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Sie sind hier: StartFachbereich 03: Sozial- und KulturwissenschaftenBachelorstudiengänge Musikpädagogik und MusikwissenschaftModul 12: Systematische Musikpädagogik III (03 BA Mus 12)
Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 12: Systematische Musikpädagogik III (03 BA Mus 12)

Veranstaltungen

Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Musikgeschmack und Musikpräferenzen / Musikalisches Lernen und Lehren / Medienpädagogik (LV 1 und LV 2).

   

[P Si] Musikgeschmack und Musikpräferenzen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. II D, 08
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 08

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, PV/WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem


Kommentar:

Zum Thema: Menschen fühlen sich zu mancher Musik hingezogen, andere lehnen sie dagegen heftig ab oder sie ist ihnen gleichgültig oder sogar peinlich. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann solche musikbezogenen Urteile und hieraus resultierende Verhaltensweisen bedingen. Das Seminar bietet Einblicke in forschungsmethodische Herangehensweisen, entwicklungstypische Beobachtungen (›Offenohrigkeit‹, ›Song-specific age‹) sowie psycho-biologische Erklärungsansätze für Musikurteilsunterschiede und Ablehnungen. Ferner werden soziologische Erklärungsansätze diskutiert (Geschmacksdichotomien, ›Allesfresser-Hypothese‹) und Merkmale des Rezipienten (Persönlichkeit, Gender) in Betracht gezogen. Mögliche Manipulationen von Musikurteilen durch spezifische Kontexte und die Wertevermittlung im Musikunterricht bilden den thematischen Abschluss.

Literatur: Ackermann, T.-I. (2019). Disliked Music. Merkmale, Gründe und Funktionen abgelehnter Musik. Kassel; Auhagen, W./Bullerjahn, C./von Georgi, R. (Hg.) (2014). Musikpsychologie – Offenohrigkeit. Ein Postulat im Focus (= Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie Bd. 24). Göttingen u.a.; Bauernfeind, A.: Wandel des Musikgeschmacks in der Gesellschaft: Der neue kulturästhetische Code der Allesfresser. Saarbrücken 2008; Berli, O. (2014). Grenzenlos guter Geschmack. Die feinen Unterschiede des Musikhörens. Bielefeld; Bunte, N. (2017). Die Entwicklung musikalischer Konzepte im Grundschulalter und ihre Bedeutung für kindliche Musikpräferenzen. Diss. Universität Bremen; Cohrdes, C. (2014). Auf der Suche nach optimaler Distinktheit. Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images. Berlin; Ginocchio, J. (2008). Music Style Preference: A Ranking of Musical Styles and Comparison by Age; Gender; Music Training; and Rural, Suburban, or Urban Upbringing. Saarbrücken; Greasley, A./Lamont, A. (2018). Musical preferences. In S. Hallam, I. Cross/M. Thaut (Hg.), The Oxford Handbook of Music Psychology (2nd Edition, pp. 263–281). Oxford; Legrand, R. (2018). Geschmack im Musikunterricht: Das strukturelle Selbstverständnis der Musikpädagogik zwischen Wertevermittlung und Wissenschaftlichkeit. Wiesbaden; Maurer, C./Maurer, D. (2019). Pretty Ugly. Why We Like Some Songs, Faces, Foods, Plays, Pictures, Poems, Etc., and Dislike Others. Newcastle upon Tyne; Meißner, S. (2012). Widersprüchliche Wahrheiten. Warum sich über Musikgeschmack nicht streiten lässt – und wie wir es trotzdem tun. Eine gesprächsanalytische Studie. Shaker; Parzer, M. (2011). Der gute Musikgeschmack: Zur sozialen Praxis ästhetischer Bewertung in der Popularkultur. Frankfurt u.a.; Schäfer, T./Sedlmeier, P. (2018). Musik im Alltag: Wirkungen, Funktionen und Präferenzen. In A. Lehmann/R. Kopiez (Hg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 247–272). Bern; Schwarz, M. (Hg.) (2021). Das verdächtig Populäre in der Musik. Warum wir mögen, wofür wir uns schämen. Wiesbaden.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und L3-Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Metaanalyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die empirische Projektarbeit eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2015) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


[H Si] Publikumsforschung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. II D, 07
nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen:
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  L2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  ATW Ba, WPV, HS  |  ATW Ma, WPV, HS  |  LAS-BA, PDK, ab 3. Sem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, HS

Kommentar:

