mit welchen potenziellen Herausforderungen) sich Lernende die Regelhaftigkeiten der Erst-, Zweit- oder Fremdsprache Deutsch erschließen können. Das Seminar vermittelt außerdem Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens/Schreibens. Vorausgesetzt werden aktive Teilnahme, regelmäßige Lektüre zur Vorbereitung der einzelnen Sitzungen und reflektierte Bearbeitung der Portfolioaufgaben. Weitere Hinweise zu Literatur, Seminarinhalten und Leistungsnachweis in der ersten Sitzung.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Kommentar:
Die Veranstaltung thematisiert Basiskonzepte zentraler linguistischer Teildisziplinen. Dabei werden die Inhalte der Vorlesung erweitert und vertieft. Darüber hinaus werden ahand der Seminarinhalte Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt.
Zu belegen sind zwei bzw. drei Lehrveranstaltungen: Wahlweise in diesem Modul oder im Modul "Text und Gespräch (05-GER-LB-TuG)" muss ein Modulteil "Proseminar" im Umfang von 3 cp (A2 oder A3) nicht belegt werden.
In diesem Tandemseminar zur Vermittlung der Grammatik in den beiden Kontexten Deutsch als Fremd- und Zweitsprache werden ausgewählte grammatikalische Phänomene im Kontext ihrer Funktion analysiert. Dabei steht die Verbindung von sprachwissenschaftlichen Grundlagen mit praxisorientierten didaktischen Methoden im Vordergrund. Wir erarbeiten dazu, wie sie grammatische Strukturen nicht isoliert, sondern in kommunikativen und fachspezifischen Kontexten für die Niveaustufen A1 bis B1 vermitteln können. Sie reflektieren dabei die Rolle der Grammatik für das Verstehen und Handeln in konkreten sprachlichen Situationen und entwickeln in Teams Unterrichtsmaterialien, die Lernenden ein selbstständiges Entdecken und Üben der neuen Strukturen ermöglichen. Unterschiedliche Übungsformate (geschlossen vs. offen) werden ebenfalls vorgestellt und diskutiert, um die Gestaltung passender Übungsformate zu unterstützen. Zum Abschluss werden die unterschiedlichen Planungen diskutiert und die entwickelten Übungssequenzen gemeinsam erprobt. Termine: 25.04., 02.05, 09.05., 16.05, 23.05. und 6.06.2025
Wie kommt die Grammatik "in den Kopf"? Welche Herausforderungen gilt es dabei für Lernende zu bewältigen und wie lässt sich dieser komplexe Vorgang eigentlich wissenschaftlich untersuchen? Ausgehend von den Grundlagen der Grammatikbeschreibung beschäftigen wir uns im Seminar mit der Syntax als Erwerbsgegenstand im Erst- und Zweitspracherwerb. (Voraussetzung für das Seminar ist die Bereitschaft, kollaborativ innerhalb einer Kleingruppe eine Präsentation zu erarbeiten.)
[Das Seminar findet an den folgenden Tagen statt: 24.04., 08.05., 22.05., 05.06., 12.06., 03.07., 17.07.]
Im Seminar reflektieren wir gemeinsam zentrale Fragen zu Wortschatz, Wortschatzlernen und Wortschatzvermittlung: Was bedeutet es, ein Wort zu „kennen“? Wie ist lexikalisches Wissen mental organisiert? Wie wird Wortschatz in Fremdsprachen erworben (und unter welchen Bedingungen kann das gut gelingen)? Kann man Wortschatz beiläufig (z.B. aus Lesetexten, spielerisch) lernen? Was versteht man unter Grund- und Aufbauwortschatz? Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich beim Wortschatzerwerb im Deutschen als Fremdsprache (z.B. komplexe Wörter)? Welche Arten von Lernaktivitäten und Vermittlungsoptionen sind potenziell wirksam (und welche Rolle spielen dabei u.a. Kontextualisierung, Handlungsorientierung und mehrsprachige Ressourcen)? Wie können Lernende - im Sinne der Lernautonomie - Strategien des Wortschatzlernens entwickeln? Die Studierenden (1) erproben und evaluieren ausgewählte Lehr- und Lernmaterialien, Lerntechniken und Vermittlungsoptionen und (2) entwickeln gemeinsam Lernaktivitäten zu ausgewählten Themenfeldern. Ein Gastvortrag zum Thema mehrsprachige Wortschatz- und Textarbeit ist vorgesehen. Das Seminar findet im Rahmen des Projekts ‚Ukraine digital‘ statt (https://germanistik-magazin-jlu.de/ukraine-digital-studienerfolg-in-krisenzeiten-sichern/). Ziel des Projekts ist es, ukrainischen Studierenden die Teilnahme an internationalen Seminaren zu ermöglichen und so ihren Studienerfolg zu sichern. Voraussetzung für eine Seminarteilnahme ist deshalb die grundlegende Bereitschaft zu einem Austausch und einer zielorientierten Zusammenarbeit mit internationalen, v.a. ukrainischen Studierenden.
