JLU College of Liberal Arts & Sciences
Veranstaltungen
Orientierungsphase ⇑
Entdecken (BA-LAS-01) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Übung ⇑
Wissenschaftliches Argumentieren (BA-LAS-02) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Übung ⇑
Institutionen der Wissensproduktion (BA-LAS-03) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Hospitation ⇑
[Hosp] Institutionen der Wissensproduktion (LV A2) (BA-LAS-03)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 08:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustr. 10, Raum 014 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 014 | ||
Das Seminar erstreckt sich auf das Wintersemester 2024/25 und das Sommersemester 2025 und soll einen breiten Einstieg in die Wissenschaft vermitteln. Konkret geht es um die institutionellen Grundlagen der Wissenschaft und das Funktionieren des Wissenschaftssystems in Deutschland. Dabei möchte ich nicht nur theoretisches und abstraktes Wissen vermitteln, sondern quer über viele Fachrichtungen Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten und die unterschiedlichen Anwendungsbereiche wissenschaftlicher Ergebnisse eröffnen. Teil der Aktivitäten im Seminar sind daher Besuche von einzelnen Einrichtungen der JLU und ihrer Partner zwischen November 2023 und Juni 2024. Es geht dabei um eine Vorstellung der Einrichtung, verbunden mit einer Führung, wo sich dies anbietet, und einem längeren Gespräch mit einer Vertreterin oder einem Vertreter, in dem Profil, Struktur und Aufgaben, Karrieren und Jobchancen und besondere Herausforderungen besprochen werden. Diese Besuchstermine werden auf der Grundlage der Webpräsenz und weiterer Materialien (Jahresberichte, Publikationen, Transferergebnisse etc.) vorbereitet.
Interpretieren (P) (BA-LAS-04) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
[Si] Interpretieren (LV A1) (BA-LAS-04)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil I, C 027 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil I, C 027 | ||
Dieses Orientierungs- und Einführungsmodul zum wissenschaftlichen Interpretieren bildet das zentrale Lernforum des Studiengangs im 2. Semester des Orientierungsjahres. Es baut auf den Modulen BA-LAS-01 und BA-LAS-02 auf, indem es ein Verständnis dafür vermittelt, wie in einzelnen wissenschaftlichen Bereichen Wissen dargestellt, analysiert und interpretiert wird, um daraus neues Wissen abzuleiten.
Das Modul macht Studierende damit vertraut, dass Objekte und Inhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und interpretiert werden können. Die Blickwinkel haben wiederum einen Einfluss darauf, welche Antworten sich auf die Fragen finden lassen, die den Ausgangspunkt für das jeweilige wissenschaftliche Interesse bilden. Hauptsächlich werden an ausgewählten Themen unterschiedliche Darstellungen von Wissen (z.B. Texte, Grafiken, Zahlen, Bilder, Videos) diskutiert. Dabei setzen sich die Studierenden kritisch mit Visualisierungen (Fotos, Grafiken) auseinander und hinterfragen insbesondere deren suggestive Wirkung. Aber auch die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in der heutigen Gesellschaft wird eingehend unter-sucht. Die Studierenden lernen Methoden der Quellenkritik und entwickeln eine Medienkompetenz. Damit befähigt das Modul die Studierenden insgesamt zu einem Verständnis der unterschiedlichen wissenschaftlichen Fächerzonen, die eine Universität mit ihren jeweils typischen Analyseverfahren und Interpretationsstrategien prägen, und sensibilisiert sie weiter für die Möglichkeiten bzw. die Notwendigkeit von inter- und transdisziplinären Analyse- und Interpretationsverfahren.
A2 Übung ⇑
[Ü] Interpretieren (LV A2) (BA-LAS-04)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil I, C 027 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil I, C 027 | ||
Dieses Orientierungs- und Einführungsmodul zum wissenschaftlichen Interpretieren bildet das zentrale Lernforum des Studiengangs im 2. Semester des Orientierungsjahres. Es baut auf den Modulen BA-LAS-01 und BA-LAS-02 auf, indem es ein Verständnis dafür vermittelt, wie in einzelnen wissenschaftlichen Bereichen Wissen dargestellt, analysiert und interpretiert wird, um daraus neues Wissen abzuleiten.
Das Modul macht Studierende damit vertraut, dass Objekte und Inhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und interpretiert werden können. Die Blickwinkel haben wiederum einen Einfluss darauf, welche Antworten sich auf die Fragen finden lassen, die den Ausgangspunkt für das jeweilige wissenschaftliche Interesse bilden. Hauptsächlich werden an ausgewählten Themen unterschiedliche Darstellungen von Wissen (z.B. Texte, Grafiken, Zahlen, Bilder, Videos) diskutiert. Dabei setzen sich die Studierenden kritisch mit Visualisierungen (Fotos, Grafiken) auseinander und hinterfragen insbesondere deren suggestive Wirkung. Aber auch die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in der heutigen Gesellschaft wird eingehend untersucht. Die Studierenden lernen Methoden der Quellenkritik und entwickeln eine Medienkompetenz. Damit befähigt das Modul die Studierenden insgesamt zu einem Verständnis der unterschiedlichen wissenschaftlichen Fächerzonen, die eine Universität mit ihren jeweils typischen Analyseverfahren und Interpretationsstrategien prägen, und sensibilisiert sie weiter für die Möglichkeiten bzw. die Notwendigkeit von inter- und transdisziplinären Analyse- und Interpretationsverfahren.
Residential 1: Angewandte Wissensproduktion (BA-LAS-05) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] Residential 1: Angewandte Wissensproduktion (BA-LAS-05)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustr. 10, Raum 012 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, Raum 012 | ||
Die Veranstaltung umfasst:
- Impulsvorträge aus den einzelnen Fachtracks
- Projektarbeitsaufträge aus den inhaltlichen Bereichen der Fachtracks, die als eine Grundlage für ihre
Wahl eines entsprechenden Fachtracks ab dem 3. Semester dienen
- Überblick grundlegender Kommunikations- und Feedbackregeln
- Vorbereitung, Aufbau und Foliengestalten eines Vortrags
- Grundlagen des Projektmanagements
Residential 2: Future Thinking (BA-LAS-08) ⇑
A1 Residential ⇑
Portfolio-Modul Orientierungsjahr (BA-LAS-06) ⇑
A1 Übung ⇑
A2 Ringvorlesung ⇑
A3 Übung ⇑
Residential 3: Teilhabe an der Forschung (BA-LAS-09) ⇑
A1 Residential ⇑
Fach-Track Module ⇑
Fach-Track: Sustainable Development and Digital Transformation ⇑
BA-LAS-FT01-01 Empirische Sozialforschung und Klimageographie ⇑
Vorlesung Klimageographie ⇑
Vorlesung Empirische Sozialforschung ⇑
Übung Qualitative Methoden ⇑
Übung Quantitative Methoden ⇑
BA-LAS-FT01-02 Informationstechnologie I ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
BA-LAS-FT01-03 Grundlagen der Programmierung und Visualisierung mit Python ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
BA-LAS-FT01-04 Fundamentals in Human Geography ⇑
Es gilt die Frist des Instituts für Geographie!
Vorlesung Human-/Kulturgeographie ⇑
[Vl] Einführung in die Anthropogeographie: Wirtschaftsgeographie (07-BA-Geo-AG; 07-Erdkunde-L3-P-02; BA-LAS-FT01-04)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | ||
Vorlesung Wirtschaftsgeographie ⇑
[Vl] Einführung in die Anthropogeographie: Anthropogeographie (07-Ba-Geo-AG; 07-Erdkunde-L3-P-02; 07-BA-Geo-NF1; BA-LAS-FT01-04)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | ||
Vorlesung Stadtgeographie ⇑
[Si] Wissenschaftliche Grundlagen des Geographischen Schulstoffs 2 / Einführung in die Antropogeographie L2, L5 (Kurs B) / Fundamentals in Human Geography für LAS (07-Erdkunde-L2/L5-P-02; BA-LAS-FT01-04; 07-BAI-S02-1)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Schloßgasse 7, 015 (Sg-S1) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 015 (Sg-S1) | ||
Vorlesung Mobilität ⇑
[Vl] Einführung in die Raumplanung, Verkehrsgeographie und Mobilitätsforschung (07-BA-Geo-RVM, 07-BA-Geo-NF1; BA-LAS-FT01-04)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 33 (Hörsaal III) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 33 (Hörsaal III) | ||
BA-LAS-FT01-05-WP01 / BA-LAS-FT01-05-WP02 / BA-LAS- FT01-05-WP03 Informationstechnologie II / Textmining / Einführung in Datenbanken ⇑
Es gilt die Frist des Instituts für Informatik!
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Vorlesung ⇑
[Vl] Textmining (07-MDA-08 / 07-NDS-10 / 07-BDS-WPF10)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | ||
Übung ⇑
[Ü] Übungen zu Textmining (07-MDA-08 / 07-NDS-10 / 07-BDS-WPF10)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | ||
Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in Datenbanken (Dokumentation und Datenbanken) (07-MDA-09, 07-Inf-L2-P02, 07-Inf-L2-P-09, 07-NDS-11, 07-I-AF-DDB, AfK-Nr. 18)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | ||
Übung ⇑
[Ü] Übungen zu Einführung in Datenbanken (Dokumentation und Datenbanken) (07-MDA-09, 07-Inf-L2-P-02, 07-Inf-L2-P-09, 07-NDS-11, 07-I-AF-DDB, AfK-Nr. 18)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | ||
BA-LAS-FT01-06 Study Project I ⇑
Fachwissenschaftlicher Teil Seminar ⇑
Methodischer Teil Seminar oder Übung ⇑
Praktischer Teil Übung ⇑
BA-LAS-FT01-07 Praktikum / Informationsvisualisierung ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projektseminar ⇑
BA-LAS-FT01-08 Bilanzmodul ⇑
Seminar ⇑
[Si] Bilanzmodul (Südtirol) (BA-LAS-FT01-08)
Die Veranstaltung setzt sich aus den folgenden Teilen zusammen:
Ringvorlesung (erste Semesterhälfte, Freitag, 10-12 Uhr):
Dieser Veranstaltungsteil wird abwechselnd von den beteiligten Arbeitsgruppen (AGs) gestaltet. Jede AG wird gemeinsam mit den Studierenden die regionale Geographie Mittelhessens aus dem eigenen fachlichen Blickwinkel beleuchten. Dabei knüpfen wir an das Vorwissen der Studierenden aus den Einführungsveranstaltungen und Projekten an und wenden es auf lokale Prozesse an. Darüber hinaus erhalten die Studierenden einen Einblick in die Forschungsthemen der verschiedenen AGs.
Bilanzierung des Studiums (zweite Semesterhälfte, Freitag, 10-12 Uhr):
Die Studierenden bilanzieren im Rahmen eines Vortrags individuell ihren bisherigen Studienverlauf, beziehen ihren Erkenntnisgewinn auf geographische Kernkompetenzen und schlagen die Brücke zu Thesis und Berufsperspektive. Diesen Veranstaltungsteil leitet im WiSe 24/25 Frau Prof. Schneider.
Orientierung (zweite Semesterhälfte, variabel):
Den Studierenden wird hier die Gelegenheit geboten, in Thesiskolloquien oder ähnlichen Veranstaltungen zu hospitieren, um sich hinsichtlich der BSc-Thesis zu orientieren. Diese Veranstaltungen werden von jeder AG individuell angeboten. Studierende nehmen bei einer oder mehreren AGs an entsprechenden Sitzungen teil.
Modulprüfung (VL-freie Zeit, variabel):
Das Modul schließt mit einer Hausarbeit zum Vortrag oder mit einer mündlichen Prüfung ab. Die Prüfungsform wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben. Die Themen für die mündliche Prüfung werden zuvor mit den Dozent:innen eingegrenzt.
Independent Studies ⇑
[Si] Bilanzmodul (Südtirol) (BA-LAS-FT01-08)
Die Veranstaltung setzt sich aus den folgenden Teilen zusammen:
Ringvorlesung (erste Semesterhälfte, Freitag, 10-12 Uhr):
Dieser Veranstaltungsteil wird abwechselnd von den beteiligten Arbeitsgruppen (AGs) gestaltet. Jede AG wird gemeinsam mit den Studierenden die regionale Geographie Mittelhessens aus dem eigenen fachlichen Blickwinkel beleuchten. Dabei knüpfen wir an das Vorwissen der Studierenden aus den Einführungsveranstaltungen und Projekten an und wenden es auf lokale Prozesse an. Darüber hinaus erhalten die Studierenden einen Einblick in die Forschungsthemen der verschiedenen AGs.
Bilanzierung des Studiums (zweite Semesterhälfte, Freitag, 10-12 Uhr):
Die Studierenden bilanzieren im Rahmen eines Vortrags individuell ihren bisherigen Studienverlauf, beziehen ihren Erkenntnisgewinn auf geographische Kernkompetenzen und schlagen die Brücke zu Thesis und Berufsperspektive. Diesen Veranstaltungsteil leitet im WiSe 24/25 Frau Prof. Schneider.
Orientierung (zweite Semesterhälfte, variabel):
Den Studierenden wird hier die Gelegenheit geboten, in Thesiskolloquien oder ähnlichen Veranstaltungen zu hospitieren, um sich hinsichtlich der BSc-Thesis zu orientieren. Diese Veranstaltungen werden von jeder AG individuell angeboten. Studierende nehmen bei einer oder mehreren AGs an entsprechenden Sitzungen teil.
Modulprüfung (VL-freie Zeit, variabel):
Das Modul schließt mit einer Hausarbeit zum Vortrag oder mit einer mündlichen Prüfung ab. Die Prüfungsform wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben. Die Themen für die mündliche Prüfung werden zuvor mit den Dozent:innen eingegrenzt.
BA-LAS-FT01-09-WP01 / BA-LAS-FT01-09-WP02 / BA-LAS- FT01-09-WP03 / BA-LAS-FT01-09-WP04 Praktikum / Study Project II / Web-Development / App-Development / GIS ⇑
Fachwissenschaftlicher Teil Seminar ⇑
Methodischer Teil Seminar oder Übung ⇑
Praktischer Teil Übung ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projekt ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projekt ⇑
Vorlesung 1 mit Übung (GIS) ⇑
[Ü] Geoinformatik (Übung 1) (07-BA-Geo-GIS)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr | Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | ||
[Ü] Geoinformatik (Übung 2) (07-BA-Geo-GIS)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 16:00 Uhr | Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | ||
Vorlesung 2 (Kartographie) ⇑
[Vl] Geoinformatik (07-Ba-Geo-GIS)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Senckenbergstraße 01, 6 (NeS-S1) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Senckenbergstraße 01, 6 (NeS-S1) | ||
Selbstgestaltete Arbeit ⇑
[Ü] Geoinformatik (Übung 1) (07-BA-Geo-GIS)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr | Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | ||
[Ü] Geoinformatik (Übung 2) (07-BA-Geo-GIS)
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 16:00 Uhr | Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 115 (Sg-PC3) | ||
BA-LAS-FT01-10 Bachelor-Thesis ⇑
Arbeitsplan aufstellen, Diskussion ⇑
Praktische Ausführung des Arbeitsplans mit Aufarbeitung der Ergebnisse ⇑
Fack-Track: Formationen des Wissens ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
BA-LAS-FDW-01 Weltzugänge ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] Hannah Arendts Politische Philosophie (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Hannah Arendts Gedanken zählen zu den einflussreichsten der zeitgenössischen politischen Theorie. Zumindest drei ihrer Werke hatten enormen Einfluss auf verschiedene intellektuelle Kreise. The Origins of Totalitarianism (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft) (1951) ist eine Studie über die Grundeigenschaften Wesen und den historischen Hintergrund totalitärer Phänomene wie des nationalsozialistischen und des stalinistischen Regimes. The Human Condition (Vita Activa oder Vom tätigen Leben) (1958) ist eine philosophische Untersuchung, die sich mit den grundlegenden Kategorien des Arbeitens, Herstellens, und Handelns befasst. Und Eichmann in Jerusalem (1963) analysiert den Prozess gegen einen Nazi-Täter und prägt dabei den viel diskutierten Begriff der „Banalität des Bösen“. Neben diesen wichtigen Werken veröffentlichte Arendt mehrere einflussreiche Essays zu Themen wie der Revolution, Freiheit, Autorität, Gewalt, den Menschenrechten und nicht zuletzt der Urteilskraft. In diesem einführenden Seminar werden wir die wichtigsten Aspekte von Arendts politischem Denken aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch diskutieren.!
[Si] Information und Repräsentation: Zu den Grundlagen der Kognitionswissenschaften (AfK-Nr.: 405/406)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:30 - 19:30 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Den Kognitionswissenschaften liegt eine repräsentationale Theorie des Geistes zugrunde: Kognition besteht im Manipulieren von Repräsentationen. Wahrnehmen, Denken, Planen oder Entscheiden erscheinen als Operationen über interne Zustände, die etwas repräsentieren. Doch was genau sind solche Repräsentationen? Wodurch zeichnen sie sich aus? Welche explanatorische Rolle spielen sie? Und wie verhält sich der Begriff der Repräsentation zu anderen Begriffen – etwa dem der Information?
Das Seminar bietet eine systematische Einführung in Theorien mentaler Repräsentation. Ausgangspunkt sind klassische Versuche, Repräsentationen über Informationsbeziehungen oder nomologische Abhängigkeiten zu erklären, sowie funktionalistische Ansätze, die das Problem der Fehlrepräsentation adressieren: Wie kann ein Zustand repräsentational sein, obwohl das von ihm Repräsentierte nicht der Fall ist?
Darauf aufbauend werden deflationäre und revisionäre Positionen diskutiert, die den explanatorischen Wert des Repräsentationsbegriffs bestreiten oder neu bestimmen, sowie neuere, gegenwärtig einflussreiche Positionen.
Ziel des Seminars ist eine kritische Neubewertung des Repräsentationsbegriffs:
Ist Repräsentation ein unverzichtbarer Grundbegriff der Kognitionswissenschaft – oder ein theoretisches Konstrukt, dessen explanatorischer Mehrwert neu zu bestimmen ist?
Stil des Seminars: Das Seminar ist textbasiert und diskussionsorientiert aufgebaut; im Zentrum stehen die präzise, gemeinsame Rekonstruktion und kritische Analyse von Positionen und Argumenten. Gelegentliche Gruppenarbeiten bereiten die Diskussion vor oder vertiefen sie; in Kurzpräsentationen rekonstruieren und sichern Studierende den erreichten Argumentationsstand. Den Abschluss bilden eigenständige, analytisch-argumentativ ausgerichtete Präsentationen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Si] Religion und Vernunft (für Studierende der Katholischen Theologie: Systematische Theologie) (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“, meinte einst Wilhelm Busch. Das dürfte überzogen sein. Gleichwohl ist es eine offene Frage, ob und inwiefern ein religiöser Glaube, insbesondere der Glaube an einen (monotheistischen) Gott, rational ist, es also gute Gründe für einen solchen Glauben gibt. Genau dieser Frage möchten wir in dem Seminar nachgehen. Naturgemäß fächert sich eine solch gewichtige Frage in viele schwierige Teilfragen und Probleme auf, von denen wir zumindest einige behandeln werden. So werden wir uns etwa eine kleine Auswahl an einflussreichen Motiven und Argumenten für den Glauben an Gott vornehmen und zu prüfen versuchen – darunter auch den einen oder anderen sogenannten ‚Gottesbeweis‘. Auch sollen natürlich Argumente gegen die Rationalität des Glaubens zu Wort kommen – vor allem das notorische Theodizeeproblem: also das Problem, dass die Annahme, es gebe einen allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gott, angesichts des unermesslichen Leids in unserer Welt eigentlich absurd anmutet.
