JLU College of Liberal Arts & Sciences
Veranstaltungen
Orientierungsphase ⇑
Entdecken (BA-LAS-01) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Übung ⇑
Wissenschaftliches Argumentieren (BA-LAS-02) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Übung ⇑
Institutionen der Wissensproduktion (BA-LAS-03) ⇑
A1 Seminar ⇑
A2 Hospitation ⇑
[Hosp] Institutionen der Wissensproduktion (LV A2) (BA-LAS-03)
regelmäßiger Termin ab 08.05.2025 | ||
wöchentlich Do. 15:00 - 18:00 Uhr | NeS-S1 (Senckenbergstr. 01, 6) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: NeS-S1 (Senckenbergstr. 01, 6) |
Das Seminar erstreckt sich auf das Wintersemester 2024/25 und das Sommersemester 2025 und soll einen breiten Einstieg in die Wissenschaft vermitteln. Konkret geht es um die institutionellen Grundlagen der Wissenschaft und das Funktionieren des Wissenschaftssystems in Deutschland. Dabei möchte ich nicht nur theoretisches und abstraktes Wissen vermitteln, sondern quer über viele Fachrichtungen Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten und die unterschiedlichen Anwendungsbereiche wissenschaftlicher Ergebnisse eröffnen. Teil der Aktivitäten im Seminar sind daher Besuche von einzelnen Einrichtungen der JLU und ihrer Partner zwischen November 2023 und Juni 2024. Es geht dabei um eine Vorstellung der Einrichtung, verbunden mit einer Führung, wo sich dies anbietet, und einem längeren Gespräch mit einer Vertreterin oder einem Vertreter, in dem Profil, Struktur und Aufgaben, Karrieren und Jobchancen und besondere Herausforderungen besprochen werden. Diese Besuchstermine werden auf der Grundlage der Webpräsenz und weiterer Materialien (Jahresberichte, Publikationen, Transferergebnisse etc.) vorbereitet.
Interpretieren (P) (BA-LAS-04) ⇑
A1 Vorlesung ⇑
[Si] Interpretieren (LV A1) (BA-LAS-04)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil I, G 026 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil I, G 026 |
Dieses Orientierungs- und Einführungsmodul zum wissenschaftlichen Interpretieren bildet das zentrale Lernforum des Studiengangs im 2. Semester des Orientierungsjahres. Es baut auf den Modulen BA-LAS-01 und BA-LAS-02 auf, indem es ein Verständnis dafür vermittelt, wie in einzelnen wissenschaftlichen Bereichen Wissen dargestellt, analysiert und interpretiert wird, um daraus neues Wissen abzuleiten.
Das Modul macht Studierende damit vertraut, dass Objekte und Inhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und interpretiert werden können. Die Blickwinkel haben wiederum einen Einfluss darauf, welche Antworten sich auf die Fragen finden lassen, die den Ausgangspunkt für das jeweilige wissenschaftliche Interesse bilden. Hauptsächlich werden an ausgewählten Themen unterschiedliche Darstellungen von Wissen (z.B. Texte, Grafiken, Zahlen, Bilder, Videos) diskutiert. Dabei setzen sich die Studierenden kritisch mit Visualisierungen (Fotos, Grafiken) auseinander und hinterfragen insbesondere deren suggestive Wirkung. Aber auch die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in der heutigen Gesellschaft wird eingehend unter-sucht. Die Studierenden lernen Methoden der Quellenkritik und entwickeln eine Medienkompetenz. Damit befähigt das Modul die Studierenden insgesamt zu einem Verständnis der unterschiedlichen wissenschaftlichen Fächerzonen, die eine Universität mit ihren jeweils typischen Analyseverfahren und Interpretationsstrategien prägen, und sensibilisiert sie weiter für die Möglichkeiten bzw. die Notwendigkeit von inter- und transdisziplinären Analyse- und Interpretationsverfahren.
A2 Übung ⇑
[Ü] Interpretieren (LV A2) (BA-LAS-04)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil I, G 026 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil I, G 026 |
Dieses Orientierungs- und Einführungsmodul zum wissenschaftlichen Interpretieren bildet das zentrale Lernforum des Studiengangs im 2. Semester des Orientierungsjahres. Es baut auf den Modulen BA-LAS-01 und BA-LAS-02 auf, indem es ein Verständnis dafür vermittelt, wie in einzelnen wissenschaftlichen Bereichen Wissen dargestellt, analysiert und interpretiert wird, um daraus neues Wissen abzuleiten.
Das Modul macht Studierende damit vertraut, dass Objekte und Inhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und interpretiert werden können. Die Blickwinkel haben wiederum einen Einfluss darauf, welche Antworten sich auf die Fragen finden lassen, die den Ausgangspunkt für das jeweilige wissenschaftliche Interesse bilden. Hauptsächlich werden an ausgewählten Themen unterschiedliche Darstellungen von Wissen (z.B. Texte, Grafiken, Zahlen, Bilder, Videos) diskutiert. Dabei setzen sich die Studierenden kritisch mit Visualisierungen (Fotos, Grafiken) auseinander und hinterfragen insbesondere deren suggestive Wirkung. Aber auch die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in der heutigen Gesellschaft wird eingehend untersucht. Die Studierenden lernen Methoden der Quellenkritik und entwickeln eine Medienkompetenz. Damit befähigt das Modul die Studierenden insgesamt zu einem Verständnis der unterschiedlichen wissenschaftlichen Fächerzonen, die eine Universität mit ihren jeweils typischen Analyseverfahren und Interpretationsstrategien prägen, und sensibilisiert sie weiter für die Möglichkeiten bzw. die Notwendigkeit von inter- und transdisziplinären Analyse- und Interpretationsverfahren.
Residential 1: Angewandte Wissensproduktion (BA-LAS-05) ⇑
A1 Seminar ⇑
[Si] Residential 1: Angewandte Wissensproduktion (BA-LAS-05)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 15:00 Uhr | NeS-S1 (Senckenbergstr. 01, 6) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: NeS-S1 (Senckenbergstr. 01, 6) |
Die Veranstaltung umfasst:
- Impulsvorträge aus den einzelnen Fachtracks
- Projektarbeitsaufträge aus den inhaltlichen Bereichen der Fachtracks, die als eine Grundlage für ihre
Wahl eines entsprechenden Fachtracks ab dem 3. Semester dienen
- Überblick grundlegender Kommunikations- und Feedbackregeln
- Vorbereitung, Aufbau und Foliengestalten eines Vortrags
- Grundlagen des Projektmanagements
Residential 2: Future Thinking (BA-LAS-08) ⇑
A1 Residential ⇑
[Si] Residential 2: "Future Thinking" - Geschichte(n) bewahren, Zukünfte gestalten – Nachhaltiges Lernen über und aus dem Holocaust im globalen Kontext (Seminar mit Exkursion) (BA-LAS-07)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil I, G 233 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil I, G 233 |
Auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt die Auseinandersetzung mit dem Holocaust von zentraler Bedeutung – nicht nur als Mahnung an die Vergangenheit, sondern auch als unverzichtbare Grundlage für eine gerechte(re) Gegenwart und Zukunft. In einer Zeit, in der sich Antisemitismus, Rassismus und nationalistische Weltbilder weltweit (wieder) verfestigen, bietet die Auseinandersetzung mit dem Holocaust eine wertvolle Gelegenheit, die Grundwerte von Demokratie, Menschenrechten und Frieden zu stärken und radikalen Ideologien entgegenzuwirken. Die UNESCO betrachtet Holocaust Education daher als integralen Bestandteil der Critical Global Citizenship Education, die im Rahmen der Agenda für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle spielt.
Ziel des Seminars ist es, diese Rolle der Holocaust Education im Kontext der Demokratieförderung und der Sustainable Development Goals zu diskutieren. Besondere Schwerpunkte liegen auf Gedenkstätten als außerschulische Orte der Wissensproduktion, des Lernens und Gedenkens sowie auf der Bedeutung von Holocaustliteratur zur Förderung von Empathie und kritischem Denken. Eine ganztägige Exkursion zur Internationalen Gedenkstätte Hadamar am 7. Juni 2025 soll diese theoretischen Überlegungen vertiefen und als Grundlage für die anschließende Entwicklung eigener Projekte der Studierenden zur (regionalen) Erinnerungsarbeit im Rahmen ihres fachlichen Schwerpunkts dienen. Das Seminar zeichnet sich zudem durch Gastvorträge von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Institutionen aus und bietet dadurch einen interdisziplinären Ansatz.
Die Sustainable Development Goals (SDGs) werden ebenfalls benannt und ihr Bezug zur Holocaust Education verdeutlicht.
Portfolio-Modul Orientierungsjahr (BA-LAS-06) ⇑
A1 Übung ⇑
A2 Ringvorlesung ⇑
A3 Übung ⇑
[Ü] Portfolio-Modul Orientierungsjahr (LV A3) (BA-LAS-06)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil I, G 026 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil I, G 026 |
Die Studierenden bearbeiten das studienbegleitende digitale Portfolio und haben die Gelegenheit des gemeinsamen Austauschs in der von Mentor:innen unterstützten Veranstaltung A3. Es wird ein entsprechendes Hausarbeitsthema entwickelt; die Hausarbeit bildet den Abschluss des Portfolios.
Inhalt des digitalen Portfolios:
- Hausaufgaben aus den Modulen BA-LAS-01 bis BA-LAS-05
- Reflexionsbericht in Form einer kritischen Auseinandersetzung mit den Lernerfahrungen in den
Modulen BA-LAS-01 bis BA-LAS-05 (2-3 Seiten)
- Prüfungsleistung des Portfolio-Moduls (BA-LAS-06)
Residential 3: Teilhabe an der Forschung (BA-LAS-09) ⇑
A1 Residential ⇑
Fach-Track Module (WiSe 24/25) ⇑
Fach-Track: Sustainable Development and Digital Transformation ⇑
BA-LAS-FT01-01 Empirische Sozialforschung und Klimageographie ⇑
Vorlesung Klimageographie ⇑
Vorlesung Empirische Sozialforschung ⇑
Übung Qualitative Methoden ⇑
Übung Quantitative Methoden ⇑
BA-LAS-FT01-02 Informationstechnologie I ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
BA-LAS-FT01-03 Grundlagen der Programmierung und Visualisierung mit Python ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
BA-LAS-FT01-04 Fundamentals in Human Geography ⇑
Es gilt die Frist des Instituts für Geographie!
Vorlesung Human-/Kulturgeographie ⇑
[Vl] Einführung in die Anthropogeographie: Anthropogeographie (07-BA-Geo-AG; 07-Erdkunde-L3-P-02; AfK-FB07-Antropogeogr; BA-LAS-FT01-04)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 |
Dozent/-in:
Andreas Dittmann
Vorlesung Wirtschaftsgeographie ⇑
[Vl] Einführung in die Anthropogeographie: Wirtschaftsgeographie (07-Ba-Geo-AG; 07-Erdkunde-L3-P-02; 07-BA-Geo-NF1; BA-LAS-FT01-04)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Zeughaushörsaal 010 (Ze-gH), Senckenbergstraße 3 |
Vorlesung Stadtgeographie ⇑
[Ü] Wissenschaftliche Grundlagen Geographischen Schulstoffs 1 (Kurs A) / Fundamentals in Human Geography für LAS (07-Erdkunde-L2/L5-P-01; BA-LAS-FT01-04; 07-BAI-S02-1)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Schloßgasse 7, 314 (Sg-S2) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Schloßgasse 7, 314 (Sg-S2) |
Vorlesung Mobilität ⇑
[Vl] Einführung in die Raumplanung, Verkehrsgeographie und Mobilitätsforschung (07-BA-Geo-RVM, 07-BA-Geo-NF1; BA-LAS-FT01-04)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 33 (Hörsaal III) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 33 (Hörsaal III) |
BA-LAS-FT01-05-WP01 / BA-LAS-FT01-05-WP02 / BA-LAS- FT01-05-WP03 Informationstechnologie II / Textmining / Einführung in Datenbanken ⇑
Es gilt die Frist des Instituts für Informatik!
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Vorlesung ⇑
[Vl] Textmining (07-MDA-08 / 07-NDS-10 / 07-BDS-WPF10)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) |
Übung ⇑
[Ü] Übungen zu Textmining (07-MDA-08 / 07-NDS-10 / 07-BDS-WPF10)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) |
Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in Datenbanken, Dokumentation und Datenbanken (07-MDA-09, 07-Inf-L2-P02, 07-Inf-L2-P-09, 07-NDS-11, 07-I-AF-DDB, AfK-Nr. 18)
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) |
Übung ⇑
[Ü] Übungen zu Einführung in Datenbanken, Dokumentation und Datenbanken (07-MDA-09, 07-Inf-L2-P-02, 07-Inf-L2-P-09, 07-NDS-11, 07-I-AF-DDB, AfK-Nr. 18)
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr | Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Physik, Hörsaalgebäude, 32 (Hörsaal II) |
BA-LAS-FT01-06 Study Project I ⇑
Fachwissenschaftlicher Teil Seminar ⇑
Methodischer Teil Seminar oder Übung ⇑
Praktischer Teil Übung ⇑
BA-LAS-FT01-07 Praktikum / Informationsvisualisierung ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projektseminar ⇑
BA-LAS-FT01-08 Bilanzmodul ⇑
Seminar ⇑
Independent Studies ⇑
BA-LAS-FT01-09-WP01 / BA-LAS-FT01-09-WP02 / BA-LAS- FT01-09-WP03 / BA-LAS-FT01-09-WP04 Praktikum / Study Project II / Web-Development / App-Development / GIS ⇑
Fachwissenschaftlicher Teil Seminar ⇑
Methodischer Teil Seminar oder Übung ⇑
Praktischer Teil Übung ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projekt ⇑
Vorlesung ⇑
Übung ⇑
Projekt ⇑
Vorlesung 1 mit Übung (GIS) ⇑
Vorlesung 2 (Kartographie) ⇑
Selbstgestaltete Arbeit ⇑
BA-LAS-FT01-10 Bachelor-Thesis ⇑
Arbeitsplan aufstellen, Diskussion ⇑
Praktische Ausführung des Arbeitsplans mit Aufarbeitung der Ergebnisse ⇑
Fack-Track: Formationen des Wissens ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
BA-LAS-FDW-01 Weltzugänge ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[P Si] Der Tambora-Ausbruch und das Jahr ohne Sommer: Eine globale Katastrophe und Europa
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Am Beispiel von Klima-, Katastrophen- Umwelt- und Kommunikationsgeschichte möchte das Proseminar Einsichten in die Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts geben. Der Tamboraausbruch blieb zeitgenössisch weitgehend unbemerkt, er löste jedoch eine Subsistenzkrise und gesellschaftliche Erschütterungen aus: Schwerpunkte sind:
1) Die Realgeschichte des Ausbruchs in Südostasien und die Nachrichten in Europa;
2) die Klimageschichte des Jahrzehnts nach 1815 sowie grundsätzlich die Frage nach der Reichweite von Klimageschichte;
3) Subsistenzkrise und Migrationsgeschichte – etwa die Entstehung und Ausbreitung der deutschen Siedlungen in Zentralpolen und Bessarabien;
4) Gesellschaftliche Verwerfungen und antijüdische (antisemitische?) Ausschreitungen.
Einführende Literatur
Wolfgang Behringer, Tambora und das Jahr ohne Sommer: Wie ein Vulkan die Welt in die Krise stürzte. München 2015.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Gesprächsbereit – Interreligiöser Dialog in der Geschichte (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Der dialogische Umgang der Religionen miteinander ist nicht erst ein Phänomen der nachauf-klärerischen Gesellschaften. Es hat Religionsgespräche auch schon in einer Zeit gegeben, als man das Wort Toleranz im modernen Sinn noch nicht kannte. Und zwar „echte“ Dialoge, aber auch fiktive, die methodische und inhaltliche Anleitung boten, wie miteinander zielführend diskutiert werden kann. Beispiele solcher Dialoge aus allen Epochen der Christentumsge-schichte sollen in diesem Seminar gelesen und besprochen werden. Neben den dabei zu erlangenden Kompetenzen in der theologischen Urteilskraft soll auch die ethische Kompetenz gestärkt werden und ebenso die, Gestaltungen der Vermittlung von Inhalten und religiösem Wissen kennen- und beurteilen zu lernen.
[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 1) (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 003 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003 |
Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Das dialogisch angelegte Seminar soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen sowie mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; es wird durch begleitende Tutorien unterstützt.
Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache.
Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.
[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 2) (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 003 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003 |
Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Das dialogisch angelegte Seminar soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen sowie mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; es wird durch begleitende Tutorien unterstützt.
Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache.
Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Si] Parteiisches Christentum und das Christentum in den Parteien (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Als dieses Seminar geplant wurde, war die Bundestagswahl noch für September geplant. Jetzt gilt: Wenn das Seminar beginnt, ist sie schon wieder Geschichte. Die Geschichte der Parteien und ihres Verhältnisses zu den Religionen und insbesondere zum Christentum ist aber alles andere vorbei und im Gegenteil ein hochspannendes Thema. So darf man etwa fragen: Ist überall, wo „C“ draufsteht, auch „C“ drin? Die Sozialdemokratie galt lange als Feindin des Christentums – stimmt das? Was haben dereinst Parteien wie die NSDAP in ihren Parteipro-grammen im Blick auf die Kirchen versprochen – und wie sieht das heute aus? Und so weiter. Insofern ist dieses Seminar etwas für Theolog:innen, für Ethiker:innen und für BALAS (Bachelors of Liberal Arts and Sciences), die dieser speziellen Form der Formation des Wissens nachdenken wollen.
[Si] Philippa Foot: Die Natur des Guten (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Foot gehört zu den einflussreichsten Moralphilosophinnen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Zentral für Foot ist die Widerlegung sowohl des Nonkognitivismus als auch des Konsequentialismus. In ihrem Buch „Die Natur des Guten“ versucht Foot zu zeigen, dass der Begriff des guten menschlichen Lebens untrennbar mit dem Begriff der menschlichen Lebensform verbunden ist. Im Rahmen dieser Überlegungen erweisen sich die Tugenden als wesentliche und notwendige Bestandteile des gelungenen – und auch glücklichen – menschlichen Lebens.
Den Text finden Sie über den Opac als Vollzugriff.
Ph. Foot: Die Natur des Guten, Frankfurt am Main 2014.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Sinn (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Lange Zeit galt es als Ausdruck von Professionalität in der Philosophie, Sinnfragen – insbesondere solche nach dem Sinn des Lebens – als nicht seriös beantwortbar zurückzuweisen. Inzwischen verbreitet sich jedoch die Einsicht, dass diese Fragen viel zu wichtig sind, um sie Leuten zu überlassen, die nur zu bereitwillig ideologische Antworten zur Hand haben. Im Seminar wollen wir uns einen Überblick über die neuere Debatte über den Sinn des Lebens (meaning of life) und die Differenzierungen verschaffen, die in dieser Debatte erarbeitet wurden (z. B. meaning in life vs. meaning of life). Im Seminar soll es auch um allgemeine, gewissermaßen formale Aspekte des Sinnbegriffs gehen: Wovon reden wir, wenn vom Sinn einer Sache reden. Wie verhält sich der Begriff des Sinns zu dem des Zwecks, der Pointe oder der Funktion. Was sind potentielle Träger von Sinn? In welchem Verhältnis steht ein möglicher Sinn des Lebens zum Sinn von Texten, Handlungen, Werkzeugen oder gesellschaftlichen Einrichtungen?
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur zur Vorbereitung
- Himmelmann, Beatrix (2013): »Introduction« in: Dies. (Hg.): On Meaning in Life, Boston Berlin: de Gruyter.
- Metz, Thaddeus (2021): »The Meaning of Life« in: Edward N. Zalta, Uri Nodelman (Hg.) Stanford
- Encyclopedia of Philosophy. https://plato.stanford.edu.
- Rüther, Markus (2023): Sinn im Leben. Eine ethische Theorie, Berlin: Suhrkamp.
[Si] Sprache, Kognition und Künstliche Intelligenz (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Können Maschinen – insbesondere Künstliche Intelligenz – wirklich denken? Und wenn ja, wie unterscheidet sich ihr Denken von unserer eigenen kognitiven Verarbeitung? Was genau verstehen Large Language Models (LLMs), und wie lassen sich ihre Fähigkeiten, Sprache zu erzeugen und zu interpretieren, erklären? Und (wie genau) unterscheidet sich ihre Fähigkeit von unserer menschlichen Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu nutzen?
Diese offenen Fragen stehen im Zentrum des Seminars und führen uns an die Grenzen unseres gegenwärtigen Verständnisses: Es handelt sich um keine abgeschlossenen Fragen – vielmehr fordern sie uns zu einer kritischen Auseinandersetzung auf. Um sie fundiert diskutieren zu können, müssen wir zunächst grundlegende Fragen klären: Was ist Denken bzw. Kognition? Wann sprechen wir von Bedeutung, und ab wann davon, dass Bedeutung verstanden wird? Darüber hinaus müssen wir die »Systeme« verstehen, die wir auf diese Fähigkeiten hin untersuchen: menschliche Kognition und Künstliche Intelligenz.
Daher beschäftigen wir uns zum einen mit neueren Theorien der Kognition, der Bedeutung und des Sprachverstehens, die uns helfen, diese fundamentalen Fragen zu beleuchten. Zum anderen erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Künstlicher Intelligenz, mit einem Fokus auf Deep-Learning und Large Language Models (LLMs). Schließlich diskutieren wir deren Funktionsweise und Grenzen, insbesondere im Vergleich mit menschlicher Kognition.
Das Besondere an diesem Seminar ist die enge Verknüpfung mit der Vortragsreihe des Collegium Gissenum zum gleichen Thema, die ebenfalls mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr stattfindet. Diese Vorträge bieten die Möglichkeit, direkt von Expert:innen zu lernen und mit ihnen über zentrale Fragen zur Kognition und KI zu diskutieren. Als integraler Bestandteil des Seminars ist die Teilnahme an den (ca. fünf) Vorträgen verpflichtend. Durch die vorbereitende Lektüre und Diskussionen im Seminar schaffen wir eine Grundlage, um die Vorträge kritisch zu verfolgen und aktiv an den Diskussionen teilzunehmen. Die dort gewonnenen Einsichten reflektieren wir abschließend gemeinsam im Seminar.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Si] Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
In seiner Summa theologiae I-II, q. 18-21 untersucht Thomas das Gutsein und Schlechtsein menschlicher Handlungen und des menschlichen Willens. Unter anderem folgende Fragen leiten seine Überlegungen: Ist jede menschliche Handlung gut, oder gibt es auch schlechte Handlungen? Kommt der Handlung des Menschen das Gut- bzw. Schlechtsein aufgrund ihres Objektes zu? Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihrer Umstände gut oder schlecht? Ist irgendeine menschliche Handlung ihrer Art nach gut oder schlecht? Ist irgendeine Handlung ihrer Art nach indifferent? Ist das Gutsein des Willens vom Objekt abhängig? Ist das Gutsein des Willens von der Vernunft abhängig? Ist ein von der irrenden Vernunft abweichender Wille schlecht? Etc.
Ziel des Seminars wird es sein, sich Thomas von Aquins Antworten in einer detaillierten Textanalyse zu nähern.
Literatur Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln. Lateinisch/Deutsch, Stuttgart: Reclam 2001.
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Arbeiten mit Ton in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Das Material Ton und die Arbeit mit ihm sind in der zeitgenössischen Kunst gerade wieder sehr gefragt. Doch auch in der Frühen Neuzeit kam Ton auf vielfältige Weise zum Einsatz, wie etwa in kleinformatigen Skizzen für größere Skulpturen und Bronzeplastiken oder auch als Basismaterial für autonome Bildwerke und aufwendig bemalte Gefäße, Schalen und Teller. Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Beispiele das Arbeiten mit Ton an der Schnittstelle von freier und angewandter Kunst vom 15. bis zum 17. Jahrhundert kennenlernen.
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[P Si] Der Tambora-Ausbruch und das Jahr ohne Sommer: Eine globale Katastrophe und Europa
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Am Beispiel von Klima-, Katastrophen- Umwelt- und Kommunikationsgeschichte möchte das Proseminar Einsichten in die Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts geben. Der Tamboraausbruch blieb zeitgenössisch weitgehend unbemerkt, er löste jedoch eine Subsistenzkrise und gesellschaftliche Erschütterungen aus: Schwerpunkte sind:
1) Die Realgeschichte des Ausbruchs in Südostasien und die Nachrichten in Europa;
2) die Klimageschichte des Jahrzehnts nach 1815 sowie grundsätzlich die Frage nach der Reichweite von Klimageschichte;
3) Subsistenzkrise und Migrationsgeschichte – etwa die Entstehung und Ausbreitung der deutschen Siedlungen in Zentralpolen und Bessarabien;
4) Gesellschaftliche Verwerfungen und antijüdische (antisemitische?) Ausschreitungen.
