Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Fachjournalistik Geschichte
Veranstaltungen
Exkursion mit Seminar ⇑
Hauptseminar ⇑
Oberseminar ⇑
[O Si] Oberseminar zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Oberseminar diskutieren wir jede Woche ein aktuelles Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Semester stellen wieder Gießener Historiker:innen und Gäste von anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Forschungsfragen, Quellen, methodischen Ansätze und Befunde vor. Die Veranstaltung bietet damit die Möglichkeit, sich über Themen und Trends der historischen Forschung auch jenseits der JLU zu informieren und zugleich das Präsentieren, Fragen und Diskutieren einzuüben. Studierende und Promovierende sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.
Proseminar ⇑
[P Si] Einführungskurs: Medien und ihr Publikum
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Das Proseminar richtet sich wie die Vorlesung an die Studienanfänger/innen der Fachjournalistik Geschichte und bietet eine Einführung in das Studienfach. Wir werden uns hier mit der Geschichte und Gegenwart der Printmedien, des Fotojournalismus, des Kinos, Radios, Fernsehens und Internets sowie deren Nutzung und Aneignung durch das Publikum auseinandersetzen. Außer mit wissenschaftlichen Texten arbeiten wir mit Quellen, also mit konkreten Reportagen, Pressefotos, Filmen, Radio- und Fernsehsendungen sowie Präsentationen im Netz.
Ergänzend wird ein Tutorium angeboten, dessen Besuch wir nachdrücklich empfehlen. Unter der Anleitung von fortgeschrittenen Studierenden können Sie hier in Kleingruppen Fragen aus Vorlesung und Proseminar weiter vertiefen, Sie analysieren gemeinsam aktuelle Medienprodukte, üben sich selbst in journalistischen Darstellungsformen und werden in Techniken wissenschaftlichen Arbeitens eingewiesen. Die Termine der zur Auswahl stehenden Tutorien werden in der ersten Vorlesung bekannt gegeben.
[P Si] Jugend in den Medien
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
„Die Jugend von heute ...“, so beginnen seit Sokrates die vorgebrachten Lamenti über die zeitgenössische Jugend. Die Kritik an Jugendlichen gilt als sichere Konstante in der Geschichte, die jeweiligen Argumente jedoch sind historisch wandelbar. Jugend konnte aber nicht nur als Projektionsfläche für den ausgemachten Kulturverfall dienen, sondern auch Hoffnungsträgerin sein. In diesem Proseminar wollen wir uns mit verschiedenen Deutungen von „der Jugend“ im Deutschland des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Dafür analysieren wir mediale Repräsentationen von Jugend(kulturen) in Presse, Film und Fernsehen, aber auch Medienprodukte, allen voran Jugendzeitschriften, die sich direkt an Jugendliche richteten. Die Themen, die wir dabei diskutieren, reichen von Erziehung und Disziplinierung über Freundschaft, Paarbeziehung, Geschlechterbilder und Sexualität bis hin zu Starkult, (Medien-)Konsum, Rebellion und politischer Revolte.
[P Si] Presseartikel zu Orten in Gießen und ihrer NS-Geschichte
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Ziel dieses Proseminars mit Praxisbezug ist es, dass Sie alle je einen Artikel über die NS-Geschichte eines bestimmten Ortes in Gießen schreiben, der idealerweise in einer der beiden Gießener Lokalzeitungen erscheinen kann. Wir werden dazu gemeinsam die gesellschaftspolitische Situation in Gießen seit dem Erstarken der NS-Bewegung um 1930 studieren und im Stadtarchiv sowie in der zeitgenössischen Presse recherchieren, über welche Orte sich was für eine Geschichte erzählen ließe, die für ein größeres Publikum aufschlussreich wäre. Zugleich wird zu fragen sein, inwieweit am lokalhistorischen Beispiel etwas zu zeigen ist, was in der wissenschaftlichen NS-Forschung diskutiert wird, wie zum Beispiel die Attraktivität für nicht wenige Deutsche, an einer NS-Massenveranstaltung teilzunehmen, Hitler „leibhaftig“ zu begegnen, politische Gegner gedemütigt zu sehen, Geschäfte jüdischer Inhaber zu boykottieren, zu plündern oder zu einem Spottpreis zu erwerben, ins Kino zu gehen und die lokale Zeitung zu lesen. Kays Al-Khanak, der lange Zeit als Lokalreporter bei der Gießener Allgemeinen gearbeitet hat, wird unsere Arbeit begleiten und Ihnen auch aus seiner Sicht Feedback auf Ihre Artikel geben.