Wir werden im Seminar allerdings auch noch einen Schritt zurücktreten und ganz grundsätzlich danach fragen, was ein religiöser Glaube genauer ist – im Unterschied zu verwandten geistigen Zuständen, etwa (‚herkömmlichen‘) Überzeugungen, Hoffnungen oder einem Vertrauen in Personen oder ‚Sachen‘. Auch wird uns beschäftigen, ob es rational ist, sich zu wünschen, nicht irgendwann unwiederbringlich tot zu sein, stattdessen ewig zu leben – eine für viele Religionen ja zentrale Vorstellung. Ferner möchten wir über den Status von Religion in sogenannten postsäkularen Gesellschaften nachdenken: Sind religiöse Traditionen zu überwindende Restbestände aus vormodernen Zeiten oder haben sie, auch für aufgeklärte Zeitgenoss:innen, noch ein semantisches und humanitäres Potenzial, das sich zu erschließen lohnt?
Indem wir diesen (und verwandten) Überlegungssträngen gemeinsam nachgehen, möchten wir in der Beantwortung der Leitfrage vorankommen, wie es um die Rationalität religiösen Glaubens bestellt ist. Wir hoffen, dass uns dabei auch die interdisziplinäre Seminarstruktur helfen wird – Philosophie und Theologie also voneinander lernen werden.
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
[Si] Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (AfK-Nr.: 407/408)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine 1953 postum veröffentlichten "Philosophische Untersuchungen" beeindrucken nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern vor allem auch durch ihre spezifische Darstellungsform. Der dialogische Duktus und die Art der Verknüpfung von Beispiel und Argumentation lassen die Untersuchungen weniger als systematische Lehre erscheinen, denn als Vollzug philosophischer Tätigkeit. Wittgensteins Schreiben demonstriert Philosophie als Praxis, d.h. als ein klärendes Arbeiten an unseren Begriffen.
Im Seminar werden wir zentrale Passagen der Philosophischen Untersuchungen gemeinsam sorgfältig lesen und interpretieren. Ziel ist es, die argumentative Struktur des Textes nachzuvollziehen und seine methodischen wie systematischen Implikationen kritisch zu diskutieren.
Konzentrieren werden wir uns auf folgende Stellen:
§ 1, (Einleitung)
§§ 2–32, Sprachspiele, hinweisende Definition
§§ 65–88, Familienähnlichkeit
§§ 143–155, Regelfolgen I
§§ 184-211, Regelfolgen II
§§ 243–280, Privatsprache I
§§ 281-315, Privatsprache II
§§ 316-262, Denken
§§ 363–397, Vorstellen
§§ 398–427, Welt des Inneren
§§ 611–663, Wollen und Absicht
§§ 503–517; 663–693, Meinen
Der Text ist online zugänglich über das Wittgenstein-Projekt:
https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Philosophische_Untersuchungen
Alternativ zur Anschaffung:
L. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen. Herausgegeben auf der Grundlage der kritisch-genetischen Edition von J. Schulte, Frankfurt am Main 2025.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Das Johannesevangelium und die christologische Frage
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Das Johannesevangelium unterscheidet sich in formaler wie in inhaltlicher Hinsicht, aber auch mit Blick auf seine Christologie deutlich von den synoptischen Evangelien. Kein anderes Evangelium stellt die Frage nach der Person Jesu so sehr in das Zentrum des Interesses. Kein anderes problematisiert so konsequent das Bekenntnis zu Jesus als Messias. Kein anderes Evangelium setzt den Christus derart nachdrücklich in Beziehung zu Mose, keines betont so sehr die Einheit des Sohnes mit dem Vater. Die Vorlesung will an exemplarischen Exegesen die unterschiedlichen Facetten der johanneischen Christologie beleuchten, angefangen vom Prolog über die Gelehrtengespräche bis zur Passions- und Ostererzählungen.
Literatur: J. Beutler, Das Johannesevangelium. Kommentar, Freiburg i. Br. 2. Auflage 2016; Michael Theobald, Das Evangelium nach Johannes. Kapitel 1–12 (RNT), Regensburg 2009; Hartwig Thyen, Das Johannesevangelium (HNT 6), Tübingen 2005; Klaus Wengst, Das Johannesevangelium. 2 Vol. (Theologischer Kommentar zum Neuen Testament 4), Stuttgart 2. Aufl. 2004–2007.
[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Vl] Geschichte und Literatur des Alten Israel
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Kommentar: Die Texte des Alten Testaments sind im Laufe von Jahrhunderten entstanden. Die Bibliothek des Ersten Testaments umfasst Gesetze, Erzählungen, Lieder, prophetische Aussprüche und vieles mehr, Texte, die unter anderem von der wechselhaften Geschichte zweier Königreiche, dem Leben im Exil und der Behauptung eines jüdischen Sozialwesens unter der Hegemonie unterschiedlicher Großreiche zeugen. Die Vorlesung ordnet die alttestamentliche Literatur überblicksartig in ihre Entstehungsgeschichte ein und skizziert die Geschicke der Menschen im Alten Israel.
Literatur: Michaela Bauks, Thfeologie des Alten Testaments. Religionsgeschichtliche und bibelhermeneutische Perspektiven (Basiswissen Theologie und Religionswissenschaft), Göttingen 2019; Jan C. Gertz (Ed.), Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments (UTB 2745), Göttingen 6. Aufl. 2019 (2006); Barbara Schmitz, Geschichte Israels (UTB 3547), Paderborn 3. Aufl. 2022 (2011); Eric Zenger u. a., Einleitung in das Alte Testament (KStTh1/1), Stuttgart 9. Aufl. 2015 (1995).
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] Hannah Arendts Politische Philosophie (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Hannah Arendts Gedanken zählen zu den einflussreichsten der zeitgenössischen politischen Theorie. Zumindest drei ihrer Werke hatten enormen Einfluss auf verschiedene intellektuelle Kreise. The Origins of Totalitarianism (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft) (1951) ist eine Studie über die Grundeigenschaften Wesen und den historischen Hintergrund totalitärer Phänomene wie des nationalsozialistischen und des stalinistischen Regimes. The Human Condition (Vita Activa oder Vom tätigen Leben) (1958) ist eine philosophische Untersuchung, die sich mit den grundlegenden Kategorien des Arbeitens, Herstellens, und Handelns befasst. Und Eichmann in Jerusalem (1963) analysiert den Prozess gegen einen Nazi-Täter und prägt dabei den viel diskutierten Begriff der „Banalität des Bösen“. Neben diesen wichtigen Werken veröffentlichte Arendt mehrere einflussreiche Essays zu Themen wie der Revolution, Freiheit, Autorität, Gewalt, den Menschenrechten und nicht zuletzt der Urteilskraft. In diesem einführenden Seminar werden wir die wichtigsten Aspekte von Arendts politischem Denken aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch diskutieren.!
[Si] Information und Repräsentation: Zu den Grundlagen der Kognitionswissenschaften (AfK-Nr.: 405/406)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:30 - 19:30 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Den Kognitionswissenschaften liegt eine repräsentationale Theorie des Geistes zugrunde: Kognition besteht im Manipulieren von Repräsentationen. Wahrnehmen, Denken, Planen oder Entscheiden erscheinen als Operationen über interne Zustände, die etwas repräsentieren. Doch was genau sind solche Repräsentationen? Wodurch zeichnen sie sich aus? Welche explanatorische Rolle spielen sie? Und wie verhält sich der Begriff der Repräsentation zu anderen Begriffen – etwa dem der Information?
Das Seminar bietet eine systematische Einführung in Theorien mentaler Repräsentation. Ausgangspunkt sind klassische Versuche, Repräsentationen über Informationsbeziehungen oder nomologische Abhängigkeiten zu erklären, sowie funktionalistische Ansätze, die das Problem der Fehlrepräsentation adressieren: Wie kann ein Zustand repräsentational sein, obwohl das von ihm Repräsentierte nicht der Fall ist?
Darauf aufbauend werden deflationäre und revisionäre Positionen diskutiert, die den explanatorischen Wert des Repräsentationsbegriffs bestreiten oder neu bestimmen, sowie neuere, gegenwärtig einflussreiche Positionen.
Ziel des Seminars ist eine kritische Neubewertung des Repräsentationsbegriffs:
Ist Repräsentation ein unverzichtbarer Grundbegriff der Kognitionswissenschaft – oder ein theoretisches Konstrukt, dessen explanatorischer Mehrwert neu zu bestimmen ist?
Stil des Seminars: Das Seminar ist textbasiert und diskussionsorientiert aufgebaut; im Zentrum stehen die präzise, gemeinsame Rekonstruktion und kritische Analyse von Positionen und Argumenten. Gelegentliche Gruppenarbeiten bereiten die Diskussion vor oder vertiefen sie; in Kurzpräsentationen rekonstruieren und sichern Studierende den erreichten Argumentationsstand. Den Abschluss bilden eigenständige, analytisch-argumentativ ausgerichtete Präsentationen.
[Si] Interreligiöses Lernen: Theologische Schlüsselthemen und ihre religionspädagogischen Reflexionen (Systematische Theologie)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 215 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
Das Seminar geht den Fragen zur generellen Notwendigkeit interreligiösen Lernens und den damit verbundenen Aufgaben und Zielen sowie Möglichkeiten und Grenzen im schulischen Religions- wie Ethikunterricht nach. Dabei werden sowohl Grundlagen als auch pädagogische Perspektiven unter islamisch-theologischen und christlich-theologischen Gesichtspunkten erörtert. Anhand elementarer theologischer Themen sollen zentrale Konvergenzen und Differenzen zwischen Islam und Christentum herausgearbeitet werden. Es wird sich zeigen, dass interreligiöses und interkulturelles Lernen nicht nur notwendige Anliegen islamischen und christlichen Religionsunterrichts sowie der Schulkultur insgesamt darstellen, sondern Schlüsselkompetenzen in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft sind. Literatur: - K. Amirpur u.a. (Hg.), Perspektiven dialogischer Theologie. Offenheit in den Religionen und eine Hermeneutik des interreligiösen Dialogs, Münster-New York 2016. - R. Heinzmann u.a. (Hg.), Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam, 2 Bde., Freiburg 2016. - A. Kreutzer u.a. (Hg.), Vielfalt zeigen. Religion, Konfession und Kultur in Vermittlung. FS F.-J. Bäumer, Ostfildern 2019. - A. Kreutzer/Y. Sarikaya, Theory an Practice in Interreligious Exchange. Experiences and Reflections of a University Seminar on Christian-Muslim Dialogue, in: S. Pruchniewicz/Y. Sarikaya (Hg.), Interdisciplinary Contributions to Interreligious and Intercultural Teacher Education. The Impact of IMPACCT, Baden Baden 2025, 85-108 - M. Kraml/Z. Sejdini (Hg.), Interreligiöse Bildungsprozesse. Empirische Einblicke in Schul- und Hochschulkontexte, Stuttgart 2018. - C. P. Sajak, Interreligiöses Lernen, Darmstadt 2018. - Y. Sarikaya/F.-J. Bäumer (Hg.), Aufbruch zu neuen Ufern. Aufgaben, Problemlagen und Profile einer Islamischen Religionspädagogik im europäischen Kontext, Münster u.a. 2017.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Vl] Literatur und Umwelt des Neuen Testaments
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Die Vorlesung gibt einen ersten Überblick über die Bücher des Neuen Testaments, wobei der Schwerpunkt auf den Evangelien liegt. Seitenblicke auf die Umwelt des Neuen Testaments helfen, die Texte in ihrem historischen Kontext zu verankern. Die Vorlesung ist somit grundlegend für die Analyse neutestamentlicher Texte in den Veranstaltungen der Vertiefungsmodule.
Literatur: Ingo Broer, Einleitung in das Neue Testament. In Verbindung mit Hans-Ulrich Weidemann, Würzburg 4. Aufl. 2016 (1998–2001, 2006); Martin Ebner/Stefan Schreiber (Ed.), Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 3. Aufl. 2020 (2008); Udo Schnelle, Einleitung in das Neue Testament (UTB 1830), Göttingen 9. Aufl. 2017 (1994).
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Vl] Politische Theologien
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Religion und Politik stehen in einen komplexen Verhältnis. Einerseits können sich besonders fundamentalistische Formen von Religion desktruktiv auf soziale Gemeinwesen auswirken und sogar den Rechtsstaat gefährden. Andererseits leisten Religionen wichtige Beiträge zum sozialen Zusammenhalt und für eine demokratische Kultur. In der christlichen Theologie wird, insbesondere seit den 1960er-Jahren, über die Verstrickung des Glaubens in Politik und Gesellschaft nachgedacht. Die Vorlesung stellt zentrale Ansätze einer solch politischen Theologie vor, wie etwa die sogenannte Neue Politische Theologie, die Befreiungstheologie, die Feministische Theologie oder Postkoloniale Theologien. Zugleich wird politisch-theologisch auf Anwendungsfelder reflektiert: auf die ökologische Frage, Herausforderungen der multikulturellen Gesellschaft oder Vorstellungen einer gerechten Wirtschaft. Damit werden Themen behandelt, die im Religions- und Ethikunterricht, aber ebenso im gesellschaftlichen Engagement eine zentrale Rolle spielen. Gestaltet wird die Vorlesung im Hybridformat, in Kooperation des Frankfurter Sozialethikers Bernhard Emunds und des Gießener Systematischen Theologen Ansgar Kreutzer.
Literatur zum Überblick:
L. Bormann/A. Kreutzer (Hg.). Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen, Freiburg 2025
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Religion und Vernunft (für Studierende der Katholischen Theologie: Systematische Theologie) (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“, meinte einst Wilhelm Busch. Das dürfte überzogen sein. Gleichwohl ist es eine offene Frage, ob und inwiefern ein religiöser Glaube, insbesondere der Glaube an einen (monotheistischen) Gott, rational ist, es also gute Gründe für einen solchen Glauben gibt. Genau dieser Frage möchten wir in dem Seminar nachgehen. Naturgemäß fächert sich eine solch gewichtige Frage in viele schwierige Teilfragen und Probleme auf, von denen wir zumindest einige behandeln werden. So werden wir uns etwa eine kleine Auswahl an einflussreichen Motiven und Argumenten für den Glauben an Gott vornehmen und zu prüfen versuchen – darunter auch den einen oder anderen sogenannten ‚Gottesbeweis‘. Auch sollen natürlich Argumente gegen die Rationalität des Glaubens zu Wort kommen – vor allem das notorische Theodizeeproblem: also das Problem, dass die Annahme, es gebe einen allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gott, angesichts des unermesslichen Leids in unserer Welt eigentlich absurd anmutet.
Wir werden im Seminar allerdings auch noch einen Schritt zurücktreten und ganz grundsätzlich danach fragen, was ein religiöser Glaube genauer ist – im Unterschied zu verwandten geistigen Zuständen, etwa (‚herkömmlichen‘) Überzeugungen, Hoffnungen oder einem Vertrauen in Personen oder ‚Sachen‘. Auch wird uns beschäftigen, ob es rational ist, sich zu wünschen, nicht irgendwann unwiederbringlich tot zu sein, stattdessen ewig zu leben – eine für viele Religionen ja zentrale Vorstellung. Ferner möchten wir über den Status von Religion in sogenannten postsäkularen Gesellschaften nachdenken: Sind religiöse Traditionen zu überwindende Restbestände aus vormodernen Zeiten oder haben sie, auch für aufgeklärte Zeitgenoss:innen, noch ein semantisches und humanitäres Potenzial, das sich zu erschließen lohnt?
Indem wir diesen (und verwandten) Überlegungssträngen gemeinsam nachgehen, möchten wir in der Beantwortung der Leitfrage vorankommen, wie es um die Rationalität religiösen Glaubens bestellt ist. Wir hoffen, dass uns dabei auch die interdisziplinäre Seminarstruktur helfen wird – Philosophie und Theologie also voneinander lernen werden.
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.
Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
[Si] Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (AfK-Nr.: 407/408)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine 1953 postum veröffentlichten "Philosophische Untersuchungen" beeindrucken nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern vor allem auch durch ihre spezifische Darstellungsform. Der dialogische Duktus und die Art der Verknüpfung von Beispiel und Argumentation lassen die Untersuchungen weniger als systematische Lehre erscheinen, denn als Vollzug philosophischer Tätigkeit. Wittgensteins Schreiben demonstriert Philosophie als Praxis, d.h. als ein klärendes Arbeiten an unseren Begriffen.
Im Seminar werden wir zentrale Passagen der Philosophischen Untersuchungen gemeinsam sorgfältig lesen und interpretieren. Ziel ist es, die argumentative Struktur des Textes nachzuvollziehen und seine methodischen wie systematischen Implikationen kritisch zu diskutieren.
Konzentrieren werden wir uns auf folgende Stellen:
§ 1, (Einleitung)
§§ 2–32, Sprachspiele, hinweisende Definition
§§ 65–88, Familienähnlichkeit
§§ 143–155, Regelfolgen I
§§ 184-211, Regelfolgen II
§§ 243–280, Privatsprache I
§§ 281-315, Privatsprache II
§§ 316-262, Denken
§§ 363–397, Vorstellen
§§ 398–427, Welt des Inneren
§§ 611–663, Wollen und Absicht
§§ 503–517; 663–693, Meinen
Der Text ist online zugänglich über das Wittgenstein-Projekt:
https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Philosophische_Untersuchungen
Alternativ zur Anschaffung:
L. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen. Herausgegeben auf der Grundlage der kritisch-genetischen Edition von J. Schulte, Frankfurt am Main 2025.
[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament (AfK-Nr.: 180)
Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.
BA-LAS-FDW-02 Wissensformen ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Information und Repräsentation: Zu den Grundlagen der Kognitionswissenschaften (AfK-Nr.: 405/406)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:30 - 19:30 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Den Kognitionswissenschaften liegt eine repräsentationale Theorie des Geistes zugrunde: Kognition besteht im Manipulieren von Repräsentationen. Wahrnehmen, Denken, Planen oder Entscheiden erscheinen als Operationen über interne Zustände, die etwas repräsentieren. Doch was genau sind solche Repräsentationen? Wodurch zeichnen sie sich aus? Welche explanatorische Rolle spielen sie? Und wie verhält sich der Begriff der Repräsentation zu anderen Begriffen – etwa dem der Information?
Das Seminar bietet eine systematische Einführung in Theorien mentaler Repräsentation. Ausgangspunkt sind klassische Versuche, Repräsentationen über Informationsbeziehungen oder nomologische Abhängigkeiten zu erklären, sowie funktionalistische Ansätze, die das Problem der Fehlrepräsentation adressieren: Wie kann ein Zustand repräsentational sein, obwohl das von ihm Repräsentierte nicht der Fall ist?
Darauf aufbauend werden deflationäre und revisionäre Positionen diskutiert, die den explanatorischen Wert des Repräsentationsbegriffs bestreiten oder neu bestimmen, sowie neuere, gegenwärtig einflussreiche Positionen.
Ziel des Seminars ist eine kritische Neubewertung des Repräsentationsbegriffs:
Ist Repräsentation ein unverzichtbarer Grundbegriff der Kognitionswissenschaft – oder ein theoretisches Konstrukt, dessen explanatorischer Mehrwert neu zu bestimmen ist?
Stil des Seminars: Das Seminar ist textbasiert und diskussionsorientiert aufgebaut; im Zentrum stehen die präzise, gemeinsame Rekonstruktion und kritische Analyse von Positionen und Argumenten. Gelegentliche Gruppenarbeiten bereiten die Diskussion vor oder vertiefen sie; in Kurzpräsentationen rekonstruieren und sichern Studierende den erreichten Argumentationsstand. Den Abschluss bilden eigenständige, analytisch-argumentativ ausgerichtete Präsentationen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
[Si] Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (AfK-Nr.: 407/408)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine 1953 postum veröffentlichten "Philosophische Untersuchungen" beeindrucken nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern vor allem auch durch ihre spezifische Darstellungsform. Der dialogische Duktus und die Art der Verknüpfung von Beispiel und Argumentation lassen die Untersuchungen weniger als systematische Lehre erscheinen, denn als Vollzug philosophischer Tätigkeit. Wittgensteins Schreiben demonstriert Philosophie als Praxis, d.h. als ein klärendes Arbeiten an unseren Begriffen.