In der Veranstaltung steht Arbeit am Wortschatz im Deutschunterricht unter besonderer Berücksichtigung des Deutschen als Zweitsprache im Fokus. Im ersten Teil des Seminars werden theoretische Grundlagen des Wortschatzerwerbs für Lernende mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache erarbeitet. Anschließend wird der Blick auf die Didaktik und Methodik der Arbeit am Wortschatz im DaZ -Unterricht gerichtet. Im zweiten Teil des Seminars entwickelten wir Unterrichtsentwürfe, die die Arbeit am Wortschatz im Rahmen der Entwicklung sprachlicher Handlungskompetenz von Schülerinnen und Schülern berücksichtigten. Weitere Details (Prüfungsleistungen etc.) werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
In dieser Veranstaltung werden grundlegende Aspekte des Unterrichts für Schüler behandelt, die in Vorbereitungsklassen (auch als Intensivklassen bezeichnet) Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erlernen. Der Schwerpunkt liegt auf einer Einführung in das Themenfeld DaZ in der Schule, insbesondere in Bezug auf Lehr- und Lernprozesse in Vorbereitungsklassen und den Übergang dieser Schüler in die Regelklasse.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 027
Kommentar:
In dieser Veranstaltung werden grundlegende Aspekte des Unterrichts für Schüler behandelt, die in Vorbereitungsklassen (auch als Intensivklassen bezeichnet) Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erlernen. Der Schwerpunkt liegt auf einer Einführung in das Themenfeld DaZ in der Schule, insbesondere in Bezug auf Lehr- und Lernprozesse in Vorbereitungsklassen und den Übergang dieser Schüler in die Regelklasse.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
In diesem praxisorientierten Seminar beschäftigen wir uns mit den zentralen Grundlagen der Grammatik und Schriftlinguistik und deren gezielter Vermittlung für den Unterricht an Förderschulen und Grundschulen. Das Ziel ist es, sichere grammatische Kenntnisse zu entwickeln und deren didaktische Umsetzung so zu gestalten, dass sie für junge Lernende sowie für Kinder mit speziellem Förderbedarf leicht verständlich und anwendbar wird.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 203
Kommentar:
Der Titel ist Programm: Nach Erörterung der wenigen Vor- und vielzähligen Nachteile des traditionellen Grammatikunterrichts verfolgt das Seminar die primäre Frage, warum man Grammatik schüler- und inhaltsorientiert vermitteln sollte. Dazu werden zunächst neben didaktischen Basiskonzepten die Grundlagen der Unterrichtsplanung anhand von Praxis-Beispielen aus dem funktionalen Grammatikunterricht erkundet. Alsdann sollen eigene Unterrichtsstunden geplant und simuliert werden. Erfahrungsgemäß hilfreich für die erfolgreiche Mitarbeit sind Interesse, Kreativität und Endgeräte, die größer sind als ein handelsübliches Smartphone.
Hauptwerke der deutschen Literatur im europäischen Kontext (05-GER-LB-LitEU) ⇑
Zu belegen sind zwei bzw. drei Lehrveranstaltungen: Wahlweise in diesem Modul oder im Modul "Literatur in institutionellen Kontexten (05-GER-LB-LitInst)" muss ein Modulteil "Proseminar" im Umfang von 3 cp (A2 oder A3) nicht belegt werden.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Das Seminar führt ein in das dramatische Werk Bertolt Brechts. Brecht (1898–1956) gehört zu den wichtigsten stilprägenden Dramatikern der internationalen Theatergeschichte. Mit seinen Lehrstücken bzw. dem sogenannten epischen Theater hat er nicht nur Literaturgeschichte geschrieben. Als eminent politischer Autor steht der undogmatische Sozialist auch für den Versuch, poetologisches Experiment und sozialen Wandel gemeinsam zu denken und in ästhetische Praxis umzusetzen. Nicht ohne Grund gehören Brechts Dramen bis heute zum Grundstock des schulischen Kernkanons. Am Beispiel einschlägiger Schulstücke diskutiert das Seminar Brechts Werk im Zusammenhang mit seinen (literatur-)geschichtlichen Entstehungskontexten. Daneben stehen die Vertiefung von dramaspezifischen Textanalysekompetenzen und Strategien des Textverstehens im Zentrum der Aufmerksamkeit.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210
Kommentar:
Zu einer Zeit, als in der deutschen Literatur noch keine Prosaromane üblich waren, übertrug ein unbekannter Verfasser den französischen Lancelot en prose ins Deutsche und behielt dabei die Prosaform bei. Im Deutschen suggeriert diese Form, dass es sich um eine Chronik handle. In der Tat wird im Prosa-Lancelot vom Aufstieg und Niedergang des Artusreichs erzählt. Der Motor des Untergangs ist aber etwas, was in einer Chronik nichts zu suchen hätte: die große Liebe des Ritters Lancelot mit der Ehefrau des Königs Artus, Ginover. Mit von der Partie ist auch der Gral, der mit Vehemenz den Westen an die christlichen Werte erinnert - bis am Ende das Artusreich zerstört und der Gral in Indien ist. Im Seminar lesen wir den Text und untersuchen die Schaltstellen zwischen den Gattungen sowie die eigenartige Ästhetik dieses Romans. Dabei fragen wir auch, in welchem institutionellen Kontext der Roman zu Hause sein könnte. Gestützt auf Positionspapiere der Studierenden setzen wir uns auch mit der Forschung auseinander, die zuweilen den Prosa-Lancelot als sture Übersetzung abtut, zuweilen seine französische Vorlage völlig vergisst. Qualifikation: Hausarbeit.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 233
Kommentar:
Die Kurzgeschichte als beliebte Spielart der Prosa steht im Zentrum des Seminars: Nach einer Gattungsbestimmung (in Abgrenzung zu Roman und Novelle) werden Kurzgeschichten aus Judith Hermanns Erzählbänden Sommerhaus, später, Nichts als Gespenster und Alice besprochen. Dabei soll deutlich werden, wie Judith Hermanns zeitgenössische, sprachlich oft minimalistische Kurzgeschichten vor dem Hintergrund der Gattungstradition funktionieren.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210
Einzeltermin:
Mo. 28.07.2025,08.00 - 18.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Das Seminar wird sich in verschiedenen Themenblöcken und anhand von exemplarischen Texten der Lyrik der Romantik widmen. Dabei wird zum einen ein vertieftes Verständnis über die verschiedenen Gedichtformen, Autor:innen, lyrischen Motive und Konzepte der Romantik erarbeitet und zum anderen Fertigkeiten der Gedichtanalyse und der literarischen Diskussion gefestigt. Anzuschaffen ist die Anthologie 50 Gedichte der Romantik. Ausgewählt von Dietrich Bode, Reclam: Stuttgart 2022. Weitere Texte werden zur Verfügung gestellt.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
Zielgruppen:
BA Germ Lit | BA GuK Ger Lit
Kommentar:
Märchensammlungen erlebten in der Epoche der Romantik einen Aufschwung, dessen politischen und gesellschaftlichen Implikationen im Seminar nachgespürt wird. Neben einer historischen Kontextualisierung wird das Genre theoretisch betrachtet und analysiert. In einem weiteren Schritt werden Rückschlüsse gezogen, warum es aktuell erneut zu einem Aufschwung märchenhaften Erzählens in verschiedenen Medien kommt.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Wie wird literarisch eigentlich der Anfang der Welt und damit auch der Anfang allen Erzählens gestaltet? Und was passiert, wenn das Jüngste Gericht tagt und die Welt dem Untergang geweiht ist? Das Seminar beschäftigt sich mit eben diesen Fragen in Bezug auf vormoderne Textzeugnisse und sucht in unterschiedlichen Gattungen wie Hymnus, Predigt oder Bibeldichtung nach Antworten, die an der Schnittstelle von Religion, Literatur, Medialität und althochdeutscher Sprache zu verorten sind.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Die ‚Weimarer Klassik‘, wie man im 19. Jh. (und z.B. leider auch noch im aktuellen Lehrplan für die Oberstufe in Hessen) mit einer sehr problematischen Zuschreibung sagte, gilt als eine der zentralen Epoche der deutschen Literatur. Die faszinierte, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit dem, was aus dem griechischen Altertum überliefert war (= Klassizismus): Skulpturen, Texte, Mythen, aber auch die vermutete Lebensform der Griechen und Römer, ist für eine große Zahl von Autorinnen und Autoren europaweit im 18. und 19. Jahhrundert von zentraler Bedeutung für die Formulierung einer modernen Literatur. Gegenstand des Seminars sind für diese Auseinandersetzung beispielhafte Werke von C.M. Wieland, J.W. Goethe und Fr. Schiller, die um 1800 in Weimar auf engem Raum beieinander leben und arbeiten. Aber auch der ‚Außenseiter‘ H. v. Kleist, der in Weimar gerne Anerkennung gefunden hätte, steht auf dem Programm, dessen Drama um die Amazonenkönig „Penthesilea“ (1808) so radikal war, das es erst 1875 erstmals auf die Bühne kam. Im Rahmen des Seminars ist eine eintägige Exkursion ins UNESCO-Welterbe „Bergpark Wilhelmshöhe“ in Kassel geplant, die ein herausragendes Beispiel für den heute noch erlebbaren Klassizismus um 1800 ist.
