Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Kunstgeschichte
Veranstaltungen
Exkursion ⇑
[Ex] Exkursion Berlin
Die Bundeshauptstadt ist überreich an kunst- und kulturhistorisch interessanten Monumenten und Museen, die wir im Rahmen der "großen Exkursion" ausgiebig erkunden werden. Neben die intensive Auseinandersetzung mit der Metropole in architekturgeschichtlicher und städtebaulicher Hinsicht tritt der Besuch der großen Kunstsammlungen (u.a. Gemäldegalerie, Alte und Neue Nationalgalerie, Berlinische Galerie) und ausgewählter Sonderausstellungen. Aber auch mit der historisch gewachsenen Denkmallandschaft und der Street Art, mit Gartenkunst, Siedlungsbau u.v.m. wollen wir uns beschäftigen. Die Konzeption des Programms und die inhaltliche Vorbereitung der Exkursion werden im vorbereitenden Seminar geleistet.
[Ex] Karl der Große und die Aachener Pfalzkapelle. Architektur und Kunst eines europäischen Erinnerungsortes
| regelmäßiger Termin ab 23.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Die Erinnerung an Karl den Großen als herausragende Herrscherpersönlichkeit der europäischen Geschichte ist unzertrennbar verknüpft mit Aachen und der dortigen Pfalzkapelle. Karl ließ die Kapelle samt einem Palast seit 794 errichten und reich ausstatten. Er machte damit Aachen zum zentralen Ort einer ersten Renaissance in der europäischen Kunstgeschichte. Aufgrund der Verehrung Karls als „Vater Europas“ und heiliger Herrscher wurde die Kapelle in den folgenden Jahrhunderten zu einem gewaltigen Schatzkammer, die wir in dieser LV kennenlernen werden. Sie kombiniert eine Exkursion nach Aachen (12.-14.08.) mit einem Seminar zu Vorbereitung (Do., 14-16 Uhr, 14-tägig ab 23.04.).
Kolloquium ⇑
Seminar ⇑
[Si] "Wir fahren nach Berlin". Vorbereitungsseminar zur Exkursion
| regelmäßiger Termin ab 20.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Wenn wir im Rahmen der "großen Exkursion" nach Berlin fahren, wollen wir gut vorbereitet sein. Im Seminar entwicklen wir gemeinsam ein Programm, das der kunst- und architekturgeschichtlichen Vielfalt der Stadt gerecht wird, aber auch Schwerpunkte setzt und die spezifischen Interessen der Teilnehmer*innen spiegelt. Das Seminar gibt zudem Gelegenheit, einander als Gruppe frühzeitig kennenzulernen und gemeinsam auch die Reiseplanung im Vorfeld der Exkursion zu bewältigen (An- und Abreise, Unterkunft vor Ort, Reservierungen etc.).
[Si] Dazwischen sein. Schwellen in der Kunstgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a | ||
Das Seminar widmet sich dem Konzept der Liminalität – verstanden als Zustand des Übergangs, der Schwelle und der Transformation – und fragt nach der Bedeutung liminaler Zustände für die kunsthistorische Forschung und kuratorische Praxis.
Anknüpfend an die von Victor Turner geprägte Theorie der Liminalität, betrachten wir Kunstwerke als Orte des Dazwischen, an denen Schwellenzustände erfahrbar werden:
Wie verhandeln künstlerische Praktiken Zwischenräume, Veränderungsprozesse und Grenzüberschreitungen? Inwiefern können Kunstwerke als Orte sozialer Transformation verstanden werden?
Gemeinsam untersuchen wir, auf welche Weise künstlerische und kuratorische Strategien Schwellenräume zwischen Produktion und Rezeption eröffnen, in denen bestehende Ordnungen destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei stehen Konzepte von Partizipation, Intervention und kollektiver Aushandlung im Vordergrund – als ästhetische wie politische Momente des Übergangs.
Während der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten und Fallstudien sowie in eigenen Forschungs und Vermittlungsprojekten erproben die Teilnehmenden methodische Ansätze, um liminale Prozesse in Kunstwerken und Ausstellungspraktiken sichtbar zu machen.
Der Seminarraum wird dabei selbst als Zwischenraum verstanden, in dem Bedeutungen gemeinsam diskutiert und neu verhandelt werden.
#ZwischenraumAlsDenk&Erfahrungsraum
[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Im Sommersemester werden wir uns im Seminar zum Einführungsmodul verstärkt grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Kunstgeschichte erarbeiten: Was ist eine Epoche, eine Gattung, ein Medium? Wie wird Kunst gesammelt und wie erforscht? Und schließlich werden wir die Arbeit vor originalen Kunstwerken mit Objekten im öffentlichen Raum und Monumenten vertiefen, weshalb anderthalb Exkursionstage in der Region Mittelhessen das Programm ergänzen.
Bitte beachten Sie: Diese verpflichtenden Exkursionen finden am Fr., 24.04., 14-18 Uhr (Innenstadt Gießen) und am Sa., 4.07., 10-18 Uhr (Wetzlar), statt.
