Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Philosophie - Lehramtsstudiengang "Ethik" (L2, L5) (Studienbeginn bis Sommersemester 2023)
Veranstaltungen
Einführung (Pflichtbereich) ⇑
Modul 01: Einführung in die Praktische Philosophie ⇑
Das Seminar in LV 1 wird im Wintersemester angeboten, das Seminar LV 2 im Sommersemester.
LV 1: Vorlesung oder Seminar
[Si] Einführung in die Ethik (L1, L2, L5) (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.
[Si] Einführung in die Ethik (L1, L2, L5) (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.
Modul 02: Kommunikation und Medien / Kulturen und Konflikt (P) ⇑
Für Veranstaltungen der Soziologie gilt die Anmeldefrist des FB03.
LV 1: Vorlesung
[Vl] Handeln, Kommunikation, Sozialisation
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, A 108 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, A 108 | ||
[Vl] Kulturen des Konflikts. Eine Einführung in die Mediensoziologie
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, A 108 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, A 108 | ||
Den Ausgangspunkt dieser Vorlesung bildet der Konflikt als kulturelle Keimzelle sozialer Orientierungsprozesse und seine intensive Verflechtung mit dem Medialen. Konflikte sind nicht naturgegeben, sondern sie gewinnen ihre soziale Gestalt dadurch, dass sie als Konflikt erfahren und kommuniziert werden. Will man mehr über die Kulturen des Konflikts der Gegenwartsgesellschaften erfahren, dann gilt es, sich den kommunikativen Praktiken zuzuwenden, die diese hervorbringen. In den digitalisierten Mediengesellschaften der Gegenwart bedeutet das, dass Form und Wirksamkeit von Konflikten aufs Engste mit ihrer medialen Kommunizierbarkeit gekoppelt sind. Dabei sind ‚die‘ Medien kein Zaungast sozialer Konflikte, über die sie lediglich berichten würden. Im Gegenteil, sie sind auf unterschiedliche Arten und Weisen konstitutiver Bestandteil der sozialen Konstruktionsprozesse von Konflikten. Ob in den Fernsehnachrichten, auf TikTok, auf Telegram oder im Kino, die mediale Kommunikation von Konflikten trägt zur Ausdifferenzierung des gesellschaftlichen Wissensvorrats von eben diesen wesentlich bei.
Zum Aufbau: Die Vorlesung wird einen Überblick zur theoretischen und empirischen Erforschung kultureller Konflikte aus mediensoziologischer Perspektive geben. Zu diesem Zweck gliedert sie sich in drei Blöcke: In Block I werden zentrale Grundbegriffe aus der Mediensoziologie (u. a. Kommunikation, Öffentlichkeit, Konstruktivismen, Rezeption) geklärt. Dabei werden insbesondere die Bezüge und das Wechselspiel zwischen Medien und Konflikt herausgestellt. In Block II werden konkrete empirische Forschungsfelder der Mediensoziologie entlang der drei ausgewählten Konfliktformen ‚Krieg‘, ‚Gewalt‘ und ‚Krise der Information‘ vorgestellt. Diskutiert werden aktuelle Forschungsergebnisse u. a. zur Kriegsfotografie, zur mediatisierten Polizeigewalt, zu Trolling, Fake News, Hate Speech, Coded Bias und Diskriminierung in digitalen Spielen. Block III ist der Synthese gewidmet. Hier werden die Argumentationsschritte der Vorlesung rekapituliert und zusammengeführt und es wird ein Antworthorizont auf die Leitfragen erarbeitet.
LV 2: Proseminar
[Si] Evidenz als Waffe: Wissenschaftskommunikation in der polarisierten Gegenwart
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||
Klimawandel, Corona-Pandemie, Desinformation: Der Einfluss wissenschaftlicher Expertise und epistemischem Wissen ist mittlerweile fester Bestandteil bei der Einordnung und Besprechung gesellschaftlicher Krisen und Konflikte. Wissenschaftler:innen beraten Politiker:innen, informieren die Öffentlichkeit in Talkshows, Podcasts oder den Sozialen Medien. Wissenschaftskommunikator:innen, seien es Journalist:innen, Aktivist:innen oder Influencer:innen argumentieren mit dem Verweis auf epistemisches Wissen für ihre Standpunkte.
Ob Wissenschaft dabei als Produzentin objektiver Wahrheiten gepriesen, oder als Sammelbecken für Ideologie und Voreingenommenheit geschmäht wird: Nicht immer geht es Kommentator:innen um die Suche nach Fakten. Vielmehr ist wissenschaftliche Expertise beziehungsweise ihre mediale Konstruktion ein Baustein im Kampf um die Deutungshoheit in öffentlichen Debatten.
Im Seminar soll dieses Spannungsfeld zwischen epistemischem Wissen und digitale Öffentlichkeiten anhand spezifischer Diskurse, zum Beispiel zum Klimawandel oder der Corona-Pandemie, beleuchtet werden. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Abschnitte: (1) Theoretische Grundlagen und Begriffsklärung; (2) Exemplarische Vertiefung anhand konkreter Fallanalysen.
Zeitplan
Das Seminar gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Teil findet vom 13. Oktober bis 24. November wöchentlich, jeweils dienstags von 10-12 Uhr im Raum Phil II, E 104 statt. Der zweite Teil besteht aus zwei Blockveranstaltungen, die am Freitag, 11. sowie 18. Dezember von 12-20 Uhr in Raum E 104 stattfinden.