Der Pakt mit dem Teufel wurde schon oft als Ausgang für Erzählungen genutzt, mal in modernen Verfilmungen wie der TV-Serie _Lucifer_, mal in Klassikern der deutschen Literatur wie Goethes _Faust_, der vermutlich einer der bekanntesten Teufelspakte der neueren deutschen Literatur ist. Doch ist er nicht eine Erfindung Goethes, vielmehr wird auf eine lange Tradition zurückgegriffen, deren Verhandlungen schon im Mittelalter zu Bestsellern wurden. Daher möchte sich das Blockseminar, welches in Kooperation mit einem Seminar der Uni Frankfurt stattfindet, mit Fausterzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit beschäftigen, wozu als Vorläufer die Theophiluslegende aber auch das in drei Handschriften des beginnenden 15. Jahrhunderts überlieferte Spiel sowie die gedruckte Historia des _weitbeschreyten_ Zauberers zählen. Neben Textanalysen sollen im Rahmen der Blockveranstaltungen auch die materiellen Aspekte der Handschriften und besondere Drucke wie der Frankfurter Erstdruck von Spies oder Spielhandschriften berücksichtigt werden. Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann schon verraten werden, dass die Darstellungen dabei nicht immer ganz ernst ablaufen und Teufel sich als ambivalente Figuren zeigen – also Obacht: der Teufel liegt im Detail!
Das Seminar findet nach zwei vorbereitenden Sitzungen (25.04.25 10.00–12.00 online, 16.05.25 10.00–16.00) in zwei Blöcken in Frankfurt (06.06.25, 10.00–18.00) und in Gießen (13.06.25, 10.00–18.00) statt.
Hinweise zur Teilnahme: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen Terminen teilnehmen können. Außerdem sollten Sie bereit sein, sich auch in mittelhochdeutsche bzw. frühneuhochdeutsche Texte einzuarbeiten, egal ob diese in Übersetzung vorhanden sind oder nicht.
[Si]
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin - Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid." Diversität in der Kinder- und Jugendliteratur - Schwerpunkt: Behinderung
Bereits der Veranstaltungstitel lässt erahnen, wie breit gefächert das Themengebiet des Seminars eigentlich ist. Was ist überhaupt Diversität und wie steht es um die Darstellung dieser in der zeitgenössischen KJL? Exemplarisch werden wir uns deshalb verschiedene Darstellungsformen von "Behinderung" im Rahmen von Diversität annähern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten in unterschiedlichen literarischen und medialen Formaten.
Das Seminar gibt den Teilnehmer:innen sowohl kulturelle Konzepte als auch Analysewerkzeug an die Hand, mit dem sich verschiedenen Textsorten analysieren und didaktisch aufbereiten lassen.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 003
Zielgruppen:
L2 | L3 | L5
Kommentar:
Gegenwärtig durchläuft die Darstellung von Behinderung in Medien, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, einen Wandel, der sich der geänderten gesellschaftlichen Wahrnehmung anpasst. Im Seminar wird ein besonderer Fokus auf einem Überblick über die Breite der Darstellungsmöglichkeiten in verschiedenen Medien (darunter Literatur, Film und Virtual Reality in Zusammenarbeit mit dem Virtual Reality Labor der JLU) und für unterschiedliche Altersgruppen liegen. Daneben wird auch die Kontextualisierung der Entwicklung gesellschaftlicher Wahrnehmung und Rahmenbedingungen im Seminar erarbeitet.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, E 006
Kommentar:
Die Literatur der deutschen Klassik gehört zwar zum festen Bestandteil des literarischen Kanons, ihre Berechtigung und ihre Behandlung im Deutschunterricht sind aber spätestens seit den 1970er Jahren kontrovers diskutiert worden. Zu Beginn des Seminars wird eine Einführung in den aktuellen Stand der didaktischen Diskussion über den Umgang mit der klassischen Literatur im Deutschunterricht gegeben, sodass die wesentlichen Argumente der Diskussion bekannt sind. Schwerpunktmäßig widmet sich das Seminar dann dem Werk von Heinrich von Kleist, vor allem die Dramen „Der zerbrochene Krug“, „Amphitryon“, „Penthesilea“, „Das Käthchen von Heilbronn“, „Prinz Friedrich von Homburg“ sowie ausgewählte Erzählungen wie „Michael Kohlhaas“, „Die Marquise von O…“, „Das Erbeben in Chili und „Das Bettelweib von Locarno“ werden auszugsweise besprochen. Die Besprechung verfolgt dabei stets das Ziel, geeignete Lerngegenstände der Texte zu identifizieren und diese mit Teilkompetenzen des literarischen Lernens in Verbindung zu bringen, wie sie im Kerncurriculum beschrieben sind. Unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist die Kenntnis der Primärtexte.
