Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Fachjournalistik Geschichte
Veranstaltungen
Exkursion mit Seminar ⇑
[Ex Sem] Berlin als Medienstadt
Wir fahren von Mittwoch, den 3. bis Freitag, den 5. Juni nach Berlin, wo wir verschiedene Presse-, Radio- und Fernsehredaktionen besuchen werden. Wir werden diese Besuche gründlich vor- und nachbereiten, um gezielt fragen und gut informiert mit unseren Gastgeber:innen diskutieren zu können. Ein erster (verbindlicher) Planungstermin wird am Mittwoch, den 15.4. um 12:15 Uhr in C 214 stattfinden. Dort werden wir dann Konkreteres zum Programm bekannt geben können. Wir haben eine finanzielle Unterstützung für diese Exkursion eingeworben, die aber nicht sämtliche Ausgaben deckt. Die gemeinsame Hinfahrt mit der Bahn und die Übernachtungen im Hostel bezahlt die Uni, Ihre Rückfahrt buchen und bezahlen Sie selbst. Es besteht damit zugleich die Möglichkeit, am Wochenende noch ein eigenes Berlin-Programm anzuhängen.
Hauptseminar ⇑
Oberseminar ⇑
[O Si] Oberseminar zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Oberseminar diskutieren wir jede Woche ein aktuelles Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Semester stellen wieder Gießener Historiker:innen und Gäste von anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Forschungsfragen, Quellen, methodischen Ansätze und Befunde vor. Die Veranstaltung bietet damit die Möglichkeit, sich über Themen und Trends der historischen Forschung auch jenseits der JLU zu informieren und zugleich das Präsentieren, Fragen und Diskutieren einzuüben. Studierende und Promovierende sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.
Proseminar ⇑
[P Si] Gegenöffentlichkeit, Graswurzeln, Widerstand. Alternativmedien 1968-1989 und ihr Echo heute
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Mit den Studentenprotesten von 1968 und in den Jahren danach entstanden zahlreiche Medien, die sich selbst als alternativ positionierten. Sie wollten anders arbeiten, andere Nachrichten machen und eine andere Sicht auf die Welt entwickeln. Mit Plakaten, Flugblättern, Stadtzeitungen, Magazinen und Tageszeitungen wuchs eine Medienlandschaft, die sich bewusst gegen den „Mainstream“ stellte. Dieses Proseminar erkundet, wie Alternativmedien zwischen 1968 und 1989 Gegenöffentlichkeiten ausbildeten, Konflikte zuspitzten, andere Weltsichten eröffneten und politische Bewegungen organisierten. Wir rekonstruieren Produktionsbedingungen, Vertriebsnetze und politische Milieus – und schauen zugleich auf die immanenten Grenzen: Szene‑Binnenkommunikation, informelle Hierarchien, Streit um Professionalisierung, ökonomische Zwänge und staatliche Beobachtung. Warum verschwanden viele Projekte, warum entpolitisierten sich andere? Anhand ausgewählter Printquellen und zeitgenössischer Kritik diskutieren wir Aufstieg und Niedergang dieser Gegenöffentlichkeit und fragen in Ausblicken nach den alternativen Medien heute.
Einführende Literatur: Luis Paulitsch: Alternative Medien. Definition, Geschichte und Bedeutung. Wiesbaden 2025.
[P Si] Mediengeschichte der Abtreibung
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 030 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Bis dato verbietet der Paragraf 218 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) einen Schwangerschaftsabbruch. Nur unter bestimmten Bedingungen (Fristenregelung, Beratungspflicht, Bedenkzeit) bzw. aufgrund medizinischer oder kriminologischer Indikation wird eine Abtreibung strafrechtlich nicht verfolgt. Der letzte Reformversuch von §218 mit dem Ziel, Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches zu regeln, scheiterte Anfang 2025. Dabei ist der Paragraf über 150 Jahre alt und genauso alt sind die oftmals erbittert geführten, gesellschaftlichen Debatten rund um Abtreibung. Mit ihnen wurde und wird verhandelt, ob und zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft das Recht des (ungeborenen) Kindes oder das Recht der Frau auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper höher zu werten sei. Doch ging und geht es dabei nicht nur um moralische Aspekte. Schließlich gerieten Schwangerschaftsabbrüche im ausgehenden 19. Jahrhundert ins Visier medizinischer und staatlicher Instanzen, die sich im Sinne moderner Bevölkerungspolitik für Geburtenentwicklungen zu interessieren begannen. Und auch die beiden Weltkriege, in denen der Bedarf nach „Menschenmaterial“ erheblich stieg, erhöhten die politische Brisanz des Themas. Während sich konservative Politiker:innen und Ärzt:innen sowie die Kirchen üblicherweise für den §218 aussprachen, votierten die Vertreter:innen der Frauenbewegung und des politisch linken Spektrums für seine Reform. Um ihre Argumente ins Feld zu führen, bedienten sich die verschiedenen Akteur:innen auch der (Massen-)Medien. Sie stehen im Zentrum dieses Proseminars, das sich dem Thema Abtreibung aus einer medienhistorischen Perspektive widmet. Es vermittelt die Grundlagen geschichtswissenschaftlichen Arbeitens, wobei die Studierenden historische Medienprodukte (Zeitungsartikel, Flugblätter, Broschüren, Plakate, Filme) recherchieren und befragen lernen, um sie als Quellen für eine (Medien-)Geschichte der Abtreibung nutzbar zu machen.
