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Sie sind hier: StartFachbereich 04: Geschichts- und KulturwissenschaftenGliederung nach anbietenden EinrichtungenOsteuropäische Geschichte
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Osteuropäische Geschichte

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[H Si] Die Vielfalt der Sprachen. Mehrsprachigkeit im östlichen Europa und im Alten Reich
Interdisziplinär, zusammen mit der Slawistik. Zweisprachig deutsch/englisch
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 025
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

Kommentar:

The interdisciplinary seminar will explore the regularities, which can be observed in different historical and linguistic settings when speakers of different languages come into contact, deliberately or forced. The historical scenarios, we will study, can be chosen according to the interests of the participants, as long as a Slavic language within Eastern Europe is included. Examples for such historical settings include 1. educational and/ or culturally authoritative languages of elites in relation to vernacular languages in the Middle Ages resp. Early Modern times (Latin, Greek) resp. Modern times (French, 17/18th. c.), 2. interlingual and intercultural adventures of travelling merchants in Early Modern times to Czech, Poland, or Russia (since the 15th c.), 3. language identity and societal diversity: the case of Polish and German in Poland (since 16th c.), 4. language contact and religious confessions in the borderland: Polish and Ruthenian (= Middle Ukrainian, 17th c.), 5. language and political power: the conflict between Ukrainian and Russian (19th + 20th c.). In our first session (Oct 22th, 2026) participants will be asked which historical topic they suggest for inclusion into the seminar plan; we also will decide then on the main working language of the seminar (German, English or bilingual sessions).

Zum Weiterlesen

Bömelburg, Hans-Jürgen/ Kersken, Norbert (ed.): Mehrsprachigkeit in Ostmitteleuropa (1400-1700). Kommunikative Praktiken und Verfahren in gemischtsprachigen Städten und Verbänden (= Tagungen zur Ostmitteleuropa-Forschung; 37), Marburg 2020.

Dubisz, Stanisław/ Stąpor, Izabela (2008) (ed.): Wielojęzyczność. Kontakty językowe w rozwoju kultur słowiánskich. Pułtusz: Akademia humanistyczna im. Aleksandra Gieysztora.

Dursteler, Eric R. (2012): Speaking in Tongues: Language and Communication in the Early Modern Mediterranean. // Past & Present 217, 47-77.

Häberlein, Mark/ Flurschütz da Cruz, Andreas (ed.): Die Sprachen der Frühen Neuzeit Europäische und globale Perspektiven. Köln 2024.

Makartsev, Maxim/ Wahlström, Max (2016) (ed.): In Search of the Center and Periphery: Linguistic Attitudes, Minorities, and Landscapes in the Central Balkans. Helsinki: Univ. (= Slavica Helsingiensia 49)

Paulston, Christina Bratt/ Peckham, Donald (ed.) (1998): Linguistic Minorities in Central and Eastern Europe.

Clevedon, Philadelphia, Toronto, Sydney, Johannesburg: Multilingual Matters. (= Multilingual Matters 109)

Salverda, Reinier (2018): Empires and their Languages: Reflections on the History and the Linguistics of Lingua Franca and Lingua Sacra. // Braarvig, Jens/ Geller, Markham J. (ed.): Multilingualism, Lingua Franca and Lingua Sacra. Berlin: Pro Business Printing, 13-78. (= Max Planck Research Library for the History and Development of Knowledge Studies 10)

Seals, Corinne A. (2020): Choosing a Mother Tongue. The Politics of Language and Identity in Ukraine. Bristol: Multiligual Matters. (= Multilingual Matters 169)


[H Si] Kaiser und Sultan: Gesandtschaftsreisen quer durch den Balkan ins Osmanische Reich
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