[P Si] Gesellschaftlicher Wandel: Dynamiken und Akteure der Nachhaltigkeit
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil II, E 101 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 101 | ||

Prozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit stehen gegenwärtig in einer paradoxen Situation: Obwohl die gesellschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeit kontinuierlich zunimmt, geraten Prozesse der Nachhaltigkeitstransformation im Kontext politischer, sozialer und kultureller Konflikte vielfach ins Stocken. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen im Kontext von Nachhaltigkeit und richtet den Blick insbesondere auf Dynamiken, Konfliktlinien und Akteurskonstellationen gesellschaftlichen Wandels. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen soziale Akteure zu Agenten des Wandels werden, wie unterschiedliche Nachhaltigkeitsverständnisse gesellschaftlich ausgehandelt werden und welche Perspektiven nachhaltiger Zukünfte dabei an Bedeutung gewinnen. Ziel der Veranstaltung ist es, theoretische Perspektiven auf gesellschaftlichen Wandel und Nachhaltigkeit kennenzulernen, kritisch zu reflektieren und anhand ausgewählter empirischer Handlungsfelder wie Konsum, Energie oder Mobilität zu diskutieren. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Literatur wird vorausgesetzt.
[Si] Kriegsfilm. Filmsoziologische Perspektiven auf Krieg, Gewalt und Erinnerung
| regelmäßiger Termin ab 21.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Mi. 16:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||
| nächster Termin: 21.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 104 | ||
Man stelle sich vor, es ist Krieg und keiner ginge hin. Kommt der Krieg ins Kino, wird hingegangen – und zwar in Scharen, seit es das Kino gibt. Kaum ein Genre ist zugleich so morbide und so florierend wie der Kriegsfilm: Prisoner-of-War- und U-Boot-Filme, Heimkehrerdramen, Kriegssatiren, Antikriegs-, Militärgerichts- und Combat-Filme wurden in den letzten zehn Jahren mehr denn je produziert. Wenn Filme zu den „visuellen Formen [gehören], in und mit denen sich eine Gesellschaft darstellt“ (Denzin 2003, S. 417), dann stellt sich unsere Gesellschaft mehr denn je als eine kriegerische dar – ein Blick in die realpolitische Gegenwart gibt dieser Diagnose leider recht.
Das Seminar nimmt den Kriegsfilm als Seismographen seiner Gegenwart in den Blick. Er entwirft Kriegsszenarien für ein Publikum, das – zumindest im globalen Norden – über keine unmittelbaren Kriegserfahrungen verfügt, wohl aber über ein breites medienvermitteltes Wissen aus Fotografie, Reportage, Instagram-Story und Film: Unser kollektives Kriegsgedächtnis ist in erster Linie ein mediatisiertes. Kriegsfilme sind nicht der quellenkritischen Geschichtsschreibung verpflichtet, sondern eröffnen Denkräume für die normative Stellung des Krieges. Auch wo vergangene Kriege inszeniert werden, prägt das Produktionsumfeld die Darstellung: Kriegsfilme sind eher Zeitzeugen ihrer eigenen Gegenwart als des Krieges, von dem sie erzählen.
Dieser Präsenz des Krieges im Kino steht die Kriegsverdrängung der Sozialtheorie gegenüber (vgl. Joas/Knöbl 2008). Hier setzt das Seminar an: Aus filmsoziologischer Perspektive untersuchen wir das filmische Wissen über Krieg, um mehr über Geschichte, Gegenwart und Gewalt des Krieges in pluralisierten Gesellschaften zu erfahren. Gerade jüngere Produktionen reflektieren die politische Wirkmächtigkeit filmischer Kriegsentwürfe – doch auch der kritische Kriegsfilm gibt dem Krieg eine Bühne, im Spannungsfeld von kultureller Erinnerungsarbeit und den Inszenierungsstrategien eines effekt- und affektgeladenen Unterhaltungskinos (Kappelhoff u.a. 2013).
Das Seminar gliedert sich in drei Abschnitte: (1) theoretische Grundlagen zu Krieg, Gewalt, Kriegsberichterstattung und zur ambivalenten Verbindung von Krieg und Unterhaltungsindustrie; (2) methodische Grundlagen der Filmanalyse; (3) Analysen von Kriegsfilmen anhand sozialtheoretisch hergeleiteter Fragestellungen. Es findet 14-tägig in Doppelblöcken statt, um Theorie und Filmanalyse intensiv verbinden zu können.
Erste Sitzung: Mittwoch, 21.10.2026, 16:00 Uhr, Phil II E 104.
[Si] Künstliche Intelligenz und ihr Einfluss auf die Gesellschaft
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil II, E 002 | ||
Künstliche Intelligenz hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, die zum Teil so noch gar nicht in Gänze abzusehen sind. Neben Veränderungen in der Wirtschaft, beispielsweise durch die Automatisierung von Arbeitsplätzen oder einer Umstrukturierung des Arbeitsmarktes, sind in allen Teilbereichen und -systemen wie beispielsweise der Bildung und Erziehung oder in Medizin und Gesundheitswesen Auswirkungen zu erwarten. Auch neue Formen sozialer Kontrolle (Surveying), den öffentlichen Raum betreffend, oder des Zusammenlebens (wie z.B. auf Algorithmen beruhende Partnerwahl), den privaten Raum betreffend, sind möglich. Aber auch gesamtgesellschaftlich werden Fragen wie z.B. zu Ethik und Datenschutz oder zu sozialer Ungleichheit zu beantworten sein. Derzeit werden von unterschiedlichen Akteuren Debatten darüber geführt, welche potentiellen Vorteile aber auch Herausforderungen damit verbunden sein werden. Anhand ausführlicher wissenschaftlicher (Literatur-) Recherchen werden wir im Kurs zunächst diese Debatten nachzeichnen und uns dann in einer Aufstellung möglicher Auswirkungen auf unsere Gesellschaft versuchen. Der Leistungsnachweis erfolgt semesterbegleitend durch eigenständige Literaturrecherchen und -exzerpte, die am Ende in einem Präsentations- und damit Portfolioformat enden. Der Kurs erfordert in hohem Maße eigenständiges Arbeiten auch vor Ort und in Gruppen.
