Das Modul besteht aus einem elektronischen Selbstlernkurs (A 1) und einer persönlichen Beratung (A 2). Der Zugang zum Selbstlernkurs sowie die Anmeldung zur Beratung erfolgen über die Veranstaltung in Stud.IP ( B.A. GuK: Self-Assessment-Modul ).
[M]
B.A. GuK: Self-Assessment-Modul
Der Kurs besteht aus Online-Tests, Selbstlerneinheiten und einem verpflichtenden Beratungstermin. Termine für die Beratung werden per Mail angefragt. Fixtermine gibt es nicht, eine Bearbeitung möglichst früh im Semester wird empfohlen.
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215
Kommentar:
Die Einführungsvorlesung nimmt Formen von zeitgenössischer Religiosität, aber auch von Religionskritik zum Ausgangspunkt, um über den Glauben heute von einem christlichen Standpunkt aus nachzudenken. Dazu wird das Projekt der Systematischen Theologie vorgestellt: Dieser Disziplin geht es darum, die Grundlagen des christlichen Glaubens in Vergangenheit und Gegenwart zu verstehen und ihre Bedeutung für die Menschen von heute aufzuweisen.
Literaturhinweise zum Einstieg (weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben): C. Dockter/M. Dürnberger/A. Langenfeld, Theologische Grundbegriffe. Ein Handbuch, Paderborn 2021 - M. Dürnberger, Basics systematischer Theologie. Eine Anleitung zum Nachdenken über den Glauben, Regensburg 2020 - E. Dirscherl/M. Weißer, Dogmatik für das Lehramt. 12 Kernfragen des Glaubens, Regensburg 2019 - M. Knapp, Die Vernunft des Glaubens. Eine Einführung in die Fundamentaltheologie, Freiburg 2009 - H. Küng, Credo. Das apostolische Glaubensbekenntnis Zeitgenossen erklärt, 10. Aufl., München 2015 - M. Seewald, Einführung in die Systematische Theologie, Darmstadt 2018 - K. v. Stosch, Einführung in die Systematische Theologie, 5. Auflage, Paderborn 2022.
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215
Kommentar:
Die Vorlesung versucht das Fach Religionspädagogik in seinen innertheologischen und interdisziplinären Bezügen zugänglich zu machen. Im Vordergrund stehen anthropologische, pädagogische und bildungstheoretische Überlegungen. Die Frage nach einem zukunftsfähigen katholischen Religionsunterricht ist dabei leitend. Prüfungsform: Essay
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Wer das Neue Testament auslegen will und sich dabei nicht nur auf ein intuitives Verständnis der Schrift vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte stützen will, braucht ein geeignetes Instrumentarium. Die Übung stellt synchrone und diachrone Methoden der historisch-kritischen Exegese vor und bietet Hilfestellung auf dem Weg zur eigenständigen Bibelauslegung. Im Rahmen der Übung findet zusammen mit dem Institut für Evangelische Theologie eine Exkursion nach Frankfurt statt (Westendsynagoge u. a.), für die eine der wöchentlichen Sitzungen entfällt.
Literatur zum Einstieg: Martin Ebner/Bernhard Heininger, Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (UTB 2677), Paderborn 4. Aufl. 2018; Wilhelm Egger/Peter Wick, Methodenlehre zum Neuen Testament. Biblische Texte selbständig auslegen, Freiburg i. Br., Basel, Wien 6. Aufl. 2013; Sönke Finnern/Jan Rüggemeier (Ed.), Methoden der neutestamentlichen Exegese. Ein Lehr- und Arbeitsbuch (UTB 4212), Tübingen 2. Aufl. 2026 (im Erscheinen); Udo Schnelle, Einführung in die neutestamentliche Exegese (UTB 1253), Göttingen 8. Aufl. 2014.
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Die Kirchengeschichte bzw. Historische Theologie bildet einen der vier Fachbereiche der Theologie. Mit Hilfe der historischen Methode untersucht sie die Entwicklung des christlichen Glaubens und der christlichen Kirchen in ihren verschiedenen Aspekten von den Anfängen bis in die neueste Zeit. Die Vorlesung macht zunächst mit dem Selbstverständnis, den Aufgaben und der Arbeitsweise des Faches Kirchengeschichte vertraut. Anhand ausgewählter Themen wird dann ein Überblick über bedeutende Entwicklungen der über 2000-jährigen Kirchengeschichte vermittelt.