[H Si] Osteuropa in Gießen im 20. Jahrhundert. Die östliche Hälfte Europas in einer westdeutschen Universitätsstadt
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Das als Projektseminar (Ziel Publikation) angelegte Seminar möchte exemplarisch Facetten der Gießener Universitäts- und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Fokus auf dem östlichen Europa beleuchten. Ausgangsthese ist, dass an vielen deutschsprachigen Universitäten die östliche Hälfte Europas im 20. Jahrhundert breit präsent war.
Folgende Themenkomplexe stehen im Zentrum: Geschichte der Beschäftigung mit dem östlichen Europa an deutschen Unis; Russländische Studierende vor 1914 an den hessisch-darmstädtischen Landesuniversitäten (darunter bedeutende Persönlichkeiten wie die Bundistin Sonja Lerch; Relegationen und Spionagevorwürfe im Ersten Weltkrieg; Gießener Wissenschaftler im Zweiten Weltkrieg im östlichen Europa; Pläne einer „Ostuniversität“ in Gießen; „Ostforschung“ und Osteuropawissenschaften; Das Gießener Zentrum für kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung; das östliche Europa und die Wiedererrichtung der Gießener Geisteswissenschaften um 1960; Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Jiddistik in Gießen, u.a. Franz Beranek; die Kontakte in die Tschechoslowakei und Polen sowie die Universitätspartnerschaft mit Lodz seit 1978. Zugleich geht es um eine Ausstrahlung dieser Entwicklungen in die Gießener Stadtöffentlichkeit und um die Rückwirkung von Gießener Ereignissen auf die Universität, etwa der Prozess gegen den Polizeidirektor Hans Hoffmann wg. Massenerschießungen in Ostrów Mazowiecki im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1960-1963.
Wir werden gemeinsam im Universitäts- und bei Bedarf im Stadtarchiv sowie in anderen Archiven arbeiten. Geplant ist ein thematischer Band, der bis Herbst 2027 fertiggestellt werden soll. Dafür werden für einzelne Themen noch Autoren gesucht – es besteht die Möglichkeit, sich an einem Schreibworkshop zu beteiligen, Aufsätze für die Publikation zu verfassen oder im Umfeld des Seminarthemas Abschlussarbeiten anzufertigen.
Gesucht werden Studierende mit Engagement und der Bereitschaft, an einem Forschungsthema und einer Publikation mitzuarbeiten!


[H Si] Westliche Korrespondenten in der Sowjetunion. Kreml-Astrologie und Zeitzeugen-Berichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Erinnerungen westlicher Korrespondenten an ihren Aufenthalt in der Sowjetunion liefern nicht nur ein Spiegelbild des Ost-West-Konflikts, sondern dienen auch als alltagsgeschichtliche Quellen. Im Hauptseminar sollen neben einer Einführung in die Geschichte des Kalten Krieges Biographien von Journalistinnen und Journalisten zur Sprache kommen. Ihre Bücher waren seinerzeit Bestseller, haben heutzutage aber nur noch einen antiquarischen Wert. – Es sei denn, Historikerinnen und Historiker entdecken sie wieder neu!
Ziel ist die eigenständige Entwicklung einer historischen Fragestellung und Konzipierung einer wissenschaftlichen Hausarbeit.

Literaturhinweise: Julia Metger: Studio Moskau. Westdeutsche Korrespondenten im Kalten Krieg. Paderborn 2016; Dina Fainberg: Cold War Correspondents. Soviet and American Reporters on the Ideological Frontlines. Baltimore 2021.


   
[O Si] Oberseminar (Osteuropäische Geschichte)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 209
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, E 209

 
[P Si] Der Untergang des Zarenreichs 1917
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Im Laufe der Februarrevolution wurde offenbar, dass Zar Nikolaus I. die Zeichen der Zeit nicht begriff. Unter dem Einfluss seiner aus dem Hause Hessen-Darmstadt stammenden Gemahlin Alexandra wollte er im Interesse seines Sohnes an der Autokratie festhalten. Weder die Liberalen noch die Sozialdemokraten zeigten sich danach imstande, ein effektives Krisenmanagement zu betreiben. Nach der Oktoberrevolution stritten die russischen Emigranten, warum das demokratische Experiment gescheitert ist. Anhand der minutiösen Erinnerungen des Sozialrevolutionärs Nikolai Suchanow und der Schriftstellerin Sinaida Gipppius können wie uns die politischen Entwicklungen und die persönlichen Wahrnehmungen vergegenwärtigen.
Die reichhaltige Quellenlage lädt zu einer historisch-kritischen Auseinandersetzung ein. Das Proseminar soll in formaler und methodischer Hinsicht dazu befähigen, eine geschichtswissenschaftliche Hausarbeit zu verfassen.