Im Seminar werden wir zentrale Passagen der Philosophischen Untersuchungen gemeinsam sorgfältig lesen und interpretieren. Ziel ist es, die argumentative Struktur des Textes nachzuvollziehen und seine methodischen wie systematischen Implikationen kritisch zu diskutieren.
Konzentrieren werden wir uns auf folgende Stellen:
§ 1, (Einleitung)
§§ 2–32, Sprachspiele, hinweisende Definition
§§ 65–88, Familienähnlichkeit
§§ 143–155, Regelfolgen I
§§ 184-211, Regelfolgen II
§§ 243–280, Privatsprache I
§§ 281-315, Privatsprache II
§§ 316-262, Denken
§§ 363–397, Vorstellen
§§ 398–427, Welt des Inneren
§§ 611–663, Wollen und Absicht
§§ 503–517; 663–693, Meinen
Der Text ist online zugänglich über das Wittgenstein-Projekt:
https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Philosophische_Untersuchungen
Alternativ zur Anschaffung:
L. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen. Herausgegeben auf der Grundlage der kritisch-genetischen Edition von J. Schulte, Frankfurt am Main 2025.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Information und Repräsentation: Zu den Grundlagen der Kognitionswissenschaften (AfK-Nr.: 405/406)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:30 - 19:30 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Den Kognitionswissenschaften liegt eine repräsentationale Theorie des Geistes zugrunde: Kognition besteht im Manipulieren von Repräsentationen. Wahrnehmen, Denken, Planen oder Entscheiden erscheinen als Operationen über interne Zustände, die etwas repräsentieren. Doch was genau sind solche Repräsentationen? Wodurch zeichnen sie sich aus? Welche explanatorische Rolle spielen sie? Und wie verhält sich der Begriff der Repräsentation zu anderen Begriffen – etwa dem der Information?
Das Seminar bietet eine systematische Einführung in Theorien mentaler Repräsentation. Ausgangspunkt sind klassische Versuche, Repräsentationen über Informationsbeziehungen oder nomologische Abhängigkeiten zu erklären, sowie funktionalistische Ansätze, die das Problem der Fehlrepräsentation adressieren: Wie kann ein Zustand repräsentational sein, obwohl das von ihm Repräsentierte nicht der Fall ist?
Darauf aufbauend werden deflationäre und revisionäre Positionen diskutiert, die den explanatorischen Wert des Repräsentationsbegriffs bestreiten oder neu bestimmen, sowie neuere, gegenwärtig einflussreiche Positionen.
Ziel des Seminars ist eine kritische Neubewertung des Repräsentationsbegriffs:
Ist Repräsentation ein unverzichtbarer Grundbegriff der Kognitionswissenschaft – oder ein theoretisches Konstrukt, dessen explanatorischer Mehrwert neu zu bestimmen ist?
Stil des Seminars: Das Seminar ist textbasiert und diskussionsorientiert aufgebaut; im Zentrum stehen die präzise, gemeinsame Rekonstruktion und kritische Analyse von Positionen und Argumenten. Gelegentliche Gruppenarbeiten bereiten die Diskussion vor oder vertiefen sie; in Kurzpräsentationen rekonstruieren und sichern Studierende den erreichten Argumentationsstand. Den Abschluss bilden eigenständige, analytisch-argumentativ ausgerichtete Präsentationen.
[Si] Interreligiöses Lernen: Theologische Schlüsselthemen und ihre religionspädagogischen Reflexionen (Systematische Theologie)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 215 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
Das Seminar geht den Fragen zur generellen Notwendigkeit interreligiösen Lernens und den damit verbundenen Aufgaben und Zielen sowie Möglichkeiten und Grenzen im schulischen Religions- wie Ethikunterricht nach. Dabei werden sowohl Grundlagen als auch pädagogische Perspektiven unter islamisch-theologischen und christlich-theologischen Gesichtspunkten erörtert. Anhand elementarer theologischer Themen sollen zentrale Konvergenzen und Differenzen zwischen Islam und Christentum herausgearbeitet werden. Es wird sich zeigen, dass interreligiöses und interkulturelles Lernen nicht nur notwendige Anliegen islamischen und christlichen Religionsunterrichts sowie der Schulkultur insgesamt darstellen, sondern Schlüsselkompetenzen in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft sind. Literatur: - K. Amirpur u.a. (Hg.), Perspektiven dialogischer Theologie. Offenheit in den Religionen und eine Hermeneutik des interreligiösen Dialogs, Münster-New York 2016. - R. Heinzmann u.a. (Hg.), Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam, 2 Bde., Freiburg 2016. - A. Kreutzer u.a. (Hg.), Vielfalt zeigen. Religion, Konfession und Kultur in Vermittlung. FS F.-J. Bäumer, Ostfildern 2019. - A. Kreutzer/Y. Sarikaya, Theory an Practice in Interreligious Exchange. Experiences and Reflections of a University Seminar on Christian-Muslim Dialogue, in: S. Pruchniewicz/Y. Sarikaya (Hg.), Interdisciplinary Contributions to Interreligious and Intercultural Teacher Education. The Impact of IMPACCT, Baden Baden 2025, 85-108 - M. Kraml/Z. Sejdini (Hg.), Interreligiöse Bildungsprozesse. Empirische Einblicke in Schul- und Hochschulkontexte, Stuttgart 2018. - C. P. Sajak, Interreligiöses Lernen, Darmstadt 2018. - Y. Sarikaya/F.-J. Bäumer (Hg.), Aufbruch zu neuen Ufern. Aufgaben, Problemlagen und Profile einer Islamischen Religionspädagogik im europäischen Kontext, Münster u.a. 2017.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Vl] Politische Theologien
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Religion und Politik stehen in einen komplexen Verhältnis. Einerseits können sich besonders fundamentalistische Formen von Religion desktruktiv auf soziale Gemeinwesen auswirken und sogar den Rechtsstaat gefährden. Andererseits leisten Religionen wichtige Beiträge zum sozialen Zusammenhalt und für eine demokratische Kultur. In der christlichen Theologie wird, insbesondere seit den 1960er-Jahren, über die Verstrickung des Glaubens in Politik und Gesellschaft nachgedacht. Die Vorlesung stellt zentrale Ansätze einer solch politischen Theologie vor, wie etwa die sogenannte Neue Politische Theologie, die Befreiungstheologie, die Feministische Theologie oder Postkoloniale Theologien. Zugleich wird politisch-theologisch auf Anwendungsfelder reflektiert: auf die ökologische Frage, Herausforderungen der multikulturellen Gesellschaft oder Vorstellungen einer gerechten Wirtschaft. Damit werden Themen behandelt, die im Religions- und Ethikunterricht, aber ebenso im gesellschaftlichen Engagement eine zentrale Rolle spielen. Gestaltet wird die Vorlesung im Hybridformat, in Kooperation des Frankfurter Sozialethikers Bernhard Emunds und des Gießener Systematischen Theologen Ansgar Kreutzer.
Literatur zum Überblick:
L. Bormann/A. Kreutzer (Hg.). Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen, Freiburg 2025
[Si] Religion und Vernunft (für Studierende der Katholischen Theologie: Systematische Theologie) (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“, meinte einst Wilhelm Busch. Das dürfte überzogen sein. Gleichwohl ist es eine offene Frage, ob und inwiefern ein religiöser Glaube, insbesondere der Glaube an einen (monotheistischen) Gott, rational ist, es also gute Gründe für einen solchen Glauben gibt. Genau dieser Frage möchten wir in dem Seminar nachgehen. Naturgemäß fächert sich eine solch gewichtige Frage in viele schwierige Teilfragen und Probleme auf, von denen wir zumindest einige behandeln werden. So werden wir uns etwa eine kleine Auswahl an einflussreichen Motiven und Argumenten für den Glauben an Gott vornehmen und zu prüfen versuchen – darunter auch den einen oder anderen sogenannten ‚Gottesbeweis‘. Auch sollen natürlich Argumente gegen die Rationalität des Glaubens zu Wort kommen – vor allem das notorische Theodizeeproblem: also das Problem, dass die Annahme, es gebe einen allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gott, angesichts des unermesslichen Leids in unserer Welt eigentlich absurd anmutet.
Wir werden im Seminar allerdings auch noch einen Schritt zurücktreten und ganz grundsätzlich danach fragen, was ein religiöser Glaube genauer ist – im Unterschied zu verwandten geistigen Zuständen, etwa (‚herkömmlichen‘) Überzeugungen, Hoffnungen oder einem Vertrauen in Personen oder ‚Sachen‘. Auch wird uns beschäftigen, ob es rational ist, sich zu wünschen, nicht irgendwann unwiederbringlich tot zu sein, stattdessen ewig zu leben – eine für viele Religionen ja zentrale Vorstellung. Ferner möchten wir über den Status von Religion in sogenannten postsäkularen Gesellschaften nachdenken: Sind religiöse Traditionen zu überwindende Restbestände aus vormodernen Zeiten oder haben sie, auch für aufgeklärte Zeitgenoss:innen, noch ein semantisches und humanitäres Potenzial, das sich zu erschließen lohnt?
Indem wir diesen (und verwandten) Überlegungssträngen gemeinsam nachgehen, möchten wir in der Beantwortung der Leitfrage vorankommen, wie es um die Rationalität religiösen Glaubens bestellt ist. Wir hoffen, dass uns dabei auch die interdisziplinäre Seminarstruktur helfen wird – Philosophie und Theologie also voneinander lernen werden.
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
[Si] Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (AfK-Nr.: 407/408)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Seine 1953 postum veröffentlichten "Philosophische Untersuchungen" beeindrucken nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern vor allem auch durch ihre spezifische Darstellungsform. Der dialogische Duktus und die Art der Verknüpfung von Beispiel und Argumentation lassen die Untersuchungen weniger als systematische Lehre erscheinen, denn als Vollzug philosophischer Tätigkeit. Wittgensteins Schreiben demonstriert Philosophie als Praxis, d.h. als ein klärendes Arbeiten an unseren Begriffen.
Im Seminar werden wir zentrale Passagen der Philosophischen Untersuchungen gemeinsam sorgfältig lesen und interpretieren. Ziel ist es, die argumentative Struktur des Textes nachzuvollziehen und seine methodischen wie systematischen Implikationen kritisch zu diskutieren.
Konzentrieren werden wir uns auf folgende Stellen:
§ 1, (Einleitung)
§§ 2–32, Sprachspiele, hinweisende Definition
§§ 65–88, Familienähnlichkeit
§§ 143–155, Regelfolgen I
§§ 184-211, Regelfolgen II
§§ 243–280, Privatsprache I
§§ 281-315, Privatsprache II
§§ 316-262, Denken
§§ 363–397, Vorstellen
§§ 398–427, Welt des Inneren
§§ 611–663, Wollen und Absicht
§§ 503–517; 663–693, Meinen
Der Text ist online zugänglich über das Wittgenstein-Projekt:
https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Philosophische_Untersuchungen
Alternativ zur Anschaffung:
L. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen. Herausgegeben auf der Grundlage der kritisch-genetischen Edition von J. Schulte, Frankfurt am Main 2025.
[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament (AfK-Nr.: 180)
Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.
BA-LAS-FDW-03 Kontexte des Wissens ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[P Si] Die deutsche Besatzungspolitik im Zweiten Weltkrieg im östlichen Europa. Ausbeutung, slavische „Untermenschen“ und Shoah
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
PS Die deutsche Besatzungspolitik im Zweiten Weltkrieg im östlichen Europa. Ausbeutung, slavische „Untermenschen“ und Shoah
Die deutsche Besatzungspolitik im östlichen Europa im Zweiten Weltkrieg ist bis heute ein fachwissenschaftliches, fachdidaktisches und geschichtspolitisches Schwerpunktthema. Das Proseminar möchte in das Thema einführen und sich sowohl mit der deutschen Judenverfolgung wie auch mit der deutschen Ausbeutungspolitik gegenüber den slawischen Bevölkerungen (sog. „slawische Untermenschen“) beschäftigen.
Die Lehrveranstaltung wendet sich an Studienanfänger, insbesondere an Lehramtsstudierende, da das Thema eine erhebliche Relevanz im schulischen Geschichtsunterricht besitzt. Anhand von einzelnen Quellen können Themen erarbeitet und das eigene Wissen vertieft werden.
Zur Einführung
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (VEJ). 16. Bände München 2008-2021.
Stephan Lehnstaedt, Okkupation im Osten. Besatzeralltag in Warschau und Minsk 1939–1944. München 2010.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Kirche ohne Moral – Skandale in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament (AfK-Nr.: 180)
Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.
BA-LAS-FDW-04 Wissen schaffen ⇑
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007
[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.
BA-LAS-FDW-05 Wissen bewahren ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Ü] Geschichte online erforschen – Ein gemeinsamer Guide zur Digitalen Geschichte am Beispiel Polens
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie erforsche ich eine Region, deren Sprache ich nicht (gut) beherrsche? Wie finde ich digitale Quellen in einem mir unbekannten Archivsystem? Und wie können KI-Tools und Methoden der Digital History dabei helfen – oder auch Probleme erzeugen?
Die Lehrveranstaltung nutzt Polen als Beispiel, um zu erforschen, wie man sich mithilfe von digitalen und KI-Tools neue Geschichtsregionen erschließen kann - und welche Fallstricke das aber auch bergen kann. Wir erarbeiten uns gemeinsam das methodische Handwerkszeug zur digitalen Quellenkritik, der Recherche in digitalen Archiven und Bibliothekskatalogen, dem Umgang mit Mehrsprachigkeit (Polnisch, Russisch, Deutsch, Jiddisch), dem Einsatz und der kritischen Bewertung von KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionswerkzeugen und reflektieren über Chancen, Grenzen und ethische Fragen digitaler Methoden in den Geschichtswissenschaften.
Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erarbeitung eines digitalen Quellenguides zur Geschichte Polens nach dem Vorbild der Regionenguides auf Clio-online. Dieser soll anschließend auch dort veröffentlicht werden. Die Übung ist workshopartig angelegt, enthält praktische Übungsphasen (u. a. zu OCR, Handschriftenerkennung und KI-Übersetzungen) und mündet in einem kollaborativ erarbeiteten Text.
Vorkenntnisse des Polnischen sind nicht erforderlich, willkommen, falls vorhanden. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich kritisch mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen und kollaborativ zu arbeiten.
Die Übung findet in der Regel freitags zwischen 10-12 statt, gelegentlich werden zwei wöchentliche Sitzungen zu einer vierstündigen, zweiwöchentlichen zusammengelegt. Vorläufig sehen die Sitzungstermine aus wie folgt (Änderungen vorbehalten)
17.04: 10-12
24.04: 10-12
05.05: Reflexionsworkshop KI mit dem Historischen Institut [Zeit und Raum tba]
08.05: 10-12
22.05: 10-14
29.05: 10-12
19.06: 10-14
03.07: 10-14
17.07: 10-12
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Ü] Mediengeschichte und Druckmedien in der Frühen Neuzeit: Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen und Journale
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, F 009 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 009 | ||
Der Übung führt in zentrale Formen der gedruckten Öffentlichkeit zwischen 1500 und 1800 ein. Im Mittelpunkt stehen Druckmedien als historische Quellengattung und als Träger politischer, religiöser, sozialer und kultureller Kommunikation. Anhand ausgewählter Beispiele werden die medialen Eigenlogiken von Flugblatt, Flugschrift, Messrelation, Zeitung, Almanach und gelehrtem Journal analysiert sowie ihre Produktionsbedingungen, Distributionswege und Rezeptionskontexte untersucht. Der Kurs verbindet medienhistorische Theorie – insbesondere Ansätze der deutschen Mediengeschichtsschreibung – mit intensiver Quellenarbeit.
In praktischen Übungen lernen die Studierenden, frühneuzeitliche Drucke quellenkritisch zu erschließen, typologisch einzuordnen und in ihren historischen Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden Recherchekompetenzen im Umgang mit Bibliothekskatalogen, digitalen Sammlungen und fachspezifischen Datenbanken vermittelt. Ziel ist es, medienhistorische Fragestellungen mit Quellenanalyse zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis frühneuzeitlicher Medienlandschaft zu entwickeln.
Empfohlene Literatur zum Kurs:
Arndt, Johannes, und Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600 - 1750). (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 75). Göttingen 2010.
Wilke, Jürgen: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. 2. Auflage. Köln 2008.
Würgler, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte 85). München 2009.
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
BA-LAS-FDW-06 Wissen, Öffentlichkeit, Gesellschaft ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Hannah Arendts Politische Philosophie (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Hannah Arendts Gedanken zählen zu den einflussreichsten der zeitgenössischen politischen Theorie. Zumindest drei ihrer Werke hatten enormen Einfluss auf verschiedene intellektuelle Kreise. The Origins of Totalitarianism (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft) (1951) ist eine Studie über die Grundeigenschaften Wesen und den historischen Hintergrund totalitärer Phänomene wie des nationalsozialistischen und des stalinistischen Regimes. The Human Condition (Vita Activa oder Vom tätigen Leben) (1958) ist eine philosophische Untersuchung, die sich mit den grundlegenden Kategorien des Arbeitens, Herstellens, und Handelns befasst. Und Eichmann in Jerusalem (1963) analysiert den Prozess gegen einen Nazi-Täter und prägt dabei den viel diskutierten Begriff der „Banalität des Bösen“. Neben diesen wichtigen Werken veröffentlichte Arendt mehrere einflussreiche Essays zu Themen wie der Revolution, Freiheit, Autorität, Gewalt, den Menschenrechten und nicht zuletzt der Urteilskraft. In diesem einführenden Seminar werden wir die wichtigsten Aspekte von Arendts politischem Denken aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch diskutieren.!
[Si] John Rawls, der Liberalismus und seine Gegner (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Was heißt es, eine Liberale zu sein? Zumindest in öffentlichen Debatten wird das nicht selten übersetzt mit einer grenzenlos-naiven Befürwortung wirtschaftlicher Freifahrt und rücksichtsloser Eigenverantwortung. Doch ist das alles, was der Liberalismus zu bieten hat?
Keineswegs! Nicht nur blickt ›der Liberalismus‹ auf eine reichhaltige Ideengeschichte zurück, vor allem aber hat sich aus der Diskussion um ihn die wohl lebhafteste und vielgestaltigste Debatte der politischen Philosophie nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Protagonist dieser Debatte ist John Rawls, der mit seinem Monumental-Werk »Eine Theorie der Gerechtigkeit« in den 1970er Jahren die totgeglaubte analytische, politische Philosophie wiederbelebte.
In diesem Seminar wollen wir Rawls politischen Liberalismus kennenlernen, der viel weniger dem entspricht, was heutzutage häufig unter ›liberal‹ verstanden wird. Stattdessen finden wir vielfältige Gedanken zu Umverteilung, Fairness, Chancengleichheit, Rücksicht, Toleranz und Generationsgerechtigkeit. Gleichwohl waren Rawls Ideen nicht unumstritten und bieten vielfach berechtigten Anlass zur Kritik. Auch wir wollen im Seminar diesen Kritiken aus verschiedensten Richtungen nachgehen, darunter dem Feminismus, Libertarismus und Kommunitarismus (z.B. Nussbaum, Shklar, Walzer, Kittay, Sandel u.v.m.).