Literatur Bischof, F. X. u. a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg i. Br. 2014. Eder, M., Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick, Ostfildern 2020 (2. Aufl.). Jammerthal, T. u. a., Methodik der Kirchengeschichte. Ein Lehrbuch, Tübingen 2022. Markschies, C., Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.
Spätestens ab der Mitte des 1. Jh. waren Christen in der Reichshauptstadt präsent, wie wir aufgrund des Paulusbriefes „an die Römer“ und verschiedener weiterer Zeugnisse wissen. Durch die Gräber der Apostel Petrus und Paulus besonders ausgezeichnet, entwickelte sich Rom schon früh zu einem Zentrum des Christentums mit einer selbstbewussten Gemeinde – und später einem entsprechend agierenden Bischof. Das Seminar widmet sich den archäologischen Zeugnissen der christlichen Frühzeit Roms und ihren historisch-theologischen Kontexten: Nach und nach entstanden großangelegte unterirdische Friedhöfe (Katakomben), die auch künstlerisch ausgestaltet wurden und den Versammlungen zum Gedächtnis der Toten und der Verehrung der Märtyrer dienten. Über deren Gräbern, aber auch an anderen Orten der Stadt wurden ab dem 4. Jh. große Kirchen errichtet. Die frühchristlichen Kirchen der Stadt stehen am Anfang der christlichen Kirchenbaukunst und bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung der Sakralarchitektur bis in unsere Zeit.
Literatur Brandenburg, H., Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst, Regensburg 2013 (3. Aufl.). Dresken-Weiland, J., Bild, Grab und Wort. Untersuchungen zu Jenseitsvorstellungen von Christen des 3. und 4. Jahrhunderts, Regensburg 2010. Fink, J., Die römischen Katakomben, Mainz 1997. Fiocchi Nicolai, V. u. a., Die christlichen Katakomben in Rom. Geschichte - Bilderwelt – Inschriften, Regensburg 2025 (3. Aufl.). Gnilka, C./Heid, S./Riesner, R., Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom, Regensburg 2015 (2. Aufl.). Lapidge, M., The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary, Oxford 2018. Stützer, H. A., Frühchristliche Kunst in Rom. Ursprung christlich-europäischer Kunst, Köln 1991. Thümmel, H. G., Ikonologie der christlichen Kunst. Band 1: Alte Kirche, Paderborn 2019.
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
Vertiefungsmodule: Hauptfächer, Teil 2 (Pflichtbereich) ⇑
In den Modulpaaren "Die Gottesfrage A/B" (04-kathTheol-BA-09/10), "Jesus der Christus A/B" (04-kathTheol-BA-11/12) und "Christlicher Glaube A/B" (04-kathTheol-BA-13/14) muss jeweils ein Seminar aus den drei Disziplinen der Systematischen, der Biblischen und der Praktischen Theologie gewählt werden. In den Seminarmodulen "Die Gottesfrage B", "Jesus der Christus B" und "Christlicher Glaube B" (04-kathTheol-BA-10/12/14) muss je eine Hausarbeit der Systematischen, der Biblischen und der Praktischen Theologie entstammen.
Die Gottesfrage in Geschichte und Gegenwart A (04-kathTheol-BA-09) ⇑
LV 2: Seminar
[Si]
Gleichnisse und ihre Implikationen im Schulunterricht [Biblische Theologie}
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
Kommentar:
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
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Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Spätestens ab der Mitte des 1. Jh. waren Christen in der Reichshauptstadt präsent, wie wir aufgrund des Paulusbriefes „an die Römer“ und verschiedener weiterer Zeugnisse wissen. Durch die Gräber der Apostel Petrus und Paulus besonders ausgezeichnet, entwickelte sich Rom schon früh zu einem Zentrum des Christentums mit einer selbstbewussten Gemeinde – und später einem entsprechend agierenden Bischof. Das Seminar widmet sich den archäologischen Zeugnissen der christlichen Frühzeit Roms und ihren historisch-theologischen Kontexten: Nach und nach entstanden großangelegte unterirdische Friedhöfe (Katakomben), die auch künstlerisch ausgestaltet wurden und den Versammlungen zum Gedächtnis der Toten und der Verehrung der Märtyrer dienten. Über deren Gräbern, aber auch an anderen Orten der Stadt wurden ab dem 4. Jh. große Kirchen errichtet. Die frühchristlichen Kirchen der Stadt stehen am Anfang der christlichen Kirchenbaukunst und bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung der Sakralarchitektur bis in unsere Zeit.