Quellen: Browder, Robert P./Alexander F. Kerensky: The Russian Provisional Government 1917. Documents. Vol. I-III. Stanford 1961; Hellmann, Manfred (Hrsg.): Die russische Revolution 1917. Von der Abdankung des Zaren bis zum Staatsstreich der Bolschewiki. 6. Aufl. München 1987.

Darstellungen: Altrichter, Helmut: Rußland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst. Paderborn 1997; Baberowski, Jörg: Die letzte Fahrt des Zaren. Als das alte Rußland unterging. München 2025; Pipes, Richard: Die Russische Revolution. Bd. 1: Der Zerfall des Zarenreiches. Bd. 2: Die Macht der Bolschewiki. Bd. 3: Rußland unter dem neuen Regime. Berlin 2002/2003.


[P Si] Die Ursprünge und die Entstehung der russischen Autokratie, 14.-18. Jh.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Heute bezeichnen westliche Experten das politische Regime in Russland unter Wladimir Putin als "autokratisch". Doch woher kommt der Begriff und wie entstand die Ideologie von der uneingeschränkten autoritären Herrschaft in der Geschichte Russlands, und welche politischen, religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen lagen der russischen Autokratie zugrunde? Das Seminar untersucht die Entstehung und Entwicklung von Herrschaftsvorstellungen in Russland vom Aufstieg Moskaus im 14. Jahrhundert bis zur Herrschaft Peters I. im frühen 18. Jahrhundert.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die politische Ordnung des Moskauer Reiches veränderte und wie die Herrschaft der Moskauer Großfürsten und Zaren legitimiert, begründet und in zeitgenössischen Quellen dargestellt wurde. Dabei werden zentrale Prozesse und Konzepte wie die Beziehung zwischen dem Moskauer Großfürstentum und den tatarischen Chanen der Goldenen Horde, die Vorstellung Moskaus als „Drittes Rom“, die Kaiserkrönung und die Terrorherrschaft Iwans des Schrecklichen, die Zeit der Wirren, die Romanow-Dynastie sowie die Reformen Peters I. behandelt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit zeitgenössischen Quellen: Chroniken, politischen Traktaten, kirchlichen Texten, Rechtsdokumenten und Berichten der ausländischen Reisenden. Die Studierenden lernen, diese Quellen kritisch zu analysieren und durch Quellenarbeit sowohl politische Praxis als auch ideologische Konzepte der Autokratie zu deuten. Ziel des Seminars ist es, die Entstehung der russischen Autokratie und ihrer ideologischen Grundlagen als Ergebnis komplexer politischer, religiöser und gesellschaftlicher Entwicklungen zu verstehen.


[P Si] Einführung in die Osteuropäische Geschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, B 033
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 033

Kommentar:

Putins Angriffskrieg auf die Ukraine wurde vom deutschen Bundeskanzler spontan als Zeitenwende bezeichnet. Inzwischen stellt sich nicht nur das Problem der Waffenlieferungen, sondern auch die Frage der Integration der Ukraine in die Strukturen des westlichen Europa. Damit steht die Osteuropaforschung vor einer neuen Herausforderung. Warum wird an deutschen Universitäten überhaupt zwischen Latein-Europa und Osteuropa unterschieden? Welche Rolle spielen Ostmitteleuropa und Südosteuropa? Das Proseminar bietet eine Orientierung über zentrale Themen und Probleme und vermittelt Grundkenntnisse zu Arbeitstechniken und Hilfsmitteln.
Als benotete Prüfungsleistung ist eine Buchbesprechung vorgesehen.
Literaturhinweise: Emeliantseva, Ekaterina/Malz, Arié/Ursprung, Daniel: Einführung in die Osteuropäische Geschichte. Stuttgart 2008; Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 1: Geschichte Ostmitteleuropas. Hrsg. v. Harald Roth. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009; Mikanowski, Jacob: Adieu Osteuropa. Kulturgeschichte einer verschwundenen Welt. Berlin 2023.