[Si] Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst (Afk-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 13.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.
Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe).
[Si] Gold and Silver Metalwork from the Carolingian Period to the Baroque
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
This seminar examines the history, craftsmanship, functions, and cultural meaning of goldsmiths’ and silversmiths’ work from the Carolingian period (8th century) through to the Baroque era (18th century). We will explore a broad range of objects, including liturgical vessels such as chalices, portable reliquaries, monumental shrines; insignia, such as crowns and sceptres; and items of personal, ceremonial, or symbolically charged significance, such as jewellery.
A central component of the course is an introduction to the principal techniques of historical metalwork — including repoussé, granulation, filigree, and enamelling — alongside their technological development, diffusion and adaptation across the early medieval and early modern Euro-Mediterranean world. In discussing these works, we will consider how such objects were used, what functions they fulfilled in sacred and secular environments, and what they reveal about identity, status, memory, piety, and representation in pre-modern societies.
Goldsmiths’ and silversmiths’ works constitute one of the most significant areas within the applied arts; notably, several of the earliest signed artworks of the medieval period belong to this category. As such, the seminar introduces students to broader historiographical questions of craftsmanship, artistic authorship, and material culture.
The seminar will be delivered primarily in a lecture-based format and taught in hybrid mode: students in Gießen will attend in person, while external participants join online.
On Friday, 26 June, 2026, 2-5 pm, a field trip to the Diocesan Museum in Limburg an der Lahn is planned to study relevant objects in the original. This is part of the curriculum for those who study in Gießen.
[Si] KI in Kunst und Kunstgeschichte. Eine kritische Bestandsaufnahme
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Künstliche Intelligenzen haben bereits jetzt zahlreiche Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie, des Bildungswesens, der sozialen Medien sowie auch in Kunst und Kultur gefunden - Tendenz steigend. In rasantem Tempo stellen die großen Tech-Konzerne neue Modelle und Versionen zur Verfügung. Damit gehen diverse und oftmals weitgehend unberechenbare Transformationen der jeweiligen Handlungs- und Wissensfelder einher. KI beeinflusst inzwischen nahezu jeden Bereich kultureller, sozialer sowie politischer Aktivität und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Seminar will dem Thema KI mit Blick auf seine ambivalente Bedeutung für das künstlerische Schaffen nachgehen. Dabei wird es um Szenarien der Rezeption und Anwendung von KI in den zeitgenösssichen Künsten ebenso gehen wie um die Frage, welche Auswirkungen der Umgang mit KI (aufseiten der Studierenden wie auch der Lehrenden) für die Kunstgeschichte als wissenschaftliches Fach und akademische Disziplin bedeutet. Wie betreibt man Kunstgeschichte in Zeiten von KI? Welche Folgen hat KI für das wissenschaftliche Arbeiten und das Selbstverständnis der Kunstgeschichte in Gegenwart und Zukunft? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie könnten sie angegangen werden? Was bedeutet das für unsere alltägliche Orientierung in visuellen Kulturen und der sog. "Infosphäre"? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Debatten eine zentrale Rolle spielen. Daher ist es für das Gelingen dieses Seminars absolut zentral, dass sie Freude an der (philosophischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen) Textlektüre und an der Diskussion gleichermaßen mitbringen.
[Si] Methoden II
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Das Seminar Methoden II schließt an das Seminar Methoden I im Wintersemester 2025/26. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss der Veranstaltung Methoden I.
Der Besuch des dazugehörigen Tutoriums von Diana Reiter ist verpflichtend.
[Si] Universitätsbibliotheken. Eine akademische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Bibliotheken sind die Orte in Universitäten, wo wir seit Jahrhunderten das Wissen für Studium und Forschung finden können – in riesigen Mengen an Büchern und zunehmend auch in digitalen Ressourcen. Diese Räume sind uns daher allen vertraut – aber kennen wir auch ihre Architektur? Anlässlich der baldigen Eröffnung der neuen Gießener UB wird sich dieses Seminar mit der Architekturgeschichte dieses Bautypus vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Anhand wichtiger Bibliotheksbauten wird gleichermaßen ein Überblick vermittelt und die kunsthistorische Analyse von Architektur geübt.
Tutorium ⇑
[Tut] Tutorium Methode II
| regelmäßiger Termin ab 23.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
| nächster Termin: 23.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 | ||
Das Tutorium zum Seminar Methoden II wird von Diana Reiter durchgeführt und ist verpflichtend für die Teilnehmer:innen am Seminar Methoden II, das von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie durchgeführt wird.
Übung ⇑
[Ü] Geschichte bewahren - Geschichten erzählen: Was macht ein Museum aus, und was macht es sehenswert?
Lehrende: Dr. Anja Lempges, Antje Schilling M.Ed., M.A., Agnes Cibura M.A., Dommuseum Mainz.
Die Lehrveranstaltung findet statt im Rahmen des Moduls “Berufsfelder und praktische Kenntnisse” (BA Geschichts- und Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte) und führt in die praktische Museumsarbeit ein.
