Fachbereich 05: Sprache, Literatur, Kultur - Romanistik - Bachelor of Arts (Studienbeginn bis Sommersemester 2020)
Veranstaltungen
Der Fachbereich macht die Teilnahme an den Veranstaltungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für Lehramtsstudiengänge anmeldepflichtig. Allgemeine Informationen zum Anmeldeverfahren erhalten Sie unter https://flexnow.uni-giessen.de/.
Galloromanistik/Französisch ⇑
(05-ROM-B-SprPrF-1) Modul Frz. Sprachpraxis I ⇑
(05-ROM-B-SprF-1) Modul Frz. Sprachwissenschaft I ⇑
A2 Überblicksvorlesung
[Vl] Die französische Sprache
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
Die Vorlesung führt nach einem kurzen sprachgeschichtlichen Überblick in die wichtigsten Teilbereiche der französischen Sprachwissenschaft (=Linguistik) ein und vermittelt die Grundlagen für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Französischen. Zentrale Gegenstände sind die Phonetik/Phonologie, die Morphologie, die Lexikologie, die Syntax, die linguistische Pragmatik, die Text- und Medienlinguistik, die Varietätenlinguistik sowie die Soziolinguistik. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht allein auf das Französische in Frankreich, sonders ersteckt sich auch auf die weltweite Frankophonie.
Damit zielt die Veranstaltung zum einen auf die Vermittlung eines umfassenden historisch und theoretisch fundierten Verständnisses der sprachlichen Strukturen des Französischen. Zum anderen geht es um die Entwicklung einer Perspektive, aus der die Einbindung dieser Sprache in kulturelle, gesellschaftliche und politische Prozesse sichtbar wird.
A3 Proseminar
[Ü] Aktuelle Fragen der kulturwissenschaftlichen Linguistik
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
Die Lehrveranstaltung setzt an der Selbstverständlichkeit an, dass Sprache ein kulturelles Phänomen ist. In der Beschäftigung mit der Frage, worin die Kulturalität von Sprache genau liegt, gibt es in der Linguistik verschiedene Ansätze, die von einer Behandlung als "sprachexterne" Größe bis hin zu einer stärkeren Integration sprach- und kulturtheoretischer Reflexion reichen. Wir werden u.a. mit den Konzepten der Diskurstradition und der Transkulturalität arbeiten. Ausgehend von der Linguistik und im engen Dialog
mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lassen sich damit auch Türen zur Beschäftigung mit interkultureller Kommunikation in Gesellschaft und Wirtschaft öffnen, die ohne eine Aufmerksamkeit für den kulturellen Wert von Sprache(n) nicht gesehen werden. Dies werden wir anhand konkreter Fallstudien üben, an deren Auswahl die Studierenden entsprechend ihrer eigenen Interessen mitwirken. Studierende des ICB finden hier Wege zu einer inhaltlichen Verbindung ihrer Fächer, die über die Beschäftigung mit der Fachsprache der Wirtschaft weit hinausgeht.
[Ü] Sprachliche Ungerechtigkeiten in frankophonen Kontexten
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 110a | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110a | ||
Sprachliche Unterschiede in Kontexten der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit werden in der sprachwissenschaftlichen Tradition nicht selten als rein funktional und politisch neutral beschrieben. Dass aber eine Sprache wie das Französische kein neutrales Kommunikationsmittel ist und sprachliche Diversität oft auch im Zentrum gesellschaftlicher Konflikte und Ungerechtigkeiten steht, gerät dabei leicht aus dem Blick. Der Kurs soll für solche Umstände sensibilisieren und behandelt das Französische als eine ungleich verteilte Ressource, um die seine Sprecherinnen und Sprecher in ihren kommunikativen und gesellschaftlichen Strategien in mehrsprachigen Kontexten ringen. Als konzeptioneller Schlüssel für solche Phänomene dient der im Minderheitenkontext Frankreichs entwickelte Ansatz der Glottopolitik (glottopolitique), der ein breites Spektrum der Auseinandersetzung mit sprachlichen Ungerechtigkeiten "von oben" und "von unten" umfasst und damit auch Widerstand gegen sprachliche Ungerechtigkeiten im Bereich der Zivilgesellschaft erfassbar macht. Im weitesten Sinne geht es damit um den Anteil von Sprache und Kommunikation an gesellschaftlicher Teilhabe. Wir werden mit interessanten Fallbeispielen aus verschiedenen kommunikativen Bereichen in der weitweiten und durch postkoloniale Verhältnisse
geprägten Frankophonie arbeiten. Eine aktive Mitsprache der Studierenden bei der Auswahl der Schwerpunkte ist ausdrücklich erwünscht.