Literatur Brandenburg, H., Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst, Regensburg 2013 (3. Aufl.). Dresken-Weiland, J., Bild, Grab und Wort. Untersuchungen zu Jenseitsvorstellungen von Christen des 3. und 4. Jahrhunderts, Regensburg 2010. Fink, J., Die römischen Katakomben, Mainz 1997. Fiocchi Nicolai, V. u. a., Die christlichen Katakomben in Rom. Geschichte - Bilderwelt – Inschriften, Regensburg 2025 (3. Aufl.). Gnilka, C./Heid, S./Riesner, R., Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom, Regensburg 2015 (2. Aufl.). Lapidge, M., The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary, Oxford 2018. Stützer, H. A., Frühchristliche Kunst in Rom. Ursprung christlich-europäischer Kunst, Köln 1991. Thümmel, H. G., Ikonologie der christlichen Kunst. Band 1: Alte Kirche, Paderborn 2019.
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
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„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
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Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
Kommentar:
Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden. Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
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„Jeder Schriftkundiger, belehrt über das Königtum der Himmel, ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Doch jeder Vergleicht hinkt. Das Seminar will ausgehend von der Gleichnis-Theorie und verschiedenen Gleichnis-Gattungen an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament die Eigenheiten gleichnishafter Erzählungen untersuchen. Dabei sollen die Texte insbesondere daraufhin befragt werden, welche pragmatische Funktion ihnen im Kontext der biblischen Bücher zukam und welche Bedeutung sie heute noch gewinnen können. Ein besonderes Augenmerk wird auf der thematischen Einbindung der Gleichnisse in den Schulunterricht liegen.
Literatur zum Einstieg: Renate Banschbach Eggen, Gleichnis, Allegorie, Metapher. Zur Theorie und Praxis der Gleichnisauslegung (TANZ 47), Tübingen 2007; Kurt Erlemann/Irmgard Nickel-Bacon/Anika Loose, Gleichnisse – Fabeln – Parabeln. Exegetische, literaturtheoretische und religionspädagogische Zugänge (UTB 4134), Tübingen 2014; Luise Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 4. Aufl. 2015; Ruben Zimmermann (Ed.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2. Aufl. 2015.
In der europäisch-angelsächsischen Welt ist Weihnachten die jährliche Feier, die im gesellschaftlichen Kontext mit den größten Erwartungen verknüpft wird. Den als Fest der (heiligen) Familie verstandenen Tagen geht eine längere Vorbereitungszeit voraus, die oft schon mit Spekulatius im September beginnt und bisweilen aufgrund überfrachteter Ideale mit Streit unter dem Weihnachtsbaum endet. Die ersehnte heile Welt kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. Welche Narrative sind so wirkmächtig, dass sie Menschen alljährlich in einen variabel skalierbaren Zustand von Freude und Frust versetzen? Das Seminar will den Hintergründen der biblischen Weihnachtserzählungen nachgehen und die Weihnachtsgeschichte mit ihrer Rezeption konfrontieren, indem es die Welt des Weihnachtsfilms im Wandel des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wollen wir uns mit der Frage befassen, wie sich die Sehnsucht nach der Geburt eines Kindes, Vorstellungen von Engeln und unverdienten Gaben, die sich nicht auf materielle Güter beschränken, oder der Wunsch nach Frieden im Verlauf von Industrialisierung und Säkularisierung veränderten. Erwartungen, Motive und Kontexte verschieben sich. Bestehen bleibt die Hoffnung, dass alles gut werden kann.
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205
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Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität. Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 209
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Auch in unserer reichen Gesellschaft, auch bei Kindern und Jugendlichen: Armut nimmt in Besorgnis erregender Weise zu, wird immer mehr zur sozialen und politischen Herausforderung. In der in Lateinamerika entstandenen Strömung der Befreiungstheologie wird Armut auch als Herausforderung des Glaubens und der Theologie verstanden. Hier wurde die Option für die Armen formuliert: Die Kirche steht auf der Seite der Armen, sie setzt sich für sie und gegen Unrecht ein. Denn, so die theologische Einsicht, Gott selbst steht auf der Seite der Armen. Dies haben zuletzt noch die Päpste Franziskus und Leo IVX. betont. Das Seminar widmet sich der Option für die Armen und der Befreiungstheologie. Wir lernen diesen wichtigen theologischen Ansatz kennen und fragen, was er uns in unserer Zeit zu sagen hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von heutiger sozialer und ökologischer Frage. Didaktisch wird im Seminar großer Wert auf den Austausch untereinander gelegt. Nach Absprache mit den Teilnehmenden kann ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung durchgeführt werden. Literatur (erster Überblick): B. Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen 2013 (UTB 4027)