Seminar ⇑
[Si] Lektüre-Seminar
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Kerngedanke dieses Seminartyps ist es, einmal eine ganze (mediengeschichtliche) Monographie von vorne bis hinten gemeinsam zu lesen und Abschnitt für Abschnitt zu diskutieren. Längst nicht alle Monographien eignen sich dafür. Die meisten sind so speziell angelegt, dass sie nur solche Lerser:innen finden, die selbst zu dem gleichen oder einem verwandten Thema arbeiten, und auch die lesen womöglich nur ausgewählte Kapitel. Das Buch des Historikers Axel Doßmann und der Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener “Fabriakation eines Verbrechers. Der Kriminalfall Bruno Lüdke als Mediengeschichte” aus dem Jahr 2018 beschäftigt sich zwar auch mit einer Fallstudie, eben dem medialen Umgang mit einem angeblichen Verbrecher in der Zeit des Nationalsozialismus. Aber die beiden legen ihr Buch ausdrücklich als ein mediengeschichtliches Handbuch an, wollen an ihrem Fallbeispiel vorführen, welche medienanalytischen Wege zu beschreiten sind, welche Quellen es alles gibt, an die was für Fragen gestellt werden sollten, und wie sich diese - zum Beispiel – beantworten ließen. Noch dazu ist ihr Buch sehr bewusst und durchgehend selbstreflektiert gestaltet, was Abbildungen und Layout anbelangt. Es lädt höchst anschaulich zum Mit- und Weiterdenken ein. Und genau das wollen wir in diesem Seminar gemeinsam unternehmen. (Es gibt das Buch für 7,50 € in etwas schlichterer Aufmachung bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Anschaffung lohnt sich, denn Sie werden sicher später noch häufiger darin nachschlagen wollen, wie eine vorbildliche Medienanalyse aussehen könnte.)
[Si] Mehr Demokratie wagen? Willy Brandt als Symbol des gesellschaftlichen Aufbruchs
| regelmäßiger Termin ab 15.04.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 15.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Willy Brandt ist wohl der einzige Politiker der alten Bundesrepublik, in dem viele Menschen zeitweilig einen Hoffnungsträger sahen, ja, dem deswegen rückblickend sogar Charisma attestiert wird. Seine Wirkung beruhte nicht zuletzt auf medialer Ausstrahlung. Insofern steht umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung (etwa Redemitschnitte, Interviews, Filmaufnahmen, Fotos, seine Schriften, Briefe an ihn etc.), aus denen Autor:innen für ihre Porträts seiner Person und “seiner” Epoche, sprich für Schilderungen des gesellschaftlichen Aufbruchs in der BRD in den 1960/70er Jahren schöpfen konnten. Einige dieser geschichtsjournalistischen Porträts werden wir in diesem Seminar gemeinsam analysieren. Die Genres reichen von klassischen Biographien über Erinnerungsliteratur, Fernsehdokumentationen und Doku-Dramen bis hin zu Podcasts, einer Graphic Novel und Darstellungen für Kinder (unter denen Brandt schon seinerzeit so populär war, dass es eine umfangreiche Sammlung von Kinderbriefen an ihn gibt, von denen einige publiziert vorliegen). Angesichts der aktuellen Bedrohungen für die demokratische Staatsform und demokratisches gesellschaftliches Zusammenleben mag es umso erhellender sein, sich mit einer gar nicht so weit zurückliegenden Zeit zu beschäftigen, in der viele die Demokratie stabilisieren, ausbauen und weiter inhaltlich ausgestalten wollten. Damit drängt sich zugleich die Frage auf, welche Rolle dafür ein einzelner Politiker spielen kann.