Seminar ⇑
[Si] „Entsetzte Blicke“. Filmrezeption und -wirkung im nationalsozialistischen Deutschland
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Filme sollten im Nationalsozialismus unterhalten, aber – so die Forschung – vor allem erziehen, mobilisieren und ideologisch formen. Gerade bei Propagandafilmen gilt die Wirkung oft als selbstverständlich: Die Botschaft ist eindeutig – also auch ihr Effekt. Doch so klar ist es nicht, wenn man genauer hinschaut.
Das Seminar untersucht, wie solche Filme wahrgenommen und gedeutet wurden. Welche Reaktionen lösten sie aus? Worüber wurde nach dem Kinobesuch gesprochen – und worüber nicht? Wo zeigen sich Zustimmung, Ablehnung, Irritation oder eigensinnige Lesarten?
Historische Medienwirkungsforschung steht vor einem grundlegenden methodischen Problem: Umfragen, Interviews, Beobachtungen oder Experimente lassen sich nicht nachholen. Im Seminar wollen wir anhand von Pressezeugnissen und Fachberichten, aber auch von Erinnerungen, Briefen und Tagebüchern methodische Zugänge zur historischen Filmrezeption erarbeiten. Gerade vermeintlich eindeutige Propagandafilme werden dabei nicht als selbsterklärend behandelt, sondern auf ihre konkreten, mitunter widersprüchlichen Rezeptionen hin untersucht.
Einführende Literatur: Ulrike Weckel: Introduction. Media and Their Users in Nazi Germany. In: Ulrike Weckel (Hrsg.): Audiences of Nazism. Using media in the Third Reich, New York, NY 2024.
[Si] Das Andere im Bild
Dieses Seminar führt in die Methodik der Visual History sowie der historiografischen Bildforschung ein und richtet den Blick gezielt hinter die Kamera. Im Mittelpunkt steht die kritische Hinterfragung der den Bildern zugrundeliegenden Machtstrukturen. Wir untersuchen, wer fotografiert, wer abgebildet wird und wer im Bild unsichtbar bleibt. Zudem analysieren wir, wie Fotografien seit ihren Anfängen eine identitätsstiftende Wirkung entfalten und welche Identifikationsprozesse sie in Gang setzen. Anhand ausgewählter Bildbeispiele schauen wir uns die Verbildlichung von „Othering“ (nach Edward Said) quer durch verschiedene historische Epochen an und diskutieren den methodisch angemessenen Umgang mit visuellen Quellen der Ausgrenzung.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[Si] Lektürekurs: Kultur der Digitalität
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 203 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 203 | ||
Die Digitalisierung ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein historischer Prozess, der bereits in den 1960er-Jahren an Fahrt aufnahm. Felix Stalder geht dieser längeren Geschichte in seinem Werk Kultur der Digitalität nach und entwirft dabei ein abwechslungsreiches Panorama fernab einer trockenen Technikgeschichte. Denn Digitalität ist für ihn nicht bloß das Ergebnis neuer Technologien, sondern ebenso eine Reaktion auf veränderte kulturelle und gesellschaftliche Bedürfnisse. Damit eröffnet Stalder eine optimistische Perspektive auf die vernetzte Welt: Er erinnert daran, dass wir „die Medien“ machen und nutzen.
Im Kurs lesen wir das Buch Stück für Stück, erschließen gemeinsam Stalders Argumentation und fragen, wo er die Wurzeln der digitalen Transformation verortet und was seine Diagnose für unser Leben in der Kultur der Digitalität bedeutet. Diese Entwicklung bewegt sich für Stalder in einem Spannungsfeld: zwischen einer neoliberalen Logik, die soziale Prozesse zunehmend in marktwirtschaftliche und datengetriebene Abläufe übersetzt, und dem Potenzial einer demokratischen Erneuerung durch digitale Gemeingüter (Commons). Dabei lesen wir den Text auch kritisch: Hält Stalders Hoffnung auf digitale Gemeingüter der Macht großer Plattformkonzerne stand? Und lässt sich das historische Konzept der Commons überzeugend auf digitale Formen der Produktion und Zusammenarbeit übertragen?
Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besitz des zugrundeliegenden Buches bzw. seiner physischen Kopie: Felix Stalder: Kultur der Digitalität, Berlin: Suhrkamp 2016 (oder eine spätere Auflage).
[Si] Masterseminar und integrierte Übung
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
In dieser Veranstaltung produzieren die Masterstudierenden der Fachjournalistik Geschichte in ihrem dritten Fachsemester in zwei Gruppen je ein geschichtsjournalistisches Praxisprojekt. In diesem Semester werden zwei Dokumentarfilme entstehen; die Themen sind bereits anrecherchiert. Phil Kühlthau wird als FaJo-Alumnus mit eigener Erfahrung als Filmemacher die Projekte mitbetreuen. Neben dem regelmäßigen wöchentlichen Termin wird es relativ flexibler Zeitplanung bedürfen.