(05-ROM-B-LitF-1) Modul Frz. Literaturwissenschaft I (Hauptfachmodul) ⇑
(05-ROM-B-NF-LitF-1) Modul Frz. Literaturwissenschaft I (Nebenfachmodul) ⇑
A1 Überblicksvorlesung
[Vl] Schlüsseltexte des Realismus
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
In diesem Kurs werden Schlüsseltexte der europäischen Literaturen unter der Frage diskutiert, wie sie Wohnformen in den Blick rücken. Welche Formen des Zusammenlebens werden hier entworfen, welche Rolle spielt das Verhältnis von Mensch und Natur, wie werden drängende ökologische Fragen inszeniert. Der Vergleich von Hütten, Blockhäusern und anderen Formen enger Behausungen ermöglicht die Analyse eines breiten Spektrums an kulturellen Vorstellungen von Wohnformen. Das Seminar, das einen Workshop inkludiert, kartiert die Bandbreite und Vielfalt von Hüttenkonstellationen entlang kultureller, ökologischer, politischer, historischer und sozio-ökonomischer Linien. Unser besonderes Interesse gilt den utopischen und dystopischen Auswirkungen von Hüttenvorstellungen in Literatur, Film und anderen Medien, die von der Hoffnung auf ökologisches Gleichgewicht und Selbstversorgung bis hin zu den Schrecken gesellschaftlicher Ablehnung und gewaltsamer Isolation reichen. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Hütten und ähnliche „nischenähnliche“ Wohnformen zu ökokritischen Formen des Schreibens beitragen.
A2 Proseminar
[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital | ||
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.
[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)
Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).
Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.
A3 Sprachkurs
(05-ROM-B-LKKultF-1) Modul Landeskunde/Kulturwissenschaft I ⇑
A2 Proseminar
[Ü] Erzählen in unterschiedlichen Medien - Schreibwerkstatt mit der Autorin Nirina Ralantoaritsimba
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr | digital | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: digital | ||
Der Kurs rückt den Prozess des Schreibens in den Fokus: Ausgehend von einer Reflexion und Rekonstruktion der Studierenden zu ihren ersten eigenen Erfahrungen des Produzierens und Rezipierens von Texten werden sie in verschiedenen Schritten an den Prozess des eigenständigen (kreativen) Schreibens von Kurzgeschichten herangeführt. Theoretisch-methodisch ist der Kurs auf die Textsorte der Kurzgeschichte ausgerichtet – praktischer Input, Tipps und Erfahrungen werden von der französischen Autorin Dr. Nirina Ralantoaritsimba ergänzt und von der Seminarleiterin literaturwissenschaftlich eingeordnet. Beide nehmen die Studierenden mit in den Entstehungsprozess ihrer eigenen Texte und in die Frage der Reflexion narrativer Mittel und begleiten das Schreiben der Studierenden in einem interdisziplinären Dialog von Praxis und theoretischer Reflexion, wobei die Freude über die kreative Schreibarbeit im Vordergrund steht. Gleichzeitig wird derart eine Sensibilisierung für literarische Formen und Grundlagen der Erzählliteratur spielerisch vermittelt.
[Si] Kinderliteratur: Ein Spiegel gesellschaftlicher Diskurse?
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 002b | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 002b | ||
Kinderbüchern kommt eine zentrale Bedeutung zu, wenn es darum geht, wie Kinder sich selbst, die Welt und andere sehen: "Bücher vermitteln immer auch soziales Wissen – über die Funktionsweise dieser Gesellschaft, über Normen und Selbstverständlichkeiten, über das Verständnis von Zugehörigkeiten und Hierarchien. Bücher können gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren, Stereotype fortschreiben, aber diese auch irritieren bzw. aufbrechen. Dabei vermitteln sie diese Botschaften oftmals bewusst, transportieren das gesellschaftliche Wissen aber manchmal auch eher beiläufig – über das Auslassen von bestimmten Lebensrealitäten, über die Auswahl der Held*innen und Hintergrundfiguren und über die Vorstellung und Einbettung verschiedener Lebensrealitäten. Nicht zuletzt werden diese Botschaften auch über die Illustrationen vermittelt, denen gerade in Bilderbüchern eine zentrale und eigenständige Bedeutung zukommt." (Schulze 2023, S. 8)
Davon ausgehend lässt sich die Frage aufwerfen, inwiefern in Kinderliteratur die Heterogenität des heutigen (kindlichen) Lebens repräsentiert ist und sie somit als Spiegel gesellschaftlicher Diskurse fungieren – bezogen z.B. auf ökonomische Vielfalt, vielfältige Familienkonstellationen, Mehrsprachigkeit, Stadt- vs. Landleben etc., d.h. auf gesellschaftliche Veränderungen, die auf die gesellschaftlichen Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind (vgl. ebd., S. 7).