[P Si] Soziales Handeln und Partizipation in der sozial-ökologischen Transformation
[Si] Trauma und Erfahrung. Kritische Theorie der Kindheit
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Das Seminar fragt, wie Kindheit aus Sicht der Kritischen Theorie verstanden werden kann. Erst
mit der neuzeitlichen »Entdeckung der Kindheit« (Philippe Ariès) wurden genuin kindliche
Erfahrung denkbar. Galten Kinder lange als unfertige Subjekte, denen eigenständige Fähigkeiten
abgesprochen wurden, so zerstören etwa Walter Benjamin und Theodor W. Adorno dieses Bild.
Vor dem Hintergrund gesellschaftskritischer Überlegungen zur Krise von Erfahrung in der
Moderne, fragen sie nach dem Wert genuin kindlicher Erfahrungen. Im Seminar wollen wir daran,
wie an Sigmund Freud anschließend, Kindheit als ambivalenten Erfahrungsraum thematisieren.
Zum einen diskutieren wir u. a. anhand literarischer Texte (Albert Cohen) dessen traumatische
Qualität. Dabei fragen wir nach der Rolle autoritärer Erziehung, wobei wir Lektüren Adornos mit
Michael Hanekes Film Das weiße Band verbinden. Zum anderen beleuchten wir die utopische
Aufladung von Kindheit, die bei Marcel Proust, wie bei Adorno und Benjamin, eben auch als Raum
glücklicher, noch nicht gesellschaftlich zugerichteter Erfahrungen erscheint.
[P Si] Verschwörungstheorien und Antisemitismus: Alter Wein in neuen Schläuchen
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phi l. C 027 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phi l. C 027 | ||
Das Seminar untersucht antisemitische Verschwörungstheorien in historischer und
gegenwartsbezogener Perspektive. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass antisemitische
Deutungsmuster eine bemerkenswerte Wandlungsfähigkeit besitzen: Motive wie geheime
jüdische Macht, Brunnenvergiftung, Ritualmord, Finanzkontrolle, Weltverschwörung,
Mediensteuerung oder „zersetzender Einfluss“ verändern ihre Form, bleiben aber in ihrer
ideologischen Struktur wiedererkennbar. Antisemitische Verschwörungstheorien erscheinen
somit als „alter Wein in neuen Schläuchen“: Sie aktualisieren vormoderne, moderne und
(post)nationalsozialistische Narrative des Antijudaismus in jeweils neuen historischen
Krisenkontexten.
Antisemitismus wird nicht als bloßes Vorurteil einzelner Personen verstanden, sondern als
gesellschaftliches Deutungsangebot, das abstrakte Herrschaftsverhältnisse personalisiert,
Ambivalenz reduziert und Krisenerfahrungen projektiv verarbeitet. Damit eignet sich das
Seminar besonders, um den Zusammenhang von Ideologiekritik, politischer Ökonomie,
Sozialpsychologie und pädagogischer Intervention herauszuarbeiten.
[Si] Zwischen Lifestyle und Antifeminismus: Qualitative Videoanalyse von Tradwife-Content auf Social Media
"Im Mittelpunkt des Seminars stehen sogenannte Tradwives als Social-Media-Phänomen. Untersucht wird, wie traditionelle Weiblichkeit, Häuslichkeit, Mutterschaft, Ehe und Fürsorgearbeit auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ästhetisch inszeniert und medial verbreitet werden. Dabei fragen wir, ob und wie Tradwife-Content mit antifeministischen Deutungen und digitaler Geschlechterpolitik verbunden ist.
Die Studierenden entwickeln eigene kleine Forschungsprojekte und analysieren ausgewählte Social-Media-Videos mithilfe qualitativer Videoanalyse. Neben Fragen der Beschreibung und Interpretation audiovisueller Daten werden auch grundlegende Fragen des Umgangs mit öffentlich zugänglichem Social-Media-Material berücksichtigt."
Wahlpflichtbereich ⇑
Modul 03a: Themen- und Problemfelder christlicher Ethik und Sozialethik und Ethik nichtchristlicher Religionen ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Einführung in das Alte Testament (AfK-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Freiheit - anthropologische, theologische und religionspädagogische Annäherungen an einen schwierigen Zustand.
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Die Vorlesung geht der Frage nach, ob und inwieweit Religionen und Konfessionen Garanten menschlicher Freiheit sein können, stehen sie doch in der Regel im Verdacht genau diese einzuschränken. Dazu gilt es den Freiheitsbegriff philosophisch und politisch zu konturieren, ihn auf seine ethischen Dimensionen abzuklopfen und ihn darauf aufbauend theologisch zu reflektieren. Leitend bei diesen Überlegungen ist nicht zuletzt die Frage nach dem bildungstheoretischen Gehalt: lässt sich auch in einem schulischen und religionspädagogischen Kontext auf Freiheit hin erziehen und bilden. Welcher Verantwortung kommen dabei dem Religions- und Ethikunterricht zu?
Lit.:
Eilenberger, Wolfram, Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten, Klett-Cotta Stuttgart.
Berlin, Isaiah (2006), Freiheit: Vier Versuche, Fischer Frankfurt, S. 197 – 215. ‐
Jaeggi, Rahel (2005), Entfremdung. Zur Aktualität eines sozialphilosophischen Problems, Campus Verlag Frankfurt, S. 24 – 40.
[Vl] Grenzziehungen und öffentliche Konflikte - Religion, Gender und Identität in historischer und gegenwärtiger Perspektive
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: online | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: online | ||
Religion, Gender und Identität prägen gesellschaftliche Vorstellungen von Zugehörigkeit und Abgrenzung und sind Gegenstand aktueller politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Die Ringvorlesung beleuchtet diese Zusammenhänge aus interdisziplinärer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie religiöse Differenzen im öffentlichen Raum in historischen und gegenwärtigen Konstellationen ausgehandelt werden, wie Religion und Gender als politische Instrumente der Grenzziehung eingesetzt werden und welche Ressourcen Religion selbst für Dialog und Konfliktbearbeitung bereithält.
Die Ringvorlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Professur für Islamische Theologie und der Professur für Südosteuropäische Geschichte der JLU Gießen. Die Ringvorlesung findet digital statt.