Wichtiger Hinweis: Wählen Sie dieses Seminar keinesfalls aus, wenn sie kein Interesse an der Lektüre haben! Es wird darauf hingewiesen, dass ggf. die Textkenntnis auch schriftlich überprüft wird. Die Kenntnis der Primärtexte ist der absolute Mindeststandard, der auch für einen einfachen Teilnahmeschein erfüllt werden muss.
Der benotete Leistungsnachweis wird durch eine Hausarbeit (15-18 Seiten) erworben, Abgabetermin ist der 30.09.2025. Als Referenzliteratur liegt vor: Breuer, Ingo (Hrsg.): Kleist Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart, Weimar: Metzler 2013.
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext. Im Fokus stehen Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten. Studierende erarbeiten didaktische Konzepte, analysieren Unterrichtsmaterialien und reflektieren ihre eigene Vermittlungspraxis. Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
Zu belegen sind zwei bzw. drei Lehrveranstaltungen: Wahlweise in diesem Modul oder im Modul "Wort und Satz (05-GER-LB-WuS)" muss ein Modulteil "Proseminar" im Umfang von 3 cp (A2 oder A3) nicht belegt werden.
A2: Proseminar 1
[Si]
Goethes Werther im Wandel - Orthographische Varianten und sprachliche Modernisierung der Erstausgaben
Fr. 09.05.2025,12.00 - 17.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Fr. 16.05.2025,12.00 - 16.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Fr. 23.05.2025,12.00 - 16.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Fr. 27.06.2025,12.00 - 16.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Fr. 11.07.2025,12.00 - 16.00 Uhr Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Im Jahr 1774 erschüttert Goethes Werther die literarische Welt – das Werk wird zum Publikumsmagneten, so populär, dass zahlreiche Nachdrucke und Varianten in den Folgejahren erscheinen. In diesem Seminar nehmen wir die frühen Ausgaben von Goethes Werther unter die Lupe und vergleichen die orthographischen und grammatischen Änderungen, die von der ersten Ausgabe bis zur Neubearbeitung 1787 vorgenommen wurden. Insbesondere interessiert uns der sogenannte Raubdruck aus Berlin, der stark in Goethes Orthographie und Zeichensetzung eingreift und angeblich bereits die späteren Regeln Johann Christoph Adelungs vorwegnimmt.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 033
Kommentar:
Im Rahmen dieses Seminars öffnen wir die Tore zu einem bislang unerschlossenen Hofarchiv. Hier erwarten uns einzigartige Dokumente – Briefe, Aufzeichnungen, Urkunden und mehr – die bislang niemand erforscht hat. Gemeinsam werden wir diese historischen Schätze sichten, entziffern und sprachlich untersuchen, um sie für eine öffentliche Ausstellung vorzubereiten. Dieses Seminar bietet Ihnen die einmalige Gelegenheit, als Pionier die Vergangenheit lebendig werden zu lassen: Sie werden in Teams arbeiten, die Dokumente lesen, sprachlich analysieren und deren Geschichten freilegen. Dabei erfahren Sie nicht nur mehr über die Sprache und Ausdrucksweise früherer Jahrhunderte, sondern gewinnen auch spannende Einblicke in das Leben und die Kultur der damaligen Zeit.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
Kommentar:
Unsere Kommunikationswelt ist voll von Angeboten, in denen nicht nur gesprochene oder geschriebene Texte, sondern auch Bilder (Photos, Infographiken) und Ressourcen wie Farbe, Raumarrangement, Musik, Typographie und andere eine wesentliche Rolle spielen. Im Seminar soll es zum einen darum gehen, zentrale Grundlagen der Textlinguistik, der Text/Bild- und der Multimodalitätsforschung zu erarbeiten, zum anderen sollten wir unterschiedliche Arten von multimodalen Angeboten im Hinblick auf ihre Machart untersuchen.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 203
Kommentar:
Ob Nachricht, Reportage oder Bericht: Das (multimodale) Textuniversum der Medien-Landschaft bietet ein reichhaltiges Angebot für den Deutschunterricht in den Sekundarstufen. Nach Erörterung grundlegender Konzepte wie z.B. Texthaftigkeit, Texthandlungstypen, Textprozeduren und Multimodalität sollen eigene Unterrichtsstunden, in deren Zentrum schülerorientierte multimodale Medien-Texte stehen, geplant und im Seminar simuliert werden. Mitzubringen sind neben Interesse und Kreativität technische Endgeräte zur Textrezeption wie -produktion.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 203