Einführende Literatur
Wolfgang Behringer, Tambora und das Jahr ohne Sommer: Wie ein Vulkan die Welt in die Krise stürzte. München 2015.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Gesprächsbereit – Interreligiöser Dialog in der Geschichte (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Der dialogische Umgang der Religionen miteinander ist nicht erst ein Phänomen der nachauf-klärerischen Gesellschaften. Es hat Religionsgespräche auch schon in einer Zeit gegeben, als man das Wort Toleranz im modernen Sinn noch nicht kannte. Und zwar „echte“ Dialoge, aber auch fiktive, die methodische und inhaltliche Anleitung boten, wie miteinander zielführend diskutiert werden kann. Beispiele solcher Dialoge aus allen Epochen der Christentumsge-schichte sollen in diesem Seminar gelesen und besprochen werden. Neben den dabei zu erlangenden Kompetenzen in der theologischen Urteilskraft soll auch die ethische Kompetenz gestärkt werden und ebenso die, Gestaltungen der Vermittlung von Inhalten und religiösem Wissen kennen- und beurteilen zu lernen.
[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 1) (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 003 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003 |
Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Das dialogisch angelegte Seminar soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen sowie mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; es wird durch begleitende Tutorien unterstützt.
Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache.
Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.
[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 2) (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 003 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003 |
Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Das dialogisch angelegte Seminar soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen sowie mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; es wird durch begleitende Tutorien unterstützt.
Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache.
Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Si] Parteiisches Christentum und das Christentum in den Parteien (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Als dieses Seminar geplant wurde, war die Bundestagswahl noch für September geplant. Jetzt gilt: Wenn das Seminar beginnt, ist sie schon wieder Geschichte. Die Geschichte der Parteien und ihres Verhältnisses zu den Religionen und insbesondere zum Christentum ist aber alles andere vorbei und im Gegenteil ein hochspannendes Thema. So darf man etwa fragen: Ist überall, wo „C“ draufsteht, auch „C“ drin? Die Sozialdemokratie galt lange als Feindin des Christentums – stimmt das? Was haben dereinst Parteien wie die NSDAP in ihren Parteipro-grammen im Blick auf die Kirchen versprochen – und wie sieht das heute aus? Und so weiter. Insofern ist dieses Seminar etwas für Theolog:innen, für Ethiker:innen und für BALAS (Bachelors of Liberal Arts and Sciences), die dieser speziellen Form der Formation des Wissens nachdenken wollen.
[Si] Philippa Foot: Die Natur des Guten (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Foot gehört zu den einflussreichsten Moralphilosophinnen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Zentral für Foot ist die Widerlegung sowohl des Nonkognitivismus als auch des Konsequentialismus. In ihrem Buch „Die Natur des Guten“ versucht Foot zu zeigen, dass der Begriff des guten menschlichen Lebens untrennbar mit dem Begriff der menschlichen Lebensform verbunden ist. Im Rahmen dieser Überlegungen erweisen sich die Tugenden als wesentliche und notwendige Bestandteile des gelungenen – und auch glücklichen – menschlichen Lebens.
Den Text finden Sie über den Opac als Vollzugriff.
Ph. Foot: Die Natur des Guten, Frankfurt am Main 2014.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Sinn (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Lange Zeit galt es als Ausdruck von Professionalität in der Philosophie, Sinnfragen – insbesondere solche nach dem Sinn des Lebens – als nicht seriös beantwortbar zurückzuweisen. Inzwischen verbreitet sich jedoch die Einsicht, dass diese Fragen viel zu wichtig sind, um sie Leuten zu überlassen, die nur zu bereitwillig ideologische Antworten zur Hand haben. Im Seminar wollen wir uns einen Überblick über die neuere Debatte über den Sinn des Lebens (meaning of life) und die Differenzierungen verschaffen, die in dieser Debatte erarbeitet wurden (z. B. meaning in life vs. meaning of life). Im Seminar soll es auch um allgemeine, gewissermaßen formale Aspekte des Sinnbegriffs gehen: Wovon reden wir, wenn vom Sinn einer Sache reden. Wie verhält sich der Begriff des Sinns zu dem des Zwecks, der Pointe oder der Funktion. Was sind potentielle Träger von Sinn? In welchem Verhältnis steht ein möglicher Sinn des Lebens zum Sinn von Texten, Handlungen, Werkzeugen oder gesellschaftlichen Einrichtungen?
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur zur Vorbereitung
- Himmelmann, Beatrix (2013): »Introduction« in: Dies. (Hg.): On Meaning in Life, Boston Berlin: de Gruyter.
- Metz, Thaddeus (2021): »The Meaning of Life« in: Edward N. Zalta, Uri Nodelman (Hg.) Stanford
- Encyclopedia of Philosophy. https://plato.stanford.edu.
- Rüther, Markus (2023): Sinn im Leben. Eine ethische Theorie, Berlin: Suhrkamp.
[Si] Sprache, Kognition und Künstliche Intelligenz (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Können Maschinen – insbesondere Künstliche Intelligenz – wirklich denken? Und wenn ja, wie unterscheidet sich ihr Denken von unserer eigenen kognitiven Verarbeitung? Was genau verstehen Large Language Models (LLMs), und wie lassen sich ihre Fähigkeiten, Sprache zu erzeugen und zu interpretieren, erklären? Und (wie genau) unterscheidet sich ihre Fähigkeit von unserer menschlichen Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu nutzen?
Diese offenen Fragen stehen im Zentrum des Seminars und führen uns an die Grenzen unseres gegenwärtigen Verständnisses: Es handelt sich um keine abgeschlossenen Fragen – vielmehr fordern sie uns zu einer kritischen Auseinandersetzung auf. Um sie fundiert diskutieren zu können, müssen wir zunächst grundlegende Fragen klären: Was ist Denken bzw. Kognition? Wann sprechen wir von Bedeutung, und ab wann davon, dass Bedeutung verstanden wird? Darüber hinaus müssen wir die »Systeme« verstehen, die wir auf diese Fähigkeiten hin untersuchen: menschliche Kognition und Künstliche Intelligenz.
Daher beschäftigen wir uns zum einen mit neueren Theorien der Kognition, der Bedeutung und des Sprachverstehens, die uns helfen, diese fundamentalen Fragen zu beleuchten. Zum anderen erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Künstlicher Intelligenz, mit einem Fokus auf Deep-Learning und Large Language Models (LLMs). Schließlich diskutieren wir deren Funktionsweise und Grenzen, insbesondere im Vergleich mit menschlicher Kognition.
Das Besondere an diesem Seminar ist die enge Verknüpfung mit der Vortragsreihe des Collegium Gissenum zum gleichen Thema, die ebenfalls mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr stattfindet. Diese Vorträge bieten die Möglichkeit, direkt von Expert:innen zu lernen und mit ihnen über zentrale Fragen zur Kognition und KI zu diskutieren. Als integraler Bestandteil des Seminars ist die Teilnahme an den (ca. fünf) Vorträgen verpflichtend. Durch die vorbereitende Lektüre und Diskussionen im Seminar schaffen wir eine Grundlage, um die Vorträge kritisch zu verfolgen und aktiv an den Diskussionen teilzunehmen. Die dort gewonnenen Einsichten reflektieren wir abschließend gemeinsam im Seminar.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Si] Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
In seiner Summa theologiae I-II, q. 18-21 untersucht Thomas das Gutsein und Schlechtsein menschlicher Handlungen und des menschlichen Willens. Unter anderem folgende Fragen leiten seine Überlegungen: Ist jede menschliche Handlung gut, oder gibt es auch schlechte Handlungen? Kommt der Handlung des Menschen das Gut- bzw. Schlechtsein aufgrund ihres Objektes zu? Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihrer Umstände gut oder schlecht? Ist irgendeine menschliche Handlung ihrer Art nach gut oder schlecht? Ist irgendeine Handlung ihrer Art nach indifferent? Ist das Gutsein des Willens vom Objekt abhängig? Ist das Gutsein des Willens von der Vernunft abhängig? Ist ein von der irrenden Vernunft abweichender Wille schlecht? Etc.
Ziel des Seminars wird es sein, sich Thomas von Aquins Antworten in einer detaillierten Textanalyse zu nähern.
Literatur Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln. Lateinisch/Deutsch, Stuttgart: Reclam 2001.
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
BA-LAS-FDW-02 Wissensformen ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[Si] Philippa Foot: Die Natur des Guten (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Foot gehört zu den einflussreichsten Moralphilosophinnen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Zentral für Foot ist die Widerlegung sowohl des Nonkognitivismus als auch des Konsequentialismus. In ihrem Buch „Die Natur des Guten“ versucht Foot zu zeigen, dass der Begriff des guten menschlichen Lebens untrennbar mit dem Begriff der menschlichen Lebensform verbunden ist. Im Rahmen dieser Überlegungen erweisen sich die Tugenden als wesentliche und notwendige Bestandteile des gelungenen – und auch glücklichen – menschlichen Lebens.
Den Text finden Sie über den Opac als Vollzugriff.
Ph. Foot: Die Natur des Guten, Frankfurt am Main 2014.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Sinn (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Lange Zeit galt es als Ausdruck von Professionalität in der Philosophie, Sinnfragen – insbesondere solche nach dem Sinn des Lebens – als nicht seriös beantwortbar zurückzuweisen. Inzwischen verbreitet sich jedoch die Einsicht, dass diese Fragen viel zu wichtig sind, um sie Leuten zu überlassen, die nur zu bereitwillig ideologische Antworten zur Hand haben. Im Seminar wollen wir uns einen Überblick über die neuere Debatte über den Sinn des Lebens (meaning of life) und die Differenzierungen verschaffen, die in dieser Debatte erarbeitet wurden (z. B. meaning in life vs. meaning of life). Im Seminar soll es auch um allgemeine, gewissermaßen formale Aspekte des Sinnbegriffs gehen: Wovon reden wir, wenn vom Sinn einer Sache reden. Wie verhält sich der Begriff des Sinns zu dem des Zwecks, der Pointe oder der Funktion. Was sind potentielle Träger von Sinn? In welchem Verhältnis steht ein möglicher Sinn des Lebens zum Sinn von Texten, Handlungen, Werkzeugen oder gesellschaftlichen Einrichtungen?
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur zur Vorbereitung
- Himmelmann, Beatrix (2013): »Introduction« in: Dies. (Hg.): On Meaning in Life, Boston Berlin: de Gruyter.
- Metz, Thaddeus (2021): »The Meaning of Life« in: Edward N. Zalta, Uri Nodelman (Hg.) Stanford
- Encyclopedia of Philosophy. https://plato.stanford.edu.
- Rüther, Markus (2023): Sinn im Leben. Eine ethische Theorie, Berlin: Suhrkamp.
[Si] Sprache, Kognition und Künstliche Intelligenz (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Können Maschinen – insbesondere Künstliche Intelligenz – wirklich denken? Und wenn ja, wie unterscheidet sich ihr Denken von unserer eigenen kognitiven Verarbeitung? Was genau verstehen Large Language Models (LLMs), und wie lassen sich ihre Fähigkeiten, Sprache zu erzeugen und zu interpretieren, erklären? Und (wie genau) unterscheidet sich ihre Fähigkeit von unserer menschlichen Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu nutzen?
Diese offenen Fragen stehen im Zentrum des Seminars und führen uns an die Grenzen unseres gegenwärtigen Verständnisses: Es handelt sich um keine abgeschlossenen Fragen – vielmehr fordern sie uns zu einer kritischen Auseinandersetzung auf. Um sie fundiert diskutieren zu können, müssen wir zunächst grundlegende Fragen klären: Was ist Denken bzw. Kognition? Wann sprechen wir von Bedeutung, und ab wann davon, dass Bedeutung verstanden wird? Darüber hinaus müssen wir die »Systeme« verstehen, die wir auf diese Fähigkeiten hin untersuchen: menschliche Kognition und Künstliche Intelligenz.
Daher beschäftigen wir uns zum einen mit neueren Theorien der Kognition, der Bedeutung und des Sprachverstehens, die uns helfen, diese fundamentalen Fragen zu beleuchten. Zum anderen erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Künstlicher Intelligenz, mit einem Fokus auf Deep-Learning und Large Language Models (LLMs). Schließlich diskutieren wir deren Funktionsweise und Grenzen, insbesondere im Vergleich mit menschlicher Kognition.
Das Besondere an diesem Seminar ist die enge Verknüpfung mit der Vortragsreihe des Collegium Gissenum zum gleichen Thema, die ebenfalls mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr stattfindet. Diese Vorträge bieten die Möglichkeit, direkt von Expert:innen zu lernen und mit ihnen über zentrale Fragen zur Kognition und KI zu diskutieren. Als integraler Bestandteil des Seminars ist die Teilnahme an den (ca. fünf) Vorträgen verpflichtend. Durch die vorbereitende Lektüre und Diskussionen im Seminar schaffen wir eine Grundlage, um die Vorträge kritisch zu verfolgen und aktiv an den Diskussionen teilzunehmen. Die dort gewonnenen Einsichten reflektieren wir abschließend gemeinsam im Seminar.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Si] Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
In seiner Summa theologiae I-II, q. 18-21 untersucht Thomas das Gutsein und Schlechtsein menschlicher Handlungen und des menschlichen Willens. Unter anderem folgende Fragen leiten seine Überlegungen: Ist jede menschliche Handlung gut, oder gibt es auch schlechte Handlungen? Kommt der Handlung des Menschen das Gut- bzw. Schlechtsein aufgrund ihres Objektes zu? Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihrer Umstände gut oder schlecht? Ist irgendeine menschliche Handlung ihrer Art nach gut oder schlecht? Ist irgendeine Handlung ihrer Art nach indifferent? Ist das Gutsein des Willens vom Objekt abhängig? Ist das Gutsein des Willens von der Vernunft abhängig? Ist ein von der irrenden Vernunft abweichender Wille schlecht? Etc.
Ziel des Seminars wird es sein, sich Thomas von Aquins Antworten in einer detaillierten Textanalyse zu nähern.
Literatur Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln. Lateinisch/Deutsch, Stuttgart: Reclam 2001.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[Si] Philippa Foot: Die Natur des Guten (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Foot gehört zu den einflussreichsten Moralphilosophinnen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Zentral für Foot ist die Widerlegung sowohl des Nonkognitivismus als auch des Konsequentialismus. In ihrem Buch „Die Natur des Guten“ versucht Foot zu zeigen, dass der Begriff des guten menschlichen Lebens untrennbar mit dem Begriff der menschlichen Lebensform verbunden ist. Im Rahmen dieser Überlegungen erweisen sich die Tugenden als wesentliche und notwendige Bestandteile des gelungenen – und auch glücklichen – menschlichen Lebens.
Den Text finden Sie über den Opac als Vollzugriff.
Ph. Foot: Die Natur des Guten, Frankfurt am Main 2014.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Sinn (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Lange Zeit galt es als Ausdruck von Professionalität in der Philosophie, Sinnfragen – insbesondere solche nach dem Sinn des Lebens – als nicht seriös beantwortbar zurückzuweisen. Inzwischen verbreitet sich jedoch die Einsicht, dass diese Fragen viel zu wichtig sind, um sie Leuten zu überlassen, die nur zu bereitwillig ideologische Antworten zur Hand haben. Im Seminar wollen wir uns einen Überblick über die neuere Debatte über den Sinn des Lebens (meaning of life) und die Differenzierungen verschaffen, die in dieser Debatte erarbeitet wurden (z. B. meaning in life vs. meaning of life). Im Seminar soll es auch um allgemeine, gewissermaßen formale Aspekte des Sinnbegriffs gehen: Wovon reden wir, wenn vom Sinn einer Sache reden. Wie verhält sich der Begriff des Sinns zu dem des Zwecks, der Pointe oder der Funktion. Was sind potentielle Träger von Sinn? In welchem Verhältnis steht ein möglicher Sinn des Lebens zum Sinn von Texten, Handlungen, Werkzeugen oder gesellschaftlichen Einrichtungen?
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur zur Vorbereitung
- Himmelmann, Beatrix (2013): »Introduction« in: Dies. (Hg.): On Meaning in Life, Boston Berlin: de Gruyter.
- Metz, Thaddeus (2021): »The Meaning of Life« in: Edward N. Zalta, Uri Nodelman (Hg.) Stanford
- Encyclopedia of Philosophy. https://plato.stanford.edu.
- Rüther, Markus (2023): Sinn im Leben. Eine ethische Theorie, Berlin: Suhrkamp.
[Si] Sprache, Kognition und Künstliche Intelligenz (AfK-Nr.: 407/408)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Können Maschinen – insbesondere Künstliche Intelligenz – wirklich denken? Und wenn ja, wie unterscheidet sich ihr Denken von unserer eigenen kognitiven Verarbeitung? Was genau verstehen Large Language Models (LLMs), und wie lassen sich ihre Fähigkeiten, Sprache zu erzeugen und zu interpretieren, erklären? Und (wie genau) unterscheidet sich ihre Fähigkeit von unserer menschlichen Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu nutzen?
Diese offenen Fragen stehen im Zentrum des Seminars und führen uns an die Grenzen unseres gegenwärtigen Verständnisses: Es handelt sich um keine abgeschlossenen Fragen – vielmehr fordern sie uns zu einer kritischen Auseinandersetzung auf. Um sie fundiert diskutieren zu können, müssen wir zunächst grundlegende Fragen klären: Was ist Denken bzw. Kognition? Wann sprechen wir von Bedeutung, und ab wann davon, dass Bedeutung verstanden wird? Darüber hinaus müssen wir die »Systeme« verstehen, die wir auf diese Fähigkeiten hin untersuchen: menschliche Kognition und Künstliche Intelligenz.
Daher beschäftigen wir uns zum einen mit neueren Theorien der Kognition, der Bedeutung und des Sprachverstehens, die uns helfen, diese fundamentalen Fragen zu beleuchten. Zum anderen erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Künstlicher Intelligenz, mit einem Fokus auf Deep-Learning und Large Language Models (LLMs). Schließlich diskutieren wir deren Funktionsweise und Grenzen, insbesondere im Vergleich mit menschlicher Kognition.
Das Besondere an diesem Seminar ist die enge Verknüpfung mit der Vortragsreihe des Collegium Gissenum zum gleichen Thema, die ebenfalls mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr stattfindet. Diese Vorträge bieten die Möglichkeit, direkt von Expert:innen zu lernen und mit ihnen über zentrale Fragen zur Kognition und KI zu diskutieren. Als integraler Bestandteil des Seminars ist die Teilnahme an den (ca. fünf) Vorträgen verpflichtend. Durch die vorbereitende Lektüre und Diskussionen im Seminar schaffen wir eine Grundlage, um die Vorträge kritisch zu verfolgen und aktiv an den Diskussionen teilzunehmen. Die dort gewonnenen Einsichten reflektieren wir abschließend gemeinsam im Seminar.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Si] Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln (AfK-Nr.: 409/410)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
In seiner Summa theologiae I-II, q. 18-21 untersucht Thomas das Gutsein und Schlechtsein menschlicher Handlungen und des menschlichen Willens. Unter anderem folgende Fragen leiten seine Überlegungen: Ist jede menschliche Handlung gut, oder gibt es auch schlechte Handlungen? Kommt der Handlung des Menschen das Gut- bzw. Schlechtsein aufgrund ihres Objektes zu? Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihrer Umstände gut oder schlecht? Ist irgendeine menschliche Handlung ihrer Art nach gut oder schlecht? Ist irgendeine Handlung ihrer Art nach indifferent? Ist das Gutsein des Willens vom Objekt abhängig? Ist das Gutsein des Willens von der Vernunft abhängig? Ist ein von der irrenden Vernunft abweichender Wille schlecht? Etc.
Ziel des Seminars wird es sein, sich Thomas von Aquins Antworten in einer detaillierten Textanalyse zu nähern.
Literatur Thomas von Aquin: Über sittliches Handeln. Lateinisch/Deutsch, Stuttgart: Reclam 2001.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
BA-LAS-FDW-03 Kontexte des Wissens ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Antisemitismus in Literatur und Kultur - von der Bibel bis zur Gegenwart (Biblische Theologie)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Wie alt ist der Antijudaismus? Wie antijudaistisch sind biblische Texte? Inwiefern hat ihr Bild des Judentums über Jahrhunderte hinweg deutschsprachige Literatur geprägt? Wo knüpfte die antisemitische Literaturproduktion des nationalistischen Antisemitismus an? In welche Sprache kleidet sich Antisemitismus in unseren Tagen? Ist der Antijudaismus das hässliche Erbe von Glaubensgemeinschaften, die den Kreuzestod Jesu als heilsnotwendig erachten, zugleich aber einen Schuldigen für die Katastrophe des „Gottesmordes“ suchten? Diesen und anderen Fragen geht das Seminar nach, das Studierende der Germanistik und der Theologie miteinander ins Gespräch bringen will, um stichprobenartig Literatur mit Blick auf antijudaistische bzw. antisemitische Implikationen und deren sozialgeschichtlichen Kontexte zu beleuchten.
Literatur:
Werner Bergmann, Geschichte des Antisemitismus (Beck`sche Reihe), München 5. Auflage 2016 (2002); Mona Körte, Literarischer Antisemitismus, in: Wolfgang Benz (Ed.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung herausgegeben. 8 Vol., München 2008-2015, Vol. 3, 195-200; Michael Ley, Kleine Geschichte des Antisemitismus (UTB 2408), München 2003; Peter Longerich, Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute, München 2021; David Nirenberg, Antijudaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens. Aus dem Englischen von Martin Richter, (Beck) München 2. Aufl. 2017 (2013, 2015); Robert S. Wistrich, A Lethal Obsession. Anti-Semitism from Antiquity to the global Jihad, New York 2010.
[P Si] Der Tambora-Ausbruch und das Jahr ohne Sommer: Eine globale Katastrophe und Europa
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Am Beispiel von Klima-, Katastrophen- Umwelt- und Kommunikationsgeschichte möchte das Proseminar Einsichten in die Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts geben. Der Tamboraausbruch blieb zeitgenössisch weitgehend unbemerkt, er löste jedoch eine Subsistenzkrise und gesellschaftliche Erschütterungen aus: Schwerpunkte sind:
1) Die Realgeschichte des Ausbruchs in Südostasien und die Nachrichten in Europa;
2) die Klimageschichte des Jahrzehnts nach 1815 sowie grundsätzlich die Frage nach der Reichweite von Klimageschichte;
3) Subsistenzkrise und Migrationsgeschichte – etwa die Entstehung und Ausbreitung der deutschen Siedlungen in Zentralpolen und Bessarabien;
4) Gesellschaftliche Verwerfungen und antijüdische (antisemitische?) Ausschreitungen.
Einführende Literatur
Wolfgang Behringer, Tambora und das Jahr ohne Sommer: Wie ein Vulkan die Welt in die Krise stürzte. München 2015.
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[H Si] Preußen – eine vergessene europäische und deutsche Geschichte
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a |
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts.
Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen.
Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin.
Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur
Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Antisemitismus in Literatur und Kultur - von der Bibel bis zur Gegenwart (Biblische Theologie)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Wie alt ist der Antijudaismus? Wie antijudaistisch sind biblische Texte? Inwiefern hat ihr Bild des Judentums über Jahrhunderte hinweg deutschsprachige Literatur geprägt? Wo knüpfte die antisemitische Literaturproduktion des nationalistischen Antisemitismus an? In welche Sprache kleidet sich Antisemitismus in unseren Tagen? Ist der Antijudaismus das hässliche Erbe von Glaubensgemeinschaften, die den Kreuzestod Jesu als heilsnotwendig erachten, zugleich aber einen Schuldigen für die Katastrophe des „Gottesmordes“ suchten? Diesen und anderen Fragen geht das Seminar nach, das Studierende der Germanistik und der Theologie miteinander ins Gespräch bringen will, um stichprobenartig Literatur mit Blick auf antijudaistische bzw. antisemitische Implikationen und deren sozialgeschichtlichen Kontexte zu beleuchten.
Literatur:
Werner Bergmann, Geschichte des Antisemitismus (Beck`sche Reihe), München 5. Auflage 2016 (2002); Mona Körte, Literarischer Antisemitismus, in: Wolfgang Benz (Ed.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung herausgegeben. 8 Vol., München 2008-2015, Vol. 3, 195-200; Michael Ley, Kleine Geschichte des Antisemitismus (UTB 2408), München 2003; Peter Longerich, Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute, München 2021; David Nirenberg, Antijudaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens. Aus dem Englischen von Martin Richter, (Beck) München 2. Aufl. 2017 (2013, 2015); Robert S. Wistrich, A Lethal Obsession. Anti-Semitism from Antiquity to the global Jihad, New York 2010.
[P Si] Der Tambora-Ausbruch und das Jahr ohne Sommer: Eine globale Katastrophe und Europa
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
Am Beispiel von Klima-, Katastrophen- Umwelt- und Kommunikationsgeschichte möchte das Proseminar Einsichten in die Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts geben. Der Tamboraausbruch blieb zeitgenössisch weitgehend unbemerkt, er löste jedoch eine Subsistenzkrise und gesellschaftliche Erschütterungen aus: Schwerpunkte sind:
1) Die Realgeschichte des Ausbruchs in Südostasien und die Nachrichten in Europa;
2) die Klimageschichte des Jahrzehnts nach 1815 sowie grundsätzlich die Frage nach der Reichweite von Klimageschichte;
3) Subsistenzkrise und Migrationsgeschichte – etwa die Entstehung und Ausbreitung der deutschen Siedlungen in Zentralpolen und Bessarabien;
4) Gesellschaftliche Verwerfungen und antijüdische (antisemitische?) Ausschreitungen.
