Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Kunstgeschichte
Veranstaltungen
Exkursion ⇑
[Ex] Kunst in den Alpen. Innsbruck und Tirol (Exkursion)
Ziel der Exkursion (28.09.-5.10.) ist die historische Region Tirol als zentrale europäische Transferlandschaft der bildenden und bauenden Künste. Zunächst werden wir die Region südlich des Brennerpasses um Brixen (heute Italien) kennenlernen, dann die nördlich davon rund um Innsbruck (heute Österreich), wo wir auch unser Partnerinstitut besuchen werden.
Bitte beachten Sie: Begrenzte Platzzahl (12). Diese Exkursion richtet sich ausschließlich an Studierende des Moduls 04-KG-BA-09. Anmeldung in FlexNow wird nur gültig, wenn bis 15.04. eine Anzahlung von € 75 im Sekretariat Kunstgeschichte (Phil I, G 344) erfolgt.
Kolloquium ⇑
[Koll] Gemeinsames Kolloquium der Professuren für Kunstgeschichte (KG/KW-Koll)
Programm: ab 10 Uhr Projektpräsentations Matthias Schulz (Habil); ca. 12-13 Uhr Mittagspause; ab 13 Uhr Schlossführungen (Kaiserlichen Appartements)
Seminar ⇑
[Si] Arbeiten mit Ton in der Frühen Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Das Material Ton und die Arbeit mit ihm sind in der zeitgenössischen Kunst gerade wieder sehr gefragt. Doch auch in der Frühen Neuzeit kam Ton auf vielfältige Weise zum Einsatz, wie etwa in kleinformatigen Skizzen für größere Skulpturen und Bronzeplastiken oder auch als Basismaterial für autonome Bildwerke und aufwendig bemalte Gefäße, Schalen und Teller. Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Beispiele das Arbeiten mit Ton an der Schnittstelle von freier und angewandter Kunst vom 15. bis zum 17. Jahrhundert kennenlernen.
[Si] Biennalisierung: Theorie und Geschichte temporärer Großausstellungen im globalen Kontext
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Dieses Seminar untersucht das Phänomen der Biennalisierung – die zunehmende Verbreitung großer, wiederkehrender Kunstausstellungen, bekannt als Biennalen – und seine Rolle in globalisierten Kunstlandschaften im 20. und 21. Jahrhundert. Seit der Eröffnung der Biennale von Venedig im Jahr 1895 hat sich dieser Ausstellugstypus vermehrt und finden sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch außerhalb Europas im Globalen Süden sowie in sozialistischen Ländern Osteuropas. Biennalen ermöglichen den kulturellen Austausch, bieten eine Plattform für künstlerische sowie kuratorische Experimente und tragen zur Profilierung bestimmter Orte bei, weshalb sich hier Interessen der Kunstwelt, der Kulturpolitik und des Stadtmarketings überschneiden. Dieses Seminar beleuchtet die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen von Biennalen unter berücksichtigung von wegweisenden Formaten wie der Biennale von São Paulo, der documenta oder der Grafikbiennale Ljubljana sowie jüngerer Plattformen für künstlerischen Aktivismus wie die Istanbul Biennale oder die OFF-Biennale Budapest. Der Kurs widmet sich kuratorischen, repräsentationskritischen, kulturpolitischen und postkolonialen Fragetsellungen.
[Si] Die Wege des Elfenbeins. Mobilität, Rezeption und Transkulturalität eines künstlerischen Materials in der Vormoderne (1100-1700)
regelmäßiger Termin ab 23.04.2025 | ||
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 23.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Elfenbein stellte nicht erst in der Antike, sondern schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit einen wertvollen und hochgeschätzten sowie in seiner Bearbeitung anspruchsvollen Werkstoff dar. Das Seminar widmet sich diesem tierischen Material in seinen facettenreichen Rollen nicht allein als vielrezipiertes Medium und Gestaltungsherausforderung bildschnitzerischer Zuwendungen und Ausdrucksmöglichkeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert, sondern fragt zudem nach seiner außereuropäischen Herkunft und Verbreitung, seiner Bedeutung und Mobilität im Handel und den damit einhergehenden inter- und transkulturellen Dynamiken, also den Bedingungen und Reichweiten seines Überschreitens von kulturellen, geopolitischen und ideologischen Grenzen. Elfenbein wird dabei als ein künstlerisches Material sichtbar, das in globalen Kontexten und im Rahmen einer Verflechtungsgeschichte »agiert«, in der europäische und außereuropäische Perspektiven nicht nur koexistieren, sondern sich auch wechselseitig beeinflussen, konturieren und konkurrieren. Dabei wird Elfenbein sowohl als Verhandlungsraum als auch Projektionsfläche unterschiedlichster Bedürfnisse und Interessen sowie deren Referenzsystemen (u.a. Mythologie, Religion, Ökonomie, Politik, Geschlecht) erkennbar. Im Seminar werden wir uns diesen Themenhorizonten und Aspekten über eine Vielzahl von Artefakten, ihre spezifische materiale Dimension, ihre Funktion und Medialität sowie ausgewählte deutsch- und englischsprachige Fachliteratur aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven nähern.
[Si] Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Im zweiten Teil des Einführungskurses widmen wir uns den Grundlagen der Ikonographie, d.h. der Bestimmung und Deutung von Bildinhalten. Zudem erarbeiten wir uns einen Überblick über verschiedene Gattungen und Techniken der bildenden Kunst.