Dieser übergeordneten Frage widmet sich das Seminar anhand exemplarisch ausgewählter Bilder-/Kinderbücher und richtet dabei eine vergleichende Perspektive auf die französisch-, deutsch- und englischsprachige Kinderliteratur. Zudem spielen auch Fragen nach einem u.a. KI-bedingten Wandel in der Kinderliteratur eine zentrale Rolle.
[Si] Kulturen des Wandels und der Transformation - Literarische Texte neu lesen
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
Lesekompetenzen werden in einer Welt von Polykrisen immer wichtiger. Gleichzeitig ändert sich auch die Art, wie wir lesen, ständig. In dem Kurs wird es darum gehen, zentrale Texte der Weltliteratur neu und wieder zu lesen und dabei gleichzeitig nach unterschiedlichen Modi des Lesens und Stärken der Literatur als „Weltbild-Maschine“ (Nünning), als Experiment (Elgin) und als Quelle der Resilienz in den Blick zu rücken.
(05-ROM-B-SprPrF-2) Modul Frz. Sprachpraxis II - Hauptfachmodul ⇑
(05-ROM-B-SprFE) Modul Sprachwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-LitFE) Modul Literaturwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-LKKultFE) Modul Landeskunde/Kulturwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-SprPrFE) Modul Sprachpraxis (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-SprF-2) Modul Frz. Sprachwissenschaft II ⇑
(05-ROM-B-LitF-2) Modul Frz. Literaturwissenschaft II ⇑
(05-ROM-B-LKKultF-2) Modul Landeskunde/Kulturwissenschaft II ⇑
Hispanistik/Spanisch ⇑
(05-ROM-B-SprPrS-1) Modul Sp. Sprachpraxis I ⇑
(05-ROM-B-SprS-1) Modul Sp. Sprachwissenschaft I ⇑
A2 Vorlesung
[Vl] Spanische und portugiesische Sprache
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||
Die Vorlesung bietet eine Einführung in zentrale Gegenstände und Methoden der spanischen und portugiesischen Sprachwissenschaft. Ausgehend von den Sprachräumen und der Geschichte beider Sprachen werden die Kernbereiche der Sprachstruktur behandelt: Phonetik und Phonologie, Morphologie, Syntax sowie Semantik und Pragmatik. Hinzu kommen Sitzungen zu Varietäten, Sprachkontakt und Sprachgeschichte.
Zwei Leitperspektiven durchziehen dabei die gesamte Vorlesung: Sprache wird als grundlegend multimodales Phänomen verstanden – Gesten sind kein Beiwerk, sondern immanenter Bestandteil sprachlichen Handelns auf allen Beschreibungsebenen. Zugleich wird eine kritisch-soziolinguistische Haltung eingenommen: Sprache ist nie neutral, sondern stets eingebettet in gesellschaftliche Verhältnisse und Ideologien. Beide Perspektiven werden in eigenen Sitzungen entfaltet, begleiten aber ebenso die Auseinandersetzung mit den strukturlinguistischen Grundlagen.
Die Übung vertieft die strukturlinguistischen Inhalte der Vorlesung; ein Tutorium bietet Raum zur Nachbereitung und Klausurvorbereitung.
A3 Proseminar
[Si] Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)
| regelmäßiger Termin ab 13.04.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. II G, 110e | |
| nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 110e | ||

SDG 10.2 – Alle Menschen zu Selbstbestimmung befähigen und soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
Das Seminar untersucht Mehrsprachigkeit in der deutschen Migrationsgesellschaft aus einer kritischen, sprachübergreifenden Perspektive. Dabei wird ein gängiger Widerspruch im öffentlichen und institutionellen Diskurs zum Ausgangspunkt genommen: Während Mehrsprachigkeit auf der einen Seite als Schlüsselkompetenz einer globalisierten Welt gefeiert wird, erfahren migrationsbedingt mehrsprachige Sprecher*innen – insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und zugewanderte Fachkräfte – nach wie vor strukturelle Benachteiligung, Defizitzuschreibungen und sprachliche Ausgrenzung. Das Seminar fragt gezielt danach, wessen Mehrsprachigkeit gesellschaftlich valorisiert wird und wessen nicht, und welche Rolle dabei institutionelle Kontexte wie Kindergarten, Schule und Arbeitsmarkt spielen.