Dass sich der Liberalismus in einer vielbeschworenen ›Krise‹ befinden würde und dass sich sein öffentliches Bild zunehmend verschlechtert hat, bietet uns also Anlass, einen genaueren und abwägenden Blick auf John Rawls, den Liberalismus und seine Gegner zu werfen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
[Si] Reality TV als Thema der Ethik!? (AfK-Nr.: 411/412)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Gil wird Dschungelkönig 2026, Alex bespuckt eine Verführerin bei Temptation Island, Walentina mobbt eine Mitkandidatin – das sind nur drei Beispiele aus dem Reality TV, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Schon von Beginn an wurden ethische Bedenken hinsichtlich derartiger Shows vorgebracht, die in den letzten 1-2 Jahren immer lauter wurden.
Die akademische Ethik beschäftigt sich aber nur am Rande mit diesen Bedenken. Traditionell gibt es zwei (ethische) Kritiklinien am Unterhaltungsfernsehen allgemein, die sich auch auf Reality TV anwenden lassen: Nach der sogenannten „rechten These“ sind diese Shows problematisch, weil sie einen Sittenverfall nach sich ziehen. Der Gedanke ist, dass sich das, was im TV gezeigt wird, direkt auf die Zuschauer*innen auswirkt. Wird etwa Gewalt gezeigt, wirkt das enthemmend und kann wiederum Gewalt beim Publikum fördern. Nach der „linken These“ sind Unterhaltungsformate negativ zu betrachten, weil sie die tatsächlichen gesellschaftlichen Umstände unserer Welt verschleiern. Hierhinter steckt folgender Gedanke: Wer sich von Reality TV ablenken lässt, geht nicht in den Widerstand gegen ungerechte Systeme. Aus beiden Thesen lassen sich sicherlich wichtige Kritikpunkte ableiten. Um die Vielschichtigkeit von Reality TV auf allen Ebenen (Produktion, Showkonzept, Schnitt, Darsteller*innen, Zuschauer*innen etc.) zu greifen, braucht es aber mehr.
Im Seminar werden wir uns daher dem Phänomen Reality TV auf verschiedene Weise nähern. Im ersten Schritt werden wir einschlägige Texte zur ethischen Debatte um Reality TV lesen. Im Anschluss diskutieren wir mit Texten aus verwandten Debatten ausgewählte Themen, die in Bezug auf Reality TV-Formate diskutiert werden, z.B. Objektifizierung, Instrumentalisierung oder Boykott. Im dritten Schritt gehen Sie in Projektgruppen zusammen und suchen sich ein konkretes Beispiel aus dem Reality TV-Bereich aus, das Sie mithilfe des erarbeiteten theoretischen Fundaments ethisch analysieren. Aus dieser Analyse entwickeln Sie kleine Social Media-Projekte (TikToks, Instagram-Beiträge etc.), die dann Teil der Prüfungsleistung sind.
WICHTIG: Das Seminar bedarf im Semester sehr viel mehr Arbeit als ein reguläres Seminar, dafür aber weniger Arbeit in der vorlesungsfreien Zeit. Es erfordert eine regelmäßige Lektüre der Texte sowie eine selbstständige Mitarbeit in Kleingruppen. Der Großteil der Texte ist ausschließlich in englischer Sprache vorhanden.
Das Passwort zum Kurs wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
[Si/P] Selbstbestimmte Lehre: Respekt
Block mit Exkursion im September
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr | Phil 2, Haus E, Raum 002 | |
| nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: Phil 2, Haus E, Raum 002 | ||

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Seminare der „Selbstbestimmten Lehre“ erfordern ein hohes Maß an Engagement, Reflektion und Motivation, eigen Seminarinhalte sowie Strukturen zu entwickeln. Daher wird an dieser Stelle nicht näher auf konkrete Inhalte eingegangen. Wir treffen uns, diskutieren und entscheiden gemeinsam, wie wir das Seminar zum Thema Respekt gestalten. Nur ein Hinweis/Vorschlag: es gibt ein neues Büchlein von Byung Chun Han zum Thema Respekt, dass ich gerne gemeinsam mit euch lesen würde. Alles Weitere in den ersten Sitzungen – das kann nur mit eurer Beteiligung gelingen.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Hannah Arendts Politische Philosophie (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 | ||
Hannah Arendts Gedanken zählen zu den einflussreichsten der zeitgenössischen politischen Theorie. Zumindest drei ihrer Werke hatten enormen Einfluss auf verschiedene intellektuelle Kreise. The Origins of Totalitarianism (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft) (1951) ist eine Studie über die Grundeigenschaften Wesen und den historischen Hintergrund totalitärer Phänomene wie des nationalsozialistischen und des stalinistischen Regimes. The Human Condition (Vita Activa oder Vom tätigen Leben) (1958) ist eine philosophische Untersuchung, die sich mit den grundlegenden Kategorien des Arbeitens, Herstellens, und Handelns befasst. Und Eichmann in Jerusalem (1963) analysiert den Prozess gegen einen Nazi-Täter und prägt dabei den viel diskutierten Begriff der „Banalität des Bösen“. Neben diesen wichtigen Werken veröffentlichte Arendt mehrere einflussreiche Essays zu Themen wie der Revolution, Freiheit, Autorität, Gewalt, den Menschenrechten und nicht zuletzt der Urteilskraft. In diesem einführenden Seminar werden wir die wichtigsten Aspekte von Arendts politischem Denken aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch diskutieren.!
[Si] John Rawls, der Liberalismus und seine Gegner (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Was heißt es, eine Liberale zu sein? Zumindest in öffentlichen Debatten wird das nicht selten übersetzt mit einer grenzenlos-naiven Befürwortung wirtschaftlicher Freifahrt und rücksichtsloser Eigenverantwortung. Doch ist das alles, was der Liberalismus zu bieten hat?
Keineswegs! Nicht nur blickt ›der Liberalismus‹ auf eine reichhaltige Ideengeschichte zurück, vor allem aber hat sich aus der Diskussion um ihn die wohl lebhafteste und vielgestaltigste Debatte der politischen Philosophie nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Protagonist dieser Debatte ist John Rawls, der mit seinem Monumental-Werk »Eine Theorie der Gerechtigkeit« in den 1970er Jahren die totgeglaubte analytische, politische Philosophie wiederbelebte.
In diesem Seminar wollen wir Rawls politischen Liberalismus kennenlernen, der viel weniger dem entspricht, was heutzutage häufig unter ›liberal‹ verstanden wird. Stattdessen finden wir vielfältige Gedanken zu Umverteilung, Fairness, Chancengleichheit, Rücksicht, Toleranz und Generationsgerechtigkeit. Gleichwohl waren Rawls Ideen nicht unumstritten und bieten vielfach berechtigten Anlass zur Kritik. Auch wir wollen im Seminar diesen Kritiken aus verschiedensten Richtungen nachgehen, darunter dem Feminismus, Libertarismus und Kommunitarismus (z.B. Nussbaum, Shklar, Walzer, Kittay, Sandel u.v.m.).
Dass sich der Liberalismus in einer vielbeschworenen ›Krise‹ befinden würde und dass sich sein öffentliches Bild zunehmend verschlechtert hat, bietet uns also Anlass, einen genaueren und abwägenden Blick auf John Rawls, den Liberalismus und seine Gegner zu werfen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Kirche ohne Moral – Skandale in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Ex Sem] Orte der Demokratiegeschichte in Hessen
Wir brauchen gar nicht weit zu gehen, um auf Demokratieorte in Hessen zu stoßen. In Gießen haben wir den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager. Aber nicht nur das, es gibt auch eine ausführliche 1848-Geschichte in Gießen. Und nicht zuletzt wurde hier Wilhelm Liebknecht vor 200 Jahren geboren, der Begründer der Sozialdemokratie. Auf der Exkursion werden wir uns also ausführlich mit Gießen befassen und die Demokratieorte aufsuchen. Wir fahren aber auch nach Frankfurt und schauen uns die Paulskirche an. Auf einer konzeptionellen Ebene diskutieren wir darüber hinaus, was Erinnerungsorte sind und was sie uns heute noch sagen. Retten wir die Demokratie, indem wir ihrer gedenken?
Literatur zur Einführung
Étienne François, Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bde, München 2008
[Si] Philosophie und Rassismus (AfK-Nr.: 409/410)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 107 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 107 | ||
Welche Rolle spielen philosophische Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“, bei der Ausformung und Perpetuierung von Rassismus sowie im Antirassismus? Das Seminar behandelt diese Fragen sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Ansätze von Kants Rassentheorie bis hin zu aktuellen kritisch-philosophischen Theorien von Race (u. a. Charles Mills und Sally Haslanger) sowie Theorien des Antisemitismus. Ziel des Seminars ist eine fundierte Einführung in die philosophischen Debatten um (Anti-)Rassismus.
Die im Rahmen des Collegium Giessenum („Rassismus“) stattfindenden Vorträge sind Teil der Seminarsitzungen."
[Vl] Politische Theologien
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209 | ||
Religion und Politik stehen in einen komplexen Verhältnis. Einerseits können sich besonders fundamentalistische Formen von Religion desktruktiv auf soziale Gemeinwesen auswirken und sogar den Rechtsstaat gefährden. Andererseits leisten Religionen wichtige Beiträge zum sozialen Zusammenhalt und für eine demokratische Kultur. In der christlichen Theologie wird, insbesondere seit den 1960er-Jahren, über die Verstrickung des Glaubens in Politik und Gesellschaft nachgedacht. Die Vorlesung stellt zentrale Ansätze einer solch politischen Theologie vor, wie etwa die sogenannte Neue Politische Theologie, die Befreiungstheologie, die Feministische Theologie oder Postkoloniale Theologien. Zugleich wird politisch-theologisch auf Anwendungsfelder reflektiert: auf die ökologische Frage, Herausforderungen der multikulturellen Gesellschaft oder Vorstellungen einer gerechten Wirtschaft. Damit werden Themen behandelt, die im Religions- und Ethikunterricht, aber ebenso im gesellschaftlichen Engagement eine zentrale Rolle spielen. Gestaltet wird die Vorlesung im Hybridformat, in Kooperation des Frankfurter Sozialethikers Bernhard Emunds und des Gießener Systematischen Theologen Ansgar Kreutzer.
Literatur zum Überblick:
L. Bormann/A. Kreutzer (Hg.). Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen, Freiburg 2025
[Si] Queering Politik/Wissenschaft: Konzepte, Theorien und Debatten
[Si] Reality TV als Thema der Ethik!? (AfK-Nr.: 411/412)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Gil wird Dschungelkönig 2026, Alex bespuckt eine Verführerin bei Temptation Island, Walentina mobbt eine Mitkandidatin – das sind nur drei Beispiele aus dem Reality TV, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Schon von Beginn an wurden ethische Bedenken hinsichtlich derartiger Shows vorgebracht, die in den letzten 1-2 Jahren immer lauter wurden.
Die akademische Ethik beschäftigt sich aber nur am Rande mit diesen Bedenken. Traditionell gibt es zwei (ethische) Kritiklinien am Unterhaltungsfernsehen allgemein, die sich auch auf Reality TV anwenden lassen: Nach der sogenannten „rechten These“ sind diese Shows problematisch, weil sie einen Sittenverfall nach sich ziehen. Der Gedanke ist, dass sich das, was im TV gezeigt wird, direkt auf die Zuschauer*innen auswirkt. Wird etwa Gewalt gezeigt, wirkt das enthemmend und kann wiederum Gewalt beim Publikum fördern. Nach der „linken These“ sind Unterhaltungsformate negativ zu betrachten, weil sie die tatsächlichen gesellschaftlichen Umstände unserer Welt verschleiern. Hierhinter steckt folgender Gedanke: Wer sich von Reality TV ablenken lässt, geht nicht in den Widerstand gegen ungerechte Systeme. Aus beiden Thesen lassen sich sicherlich wichtige Kritikpunkte ableiten. Um die Vielschichtigkeit von Reality TV auf allen Ebenen (Produktion, Showkonzept, Schnitt, Darsteller*innen, Zuschauer*innen etc.) zu greifen, braucht es aber mehr.
Im Seminar werden wir uns daher dem Phänomen Reality TV auf verschiedene Weise nähern. Im ersten Schritt werden wir einschlägige Texte zur ethischen Debatte um Reality TV lesen. Im Anschluss diskutieren wir mit Texten aus verwandten Debatten ausgewählte Themen, die in Bezug auf Reality TV-Formate diskutiert werden, z.B. Objektifizierung, Instrumentalisierung oder Boykott. Im dritten Schritt gehen Sie in Projektgruppen zusammen und suchen sich ein konkretes Beispiel aus dem Reality TV-Bereich aus, das Sie mithilfe des erarbeiteten theoretischen Fundaments ethisch analysieren. Aus dieser Analyse entwickeln Sie kleine Social Media-Projekte (TikToks, Instagram-Beiträge etc.), die dann Teil der Prüfungsleistung sind.
WICHTIG: Das Seminar bedarf im Semester sehr viel mehr Arbeit als ein reguläres Seminar, dafür aber weniger Arbeit in der vorlesungsfreien Zeit. Es erfordert eine regelmäßige Lektüre der Texte sowie eine selbstständige Mitarbeit in Kleingruppen. Der Großteil der Texte ist ausschließlich in englischer Sprache vorhanden.
Das Passwort zum Kurs wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si/P] Selbstbestimmte Lehre: Respekt
Block mit Exkursion im September
| regelmäßiger Termin ab 28.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 19:00 Uhr | Phil 2, Haus E, Raum 002 | |
| nächster Termin: 28.04.2026 Uhr, Raum: Phil 2, Haus E, Raum 002 | ||

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Seminare der „Selbstbestimmten Lehre“ erfordern ein hohes Maß an Engagement, Reflektion und Motivation, eigen Seminarinhalte sowie Strukturen zu entwickeln. Daher wird an dieser Stelle nicht näher auf konkrete Inhalte eingegangen. Wir treffen uns, diskutieren und entscheiden gemeinsam, wie wir das Seminar zum Thema Respekt gestalten. Nur ein Hinweis/Vorschlag: es gibt ein neues Büchlein von Byung Chun Han zum Thema Respekt, dass ich gerne gemeinsam mit euch lesen würde. Alles Weitere in den ersten Sitzungen – das kann nur mit eurer Beteiligung gelingen.
[H Si] The Concepts of Freedom in Eastern Europe, 19th-21st Century
| regelmäßiger Termin ab 05.06.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 05.06.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
[Si] Zwischen männlichen Jungfrauen und gebärenden Vätern - Männlichkeiten im Neuen Testament (AfK-Nr.: 180)
Gott, Christus, Apostel, Propheten, Brüder und andere Figuren im Neuen Testament werden durch Artikel und Personalpronomina männlich konnotiert. Sind sie daher auch als „männlich“ zu verstehen? Was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Wie werden Männlichkeiten in den unterschiedlichen Schriften jeweils entworfen und wie können sie verstanden werden? Diese Fragen stellen sich an vielen Stellen: Wenn z.B. Paulus die Gemeinde in Korinth aufruft, „mannhaft“ zu sein (1 Kor 16,13), wenn er sich selbst als Mutter oder Amme der Gemeinde darstellt (1 Kor 3,2; Gal 4,19; 1 Thess 2,7), oder wenn es in der Johannes-Offenbarung von den Gerechten heißt, dass „sie sich nicht mit Frauen befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen“ (Offb 14,3). Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen: Wie Männlichkeiten zu verstehen sind, versteht sich im Neuen Testament ebenso wie in seinen antiken Kontexten nicht von selbst und wird in einer großen Vielfalt an Ausdrücken und Bildern inszeniert. Auch ist das Verstehen dieser Konzepte an theoretische Prämissen und hermeneutische Entscheidungen geknüpft und kann entsprechend unterschiedlich ausfallen.
Die Textbetrachtungen werden wir mit theoretischen Ansätzen der kritischen Geschlechter- und Männlichkeitsforschung korrelieren. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse über Männlichkeit, die sich auf das Neue Testament berufen, und reflektieren kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse, welche Verständnispotenziale die Texte über traditionelle Lesarten hinaus aufweisen.
Literatur zur Einführung:
Pichler, Josef/Winkler, Mathias (Hg.): Die Bibel und ihre Mannsbilder. Männlichkeiten neu entdeckt, Stuttgart 2025.
Scholz, Sylka: Männlichkeitsforschung (UTB), Tübingen 2025.
Smit, Peter-Ben/Pasterkamp, Laura (Hg.): Masculinities in the New Testament and Beyond. Collected Essays, Taylor & Francis 2025.
BA-LAS-FDW-07 Wissen, Institutionen, Strukturen ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Dealing with conflict and polarisation in times of crisis
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustr. 10, 103 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, 103 | ||
"Conflict is an inherent part of pluralistic societies. Wherever groups of people with different interests, opinions and identities come together, conflict is likely to arise. That is not per se a problem. On the contrary, conflict can fulfil important societal and democratic functions: It can strengthen group integration, spark social change and is part and parcel of a healthy democracy.
In these times of multiple, overlapping crises, however, societal conflict only seems to intensify: Debates are growing increasingly heated, positions appear irreconcilable, and citizens from different social and political groups start seeing each other in terms of “us” versus “them”. This raises the question of how to deal with such group-based conflict in democracy and society.
In this seminar, we take a closer look at the dynamics behind different types of conflict and explore how to deal with its more harmful variants. In the first part of the seminar, we study both classic theories of conflict and some contemporary applications, for example in the context of growing (affective) polarisation. In the second part, we then discuss different approaches to coping with conflict in democracy and society, drawing on perspectives from political theory, sociology, and social psychology. "
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] John Rawls, der Liberalismus und seine Gegner (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Was heißt es, eine Liberale zu sein? Zumindest in öffentlichen Debatten wird das nicht selten übersetzt mit einer grenzenlos-naiven Befürwortung wirtschaftlicher Freifahrt und rücksichtsloser Eigenverantwortung. Doch ist das alles, was der Liberalismus zu bieten hat?
Keineswegs! Nicht nur blickt ›der Liberalismus‹ auf eine reichhaltige Ideengeschichte zurück, vor allem aber hat sich aus der Diskussion um ihn die wohl lebhafteste und vielgestaltigste Debatte der politischen Philosophie nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Protagonist dieser Debatte ist John Rawls, der mit seinem Monumental-Werk »Eine Theorie der Gerechtigkeit« in den 1970er Jahren die totgeglaubte analytische, politische Philosophie wiederbelebte.
In diesem Seminar wollen wir Rawls politischen Liberalismus kennenlernen, der viel weniger dem entspricht, was heutzutage häufig unter ›liberal‹ verstanden wird. Stattdessen finden wir vielfältige Gedanken zu Umverteilung, Fairness, Chancengleichheit, Rücksicht, Toleranz und Generationsgerechtigkeit. Gleichwohl waren Rawls Ideen nicht unumstritten und bieten vielfach berechtigten Anlass zur Kritik. Auch wir wollen im Seminar diesen Kritiken aus verschiedensten Richtungen nachgehen, darunter dem Feminismus, Libertarismus und Kommunitarismus (z.B. Nussbaum, Shklar, Walzer, Kittay, Sandel u.v.m.).
Dass sich der Liberalismus in einer vielbeschworenen ›Krise‹ befinden würde und dass sich sein öffentliches Bild zunehmend verschlechtert hat, bietet uns also Anlass, einen genaueren und abwägenden Blick auf John Rawls, den Liberalismus und seine Gegner zu werfen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Dealing with conflict and polarisation in times of crisis
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustr. 10, 103 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustr. 10, 103 | ||
"Conflict is an inherent part of pluralistic societies. Wherever groups of people with different interests, opinions and identities come together, conflict is likely to arise. That is not per se a problem. On the contrary, conflict can fulfil important societal and democratic functions: It can strengthen group integration, spark social change and is part and parcel of a healthy democracy.
In these times of multiple, overlapping crises, however, societal conflict only seems to intensify: Debates are growing increasingly heated, positions appear irreconcilable, and citizens from different social and political groups start seeing each other in terms of “us” versus “them”. This raises the question of how to deal with such group-based conflict in democracy and society.