Zum Thema: Musikpublika gibt es bei öffentlichen Live-Musikaufführungen, Übertragungen solcher Musikdarbietungen und spezieller musikspezifischer Medienformate im Radio, Fernsehen bzw. Kino sowie bei öffentlich zugänglich geposteten bzw. live-gestreamten Musikvideos auf Videoportalen. Dem Publikum ist es immer in einem gewissen Ausmaß erlaubt, öffentlich Zustimmung oder Missfallen zu äußern, obwohl im Laufe der Geschichte sich die Rezeptionshaltungen gewandelt haben. Publika können heutzutage beispielsweise über Fragebögen, Interviews, Softwareapplikationen, physiologischen Messungen, Videoanalysen sowie Trafficanalysen erforscht werden, was im Zuge von organisatorischen und ökonomischen Erwägungen immer größere Bedeutung auch in musikbezogenen Berufen gewinnt. Diverse Konzert- und Musiktheatertypen sowie die Wechselwirkung zwischen den für bestimmte Musikstile und Musikgattungen spezifischen Bauwerken, den Ausführenden und dem Publikum werden Berücksichtigung finden. Die Einladung von Gastreferenten sowie der Besuch von mindestens zwei Veranstaltungen (Exkursionen) sind geplant.

Literatur: Adelman-Larsen, N.W.: Rock and Pop Venues. Acoustic and Architectural Design. 2. Auflage. Cham 2021; Auslander, P.: In Concert. Performing Musical Persona. Ann Arbor 2021; Auslander, P.: Liveness. Performance in a Mediatized Culture. 3. Auflage. Abingdon/New York 2023; Barker, M.: Live To Your Local Cinema: The Remarkable Rise of Livecasting. Basingstoke 2013; Beranek, L.L.: Concert Halls and Opera Houses. Music, Acoustics, and Architecture. New York 2004; Burland, K./Pitts, S. (Hg.) (2014). Coughing and Clapping: Investigating Audience Experience. Farnham/Burlington 2014; Glogner-Pilz, P./Föhl, P.S. (Hg.): Handbuch Kulturpublikum. Forschungsfragen und -befunde. Wiesbaden 2016; Harsløf, O.: The Great Festival. A Theoretical Performance Narrative of Antiquity’s Feasts and the Modern Rock Festival. Abingdon/New York 2020; Heinen, A.: Wer will das noch hören? Besucherstrukturen bei niedersächsischen Sinfonieorchestern. Wiesbaden 2013; Herzberg, M.: Musik und Aufmerksamkeit im Internet. Musiker im Wettstreit um Publikum bei YouTube, Facebook & Co. Marburg 2012; Holt, F.: Everyone loves live music. A theory of performance institutions. Chicago 2020; Kronenburg, R.: This Must Be The Place. An Architectural History of Popular Music Performance Venues. New York/London 2019; Kuchar, R.: Musikclubs zwischen Szene, Stadt und Music Industries. Autonomie, Vereinnahmung, Abhängigkeit. Wiesbaden 2020; Lutz, M.: Besucherbindung im Opernbetrieb. Theoretische Grundlagen, empirische Untersuchungen und praktische Implikationen. Wiesbaden 2013; Müller, S.O.: Das Publikum macht die Musik. Musikleben in Berlin, London und Wien im 19. Jahrhundert. Göttingen 2014; Reuband, K.-H. (Hg.): Oper, Publikum und Gesellschaft. Wiesbaden 2018; Rüdiger, W. (Hg.): Musikvermittlung – wozu? Umrisse und Perspektiven eines jungen Arbeitsfeldes. Mainz 2015; Salmen, W.: Das Konzert. Eine Kulturgeschichte. München 1988; Schwab, H. W.: Konzert. Öffentliche Musikdarbietung vom 17.–19. Jahrhundert. Leipzig 1980; Theede, M.: Management und Marketing von Konzerthäusern. Die Bedeutung des innovativen Faktors. Frankfurt am Main 2007; Thorau, C./Ziemer, H. (Hg.): The Oxford Handbook of Music Listening in the 19th and 20th Centuries. New York 2019; Tröndle, M. (Hg.): Classical Concert Studies. A Companion to Contemporary Research and Performance. New York/Abingdon 2021; Tsioulakis, I./Hytöen-Ng, E. (Hg.): Musicians and their Audiences. Performance, speech and mediation. Abingdon/New York 2017; Walmsley, B.: Audience Engagement in the Performing Arts. A Critical Analysis. Cham 2019; Wimmer, C.: Musikvermittlung im Kontext: Impulse – Strategien – Berufsfelder. Regensburg: ConBrio 2010.

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Bachelor- und Lehramtsstudierende (L2 u. L5): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit; Leistungsschein bei zusätzlichem Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit; Anforderungen für Master- und Lehramtsstudierende (L3): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und Kurzreferat mit Thesenpapier, Leistungsschein bei zusätzlicher empirischer Projektarbeit oder Review (Meta-Analyse) mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das Kurzreferat bzw. die schriftliche Ausarbeitung mindestens eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2010) sein.

Teilnahmevoraussetzungen: keine


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de