Einführende Literatur
Wolfgang Behringer, Tambora und das Jahr ohne Sommer: Wie ein Vulkan die Welt in die Krise stürzte. München 2015.
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Erkenntnistheoretischer und ethischer Relativismus
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 102 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102 |
2018 sagte der damalige AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, dass „Hitler und die Nazis“ nur ein „Vogelschiss in über Tausend Jahre[n] erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen seien. Daraufhin wurde Gauland von vielen Seiten eine Relativierung des Nationalsozialismus und des Holocausts vorgeworfen. Eine solche Relativierung ist v.a. in Deutschland ein No-Go. Nicht nur hinsichtlich politisch-ethischer Sachverhalte, hat eine Relativierung keinen guten Stand: So wird der alethische Relativismus, der u.a. behauptet, dass Überzeugungen nur relativ zum Sprachsystem wahr sind, von den meisten oder zumindest einer sehr großen Zahl von Philosophen abgelehnt. Der wissenschaftstheoretische Relativismus ist mit heftiger Kritik konfrontiert, da er – in einer bestimmten Version – behauptet, dass naturwissenschaftliche Sätze nur vor dem Hintergrund einer bestimmten Wissenschaftsgemeinschaft wahr sind. Noch schärfer ist die Kritik wohl am Moralischen Relativismus. Die Behauptung, dass das, was moralisch geboten und verboten ist, etwa von Kultur abhängt, ruft nahezu unweigerlich den Einwand auf den Plan, dass hieraus die schlimmsten Verbrechen legitimiert werden könnten, weil sie den Moralvorstellungen der jeweiligen Kultur nicht widersprächen.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[H Si] Preußen – eine vergessene europäische und deutsche Geschichte
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a |
Die Geschichte Preußens ist in Deutschland und insbesondere in Hessen weitgehend vergessen. Sie prägt jedoch durch die Entstehung eines spezifischen Entwicklungsweges mit besonderer Akzentuierung von Militarismus und Bürokratie die deutsche und europäische Geschichte des 18.-20. Jahrhunderts.
Das Hauptseminar möchte diese vergessene Geschichte Preußens in all ihren verschiedenen Facetten aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts neu vorstellen. Schwerpunkte können nach den Interessen der Seminarteilnehmer gewählt werden, gesetzt sind Militär und Sozialdisziplinierung, Wissens- und Kulturgeschichte („Kulturstaat Preußen“), Preußen und Osteuropa / Polen.
Geplant ist eine Exkursion, entweder in das einzige deutsche staatliche Preußenmuseum in Minden/Westfalen oder in das private Museum in Wustrau bei Neuruppin.
Erwünscht ist Forschungsinteresse, gerade die aktuell wenig beforschte Geschichte Preußens bietet viel Möglichkeiten.
Einführende Literatur
Hans-Jürgen Bömelburg, Andreas Lawaty, Preußen. Deutsche Debatten 18. – 21. Jahrhundert. Eine Anthologie. Stuttgart 2018.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
BA-LAS-FDW-04 Wissen schaffen ⇑
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[H Si] Peripheral Histories of Internet: How Eastern Europe (Re)Connected with the World
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
[P Si] Städtische Utopien und Planstädte in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Die Stadt und ihre Planung war schon immer ein Mittel des Einwirkens auf die Gesellschaft und war oft auch mit der Idee einer Verbesserung oder gar einer Perfektibilisierung der Menschen und ihres Zusammenlebens verbunden. Dies gilt insbesondere für die Frühe Neuzeit, in der die planvolle Umsetzung dieser angeblich utopischen Ideen auch angegangen wurde. In vielen neuerrichteten oder großräumig erneuerten Planstädten in Europa wie auch in den Kolonien wurde die Anlage der Straßen, der Häuser und Grundstücke mit bestimmten Hintergedanken im großen Stile verfolgt. Damit konnten die Städte auf bestimmte Funktionen zum Beispiel als fürstliche Residenzen oder auf wirtschaftliche Effektivität ausgerichtet werden.
Im Proseminar werden Fragen der Stadtarchitektur im Laufe der Zeit, als Teil utopischer Schriften wie auch in ihrer Umsetzung untersucht werden. Dabei werden die gesellschaftlichen Funktionen die diese Elemente erfüllen sollen, genauso wie ihre möglicherweise nicht intendierten Folgen auf das städtische Leben zwischen 1500 und 1800 in den Blick genommen.
Die Lektüre englischer Texte ist erwartet.
(Das Proseminar lässt sich inhaltlich gut mit der Exkursion - Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit - kombinieren, die ebenfalls im Sommersemester angeboten wird.)
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[H Si] Peripheral Histories of Internet: How Eastern Europe (Re)Connected with the World
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 |
[Ex Sem] Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit
Vormoderne Städte traten in verschiedenen Formen auf. Die Unterschiede in Funktion und rechtlichem Status prägten die Entwicklungen und das Leben in der jeweiligen Stadt. Die Stadt ist sowohl Produkt des in ihr stattfindenden gesellschaftlichen Lebens wie auch grundsätzlich prägend für dieses, weswegen städtische Quellen zu Topographie, Entwicklung und aktive Gestaltung verschiedenste Perspektiven auf vormoderne Gesellschaften eröffnen. Dabei lassen sich anhand von Elementen der baulichen Erhaltung und Veränderung spezifisch zeitgenössische Funktionalisierungen ablesen.
Im exkursionsvorbereitenden Seminar sollen daher sowohl die Entstehung und Entwicklung von Städten als auch das städtische Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit betrachtet werden und der Einfluss der verschiedenen Stadttypen untersucht werden. Noch heute lässt sich beispielsweise an Aufbau und Bild der Stadt beobachten, ob eine Stadt wie Straßburg im Mittelalter den Rang einer Reichsstadt hatte oder wie Ludwigsburg erst in der Frühen Neuzeit als herzogliche Residenzstadt gegründet und geplant wurde. Im Falle von Ludwigsburg liegt dies unter anderem auch daran, dass die Innenstadt aufgrund ausgebliebener großer Kriegszerstörung weitestgehend im Originalzustand verblieben ist. Als eine der größten barocken Planstädte ist die Stadt somit ein ideales Ziel für die objekt- und ortsbezogene Untersuchung frühneuzeitlicher Stadtplanung. Straßburg hingegen zeichnet sich historisch durch seine wechselnden Städtetypen (Bischofsstadt und Freie Reichsstadt), die die Entwicklung prägten, sowie die allgemeine Bedeutung der Stadt im Heiligen Römischen Reich aus.
Neben stadthistorischen Inhalte werden auch unterschiedliche Medien und Quellen aus Mittelalter und Früher Neuzeit behandelt, welche die Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg vorbereiten.
Die Exkursion findet von Mo. 29.09.25 bis Fr. 03.10.25 (2,5 Tage Straßburg/ 2,5 Tage Ludwigsburg) statt. Verbindliche Anmeldungen müssen bis zum 16.05. bei Frau Berg (Sekretariat Frühe Neuzeit, Phil I, Raum C110) erfolgen.
Eine erste Vorbereitungssitzung findet am 25.04. von 14 bis 16 Uhr in C 113, statt.
[P Si] Städtische Utopien und Planstädte in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Die Stadt und ihre Planung war schon immer ein Mittel des Einwirkens auf die Gesellschaft und war oft auch mit der Idee einer Verbesserung oder gar einer Perfektibilisierung der Menschen und ihres Zusammenlebens verbunden. Dies gilt insbesondere für die Frühe Neuzeit, in der die planvolle Umsetzung dieser angeblich utopischen Ideen auch angegangen wurde. In vielen neuerrichteten oder großräumig erneuerten Planstädten in Europa wie auch in den Kolonien wurde die Anlage der Straßen, der Häuser und Grundstücke mit bestimmten Hintergedanken im großen Stile verfolgt. Damit konnten die Städte auf bestimmte Funktionen zum Beispiel als fürstliche Residenzen oder auf wirtschaftliche Effektivität ausgerichtet werden.
Im Proseminar werden Fragen der Stadtarchitektur im Laufe der Zeit, als Teil utopischer Schriften wie auch in ihrer Umsetzung untersucht werden. Dabei werden die gesellschaftlichen Funktionen die diese Elemente erfüllen sollen, genauso wie ihre möglicherweise nicht intendierten Folgen auf das städtische Leben zwischen 1500 und 1800 in den Blick genommen.
Die Lektüre englischer Texte ist erwartet.
(Das Proseminar lässt sich inhaltlich gut mit der Exkursion - Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit - kombinieren, die ebenfalls im Sommersemester angeboten wird.)
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Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[Ü] Kultur und soziale Praktiken (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 115 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 115 |
Das Wort »Kultur« ist allgegenwärtig. Wir sprechen von Unternehmenskulturen, Kochkulturen, Hochkultur, Subkulturen, anderen Kulturen und vielem mehr. Der Ausdruck wird in den unterschiedlichsten Kontexten und zu ganz verschiedenen Zwecken gebraucht: Manchmal dient er dazu, den Unterschied zum Natürlichen hervorzuheben oder zu betonen, was erlernt und nicht angeboren ist. Mal schwingt eine ideologische Botschaft mit, mal steht die Hervorhebung von Kunst und Intellekt im Vordergrund (etwa bei der »Hochkultur«).
Zentrale Fragen des Seminars lauten: Gibt es überhaupt ein einheitliches Phänomen, das wir mit dem Ausdruck »Kultur« meinen? Ist es möglich, eine Bestimmung zu finden, die die vielfältigen Facetten seines Gebrauchs abdeckt – oder zumindest eine Minimaldefinition? Oder ist der Ausdruck unauflöslich vieldeutig? Welche Aufgaben kommen einer Theorie der Kultur zu? Wie sollte eine Wissenschaft der Kultur beschaffen sein?
In diesem Seminar gehen wir diesen grundlegenden Fragen nach. Anhand ausgewählter Texte beleuchten wir Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Verwendung des Ausdrucks »Kultur« und diskutieren, welches Phänomen oder welche Phänomene damit erfasst werden sollen, welche (Erklärungs-)Funktionen der Verweis auf Kultur erfüllt und welche theoretischen Ansätze geeignet sind, um kulturelle Phänomene zu erklären.
Neben der Lektüre und Analyse zentraler Texte zur Kulturtheorie steht die gemeinsame Diskussion im Vordergrund. Auch durch Gruppenarbeiten und Kurzpräsentationen haben Sie die Möglichkeit, aktiv am Verlauf des Seminars mitzuwirken. Das Seminar ist gerade auch geeignet für Studierende, die sich in einer frühen Phase ihres Wahlpflichtstudiums befinden.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[P Si] Städtische Utopien und Planstädte in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Die Stadt und ihre Planung war schon immer ein Mittel des Einwirkens auf die Gesellschaft und war oft auch mit der Idee einer Verbesserung oder gar einer Perfektibilisierung der Menschen und ihres Zusammenlebens verbunden. Dies gilt insbesondere für die Frühe Neuzeit, in der die planvolle Umsetzung dieser angeblich utopischen Ideen auch angegangen wurde. In vielen neuerrichteten oder großräumig erneuerten Planstädten in Europa wie auch in den Kolonien wurde die Anlage der Straßen, der Häuser und Grundstücke mit bestimmten Hintergedanken im großen Stile verfolgt. Damit konnten die Städte auf bestimmte Funktionen zum Beispiel als fürstliche Residenzen oder auf wirtschaftliche Effektivität ausgerichtet werden.
Im Proseminar werden Fragen der Stadtarchitektur im Laufe der Zeit, als Teil utopischer Schriften wie auch in ihrer Umsetzung untersucht werden. Dabei werden die gesellschaftlichen Funktionen die diese Elemente erfüllen sollen, genauso wie ihre möglicherweise nicht intendierten Folgen auf das städtische Leben zwischen 1500 und 1800 in den Blick genommen.
Die Lektüre englischer Texte ist erwartet.
(Das Proseminar lässt sich inhaltlich gut mit der Exkursion - Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit - kombinieren, die ebenfalls im Sommersemester angeboten wird.)
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[Si] Klangraum der Theologie – Vertonungen des Glaubens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Martin Luther hat’s gewusst und daraufhin pointiert formuliert: „Ich gebe nach der Theologie der Musica die höchste Ehre“. Theologie und Musik gehören aber nicht erst seit Luther und erst recht nicht erst seit Johann Sebastian Bach zusammen, wenngleich beide auf diesem Gebiet Bedeutendes geleistet haben. Sondern buchstäblich klingt da schon immer etwas zusammen. Denkt man über „Formationen des Wissens“ nach, dann ist das Lied, ist die Musik eine ganz eigene Art, theologische Inhalte zu schaffen, zu bewahren und zu vermitteln.
Diesem Zusammenklingen wollen wir nachdenken, indem wir die Geschichte der Musik in Gottesdienst und Kirche betrachten, indem wir aber vor allem Gesangbuchlieder – traditionelle und moderne – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund verstehen und interpretieren lernen und am Rande auch umgekehrt scheinbar profanes Liedgut auf religiöse Momente hin befragen wollen. Dabei kommen Liederdichter wie Luther, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Jürgen Henkys ebenso zu Wort (und Klang) wie die WiseGuys oder Kasalla.
[Ü] Kultur und soziale Praktiken (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 115 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 115 |
Das Wort »Kultur« ist allgegenwärtig. Wir sprechen von Unternehmenskulturen, Kochkulturen, Hochkultur, Subkulturen, anderen Kulturen und vielem mehr. Der Ausdruck wird in den unterschiedlichsten Kontexten und zu ganz verschiedenen Zwecken gebraucht: Manchmal dient er dazu, den Unterschied zum Natürlichen hervorzuheben oder zu betonen, was erlernt und nicht angeboren ist. Mal schwingt eine ideologische Botschaft mit, mal steht die Hervorhebung von Kunst und Intellekt im Vordergrund (etwa bei der »Hochkultur«).
Zentrale Fragen des Seminars lauten: Gibt es überhaupt ein einheitliches Phänomen, das wir mit dem Ausdruck »Kultur« meinen? Ist es möglich, eine Bestimmung zu finden, die die vielfältigen Facetten seines Gebrauchs abdeckt – oder zumindest eine Minimaldefinition? Oder ist der Ausdruck unauflöslich vieldeutig? Welche Aufgaben kommen einer Theorie der Kultur zu? Wie sollte eine Wissenschaft der Kultur beschaffen sein?
In diesem Seminar gehen wir diesen grundlegenden Fragen nach. Anhand ausgewählter Texte beleuchten wir Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Verwendung des Ausdrucks »Kultur« und diskutieren, welches Phänomen oder welche Phänomene damit erfasst werden sollen, welche (Erklärungs-)Funktionen der Verweis auf Kultur erfüllt und welche theoretischen Ansätze geeignet sind, um kulturelle Phänomene zu erklären.
Neben der Lektüre und Analyse zentraler Texte zur Kulturtheorie steht die gemeinsame Diskussion im Vordergrund. Auch durch Gruppenarbeiten und Kurzpräsentationen haben Sie die Möglichkeit, aktiv am Verlauf des Seminars mitzuwirken. Das Seminar ist gerade auch geeignet für Studierende, die sich in einer frühen Phase ihres Wahlpflichtstudiums befinden.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Ex Sem] Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit
Vormoderne Städte traten in verschiedenen Formen auf. Die Unterschiede in Funktion und rechtlichem Status prägten die Entwicklungen und das Leben in der jeweiligen Stadt. Die Stadt ist sowohl Produkt des in ihr stattfindenden gesellschaftlichen Lebens wie auch grundsätzlich prägend für dieses, weswegen städtische Quellen zu Topographie, Entwicklung und aktive Gestaltung verschiedenste Perspektiven auf vormoderne Gesellschaften eröffnen. Dabei lassen sich anhand von Elementen der baulichen Erhaltung und Veränderung spezifisch zeitgenössische Funktionalisierungen ablesen.
Im exkursionsvorbereitenden Seminar sollen daher sowohl die Entstehung und Entwicklung von Städten als auch das städtische Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit betrachtet werden und der Einfluss der verschiedenen Stadttypen untersucht werden. Noch heute lässt sich beispielsweise an Aufbau und Bild der Stadt beobachten, ob eine Stadt wie Straßburg im Mittelalter den Rang einer Reichsstadt hatte oder wie Ludwigsburg erst in der Frühen Neuzeit als herzogliche Residenzstadt gegründet und geplant wurde. Im Falle von Ludwigsburg liegt dies unter anderem auch daran, dass die Innenstadt aufgrund ausgebliebener großer Kriegszerstörung weitestgehend im Originalzustand verblieben ist. Als eine der größten barocken Planstädte ist die Stadt somit ein ideales Ziel für die objekt- und ortsbezogene Untersuchung frühneuzeitlicher Stadtplanung. Straßburg hingegen zeichnet sich historisch durch seine wechselnden Städtetypen (Bischofsstadt und Freie Reichsstadt), die die Entwicklung prägten, sowie die allgemeine Bedeutung der Stadt im Heiligen Römischen Reich aus.
Neben stadthistorischen Inhalte werden auch unterschiedliche Medien und Quellen aus Mittelalter und Früher Neuzeit behandelt, welche die Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg vorbereiten.
Die Exkursion findet von Mo. 29.09.25 bis Fr. 03.10.25 (2,5 Tage Straßburg/ 2,5 Tage Ludwigsburg) statt. Verbindliche Anmeldungen müssen bis zum 16.05. bei Frau Berg (Sekretariat Frühe Neuzeit, Phil I, Raum C110) erfolgen.
Eine erste Vorbereitungssitzung findet am 25.04. von 14 bis 16 Uhr in C 113, statt.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[P Si] Städtische Utopien und Planstädte in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 113 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 |
Die Stadt und ihre Planung war schon immer ein Mittel des Einwirkens auf die Gesellschaft und war oft auch mit der Idee einer Verbesserung oder gar einer Perfektibilisierung der Menschen und ihres Zusammenlebens verbunden. Dies gilt insbesondere für die Frühe Neuzeit, in der die planvolle Umsetzung dieser angeblich utopischen Ideen auch angegangen wurde. In vielen neuerrichteten oder großräumig erneuerten Planstädten in Europa wie auch in den Kolonien wurde die Anlage der Straßen, der Häuser und Grundstücke mit bestimmten Hintergedanken im großen Stile verfolgt. Damit konnten die Städte auf bestimmte Funktionen zum Beispiel als fürstliche Residenzen oder auf wirtschaftliche Effektivität ausgerichtet werden.
Im Proseminar werden Fragen der Stadtarchitektur im Laufe der Zeit, als Teil utopischer Schriften wie auch in ihrer Umsetzung untersucht werden. Dabei werden die gesellschaftlichen Funktionen die diese Elemente erfüllen sollen, genauso wie ihre möglicherweise nicht intendierten Folgen auf das städtische Leben zwischen 1500 und 1800 in den Blick genommen.
Die Lektüre englischer Texte ist erwartet.
(Das Proseminar lässt sich inhaltlich gut mit der Exkursion - Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit - kombinieren, die ebenfalls im Sommersemester angeboten wird.)
[Si] Tierische Botschaften: Biblische Konzepte zur Tierethik (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Die Bibel bietet eine Fülle von Texten, die als Vorlagen für eine Tierethik in der Moderne Anregungen bieten, die in diesem Seminar genauer betrachtet werden. Biblische Texte ermahnen zum Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren vor Ausbeutung, so gilt etwa die jüdische Sabbatruhe auch für Haus- und Nutztiere, Tieren stehen Anteile der Ernte zu, die enge Bindung zwischen Mutter- und neugeborenem Jungtier soll respektiert werden u.a. Schon in den biblischen Schöpfungserzählungen kommt Tieren Bedeutung und Würde zu. Paradiesischer Frieden bedeutet Veganismus für alle Lebewesen. Aber es wird auch zu diskutieren sein, wie die biblisch geforderte Herrschaft des Menschen über die Erde (dominium terrae) angemessen zu interpretieren ist.
Neumann-Gorsolke, Ute: Wer ist der Herr der Tiere? Eine hermeneutische Problemanzeige (BThSt 85), Neukirchen-Vluyn 2012.
Olyan, Saul M.: Animal Rights and the Hebrew Bible, Oxford 2023.
Riede, Peter: Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel (OBO 187), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002.
BA-LAS-FDW-06 Wissen, Öffentlichkeit, Gesellschaft ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 |
ACHTUNG: Der Kurs beginnt erst am Dienstag, den 29. April 2025
Was haben die Angriffe auf Diversität und LGBTIQ+ Rechte in den USA mit den aktuellen Kämpfen gegen geschlechtergerechte Sprache (‚Gendern‘) oder sexuelle Bildung in Deutschland zu tun? Weltweit häufen sich Mobilisierungen gegen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitiken, gegen LGBTIQ+ Rechte (insbesondere die Rechte von trans Menschen), gegen queere und sexuelle Bildung, gegen Feminismus und geschlechtliche Selbstbestimmung sowie gegen alles, was mit dem Begriff ‚Gender‘ assoziiert wird. Innerhalb der Politik- und Sozialwissenschaft bzw. der Geschlechter- und Demokratieforschung werden diese Entwicklungen und Mobilisierungen als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, in dessen Zentrum nun der Begriff ‚Gender‘ steht und dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen. Begriffe wie ‚Gender Ideologie‘, ‚Gender Wahn‘ oder ‚Gender Diktatur‘ dienen dabei als eine Art Scharnier und Brückendiskurs, um Akteure aus sehr unterschiedlichen politischen Spektren zu vereinen.
In diesem Seminar werden wir uns mit den historischen Genealogien sowie den unterschiedlichen Facetten und Manifestationen antifeministischer bzw. anti-gender Mobilisierungen beschäftigen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf ‚die Demokratie‘ und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Und umgekehrt: Inwieweit tragen feministische oder LGBTIQ+ Politiken eigentlich zu einer Demokratisierung von Gesellschaft bei? Das Seminar bietet einen Raum zur theoretischen, historischen und anwendungsorientierten Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuellen Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, wie LGBTIQ+ Feindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus. Dabei werden sowohl theoretische Einordnungen der beschriebenen Mobilisierungen in unterschiedlichen geopolitischen Kontexten als auch empirische Befunde diskutiert, welche die lokale und globale Dimension von Antifeminismus und Anti-Gender Politiken analysieren und veranschaulichen.
[Si] Antisemitismus in Literatur und Kultur - von der Bibel bis zur Gegenwart (Biblische Theologie)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Wie alt ist der Antijudaismus? Wie antijudaistisch sind biblische Texte? Inwiefern hat ihr Bild des Judentums über Jahrhunderte hinweg deutschsprachige Literatur geprägt? Wo knüpfte die antisemitische Literaturproduktion des nationalistischen Antisemitismus an? In welche Sprache kleidet sich Antisemitismus in unseren Tagen? Ist der Antijudaismus das hässliche Erbe von Glaubensgemeinschaften, die den Kreuzestod Jesu als heilsnotwendig erachten, zugleich aber einen Schuldigen für die Katastrophe des „Gottesmordes“ suchten? Diesen und anderen Fragen geht das Seminar nach, das Studierende der Germanistik und der Theologie miteinander ins Gespräch bringen will, um stichprobenartig Literatur mit Blick auf antijudaistische bzw. antisemitische Implikationen und deren sozialgeschichtlichen Kontexte zu beleuchten.
Literatur:
Werner Bergmann, Geschichte des Antisemitismus (Beck`sche Reihe), München 5. Auflage 2016 (2002); Mona Körte, Literarischer Antisemitismus, in: Wolfgang Benz (Ed.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung herausgegeben. 8 Vol., München 2008-2015, Vol. 3, 195-200; Michael Ley, Kleine Geschichte des Antisemitismus (UTB 2408), München 2003; Peter Longerich, Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute, München 2021; David Nirenberg, Antijudaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens. Aus dem Englischen von Martin Richter, (Beck) München 2. Aufl. 2017 (2013, 2015); Robert S. Wistrich, A Lethal Obsession. Anti-Semitism from Antiquity to the global Jihad, New York 2010.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Gesprächsbereit – Interreligiöser Dialog in der Geschichte (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Der dialogische Umgang der Religionen miteinander ist nicht erst ein Phänomen der nachauf-klärerischen Gesellschaften. Es hat Religionsgespräche auch schon in einer Zeit gegeben, als man das Wort Toleranz im modernen Sinn noch nicht kannte. Und zwar „echte“ Dialoge, aber auch fiktive, die methodische und inhaltliche Anleitung boten, wie miteinander zielführend diskutiert werden kann. Beispiele solcher Dialoge aus allen Epochen der Christentumsge-schichte sollen in diesem Seminar gelesen und besprochen werden. Neben den dabei zu erlangenden Kompetenzen in der theologischen Urteilskraft soll auch die ethische Kompetenz gestärkt werden und ebenso die, Gestaltungen der Vermittlung von Inhalten und religiösem Wissen kennen- und beurteilen zu lernen.