In this seminar, we take a closer look at the dynamics behind different types of conflict and explore how to deal with its more harmful variants. In the first part of the seminar, we study both classic theories of conflict and some contemporary applications, for example in the context of growing (affective) polarisation. In the second part, we then discuss different approaches to coping with conflict in democracy and society, drawing on perspectives from political theory, sociology, and social psychology. "
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] John Rawls, der Liberalismus und seine Gegner (AfK-Nr.: 413/414)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 117 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117 | ||
Was heißt es, eine Liberale zu sein? Zumindest in öffentlichen Debatten wird das nicht selten übersetzt mit einer grenzenlos-naiven Befürwortung wirtschaftlicher Freifahrt und rücksichtsloser Eigenverantwortung. Doch ist das alles, was der Liberalismus zu bieten hat?
Keineswegs! Nicht nur blickt ›der Liberalismus‹ auf eine reichhaltige Ideengeschichte zurück, vor allem aber hat sich aus der Diskussion um ihn die wohl lebhafteste und vielgestaltigste Debatte der politischen Philosophie nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Protagonist dieser Debatte ist John Rawls, der mit seinem Monumental-Werk »Eine Theorie der Gerechtigkeit« in den 1970er Jahren die totgeglaubte analytische, politische Philosophie wiederbelebte.
In diesem Seminar wollen wir Rawls politischen Liberalismus kennenlernen, der viel weniger dem entspricht, was heutzutage häufig unter ›liberal‹ verstanden wird. Stattdessen finden wir vielfältige Gedanken zu Umverteilung, Fairness, Chancengleichheit, Rücksicht, Toleranz und Generationsgerechtigkeit. Gleichwohl waren Rawls Ideen nicht unumstritten und bieten vielfach berechtigten Anlass zur Kritik. Auch wir wollen im Seminar diesen Kritiken aus verschiedensten Richtungen nachgehen, darunter dem Feminismus, Libertarismus und Kommunitarismus (z.B. Nussbaum, Shklar, Walzer, Kittay, Sandel u.v.m.).
Dass sich der Liberalismus in einer vielbeschworenen ›Krise‹ befinden würde und dass sich sein öffentliches Bild zunehmend verschlechtert hat, bietet uns also Anlass, einen genaueren und abwägenden Blick auf John Rawls, den Liberalismus und seine Gegner zu werfen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Kirche ohne Moral – Skandale in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Religion bilden – Bildung in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.
[Ü] Visuelle Botschaften im Hosentaschenformat: Münzen als archäologische Objekte (Analyse und Vermittlung) (AfK-Nr.: 638)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 025 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 025 | ||
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
BA-LAS-FDW-08 Wissen, Kritik, Wissenschaft ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Was ist Eigentum?
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 113 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 113 | ||
»Hey, das ist mein Fahrrad!«
»Was soll das heißen ›mein‹? Hast du es gebaut? Fährst du gerade damit? Ich hab‘ keine Ahnung, was Du da redest, das ist einfach ein Fahrrad.«
Wenn wir uns auch nur einen Moment ernsthaft vorstellen, in sozialen Zusammenhängen zu leben, in denen Eigentum kein etabliertes und wirksames Konzept ist, dann merken wir, wie grundlegend diese Kategorie für unsere Selbstsituierung ist. Man stelle sich nur für einen Moment vor, es ginge nicht um ein Fahrrad, sondern den eigenen Körper.
Auch politik- und ideengeschichtlich ist das Recht auf Privateigentum ein kontroverser Gegenstand. Im zweiten Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der französischen Nationalversammlung von 1789 steht: »Das Ziel jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unveräußerlichen Menschenrechte. Diese Rechte sind Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung.« Zugleich ist unübersehbar, dass die Frage, wem was gehören sollte, viele der erbitterten Kämpfe unserer Zeit bestimmt.
Im Seminar wollen wir der Frage nachgehen, was die Relation des Eigentums grundlegend ausmacht und welche Ressourcen zu seiner Rechtfertigung in Stellung gebracht werden.
Dazu wollen wir uns insbesondere mit Überlegungen auseinandersetzen, wie sie von Locke, Kant und Hegel angestellt wurden.
Literatur (zur Vorbereitung):
Barbara Arneil (1996): »John Locke and America: The Defence of English Colonialism« Oxford University Press. Insbesondere Kapitel 6.
Jacob Blumenfeld (2025): »The Concept of Property in Kant, Fichte, and Hegel. Freedom, Right, and Recognition« Oxford University Press.
Crawford Brough Macpherson (1951): »Locke on Capitalist Appropiation« In: The Western Political Quarterly, Vol. 4, Nr. 4, S. 550-566.
Crawford Brough MacPherson (1962): »Die politische Theorie des Besitzindividualismus. Von Hobbes bis Locke.« Suhrkamp Wissenschaft, 1990. Kapitel 5 ist eine ausführlichere Version des eben genannten Papers.
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | ||
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliche Praktiken aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten in den Wissenschaften besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Auch werden wir uns ganz grundsätzlich fragen, worin wissenschaftliche Rationalität und gute wissenschaftliche Praxis besteht - etwa indem wir uns über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften Gedanken machen. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften (vor allem in den Lebenswissenschaften) stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Kirche ohne Moral – Skandale in der Christentumsgeschichte (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[P Si] Von Jona bis Judit: Kleine Erzählungen im Alten Testament
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Das Proseminar dient dazu, die mit der Einführung in die Methoden der Exegese vorgestellten Analyseinstrumente auf kleinere Schriften des Alten Testaments anzuwenden. Die Auseinandersetzung mit diesen Texten bietet zugleich die Gelegenheit, einzelne für die Wirkungsgeschichte bedeutsame biblische Erzählfiguren kennenzulernen: Rut und ihre Schwiegermutter Noomi zählen zu den starken Frauen des Alten Testaments. Ester spielt schon wegen des Purim-Festes eine zentrale Rolle für die Resilienz des jüdischen Volkes. Judith faszinierte nicht nur Gustav Klimt, und der ins Meer geworfene Jona fehlt in kaum einer Kinderbibel.
Literatur zum Einstieg: Thomas Hieke/Benedict Schöning, Methoden alttestamentlicher Exegese. Methoden alttestamentlicher Exegese (Theologie kompakt), Darmstadt 2017; Siegfried Kreuzer et al., Proseminar Altes Testament. Ein Arbeitsbuch, Stuttgart 3. Aufl. 2019 (1999); Helmut
[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.
Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009
[Si] Was ist Eigentum?
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 113 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 113 | ||
»Hey, das ist mein Fahrrad!«
»Was soll das heißen ›mein‹? Hast du es gebaut? Fährst du gerade damit? Ich hab‘ keine Ahnung, was Du da redest, das ist einfach ein Fahrrad.«
Wenn wir uns auch nur einen Moment ernsthaft vorstellen, in sozialen Zusammenhängen zu leben, in denen Eigentum kein etabliertes und wirksames Konzept ist, dann merken wir, wie grundlegend diese Kategorie für unsere Selbstsituierung ist. Man stelle sich nur für einen Moment vor, es ginge nicht um ein Fahrrad, sondern den eigenen Körper.
Auch politik- und ideengeschichtlich ist das Recht auf Privateigentum ein kontroverser Gegenstand. Im zweiten Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der französischen Nationalversammlung von 1789 steht: »Das Ziel jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unveräußerlichen Menschenrechte. Diese Rechte sind Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung.« Zugleich ist unübersehbar, dass die Frage, wem was gehören sollte, viele der erbitterten Kämpfe unserer Zeit bestimmt.
Im Seminar wollen wir der Frage nachgehen, was die Relation des Eigentums grundlegend ausmacht und welche Ressourcen zu seiner Rechtfertigung in Stellung gebracht werden.
Dazu wollen wir uns insbesondere mit Überlegungen auseinandersetzen, wie sie von Locke, Kant und Hegel angestellt wurden.
Literatur (zur Vorbereitung):
Barbara Arneil (1996): »John Locke and America: The Defence of English Colonialism« Oxford University Press. Insbesondere Kapitel 6.
Jacob Blumenfeld (2025): »The Concept of Property in Kant, Fichte, and Hegel. Freedom, Right, and Recognition« Oxford University Press.
Crawford Brough Macpherson (1951): »Locke on Capitalist Appropiation« In: The Western Political Quarterly, Vol. 4, Nr. 4, S. 550-566.
Crawford Brough MacPherson (1962): »Die politische Theorie des Besitzindividualismus. Von Hobbes bis Locke.« Suhrkamp Wissenschaft, 1990. Kapitel 5 ist eine ausführlichere Version des eben genannten Papers.
[Si] Was ist Philosophie? (AfK-Nr.: 403/404)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 013 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 013 | ||
Was ist eigentlich Philosophie? Was ist der Gegenstand, mit dem sich Philosoph:innen beschäftigen und wie tun sie das? Und kann man das lernen?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Seminar „Was ist Philosophie?“ Zunächst beschäftigen wir uns mit „klassischen“ Texten aus der Antike und Moderne (Aristoteles, Bacon, Descartes, Kant etc.). Anschließend stellen wir uns die Frage, welche Kompetenzen braucht man eigentlich, um Philosoph:in zu sein? Hierzu werden Texte aus dem 20. Jahrhundert bearbeitet, die über eine Krise der Philosophie sprechen (Adorno, Lübbe), aber auch „populärwissenschaftliche“ Medienbeiträge über Philosophie. Außerdem werden wir uns damit beschäftigen, warum man in Einführungen zur (Geschichte der) Philosophie fast ausschließlich Männer bespricht. Zuletzt werden auch Studien- & Modulordnungen sowie Lehrpläne diskutiert werden.
Das Seminar wird sich auf eine „westliche“ Perspektive auf Philosophie beschränken müssen. Textgrundlage für die Seminardiskussion sind meist philosophische Texte, aber auch andere Medienbeiträge. Vor- und Nachbereitung sowie eine aktive Seminarteilnahme sind obligatorisch. Teilweise werden englische Texte gelesen.
BA-LAS-FDW-09 Bachelor-Thesis ⇑
Arbeitsplan aufstellen, Diskussion ⇑
Praktische Ausführung des Arbeitsplans mit Aufarbeitung der Ergebnisse ⇑
Fach-Track: Perspektiven der Künste ⇑
BA-LAS-PDK-1 Grundlagen der Ästhetik 1: Ästhetische Erfahrungen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.
Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?
Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.
Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
******
A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Ukraine digital - Literarisches Lernen mit aktueller KJL im handlungs- und produktionsorientierten Deutsch (Lektüreseminar)
Blocktag am 08.04.2026 von 9:00 - 13:00 Uhr.
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 08.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt daher theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext zu den folgenden Werken die obligatorisch für das Seminar zu lesen sind:
„Und die Welt, sie fliegt hoch“ Sarah Jäger (2024)
„Wolf“ Saša Stanišić (2023)
„Pembo“ Ayşe Bosse (2021)
„Himmelwärts“ Karin Köhler (2021)
Im Fokus stehen die Analyse von literarischen Texten, Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
Bitte beachten Sie hierbei die geänderten Seminartermine, die u.a. eine Blockveranstaltung sowie eine Lesung an einem Mittwochabend (voraussichtlich der 22.4.) enthalten.
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
[Si] Vom Text zum Leser - Grundlagen der Rezeptionsästhetik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Für die Literaturdidaktik ist die Frage, was eigentlich beim Lesen literarischer Texte in unseren Köpfen geschieht bzw. idealerweise geschehen sollte, von größter Bedeutung. Lesen wir nur, was im Text oder in der Intention seiner Autorin angelegt ist, was geben wir dazu? Welche Rolle spielen Wissen, Vorstellungskraft und Phantasie bei der Lektüre? Was könnte in dieser Hinsicht ‚gute‘ Lektüren literarischer Texte von weniger guten unterscheiden?
Mit all diesen Fragen beschäftigt sich seit dem Ende der 1960er Jahre in grundlegender Weise die sogenannte ‚Rezeptionsästhetik‘ (in Deutschland begründet von Wolfgang Iser und Hans Robert Jauß), in deren Folge die Beschäftigung mit dem Vorgang des Lesens eine starke Aufwertung erfahren hat. Im Seminar sollen Auszüge aus Grundlagentexten der Rezeptionsästhetik gelesen und besprochen werden. Leitend soll dabei die Frage sein, welche Schlussfolgerungen sich aus rezeptionsästhetischen Einsichten und Thesen für die Förderung literarischen Lesens ziehen lassen.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bibelepik aus weiblicher Feder: Frau Ava und ihre Werke
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Mit Frau Ava tritt erstmals eine namentlich bekannte Autorin der deutschsprachigen Literatur in Erscheinung. Ihre Bibelepik verbindet geistliche Lehre mit erzählerischer Anschaulichkeit, auch in dem sie bisher unbekannte Motive in ihre Erzählungen einfügt. Dabei treten Fragen nach Autor*innenschaft, Geschlecht, Frömmigkeit und Vermittlung von Wissen in den Vordergrund.
Das Seminar widmet sich der Bibelepik aus weiblicher Feder und nimmt Frau Avas Werk als Ausgangspunkt, um mittelalterliche Vorstellungen von Autorität, Spiritualität und Erzählpraxis zu untersuchen. In textnahen Analysen werden wir diskutieren, wie biblische Stoffe um 1100 neu geordnet, interpretiert und für ein volkssprachliches Publikum aufbereitet werden. Neben narratologischen Fragen (Figurengestaltung, Erzählinstanz, Perspektive) stehen auch medien- und kulturhistorische Aspekte im Fokus: Welche Rolle spielt das Geschlecht der Autorin? Wie positioniert sich Ava zwischen Gelehrsamkeit und Laienfrömmigkeit? Und wie funktioniert Bibelepik als religiöse Wissensvermittlung?
Durch die Verbindung von textnaher Interpretation und ausgewählter Forschungsliteratur soll sowohl die Besonderheit von Frau Avas Werk als auch ein Ausblick auf die Bibelepik erarbeitet werden.
Hinweise zur Teilnahme: Die Bereitschaft, sich auch mit mittelhochdeutschen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt. Die benötigte Literatur wird zur Verfügung gestellt.
[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: digital | ||
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Ukraine digital - Literarisches Lernen mit aktueller KJL im handlungs- und produktionsorientierten Deutsch (Lektüreseminar)
Blocktag am 08.04.2026 von 9:00 - 13:00 Uhr.
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 08.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt daher theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext zu den folgenden Werken die obligatorisch für das Seminar zu lesen sind:
„Und die Welt, sie fliegt hoch“ Sarah Jäger (2024)
„Wolf“ Saša Stanišić (2023)
„Pembo“ Ayşe Bosse (2021)
„Himmelwärts“ Karin Köhler (2021)
Im Fokus stehen die Analyse von literarischen Texten, Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
Bitte beachten Sie hierbei die geänderten Seminartermine, die u.a. eine Blockveranstaltung sowie eine Lesung an einem Mittwochabend (voraussichtlich der 22.4.) enthalten.
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
[Si] Vom Text zum Leser - Grundlagen der Rezeptionsästhetik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Für die Literaturdidaktik ist die Frage, was eigentlich beim Lesen literarischer Texte in unseren Köpfen geschieht bzw. idealerweise geschehen sollte, von größter Bedeutung. Lesen wir nur, was im Text oder in der Intention seiner Autorin angelegt ist, was geben wir dazu? Welche Rolle spielen Wissen, Vorstellungskraft und Phantasie bei der Lektüre? Was könnte in dieser Hinsicht ‚gute‘ Lektüren literarischer Texte von weniger guten unterscheiden?
Mit all diesen Fragen beschäftigt sich seit dem Ende der 1960er Jahre in grundlegender Weise die sogenannte ‚Rezeptionsästhetik‘ (in Deutschland begründet von Wolfgang Iser und Hans Robert Jauß), in deren Folge die Beschäftigung mit dem Vorgang des Lesens eine starke Aufwertung erfahren hat. Im Seminar sollen Auszüge aus Grundlagentexten der Rezeptionsästhetik gelesen und besprochen werden. Leitend soll dabei die Frage sein, welche Schlussfolgerungen sich aus rezeptionsästhetischen Einsichten und Thesen für die Förderung literarischen Lesens ziehen lassen.
BA-LAS-PDK-2 Grundlagen der Ästhetik 2: Methodische Grundfragen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Vl] Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Sprachforschung. Wie lassen sich sprachliche Phänomene untersuchen?
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Woran lässt sich Textkompetenz festmachen? Wie nehmen Menschen Dialekte wahr? Wer gendert und welche sprachlichen Praktiken werden dabei bevorzugt genutzt? Gehen die Rechtschreibfertigkeiten von Schüler:innen zurück? Was sind typisch jugendsprachliche Ausdrücke? Diese Fragen berühren auf unterschiedliche Weise sprachliche Phänomene. Häufig haben wir Alltagstheorien oder auch Stereotype zum Sprachgebrauch von Menschen im Kopf, z.B. Jugendliche können nicht mehr richtig schreiben, weil sie nur noch soziale Medien nutzen, oder: Jugendsprache ist ein Anzeichen von Sprachverfall. Das Seminar fragt nach Ansätzen und Methoden, wie man 'Sprachfragen' systematisch auf den Grund und wissenschaftlich untersuchen kann. Das Seminar funktioniert als Forschungswerkstatt: Sie bringen Sprachfragen mit und wir überlegen gemeinsam, wie sich solche Fragen sinnvoll erforschen lassen. Im Kern steht die Vermitttlung und Diskussion von Sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Methoden und ihre konkrete Erprobung in kleineren Studienprojekten.
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Im Mittelpunkt stehen die Fragen,
- was unter sprachlicher, kognitiver, kommunikativer und kultureller Perspektive unter Texten verstanden werden soll,
- welche Bedeutung der Textbegriff für a) die Schule und b) außerschulische Kontexte hat und
- welchem Wandel er mit Blick auf multimodale, medien- und domänenspezifische Entwicklungen unterliegt.
Der exemplarische Anwendungsfall sind "Multimodale Texte in der Stadt".
Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, Teams über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Vl] Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) | ||
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Sprachforschung. Wie lassen sich sprachliche Phänomene untersuchen?
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Woran lässt sich Textkompetenz festmachen? Wie nehmen Menschen Dialekte wahr? Wer gendert und welche sprachlichen Praktiken werden dabei bevorzugt genutzt? Gehen die Rechtschreibfertigkeiten von Schüler:innen zurück? Was sind typisch jugendsprachliche Ausdrücke? Diese Fragen berühren auf unterschiedliche Weise sprachliche Phänomene. Häufig haben wir Alltagstheorien oder auch Stereotype zum Sprachgebrauch von Menschen im Kopf, z.B. Jugendliche können nicht mehr richtig schreiben, weil sie nur noch soziale Medien nutzen, oder: Jugendsprache ist ein Anzeichen von Sprachverfall. Das Seminar fragt nach Ansätzen und Methoden, wie man 'Sprachfragen' systematisch auf den Grund und wissenschaftlich untersuchen kann. Das Seminar funktioniert als Forschungswerkstatt: Sie bringen Sprachfragen mit und wir überlegen gemeinsam, wie sich solche Fragen sinnvoll erforschen lassen. Im Kern steht die Vermitttlung und Diskussion von Sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Methoden und ihre konkrete Erprobung in kleineren Studienprojekten.
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Im Mittelpunkt stehen die Fragen,
- was unter sprachlicher, kognitiver, kommunikativer und kultureller Perspektive unter Texten verstanden werden soll,
- welche Bedeutung der Textbegriff für a) die Schule und b) außerschulische Kontexte hat und
- welchem Wandel er mit Blick auf multimodale, medien- und domänenspezifische Entwicklungen unterliegt.
Der exemplarische Anwendungsfall sind "Multimodale Texte in der Stadt".
Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, Teams über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
BA-LAS-PDK-3 Funktionen der Künste in Geschichte u. Gegenwart 1: Historische Perspektiven ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Vl] Kultur- und Mediengeschichte der populären Musik, 1890-1930
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema: Die Vorlesung führt in die populären Musikformen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein. Besondere Berücksichtigung finden mediale und kulturelle Zusammenhänge in Nordamerika und Europa. Einen Schwerpunkt bilden das Aufkommen und die Verbreitung von bspw. Ragtime, Jazz, Kabarett/Musiktheater-Songs, Country und Blues (sowie der allgemeine Aufstieg von „Black Music“ im globalen Norden). Dieser wird verzahnt mit dem zweiten Schwerpunkt, der sich auf die Performancepraktiken und Ökonomie in Inszenierungsformaten des Musiktheaters (Vaudeville, Musical Comedies, Cabaret, Revuen) und technische Medien (Tonträger, Player Pianos, frühes Radio und früher Tonfilm) richtet. Exkurse in den globalen Süden erfolgen anhand einzelner Beispiele. Ziel ist es, die Geschichte populärer Musik im Kontext der damaligen Entstehung einer modernen Unterhaltungsindustrie, Freizeit- und Massenkultur zu begreifen und gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Hegemonien in Bezug auf die klangliche und visuelle Inszenierung von Identitäten und Körpern (Race, Gender, Queerness, Class) zu durchleuchten, was durch einzelne Songbeispiele und Filmausschnitte geschehen wird.
2. Literatur:
Abbott, Lynn & Seroff, Doug 2007: Ragged but Right. Black Traveling Shows, „Coon Songs,“ and the Dark Pathway to Blues and Jazz. Jackson: University of Mississippi. Brooks, Tim 2005: Lost Sounds. Blacks and the Birth of the Recording Industry 1890-1919. Urbana: University of Illinois. Brown, Jayna 2008: Babylon Girls. Black Women Performers and the Shaping of the Modern. Durham: Duke University Press. Chude-Sokei, Louis. 2006. The Last „Darky“. Bert Williams, Black-on-Black Minstrelsy, and the African Diaspora. Durham: Duke University Press. Dolan, Brian. 2009. Inventing Entertainment. The Player Piano and the Origins of an American Musical Industry. Lanham: Rowman & Littlefield. Erenberg, Lewis A. 1981. Steppin' Out. New York Nightlife and the Transformation of American Culture, 1890-1930. Westport: Greenwood. Hamm, Charles. 1997. Irving Berlin. Songs from the Melting Pot. The Formative Years, 1907-1914. New York, Oxford: Oxford University Press. Kenney, William Howland. 1999. Recorded Music in American Life. The Phonograph and Popular Memory, 1890-1945. New York: Oxford University Press. Kibler, M. Alison 1999: Rank Ladies. Gender and Cultural Hierarchy in American Vaudeville. Chapell Hill: University of North Carolina Press. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Lotz, Rainer E. 1997. Black People. Entertainers of African Descent in Europe, and Germany. Bonn: Birgit Lotz Verlag. Millard, Andre. 2005. America on Record. A History of Recorded Sound. Cambridge: Cambridge University Press. Milner, Greg. 2009. Perfecting Sound Forever. The Story of Recorded Music. London: Granta. Schmidt Horning, Susan. 2013. Chasing Sound: Technology, Culture, and the Art of Studio Recording from Edison to the LP. Baltimore: Johns Hopkins University Press. Starr, Larry & Waterman, Christopher. 2003. American Popular Music. From Minstrelsy to MTV. New York: Oxford University Press. Suisman, David. 2009. Selling Sounds. The Commercial Revolution in American Music. Cambridge: Harvard University Press. Tawa, Nicholas E. 1990. The Way to Tin Pan Alley. American Popular Song, 1866-1910. New York: Schirmer Books. Wipplinger, Jonathan O. 2017. The Jazz Republic. Music, Race, and American Culture in Weimar Germany. Ann Arbor: University of Michigan Press.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Leistungsschein: bestandene Klausur
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.
[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 2/GBS | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS | ||
In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Choreography and Lines
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 2/GBS | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS | ||
In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.
[Si] Lyrik und Poetik des Realismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Die Epoche des literarischen Realismus ist vor allem für ihre Erzählungen und Romane von Theodor Fontane, Gottfried Keller oder Theodor Storm bekannt. Das Seminar lädt dazu ein, auch die nicht weniger interessante Lyrik dieser Epoche „nach dem Ende der Kunstperiode“ (Heinrich Heine) und einige ihrer wichtigsten Themen und Motive kennenzulernen, mit denen Politik, Geschichte, aber auch Natur und zwischenmenschliche Beziehungen auf eine neue Weise literarisch dargestellt werden. Behandelt werden sollen Gedichte u.a. von Heinrich Heine, Annette von Droste Hülshoff, Eduard Mörike, Theodor Fontane, Theodor Storm und Wilhelm Busch. Gewichtet nach den Interessen der Teilnehmenden stehen auch poetologische Grundlagentexte des Realismus auf dem Seminarprogramm.
Zur Einführung empfohlen: Dirk von Petersdorff, Geschichte der deutschen Lyrik, München 2008 (bes. S. 68-80). Dieter Burdorf, Geschichte der deutschen Lyrik. Einführung und Interpretationen, 2. Auflage, Stuttgart 2023 (Kap. 6) [Zugriff: https://justfind.hds.hebis.de/Record/HEB512818436].
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
[Si] Utopischer Expressionismus
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Vl] Kultur- und Mediengeschichte der populären Musik, 1890-1930
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema: Die Vorlesung führt in die populären Musikformen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein. Besondere Berücksichtigung finden mediale und kulturelle Zusammenhänge in Nordamerika und Europa. Einen Schwerpunkt bilden das Aufkommen und die Verbreitung von bspw. Ragtime, Jazz, Kabarett/Musiktheater-Songs, Country und Blues (sowie der allgemeine Aufstieg von „Black Music“ im globalen Norden). Dieser wird verzahnt mit dem zweiten Schwerpunkt, der sich auf die Performancepraktiken und Ökonomie in Inszenierungsformaten des Musiktheaters (Vaudeville, Musical Comedies, Cabaret, Revuen) und technische Medien (Tonträger, Player Pianos, frühes Radio und früher Tonfilm) richtet. Exkurse in den globalen Süden erfolgen anhand einzelner Beispiele. Ziel ist es, die Geschichte populärer Musik im Kontext der damaligen Entstehung einer modernen Unterhaltungsindustrie, Freizeit- und Massenkultur zu begreifen und gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Hegemonien in Bezug auf die klangliche und visuelle Inszenierung von Identitäten und Körpern (Race, Gender, Queerness, Class) zu durchleuchten, was durch einzelne Songbeispiele und Filmausschnitte geschehen wird.
2. Literatur:
Abbott, Lynn & Seroff, Doug 2007: Ragged but Right. Black Traveling Shows, „Coon Songs,“ and the Dark Pathway to Blues and Jazz. Jackson: University of Mississippi. Brooks, Tim 2005: Lost Sounds. Blacks and the Birth of the Recording Industry 1890-1919. Urbana: University of Illinois. Brown, Jayna 2008: Babylon Girls. Black Women Performers and the Shaping of the Modern. Durham: Duke University Press. Chude-Sokei, Louis. 2006. The Last „Darky“. Bert Williams, Black-on-Black Minstrelsy, and the African Diaspora. Durham: Duke University Press. Dolan, Brian. 2009. Inventing Entertainment. The Player Piano and the Origins of an American Musical Industry. Lanham: Rowman & Littlefield. Erenberg, Lewis A. 1981. Steppin' Out. New York Nightlife and the Transformation of American Culture, 1890-1930. Westport: Greenwood. Hamm, Charles. 1997. Irving Berlin. Songs from the Melting Pot. The Formative Years, 1907-1914. New York, Oxford: Oxford University Press. Kenney, William Howland. 1999. Recorded Music in American Life. The Phonograph and Popular Memory, 1890-1945. New York: Oxford University Press. Kibler, M. Alison 1999: Rank Ladies. Gender and Cultural Hierarchy in American Vaudeville. Chapell Hill: University of North Carolina Press. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Lotz, Rainer E. 1997. Black People. Entertainers of African Descent in Europe, and Germany. Bonn: Birgit Lotz Verlag. Millard, Andre. 2005. America on Record. A History of Recorded Sound. Cambridge: Cambridge University Press. Milner, Greg. 2009. Perfecting Sound Forever. The Story of Recorded Music. London: Granta. Schmidt Horning, Susan. 2013. Chasing Sound: Technology, Culture, and the Art of Studio Recording from Edison to the LP. Baltimore: Johns Hopkins University Press. Starr, Larry & Waterman, Christopher. 2003. American Popular Music. From Minstrelsy to MTV. New York: Oxford University Press. Suisman, David. 2009. Selling Sounds. The Commercial Revolution in American Music. Cambridge: Harvard University Press. Tawa, Nicholas E. 1990. The Way to Tin Pan Alley. American Popular Song, 1866-1910. New York: Schirmer Books. Wipplinger, Jonathan O. 2017. The Jazz Republic. Music, Race, and American Culture in Weimar Germany. Ann Arbor: University of Michigan Press.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, Leistungsschein: bestandene Klausur
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Ästhetisierung des Krieges oder eine andere Form der Liebe? Mittelalterliche Kreuzzugslyrik
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Muss ein Ritter, der den Schutz der Kirche und der Frauen geschworen hat, einem Aufruf zum Kreuzzug folgen und mit kriegerischen Mitteln den Pilgerweg nach Jerusalem offen halten? Sollte er nicht eher bei seiner Geliebten oder seiner Ehefrau bleiben und sie, ebenso wie das eigene Land beschützen? Solche Fragen, ebenso wie die Frage, wie grausam oder heroisch, wie sinnvoll oder vergeblich, wie kirchentreu oder unchristlich ein religiös motivierter Krieg ist, werden in der Lyrik des 12.-14. Jahrhunderts in immer neuen Variationen diskutiert. Das Seminar behandelt eine Auswahl von mittelhochdeutschen Kreuzzugsliedern und stellt sie neben Kreuzzugspredigten und -berichte, um das Spezifische dieser Textsorte, das weit über das Inhaltliche hinausgeht, zu fassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung von Männlichkeit und von zwischengeschlechtlicher Liebe im Kontext des Religionskriegs.
[Si] Baroque Restaged: Power, Spectacle, Bodies
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 2/GBS | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS | ||
In the seminar we examine how the historical period of the Baroque can be engaged today from the perspective of contemporary performance. The Baroque marks a crucial constellation at the beginning of modernity, in which absolute power, colonial expansion, religious authority, and emerging global economies became inseparable from theatrical representation, spectacle, and the staging of images. What makes the Baroque interesting to revisit is the way its aesthetic and theatrical logics continue to structure contemporary political spectacle and open new ways of rethinking performance.
Baroque theatre and dance worked with excess, illusion, ornament, and affective intensity, treating bodies, spaces, and images as unstable and continuously transforming. At the centre of Baroque presentation stands the body, with its ambivalent and complex function: both a spectacular surface and a mortal, vulnerable, decaying, and potentially subversive material. The Baroque also makes visible how performance operates as a political technology. Power was staged through images, ceremonies, scenographies, and carefully choreographed appearances. This logic has not disappeared, but has become more complex. It returns in contemporary media politics, digital spectacle, and the choreographies of crisis, as well as in current technological regimes, including artificial intelligence and automated image production. Revisiting the Baroque allows us to understand how bodies, affects, and images are still organized through theatrical strategies of seduction, persuasion, and control, but also how they find ways to resist and disturb spectacular discipline.
At the same time, Baroque aesthetics are inseparable from colonial, gendered, and hierarchical histories. Ornament, splendour, and theatrical excess were supported by extraction, exclusion, and violence. Approaching the Baroque from feminist and postcolonial perspectives therefore means working critically with its forms, exposing their contradictions and unresolved tensions.
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Choreography and Lines
| regelmäßiger Termin ab 21.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Di. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 2/GBS | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2/GBS | ||
In this seminar, we explore choreography through the question of lines. We ask what walking, weaving, storytelling, singing, drawing, writing, and choreographing have in common, not metaphorically, but as material, historical, and political practices that shape movement in space and time.
Drawing on anthropologist Tim Ingold’s idea that human practices proceed along lines, we approach lines as traces of movement, labor, discipline, care, and control. In choreography, lines are not neutral pathways or aesthetic devices. They structure how bodies move, where they are allowed to go, how they are trained, and how movement is remembered or erased. Lines do not simply connect, they order. They produce repetition and hierarchy, and they carry histories of gendered labor, colonial extraction, institutional training, and aesthetic normativity.
From this perspective, choreography is not only the composition of movement, but a technology of inscription. Bodies are written through training, correction, repetition, notation, and documentation. Writing is therefore not external to choreography, and choreography is not separate from writing. Both operate through selection, framing, and erasure. Text is not merely commentary on movement, it is one of its material conditions.
To make this relation concrete, we focus on text and textile practices, drawing on feminist approaches to writing. Weaving, stitching, knotting, and mending are forms of writing with matter. A feminist and postcolonial perspective allows us to ask whose lines become visible, whose remain hidden, and whose are actively erased. Which movements are recognized as choreography, and which remain categorized as craft, ritual, or work. Which bodies are allowed to trace lines in public space, and which are policed or disciplined.
[Si] Lyrik und Poetik des Realismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Die Epoche des literarischen Realismus ist vor allem für ihre Erzählungen und Romane von Theodor Fontane, Gottfried Keller oder Theodor Storm bekannt. Das Seminar lädt dazu ein, auch die nicht weniger interessante Lyrik dieser Epoche „nach dem Ende der Kunstperiode“ (Heinrich Heine) und einige ihrer wichtigsten Themen und Motive kennenzulernen, mit denen Politik, Geschichte, aber auch Natur und zwischenmenschliche Beziehungen auf eine neue Weise literarisch dargestellt werden. Behandelt werden sollen Gedichte u.a. von Heinrich Heine, Annette von Droste Hülshoff, Eduard Mörike, Theodor Fontane, Theodor Storm und Wilhelm Busch. Gewichtet nach den Interessen der Teilnehmenden stehen auch poetologische Grundlagentexte des Realismus auf dem Seminarprogramm.
Zur Einführung empfohlen: Dirk von Petersdorff, Geschichte der deutschen Lyrik, München 2008 (bes. S. 68-80). Dieter Burdorf, Geschichte der deutschen Lyrik. Einführung und Interpretationen, 2. Auflage, Stuttgart 2023 (Kap. 6) [Zugriff: https://justfind.hds.hebis.de/Record/HEB512818436].
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
[Si] Utopischer Expressionismus
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
„Menschheitsdämmerung“ heißt die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik, die Kurt Pinthus 1919 als ihr Zeitgenosse zusammenstellt. Der suggestive Titel weist auf eine Zukunft voraus, die ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sowohl Ausdruck einer globalen Katastrophe sein kann als auch die Vision einer neuen besseren Welt und Menschheit impliziert. Fritz Langs monumentaler Film „Metropolis“ (1927) nach dem gleichnamigen Roman Thea von Harbous (1925) ist ein weiteres Beispiel für die äußerst ambivalente, aber auch faszinierte (und faszinierende) Zukunftsorientierung der gesellschaftlich sehr engagierten expressionistischen Kunst. Diesem utopischen Potential der expressionistischen Jahrzehnte am Beginn des 20. Jahrhunderts will das Seminar nach den Interessen der Teilnehmenden an Beispielen aus der Literatur, bildenden Kunst, Film und Architektur sowie expressionistischer Programme und Manifeste nachgehen.
BA-LAS-PDK-4 Funktionen der Künste in Geschichte u. Gegenwart 2: Aktuelle Perspektiven ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c | ||
„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) sowie psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen. Ferner werden soziologische Erklärungsansätze diskutiert (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹) und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.
Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus (= Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie Bd. 24). Göttingen u.a.; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Ginocchio, J. (2008). Music Style Preference: A Ranking of Musical Styles and Comparison by Age; Gender; Music Training; and Rural, Suburban, or Urban Upbringing. Saarbrücken; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Maurer, C./Maurer, D. (2019). Pretty Ugly. Why We Like Some Songs, Faces, Foods, Plays, Pictures, Poems, Etc., and Dislike Others. Newcastle upon Tyne; Meißner, S. (2012). Widersprüchliche Wahrheiten. Warum sich über Musikgeschmack nicht streiten lässt – und wie wir es trotzdem tun. Eine gesprächsanalytische Studie. Shaker; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
[H Si] Publikumsforschung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.
Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. 2. Auflage. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. 3. Auflage. Abingdon/New York 2023; Barker, M.: Live To Your Local Cinema: The Remarkable Rise of Livecasting. Basingstoke 2013; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.) (2014). Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Harsløf, O.: The Great Festival. A Theoretical Performance Narrative of Antiquity’s Feasts and the Modern Rock Festival. Abingdon/New York 2020; Heinen, A.: Wer will das noch hören? Besucherstrukturen bei niedersächsischen Sinfonieorchestern. Wiesbaden 2013; Herzberg, M.: Musik und Aufmerksamkeit im Internet. Musiker im Wettstreit um Publikum bei YouTube, Facebook & Co. Marburg 2012; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kronenburg, R.: This Must Be The Place. An Architectural History of Popular Music Performance Venues. New York/London 2019; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Lutz, M.: Besucherbindung im Opernbetrieb. Theoretische Grundlagen, empirische Untersuchungen und praktische Implikationen. Wiesbaden 2013; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Rüdiger, W. (Hg.): Musikvermittlung – wozu? Umrisse und Perspektiven eines jungen Arbeitsfeldes. Mainz 2015; Salmen, W.: Das Konzert. Eine Kulturgeschichte. München 1988; Schwab, H. W.: Konzert. Öffentliche Musikdarbietung vom 17.–19. Jahrhundert. Leipzig 1980; Theede, M.: Management und Marketing von Konzerthäusern. Die Bedeutung des innovativen Faktors. Frankfurt am Main 2007; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017; Walmsley, B.: Audience Engagement in the Performing Arts. A Critical Analysis. Cham 2019; Wimmer, C.: Musikvermittlung im Kontext: Impulse – Strategien – Berufsfelder. Regensburg: ConBrio 2010.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2010) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Gegenwartsliteratur: Caroline Wahl, Sophie Passmann, Heinz Strunk, Ilona Hartmann
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 031 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031 | ||
Wir besprechen in diesem Kurs gemeinsam aktuelle Romane und Prosa. Auf dem Programm stehen folgende vier Texte: "Zweiundzwanzig Bahnen" von Caroline Wahl, "Es ist immer so schön mit dir" von Heinz Strunk, "Komplett Gänsehaut" von Sophie Passmann und "Klarkommen" von Ilona Hartmann. In den Seminar-Diskussionen wird es darum gehen, anhand dieser exemplarischen Textauswahl die charakteristischen Stoffe, Motive, Symbole und stilistischen Merkmale der Gegenwartsliteratur zu identifizieren und analysieren.
[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
| regelmäßiger Termin ab 23.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr | AUB 2 | |
| nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2 | ||
In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?
The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.
This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Ukraine digital - Literarisches Lernen mit aktueller KJL im handlungs- und produktionsorientierten Deutsch (Lektüreseminar)
Blocktag am 08.04.2026 von 9:00 - 13:00 Uhr.