Kommentar:
Ob Nachricht, Reportage oder Bericht: Das (multimodale) Textuniversum der Medien-Landschaft bietet ein reichhaltiges Angebot für den Deutschunterricht in den Sekundarstufen. Nach Erörterung grundlegender Konzepte wie z.B. Texthaftigkeit, Texthandlungstypen, Textprozeduren und Multimodalität sollen eigene Unterrichtsstunden, in deren Zentrum schülerorientierte multimodale Medien-Texte stehen, geplant und im Seminar simuliert werden. Mitzubringen sind neben Interesse und Kreativität technische Endgeräte zur Textrezeption wie -produktion.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 031
Kommentar:
Schreiben und Schreibkompetenz stehet im Fokus dieser Veranstaltung. Zu Begin befassen wir uns mit Schreibkompetenz und ihrer prozess- und produktorientierten Modellierung. Im Anschluss arbeiten wir theoretisch und praxisorientiert an den Ansätzen und Methoden der Förderung von Schreibkompetenz im Deutschunterricht. Hierzu arbeiten wir an Schülertexten, Unterrichtsplanungen, Lehrwerken, Aufgaben und Übungen. Weitere Informationen (Leistungsnachweis, Literatur) werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Das Seminar „Schreibkompetenzen im DaZ-Unterricht fördern“ bietet eine umfassende Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Schreibdidaktik. Zu Beginn des Seminars werden zentrale Konzepte zur Entwicklung und Förderung von Schreibkompetenzen sowie ausgewählte schreibdidaktische Prinzipien behandelt. Die Teilnehmenden setzen sich mit verschiedenen Bereichen der Schreibdidaktik auseinander, darunter das kreative und persönliche Schreiben sowie das fach- und sachbezogene Schreiben. Ein Schwerpunkt liegt auf Ansätzen zur Strukturierung und Gestaltung des Schreiblehrprozesses, z. B. durch die Anwendung der Genredidaktik.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 202
Kommentar:
!!!Der Veranstaltungstitel wurde ergänzt: "Sprach- und Literaturarbeit mit Kinder- und Jugendbüchern"!!!
In dieser Veranstaltung steht die Frage, wie mit Kinder- und Jugendliteratur Spracharbeit angebahnt werden kann, im Zentrum. Zunächst stehen theoretische Grundlagen im Fokus: Was sind Kinder- und Jugendbücher? Welche Merkmale weisen sie hinsichtlich Form, Inhalt, Konzeption, Gestaltung etc. auf? Welche Didaktisierungsformen bieten sie? etc. Im Rahmen der Spracharbeit konzentrieren wir uns auf eine textbasierte Sprachdidaktik und deren Verbindungen zur Literaturdidaktik thematisiert. Im Anschluss werden die theoretischen Aspekte in Verbindungen mit ausgewählter Schullektüre betrachtet.
Es wird von den Teilnehmenden eine Bereitschaft zur Lektüre eines selbstgewählten Kinder- bzw. Jugendbuches erwartet.
Weitere Details (u. a. zur Modulprüfung) wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
Literatur in institutionellen Kontexten (05-GER-LB-LitInst) ⇑
Zu belegen sind zwei bzw. drei Lehrveranstaltungen: Wahlweise in diesem Modul oder im Modul "Hauptwerke der deutschen Literatur im europäischen Kontext (05-GER-LB-LitEU)" muss ein Modulteil "Proseminar" im Umfang von 3 cp (A2 oder A3) nicht belegt werden.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal)
Kommentar:
Das Seminar führt ein in das dramatische Werk Bertolt Brechts. Brecht (1898–1956) gehört zu den wichtigsten stilprägenden Dramatikern der internationalen Theatergeschichte. Mit seinen Lehrstücken bzw. dem sogenannten epischen Theater hat er nicht nur Literaturgeschichte geschrieben. Als eminent politischer Autor steht der undogmatische Sozialist auch für den Versuch, poetologisches Experiment und sozialen Wandel gemeinsam zu denken und in ästhetische Praxis umzusetzen. Nicht ohne Grund gehören Brechts Dramen bis heute zum Grundstock des schulischen Kernkanons. Am Beispiel einschlägiger Schulstücke diskutiert das Seminar Brechts Werk im Zusammenhang mit seinen (literatur-)geschichtlichen Entstehungskontexten. Daneben stehen die Vertiefung von dramaspezifischen Textanalysekompetenzen und Strategien des Textverstehens im Zentrum der Aufmerksamkeit.