[Si] Psychiatrie in Wissenschaft und Medien
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Wer warum als psychisch krank gilt und in der Psychiatrie „landet“, war und ist nicht nur von medizinischen, sondern auch von sozialen, politischen und rechtlichen Faktoren abhängig. Von der Etablierung der Psychiatrie als wissenschaftlicher Disziplin im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart veränderten sich die Maßstäbe zur Diagnose psychischer Erkrankungen maßgeblich, was Psychiatrie zu einem historisch aufschlussreichen Thema macht – und zwar auch für die Mediengeschichte. Schließlich spielten Medien seit der Medienrevolution um 1900 eine wesentliche Rolle, sowohl für die Produktion als auch die Popularisierung von Wissen um psychische Erkrankungen. In diesem Seminar werden wir uns mit Medien als historische Quellen zur Geschichte der Psychiatrie beschäftigen und dabei die von Ärzt:innen im Zuge psychiatrischer Diagnostik angefertigten Patient:innenbilder ebenso diskutieren wie die mehr oder weniger fiktiven Erzählungen in Film und Fernsehen, die von ihnen bemühten Klischees (vom „psychopathischen Massenmörder“, „schizophrenen Doppelgänger“ oder „mad scientist“), aber auch die darin formulierte Kritik an der Psychiatrie als Instrument der Normierung, Unterdrückung und Entmenschlichung.
[Si] US-Amerikaner in Gießen – eine Mediengeschichte
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, C 011 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
Die Stadt Gießen entwickelte sich nach der Besetzung durch die US Amerikaner im Jahr 1945 mit dem dort eingerichteten US Depot zu einem der bedeutendsten Militärstandorte in der amerikanischen Besatzungszone. Die US Truppen waren dauerhaft in der Stadt präsent und blieben über die unmittelbare Besatzungszeit hinaus bis in die frühen 2000er Jahre in Gießen stationiert. Ihr Einfluss prägte das städtische Leben nicht nur politisch, sondern auch in hohem Maße kulturell und sozial. In diesem Seminar soll es aber nicht vorrangig um die politischen oder wirtschaftlichen Dimensionen der Besatzung gehen, sondern um das Aufeinandertreffen der amerikanischen Soldaten und der deutschen Bevölkerung. Im Mittelpunkt stehen die aus diesen Interaktionen hervorgehenden gesellschaftlichen und kulturellen Phänomene.
Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der medialen Perspektive dieser Begegnungen. Im Seminar beschäftigen wir uns daher mit verschiedenen zeitgenössischen Medien, in denen die Beziehung der Deutschen (und ganz speziell der Gießener:innen) und der Amerikaner verhandelt werden.
Anhand von typischen Erzählungen, wie den Amerikanisierungsdebatten zur „Reeducation“ der deutschen Bevölkerung, den vergeschlechtlichen Debatten zu Fraternisierung und Prostitution und der rassistischen Narrativen um die afroamerikanischen GIs, erarbeiten wir im Seminar eine breit gefächerte Mediengeschichte der deutsch amerikanischen Beziehungen in Gießen von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Zeit des Kalten Kriegs. Dabei geht es im Seminar unter anderem auch darum, auf lokaler Ebene zur Mediengeschichte zu recherchieren.
[Si] Wissenschaftliches Schreiben
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr | Rathenaustraße 10, 103 | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103 | ||
Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Fertigkeiten wissenschaftlichen Schreibens und richtet sich an Studierende höherer Semester (also nicht nur an jene, die gerade ihre Bachelorarbeit planen/schreiben). Wie ist ein wissenschaftlicher Text strukturiert? Was macht einen wissenschaftlichen Schreibstil aus? Welche Fehler gilt es beim wissenschaftlichen Schreiben zu vermeiden? Diese Fragen werden anhand von Beispieltexten (z.B. Hausarbeiten) erörtert und im Rahmen von Schreibübungen praktisch erprobt. Die erworbenen Fertigkeiten sollen Ihnen im weiteren Verlauf Ihres Studiums dienlich sein.
Tutorium ⇑
Übung ⇑
[Ü] Fernsehwerkstatt
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr | Phil. I, D 209 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 209 | ||
Wie dreht, schneidet und textet man einen Fernsehbeitrag? Wie führt man Interviews und baut Bewegtbildbeiträge so auf, dass sie spannend sind und eine gute Dramaturgie haben? Was muss man beim Dreh beachten und wie baut man eine Fernsehsendung – diese Fragen werden in der Fernsehwerkstatt beantwortet und direkt in die Praxis umgesetzt. In wöchentlichen Einheiten werden die Grundlagen der Fernsehproduktion erarbeitet, sowohl journalistisch als auch technisch. Die Studierenden sollen eigene Beiträge recherchieren, drehen und schneiden lernen und am Ende gemeinsam eine halbstündige Fernsehsendung produzieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zur Produktion der Beiträge wird evt. Arbeit jenseits der Werkstattzeiten anfallen.