[Si] Wozu Geschichte? Historisches Denken, historisches Erzählen und Geschichtskultur
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Ausgehend von Ihren Erfahrungen mit dem Verfassen geschichtswissenschaftlicher Hausarbeiten und womöglich ersten eigenen geschichtsjournalistischen Versuchen wollen wir in diesem Einstiegsseminar in den Master Fachjournalistik Geschichte (oder Geschichte) grundlegende Fragen hinsichtlich der Besonderheit, der Relevanz und des Nutzens historischen Wissens stellen. Wir werden untersuchen, wie Historiker:innen ihre Themen finden, wie sie durch die Wahl der Perspektive, der Methode und der bearbeiteten Quellen die Ergebnisse ihrer Forschung beeinflussen, wie sie Geschichte schreiben und dabei Erkenntnisse vermitteln. Und wir wollen genauer hinschauen, wie populäre Geschichtsvermittlung funktioniert, was hier die Themenwahl und Darstellungsweise beeinflusst und welche Geschichtsbilder auf diese Weise entstehen. Wann und auf welche Weise dient Geschichte – gerade in ihrer populären Form – der politischen Legitimation, der Identitätsstiftung, der Gesellschaftskritik, der Unterhaltung? Anhand welcher Kriterien können wir historische Darstellungen beurteilen? Welche Rolle spielen dabei z.B. Wahrheit, Multiperspektivität, Erklärungskraft und die Qualität der Darstellung? Das Seminar lädt ein zur Reflexion historischer Praxis, wie sie Ihnen alltäglich in Texten, Bildern, Filmen etc. begegnet, wie Sie sie aber auch selbst bereits ausüben oder in Zukunft ausüben werden.
Tutorium ⇑
Übung ⇑
[Ü] Kulturjournalismus in der Praxis – mit Journalistin Luna Ragheb
Wie schreibt man eine Theaterrezension? Worauf kommt es bei der Vorstellung einer Kunstausstellung an? Und wie gelingt ein lebendiges Porträt einer Schriftstellerin oder eines Regisseurs? Die Übung vermittelt die Grundlagen des Kulturjournalismus. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Darstellungsformen, analysieren Beispiele aus dem Kulturjournalismus und erproben eigene journalistische Ansätze. Im Mittelpunkt stehen Recherche, Schreiben und Radioproduktion. Ziel ist es, dass ihr selbst zum Mikrofon greift, Filmpremieren oder Museen in Gießen und Umgebung besucht und am Ende einen eigenen Radiobeitrag über Kulturveranstaltungen recherchiert, schreibt, produziert und veröffentlicht.
[Ü] Praxisübung Interview
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
In der Übung werden wir uns mit der Theorie und Praxis der journalistischen Darstellungsform und ihren verschiedenen Veröffentlichungsformen (schriftlich, mündlich und visuell) beschäftigen. Alle Studierenden werden im Laufe des Semesters außerdem eine/einen Ehemaligen interviewen und dieses Interview für die Fajo-Homepage aufbereiten.
Vorlesung ⇑
[Vl] Medien und ihr Publikum
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
Diese Vorlesung richtet sich an die Erstsemester im BA- und MA-Studienfach Fachjournalistik Geschichte. Sie führt ein in die Geschichte der verschiedenen Massenmedien – Presse, Film, Radio, Fernsehen und Internet – und verfolgt deren Entwicklung vom Beginn der Neuzeit bis in die Gegenwart. Anhand aussagekräftiger historischer Fallstudien schauen wir uns gemeinsam an, wie und mit welchem Selbstverständnis Journalist:innen für die verschiedenen Medien gearbeitet haben, wie das Publikum diese genutzt und ihre Botschaften aufgenommen hat, welche medialen Eigenlogiken sich im Vergleich feststellen lassen und welcher Kritik sowohl die Medien als auch ihr Publikum immer wieder ausgesetzt waren und sind.
Die Vorlesung ist abgestimmt auf das Proseminar gleichen Titels und ein Tutorium, dessen Besuch wir nachdrücklich empfehlen. Unter der Anleitung von fortgeschrittenen Studierenden vertiefen Sie hier in Kleingruppen Aspekte aus Vorlesung und Proseminar weiter, analysieren gemeinsam aktuelle Medienprodukte und üben sich in den Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens. Die Termine dafür werden in der ersten Woche verabredet.