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
Kommentar:
Die 1920er Jahre gelten als das Goldene Zeitalter des deutschen Films. Von Sprachbarrieren ungebremst, produzierten deutsche Studios, allen voran die UFA, international erfolgreiche Kassenschlager. Deutsche Filmemacher wie Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau oder Georg Wilhelm Pabst gehörten zu den begehrtesten Künstlern ihrer Zeit. Der sogenannte 'expressionistische‘ Filmstil wurde zu einem Markenzeichen, das bis heute zum wirkungsästhetischen Kernrepertoire der Filmkunst gehört. Diese Hochphase fand mit der kulturpolitischen Zäsur, die der Nationalsozialismus setzte, ein jähes Ende. Das Seminar diskutiert ausgewählte Filmbeispiele im Kontext der kultur-, medien- und rezeptionsgeschichtlichen Zusammenhänge der Jahre zwischen 1920 und 1929. Insbesondere stehen die Rezeption des jungen Mediums Film durch zeitgenössische Literaten/innen und deren Wirken als Drehbuchautoren/innen und natürlich die Filmstars und Regisseure im Zentrum des Interesses. Anhand von aussagekräftigen Filmdokumenten bietet das Seminar zugleich eine Einführung in zentrale Kategorien und Verfahren der (Stumm-)Filmanalyse. Anfang des Semesters findet eine Exkursion ins Deutsche Filmmuseum in Frankfurt a.M. statt.
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 009
Kommentar:
Was bedeutet es, im Exil zu schreiben und zu veröffentlichen? Das Seminar befasst sich mit Autorinnen und Autoren, die während des Nationalsozialismus ins Exil gehen mussten. Wir lesen Texte von Irmgard Keun ("Kind aller Länder"), Stefan Zweig ("Schachnovelle"), Bertolt Brecht (Gedichte) und Vicki Baum ("Hotel Shanghai").
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 033
Kommentar:
Seit einigen Jahren gibt es an unserem Institut das "Ger.Magazin". Dieses Online-Magazin hat zum Ziel, die zahlreichen Projekte und Aktivitäten am Institut für Germanistik nach Außen wirkungsvoll zu vermitteln. Mittlerweile sind sehr unterschiedliche Rubriken entstanden: von Alumniportraits, über Berichte aus den Seminaren bis hin zu Veranstaltungen & Aktionen in der Germanistik und in Gießen. Auch im kommenden Semester sollen weitere journalistische Beiträge rund um die Gießener Germanistik entstehen. Sie erlernen Techniken des journalistischen Schreibens, stehen im Austausch mit unserem Redaktionsteam und veröffentlichen eigene Texte. Das Ger.Magazin ist zu finden unter: https://germanistik-magazin-jlu.de/
Der Pakt mit dem Teufel wurde schon oft als Ausgang für Erzählungen genutzt, mal in modernen Verfilmungen wie der TV-Serie _Lucifer_, mal in Klassikern der deutschen Literatur wie Goethes _Faust_, der vermutlich einer der bekanntesten Teufelspakte der neueren deutschen Literatur ist. Doch ist er nicht eine Erfindung Goethes, vielmehr wird auf eine lange Tradition zurückgegriffen, deren Verhandlungen schon im Mittelalter zu Bestsellern wurden. Daher möchte sich das Blockseminar, welches in Kooperation mit einem Seminar der Uni Frankfurt stattfindet, mit Fausterzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit beschäftigen, wozu als Vorläufer die Theophiluslegende aber auch das in drei Handschriften des beginnenden 15. Jahrhunderts überlieferte Spiel sowie die gedruckte Historia des _weitbeschreyten_ Zauberers zählen. Neben Textanalysen sollen im Rahmen der Blockveranstaltungen auch die materiellen Aspekte der Handschriften und besondere Drucke wie der Frankfurter Erstdruck von Spies oder Spielhandschriften berücksichtigt werden. Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann schon verraten werden, dass die Darstellungen dabei nicht immer ganz ernst ablaufen und Teufel sich als ambivalente Figuren zeigen – also Obacht: der Teufel liegt im Detail!
Das Seminar findet nach zwei vorbereitenden Sitzungen (25.04.25 10.00–12.00 online, 16.05.25 10.00–16.00) in zwei Blöcken in Frankfurt (06.06.25, 10.00–18.00) und in Gießen (13.06.25, 10.00–18.00) statt.
Hinweise zur Teilnahme: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen Terminen teilnehmen können. Außerdem sollten Sie bereit sein, sich auch in mittelhochdeutsche bzw. frühneuhochdeutsche Texte einzuarbeiten, egal ob diese in Übersetzung vorhanden sind oder nicht.
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 027
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Im Seminar soll zunächst herausgearbeitet werden, wie sich das Medium Bilderbuch überhaupt definieren lässt und mit welchen Instrumentarien man Bilderbücher beschreiben und analysieren kann. Sie werden dabei u.a. die Bilderbücher von Torben Kuhlmann kennen lernen, der bei uns im SoSe zu Gast sein wird. Schließlich soll diskutiert werden, inwieweit die Begriffe „Moderne“ und „Postmoderne“ zur Beschreibung von Entwicklungstendenzen des Bilderbuchs herangezogen werden können und welche didaktische Relevanz diese Tendenzen besitzen.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026
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Wir untersuchen die literarische Darstellung von Flucht und Ankommen. Gelesen werden unter anderem Romane von Abbas Khider, Olga Grjasnowa und Julya Rabinowich.