[Ü] Populäre Geschichtsvermittlung
| regelmäßiger Termin ab 14.04.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 14.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit ausgewählten Beispielen populärer Geschichtsvermittlung zu ganz unterschiedlichen historischen Themen. Sie richtet sich vornehmlich (wenn auch nicht ausschließlich) an die Masterstudierenden der Fachjournalistik Geschich¬te. Neben der Vertiefung der eigenen medienanalytischen Kompetenzen geht es darum, Sehgewohnheiten und Medienerfahrungen zu erweitern und sich für eigene geschichtsjournalistische Praxisprojekte anregen zu lassen, auf welch unterschiedli¬che Weisen dem Publikum Historisches vermittelt werden kann. Neben Dokumentarfilmen werden wir uns auch Podcasts und anderen digitalen Formaten zuwenden. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie hier jeweils eine Geschichte gefunden und erzählt wird, was sich über den Umgang mit historischen Quellen feststellen lässt, wie (fehlende) Bilder inszeniert oder in unseren Köpfen evoziert werden, ob eine Darstellung multiperspektivisch angelegt ist, die Deutung dem Einzelnen überlassen bleibt und die Standortgebundenheit historischer Erfahrungen und Erinnerungen reflektiert wird.
[Ü] Praxis des Fotojournalismus
| regelmäßiger Termin ab 04.05.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Mo. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, C 214 | |
| nächster Termin: 24.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027 | ||
Bilder prägen unsere Narrative. Ob Pressefotografie, visuelle Dokumentationen politischer Umbrüche oder digitale Bildreportagen des Alltags der Gegenwart, Fotojournalismus ist ein zentrales
Medium gesellschaftlicher Verständigung. Die praktische Übung „Praxis des Fotojournalismus“ vermittelt die technischen Grundlagen der Fotografie und ferner den Zugang zur Reportage und Dokumentarfotografie. Im Zentrum steht die eigenständige fotografische Arbeit der Studierenden: Von der Themenfindung über Recherche und visuelles Storytelling bis hin zur Bildauswahl werden fotojournalistische Redaktions- und Gestaltungsprozesse praxisnah erprobt. Dabei reflektieren wir Fotografie als gestaltetes, perspektivisches Medium. Die Teilnehmenden erwerben praktische Kompetenzen im journalistischen Arbeiten mit Bildern, schärfen ihre visuelle Analysefähigkeit und lernen, Themen fotografisch umzusetzen. Sie entwickeln ein kritisches Bewusstsein für die Macht und Verantwortung visueller Medien im öffentlichen Diskurs. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Ausstellung mit den Arbeiten der Studierenden, wobei jeder seine eigene abgeschlossene Fotoreportage von 8-12 Bildern präsentiert.
[Ü] Redesign & Redaktion: Das Onlinemagazin „Universum“ neu denken
| regelmäßiger Termin ab 17.04.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 16:00 - 20:00 Uhr | Phil. I, F 006 | |
| nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, F 006 | ||
Im Rahmen dieser Übung wird das JLU-Onlinemagazin „Universum“ konzeptionell und inhaltlich weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Einblicke in redaktionelle Abläufe: von Themenfindung, Recherche bis hin zum Schreibprozess.
Vorlesung ⇑
[Vl] Ein dunkles Zeitalter? Kommunikationsgeschichte der Neuen Medien seit 1969
| regelmäßiger Termin ab 16.04.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr | Phil. I, A 3 (Hörsaal) | |
| nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Die nächste Medienrevolution wird seit Jahrzehnten in immer schnellerer Folge ausgerufen. Zu den euphorischen Zukunftsvisionen tritt zunehmend ein apokalyptischer Ton – vom „Ende der Distanz" bis zum „Ende der Öffentlichkeit", vom „Tod der Wahrheit" bis zur „Infokalypse", vom „dunklen Zeitalter" bis zur „Herrschaft der Maschinen". Hier bietet historische Einordnung Orientierung: Sie zeigt, dass Umbrüche selten plötzlich sind, dass Hoffnungen und Ängste alte Muster wiederholen und dass die Folgen neuer Medien nicht aus der Technik allein erklärbar sind, sondern aus ihren politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten. Historische Perspektive macht sichtbar, was wirklich neu ist – und was lediglich neu verpackt. Die Vorlesung zeichnet die Entwicklung digitaler Kommunikation seit 1969 nach: vom ARPANET und frühen Mailbox Systemen über PC, E Mail und das Web bis zu Smartphones, Social Media, Plattformökonomien und KI. Im Mittelpunkt stehen die Umbrüche: Wie verändern neue Medien Öffentlichkeit, Politik und Alltag? Welche Zukunftsversprechen wurden eingelöst – oder dominieren Kontrolle, Kommerzialisierung und Desinformation? Steuern wir tatsächlich auf ein „dunkles Zeitalter" der Kommunikation zu – oder erleben wir einen widersprüchlichen, aber gestaltbaren Transformationsprozess?
Einführende Lektüre: Felix Stalder, Kultur der Digitalität, Berlin 2016; Gabriele Balbi/Paolo Magaudda, A History of Digital Media. An Intermedia and Global Perspective, New York 2018.