[Si] Parteiisches Christentum und das Christentum in den Parteien (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Als dieses Seminar geplant wurde, war die Bundestagswahl noch für September geplant. Jetzt gilt: Wenn das Seminar beginnt, ist sie schon wieder Geschichte. Die Geschichte der Parteien und ihres Verhältnisses zu den Religionen und insbesondere zum Christentum ist aber alles andere vorbei und im Gegenteil ein hochspannendes Thema. So darf man etwa fragen: Ist überall, wo „C“ draufsteht, auch „C“ drin? Die Sozialdemokratie galt lange als Feindin des Christentums – stimmt das? Was haben dereinst Parteien wie die NSDAP in ihren Parteipro-grammen im Blick auf die Kirchen versprochen – und wie sieht das heute aus? Und so weiter. Insofern ist dieses Seminar etwas für Theolog:innen, für Ethiker:innen und für BALAS (Bachelors of Liberal Arts and Sciences), die dieser speziellen Form der Formation des Wissens nachdenken wollen.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[P Si] Wissen - Macht - Arbeit (Selbstbestimmte Lehre)

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Wir leben in einer Gesellschaft, in der gesichertes Wissen immer fraglicher wird. Ohnehin ist „Wissen“ nicht mit Erkenntnis oder Wahrheit gleichzusetzen, und dennoch (ob wahr oder falsch) unabdingbar Grundlage unserer Entscheidung.
In der Arbeitswelt erodieren alte Gewissheiten und Selbstverständlichkeiten – sei es durch mobile Arbeit, mehrere oder häufig wechselnde Jobs oder prekäre Arbeitsverhältnisse. Darüber hinaus gibt es viele weitere Formen der Arbeit neben der Erwerbsarbeit. In allen Dimensionen der Arbeit hat Wissen in den letzten Jahrzehnten sowohl an ökonomischer als auch sozialer Bedeutung gewonnen. Diesen Verflechtungen werden unter anderem anhand der Lektüre von André Gorz nachgehen.
In dem Seminar beschäftigen wir uns darüber hinaus mit Machtverhältnissen, die in der Wissensbildung und den verschiedenen Dimensionen von Arbeit ihre Ausprägung finden. In einem ersten Schritt wird dazu der Begriff der Macht beleuchtet (Texte von Weber, Popitz, Foucault, Han, etc.)
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II; Haus E; Raum 106 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II; Haus E; Raum 106 |
ACHTUNG: Der Kurs beginnt erst am Dienstag, den 29. April 2025
Was haben die Angriffe auf Diversität und LGBTIQ+ Rechte in den USA mit den aktuellen Kämpfen gegen geschlechtergerechte Sprache (‚Gendern‘) oder sexuelle Bildung in Deutschland zu tun? Weltweit häufen sich Mobilisierungen gegen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitiken, gegen LGBTIQ+ Rechte (insbesondere die Rechte von trans Menschen), gegen queere und sexuelle Bildung, gegen Feminismus und geschlechtliche Selbstbestimmung sowie gegen alles, was mit dem Begriff ‚Gender‘ assoziiert wird. Innerhalb der Politik- und Sozialwissenschaft bzw. der Geschlechter- und Demokratieforschung werden diese Entwicklungen und Mobilisierungen als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, in dessen Zentrum nun der Begriff ‚Gender‘ steht und dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen. Begriffe wie ‚Gender Ideologie‘, ‚Gender Wahn‘ oder ‚Gender Diktatur‘ dienen dabei als eine Art Scharnier und Brückendiskurs, um Akteure aus sehr unterschiedlichen politischen Spektren zu vereinen.
In diesem Seminar werden wir uns mit den historischen Genealogien sowie den unterschiedlichen Facetten und Manifestationen antifeministischer bzw. anti-gender Mobilisierungen beschäftigen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf ‚die Demokratie‘ und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Und umgekehrt: Inwieweit tragen feministische oder LGBTIQ+ Politiken eigentlich zu einer Demokratisierung von Gesellschaft bei? Das Seminar bietet einen Raum zur theoretischen, historischen und anwendungsorientierten Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuellen Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, wie LGBTIQ+ Feindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus. Dabei werden sowohl theoretische Einordnungen der beschriebenen Mobilisierungen in unterschiedlichen geopolitischen Kontexten als auch empirische Befunde diskutiert, welche die lokale und globale Dimension von Antifeminismus und Anti-Gender Politiken analysieren und veranschaulichen.
[Si] Antisemitismus in Literatur und Kultur - von der Bibel bis zur Gegenwart (Biblische Theologie)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Wie alt ist der Antijudaismus? Wie antijudaistisch sind biblische Texte? Inwiefern hat ihr Bild des Judentums über Jahrhunderte hinweg deutschsprachige Literatur geprägt? Wo knüpfte die antisemitische Literaturproduktion des nationalistischen Antisemitismus an? In welche Sprache kleidet sich Antisemitismus in unseren Tagen? Ist der Antijudaismus das hässliche Erbe von Glaubensgemeinschaften, die den Kreuzestod Jesu als heilsnotwendig erachten, zugleich aber einen Schuldigen für die Katastrophe des „Gottesmordes“ suchten? Diesen und anderen Fragen geht das Seminar nach, das Studierende der Germanistik und der Theologie miteinander ins Gespräch bringen will, um stichprobenartig Literatur mit Blick auf antijudaistische bzw. antisemitische Implikationen und deren sozialgeschichtlichen Kontexte zu beleuchten.
Literatur:
Werner Bergmann, Geschichte des Antisemitismus (Beck`sche Reihe), München 5. Auflage 2016 (2002); Mona Körte, Literarischer Antisemitismus, in: Wolfgang Benz (Ed.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung herausgegeben. 8 Vol., München 2008-2015, Vol. 3, 195-200; Michael Ley, Kleine Geschichte des Antisemitismus (UTB 2408), München 2003; Peter Longerich, Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute, München 2021; David Nirenberg, Antijudaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens. Aus dem Englischen von Martin Richter, (Beck) München 2. Aufl. 2017 (2013, 2015); Robert S. Wistrich, A Lethal Obsession. Anti-Semitism from Antiquity to the global Jihad, New York 2010.
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Gesprächsbereit – Interreligiöser Dialog in der Geschichte (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Der dialogische Umgang der Religionen miteinander ist nicht erst ein Phänomen der nachauf-klärerischen Gesellschaften. Es hat Religionsgespräche auch schon in einer Zeit gegeben, als man das Wort Toleranz im modernen Sinn noch nicht kannte. Und zwar „echte“ Dialoge, aber auch fiktive, die methodische und inhaltliche Anleitung boten, wie miteinander zielführend diskutiert werden kann. Beispiele solcher Dialoge aus allen Epochen der Christentumsge-schichte sollen in diesem Seminar gelesen und besprochen werden. Neben den dabei zu erlangenden Kompetenzen in der theologischen Urteilskraft soll auch die ethische Kompetenz gestärkt werden und ebenso die, Gestaltungen der Vermittlung von Inhalten und religiösem Wissen kennen- und beurteilen zu lernen.
[Si] Parteiisches Christentum und das Christentum in den Parteien (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Als dieses Seminar geplant wurde, war die Bundestagswahl noch für September geplant. Jetzt gilt: Wenn das Seminar beginnt, ist sie schon wieder Geschichte. Die Geschichte der Parteien und ihres Verhältnisses zu den Religionen und insbesondere zum Christentum ist aber alles andere vorbei und im Gegenteil ein hochspannendes Thema. So darf man etwa fragen: Ist überall, wo „C“ draufsteht, auch „C“ drin? Die Sozialdemokratie galt lange als Feindin des Christentums – stimmt das? Was haben dereinst Parteien wie die NSDAP in ihren Parteipro-grammen im Blick auf die Kirchen versprochen – und wie sieht das heute aus? Und so weiter. Insofern ist dieses Seminar etwas für Theolog:innen, für Ethiker:innen und für BALAS (Bachelors of Liberal Arts and Sciences), die dieser speziellen Form der Formation des Wissens nachdenken wollen.
[Si] Säße Jesus neben den Klimakleber:innen? Biblische Texte zur Diskussion über die Klimakrise (Biblische Theologie/Systematische Theologie) (AfK-Nr. 178)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II, H 205 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 |
Zum Klimawandel liegen hinreichend Daten vor, die zeigen, dass er durch Industrialisierungserscheinungen befeuert wird und von Flut- und Hungerkatastrophen begleitet ist. Um diesen Wandel zu verlangsamen, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die politischen Maßnahmen und individueller Handlungen nicht weitreichend genug. Der öffentliche Diskurs wird vorwiegend durch Narrative bestimmt. Welche Rolle können in diesem Kontext biblische Texte spielen? Liefern biblische Texte Anhaltspunkte für Gerechtigkeitsdiskurse, die zwischen individuellen Lebenswirklichkeiten, einer globalen Perspektive und der Verantwortung für noch nicht existierende Generationen austariert werden können? Um solche Fragen wird sich das Seminar drehen, in dem wir biblische Texte und deren Rezeptionen mit den Herausforderungen dieser Tage konfrontieren wollen.
[P Si] Wissen - Macht - Arbeit (Selbstbestimmte Lehre)

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Wir leben in einer Gesellschaft, in der gesichertes Wissen immer fraglicher wird. Ohnehin ist „Wissen“ nicht mit Erkenntnis oder Wahrheit gleichzusetzen, und dennoch (ob wahr oder falsch) unabdingbar Grundlage unserer Entscheidung.
In der Arbeitswelt erodieren alte Gewissheiten und Selbstverständlichkeiten – sei es durch mobile Arbeit, mehrere oder häufig wechselnde Jobs oder prekäre Arbeitsverhältnisse. Darüber hinaus gibt es viele weitere Formen der Arbeit neben der Erwerbsarbeit. In allen Dimensionen der Arbeit hat Wissen in den letzten Jahrzehnten sowohl an ökonomischer als auch sozialer Bedeutung gewonnen. Diesen Verflechtungen werden unter anderem anhand der Lektüre von André Gorz nachgehen.
In dem Seminar beschäftigen wir uns darüber hinaus mit Machtverhältnissen, die in der Wissensbildung und den verschiedenen Dimensionen von Arbeit ihre Ausprägung finden. In einem ersten Schritt wird dazu der Begriff der Macht beleuchtet (Texte von Weber, Popitz, Foucault, Han, etc.)
BA-LAS-FDW-07 Wissen, Institutionen, Strukturen ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Interessenvermittlung im Wandel
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Do. 10:00 - 14:00 Uhr | RuW, 052 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: RuW, 052 |
Das Seminar befasst sich mit Prozessen der Übersetzung gesellschaftlicher Konflikte und Interessen in politische Entscheidungen und Institutionen. Insbesondere geht es der Frage nach, wie sich diese Übersetzungsprozesse im Kontext von gesellschaftlichen Transformationen wie Medialisierung, Digitalisierung und Transnationalisierung gewandelt haben. Das Seminar startet mit einführenden Sitzungen zu sozialer Ungleichheit und Interessen, zu Intermediären Organisationen und zu klassischen Vermittlungsparadigmen. Es folgen spezifische Analysen dazu, wie unterschiedliche intermediäre Organisationen und Akteure – darunter Parteien, Verbände, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen – Konflikte und Interessen aufgreifen, formen und mobilisieren und wie sich dies über die letzten Jahrzehnte verändert hat.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Die ersten Kirchen Hessens (AfK-Nr.: 181)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II, H 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 |
Ob es nun die 700-, 800- oder 900-Jahr-Feier sein mag; die Dorfkirchen in unseren Breiten dürfen auf eine lange Geschichte zurückblicken, die viele historische, theologische und kirchenhistorische Momente bereithielt. Doch dabei stellt sich die Frage, ob diese Jubiläen tatsächlich auf den Anfang der Geschichte des Christentums in Hessen zurückgehen oder ob die erste urkundliche Erwähnung auf älteren Grundlagen fußt. Die Fragen, denen dieses Seminar nachgehen wird, sind daher: Woher kamen und wer waren die ersten Christ:innen in Hessen? Wie sah ihre Gesellschaft aus? Wo waren ihre Gemeinden und wie waren die Kirchen gebaut? Was bewegte sie dazu Christ:innen zu werden und wie reagierte ihr Umfeld darauf?
Um diese Fragen zu klären werden nicht nur die ersten historisch fassbaren Kirchengebäude und damit Zentren der christlichen Gemeinden in Hessen betrachtet, sondern auch die christianisierten Kulturen und politischen Größen, die vorangegangenen Religionen und der kultur-, religions- wie auch allgemeinhistorische Kontext. Neben Königen, Bischöfen und Priestern begegnen 'wilde Barbaren', die ersten 'Ritter', 'finstere Opferriten' und viele Facetten des Christentums.
[Si] Interessenvermittlung im Wandel
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Do. 10:00 - 14:00 Uhr | RuW, 052 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: RuW, 052 |
Das Seminar befasst sich mit Prozessen der Übersetzung gesellschaftlicher Konflikte und Interessen in politische Entscheidungen und Institutionen. Insbesondere geht es der Frage nach, wie sich diese Übersetzungsprozesse im Kontext von gesellschaftlichen Transformationen wie Medialisierung, Digitalisierung und Transnationalisierung gewandelt haben. Das Seminar startet mit einführenden Sitzungen zu sozialer Ungleichheit und Interessen, zu Intermediären Organisationen und zu klassischen Vermittlungsparadigmen. Es folgen spezifische Analysen dazu, wie unterschiedliche intermediäre Organisationen und Akteure – darunter Parteien, Verbände, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen – Konflikte und Interessen aufgreifen, formen und mobilisieren und wie sich dies über die letzten Jahrzehnte verändert hat.
BA-LAS-FDW-08 Wissen, Kritik, Wissenschaft ⇑
Es gilt die Anmeldefrist des Fachbereich 04!
A1 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Angst und Glück, Lust und Arbeit. Sigmund Freuds gesellschaftstheoretische Schrift "Das Unbehagen in der Kultur".
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 002 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 002 |
Freuds berühmte Abhandlung Das Unbehagen in der Kultur ist eine Provokation: Kultur sei ein „eigenartiger Prozeß, der über die Menschheit abläuft“ und „die „Absicht, daß der Mensch glücklich sei“ dabei nicht vorgesehen. Der Kulturprozess ist also keine Errungenschaft der Menschheit, sondern vor allem eine unangenehme, unfreiwillige Angelegenheit aus Triebverzicht und Arbeitszwang. Da helfen auch Rauschmittel und Ersatzbefriedigung nicht weiter. Freud hinterfragt genau das, was das Alltagsbewusstsein sonst als selbstverständlich akzeptiert. Seine psychoanalytische Kulturtheorie spricht ein scharfes und hartes Urteil über die herrschende Realität und erkennt diese doch als unveränderlich an. Aber müssen Trieb und Welt, Lust und Arbeit für immer unversöhnlich bleiben? Das Unbehagen der Kultur soll in diesem Seminar als politisches Werk gelesen und von einigen Texten flankiert werden, die Freuds Kulturkritik um eine gesellschaftstheoretische Dimension erweitern.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[P Si] Individuelle Erfahrung und gesellschaftliche Analyse. Einführung in Adornos Kritische Theorie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 207 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 207 |
Das Seminar lädt dazu ein, den Autor Theodor W. Adorno kennenzulernen; gelesen werden einige Aphorismen aus den Minima Moralia, Passagen der Dialektik der Aufklärung, aber auch Vortragsmanuskripte, Briefe an Freunde und Gespräche mit Gegnern. Zur Diskussion steht dabei das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Adornos eigensinnige Theorie verhandelt große gesellschaftliche Themen durchaus an kleinen Dingen des Alltags. Wer dieses Denken verstehen will, darf deshalb selbst weder vor den schwierigsten Problemen noch von den banalsten Fragen zurückschrecken.
A2 Seminar/Vorlesung ⇑
[Si] Angst und Glück, Lust und Arbeit. Sigmund Freuds gesellschaftstheoretische Schrift "Das Unbehagen in der Kultur".
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 002 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 002 |
Freuds berühmte Abhandlung Das Unbehagen in der Kultur ist eine Provokation: Kultur sei ein „eigenartiger Prozeß, der über die Menschheit abläuft“ und „die „Absicht, daß der Mensch glücklich sei“ dabei nicht vorgesehen. Der Kulturprozess ist also keine Errungenschaft der Menschheit, sondern vor allem eine unangenehme, unfreiwillige Angelegenheit aus Triebverzicht und Arbeitszwang. Da helfen auch Rauschmittel und Ersatzbefriedigung nicht weiter. Freud hinterfragt genau das, was das Alltagsbewusstsein sonst als selbstverständlich akzeptiert. Seine psychoanalytische Kulturtheorie spricht ein scharfes und hartes Urteil über die herrschende Realität und erkennt diese doch als unveränderlich an. Aber müssen Trieb und Welt, Lust und Arbeit für immer unversöhnlich bleiben? Das Unbehagen der Kultur soll in diesem Seminar als politisches Werk gelesen und von einigen Texten flankiert werden, die Freuds Kulturkritik um eine gesellschaftstheoretische Dimension erweitern.
[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie (AfK-Nr.: 416)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:30 - 18:00 Uhr | Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Chemie, C 2 (Kleiner Hörsaal) |
Die Vorlesung soll in einige zentrale Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Arbeiten aufwerfen. Wir werden verschiedene Erklärungsarten besprechen und über einige grundlegende wissenschaftstheoretische Begriffe wie die der Kausalität und des Naturgesetzes nachdenken. Sie werden Thomas Kuhns einflussreiches Konzept des wissenschaftlichen Wandels kennenlernen (zu dem etwa die Idee des Paradigmenwechsels gehört) und über den Unterschied zwischen Wissenschaften und Pseudowissenschaften diskutieren. Gegen Ende der Veranstaltung kümmern wir uns auch um ausgewählte ethische Fragen, die sich in den Wissenschaften stellen.
Der Kurs setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus und enthält 'digitale Elemente'.
[Si] Grundpositionen feministischer Ethik(en) (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen von gender in der Ethik und politischer Philosophie. Welche Auswirkungen hat ein binäres Verständnis auf die soziale und politische Ordnung? Wie wirken sich patriarchale Verhältnisse auf Moralvorstellungen auf? In welchem Verhältnis stehen gender, race und class?
Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Autor:innen der politischen Philosophie, Moralphilosophie und Wissenschaftsphilosophie und diskutieren Fragen von Gleichheit, Normativität, Intersektionalität, Macht etc.
Es werden fast ausschließlich Texte auf englisch gelesen. Auch Nicht-Philosoph:innen sind in diesem Seminar herzlich willkommen.
Vrstl. Autor:innen: Anderson, Beauvoir, Butler, Collins, Crenshaw, Davis, de Gouges, Harding, Haslanger, hooks, Lloyd, Wollstonecraft.
[P Si] Individuelle Erfahrung und gesellschaftliche Analyse. Einführung in Adornos Kritische Theorie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II Haus E Raum E 207 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II Haus E Raum E 207 |
Das Seminar lädt dazu ein, den Autor Theodor W. Adorno kennenzulernen; gelesen werden einige Aphorismen aus den Minima Moralia, Passagen der Dialektik der Aufklärung, aber auch Vortragsmanuskripte, Briefe an Freunde und Gespräche mit Gegnern. Zur Diskussion steht dabei das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Adornos eigensinnige Theorie verhandelt große gesellschaftliche Themen durchaus an kleinen Dingen des Alltags. Wer dieses Denken verstehen will, darf deshalb selbst weder vor den schwierigsten Problemen noch von den banalsten Fragen zurückschrecken.
BA-LAS-FDW-09 Bachelor-Thesis ⇑
Arbeitsplan aufstellen, Diskussion ⇑
Praktische Ausführung des Arbeitsplans mit Aufarbeitung der Ergebnisse ⇑
Fach-Track: Perspektiven der Künste ⇑
BA-LAS-PDK-1 Grundlagen der Ästhetik 1: Ästhetische Erfahrungen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Si] Neuere Texte zur Musikphilosophie (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion neuerer Beiträge zur Philosophie der Musik gewidmet. Dabei werden Texte zum Verstehen der Musik im Vordergrund stehen.
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur für die Seminarlektüre (vorläufig)
- Becker, Alexander (2007): Wie erfahren wir Musik? in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer Sinn,
Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Cook, Nicholas (2007): »Musikalische Bedeutung und Theorie«, in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer
Sinn, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Grüny, Christian (2025fc): »Form und Relation. Musikalischer Sinn als Beziehung« in: Jin Hyun Kim;
Matthias Vogel (Hg.): Nichtsprachliches Verstehen – Zur Neuperspektivierung der musikalischen
Hermeneutik, Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler.
- Reuter, Gerson (2015): »Die Rolle der Vorstellungskraft für unsere Musikwahrnehmung: das Phänomen
des Hören-als« in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 63, S. 625-643.
- Schütze, Oliver; Vogel, Matthias (2025fc): »What music maps to«, Manuskript.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bertolt Brecht: Dramen
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das Seminar führt ein in das dramatische Werk Bertolt Brechts. Brecht (1898–1956) gehört zu den wichtigsten stilprägenden Dramatikern der internationalen Theatergeschichte. Mit seinen Lehrstücken bzw. dem sogenannten epischen Theater hat er nicht nur Literaturgeschichte geschrieben. Als eminent politischer Autor steht der undogmatische Sozialist auch für den Versuch, poetologisches Experiment und sozialen Wandel gemeinsam zu denken und in ästhetische Praxis umzusetzen. Nicht ohne Grund gehören Brechts Dramen bis heute zum Grundstock des schulischen Kernkanons. Am Beispiel einschlägiger Schulstücke diskutiert das Seminar Brechts Werk im Zusammenhang mit seinen (literatur-)geschichtlichen Entstehungskontexten. Daneben stehen die Vertiefung von dramaspezifischen Textanalysekompetenzen und Strategien des Textverstehens im Zentrum der Aufmerksamkeit.
[Si] Chor - Kollektive im Drama von der Antike bis zum 20. Jh.
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das gemeinsam mit Peter v. Möllendorff (Professur für Gräzistik, FB 04) veranstaltete Seminar widmet sich einem Phänomen, das im Altertum allgegenwärtig, in der Literatur der Neuzeit jedoch interessanterweise fast verschwunden ist: dem Chor (= „eine Personengruppe, deren Handeln als gemeinsame Form der Darstellung erkennbar wird“, Metzler Literaturlexikon) auf der Bühne und im Dramentext. Das neuzeitlich-moderne Individuum, so scheint es, spricht für sich allein und nicht im Kollektiv. Erst einige Dramatiker/innen des 20. Jh. entdecken den Chor wieder für sich und lassen ihn zum Ausdrucksmittel für neue Kollektive werden. Das Seminar vollzieht diesen Bogen anhand einer Reihe von zentralen Beispielen von Aischylos‘ Agamemnon (458 v. Chr.) bis zu W. Allens Mighty Aphrodite (1995) und E. Jelineks Sportstück (1998) nach und beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe diese Wiederentdeckung des Chors für die Bühne haben könnte.
[Si] Deutsche Filmgeschichte: Die "goldenen Jahre" des deutschen Stummfilms
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 |
Die 1920er Jahre gelten als das Goldene Zeitalter des deutschen Films. Von Sprachbarrieren ungebremst, produzierten deutsche Studios, allen voran die UFA, international erfolgreiche Kassenschlager. Deutsche Filmemacher wie Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau oder Georg Wilhelm Pabst gehörten zu den begehrtesten Künstlern ihrer Zeit. Der sogenannte 'expressionistische‘ Filmstil wurde zu einem Markenzeichen, das bis heute zum wirkungsästhetischen Kernrepertoire der Filmkunst gehört. Diese Hochphase fand mit der kulturpolitischen Zäsur, die der Nationalsozialismus setzte, ein jähes Ende.
Das Seminar diskutiert ausgewählte Filmbeispiele im Kontext der kultur-, medien- und rezeptionsgeschichtlichen Zusammenhänge der Jahre zwischen 1920 und 1929. Insbesondere stehen die Rezeption des jungen Mediums Film durch zeitgenössische Literaten/innen und deren Wirken als Drehbuchautoren/innen und natürlich die Filmstars und Regisseure im Zentrum des Interesses. Anhand von aussagekräftigen Filmdokumenten bietet das Seminar zugleich eine Einführung in zentrale Kategorien und Verfahren der (Stumm-)Filmanalyse. Anfang des Semesters findet eine Exkursion ins Deutsche Filmmuseum in Frankfurt a.M. statt.
[Ü] Literaturen zwischen den Kulturen - ein kreatives Schreibatelier mit der Autorin Nirina Ralantaoritsimba
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: digital |
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über den Erfolg der ersten eigenen Texte im Vordergrund steht.
[Si] Theorien und Konzepte der Performativität
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Auf die Frage, was der Begriff Performanz eigentlich bedeutet, geben Sprachphilosophen und Linguisten einerseits, Theaterwissenschaftler, Rezeptionsästhetiker oder Medienwissenschaftler andererseits sehr verschiedene Antworten. Performanz kann sich ebenso auf das ernsthafte Ausführen von Sprechakten, das inszenierende Aufführen von theatralen oder rituellen Handlungen, das materiale Verkörpern von Botschaften im "Akt des Schreibens" oder auf die Konstitution von Imaginationen im "Akt des Lesens" beziehen.