[P Si] Minderheiten in Südosteuropa und dem Osmanischen Reich/Türkei
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

[P Si] Subsistenzkrisen – Hungerjahre und Ernährungskrisen im Europa der frühen Neuzeit (1550-1850)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

Kommentar:

Versorgungskrisen, Preissteigerungen und Hungersnöte waren frühneuzeitlich weit verbreitete Phänomene. In Europa gab es insbesondere im späten 16. und im 17. sowie 18. Jahrhundert schwere Subsistenzkrisen (1571/74, 1586, 1599, 1523/25, 1635, 1689/94, 1709, 1740, 1771, 1795, 1816-1819, 1831, 1847). Erst nach 1850 bekamen die Herrschenden in Europa solche dramatischen Versorgungskrisen in den Griff.
Das Proseminar möchte sich allgemein mit den Ursachen, der Dynamik und den Quellen für solche Subsistenzkrisen beschäftigen. Schwerpunkte liegen in den Bereichen, zu denen es eine gute Forschungslage gibt: der Subsistenzkrise 1770/72, den Hungerkrisen in Preußen im frühen 19. Jahrhundert, den Schweizer Hungerkrisen und der irischen Hungersnot 1845/49. Weitere Schwerpunkte können im Seminar entwickelt werden.
Erwünscht ist ein gleichzeitiger Besuch der Vorlesung zur Klimageschichte und Interesse an den Themenfeldern Klima, Agrargeschichte, Ernährung und Kommunikation in der Frühmoderne!

Einführende Literatur

Hans-Heinrich Bass, Hungerkrisen in Preußen während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. St. Katharinen: Scripta Mercaturae, 1991.
Dominik Collet: Die doppelte Katastrophe. Klima und Kultur in der europäischen Hungerkrise 1770–1772. Göttingen 2019.
Dominik Collet, Thore Lassen, Ansgar Schanbacher (Hg.): Handeln in Hungerkrisen. Neue Perspektiven auf soziale und klimatische Vulnerabilität. Göttingen 2012.
Lothar Schilling / Regina Dauser (Hg.): Hungersnot und territoriale Vielfalt. Die Hungerkrise um 1770/72: Abläufe, Folgen, Erinnerung. Friedberg 2025.
Thore Lassen: Hungerkrisen. Genese und Bewältigung von Hunger in ausgewählten Territorien Nordwestdeutschlands 1690-1750. Göttingen 2016.
Cormac Ó Gráda: Famine: A Short History. Princeton 2009.


   
[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Grundkurs I" (A)  (AfK-Nr. 683)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, E 005
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Grundkurs I" (B) (für Muttersprachler)  (AfK-Nr. 683)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

[Spr Kurs] Bosnisch/Kroatisch/Serbisch "Landeskunde: Geschichte, Kultur, Politik"  (AfK-Nr. 691)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112

[Spr Kurs] Polnisch "Grundkurs I"  (AfK-Nr. 653)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, B 031
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031

[Spr Kurs] Russisch "Grundkurs I" (A, B)  (AfK-Nr.: 752)
Zielgruppe: Anfänger ohne Vorkenntnisse
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 08:30 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
wöchentlich Fr. 08:30 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 001

[Spr Kurs] Russisch "Grundkurs I" (C, D)  (AfK-Nr. 752)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. II G, 112
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 112


Kommentar:

Gruppe C wird von TeilnehmerInnen mit geringen Russischvorkenntnissen besucht - sowohl von NichtmuttersprachlerInnen mit Lernerfahrung Russisch in der Schule, Grundwortschatz und Basiskenntnissen der Grammatik, als auch von HerkunftssprachlerInnen mit Familiensprache Russisch und geringen Lese- und Schreibfertigkeiten.


