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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 05: Sprache, Literatur, Kultur - Komparatistik - Master of Arts (Studienbeginn ab WiSe 2020/21)

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Legende

      
[Ü] Cantar de Mío Cid y sus adaptaciones posteriores
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 03.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Cantar de Mio Cid/Das Lied von Mio Cid (um 1200) gilt als der erste literarische Text in spanischer Sprache. Das Lied greift nicht nur eine lange Tradition mündlicher Literatur auf, die in der Kultur des heutigen Spaniens rund um die heroische oder heroisierte historische Figur Rodrigo Díaz de Vivar, bekannt als El Cid Campeador, im Zusammenhang mit der „Reconquista” der Iberischen Halbinsel (711-1492) verbreitet war. Es bildet auch die Grundlage für zukünftige literarische und filmische Adaptionen, die unweigerlich vom sozialen und ideologischen Kontext geprägt sind, in dem sie entstehen.

In diesem Kurs wird zunächst einen close readings des „grundlegenden” Textes vorgenommen, wobei aus einer dekolonialen und neomaterialistischen Perspektive der Schwerpunkt auf der Beziehung liegt, die im Lied von El Cid zur Umwelt dargestellt wird: zu anderen Menschen, Tieren und der Natur. Anschließend werden die wichtigsten Adaptionen oder Neuinterpretationen des Cid und ihre Funktionen in verschiedenen historisch-literarischen Epochen bis zum Franquismus, einem weiteren Schwerpunkt des Kurses, untersucht. Der Diktator Francisco Franco etablierte sich als eine Art neuer Cid, und sein ideologischer Apparat griff das spanische Mittelalter als (verzerrtes) und glorreiches Vorbild wieder auf. Nach mehreren Filmadaptionsprojekten in Spanien erwarb Hollywood in den 1960er Jahren die Rechte, und der Regisseur Antony Mann und der Produzent Samuel Bromston drehten in Spanien den Blockbuster El Cid (1961), basierend auf dem Cantar de Mío Cid, mit dem Philologen Menéndez Pidal – dem größten Cid-Spezialisten der damaligen Zeit – als Berater. Der Film unterlag der Zensur und das Drehbuch wurde vom Marqués de Desio, dem spanischen Botschafter, der Real Academia de la Historia und dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas kontrolliert. El Cid war ein Kassenerfolg und wurde bis zum Überdruss im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, wodurch diese Neuinterpretation des Mythos des Cid Campeador massiv und unkritisch reproduziert wurde. Aus diesem Grund wird sich der Kurs als zweiten Schwerpunkt mit diesem Film befassen, der unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums mit dem Cantar verglichen wird, um zu ergründen, wie auf formaler und inhaltlicher Ebene ein Held in seiner Beziehung zu anderen Menschen, Tieren und der Natur konstruiert wird, mit dem zunächst der Aufstand und später die Errichtung eines national-katholischen diktatorischen Regimes gerechtfertigt und legitimiert wurde.

Die Unterrichtssprachen des Kurses sind Spanisch, Deutsch und/oder Englisch, je nach Sprachkompetenz der TeilnehmerInnen. Sowohl das Lied als auch der Film sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 08.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Vl] Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 119
nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen literarischen Schaffens in spanischer Sprache auf beiden Seiten des Atlantiks. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Werke gerichtet, in denen Autorinnen und Autoren ihre Umwelt und die Begegnungen mit anderen Kulturen in ihren Texten verarbeiten, so etwa ab 1492 diejenigen zur Entdeckung und Eroberung Amerikas, interkulturelle Begegnungen, Wahrnehmung des Fremden und Konflikte. Einführende Literatur: Stenzel, Einführung in die spanische Literaturwissenschaft (2010), Kapitel zur Literaturgeschichte; Neuschäfer et al., Spanische Literaturgeschichte (2011); Rösser, Lateinamerikanische Literaturgeschichte (2024).


[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 002b
nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b

Kommentar:

Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)

Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).

Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 03.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Poetikvorlesungen: Von A wie Aristoteles zu Z wie Zeh
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,09.00 - 12.00 Uhr   online
Fr. 12.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 026
Sa. 13.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 026
Fr. 17.07.2026,09.00 - 14.00 Uhr   online

Kommentar:

Was ist eigentlich eine Poetik? Und wie ist das, wenn Autorinnen und Autoren selbst das Wort ergreifen und über ihr eigenes poetisches Schaffen in Form einer Vorlesung Auskunft geben? Das Blockseminar verfolgt diese Frage quer durch die Literaturgeschichte: von Aristoteles' Poetik über frühneuzeitliche Regelpoetiken, die Poetikvorlesungen der Romantiker, Beispielen aus dem anglo-amerikanischen Raum bis zu den institutionalisierten Frankfurter und Göttinger Poetikvorlesungen der Gegenwart. Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt, voraussichtlich überwiegend in digitaler Form. Die Vorbereitungssitzung findet am 17.4.2026 von 9 bis 12 Uhr statt unter folgendem Link: https://conf.dfn.de/webapp/m/979181325
Emails bitte an: dziudzia@hab.de


 
[Si] Aktuelle Fragen der Forschung, Französisch, Spanisch und Komparatistik
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  digital
nächster Termin: 11.06.2026 Uhr, Raum: digital

Kommentar:

Der Kurs hat das Ziel, einen Einblick in aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsprojekte, -debatten und -themen zu vermitteln. Zudem sollen die Studierenden bereits erworbene Kenntnisse vertiefen und in konkreten Forschungszusammenhängen anwenden. Der Kurs bietet damit auch die Möglichkeit, Interesse an eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und diese zu begleiten.


[Si] Das Schweigen brechen –Djamila Ribeiro und Tatiana Salem über Tabus und Traumata
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 08.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Vl] Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II G, 119
nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen literarischen Schaffens in spanischer Sprache auf beiden Seiten des Atlantiks. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Werke gerichtet, in denen Autorinnen und Autoren ihre Umwelt und die Begegnungen mit anderen Kulturen in ihren Texten verarbeiten, so etwa ab 1492 diejenigen zur Entdeckung und Eroberung Amerikas, interkulturelle Begegnungen, Wahrnehmung des Fremden und Konflikte. Einführende Literatur: Stenzel, Einführung in die spanische Literaturwissenschaft (2010), Kapitel zur Literaturgeschichte; Neuschäfer et al., Spanische Literaturgeschichte (2011); Rösser, Lateinamerikanische Literaturgeschichte (2024).


[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
Dozent/-in:
Format:
digital
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. II G, 110e
nächster Termin: 03.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e

Kommentar:

Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.


[Si] Literarische Migrationsnarrative: zwischen Traum und Verlust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. II G, 104
nächster Termin: 02.06.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 104

[Si] Poetikvorlesungen: Von A wie Aristoteles zu Z wie Zeh
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 17.04.2026,09.00 - 12.00 Uhr   online
Fr. 12.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 026
Sa. 13.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 026
Fr. 17.07.2026,09.00 - 14.00 Uhr   online

Kommentar:

Was ist eigentlich eine Poetik? Und wie ist das, wenn Autorinnen und Autoren selbst das Wort ergreifen und über ihr eigenes poetisches Schaffen in Form einer Vorlesung Auskunft geben? Das Blockseminar verfolgt diese Frage quer durch die Literaturgeschichte: von Aristoteles' Poetik über frühneuzeitliche Regelpoetiken, die Poetikvorlesungen der Romantiker, Beispielen aus dem anglo-amerikanischen Raum bis zu den institutionalisierten Frankfurter und Göttinger Poetikvorlesungen der Gegenwart. Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt, voraussichtlich überwiegend in digitaler Form. Die Vorbereitungssitzung findet am 17.4.2026 von 9 bis 12 Uhr statt unter folgendem Link: https://conf.dfn.de/webapp/m/979181325
Emails bitte an: dziudzia@hab.de


     
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