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 08.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt daher theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext zu den folgenden Werken die obligatorisch für das Seminar zu lesen sind:
„Und die Welt, sie fliegt hoch“ Sarah Jäger (2024)
„Wolf“ Saša Stanišić (2023)
„Pembo“ Ayşe Bosse (2021)
„Himmelwärts“ Karin Köhler (2021)
Im Fokus stehen die Analyse von literarischen Texten, Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
Bitte beachten Sie hierbei die geänderten Seminartermine, die u.a. eine Blockveranstaltung sowie eine Lesung an einem Mittwochabend (voraussichtlich der 22.4.) enthalten.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Collage (KG/KW-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c | ||
„Collage describes both the technique and the resulting work of art in which pieces of paper, photographs, fabric and other ephemera are arranged and stuck down onto a supporting surface.“ So lautet eine Definition von Collage im Online-Angebot der Londoner Tate Gallery. Das dort beschriebene Phänomen soll Thema dieses Seminars sein: Wir wollen Collagen im Feld der Kunst und der Bilder aus systematischer und vor allem aus historischer Perspektive betrachten und uns auf diesem Wege als eine künstlerische Praxis, die auf Prozessualität, Uneinheitlichkeit und Offenheit zielt, in ihren unterschiedlichen Facetten aneignen und diese reflektieren.
Eine Reihe von Sitzungen dient der Vertiefung, indem wir mit aktuellen Titeln der Sekundärliteratur als Ausgangspunkt collagierende Kunstpraktiken diskutieren, die in Zusammenhang mit der frühen Fotografie und den künstlerischen Bewegungen des Kubismus, Dadaismus und Surrealismus sowie der Pop Art stehen. Damit kombiniert sind Lektüren, in dem Sie sich individuell und in Teilen auch im Plenum die Theorie und die Geschichte der Collage erarbeiten. Am Ende des Seminars steht eine von Ihnen selbstgestaltete Sitzung, in der Sie selbstgewählte zeitgenössische Praktiken der Collage vorstellen.
Unsere zentralen Fragen lauten:
Wie sehen die einzelnen künstlerischen Praktiken der Collage aus? In welchen historischen und systematischen Kontexten stehen sie? Welche produktions- und rezeptionsästhetischen Dimensionen haben sie?
[H Si] John Williams - Komponist von Blockbustern und Retter klassischer Hollywoodmusik
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Auch gelegentlichen Kinogängern ist John Williams als Filmkomponist bekannt, jedoch wissen vor allem Europäer nur wenig über seine ausgiebige Tätigkeit als Dirigent (bspw. des Boston Pops Orchestra) oder als Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (z. B. zahlreiche Solokonzerte u. Auftragswerke wie Fanfaren u. Hymnen für diverse Anlässe). Blockbuster wie Filme der Star Wars-, Indiana Jones- und Harry Potter-Reihe machten Williams für musikalische Laien zur Gallionsfigur der Filmmusik und seine Filmmusiksuiten zu beliebten Schulorchesterstücken. Inzwischen wird er auch ausgiebiger in der Filmmusikforschung bedacht, die den Schwerpunkt auf seine Bevorzugung symphonischer Scores mit Leitmotivtechnik und spätromantischer Harmonik legt. Jedoch ist er ebenfalls stark im Jazz verwurzelt, was weniger Beachtung findet, und pflegt eine modulare, variantenreiche Kompositionsweise, die sich häufig tradierter Topoi bedient. Anhand von Analysen ausgewählter Konzert- und vor allem filmmusikalischer Werke soll seine stilistische Breite gewürdigt werden.
Literatur: Audissino, E.: Film/Music Analysis. A Film Studies Approach. Southampton 2017; Audissino, E.: The Film Music of John Williams: Reviving Hollywood’s Classical Style. Madison 2021; Audissino, E. (Hg.): John Williams. Music for Film, Television and the Concert Stage. Lucca 2018; Berner, E.: Music in Films about the Shoah. Commemoration, Comfort, Provocation. Cham: 2024; Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. 5. Auflage. Augsburg: Wißner 2022; Decker, T.: Hymns for the Fallen. Combat Movie Music and Sound after Vietnam. Oakland 2017; Greiving, T.: John Williams: A Composer’s Life. New York 2025; Lehman, F. (Hg.): Film music analysis. Studying the score. New York/Abingdon 2024; Lehman, F.: Hollywood Harmony. Musical Wonder and the Sound of Cinema. New York 2018; Ludwig, A.: Hearing Death at the Movies. Film Music and the Long History of the Dies Irae. Cham 2025; Moormann, P.: Spielberg-Variationen. Die Filmmusik von John Williams. Baden-Baden 2010; Oswald, M.: John Williams und das Leitmotiv der Romantik. Baden-Baden 2025; Power, C.: Composing America: Patriotism, Mythology, and Piety in the Film Scores of John Williams. Diss. Maynooth University 2024; Preusser, G.: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. Berlin und Boston 2026; Swanson, S.: Becoming human: The Signifying elements of ›Orga‹ vs. ›Mecha‹ in John Williams’ score to A. I.: Artificial Intelligence (2001). Diss. The State University of New Jersey 2017; Webster, J. L.: The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films. Diss. University of Oregon 2009; White, D.: The Music of Harry Potter and The Lord of The Rings. Sounds of Home in the Fantasy Franchise. Abingdon/New York 2024.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit.
Teilnahmevoraussetzungen: keine.
[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) sowie psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen. Ferner werden soziologische Erklärungsansätze diskutiert (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹) und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.
Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus (= Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie Bd. 24). Göttingen u.a.; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Ginocchio, J. (2008). Music Style Preference: A Ranking of Musical Styles and Comparison by Age; Gender; Music Training; and Rural, Suburban, or Urban Upbringing. Saarbrücken; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Maurer, C./Maurer, D. (2019). Pretty Ugly. Why We Like Some Songs, Faces, Foods, Plays, Pictures, Poems, Etc., and Dislike Others. Newcastle upon Tyne; Meißner, S. (2012). Widersprüchliche Wahrheiten. Warum sich über Musikgeschmack nicht streiten lässt – und wie wir es trotzdem tun. Eine gesprächsanalytische Studie. Shaker; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
[H Si] Publikumsforschung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.
Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. 2. Auflage. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. 3. Auflage. Abingdon/New York 2023; Barker, M.: Live To Your Local Cinema: The Remarkable Rise of Livecasting. Basingstoke 2013; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.) (2014). Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Harsløf, O.: The Great Festival. A Theoretical Performance Narrative of Antiquity’s Feasts and the Modern Rock Festival. Abingdon/New York 2020; Heinen, A.: Wer will das noch hören? Besucherstrukturen bei niedersächsischen Sinfonieorchestern. Wiesbaden 2013; Herzberg, M.: Musik und Aufmerksamkeit im Internet. Musiker im Wettstreit um Publikum bei YouTube, Facebook & Co. Marburg 2012; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kronenburg, R.: This Must Be The Place. An Architectural History of Popular Music Performance Venues. New York/London 2019; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Lutz, M.: Besucherbindung im Opernbetrieb. Theoretische Grundlagen, empirische Untersuchungen und praktische Implikationen. Wiesbaden 2013; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Rüdiger, W. (Hg.): Musikvermittlung – wozu? Umrisse und Perspektiven eines jungen Arbeitsfeldes. Mainz 2015; Salmen, W.: Das Konzert. Eine Kulturgeschichte. München 1988; Schwab, H. W.: Konzert. Öffentliche Musikdarbietung vom 17.–19. Jahrhundert. Leipzig 1980; Theede, M.: Management und Marketing von Konzerthäusern. Die Bedeutung des innovativen Faktors. Frankfurt am Main 2007; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017; Walmsley, B.: Audience Engagement in the Performing Arts. A Critical Analysis. Cham 2019; Wimmer, C.: Musikvermittlung im Kontext: Impulse – Strategien – Berufsfelder. Regensburg: ConBrio 2010.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2010) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Gegenwartsliteratur: Caroline Wahl, Sophie Passmann, Heinz Strunk, Ilona Hartmann
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 031 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031 | ||
Wir besprechen in diesem Kurs gemeinsam aktuelle Romane und Prosa. Auf dem Programm stehen folgende vier Texte: "Zweiundzwanzig Bahnen" von Caroline Wahl, "Es ist immer so schön mit dir" von Heinz Strunk, "Komplett Gänsehaut" von Sophie Passmann und "Klarkommen" von Ilona Hartmann. In den Seminar-Diskussionen wird es darum gehen, anhand dieser exemplarischen Textauswahl die charakteristischen Stoffe, Motive, Symbole und stilistischen Merkmale der Gegenwartsliteratur zu identifizieren und analysieren.
[Si] HTA Seminar: Feminist Producing: Herstory repeats
| regelmäßiger Termin ab 23.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 18:00 Uhr | AUB 2 | |
| nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: AUB 2 | ||
In contemporary performance, particularly within independent scenes in Germany, the role of producer is often assigned to a gendered caregiver within the production. In the context of this seminar, we ask: How might we reclaim this role by explicitly defining it as “feminist”? More broadly, how can practices of producing, caregiving, networking, fundraising, and hosting, that are present in the field of contemporary dance and performance, be used for imagination and political mobilization?
The prolonged succession of crises (e.g., wars, climate change, the refugee crisis) supports the belief that the future is bleak and irreparable and contributes to the further splintering of the already heterogeneous Left. Yet historically, these crises have given rise to political and artistic movements that serve as agents of change and hope. We will study these movements across different geopolitical contexts, their contributions to contemporary dance and the performing arts, and their role in political activism. Focusing on the concept of solidarity, characterized by divisions of labour, we will trace herstories and the potential of feminist production by examining the modalities of their work that place anti-capitalist and anti-racist values at their core. We will meet with guests from contemporary performance, dance, and activism who embody these changes and discuss their practices and methodologies.
This HTA seminar is part of the annual conference of the Society for Dance Research (15-17.10.2026), titled “In turn – Choreographies of Change,” in collaboration with Frankfurt University of Music and Performing Arts and the University of Applied Science Frankfurt. Students who attend the seminar will participate in the conference as producers and gain extra credit as part of the practical course.
[Ü] Huellas del cambio climático: literatura y cine sobre la España vacía
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Für die deutsche Fassung bitte nach unten scrollen.
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A partir de principios de la década de 2000, se van multiplicando las obras artísticas —literarias y cinematográficas— ambientadas en las regiones rurales de España, como el documental El cielo gira (2004) de Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) de Jesús Carrasco o Canto yo y la montaña baila (2019) de Irene Solà. De este modo, reflejan un fenómeno que se inicia en la década de 1950, se da a conocer literariamente con La lluvia amarilla (1988) y recibe mayor atención bajo el concepto de «España vacía» (Molino, 2016). Pero, ¿en las obras actuales se trata realmente de éxodo rural, o sería más adecuado hablar de éxodo urbano? ¿En qué medida se pueden encontrar en estas obras rastros del cambio climático? ¿Qué procedimientos artísticos las caracterizan y qué efectos conllevan? Estas son algunas de las preguntas que abordaremos en este seminario. También está prevista una mirada comparada hacia América Latina.
Las clases están previstas en castellano. Los detalles se podrán decidir en la primera sesión.
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Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich künstlerische Werke – Literatur und Film –, die in ländlichen Regionen Spaniens spielen, z. B. der Dokumentarfilm El cielo gira (2004) von Mercedes Álvarez, Intemperie (2013) von Jesús Carrasco oder Canto yo y la montaña baila (2019) von Irene Solà. Damit greifen sie ein Phänomen auf, das in den 1950er Jahren einsetzt, durch La lluvia amarilla (1988) literarisch bekannt wird und unter dem Begriff der ‘España vacía’ (Molino, 2016) weitere Aufmerksamkeit erhält. Doch inwiefern handelt es sich in den aktuellen Werken tatsächlich um Landflucht, oder wird dort vielmehr Stadtflucht dargestellt? Inwiefern lassen sich in diesen Werken Spuren des Klimawandels finden? Welche künstlerischen Verfahren zeichnen diese literarischen bzw. filmischen Werke aus, und welche Wirkung wird dadurch erzielt? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns in dieser Veranstaltung widmen werden. Auch ein vergleichender Blick nach Lateinamerika ist geplant.
Die Veranstaltung ist auf Spanisch geplant. Einzelheiten können jedoch zu Beginn des Semesters besprochen werden.
[Si] Ukraine digital - Literarisches Lernen mit aktueller KJL im handlungs- und produktionsorientierten Deutsch (Lektüreseminar)
Blocktag am 08.04.2026 von 9:00 - 13:00 Uhr.
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | k.A. | |
| nächster Termin: 08.04.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt daher theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext zu den folgenden Werken die obligatorisch für das Seminar zu lesen sind:
„Und die Welt, sie fliegt hoch“ Sarah Jäger (2024)
„Wolf“ Saša Stanišić (2023)
„Pembo“ Ayşe Bosse (2021)
„Himmelwärts“ Karin Köhler (2021)
Im Fokus stehen die Analyse von literarischen Texten, Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
Bitte beachten Sie hierbei die geänderten Seminartermine, die u.a. eine Blockveranstaltung sowie eine Lesung an einem Mittwochabend (voraussichtlich der 22.4.) enthalten.
BA-LAS-PDK-5 Praktiken der Institutionalisierung u. Vermitlung 1: Institutionelle Kontexte ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c | ||
Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] Redaktionelles Schreiben für Verlag und Journalismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar verknüpft zwei Berufsfelder, in denen Schreibpraxis gefragt ist: Journalismus und Verlagsarbeit.
In einer ersten, wöchentlich stattfindenden Seminarphase lernen Sie Merkmale journalistischen Schreibens kennen. Sie schreiben Berichte, die dann im GerMagazin, dem Magazin des Instituts für Germanistik, veröffentlich werden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Eine weitere Phase besteht aus einem Blockseminar zur Verlagsarbeit. Dieser Teil wird von Norman Rinkenberger, Büchner Verlag Marburg, geleitet:
Der Workshop führt in die Praxis der Redaktionsarbeit ein, zeigt verschiedene Aspekte des Verlagswesens und erläutert verlegerische Abläufe sowie Zusammenhänge im Literaturbetrieb. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen der Verlagsarbeit, Schwerpunkte liegen bei der Kommunikation und Textarbeit, behandelt werden auch wirtschaftliche Bedingungen.
Wie sieht der Workflow eines Verlags aus? Wie entstehen Programmplanung und Verlagsprofil? Was bedeutet Autor_innenbetreuung? Anhand von Beispielen werden Redaktionsaufgaben sowie Aufbau und Funktion unterschiedlicher Texttypen, die ein Buchprojekt begleiten, entwickelt: Exposé, Lektoratsgutachten, Klappen-, Pressetext. Der Dozent greift gern Fragen der Teilnehmer_innen auf und bindet sie in den Workshop ein.
Termin für den Workshop: Fr., 12.06., 10:00-16:00 Uhr.
Leistungsnachweis:
- Erstellung journalistischer Berichte
- Recherche und Interviews für die Erstellung der Berichte
- Portfolio mit Texten zu redaktioneller Verlagsarbeit
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Sammeln, bewahren, ausstellen (KG/KW-Seminar)
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c | ||
Für jeden Kunstinteressierten unserer Zeit sind „Museum“ genannte Orte, an denen Kunst gesammelt und gezeigt wird, selbstverständlich. Gleiches gilt für die Institution „Kunstausstellung“, die heute zweifelsohne ein überaus gängiger Ort für die Präsentation von Kunst und eine Auseinandersetzung mit Kunst ist. Weder das eine noch das andere, weder das Museum noch die Kunstausstellung hat es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Streng genommen sind beide Institutionen in historischer Perspektive geradezu jung: Das öffentliche Museum ist recht eigentlich eine Entwicklung des 18./19. Jahrhundert; ähnlich kurz ist die Geschichte der Kunstausstellung. Allerdings gab es auch vor dieser Zeit Sammlungen und Präsentationsformen von Kunst, die sich aber von Museum und Kunstausstellung in heutiger Definition signifikant unterschieden. In diesem Seminar wollen wir uns im Rahmen von Lektüren, studentischen Präsentationen und Seminardiskussionen mit der Geschichte des Kunstsammelns und Kunstpräsentierens in der Frühen Neuzeit und in der Moderne befassen, auch um Museum und Kunstausstellung fremd, d. h. neu erscheinen und in ihrer spezifischen Leistung umso deutlicher hervortreten zu lassen.
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A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] Redaktionelles Schreiben für Verlag und Journalismus
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
Das Seminar verknüpft zwei Berufsfelder, in denen Schreibpraxis gefragt ist: Journalismus und Verlagsarbeit.
In einer ersten, wöchentlich stattfindenden Seminarphase lernen Sie Merkmale journalistischen Schreibens kennen. Sie schreiben Berichte, die dann im GerMagazin, dem Magazin des Instituts für Germanistik, veröffentlich werden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Eine weitere Phase besteht aus einem Blockseminar zur Verlagsarbeit. Dieser Teil wird von Norman Rinkenberger, Büchner Verlag Marburg, geleitet:
Der Workshop führt in die Praxis der Redaktionsarbeit ein, zeigt verschiedene Aspekte des Verlagswesens und erläutert verlegerische Abläufe sowie Zusammenhänge im Literaturbetrieb. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen der Verlagsarbeit, Schwerpunkte liegen bei der Kommunikation und Textarbeit, behandelt werden auch wirtschaftliche Bedingungen.
Wie sieht der Workflow eines Verlags aus? Wie entstehen Programmplanung und Verlagsprofil? Was bedeutet Autor_innenbetreuung? Anhand von Beispielen werden Redaktionsaufgaben sowie Aufbau und Funktion unterschiedlicher Texttypen, die ein Buchprojekt begleiten, entwickelt: Exposé, Lektoratsgutachten, Klappen-, Pressetext. Der Dozent greift gern Fragen der Teilnehmer_innen auf und bindet sie in den Workshop ein.
Termin für den Workshop: Fr., 12.06., 10:00-16:00 Uhr.
Leistungsnachweis:
- Erstellung journalistischer Berichte
- Recherche und Interviews für die Erstellung der Berichte
- Portfolio mit Texten zu redaktioneller Verlagsarbeit
[Si] Schreiben im Beruf. Professionelle Textproduktion in unterschiedlichen Handlungsfeldern
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 | ||
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der professionellen Textproduktion in unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern. Dies geschieht a) methodologisch durch die Auseinandersetzung mit Verfahren, mit denen sich berufliche Schreibprozesse erkunden lassen (z.B. leitfadengesteuerte Interviews) und b) durch Vorträge und Diskussionen mit ausgewählten Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
BA-LAS-PDK-6 Praktiken der Institutionalisierung u. Vermitlung 2: Künste vermiteln ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
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[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Kanonbildung im Literaturbetrieb: Literaturpreise, Literaturkritik, Booktok
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 025 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025 | ||
Trotz aller Kanondebatten scheint der Literaturbetrieb ohne einen Kanon nicht gänzlich auszukommen, auch wenn es nun statt einem verbindlichen Kanon verschiedene gleichwertig betrachtete Formen von Kanones gibt. Einige Instanzen, die zur Bildung dieser verschiedenen Kanones beitragen, sollen im Seminar auf Basis ihrer Funktions- und Wirkungsweisen hin untersucht werden: verschiedene Literaturpreise als Auszeichnung besonderer literarischer Ausdrucksformen durch eine Jury, ihre Auswahlkriterien und die ausgezeichneten Bücher; Literaturkritik als objektiviertere Form der Buchbesprechung und im Kontrast dazu BookTok als Form der bewusst subjektiv inszenierten Form der Peer-Buchempfehlung. Aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive werden die Bedeutung dieser Formate für den Literaturbetrieb beleuchtet und aktiv an selbst erstellten Beispielen der Buchbesprechung (Literaturkritik und BookTok) erprobt.
[Si] Theaterprojekt: Alte, Lüsterne, Teufel... zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, B 024 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 024 | ||
Mit „Der Teuffel mit dem alten Weyb“ (1545) und „Der alt Buler mit der Zauberey“ (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten - und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der (gesellschaftskritische) Witz der beiden Stücke deutlich, daher werden wir sie gemeinsam aufführen. Im Seminar erarbeiten wir die (z.T. rekonstruierende) Aufführung dieser Spiele, um zu sehen, was auf der Bühne machbar und wirkungsvoll ist. Alle Teilnehmenden übernehmen mindestens eine Rolle, sind Darsteller, Co-Regisseure, Co-Dramaturgen und Maskenbildner zugleich.