In diesem Seminar lesen wir eine Reihe grundlegender Texte zur Performanztheorie – auf der Grundlage der Anthologie Performanz, hg. v. Uwe Wirth, Frankfurt: Suhrkamp (stw 1575).
Ziel soll es sein, die Konjunkturen des Performanzbegriffs nachzuzeichnen – und zwar unter Berücksichtigung der Spezifik der verschiedenen Kontexte, in denen der Begriff 'Performanz' seine Konjunkturen erlebt hat.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[P Si] Grundlagen des zweidimensionalen Gestaltens (FP-Proseminar)
regelmäßige Termine ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Dieses Seminar stellt eine Einführung in das künstlerische Arbeiten im Bereich der Malerei/Zeichnung und Fotografie dar. Es werden ebenso die wichtigsten verschiedenen künstlerischen Techniken besprochen als auch die Frage, wie eine künstlerische Arbeit überhaupt entwickelt werden kann.
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Si] Neuere Texte zur Musikphilosophie (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion neuerer Beiträge zur Philosophie der Musik gewidmet. Dabei werden Texte zum Verstehen der Musik im Vordergrund stehen.
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur für die Seminarlektüre (vorläufig)
- Becker, Alexander (2007): Wie erfahren wir Musik? in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer Sinn,
Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Cook, Nicholas (2007): »Musikalische Bedeutung und Theorie«, in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer
Sinn, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Grüny, Christian (2025fc): »Form und Relation. Musikalischer Sinn als Beziehung« in: Jin Hyun Kim;
Matthias Vogel (Hg.): Nichtsprachliches Verstehen – Zur Neuperspektivierung der musikalischen
Hermeneutik, Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler.
- Reuter, Gerson (2015): »Die Rolle der Vorstellungskraft für unsere Musikwahrnehmung: das Phänomen
des Hören-als« in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 63, S. 625-643.
- Schütze, Oliver; Vogel, Matthias (2025fc): »What music maps to«, Manuskript.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bertolt Brecht: Dramen
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das Seminar führt ein in das dramatische Werk Bertolt Brechts. Brecht (1898–1956) gehört zu den wichtigsten stilprägenden Dramatikern der internationalen Theatergeschichte. Mit seinen Lehrstücken bzw. dem sogenannten epischen Theater hat er nicht nur Literaturgeschichte geschrieben. Als eminent politischer Autor steht der undogmatische Sozialist auch für den Versuch, poetologisches Experiment und sozialen Wandel gemeinsam zu denken und in ästhetische Praxis umzusetzen. Nicht ohne Grund gehören Brechts Dramen bis heute zum Grundstock des schulischen Kernkanons. Am Beispiel einschlägiger Schulstücke diskutiert das Seminar Brechts Werk im Zusammenhang mit seinen (literatur-)geschichtlichen Entstehungskontexten. Daneben stehen die Vertiefung von dramaspezifischen Textanalysekompetenzen und Strategien des Textverstehens im Zentrum der Aufmerksamkeit.
[Si] Chor - Kollektive im Drama von der Antike bis zum 20. Jh.
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das gemeinsam mit Peter v. Möllendorff (Professur für Gräzistik, FB 04) veranstaltete Seminar widmet sich einem Phänomen, das im Altertum allgegenwärtig, in der Literatur der Neuzeit jedoch interessanterweise fast verschwunden ist: dem Chor (= „eine Personengruppe, deren Handeln als gemeinsame Form der Darstellung erkennbar wird“, Metzler Literaturlexikon) auf der Bühne und im Dramentext. Das neuzeitlich-moderne Individuum, so scheint es, spricht für sich allein und nicht im Kollektiv. Erst einige Dramatiker/innen des 20. Jh. entdecken den Chor wieder für sich und lassen ihn zum Ausdrucksmittel für neue Kollektive werden. Das Seminar vollzieht diesen Bogen anhand einer Reihe von zentralen Beispielen von Aischylos‘ Agamemnon (458 v. Chr.) bis zu W. Allens Mighty Aphrodite (1995) und E. Jelineks Sportstück (1998) nach und beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe diese Wiederentdeckung des Chors für die Bühne haben könnte.
[Si] Deutsche Filmgeschichte: Die "goldenen Jahre" des deutschen Stummfilms
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 |
Die 1920er Jahre gelten als das Goldene Zeitalter des deutschen Films. Von Sprachbarrieren ungebremst, produzierten deutsche Studios, allen voran die UFA, international erfolgreiche Kassenschlager. Deutsche Filmemacher wie Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau oder Georg Wilhelm Pabst gehörten zu den begehrtesten Künstlern ihrer Zeit. Der sogenannte 'expressionistische‘ Filmstil wurde zu einem Markenzeichen, das bis heute zum wirkungsästhetischen Kernrepertoire der Filmkunst gehört. Diese Hochphase fand mit der kulturpolitischen Zäsur, die der Nationalsozialismus setzte, ein jähes Ende.
Das Seminar diskutiert ausgewählte Filmbeispiele im Kontext der kultur-, medien- und rezeptionsgeschichtlichen Zusammenhänge der Jahre zwischen 1920 und 1929. Insbesondere stehen die Rezeption des jungen Mediums Film durch zeitgenössische Literaten/innen und deren Wirken als Drehbuchautoren/innen und natürlich die Filmstars und Regisseure im Zentrum des Interesses. Anhand von aussagekräftigen Filmdokumenten bietet das Seminar zugleich eine Einführung in zentrale Kategorien und Verfahren der (Stumm-)Filmanalyse. Anfang des Semesters findet eine Exkursion ins Deutsche Filmmuseum in Frankfurt a.M. statt.
[Ü] Literaturen zwischen den Kulturen - ein kreatives Schreibatelier mit der Autorin Nirina Ralantaoritsimba
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: digital |
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über den Erfolg der ersten eigenen Texte im Vordergrund steht.
[Si] Theorien und Konzepte der Performativität
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Auf die Frage, was der Begriff Performanz eigentlich bedeutet, geben Sprachphilosophen und Linguisten einerseits, Theaterwissenschaftler, Rezeptionsästhetiker oder Medienwissenschaftler andererseits sehr verschiedene Antworten. Performanz kann sich ebenso auf das ernsthafte Ausführen von Sprechakten, das inszenierende Aufführen von theatralen oder rituellen Handlungen, das materiale Verkörpern von Botschaften im "Akt des Schreibens" oder auf die Konstitution von Imaginationen im "Akt des Lesens" beziehen.
In diesem Seminar lesen wir eine Reihe grundlegender Texte zur Performanztheorie – auf der Grundlage der Anthologie Performanz, hg. v. Uwe Wirth, Frankfurt: Suhrkamp (stw 1575).
Ziel soll es sein, die Konjunkturen des Performanzbegriffs nachzuzeichnen – und zwar unter Berücksichtigung der Spezifik der verschiedenen Kontexte, in denen der Begriff 'Performanz' seine Konjunkturen erlebt hat.
BA-LAS-PDK-2 Grundlagen der Ästhetik 2: Methodische Grundfragen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] „Auch das Schöne muß sterben“
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 |
Als philosophische Teildisziplin beschäftigt sich die Ästhetik mit der Frage nach dem Schönen in der Kunst oder Natur. Was schön ist, und welchen Stellenwert die Künste in der Gesellschaft übernehmen oder übernehmen sollten, wird dabei stetig neu verhandelt – in enger Wechselwirkung mit den philosophischen Entwürfen der Moderne. Im Seminar verschaffen wir uns einen Überblick über zentrale ästhetische Positionen im geschichtlichen Wandel und fragen dabei immer wieder auch, welche Rolle speziell der Musik zugeschrieben wird.
Modulzuordnungen neue Lehramtsstudiengänge:
03-Mus-L2/L3/L5-WP-03a, LV 2
03-Mus-L2/L3/L5-WP-03b, LV 2
Fachtrack „Perspektiven der Künste“:
BA-LAS-PDK-2
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Si] Neuere Texte zur Musikphilosophie (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion neuerer Beiträge zur Philosophie der Musik gewidmet. Dabei werden Texte zum Verstehen der Musik im Vordergrund stehen.
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur für die Seminarlektüre (vorläufig)
- Becker, Alexander (2007): Wie erfahren wir Musik? in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer Sinn,
Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Cook, Nicholas (2007): »Musikalische Bedeutung und Theorie«, in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer
Sinn, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Grüny, Christian (2025fc): »Form und Relation. Musikalischer Sinn als Beziehung« in: Jin Hyun Kim;
Matthias Vogel (Hg.): Nichtsprachliches Verstehen – Zur Neuperspektivierung der musikalischen
Hermeneutik, Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler.
- Reuter, Gerson (2015): »Die Rolle der Vorstellungskraft für unsere Musikwahrnehmung: das Phänomen
des Hören-als« in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 63, S. 625-643.
- Schütze, Oliver; Vogel, Matthias (2025fc): »What music maps to«, Manuskript.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Autobiographie-Forschung
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 |
Wie erzählt man (s)ein Leben? Wie beginnt man, wie endet man, was wählt man aus, um die „biographische Illusion“ (P. Bourdieu) zu erzeugen, die doch als Zeugnis eines Lebens ernst genommen werden will. Biographie und Autobiographie (als Biographie des eigenen Lebens) bewegen sich auf der Schnittstelle von faktualer und fiktionaler Literatur. Sie verbinden „Dichtung und Wahrheit“, wie es Johann Wolfgang Goethe programmatisch über seine Autobiographie gesetzt hat. Im Seminar werden, nach den Interessen der Teilnehmenden gewichtet, Theorieansätze zu Biographie und Autobiographie von W. Dilthey bis P. Bourdieu und J. Butler sowie ggf. auch literarische Fallbeispiele in Textauszügen vorgestellt und diskutiert.
Als Arbeitsgrundlage bitte anschaffen:
Christopher F. Laferl und Anja Tippner (Hrsg.), Texte zur Theorie der Biographie und Autobiographie, Stuttgart: Reclam 2016.
[Vl] Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
In der Vorlesung werden wir eine Reihe von grundlegenden Texten kennen lernen, die sich um die beiden Fragen drehen: Wie lassen sich Kulturen und Texte beschreiben? Respektive: wie lässt sich das Verhältnis von Texten und Kulturen beschreiben? Dies betrifft vor allem Probleme des Verstehens von Texten und Kulturen: Was verstehen wir unter Kultur und was benötigen wir, um Texte – etwa literarische Texte – zu verstehen? Was bedeutet es, dass wir in einer Schriftkultur leben?
Im Laufe der Vorlesung werden Texte und Theoriekonzepte von Plato, Schleiermacher, Simmel, Cassirer, Freud, Nietzsche, Barthes, Austin, Goffman, Lévi-Strauss, Eco, Bush behandelt, die Sie zum größten Teil in der Textsammlung Kulturwissenschaft. Eine Auswahl grundlegender Texte (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1799) finden. In Stud IP (Unterordner Texte) finden Sie zusätzliche Handouts und im Unterordner Power-Point Folien, die Folien der Vorlesung im PDF-Format. Ziel der Vorlesung ist es, Sie mit diesen grundlegend theoretischen Texten vertraut zu machen, aber auch den Umgang mit schwierigen Texten dieser Art einzuüben.
[Si] Grundlagentexte der Literatur- und Kulturtheorie
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
In diesem Seminar werden – begleitend und ergänzend zur Vorlesung – Grundlagentexte der Literatur- und Kulturtheorie behandelt, die sich um die beiden Fragen drehen: wie lassen sich Kulturen und Texte beschreiben? Respektive: wie lässt sich das Verhältnis von Texten und Kulturen beschreiben? Dies betrifft vor allem Probleme des 'Verstehens' von Texten und Kulturen: Was verstehen wir unter 'Kultur' und was benötigen wir, um Texte – etwa literarische Texte – zu verstehen? Was bedeutet es, dass wir in einer 'Schriftkultur' leben?
Im Laufe des Seminars werden Texte von Plato, Schleiermacher, Simmel, Cassirer, Freud, Nietzsche, Barthes, Austin, Goffman, Lévi-Strauss, Eco, Bush gelesen und diskutiert.
Sie finden die Texte in Stud IP (Unterordner "Texte").
[Si] Ukraine-digital: Kinder und Jugendliteratur verstehen und vermitteln: Theorie trifft Praxis (online)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext.
Im Fokus stehen Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten. Studierende erarbeiten didaktische Konzepte, analysieren Unterrichtsmaterialien und reflektieren ihre eigene Vermittlungspraxis.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] „Auch das Schöne muß sterben“
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 |
Als philosophische Teildisziplin beschäftigt sich die Ästhetik mit der Frage nach dem Schönen in der Kunst oder Natur. Was schön ist, und welchen Stellenwert die Künste in der Gesellschaft übernehmen oder übernehmen sollten, wird dabei stetig neu verhandelt – in enger Wechselwirkung mit den philosophischen Entwürfen der Moderne. Im Seminar verschaffen wir uns einen Überblick über zentrale ästhetische Positionen im geschichtlichen Wandel und fragen dabei immer wieder auch, welche Rolle speziell der Musik zugeschrieben wird.
Modulzuordnungen neue Lehramtsstudiengänge:
03-Mus-L2/L3/L5-WP-03a, LV 2
03-Mus-L2/L3/L5-WP-03b, LV 2
Fachtrack „Perspektiven der Künste“:
BA-LAS-PDK-2
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Vl] Antike Poetik und Rhetorik (AfK-Nr.: 647)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 5 (Hörsaal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal) |
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Si] Neuere Texte zur Musikphilosophie (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion neuerer Beiträge zur Philosophie der Musik gewidmet. Dabei werden Texte zum Verstehen der Musik im Vordergrund stehen.
Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.
Literatur für die Seminarlektüre (vorläufig)
- Becker, Alexander (2007): Wie erfahren wir Musik? in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer Sinn,
Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Cook, Nicholas (2007): »Musikalische Bedeutung und Theorie«, in: A. Becker; M. Vogel (Hg.): Musikalischer
Sinn, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Grüny, Christian (2025fc): »Form und Relation. Musikalischer Sinn als Beziehung« in: Jin Hyun Kim;
Matthias Vogel (Hg.): Nichtsprachliches Verstehen – Zur Neuperspektivierung der musikalischen
Hermeneutik, Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler.
- Reuter, Gerson (2015): »Die Rolle der Vorstellungskraft für unsere Musikwahrnehmung: das Phänomen
des Hören-als« in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 63, S. 625-643.
- Schütze, Oliver; Vogel, Matthias (2025fc): »What music maps to«, Manuskript.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Ü] Römische Wandmalerei: Räume, Bilder, Botschaften
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Die römische Wandmalerei zählt zu den bedeutendsten Quellen für die Erforschung antiker Wohnkultur, Repräsentation und Wahrnehmung von Raum. In dieser Übung beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Stilphasen, ikonografischen Programmen und Techniken der Wanddekoration in römischen Privathäusern und öffentlichen Gebäuden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Wandmalereien Pompejis, deren außergewöhnlich guter Erhaltungszustand detaillierte Analysen ermöglicht.
Wir diskutieren Fragen nach Funktion, Inszenierung und sozialer Bedeutung von Bildprogrammen und setzen uns mit methodischen Ansätzen zur Interpretation antiker Malerei auseinander. Die Übung umfasst die Analyse von Bildquellen, die Diskussion aktueller Forschungsliteratur sowie praktische Übungen zur stilistischen und ikonografischen Einordnung römischer Wandmalereien. Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die visuelle Kultur der römischen Antike und ihre gesellschaftlichen Kontexte zu entwickeln. Die aktive Teilnahme an den Analysen und Diskussionen ist zentraler Bestandteil der Übung.
[Si] Wahrnehmungen des Schönen, Wahrnehmungen des Heiligen? Ästhetische und religiöse Erfahrungen im Vergleich
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 014 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 014 |
Viele Menschen machen hin und wieder ästhetische Erfahrungen. Viele andere Menschen machen an bestimmten Punkten ihres Lebens so etwas wie religiöse Erfahrungen. Manche Menschen machen vielleicht sogar religiöse und ästhetische Erfahrungen zugleich: Immerhin haben viele Kunstwerke – paradigmatische Gegenstände ästhetischer Erfahrungen – eine religiöse Dimension. Und viele typischerweise für religiöse Erfahrungen relevante Objekte – religiöse Bauten, Erzählungen, Bilder oder Praktiken – besitzen zweifellos auch einen ästhetischen Reiz.
Doch warum ist das so? Was sind und was verbindet oder unterscheidet ästhetische und religiöse Erfahrungen? Sind sie letztlich Wahrnehmungen des Schönen, des Göttlichen oder Heiligen? Und falls ja, was hieße das genau? Wie erfahren wir bestimmte Gegenstände als ästhetisch gelungen oder als irgendwie religiös relevant? Und welche Einstellungen oder Geltungsansprüche sind damit jeweils verbunden? Im Rahmen des Seminars werden wir versuchen, derartigen Fragen nachzuspüren, indem wir verschiedene Positionen und Überlegungen zur Natur und Struktur religiöser und ästhetischer Erfahrungen anhand von Texten aus der jüngeren Forschungsliteratur diskutieren.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Autobiographie-Forschung
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 106 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 106 |
Wie erzählt man (s)ein Leben? Wie beginnt man, wie endet man, was wählt man aus, um die „biographische Illusion“ (P. Bourdieu) zu erzeugen, die doch als Zeugnis eines Lebens ernst genommen werden will. Biographie und Autobiographie (als Biographie des eigenen Lebens) bewegen sich auf der Schnittstelle von faktualer und fiktionaler Literatur. Sie verbinden „Dichtung und Wahrheit“, wie es Johann Wolfgang Goethe programmatisch über seine Autobiographie gesetzt hat. Im Seminar werden, nach den Interessen der Teilnehmenden gewichtet, Theorieansätze zu Biographie und Autobiographie von W. Dilthey bis P. Bourdieu und J. Butler sowie ggf. auch literarische Fallbeispiele in Textauszügen vorgestellt und diskutiert.
Als Arbeitsgrundlage bitte anschaffen:
Christopher F. Laferl und Anja Tippner (Hrsg.), Texte zur Theorie der Biographie und Autobiographie, Stuttgart: Reclam 2016.
[Vl] Einführung in die Literatur- und Kulturtheorie
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
In der Vorlesung werden wir eine Reihe von grundlegenden Texten kennen lernen, die sich um die beiden Fragen drehen: Wie lassen sich Kulturen und Texte beschreiben? Respektive: wie lässt sich das Verhältnis von Texten und Kulturen beschreiben? Dies betrifft vor allem Probleme des Verstehens von Texten und Kulturen: Was verstehen wir unter Kultur und was benötigen wir, um Texte – etwa literarische Texte – zu verstehen? Was bedeutet es, dass wir in einer Schriftkultur leben?
Im Laufe der Vorlesung werden Texte und Theoriekonzepte von Plato, Schleiermacher, Simmel, Cassirer, Freud, Nietzsche, Barthes, Austin, Goffman, Lévi-Strauss, Eco, Bush behandelt, die Sie zum größten Teil in der Textsammlung Kulturwissenschaft. Eine Auswahl grundlegender Texte (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1799) finden. In Stud IP (Unterordner Texte) finden Sie zusätzliche Handouts und im Unterordner Power-Point Folien, die Folien der Vorlesung im PDF-Format. Ziel der Vorlesung ist es, Sie mit diesen grundlegend theoretischen Texten vertraut zu machen, aber auch den Umgang mit schwierigen Texten dieser Art einzuüben.
[Si] Grundlagentexte der Literatur- und Kulturtheorie
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
In diesem Seminar werden – begleitend und ergänzend zur Vorlesung – Grundlagentexte der Literatur- und Kulturtheorie behandelt, die sich um die beiden Fragen drehen: wie lassen sich Kulturen und Texte beschreiben? Respektive: wie lässt sich das Verhältnis von Texten und Kulturen beschreiben? Dies betrifft vor allem Probleme des 'Verstehens' von Texten und Kulturen: Was verstehen wir unter 'Kultur' und was benötigen wir, um Texte – etwa literarische Texte – zu verstehen? Was bedeutet es, dass wir in einer 'Schriftkultur' leben?
Im Laufe des Seminars werden Texte von Plato, Schleiermacher, Simmel, Cassirer, Freud, Nietzsche, Barthes, Austin, Goffman, Lévi-Strauss, Eco, Bush gelesen und diskutiert.
Sie finden die Texte in Stud IP (Unterordner "Texte").
[Si] Ukraine-digital: Kinder und Jugendliteratur verstehen und vermitteln: Theorie trifft Praxis (online)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext.
Im Fokus stehen Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten. Studierende erarbeiten didaktische Konzepte, analysieren Unterrichtsmaterialien und reflektieren ihre eigene Vermittlungspraxis.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
BA-LAS-PDK-3 Funktionen der Künste in Geschichte u. Gegenwart 1: Historische Perspektiven ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Franz Schubert und das Kunstlied
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Wohl kaum eine Gattung wird so stark mit dem Komponisten Franz Schubert (1797–1828) assoziiert wie das Kunstlied. Über 600 Werke umfasst Schuberts Liedschaffen, wobei der Komponist die bekanntesten Dichter seiner Zeit vertonte – wie Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Müller oder Heinrich Heine (um nur einige zu nennen). Durch seine Werke trug der Komponist maßgeblich dazu bei, das Lied als eine der zentralen Gattungen des 19. Jahrhunderts zu etablieren. Im Rahmen des Seminars wird Schuberts umfangreiches Liedschaffen aus analytischen wie kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten (bspw. die Bedeutung der Wiener Salons und der Schubertiaden für Schuberts Liedschaffen) untersucht. Dabei werden neben selbstständigen Liedvertonungen (wie „Gretchen am Spinnrade“ oder „Der Erlkönig“) auch Schuberts Liederzyklen (wie „Die schöne Müllerin“ oder „Winterreise“) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, einen möglichst breiten Einblick in das Schubert’sche Liedschaffen zu bieten und den Teilnehmenden zentrale Methoden zur literarischen und musikalischen Analyse von Kunstliedern zu vermitteln. Neben der Analyse werden die Kontextualisierung der Lieder und ihre Verortung in der geschichtlichen Entwicklung der Gattung des Kunstliedes einen wichtigen Aspekt des Seminars bilden.
2. Literatur:
HINRICHSEN, Hans Joachim: Franz Schubert, München 2014; BUDDE, Elmar: Schuberts Liederzyklen. Ein musikalischer Werkführer, München 2012; DÜRR, Walther u. a. (Hrsg.): Schubert Liedlexikon, Kassel 2013; DÜRR, Walther & KRAUSE, Andreas (Hrsg.): Schubert Handbuch, Kassel 2018
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Aufführung als Weg zum Verständnis historischer Dramen: Fridolin Lautenschlagers Esther-Drama aus Fribourg
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Im 16. Jahrhundert erfreut sich der biblische Stoff der Königin Esther besonderer Beliebtheit auf protestantischen Schulbühnen. In der Schweiz wird der Stoff v.a. bei Hochzeiten inszeniert. Fridolin Lautenschlager ist der erste katholische Autor, der ein deutschsprachiges Esther-Drama verfasst: in Freiburg/Schweiz. Wir werden dieses Stück gemeinsam für die Aufführung aufbereiten und in Gießen, Grünberg, Hungen und Freiburg/Schweiz aufführen. Alle Seminarteilnehmenden sind Darsteller, Co-Dramaturgen und Co-Regisseure.
Aufführungstermine: 3.7. Gießen; 4.7. Grünberg; 12.7. Hungen; 18.7. Fribourg (Exkursion).
Das Seminar beinhaltet eine Exkursion mit Aufführung und Besuch einer wissenschaftlichen Tagung zum mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Theater in Freiburg/CH, 17.-23.7.2025 (Studierende können ggf. früher heimreisen, falls Klausuren anstehen).
[Si] Bildungsroman, Entwicklungsroman, Coming-of-Age-Roman: Geschichte, Poetik und Funktionen einer Gattung (18.Jh. bis Gegenwart)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Bildungsroman, Entwicklungsroman…
„Der Bildungsroman zeigt die Entwicklung der Hauptfigur in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bereichen der Wirklichkeit, und zwar von Jugend an über verschiedene, meist krisenhaft erlebte Phasen bis hin zum Erreichen einer gefestigten Ich-Identität.“ (Metzler Lexikon Literatur) Seit dem Erfolg von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) ist der Bildungs- oder auch Entwicklungsroman sowohl im klassischen Sinne als auch in Form seiner negativen Variante als Anti-Bildungsroman ein viel bespieltes Konzept der Literatur. In der Gegenwart tritt er vermehrt modifiziert als Coming-of-Age-Roman auf. In ihren verschiedenen Varianten und Versionen geben Bildungsromane nicht nur Aufschluss über die zentralen Konzepte der Bildung und der Individualität der Zeit, in der sie erschienen sind. Vielmehr werden auch stets Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft verhandelt.