Die Lehrveranstaltung findet an sechs Terminen vor Ort im Dommuseum Mainz statt, das mit dem Hessen-Ticket kostenlos erreichbar ist.
Direktorin Dr. Anja Lempges und ihre Mitarbeiterinen Antje Schilling und Agnes Cibura führen in die museale Arbeit ein und geben Einblicke in Konzepte und Abläufe der Museumsarbeit.
Das Seminar findet an sechs verpflichtenden Terminen vor Ort statt, die jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben:
Fr, 24.04.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was wird gesammelt? Sammlungskonzepte und Objektauswahl“
Fr, 08.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie wird gesammelt? Einblicke in die Depotarbeit und den konservatorischen Umgang mit Objekten“
Fr, 29.05.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Was will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens I. Fragen des Storytellings und der Objektauswahl am Beispiel der spätmittelalterlichen Chorbücher aus dem Mainzer Karmeliterkloster
Fr, 12.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie will ich erzählen? Grundlagen des Kuratierens II. Fragen zu Zielgruppe, Inklusion und Vermittlung sowie deren methodische Umsetzung innerhalb der Ausstellung“ > Erster Projektauftrag innerhalb der Übung
Fr, 19.06.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: Projektphase im Homeoffice oder Besuch des Dommuseum (Möglichkeit, Raum/ Chorbücher nochmal anzuschauen oder Beratung durch das Team zu erhalten)
Fr, 10.07.2026, 14 – 17:45 Uhr, Dommuseum Mainz: „Wie geht es weiter? Vermittlungsangebote in Form von Rahmenprogrammen und Feedback zu den ersten Projektskizzen“
[Ü] Wissenstransfer: Wissenschaft anschaulich vermitteln. Neugestaltung der Dauerausstellung in der Hermann-Hoffmann-Akademie der JLU (AfK-Nr.: 648)
| regelmäßiger Termin ab 24.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 10:00 - 14:00 Uhr | Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen | |
| nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Urzeitwerkstatt in der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstraße 17-21, 35390 Gießen | ||
Wissenschaftskommunikation ist neben Forschung und Lehre eine der Hauptaufgaben von Universitäten. Die JLU besitzt mit der Hermann-Hoffmann-Akademie einen ganz besonderen Ort der Wissenschaftsvermittlung. Durch Vorträge, Führungen und weitere zielgruppengerechte Veranstaltungen wird hier Wissen in die Gesellschaft gebracht und der Dialog mit den Menschen aus Gießen gesucht. Besonders anschaulich lässt sich Wissen über Exponate der universitären Sammlungen vermitteln, die an der JLU aus nahezu allen Fachrichtungen vorhanden sind. In der Hermann-Hoffmann-Akademie soll daher eine neue Dauerausstellung mit Objekten aus den Universitätssammlungen konzipiert werden. In der Übung werden wir das bisherige Ausstellungskonzept weiterentwickeln und gemeinsam umsetzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Auswahl der Objekte, Recherchen zu den Exponaten, der Beschriftung der Ausstellungsstücke und dem Verfassen von Begleittexten. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Einblicke in die vielfältigen Anforderungen der Ausstellungskonzeption, Ausstellungsplanung und -umsetzung zu gewähren. Die Teilnehmenden lernen aktiv und forschend ein spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Gleichzeitig erarbeiten sie gesellschaftlich bedeutende Themen, präsentieren sie einer breiten Öffentlichkeit und entwickeln Kompetenzen in Ausstellungs- und Wissenschaftskommunikation sowie in allgemeinverständlich-wissenschaftlichem Schreiben.
Neben diesen spezifischen Fertigkeiten erwerben die Teilnehmenden zudem berufsrelevante Schlüsselqualifikationen: etwa Team- und Kommunikationsfähigkeit, zielgerichtetes Arbeiten und Medienkompetenz.
Das Seminar ist für Studierende aller Fachrichtungen geeignet.
Vorlesung ⇑
[Vl] Renaissance? Die Kunst in der Frühen Neuzeit (AfK-Nr.: 844)
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
In der Kunstgeschichte ist es inzwischen nicht mehr so üblich, von der Frühen Neuzeit (ca. 1400-1800) als Epoche der "Renaissance" zu sprechen. Aber das Narrativ von "Wiedergeburt" und Neuanfang bleibt attraktiv, zumal Grundideen des Faches darauf basieren: die Entdeckung des künstlerischen Subjekts und die Erfindung der bildenden Kunst, der neue Blick auf die Klassische Antike und ihre materiellen wie ideellen Hinterlassenschaften, der Aufstieg der italienischen Stadtstaaten und glanzvoller europäischen Fürstentümer, die um die Innovationskraft "großer Künstler" buhlen usw. In der Vorlesung möchte ich diesen und anderen Vorstellung von "Renaissance(n)" nachgehen und damit einen Überblick über die Kunst und Architektur der Frühen Neuzeit geben, der phänomen- und problemorientiert ansetzt.
Literatur:
Andreas Tönnesmann, Die Kunst der Renaissance, München: C.H. Beck 2007