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
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Das Seminar widmet sich einer eingehenden literaturwissenschaftlichen Analyse ausgewählter Schlüsselwerke Franz Kafkas: Das Urteil (1912), Die Verwandlung (1912; 1915), In der Strafkolonie (1914; 1919) und Der Process (1914/1915; 1925). Ziel ist es vor allem, fundierte Antworten auf die Frage zu finden, weshalb Kafkas Texte bis heute eine herausragende Bedeutung besitzen – sowohl in der öffentlichen Rezeption, sichtbar etwa an der jüngst veröffentlichten Serie (ARD/ORF 2024), als auch im Bildungskanon, wie die Aufnahme des Process in die Leseliste für das Landesabitur 2026 (vgl. HMKB 2024, Abiturerlass) unter gleichzeitiger Herausnahme von Goethes Faust I beweist. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Auseinandersetzung mit Kafkas Œuvre also eine besondere Relevanz, insbesondere für angehende Lehrkräfte. Zur Teilnahme am Seminar ist eine erhöhte Lesebereitschaft zwingend notwendig. Prüfungsform: Klausur oder Hausarbeit – mehr Informationen im Seminar
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
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Der Holocaust und das Medium Film sind seit der Ereignisgeschichte eng miteinander verbunden – sei es in der antisemitischen Propaganda der Nationalsozialisten, als Mittel der Konfrontation und Aufklärung durch die Alliierten in der Nachkriegszeit oder als ein zentrales Element der Aufarbeitung, der Erinnerung und des Gedenkens (vgl. Beyer 2021). Spätestens seit den 1990er Jahren hat die filmische Auseinandersetzung mit dem Holocaust verstärkt Einzug in Hollywood und den Mainstream gehalten. Filme vermitteln scheinbar unmittelbare Einblicke in historische Ereignisse, die sonst als „unvorstellbar“ gelten. Dennoch bleibt ihr Potenzial im schulischen Kontext häufig ungenutzt. Dabei könnte der Deutschunterricht eine entscheidende Rolle übernehmen: Als „eigenständige Gedächtnisagentur“ (Feuchert/Mergen/Plien 2024) kann er nicht nur den Geschichtsunterricht ergänzen und Themen aufgreifen, die in der schulischen Auseinandersetzung oft zu kurz kommen, sondern vor allem auch die künstlerisch-mediale Verarbeitung des Holocaust thematisieren. Gleichzeitig ist der Film als narratives Medium von enormer (kultureller) Bedeutung ohnehin ein wichtiger Gegenstand des Deutschunterrichts und dort inzwischen auch in zahlreichen Curricula und Lehrplänen verankert (vgl. Kammerer/Maiwald 2021). Ziel des Seminars ist es, diesen didaktischen Chancen und Potenzialen des Holocaust im Film für den Deutschunterricht nachzugehen. Anhand ausgewählter filmischer Beispiele (und ihrer literarischen Vorlagen) werden literatur- und filmdidaktische Ansätze und Verfahren erarbeitet und erprobt, um konkrete Einsatzmöglichkeiten im Deutschunterricht zu diskutieren.
Für die Teilnahme am Seminar wird eine hohe Lesebereitschaft vorausgesetzt.
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
Kommentar:
In der Seminarveranstaltung werden die Studierenden auf die Durchführungsphase des Fachpraktikums L1 vorbereitet. Im Fokus stehen dabei insbesondere Fragen zur Unterrichtsplanung. Der Schwerpunkt liegt im Fach Deutsch.
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106
Kommentar:
In der Seminarveranstaltung werden die Studierenden auf die Durchführungsphase des Fachpraktikums L1 vorbereitet. Im Fokus stehen dabei insbesondere Fragen zur Unterrichtsplanung. Der Schwerpunkt liegt im Fach Deutsch.
In der Seminarveranstaltung reflektieren die Studierenden Ihre Erfahrungen aus dem Fachpraktikum L1 und vertiefen für Sie individuell bedeutsame Frage- und Problemstellungen anhand ausgewählter Beispiele für den Unterricht. Der Schwerpunkt liegt im Fach Deutsch.
In der Seminarveranstaltung reflektieren die Studierenden Ihre Erfahrungen aus dem Fachpraktikum L1 und vertiefen für Sie individuell bedeutsame Frage- und Problemstellungen anhand ausgewählter Beispiele für den Unterricht. Der Schwerpunkt liegt im Fach Deutsch.