In dem Seminar sollen exemplarische Vertreter des Bildungs-/Coming-of-Age-Romans besprochen werden. Dabei soll gleichzeitig ein Tiefenverständnis für die Poetik und die Themen des Bildungsromans sowie ein diachroner Überblick über die Gattung vermittelt werden.
[Si] Chor - Kollektive im Drama von der Antike bis zum 20. Jh.
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das gemeinsam mit Peter v. Möllendorff (Professur für Gräzistik, FB 04) veranstaltete Seminar widmet sich einem Phänomen, das im Altertum allgegenwärtig, in der Literatur der Neuzeit jedoch interessanterweise fast verschwunden ist: dem Chor (= „eine Personengruppe, deren Handeln als gemeinsame Form der Darstellung erkennbar wird“, Metzler Literaturlexikon) auf der Bühne und im Dramentext. Das neuzeitlich-moderne Individuum, so scheint es, spricht für sich allein und nicht im Kollektiv. Erst einige Dramatiker/innen des 20. Jh. entdecken den Chor wieder für sich und lassen ihn zum Ausdrucksmittel für neue Kollektive werden. Das Seminar vollzieht diesen Bogen anhand einer Reihe von zentralen Beispielen von Aischylos‘ Agamemnon (458 v. Chr.) bis zu W. Allens Mighty Aphrodite (1995) und E. Jelineks Sportstück (1998) nach und beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe diese Wiederentdeckung des Chors für die Bühne haben könnte.
[Si] Die große Liebe, die das Artusreich zerstört: Prosa-Lancelot
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Zu einer Zeit, als in der deutschen Literatur noch keine Prosaromane üblich waren, übertrug ein unbekannter Verfasser den französischen Lancelot en prose ins Deutsche und behielt dabei die Prosaform bei. Im Deutschen suggeriert diese Form, dass es sich um eine Chronik handle. In der Tat wird im Prosa-Lancelot vom Aufstieg und Niedergang des Artusreichs erzählt. Der Motor des Untergangs ist aber etwas, was in einer Chronik nichts zu suchen hätte: die große Liebe des Ritters Lancelot mit der Ehefrau des Königs Artus, Ginover. Mit von der Partie ist auch der Gral, der mit Vehemenz den Westen an die christlichen Werte erinnert - bis am Ende das Artusreich zerstört und der Gral in Indien ist.
Im Seminar lesen wir den Text und untersuchen die Schaltstellen zwischen den Gattungen sowie die eigenartige Ästhetik dieses Romans. Dabei fragen wir auch, in welchem institutionellen Kontext der Roman zu Hause sein könnte. Gestützt auf Positionspapiere der Studierenden setzen wir uns auch mit der Forschung auseinander, die zuweilen den Prosa-Lancelot als sture Übersetzung abtut, zuweilen seine französische Vorlage völlig vergisst.
Qualifikation: Hausarbeit.
[Si] Dilettant, Amateur, Liebhaber - Geschichte und Konzepte einer ästhetischen Praxis
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar verknüpft zwei historische Fragestellungen (zum kunsttheoretischen Dilettantismus-Begriff um 1800 sowie zum kulturkritischen Dilettantismus-Begriff um 1900) mit einer systematischen Fragestellung.
Ausgangspunkt der Rekonstruktion des Dilettantismus-Begriffs 'um 1800' bildet die Definition, die Schiller und Goethe in ihren Fragmenten "Über den Dilettantismus" geben. Danach betreibt der Dilettant die Kunst, um sich zu unterhalten: Si diletta. Er ist ein "Liebhaber der Künste, der nicht allein betrachten und genießen, sondern auch an ihrer Ausübung Theil nehmen will".
Ganz anders das Dilettantismus-Konzept um 1900: Der fin-de-siècle-Dilettant wird nicht durch seine Einstellung zur Kunst, sondern – dies wird bei Bourget und Hofmannsthal besonders deutlich - durch seine Einstellung zum Leben bestimmt. Si diletta heißt um 1900 nicht mehr: man unterhält sich in der Kunstausübung, sondern: man bleibt unentschieden in der Lebensführung. In einem dritten Schritt sollen die epistemologischen Implikationen des Dilettantismus-Begriffs eruiert werden, wobei es insbesondere um die Frage nach dem Verhältnis von Dilettantismus und Professionalität gehen wird.
[Si] Märchen als gesellschaftliches und politisches Instrument
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Märchensammlungen erlebten in der Epoche der Romantik einen Aufschwung, dessen politischen und gesellschaftlichen Implikationen im Seminar nachgespürt wird. Neben einer historischen Kontextualisierung wird das Genre theoretisch betrachtet und analysiert. In einem weiteren Schritt werden Rückschlüsse gezogen, warum es aktuell erneut zu einem Aufschwung märchenhaften Erzählens in verschiedenen Medien kommt.
[Si] Weimarer Klassizismus
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Die ‚Weimarer Klassik‘, wie man im 19. Jh. (und z.B. leider auch noch im aktuellen Lehrplan für die Oberstufe in Hessen) mit einer sehr problematischen Zuschreibung sagte, gilt als eine der zentralen Epoche der deutschen Literatur. Die faszinierte, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit dem, was aus dem griechischen Altertum überliefert war (= Klassizismus): Skulpturen, Texte, Mythen, aber auch die vermutete Lebensform der Griechen und Römer, ist für eine große Zahl von Autorinnen und Autoren europaweit im 18. und 19. Jahhrundert von zentraler Bedeutung für die Formulierung einer modernen Literatur. Gegenstand des Seminars sind für diese Auseinandersetzung beispielhafte Werke von C.M. Wieland, J.W. Goethe und Fr. Schiller, die um 1800 in Weimar auf engem Raum beieinander leben und arbeiten. Aber auch der ‚Außenseiter‘ H. v. Kleist, der in Weimar gerne Anerkennung gefunden hätte, steht auf dem Programm, dessen Drama um die Amazonenkönig „Penthesilea“ (1808) so radikal war, das es erst 1875 erstmals auf die Bühne kam.
Im Rahmen des Seminars ist eine eintägige Exkursion ins UNESCO-Welterbe „Bergpark Wilhelmshöhe“ in Kassel geplant, die ein herausragendes Beispiel für den heute noch erlebbaren Klassizismus um 1800 ist.
[Si] Zwischen Himmel und Hölle: Der Teufelspakt in der mittelalterlichen Literatur
Der Pakt mit dem Teufel wurde schon oft als Ausgang für Erzählungen genutzt, mal in modernen Verfilmungen wie der TV-Serie _Lucifer_, mal in Klassikern der deutschen Literatur wie Goethes _Faust_, der vermutlich einer der bekanntesten Teufelspakte der neueren deutschen Literatur ist. Doch ist er nicht eine Erfindung Goethes, vielmehr wird auf eine lange Tradition zurückgegriffen, deren Verhandlungen schon im Mittelalter zu Bestsellern wurden. Daher möchte sich das Blockseminar, welches in Kooperation mit einem Seminar der Uni Frankfurt stattfindet, mit Fausterzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit beschäftigen, wozu als Vorläufer die Theophiluslegende aber auch das in drei Handschriften des beginnenden 15. Jahrhunderts überlieferte Spiel sowie die gedruckte Historia des _weitbeschreyten_ Zauberers zählen. Neben Textanalysen sollen im Rahmen der Blockveranstaltungen auch die materiellen Aspekte der Handschriften und besondere Drucke wie der Frankfurter Erstdruck von Spies oder Spielhandschriften berücksichtigt werden. Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann schon verraten werden, dass die Darstellungen dabei nicht immer ganz ernst ablaufen und Teufel sich als ambivalente Figuren zeigen – also Obacht: der Teufel liegt im Detail!
Das Seminar findet nach zwei vorbereitenden Sitzungen (25.04.25 10.00–12.00 online, 16.05.25 10.00–16.00) in zwei Blöcken in Frankfurt (06.06.25, 10.00–18.00) und in Gießen (13.06.25, 10.00–18.00) statt.
Hinweise zur Teilnahme: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen Terminen teilnehmen können. Außerdem sollten Sie bereit sein, sich auch in mittelhochdeutsche bzw. frühneuhochdeutsche Texte einzuarbeiten, egal ob diese in Übersetzung vorhanden sind oder nicht.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Franz Schubert und das Kunstlied
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Wohl kaum eine Gattung wird so stark mit dem Komponisten Franz Schubert (1797–1828) assoziiert wie das Kunstlied. Über 600 Werke umfasst Schuberts Liedschaffen, wobei der Komponist die bekanntesten Dichter seiner Zeit vertonte – wie Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Müller oder Heinrich Heine (um nur einige zu nennen). Durch seine Werke trug der Komponist maßgeblich dazu bei, das Lied als eine der zentralen Gattungen des 19. Jahrhunderts zu etablieren. Im Rahmen des Seminars wird Schuberts umfangreiches Liedschaffen aus analytischen wie kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten (bspw. die Bedeutung der Wiener Salons und der Schubertiaden für Schuberts Liedschaffen) untersucht. Dabei werden neben selbstständigen Liedvertonungen (wie „Gretchen am Spinnrade“ oder „Der Erlkönig“) auch Schuberts Liederzyklen (wie „Die schöne Müllerin“ oder „Winterreise“) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, einen möglichst breiten Einblick in das Schubert’sche Liedschaffen zu bieten und den Teilnehmenden zentrale Methoden zur literarischen und musikalischen Analyse von Kunstliedern zu vermitteln. Neben der Analyse werden die Kontextualisierung der Lieder und ihre Verortung in der geschichtlichen Entwicklung der Gattung des Kunstliedes einen wichtigen Aspekt des Seminars bilden.
2. Literatur:
HINRICHSEN, Hans Joachim: Franz Schubert, München 2014; BUDDE, Elmar: Schuberts Liederzyklen. Ein musikalischer Werkführer, München 2012; DÜRR, Walther u. a. (Hrsg.): Schubert Liedlexikon, Kassel 2013; DÜRR, Walther & KRAUSE, Andreas (Hrsg.): Schubert Handbuch, Kassel 2018
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Arbeiten mit Ton in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Das Material Ton und die Arbeit mit ihm sind in der zeitgenössischen Kunst gerade wieder sehr gefragt. Doch auch in der Frühen Neuzeit kam Ton auf vielfältige Weise zum Einsatz, wie etwa in kleinformatigen Skizzen für größere Skulpturen und Bronzeplastiken oder auch als Basismaterial für autonome Bildwerke und aufwendig bemalte Gefäße, Schalen und Teller. Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Beispiele das Arbeiten mit Ton an der Schnittstelle von freier und angewandter Kunst vom 15. bis zum 17. Jahrhundert kennenlernen.
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
[Ex Sem] Reichsstadt, Planstadt, Residenzstadt. Stadtkonzepte am Beispiel von Straßburg und Ludwigsburg in Mittelalter und Früher Neuzeit
Vormoderne Städte traten in verschiedenen Formen auf. Die Unterschiede in Funktion und rechtlichem Status prägten die Entwicklungen und das Leben in der jeweiligen Stadt. Die Stadt ist sowohl Produkt des in ihr stattfindenden gesellschaftlichen Lebens wie auch grundsätzlich prägend für dieses, weswegen städtische Quellen zu Topographie, Entwicklung und aktive Gestaltung verschiedenste Perspektiven auf vormoderne Gesellschaften eröffnen. Dabei lassen sich anhand von Elementen der baulichen Erhaltung und Veränderung spezifisch zeitgenössische Funktionalisierungen ablesen.
Im exkursionsvorbereitenden Seminar sollen daher sowohl die Entstehung und Entwicklung von Städten als auch das städtische Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit betrachtet werden und der Einfluss der verschiedenen Stadttypen untersucht werden. Noch heute lässt sich beispielsweise an Aufbau und Bild der Stadt beobachten, ob eine Stadt wie Straßburg im Mittelalter den Rang einer Reichsstadt hatte oder wie Ludwigsburg erst in der Frühen Neuzeit als herzogliche Residenzstadt gegründet und geplant wurde. Im Falle von Ludwigsburg liegt dies unter anderem auch daran, dass die Innenstadt aufgrund ausgebliebener großer Kriegszerstörung weitestgehend im Originalzustand verblieben ist. Als eine der größten barocken Planstädte ist die Stadt somit ein ideales Ziel für die objekt- und ortsbezogene Untersuchung frühneuzeitlicher Stadtplanung. Straßburg hingegen zeichnet sich historisch durch seine wechselnden Städtetypen (Bischofsstadt und Freie Reichsstadt), die die Entwicklung prägten, sowie die allgemeine Bedeutung der Stadt im Heiligen Römischen Reich aus.
Neben stadthistorischen Inhalte werden auch unterschiedliche Medien und Quellen aus Mittelalter und Früher Neuzeit behandelt, welche die Exkursion nach Straßburg und Ludwigsburg vorbereiten.
Die Exkursion findet von Mo. 29.09.25 bis Fr. 03.10.25 (2,5 Tage Straßburg/ 2,5 Tage Ludwigsburg) statt. Verbindliche Anmeldungen müssen bis zum 16.05. bei Frau Berg (Sekretariat Frühe Neuzeit, Phil I, Raum C110) erfolgen.
Eine erste Vorbereitungssitzung findet am 25.04. von 14 bis 16 Uhr in C 113, statt.
[Ü] Römische Wandmalerei: Räume, Bilder, Botschaften
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Die römische Wandmalerei zählt zu den bedeutendsten Quellen für die Erforschung antiker Wohnkultur, Repräsentation und Wahrnehmung von Raum. In dieser Übung beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Stilphasen, ikonografischen Programmen und Techniken der Wanddekoration in römischen Privathäusern und öffentlichen Gebäuden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Wandmalereien Pompejis, deren außergewöhnlich guter Erhaltungszustand detaillierte Analysen ermöglicht.
Wir diskutieren Fragen nach Funktion, Inszenierung und sozialer Bedeutung von Bildprogrammen und setzen uns mit methodischen Ansätzen zur Interpretation antiker Malerei auseinander. Die Übung umfasst die Analyse von Bildquellen, die Diskussion aktueller Forschungsliteratur sowie praktische Übungen zur stilistischen und ikonografischen Einordnung römischer Wandmalereien. Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die visuelle Kultur der römischen Antike und ihre gesellschaftlichen Kontexte zu entwickeln. Die aktive Teilnahme an den Analysen und Diskussionen ist zentraler Bestandteil der Übung.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Aufführung als Weg zum Verständnis historischer Dramen: Fridolin Lautenschlagers Esther-Drama aus Fribourg
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Im 16. Jahrhundert erfreut sich der biblische Stoff der Königin Esther besonderer Beliebtheit auf protestantischen Schulbühnen. In der Schweiz wird der Stoff v.a. bei Hochzeiten inszeniert. Fridolin Lautenschlager ist der erste katholische Autor, der ein deutschsprachiges Esther-Drama verfasst: in Freiburg/Schweiz. Wir werden dieses Stück gemeinsam für die Aufführung aufbereiten und in Gießen, Grünberg, Hungen und Freiburg/Schweiz aufführen. Alle Seminarteilnehmenden sind Darsteller, Co-Dramaturgen und Co-Regisseure.
Aufführungstermine: 3.7. Gießen; 4.7. Grünberg; 12.7. Hungen; 18.7. Fribourg (Exkursion).
Das Seminar beinhaltet eine Exkursion mit Aufführung und Besuch einer wissenschaftlichen Tagung zum mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Theater in Freiburg/CH, 17.-23.7.2025 (Studierende können ggf. früher heimreisen, falls Klausuren anstehen).
[Si] Bildungsroman, Entwicklungsroman, Coming-of-Age-Roman: Geschichte, Poetik und Funktionen einer Gattung (18.Jh. bis Gegenwart)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Bildungsroman, Entwicklungsroman…
„Der Bildungsroman zeigt die Entwicklung der Hauptfigur in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bereichen der Wirklichkeit, und zwar von Jugend an über verschiedene, meist krisenhaft erlebte Phasen bis hin zum Erreichen einer gefestigten Ich-Identität.“ (Metzler Lexikon Literatur) Seit dem Erfolg von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) ist der Bildungs- oder auch Entwicklungsroman sowohl im klassischen Sinne als auch in Form seiner negativen Variante als Anti-Bildungsroman ein viel bespieltes Konzept der Literatur. In der Gegenwart tritt er vermehrt modifiziert als Coming-of-Age-Roman auf. In ihren verschiedenen Varianten und Versionen geben Bildungsromane nicht nur Aufschluss über die zentralen Konzepte der Bildung und der Individualität der Zeit, in der sie erschienen sind. Vielmehr werden auch stets Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft verhandelt.
In dem Seminar sollen exemplarische Vertreter des Bildungs-/Coming-of-Age-Romans besprochen werden. Dabei soll gleichzeitig ein Tiefenverständnis für die Poetik und die Themen des Bildungsromans sowie ein diachroner Überblick über die Gattung vermittelt werden.
[Si] Chor - Kollektive im Drama von der Antike bis zum 20. Jh.
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Das gemeinsam mit Peter v. Möllendorff (Professur für Gräzistik, FB 04) veranstaltete Seminar widmet sich einem Phänomen, das im Altertum allgegenwärtig, in der Literatur der Neuzeit jedoch interessanterweise fast verschwunden ist: dem Chor (= „eine Personengruppe, deren Handeln als gemeinsame Form der Darstellung erkennbar wird“, Metzler Literaturlexikon) auf der Bühne und im Dramentext. Das neuzeitlich-moderne Individuum, so scheint es, spricht für sich allein und nicht im Kollektiv. Erst einige Dramatiker/innen des 20. Jh. entdecken den Chor wieder für sich und lassen ihn zum Ausdrucksmittel für neue Kollektive werden. Das Seminar vollzieht diesen Bogen anhand einer Reihe von zentralen Beispielen von Aischylos‘ Agamemnon (458 v. Chr.) bis zu W. Allens Mighty Aphrodite (1995) und E. Jelineks Sportstück (1998) nach und beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe diese Wiederentdeckung des Chors für die Bühne haben könnte.
[Si] Die große Liebe, die das Artusreich zerstört: Prosa-Lancelot
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Zu einer Zeit, als in der deutschen Literatur noch keine Prosaromane üblich waren, übertrug ein unbekannter Verfasser den französischen Lancelot en prose ins Deutsche und behielt dabei die Prosaform bei. Im Deutschen suggeriert diese Form, dass es sich um eine Chronik handle. In der Tat wird im Prosa-Lancelot vom Aufstieg und Niedergang des Artusreichs erzählt. Der Motor des Untergangs ist aber etwas, was in einer Chronik nichts zu suchen hätte: die große Liebe des Ritters Lancelot mit der Ehefrau des Königs Artus, Ginover. Mit von der Partie ist auch der Gral, der mit Vehemenz den Westen an die christlichen Werte erinnert - bis am Ende das Artusreich zerstört und der Gral in Indien ist.
Im Seminar lesen wir den Text und untersuchen die Schaltstellen zwischen den Gattungen sowie die eigenartige Ästhetik dieses Romans. Dabei fragen wir auch, in welchem institutionellen Kontext der Roman zu Hause sein könnte. Gestützt auf Positionspapiere der Studierenden setzen wir uns auch mit der Forschung auseinander, die zuweilen den Prosa-Lancelot als sture Übersetzung abtut, zuweilen seine französische Vorlage völlig vergisst.
Qualifikation: Hausarbeit.
[Si] Dilettant, Amateur, Liebhaber - Geschichte und Konzepte einer ästhetischen Praxis
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar verknüpft zwei historische Fragestellungen (zum kunsttheoretischen Dilettantismus-Begriff um 1800 sowie zum kulturkritischen Dilettantismus-Begriff um 1900) mit einer systematischen Fragestellung.
Ausgangspunkt der Rekonstruktion des Dilettantismus-Begriffs 'um 1800' bildet die Definition, die Schiller und Goethe in ihren Fragmenten "Über den Dilettantismus" geben. Danach betreibt der Dilettant die Kunst, um sich zu unterhalten: Si diletta. Er ist ein "Liebhaber der Künste, der nicht allein betrachten und genießen, sondern auch an ihrer Ausübung Theil nehmen will".
Ganz anders das Dilettantismus-Konzept um 1900: Der fin-de-siècle-Dilettant wird nicht durch seine Einstellung zur Kunst, sondern – dies wird bei Bourget und Hofmannsthal besonders deutlich - durch seine Einstellung zum Leben bestimmt. Si diletta heißt um 1900 nicht mehr: man unterhält sich in der Kunstausübung, sondern: man bleibt unentschieden in der Lebensführung. In einem dritten Schritt sollen die epistemologischen Implikationen des Dilettantismus-Begriffs eruiert werden, wobei es insbesondere um die Frage nach dem Verhältnis von Dilettantismus und Professionalität gehen wird.
[Si] Märchen als gesellschaftliches und politisches Instrument
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 026 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 026 |
Märchensammlungen erlebten in der Epoche der Romantik einen Aufschwung, dessen politischen und gesellschaftlichen Implikationen im Seminar nachgespürt wird. Neben einer historischen Kontextualisierung wird das Genre theoretisch betrachtet und analysiert. In einem weiteren Schritt werden Rückschlüsse gezogen, warum es aktuell erneut zu einem Aufschwung märchenhaften Erzählens in verschiedenen Medien kommt.
[Si] Weimarer Klassizismus
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Die ‚Weimarer Klassik‘, wie man im 19. Jh. (und z.B. leider auch noch im aktuellen Lehrplan für die Oberstufe in Hessen) mit einer sehr problematischen Zuschreibung sagte, gilt als eine der zentralen Epoche der deutschen Literatur. Die faszinierte, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit dem, was aus dem griechischen Altertum überliefert war (= Klassizismus): Skulpturen, Texte, Mythen, aber auch die vermutete Lebensform der Griechen und Römer, ist für eine große Zahl von Autorinnen und Autoren europaweit im 18. und 19. Jahhrundert von zentraler Bedeutung für die Formulierung einer modernen Literatur. Gegenstand des Seminars sind für diese Auseinandersetzung beispielhafte Werke von C.M. Wieland, J.W. Goethe und Fr. Schiller, die um 1800 in Weimar auf engem Raum beieinander leben und arbeiten. Aber auch der ‚Außenseiter‘ H. v. Kleist, der in Weimar gerne Anerkennung gefunden hätte, steht auf dem Programm, dessen Drama um die Amazonenkönig „Penthesilea“ (1808) so radikal war, das es erst 1875 erstmals auf die Bühne kam.
Im Rahmen des Seminars ist eine eintägige Exkursion ins UNESCO-Welterbe „Bergpark Wilhelmshöhe“ in Kassel geplant, die ein herausragendes Beispiel für den heute noch erlebbaren Klassizismus um 1800 ist.
[Si] Zwischen Himmel und Hölle: Der Teufelspakt in der mittelalterlichen Literatur
Der Pakt mit dem Teufel wurde schon oft als Ausgang für Erzählungen genutzt, mal in modernen Verfilmungen wie der TV-Serie _Lucifer_, mal in Klassikern der deutschen Literatur wie Goethes _Faust_, der vermutlich einer der bekanntesten Teufelspakte der neueren deutschen Literatur ist. Doch ist er nicht eine Erfindung Goethes, vielmehr wird auf eine lange Tradition zurückgegriffen, deren Verhandlungen schon im Mittelalter zu Bestsellern wurden. Daher möchte sich das Blockseminar, welches in Kooperation mit einem Seminar der Uni Frankfurt stattfindet, mit Fausterzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit beschäftigen, wozu als Vorläufer die Theophiluslegende aber auch das in drei Handschriften des beginnenden 15. Jahrhunderts überlieferte Spiel sowie die gedruckte Historia des _weitbeschreyten_ Zauberers zählen. Neben Textanalysen sollen im Rahmen der Blockveranstaltungen auch die materiellen Aspekte der Handschriften und besondere Drucke wie der Frankfurter Erstdruck von Spies oder Spielhandschriften berücksichtigt werden. Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann schon verraten werden, dass die Darstellungen dabei nicht immer ganz ernst ablaufen und Teufel sich als ambivalente Figuren zeigen – also Obacht: der Teufel liegt im Detail!
Das Seminar findet nach zwei vorbereitenden Sitzungen (25.04.25 10.00–12.00 online, 16.05.25 10.00–16.00) in zwei Blöcken in Frankfurt (06.06.25, 10.00–18.00) und in Gießen (13.06.25, 10.00–18.00) statt.
Hinweise zur Teilnahme: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen Terminen teilnehmen können. Außerdem sollten Sie bereit sein, sich auch in mittelhochdeutsche bzw. frühneuhochdeutsche Texte einzuarbeiten, egal ob diese in Übersetzung vorhanden sind oder nicht.
