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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte

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[Ex Sem] Orte der Demokratiegeschichte in Hessen
Termine werden noch bekanntgegeben.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine:
Do. 23.04.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 15.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 29.05.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 05.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 003
Do. 09.07.2026,16.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113

Kommentar:

Wir brauchen gar nicht weit zu gehen, um auf Demokratieorte in Hessen zu stoßen. In Gießen haben wir den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager. Aber nicht nur das, es gibt auch eine ausführliche 1848-Geschichte in Gießen. Und nicht zuletzt wurde hier Wilhelm Liebknecht vor 200 Jahren geboren, der Begründer der Sozialdemokratie. Auf der Exkursion werden wir uns also ausführlich mit Gießen befassen und die Demokratieorte aufsuchen. Wir fahren aber auch nach Frankfurt und schauen uns die Paulskirche an. Auf einer konzeptionellen Ebene diskutieren wir darüber hinaus, was Erinnerungsorte sind und was sie uns heute noch sagen. Retten wir die Demokratie, indem wir ihrer gedenken?

Literatur zur Einführung
Étienne François, Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bde, München 2008


 
[H Si] Die Entstehung der Polis
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[H Si] Normen und Werte in der griechischen Antike
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 233
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233

[H Si] Das Wormser Konkordat von 1122 – das Ende des Investiturstreits?
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 zwischen Kaiser und Papst geschlossen wurde, gilt als Schlusspunkt des Investiturstreits und bildet eine epochale Zäsur – so scheint es. In diesem Vertrag einigten sich Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. auf das Verfahren für die Wahl und Einsetzung von Bischöfen im Reich. Der Kaiser sollte nur noch sehr begrenzte Rechte bei der Bestellung neuer Bischöfe haben. Eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatten sich auch der französische und der englische König mit dem Papst auf ein Verfahren bei den Bischofswahlen geeinigt, bei dem die Könige die sogenannte freie, kanonische Wahl von Bischöfen ohne unmittelbare Eingriffsrechte der Krone garantierten. Oft wurden diese Konkordate als erste Schritte zur Trennung von Kirche und Staat missverstanden. Tatsächlich lässt sich für das gesamte 12. Jahrhundert zeigen, dass Bischofswahlen weiterhin unter starkem königlichen Einfluss stattfanden. War das Wormser Konkordat also nur ein Papiertiger?
Wir werden im Seminar Quellentexte des späten 11. und des 12. Jahrhunderts lesen und versuchen, etwas Licht in die Frage nach der Wirksamkeit und Rezeption des Wormser Konkordats zu bringen.

Literatur:
Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3. Aufl. München 2007; Johrendt, Jochen: Der Investiturstreit, Darmstadt 2018; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Kohl, Thomas: Die Erfindung des Investiturstreits, in: HZ 312 (2021), S. 34–61; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006; Zey, Claudia: Der Investiturstreit, München 2017; Zey, Claudia: Der Investiturstreit – Neuere Perspektiven der Forschung, in: Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020, S. 13–31.


[H Si] Franz von Assisi
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Franz von Assisi (1181/82-1226) ist sicher einer der populärsten Heiligen der Kirche. Da sein Wirken von der Öko- und Friedensbewegung, aber auch im Zuge des interreligiösen Dialogs stark rezipiert wurde, ist zumindest sein Name auch bei Nichtchristen bekannt. Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des Franz von Assisi zum 800. Mal. Dies ist Anlass genug, das Leben dieses Heiligen im Kontext seiner Zeit anhand ausgewählter Quellen zu untersuchen. Thematisiert werden u.a. die sozialen, kirchlichen und politischen Strukturen im Italien des beginnenden 13. Jahrhunderts, die Spiritualität des Franz von Assisi vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Armutsbewegung, die Entstehung der Bettelorden als neuer Typus klösterlichen Lebens, Franzens Konzept der friedlichen Mission und sein Gespräch mit Sultan al-Kamil sowie der erinnerungskulturelle Kampf um die Deutung der Franziskusfigur, der die bereits mittelalterliche Überlieferung zu Franz von Assisi prägt.
Eine Sitzung des Hauptseminars soll in Verbindung mit dem kunsthistorischen Hauptseminar des Kollegen Markus Späth im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte (ehem. Stadtarchiv) abgehalten werden; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Einführende Literatur: Volker Leppin, Franziskus von Assisi (2018); André Vauchez, Franziskus von Assisi: Geschichte und Erinnerung (2019); Franziskus: Licht aus Assisi. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012], hg. von Christoph Stiegemann (2011); Franziskus-Quellen: die Schriften des Heiligen Franziskus. Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden, hg. von Dieter Berg (2009).


[H Si] Culture Wars in den USA im langen 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Gedenkstätten
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, Meisenbornweg 27, 35398 Gießen, Besprechungsraum Haus 1
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, Meisenbornweg 27, 35398 Gießen, Besprechungsraum Haus 1
Einzeltermin:
Mo. 13.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, Meisenbornweg 27, 35398 Gießen, Besprechungsraum Haus 1

Kommentar:

Gedenkstätten sind zentrale Orte historisch-politischer Bildung und gesellschaftlicher Selbstverständigung. Sie sind zugleich Erinnerungsorte, Lernorte und öffentliche Foren, in denen Vergangenheit interpretiert, vermittelt und für gegenwärtige Fragestellungen fruchtbar gemacht wird. Dabei stehen Gedenkstätten stets im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Geschichtsschreibung, pädagogischen Zielsetzungen, politischen Erwartungen und emotionalen Zugängen zur Vergangenheit.
Das Hauptseminar bietet eine grundlegende Einführung in Geschichte, Aufgaben und Funktionen von Gedenkstätten in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, was Gedenkstätten auszeichnet, welche historischen Entwicklungen und erinnerungskulturellen Debatten ihre Arbeit geprägt haben und welche thematischen, methodischen und medialen Schwerpunkte sich in der Gedenkstättenlandschaft beobachten lassen. Diskutiert werden unter anderem Konzepte der Geschichtsvermittlung, Formen der Ausstellungsgestaltung, pädagogische Ansätze sowie die Rolle von Gedenkstätten in aktuellen erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen. Ergänzend wird thematisiert, welche Rolle unterschiedliche Quellenformen – darunter insbesondere persönliche Erinnerungen und zeitzeugenschaftliche Berichte – in der Gedenkstättenarbeit spielen und welche Chancen wie auch Grenzen mit ihrem Einsatz verbunden sind.
Als Hauptseminar verbindet die Veranstaltung die intensive Lektüre und Diskussion wissenschaftlicher Texte mit der kritischen Analyse konkreter Gedenkstättenkonzepte und Vermittlungspraktiken. Die Lehrveranstaltung findet im neuen Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen statt, der ersten landeseigenen Gedenkstätte Hessens. An diesem Beispiel werden konkrete Fragestellungen der Gedenkstättenarbeit vertieft: Wie werden historische Orte museal und pädagogisch erschlossen? Welche Narrative und Perspektiven werden sichtbar gemacht? Und wie verhalten sich lokale Geschichte, nationale Erinnerung und gesellschaftliche Gegenwartsbezüge zueinander?
Bitte beachten Sie: Die Auftaktsitzung am 13. April 2025 wird digital stattfinden und bereits um 9:30 Uhr beginnen.