[Spr Kurs] Tschechisch "Grundkurs I"  (AfK-Nr. 663)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, F 007
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 007

Kommentar:

Der Tschechisch-Grundkurs I ist für Studierende ohne Vorkenntnisse gedacht. In dem Kurs wird die Phonetik des Tschechischen, das Präsens und die Vergängenheit der Verben (Futur nur rudimentär), die vollständige Deklination der Substantive sowie Nominativ, Genitiv und Akkusativ der Adjektive und Possessivpronomen vorgestellt und eingeübt. Als Lehrbuch wird ein Skriptum verwendet, das kurz vor dem Semester an diejenigen verschickt wird, die in StudIP in den Kurs eingetragen sind.
Der Kurs richtet sich vorrangig an Studierende der Slavistik, kann aber von Studierenden aller Fachbereiche besucht werden. Für den Kurs gibt es 5 CP, so dass Teilnehmende mit einem Arbeitsumfang von ca. 150 Stunden rechnen sollten, 60 Stunden durch die regelmäßige Teilnahme an den Präsenzeinheiten, 90 Stunden durch Vor- und Nachbereitung der Präsenzeinheiten.
Studierende mit Vorkenntnissen sollten den Veranstaltungsleiter kontaktieren, um eine Einstufung zu ermöglichen.


 
[Ü] Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften: Theorie & Praxis / Digital Methods in the Humanities: Theory & Practice, Deutsch/Englisch
Durchführung: englisch/zweisprachig
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

[Ü] Nachhaltigkeit, Zero-Growth und Konsumkritik: Diskurse und Debatten im kapitalistischen Westen und im sozialistischen Osten nach 1945
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
Nachhaltigkeit:
SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
SDG 12.5 – Verringerung des Abfallaufkommens durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung
Die Veranstaltung thematisiert die Geschichte des Nachhaltigkeitsgedankens in der Nachkriegszeit und vergleicht Zugänge zum nachhaltigen Konsum und der Abfallbeseitigung im kapitalistischen Westen und dem sozialistischen Ostblock

[Ü] The History of Islam in Southeast Europe and Beyond
Durchführung: englisch, online, VIP
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 030
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

[Ü] Von der „Zigeunerkunde“ zum „Kronprinzenwerk“. Antiziganismus in der Habsburgermonarchie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 209
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209

Kommentar:

Die Habsburgermonarchie unterlag im Umgang mit ihren Minderheiten einem folgenschweren Dilemma. Während Österreich auf das Vielvölkerreich setzte, begriff sich Ungarn als Nationalstaat. In beiden Reichsteilen war man sich einig, dass die Moderne die Sesshaftigkeit der Bevölkerung voraussetzte. Die in diesem Zusammenhang aufblühende Ethnographie meinte mit dem Hinweis auf die sogenannten „Wanderzigeuner“ so etwas wie die letzten Mohikaner präsentieren zu müssen. Ungeachtet der Tatsachen, dass die Ergebnisse der Volkszählungen diesen Sachverhalt ins Reich der Mythen zu verbannen imstande sind, war es nur ein Schritt von der Stigmatisierung zur Diskriminierung. In der Übung wollen wir aus der Perspektive der Antiziganismusforschung die Aussagen zeitgenössischer Publikationen dekonstruieren und prüfen, ob die damalige „teilnehmende Beobachtung“ für die Geschichte von Roma und Sinti von Relevanz ist. Der Leistungsnachweis soll in Form eines Quellenkommentars erbracht werden.