[Vl] Grundriß christlicher Ethik
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Religion(en) in Kultur und Gesellschaft. Einführung in die Religionswissenschaft
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
Das konfliktreiche, aber auch das bereichernde Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen ist in Zeiten der Globalisierung zum Alltag geworden. Um die erlebte Vielfalt des religiösen Lebens heute verstehen und konstruktiv gestalten zu können, ist es notwendig, sich mit dem Phänomen Religion und den großen religiösen Traditionen der Menschheitsgeschichte auseinanderzusetzen. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die heutige Religionswissenschaft und eine Übersicht über zentrale religiöse Großtraditionen, ihre Inhalte, Rituale und Ethiken. Dieses Wissen ist auch von großer aktueller Relevanz für die Lehramtsstudiengänge in Religion und Ethik.
Literaturhinweise zum Einstieg (weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben):
M. Baumann/A. Kenneth-Nagel, Religion und Migration. Baden Baden 2023 - Klaus Hock, Einführung in die Religionswissenschaft, 5. Aufl., Darmstadt 2014 - H.G. Kippenberg/K. v. Stuckrad, Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe, München 2003 - K. Lehmann (Hg.), Weltreligion. Verstehen-Verständigung-Verantwortung, Berlin 2009; S. Schlager, Die Weltreligionen. Ein Crash-Kurs, Kevelaer 2012.
LV 2: Proseminar
[Si] Herausforderung Pluralismus. Theologie und Gesellschaftstheorie bei Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität.
Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
[E Si] Ich bin so frei - Freiheit als Grundbegriff protestantischer Theologie
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
LV 3: Übung
Modul 03b: Biblische und christentumsgeschichtliche Ausformungen ethischer Lebensgestaltungen ⇑
LV 1: Vorlesung
[Vl] Einführung in das Alte Testament (AfK-Nr.: 178)
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Freiheit - anthropologische, theologische und religionspädagogische Annäherungen an einen schwierigen Zustand.
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Die Vorlesung geht der Frage nach, ob und inwieweit Religionen und Konfessionen Garanten menschlicher Freiheit sein können, stehen sie doch in der Regel im Verdacht genau diese einzuschränken. Dazu gilt es den Freiheitsbegriff philosophisch und politisch zu konturieren, ihn auf seine ethischen Dimensionen abzuklopfen und ihn darauf aufbauend theologisch zu reflektieren. Leitend bei diesen Überlegungen ist nicht zuletzt die Frage nach dem bildungstheoretischen Gehalt: lässt sich auch in einem schulischen und religionspädagogischen Kontext auf Freiheit hin erziehen und bilden. Welcher Verantwortung kommen dabei dem Religions- und Ethikunterricht zu?
Lit.:
Eilenberger, Wolfram, Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten, Klett-Cotta Stuttgart.
Berlin, Isaiah (2006), Freiheit: Vier Versuche, Fischer Frankfurt, S. 197 – 215. ‐
Jaeggi, Rahel (2005), Entfremdung. Zur Aktualität eines sozialphilosophischen Problems, Campus Verlag Frankfurt, S. 24 – 40.
[Vl] Grundriß christlicher Ethik
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
[Vl] Religion(en) in Kultur und Gesellschaft. Einführung in die Religionswissenschaft
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
Das konfliktreiche, aber auch das bereichernde Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen ist in Zeiten der Globalisierung zum Alltag geworden. Um die erlebte Vielfalt des religiösen Lebens heute verstehen und konstruktiv gestalten zu können, ist es notwendig, sich mit dem Phänomen Religion und den großen religiösen Traditionen der Menschheitsgeschichte auseinanderzusetzen. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die heutige Religionswissenschaft und eine Übersicht über zentrale religiöse Großtraditionen, ihre Inhalte, Rituale und Ethiken. Dieses Wissen ist auch von großer aktueller Relevanz für die Lehramtsstudiengänge in Religion und Ethik.
Literaturhinweise zum Einstieg (weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben):
M. Baumann/A. Kenneth-Nagel, Religion und Migration. Baden Baden 2023 - Klaus Hock, Einführung in die Religionswissenschaft, 5. Aufl., Darmstadt 2014 - H.G. Kippenberg/K. v. Stuckrad, Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe, München 2003 - K. Lehmann (Hg.), Weltreligion. Verstehen-Verständigung-Verantwortung, Berlin 2009; S. Schlager, Die Weltreligionen. Ein Crash-Kurs, Kevelaer 2012.
LV 2-3: Seminar
Zu belegen sind zwei Seminare.
[Si] Albert Schweitzer: Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben (AfK-Nr.: 182)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 215 | ||
[Si] Die Apostelin Junia und andere Amtsträgerinnen im Neuen Testament
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
[Si] Digital Academy: I believe, that’s how I am – The formation of European identity between religious tradition and conscious decision. Seven interdisciplinary and Interactive lectures (AfK-Nr.-181)
| regelmäßiger Termin ab 22.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Do. 17:00 - 19:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 22.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
“Denominational culture and Confession – Interdisciplinary perspectives”. Under this heading, the significance of confession for identity formation in different areas of life will be examined. The programme will include lectures, impulses and discussions with experts from various research disciplines. The language of the event is English. Awarding ECTS credits for participation in combination with an appropriate proof of achievement is possible.
Seven sessions on the topic: Denominational culture and Confession – Interdisciplinary perspectives
1. (22.10.2026) Denomination and confession in history (Prof. Dr. Athina Lexutt, Gießen)
The confession of Jesus as the risen Christ is at the heart of Christian faith. Over time, this has been reformulated over and over and supplemented with further theological conclusions. Complex relationships and diverse experiences are condensed into concise formulations and memorable sentences. Internal reassurance and external demarcation have become increasingly important over time. Are confessions therefore crisis phenomena? And to what extent is the connection between confession and baptism constitutive?
2. (05.11.2026) Religion and confession from a cultural studies perspective (Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann, Gießen)
Even if religious confession appears to be more of a private matter, characteristics reminiscent of confessional traditions can be found elsewhere. In a diverse society, there seems to be a continuing desire to belong to something larger than the individual, e.g. through corporate design.