Aufführungstermine: 29.6., 19:30 Uhr Botanischer Garten, 11.7., 18 Uhr ehem. Antoniterkloster, Grünberg.
BA-LAS-PDK-7 Entgrenzungen 1: Räume und Transgressionen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Global Pop
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.
2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Marokkanischer Jazz
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.
Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.
Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.
2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] The Absent Body on Stage
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.
[Si] Theater und Komik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Global Pop
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.
2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Marokkanischer Jazz
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.
Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.
Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.
2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] Gartenkulturen - Konzepte des Garten- und Landbaus in literarischen und philosophischen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Ein Teil der Veranstaltungen wird als Blockveranstaltung und als Exkursion angeboten.
[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 104 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104 | ||
[Si] The Absent Body on Stage
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.
[Si] Theater und Komik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
Das Seminar macht die Studierenden mit wesentlichen Theorien zur Komik vertraut. Im Gegensatz zu rein literaturwissenschaftlichen Ansätzen rückt aus theaterwissenschaftlicher Sicht der Körper der Schauspieler:innen als zentraler Bestandteil des Komischen in den Vordergrund der Betrachtung. Komik entsteht auf der Bühne zwischen Sprache und Körper und deren Inkompatibilität. Dies soll an mehreren Beispielen aus dem Bereich des Theaters diskutiert werden.
[Si] Unerhörtes erzählen
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Unerhörte Begebenheiten erzählen, die Leserschaft unterhalten - das ist ein Anspruch der Novellenerzähler und -erzählerinnen der Frühen Neuzeit. Die Veranstaltung widmet sich den "Novelas ejemplares" (1613) von Miguel de Cervantes, den ersten spanischen Novellen, sowie denen von María de Zayas (Novelas amorosas y ejemplares, 1637; Desengaños amorosos, 1647), die sich stark auf Geschlechterbeziehungen fokussiert und männliche Dominanz kritisch in den Blick nimmt (und von der Inquisition im 18. Jahrhdt. verboten wurde. Empfohlene Ausgaben: cátedra, Sekundärliteratur: Ehrlicher/Poppenberg (Hg.), Cervantes' "Novelas ejemplares" im Streitfeld der Interpretationen. Berlin: tranvía 2006.
BA-LAS-PDK-8 Entgrenzungen 2: Mediale Überschreitungen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Global Pop
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.
2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Marokkanischer Jazz
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.
Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.
Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.
2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[Si] Gießen literarisch - zu Fuß und digital
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
2026 blickt das Institut für Germanistik auf sein 175-jähriges Bestehen zurück. Anlass genug einmal zu fragen, wer in Gießen literarisch gewirkt hat. Ziel dieses projektorientierten Seminars ist es, Ereignisse und Persönlichkeiten virtuell und analog zu vermitteln. Im literarischen Stadtführer Gießen sind bereits Stationen zu Georg Büchner, Alfred Bock, Thomas Hettche, Friedrich Maxilmilan Klinger, Saskia Hennig von Lange und Moritz Rinke entstanden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Diese Stationen sollen vertieft und weitere Autor*innen und Geschichten rund um das Institut für Germanistik vorgestellt werden. Wer lieber analog unterwegs ist, hat die Möglichkeit, eine literarische Stadtführung zu entwickeln und umzusetzen.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
[Si] Medienanalyse und Deutschunterricht: Film und Adaption
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Orientiert an den text- und medienbezogenen Kompetenzzielen der Sekundarstufen, vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen in der Film- und Adaptionsanalyse. Zur Diskussion und Anwendung gebracht werden die wichtigsten Kategorien der Filmsprache und der intermedialen Erzählforschung. Gegenstand des Seminars sind aktuelle für den Deutschunterricht empfohlene Jugendromane und ihre Verfilmungen von Max von der Grün über Wolfgang Herrndorf bis Andreas Steinhöfel und Margit Auer.
[Si] Moderne Klassiker in Kino, TV und Streaming
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Gegenstand des Seminars sind die Filmadaptionen ausgewählter Texte der Klassischen Moderne von Arthur Schnitzler über Vicky Baum bis Erich Kästner. Im Vergleich zwischen literarischen Vorlagen und filmischen Transformationen werden wichtige Aspekte des produktiven Spannungsverhältnisses zwischen den Zeichensystemen Literatur und Film diskutiert, die sich aus der Realisierung desselben Stoffs in unterschiedlichen Medien ergeben. Dabei vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen im Bereich der intermedialen Narratologie sowie der Film- und Adaptionsanalyse.
[Si] The Absent Body on Stage
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Global Pop
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 | ||
1. Zum Thema: Die Geschichte populärer Musik lässt sich unmöglich als eine Geschichte von klar definierten und voneinander abgeschotteten Kulturräumen erzählen. Eine große Anzahl an Genres, Ästhetiken und Praktiken der populären Musik sind mit genauerem Blick Resultate transnationaler und transkontinentaler Verflechtungen. Mindestens seit dem 19. Jahrhundert haben sich durch koloniale Verstrickungen, globale Ökonomien, Migrationsprozesse und eine infrastrukturell und medial stark vernetzte Welt vielerorts Musikrichtungen herausgebildet, die Elemente aus geographisch weit voneinander liegenden Quellen aufgenommen und zu hybriden Formen weiterentwickelt haben. Solche Verwicklungen oft mit Machtprozessen (kolonialer Handel, Ressourcenextraktion, ökonomische Ausbeutung), aber auch mit Formen von Widerstand und Protest gegen diese Verhältnisse verbunden, weshalb transnationale und transkontinentale Verflechtungen stets aus einer machtkritischen/postkolonialen Perspektive betrachtet werden müssen, in die das Seminar einführen wird. Mit diesem Rüstzeug vergegenwärtigen wir uns anhand ausgewählter Fallstudien grundsätzliche Dynamiken einer Globalgeschichte populärer Musik. Wir blicken auf Popmusik im postsowjetischen Usbekistan, rekonstruieren den Weg des karibischen Reggaeton von Jamaika über Panama nach Puerto Rico und in die globale lateinamerikanische Diaspora; ergründen, was der brasilianische Baile Funk mit dem Hip-Hop des Miami Bass, dem britischen DJ Diplo und der britisch-tamilischen Künstlerin M.I.A. zu tun hat; setzen uns mit dem Aufstieg und dem globalen Erfolg des K-Pops auseinander; gehen den postkolonialen Dynamiken des algerischen Raïs in Frankreich auf den Grund und widmen uns südafrikanischer Popmusik während und nach des Apartheid-Regimes (am Beispiel von Paul Simons „Graceland“ oder wie der Song „Mbube“ zu „Wimoweh“ und schließlich zu „The Lion Sleeps Tonight“ wurde), verfolgen die historischen Karrieren indonesischer Rock’n’Roll-Bands in den Niederlanden und die politische Geschichte von Rock und Hip-Hop in Kambodscha, verschaffen uns Einblicke in die Ästhetik und die Ökonomie des pan-arabischen Ṭarab in Ägypten und Sansibar. Dies sind nur einige von vielen möglichen Beispielen, gerne können im Seminar eigene Vorschläge eingebracht werden.
2. Literatur:
Bhabha, Homi K. 1994. The Location of Culture. London: Routledge. Denning, Michael. 2015. Noise Uprising. The Audiopolitics of a World Musical Revolution. London Verso. Font-Navarette, David. 2015. „Bass 101. Miami, Rio, and the Global Music South”. In: Journal of Popular Music Studies 27 (4), S. 488–517. Gilroy, Paul. 1993. The Black Atlantic. Modernity and Double Consciousness. London: Verso. Klenke, Kerstin. 2019. The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in Karimov Era Uzbekistan. London: Routledge. Kusser, Astrid. 2013. Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: transcript. Marshall, Wayne. 2008. „Dem Bow, Dembow, Dembo. Translation and Transnation in Reggaeton”. In: Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture 53, S. 131–151. Meintjes, Louise. 2003. Sound of Africa! Making Music Zulu in a South African Studio. Durham: Duke University Press. Meintjes, Louise. 1990. “Paul Simon's Graceland, South Africa, and the Mediation of Musical Meaning”. Ethnomusicology 34 (1), S. 37–73. Mutsaers, Lutgard. 1990. „Indorock. An early Eurorock Style”. In: Popular Music 9 (3), S. 307–320. Taylor, Timothy. 1997. Global Pop. World Music, World Markets. New York: Routledge. Toop Fargion, Janet. 2014. Taarab Music in Zanzibar in the Twentieth Century. A Story of ‘Old is Gold’ and Flying Spirits. London: Routledge. Yoon, Kyong. 2018 „Global Imagination of K-Pop: Pop Music Fans’ Lived Experience of Cultural Hybridity”. In: Popular Music and Society 41 (4), S. 373–389. Filmdokumentationen: Cullman, Sam. 2019. ReMastered. The Lion’s Share. Netflix. Pirozzi, John. 2014. Don’t Think I’ve Forgotten. Cambodia’s Lost Rock’n’Roll. Argot Pictures.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Marokkanischer Jazz
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 | ||
1. Zum Thema
Das Seminar thematisiert die Entwicklung des Jazz in Marokko von seiner Etablierung während der europäischen Kolonialzeit (1912–1956) bis hin zu eigenständigen marokkanischen Jazz-Fusionen im unabhängigen Staat. Dabei untersuchen wir Jazz als Medium interkultureller Begegnung, Instrument der Kulturdiplomatie sowie als Produktions- und Reflexionsraum postkolonialer Machtdynamiken und westlicher Abhängigkeiten.
Anhand der Analyse von musikalischen Kollaborationen, Festivals, Kulturinstitutionen, Filmproduktionen und Archivprojekten (etwa der Initiative JAM – Jazz Archive Morocco) werden eigenständige marokkanische Fusionen wie Gnawa-Jazz, Dakka-Jazz, Jazz-Beldi und Jazz’Amazigh beleuchtet. Ebenso stehen historische Begegnungen international bekannter Jazzmusiker*innen in Marokko im Fokus – darunter Joséphine Baker, Nina Simone, Randy Weston, Ornette Coleman, Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn und Klaus Doldinger. Weitere Schwerpunkte bilden die Rolle von Musikerinnen in einer männlich dominierten Szene, der Einfluss von kulturpolitischen Institutionen auf den Prozess der Festivalisierung, die Repräsentation von Jazz in (post-)kolonialen Medien sowie Nation- und City-Branding durch Jazz.
Das Seminar bietet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Globalisierung des Jazz am Beispiel Marokkos und ermöglicht ein differenziertes Verständnis für die Interpretation marokkanischer Musik im Jazzkontext.
2. Literatur
Callen, Jeffrey. 2006. French Fries in the Tagine: Re-imagining Moroccan Popular Music. Doktorarbeit. Los Angeles: University of California. Aidi, Hisham. 2017. „Tangier’s Jazzmen – and Their Phantom Producer“. Africa Is A Country (30. Oktober). Online verfügbar unter https://africasacountry.com/2017/10/tangiers-jazzmen-and-their-phantom-producer, aufgerufen am 6. Februar 2026. Petzoldt, Eric. 2025. „Jauk Armand Elmaleh-Lemal and the Casablanca Jazz Scene of the 1950s and 1960s“. In The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies, hrsg. von Bruce Johnson, Adam Havas und David Horn, 269–278. New York: Routledge. Petzoldt, Eric. 2024. Facilitating Euro-Moroccan Musical Encounters: the Process and Politics of Jazz Interculturalism in and beyond Morocco. Doktorarbeit. Cambridge: University of Cambridge. McGregor, Elizabeth Vihlen. 2016. Jazz and Postwar French Identity: Improvising the Nation. Lanham: Lexington Books.
Filmdokumentationen und weitere audiovisuelle Quellen: Hübner, Christoph und Gabriele Voss. 2013. Transmitting. Film. 87 min. Deutschland. Matthey, Jacques. 2017. Jazz: The Only Way of Life. 74 min. New York: Pi Production. Musical Encounters Across the Strait of Gibraltar (ERC-Projekt). 2022. „Round Table: Jazz in Morocco/Moroccan jazz“. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=Ze48F3kbVu4, aufgerufen am 6. Februar 2026.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein: regelmäßige und aktive Teilnahme/Mitarbeit (mit Protokoll), Leistungsschein: Übernahme eines mündlichen Referats und Hausarbeit.
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] "Flucht und Ankommen" in der Gegenwartsliteratur (mit Exkursion DNB Frankfurt)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 027 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Längst ist Flucht und Ankommen ein Thema der Gegenwartsliteratur. Doch welche literarischen Ausdruckformen werden verwendet? Wir lesen Romane von Abbas Khider ("Der Erinnerungsfälscher"), Olga Grjasnowa ("Gott ist nicht schüchtern" und Julya Rabinowich ("Dazwischen: Ich").
Für Do., 18.06. ist ein Besuch im Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt vorgesehen. Wir kommen mit Ausstellungsmacher*innen ins Gespräch und begegnen virtuellen Zeitzeugnissen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich.
Gefragt wir auch danach, ob sich Verbindungslinien zwischen historischen und aktuellen Fluchtbewegungen ziehen lassen und welche Bedeutung Literatur für gesellschaftliche Diskussionen hat.
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.
In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.
Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
[] Choosing, Giving And Performing, Instructions?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr | Theaterlabor | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Theaterlabor | ||
This seminar proposes an exploration of processes of writing and performing instructions, as well as composing scores.
In the process of making a work in the field of the performing arts, rehearsals most often involve someone telling or asking others what to do and how
to do it. Unless one chooses to work entirely alone, these “instructions” must take a form that others can see, read, listen to, hear, feel, or otherwise
perceive.
How do our instructions—and the ways in which we share them—condition agency? How do we formulate instructions toward something we expect or
would like to see or hear others do? Conversely, how do we give instructions that remain open, searching for how and what to do? What do our ideas
look or sound like once they are formulated as instructions to be performed?
Beginning with a series of exercises in which participants write instructions for one another, this seminar proposes an experimental approach to giving,
rehearsing, and performing instructions. We will focus in particular on how parameters such as “time” can function both as a constraint and as a tool
for specific performances and modes of performing.
All participants will be equally involved in formulating instructions, performing instructions given by others, and observing the performances of their
peers.
Evaluation will be based on the score(s) developed by each participant throughout the seminar, as well as on their level of engagement in the processes
of making, performing, and observing their own work and that of others.
[Si] Gießen literarisch - zu Fuß und digital
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 | ||
2026 blickt das Institut für Germanistik auf sein 175-jähriges Bestehen zurück. Anlass genug einmal zu fragen, wer in Gießen literarisch gewirkt hat. Ziel dieses projektorientierten Seminars ist es, Ereignisse und Persönlichkeiten virtuell und analog zu vermitteln. Im literarischen Stadtführer Gießen sind bereits Stationen zu Georg Büchner, Alfred Bock, Thomas Hettche, Friedrich Maxilmilan Klinger, Saskia Hennig von Lange und Moritz Rinke entstanden: https://germanistik-magazin-jlu.de/#
Diese Stationen sollen vertieft und weitere Autor*innen und Geschichten rund um das Institut für Germanistik vorgestellt werden. Wer lieber analog unterwegs ist, hat die Möglichkeit, eine literarische Stadtführung zu entwickeln und umzusetzen.
[Si] KI und Ökokritik
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, E 004 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 004 | ||
Die Vorstellung einer starken KI, die gegenwärtige Probleme des Klimawandels lösen kann, wird derzeit vielseitig in populären Medien verhandelt. Vergleichend werden hierbei die Darstellungsverfahren von Künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Medien verglichen und mit der gegenwärtigen kulturellen Praxis im Umgang mit derzeit noch schwachen KI-Tools verglichen. Neben der Analyse von KI-Darstellungen werden Chancen und Grenzen der Anwendung von KI-Tools für die Geisteswissenschaften reflektiert.
[Si] Medienanalyse und Deutschunterricht: Film und Adaption
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | ||
Orientiert an den text- und medienbezogenen Kompetenzzielen der Sekundarstufen, vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen in der Film- und Adaptionsanalyse. Zur Diskussion und Anwendung gebracht werden die wichtigsten Kategorien der Filmsprache und der intermedialen Erzählforschung. Gegenstand des Seminars sind aktuelle für den Deutschunterricht empfohlene Jugendromane und ihre Verfilmungen von Max von der Grün über Wolfgang Herrndorf bis Andreas Steinhöfel und Margit Auer.
[Si] Moderne Klassiker in Kino, TV und Streaming
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 | ||
Gegenstand des Seminars sind die Filmadaptionen ausgewählter Texte der Klassischen Moderne von Arthur Schnitzler über Vicky Baum bis Erich Kästner. Im Vergleich zwischen literarischen Vorlagen und filmischen Transformationen werden wichtige Aspekte des produktiven Spannungsverhältnisses zwischen den Zeichensystemen Literatur und Film diskutiert, die sich aus der Realisierung desselben Stoffs in unterschiedlichen Medien ergeben. Dabei vermittelt das Seminar Grundlagenkenntnisse und Basiskompetenzen im Bereich der intermedialen Narratologie sowie der Film- und Adaptionsanalyse.
[Si] The Absent Body on Stage
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | AUB 4 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: AUB 4 | ||
For various reasons, many performances do away with the human body on stage. On the one hand, the human body is missing to direct performance towards an ecological sensibility that pays closer attention to more-than-human actors. On the other hand, dealing with experiences of violence, loss and death allows performance to reflect upon social and political issues that in mainstream discussion gain little attention. In both cases, performance is turned into a medium of memory. Theatre and dance remember bodies and embodied experiences that, either on a personal, social or political level, escape representation. How, then, do contemporary theatre and dance performances evoke absent and dead bodies? What are the strategies that allow performances to address questions of trauma and loss? By dealing with various examples from the field of performance, the seminar will analyse the use of absence on stage. This seminar will be held in English.
BA-LAS-PDK-9 Bachelor-Thesis ⇑
A1, Thesis ⇑
[Koll] Examenskolloquium
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 29 (Musikunterricht) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht) | ||
1. Zum Thema: Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung der mündlichen Examens-/Bachelor-/Masterprüfung und vor allem der schriftlichen Examens-/Bachelor-/Masterarbeit. Im Kolloquium erhalten Studierende dazu Hilfestellungen und tauschen sich untereinander aus.
2. Literatur: -
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit.
4. Abgeschlossenes Grundstudium (Abschluss von mehr als der Hälfte aller Module)
[Koll] Examenskolloquium
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 09 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
1. Zum Thema: Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung der mündlichen Examens-/Bachelor-/Masterprüfung und vor allem der schriftlichen Examens-/Bachelor-/Masterarbeit. Im Kolloquium erhalten Studierende dazu Hilfestellungen und tauschen sich untereinander aus.
2. Literatur: –
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: Abgeschlossenes Grundstudium (Abschluss von mehr als der Hälfte aller Module)
A2, Mündliche Prüfung mit Präsentation ⇑
[Koll] Examenskolloquium
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 29 (Musikunterricht) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht) | ||
1. Zum Thema: Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung der mündlichen Examens-/Bachelor-/Masterprüfung und vor allem der schriftlichen Examens-/Bachelor-/Masterarbeit. Im Kolloquium erhalten Studierende dazu Hilfestellungen und tauschen sich untereinander aus.
2. Literatur: -
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit.
4. Abgeschlossenes Grundstudium (Abschluss von mehr als der Hälfte aller Module)
[Koll] Examenskolloquium
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 09 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 09 | ||
1. Zum Thema: Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung der mündlichen Examens-/Bachelor-/Masterprüfung und vor allem der schriftlichen Examens-/Bachelor-/Masterarbeit. Im Kolloquium erhalten Studierende dazu Hilfestellungen und tauschen sich untereinander aus.
2. Literatur: –
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: Abgeschlossenes Grundstudium (Abschluss von mehr als der Hälfte aller Module)