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Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[P Si] Musik und Gedächtnis
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
Zum Thema:
Mehr als andere Künste verbindet Musik unsere persönlichen Erinnerungen mit der kollektiven Vergangenheit. Zugleich sind Musikhören oder Musizieren ohne Kurzzeitgedächtnis gar nicht möglich, und individuelle Musikwahrnehmung ist geprägt von Inhalten des Langzeitgedächtnisses bis hin zum Sonderphänomen des absoluten Gehörs. Da das limbische System im Inneren des Gehirns sowohl für Emotionen als auch Gedächtnisleistungen zuständig ist, gehen Erinnerungen immer mit Gefühlen einher. Es ist somit kein Wunder, warum in Musik- und Medienerzeugnissen versucht wird, über abgespeicherte Musikklischees und im Rezeptionsverlauf erlernte Leitmotive Erwartungen zu triggern, Spannung aufzubauen oder nostalgische Gefühle hervorzurufen. Das Seminar wird neben den hier angedeuteten Themen auch auf das Alltagsphänomen des Ohrwurms, Auswendiglernen und Spiel nach Gehör, die Bedeutung von Musik in der Behandlung von Demenzkranken, das Sammeln von Schallplatten und anderen Musikobjekten als erinnerungskonservierende Tätigkeit sowie auf die Kommerzialisierung von Nostalgie und Gedenken bezogen auf populäre Musik eingehen.
Literatur:
Albrecht, H. (2021). Leitmotivik in der Filmmusik. Einflüsse auf die visuelle Aufmerksamkeit und emotionale Wirkungen während der Filmrezeption. Baden-Baden; Baker, S. (Hg.) (2015). Preserving Popular Music Heritage. Do-it-Yourself, Do-it-Together. New York/Abingdon; Baker, S./Strong, C./Istvandity, L./Cantillon Z. (Hg.) (2018). The Routledge Companion to Popular Music History and Heritage. London/New York; Bennett, A./Rogers, I. (2016). Popular Music Scenes and Cultural Memory. London; Bijsterveld, K./van Dijck, J. (Hg.) (2009). Sound Souvenirs: Audio Technologies, Memory and Cultural Practices. Amsterdam; Bitzan, W. (2010). Auswendig lernen und spielen. Über das Memorieren in der Musik. Frankfurt am Main; Fischer, M./Widmaier, T. (Hg.) (2014). Lieder/Songs als Medien des Erinnerns. Münster/New York; Fuhr, M./Gruber, C. (Hg.) (2024). Musik, Erinnern und kulturelles Gedächtnis. Hildesheim; Garrido, S./Davidson, J.W.: Music, Nostalgia and Memory. Historical and Psychological Perspectives. Cham 2019; Ivănescu, A. (2019). Popular Music in the Nostalgia Video Game: The Way It Never Sounded. Cham; Jaszoltowski, S. (2022). Erinnerungsorte in der Musik. Berlin; Jost, C./Sebald, G. (Hg.) (2020). Musik – Kultur – Gedächtnis. Theoretische und analytische Annäherungen an ein Forschungsfeld zwischen den Disziplinen. Wiesbaden; Kiewitt, K. (2006). Musikbiografie und Alzheimer-Demenz. Zur Wirkung der Rezeption biografisch relevanter Musik auf das emotionale Erleben von Alzheimer-Betroffenen. Hamburg; Natterer, K. (2017). Nostalgie als Zukunftsstrategie für Unterhaltungsmedien. Empirische Studien zu persönlicher und historischer Nostalgie in Medien. Wiesbaden; Niemeyer, A. (2015). Musik und Gedächtnis bei Ernest Bloch und Leonard Bernstein. Kultursemiotische und unterrichtsdidaktische Studien zum erinnerungskulturellen Potential von Musik. Paderborn; Nieper, L./Schmitz, J. (Hg.) (2016). Musik als Medium der Erinnerung. Gedächtnis – Geschichte – Gegenwart. Bielefeld; Norton, B./Matsumoto, N. (Hg.) (2019). Music as Heritage: Historical and Ethnographic Perspectives. London/New York; Pfleiderer, M. (2011). Populäre Musik und kulturelles Gedächtnis. Geschichtsschreibung – Archiv – Internet. Köln 2011; Snyder, B. (2000). Music and Memory. An Introduction. Cambridge/London.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2020) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bildungsroman, Entwicklungsroman, Coming-of-Age-Roman: Geschichte, Poetik und Funktionen einer Gattung (18.Jh. bis Gegenwart)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Bildungsroman, Entwicklungsroman…
„Der Bildungsroman zeigt die Entwicklung der Hauptfigur in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bereichen der Wirklichkeit, und zwar von Jugend an über verschiedene, meist krisenhaft erlebte Phasen bis hin zum Erreichen einer gefestigten Ich-Identität.“ (Metzler Lexikon Literatur) Seit dem Erfolg von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) ist der Bildungs- oder auch Entwicklungsroman sowohl im klassischen Sinne als auch in Form seiner negativen Variante als Anti-Bildungsroman ein viel bespieltes Konzept der Literatur. In der Gegenwart tritt er vermehrt modifiziert als Coming-of-Age-Roman auf. In ihren verschiedenen Varianten und Versionen geben Bildungsromane nicht nur Aufschluss über die zentralen Konzepte der Bildung und der Individualität der Zeit, in der sie erschienen sind. Vielmehr werden auch stets Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft verhandelt.
In dem Seminar sollen exemplarische Vertreter des Bildungs-/Coming-of-Age-Romans besprochen werden. Dabei soll gleichzeitig ein Tiefenverständnis für die Poetik und die Themen des Bildungsromans sowie ein diachroner Überblick über die Gattung vermittelt werden.
[Si] Ukraine-digital: Kinder und Jugendliteratur verstehen und vermitteln: Theorie trifft Praxis (online)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext.
Im Fokus stehen Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten. Studierende erarbeiten didaktische Konzepte, analysieren Unterrichtsmaterialien und reflektieren ihre eigene Vermittlungspraxis.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[P Si] Musik und Gedächtnis
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
Zum Thema:
Mehr als andere Künste verbindet Musik unsere persönlichen Erinnerungen mit der kollektiven Vergangenheit. Zugleich sind Musikhören oder Musizieren ohne Kurzzeitgedächtnis gar nicht möglich, und individuelle Musikwahrnehmung ist geprägt von Inhalten des Langzeitgedächtnisses bis hin zum Sonderphänomen des absoluten Gehörs. Da das limbische System im Inneren des Gehirns sowohl für Emotionen als auch Gedächtnisleistungen zuständig ist, gehen Erinnerungen immer mit Gefühlen einher. Es ist somit kein Wunder, warum in Musik- und Medienerzeugnissen versucht wird, über abgespeicherte Musikklischees und im Rezeptionsverlauf erlernte Leitmotive Erwartungen zu triggern, Spannung aufzubauen oder nostalgische Gefühle hervorzurufen. Das Seminar wird neben den hier angedeuteten Themen auch auf das Alltagsphänomen des Ohrwurms, Auswendiglernen und Spiel nach Gehör, die Bedeutung von Musik in der Behandlung von Demenzkranken, das Sammeln von Schallplatten und anderen Musikobjekten als erinnerungskonservierende Tätigkeit sowie auf die Kommerzialisierung von Nostalgie und Gedenken bezogen auf populäre Musik eingehen.
Literatur:
Albrecht, H. (2021). Leitmotivik in der Filmmusik. Einflüsse auf die visuelle Aufmerksamkeit und emotionale Wirkungen während der Filmrezeption. Baden-Baden; Baker, S. (Hg.) (2015). Preserving Popular Music Heritage. Do-it-Yourself, Do-it-Together. New York/Abingdon; Baker, S./Strong, C./Istvandity, L./Cantillon Z. (Hg.) (2018). The Routledge Companion to Popular Music History and Heritage. London/New York; Bennett, A./Rogers, I. (2016). Popular Music Scenes and Cultural Memory. London; Bijsterveld, K./van Dijck, J. (Hg.) (2009). Sound Souvenirs: Audio Technologies, Memory and Cultural Practices. Amsterdam; Bitzan, W. (2010). Auswendig lernen und spielen. Über das Memorieren in der Musik. Frankfurt am Main; Fischer, M./Widmaier, T. (Hg.) (2014). Lieder/Songs als Medien des Erinnerns. Münster/New York; Fuhr, M./Gruber, C. (Hg.) (2024). Musik, Erinnern und kulturelles Gedächtnis. Hildesheim; Garrido, S./Davidson, J.W.: Music, Nostalgia and Memory. Historical and Psychological Perspectives. Cham 2019; Ivănescu, A. (2019). Popular Music in the Nostalgia Video Game: The Way It Never Sounded. Cham; Jaszoltowski, S. (2022). Erinnerungsorte in der Musik. Berlin; Jost, C./Sebald, G. (Hg.) (2020). Musik – Kultur – Gedächtnis. Theoretische und analytische Annäherungen an ein Forschungsfeld zwischen den Disziplinen. Wiesbaden; Kiewitt, K. (2006). Musikbiografie und Alzheimer-Demenz. Zur Wirkung der Rezeption biografisch relevanter Musik auf das emotionale Erleben von Alzheimer-Betroffenen. Hamburg; Natterer, K. (2017). Nostalgie als Zukunftsstrategie für Unterhaltungsmedien. Empirische Studien zu persönlicher und historischer Nostalgie in Medien. Wiesbaden; Niemeyer, A. (2015). Musik und Gedächtnis bei Ernest Bloch und Leonard Bernstein. Kultursemiotische und unterrichtsdidaktische Studien zum erinnerungskulturellen Potential von Musik. Paderborn; Nieper, L./Schmitz, J. (Hg.) (2016). Musik als Medium der Erinnerung. Gedächtnis – Geschichte – Gegenwart. Bielefeld; Norton, B./Matsumoto, N. (Hg.) (2019). Music as Heritage: Historical and Ethnographic Perspectives. London/New York; Pfleiderer, M. (2011). Populäre Musik und kulturelles Gedächtnis. Geschichtsschreibung – Archiv – Internet. Köln 2011; Snyder, B. (2000). Music and Memory. An Introduction. Cambridge/London.
Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher analytischer oder empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2020) sein.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Si] Fiktionen und fiktionale Gegenstände (AfK-Nr.: 405/406)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 112 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 112 |
Unser Umgang mit Fiktionen (etwa mit Romanen oder Filmen) stellt uns vor etliche philosophische Rätsel. Ist es nicht blank irrational, beispielsweise angesichts des ‚Todes‘ einer Romanfigur traurig zu sein? Denn immerhin wissen wir ja, dass nicht wirklich jemand gestorben ist! Wie lässt sich das als gleichwohl verständlich (rational) erklären? Ferner: Auf welche Weise sollten wir unser Reden und Nachdenken über Romanfiguren oder Filmhelden überhaupt theoretisch angemessen verstehen? Wir wissen, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die nur erfunden sind – und somit, möchte man meinen, streng genommen gar nicht existieren. Gleichwohl scheint beispielsweise die Behauptung, dass Faust sich in Gretchen (und nicht in Gretchens Mutter) verliebt hat, wahr zu sein. Wir scheinen demnach mit den Eigennamen „Faust“ und „Gretchen“ erfolgreich Bezug nehmen zu können. Und das scheint vorauszusetzen, dass es die Bezugsgegenstände – Faust und Gretchen – gleichwohl gibt! Die semantischen Eigenschaften unseres Redens über fiktive Gegenstände und der ontologische Status dieser Gegenstände sind demnach arg unklar.
Starten wird das Seminar mit den Fragen, was überhaupt Fiktionen (etwa im Unterschied zu Tatsachenberichten) sind und welche spezifischen kognitiven Fähigkeiten im Verstehen von Fiktionen zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage kümmern wir uns dann um die erwähnten Rätsel.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Bildungsroman, Entwicklungsroman, Coming-of-Age-Roman: Geschichte, Poetik und Funktionen einer Gattung (18.Jh. bis Gegenwart)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Bildungsroman, Entwicklungsroman…
„Der Bildungsroman zeigt die Entwicklung der Hauptfigur in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bereichen der Wirklichkeit, und zwar von Jugend an über verschiedene, meist krisenhaft erlebte Phasen bis hin zum Erreichen einer gefestigten Ich-Identität.“ (Metzler Lexikon Literatur) Seit dem Erfolg von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) ist der Bildungs- oder auch Entwicklungsroman sowohl im klassischen Sinne als auch in Form seiner negativen Variante als Anti-Bildungsroman ein viel bespieltes Konzept der Literatur. In der Gegenwart tritt er vermehrt modifiziert als Coming-of-Age-Roman auf. In ihren verschiedenen Varianten und Versionen geben Bildungsromane nicht nur Aufschluss über die zentralen Konzepte der Bildung und der Individualität der Zeit, in der sie erschienen sind. Vielmehr werden auch stets Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft verhandelt.
In dem Seminar sollen exemplarische Vertreter des Bildungs-/Coming-of-Age-Romans besprochen werden. Dabei soll gleichzeitig ein Tiefenverständnis für die Poetik und die Themen des Bildungsromans sowie ein diachroner Überblick über die Gattung vermittelt werden.
[Si] Ukraine-digital: Kinder und Jugendliteratur verstehen und vermitteln: Theorie trifft Praxis (online)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Kinder- und Jugendliteratur (KJL) spielt eine zentrale Rolle im Deutschunterricht – sowohl als ästhetisches Erlebnis als auch zur Förderung literarischer Kompetenzen. Das Seminar vermittelt theoretische und didaktische Grundlagen zur Analyse und Vermittlung von KJL im schulischen Kontext.
Im Fokus stehen Qualitätskriterien, literarische Kompetenzziele sowie Methoden zur Didaktisierung von Kinder- und Jugendbüchern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen und digitalen Formaten. Studierende erarbeiten didaktische Konzepte, analysieren Unterrichtsmaterialien und reflektieren ihre eigene Vermittlungspraxis.
Das Seminar wird in Kooperation mit der Iwan-Ohienko-Universität in Kamjanez-Podilskyj durchgeführt und wird daher als reine Online-Veranstaltung durchgeführt.
BA-LAS-PDK-5 Praktiken der Institutionalisierung u. Vermitlung 1: Institutionelle Kontexte ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Das Museum und das bewegte Bild. Eine Institution als Ort und Thema in Dokumentar- und Spielfilm (KG/KW-Seminar)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c |
Die Institution Museum und das Medium Film kommen unter verschiedenen Bedingungen zusammen. Es gibt ausgesprochene Filmmuseen; Kunstmuseen sammeln und präsentieren Werke, die (auch) mit Mitteln des Films arbeiten; Museen sind Handlungsort oder Gegenstand in Film- und Fernsehproduktionen.
In diesem Seminar soll es um Letzteres gehen: Thema sind Spiel- und Dokumentarfilme, in denen imaginäre oder real existierende Museen genutzt werden, um (Schlüssel)Szenen einen räumlichen und inhaltlichen Rahmen anzuweisen, oder in denen diese fiktiven oder realen Sammlungen hauptsächlicher Gegenstand der filmischen Erzählung sind. Beide Aspekte sind von kunsthistorischer Literatur bislang nicht oder wenig in den Blick genommen worden, so dass das Seminar die Möglichkeit bietet, Forschungsneuland zu betreten. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen an das Material gerichtet werden: Was wird über die Institution Museum im Film ausgesagt? Was bedeuten der Ort und die Institution Museum für die filmische Erzählung und den Einsatz filmischer Mittel in unterschiedlichen Genres? Welche Synergien ergeben sich aus dem Museum als Handlungsort und Thema und dem Medium Film? Wie verhalten sich filmische Adaptionen des Museums zu einem anderen rezenten Phänomen der Mediatisierung, der Tatsache nämlich, dass Museen heute im virtuellen Raum Spielstätten, etwa digitale Sammlungen, jenseits der eigenen vier Wände unterhalten?
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Hitchhikers‘ Guide to Antiquity – didaktische Begleitangebote zur Sonderausstellung „Reisefieber – antike Helden und Entdecker auf Reisen“ (AfK-Nr.: 271)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Das Museum und das bewegte Bild. Eine Institution als Ort und Thema in Dokumentar- und Spielfilm (KG/KW-Seminar)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II H, 008c | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 008c |
Die Institution Museum und das Medium Film kommen unter verschiedenen Bedingungen zusammen. Es gibt ausgesprochene Filmmuseen; Kunstmuseen sammeln und präsentieren Werke, die (auch) mit Mitteln des Films arbeiten; Museen sind Handlungsort oder Gegenstand in Film- und Fernsehproduktionen.
In diesem Seminar soll es um Letzteres gehen: Thema sind Spiel- und Dokumentarfilme, in denen imaginäre oder real existierende Museen genutzt werden, um (Schlüssel)Szenen einen räumlichen und inhaltlichen Rahmen anzuweisen, oder in denen diese fiktiven oder realen Sammlungen hauptsächlicher Gegenstand der filmischen Erzählung sind. Beide Aspekte sind von kunsthistorischer Literatur bislang nicht oder wenig in den Blick genommen worden, so dass das Seminar die Möglichkeit bietet, Forschungsneuland zu betreten. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen an das Material gerichtet werden: Was wird über die Institution Museum im Film ausgesagt? Was bedeuten der Ort und die Institution Museum für die filmische Erzählung und den Einsatz filmischer Mittel in unterschiedlichen Genres? Welche Synergien ergeben sich aus dem Museum als Handlungsort und Thema und dem Medium Film? Wie verhalten sich filmische Adaptionen des Museums zu einem anderen rezenten Phänomen der Mediatisierung, der Tatsache nämlich, dass Museen heute im virtuellen Raum Spielstätten, etwa digitale Sammlungen, jenseits der eigenen vier Wände unterhalten?
[Si] Konzeptalben
regelmäßiger Termin ab 25.04.2025 | ||
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 25.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema:
Konzeptalben sind Musikalben, bei denen die einzelnen Songs bzw. Tracks eines Albums ein gemeinsames Thema verfolgen und bisweilen gar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Das Seminar zeichnet die Geschichte dieses besonderen, bis heute anzutreffenden Albumtypus nach, der in den späten 1960er-Jahren mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (1967) der Beatles seinen Ausgang nahm und bereits früh von britischen Rockbands wie The Who („Tommy“ (1969), „Quadrophenia“ (1973)) oder The Kinks („The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ (1968), „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ (1969)) aufgegriffen wurde. Auch wenn der Hauptfokus des Seminars auf den 60er- und 70er-Jahren mit Alben wie David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ (1972), Genesis’ „The Lamb Lies Down on Broadway“ (1974) und Pink Floyds „The Wall“ (1979) liegt, werden auch spätere Konzeptalben wie Green Days „American Idiot“ (2004) beleuchtet. Neben der zeitgeschichtlichen Einordnung dieser Werke und der Diskussion ihrer Stellung in der Rock-/Popmusikgeschichte wird ein besonderes Augenmerk auf Bühnenadaptionen von Konzeptalben und ihrer Verknüpfung zum Musicalbereich liegen, die sich an Werken wie „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Chess“ (1984) oder „Hadestown“ (2010) eindrücklich zeigt.
2. Literatur:
Gareth Shute: Concept Albums, Auckland 2013; Eric Wolfson: Fifty Years of the Concept Album in Popular Music: From the Beatles to Beyoncé, New York 2024
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb:
Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
[Si] Operette – Ein historischer Überblick von Offenbach bis Abraham
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II D, 07 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 07 |
1. Zum Thema: Die Operette – bekannt für ihre eingängigen Melodien, ihren zündenden Humor und ihre ebenso unterhaltsamen wie satirisch-überspitzten (und bisweilen gar gesellschaftskritischen) Handlungen – stellt die zentrale Form des populären Musiktheaters im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. Das Seminar bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Operette, angefangen bei den Werken Jacques Offenbachs („Orpheus in der Unterwelt“ (1858), „Die schöne Helena“ (1864)) über die Comic Operas Gilbert und Sullivans („Die Piraten von Penzance“ (1879), „The Mikado“ (1885), „H.M.S. Pinafore“ (1878)) bis hin zu den deutschsprachigen Klassikern des Genres. Letztere umfassen die weltbekannten Wiener Operetten, wie „Die Fledermaus“ (1874) von Johann Strauss, „Die lustige Witwe“ (1905) von Franz Lehár oder Ralph Benatzkys „Im weißen Rößl“ (1930), ebenso wie die späten Jazzoperetten von Paul Abraham („Die Blume von Hawaii“ (1931), „Ball im Savoy“ (1932)), die erst in jüngster Zeit von Publikum wie Forschung wiederentdeckt wurden. Neben analytischen Betrachtungen herausgehobener Einzelwerke liegt ein besonderer Fokus auf der zeit- und kulturgeschichtlichen Einordnung der Stücke sowie auf der Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte des Genres. Fragen wie „Wie entstand die Operette?“ oder „Was führte zu ihrem Niedergang in den 1930er-Jahren?“ werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung und Position des Genres im heutigen Theaterbetrieb.
2. Literatur: Richard Traubner: Operetta. A Theatrical History, New York u. a. 1983; Volker Klotz: Operette: Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst, Sinzig 42016.
3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Kurzreferat; Leistungsschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit sowie Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit (die genauen Modalitäten werden in der ersten Sitzung gemeinsam besprochen)
4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen: keine
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Ü] Hitchhikers‘ Guide to Antiquity – didaktische Begleitangebote zur Sonderausstellung „Reisefieber – antike Helden und Entdecker auf Reisen“ (AfK-Nr.: 271)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
BA-LAS-PDK-6 Praktiken der Institutionalisierung u. Vermitlung 2: Künste vermiteln ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Hitchhikers‘ Guide to Antiquity – didaktische Begleitangebote zur Sonderausstellung „Reisefieber – antike Helden und Entdecker auf Reisen“ (AfK-Nr.: 271)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Aufführung als Weg zum Verständnis historischer Dramen: Fridolin Lautenschlagers Esther-Drama aus Fribourg
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Im 16. Jahrhundert erfreut sich der biblische Stoff der Königin Esther besonderer Beliebtheit auf protestantischen Schulbühnen. In der Schweiz wird der Stoff v.a. bei Hochzeiten inszeniert. Fridolin Lautenschlager ist der erste katholische Autor, der ein deutschsprachiges Esther-Drama verfasst: in Freiburg/Schweiz. Wir werden dieses Stück gemeinsam für die Aufführung aufbereiten und in Gießen, Grünberg, Hungen und Freiburg/Schweiz aufführen. Alle Seminarteilnehmenden sind Darsteller, Co-Dramaturgen und Co-Regisseure.
Aufführungstermine: 3.7. Gießen; 4.7. Grünberg; 12.7. Hungen; 18.7. Fribourg (Exkursion).
Das Seminar beinhaltet eine Exkursion mit Aufführung und Besuch einer wissenschaftlichen Tagung zum mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Theater in Freiburg/CH, 17.-23.7.2025 (Studierende können ggf. früher heimreisen, falls Klausuren anstehen).
[Pj Si] Journalismus - Schreiben fürs GerMagazin
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 |
Seit einigen Jahren gibt es an unserem Institut das "Ger.Magazin". Dieses Online-Magazin hat zum Ziel, die zahlreichen Projekte und Aktivitäten am Institut für Germanistik nach Außen wirkungsvoll zu vermitteln. Mittlerweile sind sehr unterschiedliche Rubriken entstanden: von Alumniportraits, über Berichte aus den Seminaren bis hin zu Veranstaltungen & Aktionen in der Germanistik und in Gießen. Auch im kommenden Semester sollen weitere journalistische Beiträge rund um die Gießener Germanistik entstehen.
Sie erlernen Techniken des journalistischen Schreibens, stehen im Austausch mit unserem Redaktionsteam und veröffentlichen eigene Texte.
Das Ger.Magazin ist zu finden unter: https://germanistik-magazin-jlu.de/
[Si] Literatur- und bildästhetisches Lernen mit grafischer Literatur (Kooperationsprojekt: illustrators in residence mit externen Gastvorträgen)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Bilderbücher sind ein zentraler Bestandteil des kinderliterarischen Lesens und bieten vielfältige Zugänge zu literarischem und bildästhetischem Lernen. Dieses Seminar setzt sich mit der Analyse und Didaktisierung von Bilderbüchern auseinander und beleuchtet ihre Potenziale für die Förderung literarischer Kompetenzen.
Im Fokus stehen theoretische Modelle zur Bilderbuchanalyse, stofflich-thematische Ansätze und intermediale Bezüge. Die Studierenden erarbeiten zudem methodische Konzepte zur Einbindung von Bilderbüchern in den Unterricht und reflektieren deren Einsatz für verschiedene Zielgruppen.
Mit dem Besuch des Seminars sind auch externe Veranstaltungen verbunden, die eine praxisnahe Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in der Bilderbuchszene ermöglichen. Dazu gehört ein Werkstattgespräch mit dem Illustrator Torben Kuhlmann am 16.07.2025 im Rathaus Gießen sowie Veranstaltungen im Rahmen des Gießener Bilderbuchfestivals vom 23.–29.06.2025. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist verpflichtend.