Literatur:
Frank Büttner, Andrea Gottdang: Einführung in die Ikonographie. Wege zur Deutung von Bildinhalten, München 2013.
Heinrich Krauss, Eva Uthemann: Was Bilder erzählen. Die klassischen Geschichten aus Antike und Christentum in der abendländischen Malerei, München 1987.
Sabine Poeschel: Handbuch der Ikonografie. Sakrale und profane Themen der bildenden Kunst, Darmstadt 2016.
Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken, 3 Bd., Stuttgart 1984-2002.
[Si] Kunst in den Alpen. Innsbruck und Tirol (Seminar)
Die historische Region Tirol liegt inmitten der Alpen beidseits deren Hauptkamm. Weil sie damit den Mittelmeerraum mit dem Norden Europas verbindet, ist sie seit Jahrtausenden ein wichtiges Zentrum des Schaffens von Kunst und Architektur. Deren Werke sind stark durch die alpine Landschaft geprägt. Daher ist es das Ziel des Seminars, ein differenziertes Verständnis für das Verhältnis von Gebirge auf die Schaffens- und Rezeptionsweisen von Kunst zu erlangen.
Bitte beachten Sie: Begrenzte Platzzahl (12). Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende des Moduls 04-KG-BA-09 und ist verpflichtende Voraussetzung für die Teilnahme an der Exkursion (28.09.-5.10.).
[Si] Mikroarchitektur. Formen und Medien miniaturisierter Architektur in Mittelalter und Früher Neuzeit
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Architektur ist mehr als nur monumentale Form, die wir Menschen begehen oder gar bewohnen können. Seit etwa 1200 finden sich in der europäischen Kunst zahlreiche Werke unterschiedlichster Gattungen und Medien, die genau die Formen monumentaler Architektur in kleinste Dimension von oft wenigen Zentimetern übersetzen. Warum machten sich Kunstschaffende seit dem Mittelalter, teils bis in die Gegenwart 'Mikroarchitektur' zu nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des Seminars, in dem zentrale Werke dieses Phänomens in der europäischen Kunstgeschichte vorgestellt werden.
[Si] Turns und Trends in der deutschsprachigen Kunstgeschichte (Teil II)
regelmäßiger Termin ab 22.04.2025 | ||
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 22.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Die kunsthistorischen Methoden, Turns und Trends, die wir im Wintersemester 2024/25 kennengelernt und gemeinsam diskutiert haben, werden im zweiten Teil anhand von Fallbeispielen vertieft. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Ausweitung methodischer Zugänge und ihrer Kombination zur Erschließung eines bestimmten Forschungsgegenstandes.
Tutorium ⇑
[Tut] Tutorium Methoden II
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Übung ⇑
[Ü] Architekturterminologie
regelmäßiger Termin ab 24.04.2025 | ||
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, G 333 | |
nächster Termin: 24.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333 |
Kein Themenfeld des Faches Kunstgeschichte bietet eine so klar bestimmte Fachterminologie wie die Architekturgeschichte. Die große Zahl an Fachbegriffen ist für viele zunächst abschreckend, doch sie bietet die gute Chance, visuelle Phänomene präzise in Sprache zu fassen.
Die Übung verfolgt daher das Ziel, Studierende mit Grundzügen dieser Terminologie vertraut zu machen die Fähigkeiten zum selbständigen Beschreiben von Bauwerke zu vermitteln.
Wir werden exemplarisch Bauwerke aus der Breite der europäischen Architekturgeschichte kennenlernen, an denen sich auch epochen- resp. stilspezifische Besonderheiten dieser Fachsprache üben lassen.
[Ü] Tiere ausstellen
regelmäßiger Termin ab 30.04.2025 | ||
zwei-wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, G 333a | |
nächster Termin: 30.04.2025 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a |
Tiere und unser Verhältnis zu ihnen sind in den letzten Jahren zunehmend in den Blick geraten. Verschiedene Forscherinnen und Forscher haben sich inzwischen dem sogenannten ‚animal turn‘ angeschlossen, namhafte Museen wie das Humboldt-Forum in Berlin und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg das Thema in Ausstellungen aufgegriffen. Die Übung widmet sich dieser neuen Aufmerksamkeit für die nichtmenschliche Lebenswelt und führt uns an zwei Tagen (7.6.25 und 5.7.25) in das Hessische Landesmuseum nach Darmstadt sowie in das Senckenberg Museum und in den Zoo nach Frankfurt. Die Teilnahme an den Exkursionen ist Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung.
Vorlesung ⇑
[Vl] Objekte als Bildträger (AfK-Nr.: 122)
regelmäßiger Termin ab 28.04.2025 | ||
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Alter Steinbacher Weg 44, 011 | |
nächster Termin: 28.04.2025 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 |
Gefäße, Kleider, Waffen – sie alle konnten in der Frühen Neuzeit zu Bildträgern werden. Die Vorlesung stellt exemplarisch einige zentrale Objektgruppen vor, bei denen plastische Form und bildliche Darstellung eine enge Bindung eingehen. Sie weitet damit den Blick auf die angewandten Künste, die in der Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit meist im Schatten der Hauptgattungen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei stehen, und versucht, die damit verbundene Abgrenzung von den sogenannten freien Künsten produktiv aufzulösen.