Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Durchführung der Veranstaltung: Blockveranstaltung bzw. Blockveranstaltungs-Anteile - Geschichte
Veranstaltungen
[P Si] "Wir stolpern - gegen das Vergessen": Erinnerungskultur in Oberursel von und mit Schülerinnen und Schülern der Feldbergschule
Das sehr praxisorientierte Seminar vermittelt in einem ersten Schritt Grundlagen des projektorientierten Geschichtsunterricht in Verbindung mit Grundlagen des Projektmanagements. Ausgehend davon sollen die Studierenden einen Projekttag an der Feldbergschule in Oberursel vorbereiten, durchführen und evaluieren. Ziel ist die inhaltliche Vorbereitung einer geplanten Stolperschwellenverlegung durch SuS der Feldbergschule auf der Basis von Primärquellen, mit deren Hilfe die Biografien und der historische Kontext zu den Opfern erarbeitet werden soll.
[H Si] (Historisches) Lernen und Geschichtskultur – Theoretische Diskurse des Lernens geschichtsdidaktisch gedacht
Der Begriff "Lernen" wird in der Erziehungswissenschaft breit diskutiert und es haben sich in den letzten Jahrzehnten verschiedenste Lerntheorien herausgebildet. Auch in der Geschichtsdidaktik besteht Uneinigkeit darüber was historisches Lernen ist und sein sollte.
Das Seminar gliedert sich in einen Lektüre- und einen Exkursionsteil. Im Lektüreteil werden wir uns verschiedenen Lerntheorien der Erziehungswissenschaft und Geschichtsdidaktik nähern und dann im Exkursionsteil in der Begnung mit einem Ort der Geschichtskultur kritisch reflektieren.
Vorbesprechung: 24.04. 16:15 Uhr
Blocktermin Lektüreteil: 19. und 20.06.
Blocktermin Exkursionsteil: 03. und 04.07.
[Ex Sem] Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte projektorientiert vermitteln
Die deutsch-deutsche Geschichte zwischen 1945 und 1990 zu vermitteln, unterliegt einer Reihe von Besonderheiten. Als zeitgeschichtliches Thema gibt es noch Zeitzeug:innen, die mit ihren Erinnerungen in der Gesellschaft präsent sind. Familiäre Bezüge wirken sich bis heute vielfältig aus und im Alltag begegnen auch diejenigen, die keine persönlichen Beziehungen zu dieser Vergangenheit haben, zahlreichen Spuren. Es ist eine Geschichte, die "noch raucht und qualmt" (Saskia Handro).
Im Seminar soll den Besonderheiten des Themas wie seiner spezifischen Chancen und Herausforderungen für das historische Lernen im Geschichtsunterricht nachgegangen werden.
Dafür soll der neue "Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager" in Gießen als außerschuischer Lernort in den Blick genommen werden, um sein Potenzial für projektförmiges Arbeiten vor Ort oder im Anschluss an einen Besuch des Ortes zu analysieren und zu reflektiert.
Im Seminar sollen konkrete Projektideen entwickelt, in Teilen ausprobiert und diskutiert werden,
Literatur zur Vorbereitung:
Adamski, Peter; Bernhardt, Markus: Beremdlich ähnlich - vertraut anders. Alltagsgeschichte in Ost und West. In: Geschichte lernen 147 (2012), S. 1-9.
bpb (Hrsg:) Gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte. (=Informationen zur politischen Bildung 358)(1/2024)
Müller-Zetsche, Marie: DDR-Geschichte im Klassenzimmer. Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990. Frankfurt a.M. 2020, Kap. 6. (Zusammenfassung und Ausblick: DDR-Geschichte als Streitgeschichte).
van Laak, Jeannette: Einrichten im Übergang: das Notaufnahmelager Gießen. Frankfurt 2017, S. 374-389.
[H Si] Die Jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990ern: Regionale Vorgeschichte, globale Auswirkungen, internationale Strafjustiz
[Ex Sem] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein tieferes Verständnis für die ästhetischen Dimensionen historischen Denkens zu entwickeln. Dabei werden sowohl erkenntnistheoretische Grundlagen als auch konkrete Beispiele aus Kunst, Literatur und Geschichtskultur untersucht. Neben der theoretischen Reflexion steht die eigene gestalterische Auseinandersetzung mit Geschichte im Mittelpunkt. Dabei geht es darum, wie Geschichte nicht nur vermittelt, sondern auch erfahrbar wird, welche Emotionen und Spannungen sie auslöst und wie solche Momente unsere Wahrnehmung der Vergangenheit beeinflussen. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit der Wirkung historischer Erzählungen auseinander und reflektieren, wie Geschichte durch ästhetische Mittel gestaltet wird – und welche Potenziale und Herausforderungen sich daraus für das historische Lehren und Lernen ergeben.
[Ex Sem] Nassauische Residenzen in Hessen - Weilburg und Hadamar im Vergleich
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In dem Seminar wollen wir das Grafen- und Fürstengeschlecht der Nassauer und ihre Probleme in der Frühen Neuzeit kennenlernen und ihre Residenzen in Hessen in Weilburg und Hadamar besichtigen.
[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Begleitung im Praktikum und Begleitseminare)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 15:00 - 17:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar begleitet das Praxissemester, es werden die aktuellen Erfahrungen reflektiert, Unterrichtsplanungen und Forschungsperspektiven besprochen.
[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Nachbereitungsseminar)
Das Blockseminar reflektiert die Erfahrungen des Fachpraktikums im Februar/März 2025. Fachspezifische Lehr- und Lernprozesse werden gemeinsam analysiert und Bezüge zwischen didaktischer Theorie und Unterrichtspraxis gezogen. Unter der Leitfrage "Was muss eine Geschichtslehrkraft können?" soll dazu angeleitet werden, eine theoriegeleitete persönliche Bilanz des Praktikums zu ziehen.
Die Seminargruppe ist beschränkt auf die Praktikumsgruppe.