3. (19.05.2026) Trust and confession in business (Prof. Dr. Alexander Dietz, Heidelberg)
Numbers play an important role in economic activity. This gives the appearance of great objectivity and rationality. On the other hand, trust is also important for business to function successfully: those who engaged in trade trust that the price and goods are in reasonable proportion to each other, that the goods will be delivered and the money paid. In addition, the way markets are structured also matters: Free market, social market economy, state-controlled economy are models based on different principles. It is also a matter of trust in the functioning and performance of a given market structure. To what extent can we speak here of a confession (or commitment)?
4. (03.12.2026) Denomination and milieu in sociological description (Prof. Dr. Gert Pickel, Leipzig)
The ‘denominational milieu’ has been a recurring theme in historical and theological research. To what extent do these religious and, above all, denominational characteristics continue to have an impact on a society that considers itself as ‘secular’?
5. (17.12.2026) Confession and law (Dr. Julianne Funk, Marburg)
Freedom of religion is one of the fundamental human rights. It can even serve as a yardstick for measuring how liberal a society and a legal system are overall. At the same time, relevant religious content can come into conflict with established legal systems. To what extent can we speak of a constructive tension here? How should such limits be defined?
6. 14.01.2027) From religious peace to liberal democracy – political aspects (Prof. Dr. Tomás Kodácsy, Sárospatak)
Democracy and republics depend on the consent of those involved. In this respect, to what extent can this be described as a confession? Can aspects be identified in which a mutual influence between religious confession and democratic consciousness is recognizable?
7. (28.01.2027) Denomination and confessing – church and society: conclusions for the present age and mentality (Dr. Mario Fischer, Bensheim)
Church and religious denominations are currently facing many challenges. Considering the different topics of the lectures: Perhaps there is still a persistent religious base beneath all the secular phenomena, not least confessing. And how can the inevitable changes open up new possibilities for the church.
[Si] Dis/ability-kritische Bibelauslegung in Respekt vor Menschen mit Behinderung (AfK-Nr.: 180)
[Si] Herausforderung Pluralismus. Theologie und Gesellschaftstheorie bei Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms [Systematische Theologie]
| regelmäßiger Termin ab 20.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
| nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 205 | ||
Verschiedene Weltanschauungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen. Ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt ist zentral, im privaten Umfeld wie für Politik, Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften selbst. In unserem Seminar beschäftigen wir uns aus theologischer und aus soziologischer Sicht mit Pluralismus. Dabei sind uns Perspektivenvielfalt, -wechsel und -verschränkung besonders wichtig. Mit Peter L. Berger, Hans Joas und Eilert Herms lernen wir drei zeitgenössische Denker kennen, die sich mit Pluralismus an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise beschäftigt haben. Zugleich kommen die drei Seminarleiter:innen aus jeweils anderen Traditionen der Theologie, der evangelischen, der katholischen und der islamischen. Zudem richtet sich das Seminar an Studierende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Daher werden wir in der Lehrveranstaltung praktizieren, was wir intellektuell reflektieren: einen konstruktiven Umgang mit Pluralität.
Statt auf Literatur sei an dieser Stelle auf den Arbeitsschwerpunkt an der JLU „Theologie(n), Diversität, Gesellschaft“ als Hintergrund verwiesen:
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb04/akzentbereiche/Theologie%28n%29
[Si] Zur Sklaverei hat euch Christus befreit - Mission und Kirche im Kolonialismus (AfK-Nr.: 181)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II, H 210 | ||
Die Bulle „Inter cetera“ von 1494 teilte die Welt in zwei Teile: Einen spanischen und einen portugiesischen Einflussbereich. Nicht nur die anderen europäischen Staaten – insbesondere und intendiert die protestantisch dominierten – wurden dabei übergangen, sondern auch und vor allem die Bewohner:innen der anderen Weltregionen. Doch schon vorher sind Verbindungen zwischen der Kirche, beziehungsweise dem Christentum und Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaftsstrukturen auszumachen. Nicht selten wurden konfessionelle Unterschiede oder biblische Argumente als Begründungen für ungerechtes und grausames Handeln herangezogen. Mit fortschreitender Dominanz der europäischen Mächte in den Amerikas, in Afrika und Asien breiteten sich auch diese christlich konnotierten Begründungsmuster der Unterdrückung aus und verbanden für die Opfer dieser Politik das Christentum untrennbar mit dem Kolonialismus. Und obwohl die Kirchen ihrer Vergangenheit und vor allem der Rolle der Mission kritisch gegenüberstehen und Schuld bekennen, wirken die Folgen dieser Verbindung von „Thron und Altar“ bis heute nach.
Das Seminar zeichnet den Weg christlicher Begründungsmuster der Ungleichheit nach. Von biblischen Geschichten über die Anfänge christlicher Königreiche in Europa bis hin zur Errichtung der ersten Kolonialreiche sowie die Auswirkungen auf heutige Gesellschaften wird den Fragen nach der Rolle der Kirche(n), der Rolle der Mission und des Christentums im Allgemeinen nachgegangen. Dabei werden die Teilaspekte stets kritisch auf ihre Zielsetzungen, Ansprüche, Verfehlungen und Potenziale hin untersucht und Raum für Diskussionen geboten. Über allem steht die Frage, welche Auswirkungen die Kolonialgeschichte der Kirche(n) für die heutige Gestalt derselben und das christliche Leben hat – oder kurz: Was können wir aus der Kolonialgeschichte der Kirche(n) lernen?
Fachdidaktik (Pflichtbereich) ⇑
Modul 31: Didaktische Realisierung philosophischer und ethischer Denkprozesse (P) ⇑
Zu belegen sind zwei Veranstaltungen.