Auf der Grundlage aktueller Ansätze der Mehrsprachigkeitsforschung und Migrationslinguistik – u. a. Translanguaging, Sprachideologieforschung und das Konzept der legitimen Sprache (Bourdieu) – werden romanischsprachige Migrationsgemeinschaften (spanisch-, portugiesisch- und französischsprachig) in Deutschland exemplarisch in den Blick genommen. Leitfragen sind dabei unter anderem: Unter welchen Bedingungen wird die Herkunftssprache zur Ressource, und wann wird sie zum Stigma? Wie reproduzieren Bildungseinrichtungen monolinguale Normen, und welche Folgen hat dies für den Bildungserfolg mehrsprachiger Kinder? Wie erleben zugewanderte Fachkräfte die sprachlichen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts, und inwiefern wirken diese als Barriere jenseits fachlicher Qualifikation?
Das Seminar ist als forschungsorientierte Lehrveranstaltung konzipiert: Die Teilnehmenden entwickeln in der ersten Semesterhälfte auf Basis der theoretischen und methodischen Grundlagen ein eigenes empirisches Forschungsprojekt (z. B. leitfadengestützte Interviews, Sprachbiographien, ethnographische Fallstudien, Diskursanalysen). In der zweiten Semesterhälfte werden die Projekte durchgeführt, im Plenum diskutiert und zu einem publikationsfähigen Beitrag ausgearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse als Sammelband oder in Form von Einzelbeiträgen in einer einschlägigen Fachzeitschrift.
(05-ROM-B-LitS-1) Modul Sp. Literaturwissenschaft I (Hauptfachmodul) ⇑
(05-ROM-B-NF-LitS-1) Modul Sp. Literaturwissenschaft I (Nebenfachmodul) ⇑
A 2 Überblicksvorlesung
[Vl] Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. II G, 119 | |
| nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. II G, 119 | ||
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen literarischen Schaffens in spanischer Sprache auf beiden Seiten des Atlantiks. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Werke gerichtet, in denen Autorinnen und Autoren ihre Umwelt und die Begegnungen mit anderen Kulturen in ihren Texten verarbeiten, so etwa ab 1492 diejenigen zur Entdeckung und Eroberung Amerikas, interkulturelle Begegnungen, Wahrnehmung des Fremden und Konflikte. Einführende Literatur: Stenzel, Einführung in die spanische Literaturwissenschaft (2010), Kapitel zur Literaturgeschichte; Neuschäfer et al., Spanische Literaturgeschichte (2011); Rösser, Lateinamerikanische Literaturgeschichte (2024).
(05-ROM-B-LKKultS-1) Modul Sp. Landeskunde/Kulturwissenschaft I ⇑
(05-ROM-B-SprPrS-2) Modul Sp. Sprachpraxis II - Hauptfachmodul ⇑
(05-ROM-B-SprSE) Modul Sprachwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-LitSE) Modul Literaturwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-LKKultSE) Modul Landeskunde/Kulturwissenschaft (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-SprPrSE) Modul Sprachpraxis (Auslandssemester) ⇑
(05-ROM-B-SprS-2) Modul Sp. Sprachwissenschaft II ⇑
(05-ROM-B-LitS-2) Modul Sp. Literaturwissenschaft II ⇑
(05-ROM-B-LKKultS-2) Modul Landeskunde/Kulturwissenschaft II ⇑
Lusitanistik/Portugiesisch ⇑
(05-ROM-B-SprPrP) Modul Port. Sprachpraxis ⇑
(05-ROM-B-SprP) Modul Port. Sprachwissenschaft ⇑
(05-ROM-B-LitP) Modul Port. Literaturwissenschaft ⇑
(05-ROM-B-LKP) Modul Port. Landeskunde ⇑
Fachdidaktik ⇑
(05-ROM-B-FDR-1) Modul Fachdidaktik I ⇑
(05-ROM-B-PrakR) Praktikumsmodul (Fachdidaktik II) ⇑
(05-ROM-B-FDRE) Modul Fachdidaktik III (Auslandssemester) ⇑
Die Veranstaltungen werden während des Auslandssemesters an der Gasthochschule besucht.