Empfohlene Literatur:

Habbo Knoch: Geschichte in Gedenkstätten. Theorie – Praxis – Berufsfelder. Tübingen 2020.
Jeannette van Laak: Einrichten im Übergang. Das Aufnahmelager Gießen (1946-1990). Frankfurt a.M. 2017.
Martin Sabrow / Norbert Frei (Hg.): Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945. Göttingen 2012.
Gedenkstättenkonzeption des Bundes. Zum Download: https://kulturstaatsminister.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Aufarbeiten/Konzept_Gedenkst%C3%A4tten_05.11.25.pdf


[H Si] Juden in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar soll es darum gehen, die Lebenswelt der Juden im Heiligen Römischen Reich als Minderheit zu erfassen und zu beschreiben. Dabei stehen einzelne Personen im Mittelpunkt. Es ist eine Exkursion nach Frankfurt in das Jüdische Museum geplant.


[H Si] Macht-Räume in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[H Si] Theorien das (Spät-)Faschismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Faschismus ist ein historisches und ein gegenwärtiges Phänomen. Ausgehend von zeitgenössischen Analysen und Theorien des Faschismus und umliegender Phänomen – der Tea Party-Bewegung, der soldatischen und Petromaskulinität, der Ausnahmezonen in Demokratien – wollen wir die Kontinuitäten, Differenzen und Eigenheiten historischer und gegenwärtiger Formen von Faschisierung und Faschismus in den Blick nehmen. Neben einer Einführung in die historischen Faschismustheorien (Adorno, Esposito) legt das Seminar einen Schwerpunkt auf kultur- und körpertheoretische (Cara New Daggett, Klaus Theweleit), ethnographische (Arlie Russel Hochschild) und philosophische (Eva von Redecker, Alberto Toscano) Analysen des Faschismus, um so seine Verwebung mit politischen Institutionen, kapitalistischen Strukturen und alltäglichen Wahrnehmungs- und Gefühlsformen zu verstehen.


[H Si] Vom Kolonialismus zum totalen Krieg? Kontinuitäten extremer Gewalt
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

In diesem Seminar geht es um die Frage nach den Kontinuitäten von den Kolonialkriegen zu den "totalen Kriegen" des 20. Jahrhunderts. War das Konzentrationslager ursprünglich eine koloniale Erfindung? Wirkte eine "entgrenzte" Gewalt aus den Kolonien in die Zentren zurück? Was haben westliche Militärs aus den Kolonialkriegen gelernt, was sie später auch in Europa angewandt haben?

Zu diesen und anderen Fragen wurden innerhalb und außerhalb der Wissenschaft starke Thesen formuliert, aber die Forschungslage ist bei näherem Hinsehen gar nicht so eindeutig, wie oft getan wird. Im Seminar geht es darum, den Streit um postkoloniale Kontinuitäten als wissenschaftliche Sachdiskussion ernst zu nehmen, Grundbegriffe wie "Kontinuität" zu klären und wichtige Studien und Quellen zu diskutieren. Dabei geht es auch um die Methodologie des Erklärens in der Geschichtsforschung.

Das Lesepensum beträgt ca. 40 Seiten pro Woche auf Deutsch und Englisch. Regelmäßige aktive Teilnahme ist Voraussetzung für eine benotete Leistung. Die didaktische Gestaltung hängt von der Teilnehmendenzahl ab.


[H Si] (Historisches) Lernen und Geschichtskultur – Theoretische Diskurse des Lernens geschichtsdidaktisch gedacht
Blocktermine, Termine werden noch bekannt gegeben.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 24.04.2026, 16.00 - 18.00 Uhr, Phil. I, C 113
5 Einzeltermine:
Fr. 24.04.2026,16.00 - 18.00 Uhr   (Vorbesprechung) Phil. I, C 113
Fr. 19.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Sa. 20.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Fr. 03.07.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113
Sa. 04.07.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 113

Kommentar:

Der Begriff "Lernen" wird in der Erziehungswissenschaft breit diskutiert und es haben sich in den letzten Jahrzehnten verschiedenste Lerntheorien herausgebildet. Auch in der Geschichtsdidaktik besteht Uneinigkeit darüber was historisches Lernen ist und sein sollte.
Das Seminar gliedert sich in einen Lektüre- und einen Exkursionsteil. Im Lektüreteil werden wir uns verschiedenen Lerntheorien der Erziehungswissenschaft und Geschichtsdidaktik nähern und dann im Exkursionsteil in der Begnung mit einem Ort der Geschichtskultur kritisch reflektieren.

Vorbesprechung: 24.04. 16:15 Uhr
Blocktermin Lektüreteil: 19. und 20.06.
Blocktermin Exkursionsteil: 03. und 04.07.


[H Si] Ego-Dokumente
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 011
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011

[H Si] Geschichte und Sprache
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, geschichtsdidaktische Theorien hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen zu beleuchten. Dabei stehen erkenntnistheoretische Grundlagen, kritische Sprachtheorien sowie die praktischen Herausforderungen eines sprachsensiblen Geschichtsunterrichts im Fokus. Neben der theoretischen Auseinandersetzung wird besonderer Wert auf die reflexive Umsetzung gelegt. Die Teilnehmer:innen setzen sich kritisch mit der Rolle von Sprache im Geschichtsunterricht auseinander und analysieren deren Verhältnis zur Geschichtsschreibung.


[H Si] Praktiken der Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029


Kommentar:

Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 17.1.2025 hat die Kultusministerkonferenz eine Erklärung verabschiedet, in der es heißt: "Die Erinnerung an die Verbrechen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft darf nicht verblassen! Sie wachzuhalten, ist eine Aufgabe, die wir von Generation zu Generation weitergeben müssen. Gerade in unseren Tagen, in denen extremistische Parteien und Strömungen sowie islamistische Gruppierungen Zulauf erfahren, antisemitische Vorfälle und Straftaten zunehmen und das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird, muss daran erinnert werden, wohin es führen kann, wenn Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit eine Absage erteilt wird."
Doch wie erinnern wir uns als Gesellschaft an die Zeit von Nationalsozialismus und Holocaust? Wie verändert sich dieses Erinnern angesichts des Endes der Zeitzeugenschaft? Welche neuen Formate versuchen, diese Lücke zu füllen? Welche neuen Formate entstehen durch Digitalisierung und social-media? Welche Herausforderungen und welche Chancen ergeben sich daraus? Wie kann oder muss der Geschichtsunterricht auf diese Erinnerungskultur vorbereiten?