[Si] Bildung - Wissen - Kompetenzen
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
In Zeiten von KI, in denen viele das Verstehen von Texten, das Schreiben von Hausarbeiten, aber auch das Planen von Unterricht an KI-Programme auslagern, werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Lehramtsstudierende ihre Rolle als angehende Lehrkräfte sehen, wie sie die Rolle von Bildung für unsere Gesellschaft einschätzen und was das für ihre Ausbildung und Arbeit in der Schule bedeutet. Das Seminar stützt sich auf Selbstreflexion und umfangreiche Diskussionsphasen und mündet am Ende in die Planung einer Unterrichtsreihe.
[Si] Ethische Unterrichtsprozesse planen und bewerten
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar widmet sich der Planung von Ethikunterricht und der Bewertung von Leistungen. Es ist in drei Teile strukturiert: In einem ersten geht es um die Voraussetzungen der Planung: Welche curricularen und lerngruppenspezifischen Bedingungen habe ich zu beachten? In einem zweiten steht die Planung selbst im Vordergrund: Welche Modelle und Methoden können mir helfen, um Ethikunterricht strukturiert zu planen? Im dritten wird die Relevanz von Diagnostik und Bewertung schulischer Leistung im Ethikunterricht behandelt: Lässt sich Philosophieren überhaupt bewerten und wenn ja wie?
[Si] Gerechtigkeit - Unterrichtsmaterialien analysieren und erstellen
Gerechtigkeit ist ein zentraler Grundsatz des menschlichen Zusammenlebens und
bildet die Basis fast aller Unterrichtsthemen des Ethikunterrichts. Im Seminar werden die verschiedenen Facetten des Gerechtigkeitsbegriffs und die Anwendungsbereiche erarbeitet. Im zweiten Teil des Seminars werden Schulbücher und Unterrichtsmaterialien analysiert und eigene Unterrichtsideen entwickelt.
[Si] Influencer*innen als Thema der Ethik!? (AfK-Nr.: 411/412)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Eine Family-Bloggerin zeigt ihre Kinder unzensiert, ein Männlichkeitscoach gibt fragwürdige Datingtipps, ein Youtuber bringt intime Privatinformationen an die Öffentlichkeit, um eine Lüge aufzudecken – diese kleine Auswahl an Beispielen zeigt, dass auf Social Media viel passiert, was ethisch eingeordnet werden kann oder sogar muss.
Im Seminar werden wir uns daher genau dieser Aufgabe stellen, indem Sie sich in Gruppen einen Fall auf Social Media aussuchen, den Sie aus einer ethischen Linse betrachten werden. Im ersten Schritt werden wir gemeinsam Beispiele für ethische Fragestellungen rund um Influencer*innen sammeln, schauen, wie wissenschaftliche Einordnung auf den Plattformen funktioniert, und dann verschiedene Möglichkeiten besprechen, wie eine philosophische Einordnung aussehen könnte. Im Hauptteil werden Sie sich in Projektgruppen das ganze Semester über mit einem konkreten Fall auseinandersetzen und diesen eigenständig Schritt für Schritt ethisch einordnen, indem Sie die ethische Fragestellung präzisieren, Literatur suchen und lesen und dann in der Gruppe eine Social-Media-Reaktion auf diesen Fall (z.B. in Form eines TikToks oder Instagram-Beitrags) erstellen, die dann Teil der Prüfungsleistung ist.
WICHTIG: Die Prüfungsleistung besteht aus einem Portfolio, das eng mit dem Gruppenprozess verbunden ist. Der Großteil der Bestandteile muss bereits im Seminar zu verschiedenen Zeitpunkten abgegeben werden. Zudem erfordert das Seminar eine selbstständige und engagierte Mitarbeit in Kleingruppen. Nehmen Sie also bitte nur Teil, wenn Sie im Semester Zeit dafür aufbringen können.
[Si] Lernaufgaben für den Ethikunterricht konzipieren
Kompetenzorientierte Lehrplänen unterscheiden sich nicht nur in der Form und im Umfang ihrer Vorgaben, sondern erfordern vor allem einen neuen Zugang zum Lernen. Unterricht wird weniger an Inhalten als vielmehr an Kompetenzen ausgerichtet. Mit diesen Zielsetzungen ändert sich auch das Aufgabensetting. Lernaufgaben sind eine besonders geeignete Form, kompetenzorientiert Wissen und Können zu erwerben und in neuen Zusammenhängen anzuwenden. In diesem Seminar werden grundlegende Elemente von Lernaufgaben erarbeitet, die Anforderungen dieser Lernarrangements für Lehrende und Lernende erörtert und eigene Lernaufgaben für den Ethik- und Philosophieunterricht entwickelt.
[Si] Materialien für den postmigrantischen Ethik- und Philosophieunterricht
In unserer heutigen postmigrantischen Gesellschaft bringen Lernende unterschiedliche kulturelle Hintergründe, religiöse Prägungen, Sprachen, Familiengeschichten und Diskriminierungserfahrungen mit in den Ethikunterricht. Zugleich werden viele dieser Themen selbst zum Gegenstand des Unterrichts. Viele Lehramtsstudierende möchten dieser Vielfalt gerecht werden, wissen jedoch nicht genau, wie sich ein postmigrantischer Ethikunterricht konkret gestalten lässt.
In diesem praxisorientierten Blockseminar erwerben die Studierenden Grundlagen eines postmigrantischen Ethikunterrichts und entwickeln in Gruppen eigene Unterrichtsmaterialien, die an vielfältige Lebensrealitäten anknüpfen. In einem abschließenden Workshop werden die Materialien gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften begutachtet, reflektiert und weiterentwickelt, sodass sie für den konkreten Unterrichtseinsatz geeignet sind.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Religion und Vorurteil im Unterricht [Religionspädagogik]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden.
Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
Modul 32: Probleme des Zugangs zur Philosophie und Ethik und der Vermittlung ihrer Inhalte (P) ⇑
Zu belegen sind zwei Veranstaltungen.
