Seminar: Biographische Perspektiven zur Sprache in der Migrationsgesellschaft - Details

Seminar: Biographische Perspektiven zur Sprache in der Migrationsgesellschaft - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Biographische Perspektiven zur Sprache in der Migrationsgesellschaft
Untertitel
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 12
Heimat-Einrichtung Institut für Romanistik
beteiligte Einrichtungen Institut für Soziologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Dienstag, 03.11.26, 10:00 - 12:00 Uhr Phil. II G, 104

Räume und Zeiten

Phil. II G, 104

  • Dienstag, 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab dem 20.10.26)
  • Samstag, 05.12.26, 10:00 - 13:00 Uhr

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Sprache ist ein zentrales Medium sozialer Zugehörigkeit, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Transformation. Dieses interdisziplinäre Lehrforschungsprojekt verbindet romanistische Soziolinguistik mit kultursoziologischen Perspektiven auf die postmigrantische Gesellschaft und fragt nach sprachlicher Teilhabe als Dimension sozialer Nachhaltigkeit.
Im Mittelpunkt stehen migrantionsgesellschaftliche Mehrsprachigkeit, Herkunftssprachen und ihre biographische Bedeutung sowie Prozesse des Othering in der postmigrantischen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wird die Sprache als soziales Phänomen, eingebettet in sozialen Differenz- und Machtverhältnissen, analysiert. Dabei werden epistemische Fragen aufgeworfen: Welche Wissens- und Anerkennungsordnungen bestimmen, welche Sprachen als wertvoll gelten? Inwiefern reproduzieren sprachpolitische Praktiken koloniale Hierarchien – und wie lassen sich diese durch biographische Reflexion und zivilgesellschaftliches Engagement transformieren? Welche affektiven- und emotionalen Aspekte begleiten die reflexiven Praktiken zur Sprache im postmigrantischen Kontext? Post- und dekoloniale Perspektiven auf Sprache und Entwicklung bilden einen zentralen theoretischen Bezugspunkt.
Das Seminar gliedert sich in zwei Phasen: Im Wintersemester erarbeiten die Studierenden theoretische und methodische Grundlagen (u. a. zu Sprachbiographien, Family Language Policy, postmigrantische Perspektiven, Othering). Im Sommersemester führen sie eigenständige empirische Forschungsprojekte mit Interviews durch und bereiten die Ergebnisse für eine Publikation auf.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung mit Passwort: Biographische Perspektiven zur Sprache in der Migrationsgesellschaft".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist nur mit Eingabe eines Passworts möglich.