Im Seminar sollen die gesellschaftlichen Herausforderungen und bestehende erinnerungskulturelle Praktiken als Anlass genommen werden, um didaktische Analysen, empirische Beobachtungen und pragmatische Ableitungen für historisches Lehren und Lernen ebenso diskutiert werden wie die Möglichkeiten des Geschichtsunterrichts, zur reflektierten Teilhabe an der Erinnerungskultur zu ermächtigen.

Literatur zur Einführung:
Lale Yildirim: Geschichtskulturelle agency auf dem „Markt der Erinnerungen“. In: Geschichtsbewusstsein – Geschichtskultur – Public History. Ein spannendes Verhältnis. Hrsg. v. Michele Barricelli und Lale Yildirim. Göttingen 2024, S. 131-150.
Manuela Homberg u. Michael Homberg: Umkämpfte Vergangenheit. Perspektiven einer ‚zweiten Geschichte‘ des Nationalsozialismus für Geschichtswissenschaft, Unterricht und Public History. In: Deutungskämpfe – die ‚zweite Geschichte‘ des Nationalsozialismus. Hrsg. v. Manuela Homberg u. Michael Homberg, Paderborn: 2023, S. 7-34.
Barbara Hanke: Erinnerungskulturen im Geschichtsunterricht. Funktionen, Formen, didaktische Perspektiven. In: Geschichte Lernen 200 (2021), S. 2-7.
Memo-Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland 2023. (https://www.stiftung-evz.de/assets/1_Was_wir_f%C3%B6rdern/Bilden/Bilden_fuer_lebendiges_Erinnern/MEMO_Studie/2023_MEMO_Jugend/MEMO_Jugendstudie_2023_DE.pdf)
IHRS: Empfehlungen für das Lehren und Lernen über den Holocaust. 2019. (https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Bildung/AllgBildung/Unterrichtsinhalte/Empfehlungen_zum_Lehren_und_Lernen_u__ber_den_Holocaust_1_.pdf


 
[Koll] Kolloquium Alte Geschichte
Termine nach Vereinbarung
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

   
[] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr  Phil. I, C 207
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein Zusatzangebot der Geschichtsdidaktik. Sie kann für individuelle Fragen rund um Medien, die Geschichte aufbereiten und vermitteln, sowie für Fragen des didaktischen Einsatzes genutzt werden. Anmeldung für Einzeltermine über Stud.IP.


 
[O Si] Neue Forschungen zur Mittelalterlichen Geschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Oberseminar ist offen für alle, die sich für aktuelle Forschungsthemen in der Mittelalterlichen Geschichte interessieren. Im Seminar stellen Referentinnen und Referenten aus Gießen und anderen Universitäten Themen aus ihren laufenden oder jüngst abgeschlossenen Arbeitsprojekten zur Diskussion. Termine und Themen werden zu Beginn der Vorlesungszeit in Stud.IP im Ablaufplan mitgeteilt.
BA- und MA-Studierende können dieses Oberseminar im Rahmen ihrer Projektmodule belegen.


[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Oberseminar führt Interessierte an Forschungsthemen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte und der germanistischen Mediävistik heran - es beruht also auf einer langjährig erprobten interdisziplinären Zusammenarbeit. Qualifikationsarbeiten aus beiden Bereichen können vorgestellt und diskutiert werden. Darüber hinaus sind auch interessierte Studierende eingeladen. Sie können, wenn Sie keinen Eintrag in Flexnow benötigen, ohne Anmeldung zu den Sitzungen dazustoßen, deren Thema Sie interessiert!


[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit und der Landesgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2026
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113
2 Einzeltermine:
Mi. 20.05.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003Ann-Kathrin Wächter (Gießen): Konfliktreiche Kooperation? Die (Selbst-)Verortung der Stolberger in regionalen Grafengefügen (1429-1615)


Mi. 27.05.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003Carina Müller (Gießen): Hochadlige Identität in den Selbstzeugnissen Wolrads von Waldeck. Methodische Grundlagen und vorläufige Ergebnisse



Kommentar:

In der Veranstaltung werden laufende Forschungsarbeiten (Masterthesis, Dissertationsprojekte, andere Forschungsarbeiten) zur Geschichte der Frühen Neuzeit und zur Landesgeschichte vorgestellt und diskutiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, eine eigene Qualifikationsarbeit vorzustellen und / oder sich über laufende Arbeiten zu informieren. Gern können Sie auch an Einzelsitzungen teilnehmen, deren Thema Sie interessiert.


[O Si] Oberseminar zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214

Kommentar:

Im Oberseminar diskutieren wir jede Woche ein aktuelles Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Semester stellen wieder Gießener Historiker:innen und Gäste von anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Forschungsfragen, Quellen, methodischen Ansätze und Befunde vor. Die Veranstaltung bietet damit die Möglichkeit, sich über Themen und Trends der historischen Forschung auch jenseits der JLU zu informieren und zugleich das Präsentieren, Fragen und Diskutieren einzuüben. Studierende und Promovierende sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.


[O Si] Thesen und Themen der Neueren und Zeitgeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

Im Oberseminar diskutieren wir alle Fragen rund um das Schreiben einer Abschlussarbeit: von der Strukturierung des Arbeitsalltags bis zur Wahl der Methoden. Wir besprechen Ihre Arbeiten und lesen Texte, die Ihnen beim Schreiben helfen. Alle, die über das Schreiben wissenschaftlicher Texte nachdenken wollen, sind herzlich willkommen - auch wenn die eigene Abschlussarbeit noch eine ferne Idee ist.


[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr  Phil. I, B 009
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009

Kommentar:

Im Oberseminar diskutieren wir aktuelle geschichtsdidaktische Forschungen. Dies umfasst aktuelle geschichtsdidaktische Literatur und laufende Forschungsprojekte ebenso wie die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und die gemeinsame Entwicklung von Fragestellungen und Forschungsvorhaben.