Quellen: „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild”. Aus dem ‘Kronprinzenwerk’ des Erzherzog Rudolf. Ausgewählt von Christiane Zintzen. Köln/Weimar 1999; Siebenbürgen in Wort und Bild. Vollständiger Nachdruck von „Die Österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“, Band 23 (Ungarn, Band VI), Wien 1902. Mit einer Einführung von Krista Zach. Köln/Weimar/Wien 2004; Wlislocki, Heinrich von: Zur Ethnographie der Zigeuner in Südosteuropa. Tsiganologische Aufsätze und Briefe aus dem Zeitraum 1880-1905. Hrsg. v. Joachim S. Hohmann. Frankfurt am Main u.a. 1994.
Darstellungen: Bogdal, Klaus-Michael: Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung. Berlin 2011; Göderle, Wolfgang: Zensus und Ethnizität. Zur Herstellung von Wissen über soziale Wirklichkeiten im Habsburgerreich zwischen 1848 und 1910. Göttingen: Wallstein 2016; Ruch, Martin: Zur Wissenschaftsgeschichte der deutschsprachigen „Zigeunerforschung“ von den Anfängen bis 1900. Phil. Diss. Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg i.Br. 1986; Wippermann, Wolfgang: Niemand ist ein Zigeuner. Zur Ächtung eines europäischen Vorurteils. Hamburg 2015.


 
[Vl] Das Wetter in Zeiten des Mangels. Eine europäische Klimageschichte der frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal)

Kommentar:

Die aktuelle Klimaerwärmung und die damit verbundenen politischen Diskussionen fordern einen Blick auf die Forschungen zur historischen Klimageschichte. Die Vorlesung möchte dies für den Zeitraum zwischen spätem 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (Tambora-Ereignis) mit Schwerpunkt Europa leisten. Die interdisziplinäre Forschung (Geschichte, Atmosphärenwissenschaften in Geographie und Physik) hat hier erhebliche Evidenz geschaffen und ermöglicht einen interdisziplinären Rundblick.
In der Vorlesung sollen auf der Basis dieser Ergebnisse die harten Fakten der historischen Klimaforschung vorgestellt und mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen korreliert werden. Der geographische Schwerpunkt liegt auf Europa, neben französischen, britischen und deutschen Befunden finden auch Skandinavien, die Ostseeregion, Polen-Litauen, die Ukraine und Russland sowie das Osmanische Reich größere Berücksichtigung. Gefragt wird, was Klimaverschiebungen für Agrargeschichte (Subsistenzkrisen) und Kommunikation (Zufrieren Flüsse und Meere, Transportmöglichkeiten) bedeuten. Weiterhin werden geographische Ausflüge nach Indonesien, Indien und Nordamerika unternommen, ohne das eine vollständige globale Betrachtung intendiert wird. Diskutiert werden vielfach verwendete Begriffe wie „Mittelalterliche Warmzeit“ und „Kleine Eiszeit“, der manchmal dominante Katastrophismus in der Klimageschichte wird als Problem benannt, Lösungsansätze skizziert.
Die Vorlesung erfordert keine vertieften Vorkenntnisse. Sie richtet sich an alle an frühmoderner Klimageschichte Interessierten und soll eine Basis für eine die Klimaentwicklungen berücksichtigende moderne Struktur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Europas legen.

Lektüreempfehlungen zur Einführung

Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung. 6., durchgesehene Auflage. München 2022.
Dominik Collet (ed.): Nordic Climate Histories. Impacts, Pathways, Narratives (ed. Dominik Collet with Ingar Mørkestøl Gundersen, Heli Huhtamaa, Fredrik Charpentier Ljungqvist, Astrid Ogilvie, Sam White). Winwick (UK) 2025 [open access].
Christian Pfister, Heinz Wanner: Klima und Gesellschaft in Europa. Die letzten tausend Jahre. Bern 2021.
Sam White, Christian Pfister, Franz Mauelshagen (Hg.): The Palgrave Handbook of Climate History. London 2018.


[Vl] Südosteuropa und der 1. Weltkrieg
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

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