[Si] Bildung - Wissen - Kompetenzen
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
In Zeiten von KI, in denen viele das Verstehen von Texten, das Schreiben von Hausarbeiten, aber auch das Planen von Unterricht an KI-Programme auslagern, werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Lehramtsstudierende ihre Rolle als angehende Lehrkräfte sehen, wie sie die Rolle von Bildung für unsere Gesellschaft einschätzen und was das für ihre Ausbildung und Arbeit in der Schule bedeutet. Das Seminar stützt sich auf Selbstreflexion und umfangreiche Diskussionsphasen und mündet am Ende in die Planung einer Unterrichtsreihe.
[Si] Ethische Unterrichtsprozesse planen und bewerten
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar widmet sich der Planung von Ethikunterricht und der Bewertung von Leistungen. Es ist in drei Teile strukturiert: In einem ersten geht es um die Voraussetzungen der Planung: Welche curricularen und lerngruppenspezifischen Bedingungen habe ich zu beachten? In einem zweiten steht die Planung selbst im Vordergrund: Welche Modelle und Methoden können mir helfen, um Ethikunterricht strukturiert zu planen? Im dritten wird die Relevanz von Diagnostik und Bewertung schulischer Leistung im Ethikunterricht behandelt: Lässt sich Philosophieren überhaupt bewerten und wenn ja wie?
[Si] Gerechtigkeit - Unterrichtsmaterialien analysieren und erstellen
Gerechtigkeit ist ein zentraler Grundsatz des menschlichen Zusammenlebens und
bildet die Basis fast aller Unterrichtsthemen des Ethikunterrichts. Im Seminar werden die verschiedenen Facetten des Gerechtigkeitsbegriffs und die Anwendungsbereiche erarbeitet. Im zweiten Teil des Seminars werden Schulbücher und Unterrichtsmaterialien analysiert und eigene Unterrichtsideen entwickelt.
[Si] Influencer*innen als Thema der Ethik!? (AfK-Nr.: 411/412)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Eine Family-Bloggerin zeigt ihre Kinder unzensiert, ein Männlichkeitscoach gibt fragwürdige Datingtipps, ein Youtuber bringt intime Privatinformationen an die Öffentlichkeit, um eine Lüge aufzudecken – diese kleine Auswahl an Beispielen zeigt, dass auf Social Media viel passiert, was ethisch eingeordnet werden kann oder sogar muss.
Im Seminar werden wir uns daher genau dieser Aufgabe stellen, indem Sie sich in Gruppen einen Fall auf Social Media aussuchen, den Sie aus einer ethischen Linse betrachten werden. Im ersten Schritt werden wir gemeinsam Beispiele für ethische Fragestellungen rund um Influencer*innen sammeln, schauen, wie wissenschaftliche Einordnung auf den Plattformen funktioniert, und dann verschiedene Möglichkeiten besprechen, wie eine philosophische Einordnung aussehen könnte. Im Hauptteil werden Sie sich in Projektgruppen das ganze Semester über mit einem konkreten Fall auseinandersetzen und diesen eigenständig Schritt für Schritt ethisch einordnen, indem Sie die ethische Fragestellung präzisieren, Literatur suchen und lesen und dann in der Gruppe eine Social-Media-Reaktion auf diesen Fall (z.B. in Form eines TikToks oder Instagram-Beitrags) erstellen, die dann Teil der Prüfungsleistung ist.
WICHTIG: Die Prüfungsleistung besteht aus einem Portfolio, das eng mit dem Gruppenprozess verbunden ist. Der Großteil der Bestandteile muss bereits im Seminar zu verschiedenen Zeitpunkten abgegeben werden. Zudem erfordert das Seminar eine selbstständige und engagierte Mitarbeit in Kleingruppen. Nehmen Sie also bitte nur Teil, wenn Sie im Semester Zeit dafür aufbringen können.
[Si] Lernaufgaben für den Ethikunterricht konzipieren
Kompetenzorientierte Lehrplänen unterscheiden sich nicht nur in der Form und im Umfang ihrer Vorgaben, sondern erfordern vor allem einen neuen Zugang zum Lernen. Unterricht wird weniger an Inhalten als vielmehr an Kompetenzen ausgerichtet. Mit diesen Zielsetzungen ändert sich auch das Aufgabensetting. Lernaufgaben sind eine besonders geeignete Form, kompetenzorientiert Wissen und Können zu erwerben und in neuen Zusammenhängen anzuwenden. In diesem Seminar werden grundlegende Elemente von Lernaufgaben erarbeitet, die Anforderungen dieser Lernarrangements für Lehrende und Lernende erörtert und eigene Lernaufgaben für den Ethik- und Philosophieunterricht entwickelt.
[Si] Materialien für den postmigrantischen Ethik- und Philosophieunterricht
In unserer heutigen postmigrantischen Gesellschaft bringen Lernende unterschiedliche kulturelle Hintergründe, religiöse Prägungen, Sprachen, Familiengeschichten und Diskriminierungserfahrungen mit in den Ethikunterricht. Zugleich werden viele dieser Themen selbst zum Gegenstand des Unterrichts. Viele Lehramtsstudierende möchten dieser Vielfalt gerecht werden, wissen jedoch nicht genau, wie sich ein postmigrantischer Ethikunterricht konkret gestalten lässt.
In diesem praxisorientierten Blockseminar erwerben die Studierenden Grundlagen eines postmigrantischen Ethikunterrichts und entwickeln in Gruppen eigene Unterrichtsmaterialien, die an vielfältige Lebensrealitäten anknüpfen. In einem abschließenden Workshop werden die Materialien gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften begutachtet, reflektiert und weiterentwickelt, sodass sie für den konkreten Unterrichtseinsatz geeignet sind.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Religion und Vorurteil im Unterricht [Religionspädagogik]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden.
Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
Modul 33: Schulpraktische Studien - Fachdidaktisches Blockpraktikum (P) ⇑
LV 3: Auswertungsseminar
Modul 34: Projekt und Präsentation (P) ⇑
LV 1: Seminar
[Si] Bildung - Wissen - Kompetenzen
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
In Zeiten von KI, in denen viele das Verstehen von Texten, das Schreiben von Hausarbeiten, aber auch das Planen von Unterricht an KI-Programme auslagern, werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Lehramtsstudierende ihre Rolle als angehende Lehrkräfte sehen, wie sie die Rolle von Bildung für unsere Gesellschaft einschätzen und was das für ihre Ausbildung und Arbeit in der Schule bedeutet. Das Seminar stützt sich auf Selbstreflexion und umfangreiche Diskussionsphasen und mündet am Ende in die Planung einer Unterrichtsreihe.
[Si] Ethische Unterrichtsprozesse planen und bewerten
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar widmet sich der Planung von Ethikunterricht und der Bewertung von Leistungen. Es ist in drei Teile strukturiert: In einem ersten geht es um die Voraussetzungen der Planung: Welche curricularen und lerngruppenspezifischen Bedingungen habe ich zu beachten? In einem zweiten steht die Planung selbst im Vordergrund: Welche Modelle und Methoden können mir helfen, um Ethikunterricht strukturiert zu planen? Im dritten wird die Relevanz von Diagnostik und Bewertung schulischer Leistung im Ethikunterricht behandelt: Lässt sich Philosophieren überhaupt bewerten und wenn ja wie?
[Si] Gerechtigkeit - Unterrichtsmaterialien analysieren und erstellen
Gerechtigkeit ist ein zentraler Grundsatz des menschlichen Zusammenlebens und
bildet die Basis fast aller Unterrichtsthemen des Ethikunterrichts. Im Seminar werden die verschiedenen Facetten des Gerechtigkeitsbegriffs und die Anwendungsbereiche erarbeitet. Im zweiten Teil des Seminars werden Schulbücher und Unterrichtsmaterialien analysiert und eigene Unterrichtsideen entwickelt.
[Si] Influencer*innen als Thema der Ethik!? (AfK-Nr.: 411/412)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Eine Family-Bloggerin zeigt ihre Kinder unzensiert, ein Männlichkeitscoach gibt fragwürdige Datingtipps, ein Youtuber bringt intime Privatinformationen an die Öffentlichkeit, um eine Lüge aufzudecken – diese kleine Auswahl an Beispielen zeigt, dass auf Social Media viel passiert, was ethisch eingeordnet werden kann oder sogar muss.
Im Seminar werden wir uns daher genau dieser Aufgabe stellen, indem Sie sich in Gruppen einen Fall auf Social Media aussuchen, den Sie aus einer ethischen Linse betrachten werden. Im ersten Schritt werden wir gemeinsam Beispiele für ethische Fragestellungen rund um Influencer*innen sammeln, schauen, wie wissenschaftliche Einordnung auf den Plattformen funktioniert, und dann verschiedene Möglichkeiten besprechen, wie eine philosophische Einordnung aussehen könnte. Im Hauptteil werden Sie sich in Projektgruppen das ganze Semester über mit einem konkreten Fall auseinandersetzen und diesen eigenständig Schritt für Schritt ethisch einordnen, indem Sie die ethische Fragestellung präzisieren, Literatur suchen und lesen und dann in der Gruppe eine Social-Media-Reaktion auf diesen Fall (z.B. in Form eines TikToks oder Instagram-Beitrags) erstellen, die dann Teil der Prüfungsleistung ist.
WICHTIG: Die Prüfungsleistung besteht aus einem Portfolio, das eng mit dem Gruppenprozess verbunden ist. Der Großteil der Bestandteile muss bereits im Seminar zu verschiedenen Zeitpunkten abgegeben werden. Zudem erfordert das Seminar eine selbstständige und engagierte Mitarbeit in Kleingruppen. Nehmen Sie also bitte nur Teil, wenn Sie im Semester Zeit dafür aufbringen können.
[Si] Lernaufgaben für den Ethikunterricht konzipieren
Kompetenzorientierte Lehrplänen unterscheiden sich nicht nur in der Form und im Umfang ihrer Vorgaben, sondern erfordern vor allem einen neuen Zugang zum Lernen. Unterricht wird weniger an Inhalten als vielmehr an Kompetenzen ausgerichtet. Mit diesen Zielsetzungen ändert sich auch das Aufgabensetting. Lernaufgaben sind eine besonders geeignete Form, kompetenzorientiert Wissen und Können zu erwerben und in neuen Zusammenhängen anzuwenden. In diesem Seminar werden grundlegende Elemente von Lernaufgaben erarbeitet, die Anforderungen dieser Lernarrangements für Lehrende und Lernende erörtert und eigene Lernaufgaben für den Ethik- und Philosophieunterricht entwickelt.
[Si] Materialien für den postmigrantischen Ethik- und Philosophieunterricht
In unserer heutigen postmigrantischen Gesellschaft bringen Lernende unterschiedliche kulturelle Hintergründe, religiöse Prägungen, Sprachen, Familiengeschichten und Diskriminierungserfahrungen mit in den Ethikunterricht. Zugleich werden viele dieser Themen selbst zum Gegenstand des Unterrichts. Viele Lehramtsstudierende möchten dieser Vielfalt gerecht werden, wissen jedoch nicht genau, wie sich ein postmigrantischer Ethikunterricht konkret gestalten lässt.
In diesem praxisorientierten Blockseminar erwerben die Studierenden Grundlagen eines postmigrantischen Ethikunterrichts und entwickeln in Gruppen eigene Unterrichtsmaterialien, die an vielfältige Lebensrealitäten anknüpfen. In einem abschließenden Workshop werden die Materialien gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften begutachtet, reflektiert und weiterentwickelt, sodass sie für den konkreten Unterrichtseinsatz geeignet sind.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.
[Si] Religion und Vorurteil im Unterricht [Religionspädagogik]
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden.
Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.
LV 2: Übung
[Si] Schulbücher rezensieren
| regelmäßiger Termin ab 15.12.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
| nächster Termin: 15.12.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001 | ||
Schulbücher bilden oft die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Primastufe sowie Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.