 
[Pra Vb] Praktikumsvorbereitende Übung BA (Geschichte/OEG/ Fachjournalistik Geschichte)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Di. 21.04.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003
Di. 26.05.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003
Di. 16.06.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003
Di. 07.07.2026,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. I, C 003

Kommentar:

Ein vier-, sechs- oder achtwöchiges Praktikum (je nach individueller Studiengestaltung) gehört zu den obligatorischen Bestandteilen in den Studienfächern Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Fachjournalistik Geschichte des GuK. Vor Antritt des Praktikums müssen Sie die praktikumsvorbereitende Übung besuchen, die in jedem Semester angeboten wird. In dieser Informationsveranstaltung geht es um grundsätzliche Fragen der Vorbereitung und Durchführung eines Praktikums.
Im angehängten ILIAS-Kurs finden Sie eine Datenbank, die Ihnen mögliche Praktikumsplätze vorstellt.


[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Begleitung im Praktikum und Begleitseminare)
Termine während des Praxissemesters (werden mit den Teilnehmenden im Vorbereitungsseminar abgesprochen)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 15:00 - 17:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar begleitet das Praxissemester, es werden die aktuellen Erfahrungen reflektiert, Unterrichtsplanungen und Forschungsperspektiven besprochen.


[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Nachbereitungsseminar)
Blocktermin zur Auswertung des Praxissemesters am 3. (nachmittags) und 4. Juli (ganztägig)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
Einzeltermin:
Fr. 03.07.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 214


Kommentar:

Das Blockseminar reflektiert die Erfahrungen des Fachpraktikums im Februar/März 2025. Fachspezifische Lehr- und Lernprozesse werden gemeinsam analysiert und Bezüge zwischen didaktischer Theorie und Unterrichtspraxis gezogen. Unter der Leitfrage "Was muss eine Geschichtslehrkraft können?" soll dazu angeleitet werden, eine theoriegeleitete persönliche Bilanz des Praktikums zu ziehen.
Die Seminargruppe ist beschränkt auf die Praktikumsgruppe.


 
[P Si] Die athenische Demokratie - Eine gefährdete Ordnung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

[P Si] Die athenische Demokratie - Eine gefährdete Ordnung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, G 333a
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 333a

[P Si] Mark Aurel: Kultur - Macht - Politik (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, G 025
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 025

[P Si] Mark Aurel: Kultur - Macht - Politik (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, D 106
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106

[P Si] Die Goldene Bulle Karls IV.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

[P Si] Die Landgrafschaft Hessen im Mittelalter
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 011
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011
Einzeltermin:
Mo. 01.06.2026,09.00 - 11.00 Uhr   Phil. I, C 011Hessische Städte II: Marburg



Kommentar:

Wer die bisherigen Landeswappen der Bundesländer Hessen und Thüringen betrachtet, wird mit leichtem Schmunzeln eine auffällige Ähnlichkeit zwischen diesen feststellen. Dies verweist auf Verwicklungen zwischen beiden Gebieten, die deren Geschichte über Jahrhunderte prägten. Besonders deutlich wird dies unter anderem anhand der Landgrafschaften Hessen und Thüringen.

Wir werden uns im Verlauf des Seminares mit der Entwicklung der Landgrafschaft Hessen von ihrer Abspaltung von der Landgrafschaft Thüringen im 13. Jahrhundert bis hin zur Regierungsübernahme Philipps I. von Hessen an der Schwelle zur Frühen Neuzeit beschäftigen. Dabei werden wir u.a. auf die Verwicklungen Hessens mit Thüringen, die Entwicklung landgräflicher Städte wie Marburg und Kassel, das landgräfliche Geschlecht sowie Frömmigkeit mit besonderem Fokus auf den Elisabethkult eingehen. Neben Perspektiven auf die Entwicklung des Reichs im Spätmittelalter, soll hierbei auch immer wieder der Fokus auf die Geschichte der Region gelegt werden.

Literaturhinweise: Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte. Mittelalter. 5. Aufl., Stuttgart 2025. – Gräf, Holger Th. / Jendorff, Alexander (Hrsg.): Handbuch der hessischen Geschichte, Bd. 6: Die Landgrafschaften ca. 1100 – 1803/06. Marburg 2022.


[P Si] Geschichte der Stadt Straßburg im Mittelalter
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Straßburg hatte im Mittelalter eine bewegte Geschichte, an der sich typische Linien der Stadtgeschichtsentwicklung im römisch-deutschen Reich ablesen lassen: In der ehemals römischen Gründung erlangte der Bischof im Hochmittelalter die Stadtherrschaft. Teils in Kooperation mit dem Bischof, teils im Konflikt mit ihm errang die entstehende Bürgerschaft Anteil an der Verwaltung der Stadt, bis sie im 13. Jahrhundert zu Lasten der bischöflichen Herrschaftsansprüche eine Freie Stadt wurde. Auch die Auseinandersetzungen innerhalb der Patriziergeschlechter und zwischen Patriziat und Zünften, die man in Straßburg beobachten kann, sind typisch für alte Bischofsstädte. Sie eskalierten im 14. Jahrhundert und führten nicht nur zu mehreren Verfassungsänderungen, sondern trugen auch zur Judenverfolgung des Jahres 1349 bei.
Anhand ausgewählter Quellen werden diese Probleme diskutiert. Vor allem aber führt das Proseminar an die Arbeitsweisen der historischen Mediävistik heran, die eingeübt und vertieft werden.
Einführende Literatur: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 5. aktualisierte und erw. Aufl. (2005); Werkzeug der Historiker:innen. Mittelalter, hg. von Thomas Wozniak (2024); Yuko Egawa, Stadtherrschaft und Gemeinde in Straßburg vom Beginn des 13. Jahrhunderts bis zum Schwarzen Tod (1349) (THF 62, 2007); Sabine von Heusinger, Die Zunft im Mittelalter: zur Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Straßburg, Stuttgart 2009; Erbauer einer Kathedrale. 1000 Jahre Straßburger Münster, hg. von Sabine Bengel u.a. (2019).


[P Si] Hessen und das Reich vom 12. bis zum 14. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
mit digitalen Anteilen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

An ausgewählten Beispielen werden Strukturen vorgestellt, in denen sich im Mittelalter das Verhältnis zwischen König und regionalen Kräften abspielte. Wo und wie regierte der Herrscher, welche Räume bevorzugte er, mit welcher Unterstützung konnte er rechnen und wann stieß er auf Widerstand? Durch den Blick auf das Reisekönigtum, das Lehnswesen, die Errichtung von Klöstern oder Pfalzen bis hin zur Ausbildung von Reichsstädten sollen wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen deutlich und nachvollziehbar werden.

Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. Aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart 2014 (als e-Book vorhanden); Holger Th. Gräf, Alexander Jendorff (Hg.): Handbuch der hessischen Geschichte. Band 7: Die geistlichen Territorien und die Reichsstädte (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63,7), Marburg 2023, S. 539-669; Schneidmüller, Bernd, Weinfurter, Stefan (Hg.) Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519), München 2003.