[Si] Schreiborte, Schreibrituale, Schreibmedien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar gibt im ersten Teil Einblick in Grundlagen und Methoden der Schreibprozessforschung. Eine besondere Rolle spielt dabei die jüngere Geschichte der Automatisierung des Schreibens durch digitale Infrastrukturen und KI. Im zweiten Teil werden anhand von Fallbeispielen aus Literatur, Film, Serien, Museen und anderen Kontexten kulturelle Produktionsbedingungen (wie Schreiborte, Schreibgewohnheiten, Schreibtechnologien) und Formate (z.B. autosoziografisches Schreiben) analysiert.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[Si] Einführung in den Musikjournalismus
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II D, 08 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II D, 08 |
Das Seminar gibt einen Überblick über die Einsatzfelder von Musikwissenschaftler*innen in journalistischen Kontexten, wichtige Institutionen und medienspezifischen Anforderungen. Es handelt sich um ein dezidiert praxisorientiertes Seminar, wo sich die Studierenden in einem möglichen Berufsfeld erproben und gegenseitig Feedback geben können. Wir üben Recherche- und Arbeitstechniken für gängige musikjournalistische Aufgaben wie das Verfassen von Rezensionen, Reportagen und Werkeinführungen sowie das Führen von Künstler*innengesprächen und Interviews. Verständliches, plastisches und kompetentes Schreiben über Musik steht dabei im Fokus. Darüber hinaus wollen wir den Beruf aber auch in seiner Historizität begreifen und, mit Blick in die Zukunft, kritisch reflektieren.
Modulzuordnung neue Lehramtsstudiengänge:
03-mus-L3-WP-4b
Fachtrack „Perspektiven der Künste“:
BA-LAS-PDK-6
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Hitchhikers‘ Guide to Antiquity – didaktische Begleitangebote zur Sonderausstellung „Reisefieber – antike Helden und Entdecker auf Reisen“ (AfK-Nr.: 271)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Aufführung als Weg zum Verständnis historischer Dramen: Fridolin Lautenschlagers Esther-Drama aus Fribourg
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Im 16. Jahrhundert erfreut sich der biblische Stoff der Königin Esther besonderer Beliebtheit auf protestantischen Schulbühnen. In der Schweiz wird der Stoff v.a. bei Hochzeiten inszeniert. Fridolin Lautenschlager ist der erste katholische Autor, der ein deutschsprachiges Esther-Drama verfasst: in Freiburg/Schweiz. Wir werden dieses Stück gemeinsam für die Aufführung aufbereiten und in Gießen, Grünberg, Hungen und Freiburg/Schweiz aufführen. Alle Seminarteilnehmenden sind Darsteller, Co-Dramaturgen und Co-Regisseure.
Aufführungstermine: 3.7. Gießen; 4.7. Grünberg; 12.7. Hungen; 18.7. Fribourg (Exkursion).
Das Seminar beinhaltet eine Exkursion mit Aufführung und Besuch einer wissenschaftlichen Tagung zum mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Theater in Freiburg/CH, 17.-23.7.2025 (Studierende können ggf. früher heimreisen, falls Klausuren anstehen).
[Pj Si] Journalismus - Schreiben fürs GerMagazin
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 033 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 033 |
Seit einigen Jahren gibt es an unserem Institut das "Ger.Magazin". Dieses Online-Magazin hat zum Ziel, die zahlreichen Projekte und Aktivitäten am Institut für Germanistik nach Außen wirkungsvoll zu vermitteln. Mittlerweile sind sehr unterschiedliche Rubriken entstanden: von Alumniportraits, über Berichte aus den Seminaren bis hin zu Veranstaltungen & Aktionen in der Germanistik und in Gießen. Auch im kommenden Semester sollen weitere journalistische Beiträge rund um die Gießener Germanistik entstehen.
Sie erlernen Techniken des journalistischen Schreibens, stehen im Austausch mit unserem Redaktionsteam und veröffentlichen eigene Texte.
Das Ger.Magazin ist zu finden unter: https://germanistik-magazin-jlu.de/
[Si] Literatur- und bildästhetisches Lernen mit grafischer Literatur (Kooperationsprojekt: illustrators in residence mit externen Gastvorträgen)
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 128 (Karl-Wolfskehl-Saal) |
Bilderbücher sind ein zentraler Bestandteil des kinderliterarischen Lesens und bieten vielfältige Zugänge zu literarischem und bildästhetischem Lernen. Dieses Seminar setzt sich mit der Analyse und Didaktisierung von Bilderbüchern auseinander und beleuchtet ihre Potenziale für die Förderung literarischer Kompetenzen.
Im Fokus stehen theoretische Modelle zur Bilderbuchanalyse, stofflich-thematische Ansätze und intermediale Bezüge. Die Studierenden erarbeiten zudem methodische Konzepte zur Einbindung von Bilderbüchern in den Unterricht und reflektieren deren Einsatz für verschiedene Zielgruppen.
Mit dem Besuch des Seminars sind auch externe Veranstaltungen verbunden, die eine praxisnahe Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in der Bilderbuchszene ermöglichen. Dazu gehört ein Werkstattgespräch mit dem Illustrator Torben Kuhlmann am 16.07.2025 im Rathaus Gießen sowie Veranstaltungen im Rahmen des Gießener Bilderbuchfestivals vom 23.–29.06.2025. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist verpflichtend.
[Si] Schreiborte, Schreibrituale, Schreibmedien
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar gibt im ersten Teil Einblick in Grundlagen und Methoden der Schreibprozessforschung. Eine besondere Rolle spielt dabei die jüngere Geschichte der Automatisierung des Schreibens durch digitale Infrastrukturen und KI. Im zweiten Teil werden anhand von Fallbeispielen aus Literatur, Film, Serien, Museen und anderen Kontexten kulturelle Produktionsbedingungen (wie Schreiborte, Schreibgewohnheiten, Schreibtechnologien) und Formate (z.B. autosoziografisches Schreiben) analysiert.
BA-LAS-PDK-7 Entgrenzungen 1: Räume und Transgressionen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Public Poetry - Literatur im öffentlichen Raum
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
‚Kunst im öffentlichen Raum‘, d.h. Kunst auf Straßen und auf Plätzen, ist in Form von Denkmälern, Skulpturen, Wandbildern u.a. überall zu sehen. Mit Literatur ist das offenbar schwieriger. Im Lärm der Stadt geht das gesprochene oder geschriebene Wort leicht unter. Wer liest, zieht sich gern zurück ins Zimmer. Spätestens seit dem ‚Literaturskandal‘ 2018 jedoch um die Übermalung von Eugen Gomringers Gedicht „Avenidas“ auf „Deutschlands meistdiskutierter Hausfassade“ (taz) an der Südseite der Alice Salomon-Hochschule in Berlin und seine Ersetzung an derselben Stelle durch ein Gedicht der Berliner Lyrikerin Barbara Köhler ist auch die Ausstellung von Literatur im öffentlichen Raum zu einem breit wahrgenommenen Thema geworden. Das Seminar beschäftigt sich mit den Ursprüngen der Idee, Kunst und Literatur unmittelbar in den Lebensraum aller zu bringen, in der Europäischen Avantgarde seit den 1910er Jahren, mit Literatur auf kleinen Werbeflächen in den Wagons der Londoner U-Bahn, mit Gomringer, Köhler und anderen Installationen - und gerne auch mit dem, was Sie an Literatur schon im öffentlichen Raum entdeckt haben oder gerade entdecken … .
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Public Poetry - Literatur im öffentlichen Raum
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
‚Kunst im öffentlichen Raum‘, d.h. Kunst auf Straßen und auf Plätzen, ist in Form von Denkmälern, Skulpturen, Wandbildern u.a. überall zu sehen. Mit Literatur ist das offenbar schwieriger. Im Lärm der Stadt geht das gesprochene oder geschriebene Wort leicht unter. Wer liest, zieht sich gern zurück ins Zimmer. Spätestens seit dem ‚Literaturskandal‘ 2018 jedoch um die Übermalung von Eugen Gomringers Gedicht „Avenidas“ auf „Deutschlands meistdiskutierter Hausfassade“ (taz) an der Südseite der Alice Salomon-Hochschule in Berlin und seine Ersetzung an derselben Stelle durch ein Gedicht der Berliner Lyrikerin Barbara Köhler ist auch die Ausstellung von Literatur im öffentlichen Raum zu einem breit wahrgenommenen Thema geworden. Das Seminar beschäftigt sich mit den Ursprüngen der Idee, Kunst und Literatur unmittelbar in den Lebensraum aller zu bringen, in der Europäischen Avantgarde seit den 1910er Jahren, mit Literatur auf kleinen Werbeflächen in den Wagons der Londoner U-Bahn, mit Gomringer, Köhler und anderen Installationen - und gerne auch mit dem, was Sie an Literatur schon im öffentlichen Raum entdeckt haben oder gerade entdecken … .
BA-LAS-PDK-8 Entgrenzungen 2: Mediale Überschreitungen ⇑
Es gelten die Anmeldefristen der anbietenden Fachbereiche!
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[P Si] Grundlagen des zweidimensionalen Gestaltens (FP-Proseminar)
regelmäßige Termine ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Dieses Seminar stellt eine Einführung in das künstlerische Arbeiten im Bereich der Malerei/Zeichnung und Fotografie dar. Es werden ebenso die wichtigsten verschiedenen künstlerischen Techniken besprochen als auch die Frage, wie eine künstlerische Arbeit überhaupt entwickelt werden kann.
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
A1 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Das „Weibliche“ und/als das Monströse
Monster gibt es nicht. „Das Weibliche“ gibt es auch nicht. Sehr wohl gibt es aber Phänomene, die monströs wahrgenommen werden und Figuren, Handlungen und Gestalten, die weiblich gelesen werden. Das Monströse und das „Weibliche“ weisen hoch interessante Schnittstellen auf, wenn es um die Frage der Inszenierung geht. Damit scheint das Theater der ideale Rahmen, um der Verbindung von Darstellungen von sogenannter „Weiblichkeit“ und dem Monströsen als Phänomen nachzugehen. Denn, so die kritisch zu prüfende These des Seminars: Das „Weibliche“ wie auch das Monströse sind Differenzphänomene. Ohne die Idee von „Männlichkeit“ – und damit auch von Binarität –, keine „Weiblichkeit“ und ohne (normative) Ordnung, keine Monstrosität. Das „Weibliche“ auf Bühnen ist nicht nur historisch eng mit Fragen der „Obszönität“ (Lea Schiel / Melanie Hinz) verknüpft, wie man sehr gut am aktuellen „Skandal“ um Sancta von Florentina Holzinger ablesen kann. Im Seminar werden wir uns eingehend mit verschiedenen Inszenierungsbeispielen aus Historie und Gegenwart befassen: Ob die grotesk-monströsen Tänze der sich selbst als Hexe bezeichnenden Valeska Gert, die monströsen Collagen und Gendernormen sprengenden Selbstinszenierungen Claude Cahuns, die Tier-Mensch-Montagen einer Frida Kahlo oder die tausend blutigen Tode der berühmten Paula Maxa im Théâtre du Grand Guignol in Paris: Die historischen Avantgarden sind durchzogen von Inszenierungen monströser Körper und Ordnungen. Heute wiederum touren die durchaus als monströs beschreibbaren Inszenierungen von Eisa Jocson, Rébecca Chaillon, Susanne Kennedy und Florentina Holzinger durch Europa und faszinieren das Publikum – teilweise mittels ähnlicher Strategien wie ihre Kolleg:innen aus den historischen Avantgarden sie nutzten, teilweise mittels ganz neuer. Wir fragen nach den Verbindungen zwischen „Weiblichkeit“ und Monstrosität und beschäftigen uns hierzu u.a. mit (nicht aus der Theaterwissenschaft kommenden) Texten von Rosi Braidotti (The Monstrous-Feminine, 1st and 2nd Edition), Barbara Creed (Monsters, Goddesses and Cyborgs) und Jess Zimmerman (Women and Other Monsters). Wir prüfen die Anwendbarkeit dieser theoretischen Ansätze im Rahmen theaterwissenschaftlicher Fragestellungen und beginnen so damit, die Lücke zu schließen, die es aktuell in der Analyse und Theorie zum Monströsen und „Weiblichen“ innerhalb performativer Künste noch gibt.
Studienleistung: Wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
Prüfungsleistung: Hausarbeit
[Vl] Propädeutikum II - Theater und Ästhetik: Perspektiven
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 4 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: AUB 4 |
Der zweite Teil des Propädeutikums dient der Einführung in verschiedene methodologische, praktische und theoretische Ansätze und Ästhetiken verschiedener Konzepte und Epochen, sowie in grundlegende kunsthistorische, philosophische und theaterspezifische Fragestellungen und Theorien. Es erfolgt eine Vertiefung einzelner Aspekte durch Lektüre von Primärtexten, sowie des Wissens und der Fähigkeit zur selbständigen Auseinandersetzung in Theorie und Praxis bezogen auf einzelne Epochen, Theoreme oder Fragestellungen.
Es finden Sitzungen zu folgenden Themen statt: Dramaturgie // Chreography // Arbeit und Care // Ästhetik // Krise des Dramas // Hermeneutik // Interkulturalität und Postkoloniales Theater // Psychoanalyse // Transindividualität // Nicht-Verstehen // Lessing // Das Theater und das Monströse.
Das Propädeutikum schließt mit einer 90-minütigen Klausur zu den einzelnen thematischen Sitzungen ab.
[] Putting your Work(s) at Work (To Rehearse, To Make Public)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr | GBS | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: GBS |
This seminar is a platform to present and discuss your research and artworks in order to put them at work with others. Each session will involve live presentations of works followed by discussions and/or other activities proposed by the works. A focus of our exchanges will be to raise questions about modes of rehearsal and how the works are made public. The presentation can be any work at any state of its development that you wish to share in the group. It might be the very beginning of an impulse for a future work, or some performance material in process, an excerpt of a piece, something you are rehearsing at the moment, something you have already presented and you wish to rework, something that you make specifically for this seminar, anything you wish to share in order to put it at work with the participants of the seminar. It can be anything as long as it comes with a question that you would like to address and work on with the group.
Each participant is invited to present their works as well as to discuss the works of others. Ideally, and according to the number of presentation and participants, each work should be presented and discussed 2 times during the semester. The evaluation is based on the participation in the debates and in the presentation of work or, on a written report for those who are not part of any work presentation.
[Si] Raumtheorie / Space Theory in Deutsch & English
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 4 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: AUB 4 |
Let’s do it again: time to talk about Raum!
Die Kenntnis verschiedener Raumtheorien / concepts of space is crucial, nicht nur für Kunst und Theater. Das Seminar diskutiert basic space theories (like Sara Ahmed, Hannah Arendt, Marc Augé, Henri Lefebvre, Michel Foucault, who else?...) mit und ohne Fokus aufs Theater. Der Versuch wäre, to work on texts that exist auf Deutsch and in English, and to find a way darüber gemeinsam zu sprechen. An experiment.
Die final Textauswahl und the mode of language will be set up by the whole Plenum in der ersten Sitzung, depending on the Gruppenzusammensetzung. Proposals for texts and for examples are welcome.
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar, Kooperation mit Ukraine)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, interkulturellen Teams von deutschen, ukrainischen und weiteren internationalen Studierenden über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
[Si] Theoretische Grundlagen und Methoden der Medienanalyse
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar erarbeitet anhand von Fallbeispielen, die die Studierenden selbst einbringen, theoretische Grundlagen und empirische Methoden der Beschreibung und Analyse medienspezifischer Entwicklungen und Artefakte. Dies kann die Analyse von Ereignissen auf Plattformen oder in Foren (z.B. Instagram, TikTok) ebenso betreffen wie medienspezifische Kommunikationsphänomene (z.B. Reaction-Videos) oder komplexe Medienereignisse (z.B. Medienberichterstattung zu politischen Wahlkämpfen etc.). Das Seminar setzt die Bereitschaft zur Arbeit in Projektgruppen voraus.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 03 ⇑
[P Si] Grundlagen des zweidimensionalen Gestaltens (FP-Proseminar)
regelmäßige Termine ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mo. 15:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Dieses Seminar stellt eine Einführung in das künstlerische Arbeiten im Bereich der Malerei/Zeichnung und Fotografie dar. Es werden ebenso die wichtigsten verschiedenen künstlerischen Techniken besprochen als auch die Frage, wie eine künstlerische Arbeit überhaupt entwickelt werden kann.
[Si] Studio Textil: (An)proben und (Ver)würfe (KD-Seminar)
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
regelmäßige Termine ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 112 (Malatelier) | |
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II H, 115 (Zeichenatelier) | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. II H, 112 (Malatelier) |
Studio Textil bildet den Auftakt der neuen, im Entstehen befindlichen mobilen Werkstatt Textil, die in diesem Semester am IFK stattfindet. Laborartig sollen Strategien, Künste, Design, Ausstellungskontexte und die Vermittlung textiler Kunst und Gestaltung kennengelernt und erprobt werden.
Kollaborativ werden wir uns gemeinsam Theorie und Technik des Textils zuwenden. Was können Sie den anderen beibringen, was wollen Sie lernen? In diesem wechselseitigen Prinzip baut sich die Vermittlungspraxis Textil workshopartig auf. Sie werden Künstler:innen aus Angewandter und Bildender Kunst kennenlernen sowie Techniken im Umgang mit Stoff erwerben. Das Seminar chagiert zwischen didaktischem Input und eigenen künstlerisch-praktischem Arbeiten. Der Ausgang bleibt offen: skulpturale, bildnerische, theatrale, performative, modische, installative Ansätze sind willkommen. Im Sommer soll gegebenenfalls eine kleine Präsentation folgen. Eine Exkursion in ein angewandtes Museum ist geplant.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 04 ⇑
[Si] Arbeiten mit Ton in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Das Material Ton und die Arbeit mit ihm sind in der zeitgenössischen Kunst gerade wieder sehr gefragt. Doch auch in der Frühen Neuzeit kam Ton auf vielfältige Weise zum Einsatz, wie etwa in kleinformatigen Skizzen für größere Skulpturen und Bronzeplastiken oder auch als Basismaterial für autonome Bildwerke und aufwendig bemalte Gefäße, Schalen und Teller. Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Beispiele das Arbeiten mit Ton an der Schnittstelle von freier und angewandter Kunst vom 15. bis zum 17. Jahrhundert kennenlernen.
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.
A2 (Veranstaltung gem. § 2) aus FB 05 ⇑
[Si] Das „Weibliche“ und/als das Monströse
Monster gibt es nicht. „Das Weibliche“ gibt es auch nicht. Sehr wohl gibt es aber Phänomene, die monströs wahrgenommen werden und Figuren, Handlungen und Gestalten, die weiblich gelesen werden. Das Monströse und das „Weibliche“ weisen hoch interessante Schnittstellen auf, wenn es um die Frage der Inszenierung geht. Damit scheint das Theater der ideale Rahmen, um der Verbindung von Darstellungen von sogenannter „Weiblichkeit“ und dem Monströsen als Phänomen nachzugehen. Denn, so die kritisch zu prüfende These des Seminars: Das „Weibliche“ wie auch das Monströse sind Differenzphänomene. Ohne die Idee von „Männlichkeit“ – und damit auch von Binarität –, keine „Weiblichkeit“ und ohne (normative) Ordnung, keine Monstrosität. Das „Weibliche“ auf Bühnen ist nicht nur historisch eng mit Fragen der „Obszönität“ (Lea Schiel / Melanie Hinz) verknüpft, wie man sehr gut am aktuellen „Skandal“ um Sancta von Florentina Holzinger ablesen kann. Im Seminar werden wir uns eingehend mit verschiedenen Inszenierungsbeispielen aus Historie und Gegenwart befassen: Ob die grotesk-monströsen Tänze der sich selbst als Hexe bezeichnenden Valeska Gert, die monströsen Collagen und Gendernormen sprengenden Selbstinszenierungen Claude Cahuns, die Tier-Mensch-Montagen einer Frida Kahlo oder die tausend blutigen Tode der berühmten Paula Maxa im Théâtre du Grand Guignol in Paris: Die historischen Avantgarden sind durchzogen von Inszenierungen monströser Körper und Ordnungen. Heute wiederum touren die durchaus als monströs beschreibbaren Inszenierungen von Eisa Jocson, Rébecca Chaillon, Susanne Kennedy und Florentina Holzinger durch Europa und faszinieren das Publikum – teilweise mittels ähnlicher Strategien wie ihre Kolleg:innen aus den historischen Avantgarden sie nutzten, teilweise mittels ganz neuer. Wir fragen nach den Verbindungen zwischen „Weiblichkeit“ und Monstrosität und beschäftigen uns hierzu u.a. mit (nicht aus der Theaterwissenschaft kommenden) Texten von Rosi Braidotti (The Monstrous-Feminine, 1st and 2nd Edition), Barbara Creed (Monsters, Goddesses and Cyborgs) und Jess Zimmerman (Women and Other Monsters). Wir prüfen die Anwendbarkeit dieser theoretischen Ansätze im Rahmen theaterwissenschaftlicher Fragestellungen und beginnen so damit, die Lücke zu schließen, die es aktuell in der Analyse und Theorie zum Monströsen und „Weiblichen“ innerhalb performativer Künste noch gibt.
Studienleistung: Wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
Prüfungsleistung: Hausarbeit
[Vl] Propädeutikum II - Theater und Ästhetik: Perspektiven
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 4 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: AUB 4 |
Der zweite Teil des Propädeutikums dient der Einführung in verschiedene methodologische, praktische und theoretische Ansätze und Ästhetiken verschiedener Konzepte und Epochen, sowie in grundlegende kunsthistorische, philosophische und theaterspezifische Fragestellungen und Theorien. Es erfolgt eine Vertiefung einzelner Aspekte durch Lektüre von Primärtexten, sowie des Wissens und der Fähigkeit zur selbständigen Auseinandersetzung in Theorie und Praxis bezogen auf einzelne Epochen, Theoreme oder Fragestellungen.
Es finden Sitzungen zu folgenden Themen statt: Dramaturgie // Chreography // Arbeit und Care // Ästhetik // Krise des Dramas // Hermeneutik // Interkulturalität und Postkoloniales Theater // Psychoanalyse // Transindividualität // Nicht-Verstehen // Lessing // Das Theater und das Monströse.
Das Propädeutikum schließt mit einer 90-minütigen Klausur zu den einzelnen thematischen Sitzungen ab.
[] Putting your Work(s) at Work (To Rehearse, To Make Public)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 18:00 Uhr | GBS | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: GBS |
This seminar is a platform to present and discuss your research and artworks in order to put them at work with others. Each session will involve live presentations of works followed by discussions and/or other activities proposed by the works. A focus of our exchanges will be to raise questions about modes of rehearsal and how the works are made public. The presentation can be any work at any state of its development that you wish to share in the group. It might be the very beginning of an impulse for a future work, or some performance material in process, an excerpt of a piece, something you are rehearsing at the moment, something you have already presented and you wish to rework, something that you make specifically for this seminar, anything you wish to share in order to put it at work with the participants of the seminar. It can be anything as long as it comes with a question that you would like to address and work on with the group.
Each participant is invited to present their works as well as to discuss the works of others. Ideally, and according to the number of presentation and participants, each work should be presented and discussed 2 times during the semester. The evaluation is based on the participation in the debates and in the presentation of work or, on a written report for those who are not part of any work presentation.
[Si] Raumtheorie / Space Theory in Deutsch & English
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 14:00 Uhr | AUB 4 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: AUB 4 |
Let’s do it again: time to talk about Raum!
Die Kenntnis verschiedener Raumtheorien / concepts of space is crucial, nicht nur für Kunst und Theater. Das Seminar diskutiert basic space theories (like Sara Ahmed, Hannah Arendt, Marc Augé, Henri Lefebvre, Michel Foucault, who else?...) mit und ohne Fokus aufs Theater. Der Versuch wäre, to work on texts that exist auf Deutsch and in English, and to find a way darüber gemeinsam zu sprechen. An experiment.
Die final Textauswahl und the mode of language will be set up by the whole Plenum in der ersten Sitzung, depending on the Gruppenzusammensetzung. Proposals for texts and for examples are welcome.
[Si] Text- und Medienlinguistik (Online-Seminar, Kooperation mit Ukraine)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | k.A. | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: k.A. |
Das Seminar gibt einen Überblick über text- und medienlinguistische Fragestellungen und Methoden. Das Seminar findet in Kooperation mit der Nationalen Iwan-Ohijenko-Universität Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine statt und wird deshalb als Online-Seminar per Videokonferenz durchgeführt. Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, in virtuellen, interkulturellen Teams von deutschen, ukrainischen und weiteren internationalen Studierenden über ein Semester hinweg gemeinsam an text- und medienlinguistischen Projekten zu arbeiten.
Das Seminar wird als Co-Teaching durchgeführt, Seminarleiterin auf ukrainischer Seite ist Dr. Tetiana Kalyniuk.
[Si] Theoretische Grundlagen und Methoden der Medienanalyse
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, B 210 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, B 210 |
Das Seminar erarbeitet anhand von Fallbeispielen, die die Studierenden selbst einbringen, theoretische Grundlagen und empirische Methoden der Beschreibung und Analyse medienspezifischer Entwicklungen und Artefakte. Dies kann die Analyse von Ereignissen auf Plattformen oder in Foren (z.B. Instagram, TikTok) ebenso betreffen wie medienspezifische Kommunikationsphänomene (z.B. Reaction-Videos) oder komplexe Medienereignisse (z.B. Medienberichterstattung zu politischen Wahlkämpfen etc.). Das Seminar setzt die Bereitschaft zur Arbeit in Projektgruppen voraus.