[P Si] "Europa und das Meer" - eine Globalgeschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

Eines der prägenden Phänomene der Frühen Neuzeit ist die Geschichte der Seefahrt. Mit den „Entdeckungs“fahrten der Portugiesen und Spanier Ende des Mittelalters setzte ein Transformationsprozess ein, der viele Schichten von Gesellschaften über Jahrzehnte, und bis heute, verändern sollte. Diese betrafen nicht nur Wirtschaft, Handel, Geographie, sondern auch Politik, Diplomatie, Religion, Kommunikation.
Während die iberischen Seemächte vom 15. Jahrhundert an „die neue Welt dominierten“, setzte Ende des 16. Jahrhunderts ein „Wettrennen“ weiterer aufstrebender europäischer Seemächte (England und Holland) ein, dass die bis dato etablierte „Dominanz“ der iberischen Seemächte anfechten sollte. Ende des 17. und im 18. Jahrhundert kamen weitere europäische Akteure (Frankreich) hinzu, die ebenfalls im „Wettrennen“ um koloniale wirtschaftliche und politische Aspirationen beteiligten.
In dem breit konzipierten Proseminar werden verschiedene Aspekte dieser Transformationsprozesse in einem globalen Rahmen aktiv analysiert und debattiert.
Eines der Themengebiete umfasst die Versklavung von Afrikanerinnen und Afrikanern als unfreie Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Plantagen in der „Neuen Welt“. Dieser Aspekt der Geschichte wurde lange Zeit rein wirtschaftshistorisch betrachtet. Die entwürdigende Komponente dieser forcierten Migration und Zwangsarbeit wird explizit in dem Proseminar aktiv debattiert werden.

Für die Teilnahme am Proseminar sind gute Englischkenntnisse notwendig, die die globale Lektüre und Interpretation ermöglichen.


[P Si] Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ist eine der zentralen Stätten des Holocaust. Im Seminar nähern wir uns diesem Lagerkomplex multiperspektivisch und medial differenziert an. Einerseits heißt dies, dass wir die Zeugnisse von unterschiedlichen Opfergruppen, von Täter:innen und Dritten auf ihre je spezifische Situierung hin befragen. Andererseits widmen wir uns neben wissenschaftlichen Studien auch literarischen Erinnerungen, Zeichnungen und Gemälden, Essay-, Dokumentar- und Spielfilmen. Wie lässt sich das Zusammenspiel von Vernichtung, Zwangsarbeit und Internierung im Lagerkomplex rekonstruieren? Wie prägen Medien, Genres und ästhetische Formen Erinnerung und Vorstellung? Welche politischen und ethischen Implikationen hat unsere eigene Annäherung an die Shoah?


[P Si] Revolution in Europa, 1917-23
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Das Proseminar führt ins geschichtswissenschaftliche Arbeiten ein. Didaktisches Hauptziel der Seminarsitzungen ist es, anhand ausgewählter Texte eine größtmögliche Vielfalt verschiedener theoretischer und methodologischer Forschungsstrategien kennen zu lernen. Ein Teil der Lektüre ist englischsprachig. Für die Vor- und Nachbereitung sollten 3-4h pro Woche eingeplant werden. Das Lesepensum beträgt ca. 30 Seiten pro Woche. Regelmäßige Anwesenheit ist eine notwendige Bedingung für den erfolgreichen Abschluss. Hausarbeiten werden ggfs. bereits im Seminar schrittweise vorbereitet und auf Basis von kleineren Aufgaben und Vorarbeiten diskutiert. Ohne diese Vorarbeiten während des Semesters ist keine benotete Teilnahme möglich.

Wir diskutieren gesellschaftliche Kriegsfolgen, die Revolutionen ab 1917, Bürgerkriege und Paramilitarisierung und die Schwäche der Nachkriegsdemokratien. Dabei steht keineswegs nur Deutschland im Vordergrund, da zur Lektüre vergleichende Studien gehören, die sich auch etwa mit Frankreich, Italien, Österreich beschäftigen.


[P Si] Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[P Si] Einführung Geschichtslernen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214


[P Si] Einführung in das Lernfeld Zeit und Geschichte (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214


Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen des Geschichtsunterrichts ein. In der Veranstaltung werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Bezug auf das frühe historische Lernen beleuchtet und an der Analyse von Unterrichtsbeispielen für den Unterricht an der Grundschule vertieft.


[P Si] Einführung in das Lernfeld Zeit und Geschichte (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214


Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen des Geschichtsunterrichts ein. In der Veranstaltung werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Bezug auf das frühe historische Lernen beleuchtet und an der Analyse von Unterrichtsbeispielen für den Unterricht an der Grundschule vertieft.


[P Si] Einführung in die Geschichtdidaktik
Klausur: 15.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 027
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.

Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 12. Aufl. 2015.


[P Si] Historisches Denken anregen: Einstiege in historisches Lernen im Unterricht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214


Kommentar:

"Gelungene Einstiege. Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden", so heißt ein didaktischer Klassiker von Gerdhard Schneider, der bereits 1999 erschienen ist. Dieser Titel verweist darauf, welche Bedeutung der Einstiegsphase im Unterricht zukommen kann.
Doch wann ist ein Einstieg gelungen? Wann regt er historisches Denken an?

Gustav Droysen formulierte, dass "Der Ausgangspunkt des Forschens (...) die historische Frage" sei, das Konzept der Problemorientierung setzt auf ein Verlaufsmodell, bei der von einer Problemfindung über Hypothesenbildung und Problemlösung zu einer Metareflexion übergegangen wird, und Kompetenzmodelle, die auf einen Lernprozess ausgerichtet sind, setzen das Fragen und Vermuten an den Beginn.
Im Seminar soll ausgehend von solchen geschichtstheoretischen Überlegungen diskutiert werden, wie historische Lernprozesse im Unterricht gezielt angeregt und wie diese unterrichtspragmatisch ausgestaltet werden können. In Übungen sollen Einstiegsphasen konkretisiert, ausprobiert und auf ihre Auswirkungen auf den Lern- und Denkprozess reflektiert werden.

Literatur zur Vorbereitung:
Michael Sauer: Einstiege in Geschichtsstunden. Untersuchungsprozesse im Geschichtsunterricht initiieren. In: Geschichte Lernen 227 (2025), S. 2-7.
Gerhard Schneider: Einstiege. In: Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Hrsg. v. U. Mayer, H-J. Pandel u. G. Schneider. 5. Aufl. Frankfurt 2026, S. 595-619.


[P Si] Jugendliche mit Lernschwierigkeiten erzählen Geschichte – Ein Projekt (nicht nur) für die Förderschule
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
zwei-wöchentlich Fr. 09:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214

Kommentar:

Geschichtsunterricht findet vorwiegend in der Sekundarstufe I und II der Regelschule statt. An Förderschulen wird historisches Lernen kaum dezidiert gefördert. Vor dem Hintergrund schulischer Inklusion und einem menschenrechtlichen Verständnis von Teilhabe an der Gesellschaft ist es allerdings geboten auch Menschen mit Lernschwierigkeiten adäquate Angebote historischen Lernens in der Schule zu unterbreiten.
Im Seminar soll darüber reflektiert werden, wie Geschichtsunterricht mit Menschen mit Lernschwierigkeiten gelingen kann und welche Schwierigkeiten sich dabei auf theoretischer Ebene ergeben. Dazu soll ein Projekttag mit einer Marburger Förderschule geplant, durchgeführt und reflektiert werden.
Das Seminar findet im 2-Wochen-Rhythmus von 9-12 Uhr statt.
(Termine: 17.04. 10:15-11:45 Uhr;
24.04., 22.05., 29.05., 12.06. je 9-12 Uhr;
Evtl. Projekttag am Donnerstag den 25.06, 9-14 Uhr
Reflexion 26.06. 10:15-11.45 Uhr)


 
[Ex Sem] Nassauische Residenzen in Hessen - Weilburg und Hadamar im Vergleich
Exkursionstermin wird noch bekanntgegeben.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
zwei-wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

Kommentar:

In dem Seminar wollen wir das Grafen- und Fürstengeschlecht der Nassauer und ihre Probleme in der Frühen Neuzeit kennenlernen und ihre Residenzen in Hessen in Weilburg und Hadamar besichtigen.


[Ex Sem] Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte projektorientiert vermitteln
Blocktermine mit Exkursionen, Termine werden noch bekannt gegeben
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 003Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte als Streitgeschichte: erste didaktische Überlegungen zu einem zeithistorischen Themenfeld


Fr. 19.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager GießenDer Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen: ein Ort für projektförmiges Arbeiten mit Schülerinnen und zur Schülern zur deutsch-deutschen Verflechtungsgeschichte?


Fr. 26.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager GießenProjektförmiges Arbeiten vor Ort: Ideen und ihre Vorstellung, Diskussion und Reflexion


Fr. 10.07.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 003Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte mit regionalem Bezug unterrichten: Herausforderungen, Chancen, Alternativen



Kommentar:

Die deutsch-deutsche Geschichte zwischen 1945 und 1990 zu vermitteln, unterliegt einer Reihe von Besonderheiten. Als zeitgeschichtliches Thema gibt es noch Zeitzeug:innen, die mit ihren Erinnerungen in der Gesellschaft präsent sind. Familiäre Bezüge wirken sich bis heute vielfältig aus und im Alltag begegnen auch diejenigen, die keine persönlichen Beziehungen zu dieser Vergangenheit haben, zahlreichen Spuren. Es ist eine Geschichte, die "noch raucht und qualmt" (Saskia Handro).

Im Seminar soll den Besonderheiten des Themas wie seiner spezifischen Chancen und Herausforderungen für das historische Lernen im Geschichtsunterricht nachgegangen werden.

Dafür soll der neue "Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager" in Gießen als außerschuischer Lernort in den Blick genommen werden, um sein Potenzial für projektförmiges Arbeiten vor Ort oder im Anschluss an einen Besuch des Ortes zu analysieren und zu reflektiert.

Im Seminar sollen konkrete Projektideen entwickelt, in Teilen ausprobiert und diskutiert werden,

Literatur zur Vorbereitung:
Adamski, Peter; Bernhardt, Markus: Beremdlich ähnlich - vertraut anders. Alltagsgeschichte in Ost und West. In: Geschichte lernen 147 (2012), S. 1-9.
bpb (Hrsg:) Gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte. (=Informationen zur politischen Bildung 358)(1/2024)
Müller-Zetsche, Marie: DDR-Geschichte im Klassenzimmer. Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990. Frankfurt a.M. 2020, Kap. 6. (Zusammenfassung und Ausblick: DDR-Geschichte als Streitgeschichte).
van Laak, Jeannette: Einrichten im Übergang: das Notaufnahmelager Gießen. Frankfurt 2017, S. 374-389.


[Ex Sem] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
Blocktermine mit Exkursionen, Termine werden noch bekannt gegeben
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 05.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, D 106
Sa. 06.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, D 106
Fr. 12.06.2026,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, D 106
Sa. 13.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, D 106

Kommentar:

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein tieferes Verständnis für die ästhetischen Dimensionen historischen Denkens zu entwickeln. Dabei werden sowohl erkenntnistheoretische Grundlagen als auch konkrete Beispiele aus Kunst, Literatur und Geschichtskultur untersucht. Neben der theoretischen Reflexion steht die eigene gestalterische Auseinandersetzung mit Geschichte im Mittelpunkt. Dabei geht es darum, wie Geschichte nicht nur vermittelt, sondern auch erfahrbar wird, welche Emotionen und Spannungen sie auslöst und wie solche Momente unsere Wahrnehmung der Vergangenheit beeinflussen. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit der Wirkung historischer Erzählungen auseinander und reflektieren, wie Geschichte durch ästhetische Mittel gestaltet wird – und welche Potenziale und Herausforderungen sich daraus für das historische Lehren und Lernen ergeben.


       
[Ü] Arbeitstechniken
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Die Übung dient der Einführung und der Vertiefung in die historischen Grundwissenschaften; dabei wird ein Schwerpunkt auf der Paläographie (d.h. dem Lesen alter Schriften) und der Archivkunde liegen. Die Studierenden werden dadurch befähigt, unedierte Quellen zu lesen zu verarbeiten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, den Umgang mit der mittellateinischen Sprache zu üben.


[Ü] Die Grafen von Nassau im Mittelalter
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 011
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011

Kommentar:

Wer im hessischen Raum nach bekannten adeligen Häusern sucht, kommt an den Grafen von Nassau nicht vorbei. Städte wie Weilburg oder Dillenburg sind bis heute eng mit den Nassauern verbunden, in den Niederlanden und Luxemburg stellen sie nach wie vor die Staatsoberhäupter. Doch wie gestaltete sich die Situation der Grafen von Nassau im Mittelalter? Dies soll anhand ausgewählter Quellen im Rahmen der Übung behandelt werden. Neben einer Einführung in die unterschiedlichen Quellenformen des Mittelalters, wird auch in die Historischen Hilfswissenschaften eingeführt und über grundlegende Praktiken des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens gesprochen. Da auch mit originalsprachlichen Dokumenten gearbeitet wird, sind Lateinkenntnisse erforderlich.

Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte. Mittelalter. 5. Aufl., Stuttgart 2025. - Wozniak, Thomas (Hrsg.): Werkzeuge der Historiker:innen. Mittelalter. Stuttgart 2024.


[Ü] Die Moderne und ihr Mittelalter
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Wer erfand das Mittelalter und warum? Als die Historiker des 17. und 18. Jahrhunderts die Dreiteilung der Weltgeschichte in Antike, Mittelalter und Neuzeit zum Standardmodell der Epocheneinteilung machten, galt ihnen die griechisch-römische Antike als der helle Ausgangspunkt. Die Renaissance, der Humanismus und das Zeitalter der Aufklärung knüpften daran an und ebneten Europa den Weg in die Moderne. Alles, was dazwischen lag, galt als medium aevum, als „Mittelalter“, ein Verlegenheitsbegriff, der erkennen lässt, dass man mit dieser Zeit nichts mehr anzufangen wusste. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert haben Mittelalterhistoriker intensiv zur Formulierung von historisch orientierten Deutungen ihrer eigenen Gegenwart beigetragen. Der Rückgriff auf das Mittelalter – etwa in der Architektur, im historischen Roman, in der neu entstehenden Denkmalpflege, im staatlichen, kirchlichen und universitären Zeremoniell – diente der Verständigung über die zeitgenössische Gesellschaft.
Im Seminar befassen wir uns mit solchen Mittelalterdeutungen. Wir werden ausgewählte Texte, Bilder und Objekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert untersuchen, in denen sich Deutungen des Mittelalters widerspiegeln. Damit öffnet sich der Blick auf zentrale Grundsatzfragen der Geschichtswissenschaft, ihrer Theoriebildung und ihrer Methodik.

Erste Literaturhinweise:
Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über historisches Erzählen, München 2008; Raedts, Peter: Die Entdeckung des Mittelalters. Geschichte einer Illusion, Darmstadt 2016 (niederländische Originalausgabe 2011).


[Ü] Quellen zur Geschichte Kaiser Heinrichs IV. (1056–1106)  (AfK-Nr.: 11)
Klausur: 16.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Die Zeit Heinrichs IV. war durch einen tiefgreifenden Wandel geprägt, in dem sich nicht nur politische, sondern auch soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen beschleunigten. Auf der Oberfläche der politischen Ereignisgeschichte äußerte sich das in wiederholten, tiefgreifenden Konflikten zwischen Adel und König, zwischen dem Papst und dem König und zwischen städtischen Eliten und ihren bischöflichen Stadtherren. Dahinter standen jedoch vielfältige Transformationsprozesse, die kaum ohne Konflikte zu bestehen waren: ein neues Denken über Kirche und Welt, das neue Erwartungshaltungen gegenüber Priestern und Bischöfen entstehen ließ; die Entstehung stadtbürgerlicher Eliten, die nach Emanzipation strebten; und die Etablierung neuer Herrschaftsmethoden, bei denen Burgen- und Stadtgründungen, die Abschöpfung von Gewinnen durch Zölle und Abgaben sowie die Formierung von Dienstmannschaften als verlässlichen Funktionsträgern in kirchlichen, königlichen und adligen Grundherrschaften eine zentrale Rolle spielten. Das alles spiegelt sich in einer großen Vielfalt von Texten, Objekten und Bildern, die im Mittelpunkt der Übung stehen. Dabei lässt sich sehr viel über die Formen der Quellenüberlieferung im Mittelalter kennenlernen.

Literatur:
Althoff, Gerd: Heinrich IV. (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), Darmstadt 2006; Althoff, Gerd (Hg.): Heinrich IV. (Vorträge und Forschungen 69), Ostfildern 2009; Canossa 1077 – Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik, 2 Bde., München 2006; Das Reich der Salier 1024-1125. Katalog zur Ausstellung des Landes Rheinland-Pfalz, Sigmaringen 1992; Jarnut, Jörg/Wemhoff Matthias (Hgg.): Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert. Positionen der Forschung, München 2006; Kohl, Thomas (Hg.): Konflikt und Wandel um 1100: Europa im Zeitalter von Feudalgesellschaft und Investiturstreit (Europa im Mittelalter 36), Berlin 2020; Weinfurter, Stefan (Hg.), Die Salier und das Reich, 3 Bde., Sigmaringen 1992.


[Ü] Die Moderne und ihr Mittelalter
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029

Kommentar:

Wer erfand das Mittelalter und warum? Als die Historiker des 17. und 18. Jahrhunderts die Dreiteilung der Weltgeschichte in Antike, Mittelalter und Neuzeit zum Standardmodell der Epocheneinteilung machten, galt ihnen die griechisch-römische Antike als der helle Ausgangspunkt. Die Renaissance, der Humanismus und das Zeitalter der Aufklärung knüpften daran an und ebneten Europa den Weg in die Moderne. Alles, was dazwischen lag, galt als medium aevum, als „Mittelalter“, ein Verlegenheitsbegriff, der erkennen lässt, dass man mit dieser Zeit nichts mehr anzufangen wusste. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert haben Mittelalterhistoriker intensiv zur Formulierung von historisch orientierten Deutungen ihrer eigenen Gegenwart beigetragen. Der Rückgriff auf das Mittelalter – etwa in der Architektur, im historischen Roman, in der neu entstehenden Denkmalpflege, im staatlichen, kirchlichen und universitären Zeremoniell – diente der Verständigung über die zeitgenössische Gesellschaft.
Im Seminar befassen wir uns mit solchen Mittelalterdeutungen. Wir werden ausgewählte Texte, Bilder und Objekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert untersuchen, in denen sich Deutungen des Mittelalters widerspiegeln. Damit öffnet sich der Blick auf zentrale Grundsatzfragen der Geschichtswissenschaft, ihrer Theoriebildung und ihrer Methodik.

Erste Literaturhinweise:
Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über historisches Erzählen, München 2008; Raedts, Peter: Die Entdeckung des Mittelalters. Geschichte einer Illusion, Darmstadt 2016 (niederländische Originalausgabe 2011).


[Ü] Diplomatische Bemühungen im Westen des Reichs in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 113
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113

[Ü] Fotografie zwischen Spiegel und Zerrbild? Zugänge zu einer analogen und digitalen Mediengeschichte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, B 031
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 031

Kommentar:

Die Entwicklung der Fotografie vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für geschichtswissenschaftliche Fragestellungen. In welcher Weise beeinflusst die technische Entwicklung der Fotografie die Auseinandersetzung um „Wirklichkeit“? Welche Rolle spielt das Medium Fotografie für die Entwicklung von Presse, Wissenschaft, Rechtswesen usw.? Wie verändert sich die Ästhetik von Fotografie und welche unterschiedlichen Auffassungen gibt es vom Foto als Kunstwerk? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Die Teilnehmer:innen setzen sich anhand ausgewählter Texte und Bilder mit Aspekten der Fotografie-Geschichte auseinander. Das Seminar vermittelt inhaltliche und technische Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Neben der Lektüre und Diskussion im Seminarraum bietet die Lehrveranstaltung Gelegenheit, analoge Fotografie praktisch zu erproben.

Zum Erwerb eines Leistungsnachweises erarbeiten die Teilnehmer:innen während des Semesters mehrere kurze Hausaufgaben.


[Ü] Frühneuzeitliche Quellen lesen lernen  (AfK-Nr.: 11)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 030
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030

Kommentar:

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Semesterwoche (20.04.2026)

Ob im Kontext von Wissenschaft oder Schule: Historisch arbeiten heißt, mit Quellen umgehen zu können. In dieser Übung soll dieses historische "Handwerkszeug" im Vordergrund stehen, indem wir uns der Epoche der Frühen Neuzeit (1500-1800) über die Quellen aus dieser Zeit nähern. In der Übung beschäftigen wir uns entlang des politischen Systems des Alten Reichs mit einer Bandbreite verschiedener deutschsprachiger Quellen in Handschrift und Druck. Wir lernen, diese Quellen zu beschreiben, historisch einzuordnen und vor allem zu lesen. Geplant ist, im Rahmen einer Archiv-Exkursion vor Ort mit Originaldokumenten zu arbeiten.


[Ü] Zukunft, Jugend, Freiheit. Zeit und Politik bei den Jungen Liberalen in den 1980er Jahren
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 003
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003

Kommentar:

Die 1980er Jahre werden häufig als Jahrzehnt von Angst, Pessimismus und Fortschrittsskepsis beschrieben. Die Jungen Liberalen, die Jugendorganisation der FDP, sahen das anders. Statt "no future" lautete ihre Losung: "Mut zur Zukunft!" Welche Politik mit so einem "Mut zur Zukunft" einher ging, erkunden wir in dieser Quellenübung. Dazu nehmen wir verschiedene Quellengattungen in den Blick, die uns in der politischen Geschichte immer wieder begegnen: von Reden über Programmschriften bis hin zu Pressebeiträgen.


 
[Vl] Einführung in die römische Geschichte  (AfK-Nr.: 224)
Klausurtermin: 15.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[Vl] Macht und Herrschaft in der griechisch-römischen Antike
Klausurtermin: 16.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 16.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[Vl] Das römisch-deutsche Reich nach dem Interregnum: Von Rudolf von Habsburg bis zu Karl IV.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Vorlesung führt in Grundprobleme der spätmittelalterlichen deutschen Geschichte ein: Nach dem Ende der staufischen Dynastie war vieles neu auszuhandeln: Das Reich entwickelte sich nicht zu einer Erbmonarchie, sondern zu einem Wahlreich, der Stellenwert von Reichspolitik und dynastischer Politik war daher auch seitens des Königs auszuloten. Aus dem Kreis der Fürsten entstand mit der elitären Gruppe der Kurfürsten eine bevorrechtigte Gruppe, die in besonderer Weise Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Reichspolitik beanspruchte. Das Verhältnis zum Papsttum musste neu verhandelt, die Rechte von König und Kaiser geklärt, die Position des Reichs in Europa und die Beziehungen zum italienischen Reichsteil geordnet werden. Aber auch Strukturprobleme wie das Verhältnis von Fehde und Frieden, die Sicherung der Ressourcen des Königtums oder die streitbehafteten Beziehungen zwischen Reichsstädten, Fürsten, Grafen und Niederadel standen für die Könige auf der Tagesordnung.
Die relevante Literatur wird vorlesungsbegleitend bekannt gegeben. Einführender Literatur: Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter (2004); Michael Menzel, Die Zeit der Entwürfe 1273-1347 (Gebhardt Handbuch der Deutschen Geschichte, Bd. 7a; 2012); Christian Hesse, Synthese und Aufbruch (1346-1410) (Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Band 7b; 2017); Karl-Friedrich Krieger, Die Habsburger im Mittelalter: Von Rudolf I. bis Friedrich III. (2. Aufl. 2004); Jörg Hoensch, Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437 (2000); Die Habsburger im Mittelalter: Aufstieg einer Dynastie, Katalog, hg. vom Historischen Museum der Pfalz (2022).


[Vl] Die Frühe Neuzeit als Epoche
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

Kommentar:

Die Frühe Neuzeit definiert sich selbst als vormoderne Epoche des Wandels auf dem Weg in die Moderne und gleichzeitig als Epoche, in der noch sehr vieles "mittelalterlich" war. Daraus ergeben sich entsprechende Fragestellungen und Probleme: Wann setzte solcher Wandel ein, was machte ihn aus? In welchem Verhältnis stand der frühneuzeitliche Wandel zu jenem anderer Epochen oder ist er solitär zu begreifen? Muss die Frühe Neuzeit als einheitlicher Zeit- und Handlungsraum begriffen werden oder weist sie charakteristische Unterschiede oder gar Brüche auf? Alle dem soll in dieser Überblicksvorlesung thematisiert werden.


[Vl] Kaiser Karl V. (1500-1558) und seine Zeit
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, A 5 (Hörsaal)
nächster Termin: 20.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 5 (Hörsaal)

[Vl] Was ist die Moderne? Einführung in das 19. Jahrhundert
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

Kommentar:

Mobilität, Kommunikation über weite Distanzen, Infragestellung religiöser Autoritäten, Emanzipationsbewegungen und viele weitere Elemente gehören zu den Entwicklungen, die gemeinhin als modern beschrieben werden. Zur "Kehrseite" dieser Entwicklungen gehört zum Beispiel der Imperialismus Europas.
Was also ist überhaupt die Moderne und wer bestimmt, was modern ist? Wie viele Modernen gab es und wo fanden sie statt? Leben wir heute in einer Post-Moderne oder sogar in einer Post-Post-Moderne? In der Vorlesung nähern wir uns diesen Fragen, indem wir das 19. Jahrhundert in den Blick nehmen. Wir schauen auf deutsche und europäische Entwicklungen in einer global verflochtenen Welt.

Literatur zur Einführung:
Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009


[Vl] Historisches Denken (Lehren und Lernen)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, A 3 (Hörsaal)
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal)

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